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Science Skeptical steht zur Wahl zum Wissenschaftsblog des Jahres 2013

17. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Internes, Medien

logo_wissenschaftsblog2013_3d_gold_kleinAls wir im letzten Jahr bei der Wahl zum Wissenschaftsblog des Jahres nominiert waren hatte sich unser Admin Peter Heller noch einigermaßen verwundert (wenn nicht gar entsetzt) gezeigt. Richtig groß war die Verwunderung auf unserer Seite allerdings erst, als wir das Ergebnis der Online Abstimmung des Blogs Wissenschaft kommuniziert erfahren haben. In einem ohne Übertreibung als hochkarätig zu bezeichnenden Teilnehmerfeld schafften wir es aus dem Stand auf den zweiten Platz.

In diesem Jahr wird wieder gewählt. Und uns damit die Chance gegeben, unsere Platzierung aus dem letzten Jahr noch zu verbessern. Wobei die Luft nach oben doch schon sehr dünn wird. Und auch in diesem Jahr treten wir gegen Namhafte Konkurrenz an. Einer der Teilnehmenden Blogs, der ebenfalls hauptsächlich Klima und Energie zum Thema hat, wird sogar von einem renommierten Professor aus Potsdam betrieben (Dessen Chef, so munkelt man, residiert gar in dem Büro, das einst Albert Einstein als Wirkungsstätte diente).

Aber wir wären nicht das was wir sind, wenn wir vor so großen Namen im Respekt vergehen würden. In diesem Sinne auch mein völlig eigennütziger Aufruf an unsere Leser: Wählen Sie uns und nicht die anderen. Zur Abstimmung geht es hier.



Hans von Storch: Taifun Haiyan “ kaum als Zeichen für den menschengemachten Klimawandel zu verstehen“

18. November 2013 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Ökologismus, Wissenschaft

global_running_aceDer Klimaforscher Hans von Storch hat dem Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag ein Interview gegeben. Es offenbart dass es in der prominenten Klimaforschung keinesfalls Konsens ist, Taifun Hayan automatisch dem Klimawandel zuzuschlagen, wie es etwa Mojib Latif oder Stefan Rahmstorf machen. Hochinteressant!

Ihr recht bekannter Kollege Mojib Latif sagte in einer anderen Sendung, der Sturm sei „ein tragischer Weckruf für die internationale Politik, endlich was zu unternehmen“. Ist „Haiyan“ ein Zeichen des Klimawandels, wie auch diverse Kommentatoren meinten?
Nein. Das würde ich dann sagen, wenn wir über einige Zeit eine ungewöhnliche Entwicklung hin zu stärkeren oder häufigeren Stürmen hätten. Extremereignisse sind Teil des normalen Wettergeschehens. „Haiyan“ war ein ganz erheblicher und sehr starker Sturm, doch schon früher gab es wenige Taifune mit stärkeren Winden und niederen Luftdrücken. Dabei ist zu bedenken, dass solche Messungen immer problematisch sind. „Haiyan“ war kein Rekordsturm und wir haben auch keine ungewöhnliche Häufung in der Region in den letzten Jahren. Also ist dieser Sturm kaum als Zeichen für den menschengemachten Klimawandel zu verstehen.

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Titelbild: Graphische Darstellung der Entwicklung der globalen Aktivität tropischer Wirbelstürme in den letzten 40 Jahren (Global and Northern Hemisphere Accumulated Cyclone Energy) erstellt von R. N. Maue vom amerikanischen Center for Ocean-Atmospheric



Gute Fledermäuse, schlechte Fledermäuse…

10. November 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Ökologismus, Tierschutz, Windkraft

Big-eared-townsend-fledermausGute Fledermäuse:

Fledermäuse stoppen A20

Was ist wichtiger? Autoverkehr oder die Flugrouten kleiner Tiere? Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet zugunsten der Bechstein-Fledermaus.

