Von Ressourcen und Rohstoffen – Eine Zeitreise

23. Februar 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen

EibeNachdem ‚Peak Oil‘ weitestgehend sang- und klanglos und sehr zur Enttäuschung vieler Endzeitpropheten beerdigt wurde, bleibt dennoch das kollektive Gefühl, dass in einer endlichen Welt doch irgendwann das Ende kommen müsste. Schliesslich haben wir doch keine zweite Erde als Reserve, oder?

Tatsächlich ist dies ein Irrglaube, eine völlig falsche Vorstellung davon, was hinter Begriffen wie Ressource oder Nachhaltigkeit steckt. Die Menschheit stand immer vor dem ‚Ende der Rohstoffe‘ und sie hat jedes mal einen Weg gefunden, neue Quellen zu erschliessen. Wie das geschah, ist bemerkenswert, denn es lief völlig anders ab, als allgemein geglaubt wird.

Nachhaltigkeit ist ein sehr populäres Schlagwort.

Wir müssen nachhaltig wirtschaften, nicht mehr verbrauchen, als nachwächst und wenn nichts nachwächst, müssen wir sparen. Wirklich? Waren Mammutjäger nachhaltig? Naturverbunden, ernteten sie einen ’nachhaltigen‘ Rohstoff, eben Mammuts. Wenn sie nicht mehr verbrauchten als nachwuchs, waren sie, wie zum Beispiel Wölfe, noch Teil der Natur und kein verschlingender Parasit – so ähnlich mag es sich ein romantischer Geist zusammen reimen. Leider starben aber die Mammuts aus. Also doch kein nachhaltiges Wirtschaften? Oder Schicksal? Wohl beides. Der natürliche Klimawandel änderte die Fauna sicherlich in der frühen Steinzeit erheblich. Aber auch die Menschen trugen ihren Teil bei.

Tatsächlich verschwanden mit dem Auftauchen des Menschen auffallend viele Großsäuger für immer. Sie wurden ausgerottet. Aber es gab immer noch Menschen und weil sie ihre Nahrungsquellen wechselten, überlebten sie ‚Peak Mammut‘ problemlos.

Ein nachwachsender Rohstoff

He that shall live this day, and see old age,
Will yearly on the vigil feast his neighbours,
And say ‚To-morrow is Saint Crispian.‘
Then will he strip his sleeve and show his scars,
And say ‚These wounds I had on Crispian’s day.‘
(Shakespeare, Henry V.)

BogenschützenAm St. Crispinstag (25. Oktober) des Jahres 1415 starben die stolzen Ritter des französischen Adels in der Schlacht von Agincourt im Pfeilhagel der englischen Langbogenschützen. Die Bögen, die bis zu 400 Meter weit schiessen konnten und deren Pfeile Rüstungen durchbohrten, waren aus Eibenholz.

Schon ‚Ötzi‘ trug einen solchen Bogen. In unseren Breiten liefert kein anderer Baum ein besseres Material für das Verschiessen von Pfeilen. Da sowohl die Jagd als auch der Kampf überlebenswichtig war, hatten Eiben einen hohen Wert. Der Baum wächst sehr langsam, Raubbau hätte fatale Folgen gehabt. Deshalb gab es schon sehr früh Schutzgesetze. Sie waren, der Zeit entsprechend, radikal: Auf Eibenfrevel stand manches mal der Tod!

Wer im Mittelalter einen Eibenwald besaß, war ein reicher Mann; solch ein Wald war genau so wertvoll wie später eine Kanonengießerei. Die Bäume durfte ein einfacher Holzhauer gar nicht fällen; dafür wurden spezielle Eibenhauer ausgebildet.

Da Eiben sehr langsam wachsen, sie haben eine Umtriebszeit von 250 Jahren, war so ein Wald auch eine besonders markante Zukunftsvorsorge für nachfolgende Generationen. Also geradezu der Traum eines jeden Ökologisten, wenn man einmal davon absieht, dass in diesen Wäldern Waffen heranwuchsen. Ganz sicherlich konnte sich auch niemand, der einen Eibensetzling pflanzte, vorstellen, dass seine Vorsorge in 250 Jahren vielleicht gar nicht mehr gebraucht würde.

Wir wissen das natürlich besser.

Die Feuerwaffen waren dem Langbogen überlegen, eine neue Technologie machte die Eibe überflüssig. Ein Setzling, der im Jahr der Schlacht von Agincourt gepflanzt wurde, war im Jahr seiner Reife, 1665, bereits ein Anachronismus.

Gewehr

Nicht so ganz auf der Hand liegt, dass dieser Rohstoff, obwohl nachwachsend, eine Sackgasse darstellte. Das begrenzte Rohstoffpotential führte nicht zu einer entspannten und sorgenlosen Lage, wie er von den Verfechtern der Selbstgenügsamkeit gewissermaßen als Lohn versprochen wird, sondern zu einem stetem Empfinden des Mangels. Die Abhängigkeit von einer begrenzten Rohstoffquelle wurde als Hindernis empfunden, weil Gesellschaften niemals statisch sind; es ist geradezu ein Naturgesetz, dass sie nach dynamischer Expansion verlangen. Gesellschaften handeln nicht anders als eine Schimmelpilzkolonie, sie wollen den gesamten verfügbaren Lebensraum so rasch und effizient wie möglich besetzen und ausnützen und stehen dabei in Konkurrenz mit anderen Gesellschaften. Sie können nicht ‚zufrieden‘ sein! Jeder limitierende Faktor wird als Hindernis betrachtet und es werden Wege gesucht, dieses Hindernis entweder zu umgehen oder zu überspringen.

Daraus erwächst ‚Fortschritt‘

Zum zweiten führte der Mangel an dem begehrten Rohstoff zu restriktiven Gesetzen und damit zu einer Einschränkung der persönlichen Freiheit. Anders als gewöhnliche Bäume war die Eibe etwas, das man nicht einmal mit Geld so ohne weiteres erwerben konnte, weil ‚höhere‘ Interessen der Herrschenden hinein regierten.

Knappheit ist freiheitsfeindlich und tatsächlich ist es geradezu ein typisches Merkmal autoritärer und totalitärer Gesellschaftsordnungen dass sie Knappheit sogar bewusst erzeugen, um durch die Kontrolle über die Zuteilung ihre Untertanen zu belohnen oder zu bestrafen und damit zu beherrschen. Die Parallele zur künstlichen Verknappung und Verteuerung von Elektrizität in unseren Tagen liegt auf der Hand.

Typisch für eine Mangelverwaltungsgesellschaft waren auch die vielfältigen Privilegien und Zuteilungen in den ’sozialistischen‘ Staaten; vom Telefon bis zur Urlaubsreise wurden die natürlichen Wünsche der Untertanen als Disziplinierungsinstrument eingesetzt.

Doch halten wir fest: Nachwachsende Rohstoffe sind keineswegs eine Lösung für Probleme und vor allem keine Zukunftsversicherung für anhaltenden Wohlstand oder auch nur Zufriedenheit. Ganz im Gegenteil ist eine auf solche Art selbstgenügsame Gesellschaft letztendlich zum Untergang verurteilt, weil fortschrittlichere Konkurrenten früher oder später die Oberhand gewinnen und die gesellschaftliche Basis entwerten. Grund dafür ist die Dynamik der menschlichen Entwicklung oder ganz einfach gesagt der ‚Fortschritt‘.

Ein begrenzter Rohstoff

GraphitNur sehr selten kommt es vor, dass sich aus der reichlich im Boden liegenden Kohle auf natürlichem Weg Graphit bildet. Im 18, Jahrhundert war in Europa nur eine einzige Lagerstätte für hochwertigen Grafit bekannt: Die Minen von Borrowdale in England. Diese Minen wurden – wenn man die ökologistische Weltsicht zugrunde legt – in geradezu vorbildlicher Weise verwaltet.

Es stellte sich nämlich heraus, dass der Graphit von größter, sogar staatswichtiger Bedeutung war. Man fand, dass dieser Stoff ein eminent nützliches Hilfsmittel für den Eisenguss darstellte, denn Gießformen, die mit Grafit bestäubt wurden, lieferten glattere und fehlerfreiere Abgüsse. Dazu wird Graphit übrigens heute noch verwendet. Besonders wichtig war diese Eigenschaft beim Guß von Kanonenkugeln, die selbstverständlich möglichst glatt, rund und fehlerfrei sein müssen. Wachmannschaften sicherten die Minen und nur zu bestimmten Zeiten wurden streng kontrollierte Mengen entnommen und auf den Markt gebracht (Allerdings hatte das vorwiegend ökonomische Gründe). Hier wurde also ‚Nachhaltig‘ gedacht und gehandelt.

Wieder ist aus unserer heutigen Sicht eines sofort offensichtlich: Was gestern noch knapp war, muss nicht knapp bleiben; Graphit ist heutzutage ein billiger, im Überfluss verfügbarer Stoff den man künstlich in viel besserer Qualität herstellen kann als die Erde ihn natürlich liefert und die Royal Navy braucht keine eisernen Kanonenkugel mehr, sie schießt längst mit ganz anderen Geschossen. Die Sparsamkeit, so naheliegend sie auch scheinbar war, erwies sich also aus sogar zweierlei Gründen als gänzlich unnötig.

Man kann dies als Beispiel nehmen, dass der ökologistische Katechismus, der äusserste Sparsamkeit mit begrenzten Rohstoffen befiehlt, um auch den kommenden Generationen noch etwas zu hinterlassen, völlig an der historischen Realität vorbei geht, weil die kommenden Generationen den Rohstoff aus anderen Quellen viel besser decken können und/oder für den vorgesehenen Zweck überhaupt nicht mehr brauchen.

Diese historische Lektion lädt aber zu einer ganz grundsätzlichen Überlegung ein, die das ‚Vorsorgeprinzip‘ völlig ad absurdum führt.

Ein begrenzter Rohstoff muss selbst bei sparsamsten Verbrauch unweigerlich einmal erschöpft sein. Sparsamkeit ist also langfristig auf jeden Fall nutzlos und ganz bestimmt keine ’nachhaltige‘ Lösung sondern bestenfalls nur ein hinauszögern des unvermeidlichen Endes. ‚Nachhaltig‘ wäre allein der VOLLSTÄNDIGE Verzicht, denn nur dann würden auch in fernerer Zukunft noch Vorräte da sein. Da diese Pflicht zum vollständigen Verzicht aber gewissermaßen vererbt werden müsste, hätte letztendlich KEINE Generation einen Nutzen davon!

Man kann sich das anschaulich machen, wenn man sich einen Menschen mit einem begrenzten Nahrungsmittelvorrat ansieht: Ganz egal wie sparsam er ist, muss er doch letztendlich verhungern. Da kann er die Rationierung auch gleich lassen, sie nützt ihm gar nichts. Die einzige echte Vorsorge ist die Suche nach neuen Nahrungsquellen und wenn er zu dem Zweck reichlich ißt, um bei vollen Kräften Ausschau zu halten, ist das eine gute und tatsächlich die einzig richtige Investition.

Halten wir fest: Es hat sich nicht nur in der Praxis erwiesen, sondern es ist sogar mathematisch beweisbar, dass es unsinnig ist mit irgend einem Rohstoff sparsam umzugehen; Obwohl dieses Verhalten naheliegend zu sein scheint, ist es völlig unlogisch und sogar kontraproduktiv.

Abfall?

Wat den einen sin Uhl is den andern sin Nachtigal

VerhüttungIn Deutschlands öffentlicher Meinung geistert ein Popanz: Das ominöse ‚Endlager für Kernbrennstäbe‘, das angeblich fehlt und gar nicht möglich sei. Man könne schon aus dem Grund nicht für Kernkraft sein, weil es unmöglich ist, grosse Mengen hochaktiver und höchst gefährlicher radioaktiver Abfälle über -zigtausende von Jahren sicher zu lagern. Niemand hinterfragt, ob das denn wirklich Abfall ist. Dabei wäre das höchst naheliegend.

Das Erzgebirge (nomen est omen) war einmal von grösster Bedeutung für die Gewinnung des wertvollen Metalls Zinn, das insbesonders zur Bronzeherstellung unentbehrlich und daher sehr wertvoll war.

Die damaligen Bergleute waren verständlichweise gar nicht glücklich darüber, dass das Zinnerz häufig mit einem Mineral verunreinigt war, das die Verhüttung sehr erschwerte. ‚Wie ein Wolf‘ fraß es ihre wertvolle Ausbeute. ‚Wolfert‘ nannten sie es daher und warfen es weg, auf die Abraumhalden, denn es war zu nichts nutzbar. Es dauerte sehr lange, bis man erkannte, was in diesem Mineral steckte. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Wolfram in ihm entdeckt, der Name ging vom Mineral auf das chemische Element über.

Wolfram ist ein einzigartiges Metall, extrem schwer (fast dreimal so dicht wie Eisen) und mit dem höchsten Schmelzpunkt aller Metalle, fast unvorstellbare 3420 °C (Eisen schmilzt schon bei 1600°C)! Dazu ist es in Legierungen auch noch äusserst hart.

Diese Eigenschaft überträgt es auf seine Legierungen und dadurch gelang es, Stähle mit einzigartigen Fähigkeiten zu schaffen. Normalerweise wird Stahl schon bei mehreren hundert Grad merklich weicher. Wolframstähle aber behalten ihre ohnehin ausserordentlich hohe Härte sogar noch wenn sie bereits glühen, sie sind ‚warmfest‘.
Zusammen mit anderen Legierungselementen, die die Zähigkeit und Schnitthaltigkeit verbessern, entstanden damit die ‚Hochleistungs Schnell Stähle‘ oder HSS-Stähle. Zur Bearbeitung extrem harter Stoffe wurde eine weitere Klasse von Werkstoffen entwickelt, die WIDIA (‚Wie Diamant‘) ‚Stähle‘, die eigentlich ein Verbundwerkstoff sind: Ultrahartes Wolframcarbid wird in eine Matrix aus Kobalt eingesintert. Sie sind tatsächlich sogar dem Diamant überlegen, obwohl sie nicht ganz so hart sind, denn sie sind elastischer und können daher eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit als selbst Diamanten erreichen.ohne zu brechen.

Trotz der massiven Kühlung erreichen die Schneiden so einer Fräse Betriebstemperaturen von 600 °C. Gewöhnlicher Hartstahl würde dadurch seine Härte verlieren und sehr rasch verschleissen.

Trotz der massiven Kühlung erreichen die Schneiden so einer Fräse Betriebstemperaturen von 600 °C. Gewöhnlicher Hartstahl würde dadurch seine Härte verlieren und sehr rasch verschleissen.

Das hat eine enorme Bedeutung bei der spanenden Bearbeitung von Stahl, z. B. auf einer Drehbank. Das Spanen erzeugt Wärme, sehr viel Wärme sogar. Arbeitet man mit hohem Tempo, werden die Werkzeuge glühend heiß. Normaler Stahl hält das nicht aus, er wird weich und man muss langsamer arbeiten um das zu vermeiden.

Nun sind Werkzeugmaschinen aber sehr teuer. Wenn man die Arbeitsgeschwindigkeit erhöht, wird das Werkstück billiger. Wolfram-Werkzeuge können die Geschwindigkeit auf das Dreifache erhöhen! Deshalb ist die moderne Industrie ohne Wolfram kaum denkbar: Wolfram ist ein ’strategisches‘ Metall das für die Überlebensfähigkeit von Nationen heute eine mindestens so große Rolle spielt wie einst das Zinn als unersetzliche Zutat zur Bronze, aus der Geschütze, die ‚ultima ratio regum’* gegossen wurden. Noch in den letzten Kriegsmonaten des II Weltkriegs fuhren deshalb deutsche U-Boote um die halbe Welt bis nach Japan, um wenigstens einige Tonnen dieses Metalls durch die Blockade zu bringen.

Aus Abfall wird Rohstoff

Aber die ersten industriellen Quellen für das Wolfram waren die Abraumhalden der mittelalterlichen Zinnbergwerke, auf die die Bergleute einst das schädliche Wolframit als Abfall warfen. Wolfram zeigt wie kaum ein anderer Stoff, wie wandelbar die Begriffe ‚Abfall‘ und ‚Rohstoff‘ sind. Man darf nichts als gegeben annehmen weil es heute so ist. Es war in der Vergangenheit anders und es wird in der Zukunft anders sein, unsere Technologie ist NICHT das ende. Aller Voraussicht nach stehen wir immer noch erst am Anfang der Technologischen Revolution, die mit der Einführung der Dampfmaschine begann. Unsere Nachkommen in hundert Jahren werden unsere Welt als genau so primitiv, unwissend und rückständig ansehen, wie wir die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Pferde noch das Hauptverkehrsmittel waren, als Zeppeline und winzige Flugzeuge die ersten zaghaften Versuche zur Eroberung der Luft machten, als Telegramme, die mit Morsezeichen übermittelt wurden, als Wunder der Technik galten und die Kernspaltung reine Utopie war.

Mit Sicherheit können wir jedoch heute schon sagen, dass ein ‚Abfall‘ unserer Welt sich zu einem wertvollen Rohstoff wandeln wird, denn dieser Prozess ist bereits im Gang: Abgebrannte Brennelemente aus unseren Leichtwasser-Reaktoren werden ein wertvoller Brennstoff für Kernreaktoren der nächsten Generation werden. Der Streit um ein ‚Endlager‘ ist absurd, da überhaupt kein Endlager benötigt wird. Reaktoren, die auf dem Prinzip der ’schnellen Neutronen‘ beruhen, hinterlassen keinen Abfall, der lange strahlt, sie verbrennen in nuklearen Kettenreaktionen alle Elemente der Gruppe der Actiniden, insbesonders Plutonium und Americium und nur diese Actiniden sind problematisch, da sie die sogenannte mittelaktive Fraktion bilden: Hohe Radioaktivität kombiniert mit langer Lebensdauer. Was dann doch noch als ‚Abfall‘ übrig bleibt, ist schon nach 200 Jahren so weit abgeklungen, dass es keinerlei Gefahr mehr darstellt.

Lie Legende vom ‚Atommüll‘

Uran

In diesem Lager in Paducah, Ky. liegen tausende Tonnen abgereichertes Uran (Depleted Uranium DU). Es ist viel zu wertvoll, um daraus panzerbrechende Munition zu machen

Zu den Actiniden gehört auch das Uran selbst. Da Leichtwassser-Reaktoren auf das Isotop 235U angewiesen sind, das aber im natürlichen Uran nur zu 0,72% enthalten ist, muss das Uran angereichert werden. Als ‚Abfall‘ entstanden riesige Mengen 238U, das für die Spaltung nicht geeignet ist. In den ’schnellen‘ Reaktoren verbrennt es aber sehr wohl!

