Ich bin ein Veganer

6. September 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Ernährung, Ökologismus

ego3-150x150Ich habe meine Ernährung umgestellt. Auf Salat. Auf den Salat, den man zwischen zwei Brötchenhälften steckt. Mit einem Fleischklops in der Mitte. Sie finden diesen Witz albern? Ich auch. Aber irgendeiner lacht immer, wenn ich mich mit diesen Sätzen in die Mittagspause verabschiede.

Schließlich gibt es ein Vorbild. Auch unser Schwimmweltmeister Marco Koch folgt diesem Konzept. Nur meint er es tatsächlich ernst. „Vegan plus Fleisch“ heißt sein Erfolgsrezept. Sie fragen sich, was das für eine Ernährung sein soll? Ich auch. Die Erklärung lieferte er nach dem Gewinn der Goldmedaille mit den Worten: „Ich will gleich noch zu Burger King“.

Sie meinen, bescheuerter geht es nicht mehr? Dachte ich auch. Aber „vegan plus Fleisch“ ist bei weitem noch nicht perfekt. Wer es richtig machen und die Umwelt ebenso wie seine Gesundheit ruinieren möchte, der darf doch kein Fleisch essen! Der hat mindestens auf vegetarisches, wenn nicht gar veganes Fleisch umzusteigen.

Sie denken, das wäre Unsinn? Da kennen Sie Landwirt Ansgar Meydorf aus Schüttorf noch nicht. Er bietet „vegetarisches Schweinefleisch“ an. Nein, es handelt sich nicht um eine besonders raffinierte Tofu- oder Sojasimulation, sondern um das Fleisch von echten Schweinen. In dieser Publikation finden Sie auf Seite 34 seine Geschichte:

Die Wohlstandswelt lechzt nach Alternativen zu tierischen Produkten. Und während längst auch abseits vom Prenzlauer Berg die Supermärkte ihre Regalflächen für Tofu und andere Pflanzenfaserprodukte erweitern, bahnt sich die wirkliche Revolution in der Grafschaft Bentheim an: Das Fleisch der alten Rasse „Bunte Bentheimer“ war immer bekannt, weil es fettarm ist. Jetzt gelang erstmals eine komplett vegetarische Züchtung: Ein Schwein ganz aus Pflanzenfleisch, sozusagen.

Ein Schwein aus Pflanzenfleisch – ja, das muß einem erst einmal einfallen. Bauer Meydorf setzte seinen Plan mit zielgerichteter Konsequenz um:

In einem ersten Schritt habe er die Tiere seiner Zucht seit 2006 auschließlich pflanzlich gefüttert, ab 2010 dann, unterstützt von einem veganen Lebensmittelproduzenten aus dem Landkreis Diepholz, sogar vegan. […] „Jetzt“, sagt Meydorf nicht ohne Stolz, „ist die Zucht erstmals soweit, dass das Fleisch der Schweine direkt zu vegetarischen Produkten verarbeitet werden kann.“

Am Kommunikationskonzept muß er wohl noch feilen. Lieber Ansgar Meydorf, vegan ernährte Schweine liefern eben nicht nur vegetarisches, sondern sogar veganes Fleisch. Also gleich eine ganze Qualitätsstufe höher. Damit auch ich am Ende inbrünstig und voller Stolz verkünden kann: Ich bin ein Veganer.

Denn diese Idee, wäre sie denn wahr [ergänzt am 08.09.2015: wie sich in der Diskussion herausgestellt hat, ist der zitierte Artikel als Satire zu werten], könnte Schule machen: Vom veganen Schwein zu veganen Rindern scheint es mir nicht mehr weit. Man komme mir jetzt nicht mit tierphysiologischen Argumenten. Auch das Huhn hat ein Recht auf eine rein auf pflanzlichen Proteinen basierende Fütterung. Oder möchte jemand unseren Fleischlieferanten verbieten, sich ökologisch korrekt und gesundheitsbewußt zu ernähren? Wer Wild auf seinem Teller schätzt, genießt veganes Fleisch ohnehin schon seit längerem. Und wenn der hiesige Wolf seinen Speiseplan mit dem ein oder anderen Haustier anreichert, darf er ja nicht Gefahr laufen, möglicherweise fleischliches statt pflanzliches Fleisch zu verzehren.

Vegetarisch? Vegan? Plus Fleisch? Hängt vom Kumpel ab...

Vegetarisch? Vegan? Plus Fleisch? Hängt vom Kumpel ab…

Es gibt keine Chance mehr, dem Ökologismus zu entrinnen. Nicht bei der Ernährung und schon gar nicht beim Urlaub. Das oben zur Illustration verwendete Bild zeigt eine Buffetbeschriftung aus dem Hotel, in dem ich ein paar entspannte Wochen verbracht habe. Fast entspannt, möchte ich sagen. Erstens gab es Bauer Meydorfs veganes Fleisch dort noch nicht. Und zweitens wollte ich es mal so richtig krachen lassen. Gegenüber dem Klima. Richtig viel Sonne (also ununterbrochen) und richtig krachende Wärme (also vierzig Grad und mehr im Schatten – jeden Tag) darf es nicht nur an der türkischen Riviera geben, denke ich. Auch Nord- und Ostsee haben sich das verdient. Aber meinen guten Vorsatz, ein richtiges Klimaschwein zu sein, hat man leider übel durchkreuzt.

Da steigt man – rein zum Spaß – in ein Flugzeug, das enorme Mengen an Kerosin hoch oben in der Atmosphäre verbrennt. Und lernt durch Werbefilme und Flyer leider sofort etwas über zahlreiche Auszeichnungen und Gütesiegel, die der Fluglinie für ihr ökologisch korrektes Verhalten verliehen wurden. Da steigt man in einer massentouristisch orientierten Aufbewahrungsstätte ab und hat sich damit abzufinden, während seines Aufenthaltes nicht nur das Klima, sondern auch noch die Artenvielfalt geschützt zu haben.

