Anpassung kontra Vermeidung

26. Februar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Klimawandel, Politik

Dies ist ein sehr langer Text. Viel zu lang für das Internet, keine Frage. Ich habe mich trotzdem entschieden, ihn hier zu veröffentlichen. Den Anstoß dazu gaben Eduardo Zorita und Hans von Storch, die in ihrem Blog „Klimazwiebel“ zunächst eine Debatte über die Frage einer möglichen Kompromißlinie zwischen Skeptikern und Alarmisten eröffneten. Dies führte dann bald zu einem Meinungsaustausch über Anpassungs- und Vermeidungsstrategien. Hans von Storch hat diesen Impuls aufgenommen und seinen Text „On Adaptation“ zur Diskussion gestellt. Ich kann diesen Text nur jedem Leser wärmstens zur Lektüre empfehlen, es stehen dort eine Menge sehr intelligenter Schlußfolgerungen zu lesen. Das nun von mir hier eingestellte Essay kann als Replik, in Teilen auch als Kritik und in Teilen auch als Ergänzung zu Hans von Storchs Ausarbeitung aufgefaßt werden.

Wann immer Politik gefordert ist, eine Antwort auf eine neue Herausforderung zu geben, so ist die beste Strategie diejenige, die robust ist gegenüber allen denkbaren Entwicklungen in der Zukunft. Auf dieser Strategie beruhende Maßnahmen sollten zusätzlich optimierbar sein. Das heißt: Mit steigendem Aufwand wird die Herausforderung immer besser bewältigt, während sich gleichzeitig  negative Auswirkungen der Maßnahme auf andere Fragestellungen vermindern bzw. gar nicht erst entstehen.  

Die Debatte über einen mutmaßlich menschgemachten Klimawandel stellt eine Herausforderung an die Politik dar. Und das gilt unabhängig von der persönlichen Einstellung zur Relevanz dieser Thematik. Man mag an der grundlegenden wissenschaftlichen Evidenz zweifeln, man mag die geäußerten Risiken als übertrieben ansehen. Allein die Tatsache der Vielzahl von Warnungen und Hinweisen aus der Wissenschaft führt dazu, daß Politik sich mit diesem Thema auseinandersetzen muß.

Für diesen Text sollen daher die folgenden Punkte als gegeben hingenommen werden:

  • Der Mensch beeinflußt das Klima global durch seine Kohlendioxid-Emissionen.
  • Die dadurch hervorgerufene Entwicklung verläuft in Richtung einer im Mittel wärmeren Welt.
  • Als Folge steigen die Risiken für destruktive Wettereinflüsse.

Die dann zu beantwortende Frage lautet: Welche Strategie bietet hierauf die beste Antwort im Sinne der obigen Kriterien? Welche Maßnahmen also sind robust und optimierbar?

1. Vermeidung

Derzeit gilt  die Vermeidungsstrategie als geeignete Antwort. Man geht dabei davon aus, durch Senkung der Kohlendioxid-Emissionen die Tendenz zu einer Erwärmung stoppen oder zumindest bremsen zu können. Die angenommenen Risiken sollten daher sinken.

Mit diesem einfachen Ansatz ist eine Reihe von Problemen verbunden.

Zunächst basiert unser Leben noch immer wesentlich auf Primärenergieträgern, bei deren Nutzung Kohlendioxid freigesetzt wird. Dies sind die sogenannten fossilen Rohstoffe Erdöl, Kohle und Erdgas, die zusammen etwa 88% des weltweiten Primärenergiebedarfs decken. Es stehen keine Alternativen zur Verfügung, die diese Energieträger kurzfristig vollständig ersetzen könnten.

Die Maßnahmen, die aus der Vermeidungsstrategie folgen, müssen vor diesem Hintergrund bewertet werden:

Entwicklung und Ausbau alternativer Energiequellen: Ohne regulierende Markteingriffe wird dieser Prozeß noch sehr lange dauern. Dabei ist auch der steigende Energiebedarf weltweit zu berücksichtigen. Der Trend weist daher in eine Richtung, in der die alternativen Energieträger die konventionellen ergänzen – und nicht ersetzen.

Energieeinsparung und Effizienzsteigerung: Die Möglichkeiten, den Energieumsatz ohne Verzicht zu reduzieren, sind begrenzt. Verschwendung kann man natürlich vermindern. Freie, wettbewerblich orientierte Märkten haben Verschwendung bislang ohnehin nicht belohnt. Der Trend zu weniger Verschwendung ist also schon existent und hat letztendlich die enormen Effizienzsteigerungen induziert, die für Wachstum und Wohlstand mit ursächlich sind. Effizienzsteigerung ist das genaue Gegenteil von Einsparung. Denn eine höhere Effizienz setzt Potential für mehr Wertschöpfung und Wachstum in anderen Marktsegmenten frei. Die bisherige Entwicklung macht deutlich, wie dieser sogenannte „Rebound-Effekt“ am Ende zu mehr denn zu weniger Energieumsatz führt.  

Abscheidung von Kohlendioxid-Emissionen: Fossile Energieträger zu nutzen, ohne Kohlendioxid-Emissionen zu erzeugen, ist eine Maßnahme, die das Problem der mangelnden Alternativen und des steigenden Energiebedarfes umgeht. Sie scheint grundsätzlich technisch durchführbar, erfordert aber erhebliche Investitionen, erhöht also die Kosten, und verringert die Effizienz der Produktion von Strom und Wärme.

Verteuerung von Kohlendioxid-Emissionen: Hierzu wurden zwei Konzepte vorgeschlagen und in gewissem Umfang auch bereits etabliert. Gemeint sind der Emissionshandel nach dem „Cap-and-Trade“-Prinzip und die direkte Besteuerung von Kohlendioxid-Emissionen („Carbon-Tax“). Beide führen insgesamt zu einer Verteuerung der Energieproduktion und gehen zu Lasten der Unternehmensgewinne. In dem einen Fall werden die Gewinne zwischen den Unternehmen neu verteilt (der Staat profitiert von der anfallenden Mehrwertsteuer), die andere Maßnahme führt zu einer direkten Steigerung der Staatseinnahmen. Letztendlich handelt es sich hier nur um eine Besteuerung (direkt oder indirekt) unternehmerisch erzielter Profite. Emissionen können dadurch nicht reduziert werden, da mangels kurzfristig verfügbarer Alternativen zu den fossilen Rohstoffen der gewünschte Druck zum Umstieg ins Leere läuft.

