Auch das noch: Klimawandel und Gletscherschmelze bringen Erde ins Taumeln

13. April 2016 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Kurioses, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Wissenschaft

Schmelzende Gletscher infolge des Klimawandels könnten die Erdachse aus dem Gleichgewicht bringen. Forscher haben entdeckt, dass sie schon durch kleine Änderungen der Masseverteilung ins Taumeln gerät.

Ab und zu dreht die Erde nicht ganz rund. Dann weicht sie von ihrer Achse ab, bis zu 12 Meter. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, warum das so ist. Die Erderwärmung ist letztlich daran schuld, wie die Wissenschaftler Surendra Adhikari und Erik Ivins vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa im kalifornischen Pasadena festgestellt haben.

Rund 80 Prozent des Süßwassers der Erde sind in dem kilometerdicken Eisschild der Antarktis und von Grönland gebunden. Die Erderwärmung lässt das Eis von Gletschern schmelzen. Das verändert die Verteilung der Masse auf der Erde. Das wiederum hat Einfluss auf die Polarachse, um die sich der Planet dreht: Die Polarachse und der Nordpol verschieben sich. Die Erde gerät ins Taumeln.

Während des 20. Jahrhunderts bewegte sich der Nordpol in Richtung Kanada. Das hat sich in diesen Jahrhundert geändert. Nun bewegen sich Nordpol und die Polarachse Richtung England, wie in der Studie festgestellt wird. „Die jüngste Abweichung von der Richtung des 20. Jahrhunderts ist sehr dramatisch“, sagte der führende Autor der Untersuchung, Surendra Adhikari.

Der Nasa-Wissenschaftler Erik Ivins, zugleich Co-Autor der Studie, sagte: Seit 2003 hat Grönland im Durchschnitt mehr als 600 Billionen Pfund Eis pro Jahr verloren. Das habe Einfluss auf die Art, wie die Erde sich drehe, vergleichbar mit einem Eiskunstläufer, der ein Bein anhebe, während er sich drehe. Darüber hinaus seien in der Westantarktis 275 Billionen Pfund Eis im Jahr geschmolzen. Der Autor der Studie Adhikari sagte, das alles beschleunige das Taumeln weiter und führe dazu, die Polbewegung Richtung Osten zu verlagern.

Das ist aber nichts Ungewöhnliches. Denn die Erde schwankt in Eiszeittakt mit Eiszeiten und Warmzeiten. Seit etwa einer Millionen Jahren erwacht die Erde ca. alle 100.000 Jahre aus einem eisigen Dornröschenschlaf und wechselt für 10.000 bis 20.000 Jahre in das Klima einer Zwischeneiszeit – wie die, in der wir heute leben. Genauer gesagt leben wir sogar noch in einem Eiszeitalter. Denn Eiszeitalter, auch Eiszeiten genannt, sind Perioden der Erdgeschichte, in denen mindestens ein Pol der Erde vergletschert ist. Das ist derzeit der Fall.

Mit den Abschmelzen der Gletscher ändert sich die Masseverteilung der Erde und der Norpol und die Polarachse verschieben sich. Auch Erdbeben und Vulkanismus führen zu einer Veränderung der Masseverteilung und haben Einfluss auf den Nordpol, die Polarachse und die Rotationsgeschwindigkeit der Erde. Ebenso das Laub, welches die Bäume alljährlich im Herbst auf den Landmassen der Nordhalbkugel abwerfen. Dies lässt die Erde im Winterhalbjahr schneller drehen. Der Mond bremst hingegen die Erde, weshalb die Tage unmerklich länger werden. Er bremst die Erdrotation um ca. 20 Mikrosekunden pro Jahr ab. Also alles kein Grund zur Besorgnis.

Ohne stabilisierenden Mond würde die Erdachse hingegen wild umher taumeln und ein leben, so wie wir es heute kennen, wäre auf der Erde nicht möglich.

