Der Greentec-Skandal geht in die nächste Runde…

5. August 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Kernenergie, Ökologismus, Technium

ego3-150x150Wenn zwei sich streiten und differierende Ansichten unversöhnlich aufeinanderprallen, hilft oft der Blick eines neutralen Dritten, der in der in Rede stehenden Angelegenheit keine eigenen Interessen vertritt. Ein solcher hat sich in Person des Richters Bergold vom Berliner Kammergericht nun der Auseinandersetzung zwischen den Greentec-Machern („Antragsgegnerin“) und dem Institut für Festkörperkernphysik IFK („Antragstellerin“) gewidmet. Und ein eindeutiges Urteil gesprochen:

Der Beschluss des Landgerichts Berlin vom 26.06.2013 (3 O 245/13) wird abgeändert und der Antragsgegnerin im Wege der einstweiligen Verfügung aufgegeben, die Antragstellerin zur Veranstaltung der Preisverleihung des Wettbewerbes „Green-Tec Award 2013“ am 30.08.2013 zuzulassen und ihr für zwei Personen kostenfreien Eintritt zu gewähren sowie es der Antragstellerin zu ermöglichen, ihr Wettbewerbsprojekt „Dual-Fluid-Reaktor“ im Rahmen der genannten Veranstaltung kostenfrei zu präsentieren.

Es wird festgestellt, dass die Antragstellerin in dem genannten Wettbewerb in der Kategorie „Galileo Wissenspreis“ durch den Gewinn der Online-Abstimmung in dieser Kategorie für den ausgelobten Preis „GreenTec Award 2013“ nominiert ist.

Die Antragsgegnerin trägt die Kosten des Verfahrens beider Instanzen.

Der Verfahrenswert wird auf 10.000 Euro festgesetzt.

Die erste zu klärende Frage war, ob bei den Greentec Awards der Versuch unternommen wurde, die Regeln nachträglich zu ändern. Ursprünglich, so die Behauptung des IFK und auch die Aussagen einiger Blogger (hier und hier bei Science Skeptical), konnte man dem Regelwerk entnehmen, daß der Gewinner der Online-Abstimmung in seiner Kategorie automatisch nominiert ist – ohne Einspruchsrecht durch die Jury. Die Greentec-Macher halten bis heute daran fest, ein Einspruchsrecht der Jury hätte von Beginn an bestanden und die Regeln wären somit nicht geändert worden. Dies ist nicht haltbar. Die folgenden Screenshots belegen die Änderung.

Die Greentec-Prozeßbeschreibung vor...

Die Greentec-Prozeßbeschreibung vor…

...und nach zahlreichen Änderungen, die erst nach der Jury-Sitzung vorgenommen wurden

…und nach zahlreichen Änderungen, die erst nach der Jury-Sitzung vorgenommen wurden

Außerdem kann man immer noch den FAQs die ursprünglichen Regeln entnehmen:

12. Wie läuft das Bewerbungs- und Auswahlverfahren ab?
Die Bewerbung wird über ein Onlineformular im mehrwöchigen Bewerbungszeitraum eingereicht. Wenn Sie eine kurze Projektbeschreibung vorbereitet haben, ist die Bewerbung innerhalb von wenigen Minuten möglich. Die Bewerber werden im nächsten Schritt über ein öffentliches Online-Voting vorgestellt und bewertet. Wer die meisten Stimmen bekommt, qualifiziert sich als einer von drei Nominierten. Zwei weitere Nominierte werden von der Expertenjury bestimmt. Welcher der Nominierten in einer Kategorie den Award gewinnt, wird final von der Jury ermittelt.

Auch ist die Pressemitteilung zum Start der Online-Abstimmung weiterhin verfügbar:

Die Projekte, die im Online-Voting die meisten Stimmen in ihrer Kategorie bekommen, qualifizieren sich automatisch als einer von drei Nominierten der GreenTec Awards 2013. Zur Nominierung der weiteren zwei Bewerber stimmen rund 50 prominente Jurymitglieder ab.

Richter Bergold meint in der Urteilsbegründung dazu:

Es heißt dort lediglich „Wer die meisten Stimmen bekommt, qualifiziert sich als einer der drei Nominierten. Zwei weitere Nominierte werden von der Expertenjury bestimmt“. Damit ist hinreichend klar, dass die Expertenjury bei der Auswahl des Gewinners der Onlineabstimmung kein Mitspracherecht hat.

Damit wäre dieser Punkt der Auseinandersetzung eindeutig geklärt. Die Jury hatte nicht das Recht, die Nominierung des DFR rückgängig zu machen.

Keine Entscheidung hat das Kammergericht hinsichtlich der Behauptung der Greentec-Macher getroffen, das IFK hätte bei seiner Online-Bewerbung falsche Angaben gemacht und könne daher aufgrund nicht erfüllter Teilnahmebedingungen nachträglich vom Wettbewerb ausgeschlossen werden. Eine derartige inhaltliche Auseinandersetzung kann auch nicht Bestandteil einer einstweiligen Verfügung sein. Diese dient letztendlich nur dem vorbeugenden Rechtsschutz für den Antragsteller, da ein Hauptsacheverfahren sicher nicht bis zum 30. August beendet wäre und die Ansprüche des Antragstellers somit selbst bei erfolgreichem Verlauf in keinem Fall befriedigt werden könnten.

Nun wird es zu einem solchen Hauptsacheverfahren wahrscheinlich nicht mehr kommen. In diesem hätten dann Gutachter den folgenden Bewerbungstext des IFK zu prüfen:

Kurzdarstellung

Der Dual Fluid Reaktor DFR ist ein neues nukleares Reaktorkonzept in Weiterführung der sogenannten Generation IV. Der DFR ist inhärent sicher, wobei er im Gegensatz zu heutigen wassermoderierten Reaktoren keinerlei aktive Sicherungssysteme benötigt. Der DFR kann langlebigen nuklearen Abfall aus heutigen Reaktoren vollständig nutzen, ohne neuen zu produzieren – ein geologisches Endlager wird dadurch überflüssig. Außerdem können Kraftstoffe CO2-frei günstig hergestellt werden. Dadurch wird der DFR zu einer extrem umweltfreundlichen und kosteneffizienten Lösung für die Zukunft.

