Butlers Djihad

23. März 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Wirtschaftsförderung

Nun bin ich kein „Atomlobbyist“, noch habe ich beruflich überhaupt etwas mit Kernkraftwerken zu schaffen. Und eigentlich ist es mir auch egal, wie Strom produziert wird, solange dies preiswert und jederzeit und überall ausreichend verfügbar geschieht. Ich habe Fukushima geschrieben, weil man in einem Land, das wie kaum ein anderes von seiner Innovationskraft in Hoch- und Spitzentechnologien lebt, nicht angstbasiert über eine solche diskutieren sollte.

Immer und immer wieder heißt es, man könne eben eine Katastrophe niemals ausschließen. Man könne so viel Schutz- und Sicherheitsmechanismen einbauen, wie man wolle, immer sei eine Gewalt denkbar, ob natürlichen oder artifiziellen Ursprungs, die alle diese Systeme überwindet und am Ende zur Freisetzung von radioaktiven Stoffen führt.

Das ist es, was die Kernkraftgegner letztendlich fürchten: Eine umfangreiche Freisetzung radioaktiven Materials, das große Gebiete für längere Zeit unbewohnbar macht. Und man muß tatsächlich einräumen: Ja, das ist möglich. Wenn in Kraftwerken der Generationen I und II der Reaktorkern nicht mehr ausreichend gekühlt wird, kann eine Wärmemenge freigesetzt werden, die den radioaktiven Isotopen durch jedes bekannte Material einen Weg in die Umwelt bahnt.

In Tschernobyl ist es geschehen – aber hier war die Bauweise des Meilers erstens prinzipiell unsicher und zweitens gibt es einen solchen Reaktortypen in Deutschland nicht. In Fukushima hätte es auch geschehen können, aber hier hatten die von außen einwirkenden Kräfte – Beben und Tsunami – ein weit größeres Schadenspotential, als das Kraftwerk selbst.

Wahrscheinlich sind mehr als 20.000 Menschen den Erdstößen und der Flut zum Opfer gefallen, ganze Landstriche wurden verwüstet, ganze Städte einfach ausradiert – aber das alles verschwindet aus der Wahrnehmung, wenn ein Geigerzähler tickt. An dem Störfall in Fukushima, an den freigesetzten radioaktiven Stoffen, ist bislang noch niemand gestorben und das Kernkraftwerk hätte der Naturkatastrophe vergleichbare Verwüstungen auch niemals anrichten können. Doch die bundesdeutsche Öffentlichkeit starrt lieber wie hypnotisiert auf milli- und mikroSievert. Man kann ständig darauf hinweisen: Was auch immer einen modernen Reaktor umfassend zerstören kann, ist selbst eine Gewalt, hinter der jede Folge der Freisetzung von Radioaktivität verblaßt. Aber es wird nichts nutzen.

Von allen modernen Technologien wird allein die Kernenergie mit dieser generellen Furcht betrachtet. Denn „Strahlung“ macht tatsächlich nicht an Ländergrenzen halt. Man kann sie nicht eindämmen, nicht begrenzen. Wenn radioaktive Isotope einmal freigesetzt sind, verteilen sie sich automatisch, lokal, regional und global. Der Kernenergie und nur der Kernenergie wird daher ein weltumfassendes Zerstörungspotential zugewiesen.

Obwohl in einer modernen, technisierten und vernetzten Welt voller komplexer und dynamischer Wechselwirkungen jede Technologie solche Risiken aufweist. Es ist nur die entsprechende Phantasie zu entwickeln.

Informationstechnologie? Brandgefährlich. Wenn alle unsere Infrastrukturen, von Verkehrs- über Kommunikations- bis hin zu Energienetzen durch Computer gesteuert werden, was würde ein totaler Systemausfall, was würde ein böswilliger Hacker, der alle diese Rechner steuert, anrichten können? Bio- und Gentechnologie? Brandgefährlich. Nicht nur gentechnisch optimierte Tiere und Pflanzen, auch die sagenumwobenen neuen Krankheitserreger, die in den militärischen Geheimlabors entstehen, werden uns alle töten. Nanotechnologie? Du meine Güte: Wildgewordene Nanomaschinen, die sich selbst vermehren und unersättlichen Hunger haben, können die Erde in grauen Schleim verwandeln. Erdöl und Kohle? Bloß das nicht, der Klimawandel wird uns sonst alle durch Fluten, Dürren, Stürme und Brände dahinraffen.

Nein, keine Sorge, ich befürchte das alles nicht. Interessant ist: Viele Kernkraftgegner befürchten das auch alles nicht. Zumindest die nicht, die sonst eigentlich ganz vernünftige Zeitgenossen sind, sich aber momentan von einer unsachlichen, emotional aufgeladenen Debatte beeinflussen lassen. Wenn ich Morgen demonstrieren und die sofortige Abschaltung und endgültige Ächtung aller Computer fordern würde, wer würde mich ernst nehmen? Butlers Djihad steht uns in dieser Hinsicht glücklicherweise nicht bevor.

Butlers Djihad richtet sich allein gegen die Kernenergie. Weil Strahlung gefährlich ist. Fragt noch jemand nach der Menge an Gift- und Schadstoffen, die seit mehr als 150 Jahren durch die (ungefilterte) Verbrennung von Kohle und Öl und seit mehr als 100 Jahren durch die (unkontrollierte) großchemische Produktion rund um den Erdball verteilt wurden? Waren Seveso und Bhopal denn keine Katastrophen? In Indien starben 1984 nach Schätzungen bis zu 25.000 Menschen und mehr als 500.000 wurden verletzt und leiden unter den Folgen bis heute. Gingen oder gehen die Massen auf die Straße, um das endgültige Ende der Chemieindustrie zu fordern? Nein, sie gehen nicht. Es ist allein die Kernkraft, allein Radioaktivität, die einen Ausbruch von Angst und Furcht wie momentan hervorrufen kann.

