Agenda 2010 und die Energiewende – Teil 2

18. Juni 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energiewende, Politik

Im ersten Teil⁽¹⁾ wurde hauptsächlich die Rolle der Fraktion der Kanzlerpartei in Bezug auf den Machterhalt oder des Scheiterns eingegangen, und festgestellt, dass es schon erhebliche Disharmonien zwischen Unions-Fraktion und der Bundeskanzlerin gibt. In der Vergangenheit führte dies mitunter zum Scheitern der jeweiligen Bundeskanzler. So stellte es jedenfalls Hans-Peter Schwarz⁽²⁾ in einer Rede dar. Die Schlussfolgerungen die man daraus ziehen kann, sind durchaus, dass die Machtbasis von Angela Merkel bröckelt und dass dieser Vorgang ähnliche Auswirkungen haben könnte, wie es die Agenda 2010 für Gerhard Schröder hatte. Hier soll dieser Aspekt noch weiter vertieft werden, da in der Zwischenzeit einige Dinge passiert sind, die deutlich machen, wie weit der Riss in der Anhängerschaft der Kanzlerin schon vorgedrungen ist.

Im Handelsblatt⁽³⁾ wurde der wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Joachim Pfeiffer, zitiert, der sich für eine schnelle Änderung des EEG ausgesprochen hatte. Insbesondere nimmt er die Photovoltaik aufs Korn: „Denn Photovoltaik ist nicht die Kuh, die am meisten Milch gibt – vielmehr frisst sie den Stromverbrauchern das letzte Haar vom Kopf.“ Weiter macht er deutlich, dass der Umbau des Energiesystems nur mit dem Markt erfolgreich sein kann und geht damit auf die Worte des Bundespräsidenten ein, der sich ja ebenfalls gegen Planwirtschaft in dem Bereich ausgesprochen hat.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, könnte man hier sagen, denn wenn man sich durch die verschiedenen offiziellen Verlautbarungen liest, insbesondere vom Bundesumweltministerium, dann ist von einer Trendwende nicht viel zu sehen. Auf dem ersten Blick natürlich nur, denn erstaunlich oft hört man nun das Wort nachsteuern. Dieses Nachsteuern bedeutet nichts anderes als Korrektur, so wie jeder Fahrzeuglenker nachsteuern muss, weil er sonst im Straßengraben landet. Viel wichtiger ist aber, um wieder zurück zum Thema zu kommen, ob die Unionsfraktion der Kanzlerin noch folgt. Und hier sind ernste Zweifel angebracht.

Denn nicht nur der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion verlässt die vorgegebene Linie, auch der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende, Michael Fuchs, findet deutliche Worte,⁽⁴⁾ und fordert: „Das EEG braucht mehr Markt, Bedarfsorientierung und Kosteneffizienz. Ein möglicher Weg könnte die Einführung eines verbindlichen, kontinuierlich ansteigenden, subventionsfreien Eigenvermarktungsanteils sein.“ Neben anderen Forderungen die alle in die gleiche Richtung gehen, wird ein Kernsatz deutlich, der heißt: Die NIE⁽⁵⁾ müssen sich dem Markt stellen. Und als ob das noch nicht genug wäre, macht er gleich noch ein weiteres Fass auf:

„Neue Technologien verdienen eine Chance. Ein Hochtechnologiestandort wie Deutschland kann es sich beispielsweise nicht leisten, eine innovative Technologie wie das Fracking zur Erkundung unkonventionellen Erdgases, die in vielen Ländern dieser Welt angewandt und fortentwickelt wird, von vornherein auszuschließen. Deutschland muss alles dafür tun, eine neue Kultur der Technologieoffenheit und -freundlichkeit zu schaffen. Das Thema muss verstärkt Eingang in Schule, Ausbildung und Erziehung finden.“

Dass er eine neue Kultur anmahnt, dies in Verbindung mit Schulen und unkonventionellem Erdgas, kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Schließlich handelt es sich hier nicht um einen Hinterbänkler. Es wird zu beobachten sein, ob sich derartige Äußerungen wiederholen und vor allem, ob sich die Kanzlerin dazu äußert oder schweigt.

Dieses Statement von Fuchs wurde auf dem Wirtschaftstag des Wirtschaftsrates der CDU am 12.06 abgegeben. Der Rat hat einigen Einfluss in der Partei, was auch erklärt, dass Angela Merkel an diesem Treffen daran teilnahm,⁽⁶⁾ ebenso weitere Größen aus Politik und Wirtschaft, wie Günther Öettinger, Jyrki Katainen, Jörg Asmussen, Tuomo Hatakka, Anshu Jain, oder Wolfgang Schäuble. Schon in seiner Eröffnungsrede machte Kurt Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates, auf bestehende Differenzen aufmerksam, und kommentierte eine Umfrage unter den Mitgliedern mit den Worten, dass die Energiepolitik der Bundesregierung nur 16% Zustimmung genieße.⁽⁷⁾

In ihrer Rede geht Frau Merkel darauf ein, und merkt an, dass da noch Luft nach oben existieren würde, und hat damit ein paar verhaltene Lacher auf ihrer Seite. Doch auffällig ist, für ihre Erläuterungen zur Energiepolitik bekommt sie keinerlei Beifall. Dieser kommt erst auf, als sie über die Europa- und Schuldenpolitik spricht. Diese Beifallsverweigerung kann vor einem so disziplinierten Publikum nur als offene Ablehnung gedeutet werden.

Kommen wir aber noch mal zurück zur Machtarithmetik der Kanzlerdemokratie. Wie schon in Teil 1 ausgeführt, spielt hier die Fraktion der Kanzlerpartei eine besondere Rolle. Und Angela Merkel bestätigt dies ausdrücklich indem sie Worte Adenauer zitiert, wonach Sitzungen der Bundestagsfraktion der Vorhof zur Hölle seien.⁽⁸⁾ Und weiter noch, dass sie wegen dieser Sitzung die Tagung des Wirtschaftsrates vorzeitig verlassen müsse, denn Bundeskanzler dürften so ziemlich viel, doch nicht zur Fraktionssitzung zu spät kommen.

Vor diesem Hintergrund sind die Äußerungen von Fuchs und Pfeiffer, beide mit wichtigen Aufgaben in der Unionsfraktion betraut, schon ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Fraktion nicht gewillt ist der Kanzlerin kritiklos zu folgen. Angela Merkel wird sich das ganz genau anschauen, sie selbst hatte schon in Oppositionsjahren die Wichtigkeit des Fraktionsvorsitz erkannt (Friedrich Merz kann da ein Lied davon singen.⁽⁹⁾). Um so mehr muss es sie schmerzen, dass sie auf Peter Altmaier in dieser Funktion verzichten muss. Vor allem da sich mit dem Betreuungsgeld eine neue Baustelle aufgetan hat, bei der es auch besonders wichtig ist die Fraktion zusammen zu halten. Hier hat der neue im Amt, Michael Grosse-Brömer, schon mal einen Fehlstart hingelegt.⁽¹⁰⁾

Abschließend lässt sich also feststellen: Die Unionsfraktion macht derzeit keinen geschlossenen Eindruck. Es sieht danach aus, als ob die Karten neu verteilt werden und diese Situation ist für Angela Merkel keine angenehme. Es ist natürlich noch nicht soweit, dass man sie in Frage stellt, doch um die Abweichler, die nun in der einen oder anderen Sache Rückenwind verspüren, wieder einzufangen, wird es Kompromisse geben müssen. Die Zeit dazu wird knapp, die nächste Bundestagswahl steht drohend im Raum.

Foto: Wirtschaftsrat

Artikel ebenfalls erschienen in Glitzerwasser

Verweise/Erläuterungen:

⁽¹⁾ Agenda 2010 und die Energiewende
[Teil 1]

⁽²⁾ Hans-Peter Schwarz ist Politikwissenschaftler und vor allem durch seine Schriften über Adenauer bekannt. Die erwähnte Rede wurde 2009 im Festsaal der Uni Bonn gehalten. Video auf der Seite.
[Wikipedia] [uni-bonn-tv]

⁽³⁾ Der Artikel im Handelsblatt befasst sich hauptsächlich mit der Rede des Bundespräsidenten zur Eröffnung der Umweltwoche. In diese Rede hatte Gauck vor einer Planwirtschaft bei der Energiewende gewarnt.
[Gauck löst Subventionsstreit aus]

⁽⁴⁾ Auf dem Wirtschaftstag des Wirtschaftsrates der CDU ev. war unter anderen Michael Fuchs beim Podium „Industrieland Deutschland: Zwischen Innovation und Abriss“ anwesend.
[Statement M. Fuchs] [Reden und Statesments auf dem Wirtschaftstag 2012]

⁽⁵⁾ Die Herkunft des Names NIE (Neue Ineffiziente Energiequellen) ist mir nicht genau bekannt, wahrscheinlich wurde er zuerst in Novo Argumente verwendet. Es sollte damit eine deutliche Abgrenzung zum irreführenden Begriff EE (Erneuerbare Energien) hergestellt werden. Ich bevorzuge ebenfalls den Begriff NIE.

⁽⁶⁾ Das Motto der Tagung war „Deutschland und Europa neu denken: Wege aus der Staatsverschuldung.“ Es fanden drei Podiums- sowie eine Eröffnungs- und eine Abendveranstaltung statt.
[Programm und Teilnehmer des Wirtschaftstagrd 2012]

⁽⁷⁾Lauk: „Frau Bundeskanzlerin, die Umfrage hat auch gezeigt, dass sie im Grunde 100% Zustimmung im Wirtschaftsrat haben, die setzen sich so zusammen: 84% für ihre Europapolitik und 16% für ihre Energiepolitik“
[Video (Ausschnitt, 0,32 min)]

⁽⁸⁾Videomitschnitt dieser Passage auf Youtube.
[Merkel über die Wichtigkeit der Unionsfraktion]

⁽⁹⁾Nachdem die Parteivorsitzende Angela Merkel nach der Bundestagswahl 2002 den Fraktionsvorsitz für sich selbst beanspruchte, wurde Merz zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt. Im Dezember 2004 trat er von diesem Amt zurück.
[wikipedia: Friedrich Merz]

⁽¹⁰⁾ Sprengsatz: „Natürlich war das nicht nett, dass die Abgeordneten der Opposition dem Hammelsprung zur Feststellung der Beschlussfähigkeit bewusst fernblieben. Aber das gehört zum parlamentarischen Kampf: Beschlussfähigkeit müssen die Regierungsparteien herstellen. Genauer gesagt, die Fraktionsgeschäftsführer.“
[Karussell des Unsinns]

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94 Kommentare
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  1. Bitte korrigieren Sie „Andrea Merkel“ (erscheint mindestens zweimal) durch „Angela Merkel“ und löschen anschliessend diesen Kommentar.

    [Danke für den Hinweis, ist korrigiert. QQ]

  2. Mal vorsichtig ausgedrückt, es brodelt in Teilen der CDU und es wird immer heftiger, je dichter der Wahltermin rückt. Die nur 16% Zustimmung des Wischaftsrates = 84% Ablehnung bzw. neutral, sind mehr als ein deutliches Zeichen dafür, dass da irgendetwas aus dem Ruder läuft für die Kanzlerin in Punkto sog. „Energiewende“. Der Riß geht quer durch die gesamte Partei. Ein weiter so würde bedeuten, dass nicht nur Frau Merkel aufpassen muß, vom Thron gestossen zu werden, sondern dass auch die nächste Bundestagswahl voll in die Hose geht. Und zwar deshalb, da viele bisherige CDU Wähler es satt haben, mit einer grünen Pudelmütze umherzulaufen. Wenn ich der grünen Ideologie folgen will, dann wähle ich das Original und nicht die Kopie. Ich denke mal, das dürfte zwischenzeitlich auch in der CDU -- Fraktion angekommen sein. Inwieweit das aber dazu führt, dass ad hoc wieder rationales Denken und Handeln in Sachen Energie dort Einzug hält, bleibt abzuwarten.

    karl.s

  3. Lieber Quentin

    Es scheint tatsächlich etwas vorzugehen, siehe nachfolgendes….

    „Wir zahlen für Ökostrom, den wir nicht nutzen“

    Umweltminister Peter Altmaier rechnet durch die Energiewende mit stark steigenden Strompreisen. Schon jetzt gebe es eine kaum noch bezahlbare Überversorgung mit subventioniertem Ökostrom……..
    Die EEG-Umlage steige im Oktober, da doppelt so viele Solaranlagen gebaut würden wie geplant…
    Der CDU-Politiker kritisiert zudem die Länder, die über Eigeninteressen die Kosten in die Höhe trieben….