Weil man dort Montags auf die Zimmerreinigung und den Handtuchwechsel verzichtet. Nicht etwa, um dadurch Geld zu sparen. Nein, so denken die türkischen Hoteliers natürlich nicht.

Mehr als ein dutzend Pools. Aberwitzige Mengen an Wasser, die allabendlich zur Beregnung der Gartenanlagen dienten. Unmengen an Abfällen, die die Touristen erzeugen. Die Stromrechnung der Herberge (Festbeleuchtung, Klimatisierung und vieles andere) mag ich mir schon gar nicht ausmalen.

So sieht ökologisch korrekter Urlaub heute aus...

So sieht ökologisch korrekter Urlaub heute aus…

Es nützt ja nichts. Ich war ökologisch korrekt unterwegs. Wenn das alle sagen, Fluglinie, Veranstalter und Hoteleigentümer, dann war das ganz sicher so. Immerhin gab es ja Hinweisschilder am Strand, die um Rücksicht auf die Vermehrungsstrategien irgendwelcher Schildkröten baten. Damit die Gäste auch wirklich den Strand umgraben, um Eier zu finden. Waren vielleicht keine veganen Kröten und daher nicht so wichtig.

Ob Ernährung, Klima oder Artenschutz: Nicht die Ideologie formt den Menschen. Es ist andersherum: Menschen passen die Ideologien ihrem Alltag an. Sie dehnen und zerreden die Gebote bis zur Unkenntlichkeit, um sie praxistauglich in das eigene Leben integrieren zu können. Demokratien sind so robust, weil sich in ihnen jeder Bürger daran beteiligen kann – und nicht nur eine kleine elitäre Führungsschicht. Da verlieren am Ende Dogmen wie „Nachhaltigkeit“ und „Vorsorge“ jeden Sinn und stehen für alles und nichts. Oder eben – bei 80 Millionen Bürgern – für 80 Millionen unterschiedliche Konzepte. Diese Verwirrung äußert sich in Argumentationen, die Kernenergie als Klimaschutzinstrument preisen, den Emissionshandel als Marktwirtschaft und die Energiewende als kapitalistisches Meisterstück.

Auf diesem Nährboden kann der Pauschaltourismus als Umweltschutzaktivität der Mittelschicht verkauft werden, ohne damit Gelächter zu provozieren. Das reduziert auch den Neid auf die Reichen und Berühmten mit ihren Privatflugzeugen, ihren Garagen voller spritschluckender Sport- und Geländewagen und ihren luxuriösen Anwesen. Denn nur die können am Ende in die höchste Liga aufsteigen und von allen beklatschte und bewunderte UN-Klimabotschafter werden.

Ich muß mich halt mit „veganvegetarischer Ernährung plus Fleisch“ begnügen. Wer das albern findet, ist aus der Zeit gefallen.

Tuerkei3

Umweltbewußtsein – ein wichtiges Bewertungskriterium?


Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

44 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Mit dem Flieger Chemtrails aus Diwasserstoffmonoxid machen, nicht schlecht.

    Das Satzfragment hat mir besonders gefallen: „preisen, den Emissionshandel als Marktwirtschaft“.

    Wenn man abnehmen will, sollte man aber bei der Vegan plus Fleischdiät die Brötchen weglassen. Kohlehydrate machen dick, und das vegetarische Fleisch sollte nicht zu mager sein. Fett ist nicht nur ein Geschmacksträger.

    Danke wieder für den schönen Beitrag, Herr Heller.

  2. Seit es die Klimakonferenzen gibt, mache ich mir um das Klima keine Sorgen mehr. Die zehn- bis funfzehntausend erwarteten Konferenz-Teilnahmer in Paris werden alle zu Fuss, per Rad oder mit mit Biokraftstoff betriebenen Flugzeugen anreisen. Die Hotels werden ihre Klimaanlagen im Oktober abgeschaltet haben und die Heizung bezieht ihre Energie aus kohlendioxyd-freien Atomkraftwerken.
    Alles im grünen Bereich.

  3. Das erinnert mich an die Geschichte vom Wasserschwein. Das ist zwar ein Säugetier, verwandt mit den Meerschweinchen, darf aber auch in der Fastenzeit gegessen werden. Es lebt ja hauptsächlich im Wasser, also wurde es von Missionaren den Fischen gleich gestellt. Köstlich diese Bigotterie. Oder die Herrgottsbescheißerle, um die sich folgende Legende rankt:

    Du weißt nicht, was es ist? Ganz einfach – es sind die Maultaschen. Um dieses schwäbische Nationalgericht rankt sich folgende Anekdote. Während des 30-jährigen Krieges bekamen die Mönche des Klosters Maulbronn Fleisch geschenkt. Da gerade Fastenzeit war, waren sie unsicher, was sie machen sollten. Waren sie doch sehr hungrig und verspürten großen Appetit auf das Fleisch. In ihrer Not hackten sie das Fleisch klein und vermischten es mit Kräutern und Spinat aus dem heimischen Garten. In Teigfladen eingerollt, konnte der Herrgott ihrer Meinung nach nicht sehen, was sie aßen.

    Wie man sieht, die Menschen waren schon immer kreativ wenn es darum geht, Gebote und Verbote zu umgehen. Warum soll das jetzt beim Ökologismus anders sein?

    Aber über eine Aussage im Text, lieber Peter, bin ich gestolpert.

    Nicht die Ideologie formt den Menschen. Es ist andersherum: Menschen passen die Ideologien ihrem Alltag an. Sie dehnen und zerreden die Gebote bis zur Unkenntlichkeit, um sie praxistauglich in das eigene Leben integrieren zu können.

