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Greentec-Awards, der Dual Fluid Reaktor und die Demokratie

18. Juni 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Kernenergie, Medien, Nachhaltigkeit, Ökologismus

greentecMan könne meinen eine Veranstaltung wie der Greentec-Arwads ist eigentlich zu unbedeutend um sich mit den dort vorgekommenen Unregelmäßigkeiten zu beschäftigen. Auch wenn zum Abschluss eine große Gala mit viel Prominenz kurzzeitig eine gewisse Aufmerksamkeit hervorruft, die Preisträger dürfen sich einer gewissen Öffentlichkeit freuen, nach ein paar Stunden redet keiner mehr drüber. Dem grünen Gewissen wurde geschmeichelt und der gemeine Fernsehzuschauer bekommt eine schöne Welt vorgegaukelt, wie das eben bei solchen Veranstaltungen üblich ist. Aber Hand auf Herz, wer hat denn überhaupt in der Vergangenheit, den Greentec-Avards gibt es ja schon ein paar Jahre, von diesem Preis gehört?

Dieses Jahr ist dies ein wenig anders, ein Störenfried wurde eingeladen, einer der eigentlich gar nicht stören wollte, sondern der des Motto des Awards wörtlich genommen hat, welches das lautet:

„Unter GreenTec verstehen wir Unternehmen, Technologien, Produkte, Innovationen und Dienstleistungen, die einen Beitrag dazu leisten, die Umwelt und Ressourcen im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit zu schonen und Schadstoffe zu vermeiden und zu reduzieren. Dabei steht der Technologiefokus in enger Verbindung mit dem Effizienzbegriff, also der ökonomisch sinnvollen Umsetzung.“

Wahrscheinlich gibt es keinen weiteren zur Wahl stehenden Kandidaten, der diese Kriterien so exakt erfüllt wie der Dual Fluid Reaktor. Er hatte nur ein …



Partizipation, oder wie man undemokratische Verfahren verklärt

16. Juni 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Politik

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Die kolossale Herausforderung für die Modernisierung repräsentativer Demokratien besteht nun darin, zur Gewinnung von zusätzlicher Legitimation mehr formale Beteiligungschancen zu institutionalisieren, diese zugleich aber an einen inhaltlichen Wertekonsens nachhaltiger Politik zu binden, damit „mehr Partizipation“ im Ergebnis nicht zu „weniger Nachhaltigkeit“ führt. (WBGU-Gutachten S.218)

Auf gut deutsch: Ihr dürft mitreden, die Richtung bestimmen wir. Genau nach diesem Motto wird derzeit versucht vorzutäuschen, es gäbe eine Legitimationskrise in der Politik, die mit mehr Bürgerbeteiligung überwunden werden könnte. In der Praxis allerdings scheitert dieser Anspruch regelmäßig, da sich bei derartigen Prozessen nur die artikulationsstarken und zeitreichen durchsetzen. Wenn derartige Prozesse in Gang gesetzt werden, dienen sie zumeist nur als Werbeplattform für bereits fest stehende Entscheidungen. An Einzelaspekten wird noch ein wenig herumgefeilt, damit der Eindruck entsteht: Die Bevölkerung wurde ja gefragt, sie hat sogar mitarbeiten können. Wenn allerdings diese Bürgerbeteiligung einmal nicht mehr gewünscht wird, weil sich in diesen Prozessen Stimmen eine Mehrheit verschafft haben, die das jeweilige Vorhaben generell in Frage stellen, ist ganz schnell Schluss mit lustig. Dann wird relativiert, Mitspracherechte eingeschränkt, oder gar Abstimmungen als unwichtig erklärt. Partizipation bedeutet eben nicht eine Wahl zu haben, sondern nur mitzumachen. Entscheidende Weichenstellungen sind nicht zu erwarten. Wer solche Partizipationsprozesse …



Suffizienz, Green Economy und die fröhliche Sesshaftigkeit

10. Juni 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energiewende, Nachhaltigkeit, Ökologismus

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Die soziale Fallhöhe, die wir ins Unermessliche steigern, durch einen konsumistischen und damit auf Wachstum beruhenden Lebensstil, das ist ein weiteres Problem was wir lösen müssen. Das geht nur über einen Rückbau.