Es ist offensichtlich, daß keine dieser Maßnahmen den Forderungen nach einer kurzfristigen (innerhalb weniger Jahre) und umfassenden Emissionsverminderung genügen kann. Einzelne Länder mögen je nach ihren jeweiligen geographischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen deutlich schneller auf alternative Energieträger umsteigen können. Global gesehen ist dies jedoch unmöglich.

Die Vermeidungsstrategie erfordert daher eine Vielzahl direkter und regulativer Eingriffe in den Markt, um letztendlich Verzicht zu erzwingen. Hierzu gibt es keine Alternative. Die Konzentration einiger Protagonisten in der Klimadebatte auf die Reduzierung des Energiebedarfes ist daher folgerichtig. Auf Basis der oben genannten Zahl ist ein zeitnaher Umstieg auf alternative Energieträger nur dann möglich, wenn die Menschheit ihren Energiehunger auf etwa ein Zehntel des heutigen Niveaus absenkt und in Zukunft auch wesentlich geringer steigert, als derzeit.

Vorschläge, die die Verminderung des Energiebedarfes betreffen, decken dabei das Spektrum vom Endkonsumenten (weniger fahren, weniger fliegen, weniger Fleich essen, Pullover statt Heizung u.ä.) bis hin zum Hersteller ab (Verbot bestimmter Produkte, Beispiel Ökodesign-Richtlinie der EU). Dabei ist nicht nur der Verzicht des Individuums im Sinne eines geringeren Konsums zu beachten. Viel wichtiger ist der Verzicht hinsichtlich der folgenden beiden Aspekte:

Verzicht auf Wertschöpfungsmöglichkeiten: Jede Einschränkung des Verbrauches oder auch des Angebotes an Gütern und Dienstleistungen hat eine Verringerung der Möglichkeiten, Wertschöpfung zu erzielen, zur Folge. Einfach ausgedrückt werden die Möglichkeiten, Geld zu verdienen, minimiert. Letztendlich werden fossile Energieträger nicht zum Spaß verbrannt. Sondern ihr Einsatz erzeugt Werte. Gegen die möglichen Erfolge einer Vermeidungsstrategie sind also die nicht realisierten Profite in anderen Wirtschaftsbereichen gegenzurechnen. Letztendlich ist hier auch die Generationengerechtigkeit betroffen. Die Werte, die heute nicht realisiert werden, stehen auch unseren Nachkommen nicht zur Verfügung. Die Werte, die heute vernichtet werden, fehlen auch unseren Nachkommen, um entsprechende Renditen zu erzielen.

Verzicht auf Entwicklungsmöglichkeiten: Vor allem die nichtindustrialisierten und die Schwellenländer sind auf die Verfügbarkeit preiswerter Energierohstoffe ebenso angewiesen, wie auf den Handel (Transportwesen) und Märkte in wohlhabenderen Ländern, die ihre Produkte bereitwillig und kaufkräftig aufnehmen. Ein Verzicht würde diesen Ländern die Möglichkeiten nehmen, Hunger und Armut zu überwinden und eine bessere Entwicklungsstufe zu erreichen.

Eine wirkungsvolle Reduktion von Emissionen kann nur im globalen Verbund durchgesetzt werden. Nahezu alle größeren Volkswirtschaften müßten sich einheitlich unter ein weltweites Regime der Kontrolle und der Regulierung begeben. Aufgrund der oben angeführten Aspekte erscheint dies kaum realisierbar. Das Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen ist dafür ein gutes Beispiel.

Aber selbst, wenn es gelänge, ein solches globales Regime zu errichten (was aufgrund seiner Eingriffe in die energetischen Grundlagen unserer Zivilisation den Charakter einer diktatorischen Weltregierung hätte), die Vermeidungsstrategie wäre im Sinne der einleitenden Worte nicht robust und nicht optimierbar.

Sie richtet in jedem Fall Schaden an (durch höhere Kosten und geringere Wertschöpfungsmöglichkeiten), so gering dieser auch sein mag. Sie kann nicht beliebig ausgeweitet werden, da sonst aufgrund der Bedeutung der fossilen Energieträger die Grundlagen unserer Entwicklungsstufe direkt bedroht wären. Am Ende steht immer ein Kompromiß. Man reduziert das Risiko des Klimawandels ein bißchen, und hält dafür die negativen Folgen der entsprechenden Maßnahmen gering.

Sie ist nicht robust, denn sie ergibt nur in einer Welt Sinn, in der ein wärmeres Klima sicher eintritt, sicher auf die anthropogenen Emissionen zurückzuführen ist und sicher zu mehr destruktiven Wettereinflüssen führt, die irreversible Schäden nach sich ziehen. Falls sich die Welt doch nicht so stark erwärmt, wie vorhergesagt, falls diese Erwärmung doch nicht so hohe Risiken nach sich zieht, wie angenommen, falls die Erwärmung überwiegend doch auf natürliche Faktoren und nicht auf den menschlichen Einfluß zurückzuführen ist, führt die Vermeidungsstrategie zu einer sinnlosen Vernichtung von Werten und Möglichkeiten.

Und die Vermeidungsstrategie berücksichtigt auch nicht die denkbaren Chancen, die eine wärmere Welt nach sich ziehen kann. Jede Änderung des Klimas wird positive wie negative Folgen aufweisen. Die Vermeidungsstrategie kann allein die Risiken der negativen Folgen minimieren. Ein Konzept zur Nutzung denkbarer positiver Entwicklungen (Erhöhung der Produktivität der Biosphäre, Erweiterung des für Menschen zugänglichen Siedlungsraums, Verbesserung des Zugangs zu natürlichen Ressourcen) enthält sie nicht. Sie verringert letztendlich sogar unsere Möglichkeiten, diese Chancen zu nutzen.

Welche Alternative also kann man formulieren, welche andere Strategie kann robust und optimierbar sein und die passende Antwort auf die Herausforderung Klimawandel darstellen?

