Beispiellose Erwärmung oder beispiellose Datenmanipulation?

20. November 2009 | Von | Kategorie: Blog

mann_hockeystick Stempel“Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft; wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit.” – George Orwell, 1984

Wir leben in einer Zeit der Superlative. Schaltet man heutzutage den Fernseher ein, bekommt man wahlweise die besten Filme, die größten Hits oder die dümmsten Anmachsprüche aller Zeiten geboten. Und auch bei einem Waschmittel genügt es schon lange nicht mehr, dass es weißer als weiß wäscht. Auch hier kann man nur noch nachhaltigen Kaufreiz beim Verbraucher wecken wenn das Produkt als „Das Beste aller Zeiten“ angepriesen wird.

Bei diesem Trend muss natürlich auch die Berichterstattung über den Klimawandel mitziehen. Bei der anstehenden Konferenz von Kopenhagen geht es wahlweise um die Rettung der Menschheit, von ganzen Ökosystemen, oder wenn man es noch etwas bombastischer mag, des Planeten. Um dies zu erreichen, so erfahren wir weiter, sind gewaltige Umwälzungen in unserm Wirtschafts- und Finanzsystem vonnöten. Produzierenden Betrieben und Ländern sollen Bürokratische Ketten angelegt werden um deren CO2-Ausstoß kontrollieren zu können. Am besten mit einer eigens dafür zu schaffenden weltumspannenden regierungsähnlichen Organisation.

Warum das Ganze? Sie ahnen oder wissen es bereits. Wir erleben eine Erwärmung, wie es sie ihn in der Geschichte der Menschheit oder gar in der Geschichte der Erde noch nicht gegeben hat. Und als Resultat werden wir die größten Katastrophen aller Zeiten erleben. Ganz ehrlich!

Mittelalterliche Warmzeit widerspricht These der beispiellosen Erwärmung

Allerdings muss man dazu erwähnen, dass schon die erste Hälfte der Aussage, die von der nie da gewesenen Erwärmung, bei so manch einem Klimawissenschaftler und auch bei vielen Historikern deutliche Fragezeichen aufwirft. Gab es nicht einmal so etwas wie die mittelalterliche Warmzeit? Und ist es nicht in dieser Zeit nach der Meinung vieler Forscher wärmer gewesen als heute?

Die Vorstellung einer Mittelalterlichen Warmzeit wurde 1965 von dem englischen Klimatologen Hubert H. Lamb zum ersten mal ausformuliert [1]. Lamb, der 1971 die britische Climate Research Unit (CRU) gründete, sah den Höhepunkt der Warmzeit zwischen 1000 und 1300, also im Hochmittelalter. Er schätzte, dass die Temperaturen damals 1-2 °C über denen der Normalperiode 1931-1960 lagen. Im hohen Norden war es sogar bis zu 4 Grad wärmer. Die regelmäßigen Fahrten der Wikinger zwischen Island und Grönland wurden kaum durch Treibeis behindert und viele Begräbnisstätten der Wikinger in Grönland liegen noch heute im Permafrost.

Gletscher waren kleiner als heute

Ebenfalls für die Existenz der Mittelalterlichen Warmzeit spricht der weltweite Rückzug der Gletscher für den Zeitraum zwischen etwa 900 bis 1300 [2]. Ein interessantes Detail ist auch, dass viele der sich seit 1850 zurück ziehenden Gletscher Pflanzenreste aus der Zeit des Mittelalters freigeben, was ein deutlicher Beleg dafür ist, dass die Ausdehnung der Gletscher damals geringer war als heutzutage [3].

Auch historische Überlieferungen zeugen von außergewöhnlicher Wärme in dieser Zeit. Die 1180er Jahre brachten die wärmste bekannte Winterdekade überhaupt. Im Januar 1186/87 blühten bei Straßburg die Bäume. Und bereits früher stößt man auf längere Hitzephasen, etwa zwischen 1021 und 1040. Der Sommer 1130 war so trocken, dass man durch den Rhein waten konnte. Im Jahr 1135 führte die Donau so wenig Wasser, dass man sie zu Fuß durchqueren konnte. Dieser Umstand wurde dazu ausgenutzt, in diesem Jahr das Fundament für die steinerne Brücke von Regensburg zu legen [4].

Eindeutige Belege für die Warmphase des Hochmittelalters findet man auch bei den Anbaugrenzen der Kulturpflanzen. Die Baumgrenze in den Alpen stieg auf 2000 Meter und lag damit über heutigen Werten [5]. Weinanbau war in Deutschland an Rhein und Mosel bis zu 200 Meter oberhalb der heutigen Grenzen möglich, in Pommern, Ostpreußen, in England und im südlichen Schottland, sowie im südlichen Norwegen, also auch weit nördlicher als das heute der Fall ist [6]. Anhand von Pollenfunden lässt sich belegen, dass während des Mittelalters in Norwegen bis hinauf nach Trondheim Weizen angebaut wurde und bis beinahe zum 70. Breitengrad Gerstensorten kultiviert wurden [4]. In vielen Teilen Großbritanniens erreichte das Ackerland Höhenlagen, die später nie wieder erreicht wurden.

Auch aus Asien berichten historische Quellen, dass die Anbaugrenze für Zitrusfrüchte niemals so weit nördlich gelegen hat, wie im 13. Jahrhundert. Demnach muss es dort zu der Zeit etwa 1 °C wärmer gewesen sein, als heute [7].

Archäologie und Geschichte bestätigen Warmzeit

Insekten können ebenfalls als historische Klimamarker genutzt werden. Der kälteempfindliche Käfer Heterogaster urticae konnte während des Römischen Optimums und während des normannischen Hochmittelalters in York archäologisch nachgewiesen werden. Trotz der Erwärmung des 20. Jahrhunderts ist dieser Käfer heute nur an sonnigen Standorten im Süden Englands zu finden [8].

Während des mittelalterlichen Klimaoptimums erreichte die Bevölkerung Europas bis dahin nicht gekannte Höchststände. Viele Städte wurden zu eben dieser Zeit gegründet und mit Hochalmen und hoch gelegenen Tälern Gegenden urbar gemacht, die mit dem Beginn der kleinen Eiszeit zum großen Teil wieder aufgegeben werden mussten [9].