    Nun jut, a bisserl Schwachsinn kam dann doch noch, zwecks Energieberater aber dat klingt schon mal ganz anders als das, was wir von Rötti so gewohnt waren.

    Nebenbei bemerkt, auch wenn es keine Sau interessiert, dieses Interview stand heute in der gedruckten Bild auf Seite 2.
    Liebe Grüße vom Onkel Heinz

  4. #3. Heinz Eng

    Nun jut, a bisserl Schwachsinn kam dann doch noch, zwecks Energieberater aber dat klingt schon mal ganz anders als das, was wir von Rötti so gewohnt waren.

    moin Heinz, Du meinst diesen Schwachsinn 😉

    „Wenn der Preis um drei Prozent steigt, bleibt die Rechnung die alte, wenn man gleichviel Strom einspart. Deshalb will ich, dass jeder Bürger innerhalb von sechs Monaten eine fachkundige Energieberatung erhalten kann.“

    Das, mein lieber Herr Altmeier, funktioniert zwar in einer Planwirtschaft bei vorgegebenen Preisen, aber nicht in einer Marktwirtschaft, wo Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Ist also eine Milchmädchenrechnung und in höchstem Maße tatsächlich Schwachsinn. Außerdem reden wir im Rahmen der „sogenannten Energiewende“ nicht von läppischen 3% Verteuerung, sondern von Verdopplung! Das bedeutet dann nach Herrn Altmeier, dass ich dann überhaupt keinen Strom verbrauchen kann. 100% Steigerung = 100% Einsparung?? Ne Herr Altmaier, so wird das auch nix 🙂

    karl.s

  5. Diese Umweltminister gibt es schon auf der ganzen Welt, mich gruselts. Der Umweltminister von Peru war letztens in der Presse, weil 30 Wale an seinen Stränden verendeten. Er, auch Jurist , wolle sich schleunigst darum kümmern,
    warum Wale das machen.
    Warum haben wir keine Wale? Juristen können gut Wale untersuchen, wenn sie Umweltminister sind 😉

  6. @ W.Rassbach

    Gibt es in Peru auch eine Debatte um die Energiepolitik? Oder was haben sonst die gestrandeten Wale mit dem Thema hier zu tun.

  7. Gerne würde ich die zaghafte Hoffnung, die der Autor im Blick auf die Rückkehr der Unionsfraktion zu den vier Grundrechenarten und zu den unveränderlichen Naturgesetzen äußert, teilen. Leider kann ich das nicht. Die kollektive Verdummung gerade auch der Politiker in den ehemals bürgerlichen Parteien ist so stark und mächtig, dass mir ein hirnloses „Weiter so“ bis hin zum bitteren Ende ( = erdrutschartiger Verlust der Bundestagswahl) die wahrscheinlichere Alternative zu sein scheint.

    Die paar Kritker in der Unionsfraktion, die bisher den Mund aufgemacht haben, sind so zaghaft und so ängstlich auf ihre Karrierezukunft in der Union bedacht, dass sie wohl kaum den Mut aufbringen werden, offen eine Palastrevolution in der Partei anzuführen. Eine solche Revolution aber wäre nötig, wenn durch den sofortigen Stopp der Energiewende noch Schlimmeres verhindert werden soll. Und selbst wenn das geschehen würde, wären die bisher schon aufgelaufenen Kosten und die fest vereinbarten Schäden für unsere Volkswirtschaft und unsere Landschaft so ungeheuerlich, dass noch unsere Enkelkinder die Rechnung für ihre Beseitigung zu zahlen haben werden.

    Ich hoffe eher darauf, dass die großen Industriegewerkschaften irgendwann einmal merken, dass die Energiewende unsere Industrie zerstört und die Arbeitsplätze ihrer Mitglieder vernichtet. Früher oder später werden sie dann ihre Nibelungentreue gegenüber dem energiepolitischen Wahnsinnskurs ihrer Partei, der SPD, aufkündigen und eine Kehrtwende verlangen. Leider ist allerdings auch davon noch nichts zu sehen.

  8. @ Reiner Vogels

    Ich stimme Ihnen zu, die Wahrscheinlichkeit dass es ein „weiter so,“ oder auch „Augen zu und durch,“ geben wird ist ebenso groß. Dann wird aber die Zerrissenheit immer deutlicher und wer sich so darstellt ist für die Wähler nicht attraktiv, was dann auch zur Abwahl führen kann. Das ist das derzeit wahrscheinlichste Szenario.

  9. #7. Rainer Vogels

    Hallo Herr Vogels,

    wir dürfen bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, dass es erst seit einer relativ kurzen Zeispanne möglich ist, vom mainstream „abweichende“ Meinungen zu äußern bzw. öffentlich Kritik zu üben, ohne dass derjenige gleich eine mediale Hinrichtung zu befürchten hat. Von daher würde ich doch vielleicht noch etwas Geduld anraten. Ich gebe zu, dass ich da vielleicht ein bißchen zu optimistisch denke, aber ich kann nicht „Pessimismus“ 🙂

    Freundlichst
    karl.s

  10. QQ,

    Gibt es in Peru auch eine Debatte um die Energiepolitik? Oder was haben sonst die gestrandeten Wale mit dem Thema hier zu tun.

    Ob ein Jurist herausfinden will, warum Wale verenden oder eine „Energiewende“ anführt ist so ziemlich gleich nutzlos.
    Nur bei Walen würde er weniger Schaden anrichten, dies würde nicht zur Deindustrialisierung führen.

  11. QQ,
    noch genauer, wir müssen nicht irgendeine Ordnung in der gegenwärtigen umweltpolitisch gefärbten deutschen Politik suchen, die gibt es nicht.
    Ordnung würde erst wieder einkehren, wenn umweltpolitische Entscheidungen wieder in den ursprünglichen Fachressorts getroffen werden würden.
    Also bleibt nur die sofortige Abschaffung aller UBA,BMU und Ökoinstitute einschließlich ihrer NGOs.
    Die Ingenieure, Biologen, Geologen…. wissen besser, was gut für die Umwelt ist , sie bräuchten keinen Stempel oder Gemehmigung von einem Juristen, der über sie entscheidet.

  12. Der gebürtige Du-Rheinhausener Jochen Flasbarth, der als studierter Volkswirt seit 1989 den NABU leitete, wurde 2003 von Trittin im Umweltministerium zum Staatssekretär verbeamtet, damit er dort nicht mehr wegzukriegen ist, egal welche kontraproduktive Lobbypolitik er betreibt.
    Wer sich die De-Industrialisierung als sein Lebensziel gesetzt hat, den treibt es an die politischen Hebel, um Weichen zu stellen, seinen Traum zu verwirklichen, koste es die Mitmenschen was es wolle. Den Verlust von Arbeitsplätzen, von Wohlstand, von gesicherter, preiswerter Energieversorgung und Zukunft in einem Industrieland, nehmen Visionäre grob fahrlässig in Kauf.
    Flasbarth & Co haben ihr Berufsleben lang noch nie in der Realwirtschaft erfolgreiches Projekt-Management gelernt, wurden nie von Unternehmen als erfolgreiche kluge Köpfe gesucht und sind darum Funktionäre geworden, die gegen die Realwirtschaft ankämpfen.

  13. Kann man Ministerien auch wieder zumachen (Minister = Diener)?

  14. @ nLeser:

    Ja, klar.
    Ministerien gibt es aus rein praktischen Erwägungen und deshalb können sie geschaffen (Umweltministerium) oder abgeschafft (Postministerium) werden.
    Aber du hast mich auf eine Idee gebracht. Man sollte die Vorsteher vielleicht Ministranten nennen 😉

  15. Tja, und dann gibt es solche, die sich Demokratie noch ganz anders vorstellen:

    Das ist eine klare Ansage: Die Rolle der Klimaforschung bleibt weiterhin, die Problemfakten auf den Tisch zu knallen und Optionen für geeignete Lösungswege zu identifizieren. Die Rolle der Politik ist es dann, den Bürgerwillen zu mobilisieren, um wissensbasierte Entscheidungen umzusetzen.

  16. Speichern!

  17. #15. Fluminist

    Tja, und dann gibt es solche, die sich Demokratie noch ganz anders vorstellen:

    moin Flumi,

    ja, ja unser PIK-Schelli. Er sieht sich doch tatsächlich schon als planetarischen CO2 Hochkommissar 😉

    karl.s

  18. Karneval in Rio: Mit Vollgas in den Ökofaschismus

    Ein guter Diktator – Das ist der Gipfel

    Parlamente lösen langfristige Probleme nicht, weil sie gewählt werden müssen. Wir bräuchten Diktatur auf Zeit.

    …..Es gibt aber zwei interessante Praxisbeispiele: die chinesische kommunistische Partei und die Europäische Kommission. Die EU-Kommission ist genau das. Sie hat meiner Einschätzung nach in der Klima- und Energiepolitik sehr erfolgreich eingegriffen und die europäischen Staaten weiter getrieben, als sie von selbst gegangen wären. Die 20-20-20-Gesetzgebung ist ein Beispiel dafür. Die EU hat 2007 entschieden, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 Prozent zu senken, den Anteil erneuerbarer Energien bis dahin auf 20 Prozent zu erhöhen und die Energieeffizienz um 20 Prozent zu steigern. Die EU-Kommission ist in einigen Politikfeldern also ein „wohlmeinender Diktator“, allerdings nimmt das Europaparlament diese Macht mehr und mehr zurück, was es der EU-Kommission immer schwerer macht, das zu tun.
    Interessant ist auch das Beispiel China. Die Kommunistische Partei dort hat eine Vielzahl langfristiger Entscheidungen getroffen, die künftigen Generationen nutzen werden. Sie befindet sich außerhalb demokratischer Kontrolle, und wir wissen auch nicht, ob sie ihre Macht auf längere Sicht sichern kann. Die Kommunistische Partei Chinas ist nach meiner Einschätzung ein „wohlmeinender Diktator“, der das Richtige tut, weshalb ich es nicht schlimm finde, dass die Partei sich diese Macht nimmt. Aber viele Menschen stören sich daran…..

    Jorgen Randers ist
    Professor für Klimastrategie an der norwegischen Schule für Management. Für den Club of Rome hat er gerade die Studie 2052 vorgelegt. Bis 2006 war er Chefklimaberater der norwegischen Regierung.

  19. Hallo,

    ich möchte auf einen ausgezeichneten Kolloquiums-Vortrag der Uni Bayreuth hinweisen, den sich anzuhören auf jeden Fall lohnt. Das Thema ist „Energiewende -- Kollabiert das Übertragungsnetz“ -- vorgetragen vom verantwortlichen Leiter „Netzstabilität“ der Tennet TSO GmbH. Ich habe ihn auf meinem „Naturwunder-Blog“ verlinkt. Wirklich, die Stunde zuhören lohnt sich und hilft Einsichten zu gewinnen…

    Gruß M.S.

  20. Ich glaube, ich habe den Link falsch gesetzt … Hier noch ein Versuch:

    Energiewende aus der Sicht eines Netzbetreibers

    Gruß M.S. und Video weiterempfehlen…

  21. @Mathias Scholz

    …. der Link hat auch beim ersten Mal funktioniert. 🙂

  22. Hi Mathias

    Hihi, ick war schneller als Du (bei EIKE geschmult) , nur im anderen Thread…….egal, doppelt hält besser, ick hab auch gleich direkt aufs Video verlinkt.
    Trotzdem Danke, dat Video ist sogar für mich noch eine dicke Bereicherung.

    Onkel Heinz……Schnellschecker

  23. @Tim #18

    Ach ja, chinesische Verhältnisse wären schön…….da kann man wenigstens die Kritiker (oder Skeptiker) schneller in den Knast stecken, was wohl unserer Schell 7 und anderen Pikaderos ganz toll in den Kram passen würde.

    Wer sagt uns eigentlich, das die chinesische Regierung nicht den einen oder anderen Planungsfehler drin hat….und dieser sich bis in alle Ewigkeit durchsetzt?
    Hatten nicht gerade einige hochrangige Funktionäre einen fetten Korruptionsskandal in China an der Backe?

    Ich frag ja nur……
    H.E.

  24. @ Tim Hardenberg # 18:

    Da wird ganz offen und unverschämt der Umsturz gefordert.
    Die Äusserungen dieses Herrn sind schlicht und einfach verfassungsfeindlich.
    Jeder Deutsche, der so etwas oder ähnliches von sich gibt, dürfte keinesfalls im Staatsdienst in irgendeiner Form beschäftigt werden (Ich erinnere da an kommunistische Lokführer…). Jeder Politiker, der sich so einen ‚Berater‘ leistet, müsste geächtet und zum sofortigen Rücktritt von allen Ämtern aufgefordert werden.
    Wo bleibt der Aufschrei der ‚Demokraten‘?

