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Wider den Treibhauseffekt!

5. Februar 2017 | Von | Kategorie: Blog

NorwayAuf EIKE sind in letzter Zeit einige interessante Beiträge erschienen die sich mit der Widerlegung des atmosphärischen Treibhauseffektes beschäftigen.

Zum Einen behauptet der Geophysiker U. Weber hier mit einer interessanten Interpretation des Stephan-Boltzmann Gesetzes den Treibhauseffekt widerlegt zu haben, indem er sich auf eine Hemisphäre beschränkt. Sein Approach C ist hier beschrieben. Eine Gegenrede hat Peter Heller hier veröffentlicht.

Zum Anderen versucht Prof. Solheim aus Norwegen den atmosphärischen Treibhauseffekt experimentell zu widerlegen und die Klimasensitivität von Kohlendioxid zu bestimmen. Sein erster Beitrag ist als Video hier zu sehen.

Aber auch in den Kommentaren auf EIKE findet man Aussagen die angeblich den atmosphärischen Treibhauseffekt widerlegen.

Da die Diskussion auf EIKE sehr mühsam ist öffne ich eine Plauderecke, damit wir einfacher diskutieren können. Ich verrate sicher kein Geheimnis, dass ich alle diese Versuche die ich bisher dort gelesen habe für falsch halte, weil der Treibhauseffekt lediglich eine Beobachtung ist. Speziell verwundert es mich aber doch, dass ein Professor glaubt mit einer beheizten Box den atmosphärischen Treibhauseffekt widerlegen zu können. Aber Experimente sind immer gut und ich lasse mich gern überraschen und überzeugen. Ich werde das Experiment neugierig verfolgen.



Vom Dogma zum Diskurs in der Klimadebatte

5. Februar 2017 | Von | Kategorie: Blog

GermanyEinen ersten Schritt dazu machte das amerikanische „National Council for Science and the Environment’s (NCSE)“ auf seiner Jahreskonferenz. Dort sprach ein ungewöhnlicher Gastredner. Newt Gingrich ein ehemaliger Sprecher des amerikanischen Repräsentantenhauses und ein Berater von Donald Trump im Präsidentschaftswahlkampf 2016. Newt Gingrich spricht dort als Experte für die Zusammenarbeit mit der neuen US-Regierung unter Donald Trump.

Seine Kernaussage bringt es auf den Punkt:

..one of the real tragedies that totally distorted the debate over climate change was that it got tied into the solution in a way that if you accepted the first you had to accept the second. And I think that was profoundly wrong.” – Newt Gingrich

Damit beschreibt er die Beobachtung, dass politische Lösungen direkt mit den naturwissenschaftlichen Ergebnissen zum  Klimawandel begründet werden. Die Auswirkungen dieser Vermischung können wir auf den verschiedensten Webseiten auch hier in Deutschland beobachten. Wir sehen zum Beispiel  hier wie Wissenschaftler dazu aufgerufen werden einzelne Wetterereignisse dem Klimawandel zuzuordnen:

Frage: Was können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besser machen?

Antwort: Die spezifischen Extremwetter-Ereignisse dem Klimawandel zuordnen und zwar dann, wenn das Thema noch in den Medien ist.

Auf der gleichen Seite liest man aber, dass ein ein seröser Klimaforscher das nicht tun darf:



Wir bauen uns ein Gegenstrahlungskraftwerk Teil 1

5. Juni 2016 | Von | Kategorie: Blog

global-warming-347499_640Seit dem Jahr 2000 hat sich die Vergütung nach dem EEG pro Kilowattstunde verdoppelt. Das liegt daran, dass immer ineffizientere Technologien gefördert werden. Dadurch erschließt Deutschland für die Welt eine Plethora von ineffizienten Energiequellen die ohne diese Förderung nicht genutzt würden. Darüber hinaus setzt das EEG aber auch einen innovativen Impuls weitere ineffiziente Energiequellen zu erschließen. Dazu kann man auch neuartige physikalische Effekte nutzen die man mit wenig Mühe sogar im Internet finden kann.