Das Mittelalter war die Zeit der Hochkultur der Wikinger. In diese Periode fiel deren Expansion bis ins heutige Russland und die Besiedlung Islands, Grönlands sowie Teilen von Kanada und Neufundland. In Grönland konnte zu dieser Zeit sogar Getreide angebaut werden. Mit dem Ende der Mittelalterlichen Warmzeit endete dann die Blütezeit der Wikinger. Die Siedlungen in Grönland mussten aufgegeben werden und auch im Stammland Norwegen wurden in dieser Zeit viele nördliche oder in größeren Höhen gelegene Siedlungen verlassen [10]. Die Geschichte der Wikinger ist auch sehr gut mit den Temperaturrekonstruktionen aus Grönland in Einklang zu bringen, die mit Hilfe von Eiskernbohrungen durchgeführt wurden. Demnach war es in Grönland zur Zeit der Wikinger mindestens ein Grad wärmer als in der modernen Warmzeit [11].

Klimawissenschaftler wollen Widersprüche eliminieren

Bis etwa Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts war die Mittelalterliche Warmzeit unter Klimaforschern eine unbestrittene Tatsache. So war auch im ersten Sachstandsbericht des IPCC von 1990 auf Seite 202 die Grafik 7c [12] zu finden, in welcher die Mittelalterliche Warmzeit eindeutig als wärmer dargestellt wurde als die heutige Zeit. Allerdings war das Vorhandensein dieser warmen Periode den verantwortlichen Wissenschaftlern schnell ein Dorn im Auge. Wenn es im 12. Jahrhundert ohne menschlichen Einfluss noch wärmer gewesen ist, als auf dem Höhepunkt der Industrialisierung, warum sollte dann die heutige Erwärmung nicht natürliche Gründe haben?

lambh23

So wurde die Mittelalterliche Warmzeit bald zu einer verdammenswerten Angelegenheit erklärt. Mittlerweile legendär ist eine E-Mail, welche der amerikanische Klimaforscher David Deming [13] 1995 erhielt. Dieser hatte in diesem Jahr ein Publikation im renommierten Magazin Science veröffentlicht, in welcher er Untersuchungen zum Klimawandel in Nordamerika anhand von Bohrkernen vorgestellt hatte [14]. Mit dieser Veröffentlichung wurde er unter Klimaforschern auf einen Schlag bekannt und manche von ihnen nahmen offensichtlich an, dass er mit ihnen auf einer Linie war [13, 15]:

„Mit der Veröffenlichung des Artikels in Science gewann ich merklich an Glaubwürdigkeit in der Gruppe der Wissenschaftler, die zum Klimawandel arbeiten. Sie dachten, ich wäre einer von ihnen, jemand der Wissenschaft im Dienst von sozialen und politischen Motiven pervertiert. Also ließ einer von ihnen seine Deckung fallen. Eine bedeutende Person, die auf dem Gebiet des Klimawandels und der Globalen Erwärmung arbeitet, schickte mir eine erstaunliche E-Mail mit den Worten: ‘Wir müssen die Mittelalterliche Warmzeit loswerden.’

„With the publication of the article in Science, I gained significant credibility in the community of scientists working on climate change. They thought I was one of them, someone who would pervert science in the service of social and political causes. So one of them let his guard down. A major person working in the area of climate change and global warming sent me an astonishing email that said ‘We have to get rid of the Medieval Warm Period.’

Derweil war die Klima-Maschinerie zur Tilgung der Mittelalterlichen Warmzeit bereits angelaufen. Im Jahr 1995 veröffentlichte der englische Klimatologe Keith Briffa im Magazin Nature eine Studie mit sensationellen Ergebnissen. Nach seinen Untersuchungen an Baumringen im sibirischen „Polar-Ural“ hatte es die Mittelalterliche Warmzeit nie gegeben und das 20. Jahrhundert erschien auf einmal als das wärmste der letzten 1000 Jahre [16]. Den eigentlichen Durchbruch sollte die These vom 20. Jahrhundert als wärmsten des Jahrtausends aber erst drei Jahre später erleben. Und zwar mit der Veröffentlichung von Michael Manns berühmt berüchtigten Hockeeyschlägers [17, 18].

Warmzeit wird ausgelöscht

In diesem Diagramm, dass die Ikone der menschengemachten Globalen Erwärmung im 3. IPCC Sachstandsbericht darstellen sollte, war die Mittelalterliche Warmzeit nun komplett ausgetilgt worden. Allerdings geriet diese Kurve schnell unter Beschuss, vor allem weil der kanadische Mathematiker Steven McIntyre große Zweifel an der Richtigkeit der Darstellung hatte und diesen mit der Akribie eines Auditors nachging [19]. McIntyre zeigte nicht nur, dass Mann einen Algorithmus benutzt hatte, der in 90 Prozent der Fälle zu einem Hockeyschläger führte, sonder wies auch schwere Fehler bei der Auswahl der Daten und bei der Zuordnung der Orte, sowie die Nutzung fehlerhafter Daten nach [20].

mann_hockeystick

Natürlich konnte die Clique um Mann, das sogenannte Hockey-Team, diese Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen. Als Reaktion wurde die Seite Realclimate.com gegründet, ein Name der das Wahre suggerieren soll, aber irgendwie an die Real Ghostbusters erinnert, also einer schlecht gemachten Kopie des Echten, die im Gegensatz zum Original nur vorgibt, das Richtige zu repräsentieren. Diese Seite wurde fortan dazu genutzt, Anschuldigungen und Diffamierungen gegen nicht „rechtgäubige“ los zu lassen [21]. Wobei zunehmend darauf geachtet wurde, den als Hauptfeind identifizierten McIntyre möglichst nicht beim Namen zu nennen.

In Folge der Veröffentlichung von Michel Manns Hockey-Stick und der Kritik daran entstanden reihenweise Studien die belegen sollten, dass die Ergebnisse Manns tatsächlich den wirklichen Temperaturverlauf der letzten 1000 Jahre repräsentierten. Vorläufiger Höhepunkt der Debatte war die erzwungene Offenlegung lange unter Verschluss gehaltener Rohdaten von Baumringstudien, welche als einer der Kronzeugen für die Richtigkeit der These vom ungewöhnlich warmen 20. Jahrhundert dienten. Dabei stellte sich heraus, dass offensichtlich Daten bewusst selektiert worden waren, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen [22].