Als Filmempfehlung zum Artikel: Der Tag an dem die Erde Feuer fing (1961)

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40 Kommentare
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  1. Was ist da neu in der Erdgeschichte? Klima, Erdachse, Sonnenaktivitäten, Vulkane. Alles läuft schon lange auf der Zeitachse.
    Jetzt wird nur mit „ollen Kamellen“ Tagespolitik gemacht. Politiker und „Forscher“ z.B. PIK kochen ihr Süppchen, natürlich nicht zu ihrem mömentanen (und monnetären) Nachteil. In Deichbau, angepasste Pflanzen, Impfungen und so weiter wird nicht mit Forschungsgeldern investiert. Forschungsgelder in Batterien für E-mobiel, Ja,- in Reisanbau ohne geflutete Felder Nein. Sieben Milliarden Menschen brauchen Antworten, Lösungen für Enährung und Wohlstand. Das geht nur über Industrialisierung und ggf. Gentechnik. Grüne Perspektiven führen zu Rückschritt und verurteilen Milliarden zum „natürlichen Tod“. Vor dem „natürlichen Tod“ kommt dann noch das Aufbäumen in Form von Migration.

  2. In Sachen Laub habe ich da so meine Zweifel, ob das nun an Bäumen hängt oder auf die Erde fällt……
    Zumal trockenes Herbstlaub leichter ist als das frische Grün an den Bäumen….

  3. @Krishna

    Mit den Laub und Blattgrün ist es wie mit einer Eiskunstläuferin, die Pirouetten dreht. Mit ausgebreiteten Armen dreht es sich langsamer, als mit angelegten Armen. Werfen die Bäume das Blattgrün als Laub ab, dann werden die Arme angelegt und die Erde dreht sich schneller.

    PS: Gerade gelesen, Jonas/ Venncke/ Potratz zieht gerade andernorts über Dich her.

  4. @Micha
    Mit Verlaub….dat mit dem Blattgrün is Bullshit.
    Vergleiche die Masse der drehenden Erde mit der Gesamtmasse det Grünzeugs…..und berücksichtige zusätzlich den Schnee, der sich im Winter gelegentlich auf die Äste legt….oder bei dauergrünen Nadelhölzern.

    Ich vergleiche das mit einer Eiskunstläuferin, der an der rechten Hand am kleinen Finger der Nagel abgebrochen ist…..oder bei der Pirouette ein Haar abhanden kommt.

    Und wenn alle 1,4 Mrd. Chinesen auf Kommando ein Hüpfer machen…..wirft es die Erde dann wohl komplett aus der Bahn, oder?

    Übrigens…..ob Schimke ein Furz ablässt oder er die Scheiße in seinem Hirn direkt auf die Tastatur kleckern lässt….dürfte hier bei uns irrelevant sein, wie der üble Rest, der seinen Axelschweiß in diesen drübigen Blog tropfen lässt.
    Fanatiker sind und bleiben nun mal unbelehrbar…..und fackeln schon mal ein Auto des Gegners ab….also was solls, lass sie in ihren verfaulten Saft weiter mit den dünnen Ärmchen rudern, irgendwann werden sie vor Langeweile sterben, was durchaus keinerlei Trauer beim Onkelchen auslösen wird.
    Krishna…..sinnlos mit den Schneeblinden da drüben über Spargel zu diskutieren, die ham ja nich mal ihre Ziegen im Griff.
    Onkel Heinz….knurrrrr

  5. @Micha #3
    Nee, das mit dem Blattgrün solltest Du Dir abschminken, da taugt das Pirouettenmädchen nicht im Geringsten zum Vergleich.

    Und was der Depp Vennecke et al. beim Georg (?) absondert, nun ich hätte es nicht treffender formulieren können als Heinz 😀

  6. wohl auch recht spekulativ;
    Future freshwater stress for island populations
    Purchase article full text and PDF for $32 -- kleine Geschäftsidee für den blog hier?

    Deutsche Rezension: Inselstaaten – Vor dem Untergang kommt die Dürre
    …“Die Atmosphäre wird durstiger und hält mehr Wasser zurück“…
    „what it all not gives“ wundert sich der gebildete Anglophile 🙂
    Wissenschaftsjournalistischer Versuch was dem Laien verständlich zu machen?

  7. Inselstaaten – Vor dem Untergang kommt die Dürre……blah, blah…..wir werden alle sterben und der böse Mensch und sein fieses CO2 sind dran schuld, oder doch nicht?

    73 Prozent dieser Inseln müssten demnach ab Mitte dieses Jahrhunderts mit zunehmender Trockenheit rechnen. Stark betroffen seien die Antillen, die Osterinsel und sogar die Azoren.

