Der Klimapapst HJ Schellnhuber und die Grünen

24. Januar 2016 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Klimawandel, Kohle, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Photovoltaik, Profiteure, Windkraft, Wissenschaft

Schellnhuber-Gruene2Die Grünen haben den Klimapapst HJ Schellnhuber zu ihrer Fraktionsklausur eingeladen, um darüber zu diskutieren, wie es nach Paris weiter geht.

Die Forderungen der Grünen

Kohleausstieg: Schlechte Idee, denn über 40% unseres Strombedarfs/ Grundlaststroms decken wir derzeit über Kohlekraft und etwa 25% unseres Gesamtenergiebedarfes in der BRD über Kohlekraft.

Ausbau der Erneuerbaren Energien: Schlechte Idee, ohne Ausbau der Speicher und Stromnetze. Strom aus Wind und Sonne kann man derzeit kaum speichern, aufgrund fehlender Stromspeicher. Und wenn der Wind weht und die Sonne scheint kann man den Strom mangels an Stromtrassen nicht richtig verteilen. Die Folge, Windkraft und Solarkraft werden immer häufiger zwangsabgeschaltet bei voller Vergütung/ Entschädigung für die Anlagenbetreiber. Überkapazitäten, die nicht gebraucht werden, werden zudem billig ins Ausland abgestoßen. Der Stromkunde darf das alles bezahlen. Der Strompreis steigt immer weiter.

Kaufprämie für Elektroautos: Elektroautos setzten sich schon seit Jahren nicht durch, mangels Reichweite, Leistungsfähigkeit, Komfort, Kaufpreis. 1 Millionen Elektroautos strebte die Bundesregierung bereits im Jahr 2011 für das Jahr 2020 in der BRD an. Im letzten Jahr wurden rund 12.000 Elektroautos neu zugelassen. In Deutschland fahren derzeit nur rund 30.000 Elektroautos auf den Straßen, bei 44 Millionen Autos insgesamt.

Umweltschonende Landwirtschaft:

Landwirtschaftsministerin Renate Künast setzte 2004 angesichts steigender Ölpreise auf den Ausbau von Bioenergie. Durch den Anbau von Raps könnten Bauern die “Ölscheichs von morgen” werden.

“Der Acker wird zum Bohrloch des 21. Jahrhunderts, der Landwirt wird zum Energiewirt”, verkündete Trittin im November 2005 auf dem Internationalen Fachkongress für Biokraftstoffe, unter dem Beifall der anwesenden Lobbyvertreter und sonstigen Nutznießer.

Energiemais wird inzwischen auf fast 10% der Ackerfläche in Deutschland angebaut. Energiepflanzen insgesamt auf fast 20% der Ackerfläche in Deutschland. D.h. 1/5 der Ackerfläche in Deutschland dient inzwischen der Energieerzeugung. Durch Landraub gehen Ackerland, Brachen und Marschen/ Wiesen und Biotope (Knicks, Hecken, etc.) verloren. Die Artenvielfallt nimmt ab, dass Grundwasser wird zusätzlich durch Düngung und Pflanzenschutzmittel belastet, Maissteppen verbleiben im Winterhalbjahr und Staubstürme entstehen, was man auch als Folge des Klimawandels verbuchen kann. Die Wildschweinpopulation nimmt unkontrollierbar zu. Zudem haben Energiepflanzen eine negative Klimabilanz, wie man seit Jahren weiß. Durch Stickstoffdüngung entsteht Lachgas, dass rund 200-300mal klimaschädlicher ist als CO2.

Kohle lässt sich derzeit nur über Biokraftstoffe ersetzen, dass bedeutet eine Ausweitung der intensiven Landwirtschaft mit all den bereits genannten Folgen.

