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Liebe Leute von den GreenTec-Awards,

13. Juni 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Kernenergie, Ökologismus

ego150was hatte ich mich bei der Durchsicht der zur Online-Abstimmung gestellten Projekt gefreut. Gleich zwei fliegende Autos waren dabei, der Carplane und das wahrscheinlich bald “XDreeme” getaufte Projekt der Firma Fresh Breeze. Dazu der Volocopter, der bionische Flügel, die Brennstoffzelle für Linienjets und gar der Getriebefan von MTU. Endlich mal vernünftige Leute, so mein erleichterter Stoßseufzer, die wissen, wie wichtig Technologie für den Naturschutz wirklich ist. Endlich Leute ohne Scheuklappen und ohne ideologische Vorbehalte. Flugs habe ich einen Text für Science Skeptical erstellt, um Werbung für meine beiden Lieblingsthemen, den Carplane und den XDreeme, zu machen. Als mich dann Rudolf Kipp im Kommentarbereich darauf hinwies, beim “Galileo Wissenspreis” gäbe es mit dem Dual Fluid Reactor DFR ja auch noch einen Flüssigsalzreaktor, war ich geradezu begeistert. Ich hatte das Ding vor lauter fliegenden Kisten doch glatt übersehen. Ausgerechnet ein Flüssigsalzreaktor. Und das auch noch von einem deutschen Team. Fantastisch. Sofort habe ich den Artikel ergänzt und die Information so weit gestreut, wie ich konnte. Also gerade mal bis EIKE, aber ich bin ja auch nur Hobbyblogger mit begrenztem Zeitbudget.

Ich habe den DFR noch nicht einmal gewählt. Meine Stimme gehörte in der Kategorie “Galileo Wissenspreis” dem “Fliegenden Auto”. Vor meinem geistigen …



GreenTec-Skandal: Stellungnahme des IFK

9. Juni 2013 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie

(übernommen von der Webseite “Dual Fluid Reactor“)

Stellungnahme des Instituts für Festkörper-Kernphysik gGmbH zur „Denominierung” des Dual Fluid Reaktors bei den Greentec-Awards 2013

Stellungnahme IFK zu den Greentec-Awards 2013

Unser Team entwickelte in jahrelanger Arbeit in Kooperation mit Wissenschaftlern aus der Kernphysik und dem Ingenieurswesen den Dual Fluid Reaktor. Es handelt sich hierbei um einen extrem umweltfreundlichen Lösungsvorschlag sowohl für die Energieprobleme im allgemeinen als auch für das sogenannte „nukleare Abfallproblem”. Auch die kostengünstige Produktion von Treibstoffen ist damit vollständig CO2-frei möglich.

Für ein großtechnisches Projekt eher ungewöhnlich, legten wir bereits in einer frühen Implementierungsphase und nachdem ausreichender Patentschutz bestand, nicht nur die technische, sondern insbesondere auch die ökonomische Machbarkeit dieses Konzepts ausführlich in mehreren Publikationen dar, unter anderem in einer Veröffentlichung, die von der internationalen Atomenergiebehörde IAEO begutachtet wurde.

Am 31. März 2013 reichten wir unseren Vorschlag gemäß den Teilnahmebedingungen bei den „Greentec-Awards”, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftswettbewerb, ein und gewannen das Online-Voting am 10. Mai mit deutlichem Abstand. Laut Wettbewerbsregeln sind wir damit automatisch einer von 3 Nominierten in unserer Kategorie („Galileo-Wissenspreis”), was uns am 22. Mai auch per Email in Form eines Glückwunschschreibens mit einer Einladung zur Preisverleihungs-Gala am 30. August 2013 in



Greentec Awards: Macher stemmen sich gegen Online-Voting

9. Juni 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Kernenergie, Medien

ego150Kleine Kinder erfinden gerne neue Spiele. Sie sind da sehr kreativ, insbesondere wenn es mit Karten oder Würfeln gegen Erwachsene geht. Gemein ist diesen Ideen eine gewisse Dynamik ihrer Regelwerke. Die abhängig vom Spielverlauf immer gerade so neu definiert werden, daß Mutter oder Vater auf die Verliererstraße geraten. Kindern sieht man so etwas natürlich nach. Sie lernen noch früh genug, einmal getroffene Vereinbarungen und Regeln einzuhalten oder nur in gegenseitigem Einvernehmen zu ändern. Und das, obwohl manche Erwachsene in dieser Hinsicht keine Vorbilder sind. Ein besonders schlechtes Beispiel stellen die Veranstalter der GreenTec Awards dar.

