Keine Zeit für Niko Paech

17. September 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen

ego3-150x150Die meisten Leser werden den Witz von den beiden Journalisten kennen, die an einer Kneipe vorbeigehen.

Das war schon die ganze Geschichte.

Zwei Journalisten gehen nämlich niemals an einer Kneipe vorbei, sie gehen immer gleich hinein. Man kann dieses Pointenkonzept natürlich beliebig anpassen. Etwa in der folgenden Variante: „Geht Niko Paech in ein Kaufhaus…“. Genau: Niko Paech würde niemals ein Kaufhaus besuchen.

Der Volkswirtschaftsprofessor, der als Vordenker der Nachhaltigkeitsideologie in den letzten Jahren mit seiner Utopie einer Subsistenzwirtschaft Furore machte, scheint auf den ersten Blick eine extreme Position zu vertreten. Denn im Gegensatz zu vielen grünen Salonrevolutionären und grüngetarnten Zeitgeistmitläufern gibt er sich nicht mit faulen Kompromissen zufrieden. In einem seiner Texte (hier ab Seite 41) findet sich diese bemerkenswerte Aussage:

Bisherige Versuche das entgrenzte Konsum- und Mobilitätsmodell durch technischen Fortschritt ökologisch reinzuwaschen, sind nicht nur systematisch gescheitert, sondern verursachen oft mehr neue Umweltschäden als an bisherigen beseitigt werden. Ein Beispiel dafür ist die deutsche Energiewende.

Das ist folgerichtig. Wer jeden menschlichen Eingriff in die Natur als gefährliches Übel ansieht, der kann die Energiewende nur als Verrat an seiner Sache bewerten. Wer dagegen Windenergie, Photovoltaik oder Biomasse als „grüne“ Technologien verkauft, der irrt oder lügt.

Man sollte auf diesen Widerspruch zwischen Wahn und Wirklichkeit hinweisen, ohne sich das Argument zu eigen zu machen. Die Energiewende vor allem als Naturzerstörung zu brandmarken hieße ja, sich der Vorstellung von der Notwendigkeit zum Erhalt sogenannter „natürlicher Lebensgrundlagen“ nicht nur anzuschließen, sondern auch einer möglichen Unvereinbarkeit der technischen Moderne mit dieser implizit zuzustimmen.

Nein, der Mensch schadet seiner Umwelt nicht. Er verändert und gestaltet sie neu zu seinem Vorteil. Das darf und kann sogar durch eine Energiewende geschehen. Wenn diese denn in anderen Hinsichten nützlich wäre, beispielsweise bei der Erhöhung der Versorgungssicherheit oder der Reduzierung der Kosten. Was „intakt“ als Gegenteil zu „geschädigt“ in Verbindung mit einer ständigen Veränderungen unterworfenen Umwelt bedeutet, unterliegt allein der Deutung des menschlichen Betrachters. Für die „Natur“ existiert kein Unterschied zwischen Wäldchen oder Müllkippe. Beides kann sich chemisch sehr ähnlich sein und hinsichtlich der Bereitstellung von Ressourcen, vor allem Nahrung, ist die Müllkippe mitunter sogar wertiger.

Niko Paechs Ziel einer unzerstörten ist in Wahrheit das einer unberührten Umwelt. Als einer der Wortführer im ökologistischen Lager weiß er auch genau, wie man dieses Ideal erreicht.

Er fordert, in aller Kürze dargestellt, nicht mehr nach „Wachstum durch Effizienz“ zu streben, sondern nach „Schrumpfung durch Suffizienz“. Angesichts begrenzter Ressourcen, zunehmender Umweltvernichtung und der bevorstehenden Klimakatastrophe sei diese Umkehr ohnehin erforderlich. Statt sich zu dieser durch den bevorstehenden Zusammenbruch unseres derzeitigen Wirtschaftssystems mit entsprechend furchtbaren Begleiterscheinungen zwingen zu lassen, sollten wir sie besser sofort und entsprechend geplant einleiten.

In der Welt, die Niko Paech als Alternative zur Moderne entwirft, arbeitet jeder nur noch zwanzig Stunden in der Woche. Nicht etwa, weil die Produktivität so hoch wäre, sondern genau im Gegenteil, weil es mehr Arbeit einfach nicht gibt. Die global vernetzte Wirtschaft mit ihrer Arbeitsteilung ist zusammengebrochen und durch regionale Versorgungsketten ersetzt worden:

So ließen sich Wertschöpfungsbeziehungen demokratischer gestalten, was unter anderem eine weniger zins- und renditeträchtige Kapitalbeschaffung der Unternehmen ermöglicht hat. Dies trug zur Dämpfung struktureller Wachstumszwänge bei. Innerhalb des gründlich verkleinerten und umgestalteten Industriekomplexes spielt die Neuproduktion von Gütern, welche im Übrigen fern jeglicher geplanten Obsoleszenz nunmehr reparaturfreundlich entworfen sind, nur noch eine untergeordnete Rolle. Fokussiert wird auf den Erhalt, die Um- und Aufwertung vorhandener Produktbestände, etwa mittels Konversion, Optimierung, Aufarbeitung, professioneller Nutzungsdauerverlängerung oder Nutzungsintensivierung.

Aus Konsumenten sind sog. »Prosumenten« geworden, die sich durch Suffizienz- und Subsistenzpraktiken zunehmend aus der Abhängigkeit von industrieller Fremdversorgung befreit haben. Auch die Landschaften haben sich verändert. Auf nicht mehr benötigten Flughäfen und Autobahnen befinden sich Windkraft- und Solaranlagen, um den minimierten Rest an Energienachfrage ohne weitere Natur- und Landschaftszerstörung zu befriedigen. Das Leben in der Postwachstumsökonomie ist von Sesshaftigkeit und materieller Genügsamkeit geprägt, aber sehr entspannt.

Sehr entspannt. Ja, so war das vor der industriellen Revolution, vor der Mechanisierung und Automatisierung. Eine agrarisch geprägte Gesellschaft, in der die Bauern nur geringe Überschüsse für den Handel produzieren konnten. In der eben vor allem die Bäuerinnen (wahrscheinlich auch zwanzig Stunden pro Woche) in Heimarbeit Garn sponnen, um einen kleinen Zuverdienst zu realisieren. In der fast jeder kaum mehr als das Lebensnotwendige besaß und fast jeder fast alles selbst zu erledigen hatte, von der Erzeugung und Zubereitung der Nahrung bis hin zum Flicken der beiden Sätze an Kleidung (eine für den Alltag und eine für den Sonntag). Eine schlechte Ernte bedeutete Hungersnot, fast alle Krankheiten hatten letales Potential und Epidemien waren an der Tagesordnung. Eine solche Gesellschaft konnte nur mit sehr viel Mühe und Aufwand einige wenige grundlegende Infrastrukturen aufrechterhalten. Kompliziertere Dinge, die beispielsweise der Hygiene oder auch nur der Versorgung mit sauberem Trinkwasser dienten, waren nicht möglich. Von einem Gesundheits- oder gar einem Bildungssystem ganz zu schweigen. Alles sehr entspannt. Wer nie ein Buch besaß, oder gar einen Fernseher, der hat ja auch nicht das Gefühl, etwas zu verpassen.

In der Postwachstumsökonomie des Niko Paech sind komplexe Produkte nicht mehr möglich. Es gäbe Kutschen statt Automobile, Erdlöcher statt Kühlschränke und offene Holzfeuer statt Elektro- oder Gasherde. Denn diese aufwendig herzustellenden Geräte verlangen zwingend eine überregionale Arbeitsteilung, in der hochspezialisierte Talente über differenzierte Handelsketten zusammengefügt werden. Denken Sie allein an den Computer, auf dem Sie diesen Text gerade lesen. Viele tausend Menschen, vom Bergmann, der die notwendigen Rohstoffe aus der Erde holt, bis zum Programmierer, der ein paar Zeilen Code zu ihrem Browser beigesteuert hat, waren an dessen Entstehung beteiligt. Kaum jemand von diesen wird jemals zu Ihnen in einer direkten Beziehung stehen. Keiner von diesen hat von Ihnen einen Auftrag erhalten. Kaum jemand von diesen steht mit irgendeinem anderen Beteiligten in Kontakt, Bergmann und Programmierer werden sich wahrscheinlich niemals kennenlernen. Und doch haben alle diese Menschen auf wundersame Weise gemeinsam dafür gesorgt, daß Sie in ein Geschäft gehen und einen Rechner kaufen konnten. Und mit dem Kauf haben Sie letztendlich allen diesen Menschen vertraut und sie für ihre Leistung honoriert. Das ist der Vorteil, den einzig das kapitalistische, marktwirtschafltiche, auf Effizienz- und Effektivitätsverbesserung durch Innovationen ausgerichtete Wirtschaftssystem beinhaltet.

Schauen Sie sich mal in ihrer Umgebung um. In ihrer Wohnung, an Ihrer Arbeitsstätte. Und streichen Sie dann gedanklich alle Geräte und Ausstattungen, die man sich in der Welt des Niko Paech wegen einer zu teuren Herstellung nicht mehr leisten könnte. Streichen Sie alles, das nicht existieren würde, weil die Voraussetzungen zu seiner Produktion nicht mehr gegeben sind. Da erscheint der Verzicht dann nicht mehr so erstrebenswert, oder?

Zeit ist die knappste Ressource, über die wir verfügen.