Man hat auf die Chemiekatastrophen und auf die Verschmutzung unserer Atemluft durch fossile Brennstoffe rational reagiert. Höhere Sicherheitsstandards, bessere Filteranlagen und vieles mehr sichern das Vertrauen der Mehrheit der Bevölkerung in diese Industrie. Die Reduzierung der Risiken hat genügt, um ausreichend Akzeptanz zu schaffen. Man muß in diesen Zeiten wohl damit leben, der Absturz eines Flugzeuges auf ein Kernkraftwerk wird landauf, landab diskutiert. Der Sturz eines solchen auf ein großes Chemiewerk aber nicht. Dabei ist es schwer zu sagen, welches Unglück mehr Gefahren beinhalten würde.

Wenn man also aus Fukushima schon jetzt eine Lehre ziehen kann, dann diese: Mit einer weiteren Herabsetzung des Restrisikos durch noch mehr Sicherheitssysteme ist es nicht getan. Denn zu viele Menschen schalten ihre Vernunft aus, wenn Strahlung ins Spiel kommt. Kernkraftbefürworter und Kernkraftgegner haben in dieser Frage offensichtlich jahrelang aneinander vorbeigeredet. Erstere können dutzende Meter Stahl und Beton um einen Reaktor legen, können Kühlkreisläufe vierfach, fünffach oder auch zehnfach redundant anlegen, es wird letztere nicht zufrieden stellen, niemals. Denn immer gibt es einen ausreichend großen Meteor, dessen Aufprall nicht nur Deutschland, sondern auch die deutschen Kernkraftwerke zerstören könnte. Und es ist klar, welche Katastrophe in Spiegel und Bild, in ARD und ZDF gleichermaßen als die schrecklichere angesehen würde.

Die Zukunft der Kernenergie besteht nicht in einem noch geringeren Restrisiko. Man kann eine Mehrheit der Menschen nur dann wieder für diese Technologie gewinnen, wenn man das Schadenspotential vermindert.

Angst vor einer Kernschmelze? Gut, bauen wir doch einen Reaktor, bei dem der Kern im Normalbetrieb schon geschmolzen ist (Flüssigsalzreaktor). Angst vor einem Versagen der Kühlsysteme? Gut, bauen wir doch einen Reaktor, der sich ohne komplizierte Anordnungen von Pumpen und Wärmetauschern von selbst kühlt (schneller bleigekühlter Reaktor). Oder noch besser: Bauen wir einen, bei dem die Kernspaltung bei zu großer Wärmeentwicklung von allein zum Erliegen kommt (Hochtemperaturreaktoren). Angst vor hochradioaktiven Substanzen, die als Abfall übrigbleiben? Gut, bauen wir doch ein Kernkraftwerk, in dem solche gleich mit in die Kettenreaktion einbezogen und daher vernichtet werden („schnelle“ Reaktoren).

Die Furcht vor der Strahlung mag begründet sein. Aber wenn sie zu einem kategorischen „Nein“ ohne weitere Debatte führt, wäre dies irrational.

Selten war der Zeitpunkt, die Menschen aufzuklären, so günstig wie heute. Es ist bei vielen eine regelrechte Gier zu spüren, nach mehr Wissen und mehr Kenntnis. Was eigentlich ist Radioaktivität, was geschieht bei einer Kernspaltung, wie sind Reaktoren, gleich ob in Fukushima oder anderswo, konstruiert? Viele Menschen wollen sich selbst ein Bild machen, von dem, was in Japan zur Zeit geschieht, sie wollen verstehen, sie wollen selbst interpretieren können, was ihnen an Meldungen über Druck und Temperatur, über Strahlendosen, Abklingbecken und Brennelemente begegnet.

Ich erwarte von denen, die weiterhin Kernkraftwerke bauen und betreiben möchten, dieses Verlangen nach Wissen auch zu befriedigen. Und ich erwarte von der Politik, diesen Prozeß der Information und Aufklärung zu unterstützen.    

Tiefes Mißtrauen dagegen ist geboten gegenüber denjenigen, die Furcht kultivieren oder gar heroisieren. Denn aus Furcht kann Freiheit nicht erwachsen. Respekt und Verantwortung sind gefragt, Respekt vor der Kernenergie und ein verantwortungsvoller Umgang mit den Möglichkeiten, sie zu nutzen.

Fukushima muß nicht das Ende des Atomzeitalters bedeuten, und das schon gar nicht in Deutschland. Fukushima kann vielmehr den Wendepunkt hin zu einer Renaissance der Kernenergie bilden, hin zu innovativen, effizienteren und effektiveren Konzepten, mit höherer Sicherheit und geringerem Schadenspotential. Es ist nicht mehr die Zeit für die Verteidigung des Vergangenen. Es ist die Zeit für das Neue. Es ist die Zeit für Generation IV. Es ist Zeit für deutsche Maschinen- und Anlagentechnik, für deutsche Forschungskompetenz und Innovationskraft. „Wann soll Generation IV marktfähig sein? In zwanzig Jahren, in fünfzehn? Hey ihr Amerikaner und Chinesen, ihr Japaner, Franzosen, Russen, Inder und Briten: Wir schaffen das in fünf. Der Wettlauf kann beginnen.“ – das möchte ich von einer Kanzlerin hören, will sie denn auch die meine sein.

