Diesel: Die Lückenmedien im Glashaus (12)

25. Februar 2018 | Von | Kategorie: Artikel

Deutschlands politische und mediale Eliten blasen zum Krieg gegen das angeblich klima- und gesundheitsgefährdende Automobil. Da man damit nahezu das ganze Volk trifft, von den knapp 1 Mio. Beschäftigten der Branche über zahllose Mitarbeiter bei Zulieferern und Werkstätten bis zu den rund 45 Mio. Autobesitzern, greift man zur Salamitaktik. Deshalb wird zurzeit der Diesel-PKW als angeblich gesundheitsschädlicher Schmutzfink in die Ecke gestellt. Er soll die Luft in den Städten verpesten und jedes Jahr zigtausende Tote verursachen. ARD und ZDF, Landessender wie RBB und SWR und auch zahlreiche Zeitschriften wie der „Spiegel“ verhalten sich wie Staatsmedien und nehmen kritische Stimmen mit sogenannten „Faktenfindern“ aufs Korn [FAKT]. Doch wie gut halten diese „Faktenfinder“ einem gründlichen Faktencheck stand?

 

 

Bild 1. Weg mit den Autos – nach Ansicht des Spiegel-Redakteurs Christian Stöcker [STOE] müssen wir uns die Welt „von den Autos zurückholen“ (Foto: Autor)

 

In den bisherigen Teilen dieses Aufsatzes wurde nachgewiesen, dass die NO2-Belastung der Luft in ganz Deutschland und auch an den sogenannten „Hotspots“ in den Städten auf im Prinzip unbedeutende Werte zurückgegangen ist. Wichtiger Grund hierfür ist die stetige Ablösung älterer durch jüngere Fahrzeuge mit besseren Abgasbehandlungssystemen. Dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Auch wurde aufgedeckt, wie fragwürdig die Messmethoden sind und welche Tricks und Manipulationen zum Einsatz kommen. Im dritten Teil wurden die teils grotesk übertriebenen Behauptungen über die gesundheitlichen Auswirkungen von Stickstoffdioxid sowie die offensichtliche Parteilichkeit sowohl der öffentlich-rechtlichen Medien als auch industriefeindlicher Behörden behandelt. Im vierten Teil wurde festgestellt, dass das Auto auch in der Stadt der Zukunft unverzichtbar bleibt und Elektromobilität zurzeit nicht realisierbar ist. Außerdem wurden Widersprüche in den Aussagen des Umweltbundesamtes beleuchtet und anrüchige Querverbindungen zwischen der Deutschen Umwelthilfe sowie Ministerien und Behörden thematisiert. Im fünften Teil wurde gezeigt, dass an der angeblichen Gesundheitsgefährdung selbst durch geringste NO2-Konzentrationen nichts dran ist und die Horror-Stories über zigtausende Tote durch Dieselabgase nicht wissenschaftlich fundiert sind. Zahlreiche Studien basieren sogar auf gefälschten Zahlenwerten. Im sechsten Teil wurden grobe Mängel bei den Studien der US-Umweltschutzbehörde EPA und der WHO dargelegt, mit denen behauptete Gesundheitsgefahren von Stickoxiden „belegt“ werden sollen. Im siebten Teil wird anhand von umfassenden Abgasuntersuchungen in bayrischen Großstädten nachgewiesen, dass selbst an den „Brennpunkten“ des Abgasgeschehens keinerlei Gründe für Fahrverbote für Diesel-PKW vorliegen. Anschließend wurde im achten Teil nachgewiesen, dass die Grenzwertüberschreitungen der Luft punktuell extrem beschränkt sind und der Anteil der betroffenen Bewohner selbst an den Brennpunkten im Zehntel-Promille-Bereich liegt. Der neunte Teil zeigte, wie gering die Beaufschlagung der Anwohner einer Straße mit über dem Grenzwert liegenden NO2-Konzentrationen in Wirklichkeit ist. Im zehnten Teil wurde gezeigt, dass die NO2-Beaufschlagung im eigenen Wohnbereich teilweise sehr viel höher liegt als selbst an den am stärksten befrachteten Brennpunkten des Autoverkehrs. Im elften Teil werfen wir einen kritischen Blick auf die Glaubwürdigkeit einiger Epidemiologinnen, die sich in Deutschland als Anti-Diesel-Aktivistinnen hervortun. Der vorliegende zwölfte Teil beschäftigt sich mit dem Vergleich der Standpunkte in Deutschland im Vergleich zu den USA, dem „gelobten Land“ der Anti-Diesel-Frondeure und geht der Frage nach, wie es die Behörden dort mit dem Schutz des Volkes vor den vorgeblich so gefährlichen NO2-Belastungen aus Dieselabgasen halten.

 

Der „#NO2-Aufschrei“ von drei deutschen Epidemiologinnen…

Wie bereits in der letzten Folge ausgeführt, befand der Diesel-Untersuchungsausschuss des Bundestages: „Es gibt keine wissenschaftlich erwiesenen Zahlen dazu, wie viele Menschen aufgrund grenzwertüberschreitender NO2-Expositionen erkrankt oder gar gestorben sind“. Dies veranlasste drei deutsche Epidemiologinnen zu einer geharnischten Gegenstellungnahme [KURZ], die sie nicht nur über wissenschaftliche Kanäle, sondern vor allem auch über die Medien breit an die Öffentlichkeit trugen [EPIDE, RBBHO]. Dabei bedienten sie sich der gleichen Methoden und Kanäle wie beispielsweise auch DUH, Greenpeace & Co. Bei den drei Damen handelte es sich um:

  • Prof. Barbara Hoffmann, Universität Düsseldorf
  • Dr. Alexandra Schneider vom Helmholtz Zentrum München – Institut für Epidemiologie II
  • Prof. Claudia Hornberg, Universität Bielefeld

In ihrer Stellungnahme nahmen sie für sich in Anspruch, im Namen der gesamten Wissenschaft zu sprechen: „Unsere Ausführungen basieren dabei nicht auf Einzelmeinungen sondern auf der Gesamtheit der aktuellen wissenschaftlichen Literatur“. Eine der Hauptquellen, auf die dabei Bezug genommen wurde, ist das 1.148 Seiten dicke Kompendium „Integrated Science Assessment for Oxides of Nitrogen – Health Criteria“ der U.S. amerikanischen Umweltbehörde (U.S. EPA) aus dem Jahr 2016 [EPA]. Für diese „Bibel“ der Gesundheitsbewertung des NO2 wurden rund 1.700 Forschungsarbeiten ausgewertet. Die drei genannten Forscherinnen ziehen aus dieser sowie weiteren Dokumentationen folgende Schlüsse:

  • „Der Zusammenhang zwischen kurzfristiger Exposition mit Stickstoffdioxid und erhöhter Sterblichkeit, Krankenhauseinweisungen sowie einem erhöhten Risiko für die Atemwegsgesundheit ist wissenschaftlich belegt“.
  • „Epidemiologische Befunde belegen negative gesundheitliche Wirkungen von Stickstoffdioxid bereits bei Konzentrationen von 20 µg/m3 im Jahresmittel oder darunter“.
  • „Stickoxide haben auch als Vorläufer von Feinstaub und Ozon gesundheitliche Relevanz“.

Microsoft Word - StatementDrex1

Bild 2. Prof Dr. med. Hans Drexler, stellvertretender Vorsitzender der MAK-Kommission und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin [DREX]

 

…erregt in den USA nicht einmal milde Heiterkeit

Die USA und ihr Umweltministerium EPA gelten in Kreisen der angeblichen „Umweltschützer“ hier in Europa seit langem als tonangebend. Schließlich sind die USA und insbesondere Kalifornien seit Jahrzehnten die weltweiten Taktgeber im Kampf für saubere Luft und gegen Umweltverschmutzung sowie Klimaerwärmung. Von dort wurde ja auch der sogenannte Dieselskandal angestoßen, mit dessen Hilfe die US-Autoindustrie alle Register zieht, um sich der lästigen deutschen Konkurrenz zu entledigen. Das EPA, das mit der WHO in engem fachlichem Austausch steht, hat natürlich auch eigene Vorgaben und Regeln für die Begrenzung von NO2 bzw. NOx aufgestellt. Diese sind jedoch Welten von dem entfernt, was Europa seinen Bürgern und seiner Autoindustrie anzutun bereit ist. Stichworte wie „Fahrverbot“ oder „Umweltplakette“ finden sich in den entsprechenden Dokumenten nicht. Die in den USA geltenden nationalen Vorgaben sind sehr weit oberhalb dessen angesiedelt, was die EU-Länder vorschreiben [NO2EPA]. So weit, dass es schon seit mehreren Jahren in ganz Deutschland keine Messstelle gibt, die auch nur über der niedrigsten Stufe der US-Vorgaben läge. Die Liste der Maßnahmen bei Überschreitungen beschränkt sich lediglich auf Empfehlungen für das Verhalten der Anwohner – und das selbst bei NO2-Pegeln, bei denen man in Deutschland schon ganze Regionen stillsetzen müsste, Bild 3.

Microsoft Word - VergleichDeutschlandUSAquer

Bild 3. Vergleich der Einstufungen und der zu ergreifenden Maßnahmen für NO2-Immissionswerte in Deutschland und in den USA (Grafik: Autor)

 

Wer hoch klettert…

In diesem Zusammenhang ist es von Interesse, auf die zeitliche Abfolge der Ereignisse hinzuweisen. Der Bericht des Bundestagsuntersuchungsausschusses stammt vom 22. 6. 2017. Die Gegenerklärung der drei Forscherinnen erschien nach nur wenigen Tagen am 30. 06. 17. Nochmals nur wenige Tage später – 4.7. 2017 – begann sich mit einem Artikel im „Gesundheitsstadt Berlin – das Hauptstadtnetzwerk“ [EPIDE] die Pressekampagne abzuzeichnen, die ihren vorläufigen Höhepunkt mit den Auslassungen von Prof. Hoffmann bei einer massiven Kampagne des RBB gegen den Diesel [RBBHO] erreichte. Auch der gegenwärtige Medienfeldzug im Zusammenhang mit den angeblich sogar noch bis weit unter die aktuellen Grenzwerte hinabreichenden Gefährlichkeit des NO2 [JENA, SWR2] trägt die Handschrift des Umfeldes der drei Epidemiologinnen.

Ganz anders als dieser Schnellschuss sieht dagegen das Timing bei der EPA aus. Zufällig ging man dort mit der Neubewertung der NO2-Risiken nach der Erstellung des entsprechenden Kompendiums fast zeitgleich, nämlich am 14. 7. 2017 an die Öffentlichkeit. Anders als hierzulande, wo gegen die umfassende Arbeit des Untersuchungsausschusses schon nach wenigen Tagen losgepoltert wurde, hatte sich das dort für die gesundheitliche Beurteilung von NO2 zuständige Gremium jedoch anderthalb Jahre Zeit genommen, um die Anfang 2016 veröffentlichte Studie gründlich zu studieren und zu bewerten. Immerhin ist diese Dokumentation, auf die sich auch die europäischen Feinde des Autos gerne beziehen, die derzeit neueste und vollständigste ihrer Art. Doch nach umfassender Bewertung der hierin enthaltenen Zusammenstellung der quasi-Gesamtheit der wissenschaftlichen Erkenntnisse kam das Gremium der EPA – in krassem Widerspruch zu den Schlussfolgerungen der drei deutschen Epidemiologinnen, die sich zu erheblichen Teilen ja auf die gleiche Arbeit berufen – zu einer völlig anderen Bewertung, Bild 4.

