„Klima-Katastrophe“ – ein Begriffsungetüm wird entschärft
16. Februar 2012 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien
Gastbeitrag von Wolfgang Thüne
Gut 25 Jahre geisterte der Begriff „Klimakatastrophe“, im Januar 1986 von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. aus der Taufe gehoben, wie ein Gespenst um die Welt und verbreitete Angst, Furcht und Schrecken. Im Jahr 2007 verbreitete der Weltklimarat (IPCC) sogar die absurde These, dass das Global-Klima so verärgert sei, dass es der Menschheit den „Klimakrieg“ erklärt habe. Dies führte dazu, dass das Nobelkomitee in Oslo 2007 den Oskar-Preisträger Al Gore sowie den IPCC-Chef Pachauri mit dem Friedensnobelpreis auszeichnete in der irrsinnigen Hoffnung, dass diese Unterhändler das Klima zur Mäßigung anhalten und so rasch den „Klimakrieg“ beenden könnten. In seiner größten Irrationalität glaubt der Mensch rational handeln zu können. Glaubten im Jahr 2006 noch über 60 Prozent der Deutschen an die „Klimakatastrophe“, so fürchten sich heute nur noch gut 30 Prozent vor globaler Erwärmung. Wenn das Gespenst Niemand mehr ängstigt, dann sollte es still, aber nicht mit lautem Getöse begraben werden.
Doch das Gegenteil trat ein.
Wie aus heiterem Himmel und mit indirekter Unterstützung eines russischen Kältehochs machte die BILD-Zeitung dem Gespenst „Klimakatastrophe“ mit lautem Posaunenklang den Garaus. Am 6., 7. und 8. Februar 2012 brachte sie folgende Schlagzeilen: „Die CO2-Lüge“ – 1. „Renommiertes Forscher-Team behauptet: Die Klima-Katastrophe ist Panik-Mache der Politik“ – 2. „Seit 12 Jahren ist die Erd-Erwärmung gestoppt!“ – 3. „Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft!“ Solche Schlagzeilen kann sich nur die BILD leisten. Doch welche Absicht steckt wirklich dahinter? Wird damit die ganze Klimaschutz-Politik abgeschafft, für Unsinn deklariert? Wer voreilige diese Schlüsse zieht, der sollte genauer in den Text hineinschauen und mal „zwischen den Zeilen lesen“. Wenn daraus, wie im Peter Boehringer Newsletter, gefolgert wird, „sogar die BILD-Zeitung schwört der CO2-Klimareligion ab“, dann trifft dies keineswegs zu. Es geht ihr gar nicht um die Widerlegung der „CO2-Lüge“, sie wird nur verniedlicht, der Einfluss halbiert!
Für BILD zählt Auflage
Zuerst einmal geht es der BILD-Zeitung um eine maximale Aufmerksamkeit erheischende Provokation, um Sensation. BILD ist nicht vom Pfad der politisch vorgegebenen Tugend abgewichen und hat nicht den „Treibhauseffekt“ infrage gestellt, sie hat bloß klimatische Landschaftspflege betrieben und einen spitzen Trieb zurückgeschnitten, weil von ihm keine „Früchte der Angst“ mehr zu erwarten waren. Der Begriff „Klima-Katastrophe“ war nach 25jährigem Gebrauch so abgenutzt, das nun der Zeitpunkt günstig schien, ihn mit dem nötigen publizistischen Aufwand zu entsorgen. Von nutzlosem Ballast befreit kann sich nun die Klimapolitik neu aufstellen, die Bataillone neu formieren. Der Rück- und Umbau der Industrie-Gesellschaft, die De-Karbonisierung kann nun weitergehen, denn, so der Schluss-Satz: „Klar ist: Der Weg weg von Öl/Gas/Kohle hin zu mehr erneuerbarer Energie ist richtig! Aber die maßlosen Hitze-Prognosen des Weltklimarates sind reine Angstmache!“ Wer zu lange vor dem „bösen Wolf“ warnt, wird unglaubwürdig.
Klima-Schwerverbrecher Mensch
Dabei braucht vor einem toten Amokläufer kein Mensch Angst zuhaben. Von ihm geht keine Gefahr mehr aus. Er, der Killer, kann selbst ‚post mortem‘ nicht mehr gekillt werden. Doch exakt dies werfen die Klimapolitiker uns Menschen vor. Wir seien allesamt „Klima-Killer“ und müssten daher alle mit CO2-Fußfesseln versehen werden, um den uns staatlicherseits vorgeschriebenen CO2-Fußabdruck besser polizeilich kontrollieren zu können. Sind wir alle Schwerverbrecher? Mag auch im Laufe von 30 Jahren (10.750 Tage) das Wetter manchmal aus menschlicher Sicht Amok laufen und Katastrophen auslösen, das zum Klima statistisch verdichtete „Mittelwert-Wetter“ ist Vergangenheit, ist tot und wird nicht mehr lebendig und damit zu einer Gefahr. Dass die überwiegende Mehrheit dennoch die Warnung vor der Klima-Katastrophe ernst nahm, in den Zustand lähmender Angststarre verfiel und sich gar zum Mörder, zum Klima-Killer, öffentlich brandmarken und an den Pranger stellen ließ, das zeigt, wie leicht sich allwissend dünkende Menschen immer wieder manipuliert und missbraucht werden können. So wurde bereits überlegt, den Wissenschaftlern, die an den Humbug von der Klima-Katastrophe nicht glauben, die wissenschaftliche Qualifikation abzusprechen und sie wegen Renitenz und Querulantentum zu bestrafen. Dass die Medien glauben, sie verhöhnen, verspotten und zu Treibjagten gegen sie aufrufen zu können, ist wahrlich kein Zeichen einer freien verantwortungsbewussten Presse.
Die Artikelserie hat kein BILD-Redakteur geschrieben,
sondern Professor Werner Weber von der Technischen Universität Dortmund und die Autoren selbst. Zugpferd dabei ist Hamburgs Ex-Umweltsenator (SPD) Fritz Vahrenholt. Fritz Vahrenholt ist Chemiker und seit 2008 Geschäftsführer der RWE Tochterfirma Innogy, die sich speziell dem Ausbau erneuerbarer Energien widmet. Koautor ist der Geologe Sebastian Lüning. Er ist seit 2007 als Afrika-Experte beim Öl- und Gasunternehmen RWE Dea beschäftigt. Beide fordern: „Stoppt die Umverteilungsmaschinerie!“ Diese These beruht auf seiner Erkenntnis, dass die Solarmodule „nur 10 % des Jahres volle Leistung bringen. Dieser Wahnwitz kostet uns 8 Milliarden Euro/Jahr. Zahlen müssen die kleinen Leute in den Mietwohnungen, die sich ein Solardach nicht leisten können. Und Hausbesitzer oder reiche Investoren können Kasse machen.“ Dies ist ein Argument, das sich alle Politiker zu Herzen nehmen sollten, die von sozial gerechter Politik reden. Daher ist der BILD-Schlagzeile uneingeschränkt zuzustimmen: „Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft!“ Für den, der wie RWE auf Strom aus Wind und Sonne setzt, ist dieses Fazit allerdings vernichtend.
