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Beschleunigt sich der Meeresspiegelanstieg? Nein, das Gegenteil ist der Fall.

15. September 2012 | Von | Kategorie: Blog

Der Weltklimarat schrieb in seinem letzten Zustandsbericht im Jahr 2007 zum Thema Anstieg der Meeresspiegel:

Der mittlere globale Meeresspiegel stieg von 1961 bis 2003 mit einer durchschnittlichen Rate von 1,8 [1,3 bis 2,3] mm pro Jahr. Diese Anstiegsrate lag von 1993 bis 2003 mit ca. 3,1 [2,4 bis 3,8] mm pro Jahr höher. Ob der schnellere Anstieg von 1993 bis 2003 mehr die dekadische Variabilität widerspiegelt, oder einen Anstieg im längerfristigen Trend, ist unklar. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich der Anstieg des Meeresspiegels vom 19. bis zum 20. Jahrhundert erhöht hat, der Anstieg  im 20. Jahrhundert betrug schätzungsweise 0,17 [0,12 bis 0,22] m.

Was hier so unaufgeregt daher kommt, wird von vielen Medienvertretern und auch von manch einem Klimawissenschaftler ganz anders beschrieben. Dort ist dann oft die Rede von einem beschleunigten Anstieg der Meeresspiegel, der nicht nur bevorstehen würde, sondern tatsächlich bereits Realität wäre. Dass diese Behauptung in das Reich der Mythen und Märchen gehört, haben wir bereits hier ausführlich dargestellt.

Wenn man sich den Anstieg der Meeresspiegel in den letzten Jahren (seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1993) anschaut(eine gute Darstellung findet sich auf der Seite der University of Colorado), dann fällt einem sofort ins



Branche fordert Einspeisevergütung für „Windgas“

15. September 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Bekanntlich gibt es bei der Produktion von Strom aus Wind und Sonne ein zentrales Problem. Wobei, in Wirklichkeit gibt es eine ganze Reihe von Problemen. Da sind etwa die hohen Kosten für die Energieerzeugung,oder etwa der gewaltige Fächenbedarf  von Wind- und Solarparks. Aber der größte Nachteil dieser zentralen Bausteine der Energiewende ist und bleibt der Umstand, dass in einem funktionierenden Stromnetz immer genau soviel Strom zur Verfügung gestellt werden muss, wie gerade verbraucht wird.

Stromerzeugung aus Wind und Sonne von Wetter aghängig

Und das zu leisten sind Wind und Sonne gerade nicht in der Lage. Eine Stromerzeugung aus solchen Quellen ist von der Tageszeit und vom Wetter abhängig. Auf beide Faktoren haben wir keinen Einfluss und anders als der Einstellwinkel de Sonne ist das Wetter auch mittelfristig nicht in brauchbarem Maß vorhersagbar. Und, nebenbei bemerkt, selbst wenn wir für das nächste Quartal präzise vorhersagen könnten, wann und wo der Wind weht oder wo gerade ein Wolkenfeld die Sonne verdeckt, hätten wir keine Möglichkeit irgendwie regelnd auf die Stromproduktion aus Wind und Sonne einzuwirken. Man kann es also drehen und wenden wie man will. Entweder wir verabschieden uns von dem Gedanken einer bedarfsgerechten Stromerzeugung, oder wir begraben die Idee, unseren Strom



Regierung erwägt „Abschalt-Verbot“ für unrentable Kraftwerke

15. September 2012 | Von | Kategorie: Blog

Das war abzusehen. Nachdem der durch das EEG vorrangig ins Netz einzuspeisende Strom aus Wind und Sonne dafür gesorgt hat, dass häufig vor allem zur Mittagszeit Strom im Überfluss vorhanden ist, lohnt vor allem für die Betreiber von Gaskraftwerken deren Betrieb nicht mehr. Was noch hinzu kommt ist, dass diese Kraftwerke zunehmend nur noch als Lückenbüßer einspringen sollen, immer dann wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Das führt zu einer Verringerung der Auslastung und zu einem erhöhten Brennstoffverbrauch, weil die Kraftwerke, wenn Sie denn produzieren, dies oftmals nur im Teillastbetrieb können.

Das führt dazu, dass die Betreiber zunehmend  mit dem Gedanken spielen, diese unrentabel gewordenen Kraftwerke vom Netz zu nehmen. Für die Energieversorgung in Deutschland wäre das fatal. Schließlich werden diese Erzeuger vor allem im Winter dringend gebraucht, wenn der Verbrauch besonders groß, die Produktion von Photovoltaikstrom aber verschwindend gering ist. Um aus diesem Dilemma zu entkommen plant die Bundesregierung jetzt offenbar, die Betreiber zu verpflichten, auch in unrentabel gewordenen Kraftwerken weiter bei Bedarf Strom zu produzieren. Man darf annehmen, dass es der Regierung ernst ist mit dieser Idee. Schließlich steht die Sicherheit der Stromversorgung auf dem Spiel. Und es ist ebenfalls anzunehmen, dass als



Zettels Raum: Deutschland im Öko-Würgegriff (33): Vor dem Blackout

10. September 2012 | Von | Kategorie: Blog

Wieder so einer der neoliberalen deutschen Weltuntergangs-Prediger… Zettel zur Gefahr eines Blackouts – Äußerst lesenswert.