    Das mit Anpassung der Gebote an die Praxis, sehe ich genau so, nur, wird dadurch wirklich die Ideologie kompromittiert, oder angepasst, wie Du schreibt? Oder ist es vielmehr so, dass der Bigotterie und der Scheinheiligkeit Vorschub geleistet wird, die Ideologie selbst aber unangetastet bleibt? Wie bei den Herrgottsbescheißerle oder dem Wasserschwein.

  4. Ja, es ist schwer mit dem Kopf nicht schon morgens, nach dem ersten Blick in die Online „Welt“, rythmisch auf den Tisch zu hauen. Ignoranz ist heute En Vogue und Probleme werden nicht gelöst, sondern diskutiert, bis sie sich von selbst erledigt haben, oder eh nichts mehr zu ändern ist, dann is „alternativlos“. Ich frag mich immer, was all die deutschen Weichbirnen machen würden, wenn nicht eine kleine, hochbesteuerte Elite dem Fiskus Einnahmen bescheren würden, aus dem sie, die Bürokraten, Medienberater und Sozialklempner, Solar-, Wind-, und Biomassenprofiteure, Gender-, und Gesellschaftsmainstreamer ihren Einkauf im Bioladen finanzieren können.

  5. Ist doch ein alter Hut, veganes Fleisch. 😉

    Ohne Kopf lebte Mike noch 18 Monate

    Im Jahr 1945 wollte ein US-Farmer einen Hahn schlachten. Er schlug ihm den Kopf ab – aber das Tier lebte einfach weiter. So brachte es Mike auf die Titelseiten, zu Geld und ins „Guinness“-Buch.

    http://www.welt.de/geschichte/article143807325/Ohne-Kopf-lebte-Mike-noch-18-Monate.html

    Kann man bestimmt bald züchten. Gockel, Schweine, Rinder, ohne Hirn. Da wird auch der Veganer wieder zum Fleischfresser.

  6. @Quentin

    Meines Erachtens wird die Ideologie dadurch gestützt. Beziehungsweise sorgt diese Art der Anpassung dafür, dass eine negative Auslese eine Pseudoelite mit Posten und Macht versorgt. Wie in der Kirche. Man kann dann nur Geschäfte machen und Posten bekommen, wenn man die Mainstream Rhetorik nachplappert. Es gibt Ideologiewächter die darüber wachen, dass in den Medien nichts gesagt wird was der Ideologie widerspricht. Im Grunde ist das genau wie Menschen seit 2000 Jahren mit Religion umgegangen sind. Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Klimafolgenforschung, Gender sind Religionen von denen wir uns wieder säkularisieren müssen. Das wird ein langer Prozess.
    Irgendwie merkwürdig dass es einige Naturwissenschaftler zum Priester und Propheten dieser Kirche gebracht haben.
    Aber vielleicht wieder auch nicht, sind halt Menschen.

  7. @ #3, QQ:
    Sie haben recht mit der Aussage, das sich die Menschen die Religionen/ Ideologien letztendlich so drehen, bis es ihnen in den Kragen passt.
    Und mit dem Klimawandel kann man auch werben gehen, egal ob kalt oder warm, Hauptsache „einfach Klima“
    Ich war mit meiner Familie in Süddeutschland in Urlaub und wisst ihr, was es jetzt Neues in Garmisch-Spartenkirchen gibt?
    „Klimatherapeutisches Wandern“ und „Klimawandern“. Was der Unterschied ist, zwischen normalem Wandern in den schönen Alpenregionen und Klimawandern, konnte man mir vor Ort leider nicht erklären. (vielleicht der betreuende ‚Klimatherapeut‘ , kein Witz!)

    http://veranstaltungen.zugspitze.com/garmisch-partenkirchen/klimatherapeutische-wanderung-ee6b07dacbd6af4ea74e88d8cd5220f76.html

    Erinnert an den folgenden alten Klaaf:
    Was ist Marketing? Erfolgreiches Marketing ist, wenn man jemand etwas verkauft, was er eigentlich nicht braucht. zb. Ein Doppelbett für den Papst, Klimaschutz für die Erdbevölkerung, oder auch eben Klimatherapeutisches Wandern für Alpen-Touristen. Nicht zu vergessen das vegane Fleisch. 🙂

  8. Och, olle Kamellen. Der Biometzger in der Nähe bietet veganen Rinder-, Sauer,-, Entenbraten an und experimentiert mit veganem Rumpsteak. Es reichen auch nicht die üblichen Sojabratlinge, die sich als Schnitzel oder Frikadelle verkleiden, nein es muss unbedingt vegan sein, aber Fleisch heißen.
    Wozu man ein solche Produkt braucht, wenn man kein Fleisch will, hat sich mir noch nicht erschlossen. Da wird so eine Masse hergestellt, womöglich mit allen möglichen Zusatzstoffen, die geschmacklich das imitiert, was der Esser eigentlich ablehnt….
    Vegan bringt außerdem das weiter, was Maggi begonnen hat, den Niedergang der Esskultur. Da gibt es Analogkäse, irgendwelche Pasten und Pampen, vegane Würstechen und alles schmeckt irgendwie. Statt ‚ordentliche‘ Lebensmitteln gekommt zu verarbeiten all dies Pseudozeugs. Nur damit dem Huhn kein Ei weggenommen wird, Austern keinen seelischen Schaden erleiden und Schafe nicht geschoren werden…..

  9. @Guido Scholzen

    Witterungsbedingte Änderungen behalten wir uns vor.

    Klimawandern heißt vermutlich, dass sie nur bei stabilem Klima wandern. Kommt es zu Witterungsereignissen geht es in die Kneippe.

    Das kennen sie doch von den Klimafolgenpropheten. Extremwitterungsereignisse häufen sich aufgrund des Klimawandels.

  10. @ Günter #6

    Meines Erachtens wird die Ideologie dadurch gestützt. Beziehungsweise sorgt diese Art der Anpassung dafür, dass eine negative Auslese eine Pseudoelite mit Posten und Macht versorgt.