Widersprüchliche Daten

Unabhängig von der Diskussion um die richtige oder falsche Anwendung von Proxy-Daten wie Baumringen zur Bestimmung der Temperaturgeschichte hatten die Mainstream-Klimaforscher aber nach wie vor mit einer ganzen Reihe von Problemen zu kämpfen. Was war mit all den archäologischen Daten, den Aufzeichnungen von Wetterereignissen in Kirchenbüchern und den geschichtlichen Fakten, die ganz klar nahe legten dass es im Mittelalter eine außergewöhnlich warme Periode gab? Ganz einfach, diese Argumente versuchte man dadurch zu entkräften dass man behauptete, all diese Phänomene habe es ja durchaus gegeben, aber dabei habe es sich ausschließlich um regional begrenzte Ereignisse gehandelt [23]. Wenn es im Mittelalter irgendwo wärmer gewesen sein sollte als heutzutage, dann vielleicht in England, den Alpen, Gönland oder Nordamerika. Global hingegen wäre es zu der Zeit bestimmt, wie in den vielen Hockeyschläger-Diagrammen gezeigt, kälter gewesen als zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Wenn man sich allerdings einen Überblick über die Literatur zum Thema Mittelalterliche Warmzeit verschafft, die in den letzten Jahren publiziert worden ist, so entsteht ein völlig anderes Bild. Es gibt mittlerweile eine ganze Anzahl von Studien von überall auf der Welt, die alle eins zeigen. Und zwar, dass es zur Zeit des Hochmittelalters wärmer war als heute. Eine hervorragende Übersicht findet sich auf der Internetseite CO2-Science, die eigens eine ganze Sektion für Studien dieser Art eingerichtet hat [24]. Dort zählt man inzwischen 765 unterschiedliche Wissenschaftler aus 453 Forschungsinstituten die Arbeiten zur Mittelalterlichen Warmzeit erstellt haben. Ein kleiner Teil dieser Studien ist auf der folgenden Abbildung dargestellt [25] (durch klicken auf die Grafik erhalten Sie eine vergrößerte Abbildung auf der Sie die einzelnen Arbeiten anwählen können).

Globe 1250x765 mit Graphen und Linien JPEG

Diese Übersicht macht eins ganz deutlich. Zur Zeit des Hochmittelalters, also zwischen 1000 und 1300 war es fast überall auf der Welt wärmer als heute. Es gab Phasen der Erwärmung, die die 0,6 Grad Celsius Temperaturanstieg im 20. Jahrhundert noch übertreffen, und das völlig ohne dass der Mensch über den vermehrten Ausstoß des vermeintlichen „Klimakillers“ CO2 darauf Einfluss genommen hätte. Die Aussage, es habe die Mittelalterliche Warmzeit entweder nicht gegeben, oder sie sei lediglich ein lokal begrenztes Phänomen gewesen, kann getrost als unhaltbar angesehen werden.

Es liegt daher nahe, dass es Einflussfaktoren auf das Klima gibt, die das CO2 als Antreiber von Klimaschwankungen bei weitem übertreffen. Diese These wird außerdem von den Beobachtungen der letzten 10 Jahre massiv gestützt. Schließlich erleben wir seit dieser Zeit keinen Anstieg mehr und seit 2002 sinken die Temperaturen sogar leicht [26]. Und das obwohl der Ausstoß an CO2 durch fossile Brennstoffe in genau dem gleichen Zeitraum auf bis dahin unerreichte Dimensionen angestiegen ist.

Quellen:

[1] Hubert H. Lamb, The Early Medieval Warm Epoch and Its Sequel, in Paleogeography, Paleoclimatology, Paleoecology 1 (1965) 13-37

[2] Jean M. Grove, Roy Switsur, Glacial geological evidence for the medieval warm period

[3] Klimanews, Die Alpengletscher und der Eisman Ötzi

[4] Wolfgang Behringer, Kulturgeschichte des Klimas: Von der Eiszeit zur globalen Erwärmung (auch Google Books)

[5] Hubert H. Lamb: Klima und Kulturgeschichte, Reinbeck 1989

[6] Wilfried Weber, Die Entwicklung der nördlichen Weinbaugrenze in Europa

[7] De’Er Zhang, Evidence for the existence of the medieval warm period in China

[8] John M. Steane, The Archeology of Medieval England and Wales

[9] Thomas Gale More, Global Warming: a Boon to Humans and Other Animals

[10] Willi Dansgard et al., Climatic changes, Norsemen and modern man. Nature 255 24-28

[11] Science Skeptical, Wird es in Grönland wärmer? Nein – kälter

[12] Climate Audit, Where did IPCC 1990 Figure 7c Come From?

[13] David Deming, Global Warming, the Politicization of Science, and Michael Crichton’s”State of Fear”

[14] David Deming, Climatic Warming in North America: Analysis of Borehole Temperatures

[15] U.S. Senate Committee on Environment & Public Works, Hearing Statements – Statement of Dr. David Deming

[16] Keith Briffa et al., Unusual twentieth-century summer warmth in a 1,000-year temperature record from Siberia, Nature 376 156 – 159

[17] Michael E. Mann et al., Global-scale temperature patterns and climate forcing over the past six centuries. Nature 392 23 April 2008

[18] Michael E. Mann et al., Northern Hemisphere Temperatures During the Past Millennium: Inferences, Uncertainties, and Limitations 1999

[19] Stephen McIntyre, Auditing Temperature Reconstructions of the Past 1000 Years 2008

[20] Stephen McIntyre und Ross McKitrick, Corrections to the Mann et al (1998) Proxy Data Base and Northern Hemisphere Average Temperature Series Energy & Environment 14 2003

[21] Realclimate, False Claims by McIntyre and McKitrick regarding the Mann et al. (1998) reconstruction 2004

[22] Science Skeptical, Das Ende der Klima-Wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit – Ein Drama in 5 Akten

[23] Spektrum der Wissenschaft, Atlantik bescherte Mittelalter die Wärme 2009

[24] CO2-Science, Medieval Warm Period Project

[25] Science Skeptical, The Medieval Warm Period – A global Phenomenon

[26] Woodfortrees.org

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16 Kommentare
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  1. @Stasileiter Kipp
    “Es liegt daher nahe, dass es Einflussfaktoren auf das Klima gibt, die das CO2 als Antreiber von Klimaschwankungen bei weitem übertreffen. Diese These wird außerdem von den Beobachtungen der letzten 10 Jahre massiv gestützt. Schließlich erleben wir seit dieser Zeit keinen Anstieg mehr und seit 2002 sinken die Temperaturen sogar leicht [26]. Und das obwohl der Ausstoß an CO2 durch fossile Brennstoffe in genau dem gleichen Zeitraum auf bis dahin unerreichte Dimensionen angestiegen ist.”
    Egal wie oft Sie es wiederholen, es bleibt ein bloedsinniges Argument:” Das CO2 steigt, also muss ueber einen Zeitraum, den ich mir ausdenke, die Temperatur steigen, also sind die Modelle falsch.” Die Modelle machen aber genau das gleiche (ie das CO2 steigt und ueber den gleichen Zeitraum, zehn Jahre z.B., steigen die Temperaturen nicht. Was nun?

