Berlin, Berlin, wir waren in Berlin

5. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kommentare, Politik

Die interessantesten Einblicke bei Konferenzen und Kongressen ergeben sich meistens nicht durch die Vorträge, sondern durch die Gespräche in den Pausen. Bei der “3. internationalen Energie- und Klimakonferenz” war dies nicht anders. So endete der Freitag in der Hotelbar mit einem spanischen Journalisten, Pierre Gosselin von der NoTricksZone und einem der Köpfe von Ökowatch. Eine Art Bloggertreffen mit nützlichen Ein- und Ansichten. Wir haben natürlich über die Möglichkeiten einer intensiveren Zusammenarbeit gesprochen und insbesondere bei Ökowatch gibt es große Pläne. Vielleicht wird sich in einiger Zeit das Berliner Treffen als erste Initialzündung für den Aufbau eines Metanetzes der deutschen, skeptischen Blogosphäre erweisen.

Und vielleicht sogar als ein Wendepunkt im Ansehen der Skeptiker in der Öffentlichkeit. Jedenfalls führte mich der Zufall beim Mittagessen am Samstag mit einer jungen Dame zusammen, die sich als Mitarbeiterin von Hans-Joachim Schellnhuber outete. Ganz freimütig und ohne jede Berührungsangst. Sie gab ihrer Verwunderung über den politischen Schwerpunkt der Tagung Ausdruck. Offensichtlich hatte sie etwas anderes erwartet, esoterische und antiwissenschaftliche Ansätze wahrscheinlich, über die sie dann in ihrem Institut hätte prächtig lästern können. Das genau hatte die Konferenz aber nicht zu bieten.

Im Zeichen der Sonne

Konferenzimpressionen

Der erste Tag stand zunächst im Zeichen der Sonne. Viele Vortragende befassten sich mit dem indirekten Einfluß, den unser Zentralgestirn auf das Klimasystem haben könnte. Ein Einfluß, für den sich Indizien zuhauf in Temperatur- und sonstigen Wetterdaten ausmachen lassen, wie Horst Borchert, Vincent Courtillot und am zweiten Tage auch Horst-Joachim Lüdecke aufzeigten. Der aus meiner Sicht wichtigste Vortrag der gesamten Konferenz war aber gleich der erste, von Nir Shaviv. Eine hervorragende Darstellung der Svensmark-Hypothese über den Einfluß der Sonne auf die kosmische Strahlung, die unsere Erde erreicht. Und hier möglicherweise die Wolkenbildung und damit den Strahlungshaushalt beeinflussen kann. Keiner der Redner hat übrigens den gegenwärtigen Erkenntnisstand der Klimaforschung in Zweifel gezogen oder gar rundweg als falsch abgelehnt. Die Kernfrage in Bezug auf den solaren Effekt war vielmehr, ob die bekannten Daten in einem Widerspruch zur Svensmark-Hypothese stehen. Und das tun sie, so die Botschaft aus Berlin, eindeutig nicht. Es ist damit möglich, daß das IPCC einen wesentlichen natürlichen Faktor übersehen hat. Einen Faktor, der das Wissen über unser Klimasystem ergänzt und bei dessen Berücksichtigung die gegenwärtige Klimapolitik geändert werden müßte. Weil sie auf unvollständigen Informationen beruht.

So eben sollte Wissenschaft funktionieren. Skepsis ist verknüpft mit intensiverem Nachdenken, mit genauerem und gründlicherem Hinschauen. Wodurch dann Effekte erkannt werden, die einerseits unser Wissen erweitern und andererseits Richtungen aufzeigen, in denen sich neue Fragen ergeben. Die Suche nach einem “Konsens” mag in der Politik hilfreich sein, für die Wissenschaft ist er eher hinderlich. Das brachte Vincent Courtillot auf den Punkt, als er in seinem Vortrag deutlich machte, wie inkompatibel die politische Suche nach dem “Gut” oder “Schlecht” mit dem wissenschaftlichen Disput über “Wahr” oder “Falsch” ist. An dieser Differenz, so zog sich der rote Faden durch alle Vorträge, begründet sich der Skeptizismus.