Microsoft Word - StatementEPA

Bild 4. Unter Berücksichtigung des neuesten Standes der Wissenschaft hat das US-EPA beschlossen, den bisherigen Jahresgrenzwert von ca. 100 µg/m3 unverändert beizubehalten

 

Sinngemäß übersetzt lautet die Aussage der EPA-Fachleute wie folgt: „Am 14. Juli 2017 hat die EPA, gestützt auf eine Überprüfung der Gesamtheit der wissenschaftlichen Erkenntnisse, vorgeschlagen, die derzeit geltenden nationalen Luftqualitätsvorschriften für NO2 in der Luft im Freien (NAAQS) beizubehalten. Das EPA vertritt den Standpunkt, dass diese Qualitätsvorschriften nicht geändert zu werden brauchen, da sie einen angemessenen Schutz der öffentlichen Gesundheit gewährleisten, mit einer ausreichenden Sicherheitsmarge auch für ältere Personen, Kinder und Menschen mit Asthma. (Im englischen Original: “On July 14, 2017, based on a review of the full body of scientific evidence, EPA proposed to retain the current national ambient air quality standards (NAAQS) for oxides of nitrogen (NOx). EPA proposes that the current NAAQS don’t need to be changed because they provide the appropriate public health protection, with an adequate margin of safety, including for older adults, children and people with asthma”).

 

…kann umso tiefer fallen

Wie lautete nochmals der Anspruch der drei obengenannten Wissenschaftlerinnen: „Unsere Ausführungen basieren dabei nicht auf Einzelmeinungen sondern auf der Gesamtheit der aktuellen wissenschaftlichen Literatur“. Sie behaupten sogar, dass „negative gesundheitliche Wirkungen von Stickstoffdioxid bereits bei Konzentrationen von 20 µg/m3 im Jahresmittel oder darunter“ belegt seien. In dem bereits erwähnten Artikel zu den Ergebnissen des Bundestags-Untersuchungsausschusses [EPIDE] finden sich harte Worte wie „Wissenschaftler halten das für absurd“. Ein stolzer Anspruch.

Nur deckt sich ihre Meinung absolut nicht mit den Positionen des EPA, dessen wissenschaftliche Kompetenz nicht zuletzt durch die Herausgabe des bereits erwähnten Kompendiums völlig außer Frage steht. Dass man dort zu völlig anderen Schlüssen kommt als die drei deutschen Forscherinnen, zeigt lediglich, auf welch dünnes Eis sich diese durch ihren Anspruch, „die Wissenschaft“ zu vertreten, begeben haben.

Immerhin hält man beim EPA NO2-Gehalte, die um 250 %(!) über dem europäischen Grenzwert liegen, noch für „Gut“ und erwartet selbst bei moderat darüber hinausgehenden Werten keine die Gesundheit oder gar das Leben beeinträchtigenden Gefahren.

Im Rahmen dieser Gegenüberstellung sei noch eine weitere Fachmeinung angeführt, und zwar die des Umweltmediziners Prof. Dr. med. Hans Drexler, Direktor des Instituts und der Poliklinik der Universität Erlangen-Nürnberg, stellvertretender Vorsitzender der MAK-Kommission und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin, Bild 5.

Microsoft Word - StatementDrex3

Bild 5. Prof Dr. med. Hans Drexler, stellvertretender Vorsitzender der MAK-Kommission und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin [DREX]

 

In einem Interview über Effekte des NO2 auf den Menschen sagte er im Zusammenhang mit dem häufig verwendeten Schlagwort vom „messbaren Effekt“ von NO2 auf Menschen:

„Ein messbarer Effekt beim Treppensteigen ist ein Anstieg von Puls- und Atemfrequenz. Das macht den Menschen aber nicht krank. Ein Grenzwert soll verhindern, dass messbare Effekte Menschen krank machen. Auch bei 100 µg/m3 NO2 sehen wir noch keinen Effekt, der krank machen kann“ [DREX].

Die Frage, wer hier tatsächlich „die Wissenschaft“ repräsentiert, dürfte sich nach diesen Gegenüberstellungen erübrigen.

 

Fakten und „Faktenfinder“

Die hier dargelegten Probleme wurden bisher von den Medien ignoriert. Stattdessen hat man sich dort einen regelrechten Wettbewerb in der Frage geliefert, wer am tollsten auf den Dieselmotor und die Individualmobilität eindreschen konnte, wie sich ja auch kürzlich bei der perfiden Diffamierungskampagne gegen Wissenschaftler der medizinischen Fakultät an der RWTH Aachen gezeigt hat.

Bisher hat man sich dort alles andere als kritisch-investigativ mit dem Thema NO2-Belastung des Bürgers beschäftigt. Stattdessen übernimmt man einfach die Positionen von Ministerin Hendricks und dem UBA, als seien deren Ansichten der Weisheit letzter Schluss. Eine eigenständige kritische Wertung von Daten und Hintergründen ist nicht einmal in Ansätzen erkennbar. Dies bestätigt die bereits bisher gemachte Erfahrung, dass die Mehrzahl der Medien – allen voran die Fernsehanstalten ARD, ZDF und ihre Landesdependancen – beim sogenannten „Diesel-Skandal“ einseitig, parteiisch und irreführend berichtet. Statt um Ausgewogenheit und Sorgfalt bemüht man sich offenkundig eher darum, das Thema so darzustellen, wie bestimmte Bundesbehörden sowie die etablierten Parteien es gerne haben möchten. Abweichende Meinungen von Fachleuten, Medien, Journalisten oder Bloggern werden ignoriert. So leistet man dem ideologischen Ziel der Deindustrialisierung Deutschlands durch „Dekarbonisierung der Volkswirtschaft“ Vorschub. Der Diesel ist dabei nur das erste Opfer. Die Vernichtung der deutschen Automobilindustrie wird anschließend auch beim Benziner weitergehen, und zwar alternativlos. Die jetzt wohl unausweichliche „GroKo“ ist für Deutschland ein sehr schlechtes Omen.

Fred F. Mueller

 

Demnächst folgt Teil 13

 

Quellen

[DREX] https://www.merkur.de/wirtschaft/umweltmediziner-fahrverbote-medizinisch-nicht-begruendbar-9612595.html

[EPA] https://www.epa.gov/isa/integrated-science-assessment-isa-nitrogen-dioxide-health-criteria

[EPIDE] https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/wissenschaftler-widersprechen-berliner-diesel-untersuchungsausschuss-11501/

[JENA] http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/stickoxide-rascher-anstieg-scheint-herzinfarkt-risiko-zu-erhoehen-a-1194249.html

[KURZ] https://www.uni-duesseldorf.de/home/fileadmin/redaktion/Oeffentliche_Medien/Presse/Pressemeldungen/Dokumente/Kurzstellungnahme_Experten_Umweltepidemiologie.pdf

[NO2EPA] https://cfpub.epa.gov/airnow/index.cfm?action=pubs.aqiguidenox

[RBBHO] https://www.rbb24.de/politik/thema/2017/abgasalarm/beitraege/interview-umweltmedizinerin-barbara-hoffmann.html

[STOE] http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/kostenloser-nahverkehr-holen-wir-uns-die-welt-zurueck-a-1193916.html

[SWR2] https://www.swr.de/report/presse/unveroeffentlichte-studie-des-umweltbundesamtes-auch-niedrige-stickstoffdioxid-werte-verursachen-bis-zu-8000-vorzeitige-todesfaelle-pro-jahr-in-deutschland/-/id=1197424/did=21207488/nid=1197424/1ak3uh3/index.html

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

60 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Mein Vater wollte seine geliebten Pferde für unseren Bauernhof erhalten. Wir waren der letzte Hof ohne Traktor. Könnte man in die Zeit zurück, wäre der Bergbauernhof im Allgäu mit heutigem Denken wohl ein grüner Wallfahrtsort.In der Familie wurde heftig diskutiert. Wir Kinder hielten unserem Vater im Spaß vor:“Du bist ja aus dem vorigen Jahrhundert“. (Jahrgang 1897) Aber es kamen noch einige Traktoren, der Fortschritt ließ sich nicht aufhalten. Weg von Motoren wird als neue Zukunft verkündet. Die Ökologisten sollten das dem Reisbauer, der mit Büffeln pflügt, oder einem Afrikaner mit Grabstab als Realität auch in alle Zukunft vermitteln. Ohne Not regen wir in Brüssel immer niedriogere Grenzwerte für alles mögliche an und treten uns dann genußvoll das eigene Standbein mit diesen Grenzwerten weg. Dumm, dümmer, deutsch.

  2. Interessant ist auch ein Bericht der WHO, der zu der Schädlichkeit von NO2 Stellung nimmt. Im Bericht werden auch Studien mit lebenden (!) Menschen zitiert, sogar mit Menschen die an Atemproblemen leiden.
    WHO Regional Office for Europe, Copenhagen, Denmark, 2000

    On a global scale, emissions of nitrogen oxides from natural sources far outweigh those generated by human activities. Natural sources include intrusion of stratospheric nitrogen oxides, bacterial and volcanic action, and lightning. Because natural emissions are distributed over the entire surface of the earth, however, the resulting background atmospheric concentrations are very small. The major source of anthropogenic emissions of nitrogen oxides into the atmosphere is the combustion of fossil fuels in stationary sources (heating, power generation) and in motor vehicles (internal combustion engines).

    Although there are exceptions, the vast majority of lung biochemical studies show effects only after acute or subchronic exposure to levels of nitrogen dioxide exceeding 3160 µg/m3 (2 ppm

    In summary, acute exposures (hours) to low levels of nitrogen dioxide have rarely been observed to cause effects in animals. Subchronic and chronic exposures (weeks to months) to such levels, however, cause a variety of effects, including alterations to lung metabolism, structure and function, and increased susceptibility to pulmonary infections. Emphysema of the human type, with destruction of alveolar walls, has been reported only at very high levels relative to ambient.

    Besonders interessant ist dieser Abschnitt:

    Pulmonary function and symptoms
    Generally, concentrations in excess of 1880 µg/m3 (1 ppm) are necessary during acute controlled exposures to induce changes in pulmonary function in healthy adults (1, 4, 5, 21). Because these concentrations almost never occur in ambient air, concern about the effects of nitrogen dioxide has been focused on people with pre-existing lung disease. There have been numerous studies of people with asthma, chronic obstructive pulmonary disease, or chronic bronchitis showing that exposure to low levels of nitrogen dioxide can cause small decrements in forced vital capacity and forced expiratory volume in 1 second (FEV1) or increases in airway resistance. Pulmonary function responses have been shown in three studies of asthmatics exposed to 560 µg/m3 (0.30 ppm) while performing mild to moderate exercise. As shown in Table 1, however, these results are not always consistent with other studies of asthmatics exposed to the same or higher nitrogen dioxide concentrations.

