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Report der Arbeitsgruppe III des Weltklimarats veröffentlicht – Globale Energiewende zum Schnäppchenpreis?

14. April 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

Strompreis EEG Umlage 2014Das Spektakel ist jetzt also wieder einmal vorüber. Nachdem gestern der dritte und letzte Teil des 5. Sachstandberichts des Weltklimarats Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist, herrscht erst einmal wieder Ruhe an der Front der Berichterstattung um die globale Erwärmung. Bis zum nächsten Bericht des Weltklimarats in sieben Jahren dürfte diese Ruhe höchstens gelegentlich von Berichten über die jährlichen, in aller Regel ergebnislos stattfindenden, Klimakonferenzen unterbrochen werden.

Das Thema Klima ist tot. Selbst ein Klimapolitisches Großereignis wie die Veröffentlichungen eines neuen Sachstandberichts wird von der Öffentlichkeit, wie es ein Autor in der Zeit bedauernd schreibt, “eher geschäftsmäßig zur Kenntnis genommen”. Die Gründe dafür dürften vielfältig sein. Da ist zunächst einmal der aus der Verhaltenspsychologie bekannte Effekt der Gewöhnung. Die ständige Konfrontation mit der drohenden Katastrophe hat bei den Menschen schlicht zu einer Abstumpfung geführt. Hinzu kommt der Umstand, daß die vorhergesagten Katastrophen bislang größtenteils ausgeblieben sind. Das Eis in der Arktis ist seit dem letzten Weltklimarat-Bericht nicht mehr weniger geworden, die Ausdehnung des Eises in der Antarktis bricht sogar laufend Rekorde, die Winter bei uns waren in den letzten Jahren eher schneereicher und etwas kälter und auch von den oft beschworenen Klimaflüchtlingen



Steht das Windrad still…

27. März 2014 | Von | Kategorie: Blog

OLYMPUS DIGITAL CAMERA…rollt trotzdem der Rubel.

Auf Facebook gefunden:

Ich beobachte nun seit einigen Wochen den Betrieb einer Enercon 101 aus meinem Fenster. An vielen Sonntagen bei mittleren Windgeschwindigkeiten steht der Rotor still. Daneben stehende kleine 1 MW Anlagen drehen sich jedoch. Erst habe ich mir nichts dabei gedacht, nur so: ist halt Sonntag und es wird nicht soviel Strom verbraucht. Aber das stimmt nur indirekt. Die Windfabriken haben Einspeisevorrang. Das heißt wenn sie abgeschaltet werden weil ihr Strom nicht benötigt wird oder das Netz den Strom nicht aufnehmen kann, dann gibt es eine Entschädigung für den Betreiber. Diese richtet sich jedoch nicht nach der nach vorhandener Windstärke möglichen Einspeiseverluste, sondern nach der installierten Leistung. Eine Enercon 101 leistet unter Volllast 3 MW und davon gibt es 90% laut EEG.
Das bedeutet die Anlage stand am Sonntag 10 Stunden still und bekommt 27.000 kWh vergütet
Wäre sie in Betrieb gewesen dann läge zur für den selben Zeitraum, die anderen WIAs liefen in etwa bei 1/3 ihrer Leistung, der Stromertrag bei 9900 kWh.
Ein tolles Geschäft das mit dem EEG, nichts tun lohnt sich wieder.
Für nichts tun fast den 3 fachen Gewinn abschöpfen.

Bildquelle: luise  / pixelio.de



Die WMO, das sechstwärmste Jahr und die Stagnation

25. März 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Meeresspiegel, Wissenschaft

from 1997Die Weltorganisation für Meteorologie hat (WMO) hat gestern ihren Jährlichen Bericht zur Klimaentwicklung vorgestellt. Wer, wie die meisten Leser hier, die Entwicklung der globalen Temperaturen mehr oder weniger regelmäßig verfolgt, für den kommt die Hauptbotschaft des Reports nicht überraschend. Die seit etwa 1998 andauernde Stagnation beim Anstieg der Globaltemperaturen hat sich auch im Jahr 2013 weiter fortgesetzt. Die Grafik rechts zeigt die Entwicklung der Globaltemperatur seit 1997  nach unterschiedlichen Messdaten.