2. Der Umgang mit  Risiken im Straßenverkehr

Ein schönes Beispiel für den Umgang mit Risiken bietet der Straßenverkehr. Es ist ja offensichtlich: Wer mit dem Auto fährt, kann verunfallen. Und die Unfallwahrscheinlichkeit steigt mit der Fahrleistung und der gefahrenen Geschwindigkeit. Eine Vermeidungsstrategie kann also auf zwei Grundsätzen aufbauen:

  • weniger fahren
  • langsamer fahren

Es ist daher nicht überraschend, wie tief diese Prinzipien in der ökologistischen Weltanschauung verankert sind. Forderungen nach Tempolimits werden regelmäßig erhoben. Der Versuch, die Reisegeschwindigkeit flächendeckend durch die Einrichtung von „Tempo 30“-Zonen zu vermindern geht oft Hand in Hand mit Maßnahmen zur verstärkten Geschwindigkeitsüberwachung. Die Umerziehung des Autofahrers hin zu einem Nutzer öffentlicher Verkehrssysteme wird mit vielerlei Ideen versucht. Von der Begrenzung und Verteuerung des Parkraums in Städten, über Umweltzonen und gezielter Vernachlässigung der Infrastruktur bis hin zu Kommunikationskampagnen, in denen uns der Besitz eines Fahrzeuges als unmodern ausgeredet werden soll. Zu dem generellen Argument der Risikovermeidung in Bezug auf Unfälle haben sich in den letzten Jahren folgerichtig Argumente des Umwelt- und Klimaschutzes hinzugesellt.

Die Realität sieht glücklicherweise anders aus. Die Fahrleistung mit privaten PKW steigt in Deutschland stetig an, man rechnet auch für die kommenden Dekaden mit einer Rate von 2% pro Jahr. Und das trotz einer Stagnation bei den Einwohnerzahlen. Über die erzielte Reisegeschwindigkeit liegen leider nur sehr wenige Daten vor. Die Erfassung der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten auf Deutschlands Straßen findet nur sehr unregelmäßig und sehr selektiv statt. Die Abbildung kann daher nur einen grundlegenden Eindruck über die Verhältnisse auf deutschen Autobahnen vermitteln. Für weitergehende Aussagen ist die Datenbasis zu gering. Man erkennt aber den Anstieg der durchschnittlichen Geschwindigkeit ebenso wie deren Sättigung auf hohem Niveau (was prinzipiell mit der Verkehrsdichte zusammenhängt).

Als Folge müßte man einen Anstieg der Unfallzahlen und auch der Verletzten und Todesopfer im Verkehr erwarten. Der Blick auf die entsprechenden Zahlen des statistischen Bundesamtes offenbart aber Erstaunliches. Obwohl die Unfallzahlen einen leicht ansteigenden Trend zeigen (aus der Zeit vor 1991 liegen für Gesamtdeutschland hier keine Daten vor), bleibt die Zahl der Verletzten konstant und die Zahl der Todesopfer sinkt rapide.

Die Begründung dafür ist offensichtlich. Die Sicherheit im Straßenverkehr steigt nicht durch eine Vermeidung der Risiken, sondern durch eine Reduktion der Folgen eines Unfalles. Und dies gelingt durch technische Systeme im Automobil.

Genannt werden können passive Systeme wie Sicherheitsgurte, Airbags, Front- und Seitenaufprallschutz. Keines dieser Systeme ist in irgendeiner Weise geeignet, einen Unfall zu vermeiden. Vielmehr treten sie erst dann in Funktion, wenn der Unfall tatsächlich geschieht. Bei aktiven Systemen, wie ABS oder ESP ist es ähnlich. Bei normaler Fahrt merkt der Fahrzeugführer nichts von deren Existenz. Erst im Falle durchdrehender Reifen oder einer Instabilität der Fahrzeuglage greifen solche Systeme ein. Der Prozeß, die passiven Sicherheitssysteme durch aktive zu ergänzen, hat bereits begonnen. Ein besonders schönes Beispiel aus der Vielfalt der Ideen ist die automatische Notbremsung in Verbindung mit dem automatischen Notruf.

Die automatische Notbremsung entzieht dem Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug erst dann, wenn eine Kollision unvermeidbar ist (was die Intelligenz im Auto, gestützt durch entsprechende Sensoren, bemerken kann). Sie verringert die Geschwindigkeit vor dem Aufprall stärker und schneller, als es der Mensch jemals könnte. Gleichzeitig wird ein automatischer Notruf an eine Leitzentrale abgeschickt. Dieser kann neben der exakten Position des Fahrzeuges auch Daten über den Fahrer (Blutgruppe, Allergien) und sogar eine Abschätzung der möglichen Unfallfolgen beinhalten. Man wird daher in Zukunft die scheinbar paradoxe Situation eines Notrufes erleben, der die Rettungskräfte bereits alarmiert, bevor die Kollision überhaupt stattgefunden hat. Zielgerichtetes, schnelles Eingreifen wird möglich und die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr wird weiter sinken.

Das innerhalb der EU politisch festgelegte Ziel ist die Senkung der Zahl der Verkehrstoten auf Null. Durch den Einsatz intelligenter Technologien zur Reduktion der Unfallfolgen. Und das erscheint tatsächlich möglich.

Diese Strategie ist also offensichtlich optimierbar. Für einen Ansatz der Vermeidung eines Risikos gilt dies nicht. Denn irgendwann stößt „weniger fahren“ und „langsamer fahren“ an seine Grenzen. Nur ein vollständiger Verzicht auf den Individualverkehr, ein Tempolimit von 0 km/h, könnte das Risiko eines Unfalles mit irreversiblen Folgen auf Null senken. Die Vermeidungsstrategie ist daher auch im Verkehrswesen immer ein Kompromiß. Man kann sie noch so weit ausreizen, Unfälle mit Toten wird es trotzdem immer geben. Das Prinzip der Reduzierung von Unfallfolgen dagegen ist beliebig optimierbar. Bis hin zur Perfektion.

Man kann den technisch orientierten Ansatz zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr auf die Problematik des Klimawandels übertragen. Das „Risiko eines Unfalles mit Todesfolge“ ist dann das „Risiko eines irreversiblen Schadens durch den Klimawandel“. Die Vermeidungsstrategie „weniger und langsamer fahren“ ist mit der Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen gleichzusetzen. Und der Ansatz, die Unfallfolgen zu verringern, entspricht einer Anpassungsstrategie. Er ist nichts anderes, als die „Anpassung an steigende Risiken (durch mehr Fahrleistung und höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten) des Straßenverkehrs“.

3. Anpassung an den Klimawandel

Vor diesem Hintergrund läßt sich die Strategie „Anpassung an einen Klimawandel“ erfassen und charakterisieren. Es ist ein auf technischen Innovationen basierendes Konzept, mit dem nicht Risiken vermindert, sondern die Folgen steigender Risiken beherrschbar gemacht werden sollen. Die „Beherrschung von Folgen“ bedeutet dabei nichts anderes, als die möglichst vollständige Reduktion irreversibler Schäden. Und letztere sind, wie im Beispiel des Straßenverkehrs, vor allen Dingen Todesopfer, aber auch erhebliche, irreparable bzw. nicht ersetzbare Sachschäden.

