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Über das Dahinschmelzen der Klimakampagne

8. März 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Blog, Climategate, Klimawandel, Medien

In letzter Zeit ist es im deutschen Blätterwald beim Thema Klimaaktstrophe spürbar ruhiger geworden. Offenbar eignet sich die Grundstimmung, die sich durch ungewöhnlich langen und kalten Winter eingestellt hat nur wenig, die Furcht vor einer katastrophalen Erwärmung weiter zu schüren. Auch sind die Nachrichten, die zu verkünden wären, passen so gar nicht in das Bild, das so lange von den Medien hierzulande gezeichnet wurde. Nämlich eben jenes von den tausenden Wissenschaftlern weltweit, die sich alle darin einig sind, dass ein durch Menschen verursachter Klimawandel stattfindet, oder zumindest unmittelbar bevorsteht, welcher ausschließlich negative, wenn nicht gar katastrophale Konsequenzen nach sich zieht.

Das neue Bild, welches in den letzten Monaten von der Klimawissenschaft entstanden ist, müsste hingegen völlig anders aussehen. Hat sich doch herausgestellt, dass es tatsächlich nur einige wenige Klimawissenschaftler sind, die mit zum Teil fragwürdigen und zum Teil an den Grenzen der Legalität angesiedelten Methoden die Deutungshoheit in der Wissenschaft an sich gerissen haben und anders lautende Meinungen nach Kräften unterdrücken. Man könnte über Übertreibungen im IPCC-Report berichten, welche so zahlreich daherkommen und stets nur in Richtung einer Katastrophe zeigen, dass eine bewusste Auswahl zumindest wahrscheinlich erscheint. Oder von einem IPCC Vorsitzenden Rajendra Pachauri, einem gelernten Eisenbahningenieur, der nichtsdestotrotz immerfort…



NovoArgumente präsentiert: Das Alternative Kopenhagen-Manifest

7. März 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Blog

Die Enttäuschung über das Kopenhagener Abkommen ist allgegenwärtig. Die Staatschefs der Welt haben im Dezember 2009 versprochen, mehr Geld zur Bewältigung des Klimawandels bereitzustellen und die weltweite Erwärmung auf zwei Grad beschränken zu wollen. Das liegt meilenweit entfernt von ihren ursprünglichen Zielen. Wie soll es weitergehen? Wir haben einen Vorschlag: unser alternatives Kopenhagen-Manifest.

In Form von zehn Thesen bietet das Manifest Vorschläge dafür, wie die Menschheit nach dem gescheiterten Klimagipfel Freiheit, Wohlstand und ein angenehmes Leben für alle erreichen kann. Lesen und diskutieren Sie mit unter http://www.novo-argumente.com/magazin.php/dfa/artikel/das_alternative_kopenhagen-manifest/.

Das Manifest ist der ersten Beitrag in dem neuen Debattenforum „Aufbruch nach vorn!“, mit dem NovoArgumente gemeinsam mit vier europäischen Medienpartnern aus Großbritannien, Schweden, Österreich und der Schweiz eine internationalen Debatte über Fortschritt, Wachstum und Innovation anregen möchte. Mitstreiter sind herzlich willkommen!
Mehr Informationen zum Debattenmagazin NovoArgumente unter: http://www.novo-argumente.com



Wächst das Eis in der Arktis auch in diesem Jahr weiter?

