Annalena Baerbock und die Dunkelflaute. Das Stromnetz fungiert als Speicher, dass ist alles ausgerechnet!

8. November 2018 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Energieerzeugung, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik

size=708x398

Annalena Baerbock, heute Parteivorsitzende der Grünen, erklärte im Deutschlandfunk-Gespräch, dass das Problem der Stromspeicherung in Deutschland gelöst sei!

Am 21. Januar veröffentlichte der Deutschlandfunk unter dem Titel „Ich bin leidenschaftliche Europäerin“ ein Gespräch von Annalena Baerbock mit Barbara Schmidt-Mattern. Im Rahmen dieses Gesprächs fielen die Sätze:

„Und natürlich gibt es Schwankungen. Das ist vollkommen klar. An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet. Ich habe irgendwie keine wirkliche Lust, mir gerade mit den politischen Akteuren, die das besser wissen, zu sagen, das kann nicht funktionieren.“

illner-teaser

Auch auf ihrer Homepage schreibt Annalena Baerbock über Speicher und Netze Sätze wie diese:

„Die vielen, dezentralen Anlagen werden über ein leistungsfähiges Stromnetz miteinander verbunden, das den Strom schnell und effizient vom Erzeugungs- zum Verbrauchsort transportiert. Strombedarf und Stromerzeugung werden so über eine intelligente Steuerung jederzeit und an jedem Ort zielsicher aufeinander abgestimmt. So wird die Stromversorgung der Zukunft aussehen. Speicher und Netze wirken darin funktional sehr ähnlich, auch wenn sie physikalisch völlig verschieden sind. Denn beide tragen dazu bei, kurzzeitig auftretende Überschüsse und Engpässe auszugleichen. Damit nehmen sie eine Schlüsselstellung im künftigen Stromsystem ein.“

Die Fakten: Das Stromnetz lässt sich höchstens als Sekundenreserve einsetzen, die genutzt werden kann, bis eines der schnell anlaufenden Pumpspeicherkraftwerke an- und einspringt, um eine Unterbrechung der Stromversorgung und einen Zusammenbruch des Netzes zu verhindern, bevor ein Gaskraftwerk und dann ein thermisches Kraftwerk die Versorgung sichern, falls aus den erneuerbaren Quellen nicht genügend Strom geliefert werden könnte. Als Stromspeicher zur Sicherstellung der Stromversorgung taugt das Stromnetz also nur für Sekunden. Da kann man rechnen, solange man will. Speicher und Netze sind auch im Punkt Stromversorgung nicht funktional sehr ähnlich. Speicher dienen der Versorgungssicherheit und Netze der Verteilung. Über Regelkraftwerke und Speicher wird eine bedarfsgerechte Versorgung sicher gestellt und die Netze dienen der Verteilung des Stroms an die Endverbraucher. Zwei völlig unterschiedliche Aufgabenbereiche und Funktionen. Überschüsse und Engpässe im Netz lassen sich nur über Regelleistung ausgleichen, nicht aber über das Stromnetz. Es sei denn, man schalte Teile des Netzes bei Engpässen einfach ab.

Dazu ein Kommentar von der Homepage von Annalena Baerbock:

„Wenn man so „gekonnt“ über die Energieerzeugung und -verteilung parliert, sollte man wenigstens die Hauptsätze der Thermodynamik kennen. Wahrscheinlich ist Ihnen aber nur der 4. Hauptsatz der Thermodynamik: „Kaffee wird kalt, Bier dagegen warm“ bekannt!
Herzliche Grüße von Einem der schon 45 Jahre in der Energiewirtschaft tätig ist.“

Ein weiterer Kommentar:

„Ich finde ja den Teil „Strombedarf und Stromerzeugung werden so über eine intelligente Steuerung jederzeit und an jedem Ort zielsicher aufeinander abgestimmt“ besonders erhellend. Was, bitte, ist da die abhängige Größe?? Wollen Sie in meinen Verbrauch eingreifen ??“

Frau Baerbock antwortet darauf:

„Lieber Herr Marienfeld,
selbstverständlich wollen wir nicht in Ihren Stromverbrauch eingreifen. Unser Ziel ist es, die Stromerzeugung bedarfsgerecht zu steuern.
Herzliche Grüße,
Ihr Team Baerbock“