Internationalität

Nir Shaviv über Sonne, Wolken und Klima

Man erkennt schon an den Namen: Die Konferenz trug die Bezeichnung “international” völlig zu recht. Die Vortragenden stammten neben Deutschland auch aus Frankreich, England und Israel. Und selbst aus dem fernen Australien war Bob Carter angereist. Seine Präsentation, ein argumentatives Feuerwerk, stellte eine der scharfsinnigsten Widerlegungen des Alarmismus dar, die ich bislang genießen konnte. Deutlich wie selten wurde von ihm aufgezeigt, wie sehr die Vorstellung von der Notwendigkeit eines “Klimaschutzes” nicht auf Fakten, sondern auf Interpretationen visueller Eindrücke beruht. Visuelle Eindrücke, die auf Diagramme zurückgehen, welche in einer bestimmten Skalierung, in einem bestimmten Maßstab gezeigt werden und die sich völlig anders ergeben, wenn diese Diagramme in ihrer Anmutung (nicht in ihrem Inhalt) geändert werden. Die Furcht, die die Maßnahmen zum Klimaschutz motiviert, löst sich in Wohlgefallen auf, wenn man denn nur die Daten in größeren Zusammenhängen und in ihrer gegenseitigen Verbindung betrachtet. Im weiteren Verlauf seiner Erörterungen erklärte er die Notwendigkeit zur Anpassung in einer Art und Weise, wie es einem Björn Lomborg oder einem Roger Pielke jr. kaum besser hätte gelingen können.

Fred Singer selbst konnte leider nicht teilnehmen, von ihm gab es eine Audio-Botschaft. Einer der Höhepunkte der Konferenz aber war die Live-Schaltung aus Berlin nach Cancun, wo Christopher Monckton und Craig Rucker (CFACT) ihre Eindrücke von der UN-Klimakonferenz schilderten. Parallel nahm aus Huntsville Roy Spencer an dem Gespräch teil. Angesichts der aktuellen Diskussionen in Deutschland über kleinere und größere Anfragen haben Monckton und Rucker dabei erneut sehr deutlich gemacht, keinerlei Geldmittel aus der Erdölindustrie zu erhalten. Während sie ihren Kaffee aus Tassen mit der Aufschrift “ExxonMobil” genossen.

Live aus Cancun und aus Huntsville

Klimapolitik und die Dame vom PIK

Die Verbindung zwischen Klimaforschung und Klimapolitik war bereits in den Vorträgen des ersten Tages ein andauerndes Thema. Noch deutlicher aber wurde dies am zweiten Tag, als unter anderem Emmanuel Martin, Klaus-Eckart Puls, Dieter Ameling und Michael Limburg an das Rednerpult traten. Wie sehr “Klimaschutz” für ganz andere Zwecke instrumentalisiert wird, machte Martin am Beispiel der französischen Politik deutlich. Und welche Folgen das Energiekonzept der Bundesregierung haben könnte, war die verbindende Klammer der anderen Präsentationen.

Das hat die oben schon erwähnte junge Dame vom PIK doch sehr verwirrt. Es schien sich hier tatsächlich um einen Aspekt zu handeln, den sie als überraschend empfand. Dem kurzen Gespräch beim Mittagessen zufolge hätte sie eher eine Debatte über die Aussagekraft klimatischer Modellrechnungen und Möglichkeiten zu deren Verbesserungen erwartet. Stattdessen also zeigt man ihr auf, welche Risiken der gegenwärtigen Klimaschutzpolitik innewohnen und mit welchen Motiven Politiker diese Risiken eingehen wollen. Meinen Hinweis auf die Tatsache, daß ja nun die Klimapolitik in Deutschland wesentlich von ihren PIK-Aushängeschildern, wie eben Schellnhuber, Rahmstorf und Edenhofer, geprägt wird und daß wir selbstverständlich mit ebenso politischen Argumenten dagegenhalten, wollte sie nicht akzeptieren. Wer, so frage ich mich an dieser Stelle, leidet eigentlich unter kognitiver Dissonanz?