Diese ‚Abfälle‘ enthalten so viel Energie, dass die USA mit ihren gelagerten Mengen 3000 Jahre lang ihren gesamten Elektrizitätsbedarf decken könnten.

Reaktoren dieser Bauart sind in China bereits keine Zukunftsmusik mehr. Nach Angaben der World Nuclear Association ist geplant:

Etwa um 2040 sollen Leichtwasser-Reaktoren [Das sind die, die wir auch in Deutschland haben] bei einem Erzeugungslevel von 200 GWe stagnieren [Das entspricht etwa 150 deutschen KKW] und ’schnelle‘ Reaktoren [Gemeint ist die Bauart IFR Integral Fast Reactor] sollen ab 2020 mit wachsenden Zubauraten auf eine Leistung von 200 GWe bis 2050 und 1400 GWe bis 2100 ausgebaut werden.

Zum Vergleich: Die gesamte Stromleistung Deutschlands liegt bei 80 GWe

Fazit

Niemals in der Geschichte der Menschheit wurde ein Rohstoff wirklich dauerhaft knapp. Als die Eiben, trotz aller Vorsorge, immer weniger wurden, wurden sie gar nicht mehr gebraucht. Weil Grafit knapp war, wurden synthetischen Verfahren erfunden die ihn zu einem billigen Massenprodukt machten.

Auch das wichtigste Metall der modernen Industrie, Wolfram, wird niemals knapp, weil Ersatz bereits vorhanden ist: Hochfeste und ultraharte Keramiken (Bornitrid und synthetischer Sinterdiamant sind bereits in der Praxis eingesetzt) können seinen Platz einnehmen. Momentan sind sie noch zu spröde um HSS zu verdrängen; sie verlangen deshalb auch steifere und präzisere und damit teurere Maschinen, aber das ist nur eine Zeitfrage und je knapper Wolfram wird, desto mehr wird sich die Entwicklung beschleunigen. Die Keramiken, die Wolfram ersetzen, werden uns aber auch Turbinen und Verbrennungsmotoren mit heute fantastischen Wirkungsgraden bescheren, weil sie weitaus höhere Betriebstemperaturen bei weniger Gewicht und daher auch noch höheren Drehzahlen versprechen.

Knappheit hat stets ‚Ersatz‘ hervorgebracht, der aber nicht minderwertiger oder teurer, sondern im Gegenteil auch stets ein Fortschritt in jeder Hinsicht war. Nur deshalb geht es jetzt 7000 Millionen Menschen auf der Welt besser als 700 Millionen vor 300 Jahren. Wir müssen uns stets vor Augen halten, dass der Istzustand der Technologie im stetigen Fluß ist und morgen sich von heute genau so unterscheiden wird wie gestern von heute. Das wir völlig außerstande sind, weiter als höchstes etwa 50 Jahre zu planen, ist sehr leicht zu zeigen:

Welche ‚Vorsorgen‘ hätte denn ein Mensch im Jahr 1913 für uns treffen können und welche hätte er wohl gewählt?

Alles, was ihm kostbar und knapp erschienen sein mag, ist für uns Tinnef, wertloser Plunder.

Hätte er Energie sparen sollen?

Damals war Kohle die unangefochtene Nummer eins und die wurde im Ruhrgebiet gefördert. Wir haben aber keine Knappheit an Ruhrkohle, wir versuchen im Gegenteil die Schächte möglichst schnell zu schliessen, obwohl da noch genug liegt. Wir brauchen das Zeug einfach nicht! Aussserdem verbrauchen wir rund 10 x mehr Energie als er. Wenn er sich unter grössten Opfern 50% seines Bedarfs abgespart hätte, wäre das für uns nur ein Tropfen auf dem heissen Stein.

Hätte er die Stadtplanung schon mal ‚vorsorglich‘ gestalten sollen?

Damals gab es allen ernstes die Besorgnis, weiter wachsende Städte würden unweigerlich im Pferdemist der vielen Fuhrwerke ersticken, die zur Versorgung notwendig seien. Vorgeschlagen wurden daher große Kanäle, um den Mist wieder auszuschwemmen. Auch ein ziemlicher Flop….

Dann gab es damals den Glauben, nur Völker mit Kolonialbesitz hätten eine Zukunft. Deshalb wurde ‚vorgesorgt‘, in Gestalt einer Kriegsflotte die den ‚Platz an der Sonne‘ sichern sollte, aber schon im Folgejahr 1914 Mitauslöser des Weltkriegs wurde ohne dass sie je ihren Zweck auch nur annähernd erfüllen konnte. Aber machen wir es kurz:

Niemals in der Geschichte der Menschheit hat eine längerfristige ‚Vorsorge‘ irgendwelche positiven Früchte getragen.Oder kennen SIE ein Beispiel, das dies widerlegt?

Tatsächlich waren immer die Gesellschaften im Vorteil die pragmatisch die Gegenwartsprobleme anpackten und sich mit grösstmöglicher Flexibilität dem Tagesgeschäft widmeten und ansonsten eigentlich nur ein Prinzip gelten liessen: Freiheit.

Denn Freiheit heisst Pluralität und ist das Gegenteil von Lenken. Lenken geht von der falschen Prämisse aus, dass Zukunft vorhersehbar sei. Lenker handeln wie Kapitäne, die den Kurs der Eisberge ‚wissenschaftlich‘ vorausberechnen und dann ohne Ausguck mit Volldampf in den Nebel fahren; Bei Beginn der Reise mag das noch einigermassen funktionieren, doch je länger sie dauert, desto sicherer wird es zu einer Kollision kommen. Klüger ist der Kapitän, der nicht versucht, mittels einer Glaskugel über den Horizont zu sehen, sondern auf den Ausguck hört und schnell den Kurs ändert, wenn ein Eisberg in Sicht kommt. Das kann manches mal knapp zugehen und es gibt auch mal Schrammen, aber genau so haben wir das Schiff bisher erfolgreich gelenkt seit wir von den Bäumen gestiegen sind.

Das Verführerische an den ‚Lenkern‘ ist, dass die Koordinierung und Gleichschaltung tatsächlich für kurze Zeit einen klaren Vorteil bringen kann und diese scheinbaren Erfolge blenden**. Doch Prognose und Realität driften unweigerlich immer mehr auseinander und unweigerlich werden die Kosten der Fehlentscheidungen immer höher und der Gewinn immer kleiner.

Sehr praktisch lässt sich das auch aus der Evolutionstheorie ableiten: Es sind nicht die hocheffizienten Spezialisten, die auf Dauer überleben, sondern die Universalisten, die zwar nichts richtig gut können, aber von allem ein bisschen und die daher hochflexibel alle möglichen Nischen und Gelegenheiten ausbeuten können. Dazu muss aber bei Gemeinschaften die grösstmögliche Freiheit für den einzelnen gegeben sein. Und das ist dann auch die einzige Zukunfts-Vorsorge, die wirklich Sinn macht.

 

*’Letztes Wort der Könige‘. Diesen Wahlspruch liess Friedrich II von Preußen auf seine Kanonen prägen.

 

**Weit öfter allerdings sind es Erfolge ‚auf Pump‘, wie zum Beispiel Hitlers Rüstungsboom, der auf Wechselreiterei (‚MEFO-Wechsel‘) beruhte.

 Nachtrag:

Ein früherer Kommentar von FK9 Pilot beschreibt in gleicher Weise die Wandlung des Rohstoffs ‚Salz‘. Er ist so treffend, dass er hier mit dazu gehört:

Im Mittelalter war Salz ein knappes und teures Gut, die Nachfrage konnte damals kaum durch das Angebot dieses lebenswichtigen Minerals befriedigt werden. Ganze Städte und Infrastrukturen verdanken dem Salz ihre Existenz. Für Salz wurde gemordet und es wurden Kriege geführt. Die damals erschliessbaren Salzressourcen waren durch die kaum vorhandenen Gewinnungstechnologien beschränkt. Die Nachfrage stieg durch die zunehmende Bevölkerung sowie die beginnende Urbanisierung.

Mit der Industrialisierung nahm die Bevölkerung expotential zu, als linear-denkend, beschränkter Mensch müsste man eigentlich gen Roma gezogen und dort einen Club gegründet haben, weil ja proportional zur Weltbevölkerung auch der Salzbedarf expotential hätte steigen müssen. Hilfe, wir müssen gegensteuern, Salz sparen sonst versalzt die Erde und die Reserven reichen — na — wie immer nur noch für 40 Jahre.

Dennoch kam es nie zu “Peak Salt”. Warum nicht? Nun ganz einfach: Schon Anfang des 17. Jahrhunderts entwickelte man erste Technologien zur industriellen Erzeugung von Salz, indem man Sole über Pumpsysteme transportieren lies und erste industrielle Herstellungsformen entwickelte. Die industiellen Abbau von Salzstöcken in größerer Tiefe, der Salz zum Pennystock machte konnte man sich damals allerdings noch kaum vorstellen, genau so wenig, wie Wilhelm II sich vortellen konnte, Elektrizität nicht aus Kohle, sondern aus der Spaltung von Atomen gewinnen zu können.

Und: Hätte es damals schon Nachhaltigkeitsapologen gegeben, die mit geschürter Angst vor Bodenversalzung (50-50% Chance) gefordert hätten, das Salz im Meer bzw. im Boden für zukünftige Generationen zu belassen, hätte es zwar Millionen Tote wegen Lebensmittelvergiftungen bzw. Nahrungsmittelknappheit gegeben, man hätte zukünftigen Generationen (Uns) aber nicht genützt, da diese (Wir, damals kaum vorstellbare) Kühltechniken entwickelt haben, die Pökelfleisch allenfalls noch zur exotischen Delikatesse, aber nicht zur Kerntechnologie der Haltbarkeitsmachung degradierten — und das alles, weil wir inzwischen genügend Energie haben (hatten).

“Peak Irgendwas” ist immer vor allem “Peak Brain” eines Teiles einer Generation, also die fehlende Vorstellungsgabe, dass zukünftige Generationen völlig andere Lösungswege beschreiten werden, in unserem eigentlichen Kontext also völlig auf Erdöl oder Gas verzichten können werden, dieser Ressourcen also gar nicht bedürfen, diese also gar keine Ressourcen mehr darstellen.

 

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121 Kommentare
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  1. Hervorragend, ganz hervorragend lieber Herr Tritium. Deutlich plastischer und damit verständlicher erklärt, als es Julian Simon und sein Schüler Indur Goklany in ihren Werken wie z.B. „The improving state of the world“ vermochten. Wir dürfen übernehmen?

  2. Wir dürfen übernehmen?

    Gerne, Herr Limburg, wie üblich.

  3. Super Artikel, Tritium!

  4. Sehr schön Tritium, Sie sprechen die Gedanken zum Erhalt unserer Freiheit aus, die unsere Gegner einschränken wollen, weil ihnen die Zuversicht in menschliche Intelligenz, selbst nicht zur Verfügung steht.

  5. Lieber Herr Tritium,

    sie schreiben:

    „Es sind nicht die hocheffizienten Spezialisten, die auf Dauer überleben, sondern die Universalisten, die zwar nichts richtig gut können, aber von allem ein bisschen und die daher hochflexibel alle möglichen Nischen und Gelegenheiten ausbeuten können.“

    Doch Schmarotzer können als hocheffiziente Spezialisten überleben. Die Energiewende ist ein gutes Beispiel. Da schmarotzen Spezialisten am Ersparten unserer fleissigen Bevölkerung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  6. TOP!

    Einen solchen Artikel sollte man mal auch in populärwissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichen, z.B Spektrum d. W., etc.. Wie ich an anderer Stelle sagte, es bedarf der viel weiteren Streuung -- die Artikel sind es wert, die Qualität übersteigt vielfach bei Weitem das Niveau der sogenannten Qualitätsmedien und ihrer teilweise halbgebildeten und ideologiebesoffenen Schreiberlinge.

    @Tritium
    Ich sehe, Sie formulieren hier die gleichen Gedanken, die ich hier an anderer Stelle mit der „Peak Salt“ -- Story dargelegt habe. Klasse, dass Sie so viele anschauliche Beispiele gegen den Unsinn einer „Nachhaltigkeitsideologie“ gefunden haben -- und sogar noch den Link zur Atomwertstoffen schaffen!

    Sie treffen den Nagel so etwas von auf den Kopf, wenn Sie sagen:

    Ein begrenzter Rohstoff muss selbst bei sparsamsten Verbrauch unweigerlich einmal erschöpft sein. Sparsamkeit ist also langfristig auf jeden Fall nutzlos und ganz bestimmt keine ‘nachhaltige’ Lösung sondern bestenfalls nur ein hinauszögern des unvermeidlichen Endes. ‘Nachhaltig’ wäre allein der VOLLSTÄNDIGE Verzicht, denn nur dann würden auch in fernerer Zukunft noch Vorräte da sein. Da diese Pflicht zum vollständigen Verzicht aber gewissermaßen vererbt werden müsste, hätte letztendlich KEINE Generation einen Nutzen davon!

    Es loht sich höchstens ggf. Rohstoffreserven so lange „zu schonen“, wie noch keinerlei Nachfolgetechnologie in Sicht ist. Am Beispiel „fossiler“ Energieträger (zumindest beim Erdgas gehe ich nicht von einer überwiegend biogentischen Entstehung aus -- siehe Methanvorkommen auf dem unbelebten Mond Titan) zeigt sich die komplette Unsinnigkeit der Nachhaltigkeitsideologie:
    Durch die jüngste Entdeckung weiterer, riesiger Vorkommen an Öl und Gas können wir davon ausgehen, dass die Energieträger noch für viele Jahrzehnte und vielleicht auch Jahrhunderte ausreichend förderbar sein werden und mehr noch -- die Nachfolgetechnologien für die Energieerzeugung stehen in Form der Kernenergie, inklusive der Technologien mit Thoriumbrennstoff bereits heute zur Verfügung! Hier liegt ein Versorgungspotential für Jahrtausende!

    Die Verzichtspredigten der Nachhaltigkeitsapologeten beruhen somit auf keinerlei, rational begründbarer, katastrophaler Zukunftsprognose, sonder rein auf pseudoreligiöser Verzichtsesotherik. Solche Verhaltensmuster kennen wir aus nahezu allen Epochen der Menschheitsgeschichte. Meist haben diese Prediger zu nichts Gutem geführt.

    Die echten Oberpriester der Nachhaltigkeit sind sich der Fakten der quasi-Unendlichkeit der Energieträgerressourcen wohl bewusst. Damit sie weiterhin Opfergaben und Einfluß auf das Leben der Untertanen erhalten (nur darum geht es denen, simple, Maslow’sche Bedürfnispyramidenabhängigkeit), bedarf es merkwürdiger Armageddon-Szenarien wie Atomtod und Klimawandel. Früher waren es zornige Götter, Sonnenfinsternisse, Hexen und Schadzauberer, welche die Gemeinde fügsam machen sollten.

    Waldsterben und Saurer Regen sind gescheitert, da technischer Fortschritt zu Lösungen führte. CO2 ist bei der Verbrennung technisch nicht zu verhindern, somit musste es zum aus grüner Sicht „idealen Schadstoff“ erklärt werden, um jeden Verbrennungsvorgang diskreditieren zu können, ohne dass einem die Ingenieure wieder einen Strich durch die nachhaltige Rechnung machen können.
    Ein gewisses Mindestmaß an ionisierender Strahlung ist bei der Fissionsenergie ebenfalls technisch nicht zu vermeiden, somit muss jede, auch noch so geringe Menge radioaktiver Strahlung für gefährlich erklärt werden.
    Nach dem Scheitern der Verteuflung von Epiphänomemem der Energiegewinnung durch deren Verhinderung über Technologie (z.B. Schwefeldioxid-Filtration) musste man ganz nah an den „Kern“ der Technologie, um noch „glaubhaft“ verhindernd und im Sinne der einzi wahren Gaja-Religion wirken zu können.

    Wir wähnen uns immer so in ach so fortschrittlichen und aufgeklärten Zeiten -die grundsätzlichen Herrschaftsmuster der der Neo-Adels und Neo-Priester Kasten haben sich aber seit dem Neolithikum nicht verändert. Angst ist ein sekundäres Machtmittel.
    Momentan befinden wir uns -- wie im Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit -in einer Zeit der pseudo-religiösen Gegenaufklärung, mit Restaurationsbestrebungen in Richtung Neo-Aristokratischer Herrschaftsformen, anstelle von Freiheit und Demokratie. Sowohl das antike Griechenland, als auch das römische Imperium haben ähnliche Zeiten der Postdemokratie durchgemacht.
    Das schlimmste ist, die modernen Usurpatoren scheuen sich nicht einmal, einen solchen Begriff tatsächlich zu verwenden -- so sicher sind sie sich ihrer Sache bereits:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Postdemokratie

  7. Werte „Schreiberlinge“,
    ihre Artikel werden von Mal zu Mal besser und das auf einem hohen Niveau.
    Respekt!

  8. Doch Schmarotzer können als hocheffiziente Spezialisten überleben.

    Das möchte ich nicht einfach unterschreiben, Herr Heß.

    Als Art gewiss -- das sieht man daran, dass immer wieder Schmarotzer auftreten, in immer neuen Verkleidungen, wie ein Virus, der seine Oberflächenstruktur ändert, um das Immunsystem zu täuschen.
    Aber der individuelle Befall endet so oder so: Entweder mit dem Ende des Wirts, wenn er zu stark ist, oder durch eine erfolgreich in Gang gekommene Immunabwehr.
    Bei unserer Klimaalarmisten-Infektion beobachten wir momentan wohl letzteres, obwohl Deutschland besonders schwer befallen ist.

  9. @ FK9 Pilot:

    Ich sehe, Sie formulieren hier die gleichen Gedanken, die ich hier an anderer Stelle mit der “Peak Salt” — Story dargelegt habe

    Ja, in der Tat! 🙂
    Der Artikel geht auf einen älteren Kommentar von mir zurück und als ich Ihren gut erinnerlichen ‚Peak Salt‘ Beitrag las, habe ich auch sofort die gleiche Wellenlänge erkannt. Sie haben damit sicherlich auch deutlich dazu beigertragen, dass nun ein ausformulierter Artikel daraus wurde, wobei ich die exzellente Salz-Metapher statt des Grafits nur deshalb nicht verwendete um nicht zu plagiieren.
    Aber es würde mich freuen, wenn Sie Ihren Kommentar als Kopie hier in den Kommentarbereich stellen könnten -- oder haben Sie mehr damit vor?