Butlers Djihad hat eben nicht zu einem Verzicht der Menschheit auf Computer geführt. Man hat sie nur anders „konstruiert“ und anders genannt…

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34 Kommentare
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  1. Sehr treffende Worte. Danke dafür.

    Ein Aspekt den Du ansprichst ist der Unterschied in der Risikowahrnehmung etwa zwischen der Chemischen Industrie und der Kernkraft. Wobei objektiv betrachte die Angst vor der Chemieindustrie begründeter wäre, als die vor der Kernenergie. Ich denke dieser Unterschied kommt vor allem von einer verschiedenen Gewichtung der beiden Technologien.

    Ich glaube, dass in Deutschland so viele Menschen die Chemieindustrie nicht ablehnen, die Kernkraft aber schon, liegt darin begründet dass die Menschen im Falle der Chemischen Industrie wissen, dass wir ohne diese nicht unser heutiges Leben führen könnten. Und die meisten werden wohl auch wissen, dass fortschreitende Entwicklung hier auch zu deutlich weniger Unfällen führt.

    Bei der Kernkraft liegt der Fall etwas anders. Hier wird uns doch seit Jahren permanent gepredigt, dass wir auf diese auch locker verzichten könnten. Und das ohne nennenswerten Verzicht auf Wohlstand. Was ja prinzipiell auch stimmt. Nur sind die Alternativen hier Gas und Kohle, und bestimmt nicht die Neuen Ineffizienten Energien, wie uns dieser Tage Medien und Politik wieder einmal verkaufen wollen.

    Seit Tagen kann man in den Nachrichten Kommentare hören und lesen in denen vor allem gefragt wird wie lange es dauern würde, bis wir uns vollständig mit Hilfe von NIEs energetisch versorgen könnten. Vorsichtige fragen auch schon mal nach dem was das alles denn Kosten würde. Aber dass wir, selbst wenn uns die Kosten egal wären, nicht annähernd die Technologie besitzen, uns nur mit unstetigen Quellen zu versorgen, das verrät uns niemand.

    Die Menschen hier im Land glauben nach jahrzehntelanger Berieselung mittlerweile mehrhheitlich daran, dass wir uns nur mit Wind, Sonne und Biogas energetisch vollständig versorgen könnten. Und sie glauben auch, dass dies nur unwesentlich teurer wäre als heute. Wobei manche Hardliner auch der Auffassung sind, Energie würde dadurch sogar billiger werden.

    Wenn man also glaubt, eine Technologie folgenlos (oder nur mit positiven Folgen) ersetzen zu können, dann ist man geneigt das zu tun. Vor allem wenn eine völlig irrationale Angst vor dieser Technologie auf nahezu allen Kanälen pausenlos geschürt wird.

  2. @Heller

    Angst essen Seele auf.

    Ich schätze mal, in Deutschland werden wir wohl die nächste Zeit nicht mehr rational über Kernkraft streiten können, selbst die durchdachtesten und logischsten Argumente prallen ab wie Wasser am Ostfriesennerz.
    Strahlung ist böse……und damit hat es sich………basta.

    Anscheinend schreien besonders Menschen auf die regelmäßig zum Arzt zum Röntgen gehen, in den bergigen Gegenden Deutschland wohnen oder gerne mal mit dem Flieger fremde Länder bereisen.
    Tja, denen muss man erstmal erklären das sie ständig ionisierter Strahlung ausgesetzt sind……..und das auf ganz natürliche weise.
    Als Schüler hatte ich mir mal einen eigenen Geiger-Müller-Zähler gebaut, primitiv und nur mit akustischen Ausgang……trotzdem war es interessant damit seine Umgebung zu testen und oh Wunder, selbst die Leuchtanzeige (Phosphor) meiner Armbanduhr hat das Knacken im Lautsprecher deutlich erhöht.

    Ich glaube, in unseren pisageschädigten Land sollte erstmal wieder den Menschen etwas Naturkunde, Physik und Chemie beigebracht werden, um dann Gefahren besser abschätzen zu können, Aberglaube hilft in der derzeitigen Situation wohl niemanden.

    Ich sehe in dieser Beziehung schwarz für Deutschland, denn die derzeitige Atomangst könnte uns bald einen Black-Out bescheren, der sich gewaschen hat.

    MfG
    Heinz Eng

  3. @ Heller
    Der Wettlauf kann beginnen.-

    Solange in Deutschland die Wettkampfleitung aus rot-grünen Umeltfundis besteht, brauchen wir gar nicht erst die Startaufstellung einnehmen. Denn Startschuss hören wir sowieso nicht denn vorher wird Ohropax ausgegeben. Logische technische Erklärungen hört ein Großteil der Deutschen schon ohne Ohropax nicht.

    Schönen Abend noch

  4. Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich dachte schon, es gäbe niemanden mehr, der das Wort „Atom“ aussprechen kann, ohne vorher die Vernunft auszuschalten.

    Leider sind die meisten Menschen völlig verängstigt durch die Medien. Und Angst ist kein guter Ratgeber. Was mich am entsetzt an der aktuellen Situation ist das völlige Versagen der Medien. Es gibt kein einziges Medium, das sachlich und ohne wilde Spekulationen berichtet. Traurig.

