Auswertung des Bürgerdialogs (Phase 1): Energiewende wird abgelehnt

28. August 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

Die Energiewende ist keine Folge technischer Fortschritte, noch entsteht sie durch das Wirken des freien Marktes. Sie wird aus rein politischen Erwägungen erzwungen und ihre Realisierung ist mit Nachteilen verbunden. So muß in der gegenwärtigen Situation jeder, der die Wende in der Stromerzeugung will, mit höheren Kosten, geringerer Versorgungssicherheit und größeren Auswirkungen auf die Umwelt (Emissionen, Flächenverbrauch) einverstanden sein.

Dies ist auch die Erwartungshaltung der Bundesregierung an die von ihr getroffenen Entscheidungen. Denn die vier Leitthesen des Bürgerdialogs zur Energiewende spiegeln diese Aussichten wieder.  In der Zeit vom 11.07. bis zum 25.08.2011 war es auf dem durch das Bundesforschungsministerium betriebenen Portal für jeden möglich, seine Meinung zu diesen Fragestellungen zu äußern:

  • These 1 („Speicher und Netze“): Ich trage den Ausbau der Energieinfrastruktur mit, auch wenn es bedeutet, dass in meiner Umgebung neue Stromleitungen oder Energiespeicher gebaut werden müssen.
  • These 2 („Brückentechnologien“): Ich halte Investitionen in neue Gas- und Kohletechnologie für notwendig, auch wenn dadurch die Klimaschutzziele in Deutschland nicht vollständig erreicht werden.
  • These 3 („Erneuerbare Energien“): Ich bin bereit, höhere Strompreise (ca. 3 -6 % pro Jahr bis 2020) zu zahlen, um den Ausbau der erneuerbaren Energietechnologien zu fördern.
  • These 4 („Energieeffizienz“): Ich halte Maßnahmen zum Energiesparen für sinnvoll, auch wenn sie mich in meinem persönlichen Lebensstil einschränken.

Neben einer formalisierten Bewertung dieser Aussagen in dem Raster „vollständige Zustimmung“, „teilweise Zustimmung“, „neutral“, „teilweise Ablehnung“ und „vollständige Ablehnung“ gab es auch noch die Möglichkeit, seine Haltung mit einem kurzen Kommentar zu erläutern. Unser Autor Quentin Quencher hat in mühevoller Kleinarbeit (für die ihm an dieser Stelle großer Dank und große Anerkennung auszusprechen sind) alle diese Kommentare inhaltlich ausgewertet. Es waren 2.450. Es kann leider nicht festgestellt werden, wieviele Bürger sich an dieser Befragung wirklich beteiligt haben. Eine ganze Reihe Nutzer hat alle vier Thesen kommentiert, andere haben sich nur bei einzelnen zu Wort gemeldet. Da man auch anonym schreiben durfte, können Mehrfachkommentierungen durch einzelne Personen nicht ausgeschlossen werden. Repräsentativ ist das Meinungsbild des Bürgerdialogs natürlich auch nicht. Aber es mag für die Bundesregierung eine interessante und unerwartete Erfahrung darstellen, was insgesamt zum Ausdruck gebracht wurde.

Abbildung 1: Bewertung der Leitthesen

Abbildung 1 zeigt die weit überwiegende Ablehnung der vier Thesen (die Zahlen in der Beschriftung auf der x-Achse stehen für die Gesamtzahl an Wertungen, die für die jeweilige These abgegeben wurden).   Besonders deutlich ist die Abneigung gegen eine Subventionierung der NIEs ausgeprägt.

Die These zu den Brückentechnologien verlangt eine differenzierte Betrachtung. Denn hier wird die weitere und intensivere Nutzung der Energieträger Kohle und Gas als kontraproduktiv zu den deutschen Klimaschutzbemühungen dargestellt. Was ja auch richtig ist. Da mir beispielsweise der Klimaschutz völlig gleichgültig ist, habe ich „vollständige Zustimmung“ ausgewählt. Viele andere Kommentatoren haben die These allerdings genau deswegen negiert, weil sie ihre Ablehnung von Maßnahmen zur Emissionsreduzierung zum Ausdruck bringen wollten. Eine Opposition gegen Kohle- und Gaskraftwerke kann und darf man also aus diesem Antwortverhalten nicht ableiten. Durch die Fragestellung hat man es vielmehr geschafft, Klimaskeptiker, Klimaalarmisten und diejenigen, die ihre Zustimmung zur Kernkraft verdeutlichen wollten, zu einem identischen Abstimmungsverhalten anzuregen.

Betreffend These 4 ist festzuhalten, daß „Effizienzsteigerung“ und „Sparen“ (im Sinne der Fragestellung) nicht dasselbe sind. Dieser Irrtum wurde in sehr vielen Beiträgen thematisiert. Die überwiegende Ablehnung bezieht sich daher eindeutig auf das Sparen, das mit einer „Einschränkung des persönlichen Lebensstils“ verbunden ist.

Die Nutzer des Onlinedialogs akzeptieren also die zu erwartenden Folgen der Energiewende mit großer Mehrheit nicht. Wenn man daraus Widerspruch gegen die Energiewende insgesamt ableitet, liegt man nicht falsch (Abbildung 2).

Abbildung 2: Haltung zur Energiewende insgesamt

Quentin hat alle 2.450 Kommentare daraufhin durchgearbeitet, ob man aus dem Geschriebenen die Haltung zur Energiewende insgesamt erkennen kann oder nicht. Und das Resultat ist klar und deutlich. In 62% der Kommentare werden die jüngst getroffenen Entscheidungen der Bundesregierung abgelehnt.

Es stellt sich die Frage, ob denn auch die Befürworter der Energiewende deren negative Folgen verstanden haben. Ja, sie haben (Abbildung 3). Aber sie sind bereit, diese in Kauf zu nehmen. Die Befürworter der Energiewende sind also willens, flächenverbrauchende Infrastrukturen in ihrer unmittelbaren Lebensumwelt hinzunehmen, sie akzeptieren, erheblich mehr für Strom zu bezahlen zu müssen um den Ausbau der NIEs aus eigener Tasche zu finanzieren und sie sind richtig scharf darauf, sich durch Energiesparen in ihrem persönlichen Lebensstil einzuschränken. Man kann erwarten, daß das BMBF exakt diese Botschaft in den Energiedialog hineininterpretieren wird. „Energiedialog zeigt: Bürger mit den Auswirkungen der Energiewende einverstanden“ – so oder so ähnlich könnte der Tenor der offiziellen Kommunikation lauten.

Abbildung 3: Die Haltung der Befürworter

Es war eben nicht Ansinnen der Bundesregierung, durch den Bürgerdialog Zustimmung oder Ablehnung zur Energiewende insgesamt, oder auch zu einzelnen Themen wie Klimaschutz und Kernenergie in Erfahrung zu bringen. Es ging allein um die Fragestellungen, die sich innerhalb des durch die Energiewende mit beschleunigtem Ausstieg aus der Kernenergie gesetzten Rahmens stellen. Man hat die Online-Plattform also unter der Annahme gestaltet, die Bürger wären ohnehin in großer Mehrheit für den bereits gesetzlich festgelegten Umbau unserer Stromversorgung. Wichtig ist, sich zu verdeutlichen, daß dieser Umbau in Wahrheit schon lange vor Fukushima beschlossen wurde. Das Modell des Jahres 2010, das eine moderate Laufzeitverlängerung der Kernenergienutzung von 12 Jahren, einen schnellen Ausstieg aus der Verstromung von Braunkohle und Gas sowie eine erhebliche Reduzierung des Strombedarfes und eine Ausweitung der Importe vorsah, zeigt Abbildung 4. Schon damals war die Resonanz auf diese Pläne eher wenig enthusiastisch.

 

Abbildung 4: Das Energiekonzept des Jahres 2010

 

Nun hat man durch den Störfall in Japan die Chance bekommen, dieses Konzept erneut offensiv zu vermarkten, lediglich geändert durch die Vertauschung der Rollen von Kernkraft und fossilen Energieträgern. Und wieder zeigt sich: Begeisterung für diese Pläne ist kaum zu wecken. Die Befürworter der Energiewende argumentieren auch im Online-Dialog überwiegend nicht getrieben von der Aussicht auf technische und ökonomische Verbesserungen. Sondern getrieben von der Angst vor Klimakatastrophen und Radioaktivität. Die zeigt sich in ihrer Ablehnung von Kohle- und Gaskraftwerken (These „Brückentechnologien“). Strom aus Kernkraftwerken darf in ihrer Weltsicht nicht nur nicht genutzt, er darf auch nicht durch Strom aus fossilen Quellen ersetzt werden. Sie halten es für geboten, zu verzichten.

Wie sehr Furcht die Basis für die Befürworter der Energiewende darstellt, zeigt sich auch in der Abwesenheit von Ideen zur Behebung der ihr innewohnenden Probleme. Gerade mal drei Vorschläge finden sich in nachweisbarer Größenordnung in den Kommentaren (Abbildung 5). Vom „Smart Grid“ erwartet man eine Verringerung der erforderlichen Produktionskapazitäten, von den „dezentralen Netzen“ einen größeren Wettbewerb, der zu einem geringeren Kostenanstieg beiträgt. Und als einzige Innovation im Bereich der NIEs wird „Windgas“ genannt, womit die Erzeugung von Wasserstoff oder Methan als Zwischenspeicher durch den von Windanlagen produzierten überschüssigen Strom in Zeiten geringeren Bedarfs gemeint ist.

Abbildung 5: Lösungsvorschläge in den Kommentaren

In deutlich mehr Kommentaren hingegen wurde die Kernenergie verteidigt. Hier sind sowohl diejenigen eingerechnet, die die gegenwärtige Technologie weiter nutzen wollen, als auch diejenigen, die sich von Kernkraftwerken der kommenden Generationen und insbesondere von einem neuen, auf Thorium basierendem Brennstoffkreislauf, erhebliche Vorteile versprechen.

Der Bürgerdialog wurde genutzt, um Fragen zu beantworten, die nicht gestellt wurden. Die Nutzer haben ihre Ablehnung der Energiewende und ihre Befürwortung der Kernenergie sehr deutlich artikuliert. Wer nun erwartet hatte, die Macher der Online-Plattform hätten dies in der nun begonnenen zweiten Phase berücksichtigt, wurde enttäuscht. Nun sollen nicht mehr die Risiken, sondern die Chancen und Möglichkeiten diskutiert werden und bei den vorgegebenen Ideen wurde das Ergebnis der ersten Phase schlicht ignoriert.

Es nützt nichts. Einmal mehr agieren die befragten Bürger anders, als von der Bundesregierung intendiert. Mit „Kostenverteilung nach Verursacherprinzip„, „neue Reaktoren„, „AKW Laufzeit verlängern“ und „Subventionen abschaffen“ erhalten vier von Bürgern zusätzlich eingebrachte Vorschläge derzeit den meisten Zuspruch. Vorschläge, durch deren Umsetzung die Energiewende verhindert würde.

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106 Kommentare
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  1. Auswertung des Bürgerdialogs (Phase 1): Energiewende wird abgelehnt

    Ich bin bereit ein wirklich große Summe darauf zu wetten, dass wir dieses Ergebnis, egal wie verklausuliert auch immer, in keiner offiziellen Auswertung auch nur ansatzweise zu sehen bekommen. Was nichts daran ändert, dass ich wirklich sehr gespannt bin, wie am Ende die offizielle Darstellung des Bürgerdialogs ausfallen wird.

  2. @ Peter Heller
    Danke für die Blumen. Die Zusammenfassung ist aber auch exzellent. Für mich war auch überraschend, wie groß doch der Zuspruch zur Kernenergie ist. Aber ich bin ehrlich, erst seit der Beginn der Klimawandel-Diskussion bin ich zum Befürworter der Kernkraft geworden. Nicht weil der Klimawandel mich besonders tangiert, sondern weil die Diskussion auch einhergeht mit der Frage der Energieerzeugung. Und je länger dieser Disput geht, um so weniger verstehe ich, wie man den Ausstieg aus der Kernkraft in einem Land wie Deutschland machen kann.

    @ Rudolf Kipp
    Warten wir es mal ab. Aber dagegen wetten tue ich nicht, ich befürchte auch, dass die das Ergebnis unter den Tisch fallen lassen werden, oder verfälscht darstellen.

    Die 2. Phase des Onlinedialogs zu überwachen gestaltet sich noch schwieriger als vorher. Und zwar liegt das an dem Bewertungssystem. Es wird angezeigt wie viele Bewertungen eingegangen sind und eine Grafik zeigt wie viele Sterne im Schnitt vergeben worden sind. Wenn diese beiden Zahlen miteinander multipliziert, dann hat man die Anzahl der vergebenen Sterne. Aber das sagt nicht viel aus, denn wenn ich einen Kommentar abgeben will, dann muss ich wenigstens einen Stern vergeben. Theoretisch können also 100 ablehnende Kommentare 100 Sterne ergeben, genau so viel wie 20 vollständig zustimmende Sterne. Also muss man doch den Durchschnitt nehmen, aber der sagt nichts aus, wie viele diesen Vorschlag für bemerkenswert oder interessant halten.

    Ich habe aber eine Idee, wie man dieses Dilemma einigermaßen umgehen kann. Da der erste Stern praktisch eine Ablehnung bedeutet, dann zählen wir ihn einfach nicht. Als Beispiel: 3 x 5 Sterne plus 2 x 1 Stern ergeben 17 Sterne. Jetzt zieht man pro Bewertung einen Stern ab, und es bleiben 12 Sterne übrig. Die sind dann alle zustimmend zu dem Vorschlag. Wenn als zweites Beispiel 100 mal nur ein Stern vergeben worden ist, werden ja auch die 100 wieder abgezogen, bleibt also 0. Das heißt: keinerlei Zustimmung.

    Da die Grafik mit den Sternen dafür aber zu ungenau ist, da kann man nur schätzen, braucht man genauere Daten. Glücklicherweise finden die sich im Quelltext der Seite. Ist nicht so schwer zu finden. Aber auch hier findet sich nur der Durchschnitt, nicht wie viele mit wie vielen Sternen abgestimmt haben. Aber wenn man diese Probleme berücksichtigt, kann man doch ein Bild davon bekommen, wie groß die Zustimmung zu dem jeweiligen Vorschlag ist.

    Nehmen wir mal den Spitzenreiter um dies zu verdeutlichen:
    Kostenverteilung für Netze und Speicher nach dem Verursacherprinzip
    17 Bewertungen lt. Website
    4,29412 ist der Durchschnittswert der vergebenen Sterne, das ergibt:
    73 vergebene Sterne. jetzt ziehen wir die 17 ersten Sterne wieder ab,
    = 56 positive Sterne.

    Ich denke damit bekommt man ein sehr gutes Bild, welche Vorschläge Zuspruch bekommen und welche nicht. Platz eins ist oben genannt, weiter geht es so:
    2. Platz, 36 Sterne: Neue Reaktoren
    3. Platz, 32 Sterne: Subventionen abschaffen

    Ich habe mir zwar schon ein Calc-Tabelle (wie Excel) gebastelt, doch ist es ziemlich aufwendig die Beiträge alle zu überwachen, da die sich ja ständig verändern und man jede einzelne Seite im Quelltext anschauen muss. Ich habe zwar schon mal angefangen, weiß aber noch nicht ob ich dies durchhalten werde.

    Sorry, dass ich jetzt von dem Artikel abgelenkt habe, deshalb wieder zurück zum Thema.

  3. @uentin Quencher

    Erst einmal Hut ab und vielen Dank für diese umfangreiche Fleißarbeit und die Analyse.

    Wir liegen aber wohl alle nicht falsch, wenn wir annehmen, dass das offizielle Ergebnis des Bürger-Dialogs zur Energiewende wahrscheinlich anders aussieht.

    Vielleicht so:

    Online-Dialog: Ablehnung 62 % Zustimmung 31% unentschieden 7% Wichtungsfaktor WF: 10%
    Bürgerwerkstatt: Ablehnung 20 % Zustimmung 75% unentschieden 5% WF: 20%
    Bürgerkonferenz: Ablehnung 10 % Zustimmung 89% unentschieden 1% WF; 70%

    Ergebnis gewichtet: Ablehnung der Energiewende 17,2 % Zustimmung 80,4% unentschieden 2,4%

    Und damit wären a) die getürkten Umfragen nachträglich bestätig und b) die Weisheit unserer Regierung, genau nach Volkes Wille zu handeln, bewiesen.

  4. War ja zu erwarten:

    Hallo „Energielösungen“,

    wir teilen Ihnen hiermit mit, dass wir die Veröffentlichung ihres Lösungsvorschlags „Neue Reaktoren“ (siehe unten) vom 26.08.2011 um 21:34 Uhr, heute zurück genommen haben, da er den Regeln des Onlinedialogs widerspricht. In diesen heißt es:

    „Gegenstand des Online-Dialogs „Energietechnologien für die Zukunft“ ist die Verwirklichung der von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossenen Energiewende. Es geht um die Frage, wie die Energiewende verwirklicht werden kann – nicht um Spekulationen über die Richtigkeit dieser Entscheidung. Im Mittelpunkt des Bürgerdialogs stehen wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Herausforderungen und Lösungsansätze in den Bereichen Speicher und Netze, Brückentechnologien, erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Diskussionen über Fragen außerhalb dieses thematischen Rahmens müssen an anderen Stellen geführt werden.“

    Ihre Meinungsäußerung ist selbstverständlich legitim. Wir bitten Sie jedoch um Verständnis, dass dieses Forum einen anderen inhaltlichen Rahmen hat.
    Mit freundlichen Grüßen,

    Ihre Moderation

    Ihr Lösungsvorschlag:
    Neue Reaktoren

    Neuartige Reaktorsysteme wie z.B. der LFTR beheben jeden Nachteil der Kernenergie, sie sind wirtschaftlicher, sicher und produzieren nur noch sehr wenig Abfall, welcher maximal 300 Jahre sicher gelagert werden muss.
    Da beim LFTR die Spaltprodukte laufend abgetrennt werden können, ist auch die Verwendung dieser zum Teil sehr wertvollen Spaltprodukte(z.B. Rhodium, welches wertvoller als Gold ist) möglich.

