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Pik 7: Das Kohlenstoffgesetz

24. März 2017 | Von | Kategorie: Blog

europeMit einem „Carbon Law“ Emissionen bis 2050 auf Netto-Null bringen lesen wir in einer Pressemitteilung des PIK.

24.03.2017 – Angesichts der Kluft zwischen wissenschaftlich basierten Zielen zur Emissionsreduktion einerseits und den nationalen Selbstverpflichtungen zur Klimastabilisierung andererseits haben jetzt internationale Experten in der hochrangigen wissenschaftlichen Zeitschrift ‚Science‘ einen Fahrplan weg von Kohle und Öl vorgelegt. Mit diesem könnten die CO2-Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts unter dem Strich auf Null reduziert werden – orientiert an einem „Carbon Law“ der Halbierung der Emissionen aus fossilen Brennstoffen alle zehn Jahre.

Ein ‚Carbon Law‘ kann auf allen Ebenen angewendet werden, in allen Sektoren und Ländern, und zu entschlossenem Handeln in naher Zukunft ermutigen“, sagen Johan Rockström und seine Kollegen.

Wohlgemerkt dieses Gesetz ist fiktiv und lediglich so etwas wie ein Wirtschaftsplan.

Nichtsdestotrotz schreiben die Autoren weiter:

Am Vorabend der diesjährigen „Earth hour“ (25. März) haben die Forscher in ‚Science‘ einen Fahrplan vorgelegt, wie die Weltwirtschaft rasch ihren CO2-Ausstoß verringern kann.

Das ist interessant denn sie haben höchstens vorgelegt mit welchem Fahrplan die Weltwirtschaft ihren CO2-Ausstoß verringern soll und keine Lösung

Das ist ein wesentlicher Unterschied den wohl nur jemand verwechseln kann der keine Lösungen erarbeitet, sondern Wünsche äußert und von



Der Teufelskreis aus Fakt und Fiktion Teil 2 

19. März 2017 | Von | Kategorie: Blog

TitanAuf EIKE ist ein Artikel erschienen in dem folgendes angekündigt wird:

Die Physiker Ned Nikolov und Karl Zeller haben eine hoch interessante und sehr elegante Studie vorgelegt (jetzt im Druck), die den Titel trägt „New Insights on the Physical Nature of the Atmospheric Greenhouse Effect Deduced from an Empirical Planetary Temperature Model“ [etwa: Neue Erkenntnisse bzgl. der physikalischen Natur des atmosphärischen Treibhauseffektes, abgeleitet aus einem empirischen Modell der planetaren Temperatur]. Darin versuchen sie nachzuweisen, dass ein neues, bislang von der Wissenschaft unbeachtetes aber bekanntes Phänomen, die bisherige allgemein bevorzugte Hypothese von der überragenden Rolle der Treibhausgase in ihrer Wirkung auf das Klima ablösen könnte. Wenn sich das betätigen lässt, und sie begründen das physikalisch sehr plausibel und durchgängig stringent, würde das bedeuten, dass Treibhausgase nicht die Ursache gewesen sein können für die seit 1850 beobachtete globale Erwärmung.

Das hat der Autor des Artikels nach eigenen Angaben aus einer Pressemitteilung entnommen. Liest sich allerdings eher als ob der Wunsch Vater des Gedankens war. Wie wohl auch beim nächsten Paragraphen:

Mit anderen Worten, es ist durchaus möglich, dass wir jetzt den wissenschaftlichen Nachweis in Händen halten, dass die Menschen nicht verantwortlich sind für den Klimawandel auf der Erde.

Nikolov und Zeller jedoch



Der Teufelskreis aus Fakt und Fiktion

18. März 2017 | Von | Kategorie: Blog

SouthAmericaOder die Vermischung von Tatsache und Möglichkeit.

„Teufelskreis aus Dürre und Waldverlust am Amazonas“ lesen wir in der Überschrift einer Pressemitteilung des PIK vom 13.13.2017.

