Blackout an der Förde! „Flensburg musste dunkel geschaltet werden, weil unsere Stromverbindung mit Dänemark gestört war“ …

9. Januar 2019 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Daten, Energieerzeugung, Politik, Windkraft

Benjamin2

Dänemark und Schleswig-Holstein sind die Länder mit den höchsten Anteil an Erneuerbaren Energien. Besonders die Windenenergie erreicht dort nie dagewesene Dimensionen. Gerade zog das Surmtief Benjamin über Dänemark und den Norden Deutschlands. Der Wind sollte eigentlich Strom in Überfluss bringen, aber nun das!

„Flensburg musste dunkel geschaltet werden, weil unsere Stromverbindung mit Dänemark gestört war“, sagte Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke Flensburg, gegenüber NDR Schleswig-Holstein gegen 8 Uhr.

In weiten Teilen Flensburgs und in der Umgebung ist der Strom am Morgen ausgefallen. Inzwischen steht die Versorgung wieder. Neben Flensburg waren Glücksburg, Harrislee, Husby, Langballig, Munkbrarup, Ringsberg und Wees (alle Kreis Schleswig-Flensburg) betroffen.

Auf den Straßen hatte sich am Morgen der Verkehr gestaut, da auch die meisten Ampeln außer Betrieb sind. Das Diakonissen-Krankenhaus lief im Notstrombetrieb – es war einer der wenigen hellen Punkte in einer sonst dunklen Stadt.

Vor allem Flensburg und Glücksburg waren betroffen, teilte die Polizei mit. Ab 6.30 Uhr war die Stromversorgung demnach stundenlang unterbrochen. Auch die Mobilfunknetze sind betroffen. Erst im Tagesverlauf wird das ganze Stromnetz wieder hergestellt sein. Die Ursache für den Stromausfall war am Mittwochmorgen noch unklar. Als mögliche Ursache wird ein Kabelbruch infolge eines Sturmschadens bei Apenrade in Dänemark (nördlich von Flensburg) genannt. Ein Sprecher der Stadtwerke Flensburg bestätigt inzwischen, Ursache sei ein beschädigtes Kabel in einer Verteilerstation gewesen.

Über den Notruf gingen bei der Einsatzleitstelle der Polizei zahlreiche Anrufe ein, um den Stromausfall mitzuteilen oder um den aktuellen Sachstand zu erfragen. Die Polizei bittet eindringlich, solche Anrufe künftig zu unterlassen.

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28 Kommentare
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  1. Scheint ja schon blendend zu funktionieren, die „dezentrale“ Stromversorgung mit Windenergie, wenn wegen einem kaputten Kabel gleich eine ganze Stadt im Dunkeln sitzt. 🙂

  2. Ich frage mich auch, warum die Region Flensburg von Dänemark versorgt werden muss, bei all den Windstrom?

    Erst als das Kabel nach Dänemark repariert war, war wieder genug Strom da, um die Region FL langsam wieder ans Netz zu bringen.

    Die Ökos behaupten doch immer wir können Kraftwerke abschalten, da wir eh alles exportieren. Nun muss uns Dänemark versorgen, in einem Land, wo Windstrom im Überfluss sein sollte.

  3. Auch in Dänemark und Schleswig-Holstein folgt das Netz noch der Physik und nicht der Ideologie. Wenn Windstrom, der ja auch an der Küste unsteht weht und nicht genau planbar „rund läuft“ wie ein Kohlekraftwerk, eingespeist wird, haben die Leitwarten höchste Stufe der Achtsamkeit. Den „Tanz auf dem Vulkan“ zu steuern ist nicht einfach und diese Schwierigkeit zu zugeben auch. Ein galvanischer Unterbrecher, Kabel abgefallen, ist für die meist grün besetzten Stadtwerke die einfachste Erklärung. Glauben tu ich solche Beteuerungen erst einmal nicht. Die Umspann und Verteilerstationen stehen meist im Freien und sind natürlich so gebaut, dass bei einem etwas laueren Lüftchen schon mal so ein Drähtchen abfallen kann. Wie in Fuhlsbüttel, glauben tu ich es erst wenn ich Bilder der Schadensstelle gesehen habe. Ware doch einfach mit dem Handy zu fotografieren und im Netz zu verbreiten.
    Die Gesetze von Ohm und Kirchhoff gehören endlich einmal gründlich auf ihre gesellschaftliche Relevanz überprüft und mit einem neuen Gesetz überarbeitet. Alle Gesetze können verändert werden und dann werden sie möglicherweise noch vom Verfassungsgericht überprüft. Bei der nächsten Groko mit den Grünen, werden solche „Störfälle“ verfassungswidrig.