Das stimmt. Der Satz hätte von mir sein können. Zeit, so argumentiert Paech, ist das, was wir zurückgewinnen, wenn wir endlich genügsam werden. Zeit zur Selbstverwirklichung, die zu Zufriedenheit und Lebensglück führt.

Seine Wahrnehmung der Gegenwart verdeutlichen Begriffe wie „Konsum-Burn-Out“, „Bequemokratie“, „Reizüberflutung“, „Fortschrittsorgie“, „Konsum- und Mobilitätsballast“, „Wohlstandsschrott“, „Energiesklaven“, „Konsum- und Komfortkrücken“, „individuelle Verkümmerung“, „innere Verblödung“ und „Konsumhypochonder“.

Da ist jemand wirklich unglücklich. „Zeit ist die knappste Ressource, über die wir verfügen“, sagt er und liegt damit völlig richtig. Die explodierende Zahl der Dinge und Erlebnisse, die wir uns kaufen können, für einen gefühlten Mangel an Zeit, für Stress und Orientierungslosigkeit verantwortlich zu machen, ist aber völlig falsch. Da mag jemand als Lehrer für Volkswirtschaft die dazu erforderlichen Prüfungen alle bestanden haben, die Wirkungsweise des Kapitalismus und insbesondere das Wesen der Innovation hat er nicht begriffen.

Aus dem Fenster meines Büros blicke ich auf die Filiale eines großen deutschen Warenhauskonzerns. Dort befinden sich wohl zehntausende unterschiedliche Artikel, die ich alle erwerben könnte. Wenn ich denn wollte. Manches davon ist für mich sogar nützlich, manches gefällt mir und macht mir Spaß. Aber das ist der geringste Teil des Sortiments. Letztendlich hat das Warenhaus für jeden potentiellen Kunden etwas Nützliches im Angebot. Und für jeden ist es der geringste Teil des Sortiments. Der Punkt ist: Für jeden ist es ein anderer Teil. Die Idee, es könne mich stören, ganz viel erwerben zu können, das mir eigentlich unwichtig ist, käme mir nicht. Für Niko Paech scheint dieses Gefühl alltäglich zu sein. Er spricht von der „Strapaze“, eine Auswahl treffen zu müssen, von der „Angst“, etwas zu versäumen, von der „zeitraubenden“ Entscheidung, etwas nicht in Anspruch zu nehmen.

Nein, Niko Paech würde nie ein Kaufhaus betreten. Denn er könnte es nicht mehr verlassen. Bis er alle Produkte auf ihren potentiellen Nutzen untersucht und miteinander verglichen hätte, wäre er verdurstet, verhungert oder einfach nur hysterisch schreiend zusammengebrochen. In der Annahme, alle Menschen würden in ähnlicher Weise von Supermärkten und Einkaufszentren terrorisiert, selbst wenn sie es nicht bemerken, steckt eine enorme Geringschätzung. Wer Wahlfreiheit mit einem die Lebensqualität reduzierenden Entscheidungszwang gleichsetzt, negiert die Autonomie des Individuums und dessen Selbstbestimmungsrecht.

„Zeit ist die knappste Ressource, über die wir verfügen“, sagt Niko Paech und liegt damit richtig. Nur hatten die Menschen in der Welt, die er sich wünscht, noch viel weniger Zeit. Weil eben zu den zwanzig Stunden abhängiger Erwerbsarbeit auch noch die Arbeit für die Selbstversorgung mit dem Notwendigsten hinzukommt. Weiß denn der Volkswirtschaftsprofessor nichts über die Bedeutung der Produktivität?

Nicht nur die insgesamt verfügbare Lebenszeit ist durch den technischen Fortschritt (Versorgung mit Nahrung, Medizin) enorm gestiegen, parallel ist auch die für die Erwirtschaftung eines annehmbaren Lebensstandards erforderliche Arbeitszeit gesunken. In der Summe verfügen wir über immer mehr Freizeit. Die folgenden Zahlen stammen aus dem im Jahr 2000 erschienenen Buch The Fourth Great Awakening and the Future of Egalitarianism des verstorbenen Wirtschafts-Nobelpreisträgers Robert Fogel.

Lebenszeit

Es sind zwei miteinander verknüpfte Entwicklungen, die diesen Trend begründen. Einerseits gestatten uns technische Hilfsmittel von der Waschmaschine bis hin zum Computer in allen Lebensbereichen die notwendigen Aufgaben in immer kürzerer Zeit zu erledigen. Andererseits gelingt uns dies auch immer besser. Fortschritt ist eben nicht nur ein Anwachsen der Vielfalt der von der Wirtschaft hervorgebrachten Produkte, sondern auch die stetige Verbesserung ihrer Qualität bei sinkenden Kosten. Ein Computer weist nicht nur mehr Funktionen als eine Schreibmaschine auf, er ist auch die bessere Schreibmaschine.

„Zeit ist die knappste Ressource, über die wir verfügen“, sagt Niko Paech und liegt damit richtig. Sein Nachsatz „Trotz aller Fortschrittsorgien ist sie nicht vermehrbar“ ist aber grundfalsch. Denn technische Innovationen wirken Ressourcenverknappungen entgegen, allen Verknappungen, nicht nur den dinglichen. Manchmal geschieht dies, indem die besagte Ressource schlicht überflüssig gemacht wird. Manchmal aber auch, wie im Falle der Zeit, durch eine Erhöhung der verfügbaren Menge.

Eine auf Suffizienz orientierte Subsistenzwirtschaft ist nicht nur nicht notwendig, sie erzeugt auch nicht mehr Lebensglück und verschafft den Menschen schon gar nicht mehr Zeit.

Man kann Niko Paechs Ideen als irrig bezeichnen, als extrem oder radikal. Aber mit diesen Begriffen wird man ihm nicht wirklich gerecht. Folgerichtig oder auch in sich widerspruchsfrei passen besser. Er wirbt letztendlich für eine konsequent durchgeführte Große Transformation. Wer im Sinne des Ökologismus wirklich wirksamen Klima- und Umweltschutz will, der kommt nicht daran vorbei, Paechs Vorstellungen zu akzeptieren. Diese stellen den einzigen zielführenden Weg dar. Andere Möglichkeiten, dem Vorsorgeprinzip und dem Nachhaltigkeitsdogma zu folgen, gibt es nicht. Ganz ähnlich wie Naomi Klein belegt Paech damit, worum es in der klima- und energiepolitischen Debatte wirklich geht. Klimakatastrophe, Umweltzerstörung und Ressourcenknappheit sind nur vorgeschobene Geschichten, die in Wahrheit Zuspruch für antikapitalistische, die Globalisierung und den freien Handel ablehnende Strömungen mobilisieren sollen.

Die Katastrophenrhetorik dient der Vernebelung. Der klare Blick zeigt, wie wenig erstrebenswert eine wirklich nachhaltige Lebensweise in Wahrheit ist. Für alle und aus allen Perspektiven, auch und gerade für die Kapitalismusgegner selbst.

Denn in der Postwachstumsgesellschaft hätten die Menschen keine Zeit mehr für Niko Paech. Es gäbe nicht nur kaum noch Kanäle, auf denen er seine Gedanken verbreiten könnte. Man hätte auch Besseres zu tun, als ihm zuzuhören und über seine Thesen nachzudenken. Man könnte ihn ja nicht mal finanzieren. Die für eine ausreichende staatliche Alimentierung von Hochschullehrern mit Freiraum zur Forschung notwendigen Überschüsse würden nicht mehr erwirtschaftet. Die Moderne weist den Weg in die Wissensgesellschaft, die Genügsamkeit hingegen führt zur Verblödung. Die Postwachstumsgesellschaft wäre eine Welt ohne Niko Paech. Er sollte daher froh sein, wenn diese nicht Wirklichkeit wird.

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55 Kommentare
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  1. Dem stimme ich voll zu. Nur ist es verwunderlich, daß diese marxistischen Kapitalismusgegner offensichtlich ihren Karl Marx nicht gelesen haben.

    Karl Popper beschreibt in seinem „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, Band II Falsche Propheten: Hegel, Marx und die Folgen“ die Ansicht Marx‘ zu diesem Thema, daß der Bereich der Produktion eine Erweiterung des „menschlichen Stoffwechsels“ ist, des Austauschs des Menschen mit der Natur. Und er sagt sehr deutlich und zutreffend, daß unsere Freiheit immer durch die Notwendigkeit dieses „Stoffwechsels“ begrenzt sein wird. Wir können unsere Freiheit nur vergrößern, wenn wir

    „… diesen Stoffwechsel mit der Natur rationell regeln … mit dem geringsten Kraftaufwand … aber es bleibt dies immer ein Reich der Notwendigkeit. Jenseits desselben beginnt die menschliche Kraftentwicklung, … das wahre Reich der Freiheit, das aber nur auf jenem Bereich der Notwendigkeit als seiner Basis aufblühen kann … Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört; es liegt also in der Natur der Sache nach jenseits der Sphäre der eigentlich materiellen Produktion.“

    Das gilt damals genauso wie heute: Aufgrund dieser Zusammenhänge sind Philosophen und Esoteriker, die partout zurück zur Natur wollen und Naturwissenschaft und Technik als ihre Konkurrenz zu verteufeln suchen, auch so gefährlich, weil sie -- hätten sie Erfolg -- dieses „wahre Reich der Freiheit“ der Menschen entscheidend beschneiden würden. Sie spielen, ohne daß sie es wissen -- oder es ist ihnen gleichgültig -- mit dem Feuer!

    MfG

    G.Wedekind

  2. Sehr informativer Artikel, danke. Und schon auf BNN zu finden.

  3. @ aristo:

    Was ist „BNN“?

