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Die “Achse des Guten” bittet um Unterstützung

30. September 2014 | Von | Kategorie: Blog

Achse AktionDer Internetblog “Die Achse desh Guten” ist gerade zehn Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wünschen wir von Science Skeptical den Machern der “Achse” alles Gute und bedanken uns für die vielen Artikel, Kommentare und Debattenbeiträge aus dieser Zeit. Der Blog, ins Leben gerufen von Henryk M. Broder, Dirk Maxeiner und Michael Miersch, ist eine der wenigen Plattformen in Deutschland, von wo aus Gedanken und Meinungen auch gegen den medialen Mainstream eine weite Verbreitung finden. Wie groß die Reichweite dieser Seite ist erleben wir Macher von Science Skeptical jedes mal, wenn dort auf einen unserer Artikel hingewiesen wird, an dem dann folgenden Anstieg bei den Seitenaufrufen. Also auch noch einmal herzlichen Dank dafür, dass auch unsere Seite so oft von der Popularität der “Achse” profitieren darf.

Bemerkenswert ist, dass die Autoren auf achgut.de, und darunter sind etliche hochkarätige Journalisten, ihre Artikel den Lesern völlig ohne Bezahlung zur Verfügung stellen. Allerdings verursacht ein Projekt dieser Größenordnung offensichtlich reale Kosten. Damit diese gedeckt werden können und damit die Seite auch weiterhin den unabhängigen Journalismus in Deutschland hochhalten kann, bittet die “Achse des Guten” ihre Leser um ihre Unterstützung. Ich bin sicher, dass die allermeisten Leser unserer Seite genauso wie wir regelmäßige Besucher



Rahmstorf: “Westantarktischer Eisschild hat seinen unaufhaltsamen Zerfall begonnen”

17. September 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Meeresspiegel, Schnee und Eis, Wissenschaft

imageIn dem 2004 erschienen Thriller “Welt in Angst” von Michael Crichton versucht eine Gruppe von Umweltaktivisten durch eine Reihe von Anschlägen Umweltkatastrophen auszulösen, um so auf die Gefahren der globalen Erwärmung aufmerksam zu machen. Als Teil dieses Plans soll eine gigantische Sprengung einen Riss im westantarktischen Eisschild erzeugen und so große Teile des Eises lösen und ins Meer rutschen lassen.

Damit hat Crichton eins der zentralen Weltuntergangs-Szenarien der Klimaforschung aufgegriffen. Das Eis auf der Westantarktischen Halbinsel gilt unter Klimaaktivisten und -wissenschaftlern als besonders gefährdet und wird oft als einer der fragilsten Kipppunkte genannt. Das sind Punkte die, wenn sie überschritten werden, eine Kettenreaktion an Veränderungen auslösen. Auch harmlos anmutende kleine Veränderungen könnten, sobald ein bestimmter Zustand erreicht ist oder überschritten wird, in eine plötzliche und unaufhaltsame Katastrophe führen. Der Grundgedanke dahinter ist, dass in der Natur eine Reihe empfindlicher Gleichgewichte vorherrschen, deren Störung schlimme Folgen hat. Dass die Natur eventuell viel robuster reagiert und Veränderungen in großem Maßstab abzupuffern in der Lage ist, kommt in diesem Gedankenmodell nicht vor.

Kipppunkt soll überschritten sein

Nun ist also laut Professor Rahmstorf ein solcher Kipppunkt überschritten worden. Mit infernalen Konsequenzen:

“Klimaforscher haben seit den 1970ern davor gewarnt: Jetzt ist der Westantarktische Eisschild instabil



Langzeitstudie zur Gentechnik: Kein höheres Risiko als konventionelle Züchtungen

15. September 2014 | Von | Kategorie: Blog, Gentechnik, Gesundheit, Ökologistische Mythen

BMBF-Studie GentechnikGefunden bei transgen.de:

Gentechnisch veränderte Pflanzen zeigen im Vergleich zu konventionell gezüchteten kein höheres Risiko für Umweltbeeinträchtigungen. Seit 1987 hat die Bundesregierung zahlreiche Projekte zur biologischen Sicherheitsforschung finanziert. Zwei Jahre nach dem Ende des vorerst letzten Programms ist nun eine Broschüre erschienen, in dem einige Versuchsreihen mit ihren Ergebnissen vorgestellt werden. Einen Schwerpunkt bilden mehrere Projekte zu gentechnisch verändertem Mais. Obwohl die Wissenschaftler keine Hinweise auf besonderen Umweltrisiken finden konnten, wird Deutschland einen Anbau wohl auch in Zukunft verbieten.

Insgesamt mehr als 300 Forschungsprojekte zur biologischen Sicherheit hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 1987 gefördert, davon etwa die Hälfte zu gentechnisch veränderten Pflanzen.

(…) Schädliche Effekte, die über das Niveau konventioneller Pflanzen hinaus gehen, fanden die Wissenschaftler nicht. Im Gegenteil: “Das ökologische Profil von Bt-Mais ist besser als das von herkömmlichen Maissorten, die mit chemischen Insektiziden behandelt werden,” so Dr. Stefan Rauschen, Verbundprojektleiter der Bt-Maisversuche 2008-2011 in der BMBF-Broschüre.

Hier weiterlesen

Download-Link zur Broschüre der BMBF-Studie



Geht beim “Milliarden-Überschuss beim Ökostrom” alles mit rechten Dingen zu?

5. September 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Politik

Wie in mehreren deutschen Medien vor kurzem berichtet wurde ist zu erwarten, dass die EEG-Umlage im nächsten Jahr nicht nur nicht ansteigt, sondern zum ersten mal in der Geschichte dieser Sonderabgabe über eine Senkung nachgedacht wird.  Grund dafür ist das am Ende des Monats August mit 1,5 Milliarden Euro prall gefüllte EEG-Konto. Wie das funktioniert, sei im Folgenden kurz erklärt.

Jeden Monat werden von den Netzbetreibern in Deutschland die Zahlen zur Einspeisevergütung veröffentlicht. Wichtig sind im Wesentlichen die Einnahmen (übers EEG) und die Ausgaben an die EE-Produzenten. Daraus ergibt sich dann die Monatsbilanz. In einem typischen Jahr ergibt sich daraus das Bild, dass im Winter mehr Geld in die EEG-Kasse eingezahlt wird, als an EE-Vergütung an die Produzenten ausgeschüttet werden muss. Hauptgründe dafür sind, dass die besonders teure Photovoltaik in dieser Zeit kaum produziert und dass wegen des höheren Stromverbrauchs im Winter über die Umlage mehr Geld eingenommen wird. In dieser Zeit ist das Saldo also Positiv, das EEG-Konto füllt sich.

Einnahmen und Ausgaben gehorchen Zyklen

Irgendwann im Frühjahr dann ändert sich das Bild. Meist ab April oder Mai wird wegen des dann anfallenden PV-Stroms und der entsprechend hohen Vergütung (zusammen mit den geringeren EEG-Einnahmen wegen des geringeren Stromverbrauchs) das



Off-Topic-Arena: Über Ahnungslose und Milchmädchen

4. September 2014 | Von | Kategorie: Blog, Off-Topic-Arena

Dont-FeedAus gegebenem Anlass hier eine neue Ausgabe unserer Off-Topic-Arena. Hier darf jeder seinem Diskussionspartner nach Herzenslust Ahnungslosigkeit vorwerfen oder daß seine Meinung von Exxon gekauft wäre oder was auch immer einem noch so einfallen mag.

Da erfahrungsgemäß nicht immer alle Nutzer diese spezielle Plauderecke finden behält sich die Blog-Administration vor, gegebenenfalls aktiv zu werden und in andere Diskussionen verirrte Kommentare nach hier hin umzuleiten. Den Anfang macht eine Diskussion, die fälschlicherweise unter diesem Artikel gelandet ist.