  5. Herr Heller, dieser Beitrag gefällt mir schon deutlich besser, als der von technophilen Pathos nur so triefende Vorgänger. Gleichwohl wirft sich die Frage auf, bei welchem Szenario auch Sie die Lage als katastrophal bezeichnen würden? Was müsste passieren? Wieviele Tote müsste ein atomarer Unfall bedingen, um Angst Ihres Erachtens zu rechtfertigen? Das interessiert mich sehr.

    Schöne Grüße
    Karl

  6. @ Peter Heller

    es stimmt, der Zeitpunkt wäre genau richtig, um mit einer Aufklärungskampange zu beginnen. Momentan ducken sich alle weg und warten darauf, das die Medienhype um Fukushima vorüber ist. Aber ob danach etwas wirklich substantielles nachkommt, darf bezweifelt werden. Zumindest traue ich den derzeitigen politischen Führern nicht so viel Schneid zu.

    Die Menschen werden erst beginnen umzudenken, wenn man ihnen die Vorteile und Chancen glaubhaft vermitteln kann, die die nächsten Generationen von Kernkraftwerken bringen. Doch momentan ist die Angst vor dieser neuen Technik noch sehr weit verbreitet, werden Unfälle mit technisch nicht vergleichbaren Kernkraftwerken mit den moderneren und neueren in Verbindung gebracht.

    Und, es ist noch kein großer Leidensdruck entstanden. Die Stromversorgung funktioniert, die Preise sind noch bezahlbar. Da frage sich schon viele, warum man zu neuen Ufern aufbrechen sollte. Vielleicht klappts ja auch anders. Erst wenn es klar wird, dass der Weg zu den NIE mit fühlbaren Wohlstandsverlust verbunden ist, kann man auf einen Stimmungswechsel hoffen.

    Doch die Welt bleibt nicht stehen, wenn wir den Fortschritt verteufeln, andere werden das nicht tun und uns dann alt aussehen lassen.

    OT:
    Ist das eigentlich eine Bildungslücke wenn man von Butlers Djihad noch nie was gehört hat? Lese ich möglicherweise die falschen Bücher?

  7. Herr Schulz, welcher Tod ist aus Ihrer Sicht denn erstrebenswerter? Ist der tote Inder von Bhopal leichter zu verschmerzen, als der tote Russe von Tschernobyl? Wie also bewerten Sie die Kernenergie im Vergleich zum Schadenspotential anderer Großtechnologien? Und warum bewerten Sie sie anders?

    Das ist die Frage des Artikels.

    Technologie sollte eben nicht Geschmackssache sein, Sondern nützlich.

  8. @Schulz

    Beantworten Sie bitte folgende Fragen.

    -Wie viele Autofahrer sterben Jährlich bei Unfällen in Deutschland?
    -Wie viel Menschen sterben jährlich in Krankenhäusern an Super-Keimen und schlechten hygienischen Verhältnissen?
    -Wie viel Raucher sterben jährlich an ihrer Sucht?

    Alles addieren und dann Endsumme nennen.

    Danke
    Heinz Eng

  9. Ich habe mich schon gefragt, Herr Quencher, wann (und von wievielen) diese Frage gestellt wird:

    Ist das eigentlich eine Bildungslücke wenn man von Butlers Djihad noch nie was gehört hat?

    Ja, ist es.

    Lese ich möglicherweise die falschen Bücher?

    Nein, ganz sicher nicht. Die Frage ist, ob Sie auch alle Bücher lesen, die Ihnen gefallen könnten.

    Frank Herbert: „Der Wüstenplanet“ („Dune“). Band 1 reicht (ist in sich abgeschlossen), dann wissen Sie genug über Butlers Djihad. Schauen Sie niemals den Film oder die Serie, lesen Sie nur das Buch.

  10. Nun, ich hoffe, unsere Politik liest diesen Aufruf. Gute Arbeit!

    Ich habe mich die vergangenen Tage ein wenig dem Thema Strahlung gewidmet.
    Ein Thema, mit dem ich bisher nur in Form der Licht, Wärme -- und Radiowellen, also nichtionisierenden Strahlen, Erfahrung besitze.
    Auf http: //Energie-Fakten.de fand ich mehrere Artikel zum Thema, z.B.
    Wie nützlich und wie schädlich sind Strahlen?
    Inwieweit lebt der Mensch ständig unter Strahlenbelastung?
    Wie groß ist das Risiko von Erbschäden durch ionisierende Strahlung?
    Nun verdächtigte ich den Herrn Dr. Roth erst einmal des Atomlobbyistentums, aber weitere Recherchen im Netz brachten ähnliche Resultate, z.B. beim BFS.
    Ähnlich wie bei dem bekannten „Sonnenbrand“ gibt es auch bei der radioaktiven Strahlung eine Schwelle, die zu akuten Schädigungen führt.
    http://wwwuser.gwdg.de/~vgepper/module/Biologische%20Strahlenwirkung.pdf

    Als Mutationsverdopplungs-dosis (0.6 Sv akut oder 1 Sv protrahiert, d.h. über eine längere Zeit verteilt) wird eine Strahlendosis bezeichnet, die ebenso viele Mutationen zusätzlich erzeugt, wie natürlicherweise (Spontanrate) schon entstehen.

