Gegen alle Vorbehalte: Das fliegende Auto kommt!

19. April 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Innovationspolitik, Mobilität, Technium

Kaum eine Vision stößt auf so viel Ablehnung, wie die des fliegenden Autos. Natürlich gibt es die Diskussionen über die Kernenergie oder auch über die Gentechnik. Nur speist sich in diesen Fällen der Widerspruch aus dem Wissen über die Realisierbarkeit dessen, was man kritisiert. Beim fliegenden Auto dagegen sind es Unglaube und Ignoranz, die zu einer scharfen Opposition führen.

Im Laufe der Jahre habe ich in meinen Vorträgen dem Publikum schon immer viel zugemutet. Vom Weltraumbergbau über sich selbst replizierende Nanomaschinen bis hin zu nuklearen Batterien reichte das Spektrum. Sicher gab es bei jedem Thema Einsprüche und Gegenargumente. Daß es möglich wäre, wurde aber nie in Zweifel gezogen. Fliegende Autos allerdings induzieren noch nicht einmal solche Reaktionen, sondern vor allem Gleichgültigkeit. Nicht nur die Automobil- und Flugzeugbauer unter den Zuhörern betrachten es wie das technische Äquivalent zum physikalischen Perpetuum Mobile. Als eine Art Gedankenexperiment ohne reale Bedeutung, aus dem man nur lernen kann, wo die Grenzen des Machbaren liegen. Ein neues Las Vegas in den Einöden der Mondkrater – warum nicht? Samen, aus denen gleich Tische wachsen, ohne für diese erst Bäume fällen zu müssen? Tolle Vorstellung, sollte man mal drüber nachdenken. Atomgenaue Trenn- und Fügetechnologien und damit der Weg zum perfekten Recycling? Klasse Idee. Fliegende Autos? Unsinn, unmöglich und töricht! Kehren wir lieber noch einmal zu den Nanobots zurück, Herr Heller, wie genau verhindert man eigentlich grauen Schleim?

Was für eine merkwürdige Welt, die Thorium-Flüssigsalzreaktoren vielleicht nicht will, aber zumindest als machbar akzeptiert, während sie sogar das Nachdenken über fliegende Autos ablehnt.

Das Carplane-Team hat mir jedenfalls berichtet, selbst Crowdfunding-Plattformen, die doch eigentlich nach solchen Projekten hecheln sollten, hätten das Vorhaben als zu verrückt angesehen und nicht angenommen. Glücklicherweise ließ man sich dadurch nicht vom Weg abbringen. Und hat daher in der vergangenen Woche, am 15.4.2015, auf der Luftfahrt-Messe Aero in Friedrichshafen der Welt einen Vogel gezeigt.

Das Carplane "Proof of Concept" auf der Aero 2015

Das Carplane „Proof of Concept“ auf der Aero 2015

Einen sehr besonderen. Der Carplane steht kurz vor der Flugerprobung. Nach kaum drei Jahren Entwicklungszeit (gut, das Konzept ist vorher in zwanzig oder mehr Jahren gereift), finanziert aus Bordmitteln und tatsächlich auch mit einer Förderung der öffentlichen Hand.

Das fliegende Auto kommt. Aus Deutschland. Wer hätte das gedacht?

Den internationalen Wettbewerbern, wie dem Transition, dem Aeromobil oder auch dem PAL-V ist man weit voraus, denn eine Zulassung für Straße und Luft ist beim Carplane innerhalb der geltenden Regeln möglich. TÜV und Luftfahrtbundesamt sind schon seit längerem eingebunden, Nummernschild und Flugzeugkennung stehen bereits fest. Der Jungfernflug soll im Sommer stattfinden, am Firmensitz in Braunschweig. Ich plane, mir das anzusehen und dann natürlich auch darüber zu berichten.

Das, was auf der Messe gezeigt wurde, ist eben nicht nur ein Mock-Up. Es ist das echte fahr- und flugfähige Fahrzeug. Eine Menge Neuerungen stecken darin, im Fahrwerk, im Motor, im Getriebe und in der aerodynamischen Konfiguration. An Orten also, an denen der interessierte Laie sie nicht sofort erkennt. Direkt ins Auge aber fällt die Lösung, die die offensichtliche Unvereinbarkeit zwischen Flugzeug und Automobil aufhebt. Wenn das Wesen der Innovation in der kompromißlosen Auflösung technischer Widersprüche besteht, dann stellt der Carplane ein Lehrbuchbeispiel für diesen Ansatz dar.

Autos sind eher schmal, sie müssen in definierte Fahrbahnen passen, in Parklücken und Garagen. Flugzeuge hingegen sind breit, sie benötigen große Flächen, um Auftrieb zu erzeugen. Autos sollen dies wiederum genau nicht, es geht bei hohen Geschwindigkeiten eher um Abtrieb. Bei Flugzeugen liegt der Schwerpunkt hinten, damit sie nicht mit der Nase voraus eine Bruchlandung hinlegen. Bei Autos ist der Schwerpunkt in der Mitte, zwischen den Achsen, sonst bekäme man Probleme in der Kurve.

Diesen differierenden Ansprüchen mit technischen Kompromissen zu begegnen, wurde schon häufig probiert. Aber so erhält man entweder ein schlechtes Flugzeug oder ein schlechtes Auto oder beides. Der Carplane hingegen soll in allen Disziplinen hervorragende Eigenschaften aufweisen. Der Ansatz hierfür ist ein „morphendes“, seine Gestalt veränderndes Fahrzeug. Die Umsetzung ist genial einfach, aber nicht trivial. Man schneidet das Auto in der Mitte auf und erhält auf diese Weise freien Raum zwischen zwei Rümpfen, um die Tragflächen während der Fahrt verstauen zu können. Die dadurch in Kauf zu nehmende räumliche Trennung von Fahrer und Beifahrer mag mancher vielleicht nicht einmal als Nachteil ansehen. Als Auto verfügt der Carplane jedenfalls über eine hervorragende Aerodynamik, die sich sicher auf die noch nicht ermittelten Verbrauchswerte auswirkt. Der Motor mit 150 Pferdestärken erfüllt die Norm Euro V und beschleunigt das Gefährt auf bis zu 176 km/h.

Zwei Rümpfe schaffen Raum für die Lagerung der Tragfächen - die Schwenkmechanik ist im Proof-of-Concept-Vehikel noch nicht integriert.

Zwei Rümpfe schaffen Raum für die Lagerung der Tragfächen – die Schwenkmechanik ist im Proof-of-Concept-Vehikel noch nicht integriert.

Zum Fliegen schwenken die Flügel aus. Das Leitwerk gleitet nach hinten und verschiebt auf diese Weise den Schwerpunkt. Die Kraft des Motors wird über ein speziell für diesen Zweck entwickeltes Getriebe von der Hinterachse weg auf einen sich automatisch öffnenden Heckpropeller umgelenkt. Und schon kann es losgehen. Weniger als hundert Meter Start- und Landebahn genügen. Ein Video auf der Seite des Herstellers verdeutlicht das Prinzip.

Mit 200 km/h Reisegeschwindigkeit und 800 km Reichweite kann der Carplane mit anderen Kleinflugzeugen durchaus mithalten. Er fällt allerdings nicht mehr in die Ultraleicht-Klasse, man benötigt also einen klassischen Pilotenschein. Über einen solchen verfügt zwar nur ein geringer Teil der Bevölkerung, aber diesen Privatpiloten verspricht das fliegende Auto eine bislang durch kein anderes Produkt realisierte Möglichkeit.

Es gibt Flieger, die ihr Fluggerät tatsächlich für berufliche und private Mobilitätsbedarfe nutzen und vielleicht sogar auf ein solches angewiesen sind. Andere wiederum schrauben sich vielleicht nur zum Spaß in die Luft. Beide Gruppen haben letztendlich dasselbe Problem: Sie hüpfen von einem der etwa 500 Kleinflugplätze in Deutschland zum nächsten, finden dort aber keinen Anschluß. Sicher, mit dem eigenen Flugzeug kommt man in der Regel bis auf wenige Dutzend Kilometer an jedes Ziel heran, aber diese Strecke kann unüberwindbar sein. Denn das typische Flugfeld liegt im ländlichen Nirgendwo und verfügt weder über einen Taxistand, noch über einen Mietwagenservice oder gar über einen Haltepunkt des öffentlichen Nahverkehrs.