Projektdarstellung

Flächenverbrauch, Effizienz, und Nachhaltigkeit bestimmen den Footprint, mit dem zukünftige Generationen leben müssen. Der DFR übertrifft heutige Wind- und Solartechniken in allen drei Punkten um einen Faktor von 100-10.000 und ist dabei um den gleichen Faktor sicherer. Erreicht wird dies durch seine Kompaktheit und durch eine um einen Faktor 100 gegenüber heutigen Reaktoren gesteigerte Nutzung des Nuklearbrennstoffs, was gleichzeitig den nuklearen Abfall auf leicht handhabbare Mengen reduziert. Viele Konzepte der Generation IV erreichen Vergleichbares, aber zu erheblich höheren Kosten. Der DFR wurde hingegen von Anfang an auf zivile, umweltfreundliche und effiziente Nutzung ausgerichtet. Für die Kombination von Flüssigbrennstoff und getrennter Metallkühlung, dem Dual-Fluid-Prinzip, läuft ein internationales Patentverfahren der Mitglieder des Instituts für Festkörper-Kernphysik Berlin. Der DFR kann, muss aber nicht, sowohl zur Stromerzeugung als auch wegen seiner hohen Arbeitstemperatur zur vollständig CO2-freien chemischen Kraftstoffproduktion wie Hydrazin oder Ammoniak (beides in heutigen Fahrzeugen nutzbar) eingesetzt werden. Die Produktionskosten (Overnight-Costs) belaufen sich auf 0,6 Cent/kWh und auf 20-40 Cent/Liter Benzinäquivalent.

Man würde keine Fehler finden. Alles ist korrekt dargestellt. Dies bestätigt – zumindest indirekt – auch  der Greentec-Medienpartner „Wiwo Green“ durch seine Beschreibung des Reaktors.

Der Greentec-Skandal geht in die nächste Runde und das Institut für Festkörperkernphysik IFK liegt nach Punkten deutlich vorn. Eigentlich taumeln die Greentec-Macher nur noch durch den Ring und stehen kurz vor dem Niederschlag. Es ist nicht ehrenrührig, in einer solchen Situation das Handtuch zu werfen. Menschen irren und begehen Fehler. Größe zeigt sich in dem Vermögen, solche Fehler auch einzuräumen und aus ihnen zu lernen.

Entsprechend könnten sich die Greentec-Macher nun endlich einen Ruck geben. Der DFR ist nicht das Werk teuflischer Weltvernichter. Tatsächlich hat das IFK nichts anderes im Sinn als gemäß der Wettbewerbsvorgaben Umwelt und Ressourcen zu schonen und Schadstoffe zu vermeiden. Gleiches gilt für Blogger wie Rainer Klute und uns hier, die Unterstützer der Online-Petition und die vielen kritischen Facebook-Nutzer. Wir werden nicht gesteuert und sind auch nicht Teil irgendeiner „Atomlobby“. Wir sind alle ganz normale, einfache Bürger, die von der Eleganz des DFR begeistert und von seiner Zukunftsfähigkeit überzeugt sind. Unser Interesse besteht nicht darin, Greentec zu schaden. Wir wollen die Flüssigsalztechnologie unterstützen. Natürlich beinhaltet das, Falschbehauptungen und ideologisch motivierter Ignoranz entgegenzutreten. Die besonders im angelsächsischen Raum rund um dieses Thema entstandene Graswurzelbewegung hat sich ebenfalls entsprechend in die Debatte eingemischt. Die Texte und Debatten auf „NextBigFuture“ oder im Blog der Weinberg-Foundation sind bezeichnend. Bislang haben sich die Greentec-Macher mit ihrer so dreist zur Schau gestellten Ahnungslosigkeit eher der Lächerlichkeit preisgegeben.

Das Urteil ist die Chance, das zu ändern. Man ist nun gezwungen, den DFR wie jedes andere nominierte Projekt auch zu behandeln. Die Webseite mit der Vorstellung der Nominierten ist anzupassen. Die Abstimmung der Jury über den Sieger in der Kategorie „Galileo Wissenspreis“ ist zu wiederholen. Eine Einladung zur Gala am 30. August und vor allem zur Präsentation in diesem Rahmen ist auszusprechen. Dies alles kann geräuschlos in den nächsten Tagen geschehen. Und schließlich könnte man – gerade auch zur Vorbereitung der Darstellung während der Preisverleihung – sich endlich mit der Technologie auch inhaltlich befassen. Man könnte das IFK in Berlin besuchen – ganz umweltbewußt mit der S-Bahn – sich dort umschauen, sich alles zeigen und erklären lassen, mit den Erfindern des DFR ins Gespräch kommen und schließlich feststellen, die ganze Zeit gegen ein Phantom gekämpft zu haben, das eigentlich gar nicht existiert. Manchmal wird der Frosch tatsächlich zum Prinzen, überwindet man sich nur einmal zu einem Kuß. Ich weiß, eine entsprechende Einladung seitens des IFK an das Greentec-Team ist bereits ergangen.

Man kann natürlich auch trotzig werden. Einfach gar nichts tun und eine Strafzahlung in Kauf nehmen. Genug zahlungskräftige Sponsoren scheinen ja vorhanden. Oder man erfüllt die Auflagen der einstweiligen Verfügung  nur mit hinzugefügten Protestnoten und beharrt durch öffentliche Statements weiter darauf, im Recht zu sein und. Man kann Online und auch auf der Gala den DFR und das IFK in ein schlechtes Licht rücken. Man kann jetzt erneut seine infantile Seite so richtig ausleben. Man kann der Öffentlichkeit ideologisierten Fanatismus in Reinkultur vorführen.

Was vielleicht die bessere Variante wäre. Denn auf diese Weise würde der Flüssigsalztechnologie zu noch mehr Aufmerksamkeit und Zuspruch verholfen.

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60 Kommentare
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  1. Und prompt veröffentlicht Rainer Klute eine Mail, die offensichtlich von den Greentec-Machern an die Jury verschickt wurde:

    Leider haben wir auch einen negativen Berichtspunkt. Dem Projekt “Dual Fluid Reaktor” des DFR ist es gelungen, mittels einer einstweiligen Verfügung die Entscheidung der Jury zu negieren und Stand heute die Teilnahme an den Awards zu erzwingen. Leider haben wir erst gestern per Einschreiben hiervon erfahren und hatten bislang keine Gelegenheit, unsere Argumente vorzutragen. Wir prüfen nunmehr unsere rechtlichen Optionen, wollen aber diese Verfügung unbedingt anfechten. Da wir nicht wissen, ob wir hiermit vor den Awards Erfolg haben werden, planen wir:

    1. morgen die beiliegende Ergänzung in der Erläuterung des Wettbewerbsprozesses vorzunehmen (um gegenüber Dritten die Seriösität der Awards zu betonen)

    2. gemäß der richterlichen Verfügung einen vierten Nominierten auf unsere Website zu nehmen (mit dem Hinweis auf besagte richterliche einstweilige Verfügung)

    3. das Projekt mit dem Hinweis auf die richterliche einstweilige Verfügung bei den Awards in der Kategorie zu benennen und kurz in unseren Worten zu beschreiben (keine Videotrailer!).