Die Autoren argumentieren sehr zutreffend, wenn sie sagen:
„Dieser Unfug ist nur erklärbar, weil man dem deutschen Volk Angst eingejagt hat.“ Damit sind wir wieder bei dem 1986 kreierten Un-Wort „Klima-Katastrophe“. Jeder weiß es seit Schulzeiten: „Klima“ ist ein künstlicher Begriff, der das „mittlere Wettergeschehen“ an einem Ort über eine 30jährige Periode irgendwie umschreiben soll. Dies ist noch nie Jemandem auf der Welt gelungen, selbst nicht den „Klimaexperten“. Da sich Wetter nicht ganzheitlich erfassen, sondern nur einzelne Elemente gemessen werden können wie Luftdruck, Temperatur, Wind, kann man auch nur Mittelwerte dieser Elemente berechnen. Eine Mitteltemperatur, und auf diese allein wird das Klima reduziert, sagt nichts aus über den Temperaturverlauf über 30 Jahre hinweg. Sie sagt nichts aus über das Wettergeschehen im Einzelnen noch das Klima an sich. Man kann zwar Mittelwerte verschiedener 30jähriger Perioden vergleichen, aber man kann keinen zur „Norm“ erklären, zum Maßstab oder zur Richtschnur dafür, wie sich das Wetter künftig zu verhalten habe. Auch simple Trends lassen sich nicht ablesen. Doch zurück zum Un-Wort. Während einer Klimabeobachtungsperiode von 30 Jahren können x-beliebige Extremwetterlagen, ja Wetterkatastrophen, eintreten, doch jeder errechnete Klimawert ist ein absolut toter Wert, ein historischer Wert, der irgendwie die Vergangenheit beschreibt und doch wieder nicht beschreibt. Was soll man mit der Aussage anfangen, in der Periode 1961-1990 hat in Deutschland die Mitteltemperatur 8,7° Celsius betragen. Die „mittlere Temperatur“ erzeugt keine Hitze- oder Kältewelle, der „mittlere Wind“ keinen Sturm oder Orkan mit katastrophalen Folgen.
Klimaangst ist unbegründet
Vor dem vergangenen Wetter, tritt es auch völlig unkenntlich als „Klima“ auf, braucht wahrhaftig kein Mensch Angst zu haben. Es ist Geschichte! Wetter ist ein unumkehrbarer, nicht reversibler Naturvorgang. Es lässt sich wie die Zeit nicht zurückdrehen. Es lässt sich nicht vorhersagen, noch weniger vorherbestimmen. Wenn dennoch die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“ uns erschrecken und erstarren ließ, wie der Scheinwerfer ein Kaninchen, so ist das rational nicht zu erklären, sondern nur emotional. Hier sind Gehirn- und Verhaltensforscher gefragt. Mit der Warnung wurde in uns im Unbewussten eine archaische Instinktreaktion ausgelöst, die dem Verstand vorgeschaltet ist und auf diese Weise unser Überleben sichert. Bevor unser Verstand überhaupt bei plötzlichen und womöglich katastrophalen Gefahren reagieren kann, müssen unsere Sinne handeln. In unserem Innern ist der Begriff „Klima“ mit dem Bild „Neigung“, seiner ursprünglichen griechischen Wort-Bedeutung, verknüpft. Ein sich plötzlich neigender und auf ein Auto fallender Baum kann eine Katastrophe auslösen. Wenn in einer Ehe plötzlich ein Wort Zuneigung in Abneigung umschlagen lassen kann, dann ist das eine Neigungs- oder Klima-Katastrophe. Wir sind, was unverhoffte Neigungswechsel angeht, sehr ängstliche Wesen.
Der Warner erscheint als Retter
Wer uns rechtzeitig vor einer Klima-Katastrophe warnt und gleichzeitig Rettung vor dieser Gefahr verspricht, der ist doch ein guter Mensch. Und daher fühlen sich auch all die Klima-Katastrophen-Warner in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Medien oder Gesellschaft als Gefahren vorbeugende „Gutmenschen“. Doch was die Warnung vor den vom Wetter abgeleiteten Klima-Gefahren betrifft, so ist diese Warnung völlig substanzlos, weil es den Naturvorgang „Klima“ nicht gibt. Die Warnung vor einem Orkan oder einer Sturmflut ist sinnvoll, da beide Wetter-Phänomene real sind, doch Klima-Warnungen sind einzig und allein fiktive Warnungen, Spiele mit unserem Unterbewusstsein, mit unserer Angst. Dieses Spiel ist besonders infam, weil uns Menschen die Schuld an der Klima-Katastrophe gegeben wird. Obgleich jeder Mensch weiß, dass er am Wetter nicht schuld ist, akzeptiert er den unerhörten Vorwurf, an der Klima-Katastrophe schuld zu sein.
Der Schuld-Komplex
Wer voreilig ohne Überlegung aus Angst vor einer „Gefahr“ auch noch die Schuld an dieser „Gefahr“ anerkennt, der sitzt in der Falle. Kamen früher alle Sünder ins „Fegefeuer“, so heißt dieses heute „Treibhaus“, wobei unser Verhalten die Temperatur bestimmen soll. Um dieser neuen Zuchtanstalt zu entkommen, ist es dringend und zwingend notwendig, dem Begriff Klima-Katastrophe Angst und Schrecken zu nehmen. Diesbezüglich ist sehr den Autoren Vahrenholt und Lüning wie der BILD-Zeitung zu danken. Mit der Schlagzeile „Die Klima-Katastrophe ist Panik-Mache der Politik“ haben sie einen immens wichtigen Beitrag geleistet, damit endlich der Verstand bei dieser Angelegenheit die Hoheit über die Gefühle zurück gewinnt. Doch dieses wird ein langwieriger Prozess werden, da alle direkten und indirekten Nutznießer der Klimapolitik alle Register ziehen werden, um diese Pfründe nicht zu verlieren. Die Angstindustrie hat inzwischen auf Umwelt-Ebene Dimensionen erreicht, die so manches Großunternehmen in den Schatten stellt.
