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Kernpunkte zur Klima- und Energiepolitik aus der AfD

7. Mai 2015 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Innovationspolitik, Klimawandel, Politik

ThesenIch habe ein Positionspapier der Bundesweiten Arbeitsgruppe Klima und Energie (BAKE) in der AfD erhalten, das ich hier zur Diskussion stellen möchte. Mit Günter Keil gehört auch einer unserer Autoren zu den Verfassern und ich werde in einem der sogenannten Kernpunkte (Nummer 7) wörtlich zitiert (was ich im Vorfeld gestattet hatte).

Es handelt sich hier nicht um eine offizielle Verlautbarung der Partei oder gar um eine Zusammenfassung aus der beschlossenen Programmatik. Denn die BAKE ist kein gewähltes oder beauftragtes Gremium, sondern eine Gruppe engagierter Mitglieder. Deren Einfluß auf die Parteilinie trotzdem nicht als gering eingeschätzt werden sollte. Einige der in der BAKE aktiven Personen wirken parallel in den offiziellen Landes- bzw. Bundesfachausschüssen der AfD mit oder sind als Funktionäre in der Parteistruktur tätig.

Mit den acht formulierten Thesen möchte man natürlich die Parteilinie in der Energie- und Klimapolitik beeinflussen und sucht daher Unterstützer auch außerhalb der AfD.

Mir persönlich gefällt das Papier. Ich finde auch in den ersten beiden Punkten, über die einige Leser vielleicht stolpern werden, nichts unmittelbar Unwissenschaftliches. Es mag sein, daß einige hier lesen „es gibt keinen Treibhauseffekt“ und einige der Verfasser das auch so verstanden wissen wollen. Aber politische Papiere, das sollte man beachten, beinhalten immer



Der Powerwall: Geht es Tesla wirklich so schlecht?

5. Mai 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Energieerzeugung, Photovoltaik

ego150Man weiß nicht, wie gut es SpaceX wirklich geht. Wahrscheinlich hält sich das Unternehmen durch NASA-Aufträge einigermaßen über Wasser. Für die zweite der von Elon Musk geführten Firmen, Tesla Motors, scheint es aber düster auszusehen. Anders ist die Produktpräsentation vom vergangenen Donnerstag kaum zu verstehen.

Am 30.04.2015 stellte Elon Musk persönlich der Presse in Apple-Manier eine Neuheit vor.  Die die Energiebranche in den kommenden Jahren revolutionieren werde. Von der „Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen“ sprach Musk dabei ebenso, wie von einem Durchbruch für die Photovoltaik. Ein neuer globaler, viele Milliarden Dollar schwerer Markt täte sich auf.

Wer nun mindestens einen Flüssigsalz-, wenn nicht gar einen Fusionsreaktor erwartet, wird leider enttäuscht. Elon Musk hat nicht mehr zu bieten, als einen „Powerwall“ genannten Lithium-Ionen-Akkumulator. Der eben Überschüsse aus einer heimischen Solaranlage speichern und in sonnenlosen Zeiten wieder abgeben soll.

Innovativ ist das nicht. Produkte dieser Art gibt es schon seit Jahren auf dem Markt, auch von deutschen Herstellern. Die Leistungsdaten der Powerwall entsprechen dem derzeitigen Standard solcher Geräte. Sicher ist das Design sehr gelungen und vergleichsweise modern gegenüber den oft schlichten und lediglich farblich aufgefrischten Schaltschränken der Mitbewerber. Aber rechtfertigt  dies in Verbindung mit einem Kampfpreis den Muskschen Optimismus?

Für 3.500



Die Energiewende als Lernerfahrung

28. April 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

ego3-150x150Zur Eröffnung der Hannover Messe hielt Kanzlerin Angela Merkel am 12.04.2015 eine bemerkenswerte Rede. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert sie mit folgenden Worten:

Deutschland mache derzeit bei der schnellen Umstellung der Energieversorgung eine „Lernerfahrung“, sagte Merkel am Sonntagabend bei der Eröffnung der Hannover-Messe. „Wir sind im Augenblick in einer kritischen Phase, in der der Anteil der erneuerbaren Energien aus der Nische heraus zur Hauptsäule unserer Energieversorgung geworden ist“, sagte die Kanzlerin. Die Folgen der Umstellung würden das Land noch viele Jahre beschäftigen.

