Andreas Kieling: Erfahrungen mit der Windkraftmafia !!

30. Juli 2016 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artensterben, Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Profiteure, Tierschutz, Windkraft

Der Naturfilmer Andreas Kieling veröffentlichte am 14.07.2016 ein Video auf FACEBOOK und schrieb dazu: „Drama am Himmel, Windkraft ist ein Symbol für saubere, umweltfreundliche Energie. Tote Fledermäuse und Vögel sind ein hoher Preis dafür! Was meint ihr dazu? Bitte teilt das Video so oft wie möglich! Es geht alle Menschen an. Nachdenklich, euer Andreas“

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Diesbezüglich sei nochmal daran erinnert:

Im Frühsommer und Sommer 2015 hatten wir in Deutschland eine Hitzewelle und wochenlange Trockenheit. Herr Hans-Josef Fell (Grüner Politiker und „Physiker“ und einer der „Väter“ des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)) verfasste daraufhin folgende Artikel:

Schwarzstörche verenden wegen Hitze im unterfränkischen Naturpark Spessart — Gegen die Erderwärmung hilft nur der schnelle Ausbau der Erneuerbaren Energien

Der Kampf vieler Naturschutzverbände, wie BUND, NABU, LBV im Einklang mit der Bayerischen Staatsregierung für pauschale Verbote von Windkraft in Naturparks, Biosphärenreservaten, gegen Wasserkraft und andere Erneuerbare Energien wird nur ein weiteres Aufheizen der Erdatmosphäre zur Folge haben. Dann wird es in einigen Jahrzehnten Schwarzstörche, Rotmilane, seltene Flussperlmuscheln und die großen artenreichen Buchenwälder im Spessart, der Rhön, im Odenwald, im Steigerwald und anderen deutschen Mittelgebirgen nicht mehr geben ­– alles windreiche, Höhen der Mittelgebirge, die auch der BUND von Windkraft freihalten will.

Wann endlich begreifen die Naturschutzverbände und die CSU, dass der Kampf gegen die Erderwärmung nur mit dem massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien gewonnen werden kann und nicht mit dem Kampf gegen Erneuerbare Energien vor Ort, wenn sie einseitig den pauschalen Schutz des Landschaftsbildes zur Verhinderung von Windkraft nutzen.

Das Zurückweisen durch den BUND Vorsitzenden Hubert Weiger dieser mit meinem BUND-Austritt verbundenen Argumentation lässt ahnen, dass in den Naturschutzverbänden noch viel Arbeit zu leisten ist, damit sie endlich den Ausbau der Erneuerbaren Energien als existenziellen Beitrag zum globalen Artenschutz und nicht als Bedrohung der Artenvielfalt begreifen.

Berlin, den 30. Juli 2015

Ihr Hans-Josef Fell

Im sehr großen Wald der unterfränkischen Stadt Lohr, im Naturpark Spessart, siedelte letztes Jahr erstmals ein Schwarzstorchpaar an. In diesem Jahr zogen sie drei junge Störche hoch, die dann aber vor wenigen Tagen verendeten. Dehydriert wegen der großen Hitze und der Trockenheit, so ein Experte des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) [nach einem Bericht der Main Post vom 29.7.2015].

Fell: Wer heute aus Gründen der Landschaftsästhetik Erneuerbare Energien ablehnt, hat nichts von der Dramatik der globalen Umweltzerstörung begriffen. Beleuchtet hat diesen Konflikt der jüngste Tod der Schwarzstorchjungen im Lohrer Stadtwald im Spessart. Ein großer Erfolg der Naturschützer war die Ansiedlung eines Schwarzstorchpaares, weshalb sie auch den Bau von Windkraft dort ablehnten. Doch die jungen Schwarzstörche sind nicht am Schlag des Windrades verendet, sondern schlicht vertrocknet in der außergewöhnlichen Hitzeperiode und Trockenheit dieses Sommers, was uns die Klimaerwärmung noch heftiger und häufiger bescheren wird.