    Mit nur einem Bruchteil des Geldes, das für regenerative Energien aufgewendet wird, könnte man soche Reaktoren entwickeln.


    Bürgerdialog Zukunftstechnologien

    Moderation Online-Dialog

    E-Mail: moderation@buergerdialog-bmbf.de
    Homepage: http://www.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft

    Moderation im Auftrag des Bundesministerium für Bildung und Forschung

  5. @T.Mollet

    …na klar, jede auch noch so kleine Abweichung von der vorgesehenen Denkrichtung ist zu verhindern. Man nennt das dann lapidar einen „anderen inhaltlichen Rahmen”. Meinungs- und Ideenvielfalt unerwünscht.

  6. Ebenfalls vom Platz gestellt:

    wir teilen Ihnen hiermit mit, dass wir die Veröffentlichung ihres Lösungsvorschlags „Wir brauchen dringend ein Moratorium“ (siehe unten) vom 28.8. um 16.53, heute zurück genommen haben, da er den Regeln des Onlinedialogs widerspricht. In diesen heißt es:

    „Gegenstand des Online-Dialogs „Energietechnologien für die Zukunft“ ist die Verwirklichung der von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossenen Energiewende. Es geht um die Frage, wie die Energiewende verwirklicht werden kann – nicht um Spekulationen über die Richtigkeit dieser Entscheidung. Im Mittelpunkt des Bürgerdialogs stehen wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Herausforderungen und Lösungsansätze in den Bereichen Speicher und Netze, Brückentechnologien, erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Diskussionen über Fragen außerhalb dieses thematischen Rahmens müssen an anderen Stellen geführt werden.“

    In Ihrem Beitrag, den wir Ihnen zur Dokumentation unten in dieser E-Mail schicken, wird hingegen das Für und Wider der Energiewende auf einer allgemeinen Ebene diskutiert. Ein konkreter Vorschlag, wie die Energiewende verwirklicht werden kann, ist nicht zu erkennen. Ihre Meinungsäußerung ist selbstverständlich legitim. Wir bitten Sie jedoch um Verständnis, dass dieses Forum einen anderen inhaltlichen Rahmen hat.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ihre Moderation

    Ihr Lösungsvorschlag „Wir brauchen dringend ein Moratorium“ vom 28.8. um 16.53

    „Die Energiewende hat schon in dieser frühen Phase offengelegt, daß viele Probleme zusätzlich entstehen, aber kein einziges gelöst wird.

    Insbesondere Windstrom und Solarstrom führen wegen der naturgegebenen Unstetigkeit zu starken Belastungen im Stromnetz. Schon heute müssen Netzbetreiber einzelne Windturbinen oder ganze Turbinenfelder herunterregeln, um die Netzstabilität bei hoher Einspeisung zu gewährleisten.

    Für die Betreiber der Windturbinen entsteht kein Nachteil, weil es für die entgangene Einspeisung eine hohe Entschädigung gibt. Die Kosten werden ohne Gegenleistung auf alle Stromkunden umgelegt.

    Vor diesem Hintergrund gibt es wirklich keinen vernünftigen Grund, insbesondere die Windkraft weiter auszubauen, bevor die Voraussetzungen für einen stabilen Netzbetrieb geschaffen sind.

    Deshalb muß jetzt durch ein Moratorium Zeit gewonnen werden, um zunächst die richtige Reihenfolge der künftigen Planungen festzulegen. Der Ausbau der sogenannten Erneuerbaren Energien kann erst fortgesetzt werden, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen wurden. “

    Bürgerdialog Zukunftstechnologien
    Moderation Online-Dialog

  7. @Quentin

    Tschuldigung, hab vorhin das Q verschluckt.

    Ich sehe gerade, dass auf der Seite Lösungsvorschläge Erneuerbare Energien einige Lösungsvorschläge ins Nirwana entfleucht sind, u.a. derjenige zu den neuen Reaktortypen. Eine denkbare „Begründung“ der Moderatoren dürfte wohl „Thema verfehlt“ lauten.

    Das ganze gerät immer mehr zur Farce.

  8. T. Mollet

    das ist natürlich ein dicker Hund. Ich habe jetzt noch ein paar Daten von meiner letzten Aktualisierung, habe mir aber leider die Kommentare noch nicht abgespeichert:

    12 Bewertungen
    4,333335 Durchschnittswert vergebene Sterne
    52 vergebene Sterne

    Damit war dieser Beitrag der am höchsten bewertete beim Thema NIE was die Anzahl der Sterne betrifft und auch was die Anzahl der Kommentare angeht. „Subventionen abschaffen“ hat auch 12 Kommentare, aber 48 Punkte.

    Alle 4 vorgegebenen Lösungsvorschläge hatten, zum Zeitpunkt als ich es abspeicherte, zusammen 41 Sterne, bei Durchschnittswerten von 1,0 bis 2,44. Das heißt, überwiegend Ablehnung.

    @ Helmut Erb

    da schaue ich auch gleich noch mal nach.

  9. @ Anhalter
    kein Problem, ich verschlucke auch immer wieder Buchstaben, manchmal ganze Wörter.

    @ all

    Alle drei externen Vorschläge sind weg. Also will ich jetzt hier mal den Stand kundtun, den ich bei meinem letzten Update, heute morgen, hatte:

    A. Energieerzeugung auf lokaler Ebene stärken
    9 Kommentare
    2,44 Durchschnittsbewertung
    22 Sterne (korrigiert 13)

    B. Balance zwischen Windkraftausbau und neuen Trassen schaffen
    5 Kommentare
    2,00 Durchschnittsbewertung
    10 Sterne (korrigiert 5)

    C. In Fachkräfteausbildung investieren
    5 Kommentare
    1,00 Durchschnittsbewertung
    5 Sterne (korrigiert 0)

    D. Bürger in die Forschung einbeziehen
    4 Kommentare
    1,00 Durchschnittsbewertung
    4 Sterne (korrigiert 0)

    Neue Reaktoren
    12 Kommentare
    4,33 Durchschnittsbewertung
    52 Sterne (korrigiert 40)

    Subventionen abschaffen
    12 Kommentare
    4,00 Durchschnittsbewertung
    48 Sterne (korrigiert 36)

    Wir brauchen dringend ein Moratorium
    7 Kommentare
    4,43 Durchschnittsbewertung
    31 Sterne (korrigiert 24)

    Somit ist auch klar vor was die Angst haben. Doch nun haben die die Hosen runter gelassen und stehen blamiert da. Wir müssen unbedingt versuchen diesen ungeheuerlichen Vorgang weiter publik zu machen. Eigentlich fehlen mir die Worte bei so viel Frechheit.

  10. Na das ist ja mal ein schönes Beispiel für Bundesministerielles Demokratie- und Rechtsverständnis. Da haben diese Wurstblinker von Moderatoren/innen erst alles durchgehen lassen und nachdem die Bewertung der Beiträge so gar nicht mehr ins Vorgeschriebene Bild passten einfach mal den großen Zensur-Zampano gemacht. So hat sich denn der Bürgerdialog vom Dialog verabschiedet und ist nunmehr die Vorstufe des XII. Parteitages der Einheitspartei Deutschlands in bester SED-Tradition. Die Bürgerwerkstatt ist nur Augenwischerei und Alibi. Ich habe nicht erwartet derartige Strukturen, Veranstaltungen mit entsprechender Behandlung anderslautender Meinungen so kurze Zeit nach der Wende und dem Ende der DDR wiedererstehen zu sehen.

  11. Hab mir mal die Mühe gemacht eine E-Mail zu verfassen:

    Liebe Moderation

    Es ist sehr schade, dass sie einen sehr guten Lösungsvorschlag zurückweisen.

    Es geht um die Frage, wie die Energiewende verwirklicht werden kann

    Nun, wenn man einen Mathematiker fragt, wie man von (a+b)*(a-b) zu a²+b² kommt, wird er Ihnen antworten, dass das nicht geht und das man über a²+ab-ab-b² zu a²-b² kommen würde.
    Ähnlich verhält er sich mit der Energiewende. Wie soll man die Kernenergie durch eine „erneuerbare“ Energiequelle ersetzen? Nach aktuellem stand der Physik gibt es nämlich keine „erneuerbare“ Energiequelle. Falls man aber regenerative Energiequellen meint, gehört der LFTR( liquid fluoride thorium reactor) auch zu dieser Gruppe und der Lösungsvorschlag steht nicht im Widerspruch mit den Regeln des Onlinedialogs. Ich möchte schnell erläutern warum der LFTR zu den regenerativen Energiequellen gezählt werden darf.
    1. Thorium ist alleine auf der Erde noch für mindestens 1 Million Jahre verfügbar, zusätzlich sind die Vorkommen in unserem Sonnensystem vorhanden.
    2. Das alleine recht noch nicht aus, um den LFTR als regenerative Energiequelle zu erklären, der springende Punkt ist aber, dass mehr Thorium im Universum entsteht, als wir benötigen(Thorium entsteht bei Supernovae)
    3. Demzufolge ist Thorium auch dann noch verfügbar, wenn es im Universum keinen einzigen leuchtenden Stern mehr gibt.
    4. Falls man Thorium als kein regenerative Energiequelle anerkennt, dürfte man Geothermie auch nicht als solche bezeichnen, schließlich basiert die Erdwärme auf den Zerfall von Thorium.

    Die Energiewende sieht vor, aktuelle Kernreaktoren abzustellen und nicht durch Neue zu ersetzten. Ich bin aber überzeugt, wenn ein Reaktor gebaut werden kann, welcher

    zu 100% sicher ist
    Strom zu Preisen von 1-3 Cent erzeugen kann
    Als Abfall nutzbare, z.T. wertvollere als Gold, Elemente entstehen.
    Nur noch 0.5% der Abfallmenge erzeugt, welche herkömmliche Kernreaktoren erzeugen.
    Dieser nach 300 Jahre auf einen natürlichen Strahlungwert sinkt.

    sich dieser Entscheid schnell ändern lässt.
    Zudem könnte man ein solches Projekt mit nur 1% des Geldes finanzieren, welches durch die EEG-Umlage an die Solarbesitzer geht.
    Falls das Projekt erfolgreich war, muss man die Geldmenge, welches für dieses Projekt aufgewendet wird, auf ca. 5% der EEG Umlage erhöhen.
    Wollen Sie mit der Zurückweisungen dieses Vorschlages ernsthaft sagen, dass der Vorschlag diesen Reaktor zu entwickeln nicht zu einer sicheren, grünen und wirtschaftlichen Stromversorgung beitragen kann? Ich hoffe Sie haben wenigstens einen Kernenergiefachmann diesen Vorschlag gründlich prüfen lassen, ansonsten muss aufgrund der Tatsache, das auf ernst gemeinte, gute Vorschlage, welche von den Bürger sehr gut Bewertet werden (soweit ich mich erinnere 9* 5 Sterne und 1*1 Stern), gar nicht eingegangen wird und der Bürgerdialog gar nicht zum Ziel hat konkrete Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
    Ich würde mich freuen, wenn sie meinen Lösungsvorschlag wieder zur Diskussion gestellt wird.
    Vielen Dank für Ihre Mühe.

    Freundliche Grüße
    T. Mollet

  12. Das nachträgliche Löschen von schon moderierten Vorschlägen stellt eine nicht hinzunehmende Manipulation bei einer Umfrage da.
    Ergo sind die Ergebnisse am Ende eine verfälschte Statistik, mehr nicht.

    Liebe Moderatoren, Ihnen dürfte klar sein, das dies am Ende nicht unerwähnt bleiben wird.

    Onkel Heinz würde jetzt sagen…….kannste abhaken den Müll

  13. Hatte die Seite mit den Kommentaren zum Vorschlag „Subventionen abschaffen“ noch offen. Merkwürdigerweise sind die Links zu den einzelnen Kommentaren noch scharf. Hab diese 8 Links erstmal abgespeichert.

    Wenn ich ich sie hier einstellen soll sagt bitte Bescheid. Und sagt mir wie, damit sie nicht im Spam-Filter landen

  14. Na das ist dann sicher auch bald weg:

    Kostenverteilung für Netze und Speicher nach dem Verursacherprinzip

    a.) Die Betreiber/Besitzer von Windkraft -Anlagen sind gesetzlich zu verpflichten für ausreichende Speicherkapazität zur Überbrückung von Flaute, Schwachwind und Starkwind (Abschaltung) auf eigene Kosten zu sorgen. Er hat für ausreichende und rechtzeitige Ladung der Speicher zu sorgen.

    b.) Die Betreiber/Besitzer von Photovoltaik-Anlagen sind gesetzlich zu verpflichten für ausreichende Speicherkapazität zur Überbrückung der Nachtzeit und geringer Sonneneinstrahlung auf eigene Kosten zu sorgen. Er hat für ausreichende und rechtzeitige Ladung der Speicher zu sorgen.

    c.) Die Betreiber/Besitzer von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen sind gesetzlich zu verpflichten die notwendigen Leitungen zum öffentlichen Verteilernetzt und die Kosten (Trafo) für die Einspeisung zu tragen.

    d.) Die Betreiber/Besitzer von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen sind gesetzlich zu verpflichten die notwendigen die durch ihre Einspeisungen ins öffentliche Netz entstehenden Regelkosten anteilig zu tragen.

    e.) Erfüllt ein Betreiber/Besitzer von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen die genannten Bestimmungen a.) bis d.) nicht oder vernachlässigt seine Verpflichtung nach a.) oder b.) so ist/sind die Anlage/n umgehend vom Netz zu nehmen.

    Gute Nacht!

  15. Mir ist gerade noch ein Widerspruch aufgefallen. Die Zahl neben den Sternen gibt an wie viele Bewertungen abgegeben wurden. Da aber Titel und Erläuterung Pflichtfelder sind, müssen auch Kommentare dazu existieren. Da habe ich mal kurz durch gezählt von dem was gerade online ist.

    99 sichtbare Kommentare
    128 abgegebene Bewertungen

    das heißt, 29 Kommentare fehlen. Das sind immerhin 22,65%. Warum werden die Bewertungen gezählt, aber die Kommentare dazu nicht angezeigt. Wenn es Spam ist, dürfte es auch in den Bewertungen nicht auftauchen.

    Bei den knapp 23% sind noch nicht einmal die mitgezählt, die mitsamt des Vorschlages wegmoderiert wurden.

  16. Hallo „Peter Heller“,

    vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Teilnahme am Bürgerdialog „Energietechnologien der Zukunft“.
    Leider mussten wir Ihren Beitrag zum Lösungsvorschlag „Wir brauchen dringend ein Moratorium“ entfernen. Grund hierfür ist nicht der Inhalt Ihres Beitrags, sondern die Zurücknahme der Veröffentlichung des Lösungsvorschlages, auf den Sie sich in Ihrem Beitrag bezogen haben. Der Lösungsvorschlag lag außerhalb des thematischen Rahmens des Bürgerdialogs, in dem es um die Frage geht, wie die Energiewende verwirklicht werden kann. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: „Welche Regeln gelten für das Schreiben von Beiträgen?“

    Wir bitten um Ihr Verständnis. Zur Dokumentation schicken wir Ihnen den zurückgezogenen Lösungsvorschlag sowie Ihren Beitrag.

    Vielen Dank und beste Grüße,
    die Moderation

    Gemeint war natürlich mein Beitrag zu „Neue Reaktoren“ von T. Mollet.

    Nun ja, es handelt sich um eine Webseite, die in der Verantwortung eines Bundesministeriums liegt (es fungiert als Herausgeber) und von deutschen Steuergeldern bezahlt wird. Ich vermute, die Moderation hat sich vorher bei einem Mitarbeiter des Referates 113 des BMBF rückversichert. Alles andere wäre fahrlässig. Irgendein Referent oder gar Referatsleiter wird also grünes Licht für die Löschung gegeben haben. Das ist dann nicht mehr nur fahrlässig…

    Ich habe jetzt nicht die Zeit, mich weiter darum zu kümmern, es wäre aber schön, wenn dieser Vorgang publik gemacht werden könnte -- wenn also jemand irgendeinen Journalisten kennt…

  17. Das Wahrheitsministerium wird sich nicht von seinem Kurs abbringen lassen.
    Ich habe dennoch Einspruch eingelegt.

    Ihre Einschätzung, daß mein Vorschlag eines Moratoriums für den weiteren Ausbau insbesondere der Windkraft das Für und Wider der Energiewende auf einer allgemeinen Ebene behandle, ein konkreter Vorschlag, wie die Energiewende verwirklicht werden kann, hingegen nicht zu erkennen sei, teile ich selbstverständlich nicht.

    Die Energiewende ist zweifellos eine technologische Herausforderung, die besonders sorgfältig und umfassend geplant werden muß, um schließlich zum Erfolg geführt werden zu können. Wer Fehlentwicklungen verschweigt und Diskussionen darüber unterbindet, gefährdet geradezu den von der Bundesregierung gewünschten Fortschritt.

    Derzeit sind in Deutschland 28 GW Windleistung installiert, die von den Netzen nur zum Teil aufgenommen werden können, ohne die Stabilität der Netze zu gefährden. Bevor, wie geplant, weitere große Windkraftkapazitäten hinzugefügt werden können, muß zunächst Klarheit geschaffen werden über die Grenzen der Netze. Das ist ein konkreter Vorschlag.

    Niemand wird mit einem schweren Fahrzeug eine Brücke befahren, ohne sich zuvor davon zu überzeugen, daß sie für diese Last ausgelegt ist. Sonst könnte die Brücke einstürzen.

    Wer die Diskussion über technische Grenzen der Energiewende verweigert, trägt zu ihrem absehbaren Einsturz bei.