  2. Ich habe natuerlich nicht alle Record durchgeschaut, viele kenne ich, und sie geben nicht her, was hier erzaehlt wird.
    1) Die Daten sind haufig BP angegeben. Das bezieht sich auf das Null Datum der 14C Datierung, 1955. Der vermeintliche Nullpunkt der Achsen ist nicht heute, nichtmals das Datum der Veroeffentlichung.

    2) Sie sind sehr haeufig gar nicht aufgeloest, um etwas ueber die letzten 50 Jahre aussagen zu koennen.

    3) Es sind gar keine Temperaturproxies

    4) Die Rekords haben zur Zeit des MWP gar nicht die AUfloesung um die MWP auf einen Zeitpunkt festlegen zu koennen. Glaube ich der einen Datierung mit einem warmen Signal ueber sagen wir 100 Jahre, dann ist die andere zu exakt diesem Zeitpunkt eher kalt. Man kann nicht alle Peaks zwischen 900-1400 nehmen und vermuten oder hoffen, dass alle Maxima zur gleichen Zeit stattfanden.

  3. @Hoffmann/planck
    Hallo, Stasileiter Hoffmann/planck,
    so sieht man sich wieder! Alte Socke. Sie haben auf dem Wachturm ‘meines’ Arbeitslagers gestanden, in dem ich in der DDR einsaß, weil ich Leuten Ihres Schlages widersprach, eigene Gedanken entwickelte, wie Kipp. Ich begründete meine Gedanken, aber Leute wie Sie hörten nicht zu. Arrogant, überheblich. Weil sie moralisch über allem glaubten zu stehen. Weil sie ja die Welt retten wollten. Deshalb war/ist jede Lüge erlaubt (Getreu dem totalitären Grundsatz: Wahrheit ist, was uns nützt). Hoffmann/planck. Leute wie Sie standen auf den Mauer-Wachtürmen der roten Sozialisten, Sie überwachten die Wachtürme der braunen Sozialisten. Und, Hoffmann/planck, Leute Ihres Schlages werden auf den Wachtürmen der grünen Sozialisten stehen und deren Umerziehungslagern zu klimatologisch korrekten Staatsbürgern. Hoffmann/planck, Sie leben vom Elend der Menschheit, und deshalb sorgen sie dafür, dass wunderbare Werte wie Fortschritt, Liberalität, Individualität und Freiheit für die Menschen negativ besetzt sind, weil Wachturmschergen aller Couleur wie Sie, Hoffmann/planck, gerade diese Werte bekämpfe wie der Teufel das Weihwasser. Hoffmann/planck , bezeichnen Sie nie wieder andere als Stasi-Leiter. Der sind Sie, Sie, Sie… Der echte Planck wäre Ihr schärfster Gegner. Der war ein brillanter Wissenschaftler. Sie sind bloß ein Demagoge, Agitator, Propagandist, Lager-Wachturmwächter.

  4. Einfache Fragen, Hoffmann/planck,
    hat es die MWP gegeben? Ja oder Nein!
    (Bitte keine Ausflüchte a la “Die Daten sind haufig BP angegeben. Das bezieht sich auf das Null Datum der 14C Datierung, 1955.”)
    Und: Wie stehen Sie zum Hockeystick?
    (Und auch hier bitte, bitte, keine schwammigen Ausflüchte in der Art von Ihnen, Briffa und Mann: “Es sind gar keine Temperaturproxies.”)

  5. @Frank39

    Gut gekontert.
    Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

  6. ich wollte nur auf meinen blog verweisen …

    freue mich, dass ihr mich in einem eurere artikel erwähnt habt -- gut so -- macht weiter!

    ach ja … und herr hoffmann -- sehr mutig von ihnen immer noch das alte märchen zu verteidigen

    ich würde aber an ihrer stelle den stecker ziehen und das selbe wie CO2 machen … mich in luft auflösen ;o)

  7. Einmal ein Skeptikerbeitrag der wenigstens an der Oberfläche versucht es etwas seriöser anzugehen. Dann kann man die Daten ja weiter auswerten. Man kommt für das Mittelalter auf +0.5 Grad global auf Jahrhunderte verteilt. Und danach die kleine Eiszeit mit bezeugten Missernten und Hungersnöten. Kleine Variationen die große Auswirkungen auf unsere Zivilisation hatte.

    Da seht ihr den offensichtlichen Widerspruch nicht das wir nach 50 Jahren schon +0.6 Grad messen und + 2 Grad ohne Gegenmaßnahmen übertroffen werden können? Unsere Zivilisation hat sich so weiterentwickelt, dass wir auch bewusst gegensteuern könnten.

    Warum aber ihr Kampf? Es bringt doch nichts den Eisberg, der mit der Titanic schon kolidiert ist versuchen wegzudiskutieren außer man will sein Gewissen nicht belassen das man doch selbst schuld haben könnte.

  8. @Frank39
    “Einfache Fragen, Hoffmann/planck,
    hat es die MWP gegeben? Ja oder Nein!”
    Einfache Antwort. Lies den IPCC. Ich haenge unten die MWP Box aus dem IPCC dran.
    “Und: Wie stehen Sie zum Hockeystick?”
    Prima stehe ich dazu. 1998 war es das erste Mal, dass so mit Paleodaten globale/hemisphaerische Temperaturen quantifiziert wurden. Ein Durchbruch und zu Recht in Nature veroeffentlicht. Heute sind wir mehr als ein dutzend Veroeffentlichungen weiter. Statistische Unsicherheiten existieren weiter, es gibt immer noch zu wenig tropische Rekords, es gibt immer noch Sorgen um nicht-klimatische EInfluesse auf eine Reihe der Proxies (CO2 Anstieg auf Baumringe etwa). Daran arbeite ich zum Beispiel.