Dies sagte im WiWotalk der Wachstumskritiker Nico Paech im Videochat mit Ralf Fücks, Vorstandsmitglied der Heinrich-Böll-Stiftung. Wie dieser Rückbau auszusehen hat, davon hat Peach auch konkrete Vorstellungen, beispielsweise das hier:

75% der Flughäfen müssten unbedingt still gelegt werden und die Hälfte der Autobahnen. [...] Da ist es viel viel sinnhafter eine fröhliche Wende zur Sesshaftigkeit anzupeilen.

Hier könnte man nun kalauern, wenn es nicht so traurig wäre, dass die Fallhöhe vom Pferd oder vom Fahrrad auch nicht so hoch ist, wie aus einem, oder mit einem, Flugzeug. Doch Spaß beiseite, Peach spricht nur deutlich aus wovon auch andere Postwachstumsökonomen überzeugt sind. Nur durch Suffizienz, sprich Wohlstandverluste, werde sich eine drohende ökologische Apokalypse verhindern lassen. Helfen kann hier nur eine neue Genügsamkeit, wer sozial nicht aufsteigen kann, nicht darf, der kann auch nicht so tief fallen. Ein Rückbau der (sozialen) Fallhöhe bedeutet nichts anderes. Doch dass diese fröhliche Sesshaftigkeit, die ja nur stellvertretend für eine allumfassende Genügsamkeit, oder Verzicht wie andere sagen, sich sozusagen durch Überzeugungsarbeit erreichen ließe, …



Thorium, billiger als Kohle

30. Mai 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Kernenergie, Klimawandel, Technium
http://www.youtube.com/watch?v=SS2JrWa_Wkc?t=39m6s&w=560&h=315]

thoriumbilligerRobert Hargraves greift tief in die Alarmistenmottenkiste, als er auf einem Vortrag, am 9. November 2012, vor der »Thayer Scholl of Engineering at Dartmouth« über die Chancen des Thorium-Flüssigsalzrektors hält. Sämtliche Schreckensszennarien, selbst solche welche den Alarmisten in der Klimadebatte so langsam zu peinlich sind, werden angesprochen. Doch diesen Aspekt seines Vortrages können wir vernachlässigen, es ist nur interessant festzustellen, dass sein hier vorgestelltes Programm für die Entwicklung und Nutzung des Thorium-Flüssigsalzreaktors auch im Interesse der Klimaschützer ist. Nur spricht er aus, was offensichtlich ist: Sämtliche Versuche mittels internationaler oder bilateraler oder nationaler Programme die CO₂-Emissionen zu reduzieren sind gescheitert, und haben auch in Zukunft keinen Aussicht auf Erfolg.

Der Schlüssel zum Erfolg einer Reduzierung von Treibhausgasen, wie ich jetzt einfach mal unkommentiert sage, liegt nicht in Verzicht oder Regulierungen wie Cap & Trade, sondern in der Aussicht Energie bereitzustellen, die billiger als die aus Kohle ist. Und hier sieht er mit den sogenannten »Erneuerbaren« kein Chance. Die sind und bleiben einfach zu teuer, zu unzuverlässig, und es ist nicht abzusehen ob und wann dies sich ändern könnte. An Kohle kommen die nicht ran, also werden sie ein Spielzeug von eher reichen Ländern bleiben. Ganz anders der LFTR …



Die Grünen, die Pädophilen und die K-Gruppen

29. Mai 2013 | Von | Kategorie: Off-Topic-Arena

hilfeschreiEva Quistorp, Jahrgang 1945, war bei den Grünen von Beginn an dabei. Im TheEuropean schildert sie nun, dass pädophile Gruppen nicht heimlich die Grünen unterwandert hätten, sondern der Vorstand von Beginn an informiert war:

Ich habe damals zusammen mit Eberhard Walde versucht, die Indianerkommune aus dem Saal zu treiben und den Bundesvorstand auf dem Podium bekniet, etwas gegen sie zu unternehmen.