Sollte dem einen oder anderen aufgrund dieser Speziellen Vorgehensweise der rote Faden in diesem Forum fehlen, macht das gar nichts. Inhaltlich gibt es nichts zu verpassen.



Fracking – Warum der Boom der Öl- und Gasförderung weitergeht

4. September 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Nachhaltigkeit, Unkonventionelles Gas und Öl

Rig_wind_riverDie USA verursachen seit einigen Jahren eine Revolution auf dem Gas- und auf dem Ölmarkt. Grund dafür sind neue Fördertechniken, dazu gehört vor allem die Möglichkeit tief unter der Erde horizontal zu bohren und das stimulieren von Gas- und Ölvorkommen in eigentlich zu dichtem Gestein durch das Erzeugen von Rissen mit Hilfe von Wasser, Sand und hohem Druck. Vor allem letztere Methode, das Fracking, ist in den USA und auch ganz besonders auch in Deutschland Gegenstand häufig heftiger Kritik (Hier ein Überblick über die Technologie und Potentiale in Deutschland).

Sorge bereitet den Kritikern dabei am meisten, daß dem Frack-Fluid geringe Mengen Chemikalien beigemischt werden. Da hilft es auch nicht, daß es in den USA trotz vieler Tausend durchgeführter Bohrungen bislang zu keinem ernstzunehmenden Zwischenfall gekommen ist. Und auch  nicht daß von Sachkundiger Seite Entwarnung gegeben wird, wie etwa von der University of Texas oder in Deutschland von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die dem Fracking bei sachgemäßer Durchführung ein äußerst geringes Gefährdungspotential zuschreibt:

“Die Risiken von Fracking-Maßnahmen im geologischen Untergrund stellen sich im Vergleich zu möglichen Unfällen bei obertägigen Aktivitäten als gering dar. durch standortbezogene Voruntersuchungen können Fracking-Maßnahmen so geplant werden, dass ein unkontrolliertes Entweichen der Fracking-Fluide



Hörtipp: Gen-Mikroben auf unserer Haut

1. September 2014 | Von | Kategorie: Blog, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit

mahlzeitGefühlt viel zu selten weise ich hier auf die hervorragende Kolumne “Mahlzeit” von Udo Pollmer im Deutschlandradio Kultur hin. Dort klärt der auch als Enfant terrible der Ernährungswissenschaft“ bezeichnete Lebensmittelchemiker regelmäßig über Mythen und Trugschlüsse bei der Ernährung, aber auch bei vielen anderen Themen zur Bio-Landwirtschaft oder anderen Umweltschutz-Themen auf. Seine Sendungen gibt es bei Deutschlandradio Kultur zum Nachlesen und Nachhören.

In der jüngsten Ausgabe geht es um die grüne Gentechnik. Vielmehr darum, warum gerade diese verteufelt wird, Gentechnik in anderen Bereichen in der öffentlichen Wahrnehmung überhaupt kein Problem darzustellen scheint. Hier ein Auszug und eine dringende Leseempfehlung:

Ohne Gentechnik bliebe bunte Wäsche für das bloße Auge erkennbar schmuddelig. Moderne Waschmittel enthalten Enzyme, also biologische Katalysatoren, die all die waschtechnisch schwer zu beherrschenden körperlichen Ausscheidungen komplett zerlegen. Diese Enzyme sind ohne Genmanipulation nicht zu haben.

Natürlich verbleiben vom Waschmittel und damit von den Enzymen immer Rückstände in der Kleidung, vor allem bei Öko-Waschmaschinen, die Wasser sparen. So tragen wir die Gentechnik anstandslos auf unserer Haut. Würde ein Politiker vor “unkalkulierbaren Gen-Gefahren aus der Unterhose” warnen und fordern, fürderhin nur noch weißen Feinripp zu tragen, würden seine Bedenken bestenfalls Heiterkeit auslösen. Die farbenfrohe Wäsche zeigt damit einer