  10. ihre Artikel werden von Mal zu Mal besser und das auf einem hohen Niveau.
    Respekt!

    Unterstrichen. Gilt auch für die letzten Beiträge von P.Heller, Quentin Q.

    Großes Kino, ersetzt fast ein Kamingespräch, oder den Bartresen -- auf jeden Fall ersetzt es den „Genuss“ des Programms der Reichsrundfunkanstalten bezüglich Fronttbegradigungen am Wende-Kurs(kbogen) -- nur nicht den Rotwein und die Cohiba, die sind unersätzlich!

  11. Aber es würde mich freuen, wenn Sie Ihren Kommentar als Kopie hier in den Kommentarbereich stellen könnten — oder haben Sie mehr damit vor?

    Nein. Alle Beiträge von mir stehen, ganz offiziel und ganz piratenmäßig zur freien Verfügung aller Autoren hier.
    Hier geht’s um die Sache und ’nen Doktor habe ich schon -- bzw. „noch“, muss man ja heute sagen… 😉

  12. # 10:
    Mein Snack war ein fränkischer Weißwein und eine leichte dominikanische Avo. Man ist ja bescheiden… 🙂

  13. Stimmt, echt guter Artikel. Liest sich wie der zweite Teil von „Ressourcen und das Primat der Technologie“.

  14. @ C-O:

    Der zweite Teil sollte eigentlich erst noch kommen. Aber Tritium hat mir nichts vorweggenommen, sondern die Argumentation ganz hervorragend geschärft und ausgebaut. Irgendwann kommt dann eben der „dritte Teil“: Das Thema Ressourcen ist ja ziemlich grundlegend für den Ökologismus. Hier Mythen und Wahrheit gegenüberzustellen, wird uns daher noch eine Weile beschäftigen.

  15. Tritium,
    danke für den wunderschönen Artikel. Gute Argumente gegen die im Lande herrschende Ideologie der begrenzten Erde und der Ressourcenknappheit.

    Durch Nachfrage bei Bekannten weiß ich jetzt allerdings, dass diese Grundüberzeugung sehr fest sitzt und schwer wieder abzuschaffen ist.

    Genau wie die andere Grundüberzeugung von der Überbevölkerung .

    Ressourcenknappheit und Überbevölkerung sind die Tragpfeiler der grünsozialistischen , menschenfeindlichen Ideologie.

    Schon bei Herrn Hellers Artikel hatte ich die ketzerische Idee, dass diese Ideologie geradezu den Mangel bedingt, wie auch der Sozialismus, und somit mittels geigneter Machtinstrumente auch die Entwicklung von Technologie behindern muß? Ist das denkbar?

  16. Als interessierter Leser dieser Beiträge, wie auch ähnlicher, freue ich mich, wenn den Autoren es zunehmend gelingt, ihr wissenschaftliches Fachwissen in einer Verständlichkeit darzulegen, als ob wir „unseren Enkeln im Grundschulalter“ Erklärungen zu deren Fragen lieferten.
    Der Reiz, bzw. die Kompetenz, aus der Theorie ohne allzu große Abstraktion oder mit spezifischem Fachvokabular überladen, den Sachverhalt im Kern logisch und klar offenzulegen, fördert ja nicht nur allgemein ein besseres „Verstandenwerden“, sondern unterscheidet sich auch sehr angenehm gegenüber den Argumenten, die ein diffuses Geplapper eines Mainstream erzeugt, der als „wissenschaftlich“ vorgetragen wird.
    Wo sich Wissenschaftler als überlegen darstellen wollen aber nicht durch einfache Rationalität überzeugen können.
    Die enorme Stärke der Beiträge (siehe oben) die ein Verstehen und Begreifen befördern hat mit Sicherheit Wirkung, so wie wir uns das wünschen.

  17. Schon bei Herrn Hellers Artikel hatte ich die ketzerische Idee, dass diese Ideologie geradezu den Mangel bedingt, wie auch der Sozialismus, und somit mittels geigneter Machtinstrumente auch die Entwicklung von Technologie behindern muß? Ist das denkbar?

    Man muss zwischen Mangelzuteilung und Technologieentwicklung unterscheiden.
    Verknappung ist ein Herrschaftsinstrument und schafft Abhängigkeit. Sehr schön zu sehen an den Hartzern, die die Stromrechnungen nicht bezahlen können, weil ihnen zusätzlich dazu Geld abgenommen wird, und die dann mit einer Zulage ‚beschenkt‘ werden sollen, die nur einen Bruchteil dessen ausmacht, was man ihnen vorher genommen hat.

    Doch keine Herrschaftsschicht will wirklich Technologie behindern, denn an der Produktivität hängt ja auch ihre Verfügungsmasse. Die technologische Entwicklung scheitert am Kontrollanspruch und an Fehlallokationen.
    Die Kommunisten bewunderten die Leistungsfähigkeit des Westens voller Neid. Ihr Traum war ‚Amerika ein- und überholen‘.
    Sie setzten alles daran, aber sie machten den entscheidenden Fehler zu glauben, sie wüssten es besser als die Fachleute und diese Überheblichkeit führte zum Versagen.
    Krassestes Beispiel ist Maos ‚Grosser Sprung‘; weil der glaubte, revolutionäre Begeisterung sei unbesiegbar, führte er das Land durch eine gewaltige, doch falsch gezielte Anstrengung in eine schreckliche Katastrophe. Weniger kraß geschah das gleiche in der Sowjetunion. Die Nomenklatura wollte nichts mehr als die technologische Überlegenheit, vor allem bei der Rüstung, doch gerade WEIL sie das zur ‚Chefsache‘ machte, scheiterten die Anstrengungen und führten letztendlich zum Untergang.
    Wohlgemerkt, es war NICHT fehlender Wille oder gar eine Abneigung gegen Technologie, sondern die Unfähigkeit und Überheblichkeit von ungebildeten Besserwissern, die die evolutive Auslese von Lösungswegen ausser Kraft setzen, um ihren Machtwillen ungezügelt auszuleben und die dadurch auf Irrwege gerieten, die sich bitter rächten.
    Auch die Theaterwissenschafts-Studienabbrecher und Taxifahrer und Sozialwissenschaftler die den ökologistischen Ton angeben wünschen sich technologische Erfolge. Die Wunschträume vom ‚Exportmotor‘ Wind- und Solarkraft usw. sind keineswegs vorgetäuscht, sondern Selbst-Täuschung.

  18. Auch die Theaterwissenschafts-Studienabbrecher und Taxifahrer und Sozialwissenschaftler die den ökologistischen Ton angeben wünschen sich technologische Erfolge. Die Wunschträume vom ‘Exportmotor’ Wind- und Solarkraft usw. sind keineswegs vorgetäuscht, sondern Selbst-Täuschung.

    Das ist sicher richtig. Sie haben aber auch Angst vor Innovationen, die der Menschheit mehr Freiheit von der Natur und mehr Selbstbestimmung erlauben könnten. Grüne Gentechnik wird abgelehnt. In der Medizin ist das OK, könnte ja die eigenen Wehwehchen betreffen. Ähnliches gilt für die Kerntechnik und Nanotechnologie ist einfach nur unheimlich. Auch früher haben schon Herrschende den Fortschritt abgelehnt und im Moment sieht man ganz deutlich, dass die Nachhaltigkeitspropheten die Entwicklung jeder Technologie, die nicht ihrer Ideologie entspricht, behindern.

  19. Lieber Herr Straten,

    ich denke die wollen die Früchte der Technologie, aber mit dem erarbeiten und produzieren der Technologie nichts zu tun haben.

    Da müsste man sich ja die Hände schmutzig machen und mit den Schmuddelkindern spielen. Nein lieber zur Oscarverleihung jetten, aber dafür dann CO2-Ablasszertifikate kaufen.

    Bei der Oscarnacht heute sind doch die gleichen Typen die in den Talkshows das grüne Leben und Nachhaltigkeit propagieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  20. Vielen Dank tritium , der Artikel gibt mir starke Argumente bei der Diskussion mit meinen Kindern u. Enkelkindern. Widerspruch nur in einem Punkt:

    und es gibt auch mal Schrammen, aber genau so haben wir das Schiff bisher erfolgreich gelenkt seit wir von den Bäumen gestiegen sind.

    Auf den Baeumen sind wir nie gewesen, den Lebensraum Baum waehlte lediglich ein naher Verwandter von uns waehrend wir uns am Waldrand auf dem Boden hielten, uns aufrichteten und uns allmaehlich in die Savanne hinauswagten…In der Evolutionsgeschichte des Menschen nicht gerade ein unwesentliches Detail finde ich.

  21. Sie haben aber auch Angst vor Innovationen, die der Menschheit mehr Freiheit von der Natur und mehr Selbstbestimmung erlauben könnten.

    Mehr Freiheit vor ihnen selbst.
    Sie empfinden fremde Erfolge als beschämend für sich.
    Im Grunde glaube ich, dass Neid die eigentliche Triebfeder ist, Neid auf die Erfolgreichen, auf die klügeren, die besseren.
    Kann ich auch irgendwie verstehen. Als Sozialpädagoge erntet man von den ‚richtigen‘ Akademikern nur diese halb mitleidigen Blicke, das nagt…

    Aber das ist nur so meine ganz persönliche Ansicht.

    Wer sich etwas im Berufsleben umgetan hat, weiss auch, dass es zwei grundverschiedene Typen von Chefs gibt:
    Die einen benutzen ihre Stellung, um der Sache zu dienen, also als ein Werkzeug bzw Multiplikator.
    Die anderen sehen in der Stellung selbst den Zweck und stellen ihre Person über die Sache.
    Überflüssig zu sagen, dass die zweite Art pures Gift für den Erfolg des Unternehmens ist. Das kann sogar ohne weiteres zur Selbstzerstörung führen, so süß ist für manche die Droge ‚Macht‘.
    Und die Politik ist ein ideales Betätigungsfeld für die ‚Führer‘ dieser zweiten Art. In der Wirtschaft greift nämlich die natürliche Auslese in den allermeisten Fällen eher früher als später.

    Doch immerhin lebt Scott Adams nicht schlecht von ihnen 😉

  22. Lieber paulcrown,

    Auf den Baeumen sind wir nie gewesen

    Sie wissen schon, was eine Metapher ist?

    Ansonsten freut es mich sehr, dass ich Ihnen etwas beistehen konnte 🙂
    Und für das Lob meinen herzlichen Dank -- nicht nur Ihnen, auch den anderen.

  23. schreibt der Kerl so einen tollen Artikel und nun das „Im Grunde glaube ich, dass Neid die eigentliche Triebfeder ist, Neid auf die Erfolgreichen, auf die klügeren, die besseren.“ Erfolg ist die Triebfeder jedes Handelns …..

  24. Lieber Herr Hess,

    ich denke die wollen die Früchte der Technologie, aber mit dem erarbeiten und produzieren der Technologie nichts zu tun haben

    Die, die sie da ansprechen, haben da eh nichts mit zu tun. Sicher wollen sie gut leben, aber die Welt muss nach ihren Vorstellungen funktionieren. Ein afrikanischer Bauer soll eben nach ihren Vorstellungen ackern und keine Hochleistungssamen kaufen können. Man soll die Rohstoffe im Boden lassen, bis auf das bisschen, was die Elite braucht. Kulturelle Leistung ist das was zählt und das soll die Masse irgendwie tragen aber bloss nicht die Glaubensgrundsätze über die Schuld und die Nichtigkeit der Menschheit durch Leistung in Frage stellen.
    M. f. G.
    G. v.d. Straten

  25. Erfolg ist die Triebfeder jedes Handelns …..

    Erfolg kann viele Gesichter haben.
    Auch negative.
    ‚Schadenfreude‘ soll übrigens ein typisch deutsches Wort sein, wie ‚Waldsterben‘. (Im Amerikanischen ist es jedenfalls ein Lehnwort, Seite an Seite mit ‚Kindergarten‘ und ‚Verboten‘)

  26. @Lieber Tritium
    An Tagen wie diesen, bin ick froh und glücklich, das Du zu uns gestoßen bist. !

    Ick hab mal am Wochenende, ganz gegen meine sonstige Gewohnheit etwas Fernsehen geglotzt.
    Auf ZDF lief die „Geschichte der Menschheit“ bis zirka zu Beginn der Eisenzeit. Bis dorthin war ja Bronze dat Material erster Wahl aber dat Zinn dafür musste von weit her geholt werden, was dann auch zu den ersten Händlern führte, die bei Aussicht auf 100% Gewinn das Risiko eines Transportes über mehr als 100 km Entfernung auf sich nahmen.
    Eisenzeit……der Gebrauch von Holzkohle führte zu einen Holzkahlschlag der bis zu 1 Millionen km² Wald gekostet hat, deren ökologische Nachwirkungen wir heute noch spüren.
    Ein Satz ist mir aber besonders im Kopf hängen geblieben (ick versuch mal zu zitieren)

    Es waren die risikiofreudigen Menschen, die die menschliche Entwicklung nach vorne brachten, nicht die Zauderer.

    Auf einen der dritten Kanäle lief die Geschichte des Schwarzwaldes…….unter anderen ging es um die Glasherstellung und Pottasche, die man mühsam aus Holzasche ausgewaschen hatte. Dies führte bis zum 18 Jh. zu eine fast vollständigen Entwaldung des Schwarzwaldes…..bis dann deren Regierung Waldgesetze beschlossen hatten und eine große Aufforstungsaktion begann. Praktisch ist heute der größte Teil des Schwarzwaldes eine von Menschen geschaffene Kulturlandschaft, wie fast alle anderen Regionen Deutschlands auch.
    Der Mensch hat schon vor vielen hundert Jahren die Umwelt nach seinen Gusto geformt……wat heute ja immer gerne von den Grünen verschwiegen wird.

    Fazit. Der Mensch verändert die Natur und erst der technologische Fortschritt machte es möglich, für gewisse Produktionsschritte keine Bäume mehr fällen zu müssen.
    Einen hab ick noch……kommt aber später.

    MfG
    Onkel Heinz……..mit einer tiefen Verbeugung.

  27. @Tritium
    Dein Beispiel mit dem Wolfram……geht weiter.
    Mülldeponien…….erst diente das darin entstandene Methan vielen BHKW als Energiefutter um daraus Strom zu machen, nun aber sind diese menschlichen Abfälle aus Generationen es wert, wieder ausgebuddelt zu werden.
    Dat Zauberwort heißt „Sekundärrohstoffe“……..die in zunehmender Zahl gefördert werden.

    http://www.deponie-stief.de/deponie/rueckbau.htm

    Tja……am Ende wird es heißen, es lag nicht an der Materie (Rohstoffe) sondern an der Energie, um die Rohstoffe zu fördern, aufzubereiten und in neue Güter umzuwandeln.
    Energie…….erst hier offenbart sich das perfide Kalkühl der Anti-Atombewegung, soll derart reduziert werden um am Ende den Wohlstand aller auf Minimum zurückzubomben.
    Mit genügend Energie hat die Menscheit niemals ein Problem mit Resourcen….wer Energie reduzieren will, will uns unsere bisherige Lebensweise kaputt machen.

    MfG
    H.E.

  28. Heinz Eng schrieb am 25. Februar 2013 09:28

    Auf einen der dritten Kanäle lief die Geschichte des Schwarzwaldes…….unter anderen ging es um die Glasherstellung und Pottasche, die man mühsam aus Holzasche ausgewaschen hatte. Dies führte bis zum 18 Jh. zu eine fast vollständigen Entwaldung des Schwarzwaldes…..bis dann deren Regierung Waldgesetze beschlossen hatten und eine große Aufforstungsaktion begann. Praktisch ist heute der größte Teil des Schwarzwaldes eine von Menschen geschaffene Kulturlandschaft, wie fast alle anderen Regionen Deutschlands auch.
    Der Mensch hat schon vor vielen hundert Jahren die Umwelt nach seinen Gusto geformt……wat heute ja immer gerne von den Grünen verschwiegen wird.

    Nicht nur von den Grünen. Nach allgemeiner Meinung hier ist doch das Erlassen eines solchen Gesetzes ein Ding der Unmöglichkeit. Die hätten die Leute einfach nur machen lassen müssen, das Ergebnis wäre das gleiche gewesen …

  29. Im Grunde glaube ich, dass Neid die eigentliche Triebfeder ist, Neid auf die Erfolgreichen, auf die klügeren, die besseren.

    Ein Satz den ich genau so in vollem Umfang unterschreiben kann. Wichtig ist hierbei die Unterscheidung zwischen Neid und Missgunst. Wenn man die vornimmt dann wird klar dass, Neid keine per se negative Eigenschaft ist. Neid bedeutet dass man etwas auch haben möchte. Und im positiven Fall danach streben wird, dies auch zu erreichen. Missgunst hingegen bedeutet dass man dem anderen das was man bei ihm sieht nicht gönnt.

    Der Neidische wird alles daran setzen, auch zu erreichen was er bei einem Anderen sieht. Dem Missgünstigen hingegen reicht es, wenn dem Anderen etwas weggenommen wird oder er etwas verliert. Mein Eindruck ist, dass in Deutschland die Missgunst bei vielen der dominierendere Antrieb ist. Anders ist es etwa kaum zu erklären dass Ansätze wie eine stärkere Besteuerung der „Reichen“ in breiten Schichten größten Anklang finden.

    Ein Witz bringt den Unterschied in der Mentalität zwischen Deutschen und Amerikanern bei diesem Aspekt sehr trefflich auf den Punkt :

    Ein Deutscher und ein Amerikaner stehen an einer Straße die sie überqueren möchten. Auf einmal kommt ein Porsche mit einiger Geschwindigkeit vorbeigebraust. Darauf sagt der Amerikaner zum Deutschen: „Warte nur ab, irgendwann werde ich auch mal so ein Auto fahren wie der.“
    Darauf der Deutsche zum Amerikaner: „Ach was. Warte Du nur ab. Irgendwann wird auch der mal zu Fuß gehen müssen.“

  30. Wichtig ist hierbei die Unterscheidung zwischen Neid und Missgunst

    Danke für die Klarstellung, ich verwendete tatsächlich ‚Neid‘ im Sinn von ‚Missgunst‘.

    Ich erinnere mich da an einen psychologischen Versuch (Quelle hab‘ ich leider keine) der etwa so ablief:
    Die Teilnehmer hatten die Wahl, einen Gewinn zu machen oder zu verzichten. Nahmen sie den Gewinn an, bekam allerdings ihr Nachbar sehr viel mehr als sie selbst. Eigentlich klar, denkt man, Win-Win.
    Weit gefehlt!
    Viele verzichteten lieber selbst, als dem anderen mehr zu gönnen!