Auch Wissenschaftler betreiben Panikmache
Aber man sollte nicht nur der Politik Panik-Mache vorwerfen. Der Vorwurf muss noch mehr der Wissenschaft gemacht werden. Wissenschaftler haben nicht nur die Klima-Katastrophe erfunden, sie haben auch die Erde zum „Treibhaus“ gemacht und den „natürlichen Treibhaus-Effekt“ erfunden, der ein totales Kunstprodukt ist und allen Naturgesetzen Hohn spricht. So wie heißes Wasser abkühlt, wenn man die Heizplatte abschaltet, so kühlt die Erde ab, wenn sie sich aus dem wärmenden Sonnenlicht herausdreht, es dunkel wird. Es ist ein Naturgesetz, dass alle Körper unentwegt Wärme abgeben, sich daher nicht selbst erwärmen können, sondern erwärmt werden müssen. Aus dieser Tatsache leitete Sir Isaac Newton sein „Abkühlungsgesetz“ ab. Dieses betrifft auch die Erde als Ganzes, als Planet im Weltall. Von Beginn an kühlt sie sich ab. Wenn heute Leben auf ihr möglich ist, dann verdanken wir dies einzig und allein der strahlenden „heißen Sonne“.
Kalte Sonne?
Aus welchem Grund die Autoren ihr Buch „Die kalte Sonne“ betitelt haben, ist ein großes Rätsel, doch dieses wird bei der Irrationalität der gesamten Klima-Diskussion nicht sonderlich Anstoß erregen. Ein Urwald voller Vorurteile ist nicht so schnell zu lichten. Ich jedenfalls bin dankbar, wenn nach klirrend kalter Nacht morgens am Horizont blutrot die Sonne aufgeht und mit ihren Strahlen die kalte Erde wieder erwärmt. Nur eine heiße Sonne kann die Energie liefern, die zur Photosynthese, zum Wachsen der Pflanzen not wendig ist. Nur sie hat die Kraft, in großem Stil Wasser zu verdunsten und Wolken an den Himmel zu zaubern. Egal wer etwas schreibt und als „wissenschaftlich“ etikettiert, immer ist Skepsis angebracht und der Gebrauch des eigenen Verstandes gänzlich unverzichtbar!





Oh großartig, Wolfgang Thüne als Gastautor
Thüne ist ja schon etwas extrem, Zitat: »Ein industriefreies, dekarbonisiertes, ja „CO2-freies Deutschland“, wie es dem neuen von der Bundeskanzlerin ernannten Präsidenten des Umweltbundesamtes Jochen Flasbarth bis 2050 vorschwebt, wird ein totes Deutschland sein: ohne Mensch, ohne Tier, ohne Pflanze.« Oder, auch ein Klassiker: »Das Klima ist im Gegensatz zum Wetter kein Naturvorgang, es hat keine eigene Realität und daher können von ihm niemals Gefahren ausgehen. Folglich kann sich der Mensch unmöglich am Klima versündigen, kann er zum bösen „Klimakiller“ werden. [...] Der Mensch fasst Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen etc. zu der Abstraktion „Obst“ zusammen. Nach ärztlichem Rat solle er seiner Gesundheit zuliebe viel Obst essen, doch gerade dies sei unmöglich. Obst ist kein sinnliches Ding wie ein Apfel. Es ist ein „Ding an sich“, ein Sammelbegriff, und kann folglich auch nicht gegessen werden. Und dennoch glauben wir felsenfest, täglich Obst zu essen und gesund zu leben.«
Nach dem Perpetuum-mobile Brüller war es ja eher still um diesen Blog geworden, ich empfehle darum mehr Thüne, dann geht’s hier wieder rund
p.
Sehr guter Beitrag, vielen Dank, Herr Thüne!
…ja, ja, die unsägliche Mittel- oder gar „globale Durchschnittstemperatur”!
Ist ja klar, wer mit einem Bein in eiskaltem und mit dem anderen in kochendem Wasser steht, nimmt – entspr. der „Durchschnittstemperatur” – ein „wohlig warmes Fußbad”.
In Norddeutschland nutzen die Medien den heutigen Jahrestag der Februarflut von 1962, um vor den künftigen Gefahren durch globale Erwärmung und steigenden Meeresspiegel zu warnen.
Eine überraschende Beobachtung hat dazu Wolfgang Röhl gemacht:
@Helmut
….. hi hi, nur war das ’n Rohrkrepierer vom NDR…
… und wer hat nochmal die Schwerkraft erfunden? War das auch der IPCC? Oder die Grünen? Bestimmt Gutmenschen die nicht wollten das wir fliegen können
@ Skeptiker-Skeptiker :
Ein Treibhaus wird warm, weil durch die Verglasung die Konvektion (das Aufsteigen der erwärmten Luft) unterbunden wird.
Wo sehen Sie denn einen natürlichen ‘Treibhaus-Effekt’?
Tatsächlich wird durch mehr CO2 ein natürlicher ‘Anti-Treibhaus-Effekt’ induziert, da bodennahe Luft durch vermehrte Absorption von Wärmestrahlung wärmer, höhere jedoch kälter werden sollte.
Durch diese grösseren vertikalen Temperaturunterschiede wird die Konvektion VERSTÄRKT.
Wer hat übrigens nochmal das Waldsterben erfunden? Und das Ozonloch? Und die drohende Eiszeit in den 70ern? Und das ‘Ende des Wachstums’?
Ach ja, lauter uneigennützige, neutrale, streng den Prizipien der Wissenschftlichkeit verpflichtete und engelgleiche Gutmenschen
[Der Beitrag hing im Spam-Filter. RK, 17.02. 17:33]
Also ich habe mal in der Schule gelernt, dass der Planet ohne natürlichen Treibhauseffekt so kalt wäre, dass sich wahrscheinlich kein Leben darauf entwickelt hätte und ich glaube mein Lehrer damals hatte nichts mit der Lobby für erneuerbare Energien zu tun. Aber ich bin kein Physiker, deswegen kann ich nichts weiter dazu sagen.
Dieses pauschale Wissenschaftsbashing nur weil einem das Ergebnis nicht gefällt und weil man das Ergebnis nicht in einem Labor überprüfen kann, finde ich aber Besorgnis erregend. Man kann sich halt manchen Problemen nur verbal oder mit Datenanalyse nähern und nachvollziehbar müssen die Ergebnisse natürlich sein. Aber was wäre denn die Alternative? Sollen wir das Wetter nicht mehr beobachten oder Datensammeln nur weil Ihnen die Methoden nicht gefallen? Und soll jeder Wissenschaftler in dem Bereich von vornherein als unseriös betrachtet werden? Mal abgesehen von den Leuten, die Bücher schreiben und auf populistische Vortragstournee gehen, haben diese Leute eigentlich wenig Anreize zu lügen. Reich werden sie auf jeden Fall nicht dadurch. Btw diese Treibhausgeschichte ist doch schon uralt, aus ner Zeit in der Wissenschaftler weder Umweltpolitikbeinflusst haben (weil es keine gab) noch reich oder brühmt wurden. Also ich sehe da keine Verschwörung.