Die GreenTec Awards werden mit dem Ziel veranstaltet, ökologisches und ökonomisches Engagement und den Einsatz von Umwelttechnologien zu fördern. Unter GreenTec verstehen wir Unternehmen, Technologien, Produkte, Innovationen und Dienstleistungen, die einen Beitrag dazu leisten, die Umwelt und Ressourcen im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit zu schonen und Schadstoffe zu vermeiden und zu reduzieren. Dabei steht der Technologiefokus in enger Verbindung mit dem Effizienzbegriff, also der ökonomisch sinnvollen Umsetzung.

Wer auch immer glaubt, diesem Anspruch zu genügen, konnte sich bis zum 31. März 2013 in einer von neun vorgegebenen Kategorien (Energie, Luftfahrt, Mobilität, …) mit seinem Projekt bewerben. Außer einer Holzkugel in gewöhnungsbedürftiger Gestaltung gibt es dabei übrigens …



Das UBA reagiert: Sorge um Bangladesh

4. Juni 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik

UBA1Zwischen 1900 und 2013 gab es in Bangladesh laut International Disaster Database 85 katastrophale Hochwassereignisse, die insgesamt knapp 320 Millionen Menschen betrafen. Über 50.000 Todesopfer waren zu beklagen. Die fünf schlimmsten Fluten fanden 1988, 1974, 2004, 1984 und 1987 statt. Wobei die mangelnde Datenqualität aus den frühen Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts zu beachten ist. Eine Korrelation mit dem Kohlendioxid-Gehalt in der Atmosphäre ist nicht erkennbar. Wenn das UBA also schreibt “Was sollen wir Menschen in Bangladesch raten, die vom steigenden Meeresspiegel bedroht sind?”, dann gäbe es eine naheliegende Empfehlung. Man lasse das mit dem Klimaschutz einfach mal bleiben und leite die freiwerdenden Mittel nach Bangladesh um, damit dort eine robuste Infrastruktur und vernünftige Deiche entstehen können. Man würde es uns danken, spätestens beim nächsten Hochwasser. Denn dieses wird sicher eintreten, trotz Energiewende und Glühbirnenverbot.

Die wirklichen Probleme des UBA liegen natürlich woanders. Die jüngste Broschüre “Und sie erwärmt sich doch”  hat massive Kritik und Gegenrede hervorgerufen (hier und hier bei Science Skeptical), bis hin zu einer überaus deutlichen Reaktion der Wissenschaftspressekonferenz:

Die WPK fordert Umweltminister Peter Altmaier dazu auf, eine weitere Verbreitung der Broschüre in dieser Form zu stoppen.

Und nun hat man in Dessau nichts besseres …



Und sie erwärmt sich – doch viel zu langsam

1. Juni 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

ego150Seine Rede bei der Alternativen Ökokonferenz der FDP Landtagsfraktion Sachsen überschrieb der tschechische Staatspräsident a.D. Václav Klaus mit den Worten „Die Irrationalität und das Pharisäertum der Anhänger der Doktrin der globalen Erwärmung wachsen“. Obwohl nicht so gedacht, hätte es eine bessere Replik auf die nur wenige Tage vorher erschienene und heiß debattierte Broschüre des Umweltbundesamtes „Und sie erwärmt sich doch“ kaum geben können.

In diesen Tagen wird oft kolportiert, das UBA hätte ja nur den Stand der Wissenschaft wiedergegeben. Man dürfe sicher anderer Auffassung sein, aber dann müsse man eben damit leben, von einer staatlichen Behörde mehr oder weniger direkt als nicht vertrauenswürdige Quelle benannt zu werden. Der feste Glaube an die Gefahr einer katastrophalen, menschgemachten Erwärmung basiert aber nicht auf der Faktenlage der Gegenwart, sondern auf mit Klimamodellen erstellten Zukunftsprojektionen. Ist es unwissenschaftlich, deren Validität in Zweifel zu ziehen? Schließlich bezieht das UBA in Abschnitt 14 auf Seite 80 und 81 eindeutig Stellung. Die Ergebnisse der Modellrechnungen seien belastbar, weil sie die klimatische Entwicklung der jüngeren Vergangenheit korrekt wiedergeben würden:

Globale Temperaturprojektionen der letzten beiden Jahrzehnte stimmen ebenfalls insgesamt mit den anschließenden Beobachtungen in diesem Zeitraum überein.