Stagnation beim Temperaturanstieg kein Thema

Zugegeben, von der Stagnation erfährt man lediglich in dem dem Bericht zugrunde liegenden Daten, nicht im Bericht selbst. Die WMO, die ebenso wie das IPCC eine Organisation der UNO ist, wählt ihre Formulierungen dann doch lieber so, dass der Umstand dass es seit über 15 Jahren nicht mehr wärmer wird nicht so deutlich auffällt. In der Presseerklärung wird der Begriff Stillstand (Hiatus) nicht einmal erwähnt. Dort heißt es stattdessen:

The report confirmed that 2013 tied with 2007 as the sixth warmest on record, continuing the long-term global warming trend.

(…)Thirteen of the fourteen warmest years on record have all occurred in the 21st century, and each of the last three decades has been warmer than the previous one, culminating with 2001-2010 as the warmest decade



Sonnenstrom aus Mondlicht? Bullshit!

24. März 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Photovoltaik

631px-FullMoon2010Vor ein paar Wochen machte die Idee des deutschen Architekten André Brößel die Runde, Licht mit Hilfe einer Glaskugel auf eine Solarzelle zu fokussieren und so den Wirkungsgrad dramatisch zu erhöhen. Von der Presse wurde das Konzept begeistert aufgenommen. Und auch eine Crowdfunding-Aktion verlief äußerst erfolgreich. Was von der neuartigen Technologie zu halten ist, und vor allem wie sinnvoll der Vorschlag ist, der in den meisten Überschriften zu lesen war, nämlich dass man mit dem Gerät selbst aus Mondlicht Strom erzeugen könne, damit hat sich der Physiker Markus Pössel bei SciLogs näher auseinandergesetzt. Mit, na ja, ernüchternden Ergebnissen.

Von der Sonne empfangen wir rund 400.000 Mal mehr Strahlungsenergie als vom Vollmond. (Das findet man durch einfaches Googlen, oder kann es aus den scheinbaren Helligkeiten ausrechnen.) Und das ist, wie gesagt, bei Vollmond. Während der anderen Phasen ist das Mondlicht noch deutlich schwächer, und in jenen Zeiten, wo Mond und Sonne gleichzeitig am Himmel stehen, wird man die Fotozellen auch tunlichst so ausrichten, dass sie das Sonnenlicht einfangen.

Small data – gerade mal ein paar Zahlen. Aber mit denen muss man quantitativ umgehen (können).

Selbst bei einer um einen Faktor vier gesteigerten Effizienz der Solarzellen – es bleibt ein Missverhältnis Sonne



Polen sichert seine Netze gegen deutschen Ökostrom – BMWi nennt das “Meilenstein beim Netzausbau in Europa”

20. März 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Photovoltaik, Windkraft

Umspannwerk_01_KMJDer Ausbau der Produktion von Strom aus Windkraft und Photovoltaik  in Deutschland schafft nicht nur hierzulande wachsende Probleme. Neben der durch die Zwangseinspeisung von teurem “Ökostrom” stetig steigenden Energiepreise bereiten vor allem die  starken Fluktuationen der wetterabhängigen Stromerzeugung denjenigen die für die Stabilität der Netze verantwortlich sind zunehmend Kopfschmerzen. Schließlich muss in einem stabilen Stromnetz zu jeder Sekunde genau so viel Strom verfügbar sein, wie in diesem Verbraucht wird. Zu wenig oder zu viel Strom führen zunächst zur Instabilität und schließlich zum Zusammenbruch, also dem was man landläufig einen Black Out nennt.