Windkraftanlagen stellen kein erhöhtes tödliches Risiko für bedrohte Vogelarten dar. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Umweltbüro KohleNusbaumer in Lausanne veröffentlichte Studie […] Der Bestand des Rotmilans in Deutschland etwa hat in den vergangenen 15 Jahren um 40 % zugenommen, trotz des Baus von 26.000 Windenergieanlagen. Auch die Bestände von Schwarzstorch, Seeadler, Uhu und anderer als windkraft-sensibel geltenden Vogelarten haben sich deutlich erhöht.

Hierzu zu sagen ist, gerade Windkraftanlagen sind eine Hauptgefahrenquelle für den Schwarzstorch und andere bedrohte Großvogelarten. Siehe nachfolgende Grafik:

Vogelverluste-WKA

Zu den Schwarzstörchen und Verlusten durch Windkraftanlagen gibt es folgende Statistik:

Schwarzstorche und Windkraftanlagen: Die Bilanz

Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Staatliche Vogelschutzwarte
Buckower Dorfstraße 34
14715 Nennhausen / OT Buckow
Stand 01. Juni 2015

Gefährdung durch WEA:
• Fundkartei: bisher 2 Schlagopfer in D dokumentiert (HE, NRW); darüber hinaus 3 Fälle in Spanien und 1 Fall in Frankreich.
• Das Verhungern aller Nestlinge einer Brut bei Steffenshagen deutet auf Altvogelverluste während der Aufzuchtzeit hin, evtl. durch die 1,7 km entfernten WEA.
• In einer Untersuchung in Spanien war der Schwarzstorch die Art mit dem größten „Risiko-Index“ (27,3 % Beobachtungen an WEA mit Kollisionsrisiko pro Zahl Gesamtbeobachtungen) (LEKUONA & URSÚA 2007).

Lebensraumentwertung:
• Aufgrund der weiten Nahrungsflüge können wichtige Flugwege durch WEA abgeschnitten werden, weshalb ROHDE (2009) nach mehrjährigen Funktionsraumanalysen für einen Restriktionsbereich von 7 km votiert.
• Von sechs auswertbaren Brutvorkommen in BB mit WEA im 3-km-Radius um den Horst hatten fünf schlechten Bruterfolg und/oder waren nur unregelmäßig besetzt; das sechste (1.700 m von WEA) hatte fünf Jahre guten Bruterfolg, seit 2010 jedoch keinen Bruterfolg mehr (davon zwei Jahre unbesetzt).
• Im wichtigsten Schwarzstorch-Gebiet Hessens, dem SPA „Vogelsberg“, das gern als Beispiel für positives Nebeneinander von Schwarzstörchen und Windkraft genannt wird, nahm der Brutbestand mit der schrittweisen Errichtung von 178 WEA von 14-15 BP auf 6-8 BP ab, während in anderen hessischen Gebieten der Bestand stabil oder zunehmend war.
• Ein WP in Niedersachsen wurde durch drei Schwarzstorchpaare in der Umgebung komplett gemieden (SPRÖTGE & HANDKE 2006).

Über Andreas Kieling

Andreas Kieling (* 4. November 1959 in Gotha) ist ein deutscher Dokumentarfilmer, Filmproduzent und Autor mit dem Schwerpunkt auf Natur-, Tier- und Abenteuerthemen.

Andreas Kieling floh 1976 als 16-Jähriger aus der DDR über die Tschechoslowakei und Österreich nach Westdeutschland und wurde dabei beim Durchschwimmen der Donau von einem Grenzer beschossen. Er erlitt einen Steckschuss im Rücken. In Westdeutschland heuerte er von 1977 bis 1980 als Seemann für Überseefahrten auf deutschen Handelsschiffen an. Von 1980 bis 1983 absolvierte er eine Ausbildung zum Berufsjäger in verschiedenen norddeutschen Forstämtern, vor allem in den Revieren Lanze und Lomitz im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Zwischen 1986 und 1990 unternahm Kieling längere berufliche Auslandsaufenthalte: 1988 ein Jahr als Forstberater in der Volksrepublik China und 1989 ein halbes Jahr in Indien und Pakistan. 1991 begann er seine Karriere als Dokumentarfilmer. (Quelle: Wikipedia).

