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Mojib Latif: Klimakatastrophen und atomare Störfälle

16. März 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Klimawandel, Wissenschaft

Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan und den atomaren Störfällen in japanischen Kernreaktoren meldet sich nun der Klimaforscher Mojib Latif zu Wort. In einem ARD-Interview vom 15.03.2011 (in der Sendung Brisant) äußerte sich der Klimaforscher zu möglichen Wetterextremen und Klimakatastrophen in Deutschland, die zu atomaren Störfällen führen könnten.



Grün-braune Liebe zur Natur und zum Klima

17. Februar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus

Es gibt zwei Parteien die sich an der Klimadebatte beteiligen. Zum einen die Klimaschützer, zum anderen die Klimaskeptiker. Klimaschutz wird politisch eher dem linken Flügel zugeordnet, während Klimaskeptizismus politisch eher dem rechten Flügel zugeordnet wird. Das dieser “Grundsatz” pauschal so nicht stimmt – und historisch anders gewachsen ist – zeigt u.a. das Beispiel von Günther Schwab.

Günther Schwab (geboren am 7. Oktober 1904 in Prag; gestorben am 12. April 2006 in Salzburg) war ein österreichischer Schriftsteller, Autor und Förster. Er war Mitglied in der NSDAP und SA, letzter Rang Sturmführer. Er gründete den „Weltbund zur Rettung des Lebens“ (WRL) – später unbenannt in Weltbund zum Schutze des Lebens (WSL) – und gilt als wegweisender Umwelt- und Klimaschützer.

Nach dem 1. Weltkrieg
siedelte Schwabs Familie nach Wien um, wo Schwab seine Liebe zur Natur entdeckte und später (1930) der NSDAP und SA beitrat. In Zeiten des Nationalsozialismus war es durchaus üblich, dass man sich wie Schwab der Liebe zur Natur und dem Umweltschutz verschrieb. 1938 waren von den deutschen Forstbeamten 85 Prozent Mitglied der NSDAP, was ein schöner Ausdruck der spezifisch deutschen Liebe zum Wald ist. Schwab setzte sich in seinen Büchern schon früh für den aktiven Umweltschutz ein (z. B.



Wie die NASA die Arktis warmrechnet und die Globaltemperatur zum Steigen bringt

16. Januar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Die Temperatur in der Arktis und im Nordpolarmeer steigt und steigt. Jedenfalls, wenn man den Daten der NASA Glauben schenkt. Das Problem: Die NASA führt in ihrer Liste nur feste Stationen auf dem Land. Im Nordpolarmeer, also gerade dort, wo die Erwärmung am stärksten sein soll, gibt es ein großes Datenloch. Um dieses Loch zu füllen wird von der NASA aus den wenigen Messpunkten der Arktis die Temperatur der ganzen Region – auch die des Nordpolarmeers – berechnet. Das wirkt sich wiederum auf die Globaltemperatur aus. Diese steigt infolge der sich scheinbar stark erwärmenden Arktis schneller. Aber ist das wirklich so? Was zeigen Messdaten aus dem Nordpolarmeer?

Den Temperaturkarten der NASA (GISTEMP) zufolge zeigt sich in der Arktis und im Nordpolarmeer über die letzten Jahrzehnte hinweg ein kontinuierlicher Temperaturanstieg. Jedenfalls den Bodenmessungen der Wetterstationen nach.

Schaut man sich die Daten von Messbojen aus den Nordpolarmeer an, die nicht im Datenbestand der NASA zu finden sind, so ergibt sich ein anderes Bild. Die folgende Abbildung zeigt den direkten Vergleich zwischen Messwerten aus Stations- und Bojendaten (oben) und Berechnungen der NASA (unten).

Gezeigt wird der Temperaturtrend im Zeitraum 1979-1997 in der Arktis. Eine Periode der stärksten Erderwärmung der letzten 160 Jahre.



Klimawandel: Kalt ist Warm!

17. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Entsprechend einer kürzlich im Journal of Geophysical Research veröffentlichten Studie des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), könnte Kalt das neue Warm werden, jedenfalls für unsere Winter. Bis vor kurzem galt unter den Klimawissenschaftlern noch die einhellige Meinung: Unsere Winter werden allmählich wärmer. Nach zwei harten Wintern in Folge hat offensichtlich ein Umdenkprozess stattgefunden. Nun verkündet das PIK in einer Pressemitteilung vom 16. November 2010:

“Erderwärmung könnte Winter kälter werden lassen”

In der Pressemitteilung heißt es:

„Die Erderwärmung durch Treibhausgase könnte in Europa kalte Winter zur Folge haben. In der östlichen Arktis schrumpft das Eis auf dem Meer – hierdurch werden örtlich die unteren Luftschichten aufgeheizt, was zu einer starken Störung von Luftströmungen führen kann. Ergebnis ist eine mögliche Abkühlung der nördlichen Kontinente, wie eine kürzlich im Journal of Geophysical Research veröffentlichte Studie zeigt. „Diese Störungen könnten die Wahrscheinlichkeit des Auftretens extrem kalter Winter in Europa und Nordasien verdreifachen“, sagt Vladimir Petoukhov vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Hauptautor der Studie. „Harte Winter wie der vergangenen Jahres oder jener 2005/06 widersprechen nicht dem Bild globaler Erwärmung, sondern vervollständigen es eher.“

Die Forscher stützen ihre Aussagen auf Simulationen mit Hochleistungsrechnern, die ein aufwändiges Modell Klimamodell namens ECHAM5 nutzen. Dabei wurde der Computer mit Szenarien gefüttert,



Gedanken zum Klimaschutz

5. November 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Windkraft

In der Klimadebatte geht es manchmal heiß her. Oft werden dabei Klimaschutz und Umweltschutz miteinander verwechselt, in einen Topf geworfen, oder sogar gleichgesetzt. Statements wie das Folgende können dann schon mal fallen:

“Klima, Natur und Umwelt sind untrennbar miteinander verbunden. Wer Klimaschutz betreibt, betreibt auch Natur- und Umweltschutz! Wer Naturschutz betreibt […], der tut auch etwas für den Klimaschutz.”