  4. @Peter

    Niko Paech schreibt:

    Aber auch die wachsende Schere zwischen Arm und Reich in Europa sowie die permanente Armutskrise in verschiede- nen Regionen unserer Welt zeigen deutlich, dass die bisherige Formel des »Wohlstand durch Wirtschaftswachstum« nicht aufgeht.

    Die Welternährungsorganisation schlussfolgert aber völlig konträre aus ihren Daten:

    Large reductions in hunger were achieved in East Asia and very fast progress was posted in Latin America and the Caribbean, southeast and central Asia, as well as some parts of Africa, showing that inclusive economic growth, agricultural investments and social protection, along with political stability makes the elimination of hunger possible. Above all, the political will to make hunger eradication a paramount development objective has fostered progress.

    Wir sehen also, dass die Formel Wirtschaftswachstum, Marktwirtschaft, Soziale Absicherung und Wohlstand aufgeht.
    Niko Paech ist also drch die Daten der UN widerlegt.

    Im Grunde wird diese Formel Wohlstand ohne Wachstum wie ein Mantra wiederholt. Es gibt aber empirisch genügend Daten die zeigen, dass Wohlstand und Wachstum verknüpft sind.
    Ist ja auch kein Wunder. denn Wohlstand bedeutet, dass ich meine Bedürfnisse erfüllen kann. Je mehr Bedürfnisse in einem Land erfüllt werden desto mehr Wachstum wird beobachtet, egal in welchem Wertesystem ich das messe.
    Wachstum ist also die Messgröße die anzeigt, dass im Mittel unser Wohlstand gestiegen ist. Wenn im Mittel der Wohlstand eines Landes steigt hat es auch die Möglichkeit etwas davon umzuverteilen. Gerade die Umverteilungspolitik der UN braucht deshalb eben eine mittlere Wohlstandssteigerung auf der Welt und damit Wachstum.
    Trotzdem werden so scheint mir die meisten Umverteilungsexperten ebenfalls nicht müde zu behaupten man könne Wohlstand und Wachstum entkoppeln. Das ist grober Unfug.

  5. @Peter

    BNN = Blognetnews

  6. @Peter

    Was in autonomen Selbstversorgergesellschaften passiert, kann man hierdurch abschätzen:

    Wieviele Säuglinge im Laufe der Jahrhunderte ermordet wurden, wieviele Kinder verwahrlosten oder eines frühen Todes starben, ist nicht präzise festzustellen. Unzählige kamen bei der Geburt oder kurz danach um. Da im Altertum Methoden der Empfängnisverhütung weithin unbekannt blieben, war die Tötung neugeborener Kinder eine Form der (nachträglichen) Geburtenkontrolle, meist motiviert von ökonomisch prekären Lebensverhältnissen und handfester Überlebensnot.

    oder hier

    Bei einer Reihe von Naturvölkern gibt es keine Altersversorgung, weil diese Gesellschaften die alten Menschen töten, wenn sie scheinbar keinen erkennbaren Nutzen mehr für die Gruppe haben und ihre Versorgung als zu kostspielig erscheint. Jared Diamond gibt in seinem Buch „Vermächtnis“ folgende Gründe an:

    1. Diese Praxis finden wir bei nomadisierenden Jägern und Sammlern, die häufiger ihren Lagerplatz wechseln müssen. Sie tragen alle Werkzeuge, Nahrungsmittel und Kinder mit sich und können sich nicht um schwache und gebrechliche Gruppenmitglieder kümmern.

    2. Altentötung gibt es bei Völkern in Wüsten und arktischen Regionen, in denen es immer wieder zu Nahrungsknappheit kommt und in denen man keinen Vorrat anlegen kann. Man opfert die unproduktivsten Mitglieder, um nicht die Gemeinschaft zu gefährden.

    Auch alte Menschen wurden in solchen nachhaltigen Selbstversorgergesellschaften entsprechend behandelt.
    Der Mythos von den nachhaltig im Einklang mit der Natur lebenden Naturvölkern ist Bullshit und nicht erstrebenswert.

  7. Wieder ein sehr gelungener Artikel, Herr Heller. Danke dafür.

    Ich hatte im letzen Jahr selbst das Vergnügen Nico Paech auf einem Vortrag in unserer VHS zu genießen. Die Wortmeldungen, wie die ältere Dame, die gerne ihr kleines Auto behalten würde, waren putzig. Herr Paech gestand ihr das großzügig zu. Aber die meisten Zuhörer waran in Andacht erstarrt und kritisches Hinterfragen gab es kaum. Der Denkansatz von Herr Paech ist eindimensional. Für ihn ist „Peak everything“ ein Fakt und unausweichlich. Ihn, wie dort geschehen, als Zukunftsforscher vorzustellen ist ein Witz. Dafür sollte er sich statt seiner dogmatischen, Zukunftswissen anmaßenden Haltung einmal von Herr Heller das Denken in Szenarien beibringen lassen …

    Der Leiter der VHS hat zum Schluß angedroht, dass das sicher nicht das letzte Mal war, dass Herr Paech dort sprechen durfte. Das nächste Mal wenn er kommt, werde ich ihm eine einzige Frage stellen.
    “ Was passiert denn mit Menschen, wie mir, die Ihre Subsistenz- und Wachstumsansatz für menschenverachtenden Unsinn halten, wenn Ihre Vision politisch umgesetzt wird? Sehen die Lager für Bürger wie mich dann so aus, wie die im sibirischen Gulag, wie die im sozialistischen Bautzen, wie die im nationalsozialistischen Buchenwald oder wie die in Guantanamo? Wenn ich die Wahl habe, nehme ich Letzteres!“

    Ich freue mich schon drauf. Auf den nächsten Vortrag. Nicht auf das Lager. Das werden wir freiheitlich gesinnten Bürger gemeinsam verhindern.

  8. Ich tue mich schwer, den Sinn hinter dieser Zeitwohlstand-Erzählung zu finden. Es wird ja auch, von den Wachstumsgegnern, von Zeitgerechtigkeit geredet um dies dann in die übliche Kapitalismuskritik einzubauen. Zeitressourcen wären zwischen den Geschlechtern, Ethnien und Klassenzugehörigkeiten ungleich verteilt (5. VÖW Sommerakademie). Warum aber ausgerechnet das Thema Zeit? Ein Gedanke kommt mir und ich möchte ihn am liebsten gleich wieder verwerfen, so simpel erscheint er. Wir alle klagen über Zeitmangel. Viele Dinge die wir uns vornehmen, geschehen aus Zeitmangel nicht. Fast jeden Tag habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich mir nicht mehr Zeit für meine Kinder nehme, oder für ein altes Hobby. Wenn ich nur an die vielen ungelesenen Bücher denke, die ich aus Zeitmangel noch nicht gelesen habe.

    Jetzt kommen die Wachstumsgegner daher und versprechen mir mehr Zeit. Zeit für Dinge die mir eigentlich wichtig sind, und wollen mir einreden, dass es am Kapitalismus oder an der Wachstumsgesellschaft liegt, dass ich die Zeit nicht dafür habe. Unterm Strich, diese Zeitwohlstands-Erzählung spielt mit latent vorhanden Selbstzweifeln: Gestalte ich mein Leben eigentlich so wie ich es möchte? Gute Menschenverführer, gemeinhin Rattenfänger genannt, kennen die Befindlichkeiten der Menschen, dass sie eben oft über Zeitmangel klagen, und versprechen das Blaue vom Himmel: Wir geben euch die Zeit zurück, damit ihr wieder die eigentlich wichtigen Dinge tun könnt!

    Dass sie dieses Versprechen nie einhalten können, hat Peter hier schön beschrieben. Und selbst diejenigen die sich im Hamsterrad sehen, getrieben und gehetzt, wissen, dass es keine fremde Entscheidungen gewesen sind, die sie in ihre Lage gebracht haben. Vielleicht haben sie sich zuviel vorgenommen, vielleicht gibt es andere individuelle Gründe. Dadurch dass aber unsere Gesellschaft in Prinzip reich ist, hat aber der Mensch auch die Möglichkeit materiellen Verzicht zu üben, um mehr Zeit für etwas zu haben, was wichtiger erscheint. Diese Entscheidung bleibt jedem selbst überlassen, die Wachstumsgegner wollen uns diese Entscheidung abnehmen, weil sie besser glauben zu wissen, was gut für das Individuum ist als dieses selbst.

    Argumentativ steht diese Zeitwohlstand-Erzählung auf ganz schwachen Füßen. Leicht zu widerlegen. Aber vielleicht wollen die gar nicht argumentieren und über die Sinnhaftigkeit ihrer Vorschläge diskutieren, sondern nur an vorhandene Gefühle appellieren, um somit über die Hintertür der Empfindungen und des Unterbewussten, die Idee von der Postwachstumsökonomie in einem günstigen Licht erscheinen zu lassen, es mit positiven Gefühlen zu verknüpfen. Das verstehen die Ökos ja sehr gut. Wie meinte nicht ein anderer Wachstumsgegner, Harald Welzer: Mit positiven Beispielen oder Erzählungen wird den Menschen ein Horizont gegeben, nach dem es sich zu streben lohnt. Die Katastrophenerzählungen wirken vielleicht nicht mehr richtig, nun versucht man es eben anders herum. Nur in diesem Kontext ergibt die Zeitwohlstand-Erzählung einen Sinn für mich. Die Gegenwart wird als Katastrophe konstruiert in Form von Zeitmangel. Also genau anders herum wie die Konstruktion der Klimawandelkatastrophe, die ja erst in der Zukunft eintritt.