    Den Verdacht habe ich auch. Würde die Ideologie in der Praxis strikt gehandhabt, fundamentalistisch sozusagen, würde sie mehr Widerspruch ernten, Alternativen wären attraktiver. So aber öffnet sie sich für ein Mitläufertum, ohne dessen breite Basis eine Ideologie es nicht zur Meinungsführerschaft in der Öffentlichkeit bringen kann.

  11. Herr Heller, wieder ein toller Artikel!
    Ich mache auch bald mal wieder Urlaub, um die Welt zu retten. Eine Reise mit der Deutschen Bahn müsste doch schon ausreichen, oder?
    fragt JH

  12. ich hatte heute Möhren/Rübengemüse…..und ein fettes Steak dazu…bin ick jetzt 50% Veganer?

    PS. Bisher nerven die Hotels nur mit den Handtüchern und der Bettwäsche…..und supergrüne Flyer…..dabei wollen die nur beim Waschen etwas Geld sparen…lol.

    Onkel Heinz…wie ne Pflichtübung in der DDR……lesen, lachen anschließend wegwerfen

  13. @ Clemens M, #8:

    Wozu man ein solche Produkt braucht, wenn man kein Fleisch will, hat sich mir noch nicht erschlossen.

    Interessante Frage. Ein Argument, das von solchen Leuten immer wieder gebracht wird, ist dass sie trotzdem auf nichts wirklich verzichten müssen. Was bei mir -- abgesehen von einer gewissen Erheiterung über das Ausmaß des Selbstbetrugs -- die Frage aufwirft, wie wichtig einem Menschen diese Ideologie sein kann, wenn er dafür nicht bereit ist Verzicht zu üben.

    Ich bin ausserdem gespannt, was passieren wird, wenn irgendwann mal künstlich hergestelltes Fleisch in den Supermarktregalen landet. Technisch machbar wäre das ja bereits, wenn auch (noch) zu teuer. Werden die Steaks aus dem Drucker dann zu Tieren erklärt? Oder geht die Technikfeindlichkeit dann soweit, dass man die ökologisch korrekte Tierhaltung und Schlachtung bevorzugt?

  14. @ Clemens m, #8:

    Wozu man ein solche Produkt braucht, wenn man kein Fleisch will, hat sich mir noch nicht erschlossen. Da wird so eine Masse hergestellt, womöglich mit allen möglichen Zusatzstoffen, die geschmacklich das imitiert, was der Esser eigentlich ablehnt….

    Noch einmal zur Klarstellung: Es geht in dem Artikel nicht um einen Ersatz oder eine Substitution. Es geht um echtes Fleisch, das als „vegetarisch“ oder gar „vegan“ etikettiert wird. Und zwar ernsthaft, der besagte Landwirt macht keinen Aprilscherz oder betreibt eine satirische Auseinandersetzung mit dem Ernährungsfetisch der Deutschen.

    Ich habe noch keinen Metzger gesehen, der sein Fleisch als „vegan“ oder „vegetarisch“ bezeichnet. Denn die Definition von „vegan“ oder „vegetarisch“ besagt ja eben: kein Fleisch. Was oben beschrieben wird, kann man vielleicht metaphorisch mit einer katholischen Kirche vergleichen, die Mohammed einfach mal auch zum Sohn Gottes erklärt und damit aus der Drei- eine Vierfaltigkeit macht. Wodurch dann eben auch die Moslems zu Christen werden. So, wie wir Fleischesser zu Veganern werden, wenn wir veganes Fleisch essen.

    Falls Ihr Metzger tatsächlich reales, echtes, wirkliches Fleisch zu einem veganen Produkt erklärt, wäre ein Beweisfoto hilfreich. Um zu verdeutlichen, wie weit der Irrsinn schon gediehen ist. Ich hätte nicht gedacht, daß solche irrwitzigen Konzepte existieren, bevor ich auf diesen Text über besagten Landwirt gestoßen bin.

  15. Was das Wort „Veganer“ bedeutet, wissen wir doch alle?

    Es ist ein alter indianische Name und bedeutet soviel wie: “ Der, welcher zu blöd zum Jagen ist“

  16. Mal etwas anderes, Herr Heller: Wie hat denn der Fisch mit HINTERN KUMPEL SAUCE geschmeckt?

  17. HINTERN KUMPEL SAUCE………ist eine deutsche Übersetzung, einer englischen Übersetzung, eines Rechtschreibfehlers aus dem tükischen……..kann ja mal passieren, gelle.

    Kankase ….soll wahrscheinlich Konkase heißen und kommt aus dem haitianischen….und heißt „fertig“.

    Ergo…janz schnöder ….Fisch mit Fertigsauce…….

    Könnte natürlich auch daran liegen…..dat die Souce tatsächlich vorn Arsch geschmeckt hat…..aber diese epochale Frage….kann uns nur der gute Peter zweifelsfrei beantworten.

    Onkel Heinz…..bei 40 Grad im Schatten schmeckt eh alles gleich.

  18. @ Wedekind, @ Heinz:

    Ich habe den Fisch nicht gegessen. Wie man das bei echten Klimaschützern so macht, war das Buffet sehr reichhaltig und gut, damit auch genügend Abfälle übrig bleiben. Ich war daher nicht gezwungen, den Fisch zu probieren. Da das meiste dort sehr gut geschmeckt hat, würde ich mal annehmen, daß das bei dem Fisch auch so gewesen wäre.

  19. @Peter
    Hach, das erinnert mich an mein diesjährigen Urlaub im altenglischen 5-Sterne-Hotel…….gediegene Atmosphäre und nur sachte Hinweise bei Bettwäsche und Handtücher…..bitte erst zu wechseln, wenn nötig…wegen knappen Süßwasserresourcen und der Umwelt zuliebe.