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33 Kommentare
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  1. Dass hierzulande Störche verdursten oder an Hitzschlag sterben halte ich für starken Tobak. Es gibt hier überall Gewässer, die auch in den heißesten Sommern nicht austrocknen. Und dieser Sommer ist nicht einmal sehr heiß. Wenn das einem „menschengemachten Klimawandel“ zugeschrieben wird, ist es doppelter Schwachsinn. Meint der das wirklich ernst?

  2. Ich hätte zum Thema „Störche verdursten in Europa wg. des Klimawandels“ . Zu heiß und trocken ist geworden! Moment mal, wohin fliegen die Störche zum Überwintern? War das nicht Süd- und Westafrika mit Sub-Saharazonen. Man muß die Tiere schon für selten dämlich halten, wenn man ihnen unterstellt, sich in Gebieten niederzulassen, die keine Wasserstellen bieten. Das es hin und wieder mal Trockenzeiten gibt, ist weder für Afrika noch für Europa etwas Neues.

  3. Denn er brütet in großen, stillen Wäldern wie dem Bayerischen Wald, Frankenwald, Oberpfälzer Wald, Steigerwald oder Spessart. Und hier nehmen die Störungen durch Tourismus und intensive Forstwirtschaft zu.

    Quelle
    Gerade im Spessart kommt hinzu, dass dort die A3 massiv umgebaut wird, Trassen verlegt werden, von 4 auf 6 spurig ausgebaut wird. Wer vor 10 Jahren auf der A3 durch den Spessart fuhr erkennt das heute nicht wieder und die Umbauten sind nicht zu Ende, im Gegenteil.

  4. @Andreas #2

    , wenn man ihnen unterstellt, sich in Gebieten niederzulassen, die keine Wasserstellen bieten.

    Zumal der Main definitiv nicht ausgetrocknet ist, der sich durch den Spessart meandert.

  5. @Krishna

    Zumal der Main definitiv nicht ausgetrocknet ist, der sich durch den Spessart meandert.

    Und auch nicht die Lohr bei der Stadt Lohr, direkt neben den Schwarzstörchen von Herrn Fell. 😉

    Bei uns im Norden haben gemäß meinen Zählungen übrigens ca. 1/4-1/3 der Weißstorche das Brutgeschäft wegen des nassen und kühlen Sommers eingestellt.

  6. Und Schwarzstorche brüten auch in Spanien, Griechenland, Türkei, Iran, Irak, Afghanistan, Südafrika und verdursten dort auch nicht.

  7. @Micha
    Schwatstörsche verdursten am ehesten am Magenverschluss durch verlehmtes Futter.
    Quelle, Seite 52

  8. Die Windkraftmafia baut hier im windschwachen Hohenlohe nicht gefährlich nahe am Waldrand, sondern rodet gleich den Wald und baut im Wald. Vergiftete Greifvögel sorgen für das passende Gutachten: Keine schützenswerten Vögel vorhanden.
    Und bleibt der Mensch auch auf der Strecke, ein Lebensrecht für jede Schnecke. Das gilt nur für die Verhinderung von Planungen der „Großindustrie“ der Bahn und Landesbauämter (Straßenbau). „Grüne“ Bauten sind ideologisch willkommen, da gilt der Naturschutz nicht mehr. Gut daß sich ein bekannter Naturfilmer so deutlich äußert und auf das zweierlei Maß hinweist.

  9. Gut daß sich ein bekannter Naturfilmer so deutlich äußert und auf das zweierlei Maß hinweist.

    Der hat auch schon seine Erfahrungen mit der DDR 1.0 gemacht und ist deshalb mit 16 geflohen und möchte bestimmt keine neuen Verhältnisse DDR 2.0 haben. 😉

  10. Beim lesen einiger Kommentare frage ich mich echt was die Leute wollen…
    Also lasst uns die AKWs und Kohlekraftwerke wieder anschmeissen! Die waren wohl besser für die Umwelt!

  11. @ Malte: Da muss nichts „wieder angeschmissen“ werden, die laufen nämlich noch. Und werden das auch in Zukunft tun, wenn die Deutschen nicht mehrheitlich beschließen in Zukunft auf Elektrizität verzichten zu wollen. Sie sind dem Mythos aufgesessen, dass man mit Wind und Sonne auch nur ein einziges Dampfkraftwerk ersetzen könnte. Die Energiewende hat bis dato nämlich nur eines bewiesen, nämlich dass dies nicht der Fall ist.