Zu unseren letzten Anschaffungen gehören LED-Lampen, deren Akku man durch Kurbeln auflädt. Taschenlampen; auch eine hübsche Grubenlampe, die unsere Küche erhellen wird, wenn es so weit ist. Auch ein Kurbelradio steht bereit. Ein Campingkocher, betrieben mit Gaskartuschen, wird es erlauben, die Vorräte aus dem allmählich tauenden Tiefkühlschrank wenigstens zum Teil zuzubereiten, bevor sie verderben.

Mag sein, daß diese Maßnahmen ein wenig übertrieben sind. Gut möglich, daß die Stromausfälle des kommenden Winters nur kurz sein werden. Natürlich ist auch denkbar, daß sie gar nicht eintreten. Aber dieser Fall ist eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist ein Blackout, ein großflächiger Strom­ausfall von unbestimmter Dauer und Ausdehnung. (Weiterlesen)



Bundesnetzplan 2012: Fallstrick Realität

10. September 2012 | Von | Kategorie: Blog

Klaus-Dieter Humpich auf NovoArgumente: Mitte August wurde der Netzentwicklungsplan 2012 (NEP) von den Übertragungsnetzbetreibern an die Bundesnetzagentur  übergeben. Ein wesentlicher Schritt in einem höchst komplexen Verfahren der sogenannten „Energiewende“. Ein lobenswerter Aspekt des Verfahrens ist eine möglichst frühzeitige Information und Beteiligung des Bürgers an der zukünftigen Gestaltung des Stromnetzes in Deutschland. Die Entwürfe samt Hintergrundmaterial sind im Internet einsehbar und können kostenlos heruntergeladen werden. Jeder Bürger kann Kommentare einsenden, die ebenfalls vollständig ins Netz gestellt werden. Parallel dazu wurden mehrere öffentliche Diskussionsveranstaltungen durchgeführt. Ein gigantisches „Stuttgart 21“ — zwar ohne Prominenz und Fernsehübertragung, dafür aber breiter und frühzeitiger. Gleichzeitig ist dieses Verfahren auch ein Experiment, wie eine Gesellschaft im Internet-Zeitalter mit grundlegenden technischen Veränderungen umgehen kann und vielleicht auch sollte. Nach dem ersten Entwurf gab es über 2000 Einwände von einzelnen Bürgern, Bürgerinitiativen, Unternehmen etc. Diese sind ungekürzt im Internet veröffentlicht und für jedermann einsehbar. Diese Einwände und die Diskussionen sind in der an die Bundesnetzagentur übergebenen Fassung eingeflossen. (Hier weiterlesen)



Der Standard: Ein Sturm zieht über der Energieversorgung auf

10. September 2012 | Von | Kategorie: Blog

(…) Diese Entwicklung haben sich die Macher des Öko-Instituts Freiburg selbst in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt. Sonst hätte die auf Nachhaltigkeitsfragen spezialisierte Forschungseinrichtung den Begriff Energiewende wohl rechtzeitig patentieren lassen.

„Energiewende – Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran“, so lautet der Titel eines Buches, das vom Öko-Institut schon 1980 publiziert wurde. Inzwischen spricht halb Europa von der Energiewende, dem Umbau des Energiesystems von hauptsächlich Öl und Gas auf erneuerbare Formen wie Wind, Sonne, Biomasse. Zusätzliche Dynamik löste im Juni 2011 der Beschluss der Regierung Merkel aus, Deutschland in Reaktion auf die Atomkatastrophe von Fukushima schrittweise aus der Kernenergie zu führen. Acht Meiler wurden sofort abgeschaltet, die verbleibenden neun deutschen AKWs sollen bis 2022 stillgelegt werden.

Die anfängliche Euphorie über die Energiewende, die auch in Österreich spürbar war, ist zumindest bei den deutschen Nachbarn Ernüchterung gewichen. Grund sind die hohen Kosten, die die deutschen Verbraucher weit stärker treffen als beispielsweise österreichische Haushalte. (Hier weiterlesen)



WBGU: Private Altersvorsorge soll Energiewende finanzieren

5. September 2012 | Von | Kategorie: Blog

Eine Meldung bei der sich die Hand reflexartig schützend auf das Portemonnaie legt…

Der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung schlägt eine neue Geldquelle zur Finanzierung der teuren Energiewende vor: die private Altersvorsorge der Deutschen.

Im Kampf gegen die Erderwärmung wollen die wichtigsten Umweltberater der Bundesregierung nach Informationen der ZEIT eine neue Finanzquelle erschließen – die private Altersvorsorge der Sparer. Allein Versicherungen und Pensionskassen verfügten weltweit über 50.000 Billionen Dollar, die langfristig und sicher angelegt werden müssen, heißt es in einem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für globale Umweltfragen (WBGU). Dieses Kapital könne für die Energiewende mobilisiert werden, etwa zum Ausbau der Stromnetze. (Weiterlesen)