Die Anpassungsstrategie beruht dabei auf dem Ansatz, den Klimawandel und seine möglichen negativen Folgen zu akzeptieren und nicht zu versuchen, ihn nicht zu bremsen oder sogar zu verhindern. Ganz ähnlich, wie man im Falle des Straßenverkehrs das Unfallrisiko akzeptiert und trotzdem mobil ist. Nun ist jeder Verkehrsunfall anders, sowohl hinsichtlich seiner Ursachen, wie auch hinsichtlich seiner Folgen. Dies wird berücksichtigt, in dem man eine ganze Bandbreite an Systemen in das Fahrzeug integriert, die jedes für sich einen bestimmten Aspekt regeln. Die Anpassung an den Klimawandel kann in gleicher Weise durch entsprechende Streiflichter charakterisiert werden:

  • Der Umgang mit einer möglichen Erhöhung des Meeresspiegels erfordert zunächst die Sicherung des natürlichen Küstenschutzes. Wichtige Elemente sind küstennahe Sandbanken, Gezeitenwälder (Mangroven) und Küstendünen. Desweiteren sollten Landgewinne durch Sedimentablagerungen nicht zu frühzeitig genutzt werden (Beispiel Bangladesh). Künstlicher Hochwasserschutz in Form von Deichen (auch bei Flüssen) muß an entsprechend gefährdeten Stellen optimiert werden. Überflutungsregionen können ausgewiesen und mit einem System entsprechend intelligent gesteuerter Fluttore genutzt werden. An verschiedenen Küsten ist Landgewinnung aus dem Meer möglich. Dieser Ansatz kann zusätzliche Weideflächen schaffen, die als Hochwasserschutz geeignet sind.
  • Die Folgen von Dürren und Trockenheiten können mithilfe entsprechend robuster Nutzpflanzen und –tiere minimiert werden. Neben der klassischen Züchtung sind hierzu Methoden der Gen- und Biotechnologie anzuwenden. Bewässerungssysteme können optimiert werden und bedarfsgenau Nutzwasser ohne Verschwendung liefern. Die klassische Anpassungsmaßnahme an wechselnde und mitunter widrige Witterungen ist der Bau von Treibhäusern.
  • Stürmen und Starkniederschlägen kann auf zwei verschiedene Weisen begegnet werden. Häuser beispielsweise können entweder sehr robust, oder sehr instabil errichtet werden. Im ersten Fall setzt man auf Erhalt, im zweiten Fall auf einen Verlust nur geringer Werte und einen schnellen Wiederaufbau. Bei Ernteausfällen kann eine entsprechend intelligente Vorratshaltung (durch Veredelung der Rohstoffe, man mache Pommes aus den Kartoffeln und friere sie ein) Hungersnöte verhindern.
  • Die Sicherung von Infrastrukturen, also Verkehrs- und Transportwegen, Kommunikations- und Energieverteilungsnetzen gegen destruktive äußere Einflüsse ist ein wesentliches Element der Anpassung. Robuste Infrastrukturen ermöglichen im Falle einer Katastrophe die Aufrechterhaltung der Funktionen der Gesundheitsfürsorge und eines entsprechenden Rettungswesens.

Grundsätzlich beruht die Anpassungsstrategie auf der Motivation, unser Leben sicherer und unabhängiger von destruktiven natürlichen Einflüssen zu gestalten. Dieser Impuls durchzieht als wesentliches Element die gesamte Technikgeschichte der Menschheit, zumindest, seitdem unsere Altvorderen begannen, sich Kleidung zu schneidern und Hütten zu bauen.

Wir haben hier in der westlichen, entwickelten Welt bereits heute ein hohes Maß an Sicherheit erreicht. Sturmfluten, die noch vor 100 oder mehr Jahren zehntausende an Todesopfern nach sich zogen, sind heute nur mehr Fotomotive für Touristen. Wir wohnen in sicheren, stabilen Häusern aus Stein. Wenn bei uns Flüsse über die Ufer treten, dann ist das für die Betroffenen mitunter ökonomisch riskant (man beachte aber unser ausgereiftes Versicherungswesen). Die Zahl der Toten jedoch bleibt in aller Regel klein. Nicht zuletzt sind wir dazu in der Lage, schnell und effizient umfangreiche Hilfe zu organisieren.

Flutkatastrophen, hervorgerufen durch Tsunamis oder Wirbelstürme, hatten zuletzt im südostasiatischen und im karibisch/mittelamerikanischen Raum hunderttausende an Toten zur Folge. Das ist in unserem Land kaum vorstellbar. Weil wir über die Voraussetzungen verfügen, uns zu schützen und die Folgen zu beherrschen.

Ein wesentliches Element der Anpassungsstrategie ist also auch, den gegenüber uns rückständigen Ländern das Maß an Entwicklung zu ermöglichen, das für ein ähnlich hohes Sicherheitsniveau erforderlich ist. Wer in einer windschiefen Holz- oder Wellblechhütte sitzt und von der Hand in den Mund lebt, der ist extrem gefährdet. Schon ein Hagelsturm kann nicht nur seine Behausung, sondern auch seine Ernte vernichten. Ganz zu schweigen davon, daß ein Katastrophenschutz in solchen Ländern oft nicht einmal im Ansatz existiert. Für uns ist ein Hagelsturm nur mehr eine faszinierende Naturgewalt. Und wenn wir danach Hunger haben, fahren wir zum nächsten Imbiß.

Die Anpassungsstrategie ist optimierbar. Denn je intensiver und umfangreicher man sie implementiert, desto größer ist der Nutzen für die Menschen. Anpassung vermindert keine Möglichkeiten, sie erweitert sie. Die negativen Auswirkungen, die fast ausschließlich monetäre Investitionen in technische Innovationen und in die Infrastrukturen betreffen, werden durch die dadurch entstehenden Wertschöpfungsmöglichkeiten mehr als ausgeglichen.

Die Anpassungsstrategie ist robust. Denn sie funktioniert unter allen denkbaren Zukünften. Gleich, wie sich das Klima nun entwickelt, gleich, warum es das tut, destruktive natürliche Einflüsse wird es immer geben. Ganz, wie man kein Transportwesen ohne die Gefahr von Unfällen betreiben kann: Eine Welt ohne Stürme, ohne Hochwasser, ohne Dürren und ohne Krankheiten ist nicht vorstellbar. Und Anpassung verhindert nicht, eventuelle positive Folgen des Klimawandels zu erkennen und zu nutzen. Ganz im Gegenteil: Sie erhöht die Möglichkeiten dazu.   