Fündig geworden bin ich beim WWF der hier den sogenannten Treibhauseffekt beschreibt:

„Dem natürlichen Treibhauseffekt verdanken wir unser Leben. Ohne ihn läge die Mitteltemperatur auf der Erde nicht bei plus 15, sondern minus 18 Grad Celsius. Sonnenstrahlen treffen als ultraviolette Strahlung (UV) auf die Erdoberfläche und erwärmen diese. Ein Teil dieser Energie wird in Form von langwelliger infraroter Strahlung reflektiert, also wieder Richtung Weltraum zurückgeworfen. Von dieser reflektierten infraroten Strahlung wiederum wird ein Teil in der Atmosphäre von Gasen wie Wasserdampf, Ozon, Kohlendioxid (CO2) und anderen quasi zurückgehalten. Diese langwellige infrarote Sonnenstrahlung fällt zur Erde zurück und erwärmt sie wie ein Treibhaus. Dieser natürliche Treibhauseffekt ist damit so etwas wie eine gigantische, erdumspannende Temperaturregelung, die Leben unter den herrschenden Bedingungen ermöglicht.“

Es wäre nun ideal wenn



Plauderecke – Das Druckexperiment

4. August 2015 | Von | Kategorie: Blog

pressure-690161_640Es wurde in den Kommentarspalten dieses Beitrages vorgeschlagen, dass der Druck die Temperatur in einem offenen oder geschlossenen System bestimmt. Im folgenden möchte ich Simulationsergebnisse zu einem Gedankenexperiment mit dem Programm SystemModeler von Wolfram vorstellen die das widerlegen.

Stellen wir uns einen Zylinder vor mit dem Radius 1/Wurzel(Pi) Meter und einer Höhe von einem Meter. Wir wählen eine dünne Grundplatte aus Metall mit einer Wärmekapazität von etwa 1200 J/K . Die Zylinderwand sei aus einem sehr dünnen Metall mit vernachlässigbarer Wärmekapazität, aber einem Emissionskoeffizienten von 1und mit einem perfekten Isolator umhüllt. Auf der anderen Seite befindet sich ein Kolben aus einem perfekten Isolator dessen Boden mit dem schwarzen Metall dünn überzogen ist. Auch diese Wärmekapazität sei vernachlässigbar. Wir befüllen den Zylinder mit trockener Luft, so dass bei 294 K ein Druck von 1 bar in dem Zylinder herrscht und der Kolben sich in 1 m Entfernung von der Grundplatte befindet. Die Luft in dem Zylinder hat ebenfalls eine Wärmekapazität von etwa 1200 J/K. Der Zylinder ist horizontal aufgehängt in einer sehr großen Vakuumkammer  deren Temperatur 4 K beträgt.

An dem Kolben können wir einen beliebigen Druck einstellen. Die Bodenplatte kann elektrisch geheizt und bei Bedarf isoliert werden.

Zunächst heizen wir



Plauderecke – Die Renaissance der Kohle

12. Juli 2015 | Von | Kategorie: Blog

coal-471903_640Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit in Deutschland hat weltweit eine Renaissance der Kohle stattgefunden berichten Steckel et al. vom PIK. Die Autoren des Artikels:

„Drivers for the renaissance of coal schreiben:

„we’re in the midst of a global „renaissance of coal“ that’s not confined to just a few countries like China or India. Rather, coal is becoming the energy source of choice for a vast array of poorer and fast-growing countries around the world, particularly in Southeast Asia. „This renaissance of coal,“ the authors write, „has even accelerated in the last decade.“

Das liegt wohl daran, dass Kohle für Entwicklungsländer die billigste Energiequelle ist:

The authors of the PNAS study — Jan Christoph Steckel, Ottmar Edenhofer, and Michael Jakob — argue that coal is often the cheapest energy option in many parts of the world, relative to other sources like oil, gas, nuclear, or renewables.

