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Klimakonferenz in Doha: Außer Spesen nichts gewesen

26. November 2012 | Von | Kategorie: Blog

 

Steffen Hentrich im Blog des Liberalen Instituts der Friedrich Naumann Stiftung:

Während der heute in Doha beginnenden UN-Klimakonferenz wird es wieder um Rettungsversuche für das Kyoto-Protokoll nach 2013 und um ein Ringen um konkrete Verpflichtungen einzelner Staaten gehen, ihre Kohlendioxidemissionen zu reduzieren.  Das sind jedoch Ziele, die aufgrund der herrschenden Interessenkonstellationen von vornherein zum Scheitern verurteilt sind. Klimaschutz kostet viel, bringt jedoch für einzelne Länder, ja für ganze Regionen kaum spürbare Gewinne. Kein Wunder, dass die Klimaverhandlungen immer mehr zu Verschiebebahnhöfen von stattlichen Zahlungsversprechen zwischen den Industrieländern und dem Rest der Welt ausarten. Nur wenige Länder würden tatsächlich von einer globalen Klimapolitik profitieren und das nur dann, wenn sie zu Empfängern der von Klimaschutzinstrumenten ausgelösten Zahlungsströme werden.

Besonders große Erwartungen werden in Verpflichtungen der USA und China gesteckt. Doch gerade hier fallen Wunsch und Wirklichkeit besonders weit auseinander. Selbst wenn sich die USA doch noch zu eigenen Treibhausgasreduktionen durchringen ließe, würde das keine wirklich spürbaren Einflüsse auf die Klimaveränderungen haben. China hingegen profitierten in den letzten zwei Jahrzehnten enorm davon, dass energieintensive Herstellungsprozesse aus den Industrieländern in wachstumsstarke Schwellenländer verlagert wurden.

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Will Umweltbundesamt Chef Flasbarth mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt?

26. November 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Klimawandel, Politik

Der Chef des Umweltbundesamtes Jochen Flasbarth hat heute morgen ein Interview beim Deutschlandfunk gegeben. Anlass war natürlich der Start der Klimakonferenz in Doha und daher kamen von Ihm auch zunächst die zu erwartende Statements von mehr Extremwetter wegen des Klimawandels, mehr ehrgeizigen Reduktionszielen und dem „Jobmotor Energiewende“.

Geschenkt ist dabei, dass der Zusammenhang zwischen extremen Witterungsereignissen und einer Erwärmung durch den Klimawandel überhaupt keine wissenschaftliche Grundlage hat und eher so etwas wie eine momentane Rückzugslinie im Kampf gegen das Abdriften des Themas Klimawandel in die Bedeutungslosigkeit darstellt. Wenn es seit nunmehr 15 Jahren schon nicht mehr wärmer wird, dann doch wenigstens „extremer“.

Auch dass man sich mit Aussagen wie „Wir wissen inzwischen, dass Klimaschutz auch eine Modernisierungsstrategie ist, die Arbeitsplätze bringt“ angesichts der Pleitewelle in der Solarbranche und dem Niedergang bei den Herstellern von Windkraftanlagen eigentlich ziemlich lächerlich macht, hat in unseren Qualitätsmedien bislang nur zu wenig bis gar keinen kritischen Nachfragen geführt. Alles wie gehabt also.

Was einen allerdings wirklich staunen machen konnte war die folgende Aussage Flasbarths:

Die EEG-Umlage ist gestiegen – auch das, weil sie die Differenz zum Börsenpreis ausdrückt. Das ist leider Gottes sehr kompliziert. Es steht aber fest: Der Strompreis an der Börse wird niedriger.