    Wir überlegen ferner, zwei Vertreter des Projektes des DFR zu den Awards einzuladen. Dies beinhaltet ausdrücklich keine Nominierung – nach unserer Einschätzung ist unser Vorgehen rechtens und wir wollen mit aller Kraft das Votum der Jury umsetzen.

    Nix gelernt und sich für die Trotzreaktion entschieden. Man will ein „Votum der Jury umsetzen“, das rechtlich soeben als irrelevant beschieden wurde. Tja, was soll manda noch zu sagen?

  2. Die linksdrehenden Ökokulturen springen im Dreieck, als ob man ihnen im Sandkasten die Förmchen geklaut hat……wie kann es ein Nominierter überhaupt wagen, sich des deutschen Rechts zu bedienen, wo kommen wir denn dahin, wenn das plötzlich jeder machen würde, der nicht auf die korrekte Marschlinie geeicht ist.

    Boah ey….Atome bei Greentec…..dat geht ja sowas von nicht……das es mir fast die Lachtränen in die Augen treibt.
    Auf zur nächsten Runde, ick hoffe nur, das dat Nummerngirl/boy im Ring wenigstens was her macht.

    Poppcorn und Cola…….dat verspricht ein spannender Krimi zu werden.
    Ich liebe Aktion-Filme………jute Nacht auch.
    H.E.

  3. @Peter Heller #1
    Was Anderes war ja wohl auch nicht zu erwarten. Ein Grundgedanke der grünen Ideologie ist eben, dass wir uns bescheiden müssen und dass der Status Quo den Bogen unserer Existens eigentlich schon überspannt hat. Jede Technologie, die Chancen aufzeigt aus diesem Dilemma herauszukommen, ist da nicht diskussionswürdig. Wenn das dann auch noch Kernkraft ist, dann kann es keine Kompromissbereitschaft geben. Da hilft nur noch Kampf dagegen. Koste es was es wolle.

  4. Ein jeder blamiert sich wie er kann. Und die Macher des Greentec Awards scheinen in dieser Hinsicht über überdurchschnittliches Talent zu verfügen. Danke Peter, dass Du dieses Thema in diesem sehr treffenden Kommentar aufgegriffen hast.

    Ich kann mich leider zur Zeit so gut wie gar nicht um diesen Blog kümmern, da ich mich gerade in der Endphase meines Hausbaus befinde und die meiste Zeit mit Tapezieren und Fliesen und Parkett legen verbringe. Und weil das noch nicht reicht, bin ich am letzten Freitag noch Vater eines zuckersüßen Babys geworden (der Kleine heißt Neil und ist ein echter Wonneproppen!).

    Von mir wird man in nächster Zeit also hier nicht so viel hören und sehen. Ich weiß den Blog aber in den allerbesten Händen und kann mich jetzt für einige Zeit mit (für mich) noch wichtigeren und ganz tollen Dingen beschäftigen. Und das Thema Greentec Award und DFR werde ich auf jeden Fall mit Interesse weiter verfolgen.

  5. Eine Niederlage welche offensichtlich ist, nicht zu akzeptieren, bedeutet auch sich abseits der allgemein anerkannten Regeln unserer Gesellschaft zu stellen. Die haben Angst vor dem Stachel des Zweifels, dass die ach so gepriesen anderen Vorschläge eher wie Spielereien aussehen. Gut fürs eigene Gemüt, doch irgendwie lächerlich wenn damit Lösungen für vermeintliche Probleme angestrebt werden.

    Aus der Mail von Krüger&Voigt:

    kurz in unseren Worten zu beschreiben (keine Videotrailer!).

    Vor was haben die nur so einen Schiss? Meinen die der DFR wäre Blasphemie? Wie wenn auf dem Kirchentag das „Leben des Brain“ gezeigt wird.

    Egal, sie schaffen es auf jeden Falls, sich auf ganzer Linie zu blamieren und verschaffen damit gleichzeitig dem DFR eine noch größere Öffentlichkeit.

    Lieber Rudolf, Glückwunsch zum Nachwuchs.

  6. Meinen die der DFR wäre Blasphemie?

    @Quentin Quencher:
    Nö. Ketzerei.

    mfg

  7. Dazu Zitate mitten aus dem politischen Ökologismus

    „Der Gesellschaft billige, reichliche Energie zu geben ist das Gleiche wie einem idiotischen Kind ein Maschinengewehr zu geben“. (Paul Ehrlich zitiert von R. Emmett Tyrrell in „The American Spectator“, 6. September 1992)

    „Es wäre katastrophal für uns, wenn wir eine Quelle sauberer, billiger, reichlicher Energie entdecken würden aufgrund dessen, was wir damit tun könnten. Wir müssen nach Energiequellen suchen, die uns keinen Überschuß an konzentrierter Energie bieten, mit der wir Unheil für die Erde und für uns gegenseitig anrichten könnten“. (Amory Lovins, in Mother Jones, November/Dezember, 1977)

  8. Klasse Text!

    Ich hatte Peters Kommentar #1 noch nicht gelesen, als mir bereits klar war, dass letztere Variante eintreten wird:

    Man kann natürlich auch trotzig werden. Einfach gar nichts tun und eine Strafzahlung in Kauf nehmen. Genug zahlungskräftige Sponsoren scheinen ja vorhanden. Oder man erfüllt die Auflagen der einstweiligen Verfügung nur mit hinzugefügten Protestnoten und beharrt durch öffentliche Statements weiter darauf, im Recht zu sein…

    Ideologen mit Scheuklappen und festem Klassenstandpunkt ist eben mit Logik und Vernunft nicht beizukommen.

  9. Hey Rudi, Du alter Papa-Schlawiener

    Ersteinmal….meine allerbesten Glückwünsche zu Deinem Nachwuchs, möge er Dir die nächsten Jahrzehnte überwiegend nur Freude bereiten, schlaflose Nächte, stinkende Windeln, nette Sandkastengespräche, Spinat aus allen Himmelsrichtungen…….und ein helles Kinderlachen, das Dich für alles wieder entschädigt.
    Was ist schon so ein popeliger Greentec-Award gegen das eigentliche Wunder des Lebens…….die Erzeugung einer selbstständig lernenden, freibeweglichen, sprachgesteuerten biologischen Einheit, mit einfachsten Mitteln.
    Nix……Null…Nada……

    Mach Dir wegen dem Blog keine Sorgen, Onkel Heinz wird zwar die rote Linie weiterhin hart ankratzen aber sie nicht überschreiten…..wir wollen ja keinen unnötigen Ärger mit irgendwelchen miesgelaunten Beamten.

