Angela, Friede und die BILD

9. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Politik

http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/00001/146986_jpg_1134b.jpg

Bild hat die Macht – könnte man meinen. Im gewissen Sinne stimmt das auch.

 

Wer sich gewundert hat das in letzter Zeit oft Klima- und Energiewendeketzerische Artikel in der DIE WELT erschienen, in denen gegen den AGW a´la IPCC argumentiert, die bestehenden Unsicherheiten klar benannt und alternative Hypothesen präsentiert wurden, kam aus dem Staunen dennoch nicht heraus, als er am 06.02.2012 die BILD-Zeitung in die Hand nahm und lesen durfte:

Es folgte dann eine ganze Serie von Artikeln über dieses Thema von Prof. Werner Weber (TU Dortmund) und über das Buch „Die Kalte Sonne“ von Fritz Vahrenholt & Sebastian Lüning.
Wie passt das zusammen und wo ist die Verbindung?
Zuerst einmal dauert  diese „Kampagne“ in der DIE WELT  verstärkt etwa seit einem halben Jahr an, begann aber schon sehr viel früher noch vor der Erdbeben-Katastrophe nebst Tsunami an der japanischen Ostküste, welche zu etwa 19000 Todesopfern unter der japanischen Bevölkerung führte und einem großen Reaktorstörfall im Fukushima-Daiishi KKW. Dem ist allerdings entgegen den Gebeten so manches Hartcore Ökos bislang noch kein einziger Mensch auf Grund der frei gewordenen Strahlung zum Opfer gefallen, nur 8 gut erhaltene KKW deutscher Bauart und somit so ziemlich die sichersten der Welt.

Prof. Dr. Wolfgang-Ulrich Müller, der langjährige Vorsitzender der Strahlenschutzkommission, eingesetzt von Jürgen Trittin, befördert von Sigmar Gabriel, bestätigt: Der Reaktorunfall von Fukushima hat keine Todesopfer gefordert. Weitere Opfer über die beiden erfolgreich kurierten Reaktormitarbeiter, die mit Radioaktivität in Berührung kamen, hinaus, oder Betroffene der Strahlenkrankheit sind nicht zu erwarten – vorausgesetzt die getroffenen Schutzmaßnahmen werden weiter beachtet.

Zurück zum Thema, da wird also seit mehr als einem Jahr in einer der Axel Springer AG gehörenden Zeitung mal mehr mal weniger deutlich der menschgemachte Klimawandel in Frage gestellt oder zumindest öfter kritisch hinterfragt, jetzt kann man sich natürlich fragen was soll das, warum ausgerechnet da, warum nicht im DER SPIEGEL – der war doch auch mal kritisch, FOCUS – hatte doch auch schon gute recherchierte Storys.
Der Axel Springer Verlag ist nebenbei auch noch Eigner der BILD, eins der meist gehaßten Blätter in der Linken-Scene, bei den Grünen , unbeliebt bei der Intelligenz und nach Meinung vieler, zum Pennerfrühstück dazugehörig.
Keiner liest sie, keiner Kauft sie und die Statistik sagt was anderes.

„Einigen Lesern ist es unangenehm mit ihrer Lektüre gesehen zu werden oder sich zur Bild-Zeitung zu „bekennen“, während andere sehr offen damit umgehen. Auf das gelegentliche Klischee vom Bild-Leser als Prolet wird auch in zwei zeitweise per einstweiliger Verfügung untersagten Werbespots der taz angespielt. Die Axel Springer AG ließ die Ausstrahlung der beiden Kino-Spots untersagen. Der Verlag argumentierte, dass es sich dabei um eine „Rufausbeutung“ zulasten der Bild-Zeitung handele. Das Urteil ist inzwischen kassiert und die taz darf diese Spots weiterhin verwenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn jemand  meint, diese Zeitung hätte keinen Einfluß, könne keine Meinung machen oder Entscheidungen beeinflussen so irrt er meiner Meinung nach. Selbst wenn man davon ausgeht, gemessen an den Verkaufszahlen würde nur ein Bruchteil der deutschen Bevölkerung die Zeitung lesen, BILD erreicht etwa „17,9 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren, das sind etwa 11,63 Millionen Menschen. Davon sind etwa 4,30 Millionen Frauen und 7,33 Millionen Männer.[7] Somit sind 63 Prozent der Leser Männer, 43 Prozent der Leser haben einen Hauptschulabschluss mit Lehre, 35 Prozent die mittlere Reife und 4 Prozent die Hochschulreife. 7 Prozent der Leser sind Selbstständige, 34 Prozent sind Angestellte oder Beamte und 37 Prozent sind Facharbeiter. Die Zielgruppe ist demnach – auch nach den Leitlinien des Gründers Axel Springer – nicht die Schicht der Führungskräfte oder der Gebildeten und Intellektuellen, sondern die Schicht der Arbeits- und Konsumbevölkerung.[8] Dadurch prägte sich jedoch auch das Klischee eines Bild-Lesers. “  Bild wird an über 100.000 Verkaufsständen in 44 Ländern verkauft.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Bild_%28Zeitung%29#Auflage_und_Leserschaft)