Zusammenfassend gingen von der Konferenz in Berlin die folgenden Botschaften aus:

  • Das irdische Klimasystem ist nicht vollständig verstanden. Es gibt Indizien insbesondere für einen solaren Effekt, der gleichermaßen (wenn nicht sogar in stärkerem Ausmaß) zu Erwärmung und Abkühlung führen kann, wie eine anthropogene Erhöhung des Kohlendioxid-Gehaltes.
  • Diese Unsicherheiten in der Wissenschaft verbieten es, langfristige politische Maßnahmen mit der Zielstellung einer Reduzierung von Klimarisiken zu etablieren (und als bindend auch für kommende Generationen festzuschreiben). Denn solche Maßnahmen können auf viele natürliche Faktoren keinerlei Einfluß haben.
  • Der Klimawandel findet statt. Schon immer und immer weiter. Alle Klimarisiken, die durch menschliche Einflußnahme möglicherweise verstärkt werden könnten, bestehen bereits heute, bestanden schon früher und werden auch in der Zukunft unser Leben beeinflussen. Alle diese Klimarisiken können durch natürliche Faktoren ebensogut abgeschwächt oder verstärkt werden, wie durch anthropogene. Die Anpassung an den Klimawandel (der Schutz des Menschen vor dem Klima) ist daher das, was verantwortliche Politik in den Mittelpunkt ihrer Strategie stellen sollte.
  • Eine Klimaschutzpolitik, die die Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen  in den Mittelpunkt stellt, ist dagegen mit großen ökonomischen Risiken verbunden.

Bob Carter

Dies ist, was die klimaskeptische Haltung ausmacht. Dies ist, was die Dame vom PIK nicht erwartet hatte. Dies ist nicht, was die Medien und die politische Klasse (zumindest weite Teile beider) über uns Skeptiker zu wissen glauben. Insofern kann die Klimakonferenz aus Berlin vielleicht einen Wendepunkt darstellen im Kampf gegen die Vorurteile, die uns Skeptikern allüberall begegnen.

Lob und Tadel

Die dritte Klimakonferenz stellte einen deutlichen Fortschritt gegenüber der ersten und zweiten dar. Das Ambiente war gehobener, die Qualität der Vortragenden und der Inhalte höher. Im Gegensatz zur zweiten Konferenz aus dem letzten Jahr gab es nicht nur keine Gegendemonstration vor dem Hotel, sondern auch keine Debatte über die Realität des Treibhauseffektes. Noch im letzten Jahr sahen sich Redner wie Lüdecke oder Motl heftigen Reaktionen aus dem Publikum ausgesetzt, als sie den Treibhauseffekt als realen physikalischen Effekt erläuterten. Man hat daraus gelernt. Viele Vorträge waren auch mit der Motivation durchsetzt, den Laien eine Art Argumentationshilfe für die klimapolitische Debatte an die Hand zu geben.

Und die Verschwörungstheoretiker, Esoteriker und politischen Randgruppen spielten fast keine Rolle mehr. Es ist aber nicht zu verhindern, daß Sektierer auf die klimapolitische Debatte aufspringen, und die Skeptiker ebenso für sich zu instrumentalisieren suchen, wie die Ökologisten auf der anderen Seite den Alarmismus. Es war mindestens ein Teilnehmer von der BüSo anwesend, der auch Informationsmaterial (zumindest heimlich und versteckt) zu verteilen versuchte. Viel Erfolg hat er damit nach meinen Beobachtungen nicht gehabt, aber trotzdem würde ich mir wünschen, daß die Organisatoren bei solchen Dingen in Zukunft besser hinschauen. Es ist mir durchaus bekannt, daß sich einige BüSo-Aktivisten im Forum bei EIKE tummeln. Ich denke, eine klare Abgrenzung kann für uns Skeptiker hier nur hilfreich sein.

Und wenn Wolfgang Müller vom mitveranstaltenden “Berlin Manhattan Institut” (vormals “Institut für unternehmerische Freiheit“), den ich eigentlich eher als FDP-Parteigänger eingestuft hätte, in seinem Konferenz-Schlußwort eine klare Wahlempfehlung für die “Partei der Vernunft” ausspricht, finde ich das auch eher hinderlich.   

Blick in den Saal

In der Natur der Sache (EIKE als Mitveranstalter) liegt natürlich auch die hohe Zahl an Senioren unter den etwa 150 Teilnehmern. Nichts gegen diese Gruppe, es sind nun einmal die Leute, die deutlich mehr Zeit und Möglichkeiten haben, sich ehrenamtlich zu engagieren, als wir jüngeren, die wir voll im Berufsleben stehen. Aber die Diskussionen zu den Vorträgen wurden von dieser Gruppe sehr einseitig geprägt. Denn statt konkrete, kurze und fokussierte Fragen an die Vortragenden zu richten, waren oft längliche Koreferate zu vernehmen. Mit begrenzten Möglichkeiten des Erkenntniszuwachses. Durch eine stringentere und fundierter vorbereitete Moderation hätte man dies verhindern können.