    So Papa Rudi, genieße die Zeit mit Deinen Liebsten………..möge Dein Nervenkostüm so stahlhart sein wie mein Kopp, dann wird auch alles gut in der Familie, Job und Haushalt.
    Ups……natürlich auch die allerliebsten Grüße an die stolze Mama, die ja bisher den härtesten Job hatte…

    Liebe Grüße vom Onkelchen Heinz……bisweilen heiter bis albern

  10. @Rudolf

    Herzlichen Glückwunsch zum kleinen Rudi ! 🙂

  11. Und was schreibt Richard Feynman dazu (Lectures of Physics, Chapter 4 -- Energy):

    Finally, we remark on the question of where we can get our supplies of energy today. Our supplies of energy are from the sun, rain, coal, uranium and hydrogen. The sun makes the rain, and the coal also, so that all these are from the sun. Although energy is conserved, nature does not seem to be interested in it; she liberates a lot of energy from the sun, but only one part in two billion falls on the earth. Nature has conservation of energy, but does not really care; she spends a lot of it in all directions. We have already obtained energy from uranium; we can also get energy from hydrogen, but at present only in an explosive and dangerous condition. If it can be controlled in thermonuclear reactions, it turns out that the energy that can be obtained from 10 quarts of water per second is equal to all of the electrical power generated in the United States. With 150 gallons of running water a minute, you have enough fuel to supply all the energy which is used in the United States today! Therefore it is up to the physicists to figure out how to liberate us from the need for having energy. It can be done.

    Übersetzt:

    Letzendlich betrachten wir, wo wir unsere Bezugsquellen für Energie have. Unsere Enrgiebezugsquellen sind von der Sonne, Regen, Kohle, Uran und Wasserstoff. Da die Sonne den Regen und die Kohle macht, gehören diese zur Sonne. Obwohl Energie erhalten ist, scheint sich die Natur dafür recht wenig zu interessiere; sie setzt sehr viel Energie in der Sonne frei, aber nur 1 teil von 2 Milliarden fällt auf die Erde. Die Natur hat die Energieerhaltung, aber kümmert sich nicht wirklich; sie vergeudet viel in alle Richtungen. Wir haven bereits Energie aus Uran gewonnen; wir können auch Energie aus Wasserstoff gewinnen, aber momentan nur in einem explosiven und gefährlichen Zustand. Sofern dies in thermonuklearen Reaktionen kontrolliert werden könnte, zeigt sich, daß die Energie die man aus 10 Liter Wasser pro Sekunde gewinnen kann ist äquivalent zur gesamten elektrischen Leistung der Vereinigten Staaten. Mit 600 l Fließenden Wassers pro Minute, hat man genug Treibstoff, um sämtliche Energie, die heute in den USA benötigt wird, zu bedienen! Deswegen liegt es an den Physikern, uns von dem Verlangen nach Energie, zu befreien. Es kann gemacht werden.

    Der vorletzte Satz ist wirklich genial ausgedrückt. „Deswegen liegt es an den Physikern, uns von dem Verlangen nach Energie, zu befreien.“

    Die Formulierung ist genial und kontextsensitiv, auch wenn es manche Grüne gerne komplett falsch interpretieren würden.
    Analoges Argument: das große Verlangen nach Wasser wächst erst in der Wüste. Hat man genug Wasser, hat man auch kein Verlangen danach. Man kann natürlich auch verdursten, dann hat man auch kein Verlangen mehr, aber dies ist die Triviallösung.

    mfg

    (Ich hab bis gestern 18:00 Uhr den Spamfilter durchsucht aber nur diesen einen Kommentar gefunden, der hiermit freigelassen wird
    H.E.
    )

  12. Ich schließe mich dann auch mal den Glückwünschen an.
    Alles Gute!

    PS der Spamfilter schluckt irgendwie immer meine Beiträge, wäre jemand so lieb man im Keller zu kucken? Danke

  13. Lieber Herr Kipp,
    auch von meiner Seite herzlichen „Glühstrom“ zur Vaterschaft.
    Mein Tipp: Wickeltisch hoch genug machen, wegen der Bandscheiben!

    mfG Gerd Stender

  14. Lieber Rudolf,

    auch von mir die besten Wünsche und einen lieben Gruß an Deine Frau. Das sind ja tolle Nachrichten. Du hast Dir da aber ordentlich was vorgenommen…Baby und Haus gleichzeitig, oh Mann.

    (…wäre trotzdem gut, Du könntest mal Dein Mail-Postfach aufräumen. Das ist nämlich vollgelaufen und ich kann Dir derzeit keine Mails mehr schicken…)

    @ Quentin:

    Vor was haben die nur so einen Schiss?

    Das frage ich mich auch schon die ganze Zeit. Ich verstehe deren Verhalten einfach nicht. Es ist mir nicht möglich, mich in diese Denkweise hineinzuversetzen.

  15. Glückwunsch, Rudolf!

    Bei deinen Genen nehme ich an, dass der Kleine sofort laut und heftig gegen die Energiewende protestiert hat? 😉

  16. @Quentin und Peter

    Vor was haben die nur so einen Schiss?

    Ich geh da mal rein menschlich ran….
    Im Prinzip kann sich ja jeder, der denkt er hätte ne innovative Idee, bei Greentec zum Award anmelden…..schnell noch die 200 EURO Anmeldegebühr auf den Tresen gehauen und schon geht es seinen sozialistischen Gang.
    Die Truppe von Greentec wird mal kurz drüber geguckt haben…….ahh, irgendwat mit 2 Flüssigkeit und Institut für Festkörperphysik….klingt irgendwie gut………und ab dafür in die Online-Abstimmung.
    Und genau hier geschah die erste Peinlichkeit…….denn es ist völlig unglaubwürdig, das zu diesen Zeitpunkt die Vorschläge jemals durch eine Fachkraft beurteilt worden sind.