  18. Eingestellt bei „Lob, Kritik, Fragen„:

    Liebes Moderationsteam,
    es wird kaum möglich sein, für die zweite Phase des Dialogs zusätzliche und neue Ideen zur Gestaltung der Energiewende einzubringen, wenn man nicht über den gedanklichen Rahmen hinausgehen darf, den die Gesetzgebung bietet. Sie haben in den letzten Stunden einige Vorschläge wieder gelöscht, die bereits intensiv debattiert wurden. Weil diese nach Ihrer Meinung der gegenwärtig beschlossenen Energiewende widersprechen und damit gemäß den Regeln dieser Seite nicht hier diskutiert werden sollten. Nun ist es aber bei fast allen denkbaren Innovationen so, daß sie die gegenwärtige Rechtslage überfordern -- sonst wären es ja keine Innovationen. Es ist üblich, die Rechtslage den technischen Entwicklungen anzupassen, das ist auch Aufgabe der Forschungs- und Technologiepolitik, wie sie insbesondere von Ihrem Auftraggeber, dem BMBF, betrieben wird. Übrigens ganz unabhängig von politischen Farben und Ideologien. Ich denke daher, Sie haben die gelöschten Ideen falsch verstanden. Ich habe nun einen davon (Thorium) erneut eingestellt, diesmal unter „Brückentechnologien“ (wohin er nach meiner Meinung auch gehört) und mich dabei bemüht, den Zusammenhang herzustellen, der Ihren Regeln konform ist. Das mache ich nicht, um Sie zu ärgern. Sondern um dabei zu helfen, daß der Bürgerdialog ein für die Politik wirklich nützliches (weil kreatives) Ergebnis erzielt. Ich bitte um unvoreingenommene Prüfung.

    Hier der Vorschlag, eingestellt bei „Brückentechnologien„:

    Technologiemonitoring (auch durch Forschungsförderung)

    Da die Beschlüsse zur Energiewende einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten umfassen, sollten eventuelle technische Weiterentwicklungen berücksichtigt werden. Vielleicht ergeben sich neue Ideen für Brückentechnologien, vielleicht sind die „Erneuerbaren“ des Jahres 2011 nicht die des Jahres 2050.

    In der neuen Richtlinie zur kernphysikalischen Grundlagenforschung des BMBF, die am 22.07.2011 bekanntgegeben wurde (http://www.bmbf.de/foerderungen/16801.php) wird neben vielen anderen wichtigen Themen auch die Transmutationsforschung angesprochen. Entsprechende Anlagen können so gebaut werden, daß sie zusätzlich auch noch einige Dutzend MW elektrische Leistung liefern.

    Dies wäre eine potentiell neue Brückentechnologie, die nicht nur das Problem „Atommüll“ löst, sondern auch noch für die dezentrale Stromerzeugung geeignet ist. „Atommüll“ vernichten können bspw. auch Thorium-Flüssigsalzreaktoren, wie sie derzeit in China und Indien entwickelt und in den USA und GB diskutiert werden. Es handelt sich hier um eine alternative technische Lösung der Nutzung der Kernspaltung, die viele Bedenken obsolet macht.

    Man sollte solche Entwicklungen gezielt strategisch beobachten, die nicht nur in der Kernkraft, sondern auch in allen anderen Bereichen stattfinden. Das Beobachten gelingt am besten, in dem man selbst an der Forschung teilnimmt. Die Energiewende sollte um ein entsprechendes technologieoffenes Programm erweitert werden.

    Jetzt bin ich gespannt…

  19. @ Quentin Quencher

    Warum werden die Bewertungen gezählt, aber die Kommentare dazu nicht angezeigt.

    Weil eventuell nicht alle, die bewertet haben, auch kommentiert haben. Ich habe z.B. auch lediglich bewertet aber nicht kommentiert.

  20. @ Karl

    ich dachte die Pflichtfelder muss man ausfüllen, deshalb meine Annahme. Doch wenn es auch so geht, erklärt es natürlich auch die Differenz. Danke für die Info.

  21. @ Quentin
    Das ist nur eine Vermutung, bin mir nicht sicher ob das so einfach gezaehlt wird. Im Zweifel fuer das Ministerium, woll’n doch nachher nicht als „Alarmisten“ da stehen 😉

  22. @ Peter Heller

    Ich erhielt gestern auch eine nette Mail:

    Hallo „Anhalter“,

    vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Teilnahme am Bürgerdialog „Energietechnologien der Zukunft“.
    Leider mussten wir Ihren Beitrag zum Lösungsvorschlag „Subventionen abschaffen“ entfernen. Grund hierfür ist nicht der Inhalt Ihres Beitrags, sondern die Zurücknahme der Veröffentlichung des Lösungsvorschlages, auf den Sie sich in Ihrem Beitrag bezogen haben. Der Lösungsvorschlag lag außerhalb des thematischen Rahmens des Bürgerdialogs, in dem es um die Frage geht, wie die Energiewende verwirklicht werden kann. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: „Welche Regeln gelten für das Schreiben von Beiträgen?“

    Wir bitten um Ihr Verständnis. Zur Dokumentation schicken wir Ihnen den zurückgezogenen Lösungsvorschlag sowie Ihren Beitrag.

    Vielen Dank und beste Grüße,
    die Moderation

    Da die Freischaltung kritischer Wortmeldungen eh‘ nur zögerlich bis garnicht erfolgt, habe ich nur per Mail reagiert:

    Hallo und einen guten Morgen an das Moderatoren-Team!

    Vielen Dank dafür, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, mir zu erklären, warum so rigide in den „Dialog“ eingegriffen wurde.

    Es fällt mir jedoch schwer, dafür Verständnis aufzubringen.

    Ein wirklicher Dialog muss auch gegenläufige Meinungen aushalten können. Wenn dies jedoch nicht gewollt ist, könnte leicht der Verdacht aufkommen, dass das ganze Konzept des Bürgerdialogs lediglich darauf angelegt ist, sowohl den politischen Entscheidungsträgern als auch den Menschen in unserem Lande vorzugaukeln, dass es rundherum nur Zustimmung zur geplanten Energiewende gäbe.

    Wenn dies der Plan sein sollte, so wird er nicht gelingen.

    Ich verabschiede mich hiermit als schreibender Teilnehmer, werde jedoch weiterhin mitlesen.

    Es grüßt

    Anhalter

    @ Quentin, Karl

    Die Bewertung funktioniert zumindest ab jetzt nur noch mit ausgefüllten Pflichtfeldern.

  23. Da gibt es noch parallel den Dialog „Nachhaltigkeit“ der Bundesregierung. Anhand der Auswertung des Teilthemas Energieversorgung ( ab Seite 19 ) sieht man schon wie dieser Bürgerdialog wohl enden wird.

    http://www.mitreden-u.de/sites/default/files/pdf/MitredenU_Auswertung.pdf

    In wiefern es hier Kommentare und Vorschläge nicht geschafft haben ist spekulativ, aber die Tendenzen sind eindeutig.

    Varus

  24. Die Honigtöpfe der „neuen Bürgerbeteiligung“.
    Wozu gehe ich eigentlich überhaupt noch wählen?
    Es ist wichtiger einen Gegenpol zu diesen Machenschaften aufzubauen.
    Nervt im positiven Sinne Eure Abgeordneten in eurem Wahlbezirk. Sensibilisiert auch andere dazu, das ihr nicht mit dieser Energiepolitik einverstanden seit!
    Nicht das ich die hier geleistete Arbeit schmälern will, aber es ist vertane Kraft an dieser klebrig süssen Masse.
    Das Ergebnis steht doch längst fest.

    2. Deutschland hat die gesellschaftliche Grundentscheidung getroffen, seine Energieversorgung in Zukunft aus erneuerbaren Quellen zu decken

    Wie auch sonst die Seiten des BMWi interessante Antworten bietet.
    Komplettiert durch die schon demagogische Berichterstattung unserer Qualitätsmedien.
    Kritische Beiträge, eher Fehlanzeige. Dafür wie gestern durch alle Medien gepeitscht eine TSN Infratest Umfrage.

    P.P.

  25. Es wird immer undurchsichtiger. Gestern waren beim Vorschlag „Sparanreiz durch Tarife ohne Grundpreis bei leitungsgebundenen Energien“ 4 Bewertungen verzeichnet (Duchschnittswert 3,0), heute sind es nur noch 3 Bewertungen (Durchschnittswert 3,666665). Kommentare werden 2 angezeigt, wie viele das Gestern waren weiß ich nicht.

    Das erinnert so langsam wirklich fatal an die Vorgänge zum Ende der Ex-DDR:

    Die Bürger wurden aufgefordert, ihre Anliegen in die Ausschüsse der Nationalen Front einzubringen und sich an der Aufstellung der Wahlvorschläge zu beteiligen. Versuche von unabhängigen Gruppen, tatsächlich andere Kandidaten mit aufstellen zu lassen, scheiterten dann aber fast ausnahmslos.

  26. @Peter Patzig

    36. Zu den längerfristigen Zukunftsaufgaben, die wir bereits heute in den Blick nehmen müssen, gehört etwa die Verbesserung der Sicherheit der bestehenden Kernkraftwerke in Europa und weltweit. Die Bundesregierung hat diesen Prozess in der Europäischen Union und im Kreis der führenden Wirtschaftsnationen bereits erfolgreich angestoßen.

    Am deutschen Wesen………….ach lassen wir das lieber.
    Dat Wirtschaftsministerium ist doch nur noch ein zahnloser Papiertiger und Erfüllungsgehilfe des Umweltministeriums, was will man da noch ernshaft erwarten, nix.

    Klimaschutz aus allen Ritzen, ob von oben oder bis ganz tief unten, Regionalpolitiker schielen auf Fördergelder und auf gutmenschliche Projekte, es ist sogar schon Kommunal unmöglich geworden gegen den Klimawahn/EE-Wahn argumentativ vorzugehen.

    Sorry, das einzige handfeste Argument das die sozialistische Einheitspartei im Bundestag noch versteht, ist der partielle oder europaweite Stromausfall.

    Da werden 20% erneuerbarer Anteil an der Stromerzeugung bejubelt wie damals der 1 MBit-Speichership von olle Honnecker oder die Beschlüsse des ZK der SED zum x-ten Parteitag………….und trotzdem ist der Schlamperladen zusammengebrochen wie ein marodes Kartenhaus.

    Der Deutsche liebt es anscheinend sich und ander in die Taschen zu lügen, Gebrüder Grimm als Experten der Energieversorgung, Münchhausen würde erblassen vor Neid, der konnte sich ja gerade mal selber an den eigenen Haare aus dem Sumpf ziehen.

    Wie weiter oben schon erwähnt, Energieversorgung wird rethorisch ausdiskutiert und konsensmäßig vom Laien bejubelt, nur die blöden Techniker raufen sich die Haare……….aber die sind eh alle bloß von der Atomlobby bezahlt.

    Mal sehen wie viele Trafos noch aus ungeklärten Gründen abbrennen müssen, Schaltanlagen den Geist aufgeben müssen, Netzleitstellenmitarbeiter Dauergast beim Psychater sein müssen…….bis auffällt das der ganze Müll so nicht funktioniert, wie es sich allzeit konsensbereite Mitbürger so vorstellen.

    Ich hab aufgehört zu hoffen, wir werden wohl erst wieder als Phönix wiedergeboren werden müssen, denn der derzeitige dekadente Saftladen ist unrettbar geworden.

    Deprimiert, demotiviert und letztendlich Schiksalsergeben!

    Heinz Eng

  27. „Repräsentativ ist das Meinungsbild des Bürgerdialogs natürlich auch nicht.“

    Sehr richtig, weswegen es im Sinne der hier angestrebten Objektivität ist, dem Bürgerdialog eine repräsentative Studie gegenüberzustellen:

    http://tinyurl.com/tnserneu

    »Einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest zufolge, halten 94 Prozent der Bundesbürger den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien mindestens für „wichtig“ oder sogar für „sehr bzw. außerordentlich wichtig“. Dieser hohe Wert, unter 1.002 Befragten bundesweit ermittelt, entspricht vergleichbaren Umfragen in den Vorjahren, welche die Agentur für Erneuerbare Energien regelmäßig durchführen lässt.

    „Die stabile hohe Zustimmung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein klares Votum der Bevölkerung für eine rasche und konsequente Energiewende“, folgert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Dies gilt selbst dann, wenn die Erneuerbare-Energien-Anlagen in Wohnortnähe der Befragten errichtet werden, so das Ergebnis der Umfrage: Rund 65 Prozent der Bürger finden Ökostromkraftwerke in ihrer Nachbarschaft „sehr gut“ oder „gut“. Die konkrete Zustimmung liegt sogar noch höher, wenn die Befragten etwa mit Windenergieanlagen oder Solarparks in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung bereits Erfahrungen gemacht haben.«

    Gruß

    Peter Hartmann (Crosspost von EIKE)

  28. #27

    94 Prozent der Deutschen unterstützen den verstärkten Ausbau Erneuerbarer Energien

    1002 bundesweit repräsentativ ausgewählte Befragte … na wunderbar, dann steht der Zukunft ja nichts mehr im Wege. Die 94% werden dann aber auch die absehbaren technischen und gesellschaftlichen Probleme, die auf diesem Blog der 6% Unverbesserlichen, die mit Worten wie „Grundlast“ etwas anfangen können, diskutiert werden, freudig begrüßen müssen …

  29. @26 Heinz Eng

    Ihr Engagement, zum Beispiel in diesem Blog zeigt aber das sie sich nicht so ganz diesem Schicksal ergeben wollen.
    Und die „Antworten“ aus dem BMWi waren von mir mehr sarkastischer Natur.
    Nach meiner letzten Diskussion mit einem Verkäufer für PV Anlagen ist mir wieder bewusst geworden das menschliche Dummheit, hier eher Gewinnsucht jedes schwarze Loch topt.
    Das sich durchhängen größerer Module sei kein Thema mehr durch verbesserte Rahmenkonstruktionen, Verschmutzung auf den Flächen sind eher zu vernachlässigen, und auf meine Frage nach Schnee und Eiskrusten auf den Modulen malte er mir zwei Smileys auf ein Blatt.
    Einen traurigen und einen lachenden.
    Wie nicht anders zu erwarten, der lachende Stand für den PV Anlagenbesitzer und jetzt halte man sich fest, der sich den ganzen Winter mit eigener Energie versorgt hat!
    Und natürlich die Amortisationszeichnung ala Versicherungsvertreter inklusive. DANKE Subvention!
    Früher waren es Teppich und Staubsaugerverkäufer.

    P.P.

  30. @Peter Hartmann

    Eine Umfrage, bestellt von „Agentur für Erneuerbare Energien“…….na wat soll da auch schon bei rauskommen.

    Lustitsch in diesem Zusammenhang:
    http://www.unendlich-viel-energie.de/de/service/ueber-uns.html

    Die Kampagne „deutschland hat unendlich viel energie“ wird getragen von der Agentur für Erneuerbare Energien e. V. Unterstützer der Agentur sind Unternehmen und Verbände aus der Branche der Erneuerbaren Energien und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

    Und wieder hat der Umweltminister seine Patschehändchen mitten mang, gibt es denn noch irgendeine Struktur in Deutschland, wo dieses Ministerium nicht direkt oder indirekt mit rumfummelt?
    Die Umweltfuzzis sind wie Krebs, fressen sich durch den gesunden Körper bis der unheilbar den Tod ins Auge blicken muss, nur blöd ist, wenn der Wirtskörper stirbt, stirbt auch die Wucherung mit ihm.

    Sorry, musst Heizung anstellen, weil ja der Sommer viel zu warm war, dat schlägt etwas uff´s Gemüt.

    Heinz Eng

  31. Kampagne „deutschland hat unendlich viel energie“ … ich lach mir’n Ast … die Kampagne „deutschland hat unendlich viel geld“ ist ja auch schon erfolgreich am Laufen.

  32. @Peter Patzig

    Ihr Engagement, zum Beispiel in diesem Blog zeigt aber das sie sich nicht so ganz diesem Schicksal ergeben wollen.

    Im vollem Bewusstsein das hier regelmäßig nur einige hundert Menschen mitlesen, ergo ein Rufer in der Wüste oder den dunklen Wald.
    Das wir nicht ernst genommen werden, sieht man ja gerade ganz schön an diesen sogenannten Bürgerdialog, obwohl die dort wissen das wir hier alles dokumentieren, löschen die fleissig ungerührt weiter nach Gusto oder vorgegebenes Endergebnis.

    Sorry, ick komm mir vor als ob mir eener den Stinkefinger vor de Nase hält und dabei noch hämisch grinst, weil ick gerade gefesselt am Baum stehe und mich net wehren kann.

    Realismus, ist die Einsicht in die eigene Unbedeutenheit (Eigendichtung)

    Onkel Heinz…..dat miese Wetter schlägt mir uff´n Magen

  33. @ Peter Hartmann #27

    Nun ja, aus der TNS-Umfrage kann man auch herauslesen, dass 75% nicht noch mehr für die Förderung der NIE ausgeben wollen. Das ist doch schon mal eine konkrete Aussage. Das relativiert das Bild von über 90% Zustimmung doch erheblich. Übrigens lautete die Frage „wie wichtig ist Nutzung und Ausbau“ der NIE. Und nicht ob sie die Energiewende befürworten oder nicht. Das sie selbst nicht bereit sind mehr zu bezahlen, ist in der ersten Frage deutlich geworden. Das deckt sich auch mit anderen Umfragen.

    Um herauszufinden was die Leute wirklich wollen, wie sie wirklich denken, muss man ihnen zuhören was sie zu sagen haben, nur dann kann man deren Überzeugungen und Vorstellungen nahe kommen. Das habe ich mit meiner Analyse getan, die von Peter Heller ausgezeichnet kommentiert ist.