Mein Rat an Frau Berbock: Liebe Frau Baerbock, über Netze kann man keinen Strom speichern, sondern ihn nun verteilen. Wenn man nicht genügend Speicher und konventionelle Kraftwerke bei Dunkelflaute hat, dann kann man das Netz nur noch über Natzabschaltungen regeln, so dass wenigens nicht bei allen Leuten das Licht aus geht. Da nützt eine noch so intelligente Steuerung nichts. Die Frage ist auch, wie Sie bei Dunkelflaute die Stromerzeugung über Sonne und Wind bedrafsgerecht steuern möchten? Im Dunklen scheint keine Sonne und bei Flaute weht kein Wind. Bei Dunkelflaute fällt beides weg. Die Erzeugung richtet sich nach der Natur und nicht nach den Konsumenten. Auch hier geht es nicht ohne immense Speicherkapazitäten und nicht über die Netze. Es sei denn über Netzabschaltungen und Eingriffe in den Stromverbrauch. Ein Gasnetz mit „Power to Gas“, dass Ihnen als „Zusatz“ vorschwebt existiert zudem nicht und ist auch nicht in Sicht. Schon gar nicht europaübergreifend.

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

29 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Vielen meiner Freunde und mir fällt schon länger auf, daß nachts bei Flaute die Hochspannungseile etwas dicker erscheinen. Das muß an der darin gespeicherten Energie liegen. Eventuell liegt es auch am Mondlicht und meinen alten müden Augen, oder daran, daß ich nicht die moderne, gesellschaftlich relevante Physik gelernt habe. Der „Strähnentoni“, auch so ein erllechterter Grüner hält die Dunkelflaute für wissenschftlich widerlegt. Und solche Typen fahren Wahlsiege ein. Wie dumm, oder erfolgreich muß heutige Schulbildung sein.
    Na dann Glück auf, wenn das letzte zuverlässige Krraftwerk endlich auf politischen Druck der „Erleuchteten“ und ihrer schlauen Wähler dicht gemacht hat. Strom aus der Stechdose, Gehalt für Dipl. Sozial…irgendwas auf Konto oder aus dem Geldautommaten.Zum Glück ist der Rest der Welt, den wir retten wollen, nicht so blöd.

  2. Man muss doch den Strom nur lange genug in den Netzen im Kreis flitzen lassen, bis er gebraucht wird…
    😀
    Bei Grünen nennt man das dann vermutlich Drehstrom 😀 😀

  3. Hallo,
    das Verteilungnetz speichert nichts, garnichts, auch nicht für Zehntelsekunden! Was es gibt ist ist eine maximal Halbsekundenreserve aus der Schwungmasse der Generatoren und Turbinen. Danach bei den Dampfkraftwerken Kraftwerken im Sekundenbereich die „Kesselreserve“, die Kessel können kurzeitig mehr Dampf liefern bis die Brenner mehr feuern.

    Dann gibt es noch negative Reserve durch Lastabwurf oder -reduzierung, Pumspeicherkraftwerke könne den Pumpbetrieb drosseln odeer einstellen.

    Aber die Netzkomponeten aus Leitungen und Transformatoren speichern garnichts.

  4. Genau dieser „Drehstrom“, dreht dann den „intelligent meter“ ein Stückchen weiter. Wartezeit bedeutet ein Loch weiter auf der elektrischen Lebensmittelbezugskarte. Schön, wenn ich gerade schon wieder waschen will, aber leider meine Karte für diesen „Dienstag“ schon gelocht ist. Einspeisung ins Netz soll in Zukunft nur noch Zufallsstrom sein, na denn, dann bleibt als planbare Stellgröße nur der Lastabwurf. Sinnvollerweise nicht alle Phasen gleichzeitig, damit zumindest noch eine Lampe brennt und der Fernseher, Computer und Telefon müssen halt auf diese Phase eingesteckt werden. Wir sind ja „intelligent“.
    Phase L1 zuerst in Großstadt Nord, L2 dann in Großstadt West, L3 dann In Großßstadt Süd und Großstadt Ost hat immer Strom L1,L2.L3. Irgendwann sollen die Sozialisten auch einen Vorteil in der Planwirtschaft haben.

  5. @Krishi
    Wenn das Netz komplett aus Supraleiter wäre….könnte man da sehr wohl wat kreisen lassen *grins.

    Übrigens, Grüne kennen keinen Drehstrom, die drehen höchstens am Rad (Fahrrad).
    Naja, die Kleene darf man nich so für voll nehmen, wahrscheinlich war der letzte Joint schlecht.

    Unser Ziel ist es, die Stromerzeugung bedarfsgerecht zu steuern.

    Janz großet Kino…….wat gloobt die eigentlich, wat wir Energiefuzzis die letzten 100 Jahre gemacht haben?
    Wat gllobt die eigentlich, wozu wir uns dazu jede Menge gesicherte Leistung hingebaut haben?
    Jenau…..um BEDARFSGERECHT Strom zu produzieren.

    Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet.

    Ähem……darf ich diese Rechnung auch mal sehen oder ham die Kinder schon wieder drin rumgekritzelt?

    Sorry, zu der Dame fällt mir nix mehr ein und den Eimer Ironie hab ick schon letzte Woche wo annerscher ausgekippt.
    Energie-Ossi, alias Onkel Heinz….. der elektrische Erklärbär.

  6. @Wolfgang

    Aber die Netzkomponeten aus Leitungen und Transformatoren speichern garnichts.

    Stimmt, die speichern nicht nur nix……die verschwenden zudem noch ne Menge Strom. (zirka 5%)

    E-O

  7. @ Wolfgang. Sie sind ja ein humorloser Spaßverderber und kommen mit Fakten. Sie kennen wohl auch das Cranersche Patent von 1940. Diese olle Kamelle zerstört doch alle grünen Hochrechnungen mit 60, 80, oder gar hundert Prozent Ökostrom. Liebe grüne „Physiker“ und „Ingenieure“ macht doch einmal einen Schwarzstart mit 28.000 oder in Zukunft 60.000 Windrädern und einigen Quadratkilometern PV bei Tag, oder bei Nacht. Ein Inverter ist, noch so schlau, kein Generator und produziert keinen Sinus. Und dann kommen Sie mit der Schwungmasse eine Generators von 1 GW. Sie haben wohl schon einmal bei einer Kreissäge das Holz zu schnell reingeschoben, Sie humorloser Techniker, Sie! Sie Cosinus Phi, Sie!

  8. @ Wolfgang, den humorlosen Fachmann, da ist mein Beitrag verschwunden.

  9. Jetzt weiß man auch, was die Leute im Kopf haben, wenn sie aus einer Vortragsveranstaltung von Franz Alt herauskommen. Laut Familienhistorie ist die Dame schon in zweiter Generation grün, und kennt gar nichts anderes.

  10. Man könnte nur dann Strom im Netz speichern, wenn alle Nutzer ihre momentan unbenutzten Steckdosen abdichten würden, damit der Reststrom nicht abfliessen kann.

  11. @ B.P. Der Karnevalsscherz geht anders. Wolle mer en roilosse? Täten wir ja gern, wenn er sauber (echter Sinus) und immer verfügbar wäre. Dem ist leider nicht so.Wolle mer en rauslosse? Die viel gescholtenen und bekämpften Energieriesen würden immer noch sagen, JA. Etwas verkauft ist besser als nichts. Die die keinen Strom erzeugen und trotzdem bezahlt werden, denen ist es egal. Das Windrad bringt Geld, ob es steht, oder dreht. Der Fiskus und die ganzen den Wind um die Ecken Schaufler profitieren im System ohne Leistung. Nur für den echten Malocher am Kessel und der Turbine, lohnt es sich zunehmend nicht mehr. Wenn alle es so wolle, wolle mer den Strom gleich ganz weg losse, werre mer halt Kerze Zieher.

  12. @Wolfgang

    Richtig. Die Bewegungsenergie aller rotierenden Massen im Netz ist mit Sekundenreserve gemeint.

    Frau Baerbock war meines Wissens früher Punk. Hat sie bei 3nach9 erzählt. Was soll man da erwarten? Flasch Bier in der Hand und gut is.

  13. PS

    Ihre Eltern nahmen sie in den 80ern mit zu Anti-Atomkraft-Demos, mit zehn Jahren begeisterte sie sich für Greenpeace, als Jugendliche wollte sie Kriegsreporterin werden. Und sie wohnt in Potsdam. Das PIK lässt grüßen.

  14. Übrigens…..dat Kleene Analiyse is ja wohl echt die Pracht-Energie-Expertin….oder so ähnlich:

    Abitur an der Humboldtschule in Hannover; 2000 bis 2004 Studium an der Universität Hamburg Politikwissenschaft und Öffentliches Recht sowie 2004 bis 2005 Master of Public International Law, London School of Economics (LSE), Abschluss Master of Law LL.M.; 2009 bis 2013 Doktorandin im Völkerrecht, Freie Universität Berlin (nicht beendet).

    https://www.gruene-bundestag.de/abgeordnete/annalena-baerbock.html

    Wozu Elektrotechnik studieren, wenn man auch so Bullshit im Quadrat quatschen kann?
    Absolutse Nichtwissen bringt die Seele erst in Wallung…..Fakten sind was für Looser…..sieht man ja auch an unserer bösen Stiefmutter, die erfindet auch gerne mal ne geile Hetzjagd in den Abgründen Dunkeldeutschlands.