    So…….natürlich kann es sein, das während der der Laufzeit es doch jemand gemerkt hat, eh da sind böse Atome drin…..ihgitt, aber der Zeitpunkt war verpasst, dat Dingens wieder unauffällig verschwinden zu lassen.
    Es begannen bange Zeiten……und ein Ereignis trat ein, mit dem niemand wirklich gerechnet hat……nämlich unser Peter, da ja eigentlich die fliegenden Autos im Focus hatte und nur so nebenbei den Reaktor gefunden hatte.
    Gehässig wie wir Skeptiker nun mal sind…..ham wa im virtuellen wie auch im echten Freundeskreis für dat Dingens Werbung geschoben…..was zur Folge hatte, das der Reaktor plötzlich auf Platz 1 stand.
    Ich nehme mal an, die Greentec-Leute werden alles mögliche getan haben um doch noch einen anderen Kandidaten auf Platz 1 hieven zu lassen……was aber augenscheinlich nicht funktioniert hatte.
    Genau hier gab es die zweite Peinlichkeit……..weil man einfach nicht genug linksdrehende Ökokulturen gefunden hat, um die Abstimmung noch kippen zu lassen.
    Nun standen se da, mit offenen Haar…….plötzlich ein Kuckucksei im Nest, die Aufmerksamkeit diverser Leute am Hals und die Glaubwürdigkeit der Veranstaltung plötzlich in Frage gestellt.
    Alles was danach kam, war pure Verzweiflung………ohne zu ahnen, dat se damit alles nur noch schlimmer machen.

    Fazit: Schiss, das die Glaubwürdigkeit des Greentec-Awards durch einen Atomreaktor* massiven Schaden nimmt.
    Atom……weil dat einfach fieser klingt.

    Kann so sein, muss aber nicht……….es wäre zumindest mein Vorschlag
    H.E.

  17. Ja, Heinz, an dem was Du schreibst ist schon was dran.

    Nur: Oben im Text habe ich ja nun die eingereichte Projektbeschreibung für den DFR wortwörtlich wiedergegeben. Und der erste Satz lautet nun mal:

    Der Dual Fluid Reaktor DFR ist ein neues nukleares Reaktorkonzept in Weiterführung der sogenannten Generation IV.

    Selbst wenn die eingereichten Projekte nicht fachlich geprüft wurden, gelesen haben werden die Leute die Kurzbeschreibungen doch wohl. Immerhin sind ungefähr 100 Projekte (Greentec spricht von mehr als 300 Bewerbern, etwa 200 wurden aber nur zur Abstimmung gestellt) schon vor der Online-Abstimmung ausgesiebt worden.

    Der DFR aber eben nicht. Obwohl er direkt im ersten Satz zugibt, das zu sein, was er eben ist: ein Kernreaktor.

    Sie wußten also, was sie taten.

  18. Ach, noch ein abwegiger Gedanke dazu……

    Die Macher des Awards schienen am Anfang noch here Ziele gehabt haben um wirklich gute Ideen zu prämieren und so der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren (das nimmt mal mein gutes Ich zu deren Verteidigung an).
    Nun aber, ist dat Dingens zu einer kommerziellen Veranstaltung verkommen…….Fernsehen, C-Promis, fette After-Feten….sonnen im Glanz der eigenen Eitelkeiten……da sind die Nominierten eigentlich nur noch schmückendes Beiwerk zum Gesamtmedienpaket.
    Tja…….und wenn da eine derartige Schlampigkeit passiert, das eine gesellschaftliche NO-GO-Technologie einfach so durchrutschen kann, könnte man plötzlich auch die Ernsthaftigkeit dieses „grünen“ Awards in Frage stellen.

    Sie müssen also mit allen Mitteln verhindern, das dieser Reaktor auch nur mit einer Silbe erwähnt wird, bei der medialen Supershow, ansonsten können se jede weitere Veranstaltung in den Wind schreiben.
    Ja…….wirtschaftliches Eigeninteresse als Ausschlusskriterium.
    Hmm……wäre auch ne Erklärung
    H.E.

  19. @17 Peter
    Ähm, bist Du Dir sicher, das die was mit dem Wort „nuklear“ anfangen konnten?
    Inzwischen bezweifle ich das nämlich…….um nicht sagen zu müssen, die sind einfach nur doof.
    Ups…….ick seh es immer noch als riesen Panne an.
    H.E.

  20. Heinz,
    ich seh das anders. Sie wussten ganz genau, was sie tun. Ich kann mir gut vorstellen, dass die ganz bewußt den DFR zugelassen haben, weil sie felsenfest davon überzeugt waren, dass er keine Stimme bekommen würde. Und das sogar als großartige Gelegenheit gefeiert haben, denn sie erwarteten damit ein wunderbares Argument wie wertvoll und gewollt die grüne Linie ist und wie wenig gewollt alles, was irgendwie mit Atom zu tun hat. Das wäre ein schöner Schmunzler und Beifallsabsatz auf der Gala gewesen.
    Und weil es genau anders kam und sie in ihrer Erwartung derart enttäuscht wurden, reagieren sie so dumm und trotzig und wenig souverän.

  21. @Lentje
    Hmm…..auch ne klasse Idee…..nur sollte das wirklich so gewesen sein, dann waren se dümmer als die Polizei erlaubt, weil se in die eigene Falle getappt sind.
    Wahrscheinlich ham se die mediale Übermacht der linksdrehenden Ökokulturen siegessicher vorausgesetzt, die aber anscheinend im realen deutschen Bundesleben eben doch nicht vorherrscht, dumm gelaufen dat.
    Bisher war man ja gewohnt, dat die Grünlinge sofort einen Shitstorm lostreten, sobal das Wort Atom oder Nuklear oder Kernkraft irgendwo erklingt……….nur hier scheinen die Leutchens echt verpennt zu haben, wahrscheinlich war denen die Abstimmung einfach zu komliziert…………oder die Bilder nicht groß genug oder die passende Bedienungsanweisung zum Abstimmen noch nicht in „leicher Sprache“ übersetzt worden.
    Wer weiß dat schon………….wer den Schaden hat, brauch für den Spot nicht sorgen
    H.E.
    (edit)

  22. Heinz:

    Ähm, bist Du Dir sicher, das die was mit dem Wort “nuklear” anfangen konnten?

    Das wäre der Kracher. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Immerhin sind ja Voigt und Krüger studierte Ingenieure. Aber das würde natürlich ins Bild passen. Falls die tatsächlich erst nach der Online-Abstimmung festgestellt haben, daß es sich beim DFR um einen Kernreaktor handelt, erklärt das vieles.

    @ Lentje:

    Zu kompliziert. Bislang haben sich die Greentec-Macher als derartig naiv enttarnt, daß ich Ihnen einen so perfiden Plan wirklich nicht zutraue.