Der Carplane offeriert seinen Nutzern eine reibungslose Mobilitätskette von Tür zu Tür, ohne Organisationsaufwand und ohne Fahrzeugwechsel. Auch die Kosten für das Abstellen des eigenen Flugzeugs entfallen. Man fliegt so weit oder so lange, wie es geht. Wenn die Dunkelheit hereinbricht, schlechtes Wetter aufzieht oder man schlicht seinem eigentlichen Ziel so nahe wie möglich gekommen ist, landet man auf einem Flugplatz, verwandelt sein Gefährt in ein Auto und fährt den Rest der Strecke auf der Straße weiter.

Vielleicht sollte man nicht von einem „fliegenden Auto“, sondern besser von einem „fahrenden Flugzeug“ sprechen. Aber das würde weniger Aufmerksamkeit erregen. Echte Innovationen sollten provozieren.

Gezeigt wurde der Fahrmodus mit eingefahrenem Leitwerk.

Gezeigt wurde der Fahrmodus mit eingefahrenem Leitwerk.

Sicher wird das Gerät einiges kosten – von einer niedrigen sechsstelligen Summe ist die Rede. Sicher ist die Zielgruppe der vermögenden Privatpiloten klein. Auch kann man sich noch sehr viele Dinge vorstellen, die an dem Fahrzeug zu verbessern sind. Aber haben so nicht alle großen Dinge einmal angefangen? Wenn schon das autonome Auto unsere Mobilitätssysteme revolutionieren könnte, was würde erst das autonome Flugauto anrichten?

 

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56 Kommentare
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  1. Man wird sehen, was der Markt dazu sagt. Für mich ist das fliegenden Auto erst einmal weder Auto noch Flugzeug und damit von keinen Nutzen. Hybrid und E-Auto lassen grüßen.

  2. Es ist eigentlich Schade, wenn die Reaktionen auf ein fliegendes Auto so sind, wie in dem Artikel beschrieben. Das Konzept ist ja nicht neu und es gab seit Anfang des 20ten Jahrhunderts immer wieder Entwickler, die sich daran versucht haben. Ich habe seit meiner Jugend immer von soetwas geträumt und mein Vater (ein ehem. WWII-Pilot) ist immer davon ausgegangen, dass er das noch erleben wir, dass das ein verbreitetes Verkehrsmittel wird. Es wäre wirklich schön, wenn das jetzt soweit ist, dass da eine neue Stufe der Verbreitung anfängt. Ist Carplane da wirklich so einzig? Terrafugia hat sein Transition doch wohl auch für 2015 angekündigt?
    Das ist dann ganz sicher eine zweite Platform der Zukunft der Mobilität mit einer ganz anderen Zielrichtung als das autonome Auto. So sagt der Entwickler von Carplane John Brown 2011 im Handelsblatt:

    Wir machen keine Produkte für die Städte der Zukunft. Unsere Zielgruppe sind die vielen Menschen in schwarzen Anzügen, die morgens zum Beispiel auf dem Berliner Flughafen Schönefeld in den Flieger steigen.

    Vielleicht finden sich ja mal beide Konzepte in einer Zukunft, über die man heute nicht so regelmäßig nachdenkt mal zusammen.

  3. Interessanter Artikel! Bin gespannt, ob daraus was wird. Nehme an dass Peter Heller uns weiter darüber unterrichten wird, nicht wahr?

  4. Fliegende Autos werden sich sicher nicht durchsetzten. Dazu bedarf es vieler, zugelassener Klein-Flugplätze und jeder der sich solch ein Auto anschafft muss erst einmal für mehrere Tausend Euro eine Fluglizenz erwerben und sich jährlich einer Flugtauglichkeitsuntersuchung unterziehen, dann bedarf es zusätzlicher Fluglotzen, in der Nähe von Flughäfen ist der Luftraum eh schon überfüllt. Die Fluglizenzen werden daher teuer und schwer zu erwerben sein. Dann muss man sich noch das exorbitant teure Flugauto anschaffen, was für den Alltag (Einkauf, Transporte) eher ungeeignet ist. Ein Zweitauto für den Alltag ist also von Nöten. Dann kommen noch Kosten für TÜV und Wartung hinzu. Alle paar Monate und nicht alle 2 Jahre. Kann sich keiner leisten. Und wer es sich leisten kann, der nimmt lieber einen Miethubschrauber. Und nicht auszudenken, wenn solch ein Flugauto in einem Wohngebiet abstürzt, oder jemand auf die Idee kommt damit Amok zu fliegen. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich auch lieber einen Miethubschrauber nehmen.

  5. @Micha #4
    Ich vermute mal den größten Absatzmarkt in Flächenländern wie USA oder Australien, vielleicht auch in Teilen Afrikas, hier in DE ist es eigentlich viel zu eng.

  6. Peter,

    ich habe Deine Twittermeldungen von der Messe verfolgt, und da war mir schon klar, dass zum fliegenden Auto was kommen wird. Dich zu bitten, über weitere Entwicklungen zu berichten, ist eigentlich überflüssig, weil Du es ja sowieso machst. Dennoch tue ich es.

    Menschen begehren, das gehört zu ihre Natur, genauso wie der Neid. Entsprechend fallen die Reaktionen aus. Der eine sagt sich, wow geil, so was will ich auch haben, und denkt schon über den Pilotenschein nach, der andere, der der Meinung ist, dass das doch sowieso nur was für Reiche ist, denkt an Verbote, Regulierungen, und was denn nicht alles passieren könnte. Da Argument, dass dies doch alles völlig unpraktisch sei, ist eigentlich nur ein Schutzargument um die wirklichen Gedanken darüber nicht äußern zu müssen.

    „Auf den Bergen ist die Freiheit,“ heißt es in einem Volkslied, „und in den Täler wohnt der Neid.“ Vor allem in phantasielosen Tälern.

  7. @Krishna, Heller

    Was ich mir in Deutschland vorstellen könnte, sind autonome Flugdrohnen für bis zu 10-30 Personen. Die werden von einer Leitstelle gesteuert und fliegen autonom und sind Busse für die Lüfte. Aber da sehe ich auch zu wenig solvente Kunden. Bevor ich mir ein Flugauto anschaffen würde, nehme ich lieber einen Linienflug, oder Hubschrauber. Das Flugauto verursacht zu viele Nebenkosten und dann muss man auch noch große Parkplätze suchen. Da ist das herkömmliche Fliegen billiger, einfacher und komfortabler.

  8. @ Straten, #2:

    Es ist eigentlich Schade, wenn die Reaktionen auf ein fliegendes Auto so sind, wie in dem Artikel beschrieben.

    Die Bestätigung finden Sie schon jetzt in den Kommentaren unter diesem Artikel. Ich kann es auch nicht verstehen. Es ist eine unglaubliche Form von Ignoranz, wie ich sie einfach bei keiner anderen technischen Vision bislang vorgefunden habe.

    Da kann man den konkreten Nutzen eines konkreten Projektes so pointiert wie nur möglich beschreiben, trotzdem kommt als erster Kommentar von Herrn Hoffmann, das Ding hätte keinen Nutzen. Da kann man so deutlich wie nur was darauf hinweisen, daß das Produkt für die bestehende Infrastruktur gebaut wird und daher keiner neuen bedarf- trotzdem kommt Krüger gleich mit der fehlenden Infrastruktur. Usw. usf. Irgendwas ist dran an dem fliegenden Auto, das bei Menschen diese Reaktion provoziert.

    Man kann wie oben sogar reale Fotos zeigen. Man kann wie oben auf ähnliche Konzepte (Terrafugia, Aeromobil) verlinken, die sogar schon geflogen und gefahren sind. Es nutzt einfach nichts.

