El Niño schwächelt
18. Mai 2010 | Von Michael Krueger | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft
Der letzte Winter und der diesjährige Mai sind deutschlandweit bisher deutlich zu kalt ausgefallen. Global wird aber eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen erwartet. Wie passt das zusammen? Des Rätsels Lösung sind die globalen Wettersysteme.
Der Stand der Dinge
Aktuell befinden wir uns in einer El Niño-Phase. Eine Wetteranomalie, einhergehend mit warmen Oberflächenwasser im Zentral- und Ostpazifik. Diese Temperaturanomalie ist nun am ausklingen.
Neben dem El Niño gab es ein zweites Wetterereignis, welches vor allem in der Arktis in den letzten Monaten für hohe Temperaturen gesorgt hat, nämlich eine schwache Arktische Oszillation. Der Winterindex der Arktischen Oszillation (AO) lag auf einem Rekordminimum und hat der Arktis Temperaturen beschert, die bis zu 4°C über dem langjährigen Referenzmittelwert lagen. Auch diese Anomalie klingt nun langsam aus.
Der Arktis brachte das Rekordtief der winterlichen AO Wärme, in weiten Teilen der USA, Asien und Europa hat die AO hingegen für winterliche Kälte gesorgt. Das haben wir auch in Deutschland zu spüren bekommen. Global gesehen gab es durch die großflächigen Wärmeanomalien im Pazifik und der Arktis (Regionen, die weitgehend unbewohnt sind) jedoch ein Zwischenhoch der Globaltemperatur.
Der Ausblick?
Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die Wetter- und Ozeanografiebehörde der…