Ist das wirklich so? Sind Klima- und Umweltschutz untrennbar miteinander verbunden, oder schließt das eine das andere sogar aus? Über dieses Thema habe ich mir Gedanken gemacht und diese in einem Film umgesetzt.

Um erfolgreich Klimaschutz betreiben zu können, ist eine Abkehr von den fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Erdgas notwendig. Die sogenannten Erneuerbaren Energien, wie Windkraft, Sonnenenergie und Biokraftstoffe sollen dabei die alten CO2-lastigen Brennstoffe ersetzen. Nur wie umweltverträglich sind diese Erneuerbaren Energiequellen? Die Energiedichte von Erneuerbaren Energien, wie Wind- und Sonnenenergie ist vergleichsweise gering. Deshalb benötigt man relativ viel Material, Platz und mithin Naturraum, um jene Menge an Wind-, oder Sonnenenergie zu ernten, die es braucht, um ein Kilo Kohle, einen Liter Erdöl, oder gar ein Kilo Atombrennstoff zu ersetzen. Auch die landwirtschaftliche Erzeugung von Biokraftstoffen aus Raps, Mais und Ölpalmen ist sehr flächenintensiv und auf pflegeintensive Monokulturen



Die Religion des Todes

11. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Kurioses

Wenn es um Umwelt und Klima geht, können aus “Gutmenschen” “Herrenmenschen” werden. Ein populärer finnischer Klima-Alarmist hat nun offen einen globalen Faschismus gefordert als notwendigen Schritt um den Planeten vor der Zerstörung zu bewahren. “Leugner” des Klimawandels sollen in Gulags umerzogen, die Mehrheit der Menschen umgebracht und der Rest in einem grünen Polizeistaat versklavt werden. Fortpflanzung soll ein staatlich verliehenes Privileg werden, Zwangssterilisationen die Norm repräsentieren und Autos sollen beschlagnahmt werden da das Reisen nur der Elite gestattet ist.

Der finnische Umwelt- und Klimaschützer Pentti Linkola fordert Konzentrationslager für Ökosünder und Klimaerwärmungsgegner. Aber nicht nur das: Er spricht offen das aus, was extremistische Umwelt- und Klimaschützer schon seit Jahrzehnten fordern: Die Massenvernichtung von „überflüssigen“ Menschen. Dies sei notwendig, um den Planeten vor der ökologischen Zerstörung zu retten. Der Finne sieht ein Überleben von Mutter Erde nur, wenn Dreiviertel der Menschheit getötet werden.

In Linkolas Vorstellung “würden nur ein paar Millionen Menschen als Bauern und Fischer arbeiten, ohne moderne Annehmlichkeiten wie das Automobil”. Eine “grüne Polizei” würde die unnötigen Moralvorstellungen über den Haufen werfen und die Bevölkerung dominieren. Nicht nur Zwangsabtreibungen werden gefordert, auch ein weiterer Weltkrieg wäre “eine tolle Sache für den Planeten” weil dadurch mehrere zehn Millionen Menschen ausgelöscht



Grönländischer und westantarktischer Eisschild schmelzen nur halb so schnell

7. September 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Meeresspiegel, Schnee und Eis

Der grönländische und der westantarktische Eisschild schmelzen nur halb so schnell, wie bisher angenommen wurde. Das zeigte jetzt ein Team aus dem Jet Propulsion Laboratory (USA), der Delft University of Technology (TU Delft, Niederlande) und dem SRON Netherlands Institute for Space Research im Fachmagazin Nature Geoscience.

Das Abschmelzen der beiden Eisschilde wurde seit 2002 mit Hilfe der beiden GRACE-Satelliten kartiert. Aus dem Weltraum erkennen sie kleine Änderungen im Gravitationsfeld der Erde. Hieraus lässt sich auf Massenveränderungen der Erde schließen, einschließlich der von Eis und Wasser. Wenn Eis schmilzt und ins Meer abfließt, so hat das einen Einfluss auf das Gravitationsfeld.

Basierend auf diesem Prinzip wurde für das grönländische Eisschild bisher ein Abschmelzen von 230 Giga-Tonnen pro Jahr (230.000 Mrd. kg) angenommen, was zu einem durchschnittlichen Anstieg im Meeresspiegel von rund 0,75 Millimeter pro Jahr führen würde. Für die Westantarktis gingen die Schätzungen bisher von 132 Giga-Tonnen pro Jahr aus.

Jetzt stellte sich heraus, dass die bisherigen Abschätzungen nicht korrekt um die isostatischen Ausgleichsbewegungen der Erdkruste korrigiert wurden. Infolge der schmelzenden Eisschilde kommt es zu Landhebungen und das seit der letzten Eiszeit, also seit rund 20.000 Jahren. Diese Bewegungen der Erdkruste müssen in die Berechnungen mit einbezogen werden, da vertikale Erdbewegungen