    Völlig unerforscht sind jedoch Wirkungen geringer Strahlendosen über längere Zeit. Entgegen dem verbreiteten Glauben gibt es keine belastbaren Daten über signifikante Anstiege der Krebsrate oder Erbschäden.
    Untersuchungen dazu werden derzeit durchgeführt, Stichwort „Live Cell Imaging“.
    Bei höheren Dosen steigt die Krebsrate nur leicht an.
    Dies deckt sich mit Erfahrungen nach der Tschernobyl-Katastrophe: Die Leute leben dort, arbeiten dort, nehmen radioaktiv belastete Nahrungsmittel auf und erfreuen sich dabei frecher Weise bester Gesundheit (Reportage in Pro7 vor einigen Tagen).
    Interessant ist auch die Individuelle Strahlenempfindlichkeit -- Personen mit gestörtem Zell-Reparaturmechanismus haben ein generell hohes Risiko, an Krebs zu erkranken und reagieren auch entsprechend empfindlich auf Strahlung.

  11. Herr Heller,

    danke für Buchempfehlung, auch für die Warnung vor den Verfilmungen. Werde mir das Buch vornehmen, dann wenn ich mit dem Mann ohne Eigenschaften fertig bin, kann also noch ein wenig dauern.

  12. Auf die Energiegewinnung bezogen, verhält sich die Todesrate je erzeugtes MW umgekehrt proportional zur „Beliebtheit“ der Technologie. So führt die Nutzung von Flüssiggas zu den meisten Unfällen, die Wasserkraft -- in Folge von Staudammbrüchen -- zu den verheerendsten. Die Kernenergie hat bis heute, auch wenn man noch die künftigen statistischen Fälle nach Tschernobyl hinzu rechnet, die wenigsten Opfer gefordert.

  13. Der Dieter Nuhr sagte auch etwas passendes gerade bei TV-Total.

    in etwa (7:25 min im Video)

    …man hat den Eindruck das es Leute gibt die sich freuen das so was passiert, weil jetzt hat man wieder ein Wahlkampfthema..und sowas widert mich an…

    alles so ab 6:50 min.
    http://tinyurl.com/5sz6yyy

  14. @Peter Heller
    Schöner Artikel, bin gespannt ob sich Ihr Optimismus irgendwann mal auszahlt und wir alle eine große Überraschung in Energiefragen in deutschen Landen erleben dürfen. Momentan hat meiner ansicht nach die Kanzlerin recht geschickt schlimmeres verhindert durch ihr Moratorium, hoffe ich.

    … dann wissen Sie genug über Butlers Djihad. Schauen Sie niemals den Film oder die Serie, lesen Sie nur das Buch.

    Oh mein Gott, was hab ich getan? Ich hab den Film schon gesehen, darf ich das Buch jetzt nicht mehr lesen? Das war doch vor so langer Zeit, ich habe schon fast vergessen worum es ging, ehrlich !
    Im Ernst , ist der Film so schlecht im Vergleich zum Buch?
    Wenn ich den Koran durch hab´werd ichs mal lesen, vieleicht hau ich den Koran aber schon vorher in die Ecke, der ist schwieriger als die Edda.

    MfG und Gute Nacht
    Karl Rannseyer

  15. Er sagte es schon mal,

    vielleicht kommt es ja tatsächlich bei jemanden an
    http://tinyurl.com/6yzy3dz

  16. Widerlich, einfach nur widerlich ist ein Flyer der SPD, den ich gerade aus meinem Briefkasten gezogen habe.

  17. Nachtrag #16

    Der oben verlinkte Flyer ist von der Bayern-SPD, doch der Text ist identisch mit dem welchen ich in meinem Briefkasten hatte. Man muss sich die Verlogenheit dieser Bande auf der Zunge zergehen lassen. Da werden Ängste geschürt mit der Behauptung, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist und ihre zerstörerischen Folgen jede menschliche Vorstellung übersteigen.

    Hier setzt sich fort, was auch schon in fast allen TV-Kanälen zu beobachten ist. Es werden die Zerstörungen gezeigt, die durch Erdbeben und Tsunami entstanden sind, aber es wird vom Unfall in Fukushima gesprochen. Das bewirkt unterbewusst, dass man glaubt, die Zerstörungen in Japan wären eine Folge der Geschehnisse in einem Kernkraftwerk. Dieser Suggestionen bedient sich nun auch die SPD, von den Grünen kennt man das ja schon.

    Ich kann nur dringend warnen: Augen auf! Und Vorsicht vor den Rattenfängen.

  18. @Quentin

    Na da antworte ich doch mal der „Bruttostromerzeugung 1990-2010„………sollte sich die SPD dann auch mal angucken.

    Seit 1990 ist unser Netto-Stromverbrauch um wenigstens 50 TWh gestiegen.
    Dann soll noch die Elektromobilität dazu kommen, die ja mit elektrischen Strom betrieben werden wollen………..die SPD verschließt mal wieder komplett die Augen vor der Realität.

    „Modernisierung des fossilen Kraftwerksparks…….haha, dann sollten sie mal ihre befreundeten „Grünen“ auf die Füsse treten, das die nicht immer jedes neue Kohlekraftwerk „wegdemonstrieren“.
    In 9 Jahren 40% Erneuerbare……..tja, ohne Speicher geht dat dann wohl nicht mehr………hat die SPD welche in der Aktentasche oder lügen sie sich auch da in die eigene Tasche?

    Naja, zu dem Aufmacher sag ick mal nix……….die selben Typen haben doch erst in den siebzigern die Kernkraft eingeführt.