    Ich halte solche Umfragen, wie die von Ihnen angeführte, für wenig aussagekräftig, da nicht klar ist, was die Befragten unter den jeweiligen Begriffen verstehen. Früher hat es einmal geheißen, Politiker müssen dem Volk aufs Maul schauen, oder die Meinungshoheit über den Stammtischen halten. Das heißt zuhören und versuchen zu verstehen. Leider wird dies ersetzt durch eine „Partizipationsgesellschaft“ deren Akteure aber nie einen Querschnitt der Bevölkerung darstellen.

    Um nochmal zu verdeutlichen, wie verschieden Begriffe gedeutet werden können, sei ein Artikel in der FTD empfohlen, hier geht es um 6 verschiedene Auffassungen zum Begriff Nachhaltigkeit:

    Dennoch halten insgesamt 52 Prozent der Deutschen dieses Thema für wichtig, davon können aber nur 39 Prozent mit dem Begriff wirklich etwas anfangen. Immerhin 46 Prozent geben an, wenigstens ein bisschen darüber Bescheid zu wissen.
    Die Reaktion der Bevölkerung bei solchen weitreichenden Thematiken ist keineswegs einheitlich. Menschen entwickeln, je nach Typus, ein sehr unterschiedliches Verständnis, wenn es um Themen wie Umwelt oder Nachhaltigkeit geht.

  34. @ Hartmann, #27:

    …im Sinne der hier angestrebten Objektivität…

    Häh!? Ich? Ausgerechnet? Ich bin nun der letzte. der „Objektivität“ anstrebt. Dies ist ein Meinungsblog hier, kein Nachrichtenportal. Ich habe eine Meinung -- und die vertrete ich -- ganz subjektiv.

    Seit wann eigentlich sind Umfragen objektiv gesehen ein Beleg für Klugheit?

  35. @ Peter Hartmann #27
    Herr Hartmann, oder fehlt da noch der Captain? Kleines Spässle, ich kann Ihnen jedes gewünschte Ergebnis mit einer repräsentativen Umfrage liefern. Ich stelle in den entsprechenden Gegenden die richtigen Fragen den relevanten Leuten und „et viola“ habe ich das gewünschte Ergebnis. Wenn ich zB. im Wendland eine Umfrage zur Akzeptanz von „Atom-Endlagern“ durchführe, kann ich auch gleich zu Hause sitzen und die Repräsentanz selber stricken da ich ohne zu fragen das ungefähre Ergebnis kenne. Sie sind doch sonst so kritisch, warum dabei so naiv?

  36. @Karlchen

    Umfrage, etwa so?

    „“Nachdem ja das Atomkraftwerk in Fukushima explodiert ist und ganz Japan radioaktiv verseucht hat, zusätzlich unsere einheimischen Kohledreckschleudern das Umwelt- und Klimagift Kohlendioxid in die jungfräuliche Atmosphäre auswerfen, hätte ich da mal ein paar Fragen zu ihrer Haltung, den sauberen, nachhaltigen, erneuerbaren Energien gegenüber………..“““““

    Bei Umfrageergebnisse die irgendwelche 90+% Zustimmung/Ablehnung als Ergebnis haben, werde ich als gelernter EX-Ossi immer hellhörig………..muss wohl am Verfolgungswahn liegen oder an den schlechten Erfahrungen.

    MfG
    Onkel Heinz

  37. @ Fluminist #28

    die mit Worten wie “Grundlast” etwas anfangen können

    Ich kann nicht glauben, dass beim ersten, wenn auch schaumgebremsten, kritischen Expertenbeitrag, erst drei Diskussionsbeiträge eingangen sind. Und davon dann dieser eine hier, in dem der Poster „ZukunftEE“ folgende Weisheiten hinterlässt:

    Herr Kneer sollte mal hinterfragen WAS „Grundlast“ ist!
    Müssen die Pumpspeicher denn nachts aufgeladen werden? Muß nachts Niedertarif angeboten werden damit Nachtspeicherheizungen u. Warmwasserboiler gefördert werden usw. ? Müssen Kühlhäuser nachts ihren Strom beziehen?
    Ohne diese künstlichen Steigerungen würde nicht mehr viel von der „Grundlast“ übrig bleiben.
    Da Herr Kneer zum Expertenblog gehört könnte er doch mal mit realen Zahlen nachweisen aus welchen Nachfragern die „Grundlast“ besteht!

    Ich glaube auf der Website der Utopisten mal gelesen zu haben, dass „Grundlast“ nur ein Kampfbegriff der Energiekonzerne sei.

    Der „Fachmann“ vom obigen Zitat setzt aber noch einen drauf:

    Von neuen Netzen halte ich mittlerweile auch nicht mehr viel seit ich den Wirkungsgrad der Fallfilm-Elektrolyse mit 94% kenne. Besser ist es man nutzt das Erdgasnetz u. mischt dort H2 bei. Das Stromnetz braucht 9,2 Cent/kwh für den Transport, das Gasnetz aber nur 0,7 Cent/kwh.
    Da müßten schon viele Verluste entstehen damit man die Differenz von 8,5 Cent erreicht. Mit BHKW in Mini-Ausführung werden aber über 90% der Energie genutzt, mit stationären Brennstoffzellen sollen es gar 100% sein.

  38. @Anhalter / 37:

    Na, sind doch wunderbare Zeiten. Grundlast ist ein Hirngespinnst, Dinge können 100% effizient arbeiten. Das Perpetuum-Mobile’s angeblich nicht funktionieren ist doch eh nur eine Verschwörung seitens der pösen Energielobby! Jawoll!

    „Zukunft EE“, my ass… Ich bin ja manchmal wirklich dafür das Leute, die zu solchen Theman abstimmen oder öffentlich Kommentare abgeben dürfen, erstmal ihre Physik-Kentnisse sowie einen allgemeinen Intelligenztest absolvieren müssen.

    Manchmal frage ich mich ja wirklich was diese Leute so zu sich nehmen.

    Grüße,

    Chris

  39. @Heinz Eng

    Umfrage, etwa so?

    Ja, nur die Fragen sind von Spezialisten mit psychologischem Hintergrund erarbeitet, ähnliche Verfahren finden auch in der Werbebranche Anwendung. Die kommen also nicht so plump daher wie unsereiner 😉 .

  40. @Heinz Eng

    Bei Umfrageergebnisse die irgendwelche 90+% Zustimmung/Ablehnung als Ergebnis haben, werde ich als gelernter EX-Ossi immer hellhörig………..muss wohl am Verfolgungswahn liegen oder an den schlechten Erfahrungen.

    Glaub mir: nicht nur du als Ex-Ossi ! Mit Verfolgungswahn hat das nichts zu tun, sondern mit gesundem Mißtrauen. Bei Alt-Wessis ist das mangels fehlender persönlicher Erfahrung nur weniger verbreitet. Klar ist, daß Ökologisten mit 90+x prozentigen Ergebnissen sowenig Schwierigkeiten haben, wie einstmalige SED-Funktionäre. Geistige Verwandschaft eben.

  41. Und lustig weiter geht es mit der Zensur

    Hallo „Wolf Krab“,

    wir konnten leider Ihren Lösungsvorschlag „Moderne Kern-und Kohlekraftwerke als Brückentechnologie zur Kernfusion sind der…“ (siehe unten) vom 29.8. um 21.45, nicht freischalten, da er den Regeln des Onlinedialogs widerspricht. In diesen heißt es:

    „Gegenstand des Online-Dialogs „Energietechnologien für die Zukunft“ ist die Verwirklichung der von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossenen Energiewende. Es geht um die Frage, wie die Energiewende verwirklicht werden kann – nicht um Spekulationen über die Richtigkeit dieser Entscheidung. Im Mittelpunkt des Bürgerdialogs stehen wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Herausforderungen und Lösungsansätze in den Bereichen Speicher und Netze, Brückentechnologien, erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Diskussionen über Fragen außerhalb dieses thematischen Rahmens müssen an anderen Stellen geführt werden.“
    In Ihrem Beitrag, den wir Ihnen zur Dokumentation unten in dieser E-Mail schicken, wird hingegen das Für und Wider der Energiewende und die Zukunft der Atompolitik auf einer allgemeinen Ebene diskutiert. Ein konkreter Vorschlag, wie die Energiewende verwirklicht werden kann, ist nicht zu erkennen. Ihre Meinungsäußerung ist selbstverständlich legitim. Wir bitten Sie jedoch um Verständnis, dass dieses Forum einen anderen inhaltlichen Rahmen hat.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Ihre Moderation


    Ihr Beitrag:

    Eine Brücke soll per definitionem ein sicherer Übergang einem zu einem anderen/neuen sicheren Ufer sein.

    Ziel einer Brücke im Sinne dieses Dialogs „Energietechnologien für die Zukunft“ kann nur der Übergang zu einer zukunftsfähigen höherwertigen Technologie sein.
    Zu diesen höherwertigen Technologien gehört ohne Zweifel der Liquid Flouride Thorium Reaktor (LFTR) und nicht zuletzt der Kernfusionsreaktor. Wobei der LFTR bereits zur Verfügung steht, der Fusionsreaktor allerdings noch seine „Feuertaufe“ bestehen muss. Aber beide bedeuten ein sicheres Ufer.

    Hingegen unzuverlässige, vom Wetter abhängige Stromlieferanten, wie WKA und PV können nicht das Ziel einer solchen Brücke sein. Selbst dann nicht, wenn Tausende von noch so futuristischen Speichern gebaut werden, weil auch deren Wiederaufladung und Einsatzbereitschaft genauso vom Wetter abhängig ist, wie die Anlagen, für die sie das Backup liefern sollen.

    Es ist sicherlich richtig, dass die Technik der derzeit im Betrieb befindlichen Kernreaktoren überdacht wird. Dabei sollte aber neben der Priorität der erforderlichen Betriebssicherheit aber auch die Versorgungssicherheit auf dem Prüfstand stehen. Hier ist das Wissen seriöser Techniker gefragt. Mit Religion, Philosophie und Soziologie oder Ethik hat das nichts zu tun.


    Bürgerdialog Zukunftstechnologien
    Moderation Online-Dialog
    E-Mail: moderation@buergerdialog-bmbf.de
    Homepage: http://www.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft
    Moderation im Auftrag des Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Immerhin hat man fast 27 Std gebraucht um zu einem Ergebnis zu kommen.
    Ich erspar mir mal jeden weiteren Kommentar.

  42. Die haben richtig Angst wenn man mit der Kernkraft kommt:

    Hallo „Quentin Quencher“,

    vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Teilnahme am Bürgerdialog Energietechnologie für die Zukunft.
    Leider konnten einen Beitrag von Ihnen nicht freischalten siehe unten).

    Ich möchte Sie auf Punkt 5 der Spielregeln des Dialogs hinweisen:

    „Gegenstand des Online-Dialogs „Energietechnologien für die Zukunft“ ist die Verwirklichung der von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossenen Energiewende. Es geht um die Frage, wie die Energiewende verwirklicht werden kann – nicht um Spekulationen über die Richtigkeit dieser Entscheidung. Im Mittelpunkt des Bürgerdialogs stehen wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Herausforderungen und Lösungsansätze in den Bereichen Speicher und Netze, Brückentechnologien, erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Diskussionen über Fragen außerhalb dieses thematischen Rahmens müssen an anderen Stellen geführt werden.“

    Weiter Informationen finden Sie hier: http://mitreden.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft/haeufige_fragen

    Bitte vermeiden Sie die Kernkraftswerkthematik.Unter „Brückentechnologie“ ist einmal „AKW Laufzeit verlängern statt verkürzen“ http://mitreden.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft/vorschlaege/brueckentechnologien/akw-laufzeit-verlaengern-statt-verkuerzen“ als Lösungsvorschlag vorhanden. Bitte versuchen Ihre Kritik oder Zustimmung zum Thema AKWs hier unterzubringen:.

    Vielen Dank und beste Grüße,

    die Moderation

    Ihr Beitrag:

    Nein,
    Ich bin generell gegen den Ausbau der Windkraftanlagen. Egal ob in Süd-, Nord-, Ost- oder Westdeutschland. Verzichten wir lieber auf die Stilllegung von Kernkraftanlagen, dann brauchen auch keine Windräder, welche sowieso nur unzuverlässigen und teuren Strom liefern.


    Bürgerdialog Zukunftstechnologien

    Moderation Online-Dialog

  43. Es gibt einen neuen ‚Expertenbeitrag‘
    http://mitreden.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft/blog/2011/08/man-hoert-oft-von-der-idee-ueberschuessige-energie-durch-umwandlung-methangas-bestehend

    Da noch ken eigener thread eröfnet wurde sichere ich meine ersten Gedanken dazu mal hier. kann ja bei bedarf verschoben werden.

    Werter Herr Wachholz,

    anbei einige Fragen und Anmerkungen zu Ihrem Beitrag:
    1) Was qualifiziert Sie, hier als Experte aufzutreten? Zeigt Ihre Vita doch, das Sie bis heute in Ihrer beruflichen Laufbahn nicht einmal im Ansatz mit Energieerzeugung,- verteilung und -speicherung zu tun hatten. Ihre von Ihnen bei Xing veröffentlichte Vita zeigt nur, das Ihre berufliche Laufbahn schwerpunktmäßig im Bereich der Lobbyarbeit anzusehen ist!

    2)Welche Quellen liegen Ihren angesprochenen Wirkungsgraden zugrunde?

    3)Sie schreiben „Je stärker die Leitungskapazitäten ausgebaut werden, desto weniger neue Stromspeicher braucht es – und umgekehrt. “ Können Sie dies belegen? Bis zum heutigen Tage gibt es keinen Ausbau der Leitungskapazitäten, welcher bei einer zufälligen Stromproduktion (EE) einen verminderten Speicherbedarf bewirkt. Bedarf es doch ‚zufällige‘ Abnehmer der Erzeugten Leistung. Dies wird im übrigen auch kein Smart Grid lösen (es sei denn, durch Zwangsabschaltungen).

    3)Welche Kosten entstehen durch RPM? Bedaf es doch eines massiven ausbaus der Energieerzeugungsinfrastruktur?

    4)Welche Risiken entstehen durch RPM?

    5)Sie schreiben: „Schon im Jahr 2020 ist selbst bei zügigem Netzausbau mit relevanten Stromüberschüssen aus erneuerbaren Energien vor allem bei starkem Wind zu rechnen“ Ist die Realität an Ihnen vorbeigegangen? Dies ist leider schon heute der Fall!

    MfG

    Michael M.

  44. Leider haben die 1.500 Zeichnen nicht ausgereicht, …

    6)Sie schreiben „Das dazu benötigte CO2 kann etwa aus Biogasanlagen, industriellen Prozessen oder auch aus der Umgebungsluft entnommen werden.“

    Es ist mit neu, das in Biogasanlagen CO2 erzeugt wird. Doch scheinbar haben Sie andere Quellen.
    Sollten Sie auf die CO2-Abscheidung abzielen, dann erklären Sie doch bitte wie dies, und zu welchen Kosten, in Deutschland durchführbar ist. Wurde die Erforschung zur CO2-Abscheidung doch vor kurzem politisch zu Grabe getragen. Oder spekulieren Sie darauf das wir uns diese Technologie in einigen Jahren im Ausland einkaufen können?

    Welche großtechnischen Verfahren gibt es um CO2 ökonomisch aus der Umgebungsluft abzuscheiden?
    Und welchen Einfluss hat dies auf den Wirkungsgrad des angesprochenen RPM-Verfahrens.

    lg

    Michael M.

    So, ma gucken ob mir bei genauerem lesen noch mer fragen enfallen 😉

  45. Werter Herr Wachholz,

    Sie beziehen sich in Ihen Beispielen auf die Biogasnutzung. Wie verträgt sich der dadurch stark erhöhte Flächenverbrauch, sowie die Tatsache, dass Nahrungsmittel zur Energieerzeugung genutzt werden, und die bekannten negativen ökologischen Folgen mit dem Umweltschutz sowie dem ethisch umd moralischem Problem der hungernden Menschen weltweit? Als NABU-Bundesvorstand sollten Ihnen diese Wiedersprüche bekannt sein.

    lg

    Michal M.

    ein experte also. erinnert mich eher an einen maler bunter bilder 😉

  46. Ein neuer Lösungsvorschlag ist bei den „Erneuerbaren Energien“ zu finden:

    Forschung zu erneuerbaren Energien stärken

    Erneuerbare Energie wie Windkraft und Photovoltaik werden im Betrieb gefördert. Keine dieser Technologien ist ohne Förderung der Betriebsphase wirtschaftlich. Wir fördern also eine Technik, die nicht wettbewerbsfähig ist. Die Förderung muss beim Betrieb eingestellt werden und in die Forschung fließen.

    Dieser Vorschlag hat es gewaltig in sich. Nicht wegen der Aussage die getroffen wurde, sondern mit der Formulierung wie es geschehen ist. Es ist unglaublich, ständig werde ich an die ExDDR erinnert. So in etwa lasen sich die Meldungen im Neuen Deutschland. Es musste eine Formulierung gefunden werden, die bei der Zensur durch kam. Das heißt, oberflächlich betrachtet, wird die Nachricht, oder Aussage, so verpackt dass es den Anschein hat, man steht hinter der Sache, doch beim genaueren hinsehen entpuppte es sich als handfeste Kritik. Genauso hier. Sind wir schon wieder so weit, dass derart nötig ist?

