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TV Tipp heute Abend: Streitgespräch zwischen Jürgen Trittin und Fritz Vahrenholt

30. November 2015 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Politik

Logo_PhoenixAm Montag, den 30. November 2015 sendet Phoenix um 22:15 Uhr ein Streitgespräch von Fritz Vahrenholt und Jürgen Trittin. Der Titel der Sendung lautet:

phoenix Unter den Linden spezial: Der Klimawandel – Das verdrängte Risiko?

Im Folgenden die dazugehörige Presseankündigung von Phoenix:

phoenix Thementag zur UN-Klimakonferenz

Vertreter aus mehr als 190 Ländern kommen ab Montag zur UN-Klimakonferenz in Paris zusammen. phoenix sendet aus diesem Anlass bis zum 11. Dezember ein 36-stündiges Sonderprogramm. Zum Start des Gipfels steht am Montag ein zehnstündiger Thementag an – mit Live-Übertragungen, Schalten zu den phoenix-Klimareportern, jeder Menge Dokumentationen und einer Ausgabe von Unter den Linden Spezial.

Der Thementag startet um 9.00 Uhr. Moderator Hans-Ulrich Stelter spricht im Studio mit dem Energieexperten Jürgen Döschner (Universität Köln) und dem Politikwissenschaftler Thomas Jäger (Universität Köln) über die nationale und internationale Klimapolitik. Zudem geht es los mit den Klimareportern, die fünf Orte in fünf Tagen besuchen und wichtige Klimaschutzprojekte vorstellen. Sara Bildau meldet sich zum Auftakt von der Nordseeinsel Norderney. Gegen 12.00 Uhr und 14.00 Uhr wird sie ebenfalls wieder von dort berichten.

Die Ankünfte der Staatsoberhäupter überträgt phoenix genauso wie die Ansprachen vom französischen Präsidenten François Hollande und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Diese werden gegen 11 Uhr erwartet.



Energiewende: Mit der Grundstoffindustrie verschwinden auch die Innovationen

26. Oktober 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Peter Heller hat in einem aktuellen Artikel dargestellt wie die Energiewende dazu führt, dass die Erzeugung von Grundstoffen nicht mehr in Deutschland stattfindet, sondern dort wo Energie günstiger ist, und wo die Aussichten dass das in Zukunft auch so bleibt, gegeben sind. Diese De-Industrialisierung ist keinesfalls ein Unfall oder eine Art Kollateralschaden. Sie ist, wie in dem Artikel gezeigt, politisch genau so gewollt. Nur so sind die Ziele der deutschen Energiewende, nämlich den Verbrauch an Primärenergie bis 2050 um 50 Prozent und den an elektrischer Energie um 25 Prozent zu senken, überhaupt zu erreichen (Abbildung 1).

Primärenergie und Stromverbrauch Deutschland

In den Köpfen der „Energiewender“ herrscht hier offenbar ein Bild von „alten“ Industrien vor, welche viel Energie zur Fertigung von relativ simplen Produkten wie Stahl, Grundchemikalien oder Zement verbrauchen. Die sollen aus Deutschland verschwinden und durch „neue Industrien“ ersetzt werden, welche die Hightech-Produkte der Zukunft entwickeln und herstellen. Diese Art von Fertigung soll dann mit weit weniger Energie auskommen, dabei aber eine wesentlich höhere Wertschöpfung erzielen. Das ist die Theorie. Die Praxis sieht dabei aber leider ziemlich anders aus.

Industrie fügt sich in ihr Schicksal

Am meisten enttäuschen bei der Diskussion um die Energiewende ganz sicher die Energieversorger selbst. Was einmal stolze Konzerne waren,



Offtopic-Arena – Zum Stromsparen

22. Oktober 2015 | Von | Kategorie: Blog, Off-Topic-Arena

energieeffizienz-kuehlschrankIm Blog Die Energiewende: Merkels grüner Populismus nebenan ist eine Diskussion darüber entbrannt, mit welchen Maßnahmen man seinen persönlichen Stromverbrauch wie weit senken kann. Das Thema scheint einige Kommentatoren durchaus sehr zu interessieren, hat aber mit dem Inhalt des Artikels herzlich wenig zu tun.