    @ Krüger, #4:

    (folgender Text hätte um 1900 herum geschrieben werden können)

    Autos werden sich sicher nicht durchsetzen. Dazu bedarf es vieler, asphaltierter Straßen und jeder der sich solch ein Auto anschafft muss erst einmal für mehrere Tausend Euro eine Fahrlizenz erwerben. Dann bedarf es zusätzlicher Polizisten, in der Nähe von Stadtzentren ist der Raum eh schon überfüllt. Die Fahrlizenzen werden daher teuer und schwer zu erwerben sein. Dann muss man sich noch das exorbitant teure Auto anschaffen, was für den Alltag (Einkauf, Transporte) eher ungeeignet ist. Pferd oder Kutsche für den Alltag sind also von Nöten. Dann kommen noch Kosten für Reparaturen und Wartung hinzu. Alle paar Fahrten und nicht alle paar Monate. Kann sich keiner leisten. Und wer es sich leisten kann, der nimmt lieber eine Mietdroschke. Und nicht auszudenken, wenn solch ein Auto in eine Menschenmenge rast, oder jemand auf die Idee kommt damit Amok zu fahren. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich auch lieber eine Mietdroschke nehmen.

    @ Quentin, @ Siebert:

    Und ob ich weiter berichten werde. Aber selbst wenn mal die ersten hundert Stück verkauft sind, werden immer noch genug Kommentare kommen, die da sagen, das fliegende Auto könne und werde es nicht geben…

  9. @Heller

    Ich sehe das etwas anders.

    Das Panther-Watercar ist z.B. ein weiterer solcher Versuch ein Schwimmauto auf dem Markt zu etablieren. Schwimmautos und Flugautos sind in etwa zur gleichen Zeit entwickelt worden. 50er-60er Jahre. Haben sich aber nicht etabliert.

    http://de.autoblog.com/2013/07/02/panther-watercar-schnellstes-schwimmauto-der-welt-fur-100-000/

    Das Produkt „Flugauto“ ist ein wie das Produkt „Schwimmauto“ ein Nischenprodukt und es ist auch nicht absehbar, dass sich daran etwas ändern wird. Zudem ist es weder ein vollständiges Auto, noch Boot noch Flugzeug. Zu teuer, wartungsintensiv, unbequem, unkonfortabel, und zu viel Ärger damit. Wenn ich beruflich fliegen muss, nehme ich einfach einen Linienflug, oder Hubschrauber, wenn ich das als Sport betreiben will gehe ich zum nächsten Segelflugverein, oder miete einen Flug mit einem Ultraleichtflieger. Das Flugauto biete eigentlich keine Vorteile, sondern bereitet mir nur Nachteile. Aus dem Grund würde ich mir auch kein autonomes Auto anschaffen, weil ich einfach besser und unkomplizierter mit der Bahn reisen kann.

  10. @Micha #9

    Das Flugauto biete eigentlich keine Vorteile, sondern bereitet mir nur Nachteile. Aus dem Grund würde ich mir auch kein autonomes Auto anschaffen, weil ich einfach besser und unkomplizierter mit der Bahn reisen kann.

    Das sehe ich nun nicht so eng, denn Nachteile sind hier eher subjektiv, auch finde ich Bahnfahren nicht so positiv, ist man doch vom Fahrplan und der manchmal abenteuerlichen Streckenführung benachteiligt. Dazu das meist notwendige Umsteigen mit dem entsprechenden Gepäck-Handling…
    Wir sind letzten Herbst hier von Mainz an die Ostsee bei Usedom gefahren, von Tür zu Tür, Pausen wann und wo wir wollten, und waren ca 8,5 Std unterwegs. Kann mir kein Zug bieten, dazu die Nutzung des Autos vor Ort ohne zusätzliche Kosten eines Mietwagens…..
    Mit dem Flugauto wäre es noch einfacher gewesen: Ab in Mainz Finthen -- auf Usedom nahe unserem Ziel gibt’s auch einen Flughafen.

  11. @ Krüger:

    Die Vorteile eines Flugautos sind eine enorme Verkürzung der Reisezeit bei gleichzeitiger enormer Erhöhung der Verläßlichkeit. Wenn das für Sie beides nicht zählt -- nicht jeder Mensch hat ein Auto und es wird daher auch nicht jeder ein Flugauto haben.

    Ansonsten sind für Sie zu viele Dinge gewiß („Zu teuer, wartungsintensiv, unbequem, unkonfortabel, und zu viel Ärger damit“), die so klar nicht sind. Zumal die technische Entwicklung ja nicht in den 1950er oder 1960er Jahren stehengeblieben ist.

  12. @Micha #9
    Ich kann mich noch an den Amphicar erinnern, da gab es in Berlin einige wenige, von denen noch weniger mal im Wasser zu sehen waren, was aber in Berlin hauptsächlich daran lag, das dort die Zugänge zum Wasser sehr limitiert waren, Naturschutzgebiete, Kanalufer, Strände, Bootsanleger etc. Wie es im Rest des Landes aussah entzieht sich meiner Kenntnis, sicher gab es diverse beschränkende Regularien.

  13. Nachtrag zu #12
    aus Wikipedia:

    Insgesamt wurden 3878 Fahrzeuge fertiggestellt, 3046 wurden in die USA exportiert.

  14. @Peter Heller #11
    Wie ich bereits geschrieben habe, sind die von Micha genannten Negativpunkte rein subjektiv und nur aus seiner individuellen Sicht gültig, sofern sie überhaupt in der einen oder anderen Form zutreffen.
    Das ist generell der Vorteil eines PKW -- Individualität und Flexibilität, das mag für manchen „Geschäftsreisenden“, der in der Bahn noch seine Vorbereitungen treffen kann und vielleicht nicht groß umsteigen muß ganz anders aussehen.

  15. @ Gans:

    Wer ein Flugauto mit einem Amphibium vergleicht, der zeigt nur, daß er Funktionalität und Nutzen eines Flugautos überhaupt nicht verstanden hat.

    Das ist kein Vorwurf an Herrn Krüger. Es ist eine schlichte Tatsache, daß die übergroße Mehrheit der Menschen, die ich mit dem Thema konfrontiere, exakt so reagieren. Da nutzt keine noch so klar formulierte Beschreibung.

    Ich könnte mich mit dem Metermaß neben den Carplane stellen und nachweisen, daß er nicht breiter und nicht länger als ein SUV ist und daher selbstverständlich auf die Straßen paßt, wie auch in normale Parklücken, in Parkhäuser und Garagen. Muß er ja auch, denn sonst hätte der TÜV dem nicht zugestimmt. Es ist egal. Krüger schreibt trotzdem oben

    „und dann muss man auch noch große Parkplätze suchen“

    und ist damit nicht allein. Tausende würden dasselbe schreiben.

    Da kann man noch so oft darauf hinweisen, daß für den Carplane ungefähr 550 Flugplätze in Deutschland vorhanden sind, über die man im Mittel bis auf 30 km an jedes denkbare Ziel herankommt. Krüger schreibt trotzdem von den nicht vorhandenen Flugplätzen. Und das würden auch noch tausende andere so machen.

    Irgendwas ist vielleicht an dieser Begriffskombination aus „fliegen“ und „Auto“ (die ja letztlich nichts anderes meint, als den Individualverkehr in der Luft), die den Menschen den Blick vernebelt. Ich habe noch immer nicht herausgefunden, was das ist.

  16. @Peter Helle #15

    Wer ein Flugauto mit einem Amphibium vergleicht, der zeigt nur, daß er Funktionalität und Nutzen eines Flugautos überhaupt nicht verstanden hat.

    Im Hinterkopf hat sich „Fliegen“ und Bootchen fahren“ sicher als individueller Spleen Einzelner eingenistet.

    Wie sieht es eigentlich mit der Nutzlast / Zuladung bei dem vorgestellten Flugauto aus ?

  17. @Krishna

    Ich kann mich noch an den Amphicar erinnern, da gab es in Berlin einige wenige,

    Genau. Aus dem Grund würde ich ein richtiges Auto und ein richtiges Boot bevorzugen. Selbes beim Flugauto.

    @Heller

    Die Vorteile eines Flugautos sind eine enorme Verkürzung der Reisezeit bei gleichzeitiger enormer Erhöhung der Verläßlichkeit.

    Bietet mir im besserer Form bereits der Hubschrauber und ein Auto am Start-/ Landeplatz. In der Geschichte gab es in den 50er und 60er Jahren schon Erfindungen wie fliegende Plattformen für Soldaten, fliegende „Untertassen“, Jetpacks, etc.. Letztendlich hat sich mit dem Vietnamkrieg der Hubschrauber durchgesetzt, da er die besten Eigenschaften im Einsatz bietet. Bis heute sowohl zivil, als auch für das Militär unerreicht.

    Ist aber nur meine Meinung und soll hier nicht als Provokation gedacht sein.

  18. PS

    Und jetzt kommt bei RLT, The Avengers, so ein Iron-Man-Anzug wäre auch was für mich.

  19. Mich erinnert das an die Technikzeitschrift „Hobby“ der 60er Jahre. Da wurden auch regelmässig „Technikinnovationen“ verkündet, die toll waren, aber nie kamen.
    Wir haben Jährlich ca. 3500 Tote im einfachen, normalen Straßenverkehr -- und das gilt als Fortschritt -. Wieviel werden es dann wohl beim Flugauto sein, wo man zusätzlich noch einfach herunterfallen kann, weil der Seitenstreifen beim einfachsten Problem von Technik oder Fahrer fehlt? Ein Jumbo abgestürzt und die Nation steht Kopf. Beim Flugauto -- indiviuelles Problem?
    Es ist schon richtig angesprochen. Fukushima mit 0! Strahlentoten hat in Deutschland eine Massenshysterie gegen die Kernkraft ausgelöst. Im Verkehr werden massenhafte Tote dagegen als vollkommen normal akzeptiert. Und es dürfen ja ruhig mehr werden, wenn die 3. Dimension dazukommt.
    Aber: Die Kosten für Zulassungen, Führerschein, regelmässige Überprüfungen, Tüv, Wartung, Luftüberwachungs-Zusatzgebühren, Start- und Landeerlaubnisgebühren, Flugfähigkeits-Bescheinungstestate, Stadt-Zonen-Überfliegungserlaubnisgebühren werden es im Regulierungsland Deutschland sowieso verhindern.
    -- Und das erspart es mir, das ich mich in Zukunft auch noch gegen das Herunterfallen von privaten Groß-Flugkörpern auf mein Haus versichern muss.

  20. @ Realist, #19:

    Ich verstehe einfach nicht, was Sie da schreiben.

    Der Carplane kann entweder fliegen, oder fahren, aber nicht beides zur gleichen Zeit.

    Wenn er fliegt, ist er ein einmotoriges Kleinflugzeug. Von diesen gibt es einige tausend in Deutschland. Die auch bewegt und genutzt werden. Für die es also ein entsprechendes Regelwerk gibt, das offensichtlich deren Betrieb nicht behindert.

    Wenn er fährt, ist er ein PKW. Von denen es Millionen in Deutschland gibt. Die auch bewegt und genutzt werden. Für die es also ein entsprechendes Regelwerk gibt, das offensichtlich deren Betrieb nicht behindert.

    Zunächst ist der Carplane also interessant für alle Privatpiloten, die sowohl ein Flugzeug, als auch ein Auto besitzen. Das dürften so ungefähr alle Privatpiloten sein. Diese benötigen nun nur noch ein Fahrzeug.

    Sie schreiben:

    Aber: Die Kosten für Zulassungen, Führerschein, regelmässige Überprüfungen, Tüv, Wartung, Luftüberwachungs-Zusatzgebühren, Start- und Landeerlaubnisgebühren, Flugfähigkeits-Bescheinungstestate, Stadt-Zonen-Überfliegungserlaubnisgebühren werden es im Regulierungsland Deutschland sowieso verhindern.

    Ich bitte um Erläuterung, was davon nun den Carplane als Produkt verhindert. Wie bereits im Artikel ausgeführt: Sowohl TÜV als auch LBA haben dem Carplane die grundsätzliche Zulassungsfähigkeit bereits bescheinigt. Er verfügt sowohl über eine Flugzeugkennung, als auch über ein Autokennzeichen. Wo ist in drei Teufels Namen das Problem?

    @ Krüger:

    Bis heute sowohl zivil, als auch für das Militär unerreicht.

    Unerreicht laut, unerreicht ineffizient, unerreicht wartungsintensiv, unerreicht gefährlich (das mit Abstand gefährlichste Verkehrsmittel, bezogen auf die Pkm), unerreicht schwer zu führen (keine Eigenstabilität), unerreicht teuer.

    Der Helikopter ist ein technischer Irrweg. Es gibt ihn nur, weil er senkrecht starten und landen kann. Da man in D ohnehin nur auf Flugplätzen starten und landen kann, bietet er in dieser Hinsicht für den privaten Nutzer eben gerade keinen Vorteil gegenüber Flächenfliegern.

    @ Straten:

    Sehen Sie jetzt, was ich meine?

  21. Ich hab` vor einigen Jahren einen Prototyp eines offenen Tragschraubers am Rand der Industrie-Messe metav in Düsseldorf ausgestellt gesehen und mir intensiv angeschaut.
    Damals wurde dieses Fluggerät auch als technische Spinnerei belächelt, mittlerweile hat es Verwendung gefunden und ist weiterentwickelt worden, wie man im www sehen kann.
    Die Mobilität und die Varianten ihrer technischen Weiterentwicklungen, sind nach meiner Ansicht das Ergebnis dessen, was angewandte, konstruktive Kreativität so zustande bringt, wenn man die Freiheit der Kreativen nicht beschneidet, sondern besser froh sein kann, dass es noch solche, neben den politisch institutionalisierten Zeitgeistern die nur amten, weiter geben darf.
    Was sich dann in der Nutzen-Kosten-Wertung derer bewährt, die diese technischen Optionen der Kreativen, als relativ einfach zu steuernde Technik einsetzt, wird sich schon zeigen, wenn man die Toleranz dafür aufbringt andere persönliche Wertschätzungen als Vorteile einer Entscheidungsfreiheit zu akzeptieren. Also eine Einstellung die uns vielleicht nicht leicht fällt, weil es dafür bei uns leider zu wenig Tradition gibt, die nicht politisch immer wieder vergiftet wurde.

  22. morgen habe ich wieder 5 Laptops in Jülich und Aachen zu reparieren. Von Wuppertal aus heißt das: erstmal über den Rhein -- morgens um 9, wenn die Düsseldorfer Rush-Hour durch ist, geht das recht gut, aber nachmittag zurück wird schwierig, weil die Staus sich nachmittags über mehr Stunden verteilen.

    Wenn ich die Wege von einem Kunden zum anderen wie gewohnt Auto fahre, aber 1. morgens zum „Zielgebiet“ und nachmittags zurück fliegen könnte, wäre das nicht nur für mich entspannter, sondern auch für alle anderen, die im Stau um mich drumherum stehen.