  47. Tja, was sagt man dazu:

    Hallo Peter Heller,

    wir konnten leider Ihren Lösungsvorschlag „Technologiemonitoring (auch durch Forschungsförderung)“ (siehe unten) vom 29.8. um 21.46, nicht freischalten, da er den Regeln des Onlinedialogs widerspricht. In diesen heißt es:

    „Gegenstand des Online-Dialogs „Energietechnologien für die Zukunft“ ist die Verwirklichung der von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossenen Energiewende. Es geht um die Frage, wie die Energiewende verwirklicht werden kann – nicht um Spekulationen über die Richtigkeit dieser Entscheidung. Im Mittelpunkt des Bürgerdialogs stehen wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Herausforderungen und Lösungsansätze in den Bereichen Speicher und Netze, Brückentechnologien, erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Diskussionen über Fragen außerhalb dieses thematischen Rahmens müssen an anderen Stellen geführt werden.“
    In Ihrem Beitrag, den wir Ihnen zur Dokumentation unten in dieser E-Mail schicken, wird hingegen das Für und Wider der Energiewende und die Zukunft der Atompolitik auf einer allgemeinen Ebene diskutiert. Ein konkreter Vorschlag, wie die Energiewende verwirklicht werden kann, ist nicht zu erkennen. Ihre Meinungsäußerung ist selbstverständlich legitim. Wir bitten Sie jedoch um Verständnis, dass dieses Forum einen anderen inhaltlichen Rahmen hat.
    Beiträge, in denen es konkret um die Laufzeit und Zukunft von Atomkraftwerken geht, können in Form von Bewertungen und Kommentaren zu diesem Lösungsvorschlag diskutiert werden.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Ihre Moderation


    Ihr Beitrag:

    Da die Beschlüsse zur Energiewende einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten umfassen, sollten eventuelle technische Weiterentwicklungen berücksichtigt werden. Vielleicht ergeben sich neue Ideen für Brückentechnologien, vielleicht sind die „Erneuerbaren“ des Jahres 2011 nicht die des Jahres 2050.

    In der neuen Richtlinie zur kernphysikalischen Grundlagenforschung des BMBF, die am 22.07.2011 bekanntgegeben wurde (http://www.bmbf.de/foerderungen/16801.php) wird neben vielen anderen wichtigen Themen auch die Transmutationsforschung angesprochen. Entsprechende Anlagen können so gebaut werden, daß sie zusätzlich auch noch einige Dutzend MW elektrische Leistung liefern.

    Dies wäre eine potentiell neue Brückentechnologie, die nicht nur das Problem „Atommüll“ löst, sondern auch noch für die dezentrale Stromerzeugung geeignet ist. „Atommüll“ vernichten können bspw. auch Thorium-Flüssigsalzreaktoren, wie sie derzeit in China und Indien entwickelt und in den USA und GB diskutiert werden. Es handelt sich hier um eine alternative technische Lösung der Nutzung der Kernspaltung, die viele Bedenken obsolet macht.

    Man sollte solche Entwicklungen gezielt strategisch beobachten, die nicht nur in der Kernkraft, sondern auch in allen anderen Bereichen stattfinden. Das Beobachten gelingt am besten, in dem man selbst an der Forschung teilnimmt. Die Energiewende sollte um ein entsprechendes technologieoffenes Programm erweitert werden.


    Bürgerdialog Zukunftstechnologien

    Moderation Online-Dialog

  48. @Quentin Quencher #46

    Sind wir schon wieder so weit, dass derart nötig ist?

    Ja doch, genau so muß man es machen. Es fängt schon mit dem braven, politsch korrekten Pseudonym „Energiesparer“ an!
    Gespannt bin ich nur, ob die Lebensdauer dieses „Lösungsvorschlags“ länger sein wird als bei den anderen kritischen und/oder nuklearen. Wenn nicht, dann kann man diesen Schildbürgerdialog totalabschreiben.

  49. In dem Standardformbrief, mit dem die Entfernung aller nicht 100% linientreuen „Lösungsvorschlage“ mitgeteilt wird, steht als Ablehnungsgrund regelmäßig

    Ein konkreter Vorschlag, wie die Energiewende verwirklicht werden kann, ist nicht zu erkennen.

    Das gilt aber für alle zur Wahl gestellten Lösungsvorschläge, wenn man unter „konkret“ mehr versteht als Wunschdenken und Milchmädchenrechnung, also müßte konsequenterweise Phase 2 des Bürgerdialogs unverzüglich eingestellt werden.

  50. @Micha

    Sorry, bei einen Punkte haste leider nicht recht, in Biogasanlagen fallen bis zu 30% CO2 bei der Reaktion an, die dann ausgefiltert werden müssen.

    Ick werd morgen mal einen neuen Blog dazu eröffnen, denn diesmal sind jede Menge Kritikpunkte im Artikel des „Experten“ von NABU.
    Jetzt ist mir dat zu spät geworden, also lasst uns morgen weiter machen.

    MfG
    Heinz Eng

  51. Ergänzung zu 47, das habe ich dazu zu sagen:

    Sehr geehrte Moderation,

    nein, in meinem Beitrag wird nicht das Für und Wider der Energiewende und die Zukunft der Atompolitik auf einer allgemeinen Ebene diskutiert. Ich empfehle sehr konkret, Transmutationsanlagen, deren Entwicklung durch Ihren Auftraggeber, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, gefördert wird, als Brückentechnologie für den Ausbau kleiner, dezentraler Kraftwerke zu nutzen. Ich weise ebenso konkret darauf hin, daß diese Funktion auch von Thorium-Flüssigsalzreaktoren übernommen werden kann. Beide Technologien unterscheiden sich grundlegend von den Kernkraftwerken, deren Abschalten im Rahmen der Energiewende beschlossen wurde. Es geht bei meinem Vorschlag also nicht um Laufzeitverlängerungen o.ä.. Sondern um konkrete Forschungs- und Entwicklungsthemen. Hätte ich mehr als 1.500 Zeichen zur Verfügung gehabt, hätte ich verschiedene Arten von neuen Wellenkraftwerken und neuen biotechnischen Methoden (Algen), aber auch Aufwindkraftwerke, verschiedenste Ansätze für das Energy Harvesting und vieles weitere ebenfalls erwähnen können. Alle diese Ideen werden in keiner Weise vom Gesetzespaket zur Energiewende erfaßt, zu keiner dieser Ideen gibt es irgendeine gesetzliche Regelung. Es sind schlicht Dinge, die es noch nicht gibt (aber geben könnte).

    Ich finde es interessant und bedeutend, daß man auf einer durch das BMBF finanzierten Webseite Dinge nicht nennen darf, die durch die Förderprogramme des BMBF bespielt werden und von denen Sie also implizit behaupten, diese ständen alle außerhalb der Energiewende. Ich empfehle sehr klar und deutlich, derlei Programme zu bündeln und als Teil der Energiewende anzusehen und daher mit einem entsprechenden gesetzlichen Rahmen zu versehen.

    Einen solchen Vorschlag als zu wenig konkret und als themenfern zu charakterisieren, dürfte Ihren Auftraggebern nicht gefallen. Ich möchte noch darauf hinweisen, daß die Moderatorin der Bürgerwerkstatt in Braunschweig, Frau Martina Richwien vom IFOK, also von Ihrer Projektleitung, den Vorschlag „Thorium“ unter Brückentechnologien zugelassen hat, obwohl ich Ihr angeboten hatte, dieses Thema wieder zu entfernen, falls es nicht ins Konzept paßt. Sie war geradezu entrüstet, daß ich annahm, es könne eine „Zensur“ in der Form geben, daß Themen durch Moderatoren als „Energiewende-relevant“ oder nicht eingestuft werden. Die übliche Aufgabe eines Moderators ist die Bewertung von Beiträgen nach inhaltlicher Relevanz und Güte ja nun gerade nicht. Sie sehen das scheinbar anders, und fassen „Moderation“ als „Filterung“ auf. „Filterung“ nach Kriterien, die Sie für sich subjektiv festgelegt haben.

    Neue Technologien, die nicht herkömmliche Gas-, Kohle-, Kern-, Wasser-, Wind-, Bio- oder Solarkraftwerke darstellen, sondern vielmehr eine grundlegende Neudefinition dessen erforderlich machen, was denn nun ein xy-Kraftwerk ist und was nicht, sind also nach Ihrer Filterung nicht zulässig, wenn über die Verwirklichung der Energiewende gesprochen wird. Auch das dürfte Ihren Auftraggebern nicht gefallen. Oder besteht für Sie etwa eine Grenze dahingehend, daß jegliche Energiegewinnung aus radioaktivem Zerfall und Kernspaltung nicht erwähnt werden darf? Erstens beträfe das auch die Geothermie und zweitens wollen Sie doch nicht ernsthaft darauf bestehen, das Element Nummer 90 (Thorium) zu nennen wäre in irgendeiner Form gefährlich, verwerflich, verboten? Ist es das Wort „Reaktor“, was sie stört? Ist ein Bio-Reaktor dann auch zu riskant für Ihren Filter? Wäre es genehm, statt „Reaktor“ eine Begrifflichkeit wie „Neutronenquelle“ (schließt Beschleunigeranlagen für die Transmutation ein) oder „Spallationstechnologie“ einzusetzen?

    Sicher: Ich bin ein Befürworter der Kernenergie. Trotzdem habe ich wohlweislich darauf verzichtet, den Uran-Plutonium-Brennstoffkreislauf und herkömmliche Druck- und Siedewasserreaktoren zu verteidigen. Und ich bin auch nicht bereit, das innerhalb des Bürgerdialogs zu tun. Denn das gehört dort vielleicht tatsächlich nicht hin. Ich möchte den Dialog ja genau nicht stören, sondern versachlichen. Zu Ihrer Information: Ich bin ein Befürworter aller Technologien. Aller. Völlig ideologiefrei und rein rational: Es gibt nichts, was nicht in irgendeinem Zusammenhang Sinn ergibt, denn sonst gäbe es das nicht. Und es gibt noch weit mehr Dinge, die Sinn ergeben, als Sie oder ich uns vorstellen können. Auch Sie können die Zukunft nicht in der Gegenwart erkennen. Und auch das wäre nicht im Sinne Ihres Auftraggebers. Ein „Bürgerdialog“, der solche Haltungen nicht zulässt, ist kein Dialog für alle Bürger, sondern ein gesteuerter Monolog für einige wenige Ideologen.

    Sicherheitshalber sollten Sie also erneut prüfen. Diese Chance möchte ich Ihnen noch einmal einräumen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Heller

  52. @Heinz Eng

    Bei Umfrageergebnisse die irgendwelche 90+% Zustimmung/Ablehnung als Ergebnis haben, werde ich als gelernter EX-Ossi immer hellhörig

    Das Standard-Werk zur Gestaltung von Umfrageergebnissen nach Wunsch findet sich unter A perfect balanced sample auf Youtube.

  53. @Peter Heller, #51
    !!! Absolute Klasse !!!

  54. @ Peter Heller

    Im Flickr-Fotoalbum sind die Vorschläge an der Pinnwand deutlich zu sehen:

    Und auch noch mal nachzulesen im Abschlussbericht der Bürgerwerkstatt in Braunschweig, das (PDF):

    Nutzung von Shale Gas Vorkommen -- Fracking zur Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen
    Nutzung von Thorium -- Kernenergie noch nicht am Ende

    Hier zeigt es sich, wie wichtig es wäre, wenn wir auch auf derartigen Veranstaltungen präsent sind.

  55. Das einbetten der Fotos hat nicht geklappt, hier die Links:

    Energieefizienz-Pinnwand

    Brückentechnologien-Pinnwand

    [Ich habe die Bilder mal nachträglich eingefügt. Das klappt offfensichtlich nur als Admin. RK]

  56. #49, #51, #64 etc.

    Nun muß ich meine in #49 geäußerte Schlußfolgerung doch revidieren, denn sie beruht auf einem Mißverständnis, wie auch die von der Moderation beanstandeten und entfernten Lösungsvorschläge.

    Das Thema der Veranstaltung ist “Wie können wir die Energiewende verwirklichen?”, und die Bedeutung des Wortes “verwirklichen” ist der Knackpunkt.

    Gefragt sind hier keine technischen Vorschläge oder Abwägungen, welche Energiequellen besser sind als andere. Wäre ja auch sinnlos, die meist nicht hinreichend ausgebildete Bürgerschaft nach solchen Einzelheiten zu befragen. Dafür haben wir schließlich Experten wie z.B. Herrn Wachholz , die schon genau wissen, wie das alles geht.

    Im Klartext lautet die gestellte Frage etwa so: Wie können wir ein bereits von der politischen Führung beschlossenes und in allen wesentlichen Punkten festgelegtes Programm zum radikalen Umbau der Energieversorgung in Deutschland, das weitreichende Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten und Rechte erfordert und die bisher gültigen Landschafts-, Umwelt- und Klimaschutzrichtlinien sowie den Wirtschaftsstandort Deutschland kompromittiert, so durchführen und propagandistisch begleiten, daß die Bevölkerung es nicht nur klaglos hinnimmt, sondern mehrheitlich freudig begrüßt?

    Wenn man sich das vor Augen hält, wird die Auswahl der Lösungsvorschläge begreiflich. Leider konnte die Frage aus naheliegenden Gründen nicht in der obigen Deutlichkeit gestellt werden, deshalb muß die Moderation eingreifen, um Mißverständnisse auszuräumen.

  57. @50 heinz

    Doch, ich habe recht :p
    so wie es der selbsternannte experte formuliert hat, klingt es so als ob biogasanlagen nur co2 erzeugen 😉
    Darum meine frage an ihn. Da ich aber sogar schon eine biogasanlage mitprojektiert habe ist mir die biogaszusammensetzung bekannt. Daher auch mein nachfolgender schwenk zur co2 abscheidung.

    Bei solchen formulierungen in der tradition der bunten bilder kommt halt gern mal der ingenieur in mir durch, welcher sich erbrechen muss…

  58. @Quentin

    Im Fick-Fotoalbum sind die Vorschläge an der Pinnwand deutlich zu sehen: …

  59. @Quentin
    Wir haben seit dem 4 zugriffe auf den Knigge …
    Rofl…tschuldigung :-))

  60. @ Rudolf,
    bitte, Hilfe!: Meinen Tippfehler korrigieren. #54

    So kann man sich natürlich auch zum Affen machen 😉

    [Da hätte ein Herr Freud aber seine wahre Freude dran gehabt… RK]

  61. # 51

    Klasse, Herr Heller!

  62. @Peter Heller

    Sehr gute Zusammenfassung, auch # 51 sehr schön. Ich bezweifle aber das Sie damit durchdringen werden, die sind am Mauern und verletzen dabei dauernd Grundrechte, widersprechen ihren eigenen Aussagen, messen mit zweierlei Maß nur um die Kurve zu kriegen, hin zum erwünschten Ergebnis.

    Autor: Karl Rannseyer | 24.07.2011 -- 19:48

    Sehr geehrtes Kommentar-Überwachungsteam aka Moderatorenteam,
    mein vor 2 Tagen(!) hier geposteter Kommentar mag nicht Ihre Meinung widerspiegeln, verstieß jedoch weder gegen die Kommentarregeln noch den „guten Geschmack“. In Deutschland wird die Meinungsfreiheit durch Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Hs. 1 des Grundgesetzes (GG) gewährleistet. Artikel 5 (verkürzt)
    Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten (…) Eine Zensur findet nicht statt. Nun könnte ich Ihnen zugutehalten, der Kommentar wäre im Spam-Filter verschwunden wenn, ja wenn nicht vorher und direkt danach Kommentare zu anderen Kommentaren von mir verfasst und bereits erschienen wären.
    Sollten Sie also der Meinung sein über dem höchsten Gesetz der Bundesrepublik Deutschland zu stehen werden Sie selbstverständlich auch diesen Kommentar nicht veröffentlichen, seien Sie sich allerdings dessen gewiss, dieser Kommentar wird mit einer entsprechenden Warnung und Darstellung meinerseits in einem anderen Forum veröffentlicht wie auch der von Ihnen nicht veröffentlichte Kommentar. Da ich mit Ihrer Seriosität und Ehrlichkeit rechnete, wird der Wortlaut etwas abweichen können, da ich mir meinen Kommentar nicht kopiert habe.
    Von Angestellten eines Bundesministeriums erwarte ich als noch Bundesbürger eine Buchstäbliche Gesetzestreue und Achtung vor dem geistigen Eigentum anderer, welches ich Ihnen mit meinem Kommentar zur Veröffentlichung, jedoch nicht zur Löschung überantwortet habe.
    Antwort:
    Antwort der Moderation | 25.07.2011 -- 11:35

    Hallo Herr Rannseyer,

    vielen Dank für Ihren Hinweis zu dem nicht veröffentlichten Beitrag. Wir entschuldigen uns für das Versehen. Ihr regelkonformer Beitrag wurde bei einer Schichtübergabe übersehen. Wir haben Sie dazu auch per E-Mail informiert und den entsprechenden Beitrag veröffentlicht.

    „Zensieren“ ist keine Kategorie, nach der die Moderation arbeitet. Die Moderation nimmt keine inhaltliche Bewertung der Beiträge vor, wie Sie in den Diskussionssträngen hier auf der Plattform nachvollziehen können. Grundlage für die Moderation sind die Regeln, die für dieses Dialogangebot gelten.

    Viele Grüße
    Moderation Basedow

    Ich glaube ich habe das schon mal hier geschrieben, meinen restliche Schriftverkehr mit der „Moderation“ habe ich noch gesichert, es ging für mich um kleinigkeiten welche aber die Kontrollorgane sehr beschäftigten, dummerweise nur in meinem Fall, sehr seltsam Oberlehrerhaft und Machtbewußt.

  63. @57 micha

    Doch, ich habe recht :p

    Is nu auch wurscht, da man Deinen Kommentar eh net veröffentlichen wird.

    MfG
    Heinz Eng

  64. @63 heinz

    Ma gucken, mein meckerkommentar kommt noch. Ma gucken obs dann doch noch erscheint. Wäre nicht das erste mal,…

    Dauert halt nur bis zum feierabend, da sich sowas aufm smartphone bescheiden schreibt

  65. @ Fluminist, #56:

    Dessen bin ich mir doch völlig bewußt.

    Wenn es eine Webseite eines privaten Betreibers wäre, gäbe es auch nichts weiter dazu zu sagen. Da es sich aber um eine Seite eines Bundesministeriums handelt, finanziert aus unser aller Steuergeld, sind an diese andere Ansprüche zu stellen.

    Wir haben nun den stichhaltigen Beweis, daß die Moderation zensiert. Wir sind zwar nur ein kleines Blog ohne jeden Einfluß hier, aber diesen Beleg nimmt uns keiner mehr. Wozu das am Ende gut ist, kann ich noch nicht sagen. Mal abwarten, was weiter passiert. Meine Beteiligung am Bürgerdialog ist damit auf jeden Fall beendet.