    Eher liegt es wirklich an dem kleinen Wörtchen „nuklear“…

  23. Wie wärs hiermit:
    Nach dem durchlesen des zigsten Vorschlag aus der grünen „Wir retten die Welt, macht alle mit gequatsche“ wurde es einfach gähnend langweilig und da kann dann schon mal das Wörtchen „nuklear“ in „nu is klar“ von den grünen müden Äugelein umgedeutet werden.
    Und schon isser durchgerutscht…
    Viel interessanter für mich ist der Fakt, dass danach nicht genug grüne Fingerchen alamiert werden konnten…. Den bösen Vorschlag doch noch raus zu voten.
    Gruß
    Steinzeit

  24. @Peter und Lentje
    Hmm…..Zwickmühle, beide Ideen sind logisch…..also geh ick mal etwas tiefer in den Öko-Sumpf.

    1.) Ingenieure….da gibbet solche aber auch andere…..ich sach bloss „Poppscher Ringwallspeicher“, also kein Kriterium für irgendwas
    2.) Nach Analyse einiger ausgewählten Nominierten mussten wir feststellen, das die Präsentationen grobe Rechenfehler enthilten oder die tatsächlichen Gegebenheit so nicht stimmen, also Schrott sind.
    Andere Kandidaten präsentieren den Stand der Technik von vor 20 Jahren……wat nun auch nich besonders innovativ sondern nur Schleichwerbung darstellt
    Dann wird auch noch die Geschäftsidee von Lichtblick kopiert und als die Innovation des Jahres präsentiert…..nach grober Prüfung wäre das den Greentec-Machern auch aufgefallen.
    3.) Wir müssen davon ausgehen, das die Leutchens in ihrer rosarot/grünen Wohlfühlblase sitzten und in einer Parallelwelt leben, wo die Wiesen schön bunt sind und ganze Welt den lieben langen Tag mit Bäumel kuschelt……also die Realität komplett verdrängt haben, weiterhin lassen se sich auch noch von tollen Namen blenden (Institut für Festkörperphysik) und garnicht weiter in die Tiefe gehen.

    Fazit…….es scheint so zu sein, das die wirklich so dusselig und schlampig waren, wie ich Anfangs angenommen hatte.
    Denn als Pokerspieler sind se einfach zu dünnhäutig um Deine These, liebe Lentje, in die Tat umsetzen zu können, denn ick an deren Stelle hätte immer noch ein Ass im Ärmel gehabt um das Spiel für mich zu entscheiden.
    Deshalb……hält sich mein Mitleid echt in Grenzen, Dummheit muss bestraft werden.
    Onkel Heinz……….finde den Fehler im Suchbild

  25. „Nukular. das Wort heißt „nukular“.“

  26. @Steinchen

    Noch ein Ass im Ärmel haben……..

    Viel interessanter für mich ist der Fakt, dass danach nicht genug grüne Fingerchen alamiert werden konnten…. Den bösen Vorschlag doch noch raus zu voten.

    Siehste….und genau da liegt die größte aller Peinlichkeiten…….die mir damals ein gewaltig hämisch wirkendes Grinsen abverlangte.
    Haben die dat verpennt?
    Nöö, glaub ick nich, denn die beobachten uns hier ganz genau und hätten eigentlich ruck-zuck genug Leute zusammenbekommen um dat Dingens zu kippen.
    Oder aber….was wir schon lange vermuten………das einzelen Aktivisten durch eine Vielzahl unterschiedlicher Nicks eine hohe Anzahl an Grünlingen suggerieren, die es real so garnicht gibt.
    Bei der Abstimmungsprozedur musste man einige persönlich Angaben machen, wat zumindest die Manipulation durch Einzelne sehr erschwerte…….was auch die geringe Anzahl der Gegenstimmen erklären könnte.

    Oder aber…die ham den Award für völlig nebensächlich angesehen und in ihrer Dusseligkeit einfach nicht reagiert……
    Fragen über Fragen………..sry, bin mal kurz wech……..im Keller, zum Ablachen.
    H.E.

  27. Viel interessanter für mich ist der Fakt, dass danach nicht genug grüne Fingerchen alamiert werden konnten…. Den bösen Vorschlag doch noch raus zu voten.

    Genau das hat mich auch aufhorchen lassen -- mein echtes Learning aus dem Casus. In aller Regel haben die ja professionelle Voting, Shitstorm und Demo Netzwerke a la CAMPACT, für die es ein Leichtes gewesen wäre per email-Rundbrief genugt „Aktivisten“ zu mobilisieren -- ein Anruf bei den Genossen … meinte man… -- das Gegenteil (Shitsorm im Greentec Fratzenbuch) war dann wirklich der Fall.

    Woran hatte es gelegen? Sind die vergrünten Streptokokken viel weniger, als gemeinhin gedacht? Oder sind wir viel mehr, als wir denken -- lassen wir uns durch mediale Unterrepräsentanz leichtgläubig minorisieren? (Siehe Schavan’schen Bürgerdialog).
    Fragen über Fragen…

  28. …zwei Dumme -- ein Gedanke.

  29. @Testpilot

    Ein Fakt, der zu ungunsten unserer Seite auch noch benannt werden muss….wenn die Kommentarbereiche großer Online-Medien löschtechnisch bereinigt werden, fliegen allermeist die Skeptiker raus…….weil die Praktikanten selber vergrünt bis in die Haarspitzen sind.
    Dat suggeriert im Umkehrschluss aber, eine viel zu geringe Anzahl an Skeptikern in der Öffentlichkeit.

    Tja……und da hatte doch die Abstimmung bei Greentec ein versehentlicher Nebeneffekt……..der uns ein Stück weit die Oogen geöffnet hat.
    Grins……und nochmal in den Keller
    H.E.

  30. Warum der DFR reinkam?
    Ich glaube, ihr seht es viel zu kompliziert.

    Schaut euch den Müll an, den sie reingestellt haben,u. a. ein perpetuum mobile!
    Und dann denkt dran dass der Mensch von Natur aus faul ist.

    Die Lösung ist ganz einfach: Das haben Praktikanten verbrochen und es ist höchstens stichprobenartig kontrolliert worden.
    Der DFR ist das Werk eines PraktikantIn mit Bildungsziel Sozialpädagogik, kurz vor Feierabend.

  31. Kurz, bevor die Bewerber online gestellt wurden (15. April), hatte ich bei Greentec nochmal angerufen. Man kann ja nie wissen, ob ein nuklearer Reaktor nicht gleich in die Tonne getreten wurde. Tatsächlich konnte die zuständige Bearbeiterin, Vanessa Bühler, den DFR zunächst nicht finden, einen Tag später rief sie aber an, dass die Unterlagen noch doch da seien, ob ich aber bitte die Abbildungen nochmal schicken könne. Es war ausdrücklich von einem Reaktor die Rede.

