Bauer aus Peru verklagt RWE wegen Klimawandel!

1. Dezember 2017 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Energieerzeugung, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik

OLG-PeruTragen CO2-Emissionen von RWE-Kohlekraftwerken zur Schmelze eines Andengletschers bei? Davon geht ein peruanischer Bauer aus und verlangt Schadensersatz von RWE.

Lliuya ist ein Kleinbauer und Bergführer aus Huarez in Peru. In seiner Klage argumentiert er, dass der See, der oberhalb der Stadt in den Anden liegt, durch das Schmelzen eines Gletschers überzulaufen drohe. In diesem Fall würde sein Haus beschädigt. Die Ursache dafür sei der Klimawandel, den RWE durch den CO2-Ausstoß seiner Kraftwerke mitverursacht habe.

Das Oberlandesgericht in Hamm entschied, dass das Verfahren um seine Schadenersatzklage wegen Klimafolgen mit der Beweisaufnahme fortgesetzt wird. Die Richter zeigten sich überzeugt, dass die Klage zulässig und auch schlüssig begründet sei. In der ersten Instanz hatte das Landgericht Essen die Klage vor einem Jahr noch abgewiesen.

Um sein Haus zu schützen, hat Lliuya nach eigenen Angaben 6.400 Euro für Überflutungsschutz ausgegeben. Von RWE verlangt er nun eine Beteiligung an diesen Kosten. Lliuya und seiner Anwältin zufolge stößt RWE 0,47 Prozent der weltweiten Treibhausgase aus. Diesem Anteil entsprechend solle die Entschädigung ausfallen. Die Umweltorganisation Germanwatch unterstützt den Kläger.

Ein Gutachter/ Klimaforscher soll nun unter anderem klären, ob die von RWE produzierten Treibhausgasemissionen das Abtauen eines Gletschers in Peru mitverursacht haben und ob Lliuyas Haus tatsächlich akut durch eine Gletscherflut bedroht ist.

Der Faktencheck: 0,47% der Treibhausgase durch RWE (dabei vor allem CO2) entspricht bei einem anthropogenen Anstieg des CO2 um 2 ppm pro Jahr, ca. 0,01 ppm pro Jahr durch RWE. Damit hat RWE in den letzten 50 Jahren zu einem CO2-Anstieg von ca. 0,5 ppm beigetragen. Gemäß Formel des IPCC ergibt das 0,3 x 5,35 x ln (380,5 ppm / 380 ppm) = 0,002 °C globaler Temperaturanstieg durch RWE. Also ein paar Tausendstel Grad, selbst mit positiven Rückkopplungen im Klimasystem, die verstärkend wirken. Das entspricht in etwa dem CO2-Temperatureffekt einer Großstadt. Somit sollte auch ohne Gutachter, oder Klimaforscher, oder Klimafolgenforscher klar sein, dass RWE nicht für die Gletscherschmelze in Peru verantwortlich sein kann. Zumal China der größte CO2-Emmitent in der Welt ist! Damit ist das OLG Hamm anscheinend überfordert. Vielleicht sollte man auch eine Klage einreichen wenn in China ein Sack Reis umfällt, wenn hier in Deutschland ein Schmetterling mit den Flügen schlägt. Das wäre doch mal was? Als Gutachter könnte man einen Choasforscher wie den Klimafolgenforscher Herrn Schellnhuber zur Rate ziehen.

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7 Kommentare
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  1. In der zweiten Instanz hat ein sogenanntes Gericht die Klage als nicht unbegründet bezeichnet.
    Findet sich vielleicht jemand, der die OPEC wegen Ihrer Preistreiberei verklagt. In Deutschland und Europa
    müssten doch schon lange die Kartellbehörden tätig werden.