Wir bieten diesen Lesern hier die Möglichkeit sich nach Herzenslust über sämtliche Aspekte des Stromsparens und der Energieeffizienz auszulassen. Viel Vergnügen und eine  angerete Diskussion.



Der VW Abgasskandal – Etwas Licht ins Dunkel

30. September 2015 | Von | Kategorie: Blog, Medien, Mobilität

150494_web_R_by_O. Fischer_pixelio.deSeitdem bekannt geworden ist, dass VW bei den Abgasmessungen mithilfe von eigens dafür programmierter Software die Messergebnisse manipuliert hat, sind dutzende Artikel zu dem Thema erschienen. Wobei die meisten davon sich mit möglichen Strafen für VW beschäftigten, damit, was das für den Standort Deutschland bedeutet, was für Köpfe nach dem Rücktritt von VW Chef Winterkorn noch rollen sollten, oder allgemein auf moralische Aspekte abzielten oder gleich zu einem Rundumschlag gegen die gesamte Automobilindustrie ausholen.

Dabei sind einige ganz entscheidende Fragen zumeist unbeantwortet geblieben. Ob das so ist, weil die Redakteure ihre Leser nicht mit zu technischen Details überfordern wollten, oder weil die Beantwortung oder selbst das Stellen dieser Fragen ein gewisses Maß an Technikverständnis und Recherchefähigkeit erfordert, Eigenschaften die in vielen Redaktionsstuben nicht mehr besonders ausgeprägt vorhanden sind, sei dahingestellt.

Fragen die sich angesichts des VW-Skandals aufdrängen sind etwa, ob nicht auch andere Autohersteller ihre Autos so einstellen, dass sie auf dem Prüfstand anders reagieren, als im realen Straßenverkehr (Antwort: Sie tun es). Warum ließ VW die Harnstoffeinspritzung nicht dauerhaft auf höherem Niveau laufen (Antwort: Eine Mischung aus Kostensparender Bauweise und weltfremden Vorschriften von Seiten der Behörden). Wie wahrscheinlich ist es, dass Winterkorn nichts von der Schummelei wusste (Antwort: Nicht



Wie die Energiewende effiziente neue Kraftwerke verhindert

22. September 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Karbonsteuer, Kohle, Politik

800px-Kraftwerk_NiederaußemBeim Energiekonzern RWE liegen Pläne für einen völlig neuen Typ eines Braunkohlekraftwerks in der Schublade. Was unter dem Namen BoAplus als „das modernste Braunkohlekraftwerk der Welt“ vorgestellt wird, hätte das Potenzial einen signifikanten Beitrag zu der von der Bundesregierung geforderten Emissionsminderung und Einsparung von Primärenergie zu leisten.

„Hätte“ nicht deshalb, weil bei der Technologie noch Fragen offen wären, sondern weil bei den derzeitigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen völlig unklar ist, ob das Kraftwerk in absehbarer Zeit überhaupt gebaut werden kann.

Umstieg auf moderne Kraftwerke brächte viele Vorteile

Dabei wäre ein Umstieg von vielen in die Jahre gekommenen Braunkohlekraftwerken auf moderne Anlagen in vielerlei Hinsicht von Vorteil. Nehmen wir etwa den Wirkungsgrad. Dieser würde bei über 45 Prozent liegen. Das bedeutet, dass so ein modernes Kraftwerk 30 Prozent weniger Brennstoff verbraucht, als ältere Braunkohlekraftwerke. Wer sich für CO2-Emissionen interessiert: diese fallen dann naturgemäß ebenfalls 30 Prozent niedriger aus.

Das BoAplus ist deutlich kleiner als bisherige Braunkohlekraftwerke gleicher Leistung.

Das BoAplus ist deutlich kleiner als bisherige Braunkohlekraftwerke gleicher Leistung.