Die nächste Konferenz dieser Art soll im kommenden Jahr in München stattfinden. Ich persönlich würde zwar wieder Berlin (oder ggf. auch Hamburg oder Hannover) bevorzugen, aber vielleicht ist es vorteilhaft, auch einmal den süddeutschen Raum zu bespielen. Verbesserungswünsche aus meiner Sicht als Teilnehmer wären:

  • eine professionellere und besser auf die Themen (und die Referenten) eingestellte Moderation,
  • eine (oder mehrere) Podiumsdiskussionen, um wirklich eine Debatte zwischen Publikum und Referenten zu inspirieren,
  • ein besseres Zeitmanagement und eine bessere Strukturierung, kein wildes Ändern der Abläufe mehr, ohne dem Publikum entsprechende Informationen zu geben
  • ein öffentlicher Abendvortrag eines prominenten Referenten, zu dem dann auch in der örtlichen Presse eingeladen werden könnte (ein lohnender Weg, um auch entsprechendes Medieninteresse zu wecken)
  • Raum für die Blogs, sich entsprechend darzustellen (etwa ein paar Internet-Stationen, Kurzvorträge, eine Podiumsdiskussion speziell für die Internetcommunity o.ä. – es ist ja schön, wenn bspw. von uns hier Diagramme übernommen werden und in den Vorträgen auftauchen, aber ein Hinweis auf die Quelle wäre noch schöner)

So eine Konferenz hat eben immer zwei Funktionen. Zum einen führt sie die Community zusammen, zum anderen ist sie ein Aushängeschild, ein öffentlich sichtbares Zeichen, für unsere Seriösität und unseren wachsenden Einfluß. Dies ist zu beachten, sowohl in der Vorbereitung, als auch in der Durchführung.

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19 Kommentare
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  1. @Peter Heller
    Wie kommt man eigentlich auf Henrik Borchert ???
    Horst heißt er, selbst EIKE hat das auf ihren Seite bereits korrigiert, wobei ich mich frage wie auch d i e auf Henrik kommen ??

  2. Lieber Herr Heller,

    vielen Dank für Ihren ausführlichen und schnellen Bericht von der 3.Klimakonferenz. Meine Frau und ich haben es sehr bedauert, diesmal nicht teilnehmen zu können. Ich hoffe es werden noch einzelne Vorträge der Veranstaltung vorgestellt oder gar zum Nachhören bereitgestellt.

    Beste Grüße B.

  3. @ Gans:

    Ich habe nicht aufgepaßt und die Namen “zur Sicherheit” aus dem ursprünglichen Programm übernommen -- damit ich mich nicht verschreibe (ausgerechnet). Korrigiert.

  4. Hi Peter,
    vielen Dank für diese tolle Zusammenfassung. Freitagabend hat mich auch sehr gut gefallen, und habe ein sehr positive Gefühl und Eindruck. Ich habe gerade Ökowatch erstemal besucht und bin sicher dass es erfolgreich wird.

  5. @all

    Eine Klimaschutzpolitik, die die Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen in den Mittelpunkt stellt, ist dagegen mit großen ökonomischen Risiken verbunden.

    Dieses Jahr hatten wir ja genügend Gelegenheiten die Folgen vom “Wetter” ausbaden zu müssen (im wahrsten Sinn des Wortes), massig Regenfälle hier, einen heißen Juli da und nun schon wieder Schnee und Eis in Massen.
    Vor ein paar Jahren hieß es noch, Teile des Ostens Deutschland werden Wassermangel erleiden und der Winter in Deutschland wird allgemein wärmer.
    Nun haben wir aber schon den 3 Winter in Folge (ätsch Wetterfrosch, Deine Vorraussage ist eingefroren) und das PIK steuerte plötzlich eine neue “Erkenntnis” bei, die es am Ende der Bundesregierung ermöglichte das Gesetz zur Winterreifenpflicht zu verabschieden.