    Und vor allem -- wie dumm ist denn das!
    Ausgerechnet China, der grösste Umweltverschmutzer und CO2-Emittent der Welt, wird gelobt?
    Das zeigt doch mehr als deutlich, dass es genau NICHT um Klimaschutz oder Umweltschutz geht, sondern dass der weg das Ziel ist und der ‚Klimaschutz‘ nur ein Vorwand zur Etablierung einer faschistoiden ‚Neuen Ordnung‘.

  25. Nachtrag zu #18

    Ein guter Diktator – Das ist der Gipfel

    Bitte auch die Kommentare lesen, z.B.:

    von FranzFerdinand 21.06.2012 09:33 Uhr

    Ökodiktatur

    Zunächst habe ich beim Lesen dieses Artikls an eine reichlich übertriebene Satire gedacht und es hat eine Weile gedauert, bis mir klar wurde, dass das ernstgemeint ist.

    Hier zeigt sich das wahre Wesen des Gutmenschentums: Es entpuppt sich als geschichtsvergessener und religionsähnlicher Wahn.

    Einen Diktator brauchen wir also, einen, der ganz alleine weiß, was für uns alle gut ist; einen, der uns sagt, wo es langgeht und der ohne Widerrede und ohne Rechenschaft ablegen zu müssen Gehorsam fordert. Hatten wir hier schon mal mit den bekannten Folgen…

    Für den Club of Rome hat dieser „Wissenschaftler“ also die Studie 2052 vorgelegt. Er wird sich für seine Prognosen wohl nicht mehr verantworten müssen, wenn das Jahr 2052 zeigen wird, dass alle seine Prophezeiungen ebensowenig eingetreten sein werden wie die bisherigen Vorhersagen dieses Clubs: Man lese heute noch mal „Die Grenzen des Wachstums“!

    Aber so hat das schon immer in Religion und Politik funktioniert: Man mache den unwissenden Menschen Angst mit unbewiesenen und/oder übertriebenen Behauptungen. Dann bietet man sich als alleinseligmachender Retter an und verlangt Opfer (meist in Form von Geld, Wählerstimmen, Gebeten…)

    Opfert der Mensch und es wird trotzdem nicht besser, fordert man noch mehr Opfer, damit es besser wird. Opfert der Mensch und es wird besser, fordert man noch mehr Opfer, damit es noch besser wird usw..

    Reißt diesen Gutmenschen endlich die Maske vom Gesicht, glaubt ihnen kein Wort. Sie wollen nur ein einziges Wohl, nämlich das Eigene.

    von jo-b 21.06.2012 10:23 Uhr

    Nebenschauplatz

    Über derartige Allmachtsfantasien zu diskutieren können wir uns schenken, wenn Ende des Monats der ESM vom Bundestag und dann vom Bundesrat durchgewunken wird. Wie *gut* der dann installierte Diktator ist, werden wir noch erleben. Es wird ein Kinderspiel sein, gigantische Öko-Projekte als unabweisbar für die Rettung der EU zu definieren. Zur Zahlung entsprechender Milliarden sind die Euro-Staaten laut ESM-Vertrag dann „unabweisbar“ verpflichtet.

    Unsere MdB’s werden irgendwann öffentlich eingestehen, das ihr Anspruch auf Freiheit und Unabhängigkeit ein Irrglaube war und schädlich für die Umwelt und EU -- um sich dann feierlich zu entmannen (für die PCs: mir fällt leider kein Begriff ein, der die weiblichen Abgeordneten explizit mit einschließen würde).

  26. @Tritium & Onkel Heinz

    ….na Hauptsache, ein „wohlmeinender” Diktator, also einer, der’s gut mit uns meint….. so wie der Irre vom Obersalzberg, der wollte ja schließlich für Deutschland und den Rest der Welt auch nur „das Beste” und eine saubere „Endlösung”…. den großen klugen Onkels vom Club of Rome wird schon das Richtige für uns einfallen.

    …. Aufbruch ins Paradies für Gehirnamputierte.

  27. ef-magazin (Gärtner):

    Energieeffizienz-Richtlinie: EU verordnet Leben auf immer kleinerer Sparflamme

  28. #15

    Die Rolle der Politik ist es dann, den Bürgerwillen zu mobilisieren, um wissensbasierte Entscheidungen umzusetzen.

    Tja Leute,
    diese Aussage/Interpretation muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
    Da kommt so ein größenwahnsinniger Chaosforscher und selbstgefühlter Philosoph daher, meldet Machtansprüche an und stellt eine auf seine Couleur zugeschnittene neue hierarchische Ordnung –frei nach Platon- auf.

    Nicht mehr die vom Volk frei gewählten und somit legitimierten Vertreter haben zu entscheiden, sondern sakrosankte selbstherrliche „Wissende“ (frei nach Platon die Philosophen) bestimmen in eigener Machtvollkommenheit was zu geschehen oder zu unterbleiben hat.
    Die Politik (frei nach Platon der Wächterstand), haben die Aufgabe die Bürger (frei nach Platon der Nährstand) dem Willen der herrschenden „Wissenden“ zu unterwerfen, frei nach dem Motto: ‚ und bist du nicht willig, dann… ‘.

    Dieser Herr, der glaubt zu den Auserwählten zu gehören, hat offensichtlich dabei nicht verinnerlicht (oder in der Schule verpennt) dass bereits der bekannteste der Schüler Platons, Aristoteles, diese Herrschaftsform energisch verwarf, wie sie unweigerlich in eine Tyrannei führt.
    Dieser Herr, der hier eine so große Lippe riskiert, der in seinem bekannten
    ZEIT-Interwiev: Manchmal könnte ich schreien unumwunden zugibt, eigentümliche intellektuelle Neigungen zu besitzen und das Gefühl hat/hatte, sich in eine hundertprozentige intellektuelle Waffe verwandeln zu können, hält anscheinend jetzt die Zeit für reif, seinen kruden „Neigungen“ und „Gefühle“ Nachdruck zu verschaffen.
    Die Geschichte der Vergangenheit ist voll von weltrettenden „Philosophen“. Die Spuren die sie hinterließen sind voller Blut.

    Was stellt sich dieser klimarettende „Wissende“ eigentlich darunter vor, wie die „Politik“(wer soll das sein?) den „Bürgerwillen mobilisieren“ soll?
    Wöchentliche Plichtveranstaltungen in Sachen „Volksbewusstsein und Bürgerwillen“?
    Oder vielleicht Willensbildung nach der Methode „Sportpalast“?
    Oder evtl. doch allabendliche Pflichtstunden in denen die unmündigen Bürger solange „gebildet werden, bis sie den „richtigen“ Willen haben?
    Es ließen sich natürlich auch willensbildende Bürgerlager einrichten.
    Den Philosophen der klimarettenden Eliten wird schon das passende einfallen.
    Getreu nach dem Motto: Wenn das niedere Volk nicht freiwillig das Klima retten will, dann muss es eben zur Freiwilligkeit entsprechend bewegt werden.

    Es ist Zeit aufzuwachen

    meint der Moosgeist

  29. @ von Nr. 14. bis 28.

    Es wird Zeit sich politisch umzuschauen. Soweit ich sehe ist nur die Partei der Vernunft und sind die unabhängigen Wählergemeinschaften auf unserer Seite und gegen den Zentralismus, der hier als drohende Gefahr, bzw. Erosion der demokratischen Strukturen, durch eine elitäre Parteipolitker-Kaste einmütig kritisiert wird.
    Die vernetzten Öko-Opportunisten haben sich derart in den Partei und Regierungs-Apparaten eingenistet und infizieren das Geschehen in ihrem Interesse. Wenn uns das weder gefällt, weil es auch ganz allgemein keinen Sinn macht diesen religiösen Klimawahn hinzunehmen, noch die Einschränkungen und Ressourcen-Vernichtungen zu ertragen, dann sollten wir politische Gegenkräfte mobilisieren.
    Am Beispiel der Piraten, die mit den Vervielfachungen ihrer Wählerstimmen in Parlamente einzogen, zeigt sich doch der Niedergang der Altparteien, die am Volk vorbei sich als Lobbyisten die Taschen vollmachen.
    Wir brauchen politische Vertreter, die für unsere Interessen stehen und wir können die Argumente liefern, statt nur zu mosern müssen wir „mal`nen Zacken zulegen“ wenn wir Einfluss nehmen wollen. Daran wird man erkennen, wer Rückrat hat Mut unsere Freiheit zu verteidigen. Das Protest-Potenzial in der Bevölkerung ist latent vorhanden, auch wenn die Mainstream-Medien anderes verkünden. In der Causa Sarrazin, hat sich ja auch eine überwältigende Mehrheit nicht weiter ver..schen lassen.
    Also sollten wir`s anpacken, jeder da wo er kann.

  30. #18. Tim Hardenberg

    Hallo Tim,

    mir bleibt da glatt die Spucke weg. Bislang hat man ja noch versucht, siehe „WBGU-Große Transformation“ das Wort Diktatur zu vermeiden und hat es soon bißchen umschrieben. Der Mann ist übelste Sorte und kann sich mit unserer „intellektuellen Waffe“ siehe moosi in #28 die Hand reichen. Was ist los, das dieses Geöcht momentan wieder lauthals dermaßen Unfug von sich gibt. „Genial“ ist der Vergleich mit Römischen Diktatoren. Dekadenz läßt grüßen.

    karl.s

  31. @moosi

    Den Philosophen der klimarettenden Eliten wird schon das passende einfallen.

    ….z.B. diesem hier:

    Zur Zukunftsfähigkeit der Demokratie
    [PDF zum Download]
    Nachdenken über die Grenzen des demokratischen Optimismus
    von Ingolfur Blühdorn

    [PDF Seite 4 ff]…..Die Zweifel an der Leistungsfähigkeit der Demokratie im Hinblick auf die Bewältigung von Umweltproblemen sind nicht neu. Bereits in den 1970er-Jahren waren sie durchaus verbreitet – zum Beispiel weil die Demokratie stets anthropozentrisch ist und nur sehr eingeschränkt in der Lage, all dasjenige zu repräsentieren, was keine politische Stimme hat. …..

    ……Demokratische Verfahren sind auch zeit- und ressourcenaufwendig und daher ungeeignet, wo schnelles und effektives Handeln erforderlich ist. Weiter ist die Demokratie, zumindest in der empirischen Praxis, individualistisch und insofern kaum geeignet, das Allgemeinwohl zu bestimmen und politisch umzusetzen. Stattdessen richtet sie die Politik nach der elektoralen Mehrheit aus, obwohl die Präferenzen der Mehrheit bekanntlich nur selten im Sinne von Nachhaltigkeit und Ökologie vernünftig sind…..

    …..All dies sind Bedenken, die umweltpolitische Demokratieskeptiker schon früh vorgetragen haben. Vordenker wie Paul Ehrlich oder Herbert Gruhl haben daraus öko-autoritäre Ansätze abgeleitet. Auch Wolfgang Harich sah bereits 1975 im „starken, hart durchgreifenden Zuteilungsstaat“ und im „asketischen Verteilungsstaat“ den einzigen Weg aus der damals erst heraufziehenden Umweltkrise.

    Hans Jonas, dessen 1979 veröffentlichtes Buch „Das Prinzip Verantwortung“ unumstritten zu den Kerntexten grünen Denkens gehört, glaubte, „nur eine Elite“ könne „ethisch und intellektuell“ die erforderliche „Zukunftsverantwortung übernehmen“, und wünschte sich, es möge so etwas wie „eine wohlwollende, wohlinformierte und von der richtigen Einsicht beseelte Tyrannis“ geben (Jonas 1979, S. 262). Doch solchen Gedanken stand immer die berechtigte Skepsis gegenüber den Eliten entgegen, und der fortlaufende Prozess der Modernisierung entfaltete kontinuierlich die emanzipatorischen Ansprüche auf individuelle Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung. Gleichzeitig nährte dieser Prozess aber auch die bereits bestehenden Zeifel an der Nachhaltigkeitstauglichkeit der Demokratie:

    …..Umweltrelevante Themen werden immer abstrakter und komplexer (z.B. Klimawandel, Energiesicherheit, Umweltbilanz einzelner Produkte). Entscheidende Risiken können nicht direkt wahrgenommen, sondern nur über die Wissenschaft vermittelt werden, so dass der demokratische Souverän unvermeidlich zumindest partiell entmachtet wird.

  32. @karlchen

    Bislang hat man ja noch versucht, siehe “WBGU-Große Transformation” das Wort Diktatur zu vermeiden und hat es soon bißchen umschrieben.

