Der vorzeitige Todesfall als Herrschaftsinstrument unserer Zeit

13. März 2017 | Von | Kategorie: Artikel, Gesundheit, Mobilität, Ökologistische Mythen

ego150Uns plagt eine Geißel, deren Herkunft und Wirkung weitgehend unbekannt sind. Gemeint ist der sogenannte „vorzeitige Todesfall“, eine gedankliche Konstruktion, auf deren Basis umfangreiche regulatorische Eingriffe der Politik möglich werden, die nicht nur die Wertschöpfungsmöglichkeiten der Wirtschaft begrenzen, sondern auch tief in die private, individuelle Lebensgestaltung eingreifen. Wer sich fragt, warum selbst ursprünglich freie und liberale Demokratien in vielen Aspekten zunehmend diktatorisch agieren, wird beim „vorzeitigen Todesfall“ fündig. Perfide an diesem Konzept ist sein vordergründig fürsorglicher Charakter. Wer will schon vor der Zeit sterben? Wer möchte nicht so lange wie möglich bei bester Gesundheit leben? Für wen ist nicht der Tod eines Freundes, eines Angehörigen oder Partners ein tragisches Ereignis, auf das man gut verzichten kann? Der Staat, so die mit dem „vorzeitigen Todesfall“ verknüpfte Botschaft, setzt sich mit aller Macht dafür ein, unser Wohlergehen und das unserer Lieben zu erhalten. Damit niemand vor der Zeit dahinscheidet. Und dagegen kann man schwer opponieren. Obwohl es nicht die ganze Wahrheit ist.

Denn sterben müssen wir alle. Bislang kann keine Macht der Welt etwas daran ändern. Natürlich wird an Technologien gearbeitet, die Alterung und körperlichen Verfall bremsen und uns vielleicht sogar die relative Unsterblichkeit ermöglichen, in der allein ein Unfalltod ins Jenseits führt. Aber noch ist es nicht so weit. Irgendwann versagen das Herz oder andere lebenswichtige Organe und die potentiellen Auslöser dafür sind unüberschaubar vielfältig. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist ein „zu früher Tod“ auf sehr schwammige und gleitende Weise mit dem Lebensalter verknüpft. Von Amts wegen aber gibt es eine klare Grenze. Und die liegt bei 75 Jahren. Wer dieses Alter erreicht, so sehen es die diversen Gesundheitsbehörden, der hat es geschafft. Der stirbt nicht vorzeitig. Alle anderen sind aus dieser Perspektive Opfer ihrer Lebensweise oder ihrer Umwelt. Das möchte der Staat nicht hinnehmen. Warum nicht, ist aus guten Gründen nirgends beschrieben. Denn der „vorzeitige Todesfall“ hat mit Fürsorge in Wahrheit nichts zu tun. Er ist lediglich ein Instrument zur Durchsetzung ideologischer Interessen.

Spannend für die Behörden sind dabei gerade nicht die Todesfälle, deren Ursachen klar auf der Hand liegen, also Unfälle, Unglücke oder genetische Dispositionen. Viel interessanter sind solche, bei denen der Wirkungszusammenhang auf individueller Ebene unklar ist und möglicherweise mehrere Faktoren zusammenkommen. Denn solche Fälle eröffnen Interpretationsspielräume und bieten Chancen für statistische Fiktionen, aus denen Maßnahmen abgeleitet werden können, die politisch opportun und daher hilfreich erscheinen. Warum ein scheinbar gesunder Mensch im besten Alter plötzlich eine Herzattacke oder einen Schlaganfall erleidet, warum er plötzlich an Krebs erkrankt, das weiß man in der Regel nicht. Der menschliche Körper ist ein komplexes System miteinander verknüpfter Regelkreise, in der eine kleine Störung meist folgenlos bleibt, mitunter aber auch schwere Probleme verursachen kann. Was nun hat den Infarkt eigentlich entscheidend begünstigt? Übergewicht, Bluthochdruck, Tabak, Alkohol, Diabetes, eine andere Vorerkrankung oder gar ein Feinstaubpartikel? Und falls letzteres zutrifft: Welches Teilchen war es denn und aus welcher Quelle stammt es?

Feinstaub – ein konstruierter Killer?

Im Jahr 2012 seien nahezu drei Millionen Menschen weltweit durch die Aufnahme von Feinstaubteilchen mit einer Größe von bis zu 2,5 Mikrometer vorzeitig gestorben, meldet die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer vielbeachteten Studie. Genau gesagt waren es 2.975.400, davon 26.160 in Deutschland. Woher wissen die das?

Sie wissen es nicht. Die Sicherheit in dieser Frage ist nur vorgetäuscht. Schließlich hat man nicht alle der 2.975.400 Leichen wieder ausgegraben und die genauen Zusammenhänge ihres Sterbens im Detail analysiert. Das wäre ohnehin aussichtslos, da viele der physiologischen Zusammenhänge in Verbindung mit den betrachteten Atemwegserkrankungen, mit Lungenkrebs oder dem Herzinfarkt nach wie vor unklar sind. Da stellen sich Fragen nach Vorerkrankungen, nach dem allgemeinen Lebenswandel und nach sonstigen Belastungen. Die behandelnden Ärzte könnten die Details über den Einzelfall wissen, die Angehörigen auch. Wichtige Informationen, die auf dem Weg vom individuellen Ereignis zu einer aggregierten gesamtstaatlichen Statistik schlicht verlorengehen. In Deutschland beispielsweise wird nicht einmal erhoben, ob ein an Lungenkrebs Verstorbener tatsächlich Raucher war, oder nicht.

Die Behauptung der WHO basiert vielmehr auf einem Rechenmodell, dessen Grundlage Kohortenstudien aus der Epidemiologie darstellen. Man betrachtet in solchen Erhebungen beispielsweise zwei definierte Gruppen, von denen die eine einem vermuteten Risikofaktor, hier dem Feinstaub, besonders ausgesetzt ist, und die andere nicht. Stellt man für die exponierte Gruppe eine höhere Erkrankungsrate an Lungenkrebs fest, als für die andere, kann man Feinstaub als Auslöser der Krankheit vermuten. Sterben von hundert Feinstaubexponierten zehn an Lungenkrebs, von hundert nicht Belasteten aber nur einer, so ist das Erkrankungsrisiko der ersten Gruppe um einen Faktor zehn höher, als das der zweiten. Der Kern der Vorgehensweise der WHO besteht in der Umkehrung dieses Resultats in die Ausgangshypothese, von elf Lungenkrebsfällen unter den insgesamt betrachteten zweihundert Personen seien zehn mit großer Sicherheit auf Feinstaub zurückzuführen. Aus der Kombination solcher Risikoverhältnisse mit Messungen zur Feinstaubbelastung und mit amtlichen Todesfallstatistiken für Erkrankungen der Atemwege, für Herzattacken, für Lungenkrebs in einem komplexen statistischen Modell ergibt sich dann eine Zahl. Wobei die WHO wenigsten noch eine Fehlermarge angibt. Es sind vielleicht nicht genau 26.160 Menschen in Deutschland im Jahr 2012 an der hiesigen Feinstaubbelastung gestorben, sondern mindestens 12.729 und höchstens 34.229. Vorzeitig wohlgemerkt, also vor ihrem 75. Geburtstag.