    Azoren……

    Das Klima auf der westlichst gelegenen Insel Flores ist wesentlich wolken- und regenreicher als auf der östlich gelegenen Insel Santa Maria. Flores hat ca. 1600 Sonnenstunden (etwa wie im Ruhrgebiet), Santa Maria ca. 1900 Stunden (etwa wie im Oberrheingraben). Die Niederschläge variieren zwischen 900 mm auf Santa Maria (auch etwa wie im Ruhrgebiet) und rund 1500 mm auf Flores (etwa wie im Berchtesgadener Land). Besonders signifikant ist der Unterschied im Sommer, wo Santa Maria oft trocken bleibt und damit dem mediterranen Klima ähnelt, während Flores öfter Regenschauer bekommt und damit bei den sehr warmen Temperaturen in Tieflagen schon fast feucht-tropisch anmuten kann.

    In höheren Lagen der Vulkangipfel nimmt die Sonnenscheindauer weiter ab und die Niederschlagsmenge zu; mancherorts können über 5000 mm erreicht werden (so heftig wie etwa in Südostasien). Ab 400 m Seehöhe ist auch Nebel sehr häufig, insbesondere im Winter, da die Wolkenschichten sehr tief hängen.

    Also an Wassermangel werden die wohl auch zukünftig nicht leiden müssen…..ham aber ein janz anderes Problem:

    Die Azoren wurden immer wieder von Vulkanausbrüchen und Erdbeben heimgesucht. Den größten Ausbruch bildete 1957 die Entstehung des Vulkans Capelinhos an der Küste der Insel Faial. Etwa 2.000 Menschen mussten umgesiedelt werden, und viele Bewohner wanderten in die USA aus, die durch ein Sondergesetz ihre Immigration ermöglichten. 1980 erschütterte ein Erdbeben die Insel Terceira und zerstörte die Hauptstadt Angra do Heroísmo. Das letzte größere Beben ereignete sich 1998, tötete auf der Insel Faial zehn Menschen und machte Tausende obdachlos.

    Antillen…
    Haiti

    Durch Bodenerosion ist das fruchtbare Land seit der Besiedlung 1492 auf fast 50 % geschrumpft. Der Regenwald war bereits 1990 zu 98 % abgeholzt, was zu Desertifikation führen kann. In der Landreform Anfang des 19. Jahrhunderts erhielten Bauernfamilien je 15 ha Farmland. Die Nachkommen dieser Landerben teilten das Land in immer kleinere Stücke auf. 1971 war das auf eine Bauernfamilie entfallende Land nur noch knapp 1,5 ha groß. Um zu überleben, musste das Land übernutzt werden. Starke Erosion war die Folge und der Boden wurde innerhalb weniger Jahre unfruchtbar. Die Nachkommen machten noch steilere Hänge für die Landwirtschaft nutzbar. Landesweit führte der Verlust an landwirtschaftlichen Flächen für den eigenen Verbrauch zu sozialer Destabilisierung des Landes.

    Die Bevölkerung hat sich seit dem ersten Zensus 1950 etwa verdreifacht…… Die zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer lag im Jahr 2010 bei 3,72 Kindern pro Frau

    Dominikanische Republik
    Fruchtbarkeitsrate: 2,6 Geburten pro Frau
    Zu den 10 Millionen Einwohnern kommen dann noch 4 Millionen Touristen dazu….die auch alle Trinkwasser vermanschen.

    Tja…..was macht man nicht alles, wenn man als Klimaforscher langweile hat?
    Man spielt ne Weile am Computer rum bis das erwünschte Ergebnis hinten raus kommt um dann anschließend inner Fachzeitschrift den Weltuntergang zu zelebrieren, wie immer eigentlich, Hauptsache man kann weitere Forschungsgelder absahnen.

    Onkel Heinz……oh man, ist dat wieder öde

  8. @Krishna, Heinz

    Drehimpulserhaltung

    Wissen Physik, 22.10.08, Fallendes Laub lässt die Erde schneller drehen

    Die Änderung der Tageslänge durch fallendes Laub liegt bei etwa 10 Nanosekunden. Dies lässt die Erde im Winterhalbjahr 10 Nanosekunden schneller drehen, als ohne den Laubeffekt.

    „Wie jede globale Verlagerung größerer Massen verändert auch die Verlagerung großer Mengen von Biomasse die Geschwindigkeit der Erdrotation“, erklärt Axel Nothnagel vom Geodätischen Institut der Universität Bonn. An etwa 150 Beobachtungstagen pro Jahr wird die Erdrotation durch jeweils zwei der weltweit rund 30 großen Radioteleskope simultan gemessen.