Warum die Klimaerwärmungs-Agenda falsch ist !
2050 könnte es schon ziemlich warm werden. Wenn wir da schon ne gewisse Vorhersage machen können, sollten wir zur Sicherheit auch was tun.
Natürlich können wir uns auch einfach den Finger in den Hintern stecken, davon wird es aber leider nicht besser.
@Nasser Bussard
….tun Sie das, bei Ihnen hilft es sicher!
Lieber Habicht,
sie haben völlig recht 2050 könnte es wirklich ziemlich warm sein.
Könnte es Ihrer Meinung nach auch ziemlich kalt sein?
Ist ziemlich warm viel warm oder wenig wärmer als jetzt im Winter?
MfG
P.Große
Helau!
Erst taucht der Hartmann aus dem Nebel des Vergessens wieder auf (seit wann ist der wieder draußen?) und macht auf Büttenredner und dann kommt der Habicht mit Kinderkarneval,
Das ist jetzt mal echt nicht unser Niveau.
Finde ich.
Olaf friert
Es könnte auch schon nächstes Jahr sehr warm werden. Kaufen Sie sicherheitshalber schon jetzt eine Klimaanlage.
Oder noch besser ein Grundstück in Nord-Norwegen, als Vorsorgemaynahme für Ihre Enkel.
Wie?
Der Kauf eines Grundstücks in Nord-Norwegen halten Sie für eine dumme Idee?
Warum wollen Sie dann dass andere GEZWUNGEN werden, solche ‘Vorsichtsmaßnahmen’ zu bezahlen?
Ich halte CO2-Ersparnis für Unfug, trotzdem wollen Sie mir dafür zwangsweise Geld abnehmen lassen -- Geld, das anderswo fehlt!
Peter Heller 16. Februar 2012 22:27
Naja, mit Thüne als Gastautor und seinem üblichen Kram ist das Niveau aber wirklich soweit unten, da müssen sich Kommentatoren schon sehr anstrengen, um da noch drunterzukommen. Der Thünebeitrag war doch sicher nur eine Karnevalseinlage, oder?
Tim Hardenberg 16. Februar 2012 15:20
Wenn Sie schon Spencer hier in Form eines Videos bemühen -- wie wäre es, wenn Sie sich mal seine Verteidigungrede zur globalen mittleren Durschnittstemperatur zu Gemüte führen? Der hält die für sinnvoll …
@Marvin
Mal davon abgesehen das ich Peter selten so lustig gesehen habe, was an diesen Artikel hast Du denn nun konkret zu bekriteln, ausser den pavlowschen Beissreflex bei Nennung des Namen “Thüne”?
@Tim
“Nasser Bussard”……hab ick gelacht, klingt ja fast so wie “begossener Pudel”….zumindest steht der Flatterman jetzt so da, hoffentlich riecht er jetzt nicht auch noch wie ein “Nasser Hund”.
Helau, alle freiwilligen Narren…..der Rest darf natürlich auch gern in die Tischkante beissen.
@Tim
Gabs da nicht mal so ein Ballermann-Song von Mickie Krause…..
Finger im Po, Mexiko?
Helau……grins und wech
Dafür haben wir ja Sie!
Den Habicht erkennt man daran, dass man ihn nicht sieht!
Wieder mal ein tolles Beispiel, wie sich Mutter Natur an den Menschen anpasst…………..eigentlich ist der Nick des “trockenen….” eine Beleidigung für diesen schönen Vogel.
Apropos Habicht…….da gabs mal zu DDR-Zeiten ein tolles Moped….
Armer Herr Thüne, den schönen Artikel derart zu missbrauchen……Schande über Onkel Heinz.
Grins und wech
@Herr Heller
Sorry…….den kann ick mir einfach nich verkneifen….
Peter Lustig: Der Erklärbär geht in Rente
Muss wohl an der 5. Jahreszeit liegen, ick hab heute nur Grütze im Schädel……
Helau…und net böse sein.
Gucke mal da:
http://fdominicus.blogspot.com/2009/10/wie-teuer-kommt-uns-solar-energie.html
Ich nenne PVS Module auf dem Dach Selbstverteidigung. Ich weiß nicht wieviel Prozent einfach nur “schlechtes-Gewissen-einreden-und-kassieren” ist, denke aber mehr als 3/4 hat diesen trivialen Hintergrund. Die Anmassung von Staaten über CO2 Börsen kann man wohl exemplarisch anführen. Wäre nur mal interessant zu posten was alleine unser Abgeordnete so im Jahr an CO2 emittieren….. Und Spezies wie Al Gore sind ja nur noch peinlich.
#6. Tritium
sind mir noch nicht begegnet! woran das wohl liegen mag
karl.s
@Marvin Müller
…danke für den Hinweis Marvin, werd ich mir bei Gelegenheit mal ansehen. Bei dem Video ging es mir um die Aussagen und die anschauliche Darstellung, nicht um Roy Spencers Ansichten zu speziellen Aspekten wie „Globaltemperatur”.
@Onkel Heinz
…wie wärs mit „Feuchter Spatz”? ……ach nee, das könnte eher von Charlotte Roche sein…..
@ Müller:
Wenn ich Herrn Thüne richtig verstanden habe, empfiehlt er, Herrn Vahrenholt nicht als neue Gallionsfigur der Skeptiker anzusehen und ihn entsprechend nicht zu sehr zu bejubeln. Das gilt es in der Tat zu diskutieren.
Aus meiner Sicht ist Fritz Vahrenholt in aller erster Linie Politiker und nicht Wirtschaftsboss oder Hobbyforscher. Wenn ein Meinungsstreit in der Demokratie mit dem Ausgleich der Interessen endet, dann scheint mir, daß Vahrenholt versucht, diesen zu etablieren als: “Lasst uns energiepolitisch schauen, was geht, wo wir Alleinstellungsmerkmale erzielen können, aber lasst uns das nicht aus den falschen Gründen (Angst vor dem Klimawandel) machen.”
Aus der Sicht von Herrn Thüne ist das ein fauler Kompromiß. Ich neige dazu (habe mir noch keine endgültige Meinung gebildet), Herrn Thüne darin zu unterstützen.
