Ein Aufruf an unsere Leser II – Fragen zum Speicherbedarf
31. März 2011 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik, Windkraft
Ich habe ein paar Überlegungen angestellt die ich hier gerne zur Diskussion stellen möchte.
Unser (einziger) deutscher Vorzeige-Offshore-Windpark Alpha Ventus soll pro Jahr bei geschätzten 3.800 Volllaststunden
12 x 5 MW x 3.800 h = 228.000 MWh = 228 GWh
Strom produzieren. Weil der Wind aber ein so unsteter Geselle ist, muss man diesen Strom speichern können. Ich erfahre von Wolfgang Flamme in einer Überschlagskalkulation:
2/3 der Windenergieerzeugung entfallen auf ein Halbjahr. Es müßte also etwa 1/6 der jährlichen Energieerzeugung mal 1/2 Jahr – also ein mittlerer Monatsbedarf gespeichert werden.
Alles klar. Annahme Nummer Eins: Ein Monatsbedarf als Speicher - Ich kann nicht beurteilen ob dieser Wert richtig ist, aber als Annahme für dieses Gedankenexperiment erscheint er mir erst einmal ausreichend,
Das würde jendenfalls bedeuten dass ich, wenn ich Windkraft im ganz großen Stil betreiben will, für einen Winpark wie Alpha Ventus einen dynamischen Speicher in der Größenordnung von
228 GWh / 12 = 19 Gwh
benötige.
Die einzig bislang in Deutschland eingesetzten Speicher sind Pumpspeicherseen. Der Speicher mit der größten Kapazität ist das Pumpspeicherwerk Goldisthal im Thüringer Schiefergebirge. Er hat eine Kapazität von 8.480 MWh, also knapp 8,5 GWh. Man bräuchte also allein für Alpha Ventus 2,24 mal Goldisthal als Speicher.
Jetzt …