  31. Gerade wurde EIKE (http://www.eike-klima-energie.eu/) mal wieder ausgehebelt. Das zum Thema „freie Meinungsäußerung“.

  32. Lieber Marvin
    Ach Menno, nun enttäuscht Du mich aber wirklich a bisserl…..
    Nun liest Du schon so lange hier mit und hast bis heute noch nicht begriffen, das kein Skeptiker hier, wirklich keiner etwas gegen SINNVOLLE Massnahmen zum Schutz unserer Natur und Umwelt hat.
    Ganz im Gegenteil, aus diesem Grund sind wir auch Gegner der so-genannten Energiewende, weil diese die ursprüngliche Naturschutzgedanken konterkariert.

    Waldgesetze……waren die Antwort auf eine wirkliche Bedrohung, nämlich der zunehmenden Erosien der Berghänge im Schwarzwald. Tja, und der Fortschritt erlaubte nämlich auch, das man zur Glasproduktion keineBaum- Pottasche brauchte, die man vorher mühsam aus Buchenasche hergestellt hat, sondern alternativ hergestelltes Zeuch nutzen konnte. Auch der Steinkohlebergbau, der im 18 Jh. zunehmende Bedeutung erfuhr, schonte am Ende die Wälder, die sonst zu Holzkohle verbrutzelt wurden.
    Wir stellen also fest, die Menschheit hat meist auf Umweltschäden im Nachgang reagiert….nach Analyse der Schäden und Verursacher wurden meist zielführende Massnahmen ergriffen.

    Klimaschutz dagegen, ist eine Vermeidung eines hypothetischen Umweltzschadens in weiter Zukunft, der auf Modellberechnungen beruht die gerade heute wieder mal zeigen, wie weit sie von der Realität weg sind.

    Autsch, gleich krieg ich wieder Haue.
    MfG
    H.E.

  33. #31 Tyron Booker

    Die Angriffe gegen EIKE sind Attacken gegen eine Meinungsfreiheit, sind Zensuraktionen.
    Wer dahintersteckt vertritt gewiss eine radikale Gegenposition zu EIKE und verfügt über die finanziellen Mittel, solche Angriffe ausführen zu lassen.
    Es scheint in der Klima-Umwelt-Energie-Auseinandersetzung diesen Trend zu geben, dort wo man keine logisch überzeugenden Argumente hat, die Vertreter der Gegenmeinung mundtot zu machen, ihre Web-Präsenz zu blockieren und zu Sabotage-Angriffen überzugehen.
    Dem gegenüber sind die Eingriffe in Leserkommentare der Tagespresse, wie Links ausblenden usw. nur bescheidene Aktivitäten der Meinungsmacher.
    Die Destruktivität die sich in solchen Aktionen zeigt outet die Charaktere der Akteure.

  34. @Rudolf #29

    Mein Eindruck ist, dass in Deutschland die Missgunst bei vielen der dominierendere Antrieb ist. Anders ist es etwa kaum zu erklären dass Ansätze wie eine stärkere Besteuerung der “Reichen” in breiten Schichten größten Anklang finden.

    …..wie z.B. das Jauchzen und Frohlocken vieler Leute, wenn mal wieder eine Dissertation aberkannt oder ein „Sexist” entlarvt wurde.

  35. Die Destruktivität die sich in solchen Aktionen zeigt outet die Charaktere der Akteure.

    Ganz einfach -- diese Angriffe und die Angreifer sind nach geltendem, deutschen Recht einfach nur eins: kriminell!
    Unsere Inhaltlichen Gegner haben -- ob sie es im Einzelfall nun wollen oder nicht -- kriminelle Unterstützer.

    Leider erfolgen solche DDOS Attacken zumeist aus dem Ausland, vielfach von dafür bezahlten Hackern.

  36. Auch wenn es hier auch keiner gerne hören mag………

    Wenn es sich tatsächlich um einen neuerlichen Angriff auf EIKE handeln sollte, kann das auch ScSk in naher Zukunft passieren, denn die Texte die hier erscheinen, sind weit aus brisanter als drüben und weniger angreifbar.

    Wenn das passiert……rächt sich, das sich Skeptiker wegen vermeintlicher „inTransparenz“ weigern, wenigstens lose Netzwerke für den Notfall zu bilden.
    Die Öko-Gegenseite ist Dank guter finanzieller Ausstattung in dieser Hinsich tausendfach überlegen, wir dagegen verfahren nach dem „Prinzip Hoffnung“……..hoffentlich rächt sich das eines Tages nicht einmal.

    Wir leben im Zeitalter des Infokrieges……..und wenn Argumente nicht mehr helfen, dann wird eben auf krimineller Art und Weise die Meinungsfreiheit im Internet vernichten, klingt hart, ist aber so.
    Nun ja, mögen das meine immer noch scharfen DDR-Instinkte sein…….mag ich vllt auch die Flöhe husten hören……kann mir sogar jemand an den Kopf knallen, das ick jetzt selber den „Alarmisten“ mieme, so ist es doch blauäugig anzunehmen, das uns sowas nie passieren kann.
    Ick hatte Herrn Limburg schon letztes Jahr gewarnt………nun ham se den Salat.

    Prügeln Sie jetzt auf mich ein……..!
    H.E.

  37. Soll EIKE zum Sicherheitsrisiko werden?

    Wer heute Früh auf EIKE einloggte konnte so richtig wach werden und wie ich folgende Sicherheitswarnung lesen.
    Die Kopie ließt sich wie folgt:

    Beschreibung
    Kategorie:Intrusion Prevention

    25.02.2013 10:43, RisikoHoch,Ein Eindringversuch von 66.225.238.35 wurde blockiert.,Blockiert,Keine Aktion erforderlich,Web Attack: Malicious Toolkit Website 9,Keine Aktion erforderlich,Keine Aktion erforderlich,“66.225.238.35, 8584″,receiptignores.org:8584/gp/video/about/mozilla.php?filefun=4

    wohl dem der geschützt ist und dessen Anti-Viren Schutz aktuell ist.
    Insgesamt erhielt ich 5 Sicherheitswarnungen von mittelhoch bis hohem Risiko aus unterschiedlichen Quellen.
    Ob das nun Zufall war oder zukünftig alle kritischen Seiten damit zu kämpfen haben kann ich schlecht einschätzen.
    Das einigen das Internet überhaupt nicht in den Kram passt ,auch Fr. Merkel gehört dazu, ist verständlich.
    Über die zunehmende Gewohnheit der Menschen sich im Internet zu informieren aüßerte sie sich mit „die Menschen informieren sich falsch“ .
    Das könnte natürlich auch an die Adresse des BMU, PIK oder WBGU gerichtet gewesen sein.
    Nichts genaues weiß man nicht.

    MfG

    P.Große

  38. hört sich für mich an als ob jemand bei EIKE eben „Schadcode“ via FTP oder sonst wie in den Quelltext geschummelt hat und dieser Code läd um mögliche „Exploits“ auszunutzen.

    Aber allgemein gut doch mal bei z.b. WOT einem Plugin zum „sicheren Surfen“

    WOT zeigt Ihnen, welchen Websites Sie vertrauen können. Grundlage dafür sind die Erfahrungen von Millionen Anwendern auf der ganzen Welt. WOT ist schnell, benutzerfreundlich und völlig kostenlos.

    Und guckt mal wie diese Seiten und andere ähnliche dort bewertet werden, von eben dieses Leuten, da werden Sachen als negativ eingetragen, die diese Seiten gar nicht anbieten.

  39. na super automatische Rechtschreibkorrektur wieder……

  40. hört sich für mich an als ob jemand bei EIKE eben “Schadcode” via FTP oder sonst wie in den Quelltext geschummelt hat

    Stimmt, EIKE schrieb doch so etwas zum letzten „event“.. nix DDOS, sollte irgenwie über die Kommentarfunktion eingemogelt worden sein, wenn ich mich recht entsinne.

  41. Hallo Heinz Eng,

    „Autsch, gleich krieg ich wieder Haue.“

    Zu Recht. Auch wenn ich jetzt (wieder?) Korinthen kacke. Waldgesetze waren nicht die Antwort auf Umwelt-Beeinträchtigungen, sondern rein ökonomisch bedingt. Dem Berghauptmann (heute wohl Bergbauingenieur) Clausowitz wird der Begriff „Nachhaltigkeit“ zugeschrieben. Dem ging es um den Nachschub von Holz für den Bergbau und nicht dem Umweltschutz. Hinzu kam, dass die Grundbesitzer (i.d.R. der Adel) sich um ihre Jagdreviere sorgten. Das war maßgeblich der Grund für Waldgesetze. Wie Du siehst, war damals Umweltschutz ein praktisch kostenloses Nebenprodukt der Ökonomie (Ökonomie: Grünsprech: Raffgier). Weiterhin muss man wissen, dass nach dem Abzug der Römer das Land brach lag. Keineswegs war alle Landesfläche im Besitz von Irgendjemanden. Erst mit den Merowingern (teilweise) und den Karolingern wurde das Land in Besitz und Eigentum eingeteilt. Der Satz „Draußen vom Walde komm ich her…“ zeigt noch, dass nicht etwa jemand von „vor dem Haus“, sondern außerhalb der Zivilisation, also aus dem besitzlosen Land, herkam.

    Mfg

    Heinz Reeg

  42. Übrigens:
    Die frühere Ziegenhaltung und die ‚Waldhut‘ waren für den Rückgang der Wälder ebenfalls in ganz erheblichem Maß verantwortlich.
    Sieht man sich alte Bilder der Fränkischen Schweiz an, war die kahl:

    Stierberg 1799
    Stierberg, heute

  43. @Heinz Reeg

    Hihi, wat Du kannst, kann ick schon lange. 🙂
    Ich schrieb, weil das so in der Dokumentation erwähnt wurde…..

    Waldgesetze……waren die Antwort auf eine wirkliche Bedrohung, nämlich der zunehmenden Erosion der Berghänge im Schwarzwald.

    Erosion ist ein wirtschaftlicher Schaden……als solcher erkannt und mit Aufforstungsmassnahmen entgegengewirkt worden. Natürlich sind die anderen Infos Deinerseits völlig richtig…….aber so wet wollt ick als Antwort an Marvin nicht ausholen, dazu wäre fast ein eigener Thread von nöten.

    Aber nix für ungut………dat Schöne is ja, dat sich die Kommentatoren hier so toll ergänzen und nuuuur dat zählt.
    MfG
    Onkel Heinz……….hegt keinen Groll und mag Kritik

  44. Peter und Tritium,

    es tut mir leid wenn ich ein bisschen die Stimmung verderbe, doch das Problem der Ressourcen wird nicht mehr als vordringlich angesehen. Politiker und Medien behaupten dies zwar immer noch, doch der Trend in der Argumentation warum Ressourcenschonung notwendig wäre ist nicht der, dass diese ausgehen würden, sondern es wird nun vornehmlich von den sogenannten Senken gesprochen, die ihre Aufnahmekapazität erreicht hätten. Aus dem Berichtsentwurf der PG 3 in der Enqute, Seite 59:

    Die geologische Verfügbarkeit bei heutiger Nachfrage sowie heutigen Preisen und Technologien ist folglich für alle relevanten Energierohstoffe für mehrere Jahrzehnte, teils sogar über hundert Jahre, sichergestellt.
    […]
    Die meisten Szenariorechnungen zeigen auf, dass die Reserven an fossilen und nuklearen Energieträgern ausreichend sind, um auch weit über die analysierten Zeiträume hinaus eine als wachsend angenommene Nachfrage nach diesen Energieträgern zu befriedigen.

    Unbeirrt wird in den Medien weiterhin gegenteiliges behauptet, doch eigentlich sollte die Diskussion darüber vorbei sein. Für mich auch weiterhin ein eindeutiges Zeichen, dass der Journalismus sich in Deutschland auf den Weg in eine tiefe Krise befindet. Wenn es die Blogs nicht gäbe, würden diese Erkenntnisse freudig weiter unter den Tisch gekehrt.

    Ich denke, es ist jetzt auch wichtig eine Diskussion über die sogenannte Senkenproblematik zu führen. Oder auch um die sogenannten öffentlichen Allmende. Das heißt natürlich auch, die Klimadebatte kehrt an ihren Ursprungsort zurück. Aber es geht ja nicht nur ums CO₂, sondern um alle Stoffe die durch Menschen in Umlauf gebracht werden. Zu behaupten, dies hätte keine Auswirkungen wäre fatal und nicht nur falsch, sondern würde auch jegliche weitere Glaubwürdigkeit zerstören.

    Hier muss dringend eine schlüssige Argumentation her, warum das erstens so notwendig ist, und zweitens, dass wir weit von einem Problem entfernt sind und es auf jeden Fall gelingen wird, schon der evolutionäre Charakter des Fortschritts zeigt dies, dass diese Senken durch den Fortschritt immer weniger genutzt werden, die planwirtschaftlichen Suffuzienzforderungen letztlich nur das Gegenteil bewirken.

    Hier war mal kurz vom Sozialismus die Rede, Tritium hatte da eine sehr passende Beschreibung gegeben, warum dieser immer ineffizient bleiben muss, sinngemäß, weil evolutionäre Anpassungsmaßnahmen durch eine Planwirtschaft nicht statt finden können. Also etwas in der Richtung.

  45. #42
    Hallo Tritium,

    das ist Unsinn. Ziegen waren die Kuh des kleinen Mannes, die er auf der Allmende (=Gemeinbesitz) weiden lassen durfte. In die Hutungen/Hute/Hude wurde das Vieh der Bauern getrieben, die Bucheckern frassen, Eichenlaub wurde als Einstreu benutzt. Der damalige Wald war eine Mischform von Wald und Weide und nicht mit unserem heutigen Begriff von Wald vergleichbar.
    Ich habe mich als Hobbyheimatforscher mit so was beschäftigt und mal als Anlass eines Jubiläums was verfasst. Gibt es eine Möglichkeit bei Wahrung der Anonymität Ihnen und Heinz Eng postalisch eine Ausarbeitung von mir zukommen zu lassen?

    Mfg

    Heinz Reeg

  46. Lieber Herr Quencher #44,

    sie schreiben:

    „Für mich auch weiterhin ein eindeutiges Zeichen, dass der Journalismus sich in Deutschland auf den Weg in eine tiefe Krise befindet.“

    Ich beobachte etwas Ähnliches. Viele Journalisten gehen mit einer vorgefassten Meinung ins Interview. Journalisten die ausgewogen verschiedene Punkte herausarbeiten gibt es selten.
    Interessanterweise fällt mir das auch vor Allem auf, wenn in den Sommerinterviews die Linken interviewt werden. Obwohl ich diese Partei und ihre Konzepte nicht mag, schaffen es die ZDF-Journalisten von Berlin Direkt regelmäßig mich durch ihren voreingenommenen Interviewstil anzuwidern.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  47. Hiho Namensvetter

    Ick hätt da ne Möglichkeit…..
    http://www.science-skeptical.de/off-topic-arena/kontaktvermittlungs-thread/008035/

    Da kannste mittels Tarn-E-Mail und wegen mir über Proxy-Server ein Kommentar hinterlassen und ick würd Dir dann antworten per Mail. Schön wäre aber, wenn Du Deine Hobby-Forschung in Form einer PDF schicken könntest…..postalisch ist aber auch kein Problem, kostet aber Porto.
    Egal…..ich hab den Kontakt-Thread für solche Fälle eingerichtet, weil ick als Autor nur die E-Mail-Adressen bei meinen Artikel sehen kann,……. dat ist eine Ebene tiefer als die Admins……und die wollt ick wegen solchs Zeuch nicht auch noch ihrer knappen Zeit berauben.

    Du könntest aber auch……….einen voll fetten Artikel darüber schreiben und hier veröffentlichen……….ick glaub, darauf wären ein paar Leser bestimmt neugierig.
    Egal, mach wie Du denkst………wir sind hier ein freier Blog und die Einladung gilt ja für alle, die etwas Substanzielles zu sagen haben.
    MfG
    Der Namensvetter……..oder, dat Onkelchen

  48. Ähm sorry Tritium, so ganz richtig passt dat Nachfolgende wohl nich hier rein, sollte aber trotzdem dem Volke nicht vorenthalten werden.

    Bauern kehren Bio den Rücken

    Die Zahl der Bio-Bauern in Deutschland steigt von Jahr zu Jahr. Zuletzt allerdings um jeweils nur noch knapp drei Prozent. Doch dieser Trend ist nicht so eindeutig wie es scheint. Schon seit Jahren registrieren Freunde der naturnahen Landwirtschaft mit Sorge, dass immer wieder Öko-Landwirte zur konventionellen Landwirtschaft zurückkehren…
    --
    Mancher Bauer aber schwenkt trotz guter Einkünfte aus dem Ökolandbau um, weil er mit Biogas noch mehr Geld verdienen kann. Die Folge: In einzelnen Bundesländern sinkt in manchen Jahren sogar die Bio-Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr, etwa im Saarland, in Niedersachsen oder Thüringen.

    So viel zum Thema „Bio“……zumal ja heute auch wieder ein Bio-Eierskandal die mediale Runde gezogen hatte.

    Lügen, Lügen und nochmals Lügen, Hauptsache ein paar Grünwähler fressen dat Weltretter-Placebo, weil se sich damit wohler fühlen.
    Nochmals Sorry für Off-Topic.
    H.E.

  49. #28

    Nicht nur von den Grünen. Nach allgemeiner Meinung hier ist doch das Erlassen eines solchen Gesetzes ein Ding der Unmöglichkeit. Die hätten die Leute einfach nur machen lassen müssen, das Ergebnis wäre das gleiche gewesen …

    #32

    Waldgesetze……waren die Antwort auf eine wirkliche Bedrohung, nämlich der zunehmenden Erosien der Berghänge im Schwarzwald.

    @ marvin und heinz

    auch wenn ich mich wiederhole…
    aber gesetze sind in diesem fall die falsche antwort.
    was einfacher und besser funktioniert ist die klare und eindeutige definition von eigentum.

    der waldbesitzer wird auch ohne gesetze alles in seiner macht tun, um sich seine einkommensgrundlage nicht zu zerstören.

  50. was einfacher und besser funktioniert ist die klare und eindeutige definition von eigentum.