    Ups…..noch so ein kleines Versprecherli von Annelieeee

    Die Mehrheit der Brandenburger steht klar hinter der Energiewende.

    Ups…..https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/brandenburg.htm
    Grüne knapp bei 7%……joo, wir dunkeldeutschen Blödossis….hecheln Windräder und Krähenspiegel hinterher wie ein Köter, der grad einen blinden und fusslahmen Hasen entdeckt hat……und trotzdem zu träge ist, dat Vieh zu fangen.
    Wäre Potsdam nich, würden die Grünen in Brandenburg unter 5% bleiben…..so sieht die Realität aus.
    Frag mal inne Provinz, wat die Leute von den Grünen halten…..wenn man Glück hat, is man schneller geflüchtet als der Bauer braucht um die Mistforke aus dem Stall zu holen.

    Ach Anneliese….hätteste doch bloss was anständiges studiert…..müssteste jetzt nich bei den Grünen Dein Gnadenbrot verdienen.
    E-Ooooooo

  15. Frag mal ’nen Grünen nach „Ohm“, dann zaubert der irgendwoher ein Glöckchen vor und intoniert ein sonores, sich wiederholendes „Om, Om…“ -- bis er ganz in Trance fällt. 😀

  16. Ich begebe mich als nächstes mal daran nachzuforschen, ob es bei den Grünen auch Techniker und Ingenieure in leitenden Positionen gibt?

  17. Wie lange willst du suchen ?

  18. @DIEGRÜNEN!
    Setzt euch dafür ein, dass die Bundestags-Petition 18-46685 (Gefälschte Gerichtsprotokolle!?!)
    frist- und formgerecht bearbeitet und mit einer Entscheidung basierend
    auf Recht und Wahrheit abgeschlossen wird!

  19. Es geht um die gefälschten Gerichtsprotokolle, welche DIE GRÜNEN
    im Jahre 2015 für richtig anerkannt bzw. für richtig beurkundet haben!

  20. @MK #13 Dh die kommt ausm Westen. Für Brandenburger wäre sie aus der Art geschlagen. Die Grünen schrappeln in Brandenburg an der 5%-Hürde rum und haben nur im direkten Berliner Umland -- wo die Wessidichte höher ist -- messbaren Zuspruch. In dem Bereich liegt Potsdam.

  21. @Erhard Jakob
    Was hat es damit auf sich ?

  22. Vor der Nutzung des Netzes als Baerbock-Speicher haben Elektrotechniker natürlich noch das Kemfertsche Verstopfungsgesetz zu berücksichtigen; die Leitungen sind zunächst also von etwaigen Verstopfungen durch schmutzigen Kohlestrom zu befreien.

  23. @Keseler

    Und auch der Atomstrom verstopft die Netze. Ist das Netz erst mal von bösen Kohle- und Atomstrom befreit, dann kann der EE-Strom im Netz endlich frei zirkulieren und so auch gespeichert werden.

  24. Ich habe nach langer Suche jetzt zwei Grüne in leitenden Positionen gefunden, die mal Elektrotechnik studiert haben:

    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96zcan_Mutlu

    https://www.lokalkompass.de/monheim/c-politik/bundestagswahl-2017-fuenf-fragen-an-joern-leunert-buendnis-90die-gruenen_a791582

    Die haben aber schnell den Fachbereich verlassen.

  25. Neulich vor der Hessenwahl an einem Wahlkampfstand der Grünen. Ich sagte einem Wahlkämpfer, dass auf Grund des Ohmschen Gesetzes und der Kirchhoffschen Gesetze von den hier bei uns (auf dem Land) schon verbauten Windräder kaum Windstrom ankommen kann.
    Antwort: „Gesetze kann man ändern“.

  26. Die bayrische Grüninnen-Chefin hat auch auf alles eine Antwort, nur nicht auf die Fragen:

  27. @#25 H.R.:
    Ohm und Kirchhoff waren weiße Männer, das sagt schon alles.

  28. @Micha….#26
    Boah ehh, Grüne in Höchstform.
    Wer sowas wählt, braucht keine Feinde mehr.
    Dumm geboren, Nix dazu gelernt und davon die Hälfte noch wieder vergessen….Grüne eben.

    Die Verbotspartei, die selbst dann noch Hurra schreit, wenn das Messer in der Rippe….aua tut.

    Wer wählt sowas?
    H.E.

  29. @Heinz

    Habe gerade dazu einen neuen Blogbeitrag eingestellt. Wenn in Bayern die schon fast 20% wählen, dann gute Nacht.

Schreibe einen Kommentar