Fazit: Grüne Utopien ohne Sinn und Verstand. Der Klimaberater der Kanzlerin HJ Schellnhuber sucht offenbar eine neue Anhängerschaft. Herr Schellnhuber sehnt sich wie die Grünen zurück in die ländliche Idylle seiner Kindheit in Niederbayern. Als Kind hat er die Folgen des schrecklichen Flurbereinigungsgesetzes „FlurbG“ erlebt. Das war der Beginn der Industrialisierung der Agrarwirtschaft und der Zerstörung des natürlichen Biotops, in dem der kleine Schellnhuber aufwuchs, wie Schellnhuber in seinem neuen Buch Selbstverbrennung (Hirnverbrennung, gemäß Wolfgang Thüne) schreibt.

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9 Kommentare
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  1. In Bremen auch „frischer Wind“ bei den Grünen:

    Ich muss mal durchlüften.

  2. Windkraft soll ja dazu dienen, CO2 einzusparen, damit das Klima sich weniger erwärmt. So zumindest stellt sich das der kleine grüne Ökogläubige das vor.
    Wie verrückt das teilweise umgesetzt wird, konnte man letztens in Schweden erleben:

    In the attached picture, recently taken in Sweden, freezing cold weather has caused the rotor blades of a wind turbine to ice up bringing the blades to a complete stop.
    To fix the “problem” a helicopter is employed (burning aviation fuel) to spray hot water (which is heated in the frigid temperatures using a truck equipped with a 260 kW oil burner) on the blades of the turbine to de-ice them.

    Da gibt’s ein nettes Photo zu Ansonsten ohne Worte 😀

    Wenn sich auf den Rotorblättern von Windrädern Eis bildet, werden die Turbinen sofort abgeschaltet -- zumindest in Deutschland. In Schweden geht man einen anderen Weg. Dort sind verschiedene Enteisungssysteme im Einsatz. Darunter auch eine Heißwasserdusche aus dem Hubschrauber.

    Deutschlandfunk

  3. @Krishna

    Dazu habe ich gerade einen Artikel in Planung. Nach der Dubkelflaute kommt die Eisflaute, Schattenschlagfaute und Schall-Emissions-Flaute.

    In Bremen standen in den letzten Tagen alle Großwindkraftanlagen wegen Eisfallgefahr still. Die Schornsteine der Kohlekraftwerke rauchten.

  4. Danke Herr Krüger, für das was Sie hier einstellen, und man sich so selbst ein Bild davon machen kann, wie „die Grünen in Bremen“ drauf sind.
    Personen, bei denen immer das Gefühl wie Farbe im Vordergrund steht, offenbaren zwar, das ihnen jegliche Intelligenz, zur rationalen Balance zwischen reiner Gefühligkeit und relativierendem Verstand, unerreichbar bleiben wird, exakt so wie ihrer Partei von Utopisten und Kinder liebenden Onkels, wie Cohn-Bendit und Volker Beck oder als Apparatschiks wie Remmel, und Kretschmann nun als Nicht-Idioten mit medialer Tarnung und Promotion hartnäckig erwiesen wird.
    Diese Bremer Knallchargen sind in Ihrem Video in so authentischer Klarheit zu betrachten, wie man es kaum präziser präsentieren könnte, wenn es darum geht, etwas unter dem Pseudo-Motto Gerechtigkeit einzufordern was denen im Übermaß zu teil wurde, die in der Farbe nach Lösungen suchen.
    Leider haben sie die Sympathie von so vielen, die einen IQ von 25 Meter Feldweg für enorm intelligent finden, weil es doch „25 grüne Meter“ sind und damit in die Öffentlichkeit gehen, die letztlich für ihre Versorgung bitteschön, zu sorgen habe.
    Die Grünen oder Schelli haben ein gemeinsames Merkmal, sie beschei… ganz einfach.
    Das ist diese Ebene der Inkontinnenz.
    Erschreckend finde ich diejenigen, die völlig verkehrt und grün frustriert drauf sind.
    Obwohl sie nicht Querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzen, im Vertrauen darauf das nicht nur ihre Windeln dicht halten, sondern keiner versteht, was sie erleiden und woran sie die Bevölkerung teilhaben lassen möchten, so aus Solidarität.