  12. @Malte ich wiederhole mich mal scheint ja für Aufklärung zu sorgen.

    Ich schrieb schon mal ( http://www.science-skeptical.de/blog/photovoltaik-der-kostentreiber-der-energiewende/0015211/#comment-1793768 ) :

    https://www.energy-charts.de/power_inst_de.htm

    Wahrscheinlich nicht wirklich von denen beabsichtigt, aber hier sieht man deutlich woher wir unseren Strom real bekommen

    2002 ~ 102 GW installiert an nicht volatilen Erzeugern
    2015 ~ 102 GW installiert an nicht volatilen Erzeugern

    2002 ~ 12,28 GW installierte Leistung volatil (Wind/Sonne)
    2015 ~ 83,48 GW installierte Leistung volatil (Wind/Sonne)

    2002 ~ 587 TWh Bruttostromverbrauch
    2015 ~ 597 TWh Bruttostromverbrauch

    Da sieht man sehr deutlich was die hochgepriesenen Windindustrieanlagen und Photovoltaikanlagen nämlich nicht tun: Leistung ersetzen!
    Es wird nur eine hoch subventionierte Zweitkapazität errichtet, die die eigentliche Kapazität nicht ersetzen kann.

  13. Alfonso sagt # 11

    @ Malte: Da muss nichts „wieder angeschmissen“ werden, die laufen nämlich noch. Und werden das auch in Zukunft tun, wenn die Deutschen nicht mehrheitlich beschließen in Zukunft auf Elektrizität verzichten zu wollen. Sie sind dem Mythos aufgesessen, dass man mit Wind und Sonne auch nur ein einziges Dampfkraftwerk ersetzen könnte. Die Energiewende hat bis dato nämlich nur eines bewiesen, nämlich dass dies nicht der Fall is

    @Alfonso

    Und was ist mit diesen 12

    Siehe hier.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article121488183/Zwoelf-Kraftwerke-duerfen-jetzt-stillgelegt-werden.html
    Die Stromversorger wollen ihre Kraftwerke loswerden. Viele rentieren sich nicht mehr. 28 Kraftwerksblöcke sind bei der Bundesagentur zur Abschaltung gemeldet. Zwölf sind bereits genehmigt

    MfG

  14. @Hans Diehl:
    Der Artikel auf den Sie verlinken ist von 2013!

    Die Angaben von Herrn Baumann sind von 2015.

  15. Herr Diehl buddelt was aus 2013 aus, mmhh 28 Kraftwerke mit zusammen ~7GW (real waren es glaube ich 6.7GW) vielleicht solte man erwähnen das diese 12 Kraftwerke im Norden standen und das Kraftwerk was ich von hier aus über Deiche und Elbe sehen kann (Moorburg) ist 2014 in Betrieb gegangen mit alleine 1,7GW E-Leistung.

    Und wie wir am meinem Post in #12 sehen kann sinkt die installierte nicht volatile Leistung in Deutschland nicht
    wie ich auch da schon schrieb, zeigt das: WIND UND SOLAR ERSETZT NICHT, SONDERN IST EINE HOCH SUBVENTIONIERTE ZWEITKAPAZITÄT .

  16. Krumeg sagt # 14

    @Hans Diehl:
    Der Artikel auf den Sie verlinken ist von 2013!
    Die Angaben von Herrn Baumann sind von 2015.

    @ Krumeg

    Schauen Sie mal was der Alfonso geschrieben hat.

    Alfonso sagt # 11

    Sie sind dem Mythos aufgesessen, dass man mit Wind und Sonne auch nur ein einziges Dampfkraftwerk ersetzen könnte. Die Energiewende hat bis dato nämlich nur eines bewiesen, nämlich dass dies nicht der Fall ist.

    Da hatten wir doch auch schon Sonne und Wind, oder ????