    Sehr richtig!
    Wir hatten das ja mal an anderer Stelle mit dem Tierschutz durch Auslandsjagd, ein Konzept, das geradezu frappant erfolgreich ist. Das Schützen muss das beste Geschäft sein, das sich damit machen lässt, dann klappt es. Und Wald ist ebenfalls etwas, das sich, wie ein Überschuss einer Tierpopulation, ‚ernten‘ lässt und bei nachhaltiger Ernte ist einfach das Geschäft besser (Und NUR in diesem Kontext macht die Vokabel ‚Nachhaltig‘ Sinn).

  51. Übrigens ist die Steinkohle als Ersatz und Rettungsmittel für die Wälder selbst eine ganz spannende Geschichte:
    Das war nämlich gar nicht so leicht und es ist ein wunderbares Beispiel für einen Ressourcenwandel, also ganz im Kontext dieses Artikels.

    Aber Herr Heller hat das bereits ausgezeichnet beschrieben (und mich mal dankbarerweise mit der Nase auf diesen doch schon recht alten Beitrag hingewiesen) :
    Die Affen, die Menschen und der Tod

  52. #49 micha
    Ick bin mal mit den Schwarzwald in die Plauderecke gelatscht.

    MfG
    H.E.

  53. Und nu isser auch da gelandet.

    Herzlichen Glückwunsch Tritium und Danke für Deinen Klasse-Artikel

  54. @tritium

    Peak Mammut

    mir fällt gerad auf, sowas ähnliches hatten wir doch auch schonma mit peak elefant 😀

    und gratz zur verlinkung bei achgut 🙂
    ..auch an die scb-betreiber

  55. Tja, und der Fortschritt erlaubte nämlich auch, das man zur Glasproduktion keineBaum- Pottasche brauchte,

    Das ist auch eine ganz spannende Geschichte:
    Pottasche oder alternativ Soda waren schon seit Urzeiten wichtige Grundchemikalien. Je nachdem, ob man Landpflanzen oder Meerespflanzen (Algen) verbrennt, entstehen aus den Mineralsalzen in den Pflanzen Kalium- oder Natriumcarbonat (K2CO3 bzw Na2CO3). Beide Salze sind stark alkalisch.
    Die erste Nutzung war Seife:
    Man kann schon mit Kaliumcarbonat oder ganz primitiv einfach mit Holzasche gut reinigen, sie löst Fette und eine wässerige Lösung fühlt sich ’seifig‘ an.
    Kocht man aber Fett mit den Carbonaten, entsteht richtige Seife.
    Dazu reichte die Holzasche, die in den Haushalten am Herdfeuer anfiel, aus. Die wachsende Glasproduktion forderte aber weitaus grössere Mengen, denn wenn man Sand, Kalk und Soda/Pottasche zusammen erhitzt, schmelzen sie zu Glas. Doch für 1 kg Pottasche müssen 300 kg Holz verbrannt werden.

    Als die Asche nicht mehr als Quelle ausreichte und auch die zunehmende Reinlichkeit (Sowie die Schießpulverproduktion und einige andere Branchen) nach mehr Pottasche verlangte, erfand man keine ökologistische Seifen- oder Glassteuer, um den Verbrauch künstlich einzuschränken, sondern man wurde innovativ. Napoleon setzte ein Preisgeld von 12.000 Livres aus, für den Erfinder, der ein billiges (und ‚umweltschonendes‘, obwohl es das Wort noch gar nicht gab, aber die Bedingung, es dürfe keine knappen Rohstoffe brauchen, war eben genau das umweltschonende daran) Verfahren zur künstlichen Herstellung zeigen kann.

    Daraus ging das Leblanc-Verfahren hervor, mit dem im Jahr 1791 die Geschichte der Großchemie begann. Es beruhte darauf, dass Kochsalz mit Schwefelsäure umgesetzt wird.
    Der wirkliche Durchbruch gelang aber erst mit dem Solvay-Verfahren 1865, das wesentlich billiger war und die teuren Prozesskomponenten nicht verbrauchte sondern in einem Kreislauf führt, in dem sie immer wieder regeneriert werden. Es benötigt nur Kalkstein und Kochsalz, die unbegrenzt zur Verfügung stehen, und natürlich Energie.

    Ja, und deshalb ist Pottasche und Soda (und die daraus oder damit erzeugten Produkte ) für uns billig und in unbegrenzter Menge verfügbar, ohne dass wir dafür auch nur einen einzigen Baum fällen müssen.

  56. Und nu isser auch da gelandet.

    Herzlichen Glückwunsch Tritium und Danke für Deinen Klasse-Artikel

    Oh, Danke für den Hinweis(und natürlich den Glückwunsch), Moosgeist!

    Das freut mich wirklich. Auch für Science Skeptical. 🙂

  57. @ tritium

    aus dem großartigen Text “Von Ressourcen und Rohstoffen – Eine Zeitreise” auf science-skeptical.de den Sie hier lesen sollten.

    Recht haben sie auf der Achse des Guten. Herzlichen Glückwunscht!

  58. Recht haben sie auf der Achse des Guten. Herzlichen Glückwunscht!

    Je öfter ich es lese…DAS Standardwerk zur Kritik des Nachhaltigkeitsdogmas.

  59. @Tritium, Heinz Eng,

    unter dem link http://www.eichelschwein.de/hist_m.htm gibt es schöne Bilder, wie unser Wald im 15/16.Jhdt. ausgesehen haben dürfte. Beim Bild „Novemberszene“ ist nebenbei in der rechten Bildmitte auch die Holzflößerei gezeigt.
    Neben der Waldweide/Hudewald gab es noch die Hackwald-Wirtschaft; Nach bis zu 20-jähriger Nutzung als Schälwald (Niederwald) wurde die Fläche gehackt (gerodet, gerödet, daher auch Röder- oder Reutewald) dann abgebrannt und anschließend zwei Jahre mit Roggen oder Buchweizen bepflanzt. Diese Wirtschaftform wurde auch für die Gewinnung von Gerberlohe oder Holzkohle angewandt. In praktisch allen Waldlagen existieren bis heute solche Flurnamen (In der Lohe, Lohberg…). Neben dem immensen Verbrauch von Bauholz(1) und Holzkohleproduktion(2) war auch die Gerberlohe ein großer „Waldverbraucher“. Die Tierhaltung kam in Folge der Abholzung aber war nicht Ursache. Die Tanne (siehe „Holländertannen“) war übrigens schon bei den Römern sehr begehrt.
    Erste „Waldgesetze“ wurden bereits unter Kaiser Karl V. (1519-1556) erlassen. Doch der Druck auf den Wald ließ erst mit der Industriellen Revolution nach. Kohle ersetzte Holz als Brennstoff, Importware(3) und chemische Produkte ersetzten die Lohe, Baumwolle ersetzte Schafswolle usw..
    Wer sich für das Thema interessiert, dem seien folgende Bücher empfohlen:
    Hansjörg Küster – Die Geschichte des Waldes und Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa.
    Und noch eine Anekdote: Das Kinderspiel „Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann“ bezog sich möglicherweise auf die rußgeschwärzten Köhler, die während des Abbrennens der Meiler in primitiven Hütten im Wald lebten.

    Mfg

    (1) Alleine das Amsterdamer Stadtschloß z. B. ist auf ein Pfahlfundament von fast 14.000 Stämmen gegründet.
    (2) Für 1 Tonne Eisen benötigte man ca. 2 ha Wald.
    (3) England importierte z. B. Holz aus Übersee

  60. cool, es wurde ein, in meinen augen pysikalisch plausibles, peak-wind entdeckt

    Look out! PEAK WIND is COMING, warns top Harvard physicist
    Last out of the windpower future turn out the lights … Oh

    anbei mal ein kleiner auszug aus dem artikel:

    Estimates of global wind resource that ignore the impact of wind turbines on slowing the winds may substantially overestimate the total resource. In particular, the results from three studies that estimated wind power capacities of 56, 72 and 148 TW respectively appear to be substantial overestimates given the comparison between model results and the assumptions these studies made about power production densities … To cite a specific example, Archer and Jacobson assumed a power production density of 4.3 W m-2 … production densities are not likely to substantially exceed 1 W m-2 implying that Archer and Jacobson may overestimate capacity by roughly a factor of four.

    tja, das passiert, wenn man gläubige, forscher und experten unkontrolliert arbeiten lässt. irgend wann fällt denen der blödsinn auf die füße. manchmal sogar im wahrsten sinne des wortes 😉

  61. @Tritium

    Chapeau! Ich habe leider keinen Hut auf, den ich ziehen könnte 🙂 Ich bin ja mal gespannt, ob sich einer der bekennden Nachhaltigkeitsapostel zu einer Widerschrift ermüßigt fühlt.

    karl.s

  62. @Karl

    das Problem einer Widerschrift wäre, dass sich diese gegen unumstößliche geschichtliche Fakten richten müsste.
    Also wird so etwas wohl nicht passieren. Außer natürlich völlig unhaltbares Standardgeschwrubbel ohne inhaltlichen Bezug.

  63. #62. Andreas Baumann

    Da hast Du Recht. Aber es kommt ja nicht mal 08/15 Standardgeschwurbel. Ist halt auch ein Eingeständnis 🙂

    karl.s

  64. Bei EIKE gibt es zumindest so etwas, wie Unbehagen zum Artikel:
    http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/sind-ressourcen-endlich-eine-zeitreise-in-die-welt-der-rohstoffe/

    Mit dem Artikel bin ich inhaltlich im Großen und Ganzen einverstanden. Nur sein Geist widerspricht mir!

    Ich habe schon etwas dazu geantwortet, ist aber noch nicht „durch“.

  65. > Niemals in der Geschichte der Menschheit hat eine längerfristige ‘Vorsorge’ irgendwelche positiven Früchte getragen.Oder kennen SIE ein Beispiel, das dies widerlegt?
    Gegenbeispiele? Sand am Meer.
    1. Bibel, Josephsgeschichte, Joseph und seine Brüder.
    In fetten Jahren wird Getreide für magere Jahre eingelagert. Wer darauf verzichtet, hat ein Problem: Hungersnot.
    Ach, Tod als finale Lösung beendet alle langfristigeren Überlegungen.
    2. Wintervorbereitung. Wer nicht mittels Haus, Heizung und Essen für den Winter vorsorgte, bekam ein Problem: Hungersnot und Erfrierungen. Nicht langfristig genug? Ach, Tod als finale Lösung beendet alle langfristigeren Überlegungen.
    3. Holzwirtschaft im Mittelalter: Beispielsweise im Oberharz war der Bergbau für mehrere Jahrzehnte weitgehend platt, weil das benötigte Holz abgeholzt war und nicht genügend nachgepflanzt wurde. Die Wende kam mit der nachhaltigen Holzwirtschaft.
    4. Sich darauf zu verlassen, dass man etwas findet, ist schön und mutig, aber sehr unsicher. Über Jahrhunderte wurden alchemistische Wege zur Goldgewinnung gesucht -- und nie gefunden. Dabei hofften viele finanziell klamme Herrscher darauf.
    Grundsätzlich: Jede arbeitsteilige Zusammenarbeit beruht darauf, dass man sich versichert, genug Vorräte von seinem Vorlieferanten einzuplanen und zu bekommen. Wenn die Lieferkette zusammenbricht, ist unschön. Kurzfristig (tageweiser Stillstand) bis langfristig (Bergbau im Mittelalter im Harz, jahrzehntelange Probleme).

    Hier ein Hohelied der konzeptionslosen Verschwendung zu singen ist denkbar dumm -- und wäre gefährlich, wenn es denn Anhänger fände. Um mit Jean de la Fontaine zu reden: Die Grille singt schöne Lieder im Sommer, aber für den Winter höre ich lieber auf die Ameise.

  66. SEHR GUTer Artikel !
    …wie immer werden ihn zu wenige lesen…

  67. Niemals in der Geschichte der Menschheit hat eine längerfristige ‘Vorsorge’ irgendwelche positiven Früchte getragen.Oder kennen SIE ein Beispiel, das dies widerlegt?

    Was ist an dem Adjektiv „längerfristig“ nicht zu verstehen, dass man solche Beispiele bringt:

    1. Bibel, Josephsgeschichte, Joseph und seine Brüder.
    In fetten Jahren wird Getreide für magere Jahre eingelagert. Wer darauf verzichtet, hat ein Problem: Hungersnot.
    Ach, Tod als finale Lösung beendet alle langfristigeren Überlegungen.
    2. Wintervorbereitung. Wer nicht mittels Haus, Heizung und Essen für den Winter vorsorgte, bekam ein Problem: Hungersnot und Erfrierungen. Nicht langfristig genug? Ach, Tod als finale Lösung beendet alle langfristigeren Überlegungen.

    Mein Kühlschrank ist im Übrigen auch meist voll.

    3. Holzwirtschaft im Mittelalter: Beispielsweise im Oberharz war der Bergbau für mehrere Jahrzehnte weitgehend platt, weil das benötigte Holz abgeholzt war und nicht genügend nachgepflanzt wurde. Die Wende kam mit der nachhaltigen Holzwirtschaft.

    Wurde das Holz nicht durch Kokskohle ersetzt und weniger durch „nachhaltige Waldbewirtschaftung? Fand man also keine Nachfolgetechnologie? Wurde der Bergbau dort nicht eingestellt , weil die Preise für die dort geförderten Erze in den Keller fielen, nicht wegen fehlenden Holzes, sondern wegen eines Überschusses an Erzen, sogar bei steigender Nachfrage? Eigentlich das beste Gegenbeispiel: Was hätte es gebracht, die Erze dort im Boden zu belassen. Leiden wir heute an Zinkmangel, weil dort abgebaut wurde?

    4. Sich darauf zu verlassen, dass man etwas findet, ist schön und mutig, aber sehr unsicher. Über Jahrhunderte wurden alchemistische Wege zur Goldgewinnung gesucht — und nie gefunden. Dabei hofften viele finanziell klamme Herrscher darauf.

    …Und haben sie deswegen nicht das Papiergeld erfunden, die Goldbindung des Geldes abgeschafft und die Derivatisierung von Schulden eingeführt, um diesen schlechten Scherz mal humorvoll zu beantworten?

    Hier ein Hohelied der konzeptionslosen Verschwendung zu singen ist denkbar dumm — und wäre gefährlich, wenn es denn Anhänger fände.

    … klar, vor allem für die Jobs und Subventionen der „Nachhaltigen“ …

    Es geht nicht gegen sinnvolle Vorsorge, auch nicht gegen Kapitalbldung und Rentenvorsorge, sondern gegen das unheilige „Vorsorgeprinzip“ als eine politische Agenda, staatlich verordneten Mangels und Preisregulierung via künstlicher Verknappung, basierend auf fadenscheinigen Katastrophenszenarien.

    Ich denke, das haben Sie schon verstanden…

  68. #65 Alex
    Hallo,
    Sie sollten den hervorragenden Artikel von Tritium nochmals durchlesen, dann werden Sie feststellen, dass Ihre Punkte 1. u. 2. mit dem Thema nichts zu tun haben.
    Zu 3.: Die „Wende“ kam nicht mit einer nachhaltigen Holzwirtschaft, sondern wesentlich mit dem Ersatz von Holz/Holzkohle durch Stein- u. Braunkohle.
    Zu 4.: Das ist ein schönes Beispiel. Die heutige „Alchemie“ heißt „Erneuerbare Energie“ mit der man versucht minderwertigen Strom in „goldenen“ Strom zu verwandeln.

    Eine „konzeptionslose Verschwendung“ ist die sog. „Energiewende“.

    Mfg

  69. @ Alex # 65:
    Das Einlagern von Erntevorräten ist keine ‚Vorsorge‘ im ökologistischen Sinn, sondern eine zwangsweise Anpassung auf eine periodische Produktion.
    Niemand lagert Lebensmittel für kommende Generationen, sondern nur für die eigene Versorgung.
    Gwiss kann man auch das Volltanken eines Autos als ‚Vorsorge bezeichnen, damit es nicht unterwegs stehen bleibt., aber das ist etwas ganz anderes als aufs Autofahren zu verzichten, damit die Ölvorräte länger halten.
    Ich hoffe, die kleine Metahpher hat Ihnen gezeigt, wo Ihr Denkfehler liegt.

    Was das Grubenholz betrifft, scheinen Sie nicht zu wissen, dass Grubenverstrebungen schon längst nicht mehr aus Holz, sondern aus Stahl sind. Dadurch wurde eine enorme Ausweitung des Bergbaus möglich, die bei einer Selbstfesselung an den begrenzten Rohstoff ‚Grubenholz‘ nicht möglich gewesen wäre.
    Eine Gesellschaft, die nicht an der Weiterentwicklung der Bergbautechnik gearbeitet hätte, sondern gesagt hätte „Wenn wir sparsam und nachhaltig mit dem Grubenholz umgehen, dann können wir ewig so weitermachen“ wäre hoffnungslos gegenüber der Konkurrenz zurückgefallen, die ja nicht nur Stahlstreben und hydraulische Grubenstempel einführte, sondern auch pneumatische Hämmer, Sprengstoff, elektrische Grubenlokomotiven und Schrämmaschinen, und motorbetriebene Bewetterungs- und Wasserhaltungsanlagen einführte.

    Im übrigen wird gerade heutzutage nichts ‚verschwendet‘, ausser durch die Ökologisten. Von Verschwendung kann man nur sprechen wenn man die eingesetzten Mittel ineffektiv nutzt. Das verbietet jedoch normalerweise der Markt.
    Nur Biobauern verschwenden wirklich, wenn sie aus ihrer Arbeit und den eingesetzten Mitteln eine viel kleinere Ernte erwirtschaften als der rationelle, agrochemische Landbau (Übrigens ist gerade in Biobetrieben der Treibstoffverbrauch wegen der aufwendigeren Bodenbearbeitung ausserordentlich hoch). Ganz nebenbei ist es auch noch eine enorme Flächenverschwendung, da wird Land unnötigerweise unter den Pflug genommen, das bei rationellerer Produktion als Naturreservat dienen könnte.
    Verschwendung ist es auch, wenn Elektrizität mit ineffektiven Mitteln viel zu teuer erzeugt wird: Der Kunde hat davon keinen Mehrwert, sondern nur Kosten, wodurch sein allgemeiner Lebensstandard gesenkt wird weil die ineffiziente Stromerzeugung Geld verschwendet. Zusätzlich ist Wind- und Solarstromerzeugung natürlich auch wieder eine enorme Verschwendung an Naturraum und Umwelt.

  70. FK 9 Pilot
    Heinz Reeg
    Tritium
    abgesehen vom hervorragendem Tritium Beitrag war ich gespannt auf die Antworten bzw. Argumente etwaiger Kritiker.
    Damit kann man wirklich punkten, meine Hochachtung die Herren.
    Man lernt wirklich sein Leben lang und hier noch dazu.