Im März wieder kritische Situation

Deutlich wurde das Ausmaß der Probleme welche die Energiewende für eine sichere Stromversorgung schafft wieder am letzten Wochenende. Auf der unten dargestellten Grafik werden die Einspeisung von Wind- und Photovoltaik-Strom, sowie die Erzeugung mit konventionellen Kraftwerken und die Netzlast, also der jeweils aktuelle Strombedarf, im Zeitraum vom 1. bis zum 20. März gezeigt.

Last und Produktion März 2014

Während in der ersten Hälfte des Monats lediglich die Photovoltaik einen nennenswerten Beitrag zur Stromerzeugung leisten konnte, und das auch nur an wenigen Stunden des Tages, wandelt sich dieses Bild am Freitag den 14. März grundlegend. Die nächste Abbildung zeigt das noch deutlicher.

Einspeisung Wind 13. bis 17. März

Man erkennt sehr gut den Anstieg der



Sigmar Gabriel: “Wenn wir nicht mindestens unsere Industrie entlasten, droht uns eine Deindustrialisierung”

13. März 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

FotoUnser stellvertretender Bundeskanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Energie hat wahrlich keinen leichten Job. Man könnte annehmen, dass er es mittlerweile schon das eine oder andere Mal bereut haben könnte, neben dem Wirtschaftsministerium auch noch das Ressort Energie übernommen zu haben. Dieses Ressort, welches ja eigentlich im Wirtschaftsministerium auch gut aufgehoben ist, war in den letzten Jahren hauptsächlich in der Verantwortung der Umweltminister.

Grund dafür war, dass die Energiewende, also zunächst der Umbau unserer Energieversorgung auf sogenannte Erneuerbare Energien aus Gründen des Klimaschutzes, und dann nach 2011 der deutsche Ausstieg aus der Kernenergie, als Thema vor allem mit dem Umweltschutz begründet wurde.

Allerdings ist in den letzten Jahren ein anderer Aspekt immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Und zwar die ausufernden Kosten des Umbaus der Stromversorgung auf ineffiziente und damit teure Quellen, darunter vor allem Windkraft und Photovoltaik und zu einem geringen Anteil auch Biogas. Dass aus Jürgen Trittins ursprünglicher “Kugel Eis im Monat”  inzwischen “die Eiskarte rauf und runter essen” (Peter Altmaier) geworden ist, wird nicht mehr nur hier, sondern inzwischen in sämtlichen Medien intensiv diskutiert.

Und es ist so wie die Dinge stehen unausweichlich, dass die Kosten auch weiter steigen. Neben der steigenden



Oh Gott, wir werden Mainstream II: ZDF “heute-show” vernichtend zur Energiewende

11. März 2014 | Von | Kategorie: Blog

KiloWatt The FuckWenn selbst der Staatsrundfunk auf den Trichter kommt, daß die Energiewende mit rationalen Argumenten nicht mehr zu fassen ist und folglich nur mit einer religiösen Verirrung erklärt werden kann, dann scheint es um das Projekt “Deutschland wird Erneuerbar” wirklich schlecht zu stehen. Ich bin ja eigentlich kein Freund der meist seicht vor sich hin kalauernden “heute-show”, aber was die Macher der Sendung am letzten Freitag in Punkto Kritik am “Jahrhundertprojekt Energiewende” abgeliefert haben, habe ich in dieser Deutlichkeit im Öffentlich-Rechtlichen noch nicht vernommen. Kein Zweifel, die Kritik an der Energiewende ist im Mainstream angekommen. O-Ton Oliver Welke zu den Ergebnissen der von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission zur Energiewende:

“Das ist offiziell, das haben die jetzt schwarz auf weiß, von deren Experten aufgeschrieben. Die Ökostrom-Förderung läßt den Strompreis immer weiter steigen, und führt zu weniger Klimaschutz.

(…) Jerder Deutsche hat im letzten Jahr 240 Euro für Ökostrom-Umlage gezahlt. Babys, Alte, jeder Deutsche. Insgesamt 21,8 Milliarden Euro, für Strom der an der Börse aber nur 2 Milliarden wert war. Das ist doch krank.”

Hier die Sendung zum nachsehen.