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Der Mythos der Kraft-Wärme-Kopplung

10. April 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Politik

Immer wieder wird in den Medien behauptet, dass „dampfende Kühltürme“ Energieverschwendung sind, Abwärme, welche zum Beispiel bei der Kraft-Wärme-Kopplung vollständig genutzt werden könnte.
Dieser „Mythos“ (aus: „Energiestudie“ der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG),2010) der KWK ist weit verbreitet; mit der Betrachtung der physikalischen Zusammenhänge wird jedoch schnell klar, dass die nutzbare Energiemenge eines Wärmekraftwerks durch physikalische Naturgesetze bestimmt wird, welche bewirken, dass die KWK eine (wenn überhaupt) nur minimal bessere Ausnutzung des Brennstoffes ermöglichen als getrennte Anlagen zur Erzeugung von Wärme und elektrischer Energie.
Siehe auch: FAZ vom 26.01.2011, „Kraft-Wärme-Kopplung : Schlechter als ihr Ruf“

Physikalischer Hintergrund

Zum Verständnis sei erwähnt, dass sich der nutzbare Energieanteil mathematisch aus der Differenz aus Anfangs- und Endtemperatur (TA, TE) des thermo-dynamischen Prozesses ergibt:


(alle Temperaturen in Kelvin)

Um die Energie zu gewinnen, muss also gleichzeitig erhitzt und gekühlt werden (dies ist auch bei anderen Umwandlungen von Wärme in mechanische oder elektrische Energie so, zum Beispiel bei allen Verbrennungskraftmaschinen, Thermoelementen, aber auch prinzipiell der Umkehrung dieses Prozesses in Kälteanlagen).
Beim Wärmekraftwerk (egal ob mit Kohle, Gas oder Kernenergie befeuert) liegt die Ausgangstemperatur (Frischdampf) heute bei 320 bis ca. 600°C, welcher die Turbine antreibt. Dabei entspannt sich der Dampf und gibt stufenweise seine Energie an die



Wenn Vorsorge zur Gefahr wird

13. März 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Politik

via pixelio.de
Der Gedanke des Vorsorgeprinzips ist bereits tief in unserer Gesellschaft verwurzelt.
So tief, dass viele Themen bedenkenlos akzeptiert werden, ohne ihren Nutzen geschweige ihre Konsequenzen zu überdenken.
Das Vorsorgeprinzip darf nicht verwechselt werden mit „Vorbeugen“. Es baut auf einer Strategie des Vermeidens aller möglichen und unmöglichen Beeinflussungen der uns umgebenden Natur -und umgekehrt auch aller Risiken- als das primäre Ziel der Glückseligkeit.

Von der Zeugung an ist das Leben ständigen, vielfältigen und unvorhersehbaren Gefahren ausgesetzt.
Mit vielen davon haben wir gelernt, umzugehen. Andere treiben uns noch heute Schauer über den Rücken.

Eine der Urgefahren für uns Menschen ist das veränderliche Klima in seiner territorialen und zeitlichen Ausdehnung auf der Erde.
Der Mensch kann sich nur sehr schlecht an wechselnde Bedingungen, insbesondere Temperaturschwankungen, anpassen. Ihm fehlt von Natur aus der entscheidende Schutz – das Fell.
Damit blieb er so lange an begrenzte Gebiete der Kontinente gebunden, bis er auf die Idee kam, sich anzupassen, indem er sich Erfindungen der Natur zu eigen Machte, die er so nicht besaß: Die Kleidung und das Feuer.
Damit bestand für den Menschen fortan die Möglichkeit, die Herrschaft über den Rest der Kontinente zu übernehmen.
Gut, das ist soweit bekannt. Aber bereits hier liegt ein



Abschalten!?

12. März 2011 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Gesundheit, Ökologismus

Während Japan nach dem schwersten Erdbeben der Neuzeit um sein (über)Leben kämpft, werden in Deutschland die Ereignisse bereits von interessierten Kreisen für ihren Machtpoker Instrumentalisiert, mit dem Leid der Menschen der Krisengebiete Meinungsmache und Wahlwerbung betrieben.
Das pöse Atom rückt nun absehbar in das Interesse der grün gestrichenen Parteienlandschaft.
+++[Update] +++
Ich bin im Kommentarbereich darauf hingewiesen worden, ob es nicht zu früh ist, noch bevor Klarheit über das Geschehen herrscht, bereits zu urteilen. Nun, ich halte dies für erforderlich, da die öffentliche Diskussion völlig in die falsche Richtung geht.
Zum anderen, ist die notwendige Handlungsweise hier in DL nicht abhängig davon, ob es in Japan zu massiven Umweltbeeinträchtigungen kommt oder nicht. Denn die zunächst einzige, wichtigste Forderung ist:
Wenn es Schwachstellen gibt, müssen diese abgestellt werden! +++

Einmütiger Tenor aller Wortmeldungen im Blick auf die beunruhigenden Ereignisse in den japanischen Kernkraftwerken, ist der, am besten sofortige, Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland. Sonst könnte ein Erdbeben für Deutschland den Supergau bedeuten. Darin ist man sich praktisch einig.
Um es vorweg zu nehmen – ich bin nicht unbedingt ein Freund der Kernenergie, aber dieses Verhalten finde ich wissenschaftsfremd, energiepolitisch fragwürdig und angesichts der schweren Stunden, die das japanische Volk jetzt



Die Partei der Verweigerer

24. November 2010 | Von | Kategorie: Blog, Politik

Was zu viel ist, ist zu viel. Viel zu lange, so meine ich, hat sich Schwarz-gelb und mit ihr die Kanzlerin sich von den Grünen in ihrer Arbeit torpedieren lassen. Das es auch anders geht, beweist der Auftritt von Frau Merkel in der Haushaltsdebatte am Morgen des 24.November.
Hier weiter lesen.