HAMBURG taz | Die Küstenautobahn A 20 darf vorerst nicht weiter gebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhängte am Mittwoch einen Baustopp für einen Teilabschnitt bei Bad Segeberg im Zentrum Schleswig-Holsteins. Grund ist der Schutz des größten deutschen Fledermaus-Quartiers in den nahe gelegenen Segeberger Kalkberghöhlen mit mehr als 20.000 Tieren.

Schlechte Fledermäuse:

Studie sieht Fledermaus-Massensterben an Windrädern

Eine Stichprobe alarmiert Behörden: Eine Viertelmillion Fledermäuse könnten demnach pro Jahr in Deutschland durch Windräder zu Tode kommen. Vogelschützer fordern, gefährliche Rotoren zu bremsen – doch die untersuchten Anlagen bleiben geheim.

Bildquelle: Wikipedia (Public Domain)



NRW Wirtschaftsminister beziffert Kosten für Reservekraftwerke auf sechs Milliarden Euro im Jahr

20. Oktober 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

800px-Luftbild_Trianel_Kraftwerk_3Die Energiewende wirkt. Durch die zwangsweise Einspeisung von Strom aus Wind und Sonne wird jetzt offenbar genau das Ziel erreicht, das die deutschen Ökojünger schon seit vielen Jahren ganz oben auf ihrer Agenda haben. Den „fossilatomaren Dinosaurier“, gemeint sind die großen Stromerzeuger, wird die Luft zum Atmen immer weiter abgeschnitten (Der Energieexperte Jürgen Döschner vom WDR und das Märchen von den bösen “Energie-Dinosauriern”).

Konventionelle Kraftwerke nicht mehr wirtschaftlich
Grund dafür ist, dass deren Kohle- Gas- und Kernkraftwerke aufgrund der immer häufigeren Einspeisung von sogenannten Erneuerbaren Energien immer seltener im wirtschaftlichen Vollastbetrieb laufen. Hinzu kommt dass durch den Verfall der Börsenstrompreise, der ebenfalls der Zwangseinspeisung von immer mehr EE-Strom geschuldet ist, die Renditen der Kraftwerksbetreiber noch weiter geschmälert werden.

So weit, so gut in der Ökowelt, könnte man meinen. Die Sache hat leider nur einen kleinen Haken, wie die Wirtschaftswoche in ihrer gestrigen Ausgabe mitteilt. Schließlich betrifft das Problem, dass man konventionelle Kraftwerke in Deutschland kaum noch kostendeckend betreiben kann dadurch auch viele kleine Stadtwerke und Kommunen. Diese sind über die Stadtwerke vielfach an Kraftwerken oder auch direkt als Anteilseigner an der RWE beteiligt.

„Sparorgie, die ihresgleichen sucht“
Und die finanzielle Situation der betroffenen Kommunen könnte sich durch diese



Wie der WDR sich das EEG zum Erfolgsmodell zurechtbiegt

18. Oktober 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Medien, Politik

Gastbeitrag von Steffen Hentrich

WDR-Journalist Jürgen Dörschner singt aus Seoul eine Lobeshymne auf das EEG und meint, dass eine Kritik an dieser Förderpolitik und Befürchtungen, das EEG sei eine Bedrohung des Wohlstands, Volksverdummung und ein Lügengebilde sei. Es wäre zum einen eine Lüge, wenn überwiegend das EEG für steigende Haushaltsstrompreise verantwortlich gemacht würde, zum anderen ebenfalls gelogen, dass die Preissteigerungen zu mehr Armut führen würden. Schließlich sei Armut doch kein Problem der Energiepolitik, sondern Falle in den Verantwortungsbereich der Sozialpolitik. Die Privathaushalte würden durch “Heiz- und Spritkosten wesentlich stärker belastet – und deren Preise steigen noch schneller als die für Strom”.