Auf der anderen Seite aber scheint es mir klug, Vahrenholts Haltung in der Debatte zu instrumentalisieren. Da ist mir Thüne ein wenig zu harsch. Ich arbeite gerade an einem Text zu Vahrenholt.
Ich glaube, wir sehen hier die Differenz zwischen konservativ (Thüne), neoliberal (Heller) und linksliberal (Vahrenholt) im Umgang mit ein und derselben Fragestellung.
jaja, reisst nur eure Witze!
Womöglich findet ihr auch diese höchst betrübliche Nachricht lustig?
Unberechenbares Klima macht Vögel untreu
Zunehmende Wetterextreme verstärken Partnerwechsel und Untreue
Je stärker das Klima schwankt und je unsicherer die Wetterbedingungen sind, desto häufiger wechseln Spatzen, Schwalben, Enten und andere Vögel ihre Partner. Auch Kuckuckskinder kommen dann häufiger vor
Diese MORALISCHEN Folgen wurden bisher leider nur allzu gerne aus der Diskussion ausgeblendet; es wird Zeit, das nun endlich eine Thematisierung stattfindet!
Oder ist Karneval?
Vor ein paar Tagen riet mir noch jemand, Forschungsgelder zu zocken indem nicht über Igelbisse, sondern “Igelbisse im Zeichen des Klimawandels” geforscht werden solle.
Heute hat die Realität die Satire überholt: “Vögelndes Vogelvolk im Zeichen des Klimawandels” scheint so wichtig zu sein, dass auch dafür etwas aus den Fördertöpfen sprang.
Die Frage die mich nun bewegt: Wer hat da eigentlich die Meise?
Heinz Eng schrieb am 17. Februar 2012 07:57
Das hat nichts mit Thüne an sich zu tun. Wenn der mal einen Artikel ohne die Dinge schreiben würde, für die er seit Jahren auch von der Skeptikerseite kritisiert wird, würde ich keinen Ton sagen. Aber seine letzten beiden Abschnitte sind wieder mal voll daneben. Aber ich lass da lieber mal einen Skeptiker zu Wort kommen, wenn ich da was sage, zählt das ja eh nix: Offener Brief an Herrn Dr. Wolfgang Thüne zu …
Das hält Herrn Thüne aber nicht davon ab, weiterhin fest daran zu glauben, dass er Recht hat
#4. Tim Hardenberg
Moin Tim,
oder in Kiel beim Mojif, besser noch beim “Meerespiegelexperten” S.R. aus P.
karl.s
Peter Heller schrieb am 17. Februar 2012 10:11
@ Müller:
Naja, aber Thüne betrachtet das alles aus dem Blickwinkel seines Verständnisses der “CO2-Lüge” zumindest lese ich das so. Er wirft Vahrenholt ja (indirekt) vor, an der Stelle nicht weit genug zu gehen und die gesamte Lüge zu entlarven. Ich weiss nicht. ob es gut ist, jemanden auf der Schiene zu unterstützen …
Dann lassen Sie es doch einfach
@ Marvin Müller
Ich verstehe nicht ganz, worum es Ihnen eigentlich geht. Kernpunkt von Thünes Kommentar ist aus meiner Sicht, dass Vahrenholt in seinen Augen nicht weit genug geht. Und zwar unter zweierlei Gesichtspunkten.
Zum einen geht ihm Vahrenholt mit seiner Aussage, lediglich 50% der aktuellen Erwärmung gehe auf das CO2 zurück, nicht weit genug. Thüne vertritt die Auffassung, dass von CO2 überhaupt keine Erwärmung ausgehen würde. Auch wenn ich diese Ansicht nicht teile, so sind wir in den praktischen Auswirkungen, nämlich welche Maßnahmen zur CO2-Reduktion erforderliche sind, so ziemlich einer Meinung. Schließlich ist es dafür, ob ein akuter Handlungsbedarf zur Einschränkung von Emissionen besteht, weitestgehend unerheblich, ob man die Position vertritt, dass die Erwärmung durch CO2 hinter natürlichen Einflussfaktoren eher unbedeutend ist, oder ob dieser Einfluss überhaupt nicht vorhanden ist.
Der zweite Kritikpunkt Thünes an Vahrenholt (und auch an etwa der Bild) ist, dass dieser trotz seiner Erkenntnisse daran festhält, dass die sogenannten Erneuerbaren Energien den richtigen Weg für die Zukunft darstellen. Und das ist aus meiner Sicht auch der wichtigste Aspekt in Thünes Kommentar.
Ich habe bei Ihren Ausführungen auch den Endruck, dass Sie die Auffassung vertreten, dass es so etwas wie einen Dissens bei Skeptikern nicht geben sollte, dass sogar ein solcher Dissens Ausdruck einer Inkonsistenz im Lager der Skeptiker wäre. Aber gerade diese Inhomogenität ist es, was die Skeptiker im Kern ausmacht. Neben einigen zentralen Punkten, wo Sie bei den meisten im Skeptikerlager einen Konsens finden werden. Dazu gehört, wie hier schon mehrfach ausgeführt wurde, Eine Ablehnung des Vorsorgeprinzips und des Prinzips der Nachhaltigkeit (was in meinen Augen ohnehin nur ein äußerst schwammiger Begriff zur Rechtfertigung von Dirigismus ist). Und dazu gehört auch die Ablehnung der Energiewende in der jetzigen Form.
So gesehen bin ich mit Herrn Thüne in zentralen Punkten durchaus sehr ähnlicher Meinung. Denn, ob eine Verdopplung von CO2 zu einer Erwärmung von 0m5°C, 1°C oder zu überhaupt keiner Erwärmung beiträgt, ist aus meiner Sicht nicht entscheidend.
Eigentlich wollte ich dazu ja nichts mehr sagen, aber wenn es doch prominente Unterstützung der eigenen Meinung gibt, greife ich das doch nochmal auf: “Climate Deniers Are Giving Us Skeptics a Bad Name” (Climate deniers verpassen uns Skeptikern einen schlechten Ruf)
Ich kann halt einfach mit dem “Meines Feindes Feind ist mein Freund”-Ansatz nicht so richtig was anfangen, und bin daher immer wieder verwundert, wenn man sich einer “wissenschaftlichen” Kritik an “Alarmisten” befleissigt, dann aber sowas wie Thünes Ansichten zum Treibhauseffekt veröffentlicht. Das passt nicht zusammen.