4. Zusammenfassung: Anpassung und Vermeidung?

Oft wird kommuniziert, Anpassung und Vermeidung müssten gleichzeitig als Antwort auf den Klimawandel formuliert und umgesetzt werden. Beide wären nur verschiedene Seiten derselben Medaille. Oft wird auch kommentiert, genau an dieser Stelle wäre ein Kompromiß zwischen Alarmisten und Skeptikern denkbar.

Ich sehe das anders. Aus meiner Sicht kann der „Kompromiß“ nur lauten, auf die Vermeidungsstrategie völlig zu verzichten. Denn Anpassung und Vermeidung bedingen einander nicht, sie behindern sich gegenseitig. Beide sind nur unter völlig verschiedenen Voraussetzungen umsetzbar. Die nachfolgende tabellarische Übersicht verdeutlicht dies und faßt die Gegensätze noch einmal zusammen.

5. Anpassung statt Vermeidung

Die Anpassungsstrategie ist das offensichtliche Mittel, der Herausforderung Klimawandel zu begegnen. Die Vermeidungsstrategie ist in jeder Hinsicht ungeeignet. Ihre Sinnhaftigkeit ist so wenig nachweisbar, wie ihr Erfolg.  

Es ist ja nicht so, daß der gegenwärtige Zustand des Weltklimas in irgendeiner Hinsicht optimal wäre. Er stellt schon jetzt eine Herausforderung an die Sicherstellung unseres Überlebens dar. Wir sind schon jetzt von Dürren und Stürmen, von Überschwemmungen und Krankheiten bedroht. Ja, so sagen die Alarmisten, aber die aktuelle Situation ist die beste, die wir kennen, weil wir optimal an diese angepaßt sind. Also müssen wir danach trachten, diese zu erhalten.

Nun ist aber Anpassung ein Prozeß – und kein Zustand. Die Menschheit hat gelernt, jedes Klima zu dem für sich optimalen zu machen. Das ist uns in der Vergangenheit gelungen und wird uns auch in der Zukunft möglich sein. Die immerwährende Anpassung an die sich ändernden Herausforderungen ist ein zentraler Innovationstreiber. Und damit eine Quelle unseres Wohlstandes. Diese Quelle zu nutzen, heißt, zunächst den Schwierigkeiten zu begegnen, die wir jetzt schon haben. Und nicht Risiken zu minimieren, die vielleicht in der Zukunft auf uns zukommen – oder auch nicht.

Eine Banalität? Aber ganz sicher. Anpassung bedarf keiner ideologischen Prinzipien. Sie bedeutet ganz einfach das zu tun, was wir schon immer getan haben. Pragmatisch und rational nach Lösungen zu suchen, die unmittelbar helfen. Lösungen für Herausforderungen, die bereits existieren. Daß dies mit vielen Worten in vielen Diskussionen immer und immer wieder betont werden muß, ist ein Zeichen für das, was sich hinter der Klimadebatte tatsächlich verbirgt: Nicht Umweltschutz, nicht Generationengerechtigkeit, nicht das hehre Ziel einer für alle Menschen besseren Welt. Sondern ein totalitärer Machtanspruch gewisser Eliten der industrialisierten Welt.  

Dem kann man nur entgegenhalten: Die Probleme, die wir gelöst haben, werden uns und unseren Nachfahren das Leben nicht mehr schwer machen. Und das ist wahre Generationengerechtigkeit. Die Probleme, die wir gelöst haben, können nicht mehr als Vorwand für Einschränkungen unserer Freiheit instrumentalisiert werden. Und das ist, was die Alarmisten vielleicht noch mehr fürchten, als den Klimawandel selbst…     

Bildquelle: Autor

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23 Kommentare
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  1. Also nu muß ich abba ma schimpfen, Herr Heller!
    Von Storch ist ein Alarmist und Alarmisten wollen jetzt ihren Arsch retten. „Rette sich wer kann“ ist die Parole.

    * Der Mensch beeinflußt das Klima global durch seine Kohlendioxid-Emissionen.
    * Die dadurch hervorgerufene Entwicklung verläuft in Richtung einer im Mittel wärmeren Welt.
    * Als Folge steigen die Risiken für destruktive Wettereinflüsse.

    Das sind genau wieder die unbewiesenen Behauptungen nur neu aufgekocht und untergeschoben. Politisch reglementierte Vermeidung ohne Grund ist ein Aktionismus. Gegen neue Technik und Einsparung hat niemand etwas. Die entwickeln sich von selbst. Gegen eine Blankolegitimation für durchgeknallte Politiker haben wir etwas. Die Geschichte zeigt, wohin das führt.
    Abscheidung von CO2 ist ein Schildbürgerstreich und ein gefährlicher dazu.

    Verteuerung der Emissionen ist unnötig. Was wir nicht emittieren emittiert der Ozean. Wir können nicht gegen so einen gigantischen Speicher ansparen wollen. Das ist völlig vermessen. Die ganze Debatte ist Größenwahn pur — den Planeten retten — nur auf Verdacht — da lacht sich selbst Adolf krumm.

    Eine Abkehr vom staatlichen Wachstumsdogma hin zu einem Konzept, das auf Stabilität beruht, würde in allen Bereichen Lebensqualität bringen — aber eben keinen reicheren Staat.

    Verzicht geht nur über Politik und zieht Fehlregulierungen und Bürokratiemoloch nach sich.

    Der Vergleich mit dem Straßenverkehr ist völlig daneben. Wenn es keine Unfälle gibt braucht man nicht zu reglementieren. Hier wurde ein Unfall herbeiphantasiert um reglementieren zu können.
    Das Wort Klimawandel ist Unsinn pur. Das Wort Klima wäre obsolet, wenn dieses immer konstant wäre. Die Menschen werden sich an Veränderungen anpassen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche — Darwin sei Dank. Anpassung statt Vermeidung findet also von selbst statt. Kein Geld mehr für Vermeidung und keine Blankoschecks für die Politik!

    Keine Gefangenen, Herr Heller — keine Gefangenen!

    Gruß
    Carsten

    [IPCC global warming]
    „The only person who doesn’t believe the science is President Bush.“
    Robert Watson

  2. Herr Thumulla,
    Sie haben den Satz
    „Für diesen Text sollen daher die folgenden Punkte als gegeben hingenommen werden:“
    vor den drei von Ihnen zitierten Punkten übersehen/überlesen -- vermute ich.