    Wenn schon Propaganda, dann bitte nicht so einen Müll, denn dieser Schuss kann mal ganz schnell nach hinten los gehen, nicht wahr liebe SPD.
    (War das früher nicht mal ne Arbeiterpartei…….sozial und solch Zeuchs?)

    MfG
    Heinz Eng

  19. Peter Heller schrieb am 23. März 2011 23:01

    Frank Herbert: “Der Wüstenplanet” (“Dune”). Band 1 reicht (ist in sich abgeschlossen), dann wissen Sie genug über Butlers Djihad.

    Es ist schon ne Weile her, dass ich das Buch zum n-ten Male gelesen habe, aber genug über Butlers Djihad? So richtig verstanden habe ich das ganze drumherum erst nach einem der Nachfolgebände. Die referenzierte Erklärung in Wikipedia greift da auch viel zu kurz. Dass die Menschheit Sklaven der Denkmachinen waren, und sich durch diesen Djihad erst wieder aus der Knechtschaft befreit haben, scheint nicht so wichtig zu sein. Nach so einer Erfahrung ist dann auch die strikte Ächtung künstlicher Intellegenz in den Romanen nachvollziehbar …

    Karl Rannseyer schrieb am 24. März 2011 00:47

    Oh mein Gott, was hab ich getan? Ich hab den Film schon gesehen, darf ich das Buch jetzt nicht mehr lesen? Das war doch vor so langer Zeit, ich habe schon fast vergessen worum es ging, ehrlich !
    Im Ernst , ist der Film so schlecht im Vergleich zum Buch?

    Wenn man das Buch gelesen hat, kann man sich meiner Meinung nach die Filme gut ansehen, da man automatisch die Lücken mit eigenen Wissen füllt. Wenn man allerdings erst den Film sieht … ich glaube, das muss man schon ein echter SciFi-Fan sein, um die Faszination, die für viele von der Geschichte ausgeht, verstehen zu können.

  20. @ Peter Heller

    Ich weiß, Sie sind ein schier grenzenloser Optimist. Ich möchte dies auch gern sein. Doch ertappe ich mich in letzter Zeit immer öfter dabei, doch etwas zu zweifeln.

    Sie schreiben:

    Selten war der Zeitpunkt, die Menschen aufzuklären, so günstig wie heute.

    Es sollte eigentlich möglich sein. Doch tun unsere sog. „Eliten“ auch nur einem Hauch in diese Richtung? Das Gegenteil ist eher der Fall. Am Beispiel der Diskussion über die Kernenergie zeigt sich, dass ein immer tieferer Riss sich durch unsere Gesellschaft zieht. Und dieser Riss wird von einschlägig bekannter Seite ständig vertieft.

    Ein kleiner Lichtblick war für mich (zunächst) dieser Artikel in der „Welt online“

    In Japan lebende Deutsche ärgern sich maßlos über die Atom-Hysterie ihrer Landesleute. Berichte vieler deutscher Reporter halten sie für „haarsträubend

    Doch schaut man sich die Kommentare an, kann man erkennen, was dieser Hype in den Köpfen vieler anrichtet.

    Na, wenigstens ist dieser Blog hier ein kleiner Lichtblick.

  21. Kennt jemand noch den Poster „klatin“, der zum Thema KKW verschiedener Bauarten, Strahlenbelastung und Endlager-Problem seinerzeit auf oekologismus.de, wie ich meine, hervorragende Beiträge auch in unserem Forum (R.I.P.) geschrieben hat?

    Er wäre bei der Diskussion hier sicher eine Bereicherung.

    Rudolf, vielleicht könntest du ja mal ghw kontaktieren, ob er noch eine Mail-Adresse von ihm hat.

  22. @Quentin

    Widerlich, einfach nur widerlich

    ….dabei ist die „Große Transformation” hin zur NSP (Neue Sozialistische Planwirtschaft) bereits in vollem Gange.

    Das Propaganda-Sprachrohr nano (3sat) dazu mit einer Sondersendung „Strom ohne Atom”. Darin wird neuerdings nicht nur verkündet, Atomkraft sei böse, nein sie sei auch als Brückentechnologie völlig ungeeignet und verzögere nur das von den Bürgern gewollte regenerative Zeitalter. Zudem seien Atomkraftwerke ja bereits aus Gründen mangelnden Flexibilität nicht mal als Schattenkraftwerke geeignet. Biogasanlagen, die Mais verfeuern, seien viel besser.

    KKW stören also vor allem den Lauf der Großen Transformation, gelle?

    Frau Kemfert, die in der Sendung zu Wort kommt, will am liebsten auch gleich noch alle Kohlekraftwerke abschalten und phantasiert nach wie vor vom Verkauf heißer Luft (CO2). Bis 2050 sei man dann bei 80% – also Grundlastversorgung. (Große Sorge bereite ihr allerdings der „hopplahopp-Atomausstieg”, weil das den Weg freie mache für neue böse Kohlekraftwerke.) Aber keine Angst, die Menschen könnten sich dann natürlich 365 Tage im Jahr auf das „Kraftpaket” Wind Sonne & Bio – die „Energiepatente der Natur” – verlassen. Kohle- und Atomenergie sind nach Ansicht von Frau Kemfert „dem Untergang geweiht.” Frau Kemfert dauert das allerdings alles viel zu lange: „Wir brauchen Netzausbau und Speicherkapazitäten. Die Politik muss die Gelder dafür bereitstellen. Leider behinderten Bürgerproteste noch immer den Netzausbau. Bürger müssten mobilisiert werden. Alle Leute müssten Ökostrom beziehen.