Aber wenn ich schon mal in skeptischen Gefilden rumtreibe, noch ein Gem, diesmal Lindzen:
(Oder auf Deutsch: Die Behauptungen, dass die Erde sich erwärmt hat, dass es einen Treibhauseffekt gibt und dass die menschlichen Aktivitäten zur Erwärmung beigetragen haben, sind trivialerweise wahr und im wesentlichen bedeutungslos in Bezug auf den Alarmismus. Trotzdem werden sie häufig als Beweise für Alarmismus angeführt.)
Der Mann kennt sich aus …
Lieber MM:
Da es keine ‘Parteilinie’ gibt, kann auch niemand als ‘Abweichler’ verurteilt werden.
Und was Ihren zweiten Absatz betrifft; an Ihrem Englisch müssen Sie noch arbeiten.
Tatsächlich steht da:
Die Behauptungen, dass die Erde sich erwärmt, dass es einen Treibhauseffekt gibt und dass menschliche Aktivitäten zur Erwärmung beitragen, sind trivial und im Grunde nichtssagend hinsichtlich eines Alarms.
Dennoch werden sie häufig als Begründung für einen Alarm aufgetischt.
Ich muss sagen, Lindsay kennt sich wirklich aus.
Wobei ich persönlich mich allerdings am ‘Treibhauseffekt’ stosse, denn dieser Ausdruck beschreibt eine Be- oder Verhinderung der Konvenktion. Davon kann bei CO2 in der Atmosphäre jedoch keine Rede sein. Wenn schon, könnte man allenfalls von einem Dewar- (bzw. Thermoskannen-) Effekt sprechen, allerdings ausschliesslich in Bezug auf die Verspiegelung.
Herr Müller,
das ist eine interessante Ansicht von Singer, eine Dreiteilung mit Untergruppen.
1. Warmistas
dazwischen 2. Klimaskeptiker
3. Leugner
Wo sehen Sie sich?
Ich sehe mich in keiner Gruppe.. Ich möchte nur, dass das gesamte antidemokratische soziale Geflecht , in das alle sozialen Akteure eingebunden sind, beseitigt wird.( siehe Matt Ridley und MdB A.Vaatz)
Wichtigster sozialer Akteur: Wissenschaft
Sie sollte wieder frei, unabhängig, gut bezahlte Grundlagenforschung betreiben, frei nach Karl Popper:
Richard S. Lindzen «Ich hoffe, das hört bald auf»
.
Sozialer Akteur :Medien
Es wäre schön, wenn die deutschen Medien wieder über eine Sache berichten und nicht für eine Sache.
Ich bin der Meinung hier haben wir es mit Wissenschaft verkehrt herum zu tun. Erst wurde die Katastrophe erfunden und dann wurde eine Wissenschaft bezahlt, die Begründung zu liefern.
#34. Tritium
moin Tritium,
ich denke auch, dass ein Großteil der verschiedensten Mißverständnisse schon allein auf die unglückliche Wortwahl TREIBHAUS / TREIBHAUSEFFEKT zurückzuführen ist. Die Erde ist definitiv kein Treibhaus und demzufolge, wie Du schon schreibst, kann es keinen Treibhauseffekt geben. Ich persönlich halte daher die Formulierung Atmosphäreneffekt für sinnvoller. Dies auch vor dem Hintergrund, weil der Begriff TREIBHAUSEFFEKT eindeutig nur mit einer Richtung der Temperaturentwicklung, nämlich steigend, belegt ist. Dieses Problem habe ich beim Begriff Atmosphäreneffekt nicht, da in diesem Begriff alle Effekte Berücksichtigung finden. Hört sich natürlich nicht so alarmistisch nach Katastrophe an und wird darum ja auch so nicht verwandt.
karl.s
#35. W. Rassbach
Moin Herr Rassbach,
ein “frommer” Wunsch. Ich denke, das wird noch einige Zeit benötigen. Zumindest sind ja in letzter Zeit ganz “zarte” erste Ansätze dazu zu vernehmen. Ein Anfang, nicht mehr, aber auch nicht weniger, ist also gemacht.
In diesem Sinne.
karl.s
@ Marvin Müller #33
Jetzt verwirren Sie mich endgültig. Weil Thüne eine andere Meinung zum Treibhauseffekt hat, als etwa Lindzen (oder auch ich) sollte ich keine seiner Ansichten hier publizieren? Das interessante daran ist aus meiner Sicht ja gerade, dass, obwohl Thüne und ich was die Wirkung der Treibhausgase auf die Globaltemperatur angeht, nicht der gleichen Auffassung sind, in der Beurteilung der Maßnahmen aber zu ganz ähnlichen Schlüssen kommen.
Mit anderen Worten, unerheblich ob man dem CO2 gar keine (Thüne) oder eine geringe (Kipp) Bedeutung beimisst, kommt man zu dem Schluss, dass der eingeschlagene Weg zu den “Erneuerbaren” der falsche ist. Ein Urteil zu dem man auch gelangen kann, wenn man davon ausgeht, dass CO2 genauso wirksam ist, wie es das IPCC in seinem letzten Bericht vermutet. Diesen Ansatz verfolgt etwa Bjørn Lomborg. So gesehen sollten Sie konsequenter Weise ebenfalls einschreiten, wenn wir Texte von ihm hier zur Diskussion stellen (was des öfteren vorkommt).
Wie man sieht (und wie wir hier auch schon öfters ausgeführt haben) sind “die Skeptiker” eben keine homogene Gruppe mit einer vorherrschenden Meinung bezüglich der Klimawirksamkeit der Spurengase. Was uns eint ist die Ablehnung der staatlich dirigierten Maßnahmen, wie der Bevorzugung nutzloser NIEs, und in weiten Teilen auch die Ablehnung von “Nachhaltigkeit” und “Vorsorge” als politischem Handlungsmaßstab.
Tritium schrieb am 2. März 2012 08:33
Das mag sein, es ist immerhin nicht meine Muttersprache. Daher mag es sein, dass Ihre Übersetzung “Dennoch werden sie häufig als Begründung für einen Alarm aufgetischt.” die richtige ist. Insofern danke für die Korrektur. Meine Übersetzung war dann wohl etwas geprägt durch mein eigenes Erleben …
Rudolf Kipp schrieb am 2. März 2012 09:40
Was soll daran interessant sein? Das ist doch offensichtlich, dass man zu diesem Schluss kommt. (Das einzige interessante ist, dass Thüne aus dem falschen Grund zu diesem Schluss kommt, und daher willkommen ist)
Und warum ich Sie damit verwirre, ist mir schleierhaft. Sie haben den Singer Artikel gelesen, bevor Sie geantwortet haben, oder?