    MfG

  71. So ganz nebenbei:

    Über Jahrhunderte wurden alchemistische Wege zur Goldgewinnung gesucht — und nie gefunden

    Das ist falsch.
    Selbstverständlich können wie heute Gold machen, in Kernreaktoren.
    Allerdings ist es so, dass heute niemand mehr synthetisches Gold braucht*.
    Gerade dies ist ein schönes Beispiel für ‚Fortschritt‘, der auch scheinbar für die Ewigkeit gültige Werte einfach überrolt und hinter sich lässt.
    Ganz davon abgesehen hat natürlich FK9 Pilot die treffendste Antwort gegeben: Unser Gold wird in Druckereien gemacht.

    *Das lässt sich auch gut an der anderen Naturwährung ‚Diamant‘ zeigen: Dessen synthetische Herstellung steht uns längst offen, aber niemand will künstliche Schmuckdiamantenn machen, denn das wäre insgesamt ein schlechtes Geschäft, der Preis würde ebenso verfallen wie der von Gold, wenn es im großen Stil künstlich zugänglich wäre.
    Also sorgt De Beers dafür, dass niemand auf solche dummen Gedanken kommt. Als Geldanlage würde ich mir aber längerfistig auf keinen Fall Diamanten zulegen, es kann durchaus sein, dass dieses Monopol sehr schnell zusammenbricht und der Markt mit lupenreinen Klunkern aus der Hochdruck-Synthesekammer überschwemmt wird!

  72. Das Einlagern von Erntevorräten ist keine ‘Vorsorge’ im ökologistischen Sinn, sondern eine zwangsweise Anpassung auf eine periodische Produktion.
    Wobei es eben über eine Periode hinausging: Bibel, Josephsgesch: In den 7 fetten Jahre für die sieben mageren Jahre vorsorgen. Letztlich folgt alles dem Konzept: Es deutet sich eine Knappheit an --> Auf diese Knappheit muss begegnet werden. Dafür gibt es verschiedene Lösungswege, die je nach Situation anzuwenden sind: Verbrauch senken, Nachschubwege verbessern (z.B. Wald aufholzen), Alternativen zum knappen Produkt finden (Kohle statt Holz als Energieträger seit industrieller Revolution)… Eine oder mehrere Lösungsoptionen (Verbrauch senken, Vorsorge betreiben) per se komplett auszuschließen, wie es dieser Artikel propagiert, wäre schlicht dumm.
    Einfach weil anfangs unsicher ist, auf welchem Weg sich die besten Handlungsalternativen finden lassen -- und sich je nach Rahmenbedingungen andere Lösungen finden.

    Was das Grubenholz betrifft, scheinen Sie nicht zu wissen, dass Grubenverstrebungen schon längst nicht mehr aus Holz, sondern aus Stahl sind.
    Der große Holzbedarf im Bergbau vor der industriellen Revolution bestand in seiner Funktion als Energieträger -- die Energie wurde zum Aufschließen der Mineralien benötigt. Mit der industriellen Revolution und der verstärkten Kohleförderung ließ sich dieses Holz weitgehend durch Kohle substituieren -- aber die ind. Revolution startete erst im 19. Jahrhundert durch und stand zuvor noch nicht zur Verfügung. Ab dem 18. Jahrhundert wurde dem Holzbedarf und dem Holzmangel aber schon durch gezielte Wiederaufforstungen begegnete, aus der sich die nachhaltige Forstwirtschaft entwickelte. Investitionshorizont zwischen Pflanzung und Ernte: Mehrere Jahrzehnte.
    By the way: Vorsorge impliziert ja nicht, nicht auch andere Lösungswege (z.B. technischer Fortschritt) zu forcieren. Wie gesagt, es wäre dumm, einen Weg komplett auszuschließen.

    Apropos Bergbau im Oberharz: Auf das „Oberharzer Wasserregal“ (Weltkulturerbe, by the way) ist so eine langfristige Vorsorge: Es wurden zig Teiche angelegt, hunderte Kilometer Bäche gegraben und instand gehalten und zig Kilometer unterirdische Stollen geschlagen, um aus dem Regenwasser Energie für die Förderung zu gewinnen. Mit sehr langfristigem Zeithorizont: Der Bau eines einzelnen Stollens dauerte teilweise mehrere Jahrzehnte -- und wurde dann über Jahrzehnte bis Jahrhunderte genutzt. War auch vor der industriellen Revolution notwendig, weil Energie selten und teuer war -- und sich langfristige und aufwendige Vorsorge auszahlte. Auch eine Form der Vorsorge und der Sparsamkeit -- mit dem wertvollen Gut „Höhenenergie des Wassers.“

    @ HeinzReg: Die „Wende“ kam nicht mit einer nachhaltigen Holzwirtschaft, sondern wesentlich mit dem Ersatz von Holz/Holzkohle durch Stein- u. Braunkohle.
    Verschiedene Zeiten, verschiedene Lösungen. Die erste Wende kam durch die nachhaltige Forstwirtschaft. Ein weiterer Aufschwung kam mit der industriellen Revolution. Hätte man aber im 18. Jahrhundert abwarten (=hungern) sollen, weil vielleicht im 19. Jahrhundert eine andere Lösung gefunden wird? Das wäre dumm gewesen.

    > Verschwendung ist es auch, wenn Elektrizität mit ineffektiven Mitteln viel zu teuer erzeugt wird
    Korrekt. Stellt sich nur die Frage: Was sind effiziente und was sind ineffiziente Mittel?
    Wie hoch ist die langfristige Verfügbarkeit? Oder wo deuten sich Versorgungsengpässe bzw. nachhaltige Probleme an?
    Auf diese Fragen werden verschiedene Leute immer unterschiedliche Antworten geben.

    Aber jemandem, der mit nicht ganz schlechten Argumenten einen Versorgungsengpass vorherzusehen glaubt und darauf zu reagieren versucht, zu antworten: „Alles Unfug, du musst nicht vorsorgen, das war noch nie die richtige Lösung“ -- das ist -- pardon -- eine schlciht dumme Argumentationsschiene.
    Und eine Möglichkeit der Vorsorge auszuschließen („Sparen ist falsch“) ist ebenso dumm.

    PS: Ich bitte um Verständnis, dass ich mich auf Nebenkriegsschauplätze wie „Ökologische Landwirtschaft“ oder „Vor- und Nachteile einzelner regenerativer Energien“ nicht einlasse. Mir ging es um diesen einen Blogbeitrag, der in dem Fazit zusammenlief: „Niemals in der Geschichte der Menschheit hat eine längerfristige ‘Vorsorge’ irgendwelche positiven Früchte getragen.Oder kennen SIE ein Beispiel, das dies widerlegt?“

    Und dieses Fazit ist schlicht falsch und dumm.
    Ja, oftmals in der Menscheitsgeschichte hat langfristige Vorsorge Früchte getragen.
    Vorsorgen im Sinne von „Ich sorge jetzt für später vor“
    Langfristig im Sinne von „Ich sorge jetzt vor, um in späteren Zeiten zu überleben / besser zu leben“
    Das kann ein absehbarer Winter sein, das kann eine begrenzt absehbare Dürre sein, das kann ein begrenzt absehbarer Krieg sein, das kann eine absehbare Produktknappheit z.B. von Energie sein.
    Das kann Vorsorge für die andere Jahreszeit sein, das kann Vorsorge für mögliche Ereignisse irgendwann in kommenden Jahren/Jahrzehnten sein (Siehe prophylaktische Verteidungungsanlagen), das kann Vorsorge sein, von denen in mehreren Jahrzehnten womöglich erst die nächste Generation profitiert, (Aufforstung, Bau am Oberharzer Wasserregal).
    Ja, Vorsorge gab es und gibt es und sie hat sich regelmäßig als ganz wichtig für die Aufrechterhaltung einer höheren, arbeitsteiligen, vorausschauenden Kultur erwiesen.

  73. > Selbstverständlich können wie heute Gold machen, in Kernreaktoren.
    Nun ja, ich hätte Kernspaltung nicht gerade als Alchemie bezeichnet, aber sei es drum. 😉
    Aber auch hier zeigt sich: Die Kosten für die Erzeugung von Gold durch Kernfusion sind bislang noch jenseits von gut und böse. Selbst wenn es also einen solchen Weg gibt, kann er sich als nachteilig gegenüber den anderen Alternativen erweisen. Daher bleibe ich dabei, dass ein Credo, das eine Handlungsoption fundamental ausschließen will, schlicht dumm ist. Man sollte gegenüber allen Handlungsoptionen offen bleiben.

    >Dessen synthetische Herstellung steht uns längst offen, aber niemand will künstliche Schmuckdiamantenn machen, denn das wäre insgesamt ein schlechtes Geschäft, der Preis würde ebenso verfallen wie der von Gold, wenn es im großen Stil künstlich zugänglich wäre.
    Also sorgt De Beers dafür, dass niemand auf solche dummen Gedanken kommt .

    Wieder einmal eine unlogische Argumentation. Wenn es so einfach und billig ist, große Schmuckdiamanten herzustellen, findet sich auch jemand, der es macht. Jemand, der nicht mit der Bergbauindustrie verbandelt ist und der Profit aus der künstlichen Herstellung zieht.
    Und selbst wenn die Preise verfallen -- sie fallen nicht unter jenes Level, auf dem sich Diamanten am effizientesten finden oder herstellen lassen, weil es sonst auf lange Sicht keine Anbieter gibt.
    Wenn auf dem gegenwärtigen Preislevel bei größeren Diamanten bislang noch auf Grubendiamanten zurückgegriffen wird, dürfte das einen einfachen Grund haben -- die Alternativen sind noch (!) teurer. Oder können rein quantitativ die Nachfrage noch nicht decken.

  74. #72

    Eine oder mehrere Lösungsoptionen (Verbrauch senken, Vorsorge betreiben) per se komplett auszuschließen,

    das verbrauchssenkungen und das vorsorge empirisch nicht funktionieren, wurde hier schon mehrfach gezeigt. belegen sie ihre argumente doch bitte mit echten daten, und nicht mit der bibel.

    Apropos Bergbau im Oberharz: Auf das “Oberharzer Wasserregal” (Weltkulturerbe, by the way) ist so eine langfristige Vorsorge: Es wurden zig Teiche angelegt, hunderte Kilometer Bäche gegraben und instand gehalten und zig Kilometer unterirdische Stollen geschlagen, um aus dem Regenwasser Energie für die Förderung zu gewinnen. Mit sehr langfristigem Zeithorizont: Der Bau eines einzelnen Stollens dauerte teilweise mehrere Jahrzehnte — und wurde dann über Jahrzehnte bis Jahrhunderte genutzt. War auch vor der industriellen Revolution notwendig, weil Energie selten und teuer war — und sich langfristige und aufwendige Vorsorge auszahlte. Auch eine Form der Vorsorge und der Sparsamkeit — mit dem wertvollen Gut “Höhenenergie des Wassers.”

    falsch.
    nix vorsorge,sondern technologie

    Die erste Wende kam durch die nachhaltige Forstwirtschaft.

    und grundlage dafür war ist ist die eineindeutige definition von eigentum. also nix vorsorge sondern eigennutz…

    Wie hoch ist die langfristige Verfügbarkeit? Oder wo deuten sich Versorgungsengpässe bzw. nachhaltige Probleme an?

    bei der konventionellen energieversorgung ,ehr als lang genug und die empirie zeigt bis heute keine nachhaltigen probleme…

    Aber jemandem, der mit nicht ganz schlechten Argumenten einen Versorgungsengpass vorherzusehen glaubt und darauf zu reagieren versucht, zu antworten: “Alles Unfug, du musst nicht vorsorgen, das war noch nie die richtige Lösung” — das ist — pardon — eine schlciht dumme Argumentationsschiene.

    entscheidungen auf esoterik und glaube zu begründen ist dumm, und nicht die argumentation dagegen 😉

    Ja, oftmals in der Menscheitsgeschichte hat langfristige Vorsorge Früchte getragen

    bitte belege, mit der betonung auf langfristig

  75. #73

    Nun ja, ich hätte Kernspaltung nicht gerade als Alchemie bezeichnet, aber sei es drum. 😉
    Aber auch hier zeigt sich: Die Kosten für die Erzeugung von Gold durch Kernfusion sind bislang noch jenseits von gut und böse.

    physik in der schule abgewählt?
    kernspaltung ist ungleich kernfusion 😉
    abgesehen davon wäre gold in so einem prozess ein abfallprodukt 😉

  76. @ Alex, #72:
    das ist jetzt nur ein Herumeiern.
    Man KANN keine ‚Vorsorge‘ über mehr als 50 Jahre betreiben, weil niemand weiss, wie die Welt in 50 Jahren aussieht. Punkt.
    Und das Lagern von Erntevorräten auch über mehrere Jahre ist ebenso eine Anpassung an eine periodische Produktion wie die Lagerung für das laufende Jahr.
    Sie versuchen da mit aller Gewalt ein Argument zu retten, das einfach nicht zu halten ist. Sie können da noch so viele Äpfel vorzeigen, wir reden hier aber von Birnen!
    Vorsorge im ökologistischen Sinn ist für ‚Nachfahren‘, ‚Kinder und Enkel‘ und ‚Kommende Generationen‘. Diese Schlagworte führen die Ökologisten ständig im Mund, um der jetzigen Generation Verzicht zu predigen. Also halten Sie sich bitte ans Thema, wenn Sie mitreden wollen.

    Ausserdem versuchen Sie Strohmänner zu bauen. Niemand spricht davon, dass die Option ‚Verbrauch senken‘ ausgeschlossen wäre, das ist kompletter Unfug! Der MARKT kann das sehr wohl bewirken! Wenn ein Stoff wirklich knapp wird, sinkt der Verbauch wegen der steigenden Preise. Gleichzeitig steigt dadurch aber der Anreiz für ‚Ersatz‘.
    Derzeit leben wir jedoch in einer Zeit, in der Energie keineswegs knapp ist und vor allem auch auf unabsehbare Zeit nicht knapp wird, wir sind aller Voraussicht nach für Jahrtausende sicher, länger als je in der Geschichte der Menschheit (Auf jeden fall aber innerhalb des 50-Jahre Zeitfensters, nach dem sowieso jede Vorhersage und jedes Planspiel eigentlich endet). Doch trotzdem wird per Dekret, also NICHT durch den Markt, eine künstliche Preissteigerung und Verknappung herbeigeführt, aufgrund von irrsinnigen Prophezeihungen einer religiösen Sekte.

    Und dann will ich Ihnen noch was auf den Weg geben: Die ‚Vorsorge‘ für einen absehbaren Krieg. die Sie so loben, hat ‚The Big One‘, den Ersten Weltkrieg AUSGELÖST. Über die Flottenpolitik Kaiser Wilhels II. als klassisches Beispiel einer völlig verfehlten, dummen, nutzlosen und kontraproduktiven ‚Vorsorge‘ werde ich in nächster Zeit referieren, dann können wir darüber näher reden.
    Aber wenn Sie wirklich nachgedacht hätten, dann hätten bei dem Begriff ‚Prophylaktische Verteidigungsanlagen‘ bei Ihnen alle Glocken läuten müssen: Mensch, die Maginot-Linie ist doch DER Klassiker für die zweitgrösste Blödheit (Nach der ‚Energiewende‘) in Punkto Vorsorge, die sich die Menschheit je geleistet that!

    Alex, es tut mir leid, aber Sie springen einfach zu kurz.

  77. Ja, oftmals in der Menscheitsgeschichte hat langfristige Vorsorge Früchte getragen.
    Vorsorgen im Sinne von “Ich sorge jetzt für später vor”
    Langfristig im Sinne von “Ich sorge jetzt vor, um in späteren Zeiten zu überleben / besser zu leben”
    Das kann ein absehbarer Winter sein, das kann eine begrenzt absehbare Dürre sein, das kann ein begrenzt absehbarer Krieg sein, das kann eine absehbare Produktknappheit z.B. von Energie sein.
    Das kann Vorsorge für die andere Jahreszeit sein, das kann Vorsorge für mögliche Ereignisse irgendwann in kommenden Jahren/Jahrzehnten sein (Siehe prophylaktische Verteidungungsanlagen), das kann Vorsorge sein, von denen in mehreren Jahrzehnten womöglich erst die nächste Generation profitiert, (Aufforstung, Bau am Oberharzer Wasserregal).

    das ist im übrigen keine vorsorge, sondern anpassung.

    vorsorge, um ihr militärisches beispiel aufzugreifen wäre die vollständige und sofortige vernichtung des potentiellen feindes, da er mich ja sonst irgendwann mal angreifen könnte …

  78. …das kann Vorsorge sein, von denen in mehreren Jahrzehnten womöglich erst die nächste Generation profitiert, (Aufforstung, Bau am Oberharzer Wasserregal).

    1. Wir brauchen keine Holzkohle mehr in der Metallurgie.
    2. Wir brauchen keine Wasserkraft mehr für den Bergbau.
    3. Im Harz wird gar kein Bergbau mehr betrieben.
    4. Weder die Aufforstung noch die Wasserhaltung wurden per Gesetz erzwungen, sondern von Marktmechanismen ausgelöst.
    5. Der beste ‚Waldschutz‘ war der Ersatz des Holzes durch neue Technologien, hervorgerufen durch automatische Marktmechanismen und ‚Fortschritt‘, aber nicht staatliche Planwirtschaft wie bei der ‚Energiewende‘ und ähnlichen ökologistischen Abenteuern.

    Übrigens, wissen Sie, warum die Eibe heute so ein ausserordentlich seltener Baum ist?
    Weil auch die schärfsten Gesetze nicht den schleichenden Raubbau verhindern konnten. Wäre nicht der technologische Fortschritt zur Hilfe geeilt, hätte die ganze ’nachhaltige‘ Forstwirtschaft den völligen Niedergang der Wälder im Harz auf keinen Fall aufhalten können.

    Ich verstehe beim besten willen nicht, weshalb Sie ein Argument ums andere bringen, das meine Ausführungen unterstützt um daraus ableiten wollen, dass ich falsch läge.

  79. oh oh…….nun wollte ich auch noch meinen Senf dazugeben, war ich doch zu langsam.
    Ich hoffe @Alex springt nicht von der „Großen Mauer“, jetzt. wo viele seiner Argumente zerbröselt sind.
    Das „Vorsorgeprinzip“ geistert in vielen Köpfen herum und wird natürlich im festen Glauben an das „Gute“ ohne wissenschaftliche Grundlage schon lange praktiziert.
    Der Wasser/Abwasserbereich ist hier eine unglaubliche Spielwiese der Bürokratie mit Richtlinien und gesteckten Grenzwerten jenseits des Verstands. Aber das nur am Rande.