  9. @Quentin

    Das mit der Zeit ist auch so ein Mythos. Meiner Kenntnis nach machen nur 20% der Deutschen mehr als 10 Überstunden pro Woche 25% bis zu 5. Das bedeutet dann 45 -- 50 h pro Woche Arbeit für 25% der Beschäftigten, 75 % arbeiten 40 h pro Woche oder weniger. Mit mindestens 24 Urlaubstagen haben wir so viel Freizeit wie keine Generation vor uns.
    Dazu kommt, dass aufgrund des technischen Fortschrittes auch der Haushalt kaum noch Zeit in Anspruch nimmt, wenn man effizient arbeitet.

    Man merkt aber, dass soziale und private selbstgewählte Verpflichtungen die Menschen verplanen. Das heißt, dass viele das Gefühl haben wenig Zeit zu haben. Ich denke das nutzen Propheten wie Paech aus indem sie behaupten dass das an unserer Wirtschaftsweise liegt. Das Gegenteil ist der Fall.

    Denn gerade in der von Pasch skizzierten Selbstversorgergesellschaft muss man wieder mehr arbeiten, da man aufgrund der fehlenden Arbeitsteilung Effizienz opfert.

  10. Sehr gelungener Artikel, Herr Heller.

    Ich bin selbst Volkswirt und immer wieder verwundert darüber, welch kuriose Gestalten meine Zunft hervorbringt.

    Jedenfalls hat mir noch niemand schlüssig erklären können, wie Wachstumsverzicht und mehr verfügbare Zeit miteinander in Einklang zu bringen sind. Aber wenn man lange genug in der Fakultät die Verrückte macht zubringt, findet man vermutlich irgendwann raus, dass 1 -- 1 Eins ergibt.

    Die Ironie an der Sache: Je mehr Freizeit uns das Wirtschaftswachstum bringt, um so mehr Leute haben die Möglichkeit sich Gedanken darüber zu machen, dass das eigentlich gar nicht sein kann. Diesen Widerspruch scheint niemand zu bemerken.

    Vielleicht glauben die Berufs-Philosophen ja auch wirklich, dass ihr Geschwalle das MacBook produziert, auf dem sie ihre Texte verfassen. Keine Ahnung.

  11. Ja Günter, der Zeitmangel ist ein Mythos. Dennoch empfinden ihn viele Menschen, was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass unser Möglichkeiten heute so unendlich größer sind als früher. Wir haben die Ressourcen (Geld, Auto, Flieger) dafür, vieles was wir nutzen können, und müssen daher ständig Entscheidungen treffen. Besuche ich meine Eltern, gehe ich ins Kino, oder Shoppen oder belege ich einen Töpferkurs. Vielleicht kommt auch Fussball in TV. Wenn wir Peach und Co. folgen, haben wir nicht mehr Zeit, im Gegenteil, aber haben weniger Möglichkeiten zur Auswahl was wir in unserer Zeit, die uns dann noch verbleibt, anstellen könnten.

    Wer also unter Zeitstress leidet, sollte bei sich anfangen. Möglicherweise ein paar Meditationstechniken lernen, sich in Selbstreflexion üben darüber, dass einem selbst klar wird, was man eigentlich will. Usw. Usf. Die Antwort liegt in der eigenen Person, ganz bestimmt nicht in einer Gesellschaft die eine Fülle von Möglichkeiten bietet. Wer wegen des Zeitstress die Gesellschaft ändern will, will nur für eigene Probleme die Gesellschaft verantwortlich machen und seine Mitmenschen zur Geißel der eben eigenen Probleme.

  12. @Quentin

    Wer wegen des Zeitstress die Gesellschaft ändern will, will nur für eigene Probleme die Gesellschaft verantwortlich machen und seine Mitmenschen zur Geißel der eben eigenen Probleme.

    Den Trick spielen ja die Medien gerne. Man nehme ein Problem das jeder hat und das man beobachtet und behaupte, dass die Gesellschaft dafür verantwortlich ist und nicht der Einzelne selbst. Das ist natürlich erstmal populär, weil es eine Ausrede liefert.
    Da es nur die bestehende Gesellschaft gibt kann man die Behauptung nicht widerlegen.

    Was man aber anhand von Beibachtungsdaten widerlegen kann ist die Annahme von Pasch, dass es die Zeit ist die in unserer Gesellschaft knapp ist.
    Damit ist im Grunde auch sein Gesellschaftsmodell von dem er ohne Belege behauptet es sei besser widerlegt. Seine Behauptungen beruhen auf falschen Annahmen.

    ScienceFiles zeigt schön welche Scharlatane in Fächern wie Soziologie unterwegs sind.

    Zeitstress aber ist kein gesellschaftliches Problem, sondern das Problem jedes Einzelnen und seiner freien Lebensentscheidungen. Zeitstress ist meines Erachtens ein Anzeichen dafür, dass wir in der Arbeit nicht körperlich erschöpft werden und über sehr viel Freizeit verfügen können mit sehr vielen Möglichkeiten zu gestalten. Alles mitmachen zu wollen und nicht zu fokussieren und zu priorisieren, also keine Entscheidung zu treffen, ist dann die Ursache von Zeitsstress.
    Im Grunde also der Ausdruck unserer Entscheidungsfreiheit.

  13. @ Quentin:

    Aber vielleicht wollen die gar nicht argumentieren und über die Sinnhaftigkeit ihrer Vorschläge diskutieren, sondern nur an vorhandene Gefühle appellieren, um somit über die Hintertür der Empfindungen und des Unterbewussten, die Idee von der Postwachstumsökonomie in einem günstigen Licht erscheinen zu lassen, es mit positiven Gefühlen zu verknüpfen.

    Das vermute ich auch.

    Hinzu kommt noch: Das Thema ist ein Markt. Man kann Bücher schreiben und Vorträge halten, man kommt mit solchen Thesen ins Fernsehen, erzielt Aufmerksamkeit und kann dann wieder mehr Bücher verkaufen und höhere Vortragshonorare erzielen. Ein Geschäftsmodell, das in der Postwachstumsökonomie auch nicht mehr funktioniert.

    @ Günter:

    Das bedeutet dann 45 — 50 h pro Woche Arbeit für 25% der Beschäftigten, 75 % arbeiten 40 h pro Woche oder weniger. Mit mindestens 24 Urlaubstagen haben wir so viel Freizeit wie keine Generation vor uns.

    Ich arbeite mehr. Erstens bin ich einfach geldgeil (der totale Widerspruch zu der Bloggerei hier, ich weiß). Zweitens schaltet mein Gehirn nicht ab, nur weil ich das Büro verlasse. Und Drittens habe ich das Privileg eines Jobs, der mir sehr viel bietet. Mein Job ist quasi auch eines meiner Hobbies. Ich habe weder Stress, noch Zeitnot. Es ist auch eine Frage der Selbstorganisation und der Priorisierung. Man mag sich das kaum vorstellen, aber viele Aspekte meiner Tätigkeit empfinde ich als erholsam und entspannend. Was im Job (und im Haushalt) nervt und was in Wahrheit Stress und Zeitnot verursacht, sind mechanische Tätigkeiten, die man eigentlich automatisieren könnte. Meine Hoffnung ist daher, daß die Wachstumsgesellschaft mich durch (irgendwann dann auch intelligente und flexible) digitale und robotische Helfer davon befreit. Dann habe ich noch mehr Zeit übrig für die wirklich interessanten Dinge.

  14. Man könnte ihn ja nicht mal finanzieren. Die für eine ausreichende staatliche Alimentierung von Hochschullehrern mit Freiraum zur Forschung notwendigen Überschüsse würden nicht mehr erwirtschaftet

    Erwirtschaftet nicht, aber erpresst. Auch frühneuzeitliche Herrscher hielten sich zu ihrem Ruhm und ihrer Erbauung Hofnarren aus Wissenschaft und Kultur mit Mitteln, die sie zuvor ihren Untertanen abgepresst haben.

    Klimakatastrophe, Umweltzerstörung und Ressourcenknappheit sind nur vorgeschobene Geschichten, die in Wahrheit Zuspruch für antikapitalistische, die Globalisierung und den freien Handel ablehnende Strömungen mobilisieren sollen

    .

    Und dann kommt das, welches wir auch vor dieser Zeit hatten: eine voraufgeklärte und neo-absolutistische Prekariatsgesellschaft mit einer mittleren Lebenserwartung von ca. 34 Jahren.

    Aber genau das wollen die Apologeten, sehen sie sich doch selbst entweder als gutalimentierten Hofnarren oder gar als absolutistischen Herrscher umgeben von einem mittellosen Volk von manipulierbaren quasi- Analphabeten.

  15. @Peter

    Ich arbeite mehr. Erstens bin ich einfach geldgeil (der totale Widerspruch zu der Bloggerei hier, ich weiß). Zweitens schaltet mein Gehirn nicht ab, nur weil ich das Büro verlasse. Und Drittens habe ich das Privileg eines Jobs, der mir sehr viel bietet. Mein Job ist quasi auch eines meiner Hobbies. Ich habe weder Stress, noch Zeitnot.

    Ja, aber Ausnahmen bringen ja nicht weiter in der Ursachenfindung. Denn es gibt eben Tätigkeiten die in einer Gesellschaft getan werden müssen die nicht das Hobby von jemanden sind. Fußball ist der Klassiker. viele haben es zum Hobby, aber nur wenige können es beruflich ausüben.

