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Klimaschutz: Selbstmord aus Angst vor dem Tod

30. November 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik

ego150Bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion, zu der ich als Quoten-Klimaskeptiker geladen war, fragte mich eine Dame aus dem Publikum sinngemäß, was denn geschehen müsse, damit ich meine Meinung ändere. Die von ihr erwartete Antwort, dies hinge von den künftigen klimatischen Entwicklungen ab, vermochte ich aber nicht zu geben. Natürlich gibt es Lücken im Kenntnisstand über die Physik der Atmosphäre und diese sind bei weitem nicht die einzigen Gründe für Zweifel an den Katastrophenszenarien einer sich unerträglich erwärmenden Erde. Aber ich hadere mit der gegenwärtigen Klimapolitik, weil sie sich gerade nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützt, sondern auf eine politische Handlungsmaxime.

Sicher, bei der heute beginnenden 21. Ausgabe der UN-Klimakonferenzen in Paris wird man nicht nur in politischen Stellungnahmen, sondern auch in kommentierenden Beiträgen in fast allen Medien das genaue Gegenteil lesen können. Klimaschutz im Sinne einer Dekarbonisierung der Weltwirtschaft sei zur Abwehr einer wissenschaftlich nachgewiesenen Gefahr für die menschliche Zivilisation das Gebot der Stunde, lautet das Mantra. Von der Schwierigkeit abgesehen, etwas „wissenschaftlich“ zu belegen, was noch gar nicht stattgefunden hat, offenbart dies vor allem die Doppelzüngigkeit der hiesigen Politik bei der Instrumentalisierung naturwissenschaftlicher Forschung.

Gentechnisch optimierte Nahrungsmittel beispielsweise existieren seit Jahrzehnten auf diesem Planeten und sind direkt oder über den Umweg



Dirk Maxeiner zum UBA-Urteil

20. November 2015 | Von | Kategorie: Blog

achgut(Übernommen von der Achse des Guten mit freundlicher Genehmigung von Dirk Maxeiner)

Ein Urteil, an dem der deutsche Journalismus noch viel Freude haben wird

Michael Miersch und ich sind gestern vor dem Verwaltungsgericht in Halle mit einer Klage gegen das Umweltbundesamt (UBA) gescheitert. „Darf das Umweltbundesamt Journalisten öffentlich vorführen, wenn sie nicht das schreiben, was als Konsens in der Klimaforschung gilt? Darf es, zumindest nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Halle“, schreibt dazu in einer ersten Reaktion der Tagesspiegel.

Die schriftliche Urteilsbegründung liegt noch nicht vor. Ich würde aber sagen: Dies ist ein Urteil, an dem Journalisten in Deutschland noch viel Freude haben werden. Die Verfahrensweise lässt sich ja mühelos auf andere Streitthemen ausdehnen. Ein bei der Verhandlung anwesender Kollege sagte zu mir: „Eigentlich sollen doch Journalisten die Regierung bewerten. Jetzt bewertet die Regierung Journalisten“

Hier erste Reaktionen:

Die Welt: Umweltbehörde darf Journalisten namentlich rügen
Das Umweltbundesamt (UBA) darf die Arbeit von Fachjournalisten weiterhin bewerten und in einer Veröffentlichung diejenigen mit Namen nennen, die nach Ansicht des UBA nicht den Stand der Wissenschaft wiedergeben. In einem Urteil des Verwaltungsgerichts Halle erklärte der Vorsitzende Richter Volker Albrecht eine Klage von zwei Journalisten als unbegründet, die sich durch die Bundesbehörde in der Weise an



„Das habe ich aus der Zeitung ausgeschnitten…“

19. November 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Kernenergie, Klimawandel

Am vergangenen Dienstag (17.11.2015) fand in Hannover eine Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung zur Energiewende statt. Unter dem Motto „Zwei Physiker – zwei Standpunkte“ trugen Prof. Wolfgang Eberhardt (TU Berlin) und Prof. Gerd Ganteför (Universität Konstanz) ihre differierenden Meinungen zum Thema vor. Vor dem Hotel verteilten zwei aktive Mitglieder einer mir bislang nicht bekannten Gruppe namens KlimaKontroverse.de klima- und energiewendeskeptische Flyer.