Mit bei ihr lange ungekannter Verve stürzt sich die Kanzlerin geradezu auf die Ökos: Die seien für erneuerbare Energien, aber gegen die dafür notwendigen neuen Leitungen. Für die Bahn, aber gegen neue Bahnhöfe. (…) „Sie sind für Sport, wahrscheinlich auch für Sport im Grundgesetz, aber wenn es um olympische Spiele in Deutschland geht, sind sie dagegen.“

Voll ins Grüne getroffen, Frau Merkel!
Wir erinnern uns, „Klimaschutz ins Grundgesetz“, eine Petition von Greenpeace…



Leise rieselt der Schnee

26. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Blog, Kurioses, Schnee und Eis

Die Alpen haben bereits bis in die Täler eine geschlossene Schneedecke und die Zugspitze mehr als einen Meter Schnee. So die aktuellen Meldungen.
Normal für die Jahreszeit, wenn auch der Oktober in Deutschland in diesem Jahr mit regional 7-9 Grad Durchschnitt deutlich unter dem Mittel liegt.

Doch um so lauter rieseln derzeit die Meldungen vom kommenden Jahrhundert- nein, Jahrtausendwinter aus den Medien.

Eine Bitte vorweg: Haken sie das Thema ab. Das ganze ist der übliche Medienrummel um .nichts.

Was, sie zweifeln?

Angefangen hat es im September mit Pressemitteilungen, dass sich Russland und die USA auf harte Winter vorbereiten müssen. Nun, vorbereitet sein sollte man eigentlich immer, egal, was die Propheten vom Turm blasen. Und Fakt ist nun mal, dass es immer größere Teile der Bevölkerung immer härter trifft, da sie einfach kein Geld für Heizung, ausreichend Nahrung und Kleidung besitzen.

Diese Woche hat die Zeitung mit den großen bunten BILDchen das Thema aufgegriffen und verbreitet, dass auf Grund der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und der Chemiebelastung des Ozeans der Golfstrom geschwächt werden könnte, was zu deutlich niedrigeren Temperaturen in Europa führen würde.

Andere behaupten das sei völliger Quatsch (womit sie recht haben) und bringen das bereits alte Lied vom



Energieagentur warnt vor drohendem Netz-Kollaps

18. Oktober 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Politik


Es gibt Momente, da hält es einen Frosch nicht mehr brav auf der Leiter. Hier werde ich also ausnahmsweise nicht über das Wetter quaken, sondern auf eine Mitteilung aufmerksam machen, die heute durch die deutsche Presse ging.
Quelle
Das Thema ist ja nicht neu. Seit Jahr und Tag machen kompetente Autoren auf das Thema aufmerksam. Ich verweise dabei gerne auf die bereits kürzlich hier erschienenen Artikel. Nicht zuletzt nach dem Erscheinen des Energiekonzeptes der Bundesregierung erhalten die Zweifel an diesem neue Nahrung.
Wärend die Solarbranche und ihre Aktivisten jubelnd das 20. Gigawatt installierte Solarleistung in Deutschland begrüßen, treibt es Netzplanern und Netzbetreibern zunehmend den kalten Schweiß auf die Stirn. Denn Strom muss dann erzeugt werden, wenn er gebraucht wird. Eine Speicherung ist heute im großtechnischen Maßstab nicht bzw. nur unzureichend möglich.
Gegen Mittag und bei Sonnenschein steht schon jetzt eher zu viel Strom zur Verfügung, um das Netz wirtschaftlich zu betreiben.
Aber Moment, warum Netzzusammenbruch? Auf der einen Seite wird vor einer Stromlücke gesprochen, und jetzt vom Kollaps durch ein Überangebot, ja haben die noch alle, wird sich der geschätzte Leser fragen.
Steigt das Angebot, müssen konventionelle Kraftwerke gedrosselt werden. Das senkt den Wirkungsgrad, erhöht Verschleiß, Kosten und auch den



Turn Around…

15. April 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Es ist noch gar nicht so lange her, da war die Klimawelt noch in Ordnung. Für einige zumindest, die sich die „Mehrheit“ nennen. Doch immer andere Wissenschaftler verschaffen sich nun mit ihren oft gegensätzlichen Ergebnissen Gehör.
Verständlich, dass die „Mainstream-Forscher“ sich versuchen, aus der Affäre zu ziehen, wenn eine Position als nicht mehr haltbar erscheint.
Bereits vor Jahren wurden kritische Fragen gestellt. So z.B. in  „Bild der Wissenschaft“ im August 2008, wo man den Einfluss von Sonne und kosmischer Strahlung (der sogenannte „Svensmark-Effekt“) auf das Klima der Erde postulierte.
Der Befragte war kein geringerer als Mojib Latif, und die Antwort war wie erwartet:

„Wir haben keinerlei Anhaltspunkte, dass dies in irgendeiner Form relevant  ist.
Man kann keine Klimaänderungen in den letzten Jahrtausenden mit einer Veränderung des Erdmagnetfelds oder des Sonnenwinds in Verbindung bringen…“

So war ich denn heute, am 15. April 2010 einigermaßen verblüfft, im Focus online folgenden Artikel zu lesen:

Sonnenzyklus hat Auswirkungen auf die Temperatur der Erde

Dass sich der Sonnenzyklus auch auf die Temperaturen auf der Erde auswirkt, ist seit Längerem bekannt. So fallen besonders kalte Phasen der Erdgeschichte – etwa das sogenannte Maunderminimum am Ende des 17. Jahrhunderts – mit Phasen schwacher Sonnenaktivität zusammen.

Das dazugehörige