    Das ist doch vollkommen korrekt: Selbst wenn diese Behauptungen den Tatsachen entsprechen
    sollten, gibt es keinen Grund der Alarmistischen Vorsorgepolitik zuzustimmen.

  3. @ Köhler:

    Genau. Das war es eigentlich, was ich verdeutlichen wollte. In jedem Fall ist die Vermeidungsstrategie gegenüber der Anpassungsstrategie suboptimal, ganz gleich, ob es nun wärmer oder kälter wird.

    @ Thumulla:

    Ich habe nicht ganz verstanden, warum Sie mit mir schimpfen müssen…Darf ich nicht mit Herrn von Storch diskutieren (in Form von Kommentaren in seinem Blog)? Kapier ich nicht. Natürlich ist Hans von Storch felsenfest vom AGW überzeugt, natürlich ist er deswegen von der Sinnhaftigkeit einer Vermeidungsstrategie ebenso überzeugt. Allerdings ist er einer der Klimaforscher, der sagt, daß die Forschung keine bestimmte Politik präjudizieren darf. Und das wiederum finde ich auch. Wenn man nun gar nicht mehr miteinander redet, weil die einen die bösen Leugner und die anderen die bösen Ökofaschisten sind, tja, dann kommen wir auch nicht weiter. Es gibt sowohl die bösen Leugner, als auch die bösen Ökofaschisten. Aber diejenigen auf beiden Seiten der Debatte, die sich nicht von den Extremen vereinnahmen lassen wollen (und dazu zähle ich mal Hans von Storch wie auch mich), sollten sich vielleicht besser nicht in der Wagenburg einigeln.

  4. Ja, ok, selbst unter den Vorausetzungen muß man nicht zwangsläufig Vemeidung betreiben. Natürlich sollte man miteinander reden. Das können wir den Treibhäuslern ja rückwirkend ins Stammbuch schreiben. Sie wollten damals nicht mit der anderen Seite reden und sie werden es nicht wollen wenn sie wieder Oberwasser bekommen. Ich fürchte, die Sache ist nicht beendet, sie wird als Ideologie weiterleben. Ich sehe das an Diskussionen. Treibt man sie in die Enge reagieren sie wie die Leyen Ursel „Ich will aber trotzdem“.

    Carsten

    http://www.nichtlustig.de/toondb/090907.html

  5. Hmmm, und wenn sich am Ende herausstellt das von der gewaltigen globalen Erwärmung nur noch 0,13 Grad/Jahrhundert übrig bleiben?

    Edward R. Long

    Den Wetterprofis unter den Beteiligten hier bitte ich dieses Paper mal sorgfältig zu prüfen.
    Danke

    Heinz Eng

  6. @Eng

    Meinen Sie wirklich, dass eine „Studie“, die bei SPPI erscheint und auch noch von Eike empfohlen wird, einer weiteren Beschäftigung damit wert ist?

    Kann man getrost ungelesen in die Tonne kloppen, weil von vornherein klar ist., dass nur und welcher Unfug drin steht.

    [Wieder mal nichts zur Sache, dafür vor allem blanke Polemik. Wollen Sie ausreizen, wie lange wir uns das hier antun?]

  7. @Heinz Eng
    Der Lügner läßt das Lügen nicht und riskiert schon wieder die dicke Lippe….

  8. @Krishna Gans
    Hat mal jemand mitgezählt, wieviele Meßwertanpassungen, Selektionen, Rohdatenverfälschungen, getürkte Behauptungen und so weiter es schon gegeben hat? Ich habe inzwischen die Übersicht verloren. Die Anzahl der dicken Lügen dürfte bald das zweite Dutzend voll machen.
    Carsten

    Otto Aberglaube

  9. @Vennecke

    Den ursprünglichen Link habe ich nicht von EIKE, erst durch Ihren Hinweis habe ich diesen dann auch bei der vorgenannter Site gefunden.

    Globale Temperaturdaten sind die BASIS, sind die Ursuppe des AGW, viele Forschungen einschließlich der Klimamodelle beruhen auf diese Datensätze, was passiert also, wenn sich herausstellt das diese Daten nicht der Realität entsprechen?

    Neben den Temperaturproxys der vergangenen Jahrhunderte sind also diese Daten der wichtigste Beweis des AGW, wenn man dann von einem Beweis sprechen kann.
    Stellt sich aber heraus das diese Daten ungenau, getürkt, manipuliert oder sonstwie angepasst worden sind, könnte die Klimahysterie in sich zusammenbrechen und vielen Lobbyisten/Forschern die Nahrungsgrundlage entziehen.

    Aus diesen Grunde liegt auch mein Hauptaugenmerk auf den globalen Temperaturdaten, sind die schon im Ansatz Murks sind die darauf aufbauenden weiteren Forschungen nicht mehr das Papier wert auf dem sie verfasst worden sind.

    PS. Auch wenn EIKE diese Meldung aufgegriffen hat, wer sich weigert gegnerische Argumente und Papers überhaupt anzusehen und fachmännisch zu bewerten, kastriert sich selber und stellt seine Scheuklappen nur noch etwas enger.
    Seien Sie mal etwas weniger „Fanatiker“ sondern mehr der wissensdurstige Gegner mit intelligenten Gegenargumenten, vorgefertigte Hasstiraden bewirken beim Leser nur noch ein müdes Lächeln.

    MfG
    Heinz Eng

  10. @Krishna

    Ich dachte der gute Mann wollte bis Ende April nicht mehr kommentieren und auf einer wissenschaftlichen „Lügenseite“ schon garnicht…………..hmmmmm.!?

    MfG
    Heinz Eng

  11. Lieber Herr Eng,

    beim rechten Licht betrachtet basiert der AGW-Hype nicht einmal auf Temperaturdaten, sondern auf einer grundsätzlichen Haltung, die in dem Menschen eine destruktive Spezies sieht, der in all seinen Tätigkeiten als potentiell gefährlich zu gelten hat. Nicht menschliche Errungenschaften, Potentiale und Leistungen dienen zur Einschätzung, sondern nur inwieweit der Mensch einen „ökologischen Fußabdruck“ in einer, ohne ihn perfekten, Natur hinterläßt.
    Das Dogma der Nachhaltigkeit und Vermeidung wird, sollte es tatsächlich in der geforderten Form umgesetzt werden, zu einer enormen Fessel menschlicher Entwicklung werden. Dabei ist der Klimahype nur eines der vielen Mosaiksteine auf dem Weg zur Transformation in eine langweilige und ideenlose Wunschzukunft der Venneckes. Wer an der eigenen Leistungsfähigkeit zweifelt, kann nie und nimmer optimistisch in die Zukunft blicken.
    Ich hoffe, daß sich bald ein „neues aufklärerisches Denken“ einen breiten Raum schaffen wird, um diese Lähmung zu beenden.