Spiegel: Hälfte aller Kraftwerke in NRW droht vorzeitige Stilllegung

25. November 2012 | Von | Kategorie: Blog

Ein Thema das hier bereits des öfteren diskutiert wurde sind die an der Strombörse in Leipzig gesunkenen Strompreise. Während dieser Umstand von vielen Seiten als Argument gegen die Stromversorger dient, diese würden die geringeren Kosten schließlich nicht an den Verbraucher weitergeben, wurde hier im Blog die Kehrseite dieser Medaille diskutiert. Nämlich dass die niedrigen Preise zunehmend Gas- und auch Kohlekraftwerke unrentabel machen. Diese Einschätzung scheint jetzt von einer neuen Studie des Düsseldorfer Umweltministeriums bestätigt zu werden.Der Spiegel schreibt hierzu:

Kraftwerke in Nordrhein-Westfalen stehen im Zuge der Energiewende vor massiven wirtschaftlichen Problemen. Nach Informationen des SPIEGEL sind fast die Hälfte der Gas- und Kohlekraftanlagen betroffen: 29 gelten als Problemkandidaten – und müssten wohl vorzeitig vom Netz.

Hamburg – Kraftwerken in Nordrhein-Westfalen droht im Zuge der Energiewende ein Kahlschlag. Fast die Hälfte aller konventionell betriebenen Standorte stehen nach SPIEGEL-Informationen unter großem wirtschaftlichen Druck. 29 von insgesamt 72 Gas- und Kohlekraftwerken gelten spätestens ab 2014 als Problemkandidaten, wie eine vertrauliche Studie im Auftrag des Düsseldorfer Umweltministeriums belegt. Diese müssten vorzeitig vom Netz gehen und schließen.

Der Grund: Die Mengen von Strom aus Wind- und Solarkraftwerken haben so stark zugenommen, dass die Großhandelspreise sinken. Leidtragende sind vor allem alte Steinkohle- und Gaskraftanlagen.



Ein Energieversorger spricht Klartext: „Preiserhöhung zum Januar 2013 – Hintergründe“

25. November 2012 | Von | Kategorie: Blog

Offene Worte in der Diskussion um den Strompreis sind heutzutage eher selten. Diese Pressemeldung von enQu ist da eine lobenswerte Ausnahme.

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“
– Der Staatsratsvorsitzende der DDR, Walter Ulbricht am 15. Juni 1961

„Eins ist sicher: Die Rente“.
– Bundesminister Norbert Blüm, Kampagne 1994

„Die EEG-Umlage­ soll nicht über ihre heutige Größenordn­ung hinaus steigen;
heute liegt sie bei etwa 3,5 Cent pro Kilowattst­unde. Langfristi­g wollen wir die Kosten
für die Vergütung des Stroms aus erneuerbar­en Energien deutlich senken.“

– Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Regierungs­erklärung am 09.06.2011­

Diese und ähnliche Versprechen sind uns von Politikern hinlänglich bekannt. Mögen Sie
zunächst für Entrüstung sorgen, mildern sich ihre Aussagen im Laufe der Zeit gar zu einem
Schmunzeln. Wir alle sind Menschen, jeder verleitet sich mal zu dieser oder jener Aussage,
wählt heute Worte, die aus neuer Perspektive anders gewählt worden wären. Mit den
dargestellten Zitaten möchten wir keinesfalls parteipolitische Stellung beziehen. Wir meinen,
dass die Unterschätzung der Kostenbelastung für die Verbraucher durch das Erneuerbare-
Energien-Gesetz quer durch alle Parteien geht.

Steigende Abgaben:
tabelle
– weblink zur Information: www.eeq-kwk.net

Niemand hat die Absicht, einem Volksvertreter die Worte im Munde zu verdrehen, denn eins
ist sicher: Es wird nicht



Deutschlandfunk: Tschechien wehrt sich gegen deutschen Windstrom

25. November 2012 | Von | Kategorie: Blog

Das Land befürchtet Überlastung seiner Stromnetze

Von Stefan Heinlein

Deutscher Ökostrom sorgt für Hochspannung in Tschechien. Ein Großteil der Windenergie aus Norddeutschland wird über das tschechische Stromnetz nach Bayern und Baden-Württemberg umgeleitet. Mit Folgen für die Versorgungssicherheit im Nachbarland.