    Ich werde zu der wirklich nett gemachten Grafik oben einen ausfuehrlichen Artikel schreiben, aber schon mal ein paar Beispiele geben. Sie brauchen nicht weiterlesen, Franck. Details scheinen Sie ja eher zu langweilen.

    Zu 3) Und: http://pages.science-skeptical.de/MWP/Thompson-2003.html ist ein Niederschlagsproxy

    http://pages.science-skeptical.de/MWP/Paulsen-2003.html Buddha Cave ist ein guter Temperaturproxy mit guter Aufloesung, und es gibt eine MWP. Sie ist aber deutlich kuehler als die letzten Jahre

    Zu 4)http://pages.science-skeptical.de/MWP/Patterson-1998.html
    Hat einen Punkt fuer das MWP welcher repraesentativ fuer wieviele Jahre ist? 500 Jahre?

    Zu 1) http://pages.science-skeptical.de/MWP/Lund-2006.html
    BP (before present) in dem Ozeankern ist 1955. 14C datierte Ozeansedimentkerne sind problematisch, weil ein 14C Reservoiralter fuer die Datierung angenommen werden muss. Dieses wir meist konstant auf 400 Jahre gelegt. Das ist bei Datierungen ueber die letzten 30000 Jahre nicht so kritisch, wenn man 1950 , 1650 und 1830 voneinander unterscheiden will aber schon.

    Hier zum MWP (die entsprechende Box im IPCC haben Sie hoffentlich gelesen):

    The uncertainty associated with present palaeoclimate estimates of NH mean temperatures is significant, especially for the period
    prior to 1600 when data are scarce (Mann et al., 1999; Briffa and Osborn, 2002; Cook et al., 2004a). However, Figure 6.10 shows that the
    warmest period prior to the 20th century very likely occurred between 950 and 1100, but temperatures were probably between 0.1°C
    and 0.2°C below the 1961 to 1990 mean and significantly below the level shown by instrumental data after 1980.
    In order to reduce the uncertainty, further work is necessary to update existing records, many of which were assembled up to 20
    years ago, and to produce many more, especially early, palaeoclimate series with much wider geographic coverage. There are far from
    sufficient data to make any meaningful estimates of global medieval warmth (Figure 6.11). There are very few long records with high
    temporal resolution data from the oceans, the tropics or the SH.
    The evidence currently available indicates that NH mean temperatures during medieval times (950–1100) were indeed warm
    in a 2-kyr context and even warmer in relation to the less sparse but still limited evidence of widespread average cool conditions in
    the 17th century (Osborn and Briffa, 2006). However, the evidence is not sufficient to support a conclusion that hemispheric mean
    temperatures were as warm, or the extent of warm regions as expansive, as those in the 20th century as a whole, during any period in
    medieval times (Jones et al., 2001; Bradley et al., 2003a,b; Osborn and Briffa, 2006).

  9. @ analysis #7

    Einmal ein Skeptikerbeitrag der wenigstens an der Oberfläche versucht es etwas seriöser anzugehen.

    Was wollen Sie mit ihrer unterschwelligen Attacke bezwecken? Der Artikel von Herrn Kipp ist sachlich und faktenbezogen und das nicht nur an der Oberfläche.
    Die Seriosität eines Blogbetreibers der AGWisten-Szene können Sie unter #1 bewundern. Es ist nun mal die ständige Übung in den von Ihnen offensichtlich als „seriös“ bewunderten Site’s, dass dort nach dem Motto verfahren wird „Mann tot = Argument tot“. Anders ausgedrückt, statt sich mit den Argumenten ernsthaft und sachlich auseinander zu setzen wird der Verfasser nach Strich und Faden diskreditiert, diskriminiert, kriminalisiert oder schlichtweg für senil erklärt. Wer dort wider den Stachel der Koryphäen löckt wird gnadenlos nieder gemacht, gelöscht oder gesperrt. Im s.g. „Rahmstorf-Blog“ wird er sogar von Beginn an wegzensiert. Eine Meinungsfreiheit existiert dort nicht. Fragen haben dort in devoter Form zu erfolgen. Ein Hinterfragen gilt dort als ungehörig.
    Ist das die Seriosität, die Sie meinen?

    Dann kann man die Daten ja weiter auswerten.

    Welche Daten meinen Sie? Historische Fakten oder die Ergebnisse von Computerspielen?

    Man kommt für das Mittelalter auf +0.5 Grad global auf Jahrhunderte verteilt.

    Wie kommen Sie denn darauf? Das, was man gemeinhin als MWP betrachtet, erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte hin und war selbst von Höhen und Tiefen geprägt. Um wie viel Grad die Temperaturen über einem willkürlich gewählten Mittelwert lagen, weiß man nicht genau, bzw. will man in gewissen Kreisen auch gar nicht wissen, weil es wohl dem eigenen Wunschdenken entgegen steht. Man ist da schon auf historische Aufzeichnungen, archäologische Funde und mannigfaltige Hilfsdaten angewiesen. Es ist eine reine Augenwischerei von „+0,5°C
    global
    auf Jahrhunderte verteilt“ zu sprechen. Denn erstens ist es schon unsinnig von globalen Durchschnitts-Temperaturen zu sprechen und zweitens ist es irreführend auf diese Art ein „globales Klima“ zu suggerieren. Dieses s.g. „globale Klima und die damit verbundenen globalen Durchschnitts-Temperaturen“ sind Artefakte, die geschaffen wurden, weil die Computer keine Berechnungen eines chaotischen Systems durchführen können und ins Nirwana abgleiten würden.
    Es wird immer weniger bestritten, dass das Optimum der MWP deutlich über den heutigen Temperaturen lag. Wie hoch diese Temperaturen nun tatsächlich waren, lässt sich nur in etwa vermuten. Es ist immer noch eine Frage der Relationen, bezogen auf die regionalen Situationen, im globalen Vergleich. Eines scheint sich aber zu bewahrheiten, nämlich dass es auch in der fraglichen Zeit -- und nicht nur da – zu signifikanten Temperaturveränderungen + oder – in relativ wenigen Jahrzehnten kam. Das wird zwar von einigen staatlich patronierten Institutionen heftig bestritten, aber immerhin wird von einigen dieser Stellen dieser Umstand nicht mehr völlig ausgeschlossen. Das führt dann zu der grotesken Situation, dass staatlich patronierte und andere interessierte Stellen eine Behauptung aufstellen und dann von der anderen Seite einen „Gegenbeweis“ einfordern -- siehe „AGW“-. Aber wehe, es werden dann von Kritikern und Skeptikern Fakten und Indizien vorgelegt, oder auch nur eine andere Theorie entwickelt, dann wird von den Patronierten wie wild die Lobbyismus- und Korruptions-Keule geschwungen.