  66. Eine Werbemail wurde verschickt (haben wahrscheinlich einige hier bekommen) -- Hervorhebung durch mich:

    ——-- JETZT GEHT ES UM DAS WIE DER ENERGIEWENDE
    —————————

    Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

    in den vergangenen Wochen haben Sie die Herausforderungen der Energiewende auf den Webseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung diskutiert. Vielen Dank für ca. 8.000 Beiträge! Die Auswertung des Meinungsbildes läuft bereits auf Hochtouren. Jetzt geht der Online-Dialog auf http://www.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft in die zweite und letzte Runde.

    Im Mittelpunkt steht von nun an das WIE der Energiewende. Helfen Sie mit, die Energiewende zu gestalten. Auf den bisherigen Vor-Ort-Veranstaltungen des Bürgerdialogs zwischen Stuttgart, Hamburg und Dresden wurden zahlreiche Lösungsvorschläge entwickelt, die Sie jetzt online bewerten und um eigene ergänzen können. Was halten Sie zum Beispiel von

    „Statt beim Ausbau Erneuerbarer Energien neue zentrale Strukturen zu schaffen (wie z.B. großtechnische Solaranlagen in Spanien und Afrika), sollte die Energiewende möglichst dezentral umgesetzt werden, d.h. es sollten verstärkt dezentrale Energiespeicher in Wohnhäusern und Gewerbebetrieben installiert werden.“ (Vorschlag A zu Speicher und Netze)

    oder von

    „Als Brückentechnologie sollten verstärkt moderne Erdgaskraftwerke gebaut werden, die für den Betrieb mit Gas aus Biomasse (Erdgassubstitute) umgerüstet werden können.“ (Vorschlag A zu Brückentechnologien)?

    Schalten Sie sich ein – wir freuen uns darauf, von Ihnen zu lesen! Machen Sie auch interessierte Freunde, Bekannte und Kollegen aufmerksam auf dieses Bürgerbeteiigungsangebot des Bundesforschungsministeriums, indem Sie diese E-Mail einfach weiterleiten.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Matthias Trénel und das Moderationsteam

    PS: Ein Hinweis auf einen weiteren Bürgerdialog des Ministeriums: Ab dem 3.
    September wird der Bürgerdialog Hightech-Medizin fortgesetzt. Auf unserer Website sowie auf regionalen Bürgerkonferenzen wird über die Dialogschwerpunkte Telemedizin, Intensiv- und Palliativmedizin sowie über Neuronale Implantate diskutiert.
    http://www.buergerdialog-bmbf.de/hightech-medizin/


    Bürgerdialog Energietechnologien für die Zukunft Moderation Online-Dialog
    E-Mail: mailto:moderation@buergerdialog-bmbf.de
    http://mitreden.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft

    Moderation im Auftrag des Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Nun ja, die Auswertung des Meinungsbildes ist bereits erfolgt. Quentin, wie wäre es, wenn Du Dein nüchternes und daher sachliches pdf einfach mal an die Leute sendest?

  67. @ Peter Heller

    die schreiben von achttausend Beirägen, wird wohl inklusive der Kommentare und Zustimmungen der Beiträge sein. Die Zustimmungen kann ich noch mal nachschauen, die Kommentare zu den Beiträgen macht meines Erachtens nicht viel Sinn, da konnte jeder so viel schreiben wie er wollte. Aber dessen ungeachtet, wird es das Bild nicht verändern.

    Ich habe mich entschlossen das PDF zum Download bei Rapidshare ins Netz zu stellen (Downloadlink). Werde es aber den Moderatoren auch noch zusenden. Da sind einige Mails fällig, da selbst von mir vorsichtig formulierte Beiträge nicht mehr frei geschaltet werden. Selbst eine simple Frage wie folgende wird weder beantwortet noch erscheint sie bei Lob und Kritik:

    Zu den bei den Lösungsvorschlägen angegebenen Bewertungen gibt es einen Widerspruch. Neben den Sternen steht eine Zahl, die offensichtlich die Anzahl der Bewertungen angibt. Bei Speicher und Netze, Lösungsvorschlag A steht da momentan die Zahl 17, aber nur 13 Meinungen sind veröffentlicht. Was hat diese Differenz zu sagen?

    Ich vermute, das es in der Mehrzahl Bewertungen sind, bei denen die Kommentare nicht frei geschaltet wurden.

    Ich weiß auch nicht ob es noch sinnvoll ist diesen Bürgerdialog weiterhin zu überwachen, eigentlich ist alles klar, was diese Veranstaltung betrifft. Werde mich aber noch weiter um Kontakte zur Presse bemühen, vielleicht greift es da mal einer auf.

  68. Auf mein PDF habe ich schnell Antwort bekommen:

    Hallo Quentin Quencher,

    vielen Dank für die interessante Auswertung!
    Ihre Frage bezüglich der Bewertungen haben wir an die Technik weitergegeben und werden die Antwort im Forum Lob und Kritik veröffentlichen.

    Beste Grüße,

    die Moderation

    Na ja, ob es was nützt?

  69. Aus dem Zwischenbericht der Bürgerkonferenz in Dresden:

    Die Energiepolitik muss konsistenter werden, es fehlt eine stringente Politik. Energiepolitik muss aus ökonomischen Überlegungen geführt werden, nicht unter ideologischen Gesichtspunkten. Politik ist in der Pflicht, diejenigen energiepolitischen Entscheidungen zu treffen, die volkswirtschaftlich sinnvoll sind.

    Kernkraft darf als Brücke nicht 2022 abgebrochen werden, Deutschland leistet sich hier ein Luxusproblem.

    Weiter forschen zu Kernfusionen, wie dies energieeffizienter erfolgen kann

  70. Ich habe auch wieder eine Mail bekommen:

    Hallo Herr Heller,

    vielen Dank für Ihre Mail und ihren Beitrag im Forum Lob&Kritik, den wir veröffentlicht und beantwortet haben.
    Wir verstehen Ihren Unmut, möchten aber erneut auf die Spielregeln des Dialogs hinweisen, die von der Moderation in Abstimmung mit dem Herausgeber der Seite erarbeitet wurden. Diese geben den inhaltlichen Rahmen der Diskussion vor. Beiträge, die sich außerhalb dieses Rahmens befinden, können von der Moderation leider nicht veröffentlicht werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.

    Beste Grüße,

    die Moderation

    Nett sind die Leute ja schon. Das Problem ist nur, ich bin nicht nett:

    Sehr geehrte Moderation,

    zunächst einmal sind Transmutationsanlagen keine Kernreaktoren im herkömmlichen Sinne, da in ihnen keine sich selbst erhaltende Kettenreaktion stattfinden kann. Werden in solchen Anlagen außerdem Plutonium 240, 242 und weitere Transurane wie Americium, Curium und Neptunium, deren Spaltprodukte sowie die Spaltprodukte von Uran 235, Plutonium 239 und Plutonium 241 eingesetzt -- also die Abfälle, die in herkömmlichen Reaktoren anfallen -- so sind Transmutationsanlagen keine „kerntechnischen Anlagen zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität“ im Sinne des Atomgesetzes, da die genannten Stoffe keine Kernbrennstoffe im Sinne dieses Gesetzes sind (sie sind nicht „spaltbar“ im Sinne der technischen Definition und mit ihnen können auch keine spaltbaren Materialien -- also eben Uran 235 und 238 bzw. Plutonium 239 und 241 -- hergestellt werden).

    Die Änderungen, die am Atomgesetz im Rahmen des rot-grünen Ausstiegsbeschlusses (Verbot der Genehmigung neuer Kernreaktoren und Wiederaufarbeitungsanlagen in §7) und im Rahmen der Energiewende (Ausstieg, §7 und §1) vorgenommen wurden, betreffen Transmutationsanlagen daher nicht. Beziehungsweise: Man kann Transmutationsanlagen so bauen, daß sie durch das Atomgesetz genehmigungsfähig werden. Das Atomgesetz finden Sie hier: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/atg/gesamt.pdf

    Ich habe keine Ahnung, ob das vom Gesetzgeber intendiert war. Tatsache aber ist, daß die Erforschung und Entwicklung der Transmutationstechnologie Teil des Förderkonzeptes „Grundlagenforschung Energie 2020+“ des BMBF ist, die entsprechende Förderbekanntmachung finden Sie hier: http://www.bmbf.de/foerderungen/16801.php

    Tatsache ist weiterhin, daß dieses Energieforschungsprogramm seitens des BMBF als mit der Energiewende in Zusammenhang stehend, bzw. sogar als unmittelbare Folge der Energiewende vermarktet wird. Im Spiegel beispielsweise wird Ministerin Schavan entsprechend zitiert:

    „Forschungsministerin Annette Schavan hat am Dienstag in Berlin die Kernpunkte eines neuen Energieforschungsprogramms der Bundesregierung vorgestellt. Es gelte, „die Zuversicht in die Machbarkeit der Energiewende“ zu untermauern, so Schavan. Im Kern geht es bei dem Programm um Antworten auf die Frage nach dem „Wie weiter“ in der Energieversorgung.“ (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,767225,00.html)

    Von daher möchte ich Sie zum wiederholten Male darauf hinweisen, daß mein Vorschlag, Transmutationsanlagen auch zur Stromproduktion einzusetzen und diese auch als Brückentechnologie im Sinne der Energiewende anzusehen, konform zu den Regeln des Bürgerdialogs ist.

    Es ist traurig und desillusionierend, daß ich meine Zeit damit verbringen muß, Sie darüber aufzuklären -- wo doch eine einfache Rückfrage bei Ihrem Auftraggeber, eben dem BMBF, ausgereicht hätte (oder einfach mal googeln…). Es ist für mich unverständlich und eigentlich nur als Zeichen einer tiefergehenden Verwirrung Ihrerseits zu werten, daß Sie die Forderung nach einer Verlängerung der Laufzeiten herkömmlicher Siede- und Druckwasserreaktoren im Bürgerdialog zulassen, obwohl diese eindeutig nicht im Sinne der gesetzlichen Grundlage der Energiewende ist (http://mitreden.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft/vorschlaege/brueckentechnologien/akw-laufzeit-verlaengern-statt-verkuerzen), Transmutation dagegen zensieren. Ebenso widersinnig ist, Forderungen nach Laufzeitverlängerungen und alternativer Kerntechnologie (Thorium) im Rahmen von Bürgerkonferenzen und Bürgerwerkstätten zuzulassen, im Online-Dialog aber zu löschen.

    Vorschlag zur Lösung des Problems: Ich werde Sie mit Thorium nicht weiter behelligen, sondern Ihnen in dieser Frage Gelegenheit geben, sich selbst weiterzubilden. Stattdessen werde ich in den kommenden Tagen den Vorschlag, Transmutationsanlagen als Kleinkraftwerke für die dezentrale Energieversorgung zu nutzen, erneut im Bereich „Brückentechnologien“ einstellen. Ich gehe davon aus, daß einer Freischaltung jetzt nichts mehr im Wege steht.

    Kompetenz muß man sich erarbeiten, keine Frage. Ich empfehle Ihnen daher, grundsätzlich an die Kompetenz der bei Ihnen aktiven Bürger zu glauben und denen, die sich Zeit nehmen, Beiträge zu verfassen, auch zu vertrauen. Sie sollten sich diese Chance, etwas Neues zu lernen, in Zukunft nicht mehr so einfach entgehen lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Heller

  71. Oh: Kleiner Fehler in der Mail, bitte nicht hier posten, mal schauen, ob die Leute das merken…

  72. Peter Heller #70

    Hallo Herr Heller,

    sind die Transmutationsanlagen wirklich so kleine Kraftwerke?

    fragt der unwissende Moosgeist

  73. Bürgerdialog Phase 2: Ich habe jetzt einen Beitrag in Lob & Kritik hinterlassen, betreffs der verlogenen Strategie der Moderation. Mit der Freischaltung rechne ich nicht unbedingt. Trotzdem: Zensur muss Zensur genannt werden dürfen. Um so mehr, je heftiger die Zensoren sich winden. Blaue Elefanten verkaufe ich nicht.

    Sehr geehrte Moderation, zu allen Lösungen stellen Sie die Frage „Ihnen fehlt ein wichtiger Lösungsvorschlag?“

    So, wie Sie mit schlüssigen, durchdachten Vorschlägen umgehen, inkl. nachträgl. Entfernung (*Moratium, *Neue Reaktoren), ist die Frage scheinheilig.

    In einer Antwort an H.Erb schreiben Sie, es sei „nicht Aufgabe und Ziel der Moderation, etwas zu zensieren“ und es ginge darum, daß „die Diskussion entlang der Regeln und zum Thema geführt wird“. An linco: „Die Moderation achtet darauf, dass die Diskussion ergebnisorientiert, themennah und regelkonform verläuft.“ an P.Heller schreiben Sie von „Moderationsrichtlinien“.

    Ganz gleich, WIE Sie die Botschaft nun verpacken, der INHALT ist derselbe: Sie üben ZENSUR aus! Fakt!

    Von Bürgerdialog reden, aber an entscheidenden Stellen, wo es um die Ergebnisse geht, gezielt die Mitwirkung abwürgen, dies dabei auf durchsichtige Weise kaschieren wollen („Moderationsrichtlinien“), macht die Veranstaltung zur Farce. Auch wenn manche Vorschläge nicht den Wünschen der Bundesreg. entsprechen, haben Sie diese gefälligst aufzunehmen und weiterzutragen!

    Die Bundesreg. soll dann das tun, was sie nicht lassen kann -- aber eben IN KENNTNIS dieser Bürgervorschläge! Durch die nicht Zensur genannte Zensur konstruktiver Vorschläge soll in der Ergebnispräsentation nur die politisch linientreue Bürger-Mitwirkung erscheinen.

    Rechnen Sie mit dem Gedächtnis des Internets! Bürgervorschläge totschweigen läuft nicht. Stuttgart 21 lässt grüssen!

  74. @Peter Heller #70
    Da bin ich ja mal gespannt, ob die Moderation ausreichend beweglich ist. Es ist wirklich irre, daß die den Lösungsvorschlag „AKW Laufzeit verlängern statt verkürzen“ zugelassen haben. Und gleichzeitig die vom BMBF geförderte Transmutationstechnologie nicht genannt werden darf.

    Sieht so aus, als wüsste dort die linke Hand nicht, was die rechte tut. Als wenn das Moderationsteam hier leicht überfordert ist.

  75. @ climateobervator #73

    Gut so. Auch der Vergleich mit Stuttgart 21 ist nicht schlecht. Für mich allerdings insbesondere, weil dieser neue Stil der Bürgerbeteidigung, auch Partizipationsgesellschat, denjenigen vor die Füße fallen wird, die das heute als fortschrittliche Demokratie verkaufen wollen. Das ist wie beim Zauberlehrling vom ollen Goethe: „Die Geister die ich rief …“. Ein paar Linke haben das auch schon erkannt und warnen eindringlich, so Franz Walter im Cicero:

    Am radikalsten zweifelt wohl Ingolfur Blühdorn, Politologe an der englischen Universität Bath, an der heilenden Wirkung der Partizipationsrezeptur. Auch er geht von einer Entdemokratisierungswelle der modernen Gesellschaften seit den 1980er Jahren aus, verortet diese Entwicklung aber nicht allein im intentionalen Bereich der Eliten, sondern auch in der Selbstentscheidung der Bürger. Diese hätten Entpolitisierung als Entlastung empfunden und im Zuge komplexer gewordener Alltagsanforderungen geradezu goutiert. Würden solche Bürger in einer „reaktionär gewordenen Demokratie“ von Konsumentengesellschaften zu zusätzlichen Partizipationsansprüchen ermuntert werden, dann könne diese nur auf Kosten der ökologischen Nachhaltigkeit gehen.

    Ich habe so meine Probleme mit den Begriffen „reaktionär“ und „Konsumgesellschaft“, so also ob dies etwas schlechtes wäre, typisches linkssprech eben, doch glaube ich zu verstehen was der Walter oder Blühdorn meinen: Wenn die breite Masse auf den Trichter kommt wie diese Partizipationsgesellschaft funktioniert und wie man diese zum eigenen Vorteil nutzt, dann ist es vorbei mit den Zwangsbeglückungen der Grünen und Genossen.

  76. @Peter Heller #65, Climateobservator #73

    Wir haben nun den stichhaltigen Beweis, daß die Moderation zensiert.

    Sie üben ZENSUR aus! Fakt!

    Die Moderation sieht das mit großer Wahrscheinlichkeit anders, und zwar nicht im Sinne eines Leugnens, sondern einer Überzeugung -- und das ist vielleicht noch erschreckender.

    Nehmen wir zum Beispiel den Vorschlag von T. Mollet #11. Sicher wäre die Entwicklung der Thoriumtechnologie sinnvoller als die beschlossene Windquirl-Energiewende mit eingeplanten unvorhersehbaren Stromsperren.
    Durch die Brille des ökologistisch-politsch korrekten Neusprech betrachtet, ist aber die Aussage „Thorium ist eine regenerative Energiequelle“ eine manifeste Absurdität, denn regenerativ = erneuerbar = plusgut, Thorium = Atom = doppelplusungut, und daran ist nicht mehr leicht zu rütteln. Der Satz wird daher als plumpe Provokation erkannt und entsprechend behandelt.

    Daß die Moderatorin der Bürgerwerkstatt den Thorium-Beitrag dennoch entgegengenommen hat, beweist nichts. Das kann einfach Nachsicht zwecks Bewahrung der Inklusivität oder Beschwichtigung des Provokateurs im Vertrauen auf die nachfolgende Redaktion gewesen sein.

