Alle Beiträge dieses Autors



Modelle: Der Faktor Mensch

8. Juli 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Wissenschaft

avatar-quentinImmer wieder dreht sich in der Klimawandeldiskussion alles um die Frage der Daten, wie werden diese erhoben, oder um die Naturwissenschaften, wie können welche Beobachtungen naturwissenschaftlich erklärt werden. Hier erscheint es mir nun angebracht, einmal hinzuschauen, was passiert mit den Daten und den wissenschaftlichen Erklärungen. Wie werden sie gedeutet, welche Schlüsse kann man daraus ziehen, welche Empfehlungen können gegeben werden? Einzelne Daten oder Erklärungen sagen ja erst einmal gar nichts darüber aus, was es für uns bedeutet, sie sind neutral, erst wenn der Mensch selbst aktiv werden soll bekommen sie eine Bedeutung für ihn. Ist Klimaschutz sinnvoll oder nicht, beispielsweise. Besteht überhaupt keine Gefahr durch den Klimawandel oder kommt die Katastrophe. Das lässt sich aus Daten oder aus der Naturwissenschaft nicht erkennen, beides muss gedeutet werden. Ein Bild, ein Modell muss erstellt werden: Was wird sein … .

Deshalb scheint es mir angebracht einmal anzuschauen was diese Modelle eigentlich sind, wie sie entstehen, welche Faktoren einfließen und welche nicht. Dazu hier, um auch mal über den Tellerrand der Klimamodellierung hinaus zu schauen, zwei Videos in denen aus unterschiedlicher Sichtweise Modelle beschrieben werden. Was mir auffiel, der Faktor Mensch spielt eine wesentlich größer Rolle als gemeinhin angenommen wird. Das beginnt schon



Lieber Werner Krauss,

9. Juni 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Ökologismus, Wissenschaft

huffpo_quentin2(Eine Antwort auf Werner Krauss’ Bemerkung auf der Klimazwiebel, wonach schon das Zitat aus der Überschrift eines Artikels in der “Welt” (“Dreiste Berichtsfälschung der Klimatrickser“), als populistische Hetze gesehen wird und eine solche Bemerkung, auch als Zitat, gelöscht werden würde.)

ein Nachtrag zur Überschrift des «Welt» Artikels. Dazu muss ich kurz ausholen und auf ein Schwarmverhalten hinweisen. Wenn Ameisen zur Futtersuche ausschwärmen, dann etwas gefunden haben, legen sie eine Pheromonspur, auf der dann andere folgen, weil sie erfolgreich ist.

Thilo Sarrazin und Akif Pirinçci haben eine solche Spur gelegt, der nun viele folgen. Das ist meine These. Wobei das Bild von Schwarm natürlich nicht passt, weil durch Spezialisierung und Ausdiffernzierung in menschlichen Gesellschaften nur immer einige wenige spezialisierte Individuen neue Spuren legen.

Die Masse folgt dann diesen Spuren, nicht wie im Ameisenstaat, in der das Individuum ganz aufgeht, sondern zum ganz eigenen individuellen Nutzen. Der Handwerker, der sich am Erfolg der Werbekampagne, oder dem Internetauftritt, seines Konkurrenten orientiert; oder der Schreiberling, der Vokabeln und Sinnbilder von erfolgreichen Schriftstellern übernimmt.

Die Frage ist, wer legt die Spuren? Das Futter ist ja nur das Nebenprodukt, für denjenigen der die Spur legt, ist diese Spur schon der Hauptzweck, je mehr



Sonderaktion E-Book

27. Mai 2014 | Von | Kategorie: Blog, Ökologismus

Ab sofort ist das Buch «Der Wald, die Deutschen und die DMark» auch als E-Book erhältlich. In der Email vom Verlag steht:

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr E-Book mit dem Titel «Der Wald, die Deutschen und die DMark» für den Vertrieb in folgenden E-Book-Shops freigegeben wurde und dort in Kürze erhältlich ist:

Apple iBookstore
Bei Apple iTunes können Sie die Vorschau für Ihr Buch über den folgenden Link ansehen, sobald es im iBookstore verfügbar ist:

http://itunes.apple.com/de/book/isbn9783735727510

Amazon Kindle-Shop auf amazon.de

eBook.de
Bei eBook.de können Sie die Vorschau für Ihr Buch über den folgenden Link ansehen, sobald es verfügbar ist:

http://www.libri.de/shop/action/productDetails?id=9783735727510

und weitere, unter anderem Thalia.de, Buch.de, Buecher.de, Spiegel.de, Mediamarkt.de, Weiland.de, Mayersche.de, Pubbles.de.

