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Prof. Herrmann Harde schätzt die Wirkung des CO2 ab

5. Oktober 2014 | Von | Kategorie: Blog

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Eine Leseempfehlung für einen jüngst auf EIKE erschienen Artikel.

Prof. Harde stellt dort ein selbstentwickeltes Modell vor mit dem er abschätzt, dass die maximale Klimasensitivität, das ist die Erhöhung der stationären „Gleichgewichtstemperatur“ bei Verdoppelung der CO2-Konzentration, 0.43 °C (maximal 1.7°C) beträgt.

Ergänzend dazu hat er seine Antworten auf die Kommentare in einem weiteren Artikel veröffentlicht. Auch diese Antwort ist empfehlenswert.

Wer sich darüber hinaus die Details anschauen möchte, dem empfehle ich diesen und diesen Artikel. Vor allem Kommentare und die Antwort von Prof. Harde darauf zeigen auf, dass es immer noch sehr viele Kommentatoren gibt, die glauben der Treibhauseffekt verstoße gegen den 2. Hauptsatz bzw. dass Gase in der Troposphäre nicht spontan emittieren. Deshalb begrüße ich es, dass Fachleute wie Prof. Harde hier Aufklärungsarbeit in Physik leisten. Und wer Spaß daran hat, möge darüber plaudern.



Plaudern wir über – „Climate Science Is Not Settled“

21. September 2014 | Von | Kategorie: Blog

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Im Wall Street Journal ist ein Artikel  erschienen über den Klimawandel und Klimapolitik von Steven E. Koonin einem ehemaligen Unterstaatssekrätär in der Obamaadministration. Lesen wir seinen Artikel „Climate Science is not settled“ und plaudern danach darüber.

 

 

 

 

Da lesen wir also:

Although the Earth’s average surface temperature rose sharply by 0.9 degree Fahrenheit during the last quarter of the 20th century, it has increased much more slowly for the past 16 years, even as the human contribution to atmospheric carbon dioxide has risen by some 25%. This surprising fact demonstrates directly that natural influences and variability are powerful enough to counteract the present warming influence exerted by human activity.Yet the models famously fail to capture this slowing in the temperature rise. Several dozen different explanations for this failure have been offered, with ocean variability most likely playing a major role. But the whole episode continues to highlight the limits of our modeling.

Schau an die Computermodelle sind begrenzt.

These and many other open questions are in fact described in the IPCC research reports, although a detailed and knowledgeable reading is sometimes required to discern them. They are not „minor“ issues to be „cleaned up“ by further research.



Ein Exkurs über Absorptionslänge und Abstrahlhöhe in der Atmosphäre

27. August 2014 | Von | Kategorie: Blog

surfaceLWDie Absorptionskoeffizienten für CO2 wurden vermessen und in der HITRAN2008 Datenbank abgelegt. Ich habe mir deshalb den Matlabcode auf der „Science of Doom “Webseite besorgt, um auf diese Daten zuzugreifen. Mit diesen Daten und dem Code habe ich die folgenden Betrachtungen angestellt die ich hier kurz aufschreibe und vorstelle.

Im allgemeinen ist eine Absorptionslänge (absL) diejenige Länge nach der eine einfallende Intensität Io bis auf einen Rest, meistens der Restanteil 1/e, absorbiert wurde.

Aus praktischen Gründen beziehe ich mich hier auf die optische Dicke OD einer Atmosphärenschicht.

Die optische Dicke OD sei im folgenden definiert als der negative natürliche Logarithmus des im Medium mit dem Absorptionskoeffizienten (absK) auf der Strecke L nicht absorbierten Anteils I /Io der einfallenden Strahlung Io.

Das heißt: Transmission = I/Io=Exp[-absK*L)], OD = -Ln[I/Io]= absK*L.