Eine Steilvorlage für Politik und Medien, auf deren Basis eine Korrelation zu einer Kausalität und ein Risikofaktor zu einer Todesursache erklärt werden können, was in vielerlei Hinsicht nützlich ist.

Manch dumme Idee erhält auf diese Weise eine zusätzliche Rechtfertigung. Man denke nur an die Energiewende oder an die Forderung, Verbrennungsmotoren zu verbieten. Neue Ängste liefern neue Möglichkeiten der Mobilisierung. Mit Vorschlägen zur Risikominimierung vermag sich ein Politiker als besonders verantwortlich zu verkaufen. Vorschläge, die von weiteren Fesseln für die Industrie bis hin zu individuellen Verhaltensvorschriften reichen. Wenn Feinstaub so gefährlich ist, dann müssen eben seine Quellen ausgetrocknet werden, die zu einem großen Teil in der Verbrennung fossiler Kohlenwasserstoffe bestehen. Für Ideologen, die von der Ökodiktatur und dem Nanny-Staat träumen, ist dieses Thema ein wertvolles Geschenk.

Und es endet nie. Da jedes einzelne Partikel bei einer entsprechenden Verquickung ungünstiger Umstände zum Tode führen kann, wird kein Grenzwert jemals ausreichend niedrig sein. Neben Feinstaub bieten auf diese Weise auch andere Luftschadstoffe wie Stickoxide, Schwefeloxide, Kohlenmonoxid und Ozon sowie zahllose Chemikalien existenzsichernde Beschäftigungsmöglichkeiten für Politik und Verwaltung. Die Übergänge von wohlmeinenden Empfehlungen über Gängelei und neue Gesetze bis hin zur Tyrannei sind dabei fließend.

Heilung statt Vorsorge  

Der vorzeitige Todesfall liefert eine Strategie mit der Garantie, ewig eingesetzt werden zu können. Erstens wird es all die vielen mit seiner Hilfe dämonisierten Schadstoffe immer geben, solange Menschen existieren und irgendeine Art von Technik zur Verbesserung ihrer Lebensumstände nutzen. Zweitens steigt die Zahl der vorzeitigen Todesfälle zwangsläufig mit zunehmender Bevölkerungszahl, was gegenwärtig vor allem die Entwicklungs- und Schwellenländer trifft. Und drittens bietet selbst eine steigende Lebenserwartung die Möglichkeit, noch mehr Panik zu schüren.

Weil sich die Grenze, bis zu der von „vorzeitig“ gesprochen wird, entsprechend anpassen läßt. Noch vor zwanzig Jahren starben Menschen „vorzeitig“, die nicht mindestens ihren 65. Geburtstag feiern konnten. Dann rechnete man eine kurze Zeit mit 70 bis schließlich die heute gültigen 75 Jahre etabliert wurden. Auf die Zählung der mit der Zeit gewonnenen Lebensjahre verzichtet man wohlweislich, denn dadurch würde die Absurdität der Orientierung politischer Maßnahmen am „vorzeitigen Todesfall“ erst recht deutlich.

An meiner Magnettafel im Büro hängt eine Karikatur, die in vielen unterschiedlichen Versionen im Netz kursiert. Zwei Steinzeitmenschen sind auf ihr zu sehen, die sich über ihre Lebensumstände austauschen. Wir atmen saubere Luft, sagt der eine zum anderen, haben viel Bewegung und essen nur ökologisch erzeugte Produkte. Trotzdem wird kaum jemand älter als Dreißig. Irgendwas machen wir falsch. Aber was?

Das Risiko gehört zum Leben dazu. Vom Zeitpunkt seiner Geburt an beginnt jeder Mensch nicht nur zu altern, sondern ist auch zahlreichen Attacken seiner Umwelt ausgesetzt. Krankheitserreger in großer Vielfalt stürzen sich auf ihn, Schadstoffe und Gifte natürlichen wie künstlichen Ursprungs gelangen über den Stoffwechsel in seinen Körper. Das alles ist letztendlich unvermeidbar, die einzig wirklich wirksame Vorsorge dagegen wäre, erst gar nicht auf die Welt zu kommen. Selbst in einer Umgebung völlig ohne Feinstaub werden Menschen aus den ein oder anderen Gründen an Lungenkrebs erkranken. Die Statistiken der WHO nutzen den Betroffenen dann nichts. Statt den „vorzeitigen Todesfall“ zur Grundlage einer postfaktischen, an statistischen Korrelationen orientierten Gesundheitspolitik zu machen, sollte der Fokus auf der Entwicklung von Heilverfahren für den konkreten, individuellen Einzelfall liegen. Allein dafür sind epidemiologische Studien geeignet. Sie zeigen der medizinischen Forschung die Richtung, in der man suchen sollte, um genaue Wirkmechanismen aufzudecken und Diagnose- und Therapieverfahren zu entwickeln. Was bei Pest, Pocken und Polio einst gelungen ist, sollte doch bei Krebs, Atemwegs- oder Herzkrankheiten ebenfalls möglich sein.

Fossile Energieträger sind die Basis unseres heutigen Wohlstandes. Der nicht nur die Erfüllung von Grundbedürfnissen nach Nahrung, Wohnraum, Kleidung und Hygiene sichert, sondern auch Investitionen in neues Wissen und neue Technologien ermöglicht, insbesondere in der Medizin. Wir werden überhaupt erst alt genug, um uns über Feinstaub Gedanken zu machen, weil wir ihn produzieren. Und können uns nun entscheiden, was wir lieber wollen. Eine Welt der Fahrverbote, oder eine Welt, in der Lungenkrebs nicht mehr als eine Unannehmlichkeit vergleichbar einem herkömmlichen Schnupfen darstellt.

Der Artikel erschien im Dezember 2016 in meiner Kolumne bei Tichys Einblick. Siehe dazu auch Holger Douglas: Feinstaub, eine Posse.

 

Greenpeace-Protest gegen Feinstaub aus Dieselmotoren, Hannover, Februar 2017

Greenpeace-Protest gegen Feinstaub aus Dieselmotoren, Hannover, Februar 2017


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52 Kommentare
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  1. „Die behandelnden Ärzte könnten die Details über den Einzelfall wissen, die Angehörigen auch.“ Ein Herzinfarkt ist ein Herzinfarkt. Es findet sich kein Arzt, der auf der Sterbeurkunde mehr angeben kann, als die endgültige Todesursache. Was den Herzinfarkt ausgelöst hat, wird weder der jahrelange Hausarzt noch eine Obduktion klären können, insbesondere was den Feinstaub betrifft.
    Ich habe die Sterbeziffern (Todesfälle pro 1000 Einwohner) der 24 Schweizer Kantone für Herzinfarkte aufgezeichnet. die Werte umfassen eine Spanne zwischen 6 und 12, je nach Kanton. Bei der Grösse der Schweiz lässt sich dieser Unterschied wohl weder am Feinstaub noch am Tabakgenuss festmachen.

  2. Die Grünen und Greenpeacler sind vor allen eins, Stadtpflanzen. Auf dem Land sind die kaum zu finden. Ist denen zu langweilig und nicht multikulti genug. Seit 3 Jahrzehnten atmet die grüne Klientel den Feinstaub und Smog in den Städten ein, anstatt aufs „sichere Land“ zu ziehen. Jetzt, wo wir die geringsten Feinstaubemissionen seit der Industrialisierung haben, machen die mit der WMO das Fass Feinstaub auf.

