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Kein Weltuntergang und trotzdem weiter wie bisher

5. März 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Profiteure

Gastbeitrag von Eva Ziessler (zuerst erschienen auf der Achse des Guten)

Es wäre eine enorme Erleichterung, so Al Gore in der New York Times, sollte sich herausstellen, dass uns keine unvorstellbare, die menschliche Zivilisation gefährdende Katastrophe bevorsteht, die umfangreiche Präventivmaßnahmen zum Schutz der Menschheit erfordert. Es würde von uns genommen die schwere Bürde, von unseren Enkelkindern als kriminelle Generation verteufelt zu werden, die selbstsüchtig alle eindeutigen Warnungen in den Wind geschlagen habe, dass das Schicksal der Enkel in ihren Händen liege. Deshalb wünsche auch er, Al Gore, von ganzem Herzen, dass die Erderwärmung eine Illusion gewesen sei.

Aber selbst dann, wenn sein Herzenswunsch in Erfüllung gehen sollte, so der ehemalige US-Vizepräsident weiter, müssten wir die von ihm und der UN angeregten „umfangreichen Präventivmaßnahmen“ weiterhin verfolgen.

Mmh, wie bitte?, fragt sich der geneigte Leser und versucht zu verstehen: Die unvorstellbare Katastrophe erweist sich als Illusion—und trotzdem sollen wir die umfangreichen, zur Abwendung der vermeintlich bevorstehenden Katastrophe ersonnenen Maßnahmen weiterbetreiben? Warum denn das? Weil es, so klärt Gore uns auf, um Arbeitsplätze geht, und zwar um die „wichtigsten“ Arbeitsplätze im 21. Jahrhundert, um Arbeitsplätze in der Solar- und Windenergie, in der geothermischen Energie…



Stephen Fry übt Kritik an der katholischen Kirche

4. März 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Blog, Kurioses

Hier mal etwas völlig anderes. Stephen Fry spricht auf der Intelligence² Debate über die katholische Kirche, wobei er auf typisch britische Art äußerst höflich und doch auch äußerst bissig Kritik an dieser Institution übt. Einzelne Punkte als “Highlights” herauszustellen würde diesem durch und durch brillanten Vortrag sicher nicht gerecht werden. So erfährt man zum Beispiel, dass der Heilige Thomas Morus (Thomas Moore) zu seiner Lebzeit im 16. Jahrhundert dafür gesorgt hatte, dass Menschen als Ketzer verbrannt wurden, die die Untat begangen hatten, die Bibel in englischer Sprache zu lesen. Und dass eben dieser Thomas Moore als Leuchtturm der Unterdrückung der freien Meinungsbildung im Jahr 2000 von Papst Johannes Paul II. zum Patron der Regierenden und der Politiker ernannt worden ist. Irgendwie passend…

Mir war Stephen Fry ja hauptsächlich wegen seiner Auftritte in der großartigen englischen Comedy-Serie Blackadder aufgefallen. Dass er auch sehr kluge Gedanken fassen und äußern kann, hatte ich eher am Rande mitbekommen (unter anderem bei einem Gastauftritt bei der von mir ebenfalls sehr geschätzten BBC-Serie Top Gear).





“ZDF Umwelt” zeigt Pannen im IPCC Bericht

21. Februar 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Medien

“Gute wissenschaftliche Praxis; beim Weltklimarat scheinen einige damit wirklich ein Problem zu haben…”. Aussagen dieser Art konnte man in den letzten Jahren in vielen Internet-Blogs lesen. Und bis vor kurzem auch ausschließlich dort. Dass jetzt aber auch in einem Umweltmagazin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen derart offene Kritik am IPCC laut wird, hätte noch vor wenigen Wochen wohl kaum jemand für möglich gehalten.