    ….nee, die Maske ist längst gefallen. Jetzt muss es nur noch geschafft werden, dem Pöbel diesen Schwedentrunk als lukullisches Sternekoch-Gänge-Menü zu verkaufen….. natürlich musikalisch begleitet von leichter Klaviermusik:

  33. #31. Tim Hardenberg,

    Hans Jonas, dessen 1979 veröffentlichtes Buch „Das Prinzip Verantwortung“ unumstritten zu den Kerntexten grünen Denkens gehört, glaubte, „nur eine Elite“ könne „ethisch und intellektuell“ die erforderliche „Zukunftsverantwortung übernehmen“, und wünschte sich, es möge so etwas wie „eine wohlwollende, wohlinformierte und von der richtigen Einsicht beseelte Tyrannis“ geben (Jonas 1979, S. 262)

    mir scheint, das ist die BIBEL vom Schellnhuber und seinen Pikaderos 😉

  34. @karlchen #33

    …..jo, und dann kann man auch endlich den verschämten Begriff „Große Transformation” wieder durch das zünftige „Globale Kulturrevolution” austauschen, so wie es von Anfang an bei PIK7 geplant war.

    7. Die Begrenzung der Erwärmung auf 2 °C und die Anpassung an den Restklimawandel erfordern nichtsdestotrotz eine globale „Kulturrevolution“, bei der Stadt- und Landleben neu definiert werden müssen.

  35. #34. Tim Hardenberg,

    jo Tim, das ist auch viel griffiger, bei Kulturrevolution da weiß man doch was gehauen und gestochen ist. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

    Seltsam nur, bei den alten 7 Kernaussagen des PIK gehen die Pikaderos noch von 400 ppm als Obergrenze aus
    siehe hier

    5. Es besteht jedoch die Möglichkeit, solch einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden, indem die globale Erwärmung auf höchstens 2°C begrenzt wird. Dies bedeutet insbesondere, daß die Konzentration atmosphärischer Treibhausgase langfristig 400 ppm C02-Äquivalente nicht übersteigen darf.

    und heute sagt Schelli (siehe Link #15. Flumi), dass 450 ppm das Maximum sind. Ja was denn nun??

    ,Green’ als Deckmäntelchen für weitere Ausbeutung?

    Fest steht, wir brauchen nicht nur relative Ziele, sondern absolute Leitplanken. Und das heißt beispielsweise nach wie vor, dass 450 ppm Kohlendioxid in der Luft das Maximum sind, wenn die Erwärmung auf zwei Grad begrenzt werden soll. Innerhalb solcher absoluten Orientierungslinien kann sich die Green Economy entfalten, wie sie will. Ich habe nichts gegen Wirtschaftswachstum, wenn es eben die planetarischen Leitplanken nicht durchbricht. Diesseits der Markierungen soll jeder nach seiner ökonomischen und sozialen Façon selig werden.

    Mit den 400 ppm käme er heute in Erklärungsnot, denn die dürften in Bälde erreicht sein. Bei 450 ppm, wenn wir überhaupt dahin kommen, dürfte er schon das zeitliche gesegnet haben und muß sich nicht rechtfertigen. Er denkt, wir merken das nicht!

    Ich finde ja auch die Wortschöpfung „planetarische Leitplanken“ einfach nur „genial“ 😉

    karl.s

  36. @karlchen #35

    und heute sagt Schelli (siehe Link #15. Flumi), dass 450 ppm das Maximum sind. Ja was denn nun??

    …na ja, unsere hundertprozentige intellektuelle Klimawaffe hat’s net so mit Zahlen.

    Und auf so a paar Gigabyte, äh, Gigawatt, nee – Gigatonnen kommt’s ja eh net an, da derf mer net so pingelich sein…. bissi Schwund is immer.

  37. @Hans Meier #29

    Soweit ich sehe ist nur die Partei der Vernunft und sind die unabhängigen Wählergemeinschaften auf unserer Seite und gegen den Zentralismus, der hier als drohende Gefahr, bzw. Erosion der demokratischen Strukturen, durch eine elitäre Parteipolitker-Kaste einmütig kritisiert wird.

    …..die PdV muss sich aber leider den Vorwurf gefallen lassen, keine oder zu wenig oder eine falsche Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben (die meisten Leute kennen diese Partei überhaupt nicht). Bei der NRW-Landtagswahl stand sie als letzte Partei ganz unten auf dem Wahlzettel, das Wahlergebnis war dementsprechend („ferner liefen”) mit 0,1%. Dagegen machen die PIRATEN ganz selbstbewusst auf sich aufmerksam und sogar die „Streetfighter” von ProNRW waren mit Wahlständen und Zetteln (erinnerte etwas an die Zeugen Jehova mit ihren Wachttürmen) in den Fußgängerzonen von NRW-Städten zu sehen. Ich war einer von den 61 Hanseln in meinem Wahlkreis, die PdV gewählt haben…. Sehr deprimierend. Leider.

  38. @Tim Hardenberg #37

    … einer von den 61 Hanseln in meinem Wahlkreis, die PdV gewählt haben …

    Ob’s wohl am Namen liegt? „Partei der Vernunft“, damit können sich eben nur wenige identifizieren. „Partei der Unvernunft“ (und „Piratenpartei“ ist davon nicht weit entfernt) — damit ließen sich ungeahnte Wählerpotentiale erschließen …
    Und an der Öffentlichkeitsarbeit als solcher ist vielleicht auch nicht viel auszusetzen. Die Piraten kennt jeder, nicht weil ihr Kuchen* besser schmeckt, sondern weil sie mit absurden Vorschlägen, hahnebüchener Desorganisation u. dgl. ein reges Presseecho erregen. Das ist der PdV aber nicht zur Nachahmung empfohlen, und so bleibt es wohl vorderhand beim Splitterparteistatus.
    _________________________
    * abgesehen davon, daß die Piraten wegen prinzipieller Programmlosigkeit eh keinen Kuchen gebacken bekämen, weil sich die Zielsetzung schon lange bevor der Backwecker klingelt geändert hätte

  39. @Flumi

    Ob’s wohl am Namen liegt?

    …da magste recht haben, der Name klingt arg hausbacken und nach Biederkeit (etwa wie „Partei der Braven”). Offenbar führt so etwas u.a. dazu, dass sich niemand so recht mit den Inhalten dieser Partei beschäftigen mag, deren Programm ja weiß Gott nicht mit der Konzeptlosigkeit einer PIRATENPARTEI vergleichbar ist.

  40. Das Gegenteil von gut ist: gut gemeint.

    Erinnert Ihr Euch an das Freiheitsbild von Delacroix? So läuft es! 🙂

  41. @ nLeser:

    Verstehe ich nicht ganz.
    Meinst die Kleine mit den nackten Möpsen?

  42. @ Tim Hardenberg

    Ich kann Ihren Frust verstehen, erst hab ich für die PDV mit gesorgt, das sie genügend Zulassungsstimmen kriegten, dann kam nix mehr und ich hab die Piraten promotet, sogar mit beiden Stimmen zu wählen empfohlen, damit die Etablierten weniger haben. In der Hoffnung, das die Piraten sich in Richtung Liberalität und Vernunft entwickeln, denn die haben intern jedenfalls noch kein politisch völlig verseuchtes Personal. Auch wenn die Staatsmedien heftige Attacken gegen die Piraten fahren, um ihre Konkurrenz durch Newcomer klein zu halten, es braucht eine Partei, die uns – und wir sind wesentlich mehr als wir annehmen – in aller Entschiedenheit vertritt. Der Wandel auch in der Politik ist ein dynamischer Prozess und den möchte ich positiv beeinflussen, d.h. was aus meiner Sicht Unfug ist, kann ich nicht allein verhindern, ich bin auf die Unterstützung Aller angewiesen, die meine Ansicht teilen. Ich bin auf der Suche nach intelligenten Problemlösungen, nicht nur privat, sondern auch im öffentlichen Raum, denn wir alle gestalten doch mit, oder lassen uns wie Unmündige, von anderen „Betreuen“ verschwurbeln, als ob wir schon wie Senioren und entmündigt in Pflegestufen, den „Löffel weggelegt hätten“.

    Falls ich neunzig würde, hab ich schon mehr als Zweidrittel hinter mir, muss mich nicht mehr um Etiketten und höflich angepasste Konventionen scheren, ich kann „blank ziehen“ und mit aller Schärfe fechten, diesen Vorteil sollten die Jüngeren schon früher erkennen und ihr bzw. unser Leben, unseren Verstand weiter so verteidigen, wie es sinnvoll ist, um Perspektiven mit zu gestalten.

  43. achgut.com (Peiser):

    Ökofaschismus in Reinkultur: Tagesspiegel knallt durch

    Faschismus im Tagesspiegel ganz ungeniert: Parlamente lösen langfristige Probleme nicht, weil sie gewählt werden müssen. Wir bräuchten Diktatur auf Zeit……

    Jorgen Randers ist Professor für Klimastrategie an der norwegischen Schule für Management. Für den Club of Rome hat er gerade die Studie 2052 vorgelegt. Bis 2006 war er Chefklimaberater der norwegischen Regierung.

    Der ganze Wahnsinn hat Methode…..

    …..und die Wegbereiter zu diesem Wahnsinn braucht man nicht lange zu suchen:

    Konsum herunterfahren
    Wissenschaftler fordert einen neuen Lebensstil

    Eine „grüne“ Technologie alleine reicht nicht aus, um Umweltprobleme zu lösen, auch Konsumverzicht ist nötig, sagt Prof. Uwe Schneidewind vom Wuppertal-Institut.

    Einen solchen neuen Lebensstil nennt Schneidewind „Suffizienz“. Dazu gehört etwa, das eigene Auto möglichst durch öffentliche Verkehrsmittel oder Bahnfahren zu ersetzen. Teil dieses Lebensstil kann auch sein, etwa auf aus Übersee eingeflogenes Obst zu verzichten und sich stattdessen an einheimische Sorten zu halten.

    „Soziale Innovationen, zum Beispiel die vegetarische Kultur in einem Land wie Indien, sind überall umsetzbar und das führt auch zu einem Lernen auf einer Augenhöhe“, so Schneidewind. So könnten nicht nur die Entwicklungsländer von den Technologie-Führern lernen, sondern auch umgekehrt.

    „Wir steuern nicht auf das Ende des Kapitalismus zu“, sagt der Forscher. „Aber wir werden unsere heutige Wirtschaftsform weiter entwickeln müssen. Wir werden auch in 30 und 50 Jahren noch Börsen und kapitalmarktorientierte Unternehmen haben, weil sich in bestimmten Bereichen dieser Marktmechanismus in den letzten 100 Jahren als hocheffektiv erwiesen hat. Aber wir werden andere Bereiche sehen, in denen wir gespürt haben, dass dort die Abwicklung nur über den Markt kaum noch dazu beigetragen hat, dass mehr Wohlstand erzeugt wurde.“

    Wuppertal-Instituts-Präsident Schneidewind ist natürlich ebenfalls Club-of-Rome Mitglied!

    Und natürlich muss auch noch – wie könnte es anders sein – unser allseits geschätzter Herr Schellnhuber zu Wort kommen:


    Transformation ohne globale Spielregeln

    „Die internationalen Staatenlenker tragen nach wie vor die historische Verantwortung für die Schaffung gemeinsamer Spielregeln für die Transformationsdynamik. Letztere muß stark beschleunigt werden – denn die Natur lässt nicht mit sich verhandeln, und Kipp-Punkte im Umweltsystem könnten schon bald erreicht werden“, so Hans Joachim Schellnhuber. „Durch Setzung weltweit respektierter Leitplanken müsste die Politik den Rahmen schaffen, in dem sich die Pioniere des Wandels kreativ entfalten.“

    ….Transformationsdynamik, so so! Als nächstes ist dann also mit dem Gebrüll nach Ermächtigungsgesetzen zu rechnen…. was dann folgt, hat Benny Peiser bereits ausgesprochen: „Ökofaschismus in Reinkultur”

  44. @ Tim Hardenberg #43
    Es ist natürlich klar, dass sich Vorstellungen von einer heilen Welt demokratisch nicht erreichen lassen. Es weiss ja keiner genau, was das ist und eine Diskussion verschiedener Meinungen ist nicht Sache derer, die von ihrer überzeugt sind. Die Demokratie muss also weg und von durchblickenden Eliten ersetzt werden. Fragt sich nur von welchen? Kommen da vielleicht neue Konflikte auf uns zu? Ist auch egal, möchte nur gesagt kriegen in welcher Himmelsrichtung ich meinen Kopf auf den Boden kloppen muss.