  5. Die Grünen etablieren sich als eine Partei die allen möglichen Aktivisten Pöstchen versorgt.

  6. @Hans Meier

    Vorsicht, da versteht Frau Kai Wargalla, die neue Landesvorsitzende der Grünen keinen Spaß.

    Frau Wargalla selbst kann auch nichts dafür, die wurde so sozialisiert. Ihre Mutter war schon für die Grünen im Bremer Landtag aktiv und ihr Vater ist auch in der Richtung aktiv. Die waren alle in der Anti-Atomkraft-Bewegung und Friedensbewegung aktiv. Kai Wargalla wurde damit groß, in einer Integrationsklasse, studierte und studiert noch Sustainability Economics and Management, bliebt dann bei einem Abstecher in London hängen, beschäftigte sich mit Wikileaks und gründete Occupy London mit (auch inspiriert durch den arabischen Frühling) und lebte in Zelten und besetzten Häusern. Die Polizei griff sie ständig auf. Dann protestierte sie gegen den NDAA – National Defense Authorization Act 2012 und flog nach NY. Das Flugticket finanzierte sie durch crowdfunding. In NY lebte sie bei Freunden/ Aktivisten auf der Couch. Beteiligte sich bei Occupy Wall Street und Wikileaks. Dann kehrte sie nach Bremen zurück, arbeitet dort halbtags an der Kasse bei Alnature/ Biosupermarkt und weil die Arbeitsbedingungen ihr dort nicht gefallen, will sie einen Betriebsrat gründen. Im Mai hat sie für die Bremer Grünen bei den Bürgerschaftswahlen kandidiert und jetzt ist sie gerade zur Landesvorsitzenden gewählt worden. Langfristig will sie in den Bundestag. Da können sich die anderen Bundesländer schon mal freuen.

  7. Ich habe mir die Sendung nicht angehört, bin mir aber sicher, der eine oder andere interessiert sich dafür: SWR1-Leute, Hans Joachim Schellnhuber. Eine halbe Stunde geht das Interview, nur zur Warnung.

  8. @Michael Krüger #6
    Stichwort „Arabischer Frühling“….diese Arabischen Staaten verfallen im Chaos und es ist schlimmer als vorher. Aber das kennen wir ja auch so von den Grünen in Deutschland.
    Vielleicht sollte diese/r Wargalla (Frau oder Mann?) mal nach dem Rechten im Grün-Sozialistsichen Vorzeige Demokratieland Tunesien schaun was da falsch läuft…..Arbeitsmangel oder sind es schlechte Arbeitsbedingungen…oder ist es doch eine korrupte Politik und Gesellschaft….

  9. #6@Krüger. Solche Menschen braucht das Land. Menschen, die sich visionär, selbstaufopfernd für das eigene Volk und dessen Wohlergehen einsetzen. Eben echte Volkstribunen im wahrsten Sinne des Wortes. Ob wir uns solche „Vordenker“ in BW im März bei den Wahlen noch einmal leistern sollten, oder können, ist die Frage. Ich empfehle jedem das Buch von Peter Helmes „Rote Wölfe im Grünen Schafspelz“ . Daß die Bremer immer schon Vordenker waren, sieht man an den Zahlen im Haushalt und sonstigen statistischen Angaben zum Land. Das konnte ich mir jetzt als Bayer seit Geburt, nicht verkneifen)
    Kam gerade heute nacht aus dem Ausland zurück. Unser Reiseleiter Dr. der Politologie und Muslim: „Ihr Westeuropäer versteht gar nichts, rein gar nichts. Ihr werdet an Eurem Unverständnis, Wunschdenken und Leugnen von Realitäten scheitern. Ihr seid nicht tolerant, Ihr seid dumm. Ihr duldet, was man nicht dulden darf. Ihr streichelt die Laus im eigenen Pelz.“

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