  3. Und das Klientel, das sich über Feinstaub aufregt und auf die Straße rennt, zieht in der Freizeit genüsslich an der Sheesha, oder einen Joint durch und betreibt Holzfeuerstellen. 😉

    Aber bekanntlich macht nur Feinstaub aus Dieselmotoren krank. 😉

  4. PS

    Und wer demonstriert eigentlich gegen die Kreuzfahrtschiffe, die mitten im Hamburger Hafen einlaufen und ihre Motoren betreiben, mit Schiffsdiesel, oder Schweröl? Außer der NABU?

    http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Kreuzfahrtschiffe-NABU-beklagt-Abgase-an-Bord,nabu318.html

    Demnach ist eine Kreuzfahrt gesundheitsschädlich und lebensgefährlich.

  5. PPS

    http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Kreuzfahrt-Abgase-NABU-sieht-kaum-Fortschritte,nabu304.html

  6. Zum Feinstaubrückgang:

    https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/bilder/image008.jpg

  7. Jetzt, wo wir die geringsten Feinstaubemissionen seit der Industrialisierung haben, machen die mit der WMO das Fass Feinstaub auf.

    Der ganzen grünen Mischpoke samt NGO’s gehen halt die existenzbegründenden (echten) Probleme, bzw. die lukrativen Geschäftsmodelle zur Versorgung ihrer Studienabbrecher aus.

    Bin mal gespannt, wann die das schädliche, oxidative Potential von Sauerstoff auf das Erbgut entdecken… oder nach LNT berechnen, wie viele Menschen dem Stickstoff zum Opfer fallen (Stickstoffhypoxie), und auch Wasser hat eine Letaldosis von 6 Litern: Wie viele „vorzeitige Todesfälle“ ereignen sich wohl aufgrund einer Tagesexposition von 1/3 der Letaldosis von 2 Liter? Fragen ????

  8. @FK 9 Pilot #7

    Wie viele „vorzeitige Todesfälle“ ereignen sich wohl aufgrund einer Tagesexposition von 1/3 der Letaldosis von 2 Liter? Fragen ???

    Wein, Schnaps ? Allohol is eine Droooge !

  9. Einfach mal eine Praxistest machen:

    EURO5 Diesel BMW320D BJ2013 ca. 140tkm

    Einmal mit dem Finger in den Auspuff, und dann in die vordere Felge:

    Feinstaub

    Eigentlich müsste man Bremsen und Reifen verbieten.

    Wer in Tempo 30-Zonen, und damit rechts vor links anordnet, muss sich nicht wundern, das vor jeder Kreuzung gebremst und danach wieder beschleunigt wird, daß dabei Lärm und Feinstaub zunehmen.

    Und von Stuttgartern habe ich gehört, dass hunderte LKW ohne Abdeckplane den Aushub von „Stuttgart 21“ durch die Stadt transportieren.

  10. @ #8 Krishna Gans

    Wein, Schnaps ? Allohol is eine Droooge !

    Oh, sehr scharfsinnig. Was ist jetzt Ihre Aussage? Daß Alkohol eine Droge ist? Gut, daß ich es nun dank Ihnen weiß, vielen Dank! Wenn Sie mir jetzt noch den Zusammenhang mit Ihrem Zitat erläutern, wäre ich sehr erfreut.

  11. Hallo Herr Heller,

    vielen Dank für diesen Artikel. Er fördert die vor vielen Jahren beginnende und derzeitige Mehrheitsgeisteshaltung unserer Gesellschaft und Politik treffend zu Tage. Es wäre schön, wenn sehr viele Menschen dies lesen und sich mal Gedanken machen, was sie da täglich veranstalten, wen und was sie unterstützen, welch unsägliche Ideen und Forderungen pausenlos vom Stapel gelassen werden und ob uns das allen wirklich nützt. Die Gängelung, der Dirigismus, das moralische Getue. Der Devise „Leben und leben lassen“ wieder mehr Raum zu verschaffen, täte allen gut! In jeder Hinsicht.

    Aber ich fürchte, die Weisheit von Dieter Bohlen („Erklär mal einem Bekloppten, daß er bekloppt ist“) wird noch länger nicht auf fruchtbaren Boden fallen. Es wird wohl wieder erst mal was passieren müssen (Krieg, Bürgerkrieg), damit einiges wieder auf Null gestellt wird. Wir werden dann erst mal eine Zeitlang keine Zeit zu solchen Spinnereien mehr haben, uns wieder mit ganz banalen, basalen Dingen beschäftigen müssen (sprich dem Kampf ums Überleben). Hatten wir das nicht schon mal, noch gar nicht so lange her? Meine Beobachtung ist, daß wir auf dem „besten“ Weg dorthin sind und das Irrsinnskarussell sich tagtäglich schneller dreht. Hoffentlich irre ich!
    Aber das Mantra der Deutschen (am deutschen Wesen soll die Welt genesen) scheint mir nicht so leicht ausrottbar. Die linksrotgrünen Gutmenschen zeigen es uns täglich.

  12. @Herbert Frankel #10

    Wenn Sie mir jetzt noch den Zusammenhang mit Ihrem Zitat erläutern, wäre ich sehr erfreut.

    Na dann trinken Sie mal 1/3 der Letaldosis H2O in Form von Wein oder Schnaps, dann wissen Sie was ich meinen könnte ;.)

  13. Wenn ich im Kollegenkreis frage, warum nun zum x-ten Male der Schwefelgehalt im Schiffsbrennstoff gesenkt werden muss, wo die Messwerte des Schwefeldioxidgehaltes in der Luft an schifffahrtsnahen Messpunkten, z. B Brunsbüttel, weit unter dem kritischen Wert liegen, herrscht brüllendes Schweigen.

  14. Wie stark müsste denn ein Hinweis auf eine Gefährdung, z.B. Feinstaub, sein, um regulatorische Eingriffe zu rechtfertigen?

  15. @ # 12 Krishna Gans:

    H2O in Form von Wein oder Schnaps trinken? Sie meinen wohl 2 Liter Wein oder Schnaps trinken. Na, sagen Sie das doch gleich. Sie haben nämlich was anderes gesagt. H2O läßt sich nicht „in Form von Wein oder Schnaps“ trinken, nur in Form von H2O. Und Wein oder Schnaps nur in Form von Wein oder Schnaps. 1 Liter Urin läßt sich auch nicht in Form von 1 Liter Champagner trinken, auch nicht als halber Liter oder als ein schöner Frühlingsanfang.

    Haben wir das jetzt ausgeschnapst? Lustigkeit kennt keine Grenzen, Lustigkeit kennt kein Pardon, was?
    Lustvoller wäre gewesen, wenn Sie etwas gehaltvolles zu # 7 gesagt hätten.

  16. Wie stark müsste denn ein Hinweis auf eine Gefährdung, z.B. Feinstaub, sein, um regulatorische Eingriffe zu rechtfertigen?

    @14 Gute Frage Herr Ullrich, andersrum gefragt: Wie stark waren denn die Hinweise (Studien) + Risikozuschlag, um die vorhandenen und festgelegten Grenzwerte zu rechtfertigen?
    Ich hab mir gestern Abend zum zweiten Male „Die Anstalt“ angesehen, auch zum Thema. Sonst gehört das zu meinen Lieblingssendungen, gestern nicht mehr.
    Josef Hader (österreichischer Kabarettist, Schauspieler, usw. ) hat’s mal so formuliert: Die Medien treiben jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf, sie müssen ja davon leben. Gute Satire setzt sich damit kritisch auseinander, schlechte Satire setzt sich mit auf die Sau.
    Also, wer hat warum die Grenzwerte für Feinstaub, Stickoxide, radioaktive Strahlung… (kann ergänzt werden) so festgelegt? Und was soll damit erreicht werden?

