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Ein Dezembermorgen in einem kleinen Dorf in der Eifel

12. November 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Kurioses

Ein (bislang) fiktives Wintermärchen von unserem Leser  Martin Frank.

Ein Russlandhoch beschert ganz Deutschland seit einer Woche trübes, kaltes und windfreies Winterwetter. Die Winter sind schon seit Jahren kalt und schneereich, und so ist es auch dieser, im Jahr 2025.

Die Müllers leben in einem für diese Zeiten modernen Haus. Moderne, energiesparende Elektrogeräte. Eine Kühltruhe, die geschlossen auch eine Woche ohne Strom auskommen kann. In den Wintermonaten dient die kleine Gartenhütte als Kühlschrank. Nachdem die Steuern auf Autos mit Verbrennungsmotoren drastisch angehoben wurden, haben sie sich sogar ein Elektrofahrzeug angeschafft.

Herr Müller sitzt wie jeden morgen um 7:00 Uhr am Esstisch
und hört gebannt dem Radiosprecher zu. Ja, der Luxus muss sein! Fünf Minuten Radio am Tag, selbst wenn der ‚Smart-Meter’ einen extrem hohen Strompreis anzeigt, sind Pflicht. Die deutschen Wind- und Sonnenscheinprognosen haben das gemütliche Frühstück abgelöst.

Der Radiosprecher, sachlich wie immer, meldet für heute einen windreichen und sonnigen Tag. Endlich! Frau Müller füllt augenblicklich die vier Waschmaschinen. Mit einer Maschine käme sie nicht hin, da die Billigstromphasen in der Regel sehr kurz sind und die energiesparenden Maschinen extrem lange laufen.

Herr Müller, der schon immer große Ideen umsetzten wollte, hat sich im Keller neben dem ‚Smart-Meter’ einen Schalter …



WELT-Untergang in Bangkok – Ein paar Fakten

8. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien

Bereits in der Schule habe ich eine wichtige Grundregel für das Verfassen journalistischer Texte gelernt. Man vermittelt bereits in den ersten Absätzen die wichtigsten Informationen. Alles was für den Leser oder die eigene Aussage weniger relevant ist, schreibt man weiter unten im Text. Das hat zwei Vorteile. Zum einen können solche Leser, die nicht die Mühe auf sich nehmen möchten den kompletten Text durchzulesen, die wichtigsten Information bereits in den ersten Absätzen finden. Zum anderen geht die Grundaussage auch dann nicht verloren, wenn der Redakteur aus Platzgründen beschließt, den Text gegen Ende abzukürzen.

An diese Grundregel fühlte ich mich erinnert, als ich heute auf WELT-Online den Beitrag „Experten prophezeien Bangkoks Untergang im Meer“ gelesen habe. Der Artikel war unter „Klima und Umwelt“ gelistet, daher war jedem Leser schnell klar, dass es sich hier wohl um ein Problem handeln musste, welches durch den Klimawandel verursacht ist. Und auch die ersten beiden Absätze, offenbar extra verfasst für die Lesefaulen unter uns, bestätigen diesen Eindruck:

Die thailändische Hauptstadt Bangkok hat zusätzlich zu den verheerenden Überschwemmungen ein weiteres Problem. Experten wiesen darauf hin, dass sich die niedrig gelegene Metropole nur 30 Kilometer nördlich des thailändischen Golfs befindet, dessen Wasserstand bis



“Heute retten wir das Klima, und morgen die ganze Welt” – Unterhaltung zum Wochenende

6. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses
http://www.youtube.com/watch?v=lp0RkxEppWA”

Diesen Beitrag wollte ich schon seit einiger Zeit bringen, bin aber irgendwie nicht dazu gekommen. Ich kannte Andreas Rebers von verschiedenen Auftritten in der ZDF “Anstalt” und habe ihn da irgendwie immer als Altlinken wahrgenommen. Ich hätte falscher nicht liegen können.

