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	<title>Kommentare zu: Brauchen wir die Kernfusion?</title>
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	<description>Wissenschaft kritisch betrachtet</description>
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		<title>Von: swieder</title>
		<link>http://www.science-skeptical.de/blog/brauchen-wir-die-kernfusion/005/#comment-4182</link>
		<dc:creator>swieder</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 22:22:09 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Radioaktiver Abfall wird lediglich aus belasteten Strukturteilen zu erwarten sein. Langfristig sieht man sogar die Möglichkeit, Menge und Aktivität der entstehenden radioaktiven Stoffe durch geeignete Materialentwicklung ganz erheblich zu vermindern. &lt;/blockquote&gt;

&lt;blockquote&gt;Allerdings ist die Aussicht auf eine Energiequelle, die nahezu unbegrenzt verfügbar ist, kaum radioaktive Abfälle erzeugt und im Betrieb absolut sicher ist, ganz bestimmt ein guter Grund, die Erforschung mit Hochdruck voranzutreiben.&lt;/blockquote&gt;

Für mich ist die Diskussion um die Kernfusion durch 2 grundsätzliche Punkte eine sehr zweifelhafte Sache. Der wichtigere zuerst: es ist mir völlig egal ob ich radioaktive Abfälle nur für 1 Millarde oder 100.000 oder auch nur 1.000 Jahre endlagern muss um halbierte Strahlungsleistung zu erhalten. Das letze Mal als ich mich damit beschäftigt hatte, sprach man optimistisch über 6.000 Jahre (hab die Quelle verbummelt). Ich zweifle nicht an das solche Zahlen erreicht werden können aber ich fühle mich für dumm verkauft wenn irgendein für 4 Jahre gewählter Politiker oder irgendwelche Wissenschaftler mir dreist was von &quot;risk managment&quot; erzählen und wie sicher man solchen Abfall einlagern kann. Mensch... 1.000 (!) Jahre...vor 3.000 Jahren gabs schonmal Hochkulturen...ich glaube ganz einfach nicht das der Mensch in der Lage ist IRGENDwelche Risiken zu &quot;managen&quot; die in solchen Zeiträumen liegen -- das ist schlicht Humbug. Das schlechte an meiner Position ist, das dies nicht widerlegbar und damit ein Glaube ist ;) ... aber dazu stehe ich :)

Zweiter Punkt: in 30 Jahren blubb...blubb...das erste Mal das ich gehört habe das es ca. 30 Jahre dauert bis die Kernfusion funktioniert, war irgendwann in den 70 er Jahren. Das Schema erinnert mich an die Peak-Oil Diskussion (seit den 70ern wird erzählt/belegt das Erdöl noch 30 Jahre hält...mindestens) und ist in nichts glaubwürdiger. Beides war unter Wissenschaftlern die nicht in beiden Bereichen tätig waren, ein running gag auf dem Gang zur Kantine (&lt;em&gt;&quot;Haste gehört, die &quot;Erdölkonstante&quot; ist wieder gefunden worden...30 Jahre&quot;&lt;/em&gt;, genauso mit der &quot;Fusionskontanten&quot;).

Ich denke wir brauchen gar keine &quot;neuen&quot; Wege, alles was wir brauchen wissen wir heute - alle nicht-regenrativen Primärenergieträger sind eben DAS: nicht regenerativ in menschlichen Zeithorizonten und damit erschöpflich. 100% regenerative Versorgung ist machbar. Wieso Risiken eingehen, die die ganze Menschheit bedrohen (Atomkraft meine ich, inklusiv des ungelösten Endlagerproblems, das gilt leider auch für die Fusion). Lieber die Gelder und die grauen Zellen dafür aufwenden das wir schlaue Wege finden, die regenerativen in bestehende Netzstrukturen zu integrieren bzw. neu Netzstrukturen zu etablieren wenn das notwendig ist. Die Reihenfolge ist doch eh andersrum (von der Logik her): 

1. &lt;em&gt;wähle&lt;/em&gt; die Energie, die du nutzen &lt;em&gt;willst&lt;/em&gt;
2. schaffe die Möglichkeit diese Energie zu erzeugen
3. ermögliche die Verteilung

Also, die Geschichtsbücher kennen wir (fossil, zentrale Grosskraftwerke, heutige Netze). Wenn ich 1. mit &quot;EE&quot; beantworte, komt bei 2. heraus: vielfältger Mix, dezentral in der Fläche eben wo die Energie anfällt und bei 3. jedenfalls nicht das bestehende Netz. Da gibt es keinen sooo grossen Überlapp/Synergie. Also müssen wir Lösungen propagieren, die den EE gerecht werden. Dazu ist noch viel notwendig, aber nichts völlig neues/unbekanntes -- und alls machbar, heute.