    Was im Job (und im Haushalt) nervt und was in Wahrheit Stress und Zeitnot verursacht, sind mechanische Tätigkeiten, die man eigentlich automatisieren könnte.

    Jetzt schließt Du auch von Dir auf Andere. Es gibt meiner Beobachtung nach Menschen die auch Spaß an mechanischen Tätigkeiten haben. Der Klassiker ist wenn Menschen beim Holz hacken entspannen oder beim Bügeln oder Stricken. Damit das jetzt nicht in die falsche Kehle kommt. Ein Bekannter von mir sagt, dass er beim bügeln entspannt.

    Du müsstest also schreiben, dass mechanische Tätigkeiten Dir Stress und Zeitnot verursachen. Ich denke das das sehr individuell ist was Stress und Zeitnot verursacht.

  16. @Peter Heller #13

    Es ist auch eine Frage der Selbstorganisation und der Priorisierung

    Das ist der Punkt überhaupt. Wenn ich sehe, wie manche Leute vor sich hin wursteln, von A nach B, und rumwuseln, gerade auch im Berufsleben, dann ist vollkommen klar, warum die ein Zeitproblem haben und abends keine Freizeit über ist, außer noch ’ne Talkshow zum einpoofen.

  17. @ Günter:

    Ich denke das das sehr individuell ist was Stress und Zeitnot verursacht.

    Ja klar. Ich habe ja nun auch nichts anderes behauptet.

    Nicht „individuell“ ist allerdings die Mechanisierung und Automatisierung. Die betrifft eben die von großer Regelmäßigkeit und Gleichförmigkeit geprägten Tätigkeiten zuerst. Wir befüllen ja nur noch Spül- oder Waschmaschine. Ich kenne echt niemanden, der in einer Handwäsche mit Waschbrett, wie noch im 19. Jahrhundert üblich, Entspannung findet. Aktuell automatisieren wir schon Rasenmähen, Staubsaugen und Fensterputzen (noch unzureichend, aber es wird besser). Und bald dann sogar das Autofahren.

    Wer unbedingt selbst staubsaugen will, bitte. Aber man wird es nicht mehr müssen, das ist der Punkt.

  18. Ich erinnere mich an eine Begebenheit in einer Firma (Architekturbüro und Hausverwaltung), als gerade der Chef ganz konzentriert irgendwelche Abrechnungen oder Zeichnungen auf dem Bildschirm betrachtete. „Was habt ihr eigentlich gemacht, als es noch keine Computer gab?“ fragte ich ihn, „Hm, da haben wir noch Zeit gehabt, und Geld verdient!“ war seine Antwort.

    Eine Einzelmeinung, gewiss, und rein auf subjektiven Eindrücken basierend. Beim genaueren Hinschauen stimmts möglicherweise nicht mehr. Aber woher kommt das Paradoxon: Wir haben heute mehr Zeit, und haben deswegen keine Zeit mehr. Krishna erwähnte „Selbstorganisation und der Priorisierung“ und kommt damit dem Problem näher. Für beides braucht man eine Idee, einen Plan, eine Vorstellung vom Leben, also von einer Kombination aus »ich und hier und Zeit«. Damit sind wir bei den großen philosophischen Fragen.

    Es nützt also rein gar nichts, zu sagen, die Annahmen Peachs sind falsch, das sind sie „nur“ faktisch. In der Bedeutung macht es aber Sinn, und nur was mit Sinn erfüllt werden kann, wird vom Menschen nicht als Belastung wahr genommen. Hier sind jetzt ein paar Gedankengänge übersprungen, hilfreich zum Verständnis könnte der Begriff »Seinsvergessenheit« sein.

    Bevor wir also davon sprechen, was Zeitstress eigentlich ist, muss die Frage nach dem Ich, dem Dasein, gestellt werden. Die Frage nach dem faktischen führt in die Irre. Faktisch haben wir mehr Zeit, mehr Möglichkeiten. Weitere technische Entwicklungen schaffen noch mehr Zeit und noch mehr Möglichkeiten. Nun den Möglichkeitszwang, oder Entscheidungszwang, als möglichen Grund für den Zeitstreß anzunehmen, wie das Peach nahe legt, führt vom Kern der Problematik weg. Ich will es aber mit meinen Worten ausdrücken: Menschen sind von Natur aus Mitläufer, sie orientieren sich an ihrer Umwelt und übernehmen Verhaltensweisen und leben dann diese Muster, ohne sich aber über ihr eigenes Dasein, das ich in der Welt, richtig im klaren zu sein. Natürlich ist das Bild vom Mitläufer überzeichnet, niemand ist nur dies oder das, sondern Menschen sind generell als komplexe Wesen zu betrachten. Dennoch muss man manchmal vereinfachen.

    Die Verbindung Zeit-Gesellschaft-Individuum wird also, wenn wir die Sinnfrage in diese Verbindung einbringen, schon sehr sehr lange diskutiert und besprochen. Die billigen und einfachen Antworten die uns Peach und Co. dazu anbieten, erinnern mich an den Begriff Geworfenheit. Ein Platz wird uns zugewiesen, Stichworte: Sesshaftigkeit und materieller Genügsamkeit, und dieser zugewiesene Platz ist auch gleichzeitig die Antwort auf die Sinnfrage. Im Prinzip, wenn ich den Faden noch ein wenig weiter spinne, so ist diese Geworfenheit, diese Zuweisung eines Platzes mit gleichzeitiger Sinnzuweisung, etwas so was wie ein Grundgerüst in der ganzen Nachhaltigkeitsideologie.

    Das wird aber dem Individuum nicht gerecht, dass um seine Existenz weiß, und diese auch verändern kann, weil es eben wissend über sich selbst werden kann. Doch das ist mitunter eine Mühsal das heraus zu bekommen, aber ohne dieses Wissen, wird man mit Zeit nicht umgehen können. Der Zeitstreß resultiert also, das ist mein vorläufiges Fazit, aus einer unbeantworteten Sinnfrage des Individuums.

    (befreit…..H.E.)

  19. QQ #18,

    Ich will es aber mit meinen Worten ausdrücken: Menschen sind von Natur aus Mitläufer, sie orientieren sich an ihrer Umwelt und übernehmen Verhaltensweisen und leben dann diese Muster, ohne sich aber über ihr eigenes Dasein, das ich in der Welt, richtig im klaren zu sein. Natürlich ist das Bild vom Mitläufer überzeichnet, niemand ist nur dies oder das, sondern Menschen sind generell als komplexe Wesen zu betrachten. Dennoch muss man manchmal vereinfachen.

    ich will es auchmal mit meinen Worten ausdrücken. Menschen sind von Natur aus gut. Auch der westliche Mensch. Er sitzt aber im Hamsterrad und scheint nicht zu erkennen, dass er pausenlos mittels Propaganda programmiert und gehirngewaschen wird. Diese Menschendompteure sind aber nicht gut.

    Das führt dazu, dass er Heizen mit Weizen, Solarpaddel, Windmühlen und Ressourcesparen ok findet.
    Genau wie die Lieferung westlicher 85000$ Jeeps, 300000$ MGs samt 1000000$ deutsch-französischer Milanpanzerabwehrlenkraketen an zweifelhafte Rebellen zur Zerstörung ganzer Länder.
    Welches wiederum eine Flüchtlingsschwemme für ganz Europa bringt.
    Ich habe auchmal vereinfacht.

  20. @Quentin
    Ich denke das Herangehen von Leuten wie Paech an eine von ihnen selbst definierte Problematik ist von Grund auf unwissenschaftlich. Meines Erachtens beschreibt Paech wie wir Menschen uns verhalten sollten, damit die von ihm visionierte Gesellschaft herauskommt. Dabei kann er weder belegen das das auch so funktioniert, noch dass wir Menschen uns unter den von ihm skizzierten Randbedingungen so verhalten würden.

    Dazu kommt, dass er auch nicht belegen kann, ob die Menschheit mit dieser Strategie in der jetzigen Populationsgröße überlebt.

    Ein simples Beispiel:
    Wer produziert in der Welt von Paech DDT, um in armen Ländern oder Indien die Überträger für die Malaria unter Kontrolle zu halten.

    Um das oben gesagte zu verdeutlichen zitiere ich die auf ScienceFiles gefundene Kurz-Definition von Soziologie:

    Soziologie, das nur zur Verdeutlichung, sucht nach Erklärungen für gesellschaftliche Phänomene (soziale Fakten, wie Emile Durkheim sagt) und zwar dadurch, dass die sozialen Fakten über die Handlungen von Akteuren und innerhalb der Randbedingungen, die für die Handlungen relevant sind, erklärt werden.

    Untersuchen wir jetzt die Ausführungen von Paech stellen wir fest, dass seine Aussage:

    Aus Konsumenten sind sog. »Prosumenten« geworden, die sich durch Suffizienz- und Subsistenzpraktiken zunehmend aus der Abhängigkeit von industrieller Fremdversorgung befreit haben.

    durch nichts belegt werden kann. Sein ganzes Pamphlet ist also reine Fiktion und Spekulation.

  21. Ja natürlich Günter, du hast völlig Recht. Du antwortest mit Fakten auf Behauptungen, so wie das gute Aufklärung eben tut. Erreicht man aber mit Aufklärung auch die Leute die Paech auf der unterbewussten und der emotionalen Ebene anspricht? Seine Argumentation ist ja so dünn, wirklich nur Fiktion und Spekulation, dass man wirklich zu dem Schluss kommen kann, dass ihm die Ebene der Fakten überhaupt nicht interessiert. Sie sind nur die Dekoration seiner Fiktionen.