    PS: Ich bitte um Verständnis, dass ich mich auf Nebenkriegsschauplätze wie “Ökologische Landwirtschaft” oder “Vor- und Nachteile einzelner regenerativer Energien” nicht einlasse. Mir ging es um diesen einen Blogbeitrag, der in dem Fazit zusammenlief:

    Das kann als echte Vorsorge durchgehen denke ich.

  80. @ Alex

    Ihre rührende Josephsgeschichte mit den „7 fetten Jahren“ und den „7 mageren Jahren“ zeigt, dass Sie offensichtlich nicht verstanden haben, was da in der Bibel tatsächlich beschrieben wird.
    Die alten Ägypter haben in den sog. „7 fetten Jahren“ ihre Äcker nachhaltig , sprich rücksichtslos, ausgepowert um Vorräte für schlechte Zeiten anzulegen. Diese Vorräte wurden dann pfleglich, sprich nachhaltend aufbewahrt und verteilt in der Zeit, in der die Äcker nur wenig Korn trugen.
    Sie haben aber keinesfalls in den „fetten Jahren“ einen Teil der Ernte als Vorsorge stehenlassen, damit sie in den Mageren Jahren was zu ernten haben. Sie haben also Lagerhaltung betrieben. Sie haben mit Sicherheit damit keinesfalls Verzicht zu Gunsten späterer Generationen üben wollen. Sie legten schlicht und ergreifend eine Reserve an um unabhängig von den Unbillen des Wetters und den fruchtbaren aber leider auch launischen Überschwemmungen des Nils zu sein. Die Ismaeliten (Joseph) kannten keine Lagerhaltung und lebten noch von der Hand in den Mund.

  81. Ja, Vorsorge gab es und gibt es und sie hat sich regelmäßig als ganz wichtig für die Aufrechterhaltung einer höheren, arbeitsteiligen, vorausschauenden Kultur erwiesen.

    Wo er recht hat, hat er recht.
    Kernkraftwerke……laufen bis zu 60 Jahre, erzeugen Energie für 2-3 Generationen, im Prinzip ne ganz feine Sache.
    Dumm nur, das die nachfolgende Generation diese Vorsorge als Bedrohung empfindet und wieder abreissen will, weil man nicht ständig die vor Angst vollgeschissenen Buchsen waschen will.

    Nahrungsreserven……..da gibbet so ne komische Erfindung……nennt sich wohl Globalisierung, wenn in Russland ein Scheiß Erntejahr war, gibbet eben in Amerika oder Kanada Überschüssen an Weizen, falls man den nicht gleich zu Biosprit vergniesgnaddelt. Die Wahrscheinlichkeit das es im selben Jahr auf den ganzen Planeten eine plötzliche Missernte gibt, dürfte wohl ziemlich bei Null liegen.

    Die große chinesische Mauer, auch heute noch zu bestaunen, sollte die Horden aus den Norden fernhalten…..nur blöd, wenn die Typen an den Toren bestechlich waren, dat janze nachhaltige Bauwerk zur Katz, obwohl es ja so toll geplant war, gelle.

    Nachhaltig ist die Lagerung von abgebrannten Brennstäben auf wiederholbare Art und Weise, so sparen sich spätere Generationen das Zeuch wieder mühsam ausbuddeln zu müssen.

    Wir können nicht wissen wie die technische Entwicklung in 50 oder 100 Jahren aussehen wird, also wissen wir auch nicht, welche Rohsttoffe wir denn nun sparen sollen oder zurücklegen sollen oder nicht verbrauchen zu dürfen.

    Und ja, bevor hier jemand davon träumt seine UrUrUr-Enkel ein Stück Steinkohle zu hinterlassen……sollte er sich fragen, wie seine persönliche Vorsorge an Nahrungsmitteln und Wasser aussieht um bei einer Katastrophe wenigsten 14 Tage unabhängig vom Handel, sich und seine Familie am Leben zu erhalten.
    Da siehts nämlich in Deutschland ganz finster aus, die meisten haben gerade mal Futter für 1-3 Tage im Haus, manche gehen täglich einkaufen.
    Wer bei den Dingen des Alltags schon versagt, der brauch sich global und über 1000 Jahre auch nich mehr die Waffel zu zerbrechen, die Menschheit hat ne Eiszeit überlebt mit primitivsten Mitteln, wir haben mehrer Weltkriege überlebt und wir werden es auch überleben, wenn dat Öl wirklich mal alle sein sollte.

    Lebe jetzt, genieße was Du jetzt hast und zerbrech dir nicht die Omme darüber, wat dein Urenkel vllt fehlen könnte, dat ist verschwendete Energie.
    H.E.

  82. @P.Große

    Das “Vorsorgeprinzip” geistert in vielen Köpfen herum und wird natürlich im festen Glauben an das “Gute” ohne wissenschaftliche Grundlage schon lange praktiziert.

    Im ähnlichen Zusammenhang schrieb ich auf EIKE
    am Donnerstag, 28.02.2013, 17:08

    @B.Hartmann
    Vielleicht hilft Ihnen ein ähnlicher Artikel zum Begriffsverständnis:
    http://tinyurl.com/cxajew4

    „(…)Immer verbraucht bzw. verarbeitet die Menschheit in einem gegebenen Zeitraum mehr Rohstoffe, als ihr nach bestem Wissensstand zu Beginn dieses Zeitraums zur Verfügung standen. Immer sind die technisch zugänglichen Ressourcen am Ende dieses Zeitraums größer, als an dessen Anfang. Dies gilt für jeden Rohstoff gleichermaßen und für jeden Zeitraum in der Vergangenheit und in der Zukunft(…).

    Der deutsche Zweckpessimismus ist mittlerweile quasi anerzuogen, man will gar nicht sehen, dass vieles ganz anders ist -- das Gift des Club of Rome wirkt nach -- entgegen aller Fakten und empirischer Erkenntnisse. Irgendetwas muss ja dran sein, was „sie“ uns unser halbes/ganzes Leben eingetrichtert haben…
    Irgendwas muss am Klimaschutz, am Vorsorgeprinzip, am Waldsterben, am etc. ja dran sein, wenn viele so besonders gute Leute das so sagen…
    Wir müssen etwas schützen, bewahren (auch wenn es gar nichts zu schützen gibt)…

    Es ist wie bei H-C. Andersen: Das Volk steht am Straßenrande und bejubelt die Kleider des nackten Kaisers. Es sind klassische Abwehrmechanismen, Konfliktvermeidungsstrategien, die als Reaktion auf ein Unbehagen bezüglich der Inhalte -- und deren Widerspruch zum Gelernten -- geradezu reflektorisch in Gang gesetzt werden: Das wussten schon der Alte Freud und seine Tochter Anna.

    Sie sagen:
    „scheint mir jedoch einfach zu euphorisch“

    Ist es deswegen falsch? Oder wehrt sich das Innere nur gegen die einfache Lösung, wie z. B. „den Gordischen Knoten zu durchschlagen“.

  83. #72 Alex:
    „Die erste Wende kam durch die nachhaltige Forstwirtschaft. Ein weiterer Aufschwung kam mit der industriellen Revolution.“

    Da reimen Sie sich was zusammen. Der „Nachhaltigkeitsbegriff“ ist von 1713, aber die geringste Waldausdehnung war etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei es da lokal sicher große Unterschiede gegeben haben mag.

    Sie haben ein Problem mit dem Verständnis vom ökologistischen Vorsorgeprinzip. Deswegen versuche ich das mal mit einer Metapher zu erklären.
    Ein Versicherungsvertreter nutzt Ihre Angst, um Ihnen eine Lebensversicherung zu verkaufen. Sie glauben damit „Vorsorge“ getroffen zu haben, wissen aber eigentlich doch ganz genau, dass die Versicherung gar nicht Ihr Leben schützt, sondern die Versicherungssumme wegen Ihres Todes an die Begünstigten ausgezahlt wird. Und Sie wissen heute aber nicht, was dann das Geld überhaupt wert sein wird.

    So und nun gehen aber die „Klimavertreter“ analog her und verkaufen Ihnen eine „Klimaversicherung“ (1), obwohl die auch nicht wissen, was in der Zukunft die eingezahlten Beiträge (Klimaschutzmaßnahmen) wert sein werden.

    Einen Unterschied gibt es: Die Lebensversicherung ist freiwillig.

    (1) Zertifikatehandel, Einspeisevergütung, Energiesparlampen…

  84. Die Frage ist aber, ob das Verschwinden einer Ressource nicht an sich auch ein Verlust ist. Hätten die Steinzeitmenschen sparsamer Mammuts gejagt, hätten diese vielleicht länger überlebt bis sie eine andere Ressource erschlossen hätten, und es gäbe sie noch heute.

    Genauso ist die Sparsamkeit mit der Artenvielfalt, Biotopen, Naturreservaten, etc. eben sehr wohl sinnvoll. Wenn man jedes Nashorn mit hohem Aufwand an der Waffe verteidigt, besteht vielleicht noch die Chance, dass inzwischen impotente Chinesen mitbekommen, dass Viagra das bessere Mittel ist BEVOR die Tierart ausgerottet ist.

    Auch was Abfall angeht, gibt es wohl deutlich mehr Gegenbeispiele in denen Abfall Abfall bleibt und mit ziemlicher Sicherheit niemals nutzen bringen wird.

  85. #84:
    Ganz im Gegenteil!
    Das ‚Verschwinden‘ ist die Vorbedingung der Existenz!

    Wir Menschen müssen mit dem Tod dafür bezahlen, dass wir leben. Denn ohne Tod gäbe es keine Kinder und ohne Kinder gäbe es keine Evolution.
    Und genau so ist es mit Arten, Evolution verlangt Auslese und das bedeutet, dass das Mammut nur entstehen konnte, weil andere Arten ausstarben und dass es aussterben musste, um wieder anderen Arten Platz zu machen.
    Dass es die Mammuts nicht mehr gibt, ist kein Verlust, sodern eine Notwendigkeit der Natur.

    (Emotional pflichte ich Ihnen allerdings bei: Es wäre wunderbar, wenn es diese Tiere noch gäbe)

  86. @Boerger

    Auch was Abfall angeht, gibt es wohl deutlich mehr Gegenbeispiele in denen Abfall Abfall bleibt und mit ziemlicher Sicherheit niemals nutzen bringen wird.

    An welchen Abfall können Sie das festmachen?

    MfG

  87. @Boerger #84

    Die Frage ist aber, ob das Verschwinden einer Ressource nicht an sich auch ein Verlust ist. Hätten die Steinzeitmenschen sparsamer Mammuts gejagt, hätten diese vielleicht länger überlebt bis sie eine andere Ressource erschlossen hätten, und es gäbe sie noch heute.

    ….au fein, dann könnten wir heute noch Mammuts jagen…..statt langweilige Pferdelasagne aus dem Kühlregal fischen zu müssen …..

  88. Die Steinzeitler müssen aber entschuldigt werden, sie hatten weder UBA noch BMU, die sie transformiert haben könnten 😉

  89. @ W.Rassbach:

    Widerspruch!
    Die hatten das sehr wohl, es nannte sich nur nicht BMU, sondern ‚Schamane‘.

    Wenn man sich heutige ‚Steinzeit‘-Kulturen ansieht, dann stecken die in einem engen Korsett von Tabus und Vorschriften, die einzuhalten sind, wenn man nicht schreckliche Strafen durch die Götter und Dämonen heraufbeschwören will.

    Gerade das ist es doch, was diese Weltuntergangspropheten mit ihren Waldsterben, Ozonlöchern und Klimakatastrophen wieder aufleben lassen wollen: Eine schamanistische Priester- und Schmarotzerklasse, die das Volk in Angst hält um es zu steuern und auszunutzen!
    Was ist den der arme Eisbär, der bald keine Eisschollen und Robbenbabys merh bekommt und der unbedingt zu schützen ist?
    Ein Totemtier der modernen Schamanen!
    Es sind EXAKT die selben Mechanismen!

  90. Die (immer noch) vergleichsweise hohe Lebensqualität und touristische Attraktivität mitteleuropäischer Städte wie Wien, Zürich oder München IST ein Beispiel für die positiven Folgen vorausschauender StadtPLANUNG um 1900: Stadtparks und andere Grünflächen, Kanalisation, Feuerwehr, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Museen… -- und das alles jeweils nicht irgendwie in einem diffusen Häuserbrei, sondern in einem wohlkomponierten Gesamtkunstwerk. Die damals geschaffene Infrastruktur bringt Menschen zum Teil bis heute Nutzen und Freude, während moderne, rein kurzfristig-profitorientierte Projekte (Flughafen Berlin, S21, der Euro usw.usf.) noch nicht einmal Profit bringen.

    Ansonsten spricht mich der naiv-kindliche Fortschrittsglaube der Texte hier durchaus an: Einmal wieder 10 Jahre alt sein, „Universum“-Bücher lesen und mit ganzem Herzen an Autobahnen und Atomkraft glauben!

  91. Die Frage ist aber, ob das Verschwinden einer Ressource nicht an sich auch ein Verlust ist. Hätten die Steinzeitmenschen sparsamer Mammuts gejagt, hätten diese vielleicht länger überlebt bis sie eine andere Ressource erschlossen hätten, und es gäbe sie noch heute.

    Nein, sie wären dennoch ausgestorben, auch ohne den Menschen, wie 99% aller Arten vor ihnen. Sie hätten -- wie jede andere Art einerer moderneren Spezies Platz machen müssen, die ihre ökologische Nische besetzt.
    Im Übrigen dürfte der Mensch (im Übrigen: welche Hominiden Spezies zu der Zeit?) mit die geringste Rolle am Aussterben der Mammuts gehabt haben. Der sicher nicht-menschengemachte Klimawandel war schuld!
    Im Übrigen gibt es nur sehr wenige Spezies, die tatsächlich durch den Menschen komplett ausgerottet wurden…auch nur so ein ökologistischer Mythos.

  92. Ansonsten spricht mich der naiv-kindliche Fortschrittsglaube der Texte hier durchaus an: Einmal wieder 10 Jahre alt sein, “Universum”-Bücher lesen und mit ganzem Herzen an Autobahnen und Atomkraft glauben!

    …den naiv-etatistisch-ökologistisch Unterton dieses Geschreibsels finde ich im Kontrast dazu wenig ansprechend.

    Einmal wieder Jung sein, „Die Grenzen des Wachstums“ lesen und mit ganzem Herzen an den Konflikt Mensch vs. Natur und die Grundlastfähigkeit von Windenergie glauben.

  93. #90

    Die (immer noch) vergleichsweise hohe Lebensqualität und touristische Attraktivität mitteleuropäischer Städte wie Wien, Zürich oder München IST ein Beispiel für die positiven Folgen vorausschauender StadtPLANUNG um 1900: Stadtparks und andere Grünflächen, Kanalisation, Feuerwehr, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Museen… — und das alles jeweils nicht irgendwie in einem diffusen Häuserbrei, sondern in einem wohlkomponierten Gesamtkunstwerk.

    leider ist diese aussage einfach nur falsch, da ursache und wirkung verwechselt wird.

    um 1900 wurden die städte sicher nicht so geplant, damit wir im 21. jahrhundert eine hohe lebensqualität geniesen können. die städt wurden so geplant, das sie den damaligen bedürfnissen entsprachen.
    zufälliger weise entsprechen die damaligen bedürfnisse zu einen großteil den heutigen 😉

  94. Siehe Paris Gestaltung von Haussmann unter Napoleon 3 mit monumental ba::uten und Sichtachsen, welches auch Hitler als Vorbild für Germania diente.

    Aber öks belügen sich ja selbst gerne….wird alle wissen

  95. Die (immer noch) vergleichsweise hohe Lebensqualität und touristische Attraktivität mitteleuropäischer Städte wie Wien, Zürich oder München IST ein Beispiel für die positiven Folgen vorausschauender StadtPLANUNG um 1900: Stadtparks und andere Grünflächen, Kanalisation, Feuerwehr, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Museen… — und das alles jeweils nicht irgendwie in einem diffusen Häuserbrei, sondern in einem wohlkomponierten Gesamtkunstwerk. Die damals geschaffene Infrastruktur bringt Menschen zum Teil bis heute Nutzen und Freude, während moderne, rein kurzfristig-profitorientierte Projekte (Flughafen Berlin, S21, der Euro usw.usf.) noch nicht einmal Profit bringen.

    An welcher Stelle spricht der Text von Tritium sich eigentlich gegen Sradtplanung und Infrastruktur aus- Setzen, sechs, Thema verfehlt…

  96. @ Martin Ebner:
    Die ‚vorausschauende Stadtplanung‘ um 1900 machte sich Sorgen wegen des immer mehr anwachsenden Pferdemists, der drohte, die Städte zu ersticken.

    Was deutsche Städte betrifft, waren es die alliierten Bombergeschwader im Weltkrieg, die die heutigen Grundrisse schufen.

    Die Hinterhof-Fabriken des Jahres 1900 sind genau so ausgelagert worden wie die Einkaufszentren und wenn Sie sich die Grundrisse von Städten im Jahr 1900 ansehen und mit heute vergleichen, werden Sie feststellen, dass da kaum noch ähnlichkeiten bestehen.
    Sie können z.B. im ‚Bayern Atlas‘ historische Karten der Landesvermessung ansehen. Vor 200 Jahren war Würzburg noch vollkommen innerhalb des Festungsrings. Heute ist das nur noch der Kern, der etwa 10% der Fläche ausmacht. um 1900 sah Würzburg aber noch nicht viel anders aus als 1813. Es ist also ganz einfach dummer Unfug, was Sie da erzählen!

    Kurz: Ich muss Ihnen leider das Zeugnis ausstellen, dass Sie von diesem Thema nichts verstehen und sich da Wunschvorstellungen zusammenreimen, die absolut nichts mit der wahren Entwicklung zu tun haben.
    Wie alt sind Sie denn?
    10 Jahre?

  97. Siehe Paris Gestaltung von Haussmann unter Napoleon 3 mit monumental ba::uten und Sichtachsen….

    ‚Sichtachsen‘ ist ein Euphemismus für‘ Artillerie-Schußfeld‘, denn das war die eigentliche Intention:
    Um die aufrührerische Bevölkerung in den Griff zu bekommen, wurde die Stadt in Stücke geschnitten damit einzelne Viertel leichter isoliert werden konnten und um breite Aufmarschwege für das Militär zu bekommen und Kartätschenbeschuß* wirksam zu machen.

