Artenschutz-Report: Jede dritte Tierart in Deutschland ist nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz bedroht

21. Mai 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Biomasse, Blog, Daten, Energieerzeugung, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen

Gruene-Landschaften3Das Bundesamts für Naturschutz hat ganz aktuell, von der Presse wenig beachtet, seinen neuen Artenschutz-Report vorgestellt. Ob Rebhuhn oder Wildbienen, der Zustand der Artenvielfalt in Deutschland ist laut Bundesamt für Naturschutz alarmierend. Jede dritte Tierart in Deutschland ist nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz bedroht.

Bei den wirbellosen Tieren, zu denen die Insekten und auch Bienen gehören, ist die Lage besonders dramatisch. Knapp 46 Prozent der untersuchten Arten und Unterarten sind bedroht, extrem selten oder bereits ausgestorben.

Bei den Wirbeltieren sieht es nicht weniger dramatisch aus. Fast 28 Prozent der Wirbeltierarten, wie Süßwasserfische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere, sind in ihrem Bestand gefährdet, heißt es im Report. Der Bestand bei den Brutvögeln, wie Kiebitz und Feldlerche und Rebhuhn ist in den letzten zwei Jahrzehnten stark zurück gegangen.

Das Bundesamt für Naturschutz hat insgesamt mehr als 32.000 heimische Arten auf ihre Gefährdung hin untersucht, mit einem erschreckenden Ergebnis: Rund 31 Prozent sind in ihrem Bestand gefährdet, vier Prozent bereits ausgestorben.

Der Haupt-Grund dafür ist, na raten Sie mal:

A: Der Klimawandel
B: Die intensive Landwirtschaft, insbesondere durch den vermehrten Anbau von Energiepflanzen für den Klimaschutz

Ein kleiner Tipp: Energiemais wird inzwischen auf fast 10% der Ackerfläche in Deutschland angebaut. Energiepflanzen insgesamt auf fast 20% der Ackerfläche in Deutschland. D.h. 1/5 der Ackerfläche in Deutschland dient inzwischen der Energieerzeugung.

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21 Kommentare
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  1. Endlich mal ein vernünftiger Beitrag auf diesem Sektierer-Blog …

  2. Man sollte zur Ehrenrettung des BfN vielleicht doch sagen, dass in der Pressemitteilung um Artenschutz-Report folgendes steht:

    Unter den 25 wichtigsten Gefährdungsursachen dominieren damit Maßnahmen, die mit einer Intensivierung der Nutzung von Natur und Landschaft und damit einhergehenden Veränderungen bzw. der Zerstörung der Lebensräume verbunden sind. Aktuell spielt der Klimawandel noch keine große Rolle als Gefährdungsursache. Das BfN geht jedoch davon aus, dass dieser Einfluss bei fortlaufender Klimaänderung zunehmen wird. Ursächlich für die Gefährdung der marinen Organismen sind vor allem die Fischerei, Lebensraumveränderungen, Schadstoffeinträge und Aquakulturen.

    Das wurde heute in meiner Lokalzeitung (HNA) auch weitestgehend korrekt so wiedergegeben.

  3. Sehe gerade eine lesenswerte Stellungnahme des Wattenrates zum Artenschutz-Report des BfN.

  4. Was im Arten-Schutz-Reportnicht deutlich gemacht/unterdrückt wird ist:

    Das Bundesamt für Naturschutz hat zwar insgesamt mehr als 32.000 heimische Arten
    die „unter Verdacht stehen“ auszusterben untersucht.

    Dass aber ein weiterer Anteil von Arten, der vom Aussterben nicht bedroht ist
    (50.000 Arten, von unbekannten Arten gar nicht zu reden) , wird nicht erwähnt;

    das würde ja nicht zum angestrebten Alarmismus passen.