Die Verhältnisse diesbezüglich waren allen bekannt, da sich die Grünen einen innerparteilichen Krieg leisteten, der allerdings heute hauptsächlich als Auseinandersetzung zwischen Realos und Fundis in Erinnerung ist. Wie stark aber die Pädophilen wirklich in der Partei waren verrät ein Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1985

Eine rund zwanzigköpfige grüne Arbeitsgruppe namens “Sexualität und Herrschaft” – die sich selber in Anspielung auf die ihr angehörenden Schwulen und Pädophilen “SchwuP” abkürzt – hatte das Papier dem Landesparteitag in Lüdenscheid am 9. März als Teil des Wahlprogramms zur Beschlußfassung vorgelegt. Trotz etlicher Warnungen aus den eigenen Reihen billigten die Delegierten den Inhalt nach fast dreistündiger Diskussion mit 76 zu 53 Stimmen

Da wurde also in aller Offenheit drei Stunden über solche Themen wie die „Streichung des gesamten Sexualstrafrechts“ gestritten. Was sie damit meinten, war völlig klar. Schon 1980 warb eine Nürnberger „Indianerkommune“ für …



Grün-Rote Bürgerbeteiligung

13. Mai 2013 | Von | Kategorie: Blog

images„Bürgerbeteiligung heißt Prozesse mitzugestalten, nicht sie zu entscheiden“. so wird Gisela Erler, grüne Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, von den Stuttgarter Nachrichten zitiert. Man kann ihren Unmut verstehen, gerade eben zeichnete sich bei einer Bürgerbefragung eine überwältigende Mehrheit gegen den von der Landesregierung Baden-Württemberg geplanten Nationalpark Nordschwarzwald ab. Diese Ablehnung war nicht knapp, fast durchweg mindestens eine Zweidrittelmehrheit für die Nationalparkgegner. Und das ganze bei einer Wahlbeteiligung die höher als bei OB-Wahlen war, so der Schwarzwälder Bote.

Wer nun aber denkt, die grün-rote Landesregierung macht einen Rückzieher, der sieht sich getäuscht. Naturschutzminister Bonde (Grüne) meint denn auch dazu, dass es bei einer landesweiten Abstimmung besser ausgesehen hätte. Und weil der Bonde das so weiß, und mit ihm die ganze grün-rote Regierung, macht man eben weiter im Plan. Und überhaupt, bei Bonde müssen denn auch gleich mal die „aggressiven Kampagnen“ der Gegner als Erklärung dafür herhalten, warum die betroffenen Bürger sich anders entschieden haben als von Grün-Rot gewünscht. Nun sollen zusätzliche Informationsveranstaltungen weiter helfen, so als hätte es diese Abstimmung nicht gegeben, noch nicht einmal auf einen „runden Tisch“ will man sich einlassen (StN).

Was Grün-Rot hier betreibt, ist eindeutig Wählerverhöhnung. Bürgerbeteiligung ist nur erwünscht, wenn es …



Merkels Backloading-Desaster

8. Mai 2013 | Von | Kategorie: Blog
http://www.youtube.com/watch?v=GX-5g7B9TSY”>länger

petersber4Der vierte Petersberger Klimadialog ist beendet und Bundeskanzlerin Merkel hat sich dort eindeutig fürs „Backloading“ im Europäischen CO₂-Zertifikatehandel ausgesprochen. IWR.de meldet:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich bei der Eröffnung des vierten Petersberger Klimadialogs erneut für ein “Backloading” im Rahmen des EU-Zertifikatehandels ausgesprochen und mit Nachdruck für zeitnahe Maßnahmen beim internationalen Klimaschutz geworben. Weil beim EU-Emissionshandel die verfügbare Menge an CO2-Zertifikaten unter Annahmen festgelegt worden seien, die sich nicht bewahrheitet hätten, sei die Anpassung der Angebotsmenge ein probates Mittel.

Auch Altmaier hatte sich ebenfalls für dieses Backloading stark gemacht, dennoch ist es im Europäischen Parlament gescheitert. Und CDU/CSU haben einen maßgeblichen Anteil daran.

Dreiviertel der Abgeordneten der Union haben gegen das „Backloading“ gestimmt, vertreten also konträre Auffassungen dazu wie Altmaier und Merkel. Das Abstimmungsverhalten ist bemerkenswert, weil eben so viele Abgeordnete nicht den Wünschen der Kanzlerin gefolgt sind. Was es noch brisanter macht, die Abgeordenten taten dies nicht im geheimen, sondern in einer namentlichen Abstimmung.

Der Unmut über die Klimapolitik der Kanzlerin hat nun auch die Parlamentarier erreicht, zwar nur im EU-Parlament, doch immerhin. Der Wirtschaftsflügel der Union ist ja schon länger unzufrieden: „ Der Widerstand in der deutschen Wirtschaft sei für eine Reform zu groß, sagte …