    Die Art dieser Redaktion ist natürlich enttäuschend und legt den Begriff der Zensur im landläufigen Sinn nahe, aber mit dem Hinweis auf den Grundgesetzartikel wird man nicht durchkommen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist unangetastet, denn wir können z.B. hier schreiben, was wir wollen. Umgekehrt bleibt es den Ministeriumsmitarbeitern unbenommen, die Beiträge nach ihren politischen Vorgaben auszusortieren. Sie sind weder ihrem Gewissen noch dem Bürger, sondern ihrem Vorgesetzten, letztlich der Ministerin, gegenüber verantwortlich.

    Bürgerbeteiligung ist eben keine freie, gleiche und geheime Wahl oder Abstimmung.

    Zensur wie im Grundgesetz verstanden würde bedeuten, daß etwa ein Eingriff in diesen und verwandte Blogs stattfände, um die Verbreitung subversiven Materials zu unterbinden.
    Wenn es einmal soweit kommen sollte (am Grundgesetz herumzupfuschen ist ja immer einer der höchsten Politikerwunschtträume), dann ist es natürlich nicht mehr gut möglich dagegen zu protestieren; deshalb ist es schon richtig und wichtig beizeiten auf seine Rechte zu pochen.

    Aber die Hoffnung, der Bürgerdialog könnte noch einmal ein Umdenken bei der Energiewende bewirken, wird sich wohl nicht erfüllen.

  77. @ moosgeist, #72:

    Wenn man keine spaltbaren Materialien in einer Transmutationsanlage einsetzt, ist man ausschließlich auf die externe Neutronenquelle -- einen Teilchenbeschleuniger -- angewiesen. Dessen Größe und Energiebedarf stellt einen limitierenden Faktor für die Größe der gesamten Anlage dar. Immerhin soll ja mehr Energie hinauskommen, als man hineinpumpt. Ich vermute daher, daß tatsächlich zunächst nur kleine Anlagen mit einigen Dutzend MW elektrischer Leistung wirtschaftlich sein werden.

    Es ist natürlich totaler Blödsinn, in einer Transmuationsanlage die spaltbaren Stoffe U 235, Pu 239 und Pu 241 genau nicht zu verwenden und auch U 238 und Th 232 (aus denen auch bei der Transmutation spaltbare Kernbrennstoffe erbrütet werden) nicht einzusetzen. Denn das würde die Anlage wirtschaftlicher machen und einen einfachen Weg zur Aufskalierung eröffnen, ohne gleichzeitig den Beschleuniger vergrößern zu müssen. Aber diese Möglichkeit wird eben durch das Atomgesetz verbaut. Derzeit könnten in einer Transmutationsanlage nur etwa 3% des Materials eines abgebrannten Brennelementes eingesetzt werden -- ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen..

    Tricky ist weiterhin die Frage, ob die Gewinnung dieser 3% eine Form der Wiederaufarbeitung darstellt. Falls ja, wäre auch dieser Weg verbaut. Aus meiner Sicht ist Wiederaufbereitung aber genau die Gewinnung spaltbarer Materialien und nicht die nicht-spaltbarer Stoffe.

    Da sind noch ein paar weitere Lücken im Atomgesetz -- jedenfalls aus meiner technischen Sicht. Ich werde irgendwann einmal dieses Thema in einem weiteren Artikel aufgreifen. Alle diese Lücken beziehen sich aber auf Technologien, die es noch nicht gibt (und von denen man auch noch nicht weiß, ob sie jemals wirtschaftlich eingesetzt werden können).

  78. @Fluminist #76

    Die Moderation sieht das mit großer Wahrscheinlichkeit anders, und zwar nicht im Sinne eines Leugnens, sondern einer Überzeugung – und das ist vielleicht noch erschreckender.

    Und wie verträgt sich das aber damit, daß der Lösungsvorschlag “AKW Laufzeit verlängern statt verkürzen” zugelassen wurde? Das passt doch überhaupt nicht zusammen?

  79. #78 Doch, das paßt schon. Laufzeitverlängerung ist ja nur als Überbrückung zu begreifen und steht nicht im Widerspruch zum völligen Stop aller Forschung und Entwicklung im Nuklearbereich: ein alter „Meiler“ ist ein guter (weil leicht zu verunglimpfender) „Meiler“. Außerdem ist es ja kein technischer, sondern wieder ein rein rhetorischer Punkt: wird die Energiewende für den Bürger dadurch akzeptabler, daß doch noch ein paar Kernkraftwerke (hier p.-korrekt als „AKW“ bezeichnet) eine Weile nebenherlaufen, dann kann man das als Vorschlag zur Diskussion zulassen. Daß dieser Vorschlag wirklich umgesetzt würde, ist eher unwahrscheinlich.

  80. Nachtrag zu #79:
    Das Beispiel unterstützt sogar den Punkt, den ich oben verdeutlichen wollte. Der Vorschlag „AKW-Laufzeit verlängern“ ist zwar inhaltlich plusungut, enthält aber formal keinen direkten Neusprech-Widerspruch und wird deshalb nicht beantstandet.
    Die Moderatoren zeigen hier, daß sie nicht gegen Inhalte diskriminieren, und sehen sich in der Überzeugung bestärkt, keine Zensur auszuüben.

  81. Heute morgen sah es im Bürgerdialog so aus:

    27 Lösungsvorschläge
    254 Bewertungen

    Ich allein habe auf 18 Lösungsvorschläge Bewertungen abgegeben. Das mag vielleicht etwas überdurchschnittlich sein, doch zeigt es deutlich, das diese 2. Phase des Bürgerdialoges kaum mehr einen interessiert. Die die meisten Sterne bekommen haben sind auch kritisch gegenüber der Energiewende (Kostenverteilung für Netze und Speicher nach dem Verursacherprinzip, 106 Sterne; AKW Laufzeit verlängern statt verkürzen, 86 Sterne).

    So wie die das jetzt aufziehen, geht es komplett in die Hose.

    @ Fulminist #76

    Natürlich haben wir Meinungsfreiheit und können sagen und schreiben was wir wollen, und auch wenn ich diese Vergleiche angestellt habe, der Weg zu einer Diktatur ist noch weit. Doch erleben wir zu Zeit eine Veränderung hin zu einer Mitmachgesellschaft, die als das hohe Lied einer neuen Demokratie beschrieben wird. Das heißt, im Prinzip ist das so etwas wie eine Volksabstimmung, freilich nur unverbindlich. Doch man wird sich darauf berufen wenn es um politische Entscheidungen geht. Wenn aber wesentliche Argumente bei so einer unverbindlichen Volksabstimmung nicht zu zugelassen werden, dann kann man diesen Vorgang als eine Mischung aus Zensur und Wahlfälschung betrachten. Das ist kein Spaß mehr, hier geht es ums Eingemachte.

  82. @Quentin Quencher

    Das ist kein Spaß mehr, hier geht es ums Eingemachte.

    Das sehe ich ganz genauso. Damit wir uns recht verstehen: ich will hier nichts beschönigen, im Gegenteil. Es handelt sich eher um den Versuch zu begreifen, wie rechtschaffenes Verwaltungspersonal im Zuge einer allgemein verbreiteten Suggestion ohne Unrechtsbewußtsein oder absichtliche ideologische Betätigung zu Ausführenden eines dem Geist unserer Demokratie und nicht zuletzt des Grundgesetzes widersprechenden Vorgangs werden können.

    Die von Ihnen ermittelten Zahlen zeigen aber überdeutlich, wie begeistert die Bevölkerung von dieser Art der Mitwirkung ist. Da überwiegend die nachträglich beigesteuerten, „nicht hilfreichen“ Vorschläge positive Wertung einheimsen, wird dem Bildungsministerium am Ende wirklich nichts anderes übrigbleiben, als die Sache in der Schublade abzulegen.

  83. @fluminist #79 #80
    Neusprech hab ich scheinbar nicht so doppelplus-gut drauf, wie du (schäm)

  84. @climateobservator
    Ich bin da auch nur Laie, zu sehr sollte man sich nicht daran gewöhnen… aber es ist verblüffend, wie aktuell Orwells „1984“ auch im Jahr 2011 noch ist.

  85. (3a) Des Weiteren ist im Sinne dieses Gesetzes:
    1. kerntechnische Anlage:
    a) ortsfeste Anlagen zur Erzeugung oder zur Bearbeitung oder Verarbeitung oder zur
    Spaltung von Kernbrennstoffen oder zur Aufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe
    nach § 7 Absatz 1,

    irre ich mich, oder muss man ein KKW nur auf den Lastwagen bauen(was beim LFTR möglich ist) und es ist laut Gesetz keine Kerntechnische Anlage mehr und man kann jederzeit einen solchen bauen?

    Oder habe ich da noch was übersehen?

  86. @Quentin Quencher #81

    der Weg zu einer Diktatur ist noch weit

    Hoffentlich findet da niemand eine Abkürzung. Wenn man sich vor Augen hält, wie leicht heutzutage 80%-90% Mehrheiten im Bundestag zusammenkommen (unter dem Druck „dringender Sachzwänge“, versteht sich), dann wird einem schon etwas mulmig beim Gedanken, daß auch Grundsätze wie „Eine Zensur findet nicht statt“ nur durch die Hürde einer Zweidrittelmehrheit geschützt sind.

  87. Mein Posting im Bürgerforum, Rubrik „Lob & Kritik“-Rubrik -- hier unter #73 gesichert -- wurde nicht veröffentlicht. Das passt genau ins Bild.

  88. Apropos „Energiewende wird abgelehnt”:

    Das Propagandasprachrohr „Deutschlands Informationsportal zu Erneuerbaren Energien” (natürlich unter der vielsagenden Domain http://www.unendlich-viel-energie.de), präsentiert uns in alter DDR-Manier – unbeirrt von jeglicher Realität – die neuesten Jubelmeldungen:

    „Hurra, hurra, alle alle alle sind für die Energiewende! Hurra, hurra, hurra!!!!!”

    Umfrage: Bürger befürworten Energiewende und sind bereit, die Kosten dafür zu tragen

    Berlin, 29.08.2011. Erneuerbare Energien sind bei den Deutschen beliebt: Einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest zufolge, halten 94 Prozent der Bundes­bürger den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien mindestens für „wichtig“ oder sogar für „sehr bzw. außerordentlich wichtig“. Dieser hohe Wert, unter  1.002 Befragten bundesweit ermittelt, entspricht vergleichbaren Umfragen in den Vor­jahren, welche die Agentur für Erneuerbare Energien regelmäßig durchführen lässt.

    „Die stabile hohe Zustimmung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein klares Votum der Bevölkerung für eine rasche und konsequente Energiewende“, folgert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Dies gilt selbst dann, wenn die Erneuerbare-Energien-Anlagen in Wohnortnähe der Befragten errichtet werden, so das Ergebnis der Umfrage: Rund 65 Prozent der Bürger finden Ökostromkraftwerke in ihrer Nachbarschaft „sehr gut“ oder „gut“. Die konkrete Zustimmung liegt sogar noch höher, wenn die Befragten etwa mit Windenergie­anlagen oder Solarparks in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung bereits Erfahrungen gemacht haben. „Den meisten Bürgern ist offensichtlich sehr gut bewusst, welchen Mehrwert die Erneuerbaren Energien mit sich bringen. Sie akzeptieren sie deshalb auch bereitwillig vor der eigenen Haustür“, ergänzt Vohrer……

    Jetzt sind es also schon 94% (beim „Bürgerdialog” war noch von 80% die Rede), die angeblich diesen Energiewende-Irrsinn unterstützen. Das erinnert in peinlicher Weise an alte DDR-Wahlergebnisse (Vorsicht Genossen, wenn man auf über 100% kommt, wird’s kritisch!!!)

    In bewährter Weise schleudern die Erneuerbaren Klassenkämpfer ihr ideologisches Feinstejakulat unter’s Volk. Das Grundprinzip dieser „Wahrheitsverkündung” weiß man dabei trefflich zu nutzen:

    Ökodiktatur zum Selbermachen – Wiederhole!

    Andere machen es seit Jahrzehnten vor. Egal wie dünn Deine Aussage sein mag, egal wie schwach Dein Argument sein sollte, egal wie gezielt fehlinterpretierend Deine Begriffsverwendung ist … wiederhole, wiederhole, wiederhole!

    Verinnerliche das! Wer die stärkste sprachliche Durchdringung der Gesellschaft erreicht und die grösste Hartnäckigkeit zeigt, wird gewinnen. Sprachlich zählt Masse, nicht Klasse.

    Beispiele dafür, dass Politaktivisten dank dieser einfachen aber effektiven Strategie mit den plattesten Aussagen und oft nahezu ohne (angreifbare) Fakten erfolgreich waren, gibt es genügend…..

  89. Gestern habe ich ich eine Email von Dr. Maren Schulz bekommen. Unterzeichnet war diese mit:

    Dr. Marlen Schulz
    Universität Stuttgart
    ZIRN

    „ZIRN ist ein Schwerpunkt innerhalb des Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung (IZKT) an der Universität Stuttgart.“ So auf deren Webseite zu lesen. In der Mail bin ich eingeladen worden, den Onlinedialog im Rahmen des Bürgerdialoges zu bewerten und zu kommentieren. Interessant war die Frage zur Bewertung von Einzeltechnologien:

    Wie stark sollen die folgenden Technologien zukünftig weiterentwickelt werden?
    (Kreuzen Sie bitte zunächst an, ob Sie die betreffende Technologie kennen! Falls Sie sie kennen, bewerten Sie die Technologie bitte!)

    1. Windräder
    2. Solartechnologie
    3. Wellenkraftwerke
    4. Vorgeburtliche Diagnostik von Erbkrankheiten
    5. CSS (Capture an Storage)
    6. Gentechnik in der Nahrungsmittelproduktion
    7. Nanotechnologie
    8. Gentherapie zur Behandlung von Krebs
    9. Nutzung von Kernkraft (Atomspaltung)
    10 Fusionskraftwerke

    So einfach hätte man das im Bürgerdialog auch machen können. Ich habe denen gleich mal mein PDF von der Auswertung der 1.Phase geschickt und auch auf diesen Artikel hier hingewiesen.

    Hat sonst noch jemand eine solche Email bekommen, oder machen die das nur stichprobenartig?

  90. Dito

    Liebe Bürgerinnen und Bürger,

    ZIRN hat die Aufgabe, den Online-Bürgerdialog des Bundesministeriums für
    Bildung und Forschung zum Thema Energietechnologien der Zukunft zu
    bewerten.
    Deshalb freuen wir uns, wenn Sie sich die Zeit nehmen, den
    Online-Bürgerdialog zu Energie zu kommentieren und zu bewerten. Ihre
    Meinung ist uns sehr wichtig.

    Für den folgenden Fragebogen benötigen Sie rund zehn Minuten. Ihre
    Angaben werden ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt.

    Bitte klicken Sie auf Ihren persönlichen Internetlink, um zu dem
    Fragebogen zu gelangen:
    https://ww2.unipark.de/uc/maschulz_Stuttgart/494a/?code=4e225a62d56b8bac

    Bitte beachten Sie, dass Ihr persönlicher Zugangslink nur einmal
    funktioniert. Zwar können Sie die Umfrage jederzeit unterbrechen, aber
    wenn Sie sie beendet haben, können Sie auf den Fragebogen nicht mehr
    zugreifen.

    Vielen Dank für’s Mitmachen

    Ihr ZIRN-Team
    Prof. Dr. Ortwin Renn und Dr. Marlen Schulz

    Dr. Marlen Schulz
    Universität Stuttgart
    ZIRN
    Seidenstraße 36
    70174 Stuttgart
    Email: marlen.schulz@sowi.uni-stuttgart.de

  91. @Quentin Quencher #89

    ich habe diese mail auch bekommen und selbstverständlich nach bestem Wissen und Gewissen
    beantwortet 😉

    Noch ein schönes Wochenende

    karl.seegert

  92. Hat sonst noch jemand eine solche Email bekommen, oder machen die das nur stichprobenartig?

    Es werden wohl alle, die sich mit ihrer Mail-Adresse dort registriert haben, eine solche Aufforderung bekommen haben. Ich bin dieser natürlich auch nachgekommen. Und genau wie Herr Seegert nach bestem Wissen und Gewissen…

  93. Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit ist die 2. Phase des Bürgerdialoges zu Ende gegangen. Ich habe einige Daten gesammelt, doch nicht inhaltlich ausgewertet. Wegen der geringen Beteiligung lohnt sich das auch nicht. Gerade mal 113 Personen haben über die Lösungsvorschläge abgestimmt. Wenn man die Vorschläge nach den vergebenen Sternen listet, dann ergibt sich dieses Bild:

    1. AKW Laufzeit verlängern statt verkürzen
    156 Sterne, 44 Bewertungen
    2. Kostenverteilung für Netze und Speiche nach dem Verursacherprinzip
    136 Sterne, 30 Bewertungen.
    3. Dezentrale Energiespeicher aufbauen
    94 Sterne, 36 Berwertungen

    Ich denke, damit kann man erst einmal das Thema „Bürgerdialog, 2. Phase“ abhaken. Bleibt nur noch abzuwarten, was beim sogenannten Bürgerreport raus kommt.

  94. Im ZDF hat sich Frontal21 heute mit der Bildungsrepublik Deutschland befaßt.
    Unter anderem wurde der Bürgerdialog des BMBF genannt, für den 8 (acht) Millionen EURO aufgewendet wurden.
    Man gönnt sich ja sonst nichts.

  95. Der Bürgerdialog gilt als abgeschlossen und der Bürgerreport ist an Ministerin Schavan übergeben worden. Ich habe diesen mal kurz überflogen und festgestellt, dass unsere Befürchtungen weitestgehend eingetreten sind. Eigentlich wollte ich noch etwas dazu schreiben, weiß aber noch nicht ob ich die Zeit dazu haben werde.
    Bürgerreport Download (PDF)

  96. #95. Quentin Quentcher

    Der Bürgerdialog gilt als abgeschlossen und der Bürgerreport ist an Ministerin Schavan übergeben worden. Ich habe diesen mal kurz überflogen und festgestellt, dass unsere Befürchtungen weitestgehend eingetreten sind. Eigentlich wollte ich noch etwas dazu schreiben, weiß aber noch nicht ob ich die Zeit dazu haben werde. Bürgerreport Download (PDF)

    Hallo Herr Quentcher,

    ich habe das auch nur mal eben schnell überflogen. Es ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde. Es ist, gelinde ausgedrückt, eine Frechheit. Aber wie Sie schon festgestellt haben, es kam wie befürchtet.

    mfG
    karl.seegert

  97. #95, 96
    Das ist so eine Art surrealistisches Theater, Bürokratendialog im Irrenhaus. Man kommt sich vor wie in Kafkas „Der Prozeß“.