    Wat will ich eigentlich sagen?
    Die Kommunen und Versorgungsbetriebe müssen ja eine Finanzplanung machen (inzwischen schon 3-5 Jahre im Voraus) die auch die Kosten von Winterdienst/ Abführen übermäßiger Wassermassen/Heizung u.v.m. beinhaltet.
    Das heißt, es interessiert uns nur am Rande was in 50 Jahren sein wird, wir wollen wissen wie es klimatisch in den nächsten 3-5 Jahren abgehen wird……..Mittel zur Deichinstanthaltung, Bunkern von Streusalz und Brennstoffen, verstärkte Massnahmen zur Wasserhaltung….und mehr solch Zeugs.
    Hier geht es um viel Geld (das wir eigentlich nicht haben), hier geht es um konkretes Wetter, hier geht es darum, auf kommunaler Ebene Weichen für die Zukunft zu stellen……und hier genau fängt es an zu hapern.

    Ich verlange von unseren Klimaforschern konkrete Aussagen die ich in meiner Finanzplanung einbauen kann (bitte jetzt nicht dieses eigenartige DWD Modell), alles ander ist abgestandener Kaffee zur Belustigung grüner Bessermenschen.

    Nicht “Klimaschutz” sondern Anpassung, denn Kyoto ist gescheitert, der CO2 Ausstoß steigt weltweit, ungerührt vom IPCC, immer weiter und Zertifikathandel verhindert nicht im geringstens ein Gramm CO2.
    Hier gehts um Infrastruktur, (Regenwasserableitung) um Dämme, Grundwasserhaltung, Verträge mit Räumdiensten, Streusalzlager…….um ganz schnöde kommunale Vorsorge, damit um Planungssicherheit………….im Endeffekt um das Geld des Bürgers/Steuerzahlers.

    Aber nee, mittels AGW will man ja über die Hintertür den Kommunismus einführen (nichts anderes meint Schellnhuber mit Transformation) mit einer geistig abgehobenen Elite als zukünftige Führungsmannschaft, statt den gewählter VolksVertretern.
    Windmühlen und Solarpaddel sollen unser Klima retten aber saugen am Ende nur Gelder auf, die wir später viel dringender für Anpassungsmassnahmen benötigen werden…….und Dank PIK wird dieser Unsinn so weiter gehen.

    Möge oben genannte Veranstaltung auch ein kleines Zeichen gesetzt haben, so bin ich doch skeptisch ob das irgendjemand in der Politik überhaupt interessieren wird.
    Klimaschutz ist doch so toll für Politiker, man tut irgendwas (über die Sinnhaftigkeit kann man streiten), man fühlt sich so toll, die Amtszeit enden am….XX.-XX-.XXXX…… und der Bürger blecht leise weinend 20 Jahre und länger, für Sachen die er nicht bestellt hat .

    Es wäre verdammt Blauäugig anzunehmen, das die Politik sich von ein paar “Rentnern und Leugnern” ihr schönes Spielzeug wieder wegnehmen lässt…….zumal die ja nicht mal ihr eigenes “Energiekonzept” ausbaden müssen.

    Bin ja mal gespannt, wann das Internetsprachrohr Rahmstorf sich abfällig zu dieser Veranstaltung in seinem Blog äussern wird, irgend welche Fehler wird die Dame vom PIK schon aus dem Kaffeesatz herausgelesen haben um die passende Munition dafür liefern zu können.

    H.E.

  6. Off topic -- but I thought my updated list of scandals may be of interest. Maybe it would be interesting to write the list in German as well. Let me know if so.
    http://notrickszone.com/2010/12/07/climate-science-scandals-list-of-gates-balloons-to-129/

  7. Pierre,

    since I first saw your really excellent list, I am planning to do a translation. Currently I am working on a different topic (what we have discussed in Berlin). I will give the list a go, as soon as I find some time.

  8. Peter Heller schrieb:
    Dies ist, was die klimaskeptische Haltung ausmacht. Dies ist, was die Dame vom PIK nicht erwartet hatte. Dies ist nicht, was die Medien und die politische Klasse (zumindest weite Teile beider) über uns Skeptiker zu wissen glauben. Insofern kann die Klimakonferenz aus Berlin vielleicht einen Wendepunkt darstellen im Kampf gegen die Vorurteile, die uns Skeptikern allüberall begegnen.