Lobenswerter Weise wird bereits im ersten Satz des Artikels mit dem Wort „könnten“ alles relativiert, so dass der geneigte Leser ahnen kann, dass es nur eine Möglichkeit ist:

13.13.2017 – Der Waldverlust durch Abholzen im Amazonasgebiet und die mögliche Abnahme der Regenfälle dort könnten einen Teufelskreis in Gang bringen.

Allerdings werden dann schon ab dem zweiten Satz des Abschnittes Fakten und Möglichkeiten vermischt:

„Wenn Trockenzeiten mit dem menschengemachten Klimawandel zunehmen, so steigt zusätzlich das Risiko eines sich selbst verstärkenden Waldverlustes, so hat ein internationales Team von Wissenschaftlern herausgefunden. Wenn allerdings ein großer Artenreichtum von Bäumen in einem Waldabschnitt lebt, so kann das dessen Überlebenschancen merklich steigern. Um dieses nicht-lineare Verhalten aufzuspüren, haben die Forscher eine neuartige Analyse komplexer Netzwerke angewendet.“

Überschriften werden fett gedruckt im Aktiv dargestellt:

„Selbstverstärkender Effekt bewirkt zusätzlichen Waldverlust“, um im nächsten Abschnitt relativiert zu werden:

„Wenn sich in der Trockenzeit die Niederschlagsmenge im Amazonasgebiet halbieren würde, könnten mindestens 10 Prozent des Waldes allein durch den Effekt der Selbstverstärkung verloren gehen, zusätzlich zu dem erheblichen direkten Waldverlust durch Trockenheit. Computer-Simulationen der



Martin fragt: Wie handeln wir konkret?

2. März 2017 | Von | Kategorie: Blog

Auf Wunsch unseres Lesers Martin Landvogt eröffne ich eine Plauderecke und wiederhole seine Frage aus einem anderen Thread.europe

Bemerkenswert ist hier die Frage nach dem konkreten Handeln. Ideologische Extrempositionen zum Thema Klimawandel sind bekannt und sicher kaum in ergiebigen Diskussionen weiter zu bringen. Aber ich denke, dass es durchaus einen temperierten Diskussionsbereich gibt, der fruchtbare Ergebnisse möglich macht:

Denn das Spektrum hier reicht von ‚gemäßigten‘ Alarmisten, die sehr wohl erkennen, dass die Zeichen für Katastrophenwarnungen keineswegs wissenschaftlich robuste Fakten sind, aber meinen: Wir wissen genug um zu erkennen, dass wir handeln müssen! Auch drastische Maßnehmen sind gerechtfertigt, um eine mögliche Katastrophe abzuwenden.

… über eine Mittelposition: Wir wissen nichts genaues, aber wenn wir nach dem Vorsichtsprinzip maßvoll ein präventives Programm unterstützen, sofern es uns nicht zu viel kostet, so ist es anstrebenswert.

… bis hin zur Gegenposition: ‚Wir wissen nichts genaues über eine Zukunftsentwicklung, können eine Katastrophe nicht ausschließen. Was wir aber erkennen ist, das die ergriffenen Maßnahmen tatsächlich katastrophale Wirkungen hat, und eine Klimakatastrophe nicht abwenden kann. Darum sind alle Maßnahmen hinsichtlich direkter und indirekter Kosten genau zu prüfen. Meist bewirken dies eben nichts gutes, aber verschlimmern die Lage.

Vielleicht gibt es auch noch andere Optionen. Wenn ja das



Das Treibhaus Erde und die Solarkonstante

12. Februar 2017 | Von | Kategorie: Blog

cosmic-rays-earth-2Ich möchte in dieser Plauderecke eine Kontroverse auflösen die ich auf EIKE gefunden habe. Die Solarkonstante beträgt ca. 1367 W/m2.

Mit einer Albedo von 0.3 ergibt sich eine durchschnittliche Einstrahlung pro Quadratmeter Oberfläche von ca. 239 W/m2.

Peter Heller hat das hier  gut erklärt. Ich will das nicht wiederholen.

Ein Kommentator hat auf EIKE geschrieben, dass er  anderer Meinung ist. Das ist eine interessante Kontroverse die auf EIKE nur schwer zu diskutieren ist, wegen der zeitlichen Verzögerung der Freischaltung.