    Das Carplane wäre trotzdem nichts für mich, denn der Beifahrersitz ist der Platz für meine Brotzeit und meine Thermosflasche. Außerdem brauche ich keine 176 km/h auf der Straße, es reicht völlig, wenn die in der Luft erreicht werden. 🙂

  23. @Peter Heller
    In meinem Bekanntenkreis sind mindestens zwei, die sofort nach einer solchen Möglichkeit gegriffen hätten. Heute sind sie vielleicht zu alt aber wer weiß. Das Geld in der Grössenordnung bis zu einer halben Million Euro spielt für sehr viele Leute überhaupt keine Rolle, wenn sie sich dafür Vorteile erkaufen können. Man muß ja nur mal durch Vororte laufen, dann kann man sehen, was sich die Leute teilweise da für Bauten hinstellen.
    Viele Leute haben einen Flugschein aber nicht für Instrumentenflug. Die haben immer das Problem, dass sie mit ihrem Fluggerät pünktlich ankommen müssen und sich auch sonst nach dem Wetter richten müssen. Wenn die irgendwo landen können und dann mit ihrem Gerät weiter fahren können, dann haben sie enorm an Nutzungsqualität gewonnen. Ein wirklich nutzbares und allgemein zugelassenes Kombigefährt wie das Carplane hat bestimmt seine Interessenten. Da kann man zwar nicht die Welt mit retten aber sich sicher häufiger mal Zeit und Ärger ersparen. Ich würde schätzen, dass die Menge der Interessenten mindestens so groß ist wie die Menge der Privatflugzeugbesitzer in Deutschland. Wahrscheinlich ist das aber eher zu konservativ.

  24. @Heller

    Unerreicht laut, unerreicht ineffizient, unerreicht wartungsintensiv, unerreicht gefährlich (das mit Abstand gefährlichste Verkehrsmittel, bezogen auf die Pkm), unerreicht schwer zu führen (keine Eigenstabilität), unerreicht teuer.

    Alles längst gelöst. Es gibt Helikopter mit Flüsterantrieb, schon gezeigt in das Fliegende Auge von ca. 1980, die Reichweite ist größer als bei einem fliegenden Auto, die Geschwindigkeit größer, über 300 km/h, Eigenstabilität durch Computerstabilisation , etc..

    Bei Waffensystemen wird auch auf hochspezialisierte Waffensysteme gesetzt und nicht auf Multikombisysteme.

  25. PS

    Zudem fällt ein Helikopter durch die weiter rotierenden Flügel nicht wie ein Stein vom Himmel.

  26. @Micha #25

    Zudem fällt ein Helikopter durch die weiter rotierenden Flügel nicht wie ein Stein vom Himmel.

    Zum Einen ist das nicht richtig, weil auch genau das passieren kann, siehe hier.
    Zum Anderen sind die weiter rotierenden Flügel bei vielen Crash gerade entweder der Auslöser oder sie verschlimmern den Crash noch, der so bei einem vergleichbaren Crash eines Flugzeugs so nicht passieren würde.

  27. Stellen wir uns einfach nur mal vor, wir hätten in der Zukunft lauter „fliegende Autos“….würden sich unsere Verkehrs-Parkplatz Probleme in den Großstädten bzw. Innenstädten oder Ballungsräumen wirklich entschärfen oder würde nicht nur noch eine Gefahrenquelle mehr mit der 3 Dimmension hinzu kommen. Schließlich ist das Problem des Verkehrs- Parkplatz Infarkt in dem begründet, dass sehr viele Menschen zur gleichen Zeit das gleiche Ziel ansteuern wollen….

    Und niemand wird 1000 Meter über einer Stadt mit seinen Auto fliegen wollen, wenn er von einen Ende der Stadt zum anderen gelangen will. Es werden sich also zwangsweise viele wieder auf einer Höhe tummeln….und zwar auf der „optimalen Höhe“ und diese wird so niedrig wie möglich bzw. wie erlaubt sein…da wird der Luftraum über den Ballungsräumen/Großstädten dann gleich mal sehr viel begrenzter / enger werden und zum Schluss wollen dann wieder sehr viele zur gleichen Zeit auf ein begrenztes Arial runter. Beispiel Konzert, Sportveranstaltungen und andere Events.

  28. Wat der Bauer net kennt, das frisst er auch net……

    Man o man……habt ihr das Träumen verlernt…..ist der Bedenkenträger inzwischen schon in Fleisch und Blut übergegangen ?

    Abstürzende Fliechzeuge…….na und?

    Fallschirm rettet Flugzeuge vor dem Absturz

    Flugzeugbauer statten nicht mehr nur Piloten, sondern ganze Flugzeuge mit Fallschirmen aus. Gerät der Flieger in Not, wird ein Fallschirm ausgelöst, an dem die ganze Maschine zu Boden schwebt. Das so genannte Gesamt-Rettungssystem findet sich neben Leichtflugzeugen inzwischen auch in Jet-Varianten und Reisemaschinen.

    Wo also…..liegt dat Problem?
    Es geht doch im Prinzip nur um eins……schnellstmöglich von Punkt A nach B zu kommen….und dat ganze möglichst streßfrei…..und wenn ick dann vonner Landstraße oder sonstwo mit meinen fliegenden Auto losdüse….kann der Rest des Fluges ja automatisch, an Luftstraßen angepasst, erfolgen….und am Ziel angekommen, Flügel rein und ab zu Oma Trude zum Kaffeekränzchen.

    Vor Jahren wollte ick nach Köln um dort mein neues Auto abzuholen…..am Ende bin ick nach Tegel, rin in den Flieger und ne Menge Zeit gespart……und der Händler hat mich dann vom Flughafen Köln abgeholt……Ihr hättet mal die Zollbeamten beim Einchecken sehen sollen, mein Gepäck bestand lediglich aus den Überführungsnummernschildern, *grins.
    Dat blöde am Linienflug is aber…..ne halbe Stunde vorher einchecken…..dann die lästige Sicherheitskontrolle…..Rauchverbot…..wat dann die eigentliche Zeitersparnis ziemlich einschmelzen lässt, die der Stundenflug ermöglicht hätte.

    Jaja……dat fliegende Auto ist gewissermßen ein kleiner Spleen von Peter…….na und, zeigt es doch lediglich, das sich ein Mensch für etwas begeistern kann…..abseits des paragraphen-zitierenden Deutschen, der inzwischen schon vor dem eigenen Schatten wegläuft.
    Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo man Apple für seinen Musik-Bezahldienst iTunes ausgelacht hat, weil damals nämlich noch alle Welt kostenlos die Mukke per I-Net getauscht hatte….und wie siehts heute aus…..jede Menge Anbieter vom „legalem Bezahl-Mukke-zutschen“.
    Ok…jeder Vergleich humpelt diesbezüglich…..und trotzdem versuchen private Unternehmer den Weltraum zu erobern..selbst wenn die Fehlschläge stark aufs Gemüt und die Brieftasche schlagen sollten…..sie machen trotzdem weiter.
    Und ja, wer Angst hat kann sich ja ein Kleeblatt ins fliegende Auto hängen oder vom Dorfpfarrer segnen lassen.

    Onkel Heinz……ach Menno…..die blöde Fliege nervt tierisch, klatsch….shit, nu is der Monitor wieder eingesaut

    (Tante Edit sagt, doppelt gemoppelt hält nich immer besser H.E.)

  29. Flugzeugbauer statten nicht mehr nur Piloten, sondern ganze Flugzeuge mit Fallschirmen aus.

    Mein Avatar hat das serienmäßig....

  30. Technisch interessant und bestimmt mit Gyrokoptern relativ einfach und billig machbar. Leider nur in Gegenden mit Weite, ohne Flugplatzwang, ohne störende Infrastruktur wie z.B. Windmühlen mit 210 m und Hochspannungsmasten mit 70 m. Dt. U-Boote schleppten solche Tragschrauber ohne Eigenantrieb, mein Kapitän flog so einen.1944.
    Die Polizei in Brandenburg fliegt billig Streife mit 2 Mann, aber ein Verkehrsmittel für möglichst jedermann? Sicher nie in Deutschland. Da stehen Stapel von Gesetzen, Verordnungen, Lizenzen, Genehmigungen und Versicherungen dagegen.

  31. @ Reichart, #30:

    …und wieder verstehe ich nicht, was Sie da schreiben. Wir leben offensichtlich in zwei verschiedenen Welten. Ich denke, die meine entspricht der Realität.

    aber ein Verkehrsmittel für möglichst jedermann? Sicher nie in Deutschland. Da stehen Stapel von Gesetzen, Verordnungen, Lizenzen, Genehmigungen und Versicherungen dagegen.