  5. 11 Säugetierarten sind also in Deutschland ausgestorben. Und 234 Käferarten. Schade, dass die nicht explizit aufgelistet sind im Report -- da hätte ich gerne mal in meinem Garten nachgeschaut, ob da nicht ein paar davon sich dorthin verirrt haben. Wäre jan icht das erste Mal, dass man vermeintlich ausgestorbene Arten irgendwo putzmunter gefunden hätte.

    Ansonsten lese ich den Report so: wir sollen Flächenverbrauch vermeiden (also weg mit Energiepflanzen, WKAs, nicht-Dach-PV und Biolandbau), wir sollen ungünstige Einträge in Gewässer vermeiden (also weg mit Biolandbau), wir sollen unnötige Eingriffe im (Watten-)Meer unterlassen (also weg mit Offshore-WKAs), und wir sollten den Wald weniger bewirtschaften (also weg mit Pellet- und Hackschnitzelheizungen jenseits der Restholzverwertung).

  6. @hubersn

    Es ist echt schwer eine Liste zu finden. Man hat den Eindruck die scheuen die Veröffentlichung der Säugetierliste.

    Hier habe ich einen Link gefunden. Ist aber keine offizielle Stelle.
    Braunbär, Bayrische Kurzohrmaus,Ziesel,Elch, Wolf, Europäischer Nerz,Langflügelfledermaus,Wisent

    Wenn wir den Wolf streichen fehlen noch 4 Arten. Ich würde mal tippen, dass da noch ne Robbe dabei ist die früher mal Flensburg angeschwommen hat aber heute in Dänemark umkehrt.

    Nun gut. Mammut, Sägezahntiger, Wollhaarnashorn und Wildpferd fehlen auch noch. Falls sie die zählen könnte das der Grund sein, warum sich niemand traut die Liste zu veröffentlichen.

    Übrigens in der Kategorie 0 werden ausgestorbene und verschollene Arten gezählt.

    Das Bundesamt für Naturschutz verkauft das Buch: Die rote Liste

  7. So jetzt habe ich die Liste doch gefunden:

    Braunbär(1835), Bayrische Kleinwühlmaus (1962),Ziesel(1985),Elch(vor 1800), Europäischer Nerz(vor 1930),Langflügelfledermaus(1958),Wisent(vor1700),Auerochse(vor1500), Wildpferd(vor 1500), Großer Tümmler (ca. 1970), Ostigel (vor 1945)

    In Klammer die jeweiligen Aussterbejahre. Kein Wunder, dass man das nicht an die große Glocke hängt. Der Ziesel war auch früher im heutigen Bundesgebiet nur im Osterzgebirge zuhause. Das ist nun ja nichts Neues und in den letzten Jahrzehnten scheint nicht viel passiert zu sein.

    Kann mir mal einer erklären, was ein Ostigel ist. Vielleicht ist das ja einfach ein Effekt der deutschen Grenzverschiebung
    Anscheinend gibt es den Westigel noch. Und da sage einer man könne an Tieren die Zukunft nicht vorhersagen.

  8. Laut Wikipedia wurde 2006 eine Neuansiedlung des Ziesels gestartet. Muss er dann nicht wieder von der Liste runter? Wurde die Liste beim Kurzbesuch des Problembären Bruno immer aktuell angepasst? Fragen über Fragen.

  9. @Heß

    Kann mir mal einer erklären, was ein Ostigel ist. Vielleicht ist das ja einfach ein Effekt der deutschen Grenzverschiebung

    Gemeint zu sein scheint der Nördliche Weißbrustigel (Erinaceus roumanicus) oder Osteuropäische Igel, eine Art aus der Gattung der Kleinohrigel. Im Polen, ehemaligen Pommern scheint es den noch zu geben. Durch die Grenzverschiebung nach dem WK II nach Westen scheint er tatsächlich aus Deutschland verschwunden zu sein und zum Polen geworden sein.

  10. PS

    Noch einigen Auszüge aus dem Artenschutz-Report 2015:

    Dabei ist die Eisente durch
    Beifang in der Stellnetzfischerei, Kollisionen
    mit technischen Bauwerken (z. B. Offshore-
    Windenergieanlagen) und durch Verschmutzung
    der Habitate und Nahrungsgebiete gefährdet
    (BfN 2013).