  22. @Quentin

    Ja, die Fakten stören eben politisch.

    Mein Beispiel DDT wurde in Südafrika ausprobiert:

    The chemical, which is sprayed inside houses, is linked to genital birth defects, infertility and cancer, and is banned in many parts of the world. Its use was halted in 1996, but South Africa reintroduced it in 2000 as part of a plan to curb a major malaria outbreak.Authorities say infections soared to more than threefold in 1996 after the use of DDT was halted, rising to 64,500 in 2000.

    und

    The report says the insecticide has been used cautiously in recent years, “with targeted spraying only in high risk areas“.
    University of Pretoria professor Tiaan de Jager has acknowledged the adverse genetic and hormonal risks linked with DDT, but says its efficacy cannot be discounted.

  23. @Quentin

    Mein Eindruck ist, dass Fakten in dieser politischen Systemdiskussion keine Rolle spielen.
    Das gilt vor allem auch für den Klimawandel. Jeder Sturm und jede Krise wird für die politischen Zwecke der Klimaaktivisten instrumentalisiert.

  24. @Hess (23)

    Ganz genau! Und deshalb nehmen viele Gegner der Klimawandelaktivisten á la Rahmstorf diese ganz grundsätzlich nicht ernst und lehnen diese kategorisch ab, egal was sie sagen. Denn mit einseitigen Fanatikern möchte ich zumindest nicht in einem Atemzug genannt werden. Das verbietet der mir anerzogene Anstand, denn diese Leute lügen und betrügen oft vorsätzlich und systematisch.

  25. @Beobachter

    Soweit würde ich nicht gehen. Klimawandelfolgenforschung ist ja im wesentlichen Spekulation mit Computerunterstützung.
    Die glauben die Ergebnisse eben und verbreiten sie wenn es in den politischen Kram passt. Experimentell überprüfen kann man diese Spekulationen ja nicht.

  26. Anscheinend ist dies bei jeder Hochkultur so-oder warum gingen sie alle unter?

    Erst wird man reich dann fett und faul und bekommt zu wenig Kinder,holt sich Sklaven oder Gastarbeiter und das war immer der Anfang von Ende.

  27. Ich bekomme Aufträge per e-mail oder Telefon, ich gebe die Adresse des Kunden in’s Navi ein, ich fahre mit dem Auto zum Kunden, ich repariere den defekten Computer, und ich dokumentiere meine Arbeit auf dem Smartphone.

    In einer Suffizienzwirtschaft würde ich verhungern und meine Kinder gleich mit. Ohne chinesische Elektronik würde ich weder Aufträge bekommen, noch könnte ich sie ausführen. Und nein, Gartenarbeit ist für mich keine Option. alle diesbezüglichen Versuche mußte ich nach maximal 1 Stunde allergiebedingt abbrechen.

  28. Ein Ergebnis der „Frankfurter Schule“!!!

    Was ist dieser Niko Paech für ein Mensch?
    Das ist ein typischer Schüler und nun ein Lehrer der Frankfurter Schule, da wo DIE THEORIE BEREITS PRAXIS IST.
    dh. wenn ein solcher Schüler dieses Denkens einen Gedanken hat, der nur ein wenig plausibel ist, dann ist das schon Praxis. Hinterfragen braucht man dann nicht mehr, denn es handelt sich schon um Realität. Das ist die moderne Denkart der grünen Ideologen (=Theologen), Dogmen zu verkünden.
    Nur die katholische Kirche hatte im Laufe der europäischen Geschichte so viel Macht im Denken, wie diese grüne Brut heutzutage. Was in der katholischen Kirche oft dabei raus kam, hatte nix mehr mit Christentum zu tun, und was die grünen Ideologen heute machen hat schon lange nichts mehr mit Umwelt- und Naturschutz zu tun.

    Wenn dieser grüne Pharisäer wirklich aus der technisierten und kapitalistischen Gesellschaft raus will (nennt man Aussteiger), dann soll er das gefälligst tuen; ich werde ihn nicht daran hindern, sich im Wald eine Lehmhütte zu bauen und nochmals von vorne anzufangen. jeder soll nach seiner Manier glücklich werden.
    Aber er soll nicht voller Teilnehmer (=Nutzniesser) einer Gesellschaft sein, die er grundweg ablehnt. Das ist die Gefahr, die von solchen Dummschwätzer ausgeht.
    SO LANGE DIE NICHT SELBER VORLEBEN, WAS DIE PREDIGEN, SOLANGE BRAUCHT AUCH KEINER AUF DIE ZU HÖREN.

  29. Nein, der Mensch schadet seiner Umwelt nicht.

    Einspruch! Klar KANN der Mensch der Umwelt schaden. Er kann zum Beispiel Schadstoffe freisetzen, die andere krank machen. Er kann Wasser abgraben und die Erträge der Felder mindern. Er kann Rohstoffe abbauen und anderen die Heimat nehmen. Diese paar Beispiele nur aus Perspektive des Menschen, andere Folgen lasse ich außen vor. Jede Tätigkeit hat Folgen, und immer auch negative, was man gemeinhin als Schaden definiert. Wer etwas anderes behauptet, ist realitätsfern, mindestens.

  30. Für die „Natur“ existiert kein Unterschied zwischen Wäldchen oder Müllkippe.

    Die „Natur“ ist genau so schwammig formuliert, wie „Gott“. Daher ist das eine Nullaussage. Eine Müllkippe mag zwar für Ratten ein Superbiotop sein, eigent sich in Zukunft ggf. auch für urban mining als sekundäre Rohstoffquelle, mag aber für andere Zwecke völlig ungeeignet sein. Und hier offenbart sich der Denkfehler. Es werden rein objektive Tatsachen des reinen Vorhandenseins eines Zustandes verwechselt mit dem Aspekt, was jener Zustand für die Menschen wert ist. Eine Deponie für Schadstoffe ist nunmal als Fläche für Wohnraum, Erholung und Landwirtschaft für unbekannte Zeiten unnutzbar. Insofern existieren durchaus Unterschiede, nämlich die des Wertes, die der Mensch dem zumisst. Ansonsten sieht die Natur (bitte was genau ist das?) nicht einmal einen Unterschied zwischen einem Schwarzen Loch und einem Kugelschreiber.

  31. @ConstanzeW

    Ich denke auch, dass es entscheidend ist welchen Wert wir der Natur zumessen.
    Und natürlich erscheint es mir sinnvoll die Umwelt vor Schadstoffen zu bewahren. Je wohlhabender eine Gesellschaft ist desto besser ist sie dazu in der Lage.
    Der wohl zahlreichste Vogel der Welt die amerikanische Wandertaube wurde ausgerottet, weil der Mensch mit ihrem Lebensraum konkurrierte und der Vogel eine kostengünstige Nahrungsquelle war. Heute würde er wohl nicht mehr ausgerottet werden.

    Die amerikanische Kastanie auch ein interessantes Beispiel wurde ausgerottet, weil aus China ein Pilz in einen amerikanischen Zoo eingeschleppt wurde.

    Beide Vorgänge haben der Natur nun nicht wirklich geschadet. Andere Spezies haben die freigewordenen Lebensräume besetzt.

    Solange die Erdbevölkerung wächst bleibt das eben nicht aus. Wirtschaftswachstum und Kooperation sorgen dafür, dass wir die Welt nach unseren Vorstellungen gestalten können.. Wir sind dann eben nicht so stark darauf angewiesen mit anderen Arten zu konkurrieren. In Afrika sind wir davon aber noch weit entfernt.

    Meiner Meinung nach sollte man in Afrika eine Kulturlandschaft entwickeln die die dortige Bevölkerung ernährt und keine Rücksicht nehmen auf die Wünsche von Ökotouristen, Kreuzfahrer und Safariteilnehmer.

  32. @ Günter Heß 31

    Ihrem letzten Satz möchte ich uneingeschränkt zustimmen.

  33. @ Constanze W.:

    Ihre beiden Kommentare #29 und #30 widersprechen sich. Was denn nun? Ist nun der Mensch der Maßstab, oder gibt es irgendeine objektive Skala, auf der „Naturzerstörung“ unabhängig von der Rückwirkung auf den Menschen gemessen und bewertet werden kann?

    Ich denke: Nein, einen solchen Maßstab gibt es nicht. Sie haben möglicherweise den Satz überlesen, der den von Ihnen zitierten vorangeht:

    Was „intakt“ als Gegenteil zu „geschädigt“ in Verbindung mit einer ständigen Veränderungen unterworfenen Umwelt bedeutet, unterliegt allein der Deutung des menschlichen Betrachters.

    @ Günter:

    Meiner Meinung nach sollte man in Afrika eine Kulturlandschaft entwickeln die die dortige Bevölkerung ernährt und keine Rücksicht nehmen auf die Wünsche von Ökotouristen, Kreuzfahrer und Safariteilnehmer.

    Sehe ich anders. Der erste Schritt wäre, Flora und Fauna in Privatbesitz zu überführen. Man schenke den Farmern die Löwen, und schon wird es beiden besser gehen (Ich würde beispielsweise auch den Inuit die Eisbären schenken.). Dann kann man entscheiden, was mehr einbringt. Landwirtschaft oder Tourismus. Es wird eine Mixtur sein, aber der Tourismus verspricht mehr Wertschöpfung.