    Quelle: http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0017/123083/AQG2ndEd_7_1nitrogendioxide.pdf

  3. Im zdf sagt gerade eine Prof.Barbara Hofmann, daß NO2 ein Reizgas ist, das kleine punktuelle Entzündungen in der Lunge erzeugt.
    Ein sg. MATHEMATIKER SAGTE davor, daß in DummDeutschland letztes Jahr lt. Seinem Modell 40000 Menschen vorzeitig starben.
    Die Kommunisten der EU sagten es wären 66000 nach ihren Modellen.(sie bekammen sicherlich mehr Geld für ihre PIK Mathematik 😉 )

    Ein dicker Dr. Aus Zürich sagte gerade , das E Auto kommt , der Tipping Peunt ist 2018 überschritten 😉

    Die Propagandamaschine läuft dank übergeschnappter verblödeter Journaille 😉

    Wahrscheinlich wurde die AgitPropEinheiten von der Klima an die NOX Front geworfen .

  4. …als die Tier- und klinischen Studien neulich auftauchten wurden sie medial und politisch als „unethisch“ zerissen. Warum wohl? Weil sie den Narrativ störten.

    Der technische Fortschritt / die Industrialisierung erhöhte die Lebenserwartung innerhalb von 150 Jahren von ca. 35 Jahren auf das ca. Doppelte, trotz aller pöhsen Abgase. Wie viele Vorzeitige Strebefälle wird es eigentlich geben, wenn wir diesen zurückdrehen?

  5. und noch eine nicht unwesentliche soziale Perspektive nach dem Leipziger Urteil:
    „Sollten die Kommunen tatsächlich Fahrverbote in einzelnen Städten und Innenstädten einführen, ist das eine Katastrophe für die Menschen, die dringend eine Wohnung suchen. Denn sämtliche Baustellen werden dann zum Erliegen kommen und die dringend benötigten Wohnungen nicht zu Ende gebaut werden können, da sämtliche Baumaschinen, Baugeräte und Transporter mit Diesel betrieben werden.“
    Zentralverband Deutsches Baugewerbe

  6. @Pirmasenser

    Vollkommen richtig. Und das Beste ist, dass die Dieselmotoren der Baumaschinenhersteller den PKW und LKW Motoren in Sachen Abgastechnik um einige Jahre hinterherhinken.

    Ich war letztes Jahr auf einem Motorenkongress, auf dem Volvo Penta die elektrische Zukunft der Baumaschinen aufgezeigt hat. Der Vortrag begann mit einer Belehrung über die fürchterlichen Folgen der Klimaerwärmung und endete mit nicht endenden Vorteilen der elektrischen Maschinen der Zukunft. Vieles davon will ich gar nicht abstreiten. Aber die Frage eines Teilnehmers, warum diese Wunderdinger bei all den Vorzügen und Null Nachteilen nicht schon da sind, konnte der Volvo Mann nicht konkret beantworten.

    Apropos sozial. Was machen Geringverdiener, die auf ein günstiges Auto angewiesen sind, jetzt ihren Euro 4 Diesel unter Preis verkaufen und ein teures Neues anschaffen müssen? Zumutbar, nur weil die EU ungefragt in 2010 unsinnige Grenzwerte verordnet hat?

    Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Hier dürften noch zahlreiche Klagen, Ausnahmen und Lücken folgen.

  7. @FK 9 Pilot #4

    Ja, solche rationalen Argumente sind aus der Mode.
    Die böse Industrie (die arbeitenden Menschen) und der böse Kapitalismus (Marktwirtschaft) sorgen dafür, dass der Wohlstand steigt, die Lebenserwartung steigt und die Armut auf der Welt abnimmt. In den Augen der Linken ist das das Verbrechen. Denn es hat sich gezeigt, dass ihr Prophet Marx daneben lag und alle linken Versuche die Welt zu verbessern scheiterten. Auch vom schwedischen Wohlfahrtsstaat sind nur noch Scherben übrig.
    Auf die böse Industrie und die Technik zu schimpfen ist ein altes 68er Muster. Der Mythos der bösen Industrie und des bösen Kapitalismus wird aufrechterhalten
    Was viele der NGOs die jetzt gegen den Diesel kämpfen verdrängen, dass in einer Gesellschaft in der die Menschen in der Industrie keinen Wohlstand erarbeiten es keine Anwälte oder NGOs gibt, weil man sie sich nicht leisten kann. NGOs konkurrieren also um den Wohlstand mit der arbeitenden Bevölkerung. Deshalb brauchen sie den Mythos von der bösen Industrie, damit diejenigen die in der Industrie arbeiten ein schlechtes Gewissen bekommen und den Klingelbeutel füllen.
    Im Grunde sind das Abmahngesellschaften geworden die Geld eintreiben ohne eine Leistung zu erbringen für die Gesellschaft.

  8. @Lumpi #6

    Im Grunde hat ja das Gericht das Problem den Städten zurück delegiert.

  9. Die Absurdität, mit der vor allem die Panikmacher in den Medien große Verbreitung findet, die sich entgegen der Behauptungen eben nicht wirklich auf die Wissenschaft berufen können, sondern nur Pseudowissenschaft vortragen, ist deprimierend. Die Meinungsmache gleicht eher einer Gehirnwäsche. Das höre ich auch ständig in sogenannten ‚Faktenfindern‘ und Behauptungen, dass die Luft in den Städten schlecht sei wäre unbestritten.
    Die Gesellschaft gerät aus den Fugen, man man den Bezug zur seriöser Wirklichkeitserkenntnis einer überdrehten Ideologie opfert. Wohin soll das nur führen?

  10. Im Grunde sind das Abmahngesellschaften geworden die Geld eintreiben ohne eine Leistung zu erbringen für die Gesellschaft

    …welches einer Bande von Wegelagerern somit am nächsten kommt. Die „Parasitäre Klasse“ nach Marx bekommt hier eine weitere Dimension. Einer der Hauptsponsoren der DUH ist übrigens Toyota…

    Die Gesellschaft gerät aus den Fugen, man den Bezug zur seriöser Wirklichkeitserkenntnis einer überdrehten Ideologie opfert. Wohin soll das nur führen?

    Nach historischer Erfahrung immer in Diktatur und Massenabschlachten.

  11. @ Heß #7

    … dass in einer Gesellschaft in der die Menschen in der Industrie keinen Wohlstand erarbeiten es keine Anwälte oder NGOs gibt, weil man sie sich nicht leisten kann.

    So ist es. Dazu braucht es aber keine Fiktion einer Zukunft im Konjunktiv. Ein Blick zurück reicht. All diese NGOs finanzieren sich durch Spenden und Zuschüssen von Regierungen. Der Abmahnverein DUH ist eher eine Ausnahme. Der größte Anteil der Spenden sind sogenannte Projektzuschüsse von Stiftungen. Die aktivste dabei ist z. B. die Hewlett Foundation, die kürzlich angekündigt hat, weitere 600 Mio. Dollar in die Klimasause durch die NGOs zu stecken. Zusammen mit der Packard Foundation befördert die HF die Themen Umwelt, Geburtenkontrolle und soziale Gerechtigkeit. Beide verwalten die Mittel, (mehr als 10 Milliarden Dollar), die aus dem Vermögen der Hewlett Packard Gründer stammen. Die Fördermittel erwirtschaften sie durchaus kapitalistisch an der Börse. Die Gates und Oak Foundations sowie die deutsche Mercator Stiftung sind ebenso stark im Fördern grüner NGOs engagiert.

    Fast jede grüne NGO lässt sich meist über den Umweg der ECF zur HF zurückverfolgen. D. H. die NGOS leben schon heute bewusst von industrieller Kohle und dem Kapitalismus. Auf Einsicht, dass man mit dem Kampf gegen den Kapitalismus am eigenen Ast sägt, ist deshalb nicht zu hoffen. Es sind schlicht Verblendung und in vielen Fällen grenzenlose Dummheit, die eine Einsicht verhindern. Besserung ist nicht in Sicht. Ich erwarte eher eine Verschlimmerung bis zur Katastrophe. Denn das tragende Narrativ ist das der Konservation. Die Marxisten benützen es nur als Trittbrett. Aber erst wenn das Trittbrett bricht, fallen auch die Marxisten auf die Schnauze.

  12. Denn das tragende Narrativ ist das der Konservation. Die Marxisten benützen es nur als Trittbrett. Aber erst wenn das Trittbrett bricht, fallen auch die Marxisten auf die Schnauze.

    Es ist eher das „globale Finanzkapital“, welches eine Art Marxismus als Werkzeug und Narrativ zur Verarmung breiter Bevölkerungsschichten nutzt, erfahrungsgemäß eignet sich dieser sehr gut zur Verarmung. Deren Reichtum vermehrt sich dadurch nicht unbedingt, aber der Abstand nach unten, welches den Widerspruch erklärt:

    Auf Einsicht, dass man mit dem Kampf gegen den Kapitalismus am eigenen Ast sägt, ist deshalb nicht zu hoffen.

    Dieser ist nicht ideologisch, sondern krankhaftes Anspruchsdenken.

    „Reichtum“ ist bekanntlich relativ. Die politische Hilfskaste unterstützt hier gerne: Wo kommen wir denn hin, wenn jeder dahergelaufene Leistungsträger den gleichen A8 fährt, wie der „Zivilversager“ / Parteikarrierist oder Studienabbrecher auf Ministerebene. Flugs die Steuern erhöht oder Technologieverbote her. Der Abstand zum Pöbel muss gewahrt bleiben.
    Seit dem Mittelalter haben sich parasitäre Klassen da nicht geändert, die rechtfertigten schon immer ihren Anspruch auf Abstand und Führung mit einer Art „Gottesgnadentum“, also einen absoluten, somit auch leistungsunabhängen Anspruch. Beim vorletzten grottenschlechten Kanzler war es auch mal die „Vorsehung“…
    Der Evolutionsdruck in Richtung globalen Leaderships selektier leider, je höher man steigt, in Richtung Psychopath, bzw. einer antisozialen Persönlichkeitsstörung. Die Akteure werden auch nicht zu Psychopathen, sie sind es von Anfang an und d e s h a l b werden sie zu globalen „Führern“ mit den genannten Defiziten.

    Wir Wissenschaftler und wissenschaftlich Interessierten suchen immer nach rationalen Gründen für die Fehlleistungen der „Eliten“ und glauben sie mit Daten und Erkenntnissen überzeugen zu können.

    Falsch, deren Ratio ist eine ganz andere und das, welches wir als Fehlleistungen glauben zu erkennen ist ein Erfolg in derer neuronaler Umgebung.

    Kleines Gedankenspiel:
    Wer glaubt, dass es gestern genug Menschen gab, die das Verbot einer Technologie, welche z.B. täglich Tausende Kranke transportiert und auch ein Teil der allgemeinen Handlungsfreiheit garantiert- als Erfolg feierten?