Die Verfügbarkeit in weiteren E-Book-Shops wird sukzessive ausgebaut.

Ihr E-Book erscheint mit der ISBN 9783735727510 und wird zum Verkaufspreis von 4.99 EUR angeboten.

coverDieser Verkaufspreis von 4.99 EUR gilt aber nur einige Wochen (genaue Info darüber folgt). Der reguläre Verkaufspreis danach ist 11.99 EUR.

Ich habe jetzt nicht alle aufgezählten E-Book-Shops überprüft, doch bei Amazon.de ist es schon sofort lieferbar.

Also zugreifen und mich reich machen. Ich verspreche auch, dass ich keinen einzigen Cent für irgendwas spende, sondern alles persönlich verprasse.

Update 02.06.2014:



Skeptiker sind „Aktivist Researchers“, Alarmisten ebenso

8. April 2014 | Von | Kategorie: Blog, Politik, Wissenschaft

quentin_100Fast der ganze Artikel über „Citizen Science“ oder „Laienwissenschaft“ von Gabriele Goettle in der taz besteht aus Zitaten von einem Mann: Dr. Dr. h. c. Peter Finke, emeritierter Professor für Wissenschaftssprach- und Kulturtheorie an der Universität Bielefeld, und der startet einen Frontalangriff auf die etablierte Wissenschaft, die seines Erachtens nach eher eine Wissenbürokratie geworden ist, und der freien Wissensaneignung entgegen steht. Er geht aber noch weiter, und setzt Laienwissen, oder Laienvermutungen als richtig der Profi-Wissenschaft gegenüber. Die Profis können es nicht wissen, weil ihnen die Zusammenhänge fehlen. Den Blick dafür aber glaubt Finke zu haben, und lässt sich dazu hinreißen, dass was seinen Vorstellungen nicht entspricht, wenn es von Spezialisten vorgetragen wird, es als falsch zu bezeichnen. Beispielsweise über Ökonomen sagt er:

Dabei sagen sie im Grunde immer das Gleiche, obwohl heute jeder Laie genau weiß, dass es falsch ist. Aber die Ökonomen sagen unverdrossen: mehr Wachstum!

Beeindruckend hierbei ist nicht, dass es tatsächlich eine Diskussion darüber gibt, für was Wachstum gut ist, dies nahm sogar einen breiten Raum einer Enquetekommision des Bundestages ein, bei der die verschiedensten Sichtweisen erörtert wurden, sondern dass Laienwissen, oder Laienvermutung, über die Wissenschaft gesetzt wird: „obwohl heute jeder Laie genau weiß, dass es



North Dakota: Exorbitante Einkommenssteigerungen durch Fracking

28. März 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energiewende, Unkonventionelles Gas und Öl

quentin_50„Wir freuen uns über das Wirtschaftwachstum in allen Regionen des Landes und der Einkommenszuwachs betrifft nahezu alle Branchen.” Das sagte der Gouverneur von North Dakota (ND), Jack Dalrymple. Woran das liegt, ist jedem im Lande klar. ND ist nun der zweitgrößte Ölproduzent in den USA, nach Texas, und beim Einkommen auf die dritte Stelle, nach Conneticut und Washington D.C., vorgerückt. In 10 Jahren hat sich das Einkommen fast verdoppelt. Und es sind nicht nur einige wenige Profiteure die am Ölboom verdienen, so wie hierzulande nur einige wenige am Wind- oder Solarernergieboom profitiert haben, nein, in ND betrifft es nahezu alle Branchen. Allein im im letzten Jahr stieg das Einkommen um 7,6 Prozent und war damit um 5% höher als der durchschnittliche Einkommenszuwachs in den USA.