6. März 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Blog, Klimawandel, Schnee und Eis, Wissenschaft

Der wohl bekannteste Internetblog, der sich skeptisch mit dem Thema globale Erwärmung auseinandersetzt, ist die Seite wattsupwiththat.com des amerikanischen Meteorologen Antony Watts. Und selbstverständlich wird auch dort die Entwicklung der Eisbedeckung in der Arktis kritisch unter die Lupe genommen. In einer dort im Februar veröffentlichten Analyse von Steven Goddard kam dieser zu dem Schluss, dass die Erholung des Eises in der Arktis sich auch in diesem Jahr fortsetzen würde.  Diese Einschätzung bekam jetzt prominente Unterstützung von Seiten des amerikanischen National Snow and Ice Data Centers (NSIDC). Diese Institution, die sonst eher für Prognosen im Sinne eines katastrophalen Verschwindens der Eisdecke zuständig ist, schrieb in ihrer neuesten Analyse:

Die Arktische Oszillation (AO) hat einen großen Effekt auf die Bewegung des arktischen Meereises.  Das Windmuster, welches mit einer stark negativen  AO verknüpft ist, bewirkt dass weniger Eis die Arktis durch die Fram Straße verlässt. Dadurch wird mehr von dem älteren, dickeren Eis in der Arktis zurückgehalten. Bei dem wenigen alten Eis, dass noch vorhanden ist, kann das Zurückhalten von übrigen dabei helfen, dass die Eisausdehnung im September nicht so niedrig ausfällt, wie in den letzten Jahren.

The AO has a strong effect on Arctic sea ice



Kein Weltuntergang und trotzdem weiter wie bisher

5. März 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Profiteure

Gastbeitrag von Eva Ziessler (zuerst erschienen auf der Achse des Guten)

Es wäre eine enorme Erleichterung, so Al Gore in der New York Times, sollte sich herausstellen, dass uns keine unvorstellbare, die menschliche Zivilisation gefährdende Katastrophe bevorsteht, die umfangreiche Präventivmaßnahmen zum Schutz der Menschheit erfordert. Es würde von uns genommen die schwere Bürde, von unseren Enkelkindern als kriminelle Generation verteufelt zu werden, die selbstsüchtig alle eindeutigen Warnungen in den Wind geschlagen habe, dass das Schicksal der Enkel in ihren Händen liege. Deshalb wünsche auch er, Al Gore, von ganzem Herzen, dass die Erderwärmung eine Illusion gewesen sei.

Aber selbst dann, wenn sein Herzenswunsch in Erfüllung gehen sollte, so der ehemalige US-Vizepräsident weiter, müssten wir die von ihm und der UN angeregten „umfangreichen Präventivmaßnahmen“ weiterhin verfolgen.

Mmh, wie bitte?, fragt sich der geneigte Leser und versucht zu verstehen: Die unvorstellbare Katastrophe erweist sich als Illusion—und trotzdem sollen wir die umfangreichen, zur Abwendung der vermeintlich bevorstehenden Katastrophe ersonnenen Maßnahmen weiterbetreiben? Warum denn das? Weil es, so klärt Gore uns auf, um Arbeitsplätze geht, und zwar um die „wichtigsten“ Arbeitsplätze im 21. Jahrhundert, um Arbeitsplätze in der Solar- und Windenergie, in der geothermischen Energie…



Stephen Fry übt Kritik an der katholischen Kirche

4. März 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Blog, Kurioses

Hier mal etwas völlig anderes. Stephen Fry spricht auf der Intelligence² Debate über die katholische Kirche, wobei er auf typisch britische Art äußerst höflich und doch auch äußerst bissig Kritik an dieser Institution übt. Einzelne Punkte als “Highlights” herauszustellen würde diesem durch und durch brillanten Vortrag sicher nicht gerecht werden. So erfährt man zum Beispiel, dass der Heilige Thomas Morus (Thomas Moore) zu seiner Lebzeit im 16. Jahrhundert dafür gesorgt hatte, dass Menschen als Ketzer verbrannt wurden, die die Untat begangen hatten, die Bibel in englischer Sprache zu lesen. Und dass eben dieser Thomas Moore als Leuchtturm der Unterdrückung der freien Meinungsbildung im Jahr 2000 von Papst Johannes Paul II. zum Patron der Regierenden und der Politiker ernannt worden ist. Irgendwie passend…

Mir war Stephen Fry ja hauptsächlich wegen seiner Auftritte in der großartigen englischen Comedy-Serie Blackadder aufgefallen. Dass er auch sehr kluge Gedanken fassen und äußern kann, hatte ich eher am Rande mitbekommen (unter anderem bei einem Gastauftritt bei der von mir ebenfalls sehr geschätzten BBC-Serie Top Gear).