    Das ganze nano-Propaganda-Machwerk ist an Realitätsferne und technischer Inkompetenz kaum zu überbieten, sollte allerdings für sein Gehirnwaschkonzept das Gütesiegel „Goldener Kuhfladen” erhalten.

  23. @Marvin

    Dune……erinnert mich an alte Zeiten, den Amiga 1200 und ein nettes Strategiespiel das ich wochenlang gezoggt hatte.
    Irgendwann kam dann der Film und viel später der Mehrteiler…….aber bewusst habe ich vom Djihad irgendwie nix mitbekommen.
    Leider fehlt mir die Zeit mir die Bücher rein zu ziehen, aber bei Stanislav Lem gab es ähnliche Zukunftsproblematiken.
    Als Kind habe ich damals wirklich alles erreichbare Sci-Fi-reingezogen, wan die man als Ossi rankommen konnte.

    Heutzutage erschlägt einem die Realität und die Faszination alter Tage ist irgendwie verschwunden, leider.

    MfG
    Heinz Eng

  24. @Tim

    Derzeit überlegt man wie der Netzausbau schneller von statten gehen könnte und wie man Bürgerproteste verhindert oder per Gesetz unmöglich macht.
    Macht euch schon mal darauf gefasst, das man uns wieder ein Stückchen Bürgerrecht nehmen wird.
    (die mediale Indoktrination ist schon im vollen Gange)

    Heinz Eng

  25. Auf der Seite des Liberalen Instituts vergleicht Steffen Hentrich ein paar Zahlen und kommt zu dem Schluss:

    Was den Menschen in Japan die Natur eingebrockt hat, haben wir uns durch die Wahl unserer Politiker eingehandelt. Während in Japan die Katastrophe für alle sichtbar in wenigen Minuten vorbei war und für jedermann deutlich sichtbare Folgen hinterließ, verläuft sie hier schleichend und wird von vielen als ökologische Modernisierung fehlinterpretiert. Die Politikkatastrophe hierzulande mag zwar nicht die größte aller Zeiten gewesen sein, doch steht sie  der Zerstörungskraft der Natur in nichts nach.

  26. @Quentin

    Auf der Seite des Liberalen Instituts vergleicht Steffen Hentrich ein paar Zahlen….

    Eigentlich ganz klar auf den Punkt gebracht von Hentrich. Geld wird verbrannt, dass zur Lösung unserer wirklichen Probleme (Bildung, Gewalt….) dringendst gebraucht wird…… Naja, Indoktrination von Feindbildern „Atom”, „CO2”, „Ölmulitis”…. und das Erziehen zu kleinen Klimarettern…. werden anscheinend hierzulande auch als eine Art „Bildung” angesehen…. sowas ähnliches hatte Deutschland doch schon ein paarmal.

    @Heinz

    ….wie man Bürgerproteste verhindert oder per Gesetz unmöglich macht…..

    deshalb ist ja die Erhebung des Klimadogmas in den Rang einer Religion so wichtig. Religiöse Dogmen gelten als heilig und unantastbar (in jeglicher Hinsicht – man betrachte die Islam-Problematik). Jeglicher Widerstand kann dann als Ketzerei und „Blasphemie” verfolgt und Autodafés / Ketzerverbrennungen „begründet”, gezielt und zur Abschreckung in aller Öffentlichkeit erfolgen. Während man sich früher im Arbeiter-und-Bauern-Paradies mit Hilfe des „Verunglimpfungsparagraphen” damit begnügte, Leugner, Lästerer und andere böse Menschen ins Gelbe Elend zu stecken, soll wohl künftig eher ein anderes „Läuterungskonzept” (nach Orwell’scher Manier) zum Einsatz kommen.

  27. War das nur ein Versprecher von Brüderle, als er sagte, dass das Merkels Moratorium dem Wahlkampf geschuldet ist und dann nicht immer alles rational ist? Ich glaube nicht, das wird wohl kalkuliert gewesen sein, um die Stimmen einzufangen, die sich von der CDU wegen Merkels Kehrtwende nicht mehr vertreten fühlen. Könnte klappen.

  28. Quentin Quencher schrieb am 24. März 2011 12:43

    War das nur ein Versprecher von Brüderle, als er sagte, dass das Merkels Moratorium dem Wahlkampf geschuldet ist und dann nicht immer alles rational ist? Ich glaube nicht, das wird wohl kalkuliert gewesen sein, um die Stimmen einzufangen, die sich von der CDU wegen Merkels Kehrtwende nicht mehr vertreten fühlen. Könnte klappen.

    IMHO höchstens ein Versprecher in dem Sinne, dass er das eigentlich nicht sagen wollte und erst gar nicht an die Öffentlichkeit dringen lassen wollte. Die Äußerung passt doch ganz gut zu dem, was viele denken (und was auch hier schon öfter geäußert wurde): Erst mal auf die „Ängste“ eingehen, die Wahlen überstehen und dann, wenn sich die Aufregung gelegt hat … zur Tagesordnung übergehen (oder vielleicht doch nochmal einen Blick auf dei Risikoabwägung werfen und evtl. doch noch ein paar Maßnahmen zu Verringerung der Risiken ergreifen, aber das wird man wohl abwarten müssen)

  29. @Marvin

    zur Tagesordnung übergehen (oder vielleicht doch nochmal einen Blick auf dei Risikoabwägung werfen und evtl. doch noch ein paar Maßnahmen zu Verringerung der Risiken ergreifen, aber das wird man wohl abwarten müssen)

    Ganz richtig, nach den Hype musste einfach ein Signal der Bundesregierung kommen, ob man das nun für übertrieben hält oder als Kurzschlussreaktion ist dabei nebensächlich.