Das führt dazu das ein nicht unerhebliches Meinungs- und Wählerpotenzial aktiviert werden kann, dann darüber durchaus zu Entscheidungen oder deren (teilweise) Rücknahme, zu Politikerrücktritten, Aufbau und Verfestigung von Vorurteilen und Ressentiments, Verunglimpfung von Personen und Firmen ja, ganzer Völker (z. B. Griechenland). BILD beeinflußt und macht Meinung, der Slogan BILD Dir Deine …  kommt also nicht von ungefähr.

Der Axel Springer Verlag umfaßt allerdings nicht nur DIE WELT und BILD, unter anderem gehören dazu auch die BZ, Berliner Morgenpost und das Hamburger Abendblatt und noch einige mehr.
Das eröffnet ein ganz schönes Potential für Beeinflussung und Meinungsbildung, gebündelt unter „einem Dach“.
Wem „gehört“ nun all das, dieses „Imperium des Bösen“, das seinen Grundsätzen zu folge die Verteidigung der Demokratie und das unbedingte eintreten für die freiheitliche Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland auf seine Fahne geschrieben hat?

Der Axel Springer Verlag gehört zu 0,6% der Axel Springer AG, 7,0% Friede Springer, 40,8% im Streubesitz und zu 51,5% der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co. .
Friede Springer, die 5. und letzte Ehefrau Axel Springers erbte zusammen mit Springers Kinder und Enkel dessen Anteile aus dem Verlagsimperium und kaufte in der Folge diverse Anteile vor allem von den Burda-Brüdern und entflocht das Unternehmen mit Hilfe von Mathias Döpfner von der Kirch Gruppe.
Frau Springer ist CDU Mitglied und war als Mitglied der 12., 13. und 14. Bundesversammlung an der Wahl des jeweiligen Bundespräsidenten beteiligt.
Das ist aber noch nicht alles im politischen Leben von Frau Friede Springer. Es ist auch bekannt, daß die Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frau Springer gute Freundinnen sind.

Da eröffnen sich Welten für eine Politikerin wie Frau Merkel, indirekte Einflußnahme auf das Leitmedium der deutschen Printmedien wäre möglich und Frau Merkel wäre nicht die sie ist, wenn sie es nicht in Betracht ziehen würde.
Wir erinnern uns, Frau Friede Springer ist Inhaberin von 7% der Aktien des Axel Springer Verlag, wie soll sie da ihrer Freundin der Bundeskanzlerin und deren Politik ein verstecktes Podium bieten?
51,5% des Axel Springer Verlages gehören der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co. und die gehört zu 90% Friede Springer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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22 Kommentare
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  1. Danke Karl.

    Sach mal, bist Du Hellseher?
    Genau dieses Thema geistert mir seit Tagen durch den Kopp, denn für mich ist es heute immer noch ein Rätsel, warum V&L gerade dieses verhasste Krawall-Medium genutzt haben um ihre Thesen an den Mann/Frau zu kriegen.
    Letztendlich können uns das die beiden Autoren nur selber erklären, worauf wir wohl lange warten dürften.

    MfG
    H.E.