    Wir alle? Q.e.d.

  13. @FK9 Pilot #12

    Wir Wissenschaftler und wissenschaftlich Interessierten suchen immer nach rationalen Gründen für die Fehlleistungen der „Eliten“ und glauben sie mit Daten und Erkenntnissen überzeugen zu können.
    Falsch, deren Ratio ist eine ganz andere und das, welches wir als Fehlleistungen glauben zu erkennen ist ein Erfolg in derer neuronaler Umgebung.

    Da bin ich ganz bei Ihnen. Merkel, Junkers oder Schulz sind nicht durch Fakten zu überzeugen. Daher rührt ja auch deren Abneigung gegen die AfD. Die AfD spielt deren Spiel nicht mit.
    Auch die Ausgrenzung von Klimaleugner durch angebliche Wissenschaftler wie Schellnhuber. Dass er Klimaleugner ausgrenzt zeigt, dass er als Wissenschaftler eben bestenfalls nur Mittelmaß ist.

  14. @ FK 9 Pilot & Heß

    Es ist eher das „globale Finanzkapital“, welches eine Art Marxismus als Werkzeug und Narrativ zur Verarmung breiter Bevölkerungsschichten nutzt, erfahrungsgemäß eignet sich dieser sehr gut zur Verarmung.

    Ehrlich gesagt halte ich das für eine Verschwörungstheorie der Marxisten. Indem man so etwas wiederholt, geht man ihnen schon zum Teil auf den Leim. Es gab und gibt immer Schwerreiche und Spekulanten, die alles verlieren und alles gewinnen können. Dass sie das auch gelegentlich mit Tricks und Betrug tun, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass von dem System über Kredite oder Rente Milliarden von Menschen leben. Die paar schwarzen Schafe sind kein Anlass einen Teil der Gesellschaft aus Neid zu verunglimpfen. Ich beneide keinen Schwerreichen und möchte auch mit keinem tauschen. Ich verabscheue aber das Schleifen der Eigentumsmauern sowie Pauschalurteile und auf Aberglauben basierende Verbote. Das sind die Grundpfeiler von Hexenjagden.

    Tatsächlich ist es so, dass die Spanne zwischen Arm und Reich immer dort weiter aufgeht, wo es an Innovation und Produktivität fehlt. Beides fehlt dort am meisten, wo eine wie auch immer geartete Ideologie zuviele Verbote ausspricht. Gepaart mit einer ebenso oft ideologisch bedingten Risikoaversion erhält man das Rezept für Innovationsflucht und in der weiteren Folge Produktivitätsschwund. Beides trifft die Ärmeren zwangsläufig stärker (oder früher) als die Mittelschicht, denn einfache Tätigkeiten müssen sich aufgrund der mit der mit fallender Komplexität steigenden Anzahl an Könnern einem härteren Wettbewerb aussetzen und leiden dehalb stärker an der Lohnabwärtsspirale. Diese könnte nur durch neue Innovationen mit höheren Margen und höherem Lohnpotenzial aufgefangen werden. Entfällt die Innovationskomponente, kann man sich noch eine Zeit lang mit Produktivitätsgewinnen über Wasser halten. Versiegt auch diese Quelle, ist ganz schnell Feierabend. Das ist der Strudel, in dem wir uns befinden und der durch den aktuellen Erfolg der deutschen Wirtschaft verschleiert wird. Alexander Horn hat dazu auf Novo einen sehr treffenden Artikel verfasst. Wichtig ist hier die Kette,

    Wir Wissenschaftler und wissenschaftlich Interessierten suchen immer nach rationalen Gründen für die Fehlleistungen der „Eliten“ und glauben sie mit Daten und Erkenntnissen überzeugen zu können.

    Merkel, Junkers oder Schulz sind nicht durch Fakten zu überzeugen. Daher rührt ja auch deren Abneigung gegen die AfD. Die AfD spielt deren Spiel nicht mit.

    Ich habe so meine liebe Not mit dem Begriff der Eliten. Wer soll dass sein? Jeder, der nicht etwas Anständiges arbeitet und zuviel dafür verdient? Meiner Meinung nach gibt es Eliten nicht, bzw. es ist ein temporär gültiger Begriff nach dem Motto, wir haben das zwar irgendwann so gewollt und auch davon profitiert, aber jetzt, wo der Wind dreht, wird uns euer Treiben zu bunt. Das träfe z.B. auf die EU Politiker und die Banker zu. Jeder wollte vor 20 Jahren die EU und jeder wollte bis vor 10 Jahren mit seinen Investments richtig Geld verdienen. Nur heute gibt man einer vage definierten Gruppe von Menschen, die vielleicht mehr Vorzüge als man selbst genießt, die Schuld an allem, was so schief läuft.

    Nicht nur die Wissenschaftler tun es, jeder rational denkende Mensch sucht nach rationalen Gründen für ein Ergebnis. Und er wird sich ein ums andere Mal in den Allerwertesten beißen, dass seine Ratio nicht ums Verrecken Einzug in die Hehirne der Kritisierten hält. Wieso ist das so? Ganz einfach, diese Leute sind nur die Konsequenz unseres Denkens und Handelns und zwar unser aller. Die Masse denkt aber nicht rational sondern emotional, selbst wir, die wir uns als rationale Menschen einordnen tun es, wenn auch seltener, immer wieder. Erzeuge ein Bild, das die Emotion anspricht, und die Vernunft ist dahin. Es machte auch keinen großen Unterschied, wenn statt einer Merkel ein Meier im Kanzleramt säße. Er würde ob der Stimmung und Schwingung im Volk dasselbe machen. Wenn nicht, wäre er in Null Komma Nichts weg vom Fenster, abgesägt von einem, der Volkes Gefühlslage entspricht. Wie anders wäre auch ein so lang anhaltender Erfolg Merkels denkbar gewesen? Sie hat, rational betrachtet, fast alle großen Entscheidungen vergeigt. Trotzdem hat sie lagerübergeifend die breiteste Zustimmung ergattert. Nur, weil sie verstanden hat, wie Mensch und Zeitgeist ticken. Nicht einmal eine politische Linie brauchte sie dazu. Sie konnte machen, was sie wollte, es musste nur den Nerv der Menschen treffen.

    Die Frage lautet also: Was definiert den Zeitgeist oder den Nerv, was lässt Menschen mal so und mal anders ticken? Es sind unsere Emotionen und Bedürfnisse. Beide werden durch unser Umfeld bestimmt. Ein einfaches Beispiel. Die wesentlichen Erkenntnisse zum Treibhauseffekt waren bereits 1935 oder 1965 da. Warum hat die heutige Massenhysterie um den Klimawandel die Menschen nicht schon damals ergriffen? Ganz einfach, sie hatten andere Probleme und andere Bedürfnisse. Man hätte sie angesichts von Krieg, Hungersnot und Totalitarismus bzw. in Erwartung von Frieden, Freiheit und Lust emotional nicht mit dem Thema abholen können.

    Unsere vom jeweiligen Umfeld abhängigen Wünsche und Bedürfnisse bestimmen also, was wir emotional befürworten und was nicht. Wenn also das Umfeld letzten Endes bestimmt, wo es lang geht, dann ist der logische Schluss daraus der, dass das Umfeld zuerst ein vom Scheitern gezeichnetes sein muss, bevor die Einsicht für das Anstreben eines neuen Umfeldes überhaupt wachsen kann.

    Die mindestens ebenso spannende Frage ist, wie die zukünftigen Umfelder sich ausbilden. Und da landet man zwangsläufig in einer Zyklizität von Innovation, Aufbau, Zerstörung, Ernte, Beschränkung, Zerstörung und wieder Innovation. Diese Zyklen bedienen sich im Takt abwechselnd der maskulinen Eigenschaften, Wettbewerb, Erfindungsgeist, Risikobereitschaft und Gewalt sowie der femininen Eigenschaften, Sozialbewusstsein, Konservation, Risikoaversion und Fürsorge. Der Wettbewerb der Geschlechter treibt mit allen Vor- und Nachteilen die Entwicklung unserer Gesellschaft voran. Was nach außen wie Links und Rechts aussieht, ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Ausprägung des jeweiligen Zyklusabschnitts.

  15. #11 -14

    Was nach außen wie Links und Rechts aussieht, ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Ausprägung des jeweiligen Zyklusabschnitts

    Wie passt das mit der Tafel in Essen dazu? Im Dezember 2017 aufgrund der Erfahrungen ehrenamtlicher Helfer umgesetzt, wird von irgendeiner medialen Schaltstelle das aktuell hochgepeitscht. „[14]weil sie verstanden hat, wie Mensch und Zeitgeist ticken…“ hat sie (das Beraterteam) reflexartig beurteilt und mal wieder kurze Zeit später zurückgerudert.
    Man muss Sarah Wagenknecht Respekt zollen, die gegen massive Kritik aus eigenen Reihen die Scheinheiligkeit und Heuchelei dabei benennt.

    Alexander Gauland hat offenbar in diesem Diskussionstrang mitgelesen :-
    „Diesel-Fahrverbote sind in vielerlei Hinsicht völlig abwegig und liegen allein im Interesse der Anti-Diesellobby.

    Schon die willkürlich gesetzten Grenzwerte sind fragwürdig. Während an deutschen Arbeitsplätzen ein Grenzwert von 950 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft gilt, soll ein Wert von nur 40 Mikrogramm in der Stadtluft ein Gesundheitsrisiko darstellen. Bei Feinstaubwehrten sieht es ähnlich aus. Jeder Staubsauger und jede Duftkerze übersteigen die Grenzwerte für Feinstaub um das Zigtausendfache ohne dabei in die Kritik zu geraten.

    Das Vorgehen gegen den Dieselmotor greift vor allem die exportstarke deutsche Automobilindustrie an. Dieselmotoren sind effizienter als Benziner. Sie kommen mit weniger Kraftstoff aus und produzieren deutlich weniger CO2. Hier wird eine Hochtechnologie, in der Deutschland weltweit führend ist, zerstört. So werden massiv Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet.

    Aber nicht nur die große Industrie ist betroffen. Auch der Mittelstand bis hin zu Handwerksunternehmen, die mit großer Mehrheit Dieselfahrzeuge nutzen, werden dadurch schweren wirtschaftlichen Schaden erleiden. Eigentümer von Dieselfahrzeugen erleiden einen Wertverlust ihrer Fahrzeuge, der einer Enteignung gleichkommt.“

    Nichts zur Entspannung als Lektüre, Buch einer Lehrerin aus Hamburg Deutschland-ausser-Rand-Band
    Und da geht jemand weit über das folgende Zitierte hinaus :- Es wird von Vereinfachung gesprochen, aber die Blinden können durch die genderisierte Sprache Texte kaum noch interpretieren

  16. @Lumpi #11

    Auf Einsicht, dass man mit dem Kampf gegen den Kapitalismus am eigenen Ast sägt, ist deshalb nicht zu hoffen. Es sind schlicht Verblendung und in vielen Fällen grenzenlose Dummheit, die eine Einsicht verhindern.