  17. @Herbert Frankel #15

    Lustvoller wäre gewesen, wenn Sie etwas gehaltvolles zu # 7 gesagt hätten.

    #7 war auch nicht so ernst gemeint, Sie dürfen auch gerne ausrechnen, wieviel Wasser in Wein oder Schnaps enthalten sind und sich überlegen, war’s der Alk oder das zuviele Wasser 🙂
    Ansonsten bin ich nicht zu Ihrer Belustigung hier, anhand Ihrer diversen Postings ist eher der Umkehrschluß zulässig, Sie sind zu (nicht nur) meiner Belustigung hier 🙂

  18. "Wie stark müsste denn ein Hinweis auf eine Gefährdung, z.B. Feinstaub, sein, um regulatorische Eingriffe zu rechtfertigen?"

    Ja, schlagen Sie was vor, samt nachvollziehbarer Begründung, nur mal z.B. für „Feinstaub“. Und erläutern Sie bitte, was ein „Hinweis auf eine Gefährdung“ sein soll. Meinen Sie eine Gefahr? Braucht diese noch einen Hinweis auf sich selbst, wenn sie existent ist? Gibt es also nur Hinweise auf eine Gefährdung, also mögliche Gefahren, die aber noch keiner verifiziert hat oder eine reale Gefahr? Welche? Und ab wann ist ein Hinweis auf eine Gefährdung „stark“ und wann noch nicht? Meinen Sie mit stark nachdrücklich? Also nachdrücklich vorgetragen? Von wem und von wievielen? Oder ab einer bestimmten Anzahl von Wiederholungen von Hinweisen? Und stellen Sie bitte klar, was sie mit „regulatorischen Eingriffen“ genau meinen, die ggfs. gerechtfertigt sind, wenn sie der Meinung sind, daß ab einem „starken“ Hinweis auf eine Gefahr ein solcher gerechtfertigt ist. Wenn nicht, dann bitte auch Klarstellung. Bitte!

  19. In war übrigens im Sommer letzten Jahres auf den „Eisbrecher“ Arctic Sunrise von Greenpeace. Genau der, der von den Russen gestürmt und interniert wurde. Der Fußtritt der Russen befindet sich noch auf der Tür zur Brücke.

    Ich fragte auf den Rundgang durchs Schiff, womit fährt das denn, bei den Kreuzfahrtschiffen gibt es ja auch ein Feinstaubproblem und teils fahren die noch mit Schweröl. Der Ober-Greenpecler erkälte mir, mit Schiffs-Diesel, wie sich herausstellte sogar noch Dieselmechanisch, nicht Dieselelektisch. Man arbeite aber daran das zu ändern. Ich konnte mir das Schmunzeln nicht verkneifen und wollte noch fragen, wie E-Antrieb? Oder Wind? Habe ich dann aber doch nicht gemacht.

    Die Hälfte der Besatzung haust im Unterdeck/ Ladedeck in Containern. Das Unterdeck ist mit Bauschaum isoliert, damit es in der Arktis den Leuten nicht zu kalt wird!

    Auf den Deck stehen mehrere Schlauch-Schnellboote, alle PS-kräftigen Außenbordern.

    Das zu Greenpeace, zum Foto zum Artikel.

  20. @Herbert Frankel #18
    Es ist nicht verboten, unter einer Leiter durch zu laufen, obwohl eine potentielle Gefährdung definitiv nicht zu verneinen ist.
    Sie dürfen auch über eine befahrene Straße gehen….

  21. zu # 17:

    Wow, jetzt haben Sie’s mir aber gegeben. Bin beeindruckt. Aber halt: Wenn Sie nicht zu meiner Belustigung da sind, dann war Ihr bisheriger Post also doch ernst gemeint. Aber wieder halt, er war ja nicht so ernst gemeint. Oder sind Sie zu aller Belustigung hier, nur nicht zu meiner? Also: was wollen Sie eigentlich sagen? Ich warte dann lieber mal ab, bis was ernst gemeintes kommt. Oder war das jetzt schon Ihr Ernst?
    Haben Sie eigentlich einen Auftrag aller hier Postenden, in deren Namen zu sprechen? Bleiben Sie jetzt aber bitte auf alle Fälle ernst!

    Trotz allem: Sie scheinen die Argumentation von # 7 nicht so recht verstanden zu haben. Deshalb paßt ihr nicht so ernst gemeint nicht so gut. # 7 hat völlig recht. Worüber wir noch vor wenigen Jahren müde gelächelt haben, ist heute bittere Realität (Ablaßhandel mit „Zertifikaten“) und wird nach allen Anzeichen noch schlimmer. Was hoffentlich nach den BT-Wahlen wieder zurückgeschraubt wird.

  22. @ # 20:
    Sie setzen also einen „Hinweis auf eine Gefährdung“ bereits mit einer potentiellen Gefährdung gleich?
    Gratuliere, werde Sie für den Preis „bedeutendster Denker des 21. Jahrhunderts“ vorschlagen.

    Erklären Sie mir doch bitte nur noch ganz kurz, was auf dieser Welt nicht eine potentielle Gefahr darstellt. Nur mal so, fällt Ihnen bestimmt ganz leicht. Ist nicht so schwer. Schütteln Sie sicher locker aus dem Ärmel.

  23. @ 19:

    Ja ja, die Greenpeaser, Wasser predigen, Wein trinken, die alte Leier.

  24. Peter Heller: Danke für den Artikel. Ich habe mich schon immer gefragt, woher denn die vielen Feinstaub-, NOx und Strahlungstoten denn kommen, wenn man sich auf keine Obduktionsergebnisse beziehen kann. Aber auch ausgeklügelte statistische Verfahren sind auf belastbare Basisdaten angewiesen. Wie benpal nannte, scheint das aber äußerst kritisch zu sein.

    Wäre es da nicht hilfreich, gerade jene Studien genauer zu prüfen, die hier diese Aussagen machen? Ich wäre für konkrete Verweise dankbar. Denn offensichtlich bleiben die Angaben zumeist unhinterfragt. Oder sind die tatsächlich so gut abgesichert, dass die kritische Rückfrage zu nichts führt?

  25. Mich würde ja mal eine Studie interessieren, die aufrechnet wie viele Menschen jährlich vorzeitig an einem Herzinfarkt ableben weil sie die Horror-Studien der WHO gelesen haben. 🙂

  26. immerhin gab es in den letzten 10 Jahren 59 Tote (echte, keine „Statistischen“ +100te Schwerverletzte) durch Biosprossen. Sollte uns das nicht den ganzen Bioanbau übedenken lassen?

  27. Lustig.

    shader greint wieder wie ein Waschweib und will dann Herrn Heller zum Bier einladen.

    http://scienceblogs.de/primaklima/2017/01/30/der-neue-dies-und-das-das-journal-of-alternative-facts-veroeffentlicht-den-ersten-klimawandelartikel/#comment-187966

    Die Leute begreifen ja noch nicht mal, dass wir heute die geringsten Feinstaub-Emissionen seit der Industrialisierung haben und sehen hinter jeder Stadtecke einen Feinstaubtorten. Leben selbst aber in der Stadt und ziehen nicht aufs Land. 😉

  28. PS

    Wäre auch mal ein Aufgabenfeld für einen Psychologen.