  2. @Heinz

    Wenn ich darauf abziele, der breiten Masse etwas nahe zubringen, kann ich nicht FTD, FAZ oder sonst ein Blatt wie DIE ZEIT nehmen ( obwohl, die DIE Zeit hat wohl nur so extrem reagiert, weil sie von V&L nicht bedacht wurden 😉 ), dazu werden die von dem „einfachen Mann“ zu wenig gelesen. Ich denke die Dunkelziffer der Bildleser ist wesentlich höher und die Streuwirkung ist um so beachtlicher.
    Nur denke ich auch, wie Peter Heller, dieser Blog sollte und kann das gar nicht „leisten“ was das Medium Zeitung kann. Ich meine es wäre ein zwar ehrgeiziges Ziel aber sehr unrealistisch für ´ne „Hobby-Seite“ und wenn ich mir die Zugriffszahlen ansehe, so ist das im Vergleich zu 2010 ein enormer Zugewinn und somit auch ansporn für die Zukunft weiter dieses qualitative Niveau zu halten.
    Ein mehr an Lesern führt zu mehr Beobachtung und dadurch auch zu mehr Verantwortung, wie viel mehr ist einer Privatperson zuzumuten und wie viel mehr ist diese bereit zu tragen.
    Ich denke der Blog bewegt sich auf angemessenem Niveau, das ist schon OK, so lange gewisse Leute in die Nähe der Schnappatmung kommen sobald sie den Namen science-skeptical hören oder lesen ist alles gutt 🙂 .

  3. @Karlchen aus dem Norden

    Ein mehr an Lesern führt zu mehr Beobachtung und dadurch auch zu mehr Verantwortung, wie viel mehr ist einer Privatperson zuzumuten und wie viel mehr ist diese bereit zu tragen.

    So isses, eigentlich war ja die Diskussion um mögliche „Einflussnahmen“ auch nur rein rhetorischer Art, denn die wenigsten von uns Schreiberlingen hier wollen ihre Tarnung aufgeben um eventuell von den „Üblichen“ anschließend „gewullft“ zu werden.
    Schuster bleib bei deinen Leisten………….und die heißen nicht „BILD“ oder „WELT“ sondern nur ScSk.
    Schönen Tach noch.
    Onkel Heinz……bescheiden wie immer

  4. Klasse Beitrag Karlchen. Aber was mir dann nicht in den Kopf will ist, warum hat gerade die BILD unseren Ex Präsidialen Wulff „geschlachtet“. Ich denke mal, ein Anruf von Frau Springer beim Chefredakteur und die Sache wäre erledigt gewesen. Aber nix da, das Ding wurde durchgezogen.

    gruß
    karl.s

  5. So lange man aus den Fakten keine Verschwörungstheorie bastelt, ist das ein sehr guter Beitrag.
    Klar ist, dass der konservative Flügel der C-Parteien ja nicht verschwunden ist und sowohl weiter Politik macht als auch Unterstützung findet.

  6. @Tritium

    So lange man aus den Fakten keine Verschwörungstheorie bastelt, ist das ein sehr guter Beitrag.

    Danke und das Basteln überlasse ich anderen 😉 .

  7. @karl.seegert

    … warum hat gerade die BILD unseren Ex Präsidialen Wulff “geschlachtet”.

    Wenn man das ganze emotionslos betrachtet hatte Bild wohl nur ´ne kleine Frage an Wulff gestellt, worauf der völlig ausgetickt ist. In seiner Ex-Position kann man nicht auf der einen Seite den großen Demokrator machen, das Loblied auf die Pressefreiheit singen und dann am Telefon nach guter alter Gutsherrenmanier diktatorisch einen Bericht verhindern wollen mit Drohungen gegen Person und Arbeitgeber der Person, das verstößt eklatant gegen die selbstgesetzten Grundsätze vom Verlag und wenn die sich dann treu bleiben wollen dann müssen die so reagieren wie sie es getan haben.
    Wenn der dann noch so bescheuert ist das auf die Mailbox zu sprechen …

  8. #7. Karl Rannseyer

    Wenn der dann noch so bescheuert ist das auf die Mailbox zu sprechen …

    wahrscheinlich haben die denn auch gedacht, wer so blöd ist, dem ist dann nicht mehr zu helfen. Und es kam wie es kam. Letztendlich, so in der Nachbetrachtung, finde ich es gar nicht schlecht, wie es jetzt gekommen ist. Denn eins ist klar, Herr Gauck, man kann denken über ihn was man will, wird ein weit unbequemerer Präsident werden, als Wulff es auch nur in Ansätzen hätte werden können. Mutti Merkel weiß das und wollte ihn ja deswegen auch nicht haben. Gauck ist durch und durch Demokrat und ihm geht Freiheit (im wahrsten Sinne des Wortes) über alles. Da werden wir noch so einiges zu hören bekommen. ich freu mich schon drauf 🙂

    gruß
    karl.s

  9. Für schlichte Botschaften, die auch der Blödeste versteht, braucht man nicht mal in die BILD zu kucken (dazu sollte man ja zumindestens lesen können). Greenpeace-Propaganda tut’s auch. Und bewegte Bilder bleiben eh viel „nachhaltiger” in den Volksköpfen hängen, wie z.B. die Geschichte vom berüchtigten Energieriesen.

