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Reizthema „Fracking“ – Wie dramatisierende Schlagzeilen Artikel- und Studieninhalten widersprechen

18. Mai 2015

Zu den Hauptsorgen der Gegner des „Fracking“, korrekt Hydraulic Fracturing, zählt, dass durch das Verfahren Grundwasser zur Trinkwassergewinnung  „verseucht“ wird. Sie fühlten sich bestätigt, als am 6. Mai dieses Jahres beim Tagesspiegel ein Artikel erschien, der mit der Schlagzeile „Fracking-Chemikalien im Trinkwasser entdecktaufwartete.

ITAG23_DüsteZ10vklDoch bereits in den ersten Zeilen des Artikels wird die dramatisierende Schlagzeile relativiert. Die Chemikalien stammen mutmaßlich aus Erdgasbohrungen, heißt es.

Ferner wird in dem Artikel abermals deutlich, dass die Autoren solcher Artikel offenbar wenig davon verstehen, worüber sie schreiben. So wird das Fracverfahren folgendermaßen beschrieben:

Unter hohem Wasserdruck bricht das Gestein auf, Sand und verschiedene Chemikalien sorgen dafür, dass die Spalten offen bleiben und Gas ins Bohrloch strömt, wo es dann gefördert wird.

Im Gegensatz zahlreicher anderer Beschreibungen des Verfahrens in deutschen Medien entspricht diese im Großen und Ganzen den Tatsachen, ist aber dennoch nicht exakt. Richtig ist, dass der Sand oder andere Stützmittel (Schwerminerale wie Zirkon oder Korund, hochfeste Keramikkügelchen) den Zweck haben, die erzeugten Risse offenzuhalten.

Die dem Fracfluid beigemengten Chemikalien, deren Anteil bei Fracarbeiten in Tongesteinen unter 0,5 Prozent liegt, haben hingegen die Aufgabe die Reibung zu vermindern, Tonquellung während der Risserzeugung zu verhindern und Ablagerungen an den Rohrwandungen zu





Fracking? – Eine etablierte Standardtechnologie!

12. November 2014

Fossil1Interview mit Prof. Dr.-Ing. Mohammed M. Amro, Professur für Geoströmungs-, Förder- und Speichertechnik und Direktor des Instituts für Bohrtechnik und Fluidbergbau an der TU Bergakademie Freiberg

Science Skeptical: Herr Professor Amro, das sogenannte „Hydraulic Fracturing“ oder kurz „Fracking“ wurde in Deutschland seit den 1960er Jahren schon häufig praktiziert…

Mohd Amro: Fracking wird seit 1948 in den USA und seit 1961 in Deutschland in Öl- und Gaslagerstätten praktiziert und hat sich wissenschaftlich-technisch zu einer Standardtechnologie beim Tiefbohren entwickelt.

Science Skeptical: Und warum findet die Debatte dann erst heute statt?

Mohd Amro: Bisher gab es in Deutschland keinen Umweltunfall bei Frack-Operationen, aber die Bevölkerung ist mit den Jahren immer sensibler in Sachen möglicher Umweltschäden geworden. Das betrifft eine Vielzahl von Bereichen wie z.B. die Nutzung der Kernkraft, der natürlichen Meeresressourcen – selbst die Errichtung neuer Windkraftanlagen oder Stromtrassen verliert an Akzeptanz. Die öffentliche Diskussion hat sich an den Fernsehberichten von tatsächlichen Unfällen in den USA, aber vor allem an den gefälschten Bildern von „brennendem Trinkwasser aus der Leitung“ entzündet.

Science Skeptical: Hat sich diese Technologie in den letzten Jahren in einer Weise entwickelt, die die oft geäußerten Ängste rechtfertigt?

Mohd Amro: Die Ängste sind an den Berichten über die Shale-Gas-Gewinnung in





Exxon macht mobil: Fracking giftfrei!

29. September 2014

ego150Der aktuelle Spiegel enthält eigentlich nur drei spannende Seiten. Zwei davon belegt Alexander Neubacher mit einem entlarvenden Artikel darüber, wie Verbraucherschutz den Konsumenten entmündigt. Aber nicht nur Politiker aller Farben halten uns Bürger für verblödet und wollen uns unbedingt vor Erdnüssen warnen, die „Spuren von Nüssen“ enthalten können. Auch die Industrie ist leider nicht frei von derartiger Attitüde. Dies zeigt eine Anzeige des Konzerns ExxonMobil auf Seite 77. „Lassen Sie uns über Fracking reden„, regt dort der Vorstandsvorsitzende Gernot Kalkoffen an, und schreibt uns allen einen Brief mit durchaus bemerkenswertem Inhalt.

Dummerweise – oder besser hoffentlich – hat er es nicht selbst geschrieben. Es wird wohl seine von selbsternannten Kommunikationsexperten durchsetzte Marketing-Abteilung gewesen sein. In eigentlich allen großen Unternehmen, wie auch in vielen Forschungseinrichtungen, sind dies Menschen, die vom eigentlichen Geschäft ihrer Firma wenig bis gar nichts verstehen. Die aber der felsenfesten Überzeugung sind, alle Bürger seien heutzutage erstens Ökos und zweitens gerade durch die Ansprache dieser Eigenschaft positiv zu stimmen. „Greenwashing“ heißt auf neudeutsch, was in den ersten Sätzen überdeutlich eingesetzt wird:

Deutschland hat sich für die Energiewende entschieden.