  12. @ Bibliothekar
    unterschreib‘ ich.
    MfG

  13. @Bibliothekar
    Genau so ist es! Dem Land fehlen Optimismus, Ideen, Zuversicht, Visionen (nein, die sind kein Fall für den Arzt), Aufbruchstimmung, … Eine Kanzlerin vom Niveau einer FDJ-Sekretärin soll das bringen? Quatsch! Die anderen waren leider auch nicht besser. Das Land beißt sich am Rockzipfel von Sozialphantasten fest und will die Realität nicht sehen. Das ist ein typisches Zeichen ideologischer und religiöser Verblendung. Deutschland wird systematisch kaputtgemacht, dabei war es einmal führend in vielen Bereichen. Deutsch als Wissenschaftssprache ist platt — nur noch 1% der Veröffentlichungen sind deutsch und so geht es weiter. Es gäbe viel zu tun aber Deutschland ersäuft in Selbstmitleid und Pseudowissenschaften.
    Die Welt ist groß und schön — man muß ja nicht hier bleiben.

    Carsten

    Dieter Hildebrand im DLF 11.2.2005
    „Deutschland braucht wieder eine Gründerzeit, jetzt haben wir nur eine Blenderzeit.“

  14. @Bibliothekar, Wetter-Quak, Carsten

    Hmm, ich sehe das ein klein wenig anders (auch wenn ich jetzt wieder in diverse politische Fettnäpfchen trete).

    Deutschland ist unterwandert…… von politisch korrekten Gutmenschen die immer noch an Multikulti glauben, an Unmengen von Sozial/Polit-Pädagogen die nie eine händeverschmutzende Arbeit erledigt haben, an Alt- und Neukommunisten die vorher auch schon ein Staat an die Wand gefahren haben, an einer thumben Masse die mit Verblödungsstrahlern und einer finanziellen Miniabsicherung ruhig gehalten wird……..und auf Eigenwohl bedachte Politiker die als Erfüllungsgehilfen der jeweils stärksten Lobby unsinnige Gesetze erfinden.

    Gekrönt wird das ganze von einem Bürokratie-Monster (EU) das mir auch noch den letzten Glauben an die Menschheit raubt, einer EU die auf Lügen aufgebaut ist, einer EU die Deutschland als Zahlmeister missbraucht, einer EU die eigentlich schon am Rande des Zusammenbruchs dahinvegetiert (siehe Griechenland).

    Zu diesen ganzen Unrat gesellen sich dann die gut betuchten grünen Klima/Tier/Umwelt-Schützer die anscheinend zu viel Freizeit haben, damit sie den Rest der Bevölkerung ihren unsinnigen Willen aufdoktrinieren glauben zu müssen.

    Das ganze wird dann genüsslich von den Medien benutzt um Quote zu machen oder die Zahlenden zufrieden zu stellen und schon ist das deutsche Staatsgebilde in kurzen Worten beschrieben.

    Das einzige was da noch stört……..das sind wir, die Skeptiker, die notorischen Realisten, die Menschen die sogar noch für ihr Einkommen einer technischen Beschäftigung nachgehen, sogar die Menschen die in Deutschland (trotz grüner Propaganda) eine technische Infrastruktur aufrecht erhalten müssen.

    Menschen also, die eh schon im Dschungel der Vorschriften/Umweltauflagen/technischen Überwachungswahn ersticken und sich dann auch noch mit Laien über die eigene Arbeit streiten müssen, Menschen die über kurz oder lang an dieser Lager verzweifeln müssen.
    Man sehe sich die jährlichen Auswanderungszahlen an, den Ärtzemangel im Osten, den Technikermangel, den Handwerkermangel…………….praktisch allen Menschen die Werte schaffen, damit dann die Sozialmafia diese Werte wieder vernichten kann.

    Wenn es jetzt auch verdammt hart und dümmlich klingt, inzwischen kommt mir China moderner und fortschrittlicher vor als diese ganze korrupte deutsche/europäische Pack, (trotz des da herrschenden Regiems) das gerade dabei ist sich selber ins wirtschaftliche Abseits zu stellen.

    Manchmal frage ich mich in der letzten Zeit, wozu noch Widerstand gegen diese unsäglichen Zustände, worum nicht einfach die Tasche packen und ein Land gesucht wo ein Mensch noch Mensch sein darf?

    Muss ein Mensch nicht langsam selber wahnsinnig werden, wenn er nur noch von Wahnsinnigen umgeben ist?

    H.E.

  15. Von den Alarmisten wird immer ins Gespräch gebracht, man bräuchte internationale Abkommen, am besten unter dem Dach der UNO, um den CO2 Ausstoß zu vermindern. Ein Problem dabei ist, wie kontrolliert man das Ganze? China hatte sich verweigert, soweit ich weiß. Somit kann man sich das ganze Brimborium sparen.

    Ein anschauliches Beispiel, mit welchen bürokratischen Hindernissen, selbst einfache Vorhaben kaum umgesetzt werden können, liefert die Geschichte Vom Scheitern des braven Entwicklungshelfers W. im Spiegel. Letztendlich ist jedem der eigene Vorteil wichtiger als das allgmeine, hier globale, Wohl.

    Ich bin mir sicher, es gibt viele vergleichbare Geschichten, und es wäre vermessen zu denken, am grünen Denken könnte die Welt genesen. Leztlich ist sich jeder selbst der nächste. Und auch aus diesem Grund, sollten wir keine Vermeidungs-Strategie, sondern eher Anpassung betreiben. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen und dem technischen Forstschritt, kann man dann ja trotzdem Ländern helfen, die von sich aus nicht dazu in der Lage sind.

  16. Es wird höchste Zeit das sich die Ökonomen in die Debatte beim „Klimaschutz“ einschalten. Das Ifo-Institut Dresden warnt schon mal vor nationalen Einzelgängen:

    «Eine nationale Politik, die in erster Linie auf Maßnahmen und internationale Abkommen zur Emissionsminderung setzt, hat wenig Aussicht auf Erfolg»

    Wir dürfen gespannt sein wie der Schäuble und Brüderle darauf reagieren. Als Finanzminister ist man sowieso nirgends beliebt, also könnte zumindest Schäuble Klartext reden.

