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IPCC: Afrika stirbt (nicht!)

7. Februar 2010 | Von | Kategorie: Blog, Climategate, Klimawandel, Politik

Eines der Argumente für die Bedrohung durch den Klimawandel ist die zunehmende Wasserknappheit in vielen Regionen und der damit einhergehende Rückgang der landwirtschaftlichen Erträge um bis zu 50% bis 2020. Diese im SPM2 des IPCC formulierten Vermutungen fanden Eingang in eine Vielzahl politischer Publikationen, stellvertretend seien genannt Berichte der WBGU (auch hier),  des BdWi oder eine Vielzahl von Vorträgen und Presseartikeln, z.B. hier von Prof. Dr. Uwe Holtz (Uni Bonn).

Daraus Abgeleitet wurden  u.a. „Klimainduzierte Konfliktsituationen“ (Klimabedingte Degradation von Süßwasserressourcen, Klimabedingter Rückgang der Nahrungsmittelproduktion, Klimabedingte Zunahme von Sturm- und Flutkatastrophen, Umweltbedingte Migration bis hin zur „Bedrohung der internationalen Sicherheit“).

Im Vorfeld wurde bereits bekannt, dass im Report nur die halbe Wahrheit zur zunehmenden Wasserknappheit gesagt wurde (Es wurden nur die Anzahl von Menschen genannt, die von Wasserknappheit betroffen sein werden; dass die zu Grunde liegende Studie (Arnell,  2004) auf der anderen Seite wesentlich mehr Menschen eine steigende Verfügbarkeit des kostbaren Nass bescheinigt, wird verschwiegen, siehe hier).

Nun wird in diesem Zusammenhang der nächste Skandal bekannt, denn wie die Times Online berichtet, gründet der „Rückgang der Agrarproduktion um bis zu 50% bis 2020“ auf wilden Übertreibungen eines unbekannten, marokkanischen Klimaexperten, aufgegriffen in einem [not peer-reviewed] Bericht



Warum am global wärmsten Januartag seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen Menschen erfrieren

16. Januar 2010 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Schnee und Eis, Wissenschaft

Es ist Mittwoch, der 13. Januar 2010. Mein Thermometer meldet mir 12°C unter Null, und der Schnee liegt seit 2 Wochen in Mitteldeutschland wie seit langem nicht mehr.
Die Nachrichten sprechen von geschlossenen Flughäfen in England, von Kältestarre in Florida, von Kältetoten in Indien.
Die Schneebedeckung der gesamten Nordhalbkugel erreichte den zweithöchsten, je gemessenen Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1966.

UAH meldet höchste Januartemperatur seit 1978
Eine Meldung jedoch passt scheinbar irgendwie nicht dazu, und sollte zum Nachdenken anregen: Die UAH-Temperaturen der unteren Troposphäre zeigen die höchste, je gemessene Januartemperatur seit 1978: -16,36°C global. Das klingt nicht gerade viel, doch im Durchschnitt liegen die Temperaturen etwa 0,5° niedriger. Der bisherige Rekord lag 0,11° darunter.

uah-january-13-2010
Es ist also mal wieder Zeit, genauer hin zu schauen, wie dieser scheinbare Widerspruch zu erklären ist. Einige Alarmisten werden nun vielleicht triumphieren und den bevorstehenden Hitzetod nachdrücklich unterstreichen wollen. Aber ganz so einfach ist es nicht.
Die genannten Fakten zur Schneebedeckung lassen nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Regionen vergleichsweise mildes Wetter erleben. Und der andauernde El Niño leistet seinen Beitrag dazu.
Warme Regionen liegen zum Beispiel in Mittelamerika, am Balkan oder Teilen Alaskas, sowie weite Teile des Pazifik.
Wie passt das zusammen?

Ausgleichsströmungen geben Antwort