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Wo steht der UN-Klimaprozess nach der DOHA-Konferenz?

21. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik

UN-Klimakonferenz DOHA 2012Rückblickend betrachtet ist die Einflusskraft der UN-Klimagipfel seit dem Kopenhagen-Desaster (15. UN-Klimakonferenz) langsam aber unaufhaltsam zurückgegangen. Das immer gleiche Ritual, die “Hoffnung” auf einen umfassenden Klimavertrag jeweils auf die nächste Konferenz projizierend, die wiederholte Beschwörung einer unmittelbar bevorstehenden Temperatur-Apokalypse — ohne dass diese erkennbar näherkommt, verliert selbst unter überzeugten Anhängern nach und nach an Glaubwürdigkeit — vgl. dazu diesen Artikel des “heiligen Franz von Alt-ssisi” bei Klimaretter: Eine Chance statt vergeblicher Rituale). Es gelingt nicht länger, die Enttäuschungen durch “geschicktes Erwartungsmanagement” ausreichend abzufedern. Dies steht im Kontrast zur immer weiter steigenden Zahl der Teilnehmer. Nachdem es 2009 in Kopenhagen noch 10.500 staatliche Delegierte gewesen waren (bei insgesamt 15.000 Teilnehmern), trafen sich dieses Jahr in Doha schon 17.000 staatliche Delegierte, dazu 7.000 NGO-Gesandte und 1.500 Medienvertreter.

Zum jüngst zuende gegangenen UN-Klimagipfel in DOHA scheint es, als wäre der IPCC-Chef Pachauri nicht eingeladen worden (unerwünscht und ausgeladen, IPCC nicht auf der DOHA Klimakonferenz, What is happening to IPCC?, Pachauri miffed as IPCC is not invited). War das eine absichtliche Brüskierung einer diskreditierten Organisation oder könnte es der Ausdruck der Unzufriedenheit mit der Art und Weise sein, wie das IPCC sich aufplustert und die von der UN



Emissionsabgabe Flugverkehr: Rückzugsgefechte der EU-Kommission

15. November 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Emissionshandel, Klimawandel

Hochfliegender AirlinerWie tief verwurzelt das CO2-Klimadogma in den europäischen Institutionen ist, zeigt sich exemplarisch am Versuch, Nicht-EU-Nationen in den EU-Emissionshandel hineinzwingen zu wollen. Nun also tritt die EU-Kommission in dem von ihr ausgelösten internationalen Streit den unvermeidlichen Rückzug an. Am letzten Montag (12.11.) gab sie bekannt, die Emissionsabgabe für die Zivilluftfahrt von und nach Europa bis zum Herbst 2013 auf Eis legen zu wollen – Billigung durch EU-Ministerrat und EU-Parlament vorausgesetzt. Im Herbst 2013 findet die nächste Vollversammlung der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) statt.

EU-Klimakommissarin Hedegaard begründete diesen Rückzug mit der Erwartung, dass die ICAO Rahmenbedingungen zur Senkung von CO2-Emissionen beschliessen werde — verbunden mit der Drohung, die Abgabe wieder erheben zu wollen und “keine neue Initiative” ins Leben rufen, falls dies nicht geschehen sollte. Sie wolle mit dem Aussetzen der Emissionsabgabe im Vorfeld “Raum für politische Verhandlungen” schaffen. Laut Hedegaard gäbe es Anzeichen dafür, dass der Konflikt auf der kommenden ICAO-Vollversammlung beigelegt werden könne. Sie verwies auf eine Vereinbarung des ICAO-Rats, wonach in Kürze eine hochrangige Arbeitsgruppe eingesetzt werde. Das klingt alles nach Gesichtswahrung und viel zu vage, um die Aussetzung glaubwürdig zu begründen. Es scheint eher der Aufhänger zu sein, mit dem die Kommission aus der selbstgegrabenen Grube heraus zu



GISS: Sind die Tage der Fälscherwerkstatt unter dem Schirm der NASA gezählt?