    Wäre der DFR schon bei der Vorauswahl abgelehnt worden, hätten wir vermutlich ebenfalls einen Eilantrag vor Gericht gestellt. Dies hat sich im Nachhinein ja auch bestätigt: Liest man den Beschluss von Richter Bergold genau, so findet man in der Begründung die klare Aussage, dass der DFR auch in jedem Fall hätte zugelassen werden müssen, da er den Teilnahmebedingugen entspricht.

  32. Lieber Herr Heller!

    Das wäre der Kracher. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Immerhin sind ja Voigt und Krüger studierte Ingenieure. Aber das würde natürlich ins Bild passen. Falls die tatsächlich erst nach der Online-Abstimmung festgestellt haben, daß es sich beim DFR um einen Kernreaktor handelt, erklärt das vieles.

    Trotz vieler Erfahrungen gibt es für mich alten Zonen-Zausel immer wieder nette Überraschungen. Zur einer Frage: „Was ist 5 plus 8?“ etwa suchten die paar Besten der Klasse (Fachabiturienten übrigens) auf ihrem iPhone (o.ä.) nach einem Taschenrechner-App und konnten so das Problem nach einiger Zeit konstruktiv lösen!

    Seinerzeit wurde man mit Kernmodellen, Differentialgleichungen et cetera gefoltert. :-))

    mfG

  33. Ach Menno, jetzt ist unsere janz tolle Geschichte kaputt……..schluchz

    H.E.

  34. Ahh…..oder doch nicht…….Reaktoren gibbet auch in der Chemie, also bestand trotzdem noch eine Restunsicherheit, das die dat böse Atomdingens als solches nicht erkannt haben.
    Denn wenn sie es erkannt hätten, wäre der nie in die Online-Abstimmung gekommen, is doch logisch.
    In der Vorauswahl über die Waterkant gekippt und niemand hätte klagen können.

    Pöhh, ick lass mir doch nich meine schöne These putt machen…*grins*
    H.E.

  35. Das wird immer unübersichtlicher. Ich vermute, die haben das Potential des DFR nicht wahr genommen. Alten Atommüll unschädlich zu machen, das passt natürlich ins gewünschte Programm. Dass der DFR aber noch viel mehr kann, ja, dass die Produktion von preisgünstigen Strom sogar ein wesentlicher Bestandteil des Konzept ist und damit eine Gefahr für die NIE darstellt, dass haben die wahrscheinlich zu spät gesehen.

    Wenn es so war, dann passt es auch schön in meine Beschreibung des Framing: Etwas erweckt den gewünschten Anschein und schnell wird es dem gewünschten Bild zugeordnet, wer sich beim Greentec-Awards bewirbt, der wird wohl auch den eigenen Interpretationen von grüner Nachhaltigkeit entsprechen. Dass die sich nun getäuscht fühlen kann ich nachvollziehen, wenngleich sie nicht getäuscht wurden, sondern auf eine Selbsttäuschung hereingefallen sind.

  36. Haqbe gerade den Newsletter 13/7 der GreenTec Awards bekommen. Darin findet sich folgender Beitrag:

    Wilde Kräuter bei den
    GreenTec Awards
    Der weltweit erfolgreichste Kräuterlikör Jägermeister wird seit über 70 Jahren im niedersächsischen Wolfenbüttel hergestellt. Er basiert auf einer seit 1934 geheimnisvollen Rezeptur von 56 verschiedenen Kräutern, Blüten und Wurzeln aus aller Welt. Durch Destillation gewonnen und einem einjährigen Reifeprozess in Holzfässern erhält der tiefdunkle Jägermeister-Grundstoff seinen besonderen Geschmack. Destillateure prüfen die notwendige Komplexität bis der fertige Jägermeister – mit reinem Wasser, Alkohol, Karamell und flüssigem Zucker angereichert -- in die weltbekannte, grüne Flasche abgefüllt werden kann. Bis dahin durchläuft der Kräuterlikör insgesamt 383 Qualitätsprüfungen. Das Ergebnis ist ein Produkt, das in Qualität und Reinheit in der Spirituosenindustrie führend ist. Und diese Qualität kann man schmecken. Davon werden sich die Gäste des GreenTec Awards an der Jägermeister-Bar selbst überzeugen können.

    Das werden die brauchen. Grins

  37. Wie jetzt….Alkohol?
    Wo bleibt da die Vorbildwirkung der Jugend gegenüber…….Fleisch sollen se nich mehr essen/Pornos dürfen se nich mehr gucken aber saufen geht ok?
    Ich sach da nur…..moralisch verwerflich dat ganze, pfui Deivel.

    So, schnell noch ein Bier und dann ab ins Bett zu Frauchen.
    Grins und wech
    H.E.

  38. Nee Heinz, deine Geschichte ist nicht kaputt.
    Dat lief nämlich so: Reaktor = Meiler = Holzkohhhhhle! Also wat zum Grillen.

  39. Da kann ich nur raten, Alkohol ist keine Lösung.

    Jedesmal werden Millionen von Hirnzellen vernichtet und keiner hat sie gefragt.

  40. Ich muss widersprechen!
    Alkohol ist zweifelsohne eine Lösemittel.

  41. Widerspruch ist gut, Was ist ein Lösemittel und was ist eine Lösung?

  42. Ein Lösemittel ist ein Mittel das zu einer Lösung führt. Mittels Alkohol kann man lösen. Etiketten, Farbe, Nagellack, Probleme…

  43. In den Onlineausgaben der Printmedien ist nichts darüber zu finden, sollte aber doch eine Nachricht wert sein……………..

  44. Sooo, Onkel Heinz erklärt Euch dat jetzt mal richtig,………. die Sache mit dem Alkohol.

    Alkohol wird aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt, also per se ist er schon mal ökologisch wertvoll.
    Man kann Alkohol einerseits in den Tank des eigenen Autos kippen und anschließend mit guten Gewissen durch die Gegend heizen.
    Man kann den Alkohol andererseits auch in Jugendliche kippen, wo dann nachhaltig das Hirn verheizt wird……das verblödet dann den Jugendlichen gewollt dauerhaft.
    Dank dessen geistiger Verblödung kann man diesen Jugendlichen anschließend beim Greentec-Award auch noch den letzten Scheiß als grüne Innovation verkaufen, denn mangels Intelligenz kann er ja die Aussagen nicht mehr selber nachprüfen.