  45. Verzicht und gelenkte Veränderung für die Zukunft der Nachkommen zu fordern, wie Herr Schneidewind es tut, ist weitaus weniger harmlos, als es manchem erscheinen mag.

    Am naheliegendsten erinnert es natürlich an die Parolen vom ’sozialistischen Aufbau‘, bei dem alle fest anpacken müssen, um das sozialistische Paradies zu schaffen. Aber das ist eigentlich gar kein Vergleich, da der Ökologismus in vielfältiger Weise ein Sammelbecken für die alte DDR-Ideologie ist.
    Insofern ist nur die ausgesprochene Dummheit dieses Herrn bemerkenswert, der zwar habilitierte, aber dennoch nicht begreift, dass sein lenkender Staat genauso unweigerlich in eine Diktatur mündet wie der Kommunismus.

    Viel fataler sind die Parallelen wenn man an Göring denkt, der genau mit derselben Begründung einst ‚Kanonen statt Butter‘ forderte um das Volk auf den Überlebenskampf vorzubereiten, der unausweichlich in der Zukunft drohte. Gleichschaltung, Gleichschritt, die Umformung der Bevölkerung zu einem willigen Werkzeug der Führung, ist eine im wahrsten Sinn des Worts explosive Politik.
    Der CoR ist auch insofern viel näher am Faschismus als am Kommunismus, weil seine ‚Versöhnung mit dem Kapitalismus‘ ebenfalls ein typisches Merkmal der Nationalsozialisten war: Die Industriekonzerne wurden nicht zerschlagen, nicht enteignet, sondern eingebunden. In Teilbereichen gab es den ‚alten‘ Kapitalismus‘ weiterhin, doch im Rüstungssektor gab es genau die selbe Mischung aus Planwirtschaft nach staatlichen Vorgaben (‚Die deutsche Wirtschaft muss in 4 Jahren kriegsfähig sein‘) und privatwirtschaftlicher Initiative die durch Subventionen auf Kredit angekurbelt wurde, wie nun auf dem Energiesektor. Hier ist insbesonders die nationalsozialistische MEFO-Wechselreiterei erwähnenswert, die an der Staatskasse vorbei Kredite erzeugte, die in die Industrie gepumpt wurden. Die Finanzierung der ökologischen Rüstungsindustrie durch die EEG-Umlage unerscheidet sich eigentlich um keinen Deut von dieser NS-Scheinkonjunktur.
    Betrachtet man weiterhin die deutschen Expansionspläne, die heute Solarenergie aus Nordafrika und Wasserkraft aus Norwegen und Biomasse aus Osteuropa haben will, fällt die frappante Ähnlichkeit mit den Grenzen von Großgermanien auf, sogar bei der Begründung, denn die von den Ökologisten im Lauf der letzten Zeit immer deutlicher beschworene ‚Autarkie‘ war auch ein zentrales Schlagwort und Ziel des NS-Staats. Heute wie damals wird übrigens gerade die Angst vor einer Ölabhängigkeit und Ölverknappung besonders hervorgehoben
    Ich scheue mich daher nicht, den Club of Rome als eine faschistische Brutstätte zu bezeichnen, auch wenn ich sicher bin, dass seine Mitglieder das mehrheitlich gar nicht erkennen. Sie müssen sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, dass sie als leninsche ’nützliche Idioten‘ dem Totalitarismus den Weg bereiten.

    Vorbeugend muss ich wohl darauf hinweisen, dass da KEINE dunkle Verschwörung am Werk ist, mit geheimen Strippenziehern. Die Antreiber sind selbst getrieben durch vage und dumpfe Ängste und ebenso dumpfen Heilserwartungen die aus dem Kollektivbewusstsein wuchern. Man kann sie auch als ‚Stimmung‘ beschreiben, die dem chaotischen Attraktor ‚Totalitarismus‘ zuneigt und durch eine Reihe von selbstverstärkenden Mechanismen auf diesem Weg beschleunigt wird.

  46. Die Angst vor einer Ölknappheit liegt offensichtlich in der Ölkrise von 73.
    Interessanterweise diskutiert kaum jemand, was im Falle eines Boykott auf der Abnehmerseite geschehen würde-
    wenn große Staaten sich entschließen würden, deutsche Waren nicht zu kaufen.
    Das wäre viel verheerender.
    Unterversorgung mit Öl könnte Deutschland nötigenfalls durch Umwandlung von Holz, Braunkohle und Erdgas ausgleichen, sie ist jedoch kein Argument, Energiekosten zu verteuern, solange dieser Notfall gar nicht eingetreten ist.

  47. @Gerhard Straten #44

    Es ist natürlich klar, dass sich Vorstellungen von einer heilen Welt demokratisch nicht erreichen lassen.

    ….ja eben… und – jubel, jubel !!! – es gibt es noch, das leuchtende Vorbild – das blühende Land voller glücklicher Menschen, die aufrecht und unerschrocken ihrem Großen Führer folgen auf dem leuchtenden Pfad der Tudend, hin zu Klimagerechtigkeit und Bruttoglücksprodukt:

    Kommentar: Nordkorea – Vorbild der Klimapolitik

    Nordkorea. Ein Land, das viel zu oft unterschätzt, ja manchmal sogar belächelt wird. Aber sehen wir uns die Praxis an. Nordkorea hat es als eines der wenigen Länder der Welt geschafft, tatsächlich in Sachen Klimapolitik eine Vorreiterrolle zu spielen. Während andere Staaten auf internationalen Klimakonferenzen noch heiße Luft predigen und Verhandlungsziele angeben, die nicht mehr als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein sind, revolutionierte das kleine Land in Ostasien seine Wirtschaft schon vor mehr als zehn Jahren und schaffte es innerhalb kürzester Zeit, seinen CO2-Ausstoß um knapp 2/3 zu senken.

    Die Zahlen sagen alles: Nordkoreas CO2-Ausstoß
    [tolle Grafik, könnte von Michael Mann sein]

    Deutlich ist zu sehen, dass Nordkorea zwischen 1990 und ’97 bei über 10t an CO2 pro Kopf lag. Den höchsten Wert erreichte das Land 1993 mit 12,4t, was Nordkorea zum einundzwanzigstgrößten CO2-Emittenten der Welt machte!

    Wie ist nun die Erfolgsgeschichte Nordkoreas bei der Klimapolitik zu erklären? Nordkorea hat ganz einfach Nägel mit Köpfen gemacht. Staatsoberhaupt Kim Jong-Il spielte dabei eine führende Rolle. Er hat die Klimapolitik ab Mitte der 90er zu seiner persönlichen Aufgabe gemacht. Kim Jong-Il war damals völlig klar, dass in Sachen CO2-Ausstoß auch Nordkoreas Wirtschaft und die Industrie in die Verantwortung genommen werden müssen. Eine radikale Verkleinerung des stark CO2-verursachenden Industriesektors in Nordkorea um sageundschreibe die Hälfte trug zu einem großen Teil zum Erfolg des Landes bei. Zudem verzichtete der Staat fast vollständig auf CO2-emittierenden Transportverkehr im Außenhandel und erweiterte sein kohlendioxid-sparsames Militärwesen um ein Vielfaches. Die nordkoreanische Armee besteht zum größten Teil aus einfachen Soldaten. Man verzichtet so auf umweltschädliche moderne Militärtechnologie. Die Nahrungsproduktion in Nordkorea wurde darüber hinaus verringert, um schädliches Methan von Bauernhöfen zu vermeiden.

    Alles in allem hat es Nordkorea geschafft, eine rundum nachhaltige Klimapolitik zu vollenden, an der sich die westlichen Industrieländer ein Beispiel nehmen sollten.

    @Tritium #45

    Ich scheue mich daher nicht, den Club of Rome als eine faschistische Brutstätte zu bezeichnen, auch wenn ich sicher bin, dass seine Mitglieder das mehrheitlich gar nicht erkennen. Sie müssen sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, dass sie als leninsche ‘nützliche Idioten’ dem Totalitarismus den Weg bereiten.

    ….dem ist eigentlich nix hinzu zu fügen.

  48. @Tritium

    ….. Die Industriekonzerne wurden nicht zerschlagen, nicht enteignet, sondern eingebunden. In Teilbereichen gab es den ‘alten’ Kapitalismus’ weiterhin, doch im Rüstungssektor gab es genau die selbe Mischung aus Planwirtschaft nach staatlichen Vorgaben…..

    ….. lies doch dazu mal die satirische Autobiographie „Ich war Dr. Ley” von Waldemar Naß (alias Erich Loest)

  49. achgut.com (Maxeiner & Miersch):

    Grüne Pimpfe

    Wie der Gipfel von Rio zeigt, bekommt das Klimathema immer mehr Konkurrenz durch andere dringlichere Weltprobleme. Der öko-industrielle Komplex kämpft heftig um Aufmerksamkeit. Eine zunehmende Rolle spielt dabei der Einsatz von Kindern. Kurz bevor „Gottschalk live“ abgesetzt wurde, hatte dort beispielsweise der 14jährige Felix einen großen Auftritt. Felix, Sohn eines Funktionsträgers des Club of Rome, pflanzt Bäume „weil die Erwachsenen so viel CO2 in die Luft pusten“.

  50. Nachtrag zu #49

    …..und hier isser, der kleine kluge Klimapimpf:

  51. Zudem hat sich die Welt gewandelt!

    Erstens sind die OPEC-Staaten nicht auf einheitlicher Linie, sondern teilweise tief verfeindet.
    Zweitens ist die Ökonomie der Lieferländer mindestens so abhängig vom Geldfluss für das Öl wie wir vom Öl
    Drittens haben neue Ölfunde die Gewichte ganz anders verteilt und werden in naher Zukunft eine noch weit grössere Umwälzung verursachen.

    Momentan diktieren WIR den Ölhandel! Das bekommt gerade der Iran zu spüren, dessen Ökonomie auf dem Zahnfleisch kriecht, weil seine Ölexporte boykottiert werden. Darüber wird nicht viel berichtet, aber der Iran ist de facto zusammengebrochen, gallopierende Inflation und Massenarbeitslosigkeit haben das Land an den Rand der Verelendung gebracht, mit weitaus schlimmeren Konsequenzen als damals ein paar autofreie Sonntage bei uns.
    Und als ultima ratio gibt es da noch die US Navy. Sie beherrscht die Meere völlig unangefochten und kann daher den gesamten globalen Ölhandel nach Belieben steuern und unterbrechen, falls mildere Mittel nicht greifen sollten.
    WIR sind nicht erpressbar -- die Lieferanten sind es!

    Die grösste Gefahr für die europäische Ölversorgung sehe ich eher in einer Entfremdung von den USA, die durch die neuen Fördermöglichkeiten sowieso immer unabhängiger von Ölimporten werden und infolgedessen immer weniger Grund haben, die westeuropäischen Staaten zu unterstützen. Linksgrüner Antiamerikanismus ist daher das bedrohlichste Szenario das sich bei der Energiepolitik denken lässt.
    Man muss da nur mal an den Iran denken: Was könnte denn die EU allein unternehmen, wenn die Strasse von Hormuz von den Mullahs gesperrt würde? So gut wie nichts.
    Tatsächlich ist sie heute nur deshalb NICHT gesperrt, weil sie das Revier der 5th Fleet ist und schon bei der Andeutung einer Drohung eine zusätzliche Carrier Battle Group Flagge zeigte.
    Im deutschen Öko-Rummel wird immer so gerne von vorausschauender Politik gefaselt und von Zukunftsinvestitionen. Gleichzeitig werden die USA wegen ihrer Rüstungsausgaben getadelt.
    Ich bin der Meinung, dass die USA die besten Zukunftsinvestitionen tätigen, indem sie ihre Flotte stetig auf dem höchsten Stand halten. Diese Seemacht-Politik kann noch auf sehr lange Zeit die Führungsrolle der westlichen Demokratien sichern und es ist einfach strohdumm, dieses Mittel zu unterschätzen: Jeder Staatsmann und jeder Diktator auf der Welt weiss, dass dort draussen, hinter dem Horizont, eine Flotte kreuzt, die, wenn sie entfesselt wird, mit unwiderstehlicher Macht seine Pläne zerstören kann, wenn er die rote Linie überschreitet. Dies beeinflusst die globale Politik entscheidend, ohne dass auch nur ein Schuss abgefeuert werden muss.
    Es gibt Dummköpfe, die diese rote Linie ausloten wollen, wie der Iran. Aber daran ist sogar die mächtige Sowjetunion gescheitert -- trotz ihrer Nuklearwaffen.