    Die Erneuerbare-Energien-Politik der letzten Jahre, durch die
    für den Anbau von Energiepflanzen starke Anreize gesetzt wurden, sowie die Intensivierung der
    Milchproduktion bei gleichzeitigem Rückgang der Raufutter verwertenden Viehbestände haben die
    Intensivierungstendenzen in der Landwirtschaft zusätzlich verstärkt.

    Die umfangreiche Förderung der Erneuerbaren Energien führt seit einigen Jahren auch zur
    Errichtung von Windenergieanlagen auf Waldstandorten. Damit einher geht die Neuanlage bzw.
    Verbreiterung von Wirtschaftswegen. Dadurch nehmen die Zerschneidung, Fragmentierung und
    der Verlust von Lebensräumen auch im Wald zu. Anlagenbezogen geht für bestimmte Vogel-
    und Fledermausarten ein Kollisionsrisiko oder eine Scheuchwirkung aus.

    Erst in den letzten Jahren ist mit der Errichtung von Offshore-
    Windenergieanlagen begonnen worden. Bei den Bauarbeiten kann eine Lärmbelastung unter Wasser
    auftreten, die ausreicht, um Wirbeltiere, insbesondere Schweinswale (Phocoena phocoena, Abb.
    43), zu stören oder zu verletzen.

  11. @Krüger

    Nun dann wird der Ostigel hoffentlich durch die offene Grenze zur Einwanderung ermutigt.
    Denn er hat deutsche Großeltern. Da wurde er von Helmut Kohl wohl glatt vergessen. Vielleicht vermischt er sich dann ja genetisch mit dem Westigel.

  12. Was mir hier vor allem auffällt, ist der völlig falsche Gebrauch des Wortes „Intensivierung“. Für mich bedeutet Intensivierung eine Steigerung der Effizienz (Ertrag pro Fläche) und nicht eine Ausweitung der Produktion. Da bin ich mit den Ökomodernisten, über die wir ja bei zwei anderen Texten diskutieren, durchaus einer Meinung.

  13. Was mir auch auffällt ist das Berichten der Zahlen der Vergangenheit.
    Die Excelliste die ich gefunden habe ist die rote Liste. Die listet 10151 Arten, davon sind 548 ausgestorben oder verschollen.
    Davon 42 nach 1970 bzw. 6 nach 1990.
    Unter diesen 6 Arten sind 3 Schmetterlinge, 1 Biene, 1 Flechte und die Blauracke ein Zugvogel der uns seit 1994 nicht brütet.

    Man könnte auch daraus lesen, dass der Trend rückläufig ist. Ob das daran liegt, dass es wärmer wird?

    Aber da wir hier nur Trendlaien sind, fragen wir zu Trends besser einen Klimaforscher.

  14. Zur Blauracke

    Ihre größte Verbreitung dürfte die Blauracke in den durch besonders heiße Sommer gekennzeichneten Jahren 1774–1824 gehabt haben. Ihr Brutgebiet reichte damals bis ins nördliche Südschweden und erreichte Finnland. Im mittleren und südlichen Deutschland, Westfrankreich und Ostösterreich scheint sie ein häufiger Brutvogel gewesen zu sein. Nur in der Schweiz, Liechtenstein, Belgien und den Niederlanden hat die Blauracke offenbar nie oder nur ausnahmsweise gebrütet. Der bald danach einsetzende Bestandsrückgang und Arealschwund wird vor allem auf klimatische Veränderungen, insbesondere auf zunehmend stärker werdende atlantische Wettereinflüsse zurückgeführt.[18]