bdew_strompreise_2013Natürlich hat er recht, dass der Haushaltsstrompreis in den vergangenen Jahren um mehr als 11,5 Eurocent/kWh (BDEW 2013: 11,3 Eurocent/kWh, siehe Abbildung) gestiegen ist und die EEG-Umlage nur um 4,9 Eurocent/kWh, wobei er jedoch die anteilig dafür gestiegene Mehrwertsteuer von 0,9 Eurocent/kWh unter den Tisch fallen, die insgesamt also die auf das EEG zurückzuführende Strompreissteigerung auf knapp 5,8 Eurocent/kWh ansteigen lässt. Das ist mehr als die nicht vom Staat zu verantwortende Kostensteigerung für Erzeugung, Transport und Vertrieb, die sich auf 5,45 Eurocent/kWh beziffert. Ohne die besondere Ausgleichsregelung für energieintensive Unternehmen läge die EEG-Umlage 2013 zwar um gut



Vorwärts immer rückwärts nimmer – EEG-Umlage steigt 2014 auf 6,24 Cent

15. Oktober 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

„Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet – so viel wie eine Kugel Eis.“  – Jürgen Trittin als Bundesumweltminister im Juli 2004 zum Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien Gesetzes (EEG)

„Inzwischen können Sie die Eiskarte rauf und runter essen.“ – Peter Altmaier, Bundesumweltminister im September 2013 beim 8. Deutschen Energiekongress „Energiewirtschaft im Wandel“

Pressemitteilung der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW (Link)

(…) Die EEG-Umlage ist von allen Letztverbrauchern für jede bezogene Kilowattstunde zu entrichten. Dies bedeutet, dass die Verbraucher zur Förderung der erneuerbaren Energien im Stromsektor im Jahr 2014 mit 6,240 Cent pro Kilowattstunde beitragen. Damit liegt die EEG-Umlage im Jahr 2014 knapp 20 Prozent über Vorjahresniveau (5,277 Cent pro Kilowattstunde).

Für das Jahr 2014 wird eine weiter deutlich ansteigende Erzeugung an elektrischer Energie aus rege-nerativen Anlagen prognostiziert. Der Anstieg um ca. 15 Terawattstunden (TWh) (von rund 135 TWh in 2013 auf knapp 150 TWh in 2014) spiegelt sich hauptsächlich in den Energieträgern Wind onshore, Wind offshore und Photovoltaik wider.

Die Entwicklung der EEG-Umlage von 2003 bis 2014 (eeg-kwk.net)

EEG-Umlage 2003-2014

Strompreisentwicklung in Deutschland (Statista)

Strompreis Index Deutschland 1998-2013

 

Die Entwicklung der Prognosen zur EEG-Umlage und deren tatsächlichen Werte



So verschwinden unbequeme Wahrheiten – Weltklimarat passt seine Modelle nachträglich an

1. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

Nachdem am Freitag bereits die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger des neuen Weltklimarat-Berichts erschienen war, wurde gestern der Bericht der Arbeitsgruppe 1, Wissenschaftliche Grundlagen, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung war in der Presse und in Internetforen ein Aspekt ganz besonders intensiv diskutiert worden. Wie würde das IPCC mit dem unangenehmen Umstand umgehen, dass es in den letzten 15 Jahren nicht wie erwartet wärmer geworden ist. Vor allem der Umstand dass 98 Prozent der für die Vorhersagen verwendeten Klimamodelle einen solchen Stillstand nicht vorhergesehen haben, sollte Anlass genug sein, die Methodik und die für die Modelle verwendeten Parameter einmal gründlich zu überdenken. Bereits im Juni hat einer der führenden deutschen Klimaforscher, Hans von Storch, in einem Spiegel-Interview auf die Diskrepanz zwischen Modellen und Wirklichkeit hingewiesen:

„Es gibt zwei denkbare Erklärungen – und beide sind für uns wenig erfreulich. Erste Möglichkeit: Die Erwärmung fällt schwächer aus, weil die Treibhausgase, insbesondere das CO², eine geringere Wirkung haben als angenommen. Das bedeutet nicht, dass es keinen menschengemachten Treibhauseffekt gibt; nur wäre unser Einfluss aufs Klimageschehen nicht so stark wie vermutet. Die andere Möglichkeit: In unseren Simulationen haben wir unterschätzt, wie sehr das Klima aufgrund natürlicher Ursachen schwankt.“

Eine unbequeme Wahrheit

Da