    Derzeit ist keine rationale Diskussion möglich……..so sieht es leider aus.

    Eine Überprüfung unserer Reaktoren als Reaktion auf die Havarie japanischer KKW ist mehr als vernünftig. Man sollte die Pannen gut studieren und die entsprechenden Schlüsse daraus ziehen und unsere Reaktoren dementsprechend nachrüsten.

    Sag ick jetzt mal als Techniker mit einem Berg Vorschriften im Nacken.

    MfG
    Heinz Eng

  30. 16.Quentin Quencher 24. März 2011 08:30
    Widerlich, einfach nur widerlich ist ein Flyer der SPD, den ich gerade aus meinem Briefkasten gezogen habe.

    Hallo, danke für den link. Habe ihn umgehend der japanischen Botschaft geschickt. Vielleicht wird sie dieser nteressieren- im Zusammenhang mit der Tatsache, dass man ihr bitteres Schicksal zum Wahlkampfthema ausschlachtet. Steter Tropfen und so…
    Gruss

  31. So langsam dämmert es wohl auch so einigen in der CDU, dass sie mit ihrer Springprozessions-Politik auf wenig Gegenliebe beim Wahlvolk ernten. Doch zumindest bei manchen sind noch gewisse Reste von Realitätssinn vorhanden. Die FTD berichtet:

    Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) gibt dem Atomreaktor Philippsburg 1 Chancen, nach dem dreimonatigen Moratorium wieder ans Netz zu gehen. „Ich schätze Philippsburg 1 rentabler ein als Neckarwestheim 1“, sagte der Politiker der Financial Times Deutschland am Rande einer Wahlkampfveranstaltung.
    Beurteilen müsse dies jedoch am Ende der Betreiber EnBW, sagte Mappus. EnBW hat bereits den Reaktor Neckarwestheim 1 stillgelegt und dies damit begründet, dass die vom Land geforderten Nachrüstungen den Betrieb unrentabel gemacht hätten.

    Diese Aussage bedeutet nichts anderes, als dass wirtschaftliche Erwägungen wieder in den Vordergrund treten. Was natürlich nicht heißt, dass an der Sicherheit Abstriche gemacht werden.

  32. Unser Helmut hat sich per Interview gemeldet.

    Warum wir die Kern-Energie (noch) brauchen

    Das Leben ist ohne Risiken nicht zu haben. Wer den Menschen dies verspricht, sagt schlicht die Unwahrheit. Es gibt kein Leben ohne Risiken, sie gehören zum Alltag wie Wind, Wasser und Sonne……..

    ……Es ist ein folgenschwerer Irrtum anzunehmen, dass andere Länder uns folgen würden. Uns muss klar sein, dass, solange es keine glaubwürdige, wettbewerbsfähige und umweltschonende Alternative zur Kernenergie gibt, es auch keinen weltweiten Ausstieg aus der Kernenergie geben wird……

    Auch wenns nur in der BILD steht……trotzdem lesenswert, der alte Knabe.

    Heinz Eng

  33. @ Heinz

    Kohls Äußerungen werden nicht nur in der Bild wieder gegeben, auch das Handelsblatt berichtet darüber und nennt als Quelle die Bild. Ich will meine frühere Äußerung zur Bild-Zeitung ein wenig relativieren. In bin kein Gegner derselben, nur finde ich für den Preis nicht genügend Informationen darin. Was nicht heißt, dass es falsch oder schlecht ist was drin steht, mir ist das nur nicht genug. Meistens jedenfalls.

    Das Statement Kohls ist aber auf jeden Fall lesenswert, das wünschte ich mir in voller Länge auch in anderen Zeitungen. Hier hat die Bild die Nase vorn.

  34. @Quentin

    Ick bin intellektueller Breitstrahler…….von der TAZ bis hin zur Freiheit……….dank agitatorische Vorbildung sauge ich mir innerhalb kürzester Zeit die für mich relevanten Infos raus……….und nehme manchmal die bunten Bilder nicht mal mehr wahr, die da so schöne Frauenbrüste oder Kuschel-Knuts zeigen.

    Und siehe da, Onkel Heinz hat auch was bei der FAZ gefunden…….das lesenswert ist.

    Was folgt aus dem Abschalten der Kraftwerke?

    Wer bezahlt das Netz?

    Ökonomen bezeichnen das Netz als ein „natürliches Monopol“. Deshalb werden die Preise, die die Netzbetreiber für die Durchleitung des Stroms kassieren dürfen, staatlich vorgegeben. Die genehmigten Kosten für Modernisierung und Neubau werden dann auf den Strompreis umgelegt, etwa die Anschlusskosten für Offshore-Windfarmen in der Nordsee. Netzbetreiber halten die von der Bundesnetzagentur gewährte Verzinsung für nicht ausreichend, um Kapital für die notwendigen Investitionen zu mobilisieren………..

    Immer daran denken, die Netzgesellschaften sind zwar Privatunternehmen………..müssen sich aber vom Staat die Preise diktieren lassen…………..die sie dem Stromkunden per Durchleitungsgebühr abknöpfen dürfen.

    Falls ein linker Konzernbasher wieder mal auf dumme Ideen kommt.

    Onkel Heinz……..Schön das unsere Arbeit Früchte trägt

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