    Der Bestandsrückgang startete also 1824

  15. Es ist schon seltsam. Noch nie war der Anteil der Schutzgebiete (FFH, Vogelschutz, Naturschutz, Landschaftsschutz usw.) an der Fläche Deutschlands so hoch wie heute. In MV beträgt der Anteil an der Landesfläche 40%. Mehrfachüberlappungen sind dabei nicht mitgezählt. Dieser Anteil der Schutzgebiete betrifft ebenfalls die landwirtschaftliche Fläche. Ein großer Teil des Grünlandes wird im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten heute extensiv bewirtschaftet, z.T. auf der Basis von Verträgen mit den Naturschutzämtern. In MV wurden inzwischen ca. 50.000 ha landwirtschaftliche Fläche wiedervernässt, z.B. durch Moorrenatuierung. Diese sind dadurch kaum oder gar nicht mehr landwirtschaftlich nutzbar. Das alles tragen die Landwirte und Grundeigentümer auf ihre Kosten mit. Wenn dadurch die Artenvielfalt zurückgeht, kann etwas nicht stimmen. Entweder wird falsch gezählt oder die Naturschutzmaßnahmen bewirken das Gegenteil als beabsichtigt.

  16. @F. Blücher

    Noch nie war der Anteil der Schutzgebiete (FFH, Vogelschutz, Naturschutz, Landschaftsschutz usw.) an der Fläche Deutschlands so hoch wie heute.

    Die NSG (der Zuwachs) sind klein im Vergleich zu den Brachen, Feucht-Wiesen, Biotopen/Hecken/Knicks, etc., die durch die intensive Landwirtschaft verloren gehen.

  17. @16. Michael Krüger
    Dann kennen Sie die Vorschriften nicht, nach der heute Landbewirtschaftung vorzunehmen ist, z.B. Cross Compliance.

  18. @F. Blücher

    Wie ich schon sagte. Die NSG (der Zuwachs) sind klein im Vergleich zu den Brachen, Feucht-Wiesen, Biotopen/Hecken/Knicks, etc., die durch die intensive Landwirtschaft verloren gehen.

    Knicks/ Hecken etc. werden platt gemacht, um mehr Ackerland zu gewinnen. Ist tägliche Realität, z.B. auf Fehmarn. Dort wird bis an die Steilküste zur Ostssee hin bewirtschaftet. Dagegen gibt es dort seit Jahren eine Bürgerinitiative.

    Brachen gehen immer mehr verloren. Felder werden heute jedes Jahr bewirtschaftet.

    Artenreiche Feuchtwiesen werden zu artenarmen Maisfeldern umgewandelt, etc..

  19. Hey…..ick höre immer bloss „Artensterben“……wat ist denn mit den „Artenimport“?

    Asiatischer Laubholzbockkäfer bedroht deutschen Wald

    Der Asiatische Laubholzbockkäfer gilt als einer der größten Waldschädlinge weltweit. Nun hat er Deutschland erreicht, die Förster greifen in ihrer Panik zum letzten Mittel: Quarantänekahlschlag.

    oder das nette Gewächs hier, dat aus Nordamerika stammt?

    Ausbreitung von Ambrosia gerät außer Kontrolle

    Ambrosia-Pflanzen gibt es in Deutschland, seit die Samen als „blinde Passagiere“ im 19. Jahrhundert an Bord von Frachtschiffen aus Nordamerika nach Europa kamen. Doch erst der Klimawandel mit wärmeren Sommern und Wintern macht Europa für Ambrosia attraktiv. Ausbreiter ist allerdings der Mensch, vor allem durch Vogelfutter mit Ambrosia-Samen.

    Lach…wofür doch der arme Klimawandel alles herhalten muss….und für Micha gibbet auch was, das als Invasion seine Heimat unterminiert…