11. April 2012 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Wissenschaft

Urheber des Bilds: tarsandsactionJetzt haben ehemalige NASA-Wissenschaftler und Astronauten die Nase voll von den Machenschaften des Goddard Institute For Space Studies (GISS), von J. Hansen und Gavin Schmidt und ihrem Klima-Unfug. In einem gemeinsamen, beissenden Brief an die NASA-Administration rügen sie die Agentur für ihre Haltung, anthropogene CO2-Emissionen mit grosser Sicherheit als Hauptgrund für den Klimawandel hinzustellen, während empirische Beweise vernachlässigt werden, welche die Theorie infrage stellen.

Die Gruppe, welche sieben Apollo-Astronauten und zwei ehemalige Direktoren des Johnson Space Centers der NASA in Houston umfasst, sind erschrocken über die Unfähigkeit der NASA, insbesondere des GISS, eine objektive Bewertung aller verfügbaren wissenschaftlichen Daten zum Klimawandel erbringen zu können. Sie klagen, die NASA vertraue zu sehr komplexen Klimamodellen, welche doch ihre wissenschaftlichen Unzulänglichkeiten bei der Vorhersage von Klima über ein oder zwei Jahrzehnte im voraus offenbart haben.

GISS hat sich bekanntermassen durch wiederholte, manipulative Modifikationen der GISS Temperatur-Datenreihen und durch unseriöse Filterung der Temperaturdaten von Meßstationen “verdient” gemacht.



Rechtsanmaßung durch den Europäischen Gerichtshof

5. April 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Politik

Wikimedia gemeinfreiGegenwärtig schwelt ein massiver Streit zwischen der EU und prinziell allen anderen Staaten der Welt. Es geht um den Einbezug des zivilen Luftverkehrs in den europäischen Emissionshandel. Danach sollen seit 1.1.2012 alle Fluggesellschaften, deren Maschinen innerhalb der EU, Norwegens und Islands starten oder landen, Emissionszertifikate für die komplette Flugstrecke an die EU zahlen. International wird der Emissionshandel als eine unilaterale Maßnahme verstanden, die gegen die nationale Souveränität verstößt.

Jede Rechtsordnung definiert sich durch die Grenzen ihrer Durchsetzbarkeit !!!

Die europäische Rechtsordnung macht davon keine Ausnahme. Der Europäische Gerichtshof gerät mit dem Urteil zum Einbezug des Luftverkehrs in den europäischen Emissionshandel in Konflikt mit den Grenzen des europäischen Rechtsraums, weil er Regelungen über diesen hinaus impliziert. Ohne auf die Details des Urteils eingehen zu müssen, kann grundsätzlich festgestellt werden, daß die Rechtskraft jeglichen Urteils des Europäischen Gerichtshofs an den Grenzen des Europäischen Rechtsraums notgedrungen endet. Der Konflikt ergibt sich aus dem Versuch des Gerichtshofs, die Tatsache, daß sich ein fremdes Luftfahrzeug innerhalb des europäischen Luftraums aufhält, zum Anlass zu nehmen, Regelungen des EU-Emissionshandels auf der Flugstrecke dieses Luftfahrzeugs ausserhalb des europäischen Rechtsraums scheinbare(!) Rechtskraft verleihen zu wollen. Der EU-Gerichtshof macht sich dabei auch mittels formalistischer Kunstgriffe zum Erfüllungsgehilfen der Klima-Doktrin und



GRACE-Mission: Himalaja-Gletscher schmelzen nicht ab

25. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Daten, Klimawandel, Schnee und Eis, Wissenschaft

GRACE-Satelliten, Quelle: DLRSeit nunmehr 10 Jahren (März 2002) vermessen die beiden Satelliten der GRACE-Mission (Gravity Recovery and Climate Experiment) aus einer Höhe von 500 km das Gravitationsfeld der Erde. Die ursprünglich auf fünf Jahre ausgelegte Mission wurde bis 2015 verlängert (eine Nachfolge-Mission GRACE-FO ist avisiert). Im Lauf eines Monats liefert GRACE genügend Daten, um das Schwerefeld der gesamten Erde zu berechnen. Die minimalen Variationen der Distanz zwischen beiden Satelliten (220 km) liefern Informationen über das Schwerefeld mit einer räumlichen Auflösung von “einigen 100 km”.