W.Rassbach schrieb am 2. März 2012 09:14
Lustigerweise landen Sie bei Singer mit Ihrer sonstigen Argumentation in Gruppe 3:
Her Müller,
bitte verstehen Sie mich, ich bin in keiner Gruppe, ich lese erst seit gut einem Jahr und mir ist CO2 schnuppe, mich stört das religiöse Umfeld. In einem intakten freien Umfeld hätten wir diesen Streit nicht. Und dieser Streit zw. AGW und Ketzern ist Teil des Planes, das Volk abzuzocken.
Was sagen Sie zur FDP?
Was sind Sie Warmista oder Klimaskeptiker? Leugner wollen Sie ja nicht sein?
@MMüller
In diese Untergruppe fällt Singer selber, so sich seine Meinung nicht grundlegend geändert hat.
#43. Krishna Gans
davon ist nicht auszugehen
gruß
karl.s
Hier und hier mal was aktuelles zum neuen AR5.
Krishna Gans schrieb am 2. März 2012 12:44
Mal sehen, ob ich Sie da richtig verstehe: Singer schreibt einen Artikel darüber, dass climate denier “uns Skeptikern” einen schlechten Ruf verschaffen. Da er “uns Skeptikern” schreibt, zählt er sich also zu den Skeptikern. Dann definiert er eine Gruppe, die er zu den “climate denier” zählt und Sie meinen, er würde da selbst dazugehören? Kommt Ihnen das nicht auch ein wenig komisch vor? Haben Sie da vielleicht Singers Ansichten falsch verstanden?
W.Rassbach schrieb am 2. März 2012 11:37
Sie wollen in keiner Gruppe sein, das verstehe ich. Mit Ihren Äußerungen basierend auf der Menge CO2 in der Atmosphäre ordnen Sie sich aber selbst in eine ein …
Herr Müller,
Weder Herr Hofmann noch ich können am sehr sehr kleinen Anteil von CO2 in der Luft etwas ändern.
Bin ich also nicht zu verstehen.
Was machen Sie, Sie ordnen mich in eine Gruppe ein. Was macht Peter Hartmann, er fragte kürzlich bei Eike einen Kommentator, ob er ihn auf die Liste der Leugenr setzen kann. Sie beschweren sich, dass Herr Thünes Meinung veröffentlicht wird.
Vielleicht fällt Ihnen ja die sterile Konformität in Deutschland nicht auf. Ich bin in der Lage , sie zu fühlen und sie erinnert mich fatal an ddr Verhältnisse.
Zu welcher Gruppe zählen Sie sich, frage ich zumdrittenmal?
Herr Müller,
vielleicht noch eine Ergänzung, was ich mit freie Medien meine.
Keine Panik über globale Erwärmung
Warum liegen die GW Skeptiker falsch
Warum kann ich sowas nicht auf deutsch lesen?
Zur Abwechslung ist es mal der FOCUS, der „Die verheerenden Folgen des Klimawandels” heraufbeschwört und ein weiteres Mal die längst widerlegten, patschaurigen Horrorgeschichten und Nullsätze in aufgewärmter Kurzform herunterbetet, so dass man meinen könnte, Nostradamus persönlich hätte das Script geschrieben.
Diesmal sind es allerdings nicht die großen klugen Onkels vom PIK, die uns vor dem bösen menschengemachten Klimawandel bewahren wollen, sondern der Herr Marotzke und die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Meteorologie, die wieder einmal berechnet haben, wie die Erde im Jahre 2100 aussehen könnte.
Zwar sind solche „Berechnungen” an einem nichtlinear-gekoppelten, chaotischen System völlig witz- und wertlos – aber woher sollten die FOCUS-Schreiberlinge, die dieses Meisterwerk des investigativen Journalismus verzapft haben, sowas schon wissen.
In dem Video wird noch eine bunte Grafik gezeigt: die sog. Milleniumsanimation, in der die „drastischen Folgen” gezeigt werden sollen. Interessant ist der Kommentar dazu:
…ja klar, der Hauptgrund dafür, dass Waldflächen zu Ackerland werden, ist natürlich das böse, böse CO2, das „der Mensch in die Luft pustet” – und auf gar keinen Fall die Abholzungen der riesigen Regenwaldflächen, auf denen dann „nachhaltige” Biosprit-Pflanzungen entstehen. Nachhaltig in der Tat: nachhaltige Schädigung der Biosphäre durch Erneuerbaren Irrsinn.
…..mal wieder an Lächerlichkeit nur schwer zu überbieten.
Allerdings!
Nehmen wir doch mal den Wald und nehmen wir an, es wird wirklich richtig warm.
Wenn es wärmer wird, werden tatsächlich riesige Waldflächen verschwinden und zu Ackerland -- dort, wo es bisher für den Ackerbau zu kalt ist, in Sibirien und Kanada. Gleichzeitig wird der Wald aber in die nördliche Tundra vordringen und sie in weiten Teilen zu einer Taiga machen. Letztendlich ein Nullsummenspiel.
Zusätzlich wird sich aber der tropische Regenwald ausdehnen. Der mag es warm und feucht und die Niederschläge werden, wenn sich die Tropen ausdehnen, weitern nach Nord und Süd wandern. Die Savannen werden zu Wäldern, die Wüsten zu Grasland. Der südamerikanische Regenwald hatte in Kaltzeiten seine geringste, in Warmzeiten seine grösste Ausdehnung. Die Kalahari wird wieder blühen und Flüsse werden durch sie hindurch fliessen, die Sahara wird zur Kornkammer, die Gobi zu Weideland. Die Trockengebiete Nordamerikas werden wirder so reiche Frucht tragen, wie zu der Zeit, als dort Indianerstämme eine blühende Bauernkultur errichteten.
All das lässt sich zweifelsfrei aus den Befunden über frühere Warmzeiten abklesen:
20 000 Jahre Klima- und Kulturgeschichte
Laufende Untersuchungen zur jüngeren und jüngsten Klimageschichte zeigen, dass es immer die wärmeren Phasen waren, in denen es dem Menschen gut ging, seine Lebensumstände angenehmer und seine kulturellen Entwicklungsmöglichkeiten größer waren.
Weltweite kühle oder kalte Klimaperioden sind durch einen Rückgang von Waldgesellschaften gekennzeichnet. Im Gegenzug breiten sich Savannen, Steppen und Wüsten aus.
Stellenweise finden sich unter der aktuellen Regenwalddecke Amazoniens und in Teilen Venezuelas äolische Ablagerungen wie Dünen, Flugsanddecken oder löss-artige Sedimente, die beweisen, dass regional sogar halbwüsten- oder wüstenhafte Verhältnisse während der letzten Kaltzeit herrschten.