Ich war bislang auch immer der Auffassung, dass das Kabarett in Deutschland irgendwie per Definition links sein muss und dass Vince Ebert die einzige rühmliche Ausnahme dazu bildet. Bis vor wenigen Monaten habe ich damit, zumindest was Kabarett im deutschen Staatsfunk angeht, wohl auch einigermaßen richtig gelegen. Meine Meinung darüber änderte sich, als ich in einem eher dem  linken Spektrum zuzuordnenden Internetmagazin einen Verriss der von Dieter Nuhr moderierten Sendung “Satiregipfel” gelesen habe.

Der Autor der Kritik war extrem erbost. Die Sendung wäre “zum Hetzinstrument verkommen” und “ein Lehrstück schäbigster Propaganda“. Und was meine Aufmerksamkeit am meisten erregt hatte war die Anklage “Da wurden die Wähler der Grünen veralbert(…) Alles was einen grünen Anstrich hat, wurde blindwütig verhohnepiepelt. ” Das klang deutlich interessant. Und die Sendung hielt auch wirklich alles, was der zornige Schreiber versprochen hatte. Wer also den “Satiregipfel” vom 26.05.2011 noch nicht gesehen hat, der sollte das schleunigst nachholen.

Und …



Matt Ridley über Wissenschafts-Ketzerei

3. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel
http://www.youtube.com/watch?v=1RcTjdY1aN4″

“Sollte es einen Vortrag über die Klimadebatte geben, welcher es wert ist innerhalb Ihres Lebens gelesen zu werden, hier ist er.” – Anthony Watts

Angus Millar Vortrag bei der Royal Society of the Arts
Edinburgh, 31. Oktober 2011

Es stellt für mich eine große Ehre dar, den Angus Millar Vortrag halten zu dürfen. Ich weiß nicht, ob sich Angus Millar jemals selbst als Ketzer gesehen hat, ich aber habe eine natürliche Schwäche für Häresie. Einer meiner Vorfahren, Nicholas Ridley, der Märtyrer aus Oxford, wurde wegen Ketzerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Mein Thema heute ist Wissenschafts-Ketzerei. Wann haben Wissenschafts-Ketzer Recht und wann sind sie verrückt? Wie erkennt man den Unterschied zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft?.

Sehen wir uns ein paar Aspekte näher an und beginnen mit einfachen Beispielen:

  • Astronomie ist Wissenschaft – Astrologie ist eine Pseudowissenschaft
  • Evolution ist Wissenschaft – Kreationismus ist eine Pseudowissenschaft
  • Molekularbiologie ist Wissenschaft – Homöopathie ist eine Pseudowissenschaft
  • Impfungen sind Wissenschaft – die Angst vor MMR-Impfungen ist Pseudowissenschaft
  • Sauerstoff ist Wissenschaft – Phlogiston war Pseudowissenschaft
  • Chemie ist Wissenschaft – Alchemie war Pseudowissenschaft

Können Sie mir so weit folgen? Noch ein paar Beispiele. Dass der Earl of Oxford Shakespeare geschrieben haben soll ist Pseudowissenschaft. Genauso der Glaube daran, …



Aus grünen Fesseln befreien!

2. November 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel, Politik

Die Ideologie von der Klimaerwärmung durch CO2 kommt uns volkswirtschaftlich teuer zu stehen. Liberale haben freiheitliche Grundsätze preisgegeben, als sie sich diesem Dogma gebeugt haben.

Gastbeitrag von Holger Krahmer

Der Klimawandel in Form globaler Erwärmung sei Realität und der Mensch schuld daran. Der Ausweg führe über “Nachhaltigkeit” hin zu „grünen Wachstum“ mit erneuerbarer Energie, mit der die kohlenstoffarme Volkswirtschaft der Zukunft zu versorgen sei. So die gängigen Thesen, die von Politikern bis hin zu Pädagogen in voller Überzeugung wiederholt werden.

Die Feinsteuerung des Weltklimas auf maximal zwei Grad Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter ist unwidersprochenes Ziel politischen Handelns. Diesem Ziel wird eine komplette politische Agenda untergeordnet. Von der Gestaltung der Energieversorgung bis zur Frage, welche Produkte noch produziert werden dürfen. Mitunter wird dafür sogar weitgehend unwidersprochen hinterfragt, ob die schwerfälligen Entscheidungsprozesse demokratischer Gesellschaften noch der richtige Rahmen zur Erreichung dieser Ziele sind. Dem International Panel on Climate Change (IPCC), das angeblich die weltweite Forschung zum Klimawandel vertritt, ist es gelungen ein Dogma zu errichten. Das Dogma abgeschlossener wissenschaftlicher Erkenntnis über die es „keine Zweifel“ mehr geben soll und die belegen, dass menschliche Aktivitäten die alleinige Ursache globaler Klimaerwärmung sind.