    Es ist nicht nur Dummheit, sondern Dummheit gepaart mit Selbstüberschätzung und Halbwissen. Denn diejenigen die gegen den Kapitalismus kämpfen glauben sie wüssten wie es besser geht, weil sie sich einen moralischen Kompass einbilden. Diese Hybris führt zu dieser moralischen Überheblichkeit die jede zweite Talkshow ausatmet.

  17. @ Günter Heß 1. März 2018 05:01

    Es ist nicht nur Dummheit, sondern Dummheit gepaart mit Selbstüberschätzung und Halbwissen. Denn diejenigen die gegen den Kapitalismus kämpfen glauben sie wüssten wie es besser geht, weil sie sich einen moralischen Kompass einbilden. Diese Hybris führt zu dieser moralischen Überheblichkeit die jede zweite Talkshow ausatmet.

    Eigentlich wollte ich die volle Zustimmung geben, aber ich denke, dass ein Halbwissen bereits ein riesiger Fortschritt wäre, da sind wir noch lange nicht.

  18. @Heß

    Ja, genau diese moralische Überlegenheit ist zwingende Voraussetzung und Ausgangsbasis für die Verbreitung der dahinter stehenden Ideologie, der die realen Grundlagen fehlen und die deshalb auf das moralische Konstrukt als Legitimation zurückgreifen muss. Dieses virtuelle Konstrukt ist die Triebfeder, die Politiker, Journalisten oder etwa NGO Aktivisten jeden Tag aufs Neue zusammenschart und antreibt. Der Rationalist reibt sich ob der Unvernunft täglich die Augen und versteht die Welt immer weniger. Manch einer flüchtet sich deshalb als Reaktion zur Korrektur in andere Ideologien.

  19. Ehrlich gesagt halte ich das für eine Verschwörungstheorie der Marxisten

    Ich revidiere meine Sprache und setze „globale Strippenzieher a la Soros & Co

  20. Ich habe so meine liebe Not mit dem Begriff der Eliten. Wer soll dass sein?

    Ersetze hier auch durch „Nomenklatura“ -- eine weitgehend sich aus sich selbst heraus und aus dem Rotweingürtel rekrutierende, herrschende Klasse (nachzulesen bei Voslensky). Eine Art Neofeudalistischer Pseudoadel, der auch seinen Herrschaftsanspruch aus sich selbst heraus mittels Berufung (nicht Leistung oder Wissen) begründet: „Dann nenne dich einfach von Gottes Gnaden“ (Pippin der Jüngere) war das Vorbild. Heute hat man an Gottes Stelle die „Tugend“ erhoben, Robespierre hat es vorgemacht.

    Hier begründet sich auch die Abneigung der Nomenklatura gegen Nationalstaaten, waren diese in Folge der Aufklärung die Antithese zum multinationalen Feudalstaat.

  21. @Martin Landvoigt #17

    Eigentlich wollte ich die volle Zustimmung geben, aber ich denke, dass ein Halbwissen bereits ein riesiger Fortschritt wäre, da sind wir noch lange nicht.

    Nein Halbwissen ist kein Fortschritt, sondern gefährlich. Jemand der etwas weiß, weiß wo die Grenzen seines Wissens sind. Jemand der nichts weiß ist sich dessen bewusst und fragt nach um zu verstehen.
    Jemand mit Halbwissen kennt die Grenzen seines Wissens nicht und denkt er hat alles verstanden. Das ist gefährlich.
    Wenn sie Aussagen zu Klimawissenschaften oder in der Dieseldebatte lesen können sie in den Medien ganz deutlich das Halbwissen beobachten. Das sind jene Wissenschaftler oder Experten die mit dem Brustton der Überzeugung nicht bemerken, dass ihr Wissen lediglich eine Vermutung ist die auf einer 95% Signifikanz beruht.
    Leider wird in den Nebenfachvorlesungen Halbwissen verbreitet, weil die Grenzen der Gültigkeit und des Wissens of nicht gelehrt werden aus Zeitgründen.

  22. Das ist einmal wieder typisch für die BR_Nachrichten
    Überschrift „Diskussion um NO2“. Diskussionen sind jedoch nicht erlaubt. Es wird eine Karte mit der Überschrift „Stickstoffdioxidwerte in Bayern“ gezeigt. Sie sind alarmierend in 4 Bayerischen Städten. Schaut man sich die Daten näher an, sind die Feinstaubwerte alarmierend, nicht die NO2-Werte.
    Das Bayerische Landesamt für Umwelt informiert viel besser:
    Seit 1.1.2018 gibt es an den Bayerischen Mess-Stationen keine Überschreitungen NO2 1h-Grenzwertes von 200 µg/m³, dagegen mehr als 50 Überschreitungen des PM10 Tages-Grenzwertes von 50 µg/m³. Und so etwas nennt sich Faktenfuchs, sollte besser FakeNews-Fuchs heißen.

  23. @ Günter Heß 1. März 2018 18:05

    Nein Halbwissen ist kein Fortschritt, sondern gefährlich. Jemand der etwas weiß, weiß wo die Grenzen seines Wissens sind. Jemand der nichts weiß ist sich dessen bewusst und fragt nach um zu verstehen.
    Jemand mit Halbwissen kennt die Grenzen seines Wissens nicht und denkt er hat alles verstanden. Das ist gefährlich.

    Mit Ihrer Definition von Halbwissen könnte ich leben. An der Aussage gibt es dann auch nichts zu rütteln.

    Aber ich verstehe den Begriff anders. Eigentlich glaube ich nicht, dass jemand außer Gott mehr als Halbwissen haben kann. Man kann in einem begrenzten Gebiet vielleicht so viel wissen, wie die Menschheit bislang in Erfahrung bringen konnte. Aber sowohl konnte sich jedes Wissen nicht sicher vom Irrtum absetzen, und alles mögliche Wissen der Menschheit kann ein einzelner Mensch ohnehin nicht kennen. Irgend was zu wissen heißt auch nicht zwingend, die Grenzen des eigenen Wissens zu erkennen. Wenn Platon sagt: ‚Ich weiß, dass ich nicht weiß‘ … dann ist das Weise. Also beansprucht auch er nicht mehr als Halbwissen.

    Folgliche wäre der, der seinen eigenen Erkenntnisstand als Halbwissen erkennt gerade jener, der sich der eigenen Erkenntnisgrenzen bewusst ist. Aber er mag nach weiterer Erkenntnis streben.

    Man kann auch Wissen definieren als eine begründete Meinung. Denn auch wenn es Gründe geben mag, so können diese auch unvollständig oder irrtumsbehaftet sein. Der Begriff wissen wird dann so beliebig, dass auch der Begriff Halbwissen dann unsinnig wird.

    Jene, die Sie als Besitzer soliden Halbwissens titulieren, würde ich eher weniger als solche bezeichnen. Denn unter diesen gibt es unterschiedliche Gruppen:

    1. Akademisch gebildete Personen, die teilweise ansehnliche Meriten vorweisen können. Sie tragen oft eine Argumentation vor, die bereits der interessierte Laie als wenig stichhaltig erkennen kann. Dennoch pochen sie auf ihre Autorität und beanspruchen Wahrheit und Wissen für sich -- und natürlich die Autorität der gesamten Wissenschaft. Jene würden sich nimmer als Besitzer von Halbwissen bezeichnen. Ein Fremdurteil über jene als Halbwissende exponiert sich zugleich selbst der Überheblichkeit, vor allem wenn man nicht eben solche oder bessere akademische Meriten vorweisen kann. Eine Argumentation sollte sich weniger um das Urteil über die Person und deren Wissen einlassen, sondern das jeweilige Argument fokussieren.

    2. Interessierte Laien und Aktivisten: Befragungen zeigen oft erhebliche Wissenslücken, aber nicht immer. In der Regel werden hier eher Überzeugungen als begründetes Verständnis der Zusammenhänge vorgetragen. Und diese Überzeugungen können oft zu recht als Ergebnis einer Meinungsmache verstanden werden. Dennoch ist Vorsicht angezeigt, bevor man die Nase über jene angeblich halbwissende rümpft. Denn auch die eigene Ansicht ist zuweilen nicht besser begründet, und das Naserümpfen hat stets etwas von der Hybris des Besserwissers.

    3. Der Anteil der Menschen, die eigentlich gar nichts wissen und auch nichts dazu lernen wollen, ist erstaunlich hoch. Entweder ziehen sich aus dem Diskurs zurück und lassen die ‚Sieger‘ eben bestimmen, oder aber sie glauben, dass das Vertrauen in die ernannten Experten hinreichend und berechtigt ist. Hier wäre Halbwissen auch keine hilfreiche Bezeichnung.

    Wenn sie Aussagen zu Klimawissenschaften oder in der Dieseldebatte lesen können sie in den Medien ganz deutlich das Halbwissen beobachten. Das sind jene Wissenschaftler oder Experten die mit dem Brustton der Überzeugung nicht bemerken, dass ihr Wissen lediglich eine Vermutung ist die auf einer 95% Signifikanz beruht.

    Abgesehen davon, dass es zumeist weit geringere Signifikanz gibt, häufig kaum mehr und oft sogar weniger als 50 % (also zufälliges bis unplausibles) ist es schwer, das Wissen jener zu beurteilen. Es könnte ein weitaus besseres Wissen als das Präsentierte geben, aber man setzt seinen Namen zur Manipulation der Massen ein. Unabhängig ist das davon, ob man dafür eben bezahlt wird, oder ob es eine ideologische Verblendung ist, die wider besseres Wissen unhaltbare Dinge behauptet.

    Wir sind uns allerdings darüber einig, dass vor allem in der medialen Darstellung eine verzerrte Version angeblichen Wissens kolportiert wird. Wir unterscheiden uns hier mehr in der Darstellung des Sachverahltes, nicht aber in der Erkenntnis des Sachverhaltes.

    Leider wird in den Nebenfachvorlesungen Halbwissen verbreitet, weil die Grenzen der Gültigkeit und des Wissens of nicht gelehrt werden aus Zeitgründen.

    Hier würde ich die Nebenfach-Vorlesungen wesentlich positiver bewerten. Ich habe auch Physik im Nebenfach gehört, und vieles, was ich mir sehr viel später aneignete, dort nicht gehört und Verstanden. Aber es legte einige wichtige Grundlagen, die ich im Laufe der Jahre auch nicht immer präsent hatte. Wer sich an den Diskussionen in der Öffentlichkeit beteiligt, sind oft aber gar keine Akademiker oder Studienabbrecher, sondern irgend welche Leute, und einige wenige eignen sich dennoch ein respektables Wissen an. Bei den Akademikern gibt es dann viele Juristen, Sozial- und Politik-Wissenschaftler, die Physik bereits vor dem Abitur abwählten und keine derartigen Nebenfächer an der Uni besuchten.

  24. Bitte einem Beitrag aus dem Spam befreien …

  25. @Martin Landvoigt #23

    Man kann auch Wissen definieren als eine begründete Meinung. Denn auch wenn es Gründe geben mag, so können diese auch unvollständig oder irrtumsbehaftet sein. Der Begriff wissen wird dann so beliebig, dass auch der Begriff Halbwissen dann unsinnig wird.