  52. Sehr lesenswertes Interview mit Arnold Vaatz (MdB) bei EIKE:

    CDU-Fraktionsvize Arnold Vaatz: Das EEG ist eine ordnungspolitische Fehlleistung!

  53. achgut.com (Ederer):

    Rio -- Außer Spesen nichts gewesen

    ….. Vor 20 Jahren, als in Rio de Janeiro auf der ersten Klimakonferenz die Treibhausgastheorie zur Doktrin erhoben wurde, reisten die Regierungschefs aus aller Welt noch an, um sich ins rechte Bild zu rücken. Der Höhepunkt war sicher die Mammutkonferenz 2009 in Kopenhagen, zu der alle wichtigen Regierungschefs angereist waren, darunter auch Angela Merkel und Barack Obama. Schließlich ging es um einen verbindlichen Vertrag, in dem sich alle Staaten verpflichten, ihren Treibhausgas-Ausstoß radikal zu reduzieren. Aber weder gab es ein Abkommen, noch geht die Welt unter, und es will auch einfach nicht wärmer werden, trotz erhöhten CO2-Ausstoßes.

    Von alldem ist in „Rio + 20“ nicht mehr die Rede – und die politische Prominenz ist spärlich vertreten. Wer aber glaubt, damit seien die Konferenzorgien mit bis zu 50 000 Teilnehmern (wie sie gerade in Rio erwartet wurden) beendet, der irrt. Im Gegenteil: Ein Vorschlag lautet, es solle beschlossen werden, diesen Klimazirkus als UN-Behörde zu installieren. So eine Idee findet womöglich sogar eine Mehrheit. Ein Ziel der Aktivisten wäre dann erreicht: Sie hätten eine eigene Bürokratie und könnten mit der moralischen Wucht einer UN-Institution der Welt Vorschriften machen.

    Das Elend und die Ungleichheit in der Welt beseitigen wir aber nicht mit Konferenzen, sondern mit Taten. Allein in China, Indien und Brasilien sind hunderte Millionen Menschen vom Hunger befreit worden, weil sich diese Länder von Bürokratismus und Planwirtschaft weitgehend verabschiedet haben. Sie wissen auch längst, dass sie mit ihrer Umwelt und ihren Ressourcen auf die Dauer schonend umgehen müssen. Auf die kostspieligen Gipfel und Mammutkonferenzen aber sollte die Welt wegen sinnloser Verschwendung von Zeit und Kapital verzichten.

  54. @Tim #50

    Jaja dat Jüngelchen mit den Baum-Tick………….dessen Vater rein zufällig stellvertretender Präsident des Club of Rome ist……rein zufällig, will ich nochmals betonen.
    Ach übrigens, ein honigsüßer Kommentar dazu.

    und hier noch ein etwas älterer Artikel….
    Klein Finkbeiner rettet die Welt

    Ein gewisser Propagandaminister aus alten Zeiten hätte seine Freude dran, das seine Methoden auch heute noch derartigen Anklang finden.
    H.E.

  55. @Onkel Heinz

    und hier noch ein etwas älterer Artikel….
    Klein Finkbeiner rettet die Welt

    …..abends, als die Kinder in den Betten liegen, sitzen Frithjof Finkbeiner und seine Frau Karolin am Küchentisch und sprechen darüber, dass es so nicht weitergehen kann mit ihrem Sohn. Sie sagt: „Das ist übertrieben mit Felix.“ Er trinkt einen Schluck Alkoholfreies. Schweigt. „Die Mädels kommen zu kurz. Die Töpferlehrerin hat auch schon gefragt, ob Felix dieses Jahr überhaupt noch mal kommt.“ Er nickt. „Und irgendwie ist das nicht altersgerecht, was der Felix so von sich gibt.“

    ….hi hi, wahrscheinlich isser der vorzeitig reinkarnierte Schellnhuber.

    Schon früh in der Schule habe ich bemerkt, dass ich mich neben Fußball, Musik und gelegentlich Mädchen auch für Dinge interessierte, denen andere nichts abgewinnen konnten. An Matheaufgaben hatte ich Spaß, sie fielen mir besonders leicht. Ich war nach zehn Sekunden fertig, die anderen nach 30 Minuten. Als ich 14 war, habe ich entdeckt, dass mich die Gedanken der Kantschen Philosophie ansprechen, ja dass es sogar ein Vergnügen ist, in diese streng logisch-kategoriale Welt einzutauchen…

    …..die Klein-Finkelbeiner-Videos erinnern außerdem in peinlicher Weise an das hier.

  56. Der nächste Verzichtsapostel, der dem Volk ein Leben in Armut und Selbstkasteiung verordnen möchte.


    Verzicht ist eine Frage der Freiheit

    Wir tragen Verantwortung für das Leben der Armen und die künftigen Generationen, sagt Felix Ekardt. Um ihre Menschenrechte zu achten, müssen wir uns einschränken.

    Felix Ekardt

    ist Jurist, Soziologe, Rechtsphilosoph und Religionswissenschaftler. Er leitet die Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik in Leipzig und ist Professor für Umweltrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Rostock. Er betreibt Grundlagenforschung und berät die Politik zu Fragen von Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Menschenrechten, Governance, Klimaschutz, Landnutzung und WTO.

  57. @Tim Hardenberg #56
    Was dieser Felix Ekardt auch immer tut, Nachdenken und die Beurteilung von Fakten scheint nicht seine Stärke zu sein. Die Behauptung, wir seien sie letzten 50 Jahre nicht glücklicher geworden, spricht schon für sich. Ich bedauere den guten Mann da ja mal, aber er muss das ja nicht auf andere übertragen. Ihm scheint auch nicht bewusst zu sein, dass die Konflikte auf dieser Welt besonders brutal ausgetragen werden, wo es an Smartphones und Steaks mangelt. Den Vorschlag seinen Job hier aufzugeben und nach Somalia auszuwandern, brächte bestimmt Entlastung für diese Welt, zumindest in seinem Sinne, aber das ist wohl doch zviel verlangt,

  58. @Timmi
    Mir läuft mal wieder die Galle über……
    Gestern lief beim Mittagessen nebenbei Formel 1 aus Monaco, im Vorfeld labern ja die Reporter ne Menge Zeuch um irgendwie die Zeit bis zum Rennen auszufüllen, würg.
    Unter anderem erzähle der Reporter auch von den tollen Jachten, die im Industriehafen angelegt hatten und von wo man einen ausgezeichneten Blick auf die Rennstrecke hätte.
    Es traf sich mal wieder alles was vor Geld und Adel kaum noch aus den Augen gucken konnte, sehen und gesehen werden und wenns geht, den Ferrarie passend zu den Schuhen der holden Gattin.

    Auf Phönix lief vorher eine Reportage über Moskau und wie die dortigen Neureichen völlig ungeniert ihren Reichtum ausleben, einschließlich der Sicherheitsdienste, die den Pöbel abhalten sollten und so manche Wohnanlage in ein Fort Knox verwandelt hatten.

    Ich bin weiß Gott nicht auf diese Menschen neidisch, denn sie schaffen ja auch Arbeitsplätze (so ne 100m Jacht fährt ja nicht von alleine) aber…………

    Ick seh es verdammt nochmal nicht ein, als kleiner Arbeiter wegen den Klimagedöhns und Nachhaltigkeit fast täglich den Gürtel enger zu schnallen, während der Jetset einen auf dicke Hose macht.
    Ick sehe nicht ein, das das ganze Ökogedöhns nur für mich zu gelten hat, während andere das Hundertfache an Resourcen verballern und ick lass mir von solchen irren Aushilfsphilosophen nicht mein bisheriges Leben madig machen, basta….Ende der Durchsage.

    Nochmal zurück zur Moskau-Reportage…….da war ein Typ der jahrelang in Deutschland gelebt hat und wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist. Bei der Frage nach dem „Warum“ meinter er, in Russland kann man jetzt, im Gegensatz zu Deutschland, ganz dicke Geld verdienen, solange man den (wörtlich) Zaren (Putin) politisch nicht in die Quere kommt, geht so einiges in Russland………..eins hat er dann doch noch lobendes erwähnt, das man in Deutschland einfach zum Sozialamt gehen könnte und Geld vom Staat bekommt, was es in Russland ja so nicht gäbe.

    Fazit: Eine volle Verarschung des Volkes………dat schlimme daran, wir machen den Blödsinn ganz freiwillig mit.
    Onkel Heinz……schon am Montag angepisst

  59. @Gerhard Straten #57

    …. das Typische daran ist, dass diese Prediger mit ihren Appellen immer „die Anderen” meinen. Dafür lässt der „Herr Professor” allerdings mal wieder sämtliche Plagen über die sündige Menschheit hereinbrechen, inklusive des Märchens von den abschmelzenden Himalayagletschern. Wer ein waschechter Klimakreationist ist, der lässt sich eben nicht von der Realität aus dem Konzept bringen.

    Interessant ist allerdings seine Antwort auf die Frage, was denn mit den Einnahmen passieren solle, die durch die vom „Herrn Professor” (zur Verhinderung von Kapitalflucht ins Ausland) vorgeschlagenen Ökozölle zusätzlich generiert würden. Sein Vorschlag:

    Ekardt: Die gehen in Entwicklungs- und Schwellenländer, die bei dem System mitmachen, aber nur unter der Voraussetzung, dass sie es für eine eigene grüne Entwicklung nutzen.

    …..ja klar, nur dann, wenn sie bereit sind, ihre Länder mit Windmühlen und Krähenspiegeln vollzupappen. Es geht nicht um Beseitigung von Not und Armut, sondern ausschließlich um den Export der grünsozialistischen Ideologie in die ganze Welt. Und wie nützlich – die Einnahmen, die man vorher in Deutschland abgesaugt hat, fließen zurück als satte Milliardengewinne der NIE-Lobby.

  60. @Onkel Heinz

    Ich bin weiß Gott nicht auf diese Menschen neidisch, denn sie schaffen ja auch Arbeitsplätze (so ne 100m Jacht fährt ja nicht von alleine) aber…………

    …und bitte den Koch nich vergessen, die wollen ja schließlich net hungrig in ihre Hängematte kriechen.

  61. @Onkel Heinz

    …..und immer dieselben Verzichtsparolen: der Pöbel soll net so viel fressen (besonders Fleisch, is schlecht für’s Weltklima), im Winter net so viel heizen (ein dicker Pulli tut’s auch, außerdem gibbed ja eh bald keine Winter mehr)….. und eins gehört vor allem abgeschafft: dass der Pöbel mit seinen stinkenden Autos (CO2-Schleudern) die Straßen verstopft. Schließlich war es früher auch nur dem Kaiser und seinen Vasallen vorbehalten, sechsspännig zu fahren. Der Plebs hatte gefälligst zu Fuß hinterher zu rennen. Und dieses jahrhundertelang bewährte Prinzip hat bitteschön wieder zu gelten, das wolle mer doch mal festhalten.

  62. @Timmi
    Ick fress wat mir schmeckt und jeder der mich daran hindern will…………..?$%&.
    Ick bin gezwungen mein eigenes KFZ zu benutzen, weil der öffentliche Nahverkehr nur ein dummer Treppenwitz ist.
    Ick mache Urlaub im Ausland, weil ick wenigstens mal 2 Wochen nicht die deutschen MItbürger ertragen will. (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    Uuuund, ick hab keinerlei schlechtes Gewissen dabei und werde mir auch zukünftig selbiges nicht einreden lassen, basta. Solange diese Typen, die uns den hochgradigen Verzicht predigen, weiterhin einen auf dicke, finanzielle Hose machen, solange zeige ich denen auch ungerührt den Stinkefinger und das ist auch gut so.
    Das Leben ist ansich eh viel zu kurz und kann auch ganz schnell über den Jordan gehen, also genieße ich die Zeit die mir bleibt in vollen Zügen, Nachhaltigkeit kann ich dann anschließend lange genug in der Urne praktizieren.
    Onkel Heinz…….fatal bis zur Schmerzgrenze

  63. @Onkelchen

    Gestern lief beim Mittagessen nebenbei Formel 1 aus Monaco…

    Hast Du ein anderes Rennen gesehen? Bei mir lief gestern F1 aus Valencia 😉

  64. @Martin Frank

    Valencia, Monaco -- Hauptsache Italien … 😉

    Tschuldigung „Onkelchen“ 🙂

  65. @Martin + Karlchen

    Ups….wo ihr dat so sagt………und ick hatte mich schon irgendwie gewundert, wo der Tunnel abgeblieben ist.
    Schon Scheiße, wenn man nur mit einen viertel Ohr hinhört.
    Wisst ihr, was mich jetzt nachträglich wirklich erschreckt?
    Das mein Gehirn, bei den ganzen sinnlosen Redeschwall des Reporters, ausgerechnet diesen einen Satz aktiv herausgefiltert hat.
    Irgenwie beängstigend, wie weit die Vorkonditionierung schon fortgeschritten ist.