    Urlaubshotels……sind dat ganze Gegenteil von Öko……man fliegt zur Insel seiner Wahl…..pennt, frisst, duscht…..erzeugt ne Menge Müll…..praktisch lebt die Insel vom Tourismus…..also was soll das Öko-Gelaber.
    Eins aber……was mich jedes Jahr wieder auf diese Insel treibt….sind die Menschen, Bodenständig, Arbeitssam und Familienorientiert……eine Woche Abschalten…besonders vom deutschen Alltag….ist fast wie Notwehr für die Seele….und in dieser Woche werfen wir mit Trinkgeld nur so um uns…..weil die Einheimischen, trotzt EU-Mitgliedschaft…..hart für ihr Geld arbeiten müssen.
    Wo sieht man bitteschön noch Großeltern, die mit ihren Enkeln mang den „Kulturstätten“ spielen……Einheimische, die am Abend fröhlich in der Kneipe sitzen und das Tagesausklang genießen…..bei Getränken, wo ein Deutscher nich mal angetüdelt wirkt……..dazu komplette Nachrichtensperre….und das Handy nur zum Telefonieren nach Hause…..dat is Urlaub.

    PS. Ne Wochenkarte für den Bus….6,50 Euro…..alle 20 min Anfahrt……das erspart einem sogar den Mietwagen.

    Onkel Heinz…..dat Öko-Gesäusel registriert man zwar, legt es aber schnell zu den Akten

  20. Die Geschichte vom Veggie-Schwein zeigt ja noch ein ganz anderes Problem auf. Und zwar wie Schindluder mit Sprache und der Bedeutung von Wörtern getrieben wird. Am Ende der Beschreibung heißt es:

    Eine heikle Frage bleibt: „Am Ende, also vor der Veggie-Frikadelle, wie …?“ Ansgar Meydorf kürzt die Sache ab, lächelt und erklärt: „Unsere Bunten werden von der Weide gepflückt.“

    Das macht Sinn. Wenn das Schwein eine Pflanze ist, dann wird dieses natürlich nicht getötet, sondern geerntet, oder eben gepflückt wie eine Blume.

    Das ganze Ding erscheint mir so abgedreht, dass ich schon fast geneigt bin, den Bericht für eine Ente zu halten. Als ich nach Ansgar Meydorf im Netz suchte, zeigten sich auch keine Treffer. Was eigentlich recht ungewöhnlich ist. Macht sich hier jemand einen Spaß und verarscht Journalisten wie Leser? Dagegen spricht, dass der volle Name des Bio-Bauers Ansgar Meydorf genannt ist, mit Nennung des Ortes.

    Gehen wir also mal davon aus, dass der Bericht tatsächlich stimmt, dass es da jemanden in Schüttorf gibt, der veganes Fleisch erzeugt und wo Schweine gepflückt werden. Was geht in jemanden vor, der dieses allen Ernstes so erzählt? Sich mit falschen Etiketten zu schmücken, das gehört ja mittlerweile zu guten Ton, will man was verkaufen. Irgendwie muss alles nachhaltig sein, oder klimaschonend, aber das sind ja Worte, die ohnehin schon jede Bedeutung verloren haben. Aber Fleisch ist noch Fleisch, ein Schwein ein Schwein und töten ist töten. Ich will hier mal Prof. Dr. Ferdinand Fellmann zitieren:

    Aus der richtigen Benennung („Richtigstellung der Namen“ ist ein Prinzip des Konfuzianismus, den ich sehr schätze) folgt die Bereitschaft, die eigenen Wertvorstellungen zu überdenken und an veränderte Lebensbedingungen anzupassen.

    Genau genommen, ist hier nun so etwas geschehen, nur genau anders herum. Die Namen wurden nicht richtig gestellt, sondern bewusst falsche Benennungen vorgenommen, um eine als falsch erkannte Lebensweise den eigenen Wertvorstellungen anzupassen. Typischer Fall von: sich in die eigene Tasche lügen.

  21. @Quentin

    hier die Wahrheit aus der Taz

    Hinkend, aber glücklich
    Mit Amputationsschinken soll Fleischverzehr auch für Veganer ethisch unbedenklich werden, doch in der Szene ist der Trend umstritten.

  22. @Günter Heß
    😀

  23. @Günter

    Amputationsschinken? Ich frage mich, was es noch so alles in der scheinbar nach oben offenen Hitliste für durch Ökologismus hervorgerufene Geistes-Degeneration gibt. Hier stoße ich so langsam an meine Grenzen, zu versuchen empathisch nachzuvollziehen, was in anderen Menschen vorgeht. Das ist doch schon pathologisch und keine Geisteshaltung mehr.

  24. #14 PH

    Noch einmal zur Klarstellung: Es geht in dem Artikel nicht um einen Ersatz oder eine Substitution. Es geht um echtes Fleisch, das als „vegetarisch“ oder gar „vegan“ etikettiert wird. Und zwar ernsthaft, der besagte Landwirt macht keinen Aprilscherz oder betreibt eine satirische Auseinandersetzung mit dem Ernährungsfetisch der Deutschen.

    echt jetzt???
    ich halte das bis jetzt immer noch für nen echt schlechten scherz…

    wenns aber stimmt, ist es schon wieder so doof das es echt gut ist 😀
    vor allem, wenns die ganzen bekloppten auch noch kaufen…

  25. #21

    Hinkend, aber glücklich
    Mit Amputationsschinken soll Fleischverzehr auch für Veganer ethisch unbedenklich werden, doch in der Szene ist der Trend umstritten.

    der artikel is aber gut gemacht 😀

  26. Ethisch???
    Erst kommt das Fressen und dann die Moral.
    Oder anders rum……unser Ex-Führer (Ösi-Import) war Vegetarier……und trotzdem hat er Millionen Menschen ermorden lassen. Ist er nun ökologisches Vorbild……oder menschenfeindlicher Schlächter?