    Dann wird es in der tat beliebig. Für mich ist Wissen etwas das ich weiß und dessen Grenzen ich fachlich und methodisch einordnen und bewerten kann.
    Wissen ist also etwas, dass ich mir erarbeiten muss indem ich immer wieder kritisch die Vorraussetzungen hinterfrage und die Gültigkeit prüfe.
    Halbwissen erreicht man in dem man einfach liest was geschrieben steht und das reproduziert. Deshalb meine Bemerkung zu den Nebenfachvorlesungen die oft nicht genug Zeit haben, um über Halbwissen hinaus zu gehen.
    Halbwissen ist also nicht so schlimm wenn man sich bewusst ist, dass es Halbwissen ist und es im Anwendungsfall überprüft. Gefährlich ist wenn man Halbwissen mit Wissen verwechselt.
    Unsere Lückenmedien reproduzieren eben auch meistens Halbwissen, weil die fachliche und methodische Bewertung wegfällt.
    Halbwissen in Wissen zu verwandeln heißt nicht, dass ich Wissenschaftler sein muss. Es bedeutet, dass ich eine Fragetechnik und Methodenkompetenz brauche die analysiert, nachfragt und hinterfragt.

  26. Ein schöner Link von EIKE zum Thema NOx

  27. @ Heß

    Super! Vielen Dank für den Link. Genauso ist es und muss es auch sein, wenn man die Informationen aus Toxikologie und Epidemiologie gegenüberstellt. Nur wie bekommen sie diese nüchterne Analyse kommuniziert. Quasi alle Journalisten, Wissenschaftler, Beamten und Politiker müssten gleichzeitig ganz laut „Mea Culpa“ rufen. Das wird nicht passieren. Da ist es leichter, den einsamen Rufer zu diffamieren.

  28. @ Lumpi #27

    Es war interessant wie das Weltbild des Interviewers einzustürzen drohte.
    Eine Zigarette enthält etwa 15 mg Feinstaub. Pro Kubikmeter Grenzwertluft nehme ich 0.04 mg Feinstaub zu mir. Ich atme etwa 15 Kubikmeter pro Tag ein und aus. Das bedeutet, dass ich für eine Zigarette 25 Tage Grenzwertluft einatmen muss.
    Anders ausgedrückt. Ein Raucher hat 80 Jahre Grenzwertluft Feinstaub nach 1200 Zigaretten erreicht. Ein starker Raucher also nach 60 Tagen.

  29. @ Heß

    Ja, ein Witz. Ich habe das mal für NOx umgerechnet und bin auf eine Konzentration von 240.000 microgramm/m^3, also das 6.000 fache des Grenzwerts, gekommen. Ich bin selbst Raucher und hätte der glorreichen Epidemiologie zufolge bereits 800 Jahre vor meiner Geburt sterben müssen. Man kann sich ja mal um ein paar Prozent vertun, aber deren 10.000 und das massiv wiederholt, machen aus diesem Teil der Wissenschaft eine Bande des organisierten Betrugs. Das muss ganz klar so benannt werden, wenn auf Basis dieses Betrugs Milliardenstrafen verhängt, Karrieren zerstört und Unschuldige ins Gefängnis gesperrt werden.

  30. @Lumpi #29

    Haben sie sich nicht verrechnet?

  31. @ Heß

    Weiß nicht. Ich hatte allerdings keine verlässlichen Angaben über den NOx Gehalt im Zigarettenrauch außer Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauch#Detailliertere_chemoanalytische_Angaben_über_Tabakrauch-Komponenten

    Demnach wären das 0,02% NOx. Macht worst case (Vol% statt Gew.%) ca. 240.000 Microgramm/m^3. Strikt nach der WHO Formel gerechnet (1 ppm = 1.880 microgramm/m^3) ergäben 0,02% sogar 200 ppm oder eben 376.000 microgramm/m^3.

    Bei den 800 Jahren habe ich mich ganz sicher verrechnet, denn ich habe einfach eine Annahme getroffen, weil die meisten Studien ja keine verlorene Lebenszeit angeben. Wie hoch die war, weiß ich nicht mehr. Müsste das Posting nochmal suchen.

  32. @Lumpi #31

    Im Rauch 0.02% wären glaube ich tatsächlich 0.4 g/m^3.
    Auf der anderen Seite enthält die Zigarette im Hauptrauch nur 100 -- 600 Mikrogramm Stickoxide. so dass 1 -- 2 Zigaretten die Tagesdosis einer Grenzwertluft enthalten. Im Nebenrauch sind es dann 400 -- 6000 Mikrogramm, so dass 1 Zigarette pro Wische das schon erreichen kann. Ein starker Raucher mi 20 Zigaretten pro Tag hätte in 2 -- 3 Jahren die 80 Jahres Grenzwertluftdosis erreicht. Aber was sagt das schon, denn ich glaube nicht, dass die Raucher durch NOx geschädigt werden. Der Hauptschadstoff in der Zigarette ist ja der Feinstaub bzw. der Teergehalt.

  33. @ Heß

    Ja, was sagt das schon. Ich habe damals nur spaßeshalber dieselbe verquere Logik der Epidemiologen angewandt. x erzeugt unbewiesen y, dann müssen 2x erwiesenermaßen 2y erzeugen. Mein Rechenbeispiel war 5 sec. pro Atemzug macht 17.280 Züge pro Tag. Bei gut 20 Zigaretten pro Tag nehme ich 280 Züge mit Rauch pro Tag. Die Grenzluftkonzentration ist 40 microgramm und soll g heißen. Der Multiplikationsfaktor m zw. Grenzluft und Raucherluft war nach meiner Rechnung 6.000. Die durchschnittliche Belastung eines Rauchers wäre dann (17.000 * g + 280 * g * m) / 17.280 ~ 4.000 microgramm.

    Je nach Studie unterschiedlich aber von mir wahllos herausgepickt sterben angeblich pro 5 microgramm mehr 5 Prozent mehr Menschen. Bei 4.000 wären das 4.000 Prozent. Bestünde Deutschland nur aus Rauchern, wäre es innerhalb von 2 Jahren ausgelöscht. Kann nicht sein, dachte ich mir. Also probiers mit den Lebensjahren. Wenn z. B. die 5% früher sterbenden im Schnitt 1 Jahr verlieren, weil sie 5 microgramm mehr abbekommen haben, dann müssten sie bei 4.000 microgramm 800 Jahre verlieren. So kam das zustande.

    Unzulässige und Total bescheuerte Logik, ich weiß, aber das ist nicht viel mehr absurd als der Claim der kinear erhöhten Sterblichkeit an sich.

    An welchem Stoff die Raucher tatsächlich sterben, ist sehr wahrscheinlich nicht nachgewiesen. Der Claim kommt ja auch aus der Epidemiologie. Wie wir alle wissen, ist heutzutage dank der Epidemiologie so gut wie alles kanzerogen. So z. B. auch NOx, zumindest wenn es nach Wikipedia geht. Die WHO sieht hier aber keine belastbaren Anzeichen. Mir ists ehrlich gesagt ziemlich Schnuppe, obwohl ich ebenso glaube, dass Raucher früher sterben.

  34. @Lumpi #33

    Wie wir alle wissen, ist heutzutage dank der Epidemiologie so gut wie alles kanzerogen.

    Ist ja auch kein Wunder. Statistische Auswertungen mit dem 95% Kriterium finden ausschließlich Korrelationen.
    Da das menschliche Zusammenleben in Städten sehr viele Stoffe emittiert gibt es sehr viele Korrelationen.

    Das heißt jetzt nicht, dass es nicht gut ist die Stickoxide zu reduzieren, aber Angesicht des Erreichten in den letzten 30 Jahren kann man die Hysterie die in Deutschland jetzt herrscht weglassen. Vor allem da es ja nur um wenige Hotspots geht.

  35. @ Heß

    Das heißt jetzt nicht, dass es nicht gut ist die Stickoxide zu reduzieren

    Auf den ersten Blick haben Sie recht. Genauer betrachtet hat das schon beträchtliche negative Auswirkungen. Wenn Sie die Schadstoffreduktion zum Credo erheben, beschränken Sie automatisch andernorts technische und wirtschaftliche Entwicklungen. Nehmen wir einmal an, dass wir heute 2.000 € pro Auto sinnlos durch die Gegend fahren, um Schadstoffe weit jenseits der Schadensgrenze zu reduzieren. Diese 2.000 € machen pro Jahr 7 Milliarden € aus und kurbeln ausschließlich das Geschäft der Autoindustrie an. Nutzwert der 7 Milliarden = 0. An anderer Stelle ausgegeben hätten sie vielleicht eine neue Technologie gefördert oder sie hätten zum Ausbau des digitalen Netzes verwendet werden können, oder …

    Es kommt noch schlimmer, jeder neue Grenzwert erzeugt auch neue Kontrollprozeduren und -- Kapazitäten, die ebenfalls Geld kosten und keinerlei Nutzwert erbringen. Also ist schon Vorsicht geboten, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so dramatisch aussieht.

    Der Punkt ist, wir konnten bereits vor 10 -- 15 Jahren hervorragend mit der damaligen Luft leben. Seitdem haben wir per Ordre Mufti ca. 100 Milliarden in Autoindustrie und Verwaltung gepumpt, ohne dass wir etwas davon hätten. Im Gegenteil, der extremistische Teil der Gesellschaft veranstaltet trotz der Übererfüllung alles Sinnhaften eine grundlose Hexenjagd. Diesem Affen darf man keinen Zucker mehr geben.

  36. @Lumpi #35

    Wenn Sie die Schadstoffreduktion zum Credo erheben, beschränken Sie automatisch andernorts technische und wirtschaftliche Entwicklungen.

    Man kann aber nur politisch durch abwählen der Moralapostel ran.

  37. @ Heß

    Ja, Abwählen ist eins der Mittel, aber in Deutschland und den meisten westlichen Ländern ineffizient bis kontraproduktiv. Der Grund sind die fehlenden, gemäßigten Alternativen. Hier müsste man die AFD wählen, um der Konservationssekte den Saft abzudrehen. In diesem Falle ersetzte man eine Ideologie durch eine andere. Außerdem wäre man damit immer noch eine Minderheit.

    Das Problem liegt m. E. tiefer. Die westlichen Gesellschaften ticken momentan so, dass sie auf den Aberglauben der Konservationssekte abfahren und diese Sekte tut auch alles, um den Aberglauben tief im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. Teile der Wissenschaft sind -- nicht selten aus Eigennutz- Büttel der Sekte. Die Scheinlegitimation durch das Siegel einer sich prostittuierenden Wissenschaft hat es ihr erlaubt, sich lagerübergreifend auszubreiten.

    Deshalb glaube ich, dass die Menschen nur ein katastrophales Scheitern dieser Gaja-Ideologie zum Umdenken zwingen kann.