    Mfg

  17. Na Herr Diehl, wollen wir wieder nicht die Faktenlage sehen …noch mal für ganz blinde #12 und merkbefreite:

    [blockquote]https://www.energy-charts.de/power_inst_de.htm

    Wahrscheinlich nicht wirklich von denen beabsichtigt, aber hier sieht man deutlich woher wir unseren Strom real bekommen

    2002 ~ 102 GW installiert an nicht volatilen Erzeugern
    2015 ~ 102 GW installiert an nicht volatilen Erzeugern

    2002 ~ 12,28 GW installierte Leistung volatil (Wind/Sonne)
    2015 ~ 83,48 GW installierte Leistung volatil (Wind/Sonne)

    2002 ~ 587 TWh Bruttostromverbrauch
    2015 ~ 597 TWh Bruttostromverbrauch

    Da sieht man sehr deutlich was die hochgepriesenen Windindustrieanlagen und Photovoltaikanlagen nämlich nicht tun: Leistung ersetzen!
    Es wird nur eine hoch subventionierte Zweitkapazität errichtet, die die eigentliche Kapazität nicht ersetzen kann.[/blockquote]

  18. Andreas Baumann sagt # 17

    Da sieht man sehr deutlich was die hochgepriesenen Windindustrieanlagen und Photovoltaikanlagen nämlich nicht tun: Leistung ersetzen!

    @Baumann
    Sie sprechen doch von installierter Leistung. Woher wissen Sie, dass die auch eingesetzt wird.

    Andreas Baumann sagt

    Es wird nur eine hoch subventionierte Zweitkapazität errichtet, die die eigentliche Kapazität nicht ersetzen kann.

    @Baumann

    Die Energiewende ist doch auch noch nicht abgeschlossen. Wenn Sie ein Haus bauen, geben Sie doch auch nach Fertigstellung des Rohbaues noch nicht die alte Wohnung auf, oder ????

    MfG

  19. @Diehl

    Sie sprechen doch von installierter Leistung. Woher wissen Sie, dass die auch eingesetzt wird.

    Herr Diehl, die installierte Leistung des Kraftwerkparks steigt und steigt, da immer mehr PV und WK zugebaut wurden und die konventionellen Altkraftwerke wegen Systemrelevanz ihre Leistung beibehalten haben. Wenn die Sonne scheint und der Wind weht, dann regeln die konventionellen Kraftwerke runter, oder exportieren mehr. Wenn Sonne und Wind nicht scheinen und wehen, dann produzieren die konventionellen Kraftwerke mit Vollast. Das alles wegen der Überflüssigen PV und WK. Wir haben zwei Kraftwerkparks, bräuchten aber nur den konventionellen. Der EE-Kraftwerkspark kann nur produzieren, wenn die Sonne scheint und der Wind weht und das nicht bedarfsgerecht. So kommt es zu Überkapazitäten, die die Bösenstrompreise purzeln lassen, oder zu Unterkapazitäten, für die die konventionellen immer teurer, wegen fehlender Auslastung, einspringen müssen.

    Die Energiewende ist doch auch noch nicht abgeschlossen. Wenn Sie ein Haus bauen, geben Sie doch auch nach Fertigstellung des Rohbaues noch nicht die alte Wohnung auf, oder ????

    Die Energiewende ist seit 15 Jahren ein Reinfall.

  20. Michael Krüger sagt #ä 19

    Herr Diehl, die installierte Leistung des Kraftwerkparks steigt und steigt, da immer mehr PV und WK zugebaut wurden und die konventionellen Altkraftwerke wegen Systemrelevanz ihre Leistung beibehalten haben. Wenn die Sonne scheint und der Wind weht, dann regeln die konventionellen Kraftwerke runter, oder exportieren mehr. Wenn Sonne und Wind nicht scheinen und wehen, dann produzieren die konventionellen Kraftwerke mit Vollast. Das alles wegen der Überflüssigen PV und WK.

    @ Herr Krüger

    Wie gewohnt wieder nur eine einseitige Betrachtung.

    Vergessen haben Sie, dass wenn die Sonne scheint und der Wind weht keine Rechnung kommt.

    Wenn das sinnvoll im System integriert ist. Sind wir ein ganzes Stück weiter.
    Das meine ich wenn ich sage die Energiewende ist noch nicht am Ziel.

