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Deutschlands führender EE-Lobbyist: “Wir haben uns geirrt bei der Energiewende”

8. Dezember 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Medien, Politik

imageDass dieser Artikel (*) ausgerechnet in der bislang der Energiewende gegenüber völlig unkritischen “Zeit” erscheint ist die eine Überraschung. Die andere ist, wer darin so prominent zitiert wird, und in seiner Kritik kein gutes Haar am Projekt Energiewende lässt. Es ist einer der führenden Vordenker in Deutschland, wenn es um den Einsatz sogenannter Erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung geht, der Leiter des Thinktanks Agora Energiewende, Dr. Patrick Graichen. Und was er den Journalisten der Zeit zu sagen hat, ist eine Kritik an der Energiewende in Deutschland, die es in dieser Deutlichkeit bislang höchstens von ausgewiesenen Energiewende-Gegnern zu hören gab. Die Zeit dazu:

Graichen sagt, kurz gefasst: Wir haben uns geirrt bei der Energiewende. Nicht in ein paar Details, sondern in einem zentralen Punkt. Die vielen neuen Windräder und Solaranlagen, die Deutschland baut, leisten nicht, was wir uns von ihnen versprochen haben. Wir hatten gehofft, dass sie die schmutzigen Kohlekraftwerke ersetzen würden, die schlimmste Quelle von Treibhausgasen. Aber das tun sie nicht.

Dabei hätte alles so schön sein können. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) massiv geförderte (nur unstetige und ineffiziente) neue Energiequellen wie Wind und Photovoltaik sollten immer mehr Strom produzieren. Bei Dunkelheit oder Flaute sollten konventionelle Kraftwerke einspringen, vor allem den



E.on und die Bad Bank – Eine alternative Erklärung

2. Dezember 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Medien

E.on Düsseldorf Das bislang größte deutsche Energieunternehmen, E.on, hat am Sonntag überraschend seine Aufspaltung bekannt gegeben. Die Reaktionen darauf waren vielfältig. Einigkeit war jedoch in einem Punkt zu finden. E.on würde die bisherigen Kernsparten mit seinen Fossilen- und Kernkraftwerken abstoßen, um mit dem verbleibenden Mutterkonzern auf neuen Märkten mit „Erneuerbare Energien“ zukunftsfähig aufgestellt zu sein.

In den Medien war vielfach von einer “Bad Bank” die Rede, in die E.on seine nicht lukrativen Sparten ausgliedert. Oder gar von einer “Atomaren Bad Bank”, weil E.on sich so seiner Verpflichtung zum Rückbau der Kernkraftwerke entziehen wolle. Und diese Einschätzung einer Trennung lukrativer oder zukunftsträchtiger Bereiche von dem Teil, von dem man eher Verluste erwartet, kann sogar richtig sein, nur vielleicht anders herum, als das den meisten Kommentatoren angenommen wird.

Aufspaltung in zwei unabhängige Konzerne
E.on spaltet sich auf in zwei Sparten auf. Die eine bekommt sämtliche konventionellen Kraftwerke und natürlich die Rückstellungen für den Rückbau der in dem Paket enthaltenen Kernkraftwerke. Ein Name für diese “neue” Sparte steht noch nicht fest. In dieser neuen Gesellschaft sollen künftig 20.000 Mitarbeiter beschäftigt werden. Neben der Stromeerzeugung wird auch die Öl- und Gasgewinnung, sowie deren Vertrieb du Speicherung aus dem Mutterkonzern ausgelagert. Die zweite Sparte behält den Namen