Ansonsten fand ich den Artikel eigentlich recht informativ :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Radioaktiver Abfall wird lediglich aus belasteten Strukturteilen zu erwarten sein. Langfristig sieht man sogar die Möglichkeit, Menge und Aktivität der entstehenden radioaktiven Stoffe durch geeignete Materialentwicklung ganz erheblich zu vermindern. </p></blockquote>
<blockquote><p>Allerdings ist die Aussicht auf eine Energiequelle, die nahezu unbegrenzt verfügbar ist, kaum radioaktive Abfälle erzeugt und im Betrieb absolut sicher ist, ganz bestimmt ein guter Grund, die Erforschung mit Hochdruck voranzutreiben.</p></blockquote>
<p>Für mich ist die Diskussion um die Kernfusion durch 2 grundsätzliche Punkte eine sehr zweifelhafte Sache. Der wichtigere zuerst: es ist mir völlig egal ob ich radioaktive Abfälle nur für 1 Millarde oder 100.000 oder auch nur 1.000 Jahre endlagern muss um halbierte Strahlungsleistung zu erhalten. Das letze Mal als ich mich damit beschäftigt hatte, sprach man optimistisch über 6.000 Jahre (hab die Quelle verbummelt). Ich zweifle nicht an das solche Zahlen erreicht werden können aber ich fühle mich für dumm verkauft wenn irgendein für 4 Jahre gewählter Politiker oder irgendwelche Wissenschaftler mir dreist was von &#8220;risk managment&#8221; erzählen und wie sicher man solchen Abfall einlagern kann. Mensch&#8230; 1.000 (!) Jahre&#8230;vor 3.000 Jahren gabs schonmal Hochkulturen&#8230;ich glaube ganz einfach nicht das der Mensch in der Lage ist IRGENDwelche Risiken zu &#8220;managen&#8221; die in solchen Zeiträumen liegen &#8212; das ist schlicht Humbug. Das schlechte an meiner Position ist, das dies nicht widerlegbar und damit ein Glaube ist <img src='http://www.science-skeptical.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  &#8230; aber dazu stehe ich <img src='http://www.science-skeptical.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zweiter Punkt: in 30 Jahren blubb&#8230;blubb&#8230;das erste Mal das ich gehört habe das es ca. 30 Jahre dauert bis die Kernfusion funktioniert, war irgendwann in den 70 er Jahren. Das Schema erinnert mich an die Peak-Oil Diskussion (seit den 70ern wird erzählt/belegt das Erdöl noch 30 Jahre hält&#8230;mindestens) und ist in nichts glaubwürdiger. Beides war unter Wissenschaftlern die nicht in beiden Bereichen tätig waren, ein running gag auf dem Gang zur Kantine (<em>&#8220;Haste gehört, die &#8220;Erdölkonstante&#8221; ist wieder gefunden worden&#8230;30 Jahre&#8221;</em>, genauso mit der &#8220;Fusionskontanten&#8221;).</p>
<p>Ich denke wir brauchen gar keine &#8220;neuen&#8221; Wege, alles was wir brauchen wissen wir heute &#8211; alle nicht-regenrativen Primärenergieträger sind eben DAS: nicht regenerativ in menschlichen Zeithorizonten und damit erschöpflich. 100% regenerative Versorgung ist machbar. Wieso Risiken eingehen, die die ganze Menschheit bedrohen (Atomkraft meine ich, inklusiv des ungelösten Endlagerproblems, das gilt leider auch für die Fusion). Lieber die Gelder und die grauen Zellen dafür aufwenden das wir schlaue Wege finden, die regenerativen in bestehende Netzstrukturen zu integrieren bzw. neu Netzstrukturen zu etablieren wenn das notwendig ist. Die Reihenfolge ist doch eh andersrum (von der Logik her): </p>
<p>1. <em>wähle</em> die Energie, die du nutzen <em>willst</em><br />
2. schaffe die Möglichkeit diese Energie zu erzeugen<br />
3. ermögliche die Verteilung</p>
<p>Also, die Geschichtsbücher kennen wir (fossil, zentrale Grosskraftwerke, heutige Netze). Wenn ich 1. mit &#8220;EE&#8221; beantworte, komt bei 2. heraus: vielfältger Mix, dezentral in der Fläche eben wo die Energie anfällt und bei 3. jedenfalls nicht das bestehende Netz. Da gibt es keinen sooo grossen Überlapp/Synergie. Also müssen wir Lösungen propagieren, die den EE gerecht werden. Dazu ist noch viel notwendig, aber nichts völlig neues/unbekanntes &#8212; und alls machbar, heute.</p>
<p>Ansonsten fand ich den Artikel eigentlich recht informativ <img src='http://www.science-skeptical.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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