Zwar geht die Kanzlerin in ihren Ausführungen auf Themen wie Kosten und Versorgungssicherheit ein, die Interpretation, sie hätte als Physikerin einen technischen Blick auf die Situation, wäre aber vorschnell. Man wird nicht Kanzler in diesem Land, wenn man nicht primär seinem Instinkt für Stimmungen und Emotionen folgt. Weniger entscheidend ist dabei die Haltung der Gesamtbevölkerung. Auf die Multiplikatoren kommt es an, auf Meinungsführer in Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Denn diese sind es am Ende, die die Haltung breiter Wählerschichten beeinflussen. Weil ihnen mehr und bessere Kommunikationskanäle zur Verfügung stehen, als dem einfachen Bürger und weil man ihnen aufgrund ihrer Stellung, ihrer Kompetenz und Expertise weit eher zuhört.

Wenn sich in diesen Kreisen die Atmosphäre ändert, wenn die ursprüngliche



Gegen alle Vorbehalte: Das fliegende Auto kommt!

19. April 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Innovationspolitik, Mobilität, Technium

Kaum eine Vision stößt auf so viel Ablehnung, wie die des fliegenden Autos. Natürlich gibt es die Diskussionen über die Kernenergie oder auch über die Gentechnik. Nur speist sich in diesen Fällen der Widerspruch aus dem Wissen über die Realisierbarkeit dessen, was man kritisiert. Beim fliegenden Auto dagegen sind es Unglaube und Ignoranz, die zu einer scharfen Opposition führen.

Im Laufe der Jahre habe ich in meinen Vorträgen dem Publikum schon immer viel zugemutet. Vom Weltraumbergbau über sich selbst replizierende Nanomaschinen bis hin zu nuklearen Batterien reichte das Spektrum. Sicher gab es bei jedem Thema Einsprüche und Gegenargumente. Daß es möglich wäre, wurde aber nie in Zweifel gezogen. Fliegende Autos allerdings induzieren noch nicht einmal solche Reaktionen, sondern vor allem Gleichgültigkeit. Nicht nur die Automobil- und Flugzeugbauer unter den Zuhörern betrachten es wie das technische Äquivalent zum physikalischen Perpetuum Mobile. Als eine Art Gedankenexperiment ohne reale Bedeutung, aus dem man nur lernen kann, wo die Grenzen des Machbaren liegen. Ein neues Las Vegas in den Einöden der Mondkrater – warum nicht? Samen, aus denen gleich Tische wachsen, ohne für diese erst Bäume fällen zu müssen? Tolle Vorstellung, sollte man mal drüber nachdenken. Atomgenaue Trenn- und Fügetechnologien und damit der Weg



Energiewende: Nicht die Kosten entscheiden über den technischen Erfolg

13. April 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Photovoltaik, Politik, Windkraft

ego150Den meisten Lesern wird die Frage merkwürdig vorkommen, aber ich möchte sie trotzdem stellen: Wozu eigentlich benötigen wir Strom?

Die Menschheit ist schließlich fast während ihrer gesamten Existenz ohne Elektrizität ausgekommen. Trotzdem waren soziale, kulturelle und technische Fortschritte möglich, die man nicht geringschätzen sollte. Man denke allein an die Heroen aus Naturwissenschaft und Technik. Von Archimedes bis Newton haben diese im Schein von Öllampen gearbeitet. Trotzdem entstanden am Ende einer langen Kette Dampfmaschine und Eisenbahn. Hätte es nicht auch einfach so weitergehen können?