Langweiliger kann man einen Artikel nicht beginnen. Das ist Absicht, denn eine langweiligere Veranstaltung kann man sich auch kaum ausdenken. Der Saal war mit etwa 100 Personen bis auf den letzten Platz gefüllt. Als ich ihn betrat und die beiden Professoren bei ihren etwas ungelenken Versuchen beobachten durfte, Computer, Beamer, Laserpointer und Headset in Betrieb zu nehmen, ahnte ich schon, was da wohl noch kommen würde.

Ein Vertreter des Veranstalters begrüßte uns, das Programm stockend von der Einladung ablesend, als ob er zum ersten Mal vom geplanten Inhalt des Abends erfuhr. Dann nuschelte er noch etwas von einer kurzen Einführung, in der er uns über das Bildungsprogramm der Stiftung erzählen wolle. Was in der Information gipfelte, die Stiftung würde ein Bildungsprogramm veranstalten. Womit das Niveau des folgenden bereits umrissen wäre.

Eberhardt begann mit seiner Präsentation, in der er sich an Folien



Rezension: Wir drehen am Klima – na und? (Gastbeitrag)

12. November 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Emissionshandel, Energiewende, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

Buch2Neben Hans-Joachim Schellnhuber hat auch der vielen Lesern bekannte Physikprofessor Gerd Ganteför pünktlich zur bevorstehenden Klimakonferenz ein neues Buch zur Klimadebatte vorgelegt. Unser langjähriger Leser Martin Leonhard hat zu diesem Werk eine Rezension geschrieben und uns dankenswerterweise die Veröffentlichung ermöglicht. Ich möchte dazu auch noch einen passenden Veranstaltungshinweis geben.

Am kommenden Dienstag (17.11.2015) wird Gerd Ganteför in Hannover im Hotel Kaiserhof ab 19:00 zur Energiewende referieren. Eingeladen hat die Friedrich-Naumann-Stiftung. Und es soll eine kontroverse Debatte angeregt werden, denn dem Skeptiker Ganteför wird der Befürworter Eberhard antworten (und umgekehrt). Hier die Ankündigung des Veranstalters mit dem Link zum Ereignis:

Die Energiewende: Pro und Contra
Zwei Physiker – Zwei Standpunkte
Politik und Medien haben eine eigene Sicht auf die Welt. Dagegen sind Physiker der Realität verpflichtet.
Prof. Dr. Dr. Wolfgang Eberhardt von der TU Berlin kommt zu dem Schluss, dass die Energiewende technisch möglich ist und stetig umgesetzt werden sollte.
Prof. Dr. Gerd Ganteför von der Universität Konstanz hingegen zeigt, dass die Energiewende das Klimaproblem nicht lösen kann.
Der Ausgang der anschließenden Diskussion mit dem Publikum ist offen, aber eines ist gewiss: es kommen nur überprüfbare Fakten auf den Tisch.

Ich plane, an der Veranstaltung teilzunehmen. Nun aber zur Rezension.

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Zurück zur Natur? Von den Walen lernen…

8. November 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artensterben, Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Ressourcenverknappung, Tierschutz

ego150Es schien aus Sicht von Hajo Schellnhuber eine gute Idee, sein neues Buch pünktlich zur kommenden UN-Klimakonferenz in Paris zu veröffentlichen. Bei den langen Vorlaufzeiten, die eine entsprechende Planung erfordert, konnte man natürlich nicht ahnen, wie sehr die Flüchtlingskrise alle anderen Themen in den öffentlichen Debatten derzeit beherrscht. Das dürfte einiges an Aufmerksamkeit kosten und die erhofften Verkaufszahlen werden sich vielleicht nicht einstellen. Schade eigentlich, denn das Werk hätte durchaus Beachtung verdient, da es einen tieferen Einblick in das verquere Denken des zum Politaktivisten mutierten Forschers bietet.

„Zurück zur Natur“ ist sein Credo. Die Nachhaltigkeitskultur, die er fordert, zeichne sich durch einen „Fortschrittspfad“ aus, der sich „in die Fläche zurückbiege“. Das ist der Wesenskern der von Schellnhuber beworbenen sogenannten „Großen Transformation“: Die Rückkehr zu den biogenen Energiequellen der vorindustriellen Zeit.