Kontinentale Gletscher und Eismassen

Aus den GRACE-Daten lassen sich unter anderem Rückschlüsse auf die globale Entwicklung der kontinentalen Gletscher sowie über das grönländische und antarktische Eisschild gewinnen. Die Auswertung eines US-amerikanischen Forscherteams der Uni Colorado und des National Center for Atmospheric Research (NCAR) über einen Zeitraum von acht Jahren brachte überraschende Ergebnisse — überraschend jedenfalls für Vertreter der AGW-These. Und zwar haben die kontinentalen Gletscher auf hohen Gebirgen (ohne Grönland und die Antarktis) deutlich weniger Masse verloren, als bisher geschätzt. Die Abschmelzrate ist tatsächlich 30 Prozent niedriger.



Anhaltende Kritik an Temperaturstudie Rahmstorf/Foster

17. Januar 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Die Anfang Dezember veröffentlichte Studie zur Globaltemperatur steht weiter in der Kritik. Zur Erinnerung: In der Studie unternahmen Rahmstorf & Foster den Versuch, aus 5 globalen Datenreihen die linearen Effekte dreier Faktoren (ENSO, Sonnenaktivität, Vulkanismus) für den Zeitraum 1979 – 2010 herauszurechnen. Zweck und Anlass dieser “Übung” war es, mittels statistischer Methodik eine (scheinbar) unvermindert fortschreitende, anthropogen verursachte globale Erwärmung “herbeizurechnen” (eine entsprechende, verräterische Feststellung hat Rahmstorf zwischenzeitlich aus seinem Blogartikel entfernt) und Unterschiede zwischen den 5 Trendkurven “glattzubügeln”. Dies mag durch die “Herausrechnung” von MEI, AOD und TSI mathematisch zwar gelungen sein. Nur — was hat das mit der Realität zu tun?

Im Speziellen nehmen die beiden Herren für die letzten 12 Jahre eine statistische Signifikanz in Anspruch, O-Ton Rahmstorf:

“Wegen der kleineren zwischenjährlichen Schwankungen kann man jetzt auch über kürzere Zeiträume statistisch signifikante Trendberechnungen machen. So ist in allen fünf Datenreihen selbst der Erwärmungstrend ab dem Jahr 2000 statistisch signifikant (…)”.

Diese Behauptung ist mathematisch-statistische Spiegelfechterei, die darauf beruht, dass statistische Unsicherheiten in den Wind geschlagen werden. Insbesondere verschweigt Rahmstorf, dass seine Aussage klimatischer Betrachtung in jedem Fall nicht genügt. Um klimatische Relevanz zu erreichen, müssen Daten über mindestens 30 Jahre ausgewertet werden. Dies kann nicht Gegenstand der



Rahmstorfs neue Temperaturstudie nach Strich und Faden auseinandergenommen

19. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Wissenschaft


Am 6.Dezember wurde in den Environmental Research Letters ein Papier vom G.Foster und S.Rahmstorf (F&R) veröffentlicht, Global temperature evolution 1979–2010, in welchem sie fünf bekannte Datenreihen der globalen Temperatur (Land + Meer) seit 1979 analysierten. F&R filterten dabei den Effekt dreier natürlicher kurzfristiger Schwankungsfaktoren heraus – El Niño, Sonnenaktivität und Vulkanausbrüche – und kamen zu dem Ergebnis, daß alle fünf Temperaturreihen den gleichen signifikanten Erwärmungstrend zeigen.

Dabei scheinen die Herren die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu haben. An der fachlichen Kompetenz klimaskeptischer Blogger beissen sich die Alarmisten nämlich zunehmend die Zähne aus. F&R widersprechen nur scheinbar wohlbegründet der seit 13 Jahren andauernden Stagnierung des Erwärmungstrends, wie sie z.B. die Hadcrut-Daten zeigen (vgl. auch wood4trees):