Die physikalischen Größen OD, absK und absL sind im allgemeinen von der Wellenlänge bzw. der Wellenzahl abhängig. Der Kehrwert des Absorptionskoeffizienten absK [1/m] ist also für eine optische Dicke von 1 die Absorptionslänge absL[m].

Im folgenden Bild ist die optische Dicke der Erdatmosphäre im Wellenzahlbereich 560 cm-1 bis 800 cm-1 für zwei verschiedene atmosphärische Schichten mit der physikalischen Dicke 1000 m aufgetragen. Das entspricht den Wellenlängen von 17.8 µm bis



Das Märchen vom Mond und der globalen Mitteltemperatur der Erde.

25. August 2014 | Von | Kategorie: Artikel

JuliTempVertIn meinem letzten Beitrag hier kam die Diskussion auf, dass die globale Mitteltemperatur und die effektive Strahlungstemperatur der Erdoberfläche stark unterschiedlich sein können. Wie stark wollte ich hier einmal kritisch beleuchten.

 

Um das näher zu untersuchen habe ich Daten gesucht die eine typische Temperaturverteilung auf der Erdoberfläche zeigen.

Hier bin ich fündig geworden. Mein erstes Bild oben zeigt die Temperaturverteilung auf der Erdoberfläche im Juli gemittelt für die Basisperiode von 1961 – 1990. Das Bild repräsentiert also eine typische Temperaturverteilung im Juli.

Die Spannweite der Temperaturen reicht von – 70.3°C bis 35.7°C. Der Mittelwert wird von der „Climatic Research Unit“ (CRU) der Iniversity of East Anglia mit 15.8°C angegeben.

Das möchte ich jetzt einmal kritisch untersuchen. Dazu habe ich mir die Daten runtergeladen und die zonale Temperaturverteilung im Juli als Funktion der geographischen Breite aufgetragen. Das ist in meinem zweiten Bild dargestellt.

ZonaleTempJuli

Mit diesen Daten habe ich zwei Auswertungen vorgenommen. Als erstes habe ich das flächengewichtete arithmetische Mittel der zonalen Temperaturverteilung ausgewertet.

Dabei konnte ich die 15.8° der CRU reproduzieren.

Als zweites habe ich über die Stefan-Boltzmann Gleichung das flächengewichtete T^4 Mittel ausgerechnet. Dabei ergab sich eine Mitteltemperatur von 16.7°C.

Der Fehler zwischen flächengewichteten arithmetischen Mittel und flächengewichteten T^4



Wir plaudern über die Falsifizierung des Treibhauseffektes

23. August 2014 | Von | Kategorie: Blog, Plauderecke

 

002-glob_rad_balanceGerlich und Tscheuschner betiteln ihr berühmtes Paper mit:

Falsification Of The Atmospheric CO2 Greenhouse Effects Within The Frame Of Physics

 

 

 

Lasst uns gemeinsam diese Behauptung überprüfen. Herr Landvoigt sieht drei Fragestellungen:

1. Formulierung und Textverständnis, Argumentationsfiguren etc.

2. Physikalische Grundlagen und deren Klärung.

3. Erklärungsmodelle der atmosphärischen Wirkung und deren Rezeption, Didaktik und Präzision

Ich schließe mich diesen Fragestellungen an, starte aber mit meinem fundamentalen Problem. Ich habe das Paper gelesen kann aber die Stelle nicht genau verifizieren wo der Nachweis der Falsifizizierung erbracht wäre. Vielleicht können wir ja sammeln an welcher Stelle im Paper dieser Nachweis erbracht wurde und darüber diskutieren.

Herr Landvoigt vielleicht starten einfach Sie indem sie ihre Stelle posten an dem sie den Nachweis gefunden haben.