Und das, obwohl die Sonne keine Rechnung schickt.

Darüber hinaus sind gerade 2100 Kohlekraftwerke in Planung weltweit, etwa ein Drittel davon werden wohl realisiert:

„The CoalSwarm/Sierra Club report calculates that since 2010, for every coal proposal that actually gets built, two are getting canceled. Which means we’re on track to build roughly one-third of



Plauderecke zu Klimawandel und Energiewende

5. Juli 2015 | Von | Kategorie: Blog

 

global-warming-439786_640-2Die Bundezentrale für politische Bildung (bpb) hat am 22.6.2015 eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema veranstaltet. Wer sich die Audiodatei anhören möchte findet sie hier. Die Moderation war exzellent und die öffentliche Debatte schien mir gut dargestellt.Ein Lob an die bpb.

Mein emotional subjektiver Eindruck, weil eigentlich keine neuen Fakten auf den Tisch kamen, ist hier kurz beschrieben.

Es diskutierten der Prophet der Erneuerung mit dem Ketzer der die berechtigten Zweifel vorbringt, während der Krämer sich raushält und nur Geld verdienen will. Ebenfalls anwesend war der Vorbeter der Glaubensgemeinde. So schließt sich der Kreis zur Enzyklika. Fachlich gesehen fiel mir auf, dass Herr Fell behauptete als junger Student selbst gemessen zu haben wie CO2 die Strahlung der Erde beeinflusst. Da würde ich gerne die Messvorschrift sehen, damit man das mal nachmessen kann. Vielleicht verrät er das ja mal dem IPCC, dann ist die Diskussion schnell durch.

Herr Limburg bezweifelt den anthropogenen Einfluss nicht, behauptet aber, dass der Einfluss des CO2 auf das Klima ausserhalb der Modelle nicht nachzuweisen ist. Frau Dehmer hingegen denkt, dass die ansteigenden Temperaturmessreihen des letzten Jahrhunderts schon der Nachweis wären. Schön wäre es wenn eine Wissenschaftsjournalistin das besser wüsste. Während es Herrn Brabeck egal ist



Plauderecke – Ist es doch die Sonne?

15. Juni 2015 | Von | Kategorie: Blog

sun-439440_640Am 13.5.2015 hat Prof. Carl-Otto Weiß von EIKE anläßlich der Essener Klimagespräche einen interessanten Vortrag gehalten, indem er die veröffentlichten Ergebnisse der Autorengruppe Lüdecke(EIKE), Weiß(EIKE) und Hempelmann vorstellt.

Mit Hilfe der diskreten Fouriertransformation und geeignetem „zero-padding“, um die Daten vorzubereiten für die Fourieranalyse, untersuchen die Autoren Temperaturzeitreihen und Proxydaten. Dabei finden sie, dass sich die Temperaturen der letzten ca. 250 Jahre (europäische Temperaturereihen) mit zwei Zyklen modellieren lassen. Ein Zyklus mit einer Periode von 248 Jahren und ein Zyklus von ca. 65 Jahren. Als Ursache dafür schlagen sie den „de Vries“– Zyklus der Sonnenaktivität und die Atlantisch-Multidekadale-Oszillation/Pazifisch-Multidekadale Oszillation (AMO/PDO) vor.

Mit diesen beiden Zyklen lassen sich gemäß der Autoren die untersuchten Temperaturzeitreihen der letzten 250 Jahre modellieren ohne auf eine Effekt durch  CO2  zurückgreifen zu müssen. In dem Artikel wird die Vorhersage gemacht, dass die Temperaturen bis 2080 zurückgehen werden.

Update 16.6.2015: Ein Review der Fachleute hier hat ergeben, dass das Paper interessante Hypothesen aufstellt, dass die Daten aber die weitreichenden Schlussfolgerungen  nicht hergeben die in dem Video und dem EIKE – Artikel behauptet werden.