    Ein hungriger Tiger im Dschungel….hat kein Problem damit einen Menschen zu reissen (wenn er schon mal gekostet hat)…..ein Hai nagt auch mal gerne ein paar Surfer-Beine an…na und…..Hunger und die passende Beute in Sicht, also reingebissen.

    Affen…mögen auch mal ein Jungtier aus der Umgebung töten und futtern…..na und…dann war es halt zu langsam.
    Wenn bei einer Herde das Alphatier wechselt, killt es halt den Nachwuchs vom Vorgänger…na und….so is dat nu mit dem Überlebenskampf in der Natur.
    Nur wir Menschen (siehe Verdauungssystem) meinen….Dank Globalisierung……Gemüse aus aller Welt….klimaschutzmäßig hochgradig gefährlich….essen zu müssen um Tiere, die ausschließlich zur Ernährung von uns Allesfresser gezüchtet werden….irgendwie schützen zu müssen.

    Anscheinend erzeugt ein voller Bauch……..jewaltig viel Dekadenz……als Heilung würde ick vorschlagen…mal 30 Tage am Stück zu hungern…..wetten…..diese Menschen grillen sich anschließend sogar ne Ratte….oder essen ihre Mitbürger.
    Nach dem Kriegsende wurden faulende Pferde, abgeschossen im Winter……zum Nahrungsmittel, Hunger macht wahnsinnig und erfinderisch….und hat meinen Eltern das gesamte Inventar gekostet….um uff´n Schwarzmarkt was zum Essen zu ergattern.

    Jedem das Seine…..mir isses egal, was der Einzelne sich in seine Futterluke schiebt……aber ich verbitte mir gründlichst, mir vorschreiben zu wollen, was ich essen darf.

    Onkel Heinz…….weggetreten

  27. Quentin Quencher schrieb am 7. September 2015 20:31 in #23

    @Günter

    Amputationsschinken? Ich frage mich, was es noch so alles in der scheinbar nach oben offenen Hitliste für durch Ökologismus hervorgerufene Geistes-Degeneration gibt. Hier stoße ich so langsam an meine Grenzen, zu versuchen empathisch nachzuvollziehen, was in anderen Menschen vorgeht. Das ist doch schon pathologisch und keine Geisteshaltung mehr.

    Da wird es Zeit, den Satiredetektor in die Werkstatt zu bringen 🙂

    Über die Wahrheit
    Die Wahrheit auf taz.de

    Sie ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit. …

    Wenn etwas so völlig abstrus ist, kann es auch mal Satire sein und ein prüfender Blick ist angebracht -- vor allem, wenn die Erklärung nur einen Klick vom Artikel entfernt ist (oder sogar in den Kommentaren zum Artikel steht) …

  28. @Marvin
    Abstrus ist……wenn man auf Fleisch medienwirksam verzichtet….aber trotzdem den Fleischgeschmack auf der Zunge spüren will.
    Ich liebe Gemüse…..wegen dem Eigengeschmack…..Möhren/Kohlrabi…is lecker…..Porree, brauch ich weder Kartoffeln noch Fleisch zu….und für gebrutzelten Rosenkohl…..lasss ick jedes Steak liegen.
    Aber…zum Anbraten nehm ick halt Schinkenspeck und am Ende landet Butter und Sahne im Gemüse…..oder zu Kartoffelpffer…muss neben dem Apfelmus auch saure Sahne dran glauben….Spinat schmeckt auch erst, wenn Grieben und Zwiebeln mit verbrutzelt wurden….selbst wenn ick wollte…auf diese Zutaten werde ick nie verzichten…denn die bringen erst den Geschmack voll zur Geltung.

    Millitante Veganer aber….(ähnlich hartleibig wie millitante Nichtraucher)….wollen mir nicht einmal diese kleine Fleischzugabe gönnen…da ist selbst Honig igittigitt….und Milchprodukte sowieso….aber wenn eine Mücke nervt, schlägt auch der überzeugteste Veganer einmal zu.

    Wenn statt amputierten Schweinebein ein notoperierter Menschenfuss auf der Speisekarte stehen würde…..könnte da ein Veganer nicht auch mal schwach werden?….immerhin musste ja kein Tier dafür leiden…..

    PS. Bei der TAZ…….ist Satire schon aus ideologischen Gründen……eine Unmöglichkeit…denn Kommunisten, kennen keinen Humor.
    H.E.

  29. @ Quentin, @Michael M.:

    Das ganze Ding erscheint mir so abgedreht, dass ich schon fast geneigt bin, den Bericht für eine Ente zu halten. Als ich nach Ansgar Meydorf im Netz suchte, zeigten sich auch keine Treffer. Was eigentlich recht ungewöhnlich ist. Macht sich hier jemand einen Spaß und verarscht Journalisten wie Leser? Dagegen spricht, dass der volle Name des Bio-Bauers Ansgar Meydorf genannt ist, mit Nennung des Ortes.

    Ich war mir zunächst auch nicht sicher. Aber es handelt sich nicht um die April-Ausgabe der entsprechenden IHK-Zeitschrift. Und auch sonst finde ich keinerlei Hinweise, die dem Leser dabei helfen, den Artikel als Satire zu entlarven. Zu einer guten Satire gehört nach meiner Meinung, daß man sie erkennt, wenn man genau hinsieht. Ich werde das bei Gelegenheit auch noch einmal recherchieren.

    In dem TAZ-Artikel dagegen stehen Sätze wie

    Im Gegenzug hat Schäfer die vegane Foodbloggerin als „Mörderin“ beschimpft und wegen unterlassener Hilfeleistung am Schwein angezeigt. Angewidert betrachtet Wiebke Pohlmann den Oldenburger Saftschinken, der laut Etikett „tierethisch unbedenklich“ und damit „vegan“ sein soll. „Nur über meine Leiche“, zischt sie und übergibt sich.

