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Die fünf Rechentricks der Ökobranche nebst einem Kommentar – Der Hype um den Ökostrom folgt dem Niedergang beim Klimawandel

14. Oktober 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Politik

Unter dem Titel „So rechnet die Ökobranche die Energiewende schön“ zeigt Autor Daniel Wetzel heute in der Welt eine überaus interessante Auflistung. Ich empfehle allen, den Artikel in gesamter Länge zu lesen. Hier sind die Fünf Punkte, mit deren Hilfe die Ökobranche jetzt versucht, den Schwarzen Peter für die Erhöhung der EEG-Umlage wahlweise an die Industrie oder an die Politik weiterzugeben. Wobei der fünfte Punkt eigentlich eine Rechtfertigung für die hohen Preise ist, weil ohne „Ökostrom“ alles schließlich noch viel teurer werden würde.

Die Fünf Punkte in Auszügen:

1. Sündenbockindustrie

Die Kostenrelativierer behaupten, dass die Befreiung der Industrie von der EEG-Umlage verantwortlich für den teureren Ökostrom sei. Denn alle übrigen Verbraucher haben entsprechend höhere Kosten zu schultern. Die In dustrie entziehe sich der Finanzierung des „nationalen Gemeinschaftswerks“ Energiewende.

Daran ist zwar richtig, dass viele Betriebe von der EEG-Umlage befreit sind, die dieses Privileg gar nicht nötig haben. Doch das macht aus der Industrie nicht den schlimmsten Kostentreiber der Energiewende. Allein die EEG-Umlage zur Förderung des Solarstroms ist mit 1,77 Cent pro Kilowattstunde dreimal so hoch wie die „besondere Ausgleichsregelung“ der Industrie, die nur 0,6 Cent beträgt.

 

2. Höheres Angebot

Der Bundesverband Erneuerbarer Energien (BEE) kritisiert, in der



Grüner 6-Punkte-Plan gegen Energiearmut

13. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Blog

Gefunden von unserem Leser Tim Hardenberg bei wilfriedheck.de:

Mit der Energiewende entstehen neue oder gar neuartige Begriffe: Energiearmut. Die hat es bisher weder in der Realität noch in der sozialpolitischen Diskussion gegeben. Nicht in Deutschland. Nun haben wir sie und die Diskussion darüber. Schlussfolgernd muss die Energiewende daran schud sein. Statt die Ursache zu bekämpfen, ist es in der Politik Usus, fehlgesteuerte politische Entscheidungen samt deren Folgen mit weiteren gesetzgeberischen Forderungen und Maßnahmen zu bekämpfen. Vorreiter und Wadenbeißer hierfür finden sich insbesondere in grünen und linksorientierten Gesellschaftsschichten. Motto: Erst selber durch gesetzgeberische Maßnahmen sukzessive die Lebenshaltungskosten – hier die Stromkosten – nach oben treiben, um sich hinterher als Retter der Armen gegen die bösen Energieversorger zu präsentieren bei denen sie oftmals selber in den Vorstands- und Aufsichtgremien vertreten sind. Und natürlich findet sich wieder mal eine Begründung für Energie- und Klimainstitute, aus öffentlichen Mitteln teure und umfangreiche Studienprojekte als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für willfährige Wissenschaftler anzuheuern. Und wie löst man die selbst geschaffene Energiearmut? Die grüne Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer weiß es.
Grüner 6-Punkte-Plan gegen Energiearmut
und wenn die 6 Punkte nicht ausreichen, dann lassen sich bestimmt schnell weitere finden. … Und hier die Punkte:

1. Alle Stromversorger müssen ihren Kunden



Zeit-Online über das 2 Grad Ziel: „Der große Selbstbetrug“

13. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

So langsam scheint auch im medialen Mainstream anzukommen, was hier bereits seit einigen Jahren immer wieder diskutiert wird. Nämlich der Umstand, dass sämtliche bislang unternommenen Versuche, über politische Maßnahmen eine dramatische Reduzierung der weltweiten CO2-Emissionen zu erreichen, letztendlich zum Scheitern verurteilt sind.

ZEIT-ONLINE Autor Frank Drieschner macht in seinem heute erschienen Artikel „Der große Selbstbetrug“ eine einfache Rechnung auf. Und er kommt zu einem überraschenden  Ergebnis:

Angenommen, bis zum Ende des Jahrhunderts wäre unsere ökologische Weltrevolution abgeschlossen – wie sehr würde sich die Erde dann aufheizen?

Antwort: um ungefähr vier Grad. Vier, nicht zwei.

Dreischner stützt sich dabei auf Berechnungen, die der niederländische Mathematiker Michel den Elzen durchgeführt hat. Den Elzen ist auf diesem Gebiet ein ausgewiesener Experte. Als „Contributing Author“ im letzten IPCC-Bericht hat er maßgeblich die Ziele zur Emissionsbegrenzung mitbestimmt. Von ihm stammt (zusammen mit dem deutschen Klimawissenschaftler Niklas Höhne) der Kasten 13.7 im letzten Bericht 2007, aus dem sich auch die Emissions-Reduktionsziele Deutschlands und der Europäischen Union bis 2020 und 2080 ableiten.