    Onkel Heinz…muss mal tief in sich gehen

  66. Ach übrigens deutscher Politzwerge, in der FAZ steht gerade ein geiler Artikel…..

    Altmaiers Traumatherapie
    Der UN-Gipfel hat ein Nachspiel

    Der Bundesumweltminister wurde in Rio brüskiert. Künftig setzt er auf die „Koalition von Willigen“. Eine Strategieänderung der Umweltdiplomatie. Was heißt das? ….

    Brasiliens Regierung hatte in einer Nacht- und Nebelaktion vor dem Ministersegment die entscheidenden Veränderungen vorgenommen, sämtliche umstrittenen Klammertexte – und damit viele halbwegs konkreten Zielsetzungen – herausgenommen und hatte offensichtlich die feste Absicht, diesen Text den 193 Regierungschefs und Ministern lediglich zur Unterschrift vorzulegen. Von einer heftigen Reaktion insbesondere der deutschen Delegation und einem rüden Umgangston der Gastgeber in der folgenden Sitzung war danach die Rede. Und am Ende war man bei den umweltpolitisch ambitionierteren Ländern schon froh, dass etwa das monatelang vorbereitete Grundsatzprojekt „Green Economy“ als Paragraphen-Skelett übrig geblieben ist. ….

    Doch die Enttäuschungen auf dem Nachhaltigkeitsgipfel haben die schon im Vorfeld beklagten Schwierigkeiten verstärkt, eine klare umweltpolitische Linie hinzukriegen, die die deutsche Energiewende stützen. Teure Investitionen in den Umweltschutz zahlen sich nur aus, wenn auch die anderen am Wettbewerb teilnehmen
    .

    Das ganze in Kurzform…….da wurden so einige aus ihren Luftschlössern heruntergeschossen.

    H.E.

  67. @ Heinz:

    😀
    Die BRICS-Staaten, also die Global Player von morgen (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) sind die letzten, die sich vor den deutschen Karren spannen lassen.
    Die sind hungrig und wollen auch mal so gut leben wie wir. Für unsere Öko-Politik haben die nur ein verständnisloses Kopfschütteln übrig und globalen ‚Klimaschutz‘ sehen die nur als ein perfides Mittel der ‚alten‘ Industriestaaten, sich lästige Konkurrenz vom Hals zu halten.
    Ein Mensch, der das nicht kapiert, verdient die Berufsbezeichnung ‚Politiker‘ nicht.
    Und was die ‚Brüskierung‘ eines deutschen Umwelministers betrifft: Es geht denen am Hintern vorbei, ob ein Herr Altmaier sich brüskiert fühlt -- siehe Chinas Reaktion auf CO2-Gebühren für Fluglinien.

  68. @ Tritium #67

    und globalen ‘Klimaschutz’ sehen die nur als ein perfides Mittel der ‘alten’ Industriestaaten, sich lästige Konkurrenz vom Hals zu halten.

    Womit die garnicht so Unrecht haben.
    Der Rest der Welt hat längst die Ambitionen der Europäer –insb. `tschlands- durchschaut. In Rio wollten die längst abgetakelten und leckgeschlagenen Fregatten des letzten Jahrhunderts nochmals ihre längst verschlissenen und verdreckten Flaggen kräftig wehen lassen. Jetzt wundern sich die irren Öko-Kapitäne, dass sie von den Lachsalven der ehemaligen Kolonien versenkt werden.

  69. OT

    Mein defaitistischer Vorschlag zum Forum: Vier Wochen Sauregurkenzeit. Regeneration & Sendepause!?

  70. @nLeser
    Defaitismus

    Der Begriff Defätismus (französisch défaitisme, von défaite, „Niederlage“; veraltet bzw. schweizerisch auch Defaitismus) bezeichnet die Überzeugung oder das Gefühl, dass keine Aussicht auf Erfolg (z. B. auf Sieg) besteht, und eine daraus resultierende starke Neigung, aufzugeben.[1]
    Der Ausdruck entstand während des Ersten Weltkrieges in Frankreich und bezeichnete ursprünglich den Vorwurf des systematischen Nährens von Mutlosigkeit, Resignation und Zweifel am militärischen Sieg in den eigenen Reihen. Als Mittel der gegnerischen psychologischen Kriegführung verdächtigt, wurde solches Verhalten von Militärtribunalen manchmal hart sanktioniert.
    Heute wird der Begriff eher im Zusammenhang mit Zukunftspessimismus oder einem systematischen „Schlechtreden“ von gesellschaftlichen und politischen Umständen benutzt. Das Vorkommen des Worts in den deutschsprachigen Medien stieg kurzzeitig an, nachdem der damalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder im Oktober 2003 Kritik an seiner Agenda 2010 als Defätismus bezeichnet hatte.
    Als moralischer Defätismus wird ein Defätismus bezeichnet, der nicht daran glaubt, dass (eigenes/fremdes) gutes Handeln möglich ist.

    Hau doch nich immer solche Fremdwörter in die Runde………Onkel Heinz muss dann immer erst nach Erklärungen suchen.

    H.E.

  71. Total OT

    Liebe Forumsleser und Forumsleserinnen,
    Mitstreiter und Mitstreiterinnen,
    Skeptiker und Skeptikerinnen,
    es raschelt überall im Walde.
    Vielleicht gibt es das schon länger, aber mir ist es erst vor kurzen aufgefallen.

    Ist es Euch (m/w) auch aufgefallen?
    Da sucht Aldi Auszubildende als Lagerist, Verkäufer usw.
    Andere Firmen suchen Softwareentwickler.

    Was fehlt? Sie suchen keine Lageristinnen oder Entwiklerinnen. Die weibliche Form fehlt!

    Am Ende, ganz klein, findet man folgenden Hinweis:
    „Aus Gründen der Lesbarkeit sind in dem Stellenangebot nicht die männliche und weibliche Sprachform nebeneinander aufgeführt. Bewerbungen sind gleichermaßen von Frauen und Männern erwünscht.“

    Man will nicht mehr politisch korrekt sein. Selbst im Kleinen (wobei Aldi nicht klein ist) sträubt man sich gegen PC (political correctness)

    Martin

  72. @Martin Frank

    ….wobei diese Angaben in Stellenanzeigen lt. §11 AGG gesetzlich vorgeschrieben sind. Der Zusatz „m/w” oder dgl. muss also nicht vordergründig neben der Berufsbezeichnung stehen, generell aber im Text der Stellenanzeige enthalten sein. Da bietet sich natürlich das „Kleingedruckte” an, um solche albernen Formulierungen zu platzieren.

    Bewerbungen sind gleichermaßen von Frauen und Männern erwünscht.

    ….hi hi, trotzdem Pech gehabt, liebe Kinderinnen und Kinder, das ist dann auch schon wieder „diskriminierend”, denn es könnten sich z.B. intersexuelle Personen benachteiligt fühlen….. und wenn sich dann erst noch die Tierrechtler zu Wort melden (knurr!!!), wird’s ganz finster….

  73. Lieber Martin

    Wenn es jetzt auch völlig abwegig klingt, find ick Dein OT irgendwie passend zum Thema.

    Passiver und aktiver Widerstand gegen von oben verordneten Gender-Mainstream-Wahn, Gleichstellungsgedöhns, freiwillige Gleichschaltung, Fraktionszwang, ………u.v.m.
    Gender-Mainstream…….die allermeisten Frauen in meinen Umfeld habe die Schnauze voll von diesen Gedöhns, der inzwischen von interessierten Kreisen zum Geschlechterkampf hochstilisiert wird.
    Die heutige Frau hat genug Selbstbewusstsein/Selbstvertrauen und weiß in der Regel was sie will……da müssen keine verknitterten Aktivistinnen mehr die Peitsche schwingen, im Gegenteil geht das den meisten Frauen nur noch tierisch auf den Sack. (hihi)

    Widerstand……wenn wir dieses Sprachgedöhns einfach nicht mehr mitmachen, Widerstand…..wenn jeder von uns sich ein kleines Stückchen wehrt gegen den alltäglichen Irrsinn.

    Wenn ein Vegetarier glaubt Dir in der Gaststätte einen Vortrag halten zu müssen, gib ihn eine deutliche Abfuhr.
    Wenn Dir ein militanter Nichtraucher im Freien auf die Pelle rückt um Dich zu massregeln, gib ihn eine deutliche Abfuhr.
    Wenn Dir jemand vorschreiben will etwas nicht zu tun, obwohl es gesetzliche erlaubt ist, gib ihn eine kräftige Abfuhr.

    Lass es nicht zu, das die „Diktatur der Gutmenschen“ Dein Leben beeinträchtigt, lass es nicht zu, das diese Verbotshanseln die Oberhand bekommen, denn in Wirklichkeit ist es nur eine kleine, laut schreiende Gruppe von Menschen, die der Mehrheit ihre irren Ideen aufzwingen will.

    Ähmm, sind wir hier auf diesen Blog auch ein kleiner Teil des aktiven Widerstandes…….und das ist auch gut so.

    Na wenn das jetzt keine Provokation war, dann weiß ich auch net mehr weiter.
    H.E.

  74. @Onkel Heinz

    Die heutige Frau hat genug Selbstbewusstsein/Selbstvertrauen und weiß in der Regel was sie will….

    ….an den anderen Tagen nich?

  75. @Tim
    da hat Onkelchen doch recht .. 😉

  76. @Onkel Heinz

    …..denn in Wirklichkeit ist es nur eine kleine, laut schreiende Gruppe von Menschen, die der Mehrheit ihre irren Ideen aufzwingen will.

    in diesem Zusammenhang auch nochmal der Hinweis auf den Artikel bei EIKE:
    Rio 20 + Ergebnis: „Nachhaltige Gerechtigkeit” = Umverteilung des Mangels

    mit dem dazu passenden Kommentar von Franz Zuber:

    Was die „Civil Society Reflection Group on Global Development Perspectives“ anstrebt, ist nichts weniger als Hochverrat an den Prinzipien der Demokratie. Eine kleine Gruppe sich als „Elite“ missverstehender Grün-Aktivisten will der gesamten Menschheit Vorschriften machen, die nicht mehr hinterfragt werden dürfen. Diese diktatorischen Anwandlungen unseliger „Gutmenschen“ müssen unbedingt verhindert werden, da sie einen rotzfrechen und kriminellen Anschlag auf die die freiheitlichen Verfassungen hochentwicklter Gesellschaften darstellen. Die Oligokratie der Grün Wahnsinnigen DARF NIE ENTSTEHEN!

  77. achgut.com (Peiser):

    Stoppt die Energiewende: Schiefergas ist die Zukunft

  78. Es werden immer mehr

    Fast 800.000 Deutsche können Strom nicht bezahlen

    Erst wird den Verbrauchern der letzte Cent aus der Tasche geholt um die Windbeutel und Krähenspiegel-Fetischisten zu mästen, um anschließend die Verbraucher mit den abgepressten Penunzen zu subventionieren.
    Das ist planwirtschaftliche Selbstbefriedigung im Reinformat.

    Wie sagte doch der Umwelt(Alt)maier –frei interpretiert-?
    „Wer den Strom nicht mehr bezahlen kann, der braucht auch keinen.“
    Oder anders herum: „Steigen die Stromkosten um 100%, dann muss eben 100% an Strom eingespart werden.

    Hurra wir verblöden und die Energiewende ist der schnellste Weg ins Nirwana.

    Der Moosgeist hat noch einige Hindenburg-Lichter aus der Zeit ..44 bis ..46. Die kommen demnächst zu neuen Ehren.

  79. @moosi

    „Wer den Strom nicht mehr bezahlen kann, der braucht auch keinen.“

    ….oder frei nach Marie Antoinette: „Wenn’s kan Brot hab’n, dann sollen’s halt Kuchen fressen!”

  80. SPIEGELEI-Online:
    Bund und Länder einigen sich auf Kürzungen

    Bei den geplanten Kürzungen soll es Abmilderungen geben. So soll es für größere Dachanlagen (10 -- 40 Kilowatt) nicht so starke Einschnitte geben wie zunächst geplant. Für diese Photovoltaikanlagen, die etwa auf Bauernhöfen oder Lagerhallen angebracht werden, wird demnach eine eigene Förderkategorie geschaffen. Auf 20 Jahre garantiert könnte es hierfür 18,50 Cent je Kilowattstunde geben. Bei anderen Anlagen soll es bei Kürzungen um 20 bis über 30 Prozent bleiben. Kleine Dachanlagen erhalten demnach künftig 19,50 Cent je Kilowattstunde. Bisher sind es 24,43 Cent.