Die “Achse des Guten” bittet um Unterstützung

30. September 2014 | Von | Kategorie: Blog

Achse AktionDer Internetblog “Die Achse desh Guten” ist gerade zehn Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wünschen wir von Science Skeptical den Machern der “Achse” alles Gute und bedanken uns für die vielen Artikel, Kommentare und Debattenbeiträge aus dieser Zeit. Der Blog, ins Leben gerufen von Henryk M. Broder, Dirk Maxeiner und Michael Miersch, ist eine der wenigen Plattformen in Deutschland, von wo aus Gedanken und Meinungen auch gegen den medialen Mainstream eine weite Verbreitung finden. Wie groß die Reichweite dieser Seite ist erleben wir Macher von Science Skeptical jedes mal, wenn dort auf einen unserer Artikel hingewiesen wird, an dem dann folgenden Anstieg bei den Seitenaufrufen. Also auch noch einmal herzlichen Dank dafür, dass auch unsere Seite so oft von der Popularität der “Achse” profitieren darf.

Bemerkenswert ist, dass die Autoren auf achgut.de, und darunter sind etliche hochkarätige Journalisten, ihre Artikel den Lesern völlig ohne Bezahlung zur Verfügung stellen. Allerdings verursacht ein Projekt dieser Größenordnung offensichtlich reale Kosten. Damit diese gedeckt werden können und damit die Seite auch weiterhin den unabhängigen Journalismus in Deutschland hochhalten kann, bittet die “Achse des Guten” ihre Leser um ihre Unterstützung. Ich bin sicher, dass die allermeisten Leser unserer Seite genauso wie wir regelmäßige Besucher



Rahmstorf: “Westantarktischer Eisschild hat seinen unaufhaltsamen Zerfall begonnen”

17. September 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Meeresspiegel, Schnee und Eis, Wissenschaft

imageIn dem 2004 erschienen Thriller “Welt in Angst” von Michael Crichton versucht eine Gruppe von Umweltaktivisten durch eine Reihe von Anschlägen Umweltkatastrophen auszulösen, um so auf die Gefahren der globalen Erwärmung aufmerksam zu machen. Als Teil dieses Plans soll eine gigantische Sprengung einen Riss im westantarktischen Eisschild erzeugen und so große Teile des Eises lösen und ins Meer rutschen lassen.

Damit hat Crichton eins der zentralen Weltuntergangs-Szenarien der Klimaforschung aufgegriffen. Das Eis auf der Westantarktischen Halbinsel gilt unter Klimaaktivisten und -wissenschaftlern als besonders gefährdet und wird oft als einer der fragilsten Kipppunkte genannt. Das sind Punkte die, wenn sie überschritten werden, eine Kettenreaktion an Veränderungen auslösen. Auch harmlos anmutende kleine Veränderungen könnten, sobald ein bestimmter Zustand erreicht ist oder überschritten wird, in eine plötzliche und unaufhaltsame Katastrophe führen. Der Grundgedanke dahinter ist, dass in der Natur eine Reihe empfindlicher Gleichgewichte vorherrschen, deren Störung schlimme Folgen hat. Dass die Natur eventuell viel robuster reagiert und Veränderungen in großem Maßstab abzupuffern in der Lage ist, kommt in diesem Gedankenmodell nicht vor.

Kipppunkt soll überschritten sein

Nun ist also laut Professor Rahmstorf ein solcher Kipppunkt überschritten worden. Mit infernalen Konsequenzen:

“Klimaforscher haben seit den 1970ern davor gewarnt: Jetzt ist der Westantarktische Eisschild instabil



Langzeitstudie zur Gentechnik: Kein höheres Risiko als konventionelle Züchtungen

15. September 2014 | Von | Kategorie: Blog, Gentechnik, Gesundheit, Ökologistische Mythen

BMBF-Studie GentechnikGefunden bei transgen.de:

Gentechnisch veränderte Pflanzen zeigen im Vergleich zu konventionell gezüchteten kein höheres Risiko für Umweltbeeinträchtigungen. Seit 1987 hat die Bundesregierung zahlreiche Projekte zur biologischen Sicherheitsforschung finanziert. Zwei Jahre nach dem Ende des vorerst letzten Programms ist nun eine Broschüre erschienen, in dem einige Versuchsreihen mit ihren Ergebnissen vorgestellt werden. Einen Schwerpunkt bilden mehrere Projekte zu gentechnisch verändertem Mais. Obwohl die Wissenschaftler keine Hinweise auf besonderen Umweltrisiken finden konnten, wird Deutschland einen Anbau wohl auch in Zukunft verbieten.