    Das ist ziemlich eindeutig derart überzogen, das kann nur ausgedacht sein.

    Aber in dem Artikel in der biederen IHK-Zeitschrift fehlen solche Hinweise völlig. Zumal diese Zeitschrift eben auch bislang nicht durch Satire o.ä. aufgefallen wäre.

    Ich bin daher der Überzeugung, Ansgar Meydorf aus Schüttorf mit seinen veganen Schweinen ist echt. Falls ich mich habe täuschen lassen: Auch das kann passieren.

  30. Grins…ich hab mal Gackel bemüht……is echt lustig, wie geil die Veganer auf Fleischgeschmack stehen…

    http://artofgreens.com/veganer-kochschinken/

    Dieser ganze Schinken sieht seinem Fleischpendant optisch sehr ähnlich, ist lecker hat eine tolle Schinkenähnliche und saftige Konsistenz.
    Zutaten:
    Sojaprotein, Ballaststoffe aus Soja, Zucker, Salz, pflanzliches Öl, natürliche Gewürze

    Veggie-Kochschinken

    Also niemand kann mehr das Argument aufführen, er könne nicht auf Fleisch verzichten, da es keine Alternativen gäbe. Zu schlechten Dingen sucht man keine Alternative, sondern man schafft sie ab und sucht etwas ganz Neues; und das haben wir hier.
    Neu, innovativ, lecker, vegan, unblutig.
    Denn Fleisch ist kein Stück Lebenskraft, sondern ein Stück totes Tier!

    Zutaten: Sojafaser, Zucker, Salz, Pflanzenöl, Gewürze

    oder dat hier:
    VBites CHEATIN STREAKY STYLE Rashers
    Köstliche vegane Alternative zu Schinken-Aufschnitt

    Die Cheatin Streaky-Style Rashers sind rein pflanzliche Speckscheiben und schmecken nicht nur als Frühstücks-Veggie-Bacon überzeugend lecker, sondern eignen sich auch hervorragend als Belag für vegane Sandwiches, z.B. einer veganen Variante des BLT-Klassikers…..

    Zutaten: Wasser, Weizengluten, Sojaeiweiß, ungehärtetes nachhaltig kultiviertes Palmfett, texturiertes Weizeneiweiß, Kartoffelstärke, Salz, Trockenhefe, Zucker, natürliche Aromen, Verdickungsmittel: Carrageen, Zwiebelpulver, Farbstoff: Eisenoxid

    Allergiehinweis: enthält Weizengluten und Sojaeiweiß.

    Nu muss mir nur noch jemand erklären…wat zum Teufel is….nachhaltig kultiviertes Palmfett???
    Und…Eisenoxid…..roste ick etwa…wenn ick jeden Tach das Zeuch fresse?
    Aber immerhin……115 Gramm….kosten schlappe 3,49 Euro………als Veganer lebt man echt teuer…für so ein billiges Sojagepampse.

    Mist…..den Ansgard hab ick ooch nich gefunden..ufff die Schnelle.

    Onkel Heinz…….Veganer lieben den Fleischgeschmack…..na dann esst doch echtes Fleisch, statt den Chemiedreck.

  31. @Guido Scholzen #7: Ich denke das hat nichts mit Öko zu tun. Es geht um die gesundheitliche Wirkung des Alpenklimas auf den Körper. Ob man deswegen „Klimatherapeuten“ braucht sei dahingestellt, trotzdem ist das in erster Näherung legitim.

    Merke: Nicht jede Erwähnung des Begriffs „Klima“ in der Öffentlichkeit hat mit Klimakatastrophismus zu tun. 🙂

  32. Was bedeutet Heilklimawandern?
    Heilklimawandern ist dosiertes Gehen, während dessen sich der Wanderer oder Spaziergänger im Gelände bewusst leichten Klimareizen wie Kälte oder Wind aussetzt. Wichtig sind dabei gesunde Umweltbedingungen wie hohe Luftreinheit. Klassischer Weise verlaufen die Wanderrouten auf ansteigenden Wegen.

    sonst hieß es aber auch Heilklimawandeln 😉

  33. @all

    lest mal Seite 29 im IHK Magazin! 🙂

    karl.s

  34. Sommerrätsel 😀
    Sehr gut !! 😀

  35. Gut, dann sind wir offensichtlich, zumindest einige von uns (mich inklusive), Späßen zum Opfer gefallen. Erfreulich ist, dass es nun diese Satire gibt, denn in der Überzeichnung der Satire wird ja oft der Kern einer Sache offen gelegt. Wie eben auch bei Karikaturen beispielsweise.

  36. @ Karl Seegert, #33:

    Das hatte ich natürlich völlig übersehen. Wie peinlich. Nun kann jeder auf diesem Planeten Online nachlesen, daß man auch mir großem Skeptiker einen Bären aufbinden kann. Tja, damit muß ich nun leben.

    Nur eine Frage: Zeigt die Tatsache, daß ich das (vor allem im Zusammenhang mit der durchaus realen Einstellung des Schwimmweltmeisters) für bare Münze genommen habe, nun meine Blödheit an? Oder ist es vielleicht der Irrsinn der Ökologisten, der mich dazu verführt, solche Dinge für wahr zu halten?