Fazit 25.8.2014:

Bislang wurden keine konkreten Zitate aus dem Paper gepostet die die Behauptung des Papers: „Falsification Of The Atmospheric CO2 Greenhouse Effects Within The Frame Of Physics“ belegen. Im Gegenteil die folgende Aussage:

„Furthermore, a doubling of the CO2-content in the air would only halve the radiation’s char- acteristic absorption length, that is, the radiation would be absorbed at a length of 5km instead of at a length of 10 km, for example.“ aus dem



Die Spur der Wolken oder wie das IPCC die Wolkenbedeckung ignoriert Teil III

12. August 2014 | Von | Kategorie: Artikel

In meinem letzten Beitrag zum Thema Wolken habe ich gezeigt dass die experimentellen Ergebnisse des ISCCP Projektes zur Wolkenbedeckung eine kritische Überprüfung überstanden. Dabei ergab sich, dass die Wolkenbedeckung von 1985 bis 2000 in einem Maße abgenommen hat der die Erwärmung in den letzten beiden Dekaden des 20. Jahrhunderts erklären könnte. Die beiden folgenden Bilder zeigen die Beobachtungen.

 

Das erste Bild zeigt als rote Kurve die Zunahme der Temperatur als Anomalie aus den GISS Daten. Die blaue Trendlinie dient nur dazu das Auge zu leiten.

Gistemp2001

Im zweiten Bild ist die Abnahme der Wolkenbedeckung als rote Kurve aus den ISCCP Daten eingezeichnet. Auch hier dient die blaue Trendlinie als Markierung, um das Auge zu leiten.

Man sieht im Vergleich beider Bildern dass die Abnahme der Wolkenbedeckung mit einer Zunahme der Temperatur korreliert. Das ist natürlich nur die Auswertung eines Laien, aber durchaus die Basis für eine Frage an die Klimaforscher, wie viel Prozent des Temperaturanstieges zwischen 1985 und 2000 durch die Abnahme der Wolkenbedeckung verursacht wurde. Eine Frage auf deren Antwort ich im Bericht AR5 des IPCC im Jahr 2013 gehofft hatte. Aber gehen wir zurück zum AR4 ins Jahr 2007.

Die experimentellen Daten zur Wolkenbedeckung im Ar4

Wolkenbedeckung2001Wir haben



Lasset uns rätseln und plaudern – Der adiabatische Temperaturgradient

5. August 2014 | Von | Kategorie: Blog

GradientIn dem schönen Beitrag von Peter Heller hier kommt eine interessante Diskussion auf.

Die Kontroverse geht zurück auf Loschmidt und Boltzmann.

Was ist nun die Ursache für den adiabatischen Temperaturgradienten. Die Schwerkraft alleine oder braucht es die Konvektion, und/oder die Treibhausgase. Die Situation scheint verfahren.

Ich schlage vor, dass wir uns dem Thema aus einer anderen Perspektive nähern. Deshalb habe ich eine Serie von Gedankenexperimenten konstruiert zu denen ich hier einige Fragen stellen möchte. Wer Lust hat darüber skeptisch nachzudenken der sei hiermit eingeladen darüber nachzudenken und seine Gedanken in den Ring zu werfen. Allerdings gibt es Regeln. Gegenseitige Vorwürfe werden wegmoderiert.

Einfach irgendwelche Texte zu verlinken ist nicht erlaubt. Kommentare mit Links werden von mir deshalb gelöscht. Zitate sind ebenfalls nicht erlaubt, wobei das schwieriger nachzuprüfen. Sollte ich welche entdecken werde ich sie löschen, falls es überhand nimmt.

Gedankenexperiment 1: Der adiabatische Temperaturgradient in der Metereologie

Gedankenexperiment 2: Wir bauen einen Turm 1 mit 100mx100m quadratischer Grundfläche und 1000 m Höhe auf der Erde. Der Turm sei 1 m in den Erdboden versenkt. Die Wände des Turms sind sehr dünn und nicht dehnbar mit sehr niedriger Wärmekapazität. Der Teil des Turmes oberhalb des Erdbodens ist thermisch perfekt isoliert gegen