    *Kartätschen sind Schrotladungen für Kanonen, Damals das wirksamste Mittel gegen ‚weiche‘ Ziele. Funktioniert aber nur, wenn der Gegner keine Deckungsmöglichkeiten hat. Also mussten die Häuser weg.

  98. Lieber Herr Tritium,

    der Herr Ebner hat doch recht. Früher war alles besser und in Zukunft wird alles besser werden. Das ist die Philosophie der Grünen. Nur nicht im Jetzt Rechenschaft ablegen für die eigenen Konzepte.
    Als ich 10 war haben die Grünen auch schon erzählt das Auto hätte keine Zukunft. Und, selbst die Grünenwähler in meinem Bekanntenkreis fahren mehr Auto als früher und fliegen in den wohlverdienten Urlaub.
    Nichts als politische Lippenbekenntnisse.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  99. Gerade einen interessanten TED talk gesehen… http://tinyurl.com/cttagpe
    irgendwie passt es zum Thema, mann hat versucht Grünflächen wiederzubeleben, indem mann sie brach liegen lies (um resourcen zu schonen)… und am ende dass gegenteil erreicht. Her Savory hat dann auf wüsten die Viehpopullation erhöht, und so dass Grass wiederbelebt.
    Weitere interessante Talks vom Hern Savory: http://tinyurl.com/avqc4lv

    Leider gibt es dazu praktisch nicht auf deutschen internet Seiten…

  100. Um es mal festzuhalten,

    weder hier, noch auf EIKE hat es die Fraktion der Opponenten geschafft, auch nur ein einziges, zutreffendes, sachliches Argument gegen Tritium’s formulierte Kritik an dem innersten Kern ihrer Weltanschauung, der Nachhaltigkeit, bzw. dem Vorsorgeprinzip, anzubringen.

    Oder sieht das jemand anders?

  101. #100. FK 9 Pilot

    Oder sieht das jemand anders?

    ich nicht.

  102. mann hat versucht Grünflächen wiederzubeleben, indem mann sie brach liegen lies (um resourcen zu schonen)… und am ende dass gegenteil erreicht.

    Um so was zu sehen, muss man nicht weit gehen.
    Heutzutage überwuchert der Gas-Mais ja alle Stillegungsflächen, doch bis vor ein paar Jahren waren die für billig Geld zu pachten, wenn man was für die Natur tun wollte. Viele Jäger haben damals Wildäcker und kleine Schutzgebiete geschaffen, mit Bruträumen, Winterdeckung, Pflanzenvielfalt und Nahrung, die in der maschinengerechten Landwirtschaft so knapp sind.
    Doch eine EG-Verordnung verbot es, Stillegungsflächen zur Freihaltung zu mähen. Sind ja stillgelegt, nicht wahr? Die Folge war natürlich, dass der Wald versuchte, die Wiesen und Wildäcker zu besetzen, mit Buchs- und Birkensprösslingen, so, wie eben eine Lichtung bei uns natürlich rasch zuwächst, wenn man nicht wenigstens jedes zweite Jahr schneidet, denn Deutschland ist nun einmal ein Waldland und die Acker- und Wiesenspezialisten unserer Pflanzen- und Tierwelt sind Kulturfolger und haben ohne ein Minimum an ‚Kultur (Ab und zu ein Freihalteschnitt, zu einer Zeit, wo es den Tieren und Pflanzen nicht scchadet, aber die Baumsaat beseitigt) keine Chance. Doch so ein Schnitt verstiess gegen die Stillegungsvorschriften und dadurch verloren die Bauern natürlich die EG-Prämie und selbstverständlich wollten sie dann Pachtausgleich und ebenso selbstverständlich war das für die meisten Jäger unbezahlbar.
    Pech für Lärche, Hase, Kitz, Zugvögel aus dem Norden, Schmetterlinge, Kiebitz und Co. Sie mussten wieder auf die Wiesen ausweichen, die bewirtschaftet wurden und ihre Gelege, Sassen, Winterfutter wurden gnadenlos mit dem Kreiselmäher gehäckselt.
    Das ist ‚Naturschutz‘ wie er von Beamten ohne Sachverstand, aber grünideologisch einwandfreier Gesinnung ausgeheckt wird…

  103. Lieber FK 9 Pilot:

    Die haben ja auch keine Weltanschauung, sondern nur ein dumpfes, emotionales und sowohl rührseliges wie agressives Gefühl.
    Und wenn man sie näher anschaut, geht es ihnen vor allem um das eigene Ego und die eigenen psychischen Gebrechen.

  104. @tritium

    ein blöse hast dir aber leider gegeben

    beitrag #52 bei eike

    „Sie werden mir sicher recht geben, dass in einer Kugel mit bekannten Ausmaßen nur eine berechenbare Menge von Rohstoffen sein kann“

    Nein. Das ist völliger Unfug.
    Genauso gut könnten Sie behaupten, weil der Umfang eines Kopfs begrenzt und berechenbar sei, sei auch das Ausmaß des Wissens begrenzt und berechenbar.

    die menge der rohstoffe in einer kugel ist tatsächlich begrenzt.
    du meintest aber sicher die menge der ressourcen 😉

  105. @ michael m :

    Was ist ein Rohstoff?
    Nur Materie?
    Nein.
    Nimm mal den echten Extremfall: Die gesamte Masse der Erde wird durch den Wolf gedreht und ausgenutzt. Doch was bleibt dann? Abfall, natürlich. Doch was ist Abfall? Rohstoff!
    Zudem ist die Erde kein geschlossenes System, schon von daher ist dieser Rechenansatz der Rohstoffmenge Unfug.
    Der wichtigste und wirklich unbegrenzte Rohstoff auf der Erde sind aber die derzeit 7 Millarden Gehirne, nur ein ganz, ganz winziger Teil der terrestrischen Materie, aber eine unerschöpfliche Quelle.

    Entschuldige, aber diesese simplistische Ansatz, dass eine bestimmte Menge chemischer Elemente eine Beschränkung , noch dazu eine berechenbare Beschränkung darstellen soll, ist kindisch.

    Noch viel kindischer ist natürlich der Glaube, weil die Sonne doch so toll und so groß ist, sei sie zwangsläufig der ewige Garant der menschlichen Energieversorgung.
    Machen wir dazu mal eine Rechnung?
    Vor 1000 Jahren konnte ein Mensch maximal so etwa die Energie von 1 Gramm TNT freisetzen. Das ist grob geschätzt das was ein Panzerreiter mit seiner Lanzenspitze bei vollem Galopp ins Ziel bringen konnte
    Heute liegt die Grenze bei so etwa 10 Megatonnen. Das ist ein Steigerungsfaktor von 10^13 in 1000 Jahren und die Zunahme ist exponentiell.
    Ich sage nicht, dass sich diese Steigerung notwendigerweise fortsetzt, aber es zeugt von extremer Phantasielosigkeit um es als gegeben zu nehmen, dass das lächerliche bisschen Energie, das ein mittelgroßer Stern auf einen kleinen Planeten auf einer entfernten Umlaufbahn strahlt, für alle Zeiten für die Bedürfnisse und Wünsche der Menschheit ausreichen würde. Bei dem Progressionsfaktor werden wir nämlich bald eine ganze Menge Sonnen brauchen, um unsere Nachfrage zu befriedigen. Klar, klingt irre. Aber wenn ich schon so verwegen bin, Prognosen über eine Millionen Jahre entfernte Zukunft machen zu wollen, dann beziehe ICH ein, dass dann möglicherweise eine ganze Galaxie zu unseren Diensten steht. Das ist nämlich auch nicht verwegener als der Sprung vom Lagerfeuer zum Terawatt-Stromnetz in einem zeitlich winzig kleinen Augenblick der Geschichte des Universums.

  106. tritium, ich kann dir schon folgen, aber…

    Nimm mal den echten Extremfall: Die gesamte Masse der Erde wird durch den Wolf gedreht und ausgenutzt. Doch was bleibt dann? Abfall, natürlich. Doch was ist Abfall? Rohstoff!
    Zudem ist die Erde kein geschlossenes System, schon von daher ist dieser Rechenansatz der Rohstoffmenge Unfug.

    rohstoff im weitesten sinne ist nun mal die materie der erde. und egal ob die erde nun kein geschlossenes system ist… die matrie der kugel ist endlich (krümmelkackerei meinerseits), da spielt auch die externe zufuhr keine rolle.

    Der wichtigste und wirklich unbegrenzte Rohstoff auf der Erde sind aber die derzeit 7 Millarden Gehirne, nur ein ganz, ganz winziger Teil der terrestrischen Materie, aber eine unerschöpfliche Quelle.

    wenn gehirne rohstoff wären, dann sind sie endlich, aber gehirne, bzw was daraus hervor kommt, sind ressourcen :p

    Entschuldige, aber diesese simplistische Ansatz, dass eine bestimmte Menge chemischer Elemente eine Beschränkung , noch dazu eine berechenbare Beschränkung darstellen soll, ist kindisch.

    ich weiss was du meinst, aber bezogen auf eine volumeneinheit ist die anzahl der chemischen elemente nunmal begrenzt…

    Ich sage nicht, dass sich diese Steigerung notwendigerweise fortsetzt, aber es zeugt von extremer Phantasielosigkeit um es als gegeben zu nehmen, dass das lächerliche bisschen Energie, das ein mittelgroßer Stern auf einen kleinen Planeten auf einer entfernten Umlaufbahn strahlt, für alle Zeiten für die Bedürfnisse und Wünsche der Menschheit ausreichen würde.

    auf dem papier schon 😉

    dann beziehe ICH ein, dass dann möglicherweise eine ganze Galaxie zu unseren Diensten steht.

    in deinem beitrag ging es ja aber erst mal nur um die kugel 😀

    aber wie gesagt, ich unterstütze deine meinung. du hast dich nur leider bisl schlampig ausgedrückt 🙂

  107. #105/106

    in deinem beitrag ging es ja aber erst mal nur um die kugel 😀

    ps: ich bin perry rhodan geschult, ich weiss also was theoretisch geht :p

  108. #107. michael m.

    ps: ich bin perry rhodan geschult, ich weiss also was theoretisch geht :p

    sollte Pflichtlektüre für unsere ewig grünen „Gestrigen“ werden. Denen geht ja solche Vorstellungskraft vollständig ab. Die sehen nur dunkle Wolken am Zeithorizont 😉

    karl.s

  109. Interessanter Artikel auf NOVO:

    Alles Tera, oder was? Eine Billion Menschen auf der Erde
    Von Heinz Horeis

    Ein Gegenentwurf zu den misanthropischen Beschwörungsformeln von Malthus, Ehrlich & Co.

  110. @Tim Hardenberg,

    mir ist vor Allem aufgefallen, dass der Autor Horeis nicht einmal Leistung und Energie auseinander halten kann:

    „Eine Billion Menschen werden bei Marchetti jährlich 10.000 Terawatt an Energie benötigen. Diese technisch bereitgestellte Energie übersteigt die metabolische Leistung aller Menschen (insgesamt 100 TW …“

    Wie will er da überhaupt qualifiziert über ein so komplexes Thema schreiben?

    Interessanter Artikel? -- Schön möglich, aber die meisten Urteile des Autors sind genau so fragwürdig wie die Ausgangsthese von Marchetti.

  111. Schwarzer Humor ist zwar erheiternd, aber keine Alternative
    für Tatsachen und diese besagen jedem intelligenten Menschen,
    dass immerzu nach Lösungen zu suchen ist und diese setzen exakte Kenntnisse voraus, wie zB. die Naturgesetze.
    Aus nichts wird wiederum nichts und selbst im Vakuum bedarf es eines Energieblitzes, genannt Urknall, um das Universum entstehen zu lassen. Energie besteht also aus allen drei bekannten Dimensionen, Masse-Zeit-Raum. Dass manche dies nicht wissen ist Fakt und so kommt es, dass sie Leistung und Energie gleichsetzen, wie zB. in EIKE, wo Kritik daran, dann einfach zensuriert wird.
    Als Lösung des bestehenden Energieproblems sind wesentlicher Umbau nötig um dauerhaft Sonnenenergie zu nutzen. Darauf zu hoffen, dass Fusion und Sandgas Lösungswege darstellen ist zu bezweifeln, weil Sonne scheint täglich und ist es nicht hier, dann ist es dort, ebenso weht täglich auch irgendwo Wind.
    Dass elektrische Leitungen und auch Speicher vonnöten sind, wäre fast garniemandem aufgefallen, bis diese jetzt fehlten.
    Dass dies alles Geld kostet, liegt in der Natur der Sache und ist kein Verschulden der Energiequelle, der Sonne.
    Alles andere ist nämlich auch nicht umsonst zu haben!

  112. @Mudrow #110

    Wie will er da überhaupt qualifiziert über ein so komplexes Thema schreiben?

    ….sicher nur ein Schreibfehler, (kW statt kWh), der sehr vielen Schreibern passiert, ohne dass es gleich einen #aufschrei gibt. Heinz Horeis ist sicher nicht so blöd, wie Sie ihn hier hinzustellen versuchen.

    Ich gebe Ihnen allerdings dahingehend recht, dass – gerade bei Fachtexten – heutzutage oft nicht mehr in angemessener Weise Korrektur gelesen wird, so dass dann solche Fehler drinbleiben – etwas, das mich auch immer wieder ärgert.

    Abgesehen davon war „Interessanter Artikel“ meine persönliche Wertung – etwas, das Sie natürlich nicht zu teilen brauchen.

  113. @ Mudrow, #110, Hardenberg, #112:

    Horeis erklärt das etwas krude in einer Fußnote -- und in der Tat ist das sehr unverständlich formuliert. Er meint tatsächlich „TWa“. 1 TWa sind ungefähr 10.000 TWh (das Jahr hat 8.766 Stunden). Tatsächlich ist 1 TWa so ungefähr gegenwärtige Weltprimärenergiebedarf.

    10.000 TWa sind also nicht das tausend- sondern das zehntausendfache des heutigen Bedarfes. Da hat sich Horeis also verrechnet. Aber es geht in dem Text ja auch weniger um ein durchgerechnetes Szenario, sondern um das gedankliche Prinzip.

  114. Um der Diskussion etwas an persönlicher Schärfe zu, alle hacken ja auf dem armen Alex rum,
    würde ich formulieren,
    es gibt vernünftige Vorsorge und unvernünftige Vorsorge.
    Mit dem Sparbuch fängt es an, das Alex erwähnt hat.

    Jeder weis, auch damit kann man Pech haben, wenn die Bank Pleite macht,
    oder das Geld unverhältnismäßig Wert verliert,

    Aber soll man deshalb das Sparen prinzipiell für falsch erklären?

    Ich sage, das wäre ein Schritt zurück in der Entwicklung der Menschheit.
    Auch ein Eichhörnchen sammelt Vorräte für den Winter.

    Zur „Gefahr“.
    Unvernünftig ist es,
    auf Streppensteigen oder Gehen zu verzichten
    den jede einzelne Stufe und jeder einzelne Schritt birgt ein rechnerisch exakt formulierbares Risiko eines tödlichen Sturzes.
    Unvernünftig ist der Verzicht auf Kernenergie, unter nicht nachvollziehbaren Rechnungen von nicht vorhandenen Risiken.
    unvernünftig ist der untaugliche Versuch CO2 in der Luft zu reduzieren unter irgend einem Vorwand.

    mfG

    p.s.
    das konnte ich mir auch nicht verkneifen:
    Tod ist selbstverständlich KEINE Voraussetzung zum Kinderkriegen,
    sondern schließt es aus.
    Voraussetzung ist viel mehr Leben.

    mfG

  115. Tritium #89,

    Widerspruch!
    Die hatten das sehr wohl, es nannte sich nur nicht BMU, sondern ‘Schamane’.

    Natürlich bin ich einverstanden, nur wann können wir damit rechnen, dass UBA und BMU, anfang der 70er von neuzeitlichen Schamanen wissentlich oder unwissentlich gut gemeint, wieder abgeschafft werden?

  116. Das Ende ist doch nah:

    Fossile und Nukleare Brennstoffe – die
    künftige Versorgungssituation

    Das Ende des fossilen Zeitalters beinhaltet aber auch eine gute Nachricht, da uns im Wesentlichen durch den Abbrand fossiler Energieträger menschgemachte Klimaerwärmung ohnehin zwingt, möglichst schnell den Verbrauch fossiler Energieträger einzuschränken. Daher sollten wir diese Begrenzungen offen diskutieren und zu einer ernsthaften Suche nach einer langfristig tragbaren Lösung nutzen. Je länger wir uns dieser nach vornegewandten Suche nach Lösungen verschließen und versuchen, die bestehenden fossilen Energieversorgungsstrukturen noch möglichst lange trotz steigenden Aufwands beizubehalten, desto größer wird das Risiko, dass Versorgungsengpässe, Energiepreisverteuerungen und dadurch ausgelöste schwere wirtschaftliche Verwerfungen die Stabilität von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik gefährden.

  117. Je länger wir uns dieser nach vornegewandten Suche nach Lösungen verschließen und versuchen, (…)

    JaJa.. die „Fortschrittlichen Kräfte“… vorwärts immer -- rückwärts nimmer.
    Wie doch das Sein das Bewustsein und damit die Sprache bestimmt…

  118. Die Destruktivität die sich in solchen Aktionen zeigt outet die Charaktere der Akteure.

  119. Peak Guano hat die Menschheit mit künstlichem Dünger auch locker weggesteckt.

  120. Irgendwer hat geschrieben: Es loht sich höchstens ggf. Rohstoffreserven so lange „zu schonen“, wie noch keinerlei Nachfolgetechnologie in Sicht ist.
    Was für ein Unsinn: Es gibt keine Technologie mit der man Rohstoffe herstellen kann. Das beste das wir haben ist Recycling. Aber damit werden wir den Bedarf niemals decken können.

  121. Ein Rohstoff ist wie der Name schon sagt ein unbearbeitet Grundstoff…. Also Z.B Eisenerz…Oder in der Steinzeit Feuerstein….Feuerstein ist aber heute mehr oder minder bedeutungslos, braucht man nicht, gibt besseres, schon in der Bronzezeit deswegen gibts keine Steinzeit mehr. Also wie die Eibe im Artikel, oder das Graphit welches plötzlich hergestellt werden könnte oder das Wolfram was damals Müll war, aber dazu müsste man ja den Artikel lesen und einfache Begriffe zu ordnen können.

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