Insgesamt mehr als 300 Forschungsprojekte zur biologischen Sicherheit hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 1987 gefördert, davon etwa die Hälfte zu gentechnisch veränderten Pflanzen.

(…) Schädliche Effekte, die über das Niveau konventioneller Pflanzen hinaus gehen, fanden die Wissenschaftler nicht. Im Gegenteil: “Das ökologische Profil von Bt-Mais ist besser als das von herkömmlichen Maissorten, die mit chemischen Insektiziden behandelt werden,” so Dr. Stefan Rauschen, Verbundprojektleiter der Bt-Maisversuche 2008-2011 in der BMBF-Broschüre.

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Download-Link zur Broschüre der BMBF-Studie



Geht beim “Milliarden-Überschuss beim Ökostrom” alles mit rechten Dingen zu?

5. September 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Politik

Wie in mehreren deutschen Medien vor kurzem berichtet wurde ist zu erwarten, dass die EEG-Umlage im nächsten Jahr nicht nur nicht ansteigt, sondern zum ersten mal in der Geschichte dieser Sonderabgabe über eine Senkung nachgedacht wird.  Grund dafür ist das am Ende des Monats August mit 1,5 Milliarden Euro prall gefüllte EEG-Konto. Wie das funktioniert, sei im Folgenden kurz erklärt.

Jeden Monat werden von den Netzbetreibern in Deutschland die Zahlen zur Einspeisevergütung veröffentlicht. Wichtig sind im Wesentlichen die Einnahmen (übers EEG) und die Ausgaben an die EE-Produzenten. Daraus ergibt sich dann die Monatsbilanz. In einem typischen Jahr ergibt sich daraus das Bild, dass im Winter mehr Geld in die EEG-Kasse eingezahlt wird, als an EE-Vergütung an die Produzenten ausgeschüttet werden muss. Hauptgründe dafür sind, dass die besonders teure Photovoltaik in dieser Zeit kaum produziert und dass wegen des höheren Stromverbrauchs im Winter über die Umlage mehr Geld eingenommen wird. In dieser Zeit ist das Saldo also Positiv, das EEG-Konto füllt sich.

Einnahmen und Ausgaben gehorchen Zyklen

Irgendwann im Frühjahr dann ändert sich das Bild. Meist ab April oder Mai wird wegen des dann anfallenden PV-Stroms und der entsprechend hohen Vergütung (zusammen mit den geringeren EEG-Einnahmen wegen des geringeren Stromverbrauchs) das



Off-Topic-Arena: Über Ahnungslose und Milchmädchen

4. September 2014 | Von | Kategorie: Blog, Off-Topic-Arena

Dont-FeedAus gegebenem Anlass hier eine neue Ausgabe unserer Off-Topic-Arena. Hier darf jeder seinem Diskussionspartner nach Herzenslust Ahnungslosigkeit vorwerfen oder daß seine Meinung von Exxon gekauft wäre oder was auch immer einem noch so einfallen mag.

Da erfahrungsgemäß nicht immer alle Nutzer diese spezielle Plauderecke finden behält sich die Blog-Administration vor, gegebenenfalls aktiv zu werden und in andere Diskussionen verirrte Kommentare nach hier hin umzuleiten. Den Anfang macht eine Diskussion, die fälschlicherweise unter diesem Artikel gelandet ist.

Sollte dem einen oder anderen aufgrund dieser Speziellen Vorgehensweise der rote Faden in diesem Forum fehlen, macht das gar nichts. Inhaltlich gibt es nichts zu verpassen.