  37. @Peter Heller #36
    Ich denke mal, sowohl als auch, überwiegend aber sehe ich das Letztere als Ursache an. 😀

  38. #36. Peter Heller

    Es ist der Irrsinn der Ökologisten. Ich habs ja zuerst auch für bare Münze genommen. Da aber partu nix über Ansgar Meydorf im WWW zu finden war, bin ich doch stutzig geworden. Fazit ist aber, die Ökologisten, Genderisten und sonstigen Gutmenschen aller Coleur predigen zum Großteil Ansichten, die mit normalem Verstand nicht mehr zu begreifen sind und bei mir meist nur noch Kopfschütteln auslösen. Von daher nehme ich den Genannten auch erst mal jeden Blödsinn ab, weil ich Vernünftiges von der Seite sowieso nicht mehr erwarte. Mich hätte es ehrlich nicht überrascht, wenn der Artikel über das “ von der Wiese gepflückte Pflanzenschwein“ echt wäre. Ich traue diesen Leuten alles zu 🙂 .

    karl.s

  39. Oje, Rahmstorf der Klimaschützer. Ist der auch Veganer?

    http://www.scilogs.de/klimalounge/auf-dem-weg-zum-fossil-freien-haushalt/

  40. Wenn er jetzt noch eine Klimaflüchtlingsfamilie aufnimmt, ist er der perfekte transformierte Bürger, ich bin stolz auf ihn.

  41. @Micha
    Selbstbetrüger allesamt….

    Fossilen Strom kaufen wir schon lange nicht mehr – in Deutschland kann man ja zum Glück 100% Ökostrom kaufen. Da kommen zwar keine grünen Elektronen aus der Steckdose, aber das Entscheidende ist ja, was man mit seiner Stromrechnung finanziert: den Ausbau der Erneuerbaren oder Konzerne, die diesen bremsen. Deshalb: einen der wirklich für Erneuerbare engagierten Anbieter nehmen (wir haben z.B. den Strom von EWS).

    Und nun gucken wir….wo der tolle Strom so her kommt…..

    Bei der Wasserkraft haben wir uns hauptsächlich aus folgenden zwei Gründen für
    Anlagen aus Norwegen/bzw. Schweden entschieden:
    • weil wir hier Kraftwerke finden, deren Eigentümer keine Beteiligungen von
    Atom- und Kohlekraftwerksbetreibern, deren Tochterunternehmen oder Firmen
    haben, an denen Atom- und Kohlekraftwerksbetreiber beteiligt sind. Dies
    ist in Deutschland kaum möglich. Die Anlagen unabhängiger Eigentümer in
    Deutschland sind in der Regel kleine EEG-Anlagen, deren Strom nicht direkt
    an den Kunden verkauft wird. Die Eigentümer der norwegischen und schwedischen
    Anlagen sind Bürger oder Kommunen.

    http://www.ews-schoenau.de/oekostrom/stromherkunft.html

    Wohlfühlstrom der physikalisch nie in Deutschland ankommt…..aber man aktivistisch den Klimaguru geben kann.

    Die Stromerzeugung Norwegens stützt sich auf dessen große Wasserkraftressourcen, weshalb dieses Land in seiner wahren Energiebilanz 96% „erneuerbare Energie“ aufweist. Durch den Zertifikatetausch gegen Geld ändert sich nun Norwegens Energiebilanz dramatisch – aber nur auf dem Papier: Jetzt hat es nur noch 23% erneuerbare Energie; den Rest haben deutsche Ökostromkunden „gekauft“ – nur physikalisch nie bekommen. In diesem Zertifikate-Rechnungssystem „erzeugt“ Norwegen nun 77% seines Stroms mit Hilfe von Kohle, Gas und Kernenergie, obwohl es dort praktisch keine fossilen Kraftwerke und kein einziges Kernkraftwerk gibt.

    http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/die-stromseeluege-physik-und-technik-des-elektrischen-stromes-versus-ideologie-und-taeuschung/

    Den Bullshit hatte ich schon mehrfach selber angeprangert…….aber wenns scheen macht……lassen sich die kleinen Rahmsauertöpfe auch noch in 10 Jahren einen Bären aufbinden.

    PS. Reststoffe in Biogasanlagen sind….unter anderen Weihnachtsmänner- und Osterhasen-Schoko-Hohlkörper, Mahlzeit.

    Onkel Heinz……………Wenn Intellektuelle einen geistigen Kurzschluss haben…..dann lags am Öko-Strom.

  42. #30 HE

    Nu muss mir nur noch jemand erklären…wat zum Teufel is….nachhaltig kultiviertes Palmfett???

    nachhaltig produziertes palmfett ist palmfett, welches auf ehemaligen regenwaldflächen produziert wird. für die nachhaltigkeit gibets vom WWF nen nachhaltigkeitssigel und co2-zertifikate gibts noch dazu.

    gemäß WWF-definition darf, grob vereinfacht, sämtlicher wald, welcher nicht als primärwald eingestuft ist gerodet werden.
    primärwälder sind dabei die wälder, welche vom menschen nicht bewirtschaftet werden. als bewirtschaftung zählt aber schon das sammel von heilkräutern oder die jagd durch indigener völker.

    kann man im ‚Schwarzbuch WWF‘ inkl zugehöriger quellenangaben nachlesen. man muss nur aufpassen, das man die ungeschwärzte ausgabe bekommt…

  43. @Micha M
    Also im Prinzip dat Selbe wie Öko-Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken……..man muss nur ein TÜV-Siegel drauf haben….und schon glaubt der seelige Deutsche auch den Scheiß……..wie war dat nochmal mit den Bio-Sprossen?

    Einzig nachhaltig wäre, wenn der Klimabesorgte sofort seine CO2 Emission beendet…..indem er freiwillig….aus dem Leben scheidet.
    Klingt fies…..isses aber auch……wenn man manche Menschen so labern hört….kommt man halt auch mal auf dumme Ideen.

    Onkel Heinz…….Zynismus is……wenn einem das Lachen gründlich vergeht.

  44. heinze, füge mal bitte ein ‚durch‘ ein

    oder die jagd durch indigener völker.

    sonst is das sehr zweideutig… 😀

    (so Micha…..ab jetzt keine Fehler mehr…..Onkel Heinz macht Feierabend für heut….H.E.)

Schreibe einen Kommentar