    Nun ist der Carplane ein Flächenflieger und kein Gyrocopter. Zielgruppe (Privatpiloten) und Einsatzzweck (kein Fahrzeugwechsel mehr erforderlich für eine reibungslose Mobilität vom Start zum Ziel) sind nun ausreichend beschrieben. Da einmotorige Privatflugzeuge in Deutschland betrieben werden dürfen, gilt das also auch für den Carplane. Wo genau ist das Problem?

    Was den Tragschrauber betrifft: Autogyro als Marktführer wird in diesem Jahr Nummer 2.000 ausliefern. Nach gut 10 Jahren Serienproduktion. Der Tragschrauber ist bereits ein Verkehrsmittel für jedermann. Ein UL-Schein ist auch nicht wesentlich teurer, als der PKW-Führerschein.

    Mit dem Cavalon Pro hat Autogyro übrigens auf der Messe den ersten nachtflugtauglichen UL vorgestellt. Der natürlich auch entsprechend zugelassen ist. Damit wird dem UL-Bereich jetzt auch der Weg in die kommerzielle Nutzung geöffnet.

    Die Kosten für einen Tragschrauber (Kauf, Unterhalt (Wartung), Versicherung u.ä.) sind auch nicht höher als die eines Oberklasse-Automobils. Das spricht sich langsam herum, deswegen ja auch der große Markterfolg. An einen UL-Piloten werden auch nicht die Ansprüche gestellt, wie an einen Linienpiloten.

    Ich habe manchmal den Eindruck, mit dem Begriff „fliegendes Auto“ werden Assoziationen geweckt, die nicht dem entsprechen, was die Hersteller darunter verstehen und dann auch bauen.

  32. Ich meine, wenn die Grünen was gegen das fliegende Auto haben, weil sie grundsätzlich den Individualverkehr für bedenklich halten, dann kann ich dies, aus deren Sicht, noch nachvollziehen. Wenn ich die Gegenargumente und Einwände betrachte, die hier genannt wurden, dann fällt auf, dass »Gegenwärtiges« die Argumentation bestimmt.

    Mir kommt es gar nicht darauf an, darüber zu urteilen wie richtig oder falsch die Argumente sind, sondern es ist eine Subbotschaft vorhanden, die auf Angst vor Veränderung schließen lässt. Die andere Subbotschaft ist die: In Deutschland ist sowieso alles Mist, da haben Neuerungen keine Chance, nicht nur hier bei dem fliegenden Auto. Dies wird dann in jedes zu besprechende Thema eingewoben. Das sind zwei gegensätzliche Sub’s die aber je nach Argumentation beide verwendet werden.

    Das Außenbild wird dadurch katastrophal. Wenn ich jetzt ein Angriff auf Skeptiker starten möchte, würde ich sagen: „Seht, die sind grundsätzlich gegen Neuerungen und Innovation und haben Angst vor der Zukunft.“ Mir ist da zu viel Pessimismus in den Aussagen.

    Wir werden aber Menschen außerhalb unserer im Internet vernetzten Kreise nicht erreichen, wenn wir nur negative Subbotschaften verbreiten. Dann sind wir nur die »Bruddler«, wie man in Schwaben sagt, die die über alles motzen und denen man nichts recht machen kann.

    Was wir aber brauchen, um auch außerhalb von »unseren« Kreisen bemerkt und ernst genommen zu werden, sind positive Botschaften. Negativismus als Grundhaltung in Diskussionen ist nicht besonders attraktiv. Das haben auch unsere Gegner in der politischen Diskussion längst erkannt, die zwar immer noch kommende Katastrophen an die Wand malen, dies aber mehr und mehr an Bedeutung verliert, und dafür positive Botschaften verbreiten.

    Jetzt wird vom guten Leben gesprochen, und wie toll Verzicht ist. Das ist auch kein Widerspruch in der Argumentation: Die Lebensqualität wird durch Verzicht gesteigert. Natürlich bin ich anderer Meinung, das tut aber nicht zur Sache.

    Wie man argumentiert um etwas zu bewegen, da können wir von unseren Gegnern noch viel lernen. Die »alles ist Mist Haltung« wirkt auf die Dauer nur abstoßend.

  33. Ich beobachte interessiert die Diskussion, kann die Aufregung wider das Carplane aber nicht nachvollziehen.

    Egal, was mich interessieren würde, wer von den Carplane-Befürwortern würde sich denn zutrauen ein solches Flugauto, wie auf dem Fotos im Artikel gezeigt in Ballungszentren zu starten, landen, fliegen und zu fahren?

    Wenn ich mir so die Senioren in unserer alternden Gesellschaft so anschaue, die schon Probleme haben ein normales Auto zu steuern, oder die vielen ängstlichen Frauen, dann frage ich mich, wer sich als geeigneter Pilot ansehen würde?

  34. @Micha #33

    dann frage ich mich, wer sich als geeigneter Pilot ansehen würde?

    Wenigstens alle die, die bereits ein Flugzeug haben, mieten oder sportlich nutzen.
    Und da man 2 Fliegen mit einer Klapper schlagen kann, Auto und Flugzeug in Einem, sicher noch ein Paar mehr.
    Dazu diverse Kurierfirmen, die Kleinkram wie Dokumente schnell von A nach B zu bringen haben, wie z. B. Fedex und ähnliche Unternehmen. Eilig Personentransporte mit dem Vorteil, das man an der Haustür abgeholt wird und auch am Ziel wieder abgesetzt wird, ohne umsteigen zu müssen etc etc.

  35. @Krishna

    OK. Das finde ich völlig OK. Ich dachte aber eher das das Carplane ein Fahrzeug für Jedermann sein solle. Vielleicht lag da das Missverständnis?.

  36. Krüger,

    das Ziel „Luftfahrzeug für jedermann“ ist eher mit dem PAL-V oder dem Transition zu erreichen, einfach, weil man die mit Ultraleicht-Lizenz fliegen kann und nicht nur mit vollwertigem Pilotenschein. Die Frage „was tun, wenn man sich mit dem Sprit verschätzt hat und in 300m Höhe der Motor ausgeht“ ist bei diesen auch leichter beantwortet als beim Carplane: der Transition kann am Fallschirm hängend notgelandet werden, und der PAL-V ist ein Autogiro, kann also seinen Rotor als „Fallschirm“ nutzen.

    Trotzdem sind alles noch „Rich Man’s Toys“ -- so billig wie mein Matiz wird keiner davon in absehbarer Zeit werden.

  37. @ Krüger, #33:

    wer von den Carplane-Befürwortern würde sich denn zutrauen ein solches Flugauto, wie auf dem Fotos im Artikel gezeigt in Ballungszentren zu starten, landen, fliegen und zu fahren?

    Fahren ist kaum das Problem. Das Gerät ist ein PKW und wird auf der Straße auch genau wie ein solcher bedient. Mir ist nicht ganz klar, was der Hinweis auf die „Ballungszentren“ bedeuten soll. Starten und landen kann und darf man in D nur auf den dafür vorgesehenen Flugfeldern. Damit sind eben genau nicht die „internationalen Großflughäfen mit Linienverkehr“ gemeint. Man fährt also mit dem Carplane aus der Stadt raus, zum nächstgelegenen Flugplatz und startet dort. Nach Sichtflugregeln im unkontrollierten Luftraum -- das darf man einfach mal so machen, wenn man denn eine entsprechende Lizenz hat. Wo ist das Problem?

    Ich dachte aber eher das das Carplane ein Fahrzeug für Jedermann sein solle. Vielleicht lag da das Missverständnis?

    Im Artikel oben sind doch Zielgruppe und Nutzfunktion klar benannt.

    @ Archophob, #36:

    Terrafugia müsste aber ein Wunder vollbringen, um den Transition in die UL-Klasse zu bringen. PAL-V auch. Beides sind höchstens LSA, genau wie der Carplane auch. Ein entsprechendes Gesamtrettungssystem kann im Carplane natürlich auch eingebaut werden.