    Die Stromkunden-Deppen sollen also net mehr ganz so dolle sondern nur noch ein bisschen ausgeplündert werden…. Dat is doch schon mal’n Fortschritt!

  81. achgut.com (Peiser):

    Grüne Rebellen tanzen den Techno-Beat

    Sie haben nichts gegen Atomkraft, Genpflanzen oder gar gegen Fracking. Eine Gruppe britischer Umweltschützer setzt neue Diskussionsakzente

    „Atomkraft – Ja, bitte!“ Kann das denn wahr sein? Werden die Grünen jetzt die Atomkraft gutheißen? Schwer vorstellbar, aber innerhalb der grünen Bewegung findet gerade eine Revolution statt. Nach Jahrzehnten erbitterter, ja hysterischer Gegnerschaft zu neuen Technologien wie gentechnisch veränderten Lebensmitteln und der Atomkraft lehnt eine neue Generation technokratischer Grüner die reine Lehre der Bewegung ab…..

  82. @Tim #81

    Dat ist eine volle Klatsche in die Fresse einheimischer grüner Anti-Atomfreaks, nun auch noch von britischen Grünlingen nach Strich und Faden verraten zu werden.

    Bin mal gespannt, wie unsere Bessermenschen darauf reagieren werden.
    H.E.

  83. @Onkel Heinz #82

    …..hi hi, genau, diesmal geht die Torte von Lynas in die entgegengesetzte Richtung, vor einigen Jahren hieß seine Zielscheibe noch Bjørn Lomborg .

  84. @79 Tim Hardenberg

    Halbwegs gesichertem Wissen zufolge wurde der Satz von Jean-Jacques Rousseau um 1766 kreiert.
    (Nachzulesen in seiner Autobiographie “Les Confessions”, 1782)
    Ist übrigens das Paradebeispiel einer Wanderanekdote, wurde auch anderen Damen der Hocharistokratie gerüchteweise nachgesagt.

    So angenehm sich Tendenzen in anderen Ländern auch ahören, der grüne Beton hierzulande ist leider auch „deutsche Wertarbeit“. Die Phalanx der grünen und linken gutmenschlichen Idioten, Ignoranten und Ideologen steht gegen das Heer der uninformierten und uninteressierten deutschen Durchschnittsbevölkerung. Und der verheerende Einfluss unserer sogenannten „Medieneliten“ sorgt dafür, dass das auch so bleibt.

    Bei mir im Hochwesterwald geht zur Zeit die Post ab hinsichtlich Ausbau der Windenergie. Nachdem die Landesregierung die Naturschutzgesetzgebung aufgeweicht hat, beschließen die Verbandsgemeinden im Wochentakt Änderungen in den Flächennutzungsplänen zur Ausweisung neuer „windhöffiger“ Standorte für WKA. Und die übergroße Mehrheit der Gemeindevertreter ist dafür. Ich könnte nur noch kochen mit tz… Klar, im Westerwald, da pfeift der Wind so kalt…

    Falls das militärhistorische Hintergrundmaterial politisch nicht korrekt ist -- mir geht’s um das Lied!

    Dietmar Burow

  85. Apropos Rousseau…

    Was ihn mit den heutigen Ökos am meisten verbindet, war sein Maulheldentum, gepaart mit prsönlicher Unfähigkeit und Verantwortungslosigkeit:
    Er schrieb lange Traktate über die Kindereziehung (‚Emile‘) und wollte damit anderen vorschreiben, wie sie Ihren Nachwuchs zu behandeln haben.
    Seine eigenen fünf Kinder dagegen gab er im Waisenhaus ab, weil sie ihm lästig waren.

  86. Vor einigen Tagen schrieb ich hier in # 51:

    Die grösste Gefahr für die europäische Ölversorgung sehe ich eher in einer Entfremdung von den USA, die durch die neuen Fördermöglichkeiten sowieso immer unabhängiger von Ölimporten werden und infolgedessen immer weniger Grund haben, die westeuropäischen Staaten zu unterstützen.

    Passend dazu:

    USA befreien sich aus Umklammerung der Ölscheichs

    Neue Technologien bei der Erschließung von Rohölvorkommen machen es möglich, dass Amerika seine Abhängigkeit vom Nahen Osten reduziert. Bis zum Ende des Jahrzehnts, so prognostizieren Energieexperten jetzt, wird die Ölabhängigkeit gegenüber den Golfstaaten halbiert, bis 2035 sogar fast komplett verschwunden sein.
    Die USA geben seinen Angaben zufolge jährlich 50 Milliarden Dollar für den Schutz von Öllieferungen aus….Wenn die USA zunehmend ihren Energiebedarf im eigenen Land stillen könnten, dann könnte es sich die Nation mit der Zeit auch erlauben, die Außenpolitik weniger auf diese unberechenbare Region zu konzentrieren.

    Hier wird die Realität der nächsten Jahrzehnte vorgezeichnet. An diesen Realitäten hat sich eine zukunftsorientierte Energiepolitik auszurichten, nicht an den Tagträumen von schwafelnden ‚Ethikräten‘.

  87. Nachtrag zu meinem Kommentar #18:

    achgut.com (Lengsfeld):

    Zur Lage der Freiheit in Deutschland

    …..Im zweiten Namensartikel, diesmal im bürgerlich geltendem „Tagesspiegel“, forderte der norwegische „Klimaberater“ Jorgen Randers die Ersetzung der demokratischen Institutionen durch einen „guten Diktator“. Demokratische Parlamente lösten langfristige Probleme nicht, weil sie gewählt werden müssen. Deshalb brauchten „wir“ einen „Diktator auf Zeit“, der notwendige Entscheidungen treffen könnte, deren Vorteil in der Zukunft liege und die Kosten in der Gegenwart verursachten. Der Kapitalismus sei wegen seiner „Kurzfristigkeit“ nicht geeignet, das Klimaproblem zu lösen. Wenn die Parlamente die Märkte regulieren wollten, würden sie vom Wähler daran gehindert.

    Als vorbildliche Ausnahme nennt Randers Deutschland, das mit Atomausstieg und Energiewende die Weichen richtig gestellt hätte. Die Langfristigkeit dieser Entscheidung wäre aber zweifelhaft, deshalb brauche man einen „wohlmeinenden Diktator“. In dieser Wortwahl versteckt sich die Fratze Stalins, der sich gern als „Chosjain“, Hausvater, titulieren ließ und der ebenfalls der Meinung war, dass die gegenwärtigen Generationen jegliches Opfer für das Glück der Zukünftigen zu bringen hätten.

    Randers, der selbst gern ein „wohlmeinender Diktator“ wäre und versichert, er würde fünf Jahre brauchen, um alle notwendigen Entscheidungen zu treffen und dann zurücktreten, bemüht die KP Chinas und die EU- Kommission als gelungene Beispiele. Die KP Chinas hätte Entscheidungen zum nutzen zukünftiger Generationen getroffen deshalb wäre Es „nicht so schlimm“, wenn die Landrechte „einiger“ Menschen verletzt würden, um den Baufortschritt nicht zu bremsen. Für den Drei –Schluchten- Staudamm wurden bekanntlich Millionen Menschen zwangsumgesiedelt, das spielt für Randers keine Rolle. China habe das Klimaproblem gelöst. Und weil das so ist, kann es auch jeden Tag ein neues Kohlekraftwerk eröffnen, ohne dass dies den wohlmeinenden Klimaschützer stört…..

    Bitte unbedingt den gesamten (sehr langen) Artikel von Vera Lengsfeld lesen!

  88. #87 Zum Thema „wohlmeinender Diktator“ paßt das Zitat (Motto eines gewissen Gorgasal)

    Defender la civilización consiste, ante todo, en protegerla del entusiasmo del hombre. -- Nicolás Gómez Dávila, Escolios a un Texto Implícito

    „Die Zivilisation verteidigen heißt in erster Linie, sie vor dem Enthusiasmus des Menschen zu schützen.“

  89. Hurra, hurra, die Energiewende schafft neue Arbeitsplätze!

    Regierung baut Personal für Energiewende auf

    Die Bundesregierung sieht den bereits vorhandenen Beamtenapparat mit dem Mammutprojekt Energiewende überfordert. Deshalb baut sie jetzt massiv Personal in den zuständigen Behörden und Ministerien auf. Nach Informationen des Handelsblatts (Freitagausgabe) aus Regierungskreisen werden insgesamt 260 zusätzliche Stellen besetzt. Davon entfallen jeweils 40 Beamte auf die Häuser von Bundwirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU). Der Hauptanteil von 180 neuen Planstellen wird der Bundesnetzagentur zugeschlagen.

  90. @ Tim Hardenberg #89

    Na sowas, 260 zusätzliche Sesselfurzer. Das ist aber schlecht für das Klima. Da war doch mal was mit Klimakatastrophe durch Fürze. Wenn das mal gutgeht. 😉

  91. Na sowas, 260 zusätzliche Sesselfurzer. Das ist aber schlecht für das Klima. Da war doch mal was mit Klimakatastrophe durch Fürze. Wenn das mal gutgeht. 😉

    In der Tat, hier zeigt sich, dass der etwas in die Jahre gekommene Begriff „CO2-Fußabdruck“ schon lange nicht mehr ausreicht. Man kann aber davon ausgehen, dass ein Teil der neuen Planstellen gerade damit befasst sein wird, die Entwicklung und Erprobung neuer Büromöbel mit klimaneutralen Eigenschaften (z. B. Drehsessel mit Methanrückgewinnung), sowie der passenden Kommunikationsparadigmen voranzutreiben.

  92. Für alle, die es heute morgen verpasst oder bis jetzt noch nicht gesehen haben:

    IM DIALOG: Alfred Schier im Gespräch mit Gertrud Höhler (u.a. auch zur deutschen Energiewende)

    »Angela Merkel arbeitet am Zerfall der Demokratie«

    httpv://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=rKHBAEfcqik

  93. …..upps, Einbetten des Videos klappt net, hier ist der Link.

  94. Danke für den Link, Tim.

    Es tauchen in diesem Gespräch eine Reihe von interessanten Aspekten auf, auch in Hinblick auf die Situation in der Medienlandschaft. Und es ist ja in der Tat bemerkenswert, dass wenn es um Merkel geht, man beinahe den Eindruck gewinnen kann, es mit einer Hofberichtserstattung zu tun zu haben. Wenn ich hier einen Vergleich zu früheren Kanzlern ziehe, die sich ja immer massiver Kritik von der anderen Seite ausgesetzt sahen, so wird Mekel doch durchgängig von den Medien unterstützt und Kritik kommt selbst von der Gegenseite eher homöopathisch. Ich kann mir da noch keine Erklärung dafür geben, und an Verschwörungen glaube ich nicht, wie ja bekannt ist.

    Bei H-Soz-U-Kult wird ein Buch besprochen mit dem Titel: „Von der Politisierung der Medien zur Medialisierung des Politischen? Zum Verhältnis von Medien, Öffentlichkeit und Politik im 20. Jahrhundert.“ Einleitend heißt es dort:

    Das Verhältnis von Medien und Politik ist eine Zweckgemeinschaft: beide benötigen den jeweils anderen. Während Politik für die Medien einen wichtigen Nachrichtengegenstand bildet, verstehen Politiker die Medien als Möglichkeit, Botschaften zu senden und Stimmungen zu eruieren. Die Frage, ob eine Phase der Politisierung der Medien durch einen Prozess der Medialisierung des Politischen abgelöst wurde, stellt sich der vorliegende Sammelband.

    Doch besonders hellhörig bin ich hier geworden:

    Classen zeigt dabei die Grenzen der Fiktionalisierung der Politik im Genre des deutschen Spielfilms nach dem Zweiten Weltkrieg im Kontrast zu den politischen Visualisierungen in den USA und zum Nationalsozialismus auf. Solch ein kulturgeschichtlicher Zugang verdeutlicht die Vielschichtigkeit des Untersuchungskomplexes ebenso wie die Erweiterung auf das journalistische Genre des Boulevards, den Susanne Kinnenbrock und Helene Bilandzic vornehmen.

    Dies betrifft meines Erachtens nach die politische Komponente der Unterhaltung. Und wie über den Boulevard Wervorstellungen beeinflusst werden können.

    Ich bin da diesbezüglich noch am Anfang meiner Überlegungen, vielleicht wird da mal ein eigener Text daraus, momentan habe ich aber noch keine richtigtige Ahnung warum das geschieht was geschieht.