    Die Leute ängstigen sich vor Feinstaub und rennen dagegen auf die Straße, leben aber in der „smogbelasteten“ Stadt und fordern freien Sheesha- und Jointkonsum und betreiben Holzfeuerstellen.

    Und ich kenne auch keinen Grünen, der gegen Raucher auf die Straße gerannt wäre.

    Früher waren die Clubhäuser und Discos der Grünen und Alternativen alle verraucht. Z.B. Lila Eule in Bremen, Römer, etc.. Ebenso die Kommunen.

  29. PPS

    Und Räucherstäbchen haben die auch in den 70ern in den WGs und Kommunen verbrannt. Meine Schwester auch.

    Die rennt heute auch gegen Feinstaub, etc. auf die Straße.

  30. PPPS

    Dort wohnen übrigens die Grünwähler in Bremen. Mitten in der Innenstadt/ Viertel:

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c2/B%C3%BCrgerschaftswahl_Bremen_2015.svg/800px-B%C3%BCrgerschaftswahl_Bremen_2015.svg.png

    Die CDU-Wähler wohnen in den ländlichen Stadtbereichen mit Wiesen und Weiden.

  31. PPPPS

    Und in den Bremer Grünenvierteln ist auch die Drogenkriminalität und Ausländerkriminalität am größten. Mit weiten Abstand. Das sehen die Leute aber nicht als Gefahr, aber Feinstaub.

  32. @ 31 Und als Bayer seit Geburt und jetzt im gefährdeten BW lebend: Eine ganze Menge von möglichen Gefahren sind in ihren Auswirkungen in Bayern seit Jahrzehnten wegen konsequenter Politik geringer als im Rest der Repubklik. Selbst mit Seehofer läuft es noch viel besser als in Bremen und anderen „Brennpunkten“.

  33. sehen hinter jeder Stadtecke einen Feinstaubtorten

    Ein Missverständnis der gutmeinenden Fraktion der Grünlinge -- basierend auf dem früheren Konsum von Italowestern: Diese können sich aufgrund ihrer pazifistischen post68er Sozialisation der friedensbewegten 80ger einfach nicht vorstellen, dass der im Kontext des Ablebens von Revolverhelden häufig fallende Ausdruck „Staubfressen“ („Byte the dust“), nicht die eigentliche Todesursache „äußere Gewalteinwirkung“, umschreibt -- diese wäre ja unvereinbar mit dem naiven Weltbild der Notwendigkeit schwangerengeeigneter Schützenpanzer mit Gendertoilette und Walldorfkita.

    Die kadermäßig besser geschulten suchen jedoch wohl schon prospektiv für die nahzukünftlich denkbarerweise hinter jeder Straßenecke liegenden „Einzelfallopfa“ eine politisch korrekte Todesursache: Die haben dann eben „Staub gefressen“ und endlich kann man die zahlreichen Toten deutscher (also auf dem Territorium der Bundesrepublik sich aufhaltender) Ingenieurkunst seit Rudolf Diesel fleischlich und nicht nur statistisch nachweisen und neben Fahrverboten auch klimaschonende Ausgangssperren verhängen.

    Eine ähnliche Dialektik beherrschte schon Stalin, der das Ausmaß des Verrats mit der Zahl der auf seinen Befehl erschossenen Verräter bewies. Warum sollten seine Urenkel einer anderen Logik folgen?

  34. @Peter Heller

    An ihrem Artikel ist sicherlich was Wahres dran. Nun sind aber kleine Partikel, welche in die Lunge gelangen, ein Problem für den Menschen. Das weiß man durch bestimmte Krankheiten bei Bergläuten oder Menschen die viel mit Asbest gearbeitet haben. Für Asbest haben wir Alternativen gefunden, obwohl ich mir gut vorstellen kann, dass die Produzenten von Asbestplatten, nicht erfreut waren, als es verboten wurde. Hätten nun diese Firmen genauso wie Sie erklärt, dass jeder Mensch sowiso irgendwann sterben muss, und deshalb das Verbot doch vollkommen sinnlos ist, würde es diese Firmen über kurz oder lang nicht mehr geben. Der durchschnittliche Mensch betrachtet solch eine Denkweise nun mal als menschenverachtend und würde daher ab sofort die Firmen meiden.

    Wenn es zudem egal ist wann man stirbt, dann könnten wir all die Mrd. €, welche durch Forschungs- und Behandlungskosten in die Gesundheitsbranche fließen, an anderer Stelle viel besser verwenden. Dummerweise hat uns die Evolution mitgegeben, dass Leben wichtig ist. Wir wollen also so lange wie möglich leben, auch wenn unser Verhalten dies nicht immer wiederspiegelt.

    Wir könnten es auch so machen, wie in einer Star-Trek-Folge. Wer das 65. Lebensjahr vollendet hat, scheidet gesellschaftlich annerkannt aus dem Leben. Wäre ökonomisch eine tolle Sache. Man müsste kein Geld mehr in Renten- und Pflegekasse einzahlen und auch die Weltbevölkerung würde um einies zurück gehen.

    Was den Verbrenner betrifft, würde ich Ihnen nahelegen, die letzten 365 Tage noch einmal Revue passieren zu lassen, denn offensichtlich haben Sie da einiges übersehen.
    China wollte eine E-Auto-Quote einführen. Die deutsche Regierung konnte dann aber gegen unbekannte Gegenleistungen die Sache um 1 Jahr verschieben.
    Toyota hatte lange Zeit das E-Auto als Fehler betrachtet, bis zum Ende letzten Jahres. Seit dem wird auch dort kräftig in die Entwicklung investiert.
    Daimler hatte sich nach den Ankündigungen im letzten Jahr, bis 2025 15-25% E-Autos verkaufen zu wollen, nun eine beschleunigte Umsetzung bekannt gegeben. Jetzt soll die breite Modellpalette schon 2-3 Jahr früher existieren.
    Und selbst Skoda will 2020 ein E-Auto auf Basis des VW-Baukastens MEB herausbringen.
    Die Betriebsräte machen sich auch sorgen, zuletzt bei Audi, da deren E-Autos in Belgien gefertig werden sollen und nicht in Deutschland.

  35. …die Tatsache, dass E-Autos produziert werden zeigt nicht unbedingt, dass irgendein marktwirtschaftlicher Bedarf besteht, oder ein tatsächlicher Mehrwert geschaffen wird. Der „Markt“ ist verordnet, somit ein planwirtschaftlicher (s. China und E-Autoquote), in dem aus ideologischen Gründen ein existierendes Produkt durch eine Alternative mit einer (im Sinne seines Zweckes) geringeren Leistungsfähigkeit ersetzt werden soll. Das gilt nahezu für die gesamte Palette der angeblich „grünen“ Technologien.

    Eine Regierung kann auch heute das Smartphone verbieten und den Grauen Tischknochen der 70ger und 80ger fördern. Man wird erstaunt sein, wie viele Hersteller wieder Wählscheiben produzieren werden.

    Das weiß man durch bestimmte Krankheiten bei Bergleuten oder Menschen die viel mit Asbest gearbeitet haben.