    Und jetzt wird mir auch endlich klar…..warum man beim Greentec-Award Alkohol bewirbt/ausschenkt.

    Autsch…….
    Onkel Heinz……..zwangsweise temporal Abstinent

  45. Ähm, sieben Bier sind auch ein Schnitzel…………weswegen man einen volltrunkenen Jugendlichen auch viel leichter erklären kann, das er weniger Fleisch essen soll.
    Tiere, die unserer Nahrung dienen, brauchen Futter…….dieses Futter wird auf den Felden angebaut, wo auch unsere nachwachsenden Rohstoffe zur Alkoholproduktion wachsen. Ergo fressen die unseren Alkohol weg……weswegen am Ende weniger Alkohol produziert werden kann und Du weniger zu saufen kriegst……….deswegen auch der Veggi-Day.

    Ähnliche Argumentationsketten könnte man jetzt bei Kanabis aufbauen………weil ja die Grünen die Freigabe von seichten Drogen fordern……….versteh ick jetzt auch deren Aversion gegen Fleisch.

    Man bin ick heut wieder gut………
    Und Morgen erkläre ich euch, warum Grüne rote Socken tragen müssen……..wenn se in den Wald zum Bäume kuscheln gehen.

    Onkel Heinz…………dat wäre doch mal ein Thema für den Spiegel……oder?

  46. @Tritium #42

    …..ähhm….. Kein Alkohol ist auch keine Lösung.

  47. Habe gerade den Newsletter 13/7 der GreenTec Awards bekommen. Darin findet sich folgender Beitrag:
    Wilde Kräuter bei den GreenTec Awards
    Der weltweit erfolgreichste Kräuterlikör Jägermeister … Davon werden sich die Gäste des GreenTec Awards an der Jägermeister-Bar selbst überzeugen können.

    Früher musste man sich noch die Frauen schön trinken und jetzt anscheinend GreenTec. 😉

    Na, der Erhardt wusse schon wie es geht:

  48. Greentec hat nun auf das Gerichtsurteil reagiert und den DFR wieder unter die Nominierten einsortiert:

    http://www.greentec-awards.com/wettbewerb/nominierte.html

    Es fehlt allerdings die Projektbeschreibung. Stattdessen wurde folgender Zusatz angefügt:

    Nominierung erfolgt unter Vorbehalt der rechtlichen Nachprüfung (LG Berlin 3 O 245/13, mündliche Verhandlung am 21. August 2013)

    Auf das Ergebnis der mündlichen Verhandlung darf man gespannt sein.

  49. Hallo Peter,

    ist diese mündliche Verhandlung am 21.Aug. öffentlich? Vielleicht hat der eine oder andere Leser Interesse diese Verhandlung zu verfolgen und darüber zu berichten.

  50. @ Quentin:

    Laut Meldung auf der Facebook-Seite des DFR wird die Verhandlung öffentlich sein:

    Die einstweilige Verfügung wurde von Greentec nun teilweise umgesetzt. Außerdem wurde ein erster Verhandlungstermin des regulären Verfahrens festgesetzt.

    Am Mittwoch, den 21.8.2013, 13:00, wird es dazu eine öffentliche Verhandlung am Landgericht Berlin, Tegeler Weg 17–21, 10589 Berlin, geben. Die Geschäftsführer beider Parteien haben anwesend zu sein.

    Wäre super, wenn der ein oder andere Leser aus Berlin sich das live ansehen und auch darüber berichten könnte…

  51. Die Wirtschaftswoche übrigens hält Wort und bringt in der nächsten Ausgabe den Artikel zum „Dual-Fluid-Reaktor“.

  52. Roland Tichy (WiWo) per Twitter

    Spannendes Manuskript über Dual Fluid Reaktor und andere neue Kernreaktoren gelesen. Freue mich auf noch spannendere Diskussionen dazu.

    Schon bei Twitter gehen die ersten Emotionen hoch. Das wird noch lustig.

  53. Papenburger Firma entwickelt umweltfreundliche Technologien
    Partner aus fernen Ländern besuchten EGM International -- Empfang im Rathaus

    Der GF von GFE sitzt dafür aber noch im Knast.

  54. @ Gneveckow, #51:

    Scheinbar nicht. Im Inhaltsverzeichnis der neuen Ausgabe ist das Thema nicht zu finden.

    Quentin, kannst Du den Tichy mal antwittern, wann denn der Artikel erscheinen soll?

  55. Peter, habe angefragt, sobald Tichy antwortet, werde ich es hier einstellen.

  56. 35…

    antwortete Roland Tichy auf die Frage:

    Wann wird der Artikel erscheinen? Möchte den keineswegs verpassen. In der aktuellen (34/2013) ist er wohl noch nicht.

    Was die Pünktchen zu sagen haben weiß ich nicht. Eine Serie?

  57. @ Quentin:

    Danke. Das hieße dann also kommende Woche. Ich bin gespannt. An eine mehrteilige Reihe glaube ich erst mal nicht. Wird sicher auch von den Reaktionen der Leser abhängen, ob sich die WiWo diesem Thema dann weiter widmet.

  58. freie welt:

    Darf ein Kernreaktor Umwelttechnologie sein?
    Interview mit Dr. Götz Ruprecht

  59. DFR doch endgültig disqualifiziert ?

    Wie soeben gemeldet wird, soll die gerichtliche Hauptverhandlung am 21.08. nun doch die DFR-Disqualifikation für rechtens befunden haben. Dabei sollen täuschungsähnliche Angaben der DFR-Leute bei der Bewerbung für den Preis eine Rolle gespielt haben. Ich bitte um nähere Informationen.

  60. @ Rainer:

    Wie soeben gemeldet wird

    Wo? Von wem?

    Außerdem ist das ja nun auch schon seit zwei Tagen bekannt:

    Hier: https://www.facebook.com/DualFluidReaktor

    Ich weiß ein paar Details, aber ich werde schweigen, bis sich denn das IFK selbst geäußert hat. Es ist aber nichts Ungewöhnliches oder Spektakuläres daran. Es handelt sich um den Richter, der auch schon die einstweilige Verfügung nicht erteilen wollte. Nun geht das Ganze einfach in die nächste Instanz. Inhaltlich bewertet das Gericht die Fragestellung natürlich nicht (das wäre auch der Kracher). Hier geht es um komplexe formale Fragen in der Richtung „Was ist ein Preisausschreiben“ und „Wie hat sich der Veranstalter eines solchen gemäß BGB zu verhalten -- oder auch nicht?“.

    Alles sehr abstrakt.

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