    Chinesische Wollhandkrabbe

    Nach Europa wurden sie Anfang des 20. Jahrhunderts vermutlich als Larven mit dem Ballastwasser von Handelsschiffen eingeschleppt. Im Jahr 1912 wurde die Art erstmals in der Aller nachgewiesen. Zwischenzeitlich verbreitete sie sich in mehreren Schüben invasionsartig, insbesondere in den in die Nordsee mündenden Flüssen Elbe, Weser, Ems und Rhein samt Nebengewässern. Auch die Ostseezuflüsse Oder und Weichsel wurden bereits 1929/1930 besiedelt (noch vor dem Rhein), wobei die Tiere sich in der Ostsee wegen zu geringer Salzgehalte nicht fortpflanzen können, sondern wohl bis ins Kattegat weiterwandern müssen (selbst hier wurde eine Vermehrung erst 2011 nachgewiesen).[3] Inzwischen wurde auch das Nordende des Bottnischen Meerbusens von den Tieren erreicht, wobei bei isolierten Vorkommen nicht immer klar ist, ob auch eine Reproduktion erfolgt. Selbst weit stromaufwärts, etwa in Basel, Dresden oder Prag, wurden schon Wollhandkrabben gesichtet. Die Berliner Gewässer werden über die Havel und die Schifffahrtskanäle besiedelt. Besiedelt worden sind auch die großen französischen Flusssysteme von Seine, Loire und Gironde, von wo aus sie durch Wanderung über Kanäle die künstlichen Lagunen der Mittelmeerküste erreichte, sowie in Großbritannien die Themse (seit den 1930er Jahren bekannt) und im schottischen Clyde (erstmals nachgewiesen Juni 2014).[4] Im Mittelmeer und den Mittelmeerzuflüssen wurde die Art verschiedentlich gesichtet, scheint aber bisher noch selten zu sein. Nach einer Modellierung der klimatischen Ansprüche (Nischenmodell)[5] können sie fast ganz Europa besiedeln. Weitere Vorkommen sind beinahe weltweit nachgewiesen, wobei eine weitere Verschleppung über Ballastwasser immer noch erfolgt. So wurde vor etwa 15 Jahren die San Francisco Bay (Nordamerika) besiedelt (nach genetischen Markern von Europa aus, nicht direkt aus China). Dieses Ausbreitungsvermögen hat der Art einen Platz auf der Liste der „100 schlimmsten nicht-indigenen Arten“ eingetragen.

    Achso…..der süsse Waschbär wird in deutschen Wäldern inzwischen auch schon zur Plage…..auch so ein Ami-Import, *grins.
    Um eine Art in Deutschland wäre es aber echt nich Schade…..der Juchtenkäfer…..denn dann hätte der deutsche Wutbürger ein Grund weniger, sich an diverse Bäume zu ketten.
    Onkel Heinz……Wolf im Merinoschafsfell

  20. Heinz, der Waschbär wurde vom Reichsjägermeister im Jahre 1934 ausgewildert 😉

  21. @Lothar

    Joo, eine Quelle war der bewusste Forstmeister Wilhelm Freiherr Sittich von Berlepsch……..eine weiter Quelle war:

    Der Ausbruch von etwa zwei Dutzend Waschbären nach einem Bombentreffer auf ein Waschbärgehege in Wolfshagen (heute Ortsteil von Altlandsberg) bei Strausberg in Brandenburg im Jahre 1945 führte zu einem weiteren Verbreitungsgebiet. Die daraus entstandene Population lässt sich bis heute genetisch und parasitologisch von der westdeutschen unterscheiden. Während über 70 Prozent der Waschbären der mitteldeutschen Population mit dem Waschbärspulwurm infiziert sind, wurde bislang bei keinem Waschbär aus dem brandenburgischen Verbreitungsgebiet eine Spulwurminfektion diagnostiziert. In Sachsen-Anhalt wurde eine Infektionsrate von 39 Prozent gemessen, weswegen dieses Gebiet eine wichtige Rolle als Verschmelzungsgebiet der beiden großen Populationen zu spielen scheint.

    In der Jagdsaison 2010/2011 wurden in Deutschland 67.700 Waschbären getötet. In den 1990er Jahren hatte diese Zahl noch bei nur 400 Tieren gelegen.[78]

    http://de.wikipedia.org/wiki/Waschb%C3%A4r#Verbreitung_in_Europa

    Danke für den Hinweis.
    H.E.

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