    Richtig. Aber bedarf es wie hier einer viel höheren Exposition, als der im allgemeinen Straßenverkehr und die Motoren sind überhaupt nicht das Problem, wie sogar Die Zeit erkannt hat.
    http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-02/feinstaub-motoren-luftverschmutzung-reifen-abrieb-bremsen

    Hinzu kommt der Anteil natürlicher Feinstäube, wie Pollen und „Saharasand“.

    Es wusste schon der Paracelsus: Die Dosis macht das Gift oder Original: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“

  36. @FK

    …die Tatsache, dass E-Autos produziert werden zeigt nicht unbedingt, dass irgendein marktwirtschaftlicher Bedarf besteht, oder ein tatsächlicher Mehrwert geschaffen wird. Der „Markt“ ist verordnet, somit ein planwirtschaftlicher (s. China und E-Autoquote), in dem aus ideologischen Gründen ein existierendes Produkt durch eine Alternative mit einer (im Sinne seines Zweckes) geringeren Leistungsfähigkeit ersetzt werden soll. Das gilt nahezu für die gesamte Palette der angeblich „grünen“ Technologien.

    Die Zeiten von Mao sind lange vorbei, ansonsten würde China nicht dort sein wo es heuet ist. China will Großmacht werden und das funktioniert nicht mit sozialistischer Verbotsideologie, zumindest wenn es um den Transport geht. Ich hab ja schon an anderer Stelle geschrieben wo das Problem liegt. Wenn China und Indien irgendwann den gleichen pro-Kopf-Rohölverbrauch haben, dann muss die weltweite Rohölproduktion um 60% steigen. Selbst wenn das möglich ist, würde der Rohölpreis sicherlich bei 150$ oder mehr liegen. Nun angenommen China kann das finanzieren. Dann bleibt aber immer noch die Abhängigkeit von anderen Ländern. Da China Großmacht werden will, die USA das aber verhindern möchte, müsste China seine Pläne sehr schnell begraben, denn die USA sind der größere Fisch im Teich und sind dadurch politisch und militärisch einflussreicher.

    Es gibt da noch ne andere Möglichkeit. Da die großen Autokonzerne die E-Mobilität sehr stiefmütterlich behandelt haben, hat man mit der E-Mobilität die Möglichkeit auf einem hart umkämpften Markt Fuß zu fassen. Aus dem gleichen Grund investiert auch Deutschland in möglicherweise vermarktbare Innovationen, z.B. Brenstoffzelle.

  37. …eine E-Autoquote ist dennoch ein planwirtschaftlicher Eingriff, ob in China oder Anderswo.
    Gleiches gilt für Flottenemissionsgrenzen, etc. Durchaus denkbar ist, dass dieser Eingriff eine Reaktion auf vergleichbare Eingriffe in den Exportmärkten darstellt.

  38. @FK

    Du magst Planwirtschaft nicht. Dumm nur dass der Markt nicht auf eine Situation reagieren will, die irgendwann vielleicht eintritt. Der Markt will nun mal im hier und jetzt Profit machen.

  39. …nun ja das Experiment „Planwirtschaft“ hatten wir ja Großflächig im Feldversuch. Das Resultat waren Mangelwirtschaft und mehrere Millionen Tote (insbesondere SU / China).

    Im Übrigen gibt es auch in der Marktwirtschaft Planszenarien, die zukünftige Performance zu erfassen suchen, macht jede halbwegs professionelle Firma, mit abnehmender Granularität z.B. 3-jahres, 5-jahres und 10-jahres Planungen. Bekannte Pipelineprodukte fließen in diese ein, auch Platzhalter für noch unbekannte Innovationen. Gleichzeitig das zu erwartende Wachstum in den jeweiligen Segmenten und Märkten.

    Der Markt will nun mal im hier und jetzt Profit machen

    .

    Sorry, Unsinn. Dann gebe es keinerlei Investitionen. Eher ein Kennzeichen der letzten 15 Jahre DDR.

  40. @FK

    Verabschiede dich mal vom dogmatischen Planwirtschaft = Mangelwirtschaft. Was glaubst du ist soziale Marktwirtschaft? Das ist ein MIx aus Marktwirtschaft und Planwirtschaft. Willst du wirklich zurück zum Manchaster Kapitalismus nur weil es da möglichst wenig Planwirtschaft gab? 72-Stunden-Woche, kaum Urlaub, kein Arbeitsschutz, keine Arbeitnehmerrechte, keine Krankenversicherung
    Oder glaubst du, dass die Unternhemen 40-Stunden-Woche und all die anderen Sachen aus Nächstenliebe eingeführt hat? Nein, denn alles was kostet verringert den Profit. Diese Maßnahmen wurden vom Staat erzwungen.

    Oder denke mal über das schöne Wort systemrelevant nach. Das Wort wird zwar in erster Linie mit den Banken verbunden, gilt aber auch für die Energiebranche. Ein Kraftwerksbetreiber kann nun mal nicht pleite gehen, wenn ohne seine Kraftwerke die Lichter ausgehen. Daher gibts in dem Bereich auch garantierte Gewinne also Planwirtschaft.

    Und was die Planszenarien in der Marktwirtschaft betrifft, so gibts es Ereignisse, die keine Firma auf dem Plan hat. Ölkriese, Finanzkriese, Brexit
    Selbst wenn man sich gegen solche Ereignisse absichern wollte, würde das jede Menge totes Kapital bedeuten, was dann die eigene Marktposition schwächt.

    Oder nimm Fukushima. Tepco hatte sich dagegen nicht abgesichert, weil sich kein AKW-Betreiber gegen ne Kernschmelze absichert, denn sonst wirds unrentabel. Da trägt also immer der Steuerzahler die Kosten.

  41. Selten so einen Unsinn gelesen.

    Das Grundelement der Sozialen Marktwirtschaft ist die Verbindung des Prinzips der Freiheit auf dem Markt (nicht des Marktes) mit dem des sozialen Ausgleichs. Sie ist keineswegs ein „Mix aus Marktwirtschaft und Planwirtschaft“ und mit dem staatlich gewährleisteten Erhalt „strategischer“ Infrastruktur, wie Kraftwerken, Wasserversorgung, etc., hat das ganze nun überhaupt nichts zu tun.
    Diese beinhaltet selbstverständlich keine „garantierten Gewinne“ für Betreiber (i. G. z. den EEG immanenten Garantien für Sonnnenkönige und Windbarone), allenfalls die Aussicht auf eine Verstaatlichung. Enteignungen sind nach dem Grundgesetz ausdrücklich erlaubt -- allerdings nur, wenn sie „zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“. So steht es in Artikel 14 Absatz 3. Der ehemalige Eigentümer muss zwar eine Entschädigung erhalten. Diese ist aber, wie es in der Verfassung heißt, „unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen“.

    Wie man sieht -- die Alternative zur Planwirtschaft ist nicht der Manchesterkapitalismus, es sei denn man ist mental im 19ten Jahrhundert stehengeblieben. Ach ja -- die 40 Stundenwoche ist sicherlich keine Errungenschaft der Planwirtschaft.