Václav Klaus dagegen führte in Dresden aus:

[…] die Oberflächentemperatur der Erde



In eigener Sache: Science Skeptical und das Technium

29. Mai 2013 | Von | Kategorie: Innovationspolitik, Internes, Off-Topic-Arena, Technium

Kernenergie2aQuentin Quencher hat vor ein paar Monaten hier bei uns über das antagonistische Begriffspaar Anthropozän und Technium geschrieben:

Zwei Begriffe die die gleiche Zeit beschreiben, ab dem Punkt an dem sich der Mensch mittels Technik die Natur und seine Umwelt zu Diensten macht. Nein, eigentlich mehr noch, als der Mensch begann, sich in nennenswertem Umfang von den Launen der Natur zu befreien, etwa ab den Zeitpunkt der industriellen Revolution. Der erste Begriff, Anthropozän, wurde von Paul Crutzen geprägt und wird vor allem dann verwendet, wenn der schädliche Einfluss des Menschen auf die Natur und die Geosysteme beschrieben wird. Der zweite Begriff, Technium, geht auf Kevin Kelly zurück, der damit die Entwicklung und Weiterentwicklung von Technik als einen evolutionären Prozess beschreibt, welcher vom Menschen nur bedingt geplant und gelenkt werden kann.

Ich denke, den Begriff des Techniums sollte man allein schon deswegen den Menschen näherbringen, weil er eine im Grundsatz positive und optimistische Sicht auf die Welt und ihre weitere Entwicklung beinhaltet. Seit einiger Zeit berichten wir auf Science Skeptical ja auch über Inventionen und Innovationen, die die Zukunft weit eher prägen können, als ein diffuses, gesamtgesellschaftliches Gefühl der Angst und die daher den Ökologisten ein Dorn im Auge sind. Ich rede …



Der Dual Fluid Reaktor – ein neues Konzept für einen Kernreaktor

29. Mai 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Innovationspolitik, Kernenergie, Technium, Wirtschaftsförderung

Der folgende Text wurde von Götz Ruprecht und seinen Kollegen beim IFK für Science Skeptical erstellt. Er wurde gegenüber bereits im Internet (bspw. bei EIKE) veröffentlichten Versionen überarbeitet und erweitert. Es handelt sich hier um ein kleines Dankeschön für unseren Aufruf, den DFR bei den Greentec Awards zu unterstützen. Was ja auch funktioniert hat. In ihrer Kategorie (“Galileo Wissenspreis”) erhielt diese Invention die mit Abstand meisten Stimmen und gehört damit zu den drei nominierten Ideen. Am 4. Juni soll die Jury den endgültigen Sieger bestimmen. Man darf gespannt sein.  


Bei der Spaltung eines Atomkerns wird 100 Millionen mal so viel Energie freigesetzt wie bei der Verbrennung eines Kohlenstoffatoms. In Anbetracht dieses Verhältnisses ist es erschreckend, dass heutige Nukleartechnik nur 3-4 mal so effektiv Strom erzeugt wie Kohle- und Gaskraftwerke (siehe dazu auch die begutachtete Veröffentlichung zu Erntefaktoren, Preprint hier). Natürlich ist für die Nutzung eines Energieträgers mit derartig hoher Energiedichte auch ein höherer Aufwand erforderlich, insbesondere für die Förderung von Uran und Thorium verglichen mit Kohle, Gas und Öl. Die eigentliche Ursache dieses extremen Missverhältnisses liegt jedoch im militärischen Ursprung der Kerntechnik. Dort zur Perfektion entwickelt, verlieren viele Konzepte, allem voran die Verwendung fester Brennelemente, ihren Bezug, wenn sie auf zivile …