Diese deutlichen Worte fielen nämlich im ZDF Magazin “Umwelt“. Waren bisherige Skandale, wie Klimagate oder die Rücktrittsforderungen an IPCC-Chef Pachauri noch kaum in den Mainstream Medien angekommen, haben die jüngsten Affären rund ums IPCC das Fass wohl definitiv zum Überlaufen gebracht. Erst die falschen Gletschermeldungen aus dem Himalaja, dann die fehlerhaften Amazonas-Daten und die Übertreibungen  bei Unwetterschäden oder bei den Prognosen zu Trockenheiten in Afrika. All das war dann wohl doch zu viel. In bislang ungekannter Deutlichkeit und Härte kritisieren die ZDF-Umwelt Redakteure jetzt die Machenschaften des IPCC und scheinen sogar mit Forderungen zu sympathisieren, das IPCC abzuschaffen.

Interessant in dem Bericht ist auch das Interview mit dem prominenten Kieler Klimaforscher Mojib Latif. Dieser, das wird immer deutlicher, scheint vielen seiner Kollegen an Weitblick um einiges voraus zu sein. War er doch einer der ersten im etablierten Klimazirkus,…



Aber die wissenschaftliche Basis im IPCC Report ist korrekt – oder etwa doch nicht?

19. Februar 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Wissenschaft

In letzter Zeit verging keine Woche, in der nicht neue Meldungen auftauchten, dass wieder Fehler und Ungenauigkeiten im 4. Sachstandbericht des Weltklimarats (IPCC AR4) offen gelegt wurden. Hier noch einmal die inzwischen bekannten Fehler: Himalaja Gletscher, Landwirtschaft in Afrika, Regenwälder im Amazonas, Niederländische Geographie, Schäden durch Extremwetter, Studienarbeiten als wissenschaftliche Veröffentlichungen und  die angebliche Zunahme der Hurrikans. Fast täglich scheinen neue Skandale hinzu zu kommen. In allen Fällen wurden Tatsachen stark übertrieben oder sogar sachlich falsch dargestellt. Die meisten dieser Fehler resultieren aus unwissenschaftlichen Studien, die verwendet wurden.

Die Verteidiger (und hier) des IPCC führen ins Feld, dass die meisten dieser Fehler von geringer Bedeutung wären und auf den Bericht der 2. Arbeitsgruppe (WG II, impacts, adaptation and vulnerability) begrenzt wären, welcher von Vertretern verschiedener regionaler Interessen verfasst wurde, und dass er nicht so viel harte Fakten (hard science) enthielte, wie der Report der Arbeitsgruppe 1 (WG I, The Physical Science Basis). Weiter sagen die IPCC Verteidiger, dass keine (oder praktisch keine) Probleme solcher Art mit dem Report der Arbeitsgruppe 1, der wissenschaftlichen Basis des Klimawandels, aufgetaucht wären.

An dieser Stelle ist ein bescheidener Einspruch fällig

Tatsächlich basiert der Bericht der Arbeitsgruppe 1 auf einem Prozess der,



Rahmstorf in 3sat nano – Fehler ändern die Botschaft des IPCC-Berichts nicht

16. Februar 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Medien

Heute lief im 3Sat nano ein Klima-Spezial mit Interviews mit den Professoren Stefan Rahmstorf und Hans von Storch. Nach Aussage Rahmstorfs ist sich die Forschung nach wie vor sicher. Daran änderten auch die “kleinen” Fehler im 2. Kapitel des IPCC-Reports nichts Damit meinte er die als Himalayagate bekannt gewordenen wissenschaftlichen Fehlleistungen)

“Nur weil ein falscher Bericht zu Gletschern, von einem asiatischen Sozialwissenschaftler, im Bericht auftaucht, dann heißt das nicht, dass alles andere Falsch ist…Die Forschung im 1. Kapitel ist nach wie vor richtig.”

Nicht angesprochen hat Rahmstorf die weiteren “kleinen Unstimmigkeiten”, wie etwa Greenpeacegate, WWF-Gate, Pachaurigate Amazonasgate, Hurricanegate, Studentgate, Africagate, Sea-Level-Gate…  Das alles wurde höflichst nicht erwähnt. Rahmstorf weiter:

“Als Wissenschaftler stellen wir uns auch gerne jeglicher sachlicher Kritik. Ich denke, die Grunderkenntnisse der Klimawissenschaft brauchen sich auch in keinster Weise zu verstecken.”