  42. @FK

    Ok, du hast ne andere Definition für Planwirtschaft. Ich weiß allerdings nicht, wo ich die Grenze zwischen Planwirtschaft und sozialem Ausgleich ziehen soll. Nimm z.B. MIndeslohn. Ich denke so gut wie jeder Liberaler wird sagen, dass das Planwirtschaft ist. Der Staat greift an der Stelle nun mal in den Markt ein. Der Lohn kann ja schließlich nicht mehr durch Angebot und Nachfrage entstehen. Es betrifft zwar nur Löhne, die unter 8,50€ liegen, aber betrachten wir das mal von der Unternehmerseite. Der Staat schreibt für die Ressource ungelernter Arbeiter einen Preis vor. Ein Unternehmen, das stark von dieser Ressource abhängig ist, ist gezwungen den Preis für sein Produkt zu erhöhen und erwirtschftet am Ende keinen Profit mehr.

    Diese beinhaltet selbstverständlich keine „garantierten Gewinne“ für Betreiber (i. G. z. den EEG immanenten Garantien für Sonnnenkönige und Windbarone), allenfalls die Aussicht auf eine Verstaatlichung. Enteignungen sind nach dem Grundgesetz ausdrücklich erlaubt — allerdings nur, wenn sie „zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“.

    Enteignung ist die letzte weil unbeliebteste Möglichkeit. Der Staat wird vorher alles unternehmen um diese Option nicht nutzen zu müssen, siehe Bankenrettung. Garantierte Gewinne sind daher eine Möglichkeit, damit gar nicht erst Probleme entstehen. Im Gegenzug müssen solche Unternehmen von einer Behörde überwacht werden.
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiepolitik/netzagentur-senkt-renditen-fuer-netzbetreiber-14477757.html

  43. oxybenzol 5. April 2017 11:11

    Ok, du hast ne andere Definition für Planwirtschaft. Ich weiß allerdings nicht, wo ich die Grenze zwischen Planwirtschaft und sozialem Ausgleich ziehen soll. Nimm z.B. MIndeslohn. Ich denke so gut wie jeder Liberaler wird sagen, dass das Planwirtschaft ist.

    Wahrscheinlich wird kein Liberaler das sagen. Im Zweifel kann man Nachschlagen. Wikipedia leitet hier weiter zu

    Der Begriff Zentralverwaltungswirtschaft (Zentralplanwirtschaft, Planwirtschaft, auch Kommandowirtschaft) bezeichnet eine Wirtschaftsordnung, in der wesentliche, wenn nicht alle Entscheidungen zur Zuordnung (Allokation) knapper Ressourcen wie Arbeit, Kapital und Boden zur Produktion von Gütern von einer zentralen Instanz getroffen werden. Die seit dem 18. Jahrhundert entstandenen Konzepte einer solchen Zentralverwaltungswirtschaft stehen im Gegensatz zur Marktwirtschaft, in der die Entscheidungsfindungen allen am Markt teilnehmenden Personen bei jeweiliger Eigenverantwortung obliegen (dezentral).

    Das ist etwas völlig und grundsätzlich anderes als Marktwirtschaft.

    Der Staat greift an der Stelle nun mal in den Markt ein. Der Lohn kann ja schließlich nicht mehr durch Angebot und Nachfrage entstehen. Es betrifft zwar nur Löhne, die unter 8,50€ liegen, aber betrachten wir das mal von der Unternehmerseite.

    Der Staat schreibt für die Ressource ungelernter Arbeiter einen Preis vor. Ein Unternehmen, das stark von dieser Ressource abhängig ist, ist gezwungen den Preis für sein Produkt zu erhöhen und erwirtschftet am Ende keinen Profit mehr.

    Das ist noch immer falsch. Wenn der Staat Auflagen macht, kann der Unternehmer noch immer mehr zahlen. Warum sollte das zur Planwirtschaft werden?

    Marktwirtschaft heißt nicht, dass wir seit Adam Smith nichts mehr dazu gelernt hätten.

    Garantierte Gewinne sind daher eine Möglichkeit, damit gar nicht erst Probleme entstehen. Im Gegenzug müssen solche Unternehmen von einer Behörde überwacht werden.

    Das ist in der Tat nicht mehr marktkonform.

  44. Planwirtschaft in a Nutshell nach Gablers Wirtschaftslexikon: … in Literatur und Publizistik oft anzutreffende Bezeichnung für eine Wirtschaftsordnung, in der der Wirtschaftsprozess von einer zentralen Instanz auf der Grundlage ihres Plans koordiniert wird. Eine solche Kennzeichnung impliziert jedoch, dass das Wirtschaften in anders gearteten Wirtschaftsordnungen nicht auf Plänen beruht, was logisch falsch ist. Daher sind diesem Begriff zur Beschreibung der gemeinten Wirtschaftsordnungen Bezeichnungen wie z.B. Zentralverwaltungswirtschaft (Eucken) vorzuziehen.

    Dass Mindestlohn (als auch die geplante Deckelung von Gehältern) sowie die Regulierung des Energiemarktes planwirtschaftliche Elemente ähnlich real-(sowie national-)sozialistischer Vergangenheitsszenarien darstellen, ist unbestritten. Daher schrieb ich:

    …nun ja das Experiment „Planwirtschaft“ hatten wir ja Großflächig im Feldversuch. Das Resultat waren Mangelwirtschaft und mehrere Millionen Tote (insbesondere SU / China).

    Was aber Unsinn ist:

    Dumm nur dass der Markt nicht auf eine Situation reagieren will, die irgendwann vielleicht eintritt

    Genau das tut ein Unternehmen in der Marktwirtschaft, es antizipiert künftige Bedürfnisse (teilweise schafft es diese sogar) sowie Risiken und richtet seine Entwicklung darauf aus. In der Planwirtschaft gelang/gelingt dieses nicht. Es wird an den Bedürfnissen vorbeiproduziert, bzw. richtet sich der Plan an den Bedürfnissen der Machthaber. (wie zunehmend hier auch)

    Kurz: Stalin war Kunde von GOSPLAN, nicht der Sowjetbürger.

  45. @FK

    Genau das tut ein Unternehmen in der Marktwirtschaft, es antizipiert künftige Bedürfnisse (teilweise schafft es diese sogar) sowie Risiken und richtet seine Entwicklung darauf aus. In der Planwirtschaft gelang/gelingt dieses nicht. Es wird an den Bedürfnissen vorbeiproduziert, bzw. richtet sich der Plan an den Bedürfnissen der Machthaber. (wie zunehmend hier auch)

    Dass ne komplette Planwirtschaft Mist ist, ist mir auch klar. Nach der Definition von Martin wäre aber eine E-Autoquote von 8% keine Planwirtschaft, da keine wesentliche Entscheidung. Sie betrifft ja nur einen kleinen Teil des Marktes. Gut, nun kann man sich darüber streiten, was denn wesentlich bedeutet. Also wieder ein Definitionsproblem. Wird echt mal Zeit, dass jemand telepathische Kommunikation erfindet.

    Dass Unternehmen zukünftige Entwicklungen antizipieren, ist mir auch klar. Nun erkläre mir doch mal wie der Markt auf eine plözliche Rohölknappheit reagieren sollte. Wo kommen all die notwendigen Akkus her? Im Jahr 2015 gabs in China 20 Mio Neuzulassungen und bei 1,4 Mrd Menschen ist da noch viel Luft nach oben. Und das 2. Problem. In Deutschland werden jährlich 4 Mio PKW neu zugelassen, bei einer Flotte von mehr als 40 Mio. Also braucht es bei aktuellen Produktionszahlen 10 Jahre um die Flotte auf Strom umzustellen. Liegt an der Stelle natürlich nicht nur am Hersteller sondern auch am Kunden, denn der muss das Auto auch bezahlen können und das wäre in diesem Fall ein Neuwagen. Gut, man könnte auch Gebrauchte umrüsten, aber an die benötigen Akkus und die Rohstoffe zu kommen, wird ein großes Problem.