Dieser Kommentator schreibt auf Eike:

…. die Erd-Oberfläche erhält 752 W/m^2 auf der sonnen-zugewandten Halbkugel. Bei homogener Energie-Verteilung ergibt sich 752/2 = 376 w/m^2 auf der ganzen Oberfläche.

Das ist eine um ca. 60% höhere Flächenleistungsdichte pro Quadratmeter Oberfläche als es dem Lehrbuch entspricht.  Das würde in der Tat bedeuten, dass der Treibhauseffekt nicht existiert. Allerdings gebe ich zu, dass ich dieses Ergebnis nicht verstanden habe. Ich möchte den Autor dieser Rechnung deshalb hier einladen seine Rechnung detailliert vorzustellen.



Wider den Treibhauseffekt!

5. Februar 2017 | Von | Kategorie: Blog

NorwayAuf EIKE sind in letzter Zeit einige interessante Beiträge erschienen die sich mit der Widerlegung des atmosphärischen Treibhauseffektes beschäftigen.

Zum Einen behauptet der Geophysiker U. Weber hier mit einer interessanten Interpretation des Stephan-Boltzmann Gesetzes den Treibhauseffekt widerlegt zu haben, indem er sich auf eine Hemisphäre beschränkt. Sein Approach C ist hier beschrieben. Eine Gegenrede hat Peter Heller hier veröffentlicht.

Zum Anderen versucht Prof. Solheim aus Norwegen den atmosphärischen Treibhauseffekt experimentell zu widerlegen und die Klimasensitivität von Kohlendioxid zu bestimmen. Sein erster Beitrag ist als Video hier zu sehen.

Aber auch in den Kommentaren auf EIKE findet man Aussagen die angeblich den atmosphärischen Treibhauseffekt widerlegen.

Da die Diskussion auf EIKE sehr mühsam ist öffne ich eine Plauderecke, damit wir einfacher diskutieren können. Ich verrate sicher kein Geheimnis, dass ich alle diese Versuche die ich bisher dort gelesen habe für falsch halte, weil der Treibhauseffekt lediglich eine Beobachtung ist. Speziell verwundert es mich aber doch, dass ein Professor glaubt mit einer beheizten Box den atmosphärischen Treibhauseffekt widerlegen zu können. Aber Experimente sind immer gut und ich lasse mich gern überraschen und überzeugen. Ich werde das Experiment neugierig verfolgen.



Vom Dogma zum Diskurs in der Klimadebatte

5. Februar 2017 | Von | Kategorie: Blog

GermanyEinen ersten Schritt dazu machte das amerikanische „National Council for Science and the Environment’s (NCSE)“ auf seiner Jahreskonferenz. Dort sprach ein ungewöhnlicher Gastredner. Newt Gingrich ein ehemaliger Sprecher des amerikanischen Repräsentantenhauses und ein Berater von Donald Trump im Präsidentschaftswahlkampf 2016. Newt Gingrich spricht dort als Experte für die Zusammenarbeit mit der neuen US-Regierung unter Donald Trump.

Seine Kernaussage bringt es auf den Punkt:

..one of the real tragedies that totally distorted the debate over climate change was that it got tied into the solution in a way that if you accepted the first you had to accept the second. And I think that was profoundly wrong.” – Newt Gingrich

Damit beschreibt er die Beobachtung, dass politische Lösungen direkt mit den naturwissenschaftlichen Ergebnissen zum  Klimawandel begründet werden. Die Auswirkungen dieser Vermischung können wir auf den verschiedensten Webseiten auch hier in Deutschland beobachten. Wir sehen zum Beispiel  hier wie Wissenschaftler dazu aufgerufen werden einzelne Wetterereignisse dem Klimawandel zuzuordnen:

Frage: Was können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besser machen?

Antwort: Die spezifischen Extremwetter-Ereignisse dem Klimawandel zuordnen und zwar dann, wenn das Thema noch in den Medien ist.

Auf der gleichen Seite liest man aber, dass ein ein seröser Klimaforscher das nicht tun darf: