CO2-Vermeidung durch „Erneuerbare“ Energien?

11. Juni 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Die sogenannten Erneuerbaren Energien (auch Neue Ineffiziente Energien, NIE) erzeugen kein CO2, oder nur sehr wenig. Das ist das Fundament des Klimaschutz-Arguments beim Ausbau der „Erneuerbaren“.

Allerdings, auch Kernkraftwerke erzeugen kein CO2. Das wird gerne ausgeklammert. Dabei ist Kernkraft sicherlich die wirkungsvollste CO2-Vermeidungsstrategie bei der Stromerzeugung, wie unser Nachbar Frankreich beweist. Pro kWh des französischen Strommix werden 61g CO2 freigesetzt, in Deutschland das zehnfache (1). Dazu kommt übrigens noch dass in Frankreich mit diesem CO2-armen Strom auch geheizt wird, während in Deutschland dafür Öl und Gas verbrannt werden.

Aber Wind- und Solarstrom erfordern einen immensen Regelbedarf und dazu sind konventionelle Kraftwerke zwingend notwendig. Wenn diese jedoch ständig herunter- und wieder hochfahren müssen, sinkt ihr Wirkungsgrad ganz erheblich. Sie verbrauchen dann viel mehr Brennstoff für die Erzeugung der gleichen Strommenge. Trotz dieser Tatsache scheint die Bilanz der Erneuerbaren Energien auf den ersten Blick beeindruckend. Seit 20 Jahren sinkt die pro kWh emittierte CO2-Menge kontinuierlich (2):

 

Innerhalb von 20 Jahren konnte der CO2-Ausstoß um ca. 25% verringert werden. Ein Erfolg?

Es kling zumindest nach einem Erfolg. Aber wem kann man den gutschreiben? Der Ausbau der NIE begann schließlich mit der Verabschiedung des EEG im Jahr 2000. Sobald man dies bedenkt, stellen sich zwei Fragen:

  1. Warum ist der CO2-Ausstoß zwischen 1990 und 2000 gesunken?
  2. Warum ist er nach 2000 nicht stärker gesunken, sondern auf den ersten Blick sogar schwächer?

Schließlich haben wir ja ab 2000 weit über 100 Milliarden in die Subventionierung von Wind- und Solaranlagen gesteckt. Der Anteil der „Erneuerbaren“ bricht Jahr für Jahr neue Rekorde und ist nun bei 20%. Da müsste sich doch ein deutlicher Knick zeigen. Zum Vergleich (3):

Zur Erläuterung: Volatile NIE sind Wind und Sonne, deren Produktion unvorhersehbar ist und deshalb einen hohen Regelbedarf hat. Stabile NIE sind alle anderen: Wasserkraft, Müllverbrennung, aber auch Biogas, die konstant und vorhersehbar eingespeist werden.

 

Man erkenn, dass die NIE tatsächlich ab 2000 sprunghaft gewachsen sind: 2,5 Prozentpunkte Zuwachs von 1990 bis 2000, 13,5 Prozentpunkte von 2000 bis 2011. Wären diese CO2-freien Erzeuger einfach Ersatz für konventionelle Kraftwerke, hätte sich ein Bild wie bei der schwarzen Linie im folgenden Diagramm einstellen müssen.

 

Wir erkennen, dass die reale rote Linie ganz anders verlief:

  1. Es wurde viel mehr CO2 eingespart, als sich aufgrund der zusätzlich eingespeisten NIE erwarten ließ.
  2. Die Einsparungen waren von 1990 bis 2000, also vor Verabschiedung des EEG, grösser als danach.

Wie lässt sich das erklären? Ganz einfach: Der Fortschritt macht nicht halt. Die konventionellen Kraftwerke wurden in diesen 20 Jahren immer effizienter und dadurch wurde mehr CO2 eingespart als durch die Windräder und Solaranlagen. Da die Kernkraftwerke sich im betrachteten Zeitraum nicht in ihrer Leistung änderten, bleiben sie in der folgenden Betrachtung ausgeklammert.

Nun stehen wir vor dem Problem, diese Effizienzsteigerungen bei den konventionellen Kraftwerken abzuschätzen. Dazu zuerst eine Vorbetrachtung: Kraftwerke unterscheiden sich in der CO2-Emission sehr stark, auch konventionelle:

Diese Daten zeigen: Allein durch den Ersatz der Kohlekraftwerke durch moderne GuD-Gaskraftwerke ließe sich die CO2-Emission für deren Anteil halbieren – Es wäre also sehr viel vernünftiger gewesn, zumindest zu Beginn einer ‚Energiewende‘ zuerst die Kohlekraftwerke still zu legen und durch moderne GuD-Gaskraftwerke zu ersetzen, bevor man auch nur ein einziges Windrad aufstellt.

Tatsächlich kann man auch eine starke Verschiebung im Kraftwerkspark sehen, weg von der Kohle, hin zum Erdgas (3). Das ist zumindest eine teilweise Erklärung für unsere Beobachtung.

Doch nun zurück zur Kernfrage: Wie groß waren diese Effizienzgewinne der konventionellen Kraftwerke absolut? Dabei kann der Zeitraum 1990 – 2000 helfen, denn der Zuwachs der Erneuerbaren war damals sehr bescheiden. Aus dem CO2-Megatonnenausstoß und der konventionell erzeugten Strommenge lässt sich der gCO2/kWh-Wert der konventionellen Kraftwerke berechnen und extrapolieren:

Man erkennt, dass vor Verabschiedung des EEG eine jährliche Effizienzverbesserung von rund 8 Gramm CO2/kWh erreicht wurde. Ab 2000 stagniert diese Verbesserung jedoch. Eigentlich dürften wir dank der Fortschritte in der Kraftwerkstechnik nur noch etwa 500 g CO2/kWh brauchen, tatsächlich sind es aber rund 600 Gramm.

Es kann kaum Zufall sein, dass diese Stagnation genau zeitgleich mit dem Ausbau von Wind- und Solarenergie einsetzte

Dahinter versteckt sich mit großer Wahrscheinlichkeit der Brennstoff-Mehrverbrauch durch den Regelungsaufwand für die volatil eingespeisten NIE. Diese durchaus begründete Annahme erlaubt uns ein Planspiel für ein Szenario, bei dem Wind und PV nicht gefördert worden wären und statt dessen der konventionelle Kraftwerkspark im gleichen Maß wie zwischen 1990 und 2000 ausgebaut, modernisiert und optimiert worden wäre:

 

Es zeigt sich, dass der Ausbau der NIE nur in der allerersten Phase (Ausbau stabiler NIE-Einspeiser wie Wasserkraft, Müllkraftwerke etc.) einen leichten Vorteil brachte. Der Mehraufwand für die Regelung der volatilen Einspeiser Wind und Sonne machte dies durch den Brennstoff-Mehrverbrauch schon ab ca. 2002 wieder völlig zunichte – einschließlich der CO2-Einsparungen durch Biogas.

Wind und Sonne sparen kein Gramm CO2 und auch keine fossilen Brennstoffe. Was erreicht wurde, wäre auch durch die weitere Modernisierung der konventionellen Kraftwerke erreicht worden, dann aber OHNE die enormen Kosten für die NIE-Subventionen.


(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk#Kohlenstoffdioxid_CO2

(2) http://www.umweltbundesamt.de/energie/archiv/co2-strommix.pdf

(3) http://www.ag-energiebilanzen.de/viewpage.php?idpage=65

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65 Kommentare
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  1. Lieber Tritium!

    Ich bedanke mich ganz herzlich für die instruktive Übersicht und bitte um Entschuldigung für meine spontane, defätistische Vermutung, daß die Front „CO2 Einsparung / Klimarettung“ vom „Gegner“ längst geräumt ist.

    Schon seit Jahren fragte ich privat (und natürlich ohne Antwort) bei den KKW-Verbänden nach, warum sie sich derart auf das wacklige CO2 stützen und nicht auf ihre Grundkompetenz -- billige und bedarfsgerechte Stromversorgung. Nunja, Lernen durch Schmerz.

    Beste Grüße!

  2. Die CO2-Abnahme in den 1990er Jahren ist hauptsächlich auf den wirtschaftlichen Niedergang in Ostdeutschland zurückzuführen. Der Knick nach unten in der 2. Hälfte der 2000er ist durch den Rückgang der Realwirtschaft in Folge der „Finanzkrise“ zu erklären.

  3. @ anorak2 #2:

    Nein.
    Es geht nicht um die absolute CO2-Menge, sondern um die CO2- bzw ‚fossile‘ Brennstoff-Menge pro kWh!
    Dabei spielt die Menge des erzeugten Stroms überhaupt keine Rolle.

    Man kann ja auf zwei Arten CO2 bzw Brennstoff einsparen:
    1. Durch weniger Stromverbrauch
    2. Durch weniger Brennstoff-Verbrauch zur Erzeugung der gleichen Strommenge.

    Im Link 2 ist die absolute Stromproduktion dargestellt. Sie sank leicht bis 1993, dann stieg sie stetig an und ist heute trotz des Verbrauchsrückgangs ab 2009 deutlich höher als 1990.
    Dennoch ist heute der ‚fossile‘ Brennstoff-Verbrauch bzw. der CO-Ausstoß deutlich niedriger als 1990.
    Diese Einsparung wird allgemein den NIE gutgeschrieben, weil sie ‚CO2-freien‘ Strom erzeugen, aber das ist nicht richtig.

  4. @anorak2 #2
    Wenn sie sich die Daten des Umweltbundsamtest (Link Anmerkung 2 des Textes von Tritium) ansehen, dann hat der Stromverbrauch seit 1990 eigentlich kontinuierlich zugenommen. Nur 2009 ist ein kleiner Einbruch erkennbar, der sicher mit den wirtschaftlichen Problemen erklärbar ist.

  5. Ich halte nicht viel von der Diskussion um CO2-Emissionen, aber an die tatsächlichen Daten des Primärenergieeinsatzes der Energieerzeuger kommt man ja nicht heran. So sind die CO2-Emissionsdaten sicher ein hilfreiches Mittel um die Effizienz unserer Energieversorgung abzuschätzen. Was Tritium hier deutlich gezeigt hat, ist dass PV und Windkraft einfach eine Effizienzbremse sind. Biomasse und Kleinwasserkraft sind teuer und ruinieren die Umwelt aber PV und Windkraft stehen dem Ziel, dem sie dienen sollten einfach diametral entgegen.

  6. @ nleser # 1:

    …meine spontane, defätistische Vermutung, daß die Front “CO2 Einsparung / Klimarettung” vom “Gegner” längst geräumt ist.

    Diese Argumentation tritt deutlich zurück, das ist richtig. Sie wird jedoch sofort aus der Kiste geholt, wenn die aktuelleren Begründungen in Schwierigkeiten geraten. Sie ist weiterhin Teil des Öko-Katechismus.

    Allerdings muss man, um CO2 zu erzeugen, erst mal ‚fossile‘ Energieträger verbrennen.
    Man kann nun zwar nicht aus der CO2-Emission 1:1 auf den Brennstoffeinsatz schliessen, da Erdgas CH4 im Gegensatz zur Kohle nur einen Teil seiner Verbrennungsenergie aus der C-Oxidation schöpft, ganz wesentlich aber auch aus der Wasserstoff-Verbrennung:
    CH4 + 2 O2 > CO2 + 2 H2O

    Trotzdem ist klar, dass eine Technologie, die kein CO2 einspart, im wesentlichen auch keine Brennstoffe einspart und deshalb auch keine Abhängigkeiten verringert.
    Damit geraten auch die ökologistischen Argumente ‚Peak Oil‘ und ‚Energie-Autarkie‘ ins Schussfeld.
    Was keinen Brennstoff spart, kann uns auch nicht aus den angedrohten Preisexplosionen und Verteilungskämpfen aufgrund der Verknappung von Kohle, Gas und Öl heraus halten.
    Und was bleibt denn dann noch pro NIE übrig?
    Etwa ‚Arbeitsplätze‘? 😀

  7. @Tritium

    Allerdings muss man, um CO2 zu erzeugen, erst mal ‘fossile’ Energieträger verbrennen.

    Inwiefern wird eigentlich in der ganzen Diskussion über die weltweite CO2-Bilanz dem Anteil des diskontinuierlich austretenden juvenilen CO2 Rechnung getragen, dessen Austreten weder messbar noch von Menschen irgendwie beeinflussbar ist und dessen Größenordnung vermutlich noch nicht einmal vorsichtig schätzbar ist?

  8. @ Tim # 7:

    Das nun aber eine ganz andere Baustelle!
    Aber ich würde sagen: Man tut es gar nicht.
    Alles, was man sicher hat, ist die CO2-Konzentration in der Luft. Nicht mal die maritimen Konzentrationen (und die übersteigen die Mengen in der Atmosphäre um mehrere Größenordnungen!) sind wirklich messbar, das müsste nämlich dreidimensional geschehen, weil sich in der Tiefe sowohl Temperatur als auch Druck deutlich ändern und sich Wasser in den Ozeanen sehr viel schlechter mischt als die Atmosphäre. Wirklich messbar ist auch der Bio-Umsatz nicht, das sind Schätzungen.

    Persönlich sehe ich das Meer als entscheidend an. Wenn ich Veränderungen konstatiere, suche ich das grösste Reservoir und das ist der Ozean. Kannst fast mit dem CO2 in einer halbvollen Limoflasche vergleichen; wenn sich im Gas etwas ändert, ist der Zustand der Flüssigkeit dafür verantwortlich.

  9. Danke Tritium für den sehr aufschlussreichen Artikel. Zeigt er doch deutlich auf, das dieses ganze CO2 Emmissionsgedöns ein rein ideologisches Mittel bzw. ideologischer Unterbau zur Durchsetzung bestimmter Ziele oder Interessen, z.B. zur Durchsetzung der „Großen Transformation“, ist.

    karl.s

  10. @Tritium #3

    Dann hab ich die Aussage falsch verstanden, sorry. Nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. 🙂

    Ungeachtet dessen wird anderswo gern der absolute „CO2-Rückgang“ in den 1990er Jahren als Erfolg gewertet. Dass dieser lediglich Begleiterscheinung einer desaströsen volkswirtschaftlichen Entwicklung war, wird dabei verschwiegen. Ich denk mir dann immer, wenn das der Weg sein soll dann gute Nacht …

  11. @Tritium #8

    Das nun aber eine ganz andere Baustelle!

    ….war mir schon klar.

    Nicht mal die maritimen Konzentrationen (und die übersteigen die Mengen in der Atmosphäre um mehrere Größenordnungen!) sind wirklich messbar, das müsste nämlich dreidimensional geschehen, weil sich in der Tiefe sowohl Temperatur als auch Druck deutlich ändern und sich Wasser in den Ozeanen sehr viel schlechter mischt als die Atmosphäre. Wirklich messbar ist auch der Bio-Umsatz nicht, das sind Schätzungen.

    All das zeigt doch, wie lächerlich die „Argumentation” der selbsternannten Klimaretter ist, die den steigenden CO2-Anteil der Atmosphäre (derzeit ca. 390 ppm) einzig und allein auf menschliche Aktivitäten zurückführen und dies zum „quod erat demonstrandum” erklären.

  12. #11. Tim Hardenberg

    All das zeigt doch, wie lächerlich die „Argumentation” der selbsternannten Klimaretter ist, die den steigenden CO2-Anteil der Atmosphäre (derzeit ca. 390 ppm) einzig und allein auf menschliche Aktivitäten zurückführen und dies zum „quod erat demonstrandum” erklären.

    sagt mal, ist es wirklich so, dass aus der derzeitigen CO2 Konzentration von rund 390 ppm, der sogenannte „Anthropogene“ Anteil, aufgrund sich im Detail unterscheidender CO2 Moleküle, rausgerechnet und damit eindeutig zugeordnet werden kann?

    karl.s

  13. @ anorak2.

    Ja, der Gesamtrückgang ist natürlich was anderes.

    Aber wie zweischneidig gerade hier ein ‚Rückgang‘ sein kann, zeigt sich z:B. in der Eisenverhüttung:
    Wir brauchen enorme Mengen Eisen und Stahl, mehr als je zuvor. Aber unsere Roheisenproduktion schwindet rasant. Diese Branche wird ‚ausgelagert‘:
    1980 erzeugten wir noch 36 Millionen Tonnen Roheisen, heute nur noch 28 Millionen Tonnen.
    (China war übrigens 1980 gleichauf mit uns. Heute produziert China 630 Millionen Tonnen/Jahr!)
    Um jedoch 1 Tonne Roheisen zu machen,werden rund 500 kg Koks und andere Brennstoffe benötigt. Daraus entstehen dann ca. 1,5 Tonnen CO2. Die sind nun in den Bilanzen von Ländern wie Indien und China, obwohl wir die Verursacher sind.
    Ich selber hab‘ es erlebt, wie ein einziger Hochofen täglich(!) ganze Güterzüge und Schiffsladungen Erz und Kohle verschlang und die standen da in Reihe, einer neben dem anderen: Ein imposanter und fast unglaublicher Umsatz, eher ein Naturschauspiel als ein Betrieb. Und dann, nach so etwas, kommt jemand daher und faselt von ‚Energiesparlampen‘, die die Welt retten sollen -- da weiss man nicht, ob man über so viel Dummheit lachen oder heulen soll…

  14. @ Karl seegert # 12:

    …der sogenannte “Anthropogene” Anteil, aufgrund sich im Detail unterscheidender CO2 Moleküle, rausgerechnet und damit eindeutig zugeordnet werden kann?

    ja, das geht im Prinzip. Mit der Radiocarbondatierung.
    Denn ‚fossile‘ Kohle ist alt und enthält damit sehr viel weniger 14C-Isotope wie Kohlenstoff, der am atmosphärischen Kreislauf teilnimmt.
    Allerdings ist auch CO2, das aus tieferen Meeresschichten kommt, sehr ‚alt‘ und arm an 14C.

  15. Mal ganz am Rande http://www.spacedaily.com/reports/Seagrasses_Can_Store_as_Much_Carbon_as_Forests_999.html

  16. Ich weiß ja nicht, wie die Daten sich konkret zusammen setzen. Aber nach 1990 wurden im Osten viele alte Brankohlekraftwerke dicht gemacht und neue gebaut. Ich denke daher, dass so oder so die 10 Jahre zwischen 1990 und 2000 ein besonderer Zeitraum waren.
    Was ncihst daran ändfert, das ich NIEs für rein Vergeudung wertvoller Ressourcen halte.

  17. Sehr schön. Einleuchtend. Nun gibt es für NIE einen politischen Konsens. Warum? Einfach eine Sackgasse, Irrtum? Daran glaube ich weniger. Auf der globalen Wachstumsleiter nimmt D einen starken Platz in der zweiten Reihe ein, abgeschlagen bei den neuen Technologien und den strukturellen Innovationen, aber erstklassig bei den alten Industrien. Bei der gegenwärtigen Konjunktur und der Nachfrage aus den Schwellenländern stützt diese Struktur unser komfortables Wirtschaftswachstum. Daher ein Dilemma: wettbewerbsfähig in der 2. Reihe, aber ohne die Voraussetzungen, in die erste Liga aufzusteigen. Daher die volkswirtschaftlichen Experimente mit NIE. Gehen sie schief, dann ist dies nicht allzu bedrohend. Läuft es gut, dann ist man noch ein Stück besser -- und hat die harten Kosten einer vollständigen Umstrukturierung vermieden. CO2 ja oder nein, ist eher zweitrangig. Wenn es nicht der Umweltschutz wäre, dann würde man etwas anderes finden.

  18. @ Tom #16:

    …die 10 Jahre zwischen 1990 und 2000 ein besonderer Zeitraum waren

    Nein, das ist nicht nachvollziehbar.

    In einer Liste des Umweltbundesamts sind mit dem Jahr der Inbetriebname verzeichnet.
    1990 -- 1999: 32 konventionelle Kraftwerke mit 9,2 GWe (Davon 19 Erdgaskraftwerke)
    2000 -- 2010: 32 konventionelle Kraftwerke mit 11,8 GWe. (Davon 22 Erdgaskraftwerke)

  19. #17

    Auf der globalen Wachstumsleiter nimmt D einen starken Platz in der zweiten Reihe ein, abgeschlagen bei den neuen Technologien und den strukturellen Innovationen, aber erstklassig bei den alten Industrien. […]
    Daher die volkswirtschaftlichen Experimente mit NIE. Gehen sie schief, dann ist dies nicht allzu bedrohend.

    Die „Energiewende“ gefährdet allerdings durchaus den alten Industriestandort Deutschland. Künstlich verteuerte Energiepreise treiben die „alten Industrien“ wahlweise in den Ruin oder ins Ausland. Wenn die volkswirtschaftlichen Experimente mit NIE schiefgegangen sind, wird D nicht nur bei den neuen Technologien (z.B. Gentechnik, Nukleartechnik) völlig abgehängt sein, sondern auch seine bewährte Industrie verloren haben. Das könnte schon bedrohlich sein.

  20. Tritium,

    Wind und Sonne sparen kein Gramm CO2 und auch keine fossilen Brennstoffe. Was erreicht wurde, wäre auch durch die weitere Modernisierung der konventionellen Kraftwerke erreicht worden, dann aber OHNE die enormen Kosten für die NIE-Subventionen

    .
    Besser kann man es nicht ausdrücken und doch wird es nicht gegen die erzeugte „Volksmeinung“ auf der Grundlage, die Sonne schickt keine Rechnung, vorbeikommen.

    Mal abgesehen davon, dass CO2 Sparen schon eine Ente ist, könnte man auch sagen , dass moderne backup GasKW durch mehrmaliges tägliches Anfahren im Teillastbereich betrieben werden und somit bis zu 130% Gas verbrauchen?
    Das Ganze hat schon was von sozialistischer Planwirtschaft. Da sie aber doch noch nicht eingeführt ist, werden wir jetzt sehen, wie die Politik Investoren für noch mehr neue KW sucht.

    http://www.arnold-vaatz-mdb.de/2012/06/08/beitrag-einige-anmerkungen-zum-erneuerbare-energien-gesetz-seinem-sinn-seiner-wirkung-und-den-seiner-entstehung-zugrunde-liegenden-motiven-und-denkweisen/

    Es scheint nur darum zu gehen, Energie möglichst teuer zu machen. Vaatz sieht das auch so, der Weg ist das Ziel.Die ökonomische Vernunft ist ausgeschaltet.

    Ganz im Gegenteil ist zu erwarten, dass die neue, von unten nach oben umverteilende, planwirtschaftliche sowie markt- und ressourcenzerstörende Denkstruktur, die zum EEG geführt hat, sich zunehmend auch anderer Sachbereiche bemächtigen wird. Als nächstes Wirkungsfeld bietet sich der Kraftfahrzeugmarkt an. Es wäre nicht überraschend, wenn die politische Elite Deutschlands bald mit Anschaffungssubventionen für das neue Öko-Kampfziel „Elektroauto“ ein neues planwirtschaftliches Wunderwerk aus dem Hut zauberte.

    Aber soweit sind wir noch nicht. Mein vorläufiges Fazit ist zunächst, dass wohl kaum etwas der sinnvollen Entwicklung und Nutzung von Zukunftstechnologien so nachhaltig geschadet hat wie das EEG und dessen Vorläufer.

  21. @Rassbach #20

    …. Es scheint nur darum zu gehen, Energie möglichst teuer zu machen.

    ….das scheint nicht nur so.

    Was Strom kosten darf
    Die Energie-Lüge

    …..Der Begriff „bezahlbar“ als Synonym für „so billig wie bisher“ suggeriert, die heutige Welt könne unverändert erhalten bleiben. Es ist eine Scheinwelt, in der Energie so billig ist, dass sie hemmungslos verschleudert werden kann. Es ist eine Welt, in der sich kaum jemand darum schert, ob sein Computer über Nacht ausgeschaltet ist, wie viel der Kühlschrank verbraucht und wie viel Wärme durch schlecht gedämmte Fenster verpufft…..

    Ernst Ulrich von Weizsäcker: „Energie muss verteuert werden“

    Weizsäcker: ….. Ich habe Zeitungen zwischen 1982 und 2000 gelesen. Fast jedes Jahr ist die Energie billiger geworden, und davon stand kaum was in den Medien. Zu Großmutters Zeiten machte man aus Kostengründen immer das Licht aus, wenn man ein Zimmer verließ. Wie viele Hartz IV-Empfänger machen das heute?

    BZ: Also soll Energie teurer werden?

    Weizsäcker: Ja, Energie muss verteuert werden. Die Verteuerung soll aber so langsam gehen, dass die Effizienzsteigerungen durch technischen Fortschritt Schritt halten….

    …..die ewig gleichen Parolen von immer denselben Predigern und Demagogen, um alle Menschen zu kleinen Klimareligioten umzuformen.

  22. @ Tritium

    Herzlich willkommen als neuer Autor hier im Blog. Und vielen Dank für diese großartige Analyse der oft postulierten aber offensichtlich nicht existenten CO2-Vermeidungs-Wirkung von NIE.

  23. @ Tim Hardenberg #21

    „Giving society cheap, abundant energy… would be the equivalent of giving an idiot child a machine gun.“

    -- Paul Ehrlich

  24. @Rudolf #23

    ….Planet Gore, bingo! Darauf kann man eigentlich nur noch DAMIT antworten (Vorsicht, Satire!)

  25. @Tritium
    Bitte verzeih mir, aber da hier von CO2 gesprochen wird, nutze ich diesen Thread mal etwas ….abwegig.
    Wer von uns der irrigen Annahme ist das der Klimawahn am Ende ist, der hat noch mit den EU-Beklopptokraten gerechnet.

    EU-Richtlinie verfehlt Klimaschutzziel

    Die EU steht kurz vor einer Einigung für ihre Effizienzrichtlinie -- doch der Klimaschutz leidet: Zahreiche Ausnahmen haben das Regelwerk aufgeweicht. Die Vorgaben seien zu schwach, um den CO2-Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent zu senken, sagt Verhandlungsführer Martin Lidegaard SPIEGEL ONLINE……

    ….Durch die EU-Effizienzrichtlinie soll Europa seinen CO2-Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent senken. Doch das hält der Verhandlungsführer schon vor den finalen Gesprächen nicht mehr für realistisch. „Um 20 Prozent wird sie den CO2-Ausstoß nicht absenken können“, sagt der dänische Klimaminister Martin Lidegaard SPIEGEL ONLINE. „Am Ende werden ein paar Prozentpunkte fehlen. Es liegt dann an den einzelnen Ländern, diese Lücke freiwillig zu schließen.“

    Europ ist gerade dabei ins globale Armenhaus zu rutschen, inwischen erwischt es auch Spanien und Italien, Rettungsschirme kosten inzwischen Billionen, wer das am Ende alles bezahlen soll steht in den Sternen……aber die EU-Kommision sorgt sich unbeeindruckt weiterhin um das CO2 Einsparziel, als ob Europa noch irgendeinen Einfluss aufs Klima hätte.
    Die zweite Meldung hat scheinbar nix damit zu tun…….oberflächlich betrachtet.

    Warren Buffett bestellt Hunderte Flugzeuge

    Die Hersteller Bombardier und Cessna bekommen von Buffetts Beteiligung Netjets einen Milliardenauftrag. Der Investor spekuliert auf ein Erstarken des Verkehrs mit Privat- und Firmenjets. ……

    Langfristig werden der Branche aber gute Wachstumschancen bescheinigt -- vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern: „Wir betrachten Brasilien, Russland, Indien und China als unsere wichtigsten Zielmärkte“, sagt denn auch Mark Briffa, Vorstandschef der börsennotierten Gesellschaft Air Partner in London, die Europas größter Vermittler von Firmenjets ist….

    Und? merkt ihr was ich meine?
    Ja, Du kleiner europäischer Pöbel, spar gefälligst Energie um dat Klima zu schützen…..oder damit den globalen Eliten ganz toll mittels Privat-Jet ihre Milliardengeschäfte in aller Ruhe weiter unter Dach und Fach kriegen.
    Während der Buffet mal so eben 10 Milliarden für neue Flugzeuge hinblättert, findet ein Umweltvordenker, das die Energie für den Deutschen noch viel zu billig ist……..hab ick ne Meise, bin ick bekloppt oder sollen wir nach Strich und Faden beschissen werden?
    Es gibt Tage, da versteh ick einfach die Welt nicht mehr, ersatzweise zweifel ick endgültig an meinem Verstand.

    H.E.

  26. http://www.arnold-vaatz-mdb.de/2012/06/08/beitrag-einige-anmerkungen-zum-erneuerbare-energien-gesetz-seinem-sinn-seiner-wirkung-und-den-seiner-entstehung-zugrunde-liegenden-motiven-und-denkweisen/

    Es scheint nur darum zu gehen, Energie möglichst teuer zu machen. Vaatz sieht das auch so, der Weg ist das Ziel.Die ökonomische Vernunft ist ausgeschaltet.

    Auf Herrn Vaatz Homepage gibt es auch bereits Kommentare. 😉

  27. @FK9 Pilot

    …..sehr zu empfehlen, die Website von Arnold Vaatz zu besuchen!

    Man sollte wirklich nicht alle Politiker „über einen Kamm scheren”, auch wenn die Betreffenden oft nur „einsame Rufer in der Wüste” sind, zumal sie innerhalb ihrer eigenen Parteien mit großer Wahrscheinlichkeit als Renegaten oder Nestbeschmutzer gelten.

  28. Immerhin isser stv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, also kein „Hinterbänkler“ und Sprecher der Ostdeutschen Abgeordneten. ..
    Man hat das Gefühl, dass sich da schon was tut. 🙂 und selbst wenn er da nur einen Testballon für qualitative Meinungsforschung loslässt. Ich denke, über ein paar hilfreiche, unaufgeregte und sachliche Kommentare würde er sich freuen, vor allem, sollte es da um Qualitative Marktforschung gehen…

  29. #27. / #28. Tim und FK9 Pilot

    was er schreibt, hat Sinn und Verstand und ja, es tut sich was 🙂 Wir haben den Punkt erreicht, an dem man nunmehr auch öffentlich das Thema angehen kann, ohne gleich eine „mediale Hinrichtung“ befürchten zu müssen! Steter Tropfen höhlt den Stein! Was nunmehr notwendig ist, dass Parteiübergreifend der Widerstand gebündelt wird. Aber denke, auch dass ist nur noch eine Frage der Zeit.

    karl.s

  30. @ Tritium, danke für Ihre Arbeit, die Co2 Entwicklung darzustellen. Ich kann Ihre Bestürzung sehr gut nachvollziehen, wie in Deutschland ein „Klima-Theater“ aufgeführt wird und in anderen Ländern ganze Komplexe mit Schwerindustrien laufen, die sich nicht den „Floh ins Ohr setzten lassen“, sie müssten auf Produktionen verzichten, weil irgend ein Klimarat sie beherrschen könnte.
    Auf gleicher Linie argumentieren die internationalen Gegner der Co2-Flugsteuer gegenüber der EU und werden aktiv zum wirtschaftlichen Nachteil europäischer Fluggesellschaften und Wirtschaftsbeziehungen.
    Das Märchen von einem von Menschen verursachten Klimawandels hat international viel weniger Gläubige, denn dort hämmern nicht 24 Stunden am Tag GEZ-Anstalten auf die Bevölkerung ein, um jedem den normalen Verstand auszutreiben.
    Dort sieht man z.B. auch, wie Vulkanausbrüche und Naturkatastrophen sich nicht beherrschen lassen. Allein die historische Tatsache, das ein heftiger Vulkanausbruch in Island, das europäische Wetter so nachhaltig beeinflusste, Missernten und Hungersnot zu gewalttätigen Revolten führten, die schließlich in der französischen Revolution endeten.
    Ich denke weiterhin, mit der Mähr vom Klima-Killer-Gas wird versucht Angst und Schuldgefühl zu erzeugen, um der Bevölkerung ans Vermögen zu langen, exakt so wie die mittelalterliche Strategie der katholischen Kirche, wo Ablasshandel betrieben wurde, die eine Kirchenspaltung verursachte und die Protestanten etablierte.
    Es wird sicherlich eher auf internationaler Ebene mit mehr Rationalität im politischen Spektrum agiert, als in Europa und speziell in Deutschland. Dazu ein kleines persönliches Erlebnis: ich traf in Reykjavik zufällig drei Herren an der Hotelbar. Im Gespräch erzählten sie, sie seien in Sachen Aluminium-Herstellung als Ingenieure aus Norwegen, Kanada und Südafrika für ihre Company aktiv. Als ich ihnen auf den Kopf zusagte, was ich dazu dachte, haben sie mich als einen der ihren erkannt und als Deutschen tröstend bedauert, denn über die Deutsche „Energie-Wende“ lacht die internationale Fachwelt sich schlapp.

  31. Lieber Tritium,
    Danke für diese interessante Analyse.
    Ich denke die Ritter der NIE werden die CO2 – Bilanz vor allem rechnerisch, also auf dem Papier aufwüschen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  32. Lieber Tritium,
    Danke für diese interessante Analyse.
    Ich denke die Ritter der NIE werden die CO2 – Bilanz vor allem rechnerisch, also auf dem Papier aufhübschen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  33. @Tritium
    „Alles, was man sicher hat, ist die CO2-Konzentration in der Luft. Nicht mal die maritimen Konzentrationen (und die übersteigen die Mengen in der Atmosphäre um mehrere Größenordnungen!) sind wirklich messbar, das müsste nämlich dreidimensional geschehen, weil sich in der Tiefe sowohl Temperatur als auch Druck deutlich ändern und sich Wasser in den Ozeanen sehr viel schlechter mischt als die Atmosphäre. Wirklich messbar ist auch der Bio-Umsatz nicht, das sind Schätzungen.“

    Ja so stellen Sie sich das vor. Ist aber nicht so. Oberflaechen CO2 Messungen gibt es tausende, O2/N2 Messungen erlauben den globalen Ozeanfluss zu berechnen, die Biosphaere wird per numerischer Inversion der Atmosphaeren-Messungen berechnet.

  34. Lieber Georg Hoffmann:

    Vielen Dank, dass sie meine Aussage bestätigen: Eine Messung ist nicht möglich, sondern nur eine Abschätzung aufgrund von Berechnungen.
    Aber es ist schön, dass Sie sich dazu einklinken. Denn vielleicht können Sie uns sagen, wie groß die Unsicherheiten dieser Schätzungen sind? Wie groß ist denn zum Beispiel die Standardabweichung bei der Bestimmung des gesamten ozeanischen CO2?

  35. Sehr geehrter Herr Seegert, hallo Tritium,

    Auf die Frage in #12, ob man den anthropogenen Anteil aus dem CO2-Gehalt der Atmosphäre rausrechnen kann, wird in #14 mit Verweis auf die Radiocarbondatierung mit „ja, das geht im Prinzip“ geantwortet. Diese Antwort ist „halbkorrekt“. Im Prinzip kann man das so machen, in der Realität ist das aber unmöglich, denn man kann mit dieser Methode z.B. nicht zwischen CO2-Molekülen unterscheiden, die durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe entstanden sind und denen, die durch Vulkanausbrüche oder die erwähnten Ausgasungen freigesetzt werden. Diese natürlichen CO2-Freisetzungen sind noch nicht einmal in ihrer Größenordnung bekannt. Um den anthropogenen CO2-Anteil in der Atmosphäre genau quantifizieren zu können, müsste man aber die Veränderungen dieser natürlichen CO2-Freisetzungen in den letzten 100 Jahren genau quantifizieren können. Da das unmöglich ist, kann man nur auf Grund der Veränderungen der Größenordnung der „alten“ Kohlenstoffatome im CO2-Gehalt der Atmosphäre in den letzten Jahrzehnten aussagen, dass diese wahrscheinlich zum großen Teil anthropogenen Ursprungs sind. Ob dieser Anteil aber 70%, 80% oder 95% ist, kann kein Mensch sagen! Selbst ein überwiegend natürlicher CO2-Anstieg in den letzten Jahrzehnten kann nicht völlig ausgeschlossen werden.
    Zu dieser Problematik kommt dann noch dazu, dass viele Prozesse im natürlichen Kohlenstoffkreislauf völlig unverstanden sind. So kann z.B. heute Niemand sagen, warum die anthropogenen CO2-Emissionen in einigen Jahren fast vollständig aus der Atmosphäre entfernt werden und in anderen Jahren so gut wie gar nicht.

    MfG

  36. Sehr geehrter Herr Hoffmann,

    um es mal anders zu formulieren: Ist Ihnen eigentlich klar, dass Sie mit ihren drei Argumenten in #33 die Aussagen von Tritium bekräftigt und nicht widerlegt haben?

    MfG

  37. Günter Ederer schlägt wieder zu 🙂

    Alle Parteien der Industriestaaten, ob rechts oder links, werden die CO2- Erderwärmungstheorie übernehmen. Dies ist eine einmalige Chance, die Luft zum Atmen zu besteuern. Weil sie damit angeblich die Welt vor dem Hitzetod bewahren, erhalten die Politiker dafür auch noch Beifall. Keine Partei wird dieser Versuchung widerstehen.“ Dies prophezeite mir schon 1998 Nigel Calder, der vielfach ausgezeichnete britische Wissenschaftsjournalist, jahrelanger Herausgeber vom „New Scientist“ und BBC-Autor.

    Die Einschläge kommen dichter, Herr Hoffmann sollte sich eventuell nach einem neuen Betätigungsfeld umsehen, Wettermann bei irgendeinem Provinzradio um in Deckung zu gehen z.B. .

  38. @Karl #37

    super Artikel von Günter Ederer…. wie immer!

  39. Karl Rannseyer schrieb am 14. Juni 2012 19:22

    Günter Ederer schlägt wieder zu …

    Naja, Ederer ist da auch nicht gerade ein Vorbild. Er bringt in seinem Artikel für den billigen Effekt Argumente, die einer einfachen Überprüfung nicht standhalten. So macht er z.B. aus einer Liste, die den Skeptizismus gegenüber dem AGW-Alarmismus stützen eine Liste, die die CO2-Treibhaustheorien widerlegen. Der Mann weiss also gar nicht, wovon er da redet …
    Sein Zitat:

    Doch was als unerschütterliche Wahrheit streng wissenschaftlich daher kommt, kann als geschickte, ja geniale Propaganda enttarnen, wer sich nicht nur einseitig informiert. Es gibt aus den letzten Jahren cirka 800 wissenschaftliche Veröffentlichungen, die die CO2-Treibhausthesen widerlegen.

    Worauf er sich bezieht: „1000+ Peer-Reviewed Papers Supporting Skeptic Arguments Against ACC/AGW Alarm

    Der Jubel kann also ruhig etwas gedämpfter ausfallen …

  40. @ U. Langer, # 35:

    Ganz so pessimistisch bin ich in Bezug auf die Bilanzierung nicht, obwohl wir grundsätzlich einer Meinung sind.
    Aber denken Sie mal an die oberirdischen Kernwaffenversuche in den 50ern bis 60ern. Durch die thermonuklearen Explosionen wurden in der Atmosphäre auch sehr grosse Mengen 14C erzeugt, sie wurde also regelrecht mit einem Tracer geimpft. Dadurch lassen sich zumindest Migrationen des atmosphärischen CO2 in die Ozeane und Biomasse wohl gut direkt messen.

    Einen anderen Effekt möchte ich anekdotisch erwähnen:
    Nach dem Ausbruch des Pinatubo wurde im näheren pazifischen Raum ein deutlich besseres Pflanzenwachstum (=vermehrte CO2 Bindung!) nachgewiesen. Das kam jedoch nicht von der zuerst vermuteten Düngewirkung der Vulkanasche, sondern von der durch sie verursachten Lichtstreuung.
    Das dadurch diffusere Licht bestrahlte Pflanzen gleichmässiger von allen Seiten statt nur direkt von der Sonne und regte dadurch deren Stoffwechsel an, weil nun auch Pflanzenteile ausreichend Licht für die Photosynthese bekamen, die sonst im Schatten lagen. Vorher nahm man an, dass die aschehaltige Luft weniger Licht durchlassen und daher das Pflanzenwachstum HEMMEN würde!
    Ich finde, das ist ein schönes Beispiel dafür, wie komplex Wechselwirkungen in der Realität sind und wie irreführend Annahmen darüber oft sind. Werden solche Annahmen in Modelle eingebaut, versteht es sich von selbst, dass diese Modelle vor allem prognostisch nicht besser sind als Kaffeesatz.
    Vielleich taugt diese Anekdote sogar dazu, zu erklären…

    …warum die anthropogenen CO2-Emissionen in einigen Jahren fast vollständig aus der Atmosphäre entfernt werden

  41. Karl Rannseyer schrieb 14. Juni 2012 19:22

    Günter Ederer schlägt wieder zu …

    Schlug … der Artikel ist vom 4.7.2011, fast ein Jahr her … Ich hatte mich schon gewundert, warum die ganzen Links defekt waren …

  42. @ Marvin Müller

    Schlug … der Artikel ist vom 4.7.2011 …

    Stimmt ist mir dann auch aufgegangen :), , Schlimm?

  43. Lieber MM:

    Ist es nicht bemerkenswert, dass die Kritiker des Klimawandels und der Energiewende ihren Standpunkt und ihre Argumente seit Jahren nicht ändern mussten, so dass die Kritik auch nach einem Jahr noch gültig ist, während Alarmisten und NIE-Adepten immer hektischer rudern weil ihnen eine Bastion ihrer ideologischen Überzeugungen nach der anderen entgleitet?

    Ein chinesisches Sprichwort sagt:
    Wer geduldig am Fluss wartet, wird die Leichen seiner Feinde vorbeitreiben sehen.
    Die Geduld beginnt, sich für uns zu lohnen 🙂

    Ihnen ein Rat: Halten Sie sich vom Wasser fern 😉

  44. Tritium schrieb am 15. Juni 2012 23:35

    Lieber MM:

    Ist es nicht bemerkenswert, dass die Kritiker des Klimawandels und der Energiewende ihren Standpunkt und ihre Argumente seit Jahren nicht ändern mussten, so dass die Kritik auch nach einem Jahr noch gültig ist,

    Naja, ich kann nur hoffen, dass Herr Ederer nach einem Jahr nicht immer noch den gleichen Mist erzählt. Vor einem Jahr hätte ich vielleicht noch gesagt, da ist er auf eine klassische Mär reingefallen, aber wenn er das oben in #39 zitierte heute immer noch erzählt ist er im besten Falle ein Ignorant, im schlimmeren Falle aber …

  45. Karl Rannseyer 15. Juni 2012 00:50

    @ Marvin Müller

    Schlug … der Artikel ist vom 4.7.2011 …

    Stimmt ist mir dann auch aufgegangen , , Schlimm?

    Naja, schlimm nicht. Vielleicht ein wenig traurig. Irgendwie dachte ich, es gäbe in der Diskussion auch mal Fortschritte, aber wenn dann doch wieder die ollen Kammellen rausgekramt und hochgejubelt werden, ist das schon irgendwie seltsam…

  46. Lieber MM, ich kann in dem Artikel keinen ‚Mist‘ entdecken.

    Wenn Sie sich mal, entgegen Ihrer Gewohnheit, konkreter äussern würden, statt nur zu schwadronieren und zu polemisieren, könnten wir ja vielleicht sogar ausnahmsweise eine Diskussion beginnen.
    Aber ich weiss, das wäre zu viel verlangt.

    Na dann, Gute Nacht!

  47. Tritium schrieb am 16. Juni 2012 00:21

    Lieber MM, ich kann in dem Artikel keinen ‘Mist’ entdecken.

    Wenn Sie sich mal konkreter äussern würden, könnten wir ja vielleicht sogar ausnahmsweise eine Diskussion beginnen.

    Was fehlt Ihnen denn an der #39? Wird bei der Gegenüberstellung des gesagten (belegt mit Zitat) und der tatsächlichen Aussage der Seite nicht klar, dass Ederer da Mist erzählt? Ist das wirklich nicht offensichtlich, dass man aus „N Veröffentlichungen, die die skeptischen Argumente gegen den Klima-Alarmismus stützen“ nicht einfach „N Veröffentlichungen, die die Treibhausthesen widerlegen“ machen darf? Und da ist noch nichtmal die Frage aufgeworfen, ob die Liste wirklich das aussagt, was der Zusammensteller der Liste verspricht. Die Diskussion darüber mit einem der auf der Liste aufgeführten Autoren kann man auf der Seite nachlesen …

  48. Erst mal, MM, diskutieren wir hier ganz bestimmt nicht, was auf ANDEREN Seiten diskutiert wird,.

    Zweitens sind Veröffentlichungen, die die skeptischen Argumente gegen den Klima-Alarmismus stützen tatsächlich identisch mit Veröffentlichungen, die die Treibhausgasthesen des IPCC widerlegen. Stören Sie sich daran, dass die Worte ‚des IPCC‘ bei Ederer fehlen, obwohl es recht offensichtlich ist, dass er diesen Kontext gemeint hat?
    Daraus leiten Sie ab, dass Ederers Artikel ‚Mist‘ ist?
    Ich muss sagen, Ihre Konstruktion ercheint mir mehr als gewagt!

    Ich persönlich halte die Aussage des IPCC, dass das anthropogene CO2 die alleinig relevante Ursache für den atmosphärischen CO2 Anstieg sei und das atmosphärische CO2 wiederum die alleinig relevante Ursache für den Temperaturanstieg sei für Mist. Denn wenn ich mir die tragenden Säulen ansehe:
    1. Den CO2-Anstieg
    2. Die anthropogenen CO2-Emissionen
    3. Den Temperaturanstieg
    dann sehe ich ich keinen plausiblen Zusammenhang, weder für den CO2-Anstieg im Vergleich zu den anthropogenen CO2-Emissionen noch beim CO2-Anstieg und dem Temperaturanstieg. Die drei Kurven passen einfach nicht. Oder, anders gesagt, es ist ein Schein-Fit, so, wie oben beim eigentlichen Thema nur ein Schein-Fit zwischen dem sinkenden CO2-Ausstoß und dem Zubau der NIE besteht (Siehe Diagramm 3).
    Oder kurz: Korrelationen, noch dazu sehr schwache und unplausible Korrelationen, sind kein Beweis für Kausalität!

    Doch nun misten wir mal aus, MM.
    Der Artikel besteht aus mehr als einem Nebensatz!

    -- Dass der propagierte Klimawandel als Gelegenheit zur Besteuerung von Luft ausgenutzt wurde, ist für Sie ‚MIst‘?
    -- Dass die Diskussion einseitig geführt wird und alternative Meinungen medial-propagandistisch unterdrückt wurden (wobei das in letzter Zeit nicht mehr so gut funktioniert) ist für Sie ‚Mist‘?
    -- Dass Kritik nur zu oft und gerade in Deutschland mit Ketzerei gleichgesetzt wird, ist für Sie ‚Mist‘?
    -- Dass es eine Reihe von Fakten gibt, die den Modellen und Prognosen des IPCC widersprechen, ist für Sie ‚Mist‘?
    -- Dass eine Aussage wie ’97 Prozent der Wissenschaftler seien sich einig‘ sehr seltsam ist und hinterfragt werden sollte, ist für Sie ‚Mist‘?
    -- Dass die Basiszahlen vernichtet wurden, ist für Sie ‚Mist‘?
    -- Dass Al Gores Film Mist ist, ist für Sie ‚Mist‘?
    -- Dass die Bepreisung von CO2 nichts mit Umweltschutz zu tun hat, ist für Sie ‚Mist‘?
    -- Dass es keine Nachfolge für das Kyoto-Protokoll geben wird und die globale ‚Klimaschutz‘-Politik tot ist, ist für Sie ‚Mist‘?
    -- Dass der CO2-Handel tot ist, ist für Sie ‚Mist‘?

    Für mich nicht, MM! Für mich sind das völlig richtige Aussagen!
    Und genau deshalb bin ich der Meinung, dass Sie nur schwadronieren und polemisieren, aber nicht diskutieren.
    Ich hoffe, das war jetzt so klar, dass es sogar Sie merken.

    Im übrigen danke ich Ihnen dafür, dass sogar Ihr überaus kritischer erbsenzählender Verstand nicht das geringste an meinem Artikel „CO2-Vermeidung durch „Erneuerbare“ Energien? “ auszusetzen hat, da Sie im Diskussionsstrang darüber keinerlei Kritik äusserten, sondern nur von etwas völlig anderem sprachen.
    Dann muss es ja richtig sein, was ich sage.

  49. Tritium schrieb am 16. Juni 2012 08:32

    Erst mal, MM, diskutieren wir hier ganz bestimmt nicht, was auf ANDEREN Seiten diskutiert wird,.

    da habe ich einen anderen Eindruck. IMHO werden hier ständig Dinge diskutiert, die auf anderen Seiten veröffentlicht werden, wie auch hier in diesem Falle der Artikel von Herrn Ederer.

    Zweitens sind Veröffentlichungen, die die skeptischen Argumente gegen den Klima-Alarmismus stützen tatsächlich identisch mit Veröffentlichungen, die die Treibhausgasthesen des IPCC widerlegen.

    Wenn Sie meinen… Ich kann nur hoffen, dass diese Ihre Meinung nicht repräsentativ ist. Das wäre dann mehr als traurig.

    Daraus leiten Sie ab, dass Ederers Artikel ‘Mist’ ist?

    Korrekte Wiedergabe dessen, was ich geschrieben habe, wäre hilfreich.

    Doch nun misten wir mal aus, MM.
    Der Artikel besteht aus mehr als einem Nebensatz!

    Hmm, ein Nebensatz. Nehmen wir doch nochmal das, was ich in #39 aufgegriffen habe und ergänzen wir das um die Überschrift und den Abstract:

    (Überschrift)Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda
    (Abstrakt)Auf die Idee des menschengemachten Klimawandels baut die Politik eine preistreibende Energiepolitik auf. Dabei sind die Treibhaus-Thesen längst widerlegt.

    Doch was als unerschütterliche Wahrheit streng wissenschaftlich daher kommt, kann als geschickte, ja geniale Propaganda enttarnen, wer sich nicht nur einseitig informiert. Es gibt aus den letzten Jahren cirka 800 wissenschaftliche Veröffentlichungen, die die CO2-Treibhausthesen widerlegen.

    Der Hauptunterschied zu den Klimamodellierern: Sie legen Versuche mit Messungen vor, während die vom IPCC (der gern als „Weltklimarat“ bezeichneten internationalen Behörde) veröffentlichten Studien auf Computermodellen und Berechnungen basieren. Auf einen kurzen Nenner gebracht, lautet der Gegensatz: Fakten gegen Berechnungen.

    Sorry, das ist kein Nebensatz, das ist ein Kern des Artikels. Beginnend bei der Überschrift, der Einleitung und dann mitten im Text über mehrere Absätze.

    … (jede Menge Aussagen, die ich nicht getroffen habe) …
    Und genau deshalb bin ich der Meinung, dass Sie nur schwadronieren und polemisieren, aber nicht diskutieren.

    Es wäre nett, wenn Sie Dinge diskutieren würde, die ich auch gesagt habe. Ansonsten Sind Sie derjenige, der hier schwadroniert …

    Im übrigen danke ich Ihnen dafür, dass sogar Ihr überaus kritischer erbsenzählender Verstand nicht das geringste an meinem Artikel “CO2-Vermeidung durch „Erneuerbare“ Energien? ” auszusetzen hat, da Sie im Diskussionsstrang darüber keinerlei Kritik äusserten, sondern nur von etwas völlig anderem sprachen.
    Dann muss es ja richtig sein, was ich sage.

    Nein, das hat eine ganz einfach andere Ursache. Ich überlege mir schon, wann es sich lohnt, etwas zu sagen. Die letzten „Diskussion“ und diese hier auch wieder zeigen, dass es sich nicht lohnt.

  50. MM, es tut mir aufrichtig leid, dass ich Sie den ganzen Tag von anderen Dingen abgehalten habe 😀

    Leider lohnte es sich nicht.

  51. China droht, EU-Flugzeuge zu beschlagnahmen

    Ha ha ha

    Die Europäische Union verlangt von chinesischen Airlines, dass sie beim Flug nach Europa künftig CO2-Zertifikate vorlegen. Doch China will nicht – und droht im Gegenzug mit drastischen Mitteln.

  52. Erst wenn der letzte Baum für einen Windpark oder eine Stromtrasse gerodet, der letzte Acker verspiegelt oder vermaist, der letzte Greifvogel geschreddert ist, werdet ihr merken, dass man Energie nicht wenden kann.

  53. Polen hat schon wieder ein Veto zur „Energy Roadmap 2050“ in Luxemburg eingereicht!

    „Nie jest dla nas argumentem, że może jesteśmy osamotnieni, ale że jesteśmy przekonani, że mamy rację“ -- skomentował polskie weto. Dodał, że „wszelkie wysiłki“ UE ws. klimatu będą nieskuteczne bez porozumienia globalnego. Przytoczył szacunki Międzynarodowej Agencji Energetycznej, z których wynika, że różnica między 20-proc. a 30-proc. redukcją emisji CO2 przez UE „znaczy tyle co dwa tygodnie emisji Chin“.

    Der Vizeministerpräsident Waldemar Pawlak sagte: „Es gebe für uns kein Argument, dass wir mit unserer Meinung allein geblieben wären. Für uns zähle, dass wir Recht haben. Darüber hinaus werden alle Bemühungen zur Klimaschutz sinnlos, wenn es kein globales Abkommen gebe. Nach Angaben von IEA entspreche der Gewinn, welcher sich aus der Differenz zwischen 20 und 30% CO2-Reduktionen ergebe, jenen aus China verursachten CO2 Emissionen, die innerhalb von 2 Wochen erfolgen.“

  54. Casper,

    danke Polen, in Deutschland ist die Physik im Moment abwesend und wir können nicht einschätzen, wer wen aus welchem Grund ausplündern will 😉

  55. #52. FK9 Pilot

    Erst wenn der letzte Baum für einen Windpark oder eine Stromtrasse gerodet, der letzte Acker verspiegelt oder vermaist, der letzte Greifvogel geschreddert ist, werdet ihr merken, dass man Energie nicht wenden kann.

    So ist es, leider muß in Teutschland immer alles vollkommen und endgültig und total und unumkehrbar und alternativlos und und und….. sein.

    karl.s

  56. #53. Casper

    Hallo Casper

    Nach Angaben von IEA entspreche der Gewinn, welcher sich aus der Differenz zwischen 20 und 30% CO2-Reduktionen ergebe, jenen aus China verursachten CO2 Emissionen, die innerhalb von 2 Wochen erfolgen.”

    Der Energiebedarf Chinas ist dermaßen hoch, dass sich dieses Verhältnis auch nicht aus der Welt schaffen läßt. Und China ist nur ein Player, auch Indien und andere Entwicklungsländer haben einen riesigen Nachholebedarf, was Energieerzeugung betrifft. Von daher ist das erneute Veto Polens nur zu begrüßen!!!

    karl.s

  57. http://www.welt.de/wirtschaft/article106624188/Biosprit-Boykott-will-einfach-nicht-enden.html

    wer hätte das gedacht? „Essen auf Rädern“ ist nun mal nicht jedermanns Sache 🙂

  58. @ karl.seegert
    Das ist noch nicht alles. Brüssel will eine neue Besteuerung der Energieträger einführen.

    Rewolucja ma polegać na obłożeniu każdego nośnika energii podatkiem składającym się z dwóch komponentów. Jeden będzie wynosił 20 euro od tony emitowanego CO2. Drugi miałby być uzależniony od wartości energetycznej paliwa i wynosiłby 9,6 euro od gigadżula dla paliw silnikowych i 0,15 euro od gigadżula dla paliw grzewczych -- wyjaśnia dziennik.

    Eine „revolutionäre“ Lösung bestehe darin, dass neue Steuer sich aus zweier Terme zusammensetzte: Die Grundgebühr wäre 20 € je CO2 Tonne. Die Zusatzgebühr hänge von Energiewert ab, und betrage 9,6 € je GJ für Kraftstoffe. Für Heizöl wären es 0,15 € je GJ (Gigajoule).

  59. Hallo zusammen,
    ich bin ein absoluter Gegner dieses CO2 Wahns. Aber alles ist gut, was uns aus der Abhängigkeit von Öl und Gas hilft, denn beides dürfen wir Verbraucher teuer bezahlen. Und, auch wenns blöd klingt, ich zahle meinen Strom lieber an meinen Nachbar, der eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, oder an irgend einen Bauern in Bayern, als an diese elenden, verfluchten Energiekonzerne.
    Ich bin zwar auch nicht gegen Atomstrom, aber solange die Entsorgung des Mülls nicht geklärt ist, möchte ich dafür keine Verantwortung übernehmen.

    Gruß, lenin

  60. Guten Abend Lenin!

    Wenn ich mich richtig an Deine Werke erinnere, ist der Übergang zum Kommunismus durch die monopolistische Phase des Kapitalismus (die verfluchten Energiekonzerne) quasi schon vorbereitet: Verstaatlichung -- und alles wird gut. Wir haben dann also statt der elenden Energiekonzerne einen VEB Kombinat Elektroenergie, der mit dem Müll und so bestens klarkommt, dank der Arbeiterklasse und ihrer Avantgarde, vulgo SED?

    Mit freundlichen Grüßen
    Ein alter Ossi

  61. @ Lenin:

    …Aber alles ist gut, was uns aus der Abhängigkeit von Öl und Gas hilft

    Wennn Sie den Artikel lesen würden, dann würden Sie feststellen, dass Wind und Sonne gar keinen Brennstoff sparen. Sie sind völlig nutzlos!
    Sie zahlen die PV-Anlage Ihres Nachbarn, aber die konventionellen Kraftwerke brauchen trotzdem genau so viel Kohle und Gas.
    Das heisst, Sie zahlen:
    1. Die PV-Anlage
    2. Weiterhin Kohle und Gas
    3. Neue Kohle- und Gaskraftweke
    4. den zusätzlichen Netzausbau.

    Halten Sie das für eine gute Idee?

  62. …diese elenden, verfluchten Energiekonzerne…

    Was haben Sie denn gegen diese Konzerne?

  63. @Lenin

    Hmm, da Du hier das erste mal aufschlägst, werde ich erstmal ganz milde herangehen.
    Deine Meinung lese ich öfters bei PI, ist mir also nicht fremd.

    Abhängigkeiten von Öl und Gas………bekanntlich wird Öl so gut wie nicht in deutschen Kraftwerken verbraten, dat landet dann eher in Deinen Tank oder dient der Chemieindustrie als Grundstoff.
    Gas dagegen wird in Spitzenlastkraftwerken und oft auch bei kleinen bis mittleren KWK-Anlagen benutzt.
    Das dumme an der Energiewende……wir werden MEHR Gas brauchen um die unsteten Naturströmlinge ausgleichen zu können.

    Energiekonzerne……..Du hast jederzeit die Möglichkeit einen Ökostromanbieter wie Lichtblick oder Greennpeace Energy für Deine Stromlieferung auszuwählen, also warum dieser Frust auf die 4 Großen?
    Kann es sein, das Du aus Unkenntnis das Gelaber gewisser interessierter Kreise hier unreflektiert wiedergibst?

    Wenn Du wirklich wissen möchtest wie der ganze Kram mit den Strömlingen und der Liberaliserung der Strommärkte funktioniert, nimmt sich Onkel Heinz gerne die Zeit dafür.
    Einzige Bedingung, leere Dein HIrn aus, schmeiß die Vorurteile in den Müll und beginn einfach wieder bei Null, dann werden wir auch gut auskommen.
    MfG
    Onkel Heinz…..Erklärbär

  64. #59. lenin

    moin Genosse Lenin,

    Du schreibst

    Aber alles ist gut, was uns aus der Abhängigkeit von Öl und Gas hilft, denn beides dürfen wir Verbraucher teuer bezahlen.

    hast Du Dich schon mal mit den Verbraucherpreisen bei Öl und Gas intensiv beschäftigt? Dann wirst Du sehr schnell feststellen, dass nicht die ach so „BÖSEN“ Konzerne die Preistreiber sind, sondern -- richtig -- Vadder Staat. Teuer bezahlen dürfen wir den einzigartigen Unfug der sogenannten „Energiewende“. Denk mal drüber nach. Auch ein Genosse Lenin kann noch was dazu lernen.

    Gruß
    karl.s

  65. Tja, lieber Karl,

    es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie unbeirrt und uninformiert, dafür aber mit dem Brustton tiefster, unwandelbarer Überzeugung die unsinnigsten Phrasen wieder und wieder abgespielt werden.
    Und das von Leuten, die sogar davon überzeugt sind, dass sie besonders kritisch und hinterfragend seien.

    Unübersehbar ist das die haltung von religiös Glaubenden, welche die Welt durch die Brille eines unhiterfragten Katechismus wahrnehmen. Dass diese Haltung fast stets mit apokalyptischen Endzeitvorstellungen und paradiesischen Heilserwartungen einhergeht, verstärkt nur diesen Eindruck.

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