  9. @Micha
    „Allerdings handle es sich hier bislang erst um eine hypothetische Hochrechnung: „Beim Laub stoßen unsere modernen Messinstrumente noch an ihre Grenzen.“

    Wie gesagt, was ist mit Schnee, der auf Nadelbäume liegen bleibt, besonders in Sibirien…..oder Schnee, der auf den Gipfeln der Berge liegen bleibt…..und aufgrund des viel größeren Abstands zum Erdmittelpunkt viel höhere Auswirkungen auf den Drehimpuls hat als Laub, das aus 10 m Höhe runter fällt?

    Hmm, wenn also in China ein Sack Reis umfällt, müsste dat folglich auch ein Einfluss auf die Rotationsgeschwindigkeit haben, oder?

    Naja…halt ne niedliche Hypothese um auch mal in die Zeitung zu kommen.
    H.E.

  10. @Micha #8

    Diesen Bremseffekt fängt auch das Herbstlaub nicht auf, obwohl es die Rotation kurzfristig beschleunigt und die Tage dadurch verkürzt. Allerdings handle es sich hier bislang erst um eine hypothetische Hochrechnung: „Beim Laub stoßen unsere modernen Messinstrumente noch an ihre Grenzen.“

  11. @Krishna, Heinz

    Das kann man mit der Drehimpulserhaltung berechnen. Dabei kommen dann etwa 10 Nanosekunden für den Laubeffekt raus. Natürlich kann man so kleine Zeiten kaum messen, zumal der Laubeffekt durch andere Effekte, stärkere Effekte überlagert wird.

  12. @Heinz

    Auch wenn Du auf einen Baum hoch und runter springst hat das einen Effekt auf den Drehimpuls. 😉

  13. @Micha

    Wissenschaftler des Bundesamtes für Kartografie und Geodäsie der Technischen Universität München, beobachteten mit Hilfe eines zehn Tonnen schweren, ringförmigen Lasers, der die Rotation der Erde präzise vermessen kann, dass die herabfallenden Blätter die Drehgeschwindigkeit der Erde minimal verändern. Die Erde rotiert im Herbst und Winter schneller. Wobei die Forscher einräumen mussten, dass dieser Effekt unter Umständen auch andere Gründe haben könnte, die bislang nicht bekannt sind.

    Quelle

  14. Taumelnde Erdachse -- Problem oder Chance?

    Das Prinzip -- Embrace the Change -- sagt ja, dass Veränderungen letztlich unvermeidlich sind, und zwar auf allen Ebenen. Es ist darum überhaupt nicht per se klar, ob es Vor- oder Nachteile bringt, darum ist eine positive Grundhaltung zu Veränderungen nicht blauäugig, sondern ermöglicht eine entsprechende Vorbereitung bei Problemen und Realisierung von möglichen Vorteilen.

    Dagegen scheint ein stereotyper Verdacht, dass Veränderungen immer negativ seien.Eher sauertöpfisch und dysfunktional zu sein.

  15. @Krishna

    Glaub mir, die Drehimpulserhaltung erfordert eine schnellere Rotation, wenn das Laub abgeworfen wird.

  16. @Micha #15
    In Bausch und Bogen glaube ich Dir da nicht, sorry.
    Selbst die untersuchenden Wissenschaftler sind nicht frei von Zweifeln. (siehe mein #13)

  17. @Krishna

    Der Drehimpuls ist definiert als:

    L=m·r·v -> v = L / m·r

    m: Masse des Körpers
    r: Radius des Körpers
    v: Rotationsgeschwindigkeit

    Der Drehimpuls eines isolierten physikalischen Systems L bleibt unverändert, egal welche Kräfte und Wechselwirkungen zwischen den Bestandteilen des Systems wirken. Dies wird als Drehimpulserhaltung bezeichnet. Fast perfekt isolierte Systeme gibt es im Weltall, wie die Erde.

    Die Masse m ändert sich nicht mit dem fallenden Laub, aber der Radius r. Er wird durch das zu Boden fallende Laub kleiner. Zudem ziehen die Bäume den Saft aus den Blättern in den Stamm und die Wurzeln. Da der Dehimpuls L erhalten bleiben muss, muss sich folglich die Rotationsgeschwindigkeit v erhöhen. Ganz einfach.