“ZDF Umwelt” zeigt Pannen im IPCC Bericht

21. Februar 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Medien

“Gute wissenschaftliche Praxis; beim Weltklimarat scheinen einige damit wirklich ein Problem zu haben…”. Aussagen dieser Art konnte man in den letzten Jahren in vielen Internet-Blogs lesen. Und bis vor kurzem auch ausschließlich dort. Dass jetzt aber auch in einem Umweltmagazin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen derart offene Kritik am IPCC laut wird, hätte noch vor wenigen Wochen wohl kaum jemand für möglich gehalten.

Diese deutlichen Worte fielen nämlich im ZDF Magazin “Umwelt“. Waren bisherige Skandale, wie Klimagate oder die Rücktrittsforderungen an IPCC-Chef Pachauri noch kaum in den Mainstream Medien angekommen, haben die jüngsten Affären rund ums IPCC das Fass wohl definitiv zum Überlaufen gebracht. Erst die falschen Gletschermeldungen aus dem Himalaja, dann die fehlerhaften Amazonas-Daten und die Übertreibungen  bei Unwetterschäden oder bei den Prognosen zu Trockenheiten in Afrika. All das war dann wohl doch zu viel. In bislang ungekannter Deutlichkeit und Härte kritisieren die ZDF-Umwelt Redakteure jetzt die Machenschaften des IPCC und scheinen sogar mit Forderungen zu sympathisieren, das IPCC abzuschaffen.

Interessant in dem Bericht ist auch das Interview mit dem prominenten Kieler Klimaforscher Mojib Latif. Dieser, das wird immer deutlicher, scheint vielen seiner Kollegen an Weitblick um einiges voraus zu sein. War er doch einer der ersten im etablierten Klimazirkus,…



Aber die wissenschaftliche Basis im IPCC Report ist korrekt – oder etwa doch nicht?

19. Februar 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Wissenschaft

In letzter Zeit verging keine Woche, in der nicht neue Meldungen auftauchten, dass wieder Fehler und Ungenauigkeiten im 4. Sachstandbericht des Weltklimarats (IPCC AR4) offen gelegt wurden. Hier noch einmal die inzwischen bekannten Fehler: Himalaja Gletscher, Landwirtschaft in Afrika, Regenwälder im Amazonas, Niederländische Geographie, Schäden durch Extremwetter, Studienarbeiten als wissenschaftliche Veröffentlichungen und  die angebliche Zunahme der Hurrikans. Fast täglich scheinen neue Skandale hinzu zu kommen. In allen Fällen wurden Tatsachen stark übertrieben oder sogar sachlich falsch dargestellt. Die meisten dieser Fehler resultieren aus unwissenschaftlichen Studien, die verwendet wurden.

Die Verteidiger (und hier) des IPCC führen ins Feld, dass die meisten dieser Fehler von geringer Bedeutung wären und auf den Bericht der 2. Arbeitsgruppe (WG II, impacts, adaptation and vulnerability) begrenzt wären, welcher von Vertretern verschiedener regionaler Interessen verfasst wurde, und dass er nicht so viel harte Fakten (hard science) enthielte, wie der Report der Arbeitsgruppe 1 (WG I, The Physical Science Basis). Weiter sagen die IPCC Verteidiger, dass keine (oder praktisch keine) Probleme solcher Art mit dem Report der Arbeitsgruppe 1, der wissenschaftlichen Basis des Klimawandels, aufgetaucht wären.

An dieser Stelle ist ein bescheidener Einspruch fällig

Tatsächlich basiert der Bericht der Arbeitsgruppe 1 auf einem Prozess der,