  38. @ Lumpi 6. März 2018 21:35

    Es kommt noch schlimmer, jeder neue Grenzwert erzeugt auch neue Kontrollprozeduren und — Kapazitäten, die ebenfalls Geld kosten und keinerlei Nutzwert erbringen. Also ist schon Vorsicht geboten, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so dramatisch aussieht.
    …, ohne dass wir etwas davon hätten. Im Gegenteil, der extremistische Teil der Gesellschaft veranstaltet trotz der Übererfüllung alles Sinnhaften eine grundlose Hexenjagd. Diesem Affen darf man keinen Zucker mehr geben.

    Völlig korrekt. Die ökonomische Betrachtungsweise gilt doch mittlerweile als verpönt. Dabei ist eine Darstellung in monetärer Dimension oft ein Augenöffner. Sicher wollen wir nicht wegen ein wenig Geldeinsparung dramatische Gesundheitsschäden oder Todesfälle hinnehmen, aber dieser Aspekt wird zur Zeit völlig überzogen. Denn dies wird als Totschlagargument von immer den Selben vorgetragen, selbst wenn die Kosten immens sind und selbst der vermeintliche Nutzen gegen Null geht. Denn Geldausgabe oder Einsparung hat sehr wohl mit anderen alternativen Maßnahmen, Vor- und Nachteilen zu tun.

  39. Lumpi 7. März 2018 12:03

    Hier müsste man die AFD wählen, um der Konservationssekte den Saft abzudrehen. In diesem Falle ersetzte man eine Ideologie durch eine andere. Außerdem wäre man damit immer noch eine Minderheit.

    Eine Minderheit bleibt so lange eine Minderheit, wie sie eben nicht gewählt wird, auch nicht von den Vernünftigen, die eigentlich sehr gut von dem vertreten werden was jene Minderheit sagt.

    Der Ideologie-Vorwurf greift zumindest bei mir nicht. Denn ich erwarte nicht, dass irgend eine Partei hundert Prozent das sagt, was ich für richtig halte. Und der Ideologie-Vorwurf kommt doch gerade von jenen Medien Establishment-Vertretern, die erkennbar in die völlig falsche Richtung laufen. Ich sehe das mit großer Skepsis, dass man eben jenen Meinungsmachern auf den Leim geht.

    Das Problem liegt m. E. tiefer. Die westlichen Gesellschaften ticken momentan so, dass sie auf den Aberglauben der Konservationssekte abfahren und diese Sekte tut auch alles, um den Aberglauben tief im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. Teile der Wissenschaft sind — nicht selten aus Eigennutz- Büttel der Sekte. Die Scheinlegitimation durch das Siegel einer sich prostittuierenden Wissenschaft hat es ihr erlaubt, sich lagerübergreifend auszubreiten.

    Präzise analysiert! Nur: Was folgt daraus? Sicher kann man versuchen, im Rahmen eigener Möglichkeiten aufzuklären, aber der Erfolg bleibt in der Regel begrenzt. Die Eintscheidung an der Wahlurne ist das beste, dass die meisten Bürger machen können.

    Deshalb glaube ich, dass die Menschen nur ein katastrophales Scheitern dieser Gaja-Ideologie zum Umdenken zwingen kann.

    Das bezweifele ich. Auch so manch glühender Hitler-Anhänger nahm seine Ideologie Jahrzehnte später mit ins Grab. Und es soll tatsächlich auch echte Neonazis geben, auch nach dem grandiosen Scheitern der dämonischen Ideologie.

    Überdies: Es sind auch viele Kulturen vom Antlitz dieser Erde verschwunden. Manchem Fall folgt keine Erneuerung.

  40. @Lumpi #27

    Hier müsste man die AFD wählen, um der Konservationssekte den Saft abzudrehen. In diesem Falle ersetzte man eine Ideologie durch eine andere. Außerdem wäre man damit immer noch eine Minderheit.

    Meines Erachtens kommt man um Abwählen nicht herum. Diese Rückmeldung muss sein. In der tat ein Dilemma wenn die Alternative nicht prickelt. Aber sehen sie es positiv alleine durch die 12.6% sind plötzlich Diskussionen möglich die früher unter den Teppich gekehrt wurden. Das ist ein schöner Erfolg der Demokratie.

    Teile der Wissenschaft sind — nicht selten aus Eigennutz- Büttel der Sekte. Die Scheinlegitimation durch das Siegel einer sich prostittuierenden Wissenschaft hat es ihr erlaubt, sich lagerübergreifend auszubreiten.

    Ich glaube nicht, dass es scheitert, weil das mit Gaja ja nur in wenigen Ländern verfolgt wird. Ist im Grunde eine westliche Esoterik.
    Es wird einfach aufhören, denn durch Massenmigration werden sich Menschen überall integrieren denen das Wurscht ist.

  41. Uhhh jetzt ist der Diesel auch an 437000 Diabetes Erkrankungenschuld und nicht der Mars-Riegel Doppelpack

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/diabetes-asthma-herz-probleme-so-giftig-sind-stickoxide-1.3897350

  42. @Baumann

    Als nächstes kommen Banküberfälle oder, ganz trendy, sexuelle Belästigungen. Beides, ohne Witz, wäre mit der praktizierten Methodik dem Stickstoffdioxid anlastbar.

  43. Herr Krüger hat es doch schön zitiert:

    Diese Studien ermöglichen keine Aussage über ursächliche Beziehungen“, betonte das UBA, „liefern jedoch zahlreiche konsistente Ergebnisse über die Zusammenhänge zwischen negativen gesundheitlichen Auswirkungen und NO2-Belastungen.“

    Es gibt keinen ursächlichen Zusammenhang aus den Studien heraus. Damit ist alles gesagt.

  44. @Heß

    Das ist nur der Trick oder besser gesagt der Rettungsring, durch den die korrupte Liaison zw. Behörden und Wissenschaft ihre Reputation retten will. Denn wenn sie so dächten und handelten, müsste nach den „ursächlichen Beziehungen“ Schluss sein. Im zweiten Satzteil suggerieren sie aber genau das, was sie im ersten Teil ausschließen. Nur ist auch das falsch.

    Diese Suggestion basiert einzig auf einer Scheinkorrelation zwischen einer willkürlichen Annahme (Konzentration vor der Haustür) und einer statistisch normierten Sterblichkeit. Letztere kann noch halbwegs die Realität abbilden, Erstere hat todsicher gar nichts mit ihr zu tun. Krake Paul würde nicht schlechtere Werte liefern. Eine Korrelation zwischen der Eingangsgröße (tatsächliche Schadstoffexposition) und einer Ausgangsgröße (Sterblichkeit) wurde noch nie nachgewiesen, weil sie schlicht nicht existiert. Das legen auch medizinische Empirie und Toxikologie nahe.

  45. @Lumpi #44

    Eine Korrelation zwischen der Eingangsgröße (tatsächliche Schadstoffexposition) und einer Ausgangsgröße (Sterblichkeit) wurde noch nie nachgewiesen, weil sie schlicht nicht existiert.

    Genau. Hier noch ein interessanter Artikel zur NOx Messung und der EU-Norm.

    Prof. Hans Drexler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin: „Durch Berechnungen von Stickoxid auf Tote zu schließen, ist wissenschaftlich unseriös.“

    Man kann nur das immer wiederholen.

  46. Interessant ist es auch mal die Norm durchzulesen für das Aufstellen von Messstellen:

    Messstationen für den städtischen Hintergrund müssen so gelegen sein, dass die gemessene Verschmutzung den inte- grierten Beitrag sämtlicher Quellen im Luv der Station erfasst. Für die gemessene Verschmutzung sollte nicht eine Quelle vorherrschend sein, es sei denn, dies ist für ein größeres städtisches Gebiet typisch. Die Probenahmestellen müssen grundsätzlich für ein Gebiet von mehreren Quadratkilometern repräsentativ sein.

    und

    Bei allen Schadstoffen müssen die Probenahmestellen in verkehrsnahen Zonen mindestens 25 m vom Rand ver- kehrsreicher Kreuzungen und höchstens 10 m vom Fahrbahnrand entfernt sein.

    sowie

    Der Messeinlass darf nicht in nächster Nähe von Quellen angebracht werden, um die unmittelbare Einleitung von Emissionen, die nicht mit der Umgebungsluft vermischt sind, zu vermeiden.

  47. Etwas interessantes zur Nachfolgerin für die Umweltministerin aus der Zeit:

    Daher wird Schulze als neue Umweltministerin gehandelt. Viel Erfahrung auf dem Gebiet hat sie nicht – Schulze war bislang Wissenschaftsministerin in Nordrhein-Westfalen.

    Da steht es, nun das Umweltthema hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Ich denke das ist in der Tat ein Punkt.
    Sowohl das Klimathema als auch das Umweltthema haben die Wissenschaft verlassen. Als Qualifikation wäre vermutlich eine theologische Ausbildung hilfreich oder eine juristische Ausbildung mit einem Praktikum bei der DUH.
    Übrigens hat schon mal jemand gelesen wo der Typ überall drin ist.
    Wenn das kein Filz ist, dann weiß ich ja nicht.

  48. Günter Heß 8. März 2018 19:58

    Es gibt keinen ursächlichen Zusammenhang aus den Studien heraus. Damit ist alles gesagt.

    Schön wäre es. Allerdings werden diese Behauptungen gleich einer Gehirnwäsche in den Nachrichtenkanälen immer wieder rezitiert, bis es zu einem unbestreitbaren Credo wird, vorgeblich wissenschaftlich belegt.

    Der Fassungslosigkeit angesichts derartig platten Unsinns werde ich nicht Herr.

  49. #46

    Interessant ist es auch mal die Norm durchzulesen für das Aufstellen von Messstellen:

    Würde ja bedeuten, die meisten unserer Meßstationen stehen falsch, dürften als „Beweis“ gar nicht zählen.
    Wieso klagt dagegen niemand?

  50. @Frank

    Zum Klagen bräuchte es die Erkenntnis, Geschädigter zu sein. Es gibt schon wenig genug, die die Unwissenschaftlichkeit und Demagogie hinter dieser Konservationshysterie durchschauen. Unter dieser verschwinden kleinen Minderheit können Sie diejenigen, die daraus einen Schaden rekonstruieren können, wahrscheinlich an einer Hand abzählen.

    Wo kein Geschädigter, da kein Kläger, da kein Richter. Deshalb kommt die Sekte ja damit durch.

  51. Ich denke, jeder Dieselfahrer und Zwangsmedienkonsument ist geschädigter. Der Dieselfahrer, weil er eine Einschränkung seiner Rechte -- Fahrverbot -- befürchten muss. Zusätzlich wird der Diselfahrer ja auch als Verursacher von Grenzwert-Überschreitungen an den Pranger gestellt, der er mangels belastbarer Nachweise ja nicht ist.

    Der Zwangsmedienkonsument weil er sich die ganze Zeit Nachrichten mit Fake News anhören muss.

  52. @MML #51

    Der Zwangsmedienkonsument weil er sich die ganze Zeit Nachrichten mit Fake News anhören muss.

    Dagegen gibt es aber leider keinen Rechtsweg, nichtmal bei den kopfsteuerfinanzierten ÖR.