  18. PS

    Ich kann das sogar ganz schnell überschlagen, indem ich abschätze um wie viel Meter der mittlere Radius der Erde kleiner wird, wenn das Laub zu Boden fällt.

  19. Als Küstenmensch wird Ihnen der Einfluß (nicht nur) des Mondes auf die Rotation der Erde täglich vor Augen geführt: treten Sie das Laub getrost in die Tonne. 🙂

  20. @nLeser

    Aus dem Artikel:

    Der Mond bremst hingegen die Erde, weshalb die Tage unmerklich länger werden. Er bremst die Erdrotation um ca. 20 Mikrosekunden pro Jahr ab. Also alles kein Grund zur Besorgnis.

    Ohne stabilisierenden Mond würde die Erdachse hingegen wild umher taumeln und ein leben, so wie wir es heute kennen, wäre auf der Erde nicht möglich.

    Gelesen? 😉

  21. @Micha
    Verrate mir bitte mal, was sich durch fallendes Laub am Erdradius verändert. Die Bäume, auch blattbefreit, stehen nach wie vor. Jedes Jahr wachsen Bäume in die Höhe, Fichten z. B. grob 40 cm/a, Buchen grob 40mm/a. Immergrüne Bäume wiederum wachsen auch am Äquator in die Höhe, wenn sie nicht für s.g. „Ökoprojekte“ brandgerodet werden, wirken also einer „Beschleunigung“ entgegen.

    Dazu kommt, dass die blattabwerfenden Bäume nicht am Äquator wachsen, sondern viel weiter nördlich.
    Herabfallende Blätter geben vor dem Fallen nur Wasser ab, der Rest bleibt, wenn auch umgewandelt, z. B. in Kompost, als Masse zurück -- ändert also an der Massenbilanz wenig bis nichts, hattest Du ja bereits bemerkt.

    Was den Radius z. B. lokal ändern könnte, ist die reduzierte Ausdehnung des sich im Norden abkühlenden Wassers.

  22. @Krishna

    Die Masse verlagert sich mit den fallenden Laub-(Massen) nach innen. Damit wird der Radius geringer. Damit erhöht sich die Rotationsgeschwindigkeit, da Drehimpuls und Gesamt-Masse der Erde erhalten bleiben.

    PS: Das kann man sich auch so vorstellen. Nimm einen Stock, stecke ihn auf eine Rotationsachse und bringe zwei Gewichte an den beiden Enden des Stocks an. Jetzt bringe ihn zum rotieren. Während der Rotation werden dann die beiden Gewichte automatisch nach innen gefahren. Der Stock beginnt dann schneller zu rotieren. Der Radius des Stocks bleibt dabei gleich. Aber eben nicht der Rotationsradius der Gewichte. Der wurde verkleinert.

  23. @Micha, wie ich schon sagte, Kompensation durch Längenwachstum der Bäume, insbesondere derer um den Äquator, deren Blattmasse sich nicht verringert, sondern im Gegenteil.
    Deine „stelle Dir vor“ -- Beispiele sind btw. überflüssig.
    Und mit der „taumelnden Erde wg. Klimawandel“ und der daraus resultierenden Polwanderung besteht nun mal überhaupt kein Zusammenhang.

  24. Mann, muss die Bude hier über jahrmilliarden wie besoffen getaumelt haben, war die Erde doch die meiste Zeit Ihrer Existenz komplett eisfrei.

    Vor gerade mal 15 Millionen Jahren gab es nicht mal einen Eismantel in der Arktis

    https://de.wikipedia.org/wiki/Eiszeitalter

  25. Das eine geänderte Masseverteilung zue einem Einfluss auf Rotationsachse und Geschwindigkeit führen kann, ist sicher unbestritten. Fraglich ist nur, welche Effekt numerisch überhaupt signifikant werden. So finden tektonisch ständig Hebungen und Senkungen statt, die fraglos viele Gigatonnen ausmachen. So soll der Himalaja weithin ein Wachstum haben. Ob da das fallende Laub überhaupt einen messbaren Einfluss hat, erscheint eher fraglich. Wahrscheinlich geht das eher im Rauschen unter.

  26. @Landvoigt

    Ob da das fallende Laub überhaupt einen messbaren Einfluss hat, erscheint eher fraglich. Wahrscheinlich geht das eher im Rauschen unter.