  10. Klimaschwindel -- RTL
    Klimalüge -- BILD
    Ich finde es wenig erstaunlich, bezeichnend und richtig, dass es die selbsternannten Feinde der Wissenschaft nur in Unterschichtenmedien oder Internetblogs schaffen. Vahrenholt wurde gottlob wieder von der ARD ausgeladen. Den kann man dem Gebührenzahler nun wirklich nicht zumuten.

    Schönes Wochenende
    Erich

  11. Erichs Weltbild

    „Die selbsternannten Feinde der Wissenschaft”

  12. Nun, Tim, der Name Erich steht doch für ideologisch gefestigt 😉

  13. @Carl M

    ….jo, und dann gibbed ja noch das olle Sprichwort:

    „Erich währt am längsten.”

  14. Nun, lieber Erich Richter,

    dem Widerstand in der Sowjetunion stand auch nur der Samisdat zur Verfügung und Friedrich Spee durfte nicht vion der Kanzel predigen, was er vom Hexenwahn hielt.
    Medienakzeptanz hat mit Wahrheit , wie man sieht, nur sehr wenig zu tun.
    Nebenbei: Die Feinde der Wissenschaft sind die, die die äusseren Formen der Wissenschaft missbrauchen um ihre Propaganda zu verbreiten. Diese Feinde sitzen im IPCC und in Podsdam.

    HIER wird die Wissenschaft verteidigt, gegen Scharlatane und Quacksalber.

  15. BREAKING NEWS

    Genossen,
    Die Vertretern der polnischen Regierung haben das Veto zur Reduktion von Treibhausgasen in Brüssel eingelegt. Die Polen sind gegen die Reduktion von 25 % im Jahre 2020 sowie 80 % im Jahre 2050, bevor man allgemeingültige Reduktion im Jahre 2015 für die ganze Welt festlegt. Der Regierung zufolge es kann nicht sein, dass der Rest der Welt ohne Einschränkungen das CO2 in die Atmosphäre pustet, während wir Europäer die Kosten tragen müssen.

    Link:
    http://biznes.onet.pl/polska-zawetowala-unijny-plan-walki-ze-zmianami-kl,18567,5052663,1,news-detal
    http://wyborcza.biz/biznes/1,100896,11311082,Polska_zawetowala_decyzje_UE_w_sprawie_walki_z_globalnym.html
    http://energetyka.wnp.pl/minister-korolec-polityka-klimatyczna-ue-na-rozstaju-drog,164664_1_0_0.html
    PS. Ich kann diese Artikel ins Deutsch übersetzen, wenn ihr Interesse daran habt.

  16. Gern!
    Vielleicht heißt es demnächst „deutsche Wirtschaft“ statt „polnische Wirtschaft“? mfG

  17. Vielen Dank für die Info, Casper!

    Ich verstehe das sehr gut.
    Dieses ganze Malheur kommt davon, dass zu viele Leute in unserer Gesellschaft einfach übersättigt sind. Die haben in ihren weich gepolsterten Nestern Langeweile und suchen sich Probleme, weil sie keine haben.
    Polen ist hungrig. Es will erst mal satt werden, den Lebensstandard verbessern, aufholen. Polen hat echte Probleme und echte Ziele. Da ist für solche Hysterien kein Platz.

  18. casper, nleser, tritium,

    nur zur Info, wie Polen gestrickt ist (falls noch nicht gelesen).

  19. #17. Tritium

    Da ist für solche Hysterien kein Platz.

    genau so ist es. Dieses ganze Welt retten Gesülze ist geradezu typisch für Wohlstandsgesellschaften. Nicht umsonst kommt das Gros der Weltuntergangspropheten aus hoch entwickelten und reichen Industrieländern. Vom Eisenbahner mal abgesehen 😉 . Und daher wird sich auch die medial in Durban so aufgebauschte „Klimaallianz“ mit Afrika als Windei herausstellen.