    Und danach die kleine Eiszeit mit bezeugten Missernten und Hungersnöten. Kleine Variationen die große Auswirkungen auf unsere Zivilisation hatte

    Das ist zweifellos richtig. Aber für die Warmzeiten in der Geschichte der Menschheit gilt das Gleiche mit umgekehrten Vorzeichen. Was wäre da also wünschenswerter?

    Da seht ihr den offensichtlichen Widerspruch nicht das wir nach 50 Jahren schon +0.6 Grad messen?

    Wo ist da der Widerspruch? Ich sehe da allenfalls gegensätzliche Interessen. Das Spiel um zehntel Grade ist doch nur der Gaul, auf dem diese Interessen ausgeritten werden. Wer im Kalten sitzt möchte es gern wärmer haben und wer in der Wärme vor sich hin schwitzt, hätte es gerne etwas kühler. Die Klimata und das Wetter sind nun mal keine sozialen Einrichtungen auf die ein gesetzlicher Anspruch besteht. Es ist eine Frage individuellen Einstellung und Möglichkeiten sich den „Unbillen“ anzupassen, oder sich die Verhältnisse untertan zu machen. So machten es schon die alten Ägypter mit den periodischen verheerenden Überschwemmungen des Nils. Diese Möglichkeiten sind von Region zu Region oft recht unterschiedlich. Es wäre doch wohl ein heres Ziel der hochentwickelten Gesellschaften die benachteiligten Völker in diesem Unterfangen zu unterstützen. Aber wollen das „unsere Politiker“ und andere machtbewusste Institutionen wirklich?
    Wir könnten uns ja dann nicht mehr an den Kralen in Afrika und den in Reservaten eingesperrten Indios im Amazonasbecken ergötzen und mit unseren „Errungenschaften“ protzen. Diese Menschen könnten ja dann selbstbewusst und in gleicher Augenhöhe uns gegenübertreten. Das wäre ja schrecklich für unser „Selbstwertgefühl“. Haben Sie schon jemals davon gehört, dass etwa Greenpeace oder WWF mit ihrem Mrd.-Etas den Menschen in z.B. in Afrika geholfen hätten ein funktionsfähiges und nachhaltiges Bewässerungssystem für die dortige Landwirtschaft zu installieren? Diese Menschen könnten ja unabhängig von der „Hilfe-Industrie“ werden und sich selbst ernähren. Schlimmer noch, sie könnten am Weltmarkt teilhaben und eine eigene Industrie entwickeln, die so ganz nicht in das Konzept ihrer eigenen Interessen passt.

    und + 2 Grad ohne Gegenmaßnahmen übertroffen werden können

    Wie sollten denn wohl diese Gegenmaßnahmen aussehen? Den entwickelten Völkern die Lebensgrundlage entziehen und den noch nicht so weit fortgeschrittenen Nationen den erhofften Fortschritt verweigern?
    Gegenmaßnahmen kann und soll man im Umweltschutz durch gezieltes und effizientes Handeln betreiben. das setzt aber voraus, dass den Entwicklungsländern der Weg zu eigenem Wohlstand geöffnet wird, denn wer am Hungertuche nagt, hat weder Zeit noch Geld seine Umwelt zu schützen, sondern nimmt und nutzt das, was sich ohne finanzielle Lasten bietet. diese Menschen leben vom jetzt und von der Hand in den Mund. Da ist kein Platz für Schönheit.

    Unsere Zivilisation hat sich so weiterentwickelt, dass wir auch bewusst gegensteuern könnten.

    Wie soll denn das aussehen? Handel mit Emissionsrechten nach dem Motto: „ich bin reich und darf und du bist arm und kannst es dir nicht leisten, weil ich dir deine Rechte abkaufe und du diese auch noch an mich verkaufen musst, weil du sonst verhungerst?“
    Oder meinen Sie Geo-Engineering? Die Chemiekonzerne warten schon drauf. Dann allerdings werden wirklich unsere Lichter ausgehen.

    Warum aber ihr Kampf?

    Um nicht unsere Geschicke einer Clique durchgeknallter Pseudo-Wissenschaftler und Politruks in die Hand zu geben.

    Es bringt doch nichts den Eisberg, der mit der Titanic schon kolidiert ist versuchen wegzudiskutieren außer man will sein Gewissen nicht belassen das man doch selbst schuld haben könnte.

    Wer weiß schon, was damals passiert wäre, wenn es da schon „so warm“ gewesen wäre wie heute. Vielleicht wäre auf der Route gar kein Eisberg gewesen ;-)

  10. Was wollen Sie mit ihrer unterschwelligen Attacke bezwecken? Der Artikel von Herrn Kipp ist sachlich und faktenbezogen und das nicht nur an der Oberfläche.

    Die Verschwörungstheoretiker sind ein eigener Industriezweig geworden. Blogs wie alles-schallundrauch, Autoren wie Alex Jones, Wisnewski … verstärke den Unmut der Bevölkerung und gebe vermeintlich einfache Antworten und man kann Gold scheffeln -- deren Wahrheit ist ja nur Ersatzreligion verunsicherter halbgebildeter Bevölkerungsschichten

    Welche Daten meinen Sie? Historische Fakten oder die Ergebnisse von Computerspielen?