Nun ist in den Nachrichten zu hören, dass Angela Merkel geäußert hat: „Es wird eine neue Betrachtung der gesamten Energiepolitik geben“. Grund ist aber nicht die durch das EEG und die sogenannten Erneuerbaren Energien ausgelöste Schwindsucht in deutschen Geldbeuteln, sondern die Erkenntnis, dass man sich von russischen Energielieferungen unabhängig machen möchte.

Statt nur nach neuen Lieferanten zu schauen, was an sich nicht verkehrt ist, ist es allerdings nun höchste Zeit auch die bislang weitestgehende



Norbert Bolz über die Unmöglichkeit von Nachhaltigkeit in komplexen Systemen

10. März 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Politik, Wissenschaft

quentin_100In der Sendung „Sternstunde Philosophie“ des Schweizer Fernsehens kommt der Philosoph Norbert Bolz ausführlich zu Wort. Die Sendung ist in ganzer Länge sehenswert, besonders möchte ich aber auf zwei Punkte hinweisen, und in Schriftform Bolz zitieren. Seine Ausführungen zum Mainstream in den Medien sind nicht so neu, zumindest nicht für mich, doch was er zur Nachhaltigkeit sagt, gehört diskutiert und stellt eine Gegenposition zum derzeit weit verbreiteten Denken darüber dar.

Katja Gentinetta: Nehmen wir genau dieses Wort Widerstand auf. Sie haben den Begriff schon genannt: Konformismus. Sie zeichnen sich ja dadurch aus, dass sie versuchen, oft, eine Gegenmeinung zu vertreten. Sie vertreten sie auch, sehr deutlich, sie haben beispielsweise gesagt, Authentizität ist eines der großen Schlagworte, Nachhaltigkeit ist ein anderes. Sie positionieren sich just am anderen Ende. Nachhaltigkeit halten Sie für nahezu ökologischen Fundamentalismus, wenn man so will. Wie begründen Sie das? Beziehungsweise, wieviel an Ihrer Position ist Gegenprovokation und wieviel ist Philosophie?

Norbert Bolz: Das ist natürlich jetzt schwer für mich zu beurteilen, objektiv über mich zu urteilen, was so eine zentrale Frage betrifft. Aber zumindest was mein Selbstverständnis betrifft, hat es mit Gegenprovokation überhaupt nichts zu tun. Bleiben wir bei dem Beispiel Nachhaltigkeit. Das habe ich relativ früh



Schlechter Journalismus, am Beispiel Stefan Siller

1. März 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Kohle, Medien

quentin_100Beim SWR gibt es auch gute Moderatoren für Informationssendungen, Wolfgang Heim und Gábor Paál beispielsweise, Stefan Siller gehört aber nicht dazu, und jedesmal wenn ich seine durchaus sympathische Stimme im Radio höre, wechsle ich den Sender. Schon seit langem geht mir Siller mit seiner moralisierenden, ganz dem grünen Zeitgeist angepassten, Attitüde auf den Wecker. Für Musiksendungen mag er ja noch ganz brauchbar sein, aber, zumindest zu Hause, höre ich keine Musik im Radio, sondern hauptsächlich bei Digitally Imported oder SKY.fm. Lokales Radio brauche ich nur um Kommentare oder Infosendungen anzuhören, oder wegen Staumeldungen wenn ich unterwegs bin. Und für Infos und Kommentare gibts Podkast, den für SWR1 Leute habe ich abonniert, kann mir also in Ruhe anhören was gesprochen wurde, zu einer Zeit wenn es am besten passt. Wenn dann Stefan Siller als Moderator genannt wird, kann ich mir die Zeit meist sparen, es sei denn das Thema ist zu interessant für mich um es zu ignorieren.

Aus diesem Grund, interessantes Thema, habe ich mir die Sendung SWR1-Leute vom 25.02. angehört, und es hat sich gelohnt, denn der Chef der Stadtwerke Ettlingen, Eberhard Oehler, war zu Gast und er sollte unter anderem über die Energiewende sprechen. Doch dazu