    Haben Sie die junge Dame im Gespräch mal gefragt, wie sie zu ihren Ansichten über die “Skeptiker” kam?

    Irgendwie erinnert mich Ihre Verwunderung über die Erwartungshaltung der jungen Dame an die Verwunderung von Prof. Lüdecke über die Reaktionen auf seine Treibhauseffekt-Erklärung. Da erklärt sein eigener Verein den Lesern jahrelang, das mit dem Treibhauseffekt sei ein Schwindel und dann wundert er sich über das Echo auf seinen Vortrag. So ähnlich stelle ich es mir bei der jungen Dame vor. Wenn die vorab ein wenig verfolgt hat, was die Veranstalter so nach aussen kommunizieren -- zu welcher Erwartungshaltung sollte sie denn dann kommen?

  9. @ Marvin Müller

    Offensichtlich hat die junge Dame (wie Sie offensichtlich auch) das Bild von “den Skeptikern” als einer homogenen Meinungseinheit. Dass das nicht so ist, hätten Sie spätestens in der Auswertung zur Umfrage der Klimazwiebel erfahren können. Und gerade Sie, der auch bei EIKE so fleißig mitdiskutiert, sollten doch mitbekommen haben, dass dort durchaus verschiedene Ansichten vertreten werden. So etwas wie einen allgemeinen Konsens werden Sie bei Skeptikern wohl vergeblich suchen. Es liegt ja gerade in der Natur des Skeptizismus, sich nicht jeder “Expertenmeinung” anzuschließen, sondern anhand der eigenen Informationslage zu seinen eigenen Schlüssen zu kommen.

  10. Rudolf Kipp 8. Dezember 2010 10:58

    @ Marvin Müller

    Offensichtlich hat die junge Dame (wie Sie offensichtlich auch) das Bild von “den Skeptikern” als einer homogenen Meinungseinheit. Dass das nicht so ist, hätten Sie spätestens in der Auswertung zur Umfrage der Klimazwiebel erfahren können.

    Sie irren sich bezüglich meiner Person. Mir ist schon lange (bezogen auf die Zeit, die ich mich mit dem Thema beschäftige) bewußt, dass es da ein weites Spektrum gibt. Und das konnte man auch bereits von mir lesen — vor der Auswertung der Umfrage.
    Und das “hätte erfahren können” ist lustig. ist ja nicht so, dass ich mich mit der Auswertung nicht auseinandergesetzt hätte … die Beschimpfungen dafür kann man ja noch nachlesen…

    Und gerade Sie, der auch bei EIKE so fleißig mitdiskutiert, sollten doch mitbekommen haben, dass dort durchaus verschiedene Ansichten vertreten werden. So etwas wie einen allgemeinen Konsens werden Sie bei Skeptikern wohl vergeblich suchen.

    Ich weiss nicht, wie Sie darauf kommen, ich würde einen allgemeinen Konsens suchen. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass das Bild, das Eike nach aussen auf der Webseite präsentiert, durchaus die Ursache für die Erwartungshaltung der jungen Dame sein kann.

  11. Ein umfassende und weithin ausgewogene Berichterstatttung lieber Herr Heller. Danke dafür. Sie passt als Erweiterung und Ergänzung bestens zu unserem Beitrag von Edgar Gärtner (http://tinyurl.com/37qopvn). Wir werden einen link zu Ihrem Beitrag auf unsere Besprechung setzen.
    In einem Punkten möchte ich Ihnen allerdings widersrpechen, in einem anderen ergänzen.
    1. Sie schreiben: “Keiner der Redner hat übrigens den gegenwärtigen Erkenntnisstand der Klimaforschung in Zweifel gezogen oder gar rundweg als falsch abgelehnt.”. Das ist richtig. Wenn Sie, wie einige Leser meinen, jedoch daraus den Schluss ziehen, dass EIKE inhaltlich allein die Lüdecke Deutung des THE vertritt, dann ist das falsch. Wir sehen nur keinen Sinn darin, uns darüber -- auch noch öffentlich- zu streiten, ob der anthropogene THE nun existiert, aber so winzig ist, dass er nicht nachgewiesen werden kann, oder ob es ihn nicht gibt. Interessanterweise hängen der ersten Deutung überwiegend Physiker an, der zweiten Deutung überwiegend Geologen, Ingenieure und andere. Daraus könnte man den Schluss ziehen dass es eben die Physik ist, die man genau kennen muss um ihn zu verstehen. Man kann aber auch den Schluss ziehen, dass Physiker dazu neigen, die Welt solange zu vereinfachen, bis sie in ihre Formeln passt. Je nachdem.
    2. Der Kongress hatte als Themen Klima- & Energie: Leider brachten wir nicht alle Vorträge in einem Strang unter. Deswegen hatten die brillianten Vorträge von Prof Haas über die Zukunft der Kernenergie & Endlagerfrage, und von Prof. Alt über “Erneuerbare” und Speichermöglichkeit vglw,. wenige Zuhörer. Obwohl Sie das Gesamtbild trefflich abrundeten.