    RWE und EON sind mit ihren neuen Töchtern ja schon dabei, die Phasen, wo Sonne und Wind keine Rechnung schicken, in ein neues Geschäftsmodel aufzunehmen.

    MfG

  21. Vergessen haben Sie, dass wenn die Sonne scheint und der Wind weht keine Rechnung kommt.

    Komisch, neulich als die Sonne schien und zufällig Wind wehte, bekam ich eine Rechnung. Liegt das vielleicht daran, dass die Kosten für Primärenergieträger bei konventionellem Strom kaum ins Gewicht fallen?

  22. Fk9 Pilot sagt # 21

    Komisch, neulich als die Sonne schien und zufällig Wind wehte, bekam ich eine Rechnung. Liegt das vielleicht daran, dass die Kosten für Primärenergieträger bei konventionellem Strom kaum ins Gewicht fallen?

    @ Kk9 Pilot
    Da müssen Sie mal nachfragen bei Ihrem Versorger.

    Mein Versorger hat mir wie folgt geschrieben.
    Zitat:
    Hinsichtlich des Kilowattstundendenpreises gibt es eine erfreuliche Nachricht. Obwohl auch hier Umlagen teils deutlich gestiegen sind, können wir diese Anstiege durch günstigere Beschaffungskosten ausgleichen.
    Die günstigeren Beschaffungskosten wurden möglich durch den weiteren Zubau von EEG Anlagen, deren Produktionsmengen preisdämpfend auf die europäischen Energiebörsen wirken.
    Diesen Beschaffungsvorteil geben wir vollumfänglich an unsere Kunden weiter.
    Diese Weitergabe, wie die erwähnte Umschichtung von Kosten, erlaubt uns eine deutliche Absenkung des Arbeitspreises. Zitat Ende.

    MfG

  23. @Diehl

    Vergessen haben Sie, dass wenn die Sonne scheint und der Wind weht keine Rechnung kommt.

    Doch, die nennt sich EEG-Umlage und ist viel höher als die Produktionskosten und Vermarktungskosten des Stroms. Denn einer muss ja die PV-Module und WKA bezahlen. Die bauen sich nun mal nicht umsonst und auch nicht die Stromnetze. Zudem müssen die Anlagen regelmäßig gewartet werden.

  24. PS

    Und die systemrelevante, konservative Kraftwerksreserve, die vorgehalten werden muss, müssen die Stromkunden dann auch noch zahlen, sowie deren Ertragseinbußen.

  25. Zu Herrn Diehl würde ich vorschlagen: über die Straße helfen immer gerne -- diskutieren geht nicht mehr

  26. Michael Krüger sagt # 23
    Vergessen haben Sie, dass wenn die Sonne scheint und der Wind weht keine Rechnung kommt.

    Doch, die nennt sich EEG-Umlage und ist viel höher als die Produktionskosten und Vermarktungskosten des Stroms.

    @Herr Krüger
    Haben Sie nicht gelesen was mein Versorger geschrieben hat.
    Hier noch einmal:

    Zitat:
    Obwohl auch hier Umlagen teils deutlich gestiegen sind, können wir diese Anstiege durch günstigere Beschaffungskosten ausgleichen..
    Diese Weitergabe, wie die erwähnte Umschichtung von Kosten, erlaubt uns eine deutliche Absenkung des Arbeitspreises. Zitat Ende.
    Trotz EEG Umlage wird der Arbeitspreis billiger.

  27. Diehl, klemmen Sie sich endlich vom Netz ab. Dann bekommen Sie Ihren Strom kostenlos von der Sonne, und die Leser hier müssen Ihren Unsinn nicht mehr lesen. Win-Win-Situation.

  28. Mein Versorger hat mir wie folgt geschrieben.

    Zitat:
    Hinsichtlich des Kilowattstundendenpreises gibt es eine erfreuliche Nachricht. Obwohl auch hier Umlagen teils deutlich gestiegen sind, können wir diese Anstiege durch günstigere Beschaffungskosten ausgleichen.
    Die günstigeren Beschaffungskosten wurden möglich durch den weiteren Zubau von EEG Anlagen, deren Produktionsmengen preisdämpfend auf die europäischen Energiebörsen wirken.
    Diesen Beschaffungsvorteil geben wir vollumfänglich an unsere Kunden weiter.
    Diese Weitergabe, wie die erwähnte Umschichtung von Kosten, erlaubt uns eine deutliche Absenkung des Arbeitspreises. Zitat Ende.