Zu denen beispielsweise auch Wale gehörten. Der Jagd auf die großen Meeressäuger widmet sich Schellnhuber in einigen Passagen. Er schreibt sinngemäß, dem Schwund der Walbestände habe das Erdöl seinen Siegeszug erst zu verdanken. Und dieser „ökologische Kollaps“ sei vor allem einer „erotischen Obsession der europäischen Gesellschaft“ geschuldet, mithin der „Sekundärformung“ des weiblichen Körpers durch „Korsetts, Mieder, Reifröcke und andere Folterinstrumente“.

Schuld hatte also der menschliche Hedonismus. „Frivolität und Profitstreben“ seien



Die Energiewende bedeutet das Ende der Grundstoffindustrie

25. Oktober 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Erdöl, Kohle, Politik

ego150Es heißt ja oft, Lobbyisten aus der Wirtschaft hätten großen Einfluss auf die in Berlin Regierenden und deren Politik. Entweder ist da nichts dran, oder die Einflüsterer haben geschlafen. Die Energiewende jedenfalls geht unbeirrt in ihr sechzehntes Jahr und vernichtet nach und nach unsere industrielle Basis. Erst wurden die Stromversorger sturmreif geschossen. Jetzt beginnt man damit, die Öl- und Gasindustrie aus dem Land zu treiben. Als nächstes kommen die Grundstoffhersteller an die Reihe.

Wolfgang Eder, seines Zeichens Vorstandschef der österreichischen Voestalpine und Präsident des Weltstahlverbandes, beklagt sich im Tagesspiegel jedenfalls bitterlich über die hohen Energiekosten, unter denen seine Branche zu leiden habe. Was zwangsläufig zu einer Verlagerung der Produktion ins Ausland führen werde. Das ist zwar korrekt beobachtet, gibt aber nur die halbe Wahrheit wieder. Die Verfechter der gegenwärtigen Energiepolitik sehen in hohen Energiepreisen nur einen nützlichen Nebeneffekt. Ihr Primärziel lautet Dekarbonisierung. Und dazu ist auf Energieträger wie Stein- oder Braunkohle, Öl oder Gas in Zukunft weitgehend zu verzichten. Hierin liegt das eigentliche Menetekel für die Eisen- und Stahlproduktion in Deutschland.

Stahl, Zement, Glas und Keramik bilden die Basis jeder Industriegesellschaft. Sie werden für fast alle Maschinen und Infrastrukturen benötigt. Kohle, Öl und Gas sind zu ihrer Herstellung notwendig. Denn



Die Energiewende: Merkels grüner Populismus

21. Oktober 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Nun ist es heraus. Die EEG-Umlage wird im kommenden Jahr wieder steigen. Auf jede Kilowattstunde Strom zahlt der Verbraucher einen Aufschlag von 6,35 Cent, die in die Taschen der Betreiber von Photovoltaikanlagen, Windrädern und Biogaskraftwerken fließen. Hinzu addiert sich ein Betrag von 1,21 Cent pro Kilowattstunde an Mehrwertsteueraufschlag für die Kasse des Bundes. Gut 300 Euro beträgt mittlerweile die jährliche Mehrbelastung bei einem für Familien typischen Bedarf von 4.000 kWh. Viele Bürger sind zusätzlich noch von steigenden Netzentgelten betroffen.

Dabei hatte alles ganz harmlos begonnen. Das Stromeinspeisegesetz aus dem Jahr 1991 sollte auch den Betreibern kleiner Anlagen, die Elektrizität aus Wasser, Wind, Sonne und Biogas herstellten, einen diskriminierungsfreien Zugang zum Stromnetz und eine am Marktpreis orientierte Mindestvergütung gewährleisten. Die Idee, damit den Wettbewerb zu befeuern, wurde durch die rotgrüne Bundesregierung im Jahr 2000 mit zwei einschneidenden Änderungen in ihr Gegenteil verkehrt. Aus dem Stromeinspeisegesetz ging das „Erneuerbare Energien Gesetz“ oder kurz EEG hervor, das nicht nur einen Vorrang für Strom aus regenerativen Quellen, sondern auch eine Vergütung deutlich über dem Marktpreis vorsah. Trotz zahlreicher Novellen haben diese beiden zentralen Elemente bis heute überlebt. Für zwanzig Jahre wird den Betreibern naturinvasiver Energiesysteme (NIEs) die Abnahme beliebig hoher Mengen zu konstanten Preisen