Industrieminister Martin Kuba macht keinen Hehl aus seiner Empörung. Die deutsche Energiewende ist eine Bedrohung für Tschechien. Sein Land sei nicht länger bereit, das Risiko eines totalen Blackouts zu tragen:

„Seit dem letzten Jahr ist die Überlastung unserer Stromnetze deutlich gestiegen. Das bedroht die Energiesicherheit unseres Landes. Wir müssen die Interessen der Tschechischen Republik schützen.“

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Lesetipp: Willkommen in der Planwirtschaft: Die Umlage für Erneuerbare Energien übersteigt den Börsenpreis

5. November 2012 | Von | Kategorie: Blog

Bei NovoArgumente ist ein Artikel von Werner Marnette erschienen, der sich kritisch mit der Energiewende auseinandersetzt. Marnette ist CDU-Politiker und war von 2008 bis 2009 in Schleswig-Holstein Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr.

Die Überförderung der Erneuerbaren Energien im Rahmen der Energiewende sowie staatliche Eingriffe und Abgaben sind die Preistreiber beim Strom. Es war seit langem absehbar, dass die EEG-Umlage ausuferte und die Übertragungsnetzbetreiber die Umlage für Erneuerbare Energien für 2013 von gegenwärtig 3,5 auf 5,3 Cent pro Kilowattstunde anheben würden. Mit 5,3 Cent pro Kilowattstunde liegt der subventionierte Strompreisanteil jetzt sogar deutlich über dem Marktpreis an der Leipziger Börse von unter 5,0 Cent pro Kilowattstunde. Strom mit mangelhafter Verfügbarkeit (Wind, Sonne, …) wird somit höher bezahlt als der Strom aus konventionellen Kraftwerken mit ganzjähriger Verfügbarkeit. Da der Staat mitkassiert, erreicht die Umlage einschließlich der Mehrwertsteuer einen Wert von 6,3 Cent pro Kilowattstunde. Um diesen Anteil erhöht sich automatisch der Strompreis für den größten Teil der Stromverbraucher.

Die absoluten Belastungen aus den Erneuerbaren Energien liegen inzwischen bei cirka 16 Milliarden Euro pro Jahr, bei steigender Tendenz. Über 5 Milliarden Euro davon entfallen alleine auf die Photovoltaik, deren Beitrag zur Stromversorgung nur circa vier Prozent beträgt. Ein krasses Missverhältnis.

Doch ein



Wirtschaftswoche: Warum das Öl doch nicht knapp wird

3. November 2012 | Von | Kategorie: Blog

In diesem gestern in der Wirtschaftswoche erschienen Artikel erläutert Hans Jakob Ginsburg, warum uns das Öl in absehbarer Zukunft nicht knapp wird. Aufgrund neuer Fördertechniken ist in den nächsten Jahren sogar mit einem Anstieg der weltweiten Ölproduktion zu rechnen.

Seriöse Warnungen, den Industrieländern drohe eine neue Versorgungskrise beim Erdöl, kamen viele Jahre vor allem aus Paris. Dort sitzt die Internationale Energieagentur (IEA), sozusagen die Gegenorganisation der Industriestaaten zum Produzentenkartell Opec. Umso überraschender sind die Zahlen, die IEA-Experten nun auf einmal präsentieren. Danach deutet sich eine bessere Versorgung der Weltrohölmärkte in den nächsten fünf Jahren und ein signifikanter Anstieg der Fördermengen an. 2017 soll die globale Nachfrage bei etwa 95 Millionen Barrel liegen – die Förderkapazität hingegen bei 105 Millionen Barrel.

Gründe dafür gibt es reichlich. Der pikanteste: die Explosion der Ölbohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Im April 2010 starben bei dem Unglück elf Menschen, verbreiteten sich riesige Ölmengen im Meer, erlitt der Energiekonzern BP einen schweren Imageschaden. Die Folge: Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko wurden unter dem Druck der Politik stark zurückgefahren.

In ihrer Not verstärkten die großen Ölkonzerne dafür ihre Aktivitäten an anderer Stelle… (Hier weiterlesen)