  12. Lieber Herr Limburg,

    man sollte vielleicht noch verdeutlichen, daß meine Kritik “meckern auf hohem Niveau” ist (das machen wir in Deutschland ja gerne). Insgesamt war das eine ganz hervorragende Veranstaltung. Ich werde dazu gleich auch noch etwas bei Ihnen posten.

    Ich bedaure ebenfalls sehr, die beiden Energie-Vorträge nicht besucht zu haben. Aber ich saß ja im Hauptraum um auf Ihre Präsentation zu warten. Die leider, eben ohne jeden Hinweis, auf das Ende der Session verschoben wurde.

    Ich hoffe aber, daß alle Präsentationen noch Online gestellt werden.

  13. Lieber Herr Heller,
    ich war auch völlig überrascht, dass ich der letzte war. Naja der Erfolg gibt den Veranstaltern recht. Die Präsentationen kommen Zug um Zug. Einige sind schon abrufbar: http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/klima-realismus-in-berlin-die-3-internationale-klima-und-energiekonferenz-erfolgreich-beendet/ ganz unten.

    Nicht versäumen heute abend bei PHOENIX 22:15 Phoenix Runde. “Kein prima Klima -- Ist die Welt noch zu retten?”.
    Mit von der Partie: Alexander Kähler Phoenix als Moderator; Prof. Andreas Bott (Meteorologe Uni Bonn, http://www2.meteo.uni-bonn.de/forschung/gruppen/tgwww/people/index_german.php?memid=2) Severin Fischer (Klimaexperte Institut für Europäische Politik http://www.iep-berlin.de/636.html), Stefan Krug Aktivist von Greenpeace (wahrscheinlich die Stallwache, die anderen sind alle in Cancun, http://blog.greenpeace.de/blog/author/skrug/) und Michael Limburg (Vizepräsident Europäisches Institut für Klima und Energie).
    Die Runde zusammen zu bringen und das auch noch ausgewogen, war laut Aussage von Phoenix ausgesprochen schwierig bis unmöglich, da die viele der angefragten Experten ihre Zusage zurückzogen, als sie erfuhren jemand von EIKE wäre dabei.

  14. Angsthasen halt…

    Ich bin gespannt, danke für den Tip.

  15. Peter Heller schrieb am 9. Dezember 2010 16:22

    Angsthasen halt…

    Ich denke eher, die wollten Herrn Limburg keine öffentliche Plattform für die Verbreitung seiner “interessanten” Statements bieten. Wenn ich mir ansehe, wie er auch jetzt noch im Nachhinein einige geäußerte Unwahrheiten verteidigt und damit zeigt, dass er sie absichtlich geäußert hat und dann der Moderator eine Klarstellung auch unterbunden hat … Dann kann ich das gut nachvollziehen, dass ihm da keiner durch seine Anwesenheit “Credibility” verleihen wollte.

  16. Hmm, Herr Müller, wir haben hier doch noch gar keinen Artikel zur Phoenix-Runde eingestellt. Vielleicht schreibe ich noch was, aber das kann noch ein paar Tage dauern. Bis dahin können Sie das Ganze doch wunderbar bei EIKE diskutieren, was Sie ja auch tun.

    Für mich war u.a. entscheidend, daß der Herr Bott Phil Jones nicht kannte. Limburg hat es mit seinem Statement geschafft, Herrn Bott dieses Eingeständnis zu entlocken. Es stellt sich daher die viel wichtigere Frage, ob jemand mit derartigen Wissenslücken überhaupt qualifiziert sein kann, an einer Klimadebatte im Fernsehen teilzunehmen.