    Ihre historische Fakten sind keine Messergebnisse mit bekannten Parametern. Zeitreisen sind unmöglich, die amtliche Temperaturmessung mangels Thermometer damals nicht eingeführt. Alle auch im Artikel verwendeten quantitativen Argument zur “mittelalterlichen Warmzeit” beruhen genauso auf Modellen. Gleichzeitig für und gegen Modelle zu sein wenn es gerade in die Argumentation passt geht nicht. Vor allem für den Begriff Klima kann man sich auch nicht für statistische Ausreißer (damalige Geschichtsschreiber werden kaum vermerkt haben das heuer wie in den letzten Jahren die Kirschblüte in dieser Woche begann) interessieren.

    Was bleibt ist Daten aus indirekten Quellen versuchen zu rekonstruieren, diesen Weg kann man auch kritisieren -- im Sinne von Methodenkritik. Man könnte zB alle Baumringstudien zurückweisen, weil es keine gesicherte Kalibrieungskurve über Jahrtausende gibt. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen können wir aber auf gesicherte Daten zurückgreifen. Und diese Daten sprechen eine eindeutige Sprache.
    Wollen sie ihre These von kurzfristigen Klimaschwankungen im Mittelalter wissenschaftlich untermauern werden sie nicht umhin kommen irgendein Modell mit Sekundärmessungen zu füttern. Wo bleiben denn ihre Temperaturdatenpunkte von 1000 bis 1400? Ich warte….
    Daher gibt eine Aussage ” immer weniger bestritten, dass das Optimum der MWP deutlich über den heutigen Temperaturen lag” wenig Sinn wenn sie kein Modell zulassen -- und für mich spielt es als ungesicherte Erkenntnis mit enormen Fehlerbalken auch keine Rolle -- wer soll den damals als die Welt noch eine Scheibe war die wichtigen Meeresströmungen vermessen haben?

    Es wäre doch wohl ein heres Ziel der hochentwickelten Gesellschaften die benachteiligten Völker in diesem Unterfangen zu unterstützen. Aber wollen das „unsere Politiker“ und andere machtbewusste Institutionen wirklich?

    Hier haben sie die sachliche Diskussion verlassen und gleiten in Gesellschaftskritik/Verschwörungstheorie etc ab. Sie haben es gerne wärmer, soso und nach ihrer Meinung muss sich das Klima für die Entwicklung Afrikas ändern, aha
    Der Begriff Wüstenbildung und Verlust von Ackerland ist ihnen schon ein Begriff? Es wird durch Erwärmung mehr Argrarland zerstört als geschaffen. Kommen Sie nicht mit der blühenden Sahara, das war nach dem Ende einer Eiszeit nicht inmitten einer Warmphase. Und ihre restliche Meinung … die Wahrheit darf nichts kosten, deshalb schnurstracks über die Klippe?

  11. @Analysis
    Nun, wer sich verschworen hat, das haben wir ja dank FOIA2009.zip gesehen, nicht wahr ?

  12. @ analysis #10

    Die Verschwörungstheoretiker sind ein eigener Industriezweig geworden.

    Wollen Sie damit tatsächlich zum Ausdruck bringen, dass Kritiker und Skeptiker der staatlich patronierten Klimahysterie sich irgendwelchen obskuren Theorien hingeben und am Klimaalarmismus Geld verdienen? Ist es nicht vielmehr so, dass mit der Parole „rettet das Klima“ Mrd. von Euro und Dollar, die den Bürgern aus der Tasche gezogen werden, in zumindest merkwürdige Kanäle transferieret werden? Überlegen Sie mal, in welchen klebrigen Fingern das viele Geld hängen bleibt.

    deren Wahrheit ist ja nur Ersatzreligion verunsicherter halbgebildeter Bevölkerungsschichten

    Bezüglich der Ersatzreligion sollten Sie mal bei James Lovelock dem Hohen-Priester der Gaia-Religion und seinem gelehrigen Schüler Hans Joachim Schellnhuber nachfragen. Da werden Sie geholfen. Nur die wahren Gläubigen dürfen sich „gebildet“ nennen, der Rest ist in deren Augen (auch in Ihren?) nur Plebs.

    Ihre historische Fakten sind keine Messergebnisse mit bekannten Parametern.

    Wie es nun mal historische Fakten so an sich haben. Sie sind recht robust und können nicht so ohne Weiteres durch manipulierte Messergebnisse mit zurechtgebogenen Parametern widerlegt werden. Siehe die MWP.

    . Alle auch im Artikel verwendeten quantitativen Argument zur “mittelalterlichen Warmzeit” beruhen genauso auf Modellen.

    Irrtum. Sie beruhen auf schriftliche Überlieferungen und auch auf archäologische Erkenntnisse.
    Modelle sind doch letztendlich nur in mathematische Formeln gekleidete Vorstellungen eines Einzelnen. Sie sind kein Ersatz für Fakten.

    damalige Geschichtsschreiber werden kaum vermerkt haben das heuer wie in den letzten Jahren die Kirschblüte in dieser Woche begann

    Sie werden staunen. Sie haben es getan. Sie haben zum Teil sogar sehr penibel Aussaat, Reife und Ernte schriftlich festgehalten. Besonders wurde dies in den Klöstern betrieben. Aber auch anderweitige Aufzeichnungen geben recht gut Bescheid über die Flora dieser Zeit.

    Ich warte….

    Auf was? Sie erwarten wohl, dass Andere Ihnen alles vorkauen. Daher wohl auch Ihr blinder Glaube an alles, was Ihnen sog. Klimawissenschaftler als ultima ratio weismachen.

    Hier haben sie die sachliche Diskussion verlassen und gleiten in Gesellschaftskritik/Verschwörungstheorie etc ab.

    So, so. Nur weil Ihnen die Antwort peinlich ist, ist die Frage unsachlich?