In gewisser Weise ist die Entschlüsselung der Prinzipien, nach denen unsere Umwelt aufgebaut ist, ein zwangsläufiger Vorgang. Elektromagnetische Phänomene sind lange bekannt, man denke an Gewitter und an den Kompaß. Experimentelles Vorgehen, also schlicht die menschliche Neugierde, trug zur Formulierung einer technisch nutzbaren Beschreibung ebenso bei, wie Erkenntnisse aus anderen Bereichen. Kurz gesagt: Da die Natur den Elektromagnetismus kennt, war seine Nutzung zwangsläufig. Der Mensch nutzt immer alle seine Möglichkeiten, nur nicht immer alle sofort.

Heute nun ist Strom eine der grundlegenden Säulen unserer Lebenswelt. Seine Anwendung geht weit über elektrisches Licht hinaus. Die Maschinen und Apparate aufzuzählen, die von der Kommunikation über die Produktion bis hin zur Mobilität elektrisch betrieben werden, wäre ein niemals endendes Unterfangen.



Neu bei Novo: Gentechnik-Hysterie beginnt auch in Asien

9. April 2015 | Von | Kategorie: Blog, Ernährung, Gentechnik, Technium

novo_logoWie in Südostasien Stimmung gegen die Grüne Gentechnik gemacht wird und wie sich auch Greenpeace hier einmal mehr gegen die Interessen der Menschen engagiert, beschreibt Peter Langelüddeke faktenreich bei Novo Argumente Online:

In Süd- und Südostasien ist Aubergine ein wichtiges und alltägliches Gemüse. Allein die Anbaufläche in Indien ist mit über 500.000 Hektar größer als die Zuckerrübenfläche in Deutschland. Ein ernstes Problem ist der Befall durch den Auberginenfruchtbohrer, dessen Raupen sich bald nach dem Schlupf in die grünen Teile der Pflanze und in die Früchte einbohren und sie so verderben. Der Schädling verursacht Ausfälle von 20 bis 60 Prozent, in Extremfällen bis 90 Prozent.

Versuche zur Resistenzzüchtung blieben bisher erfolglos, da es im Genpool der Aubergine keine verwertbaren Resistenzeigenschaften gibt. Während der ganzen Vegetationszeit von sechs bis sieben Monaten müssen deshalb die Pflanzen mindestens einmal pro Woche mit Insektiziden behandelt werden. Folgen: hohe Rückstände auf dem Erntegut, Umweltschäden, für die Bauern hohe Insektizidkosten sowie gesundheitliche Gefahren aufgrund primitiver Applikationsmethoden. Deshalb hatte Mahyco in Zusammenarbeit mit zwei landwirtschaftlichen Universitäten eine Variante entwickelt, die das aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis stammende Protein Cry1Ac enthält. So wird die Pflanze wirksam vor Befall geschützt.

Dumm nur, dass diese Resistenz ausschließlich mit Hilfe gentechnischer Methoden



Freeman Dyson: Ein aktuelles Interview

7. April 2015 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Medien, Wissenschaft

Ich war 14, als man mir ein Buch von Freeman Dyson schenkte. Dadurch reifte der Entschluß, Physiker zu werden. Nun hat der große alte Mann aus Princeton erneut ein Interview zum Klimawandel gegeben. Man kann es sich als Video bei der Vancouver Sun ansehen.

The fact is that CO2 is so beneficial in other ways it would be crazy to try to reduce it.

Ja, so führt er gewohnt eloquent aus, am menschlichen Einfluß auf das Klima bestünde kein Zweifel. Aber den Glauben, hier handele es sich um eine Katastrophe, nennt er religiös motiviert. Denn weder könne man das Ausmaß der Veränderungen überblicken, noch dürfe man die positiven Folgen einer höheren Kohlendioxid-Konzentration in der Erdatmosphäre ausblenden.

Die Modellrechnungen, auf denen die Angst vor dem Klimawandel beruhe, seien zwar nützlich um das Klimasystem zu verstehen, aber nicht für Vorhersagen geeignet. Die Komplexität der Realität könne man niemals in einem Computermodell abbilden.

Worauf sein Optimismus beruhe, fragt ihn der Journalist am Ende des etwa zwanzig Minuten langen Gesprächs:

I grew up in the nineteen thirties and everything was so much worse then. That’s I think the primary reason why I am an Optimist.

Gilt das nicht für jeden von uns zu jeder