Also ich nicht. Und ich denke, die Leser dieses Blogs wohl auch nicht. „Die Politik hat sich für





Fracking und die Lügenmärchen der Ökologisten

10. September 2014

Fracking2Panorama und Panorama3 und Panorama – Die Reporter haben kürzlich zum Thema Fracking im NDR und der ARD Reportagen gezeigt, welche eindrucksvoll die Hintergründe der Ökopropaganda, welche hinter der Frackinglüge steckt beleuchten. Herausgestellt hat sich dabei, dass Fracking keine Hochgefahrentechnologie ist, die Ökologisten aber alles daran setzen Fracking zu verteufeln und die Gasgewinnung mit Hilfe von Fracking zu verhindern. Wie sich bei den Recherchen von Panoram herausgestellt sind das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium an dieser Entwicklung mit beteiligt.





Fracking – Warum der Boom der Öl- und Gasförderung weitergeht

4. September 2014

Rig_wind_riverDie USA verursachen seit einigen Jahren eine Revolution auf dem Gas- und auf dem Ölmarkt. Grund dafür sind neue Fördertechniken, dazu gehört vor allem die Möglichkeit tief unter der Erde horizontal zu bohren und das stimulieren von Gas- und Ölvorkommen in eigentlich zu dichtem Gestein durch das Erzeugen von Rissen mit Hilfe von Wasser, Sand und hohem Druck. Vor allem letztere Methode, das Fracking, ist in den USA und auch ganz besonders auch in Deutschland Gegenstand häufig heftiger Kritik (Hier ein Überblick über die Technologie und Potentiale in Deutschland).

Sorge bereitet den Kritikern dabei am meisten, daß dem Frack-Fluid geringe Mengen Chemikalien beigemischt werden. Da hilft es auch nicht, daß es in den USA trotz vieler Tausend durchgeführter Bohrungen bislang zu keinem ernstzunehmenden Zwischenfall gekommen ist. Und auch  nicht daß von Sachkundiger Seite Entwarnung gegeben wird, wie etwa von der University of Texas oder in Deutschland von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die dem Fracking bei sachgemäßer Durchführung ein äußerst geringes Gefährdungspotential zuschreibt:

“Die Risiken von Fracking-Maßnahmen im geologischen Untergrund stellen sich im Vergleich zu möglichen Unfällen bei obertägigen Aktivitäten als gering dar. durch standortbezogene Voruntersuchungen können Fracking-Maßnahmen so geplant werden, dass ein unkontrolliertes Entweichen der Fracking-Fluide





North Dakota: Exorbitante Einkommenssteigerungen durch Fracking

28. März 2014

quentin_50„Wir freuen uns über das Wirtschaftwachstum in allen Regionen des Landes und der Einkommenszuwachs betrifft nahezu alle Branchen.“ Das sagte der Gouverneur von North Dakota (ND), Jack Dalrymple. Woran das liegt, ist jedem im Lande klar. ND ist nun der zweitgrößte Ölproduzent in den USA, nach Texas, und beim Einkommen auf die dritte Stelle, nach Conneticut und Washington D.C., vorgerückt. In 10 Jahren hat sich das Einkommen fast verdoppelt. Und es sind nicht nur einige wenige Profiteure die am Ölboom verdienen, so wie hierzulande nur einige wenige am Wind- oder Solarernergieboom profitiert haben, nein, in ND betrifft es nahezu alle Branchen. Allein im im letzten Jahr stieg das Einkommen um 7,6 Prozent und war damit um 5% höher als der durchschnittliche Einkommenszuwachs in den USA.

Nun ist in den Nachrichten zu hören, dass Angela Merkel geäußert hat: „Es wird eine neue Betrachtung der gesamten Energiepolitik geben“. Grund ist aber nicht die durch das EEG und die sogenannten Erneuerbaren Energien ausgelöste Schwindsucht in deutschen Geldbeuteln, sondern die Erkenntnis, dass man sich von russischen Energielieferungen unabhängig machen möchte.

Statt nur nach neuen Lieferanten zu schauen, was an sich nicht verkehrt ist, ist es allerdings nun höchste Zeit auch die bislang weitestgehende





Zwei Umfragen zum Fracking in Deutschland

11. März 2014

header_47Das Helmholtz Zentrum führt im Rahmen eines Forschungsprojektes zwei Umfragen zur Akzeptanz der Förderung von unkonventionellem Erdgas in Deutschland durch (mehr zur Technologie und zum Potenzial in Deutschland hier).

Die erste Umfrage beschäftigt sich lediglich mit zwei Fragen, nämlich ob man glaubt Fracking wäre in Deutschland „Socially Acceptable“ ist (Wobei es mir ein Rätsel ist warum diese klar für Deutschland gemachte Umfrage nur in englisch durchgeführt wird) und ob man persönlich die Förderung von unkonventionellem Gas in der Nähe seines Hauses oder Arbeitsplatzes akzeptieren würde. Zur Umfrage geht es hier, die bisherigen Ergebnisse lassen sich hier einsehen.

Die Zweite Umfrage ist etwas umfangreicher. Die Beantwortung der Fragen nimmt etwa 10 Minuten in Anspruch. Man kann dabei seine persönlichen Daten angeben und erhält dadurch weitere Informationen über die Umfrage (das habe ich gemacht), oder man kann anonym teilnehmen. Ich werde hier, so Informationen verfügbar sind, über den weiteren Verlauf der Umfrage berichten. Wer sich also anonym teilnehmen möchte, verpasst dadurch nichts. Hier der Link zur Umfrage.

Ich würde unterstellen dass die Leser dieser Seite, was das Thema unkonventionelles Gas und Hydraulic Fracturing angeht, eher überdurchschnittlich gut informiert sind. Von daher können die Macher der Umfrage von einer