  4. In Dänemark wird über 60% des Stroms aus Windkraft erzeugt. Schleswig-Holstein liegt bei etwas unter 60%. Und Dank Benjamin sollten die Werte Heute über 100% liegen. Man sollte also exportieren und nicht aus Dänemark importieren.

  5. @KR

    Für mich auch schwer vorstellbar, dass wegen eines defekten Kabels/ Verteilerstation? nach Dänemark die Region FL komplett vom Netz gehen muss. Wir sind doch Stromexportweltmeister.

  6. Von 2012-18 war Habeck ja Energiewendeminister in SH/ FL. 😉

  7. Ab einer bestimmten Windstärke müssen die Generatoren abgestellt werden, weil sie sich sonst überhitzen ind in Flammen aufgehen. Daher ist ein typischer nordatlantischer Sturm KEIN Idealfall der Windbasierten Energieversorgung.
    Dänemark hat eine unterseeische Starkstromverbindung anch Schweden und kann wetterunabhängig durch den schwedischen Strommix (~50% nuclear, 30% Wasserkraft, der Rest Gas/Wind/Solar) versorgt werden. Für S-H reicht es dann aber wohl nicht mehr…

  8. Die Gesetze von Ohm und Kirchhoff gehören endlich einmal gründlich auf ihre gesellschaftliche Relevanz überprüft und mit einem neuen Gesetz überarbeitet. Alle Gesetze können verändert werden und dann werden sie möglicherweise noch vom Verfassungsgericht überprüft. Bei der nächsten Groko mit den Grünen, werden solche „Störfälle“ verfassungswidrig.

    Ich schlage dazu vor eine Ethikkommission vor die ein Gesamt Gender Strom Gesetz erstellt und an das Lebensgefühl der Bürger via WBGU anpasst. Und einen Namen für dieses Gesetz wüsste ich auch schon (in Anlehnung an Franziska Gipfels Gute Kita Gesetz): Gutes Gender Strom Gesetz. Muss in alle Lehrbücher.
    BG
    M.L.

  9. Sollt Giffey heißen

  10. Es ist faszinierend wie „Skeptiker“ bei so etwas komplett frei zu drehen scheinen. Vielleicht sollte man einen Generator anschließen um mit euren Ergüsse Deutschland mit Strom zu versorgen?

  11. Vielleicht sollte man einen Generator anschließen um mit euren Ergüsse Deutschland mit Strom zu versorgen?

    Das düfte genauso gut funktionieren wie die Windmühlen, wäre aber wesentlich günstiger.

  12. @Herp

    Die typische Reaktion eines Energiewendeanhängers. Augen zu und durch. Es lag bestimmt nur an einen Kabel und einer Verteilerstation in Dänemark. Selbstdenken? Fehlanzeige.

  13. Was machen wir mit den zahlreichen Herps, die nichts kapieren, alle Schlagworte/Worthülsen auswendig wissen und Physik wegen Religion und Sport abgewählt haben. Ich bekomme zwangsweise demnächst einen Smart Meter vom VEB ENBW. Ich schlage vor bei diesem Gerät einen intelligenten Zugangstest vorzuschalten. Ein paar einfache Aufgaben von Ohm und Kirchhoff erfolgreich gelöst, -- ENTER drücken und der intelligente Stromverteiler liefert Strom aus der Steckdose. Das wäre dann der intelligente vorrausschauende Lastabwurf bei genau den richtigen Kunden. Alle Herps der Repubklik werden auf Mp geschaltet. Ihr Sternpunkt ist dann im Zenith.