    Ich denke eher, die wollten Herrn Limburg keine öffentliche Plattform für die Verbreitung seiner “interessanten” Statements bieten.

    Aber Herr Limburg hatte doch eine öffentliche Plattform. Die hat ihm Phönix geboten, Falls tatsächlich jemand wegen Limburg abgesagt hat, dann ist das also entweder einfach nur dämlich (dem Skeptiker die Plattform ohne kompetente Gegner überlassen) oder feige (Angst davor, sich endlich einmal öffentlich rechtfertigen zu müssen). Nach Aussage von EIKE hat auch Oliver Geden abgesagt -- ein pointierter Kritiker des “2 Grad Ziels”. Das überrascht mich dann schon. Ich würde zumindest in seinem Fall vermuten, daß er schlicht und einfach keine Zeit hatte.

    So jedenfalls hatte Limburg die Bühne für sich, er war als einziger vorbereitet, kompetent, kenntnisreich und hat dem Publikum neue Aspekte zum Nachdenken gegeben. Das ärgert Sie natürlich. Kann ich verstehen. Und genießen.

  17. Das ärgert Sie natürlich. Kann ich verstehen. Und genießen.

    :-))
    MfG
    Karl Rannseyer

  18. Peter Heller 14. Dezember 2010 22:48

    Hmm, Herr Müller, wir haben hier doch noch gar keinen Artikel zur Phoenix-Runde eingestellt.

    Muss ich solange warten, um auf Ihre “Angsthasen”-Aussage zu reagieren? Darauf bezog sich mein Kommentar schliesslich …

    Für mich war u.a. entscheidend, daß der Herr Bott Phil Jones nicht kannte.

    Wie kommen Sie denn darauf? Er sagt in etwa “Ich weiss nicht, wer das (das mit der Abkühlung) sagt, wen sie da zitieren”, woraufhin Limburg Jones nachschiebt. Und da es die von Herrn Limburg behauptete Aussage gar nicht gibt, kann Herr Bott die natürlich auch nicht kennen und auch nicht wissen, wer das gesagt haben soll. Ok, wenn er sich auf Limburg vorbereitet hätte, hätte er wissen können, dass der ihm da auch mal Unwahrheiten auftischt könnte und ihn an der Stelle entlarven können. Aber das ist ok. hat er halt nicht erwartet.

    Das ärgert Sie natürlich. Kann ich verstehen. Und genießen.

    Warum sollte mich das ärgern? Jetzt kann man doch jedem bildlich vor Augen führen, dass Herr Limburg sich nicht scheut, der Öffentlichkeit Unwahrheiten aufzutischen, um seine Ziele zu erreichen. Find ich gut.

  19. Das ärgert Sie natürlich. Kann ich verstehen. Und genießen.

    Warum sollte mich das ärgern? Jetzt kann man doch jedem bildlich vor Augen führen, dass Herr Limburg sich nicht scheut, der Öffentlichkeit Unwahrheiten aufzutischen, um seine Ziele zu erreichen. Find ich gut.

    Herr Limburg hat das auf Eike ja quasi noch nachträglich aufbereitet. Da ist dann (wenn man denn will) gut zu erkennen, dass er da ganz nach dem Motto “Hide the incline” verfahren ist. Er schob Jones eine Aussage unter, die dieser nicht gemacht hatte und behauptete auch noch, die Satelliten würden die Erwärmung im Gegensatz zu den “Oberflächenmessungen” nicht zeigen.
    Ich hatte mich ja erst gefragt, wie er denn auf diese Idee kam. Im Artikel auf der Webseite wurde es dann klar. Herr Limburg pickte sich einfach eine Messung heraus, die eine geringe Erwärmung zeigte. Meine Frage nach der Unstimmigkeit zwischen seiner Grafik und der UAH Grafik ignorierte er dann einfach, meine Erklärung zensierte er dann einfach (wohl um nicht nochmal deutlich als Unwahrheiten-Verbreitender dazustehen). Und von den üblichen Eike-Leser merkt dann natürlich niemand, dass Herr Limburg ihnen die Messungen der mittleren Troposphäre als die UAH-Anomalie unterschiebt. Wahrscheinlich hätte er ihnen auch die untere Stratosphäre mit ihrem leichten Abkühlungstrend unterschieben können. hat er sich vielleicht nicht getraut :)

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