    @ Quentin, #32:

    Du hast das Problem auf den Punkt gebracht. Nur ist das „Festhalten am Gegenwärtigen“ kein Problem von Skeptikern oder Alarmisten, es zieht sich durch alle Bevölkerungsteile. Unabhängig von Alter, Geschlecht oder politischer Ausrichtung. Nach meiner Erfahrung.

    Auch möchte ich keine „schönen“ Geschichten erzählen, sondern denkbare. Nach meiner Auffassung sind bestimmte Ausprägungen der technischen Evolution zwangsläufig. Schon mit der Erfindung der Dampfmaschine hätte man den Individualverkehr vorhersehen können, schon mit der Entwicklung des integrierten Schaltkreises das Smartphone. Man muß nur die Gesetzmäßigkeiten von Innovationsprozessen richtig anwenden. Eine Reihe dieser Gesetzmäßigkeiten sind im Text oben benannt.

    Und daraus folgen Entwicklungen, die zwangsläufig sind: Man kann sich einfach keine Welt mehr vorstellen, in der die jeweilige technische Vision nicht eintritt. Anders ausgedrückt. Die notwendigen Anstrengungen, diese zu verhindern, übersteigen die Möglichkeiten einer Gesellschaft. Dabei ist nicht die konkrete Gestaltung eines technischen Systems zu beachten, sondern dessen Nutzen. Was weiß ich denn, wie genau die Autos und Fluggeräte der Zukunft aussehen? Aber eines ist sicher. Es wird autonome Autos geben -- und es wird auch den Individualverkehr in der Luft geben.

    Genau, wie man eben aus der ersten Dampfmaschine hätte ableiten können: Es werden eines Tages mobile Systeme mit Motoren statt mit Muskelkraft betrieben. Und man hätte angesichts des ersten IC’s sagen können: Es wird bald Geräte mit unvorstellbarer Rechenleistung geben, die wir in der Hand tragen können. Und diese Rechenleistung wird u.a. für die Kommunikation verwendet.

  38. @Archophob

    das Ziel “Luftfahrzeug für jedermann” ist eher mit dem PAL-V oder dem Transition zu erreichen, einfach, weil man die mit Ultraleicht-Lizenz fliegen kann und nicht nur mit vollwertigem Pilotenschein.

    Die Frage ist auch hier, traut sich das Jedermann zu fliegen?

  39. @Heller

    Die Zielgruppe war mir schon klar:

    Sicher wird das Gerät einiges kosten – von einer niedrigen sechsstelligen Summe ist die Rede. Sicher ist die Zielgruppe der vermögenden Privatpiloten klein.

    Ich betrachte das Carplane sozusagen als Pilotprojekt für vermögende Privatleute, mit Ausweitungsmöglicheit für die vermögende Mittelschicht. Die Frage ist auch hier, traut sich das in dieser Schicht Jedermann zu fliegen?

  40. @Heller

    Oder sollen das Carplane und seine Nachfolger wirklich nur für vermögende Piloten eine Alternative sein? Der Artikel macht das nicht ganz eindeutig. Wenn das so ist, dann haben viele das einfach missverstanden.

  41. als berufspendler (100km+ einfach, zu fuss -- bahn -- sbahn -zu fuss) würde ich mir ein „fliegendes auto“ eher heute als morgen wünschen.

    das carplane wäre trotzdem für mich keine echte alternative: es vereinigt zu sehr die nachteile von auto und flugzeug. zunächst ist man auf die (verstopten) strassen angewiesen bis man auf den flugplatz kommt, das auto muss dazu notgedrungen ein vernünftiges fahrwerk, sicherheits-zelle, airbag, usw.. haben. das ist alles im flug unnützes gewicht. ans ziel kann man aber nicht fliegen, sondern nur in die nähe, und dann steht man wieder im stau und am ziel sucht man einen parkplatz….

    meine „wunschobjekt“ wäre in einsitziger, autonom fliegender vertikal startender mulitkopter, der von plätzen oder hausdächern starten kann, das fluggerät sollte mich auf dem firmengelände absetzen, und dann zum parken (und aufladen oder tanken) irgendwo an den stadtrand fliegen. abends sollte es per smartphone geordert mich abholen und autonom nach hause fliegen.

    fahren können muss das gefährt nur begrenzt. ein hilfsantrieb mit wenigen km/h um das ding in die nächste parklücke oder garage zu bugsieren wäre völlig ausreichend.

    der e-volo scheint mir da eher auf dem richtigen weg. und ich glaube es ist auch ein preiswerteres konzept

  42. @Micha
    Wie wärs denn……als Taxi?
    Dat nimmt man, wenns dringend ist…..und viele km in kurzer Zeit zurückgelegt werden müssen….ok, fürn Hartzer isses natürlich nich gedacht……aber ick würde den Service bestimmt mal in Anspruch nehmen, wenns nötig wäre.

    Onkel Heinz……entschleunigt im Urlaub…..aber im Dienst ein „Schnell-Ort-Wechsler“….Zeit is Geld

  43. Was spricht eigentlich dagegen, ein fliegendes Auto auf Gyrokopterbasis aufzubauen?

    mfg

  44. @ Peter #37

    Danke für die Ergänzungen/Erläuterungen. Ich denke, wir brauchen Beides, die Erklärungen über Zwangsläufigkeiten der technischen Evolution, und Geschichten darüber, die dieses den Menschen vermittelt.

    Diejenigen die mehr in Zusammenhängen denken, ein eher analytisches Denken haben, wie eben Naturwissenschaftler, werden mit ersteren mehr anfangen können. Andere, wie ich zuweilen, die mehr in Bildern denken, greifen dann zur zweiten Option.

  45. @ Krüger, #40:

    Oder sollen das Carplane und seine Nachfolger wirklich nur für vermögende Piloten eine Alternative sein?

    Im ersten Schritt. Irgendwo muß man ja anfangen. Die wahren Entwicklungskosten wollen auch erst wieder eingespielt werden. Jede Innovation beginnt als teurer Luxus für eine kleine Zielgruppe. Der erste Chip kostet Abermillionen. Der zweite dann schon fast nichts mehr. So funktioniert es immer. Wenn denn einige „First Mover“ den Carplane verwenden, werden mehr potentielle Nutzer auf diese Technologie aufmerksam und mehr potentielle Anbieter werden in den Wettbewerb eintreten. Das ganze schaukelt sich dann im Idealfall immer weiter auf, bis irgendwann Autos, die nicht fliegen können, überhaupt nicht mehr verkaufbar sind (bzw. dann in die Nische zurückgehen). Der Übergang vom Handy zum Smartphone verläuft ja ähnlich, nur viel schneller. Das Prinzip ist immer dasselbe.

    Schwer zu sagen, wie schnell so eine Entwicklung in die Breite diffundieren kann. Beim PKW hat es in D eigentlich erst nach den 2. WK angefangen -- mit der Massenmotorisierung. Die UL-Fliegerei hat eigentlich auch erst vor 10-15 Jahren so richtig begonnen und ist erst jetzt auf dem Sprung, sich über die ursprüngliche Fliegerszene hinaus auszubreiten. Aus wilden Konstruktionen aus Holzlatten und Segeltuch sind hochmoderne Fluggeräte mit exzellenten Flugeigenschaften geworden. Deren Kosten (Anschaffung und Unterhalt) immer weiter sinken. Sie liegen zur Zeit auf dem Niveau von Oberklasse-Automobilen. Ein UL-Schein wird für „Fußgänger“ immer attraktiver. Und wenn China seinen Luftraum für die General Aviation öffnet, wird man eine Explosion des Marktes erleben.

    Wann? Kann ich nicht sagen. Mag zehn Jahre dauern, 20 oder 50. Keine Ahnung. Ist aber zwangsläufig. Ich werde noch einen Bericht von der Aero hier nachschieben, damit man das Umfeld besser einschätzen kann, in dem so Dinge wie der Carplane entstehen.