  17. Da der Peter Heller helle ist und mir rät die Klappe zu halten, habe ich mir tatsächlich die Mühe gemacht seinen Sermon hier zu lesen.
    Ich stelle fest ,daß ein Napoleon oder „Super Welt Cäsar“ nötig wäre, die teils guten „Wunsch Prinzipien“ durchzusetzen.
    Zentrales Thema :Der Mensch wird es schon schaffen sich an wechselnde Klimata anzupassen.
    Nun keiner weiß genau, warum die Sahara heute nicht wie vor ca 10 bis 15ooo Jahren grün gewesen ist.
    Anpassen und überleben konnten dort nur sehr wenige.Unsere Eiszeiten in Nord und Mitteleuropa,keiner weiß über kommen und gehen dieser Zeiten genau Bescheid, boten auch nur Eskimo artigen Menschen unter härtesten Bedingungen Überlebenschancen.
    Wenn schon ein derartiger Bericht dann bitte kein Klimageschwafel (einseitig): NUR der Mensch sei an ALLEM Schuld.
    In Grenzen ja, aber nicht wie heutzutage generel behauptet wird “ Ökoverbrämt“ an allem.
    Übrigens habe ich vermißt :Man könnte den Aralsee wieder fluten ,ebenso die Katarasenke , das Kaspische Meer auf Meereshöhe bringen und die Wüste Gobi soweit möglich unter Wasser setzen. usw. Weiter als Positivum,die Einkind Ehe in China bzw. die negative Leminge artige Bevölkerungsexplosion auf Erden.
    Primitiv ,dumm, kindisch ,undemokratisch und unverschämt ist in jedem Falle , wenn ein Peter Heller oder Quentin mir im Jahre des Herrn 2012 ,das Maul „verbiegen“ will.

  18. @Schuster #17

    ….mit Verlaub, Herr Schuster, halten Sie Ihr Geschwafel hier für konstruktiv oder sonstwie blog-bereichernd?

  19. @Tim, mit Verlaub, aber selbstverständlich ! Oder wollen die“Skeptiker “ skeptisch nur unter sich sein ?Vertragen keinen Sarkasmus, keinen Humor ,keine Kritik,keine Anregung die der eigenen Geisteshaltung nicht konform geht? Schöne Skeptiker! Im übrigen: Ich nenne niemandes Ausführungen Geschwafel-sondern urteile allenfalls :Jeder wie er kann!Tim beispielsweise, kann und will halt nicht anders! : ICH SCHWAFLE!
    Was konstruktiv anlangt:Was nützt es mir oder Anderen , wenn ich genau weiß, was in 30 Jahren am Tage X geschehen
    wird und dieses in die Welt Posaune?…..NICHTS!…..Es ist also konstruktiv, in diesem Falle zu schweigen.Sein Wissen zu umschreiben. Wie heißt es doch in irgendeinem Geschwafel: Wer hören kann der höre …!
    Zu Blog bereichernd .Sämtliche Blog Betreiber wollen in erster Linie“ Gespräch über ein Thema „das sie kennen und für wichtig halten. Es ist verständlich, daß dem Einen oder Anderem Blog Chef, ein Kommentator bzw. dessen Kommentar nicht gefällt. Ein schwacher, aber teils auch sehr guter Blog Betreiber wie Herr Freistetter nutzt die Möglichkeit den unbeliebten Kommentator zu sperren. Nun ,gesperrt wird nicht der unbeliebte Kommentator sondern die (nicht ganz) freie demokratische Meinungsäußerung. (Kotiges oder unverschämtes zählt in diesem Falle nicht und wird überall mit Recht nicht geduldet)!
    Ich schätze das Internet und die Blogs deshalb ,weil der Bürger hier tatsächlich die Möglichkeit hat ,Erfahrung und Meinung kund,zu tun und zu diskutieren. Was ich auch hasse ist :Geschwafel der Spezialisten untereinander ,die alle übrigen Bürger für saudumm halten und deren Kommentare als Geschwafel abtun möchten.
    Ich habe Verständnis dafür,daß heutzutage fast sämtliche Wissenschaften eine Spezialsprache nutzen, die notwendig ist ,um sich, unter sich, prägnant und kurz zu verständigen.
    In Universitäten sind nur ausgesiebte „Intelligenzler“ zugelassen . Die Universität ist unter sich! Nun, heutzutage sind nicht alle dort intelligent und es macht sich zunehmend in der Wirtschaft bemerkbar, daß keiner mehr „Blaumann“ sein will ,weil dieser allgemein für dumm und als minderwertig (im Stillen) angesehen wird.Dies ist bedauerlich.
    Hier wünschte ich mir fast amerikanische Verhältnisse.Studium selber bezahlen! Es würden uns allen ,viele Schwafler erspart bleiben.
    Jeder Blog ist öffentlich und stellt sich der Öffentlichkeit , auch wenn er elitäres außerhalb der Universitäten abhandelt, behandelt .
    Wie sich das Internet bzw. „der Große Bruder“ weiterentwickelt ist offen!

  20. @Schuster #19

    ….na super, dann gehen Sie doch am besten wieder in den Blog von Herrn Freistetter und schreiben dort Kommentare über Kartoffelstampfer.

    Der Kartoffelstampfer von Ernest Rutherford
    Veröffentlicht von Florian Freistetter am November 27, 2011

    Wilhelm Leonhard Schuster

    27. November 2011
    Bei uns ,meine dunkle Erinnerung :”Ebierrerhupfer” ward das Produkt genannt!

    Wilhelm Leonhard Schuster
    27. November 2011
    Nachtrag :Auch Schwellerhupfer genannt.(Weil, so man nach dem Genuß vorgenannter Speise, über die Schwelle der Tür nach außen tretend, bereits wieder Hunger hatte!)

    Hier nerven Sie jedenfalls nur noch….. und ich vermute mal, nicht nur mich.

  21. @Tim na und? Was war an den Kartoffeln anrüchig?… Ich stelle fest : Nichts!

  22. @ Tim

    Hier nerven Sie jedenfalls nur noch….. und ich vermute mal, nicht nur mich.

    Mich auch, deshalb empfehle ich den Schuster als Troll zu behandeln und gar nicht mehr auf sein Geschwafel einzugehen. Keine Ahnung von wo der hier eingeschlagen ist.

  23. Ui ich habe zweien weh getan ,so was tut man: Du Troll doch nicht! Nun ja DIE sind halt wehleidig! (Die Trolle)

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