Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?
6. März 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft
Vielleicht können Climategate und seinen Folgen („Africagate“, „Amazongate“, „Himalayagate“, „Hurricangate“ usw.) zu einer Versachlichung und Endemotionalisierung der Debatte beitragen.
Denn es stellen sich nicht nur Fragen nach der Verläßlichkeit von Wissenschaft und Wissenschaftlern (Peer-Review-Prozeß in der Klimaforschung, Qualitätssicherung innerhalb der Arbeit des IPCC, wirtschaftliche Motivationen hoher UNO-Repräsentanten und beteiligter Forscher). Es sind nun auch wichtige fachliche Aspekte öffentlich sichtbar, die Politik und Medien nicht mehr ignorieren können. Die folgenden Punkte lassen sich derzeit festhalten:
- Baumringdaten und vergleichbare Proxies können nicht mehr als Goldstandard zur Ableitung von Temperaturen in der Vergangenheit dienen. Die Aussage, die gegenwärtig beobachtete Erwärmung wäre über einen längeren Zeitraum in der Menschheitsgeschichte (mindestens aber über die letzten 1.000 Jahre) in Ausmaß und Geschwindigkeit einzigartig, ist daher nicht mehr haltbar. Insbesondere die mittelalterliche Warmperiode mit Temperaturen mindestens auf dem heutigen Niveau ist für die Nordhalbkugel als gesichert anzusehen. Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, daß es sich hier um ein globales Phänomen, hervorgerufen durch natürliche Klimavariabilitäten, handelte. Damit ist klar: Die Beobachtungen der letzten hundert bis hundertfünfzig Jahre mögen mit der Annahme eines menschgemachten Klimawandels (durch Freisetzung von Treibhausgasen) vereinbar sein – oder auch nicht. Vereinbar mit natürlichen Variabilitäten sind sie allemal.
- Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die im jüngsten
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Man kann die ob der Entwicklung unseres Klimas ängstlichen und besorgten Zeitgenossen mit der Unmöglichkeit konfrontieren, schlechtes Wetter zu vermeiden. Man kann auch mit den Wissenslücken in den Projektionen der künftigen klimatischen Bedingungen argumentieren. In jedem Fall lautet eine beliebte Rückzugsposition, die Maßnahmen zur Vermeidung des Klimawandels wären auch ohne diesen sinnvoll. Denn eine Umstellung unserer Energieversorgung auf „kohlenstoffarme“ Energieträger müsse sein. Insbesondere Erdöl stünde bald nicht mehr zur Verfügung. Das Ende des Erdölzeitalters wäre gekommen.