    @ MichaelE:

    der e-volo scheint mir da eher auf dem richtigen weg. und ich glaube es ist auch ein preiswerteres Konzept

    Der Carplane wird dem Vernehmen nach um die 200.000 Euro kosten. Den Volocopter sehe ich eher bei 500.000. Im letzteren steckt sehr viel technisches Neuland. Konzepte wie der Carplane bestechen dadurch, daß sie im Prinzip nur das Vorhandene neu kombinieren. Das senkt Kosten und Risiken erheblich. Der Volocopter paßt auch nicht in die vorhandene Infrastruktur. Straßentauglich ist er auch nicht. Als „Flugtaxi“ für die Innenstadt sehr gut geeignet. Der Carplane ist eine Lösung für mittlere Strecken zwischen 300 und 1.000 km. Parallel kann man beobachten, daß der Mobilitätsbedarf (in D auch, aber vor allem weltweit) genau auf diesen Strecken zunimmt. Das haben sich die Entwickler (natürlich auch die Terrafugias dieser Welt) ganz genau überlegt.

  46. @ mrotz, #43:

    Was spricht eigentlich dagegen, ein fliegendes Auto auf Gyrokopterbasis aufzubauen?

    Nichts. PAL-V versucht es ja. Das Carplane-Team kennt sich halt mit Flächenfliegern aus und setzt deswegen auf dieses Konzept. Jeder macht das, was er besonders gut kann.

    Es gibt in D noch ein zweites Team, das an einem Flugauto auf Basis eines Motorschirms arbeitet. Das ist eher was für Abenteurer-Typen. Aber dafür sehr preiswert (weit unter 100.000 Euro avisierter VK). Ich verfolge auch dieses Projekt, bei dem demnächst die Fertigstellung des Serienmusters zu erwarten ist. Ich werde darüber berichten.

  47. @Heller, Heinz

    OK, dann habe ich es verstanden. Also das Carplane soll erst einmal eine Alternative für Privatpiloten und gewerbetreibende Piloten sein, zu den herkömmlichen Transport- und Flugangeboten. Damit habe ich überhaupt keine Probleme und wenn ein Bedarf danach bestehen sollte, dann wird sich der zeigen, oder auch nicht. Der Markt wird es richten. Ich sehe nur eine Problematik, wenn nämlich Jedermann, der es sich leisten kann, sich so ein Carplane zulegen kann und damit frei rumfliegen will und kann. Dazu sind die wenigsten Leute geeignet. Dazu muss man nur auf die Autobahnen und Landstraßen und den Stadtverkehr schauen. Auch wenn ich mit dem Rad in Blockland unterwegs bin, fahren dort bei schönen Wetter reichlich Leute rum, die nicht mal das Radfahren beherrschen, geschweige denn die Verkehrsregeln. Auch mit Führerschein.

    Ich würde es mir übrigens zutrauen ein Carplane nachdem ich einen Pilotenschein erworben hätte, oder mit Beipiloten zu fliegen. Über Kleintransporter und Motorboote bin ich schon einige Fahrzeuge gefahren, dass sollte also kein Problem sein. Von der UNI aus gab es auch einen Segelfliegerkurs im Hochschulsport-Programm. Im Studium habe ich leider die Zeit dazu nicht gefunden.

  48. In den Schweizer TV-Nachrichten: „Dem Auto das Fliegen lehren“

  49. Na danke. Wenn ich mir überlege, die Prolls, die ich hier jederzeit auf der Kreuzung vor meinem Fenster beobachten kann, würden sich auch in der Luft austoben können….

  50. Schon vor zehn Jahren durfte ich an ersten Flug-Auto Konzepten mitwirken mit dem Arbeitsname „Flyke“ von der Firma KLK und SEB. Leider waren diese mit ihrer Idee viel zu früh dran, so dass das Konzept leider wieder sterben musste weil es damals noch keine Investoren fand: http://www.felixschaller.com/index.php/refs/design-works/64-flyke

    Auch wenn jetzt alle über Google’s selbstfahrendes Auto schwärmen: Die Fliegenden Autos sind erst die wirkliche nächste dysruptive S-Kurve. Der Hype wird kommen. ich vertrete daher nicht die Meinung, dass das fliegende Auto ein unattraktives Konzept ist. Fraglich wenn dann eher die derzeit verfügbaren Flugauto-Konzepte die zwar den Traum staufreier und schneller Mobilität verwirklichen, aber teilweise in Sachen Praktikabilität noch nicht 100% überzeugen. In dieser Form werden sie wohl vorerst eher eine Chimäre bleiben. Halb Auto, halb Flugzeug.

    Der Durchbruch wird dann so richtig losgetreten, wenn ein richtiges und praktisches Flugauto den Platz der aktuellen Chimären einnimmt. Auch Tablets-Computer gab es lange vor dem iPad. doch erst das iPad hat das arbeiten mit dem Tablet salonfähig gemacht.

    Was ähnlich diesem Beispiel bei vielen Innovationen die sich auf ein neues Anwendungsfeld wagen oft fehlt, ist das Verständnis für diese neue Umwelt und deren neue Regeln. man konzentriert sich viel zu stark auf das Übertragen von Konzepten aus althergebrachten Umfeldern, als dass man versucht dieses neue Umfeld auf ganz eigene Art neu zu verstehen. genauso wie eben der Tabletcomputer nicht für eine Mausbedienung geeignet ist, so ist das jetzige Flugauto einfach noch nicht praktisch genug dass man es gegen ein Auto eintauschen möchte.

    Ich bin aber fest davon überzeugt dass dies eines Tages passieren wird. Es fehlt eben nur ein passendes Konzept.

  51. Immer wieder inspirierend, diese Diskussion ums fliegende Auto.

  52. Au fein. Das höre ich seit 80+ Jahren. (Die Pioniervisionen gehen auf die Weltausstellung in Chicago 1933 zurück.) Also 18 Jahre länger als die Wasserstofffusion, die seit 1951 zu jedem Zeitpunkt in genau 50 Jahren ans Netz gehen wird. Da wird es schon stimmen. Nur wann? -- Mit aller Wahrscheinlichkeit in dem Jahrzehnt, wenn der Meeresboden besiedelt wird (die Erdoberfläche wird ja zu 100% benötigt, um die 6 Milliarden Menschen zu ernähren; mit Plankton als Grundnahrungsmittel). Aber wer es sich leisten kann, kann auf dem Mond Urlaub machen. Am besten, ich lass mich bis dahin einfrieren; vorher lege ich €1.000 zu aktuellen Zinssätzen an & bin beim Aufwachen reich wie 1 Scheich. Naja, wie ein Scheich im Jahr 2050 ;-).

  53. Ich bin erschrocken und entsetzt und muß diesen Artikel jetzt doch noch mal ausgraben: am Mittwoch, 21. Oktober 2015 kam Marty McFly in einer Zukunft an, die wesentlich mehr fliegende Autos hatte als unsere Gegenwart. Gestern stieß ich bei Wikipedie auf dieses Fahrzeug:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Tragschrauber#/media/File:McCulloch_J-2_Aero_Super_Gyroplane_-_GPN-2000-001904.jpg
    Sieht nicht so sehr aus wie ein Auto, ist aber kompakt genug, um genau das Fortbewegungsmittel sein zu können, das ich als Vor-Ort-Techniker bräuchen könnte, um staufrei mit einem Satz Schraubendreher, einer handvoll USB-sticks und einem Stapel Laptop-Mainboards zu meinen Kunden und wieder nach hause zu kommen.

    Das Ding wurde in den 70ern genau 83 mal gebaut und seitdem nicht weiterentwickelt! Das könnte längst ein massentaugliches Allerweltsprodukt sein wie es Computer heute sind und in den 70ern auch noch nicht waren, aber irgendetwas muß seit den 70ern gehörig schiefgelaufen sein in unserer westlichen Zivilisation.

    Die Zukunft war früher auch besser. 🙁

  54. Ist mal wieder was im Spam hängen geblieben ! 🙁

  55. @ Gans, #54:

    Das macht diesmal nix. 😉 Bitte bzgl. des verlinkten Themas noch um zwei Tage Geduld.

  56. @Peter #55
    Wenn’s Thema aufgegriffen / angekommen ist, dann ist alles bestens 🙂

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