  14. Der NDR berichtet:

    Die Ursache für die Probleme an der 150-Kilovolt-Leitung nach Dänemark sind möglicherweise Abrissarbeiten an einem ehemaligen Kraftwerk bei Apenrade im Süden Dänemarks. Dabei könnte das Kabel beschädigt worden sein. Der dänische Netzbetreiber hat entsprechende Berichte bisher nicht bestätigt.

    Gemeint ist das Kohlekraftwerk bei Apenrade in Dänemark.

    Also jetzt haben wir drei Versionen.

    Sturmschaden an einen Kabel nach Dänemark.
    Beschädigtes Kabel an Verteilerstation in Dänemark.
    Beschädigtes Kabel bei Abrissarbeiten eines Kohlekraftwerkes in Dänemark.

    Der Strom war aber kurz nach 6 Uhr morgens weg. Da arbeiten noch keine Bauarbeiter und Handwerker. Zumal es da gerade in Dänemark im Winter noch stockdunkel ist.

  15. Und der neuste Stand ist, keine der drei Versionen stimmt:

    Am Mittwochmorgen ist in weiten Teilen Flensburgs Dunkelheit angesagt gewesen. Der Strom war ausgefallen. Zunächst gingen sowohl die Stadtwerke in der Fördestadt als auch der dänische Netzbetreiber Energinet von einem Kabelbruch zwischen dem Umspannwerk in Enstedt bei Apenrade und der deutschen Grenze aus.

    Am Donnerstag hat Energinet seine Untersuchungen zu dem Vorfall abgeschlossen. Das Ergebnis: Es konnte kein Fehler auf dänischer Seite gefunden werden, berichtet Niklas Bøgh Bonnemose, Pressesprecher von Energinet. Nachdem Techniker am Mittwochmorgen ergebnislos das Umspannwerk selbst überprüft hatten, gingen sie die gesamte Strecke der Hochspannungsleitung zu Fuß ab – doch auch dort konnte nichts gefunden werden.

    Die Stadtwerke in Flensburg wissen derzeit noch nicht, was genau den Stromausfall bei ihnen verursacht hat.

    Insgesamt rund 62.000 Haushalte in Flensburg und Umgebung mussten am Mittwochmorgen für drei Stunden ohne Strom auskommen.

    Man weiß auf deutscher Seite nicht, was den Stromausfall verursacht hat. Super!

  16. 🙂 🙂

    Aber dann wollen wir hier intelligente Netze und Dezentralisierung. Man kann sich ausmalen wie gut das funktionieren würde. In Deutschland funktioniert doch nicht mal die Stromversorgung der Bahn richtig gut.

    Ein Land von Dilettanten die alles besser wissen und besser machen wollen als andere.

  17. Was ich mich dabei frage: Ist Flensburg nicht redundant per Ringleitung oder als Durchganspunkt D-DK angeschlossen?

  18. Leitung geplatzt, weil der Kohlestrom die Leitungen verstopft. Fragen Sie Frau Dr. Kempfert.

  19. Michael Limburg schrieb am 9. Januar 2019 14:23:

    Die Gesetze von Ohm und Kirchhoff gehören endlich einmal gründlich auf ihre gesellschaftliche Relevanz überprüft und mit einem neuen Gesetz überarbeitet.

    Ich schlage dazu vor eine Ethikkommission vor die ein Gesamt Gender Strom Gesetz erstellt und an das Lebensgefühl der Bürger via WBGU anpasst. Und einen Namen für dieses Gesetz wüsste ich auch schon (in Anlehnung an Franziska Gipfels Gute Kita Gesetz): Gutes Gender Strom Gesetz. Muss in alle Lehrbücher.