  46. Dass Unternehmen zukünftige Entwicklungen antizipieren, ist mir auch klar. Nun erkläre mir doch mal wie der Markt auf eine plözliche Rohölknappheit reagieren sollte. Wo kommen all die notwendigen Akkus her?

    a) Sic und
    b) wo bitte soll der ganze Strom herkommen?

    Allerdings:
    Das Risiko einer plötzlichen Erdölverknappung halte ich über die nächsten 10 Jahre (jede weitere Projektion ist 100% Kaffeesatz) für denkbar gering und statt Batterien und E-Autos wäre Erdgas wohl die deutlich realistischere Alternative, da innerhalb kurzer Frist technisch realisierbar, im Wesentlichen deutlich ökonomischer und mit dem vorhandenen Fuhrpark.

    Historischer Imperativ: Lange bevor eine Ressource ausgeht, schafft der technische Fortschritt die Alternative. In diesem Theater hier gibt es das gute Beiträge zu…

  47. FK 9 Pilot 5. April 2017 16:25

    Historischer Imperativ: Lange bevor eine Ressource ausgeht, schafft der technische Fortschritt die Alternative.

    Das erinnert mich an den exzessiven Walfang zur Gewinnung von Brennstoffen -- Wale wurden beinahe ausgerottet. Durch das Aufkommen der Erdölförderung wurde der Walfang unwirtschaftlich. Das rettete nicht nur das Leben vieler großartiger Tier ohne Ideologieantrieb, sondern legte die Wurzel zu einem bislang nie dagewesenen Wohlstand für eine stark gewachsene Menschheit.

  48. oxybenzol 5. April 2017 15:27

    Nach der Definition von Martin wäre aber eine E-Autoquote von 8% keine Planwirtschaft, da keine wesentliche Entscheidung. Sie betrifft ja nur einen kleinen Teil des Marktes.

    Das ist bedingt korrekt. Allerdings werden planwirtschaftliche Maßnahmen eingeführt, die die Effizienz der Markmechanismen in einigen Bereichen aushebeln.

    Es geht aber hier weniger um Begriffe und Definitionen, sondern um die Funktion der Maßnahme -- egal wie man sie nennt.

    Im Jahr 2015 gabs in China 20 Mio Neuzulassungen und bei 1,4 Mrd Menschen ist da noch viel Luft nach oben.

    Ja … und? Die PKW-Hersteller bemühen sich entsprechend um Marktzugang.

    Und das 2. Problem. In Deutschland werden jährlich 4 Mio PKW neu zugelassen, bei einer Flotte von mehr als 40 Mio. Also braucht es bei aktuellen Produktionszahlen 10 Jahre um die Flotte auf Strom umzustellen.

    Nur wenn von jetzt auf gleich alle Neuzulassungen E-Autos wären. Davon sind wir zum Glück weit entfernt.

  49. @FK

    Mir ging es nicht um das Szenario Peak-Oil. An der Stelle hat der Markt mehr als genug Zeit um zu reagieren. Mir geht es um ein Problem, das wesentlich schneller eintritt, wie 1973 die Ölkriese. Eine Folge davon war, dass nun Deutschland eine strategische Ölreserve besitzt. Diese reicht zwar nur für 90 Tage, aber besser als nichts. Bei einem Ölembargo sind die 90 Tage aber nur ein Tropfen auf nem heißen Stein. Solch ein Embargo wurde gegen Südafrika verhängt. In der Folge hat dann Südafrika auf Kohleverflüssigung gesetzt. Allerdings hat Südafrika das Glück Steinkohle per Tagebau fördern zu können.

  50. Naja…man kann sich halt wirklich nicht gegen jede „Weltlage“ rückversichern. Näher, als den historischen Szenarien sind wir allerdings stets dem Blackout (noch im Januar waren wir es), bedingt durch die idiotische Zwangswirtschaft, genannt „Energiewende“. Die Folgen kann man aus höchstoffizieller Quelle hier nachlesen:
    http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/056/1705672.pdf

  51. #50

    sehr putzig, dass darin von Insellösungen mit erneuerbaren Energien gesprochen wird, dann mal mit Insellösungen mit KWK und erneuerbaren Energien.

    Die Grundidee bestünde darin, ausgewählte Elemente Kritischer Infrastrukturen, wie Krankenhäuser,
    (Einsatz-)Leitstellen, Einrichtungen der BOS oder Lebensmittellager, mit KWK- und/oder Erneuerbare-Energien-Anlagen auszustatten bzw. zu vernetzen, damit sie vom Stromausfall nicht betroffen sind.

    Krankenhäuser und Leitstellen, haben doch auch heute schon Notstromaggregate, geht ja um sichere Versorgung. .. Die Herzlungenmaschine geht gerade nicht, warten Sie bitte bis der Wind weht oder die Sonne wieder scheint.

  52. @Andi
    „Putzig“…..jup, das beschreibt den Deliquenten ziemlich exakt…..nun wieder zur Realität.

    http://www.ew-online.de/no_cache/veranstaltungen/gesamtuebersicht/detailpage/blackout-1/Events/show.html

    Inhalt

    Politische Zielvorgaben sind eine Sache – physikalische Realitäten eine andere. Die Energiewende ohne Blackout ist ein hehres Ziel – die technische Umsetzung eine Herkules-Aufgabe. Die Tagung informiert ausführlich über die Problematiken im Netz, wobei nicht vergessen werden darf, dass sich die erforderlichen Maßnahmen auf alle Spannungsebenen erstreckt.
    Wir haben gelernt, spartenübergreifend zu denken und zu handeln. Deswegen müssen in unserer komplexen Welt zwangsweise auch die Folgen eines Blackouts betrachtet werden. Und wir dürfen in der heutigen Zeit das Problem der Cyberkriminalität nicht ausklammern: Wer hier die Augen vor der Wirklichkeit verschließt, handelt verantwortungslos und grob fahrlässig. Es gilt also, rechtzeitig zu agieren, um kritische Zustände zu vermeiden.
    Dabei muss man konstatieren, dass heutzutage neben den technischen Problemen die rechtlichen nicht vernachlässigt werden dürfen – auch um eventuellen Regressansprüchen begegnen zu können.

    Termin der Tagung…..3.-4.Mai 2017 in Berlin.

    EW Medien und Kongresse ist der führende Informationsanbieter für die Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Bei uns erhalten Sie aktuelles Branchenwissen medienübergreifend aus einer Hand.

    Wem es interessiert…..kann sich die Broschüre als PDF runterladen.
    http://www.ew-online.de/fileadmin/user_upload/Programm_Blackout_web1.pdf

    Einziger Wermutstropfen ist die Teilnamegebühr von 1.490 Euro, also für mich schon mal gestrichen, unser finanziellen Möglichkeiten reichen grad mal für die üblichen Weiterbildungen der Mitarbeiter.
    Eh wurscht…..die vionierten Aktivisten wollen eh nix von der Realität wissen, die träumen weiterhin vom Wetter und wie dat unsere Stromversorgung sichern könnte.

    H.E.

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