  98. Ich habe jetzt die Auswertung auch nur oberflächlich gelesen, aber für mich macht sie Sinn.

    Man muss nur das Motiv wechseln.
    Wir sehen das Problem technisch und rational.
    In dem Papier wird aber etwas ganz anderes priorisiert, nämlich der ‚Kuschelfaktor‘. Dezentral, kommunal, Komitee, Bürgerbeteiligung, Einbindung, Vernetzung, Lokal, das sind die Schlagworte die den gesamten Report beherrschen.
    Das ist die Lösung! Den Leuten wird nicht Strom verkauft, sondern Wohlgefühl, soziale Wärme; Kommunikation wird versprochen, neue Freundschaften mit Gleichgesinnten, nette Gesprächsrunden, kurz: Vereinsleben. Die Energiewende, der Klimawandel, das ist nur Vorwand, wie die Waisenkinder bei Wohltätigkeitsbanketten -- Das moralische Mäntelchen, das aus übersättigtem Zeitvertreib ‚gesellschaftliches Engagement‘ macht.

    Leider zahlen andere die Zeche, die Bankette für Waisenkinder werden steuermindernd durchs Finanzamt beglichen und die EE-Kuschelgruppen müssen von den Stromkunden bezahlt werden.

    Nimmt man diese Motivation, ist auch klar, wo der Hebel anzusetzen ist:
    NICHT bei technischen oder naturwissenschaftlichen Aspekten, sondern bei der Moral!
    Das Wohlfühlklima der EE-Gemeinde muss nachhaltig erschüttert werden, um zum Sinneswandel zu bewegen:
    -- Durch Betonung es asozialen Charakters der EEG-Finazierung
    -- Durch Betonung der naturzerstörenden Folgen des EE-Ausbaus
    -- Durch Betonung der negativen wirtschaftlichen Spätfolgen für kommende Generationen

    Das klingt nun nach einer höchst demagogischen Handlungsempfehlung, aber es ist meiner Ansicht nach der einzig wirkungsvolle Ansatz, um die EE-Hysterie an der Wurzel zu packen. Mit Physik wäre es zwar ehrlich, aber für diese Klientel einfach nicht verständlich; mit Kindern muss man auch manchmal so reden, auf ihrem Niveau, damit sie zur Einsicht kommen. Rationaler Fundamentalisus hilft da nicht weiter.

  99. @ Fluminist

    An Kafka habe ich auch gedacht. Dieser Bürgerdialog ist zu dem offiziellen Ergebnis gekommen, welches gewünscht war. Und er war alles andere als transparent. Man hat offensichtlich von Anfang an auf die Bürgerkonferenzen gesetzt, die Bürgerwerkstätten und vor allem den Onlinedialog nur als Feigenblatt benutzen wollen. Wir wissen aber nicht, wie die Teilnehmer der Bürgerkonferenzen ausgewählt worden und mir ist schon damals ein Widerspruch aufgefallen. Nämlich, dass man sich für die Konferenzen mehrere Wochen vorher anmelden musste, zwei Wochen vorher war Anmeldeschluss, und dass diese gut besucht waren. Ganz im Gegensatz zu den Bürgerwerkstätten, da war das Interesse eher mäßig obwohl man da auch einfach hingehen konnte. Das kann kein Zufall sein.

    Wohin die Reise geht, hat man ja schon in der 2.Phase des Onlinedialoges gesehen. Hier wurden die Ergebnisse der 1.Phase weitestgehend negiert. Vor allem was das Thema Kernkraft betrifft. Und es setzte eine massive Zensur ein. Wie auch immer, mir drängt sich der Eindruck auf, man hat die Konferenzen mit ausgesuchten Personen besetzt (es wurde ja auch medial nicht an die große Glocke gehängt, die Bewerber der Konferenzen mussten, zumindest am Anfang, schon Eingeweihte sein). Das ganze Ding stinkt gen Himmel.

  100. Wohin die Reise wirklich gehen wird, ist eher aus diesem bemerkenswerten Artikel zu lesen:

    Film von Al Gore erlitt Schiffbruch
    Eigentlich sollte der viel beachtete Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“ des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore am Freitagvormittag im Festsaal gezeigt werden, um Kindern und Jugendlichen das Thema Klimaerwärmung näherzubringen. Nach Angaben eines Augenzeugen ging diese Botschaft am letzten Schultag vor den Herbstferien aber im allgemeinen Tohuwabohu unter.

    Den Ökologisten läuft offenbar der eigene Nachwuchs davon, die moralinsauren Angstbotschaften haben keine Rezeptoren mehr. Die vielbeschworenen ‚Kinder und Enkel‘ zeigen sich höchst undankbar für die grün-korrekte Fürsorge.
    Davon abgesehen ist es natürlich bemerkenswert, dass dieser unsägliche Propagandamüll in Deutschland immer noch zur Agitation verwendet wird, während in Großbritannien bereits gerichtlich verboten wurde, diesen Film zur schulischen Erziehung zu benutzen, weil er ganz eklatante Unwahrheiten verbreitet.

  101. Bürgerreport…………Das Öko-Kommunistische Manifest.

    Wer bei diesem Wurschtblatt nicht sofort das Kotzen bekommt ist entweder selber idiologisch Hirnerweicht oder schon Tod.

    -Verteilnetz in neutrale Hände und der Netzausbau ist Bundesangelegenheit……….Enteignung, wat wohl die liberalisieret EU-Kommission dazu sagen wird?

    -Kommune da, Kommune dort, Energie-Genossenschaften als ethische Komponente, übernahme der Verantwortung der nachhaltigen Zukunft durch jeden Bürger, jeder Einzelne trägt zur Energieerzeugung bei, die er selber verbraucht……..VISIONEN, die nicht einmal der beste Arzt heilen kann.

    Denken wir mal weiter……Früh gehen wir erstmal auf den Acker, um die Nahrungsmittel anzubauen, die wir auch verzehren, anschließend machen wir ne Stunde Strom, den wir selber verbrauchen, danach geht Mutti in die Nähstube um sich die Kleidung zu schneidern, die sie und ihre Familie benötigt, während Papa mit den Müllauto den Dreck selber wegschafft, den die Familie vorher produziert hat.
    Opa indessen steht an der Wassserpumpe um den Familienbedarf an Frischwasser zu produzieren und Oma leert indessen das Plumpsklo um die Familien-Scheiße fachgerecht zu entsorgen.
    Der kleine Anton bildet in der Zwischenzeit seine Schwester in Mathematik aus, denn auch die Bildung wird basisdemokratische von dem vermittelt, der sie anschließend auch benutzt.
    Tante Frieda steht währenddessen an der Töpferscheibe um Geschirr zu produzieren, das die Familie selber benutzt und Onkel Heinrich verarbeitet den selbstgefällten Baum zu einem Sitzmöbel, den die Familie nach der harten Arbeit gerne benutzen möchte……………..

    Ach so….und dat Eisen schmelzen wie 2022 ja auch kommunal, warum soll damit so ein beschissener Konzern seine fetten Gewinne mache, den Arschlöchern werden wir es zeigen, basta.

    PS. Pedalstromerzeuger, Akku, Schmelzofen, Schnitzwerkzeuge, Nähmaschine, Töpferscheibe, Spaten, Schöpfeimer, Wasserpumpe………..erhalten sie käuflich bei der Global KoKg Aktiengesellschaft zu Kosten, den sie einfach nicht wiederstehen können.

    Hmm, nun frag ich mich eigentlich, warum die Menschheit die Arbeitsteilung erfunden hat?
    Mir persönlich ist es völlig wurscht wie der Strom in meine Steckdose kommt, Hauptsache es wird hell wenn ick den Schalter betätige.

    H.E.

  102. …und dat Eisen schmelzen wie 2022 ja auch kommunal..

    Ja, das wäre ein ‚Grosser Sprung nach vorn!‘

    Die Parallelen sind unübersehbar.
    Das Ende vorhersehbar.

  103. So hat die SED auch arbeiten lassen. Aus Delegiertenkonferenzen holten sie sich die Legitimation.
    Heute nennen das Töpfer und Konsorten deliberative Überprüfung in Dialogen und Kommissionen.
    Zum Abgeordneten sagen sie dann, da mußt du alternativlos zustimmen 😉

    Ich bin deprimiert, mein Zahnarzt sagte auf meine Frage Wieviel CO2 ist in der Luft, na bestimmt 20%. 😉

  104. @Quentin #95

    Der Bürgerdialog gilt als abgeschlossen und der Bürgerreport ist an Ministerin Schavan übergeben worden. Ich habe diesen mal kurz überflogen und festgestellt, dass unsere Befürchtungen weitestgehend eingetreten sind.

    Quentin, haste wirklich geglaubt, dass der Struwwelpeter unfrisiert vorgezeigt wird?

    …..Und der Stahl wird nach Merkels Großem Sprung künftig wieder so produziert.

  105. hoi,
    da ich hier als gast ja keine eigenen beiträge eröffnen darf mal hier kurz zur info (mit der bitte um erstellen eines eigenen beitrages um interessierten die möglichkeit zu geben, nachfolgendes pampflet in der luft zu rerreisen^^):

    http://www.buergerdialog-bmbf.de/media/content/Buergerreport_EtfdZ.pdf

    Auch die begleitende wissenschaftliche Evaluation bestätigt die positive Resonanz der
    Bürgerinnen und Bürger. Die bisherigen Zwischenergebnisse zeigen, dass sowohl die
    Bürgerinnen und Bürger als auch die Vertreterinnen und Vertreter aus den verschiedenen
    gesellschaftlichen Bereichen diesen Dialogprozess sehr positiv bewerten.

    Teil B | Chancen und Herausforderungen Seite 32 von 35

    Ausbau Erneuerbarer Energien: Chancen und
    Herausforderungen

    Im Rahmen des Online-Dialogs bestand die Gelegenheit, Hoffnungen und Bedenken zum
    Thema „Erneuerbare Energien“ zu formulieren und einzubringen – als Reaktion auf die These:
    „Ich bin bereit, höhere Strompreise zu bezahlen (ca. 3-6% pro Jahr bis 2020), um den Ausbau
    erneuerbarer Energien zu fördern.“
    Eine Vielzahl von Nutzerinnen und Nutzern äußerte Bedenken am Sinn und der
    Umsetzbarkeit der Energiewende. Erneuerbare Energien wurden zum Teil als unzuverlässige
    Energiequellen eingeschätzt, die keine Grundlastfähigkeit garantieren können. Auch lehnten
    Kritiker eine Anhebung des Strompreises als nicht akzeptabel ab. Andere Nutzer schätzten
    die Situation ganz anders ein. Sie wiesen darauf hin, dass Strom aus regenerativen
    Energiequellen nicht zwangsläufig teurer als konventionell erzeugter Strom sein muss. Siestellten die Chancen der Energiewende heraus, die neue Modelle der Wertschöpfung für die Seite 33 von 35
    deutsche Wirtschaft schaffen und den Weg hin zu einer Dezentralisierung der
    Energieversorgung ebnen könne.

    Energieeffizienz und sparsamer Umgang mit Energie: Chancen
    und Herausforderungen

    Im Rahmen des Online-Dialogs bestand die Gelegenheit, Hoffnungen und Bedenken zum
    Thema „Energieeffizienz“ einzubringen – als Reaktion auf die These: „Ich halte Maßnahmen
    zum Energiesparen für sinnvoll, auch wenn sie mich in meinem persönlichen Lebensstil
    einschränken.“
    Viele Nutzerinnen und Nutzer wiesen auf den Umstand hin, dass Energiesparen nicht per se
    zu einer Einschränkung des Lebensstandards führen müsse – nämlich dann, wenn
    Einsparungen durch eine erhöhte Effizienz erreicht würden. Einschränkungen im Lebensstil
    sowie ein möglicher Zwang zum Energiesparen wurden von einem großen Teil der
    Teilnehmenden hingegen vehement abgelehnt. Auch bestanden Bedenken, dass die
    Energiewende den seit Jahrzehnten in Deutschland erarbeiteten Wohlstand gefährden könne.
    Andere Nutzerinnen und Nutzer hielten Maßnahmen zum Energiesparen für unumgänglich,
    damit die Energiewende gelingen kann – in Privathaushalten genauso wie in der Industrie.
    Vereinzelt wurde die Sorge geäußert, unser auf wirtschaftliches Wachstum ausgerichtetes
    Wirtschaftssystem sei zum Energiesparen strukturell nicht in der Lage.Im Rahmen des Online-Dialogs bestand die Gelegenheit, Hoffnungen und Bedenken zum
    Thema „Energieeffizienz“ einzubringen – als Reaktion auf die These: „Ich halte Maßnahmen
    zum Energiesparen für sinnvoll, auch wenn sie mich in meinem persönlichen Lebensstil
    einschränken.“
    Viele Nutzerinnen und Nutzer wiesen auf den Umstand hin, dass Energiesparen nicht per se
    zu einer Einschränkung des Lebensstandards führen müsse – nämlich dann, wenn
    Einsparungen durch eine erhöhte Effizienz erreicht würden. Einschränkungen im Lebensstil
    sowie ein möglicher Zwang zum Energiesparen wurden von einem großen Teil der
    Teilnehmenden hingegen vehement abgelehnt. Auch bestanden Bedenken, dass die
    Energiewende den seit Jahrzehnten in Deutschland erarbeiteten Wohlstand gefährden könne.
    Andere Nutzerinnen und Nutzer hielten Maßnahmen zum Energiesparen für unumgänglich,
    damit die Energiewende gelingen kann – in Privathaushalten genauso wie in der Industrie.
    Vereinzelt wurde die Sorge geäußert, unser auf wirtschaftliches Wachstum ausgerichtetes
    Wirtschaftssystem sei zum Energiesparen strukturell nicht in der Lage.

    Speicher und Netze: Chancen und Herausforderungen

    Im Rahmen des Online-Dialogs bestand die Gelegenheit, Hoffnungen und Bedenken zum
    Thema „Speicher und Netze“ einzubringen – als Reaktion auf die These: „Ich trage den
    Ausbau der Energieinfrastruktur mit, auch wenn es bedeutet, dass in meiner Umgebung neue
    Stromleitungen oder Energiespeicher gebaut werden müssen.“
    Die Energiewende wurde von vielen Nutzerinnen und Nutzern als Chance gesehen, die
    Energieinfrastruktur dezentraler zu gestalten und für diesen Weg neue Speichertechnologien
    zu entwickeln. Andere Teilnehmende lehnten den Ausbau von Speichern und Netzen
    hingegen grundsätzlich ab, weil sie die Entscheidungen zur Energiewende für falsch hielten.
    Auch wurde das Bedenken geäußert, der Bau neuer Trassen und Speicher beinträchtige das
    Landschaftsbild und habe ungeahnte Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Einigkeit
    herrschte in dem Punkt, dass beim Netzausbau mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz als
    bisher nötig seien.

    Brückentechnologien: Chancen und Herausforderungen

    Im Rahmen des Online-Dialogs bestand die Gelegenheit, Hoffnungen und Bedenken zum
    Thema „Brückentechnologien“ einzubringen – als Reaktion auf die These: „Ich halte
    Investitionen in neue Gas- und Kohletechnologie für notwendig, auch wenn dadurch die
    Klimaschutzziele in Deutschland nicht vollständig erreicht werden.“
    Ein großer Teil der Nutzerinnen und Nutzer stand dem Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke
    skeptisch gegenüber. Auch wandten sich einige Teilnehmenden gegen den Begriff
    „Brückentechnologien“, suggeriere er doch, dass konventionelle Energieerzeugung überbrückt
    werden müsse. Als bedenklich wurde die mögliche Abhängigkeit von Stromimporten aus dem
    Ausland eingestuft. Andere Nutzerinnen und Nutzer sahen den Bau neuer Kohle- und
    Gaskraftwerke hingegen als notwendigen Schritt hin zum Übergang in eine Versorgung mit
    Erneuerbaren Energien. Sie warnten davor, Klimaschutz und den Bau von Gas- und
    Kohlekraftwerken gegenüber zu stellen, sondern möglichst miteinander zu denken. Deutlich
    war der Hinweis, mit Priorität Gaskraftwerke anstatt CO2-intensiverer Kohlekraftwerke zu
    bauen.

    KNALL
    Thema gesprengt ;P

  106. @ michael m.

    Diese „Auswertung“ des Bürgerdialogs ist in der Tat eine Frechheit. Den Dialog hätte man sich eigentlich auch komplett sparen und direkt ein Pamphlet mit den üblichen Sprechblasen zum Aufbruch in die „Erneuerbare Zukunft“ herausbringen können. Aber dann hätte es wohl nicht den Anstrich der „direkten Demokratie“ gehabt, der diesem Machwerk über diesen Umweg verpasst werden konnte.

    Wenn Sie zu dem Thema einen Beitrag schreiben möchten, Sind Sie hiermit ganz herzlich eingeladen. Wir alle betreiben den Blog hier in unserer Freizeit und haben nicht immer die Zeit, über alles, was uns interessant erscheint, auch etwas schreiben zu können. Ich richte Ihnen auch gerne einen Autoren-Zugang ein, damit Sie wann immer Sie möchten für Sie interessante Themen kommentieren und veröffentlichen können. Für den Anfang können Sie mir auch gerne einen Text schicken und ich erledige das einstellen hier in den Blog für Sie.

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