So so, Herr Rahmstorf, dann haben wir Climategate wohl alle nur geträumt. Tarnen, Täuschen und Unterdrücken anderer Meinungen, darum ging es bei der Affäre doch wohl, oder?

Im Interview mit Professor von Storch waren da schon etwas kritischere Töne zu hören, wenngleich auch er den IPCC-Bericht, zumindest das erste Kapitel, nach wie vor für solide wissenschaftliche Arbeit hält. Allerdings…



Skeptische Töne im MDR: “Die Natur spielt den Klimaszenarien einen Streich”

10. Februar 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien

Ich habe an dieser Stelle je bereits mehrfach darüber geschrieben, wie die Medien zunehmend auch über skeptische Stimmen berichten, also  solche, die nicht unbedingt  mit der landläufigen Meinung eines katastrophalen menschengemachten Klimawandels übereinstimmen. Diese Zunahme wird mehrere Ursachen haben. Zum einen ist es bestimmt der Verlust an Glaubwürdigkeit, den der Klimagate-Skandal nachhaltig hinterlassen hat. Zum anderen spielt aber bestimmt auch der ungewöhnlich kalte Winter eine nicht unwesentliche Rolle.

Ich will damit keinesfalls ausdrücken, dass der momentane kalte Winter (der zweite in Folge) als Beleg gegen die globale Erwärmung geeignet wäre. Das ist er genauso wenig wie der Warme Sommer 2003 ein Beleg für den Klimawandel war. Nur funktionieren die Medien hier nun einmal anders. Wenn es aktuell kalt ist, passen Berichte über Zweifel an der Erwärmungstheorie schließlich besser.

Zweifel am Weltklimarat
Und unabhängig vom momentanen Wette gibt es auch sonst reichlich Grund zum Zweifeln. Warum musste zum Beispiel der Weltklimarat, wenn es doch nach seiner Aussage viele robuste wissenschaftliche Belege für den Klimawandel und dessen katastrophale Auswirkungen gibt, ausgerechnet auf Studien zurückgreifen, die wissenschaftlichen Kriterien in keinster Weise genügen? Gemeint sind damit etwa Arbeiten vom WWF oder von Greenpeace (hier), oder Beiträge aus populärwissenschaftlichen Magazinen. Oder warum werden…



Wie ein Klimaforscher die Erwärmung voranschreiten lässt

2. Februar 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Politik, Wissenschaft

So langsam gerät im Kielwasser der Klimagate Affäre auch die deutsche Medienlandschaft in Bewegung. In den letzten Tagen war auch in den Mainstream Medien immer deutlichere Kritik am Gebaren des Weltklimarates IPCC zu hören. Hätte man vor Klimagate kaum zu hoffen gewagt, dass dubiose Machenschaften, wie etwa das heranziehen von WWF oder Greenpeace Studien oder auch von keinesfalls ausreichend wissenschaftlich geprüften Studienarbeiten in dem eigentlich als wissenschaftlich angelegten Bericht des Weltklimarates, jemals in den hiesigen Medien als Thema angesehen werden, so hat sich das Bild nach Klimagate eindeutig gewandelt. Hier ein paar Beispiele: Welt: Die selbstgemachte Klimakatastrophe der UN (weitere hier), Spiegel: Gletscherprognose: Klimarat-Chef soll Panne verschwiegen haben (weitere hier), WDR: Ziemlich peinlich – Prognose des Klimarats zur Schmelze der Himalaya-Gletscher ist nicht fundiert, Zeit: Eiskalt geirrt. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzten.

Auch in der politischen Landschaft hat der Klimagate-Skandal Spuren hinterlassen. In den USA und in England befassen sich parlamentarische Untersuchungen mit der Affäre und als der amerikanische Präsident Obama vor kurzem vor dem Kongress von „überwältigenden Beweisen für den Klimawandel“ sprach, erntete er vor allem lautes Gelächter.

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Nur in der deutschen Politik geht man unbeirrt den einmal eingeschlagenen Weg weiter,…