  34. @Peter

    Dann kann man entscheiden, was mehr einbringt. Landwirtschaft oder Tourismus. Es wird eine Mixtur sein, aber der Tourismus verspricht mehr Wertschöpfung.

    Das wird man dann sehen. Aber die kleinen Berggorillareservate in Ruanda werden von bewaffneten Kräften gegen die Bevölkerung geschützt, weil die Landwirtschaft aussen herum zu ineffizient ist, das Land knapp ist und keine Energieversorgung vorhanden ist, so dass die Menschen das Holz brauchen bzw. im Wald jagen wollen.

    Ich glaube nicht, dass man mit Tourismus gegen Bevölkerungswachstum ausreichend wirtschaftlich erfolgreich sein kann.

  35. @Heller,

    nein, die Kommentare von Constanze sind konsistent. „Der Natur an sich“ kann man kaum schaden, der „Umwelt“ aber sehr wohl, denn „Umwelt“ meint immer „Welt um Menschen herum, menschlicher Lebensraum“, d.h., der „Maßstab Mensch“ ist in der Wortwahl „Umwelt“ bereits impliziert.

    Wenn man die Antarktis auftauen und terraformen würde, dann würde manch einer den „unwiederbringlichen Verlust an Naturlandschaft“ beklagen, aber es wäre keine Umweltzerstörung, weil die Antarktis keinem Menschen als Umwelt dient -- die Forscher, die da unten sitzen, haben alle ihre kleine künstliche Umwelt um sich herum, die sie vor der feindseligen Natur schützt.

  36. Das kann ich so nicht stehen lassen, Kommentar geschlossen, deswegen hier:
    Gelegenheitsleser #305 bei Die Flüchtlinge, der Klimawandel und die Klimaschützer ,

    woher Ihr Interesse kommt, mich zu diffamieren, lasse ich auchmal dahingestellt.

    Ich nehme erstmal Ahnungslosigkeit an.
    Es ging um Identität;Kultur,Zivilisation.
    Da antwortete ich mit #259 , schließlich haben alle Kulturrevolutionen Linke erfunden.

    Dann fragte mich oxybenzol #261:

    Können sie mir mal genau erklären, wieso sexuelle Aufklärung die Kultur zerstören soll.

    Hatte ich nie behauptet, wie auch Heller in #262 bemerkte:

    Ich denke, mit „frühkindlicher Sexualisierung“ ist etwas völlig anderes gemeint als sexuelle Aufklärung.

    Dann verlinkte ich die EU-Bemühungen zum Thema in #263
    Der Estrela Bericht ist real, der Wille der Linken in der EU. Sie wollen an die KInder im Kindergarten, Beatrix von Stroch kämpft dagegen und Sie nennen die arme Frau in #269:

    Beatrix von Storch vertritt rechts-reaktionäre Gesellschaftsideologien.

    Wo sehen Sie da was rechts oder reaktionär, sie möchte nur Kleinkinder vor linken Ideologen und Kulturrevoluionären beschützen.

  37. Lieber Peter, da Micha ja wieder mal seinen Kommentarbereich geschlossen hat, muss ick leider hier das Rausgröhlen, was ich jetzt Grundsätzlich zu sagen habe.
    Mir geht das ganze Großkopferle-Philosophengequatsche um Liberal, Konzervativ, Rings/Lechtsradikale derzeit tierisch auf die Eier………denn bezüglich der Flüchtlingsproblematik begann die Lüge nämlich damit:

    Deutschland ist Reich……ich lach mich tot, ok, die oberen 10.000 konnten ihren Mammon in den letzten Jahren noch höher aufschütten aber der kleine Mittelstand hat steuertechnisch immer mehr zu bluten und wird dann auch noch Mittels Vorschriften, Gesetze, Auflagen, Strafandrohungen geknebelt bis ihm eines Tages die Luft ausgeht….aber….richtig auf die Fresse kriegen im reichen Deutschland die, die eh nix mehr haben.

    Da regt man sich medial auf, wenn Obdachlose sich an den Nahrungmitteln der Flüchtlinge vergriffen haben……da siniert man schon wieder, bitteschön die Soli anzuheben, damit man die Flutwelle auch finanzieren kann, da äussert man sich öffentlich, man könne doch den Mindestlohn senken, damit die Zuzügler auch ne Chance hab….unter prekären Arbeitsbedingungen den Einheimischen Untertarif auszubooten…..die Industrie jubelt, weil man unverbrauchtes Menschenmaterial bekommt, weil Deutsche zwischen Genderwahn und Bildungskatastrophe zum Namentanzenden Weichei verkommen ist…ich könnt stundenlang so weiter schreiben, lass aber mal ein Profi ran.

    Die Kolumnistin Melanie Phillips brachte den Begriff der – frei übersetzt: Tugendprahlerei ins Spiel. Sie beschäftigte sich mit den Konsequenzen der „lemminghaften“ politischen Korrektheit in Deutschland: „Wenn Leute, die ihre Kultur verteidigen wollen, von den liberalen Eliten im Stich gelassen und als Nazis stigmatisiert werden, treibt man sie in die Arme von echten Rassisten und Faschisten.“ In einem Leitartikel der „Times“ wurden brennende Flüchtlingsheime in Deutschland ins Feld geführt, um die britische Regierung aufzufordern, nicht auch „an der Bevölkerung vorbeizuregieren“.

    FAZ

    Was folgt aus alledem? Schon wird in der Bundesregierung gefordert, unsere Standards -- auch der Menschenwürde -- zu senken. Klar: Der Kuchen wird kleiner. Das gilt auch für die Gesundheitsvorsorge, die Pensionen, die private Altersvorsorge, die Betreuung durch Lehrer und Altenpfleger, die öffentliche Sicherheit, den Schutz der Grundrechte. Die Entscheidung darüber, wen wir hier aufnehmen wollen -- und wir sollten viele aufnehmen, die sich und uns bereichern können -, wird durch die jetzige Lage aber unmöglich gemacht. Deutschland nimmt sich und vielen Menschen damit Chancen und Würde.

    FAZ

    Und jetzt doch noch ein kleiner Bezug auf Deinen Artikel.
    Die Flüchtlingswelle zeigt uns auch eins…..die Menschen, die zu uns kommen, erhoffen sich ein besseres Leben, ähnlich wie 89 die Ossis, die sich in Massen an westdeutschen Schaufenstern die Nase platt gedrückt haben, weil dat ja alles so schön geglitzert hat, wat da so verführerisch in den Auslagen rumlag.
    Und dann kommt da so ein Nachhaltigkeitsfreak wie der Nico…..und meint, er könne diese Menschen wieder downgraden….weil ja dat arme Klima oder die Umwelt drunter leiden könnte….die einzige Reaktion darauf wird der ausgestreckte Mittelfinger sein und irgendwat von „westlicher Dekadenz“ gelabert werden.
    Derart Geschwafel geht doch völlig an der Realität der menschlichen Bedürfnisse vorbei….weswegen diese Ideen gefälligst in die Tonne gehören.

    Ok, tut mir leid daß ich so laut geworden bin……wenn Du diesen Kommentar wieder löscht, haste mein vollstes Verständnis für diese Maßnahme.
    Und ja, ick bin völlig nüchtern und im Vollbesitz (naja, Ansichtssache) meiner geistigen Kräfte.

    MfG
    Heinz Eng

  38. @ Rassbach, #36:

    Sie wollen es nicht verstehen, oder? Wenn man etwas eigentlich Richtiges aus den falschen Gründen und Motivationen heraus fordert, erwächst daraus meistens nichts Gutes. Frau von Storchs Gesellschaftsbild ist nicht das meine. Überhaupt nicht. Es geht hier nicht um das, was sie in diesem konkreten Zusammenhang fordert. Sondern um die Haltung, für die sie steht.

    @ Heinz, #37:

    Warum sollte ich diesen Kommentar jetzt löschen?

    Mir geht das ganze Großkopferle-Philosophengequatsche um Liberal, Konzervativ, Rings/Lechtsradikale derzeit tierisch auf die Eier

    Und mich nervt Dein nicht weniger arrogantes klassenkämpferisches Blaumann-Getue schon seit geraumer Zeit. Du bist nicht „Volkes Stimme“ (denn eine solche gibt es nicht in einer pluralen Gesellschaft), also stilisiere Dich nicht selbst. Allein die Zeit, die Du für das Kommentieren und Diskutieren hier erübrigen kannst, zeigt mir deutlich, daß Du zu den Privilegierten in diesem Land gehörst. Genau wie alle anderen hier auch. „Elite“ ist man nicht aufgrund eines Studiums. Sondern aufgrund einer Kompetenz, aufgrund von Gestaltungsfreiheit und Gestaltungsfähigkeit. Hör auf, den Doofen zu spielen. Du verstehst das alles ganz genau.

    Und übrigens gehören auch Hofmann, Rassbach, netseal und-so-weiter zur Elite in diesem Land. Hier trifft sich nur die Elite, hier findet man nur Privilegierte. Die, denen es wirklich schlecht geht, und auch die, die die Dinge intellektuell nicht erfassen können, die schreiben hier nicht. Manchmal fehlt mir einfach ein gewisses Maß an Bescheidenheit und Rücksichtnahme angesichts des Glückes, was wir alle hier hatten und haben.

    Und tun wir doch nicht so, als ob die Energiewende, oder die Flüchtlingskrise oder auch Nachhaltigkeitspropheten wie Niko Paech für uns hier eine Bedrohung irgendeiner Art wären. Ganz im Gegenteil bieten diese Themen und Trends uns Gelegenheit, zu debattieren und dadurch noch klüger, noch privilegierter und noch elitärer zu werden.