Doch schon die tatsächliche Temperaturentwicklung der letzten Dekade widerlegt die …



Dystopie: Die Energiewende

24. Oktober 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus

„Seit Fukushima reden wir nicht mehr über Eintrittswahrscheinlichkeiten“

2025: Die internationalen Eingreiftruppen aus Frankreich, Großbritannien, Kanada, den USA und Russland übergeben die Sicherheitsverantwortung an die deutsche Übergangsregierung. Diese kündigt eine zügige Aufarbeitung an und führt intensive Gespräche mit der venezolanischen Regierung über die Auslieferung der ins Exil geflohenen Kanzler_innen-Doppelspitze Roth und Ernst.

Wie es dazu kommen konnte

Alles begann im Jahr 2013, als nach der Bundestagswahl die erste grün-linke Regierungskoalition mit gemeinsamer Zweidrittelmehrheit im Parlament geschlossen wurde. Als erste Amtshandlung beruft die neu geschaffene Kanzler_innen-Doppelspitze einen Rat zur unverzüglichen Energiewende ein. Der beschließt die sofortige Abschaltung der verbliebenen Kernkraftwerke und aller Kohlekraftwerke sowie den massiven Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und Geothermie. Pumpspeicherkraftwerke sollen Schwankungen ausgleichen. Die Umsetzung wird an die Bundesländer delegiert, die entsprechend ihrer Fläche und Einwohnerzahl eine bestimmte Menge an Energie bereitstellen müssen. Das Importverbot für ausländischen Atom- und Kohlestrom wird im Grundgesetz verankert.

In die anfängliche Begeisterung der Bevölkerung mischt sich schnell Skepsis. Die befürchteten Engpässe bei der Stromversorgung und der Widerstand von Anwohnern gegen die „Verspargelung der Landschaft“ durch Windkraftanlagen führen vielerorts zur Gründung von Bürgerinitiativen.

In den nördlichen Ländern bauen die roten und grünen Landesregierungen überwiegend Geothermie- und Windkraftanlagen, während die Ministerpräsidenten im Süden in …



Klimamodelle und Klimasensitivität

24. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Off-Topic-Arena

Unser Leser S.Hader hat eine sehr wichtige Entdeckung gemacht. Nämlich die, dass jedes Thema, welches in irgendeiner Form mit Klimawissenschaft, Klimapolitik, den Folgen des Klimawandels oder der deutschen Energiepolitik zu tun hat, im Grunde auf zwei einfache Aspekte zurückgeführt werden kann.

Erster Aspekt:

Wie groß ist die Klimasensitivität. Oder mit anderen Worten, wie viel wärmer wird es auf der Erde, wenn der CO2-Gehalt in der Atmosphäre um einen Betrag X erhöht wird. Neben der reinen Temperaturerhöhung durch mehr CO2 in der Atmosphäre gehören dazu mannigfaltige Feedbacks, welche den CO2-Klima-Effekt verstärken oder abschwächen könnten.

Zweiter Aspekt:

Die Qualität von Klimamodellen. Also, wie gut die Computermodelle der Klimaforscher in der Lage sind, das Wetter, respektive Klima, in 50, 100 oder 200 Jahren vorauszusagen.

Wir bei Science Skeptical sind uns darüber im klaren, dass es sich hierbei um fundamentale Aspekte der Klimadiskussion handelt. Damit die so wichtige Diskussion darüber nicht in anderen Foren geführt werden muss, wo die Gefahr besteht, dass sie dort durch Diskussionsbeiträge zu den jeweiligen Artikeln gestört wird, können diese Fragen jetzt exklusiv hier erörtert werden.

P.S.: Aus aktuellem Anlass kann hier auch diskutiert werden, ob die Politik tatsächlich einen Einfluss auf die Klimawissenschaft ausübt, oder ob es gar umgekehrt …