…das sogenannte ,Postglaziale Wärmeoptimum‘ dauerte mehrere tausend Jahre und brachte ganz entscheidende kulturgeschichtliche Entwicklungen in Gang.
Die Temperaturen dürften 2 – 2,5°C höher gelegen haben als heute. Das postglaziale Wärmeoptimum mit
seiner Feuchte veränderte die paläogeographische Situation vollkommen. Felsmalereien und Gravuren, wie man sie in heute wieder wüsten- oder halbwüstenhaften Landschaften findet, belegen sowohl für den Bereich der Wüsten Namib wie der Sahara vergleichsweise üppige Lebensmöglichkeiten auch für Großwild und seine Jäger.
… Während des Höchststandes der letzten Eiszeit war die Wüste Sahara deutlich weiter nach Süden ausgedehnt als heute. Zur Zeit des Postglazialen Wärmeoptimums mit seinem wesentlich höheren atmosphärische Feuchtegehalts war die Wüste fast nicht existent. Der Monsun brachte Niederschläge bis in das heutige Kerngebiet der Wüste Sahara.
W.Rassbach schrieb am 2. März 2012 15:13
Sage ich ja auch gar nicht. Aber man kann darauf verzichten, ihn noch kleiner zu rechnen oder zu behaupten, aufgrund seines kleinen Anteils könne er keinen Einfluss haben.
Mache ich nicht. Singer ordnet Leute, die Dinge wie Sie behaupten, in eine Gruppe ein. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass bei Ihnen diese kategorisierung zuschlägt. Ich mache das auch meist nur in der Hoffnung, dass die Leute doch nochmal drüber nachdenken -- vor allem, wenn -- wie in diesem Fall -- der Widespruch aus der prominenten skeptischen Ecke kommt.
Beschweren sieht bei mir anders aus.
#51 Tritium
Eine wirklich sehr gute Abhandlung von Prof. Blümel, dessen Erkenntnisse unseren “führenden” sogenannten Klimaforschern wahrscheinlich nicht bekannt sind, sonst würden die Herren ja nicht solch Schwachsinn von sich geben.
karl.s
Nachtrag zu #50 …..wie man aus ‘nem Furz ’n Fackelzug macht.
…..nun ist das ja nicht das erste Mal, dass FOCUS mit derart geballter wissenschaftlicher Berichterstattung aufwartet und sich zudem noch erdreistet, von der unwiderlegbaren CO2-Lehre abzuweichen:
Neue Studien zeigen: Kleine Wassertiere erzeugen bei der Verdauung klimaschädliches Lachgas – und verpesten mit ihren Pupsen somit die Umwelt.
…natürlich wird die Versündigung gegen die CO2-Lehre sogleich wieder ausgeglichen: „durch große Mengen an Düngemitteln” – also „menschengemacht”!!!
#54. Tim Hardenberg
Das ist ja ScheiXXe, im wahrsten Sinne des Wortes
karl.s
Na Suuuper!
Vielleicht schlecht für’s Klima, aber gut für die Stimmung!
Lasst uns mehr düngen!
@Tritium
… oder mehr pupsen……. ha, jetzt wird mir auch klar, wie die Aktion „Hupen für den Frieden” gemeint war.
#57. Tim Hardenberg
Tim, stell Dir das mal zu Zeiten der Dinosaurier vor. Das muß ein Gedröhne gewesen sein. Die durften aber nicht in die Nähe von offenen Flammen kommen, die hätten einen Waffenschein für Flammenwerfer gebraucht
karl.s
@karlchen
…..genau… hier haste mal ’ne Kostprobe vom dino-gemachten Klimawandel (Vorsicht, Nase zuhalten!)
#59. Tim
dolle Nummer
Hier wird aktuell wieder mal dem Klima-Alarmismus gefrönt.
@karlchen
….und der SPIEGEL stößt dazu noch folgende Nullsätze aus:
…..langsam macht der SPIEGEL der „Ostseezeitung” Konkurrenz.
Nachtrag zu #62
sorry, Link vergessen: SPIEGEL
#62
Vor 80 Jahren wurde auf 1000 Jahre hinaus geplant, aber heute sind wir einen Schritt weiter.
Welch ein Größenwahn, sich Macht über geologische Zeiträume anzumaßen! 50,000 Jahre ein Klacks -- so als hätten sich die Neanderthaler Sorgen gemacht, wie es uns wohl einmal gehen würde.
Solche Besorgnisse zur Grundlage für heutige Lebensentscheidungen zu machen, ist ein Symptom grassierenden Wohlstands: geht es dem Esel zu gut, dann geht er aufs Eis … hier sogar wörtlich…
Von daher gesehen hat natürlich alles seine schönste evolutionäre Ordnung: greift die Energiewende einmal wirklich und beschert uns wieder die vorindustrielle Wirtschaft mit all ihren Segnungen, dann werden die Leute wieder andere Sorgen haben als den Meeresspiegel in 500+ Jahren!
#62. Tim Hardenberg
Hallo Tim,
den Satz muß man sich mal so richtig auf der Zunge zergehen lassen. Größenwahn, gepaart mit überbordender Dummheit, läßt grüßen
.
karl.s
#64. Fluminist
und sie werden sich erinnern, wer Ihnen das alles eingebrockt hat. In dem Moment, wenn es um die eigene und die Existenz der Familie geht, dann wallen archaische Urinstinkte hoch. Dann gnade Gott oder wer auch immer…….
karl.s
Auch 2009 trompetete der SPIEGEL mit seiner „Expertenwarnung”:
Meeresspiegelanstieg wird sich beschleunigen
…..und zeigte dazu dieses tolle Foto eines „Eisbergs im Scoresby-Sund”, das auch von anderen Blättern eiligst abgedruckt wurde. Leider ’ne ziemlich miserable Fotomontage (jeder einigermaßen mit Adobe Photoshop vertraute Grafiker wird das erkennen).
Also langsam wird man mit dem Gruselschocker über Sintfluten und „Tipping Points“ in 2000 Jahren niemand mehr hinter dem Ofen hervor locken.
Tja, vielleicht sollte der SPIEGEL zur Abwechslung und aus aktuellem Anlass endlich mal den Planeten NIBIRU in den Fokus globaler Bedrohung setzen, schließlich rückt der 21. Dezember immer näher, und dann is ja bekannterweise Schluss mit lustig – auch für den SPIEGEL.
#67. Tim Hardenberg
Tim, stimmt ja, das habe ich ja ganz verdrängt! Im Dezember ist ja eh Weltuntergang
Also, was soll der ganze Blödsinn noch mit Grönlandeisschmelze und so, interessiert doch dann sowieso keinen mehr, oder
karl.s