Grundsätzlicher Widerspruch in der Klimaschutzpolitik

Auch wenn Prognosen wie die hier genannten vier Grad Erwärmung nur dann zutreffen würden, wenn die Annahmen des IPCC zur Klimasensitivität (das ist der Grad der Erwärmung, der sich



In eigener Sache: Probleme bei Umstellung auf neue Datenbank behoben

9. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Blog

Liebe Leser,

In der Nacht von gestern auf heute haben wir einen Wechsel auf eine neue (und größere) Datenbank vorgenommen. Im Zuge dieser Umstellung kam es leider zu einigen technischen Problemen, wodurch sämtliche Kommentare, die in dem Zeitraum abgegeben worden sind, leider ins Daten-Nirwana entschwunden sind. Ich möchte mich bei den Lesern entschuldigen, deren Beiträge davon betroffen sind.

Die Fehler sind jetzt behoben, so dass alles wieder wie gewohnt funktionieren sollte.

Herzlichst,

Rudolf Kipp



Handelsblatt: WWF setzt auf fossile Kraftwerke

9. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Blog

Die Umweltorganisation WWF pocht auf eine rasche Reform des Strommarkts, damit fossile Kraftwerke am Netz bleiben und neue gebaut werden können. Diese sind wichtig, um die unstete Produktion aus erneuerbaren Quellen abzusichern. (…) Ansonsten sei die Energiewende gefährdet.

(…) Der Druck auf Margen und Auslastung konventioneller Kraftwerke hat zwei Gründe: Zum einen hat der Wettbewerb im Stromerzeugungsmarkt in den vergangenen Jahren zugenommen. So wurde neuen Anbietern der Markteintritt erleichtert, zugleich die Marktmacht der vier großen Stromerzeuger RWE, Eon, EnBW und Vattenfall beschnitten.

Der zweite Grund: Der rasant wachsende Anteil des Stroms aus erneuerbaren Quellen drückt die Preise an der Strombörse. Ein Beispiel: Wenn an sonnigen Tagen zur Mittagszeit der Strom aus Photovoltaikanlagen die Strombörsen flutet, sinkt der Preis dramatisch, der Betrieb eines konventionellen Kraftwerks lohnt sich nicht mehr. (Hier der komplette Arteikel)

Siehe auch: Regierung erwägt “Abschalt-Verbot” für unrentable Kraftwerke



Schlechte Sommer wegen Klimawandel

8. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Blog

Auf Spiegel Online ist von einer Studie zu lesen, in der britische Wissenschaftler die Erwärmung des Atlantiks und zyklische Veränderungen als Ursächlich für unsere verregneten Sommer ausmachen.

Nordeuropa

Warmer Atlantik sorgt für Regensommer

Regen, Regen und noch mehr Regen: Europas Sommer der vergangenen Jahre waren meist frustrierend. Eine Studie besagt jetzt, dass langjährige Schwankungen der Temperatur des Atlantiks verantwortlich sind… (zum Artikel)

Die Forscher haben also gefunden, dass die Atlantische Multidekaden-Oszillation (AMO), eine zyklisch auftretende Schwankung der Ozeanströmungen im Nordatlantik, die Veränderung der Meeresoberflächentemperaturen des gesamten nordatlantischen Beckens bewirkt, einen Einfluss auf das Klima in Mitteleuropa hat. Und sie haben im Computer modelliert, wie die verregneten und kühlen Sommer der letzten Jahre in Großbritannien oder Deutschland durch eine Erwärmung der Ozeane durch die positive AMO Phase entstanden sein könnten. Fein.

Dann sollte es wohl beruhigend für uns sein dass wir uns, wenn nichts dazwischen kommt, wieder in eine negative AMO Phase bewegen. Die AMO ist schließlich bislang zyklisch verlaufen. Nur, die letzte Kaltphase in den 60ern und 70ern war gerade in Mitteleuropa nicht gerade für tolles Sommerwetter bekannt. Eher das Gegenteil ist wohl der Fall.

Man hat bislang die warmen Sommer bei uns (wie 2003 oder



Wie der Shale-Gas Boom indischen Kleinbauern Wohlstand bringt

3. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Erdgas, Ernährung, Unkonventionelles Gas und Öl

In den USA wird seit einigen Jahren in immer größerem Maßstab unkonventionelles Gas aus bislang unzugänglichen Quellen gefördert (Schiefergas oder Shale-Gas). Diese Entwicklung hat den Energiemarkt in der weltweit größten Volkswirtschaft gründlich auf den Kopf gestellt. Die Ergebnisse dieser Entwicklung sind unter anderem, dass die ‚Gaspreise in den USA entgegen dem weltweiten Trend in den letzten Jahren stark gefallen sind und dass Gas zur Stromproduktion inzwischen fast so billig ist wie Kohle. Zusammen mit den geringeren Investitionskosten für ein Gaskraftwerk im Vergleich zu Kohlekraftwerken hat diese Entwicklung dazu geführt, dass der Anteil des Stroms, der aus Gas produziert wird, in diesem Jahr zum ersten mal in der Geschichte der USA genauso groß wie der der Kohle war (wir berichteten).

Das hat auch Auswirkungen auf den CO2-Aussstoß. Dieser ist wegen des Shale-Gas-Booms in den USA seit 2007 rückläufig  (Grafik) und könnte in diesem Jahr unter den Wert von 1990 fallen. Sollte diese Entwicklung sich fortsetzen, würden die USA als eines der wenigen westlichen Länder das Kyoto-Protokoll nachträglich erfüllen, ohne es jemals ratifiziert zu haben.

Wirtschaftsboom dank Shale-Gas

Und der Wirtschaft in den USA bringt das Schiefergas als neue und preiswerte Energiequelle weitere Vorteile. Da sind zum einen