    Sie haben es gerne wärmer, soso und nach ihrer Meinung muss sich das Klima für die Entwicklung Afrikas ändern, aha

    Die Art der rabulistischen Verdrehung von Wort und Sinn des Gesagten/Geschriebenen kommt mir irgendwie bekannt vor. Auch dieses „Ich warte…(s.o.). Ich dachte Sie wollten sachlich diskutieren.
    Wir können uns das Wetter und damit auch das Klima nicht nach unseren Wünschen hinpfriemeln. Wir müssen es nehmen wie es kommt, ob es uns passt oder nicht. Wir können und müssen uns den jeweiligen Gegebenheiten anpassen. Wenn wir wirklich solidarisch mit den –in unseren Augen- weniger entwickelten Ländern/Völkern sein wollen, dann sollten wir ihnen helfen sich unsere Erfahrungen zu Nutze zu machen. Keinesfalls sollten wir versuchen ihnen unsere Art des „Tun und Lassens“ aufzuzwingen. Das hätte verheerende Folgen und würde sie nicht nur knechten sondern zu dressierten Kreaturen herabstufen. Schauen Sie sich doch mal die Folgen der vergangenen Kolonialzeit an. Was wir derzeit erleben ist nichts anderes als ein erneuter Versuch, die ehemaligen Kolonialvölker erneut „unter den Daumen“ zu drücken. Diesmal unter dem Mäntelchen des Umwelt- und Klimaschutzes. In Wirklichkeit geht es aber darum die Vorherrschaft zu manifestieren und neue Abhängigkeiten zu schaffen. Es ist das uralte Spiel: **Eine selbsternannte, vermeintlich, Elite will den Anderen seine kruden Ideologien und Lebensweisen aufzwingen um eine Herrschaft „der Erleuchteten“ über „die armen Sünder“ zu etablieren**.

    Der Begriff Wüstenbildung und Verlust von Ackerland ist ihnen schon ein Begriff? Es wird durch Erwärmung mehr Argrarland zerstört als geschaffen.

    Dann schauen Sie sich doch mal an wo diese sog. Wüstenbildung und der Verlust von Agrarland stattfindet. Das geschieht doch wohl in erster Linie dort, wo die Menschen aus Mangel an der Nutzungsmöglichkeit anderer Ressourcen gezwungen sind Wald und Flur bis zur Unfruchtbarkeit auszupowern. Es sind die „edlen Besserwisser“ die eine effektive und somit nachhaltige Nutzung dieser Flächen verhindern. Man hätte ja sonst keinen Absatzmarkt mehr für die „Hilfsgüterindustrie“. Auch Mitteleuropa stand im ausgehenden Mittelalter und zu Beginn der sog. Neuzeit vor einer Verödung und Versteppung und somit dem Verlust von Agrarland. Das lag aber nicht an der Erwärmung, sondern an dem Festhalten an althergebrachten Anbau und Nutzungsmethoden. Erst ein allmählicher Umstieg auf effizientere Methoden des Ackerbaus, Anbau anderer/neuerer Feldfrüchte, Trockenlegung von Sümpfen, der Regulierung wild meandernder Flüsse, Anlage von Bewässerungssystemen, und auch durch systematische Wiederaufforstung. Die Landwirtschaft war nicht mehr Selbstzweck der Eigenernährung der Landbevölkerung, sondern erhielt den Stellenwert der Volksernährung und wurde zu einem zumindest gleichwertigen Gewerbe neben dem expandierenden Handwerk. In der sich entwickelnden „Ständeordnung“ war der ehedem „tumbe Bauer“ einer der Angesehensten. Diese Entwicklung erhielt einen wesentlich – wenn nicht sogar den wesentlichsten- Schub durch den Beginn der intensiveren Nutzung fossiler Ressourcen (z.B. Kohle, anfänglich Torf) zur Wärmegewinnung. Dadurch wurde u.A. auch der Wald geschont und konnte wieder wachsen.
    Es wurden auch Fehler gemacht, aber die wesentlichen konnten korrigiert werden. Einige, besonders die in der Flussregulierung wirken teilweise bis heute durch.
    Es wäre doch sicherlich eine solidarische Aufgabe diese Erfahrungen auch den derzeit noch unterentwickelten Ländern zugänglich zu machen. Aber das wollen wohl einige garnicht. Man könnte ja dann nicht so schön auf „Klimaschäden“ hinzeigen.

    Kommen Sie nicht mit der blühenden Sahara, das war nach dem Ende einer Eiszeit nicht inmitten einer Warmphase.

    So, so. Da gibt es in Potsdam einen Tempel SantaPIK und einer der Oberpriester dort befürchtet, dass die Sahara wie vor etwa 6 – 8 Tausend Jahren wieder ergrünen könnte. Er nennt das ein Kippelement und findet das ungeheuer furchtbar.
    Damals war es warm und die Eiszeit war schon einige Jährchen Vergangenheit. Seltsam, auch zu Zeiten des „Römischen Optimums“ galt ein nördlicher Teil der Sahara als Kornkammer.
    Interessant ist schon, dass Die Sahara immer dann (zumindest an den Rändern) ergrünt, wenn es warm wird und die Wüste sich ausbreitet, wenn es kalt wird. Derzeit ist mal wieder grün angesagt.
    Es ist schon eine Frechheit, dass sich die Anwohner dieser Zonen darüber freuen ;-)
    Abe so ist das nun mal: „dem een sin Uhl ist det andern Nachtigul“.

    Und ihre restliche Meinung …

    Ist Die, dass man die Geschicke und die Zukunft der Menschheit nicht den Klerikern, politisierenden Wissenschaftlern und machtgeilen Pöstchen schachenden Politikern überlassen darf.

    die Wahrheit darf nichts kosten, deshalb schnurstracks über die Klippe?

    Falscher Ansatz. Denn die Wahrheit ist kostenlos. Aber die Unterdrückung der Wahrheit kann uns alles kosten. Die Mrd. die bereits aufgewendet wurden wären anderweitig besser angelegt.
    Jede Pflanze, jedes Tier, jede Mikrobe und letztlich auch jeder Mensch ändert und verändert sein unmittelbares Umfeld. Das ist Natur. Jeder richtet sich so ein, wie er es braucht.
    Wie sagte doch Laotse? „ Die Dinge sind da um sie zu genbrauchen“.

  13. I don’t know if this will translate but I’m sure you can understand.

    That map is fantastic. Just what is needed. But could I please have a version that fits a screen 1024 x 768 pixels? And can you write just the medieval part so that Watts Up With That can perhaps publish it, to help counteract the nonsense of Mann’s latest paper?

  14. @Rudolf Kipp
    Dieses Posting von Lucy ist ein Ritterschlag !
    This posting from Lucy is like to be dubbed knight !

    Die Karte ist echt cool !

  15. @Lucy
    You are absolutely right, this an absolute new nonsense from Mike to speak about a “La Niña” event, rediciulous.

  16. @ Lucy

    Just to be sure. Did you get my email?

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