  20. ’19
    Lieber Karl,

    Religion und Wissenschaft endlich vereint
    Komische Typen, die mit dem Weltuntergang hausieren gehen, gibt es immer und überall. Doch die Resonanz ist unterschiedlich. Pachauri machte damit im Westen Karriere, in Indien ist das Klimageschwurbel kein Thema, genau so wenig wie in China.
    Übersättigung ist zweifellos der dominierende Faktor, die Hysterie blüht vor allem in den Reihenhaus-Vorstädten der grünen Stammwähler und grünen Witwen.
    Dazu kommt aber sicher auch die christliche Tradition des Jüngsten Tags. In Asien fehlt die und dementsprechend ist die Vorstellung des Klima-Weltgerichts und des Ablasses auch fremd und viel schwerer zu popularisieren.
    In Polen könnte man neben dem Drang zu Wohlstand sicher auch fragen, ob die sehr lebendige katholische Kirche da nicht Schutz bietet, weil sie selbst noch das Monopol hält, während bei uns ein religiöses Vakuum herrscht, das gefüllt werden will.

    Wäre schön, zu erfahren, wie Casper das beurteilt!

    (Da das Einbetten von Bildern nicht so klappt, habe ich auch einen normalen Link gelegt)

  21. @ Tritium,

    dies ändert sich allmählich, da die neue Generation aufwächst, die nach der Wende geboren ist. Sie kennen den Sozialismus aus den Erzählungen und sehen die Kirche als geld- und machtgierige Institution an. Sie merken auch die Diskrepanz zwischen dem, was die Kirche sagt und tut. Darüber hinaus gibt es ein neues Phänomen auf der politischen Bühne -- Palikot-Bewegung. Die Zeichen stehen für eine mentale Wende, was sich viele erhoffen.
    Man kann den Ökologismus als eine Religion ansehen. Persönlich, sehe ich die Lage etwas anders. Nach der Wende gingen die Konzerne davon aus, dass es ökonomisch besser wäre die Produktion nach China zu verlagern. Seit jener Zeit erfolgt kontinuierliche Deindustrialisierung der Länder im Ostblock. Viele Betriebe wurden geschlossen bzw. verkauft , damit sie keine Konkurrenz darstellen können. Zugleich wurden verbleibende Betriebe umstrukturiert, um nur ein Teil der Produktion zu realisieren-d.h. kein Betrieb realisiert totale Produktion, sondern basiert auf den Komponenten, die man aus China importieren muss. Der Unfall in Fukushima zeigte, was passiert wenn ein Glied in der Kette versagt-die Produktionen in der Restwelt konnte man nicht realisieren. Dasselbe kann passieren, wenn ein Handelskrieg zwischen China und Europa ausbrechen würde.
    Das betrifft auch die Energieerzeugung. Die Wirtschaft in Polen basiert auf Stein- und Braunkohle. Es ist klar, dass man bestehende Anlagen modernisieren muss. Und sie werden auch modernisiert. Aber die Nation könnte sich die Kosten nicht leisten, wenn man die Energiewende akzeptieren würde. Das weiß auch die Regierung.

  22. Hihi, zumindestens einen Vorteil hat die verfrühte gemerkelte Energiewende schon jetzt…..

    Grüne laut Umfrage die Verlierer der Energiewende

    Die Grünen sind einer Umfrage zufolge in der Wählergunst die Verlierer der Energiewende. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid für „Bild am Sonntag“ erhebt, liegt die Partei nur noch bei 14 Prozent. Zum Jahrestag des Reaktorunglücks von Fukushima erreichen die Grünen damit zehn Prozentpunkte weniger als beim Allzeithoch im April 2011.

    War der Atomausstieg Merkels doch eher politisches Kalkül als eine Panikreaktion?
    Gehen jetzt den Grünen die Themen aus, nachdem ihr einziges Thema „Kernkraft“ von der Regierung geklaut wurde?
    Zumindestens nimmt man gerade den Grünen nicht ab, wenn sie plötzlich mit „Sozialem“ kommen und mit der Integration hat es sich seid Sarrazin auch erledigt.

    H.E.

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