    Ja , ja der Systempflichttext… der steht bei mir auch immer.

  29. @Diehl

    Haben Sie nicht gelesen was mein Versorger geschrieben hat. … Obwohl auch hier Umlagen teils deutlich gestiegen sind, können wir diese Anstiege durch günstigere Beschaffungskosten ausgleichen.

    Herr Diehl, dass sind 0,18 Cent/kWh. Die EEG-Umlage beträgt 6,35 Cent/kWh.

  30. F.Alfonzo sagt # 27
    Diehl, klemmen Sie sich endlich vom Netz ab. Dann bekommen Sie Ihren Strom kostenlos von der Sonne, und die Leser hier müssen Ihren Unsinn nicht mehr lesen. Win-Win-Situation.

    @ Alfonso
    Warum sollte ich das. Wo ich doch gerade an dem Jahrhundert Projekt beteiligt bin, das Ihren Enkeln und Urenkeln auch noch Licht und Wärme garantiert.
    Sie müssen die Win-Win Situation etwas nachhaltiger sehen.

    MfG

  31. Michael Krüger sagt # 29
    Herr Diehl, dass sind 0,18 Cent/kWh. Die EEG-Umlage beträgt 6,35 Cent/kWh

    @Herr Krüger
    Ich weiß jetzt nicht wie Sie auf die 0,18 Cent gekommen sind, zeigt aber – wenn auch nur für 0,18 Cent/Kwh – dass Sonne und Wind, phasenweise tatsächlich keine Rechnung schicken.

    Wenn Sie dann noch berücksichtigen , dass die Vergütungen für Sonne und Wind weitaus weniger kosten als die aufgeblähte EEG Umlage von 6,35 Cent dem unbedarften Betrachter vorgaukelt, kommen Sie der Realität schon näher.

  32. Michael Krüger  sagt 24
    PS
    Und die systemrelevante, konservative Kraftwerksreserve, die vorgehalten werden muss, müssen die Stromkunden dann auch noch zahlen, sowie deren Ertragseinbußen.

    @Herr Krüger.
    Die Stromkunden zahlen ja gegenwärtig schon weitaus mehr als für die Vergütungen der EE Anlagen benötigt wird.
    Sie zahlen z.B. mehr wenn die Strom Beschaffungskosten sinken. Sie wissen doch jährlich etwa 0,6 Cent, oder für jährlich 3,3 Milliarden, die dem Handel überlassen werden.
    Siehe hier:
    . Die Stromverbraucher insgesamt sehen sich 2013 durch die EEG-Umlage einer Belastung von rund 16 Mrd. € ausgesetzt. Durch den Merit-Order-Effekt hatte sich 2013 auf dem Großhandelsmarkt eine Preissenkung im Wert von 3,3 Mrd. € ergeben. Sofern solche Preissenkungen vollständig an die Stromverbraucher durchgereicht werden, stünden ihren Belastungen durch die EEG-Umlage Entlastungen in einer Größenordnung von über 0,6 Ct/kWh gegenüber.Zitat Ende.

    Wenn diese jährlichen Mrd nicht dem Handel überlassen würden, könnte man damit systemrelevante Kraftwerksreserve finanzieren. Dann würden die EE mit den selbst verursachten, gesunkenen Großhandelspreisen ihre Unstetigkeit selbst finanzieren, und die Verbraucher würden tatsächlich mit der hohen Umlage die Energiewende mit finanzieren.

    Sie sehen, die Stromkunden zahlen schon, nur das Geld fließt nicht dahin wo es eigentlich im Sinne der Energiewende angebracht wäre..

    MfG

  33. @Diehl

    Sie sehen, die Stromkunden zahlen schon, nur das Geld fließt nicht dahin wo es eigentlich im Sinne der Energiewende angebracht wäre..

    Herr Diehl, nicht wirklich? 😉

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