Ein weiterer entscheidender Unterschied zu Kohlekraftwerken älterer Bauart ist die schnelle Regelbarkeit. Das BoAplus kann ähnlich flexibel betrieben werden wie ein modernes Gaskraftwerk. Die Leistung kann zwischen der maximalen Kapazität von 1.100 Megawatt und der Mindestlast von 350 Megawatt um 30 Megawatt pro Minute



„Peak Sand“ und die Kernkraft – Und warum Erneuerbare Energien keine gute Lösung sind

10. September 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Kernenergie, Ökologismus, Ressourcenverknappung, Windkraft

800px-Sahara_Grand_Erg_OccidentalEs gibt einen alten Witz, den man sich im sozialistischen Osten gerne erzählte: „Was passiert, wenn die Sahara kommunistisch wird? Die ersten paar Jahre nichts, danach wird der Sand knapp.“ Das Absurde daran ist natürlich, dass Sand augenscheinlich einer der häufigsten Stoffe auf dieser Welt ist, und daher nicht knapp werden kann. Außer natürlich durch die im Kommunismus übliche Fehlverwendung von Rohstoffen…

Nun scheint diese Vision vom knapp werdenden Sand allerdings in den Augen mancher Umweltbewegter auf eine etwas andere Art Realität zu werden.  Neulich lief auf Arte eine Dokumentation, in der genau dieses Schreckgespenst an die Wand gemalt wurde. In „Sand – Die neue Umweltzeitbombe“ erzählen die Macher eine Geschichte von Raubbau an der Natur, verschwindenden Stränden und einer global agierenden Sandmafia.

Manches davon ist völlig richtig dargestellt. So hat etwa der Bau-Boom in Dubai dazu geführt, dass man dort inzwischen Sand aus Australien importieren muss. Der nahe liegende Gedanke, den Bausand einfach aus der reichlich vorhandenen Wüste zu nehmen funktioniert nicht. Wüstensand hat durch den Wind rund geschliffene Körner und ist somit als Rohstoff für Beton nicht geeignet.

Auch den Bausand einfach vor der Küste aus dem Meer zu baggern oder direkt von Stränden zu verwenden,



Einspeisung der Wind- und Solarenergie August 2015

9. September 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Photovoltaik, Windkraft

Im folgenden einige Abbildungen und Tabellen, die die Einspeisung der Wind- und Solarenergie sowie der konventionellen Kraftwerke im August 2015 zeigen. Die Daten gesammelt und die Abbildungen erstellt hat Rolf Schuster.

Zunächst die Einspeisung von Wind uns Solar und die Netzlast (der Strombedarf im Netz):

August 2015 1

August 2015 Tabelle 1

In der nächsten Abbildung ist dargestellt was passiert, wenn man die Leistung von Wind und Photovoltaik in Deutschland verdreifachen würde. Das entspräche dann rechnerisch gemittelt über das Jahr 43 Prozent der Stromproduktion. An mehr als der Hälfte der Tage im August läge dann allein die Produktion an Wind und PV oberhalb des Strombedarfs. Und der August ist ein eher schwacher Monat für „Erneuerbare“.

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Wie wenig aussagekräftig die Angabe der installierten Leistung bei Wind und Sonne ist zeigt die nächste Abbildung. Es werden nur kurzzeitig einmal knapp 50 Prozent der Nennleistung erbracht. Die meiste Zeit liefern Wind und Sonne wenig bis nichts.

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August 2015 Tabelle 2

Ausbau Wind und Solar 2015:

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Leistung, Produktion und Ausbau Wind:

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August 2015 Tabelle 3

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Leistung, Produktion und Ausbau Solar:

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August 2015 Tabelle 4

August 2015 8

Der Strompreis an den Strombörsen in Leipzig und Paris zeigt im Monatsverlauf starke Schwankungen. Sie folgen der Produktion an „Erneuerbaren“ in Deutschland. Weht der Wind und scheint die Sonne, sinken die Preise.

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Für den EE-Strom wurde im August insgesamt