    Der Einfluss liegt im Bereich von einigen Nanosekunden. Tektonik, Vulkanismus, Eisschmelze machen infolge der veränderten Masseverteilung mehr aus.

  27. @Micha

    Der Einfluss liegt soll im Bereich von einigen Nanosekunden liegen.

    Hab‘ das mal korrigiert, weil:

    Wobei die Forscher einräumen mussten, dass dieser Effekt unter Umständen auch andere Gründe haben könnte, die bislang nicht bekannt sind.

    Siehe meine #13

  28. Der Mond bremst hingegen die Erde, weshalb die Tage unmerklich länger werden. Er bremst die Erdrotation um ca. 20 Mikrosekunden pro Jahr ab.

    Warum ist das so? Hier die Antwort:

    Die gravitative Hebung des Meerwasers bewegt sich gegenüber der Erdoberfläche und erleidet damit Reibung, insbesondere an den Küsten. Der Energieverlust durch diese Reibung (Gezeitenreibung) bewirkt eine Verlangsamung der Erdumdrehung: die Tageslänge wird größer.

    Aber, so ist auch nachzulesen, es entfernt sich der Mond jedes Jahr ein Stück weiter von der Erde. Wenn der Mond weg wäre, gänge das Wackeln der Erde erst richtig los. Wir sollten also den Mond retten! Wäre doch auch eine tolle Aufgabe für eine neues UN-Gremium.

  29. Wir sollten also den Mond retten! Wäre doch auch eine tolle Aufgabe für eine neues UN-Gremium.

    Vielleicht sollten wir ein solches Interplenetary Panel On Orbit Change (IPOC) unter der Schirmherrschaft der Föderation der Vereinigten Planetengelich auch komplett dort lokalisieren. Spart ungemein CO2 für die alljährlichen Schwafelrunden.

    „Fähnrich Crusher, Kurs auf das Luna 1 System, ENERGIE“

  30. @Krishna

    Gemäß Prof. Peter Brosche (Universität Bonn, Spezialist für die Theorie der Erdrotation) liegt die Änderung der Tageslänge durch fallendes Laub höchstens bei etwa 10 Nanosekunden.

    Prof. Dr. Peter Brosche/ Observatorium Hoher List der Sternwarte der Universität Bonn

    Oder Experimentalphysik 1: Mechanik und Wärme von Wolfgang Demtröder

    Mit der Entwicklung der modernen Quarzuhr stelle man fest, dass auch der mittlere Sonnentag periodisch und statistisch schwankt. Ursächlich sind jahreszeitlich meteorologische Einflüsse (Schmelzen der Gletscher der Polkappen, Laubfall der Wälder) sowie Erdbeben, die das Trägheitsmoment der Erde ändern, sodass die Rotationsperiode der Erde schwankt.

    http://www.springer.com/de/book/9783662464144

  31. Sorry, Herr Krüger, für meinen Quark: Wer lesen kann, ist im Vorteil. 🙂

  32. Interessanter Artikel

  33. @Heß #32

    Danke.

  34. hier noch ein Vortrag, wenn einem der Artikel zu mühsam ist

  35. Bilde ich mir das nur ein, oder waren die Frauen früher wirklich hübscher?
    1961.. Hmm..

  36. #35 nicht nur die Präsentation ist im Wandel, sondern auch die Ansprache. Was in den 70ern noch als ernst gemeinte Tipps durchging, ist heute nur noch als Satire zu verstehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=RpTRwlCfkds

  37. Es geht noch schlimmer. Die 50er:

  38. @Martin Landvoigt

    Das ist ein Golf 2 (Typ 19e) den gibt es erst seit mitte 1983.

  39. Hm, die Frauen wirken auf mich jetzt aber nicht unterdrückter oder unzufriedener als heute. Und so ganz unrealistisch sind die gezeigten Darbietungen ja nicht..

    Hab grad zufällig Pics von der Eröffnung des Ruhrschnellwegtunnels (A40) 1970 gefunden. Mit Gogo-Girls:

    Link

    Ca 10 Jahre vor meiner Geburt. Im Vergleich zu den Frauen in dem Film von 1960 sieht man aber imho schon einen leichten Qualitätsrückgang. Trotzdem: Da hätte ich noch gerne Steuern bezahlt.
    Der Tunnel sieht sogar besser aus als heute (ich wohn fast direkt daneben).

  40. Gut

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