    Wenn der Bundestag, wie auf der Webseite Ihres Instituts zu lesen ist, die in der Atmosphäre geltenden Gesetze überarbeiten kann -- warum dann nicht auch die von Ohm und Kirchhoff?
    Zitat aus dem Eike-Artikel: „Da Wärme aber stets von warm nach kalt fließt, können kältere Treibhausgase so wenig die wärmere Erdoberfläche erhitzen, wie Wasser den Berg rauffließt. Es gibt also gar keinen Treibhauseffekt. Das hat das heilige Klimaoffizium vom PIK auf den Plan gerufen. Die Kanoniker erklären beim Strahlungsaustausch gilt der 2. Hauptsatz der Thermodynamik nicht. Deshalb kann die kältere Atmosphäre aus klimapolitischen Gründen sehr wohl den wärmeren Erdboden zusätzlich aufheizen. Im Bundestag wird gerade das zugrunde liegende Naturgesetz überarbeitet.
    (Das könnte ja vielleicht als Satire durchgehen, wenn dort nicht ständig ernst gemeinte Artikel mit den selben Argumenten veröffentlicht werden würden…)

    Ich frage mich immer wieder, wie Sie diesen Spagat hinkriegen. Einerseits veröffentlichen „Sie“ ständig pseudowissenschaftliche Artikel und Kommentare über einen nicht existierenden Treibhauseffekt, angebliche Verstöße gegen den ersten oder zweiten Hauptsatz der Thermodynamic, … -- und andererseits regen Sie sich über die Inkompetanz anderer auf.

  20. @LH #18 Hat sie das wirklich gesagt?

  21. @Marvin

    Bevor Sie hier ein neues Fass aufmachen. Welche Flüsse waren im Norden in Ihrer Kindheit in der 80ern gefroren, auf denen man schlittschuhlaufen konnte?

  22. #20
    Naja, dass Kohlestrom die Netze verstopft, hat sie sehr wohl gesagt.
    Aber weil diese absurde Vorstellung von Elektrizität so schön für’s Kopfkino ist, müssen da einfach ein paar Leitungen geplatzt sein, weil der Kohlestrom nicht schnell genug abfließen konnte. Ha ha, so muss es gewesen sein.

  23. Schon bedenklich, wenn in einer Stadt der Strom wegen einer defekten Leitung großflächig ausfällt.
    Das heißt doch, dass die Stadt nicht von zwei Seiten ans Hochspannungsnetz angeschlossen ist.
    Dann könnte eine Ausfallen und die andere versorgt die Stadt weiter.
    Aber Redundanz kostet Geld.

    (Erdkabel sind übrigens deutlich störanfälliger als Freileitungen -- letztere will aber niemand. Es sei denn es ist Winter und an der Leitung haftet Eis und die Leitung ist zu kalt weil zu gering belastet um das Eis abzutauen ;))

  24. Das ist ja auch mit ein Grund, warum dieser Wendemurks hin zu den Zufallsstromerzeugern niemals funktionieren wird. Dafür müsste man das Netz umbauen / erweitern, aber derartige Infrastrukturprojekte werden doch von allen möglichen Seiten massiv torpediert.

    Wenn die Leute nur die Trassen akzeptieren die schon da sind, muss man eben auch die selben Kraftwerksstandorte nutzen, also ein neues Kraftwerk einfach neben das alte bauen, welches dann irgendwann abgerissen wird. Ergo das exakte Gegenteil dessen, was der Ausbau der Deppenstromerzeuger erfordert.

  25. Die sollen jetzt in der Erde mit Kleinbagger ein durchgeschmortes Erdkabel gefunden haben infolge eines Wasserschadens. Mal schauen ob das jetzt stimmt.

  26. PS

    In der Nordstadt von FL untern Gehweg nach Dänemark angeblich.

  27. PPS

    Und mit verschmorten Kabel ging der Strom wieder an? War dann wohl nicht systemrelevant?

  28. Und mit verschmorten Kabel ging der Strom wieder an? War dann wohl nicht systemrelevant?

    Wahrscheinlich war im Netz noch genug Strom gespeichert… 🙂

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