  2. Die abgewisene Klage wegen Nato Bomben auf eine Brücke in Serbien konnte ich noch verstehen. Daß gegen Deutschland und nicht gegen andere Staaten die Klage versucht wurde, kann ich auch verstehen. Wir sind eben ein „weiches Ziel“ für solche Aktionen. Siehe Klagen von der Deutschen Umwelthilfe, diesem Abmahnverein.Wenn jetzt eine eventuell grüne Bergwanderin einen Anwalt in Deutschland kennt, oder ein Andenwanderer die dt. Anwältin und in der Höhenluft ein neues Geschäftsmodell entstanden ist? Ja dann liegt es doch nahe bei den törichten Deutschen zu klagen und nicht etwa im nahen Mexiko, den immer noch näheren USA, oder auf der anderen Seite von El Nino, in China.
    Ich komme seit vielen Jahren für einen Paddington Bär auf, der sich uns beim Heimflug aus London einfach angeschlossen hat. Er stammt bekanntlich aus dem finsteren Peru. Wem stelle ich Flug und jahrelange Unterkunft in Rechnung? Der Botschaft von Peru? Die würden sich totlachen über meine Blödheit. Über Deutschland mag ich mich aber nicht totlachen. Noch nicht!

  3. Angesichts dessen, dass es keinen robust quantifizierbaren Zusammenhang zwischen CO2 Anteil und Erdtemperatur gibt, ist jede Berechnung und damit Verursachung hinfällig. Es ist ein Skandal, dass ein deutscher Richter eine derartige Klage überhaupt zuließ. Nach meinem Rechtsverständnis ist es auch nicht Gegenstand deutscher Gerichte, etwaige Schäden im Ausland zu untersuchen. Wenn ein peruanisches Gericht die Klage angenommen hätte, dann wäre zumindest eines von vielen Prinzipien der Jurisdiktion beachtet worden.

    Kurz: Mein Vertrauen in die Kompetenz deutscher Richter war noch nie besonders groß. Heute konnte es noch weiter reduziert werden.

    Anmerkung: Vor kurzem las ich, dass Gewalttäter ohne Urteil entlassen werden, weil die Gerichte überlastet seien. Wie kann ein derartiges Verfahren dann überhaupt zugelassen werden?

  4. Warum geht dieser Anden-Quatschkopf nicht, und verklagt am internationalen Gerichthof die USA oder China?
    Ach so, die Kl

  5. Warum geht dieser Anden-Quatschkopf nicht, und verklagt am internationalen Gerichthof die USA oder China wegen Klimaschadens? Denn diese zwei sind prozentual viel größer am Klimadebakel beteiligt als good old Germany, wenn an dieser Klimalügnerei was Wahres dran wäre.
    Ach so, die Klage würde gar nicht angenommen werden. So so !
    Aber in D´land ist so was möglich, weil die grünen Schlümpfe die Gewaltenteilung gleichgeschaltet haben.
    Wie steht so schön in der Bibel: „Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Geier“

  6. Eine Anmerkung:

    Um sein Haus zu schützen, hat Lliuya nach eigenen Angaben 6.400 Euro für Überflutungsschutz ausgegeben.

    Was ein mittleres Vermögen in Peru ist. Ich war mal in der Region.

    @ML

    Kurz: Mein Vertrauen in die Kompetenz deutscher Richter war noch nie besonders groß. Heute konnte es noch weiter reduziert werden.

    Dem kann ich nur beipflichten. In kenne einige dieser Richter über Anhörungen. Und die werden auf Lebenszeit berufen.

    Die Amtsgericht-Richter, die ich in 1. Instanz kennen gelernt habe, waren auch erst alle so um die 30, ohne Berufserfahrung und geprägt durch Unis und Linksintellektuelle. Man muss sich heute durch die Instanzen klagen und vielleicht stößt man in 2., oder 3. Instanz auf kompetente Richter.

  7. Die Frage ist doch, wo das enden wird, wenn das als Präzedenzfall durchgeht? Mit der gleichen Begründung könnte auch jede Fluggesellschaft, vielleicht gar jeder, der ein Auto mit Verbrennungsmotor fährt, auf Schadenersatz verklagt werden. Und schließlich könnte auch jeder Küstenbewohner, die vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen ist, auf die gleiche Weise Schadenersatz fordern (wobei unserere NGOs sicher gerne Assistenz leisten werden). Am Ende werden dann unsere Gerichte von einer Lawine solcher Klagen überrollt. Haben die Richter denn nichts anderes zu tun? Wenn die Klagewelle erstmal in Gang gekommen, werden die Gerichte wohl kaum noch ihrer sonstigen Arbeit nachkommen können.

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