    (Es gäbe den Blog hier mit seinen über tausend Texten und den entsprechenden Diskussionen ohne die Paechs dieser Welt überhaupt nicht.)

    Wenn Du ernsthaft denkst, Deutschland wäre nicht reich, dann reise in der Welt herum. Und schaue Dir alles genau an.

  39. @Peter
    Gut, wenn Du mir Deine ehrliche Meinung entgegen schleuderst……dann darf ick ooch mal.

    Was mir hier tierisch uff´n Sack geht….ist die Schere im Kopp.
    Bevor ein Kommentar bewertet wird…..untersucht man erstmal die politische Einstellung des Kommentators.
    Riecht die eventuell etwas streng……nach irgendwat, was eine willkürlich unterstellte philosophische/ideologische Richtung andeuten könnte……gibbet auch hier die (stark abgeschwächte) N-Keule um die Ohren.

    Und tun wir doch nicht so, als ob die Energiewende, oder die Flüchtlingskrise oder auch Nachhaltigkeitspropheten wie Niko Paech für uns hier eine Bedrohung irgendeiner Art wären.

    Dein unermüdlicher Optimismus in allen Ehren…..genau das sehe ich in einen völlig anderen Licht, denn der doofe Blaumann hat Augen im Kopp und sieht die Veränderungen auch an der Basis…deren Erwähnung ich mir hier lieber verkneife.

    »So wie die Flüchtlinge ihre Lebensgewohnheiten ändern müssen, werden auch wir es tun müssen. Unser Wohlstand und die Weise, in Frieden zu leben, werden sich ändern«.

    Daher müßten die Bürger Abstand vom gewohnten Wohlstand nehmen und bescheidener werden, Deutschland zu einer Gesellschaft des Teilens werden. In Folge der aktuellen Flüchtlingsströme würden die gewohnten Grenzen unseres Miteinanders gesprengt.

    FreieWelt

    Du hast völlig Recht….ich bin nicht die Stimme des Volkes (wäre erstmal zu klären, welchen Teil des Volkes Du meinst)……das würde ick mir nie anmaßen………..aber ich habe (dienstlich wie privat) ein Ohr und höre damit die Stimmen an, die dat Volk in meinen Umfeld so von sich geben……..und dat, wat die so von sich geben, werde ick hier lieber nicht wiederholen…..weil sonst der Maaßlose sofort die Schnüffler anrücken lässt.

    PS. Dat mit inner Welt rumreisen….hatte ick ooch schon…ändert aber prinzipiell nix an meiner Meinung.

    MfG
    Heinz Eng

  40. Zur Theorie der Eliten:

    „Es war immer das Schicksal der Sklaven, ihren Herren die klügsten und begabtesten Repräsentanten zu liefern.“[*
    *Djilas, Milovan: Die neue Klasse. Eine Analyse des kommunistischen Systems, Würzburg 1963, S. 54.
    😉

  41. @Peter

    Frau von Storchs Gesellschaftsbild ist nicht das meine. Überhaupt nicht. Es geht hier nicht um das, was sie in diesem konkreten Zusammenhang fordert. Sondern um die Haltung, für die sie steht.

    Ist dir klar Peter, in welche Fußstapfen du mit einer derartigen Haltung tritts? Das ist Frankfurter Schule, pur. Was Du machst, ist genau das was ich die ganze Zeit bekämpfe: Du attackierst die Person, das Argument ist nebensächlich, es geht nicht ums Argument, es geht um die Haltung. Was unterscheidet denn deine Äußerung hier von „ad hominem Argumenten“? Etwas was wir hier immer angeprangert haben.

    Man o man, Peter, geh mal in dich.

  42. @Quentin

    Da hast Du nicht genau gelesen. Peter hat seine Meinung geäußert, dass er ein Gesellschaftsbils/Einstellung nicht teilt.
    Ein Verhalten, ein Gesellschaftsbild eine Haltung, eine Einstellung kann man kritisieren. Das ist nicht das gleiche wie die Argumentation der Frankfurter Schule die mit ad Hominem Argumenten arbeitet.
    Ich teile auch nicht das Gesellschaftsbild von Frau Storch, Heinz oder Herrn Rassbach und deren Einstellung/Haltung zur Bundesrepublik Deutschland.
    Peter hat auch ein Verhalten kritisiert und nicht die Person attackiert.
    Das muss man unterscheiden.

  43. Es wird immer so schön von den Rechtsradikalen oder Linksradikalen als Hetzer geschrieben….aber der hier ist nichts im Vergleich zu Rechts und Links in Deutschland….
    https://www.youtube.com/watch?v=-Wv5A7yhUJ8&list=PL3sHP4UzOos4zo6cbj9g_LsrNQ-dNdzfH

    Und da soll man nicht besorgt bzw. alarmiert sein….?!

  44. @ Quentin, #41:

    Hallo!? Alle meine Beiträge werden seit geraumer Zeit auch auf der Freien Welt gespiegelt. Eine Seite, die vom Ehemann Frau von Storchs, Sven von Storch, betrieben wird.

    Ich habe nichts gegen Frau von Storch, wie kommst Du nur darauf? Ich würde ihre Haltung auch nicht als „reaktionär“ bezeichnen (das war ein anderer Kommentator), sondern eben als „erzkonservativ“. Ich habe eine andere Haltung und würde jederzeit mit Frau Storch darüber in einen argumentativen Wettbewerb eintreten. Und danach trotzdem noch mit ihr was trinken.

    Also, was soll das?

  45. @ Heller #38,

    Sie wollen es nicht verstehen, oder? Dieser Gelegenheitsleser hat mich drüben in #305 süffisant als quasi Pädophilen diffamiert. Das möchte ich von ihm erklärt haben.

    Dabei ist mir seine persönliche Gehirnwäsche, seine Einstellung, sein Weltbild völlig egal, Ihre übrigens auch und mir ist auch egal, was Sie denken, was ich habe. Das hat nichtmal früher der zuständige Parteisekretär gewußt.

    Nach meinem Verständnis ist nur der portugiesische Verfasser dieses Estrelaberichtes nicht klar im Kopf.

    Die Freie Welt ist ok, immerhin diskutieren sie dort über die Abschaffung der Zentralbanken 😉

  46. @Peter

    OK. Dann habe ich wohl was missverstanden. Entschuldigung bitte.

  47. @Peter

    Interessanterweise habe ich auf Deinen Kommentar emotional ebenso reagiert wie Quentin, erst beim zweiten Lesen fiel mir auf, dass es anders interpretiert werden muss. Insofern ist es interessant in dieser aufgeladenen Debatte zweimal zu lesen.

  48. @ Rassbach, #45:

    Dieser Gelegenheitsleser hat mich drüben in #305 süffisant als quasi Pädophilen diffamiert. Das möchte ich von ihm erklärt haben.

    Nun, das hatte ich in der Tat nicht so gelesen.

  49. @Günter Heß #47
    Emotional und aus dem Bauch heraus zu reagieren ist selten gut, wie man sieht.
    Erst dotzen lassen….

  50. @Krishna Gans

    Na, nicht unbedingt. Manchmal führt es auch zur Klarstellung wie in dem vorliegenden Fall.

  51. @peter heller #33

    Der erste Schritt wäre, Flora und Fauna in Privatbesitz zu überführen. Man schenke den Farmern die Löwen, und schon wird es beiden besser gehen

    aua, das ist ironie, oder?

    @günter heß #34

    weil die Landwirtschaft aussen herum zu ineffizient ist, das Land knapp ist und keine Energieversorgung vorhanden ist, so dass die Menschen das Holz brauchen bzw. im Wald jagen wollen.

    das ist falsch.
    afrika kann keine eigene versorgung aufbauen, solange es von europa mit subventionierten billigen nahrungsabfällen überschwemmt wird, die hier keiner essen will, weil alle nur filet haben wollen und dadurch dort der eigene anbau preislich mit den importen nicht konkurrieren kann.
    die afrikaner sind also doppelt benachteiligt:
    erstens werden sie gehindert, sich selbst zu ernähren und
    zweitens müssen sie sich auch noch minderwertig ernähren.

    und wir wundern uns, dass flüchtlinge zu uns kommen.

    bisher hat der mensch seine angebliche intelligenz nur auf ein einziges ziel ausgerichtet:
    sich selbst zu vernichten (oder die umwelt so einzurichten, dass er dann von mütterchen natur entsorgt wird).

    „der natur“ ist es egal.
    sie startet dann einfach einen neuen versuch.
    wenn jemand die zeit auf seiner seite hat, dann die natur.

  52. @ jahn, #51:

    aua, das ist ironie, oder?

    Nein.

  53. schlimm.
    konsequent zu ende gedacht, sollten wir also auch (wieder) privateigentum werden.
    das würde meinem freiheitsdrang zuwider laufen.

  54. @ jahn:

    konsequent zu ende gedacht, sollten wir also auch (wieder) privateigentum werden.

    Ja, sollten Sie. Eigentum von sich selbst und niemandem sonst. Dies schließt Selberdenken ein. Und die Verwendung von Rechtschreibregeln.

    Ein Buchtipp zum Thema.

  55. aaah, ich soll wieder einmal erzogen werden…
    danke.

    nun ja, eigentum von mir selbst bin ich.
    das schließt nicht aus, eigentum jemandes andern zu sein oder zu werden -- und das lehne ich ab.
    und das wäre die zu ende gedachte konsequenz, die meinte.

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