  53. Geschädigte sind wir alle durch das dahinter stehende Narrativ.

    Erstens direkt die Dieselfahrer, die über lange Zeit 2.000 € pro Auto mehr für ihr Auto bezahlt haben als notwendig. Die ca. 100 Milliarden, die dadurch als Konjunkturprogramm in den Kassen der Autohersteller gelandet sind, hat diese „alte“ Industrie unnötig gestärkt, ohne einen nutzbaren Gegenwert zu erzeugen. Damit wurde wie so oft beim Aktionismus der grünen Misanthropen das Gegenteil dessen erreicht, was beabsichtigt war. Statt die Autoindustrie in die Schranken zu weisen, profitierte sie vom Einschränkungswahn. Die Antwort der Sekte war zwar vom glücklichen Zufall gesegnet aber unmissverständlich. Das kurz zuvor von den Hewlett & Oak Foundations sowie Soros gegründete und geleitete ICCT entlarvte über die besten Beziehungen der von ihnen geförderten NGOs zur EPA den NOx Betrug von VW in den USA. Ziel war aber nicht die USA sondern Europa mit dem höchsten Dieselanteil. Genau deswegen wurde der Skandal auch hier und nicht in den USA ausgeschlachtet, obwohl hier die Gesetzesübertretungen im Gegensatz zu den USA unter ferner liefen einzuordnen waren. Mittlerweile wird das ICCT klar von der Hewlett Foundation dominiert. Sie bestimmt, was gemacht wird und sie knüpft die Verbindungen zu all den anderen von ihr geförderten NGOs wie z. B. Agora, Client Earth oder die DUH, um auch ein paar deutsche Vertreter zu nennen. Man mache sich nichts vor, hinter der Hexenjagd steckt auch ein guter Teil Strategie. Soros hat sich im Gegenzug aus der direkten Umweltförderung zurückgezogen, er beeinflusst die Politik lieber direkt. So sind die EU Grünen seine Lieblinge laut geleaktem Soros Dokument. Aber er macht es auch ganz öffentlich und finanziert mit seiner Climate Policy Initiative den Klimapolitischen Arm des DIW in Berlin, um so direkten Einfluss auf die deutsche Wirtschafts- und Umweltpolitik zu nehmen.

    Dieselben Antreiber stecken übrigens auch hinter der Hexenjagd gegen Exxonmobil, wobei letztere erstmals gerichtlich zurückschlagen und das Komplott beim Namen nennen. Zu den gefährlichen US Philanthropenstiftungen Siehe auch den Link zum Daily Mail Artikel unten. Wird leider erst gegen Ende interessant.

    Zweitens übergeordnet ist die Strategie der grünen Misanthropensekte erst recht schädlich. Über den extrem propagierten Aberglauben von den desaströsen Umweltgefahren verschiedenster Technologien sollen diese in ihre Schranken gewiesen, abgeschafft oder verhindert werden. Dazu zählen Atomenergie, fossile Energieträger, moderne Landwirtschaft und Gentechnik. Durch die aus der Hexenjagd entstehenden Verbote soll der Industrie und im Idealfall dem ganzen Kapitalismus der Saft abgedreht werden. Das Ziel ist ein Idyll von Erde, reserviert für die privilegierten Gutmenschen, gerne vereint und geleitet von Maoistischen Grundgedanken. Die Narrative als Motivation dazu: Umweltgefahren, Überbevölkerung und globale Ungerechtigkeit wären der Untergang unserer Erde.

    Nichts davon ist wahr. Unsere Luft ist auf unsere persönliche Exposition bezogen so sauber wie noch nie seit Menschwerdung, nur die dritte Welt lebt noch mit direktem Kontakt zum Feuer und dessen Emissionen. Obwohl wir ständig an Zahl zunehmen, ist noch lange keine Knappheit an Lebensmitteln oder Ressourcen absehbar. Im Gegenteil, die höchsten Zuwächse sind in den Dritte Welt Ländern zu verzeichnen. Würden wir deren Entwicklung weiter nicht behindern, führt ihr zukünftiger Wohlstand automatisch zur Begrenzung. Entgegen des Narrativs. Nimmt die Zahl der in Armut lebenden weltweit beständig ab. Man muss sie nur machen lassen und ihnen Chancen geben (Stichwort Subventionen und Energie).

    Nicht nur die Finanzierung der aktuellen Umwelthysterie sondern auch der historische Ursprung outet die Misanthropenbewegung als einen amerikanischen Kulturimpuls. Das ist auch nicht verwunderlich, weil die US Kultur spätestens seit WK 2 den Westen prägt. Unsere EU Grünen sind nur willfährige und übereifrige Handlanger, auch wenn sie glauben, sie hätten den Stein der Weisen entdeckt oder wären in irgendeiner Form Avantgarde. Im Gegenteil, sie sind die moderne Form des spießigen Mitläufers einer globalen Inszenierung, bei der amerikanische Extremisten Regie führen. Dort nahm es vor 50 Jahren seinen Anfang und nur dort kann es auch wieder enden, ohne dass es zur Katastrophe kommen müsste. Das ist meine einzige Hoffnung, denn die USA sind trotz aller Kritik und Probleme m. E. demokratischer und widerstandsfähiger gegen Demagogie als wir in Europa.

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2807849/EXPOSED-shadowy-network-funded-foreign-millions-making-household-energy-bills-soar-low-carbon-Britain.html

  54. @ Lumpi 10. März 2018 11:08

    Danke, das trifft den Kern sehr genau.

  55. @Lumpi #53

    Durch die aus der Hexenjagd entstehenden Verbote soll der Industrie und im Idealfall dem ganzen Kapitalismus der Saft abgedreht werden.

    Sagen wir der Industrie. Gegen Kapitalismus haben die Grünen nichts, sie möchten ihn nur unsozialer gestalten als bisher.

    Das Ziel ist ein Idyll von Erde, reserviert für die privilegierten Gutmenschen, gerne vereint und geleitet von Maoistischen Grundgedanken.

    Ökos sind weltfremde Spießer mit tiefsitzender reaktionärer Technik- und Industriefeindlichkeit. Das ist eine Art neues Biedermeier. Nix Maoismus.

    Nicht nur die Finanzierung der aktuellen Umwelthysterie sondern auch der historische Ursprung outet die Misanthropenbewegung als einen amerikanischen Kulturimpuls.

    Das ist zu kurz gehüpft. Die aktuelle Ökobewegung hat zwar ihren Ursprung in den USA, aber sie traf in Deutschland auf fruchtbaren Boden eines technikskeptischen Bildungsbürgertums. Oder sollte man sagen Blut und Boden, die Tradition gibt es nämlich auch dabei.

    denn die USA sind trotz aller Kritik und Probleme m. E. demokratischer und widerstandsfähiger gegen Demagogie als wir in Europa.

    Das sollte besser „als wir in Deutschland“ heißen. Es gibt durchaus stabilere Demokratien in Europa.

  56. Wer hat Schuld an den Fahrverboten?

    Ich habe die NOx Werte des UBA samt den Grenzwertüberschreitungen den Euro Normen und den Dieselfahrzeugbestandszahlen gegenübergestellt. Hier ist die Grafik.

    In der Grafik sind die Durchschnitte der Umweltbundesamt Stickstoffdioxidmesswerte aller Stationen dargestellt sowie die Anzahl der Stationen mit Grenzwertüberschreitungen. Die Gesamtanzahl der Messstationen variiert über die Zeit zwischen ca. 400 und ca. 500 mit einem sehr verdächtigen, plötzlichen Rückgang in 2017 um 100 Stationen. Das nur nebenbei. Auf jeden Fall sieht man den Konzentrationspeak in 2009 und 2010 schon während der Euro 4 Phase. D.h. selbst die Euro 4 Fahrzeuge schafften trotz steigender Dieselszahlen den Turnaround. Die Euro 4, 5 und 6 Normen wirken eben sukzessive mit Zeitverzögerung.

    Interessant wird der Blick auf die Grenzwertthematik. Die Auswertung zeigt eindeutig, dass einzig und allein die überhastete Einführung der neuen EU Grenzwerte in 2010 die Misere verursacht hat. Behörden und Politik hätten bereits vor der Einführung anhand der vorliegenden Messdaten wissen müssen, dass mit der Umstellung an gut einem Drittel aller Stationen der neue Grenzwert gerissen wird. Das zeigt dann auch der Sprung in den Grenzwertüberschreitungen in 2010. Bis dahin wurde der alte Grenzwert gehalten bzw. in 4 Jahren an gerade einmal 1 bis 2 Messstellen überschritten. Mit der Umstellung explodieren die Überschreitungen auf über 170.

    Das den Herstellern anzulasten, ist schon frech, da diese über gar keine Handhabe verfügen geschweige denn verpflichtet wären, auf Immissionsgrenzwerte zu reagieren. Sie richten sich, wie es der Gesetzgeber will, ausschließlich nach den Fahrzeuggrenzwerten für die Typgenehmigung.

    Die Verantwortung, die Grenzwerte für Fahrzeuge und Immissionen an den Messstellen in Einklang zu bringen, obliegt eindeutig den Behörden und der Politik. Dass gerade aus dieser Ecke immer wieder die Forderung an die Hersteller herangetragen wird, Nachrüstungen wegen der drohenden Fahrverbote zu bezahlen, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Vor allem so zu tun, als ob die Grenzwertproblematik plötzlich über Nacht durch den Dieselskandal auf den Tisch kam, ist schon eine oskarverdächtige Schauspielerleistung. Das Problem ist seit der Einführung der neuen Grenzwerte bekannt. Die Verantwortung dafür ist ebenso glasklar.

    Und jetzt rede ich noch gar nicht davon, dass gerade diejenigen, die jetzt am lautesten schreien, vor gar nicht allzu langer Zeit den Diesel wegen seiner geringeren CO2 Emissionen in den höchsten (Steuer-)Himmel gelobt haben.

    Datenquellen:
    http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/…dstoffe/stickstoffoxide
    http://www.kba.de/SharedDocs/Publikationen/DE/…icationFile&v=2

  57. #56 L. aussagekräftige Grafik! Ob der Antrag der AFD zur Überprüfung des europäischen Grenzwerte was bringt?
    Wer stoppt den DUH-Terror?
    Ach ja -- die „Blaue Partei“ im sächsischen Landtag liegt auf einer ähnlichen Linie…

  58. @Pirmasenser

    Ich bin zwar kein AFD Anhänger, aber der Mann hat in allen Punkten recht. Da könnte er die Büchse der Pandora öffnen, wogegen sich so einige mit Händen und Füßen wehren dürften.

  59. Langes Interview mit Professor Dr. Dieter Köhler über den wissenschaftlichen Betrug in Sachen Partikel und Stickoxiden.

  60. #59 L. oh je -- „… Mit seinem Standpunkt steht Dieter Köhler in der Öffentlichkeit weitgehend alleine. Als Ursache dafür benennt er seine vollständige Unabhängigkeit, die er durch seinen Ruhestand vor 5 Jahren erlangt habe, und er deshalb keinen Job mehr zu verlieren hätte. „

Schreibe einen Kommentar