Cosmic Cloud Change

20. Juli 2019 | Von | Kategorie: Blog

EthanolIn Scientific Reports, einem „Nature Research Journal“ wurden geologische Belege für einen sogenannten „Umbrella Effect“ veröffentlicht: „Geological support for the Umbrella Effect as a link between geomagnetic field and climate“. Dieser „Umbrella Effekt“ stellt einen Zusammenhang her zwischen einer Änderung des Erdmagnetfeldes und Klima. Das heißt konkret, dass eine Schwächung des Erdmagnetfeldes zu einer Erhöhung der Wolkenbedeckung führt.  Dies führt wiederum aufgrund der Erhöhung der Albedo zu einer Abkühlung. Eine Verstärkung des Erdmagnetfeldes würde entsprechend zu einer Erwärmung führen. Die Autoren des Artikels schreiben deshalb hier in den wissenschaftlichen Nachrichten der Kobe University:

“The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) has discussed the impact of cloud cover on climate in their evaluations, but this phenomenon has never been considered in climate predictions due to the insufficient physical understanding of it”, comments Professor Hyodo. “This study provides an opportunity to rethink the impact of clouds on climate. When galactic cosmic rays increase, so do low clouds, and when cosmic rays decrease clouds do as well, so climate warming may be caused by an opposite-umbrella effect. The umbrella effect caused by galactic cosmic rays is important when thinking about current global warming as well as the warm period of the medieval era.”

Dieser Effekt stellt also einen physikalischen Mechanismus vor, der die mittlere Temperatur der Erde über die globale Wolkenbedeckung regeln könnte, unabhängig von anderen Faktoren wie Änderung der Einstrahlung durch die Sonne oder Treibhausgasen. Das unterstützt auch den Ansatz von Kauppinen et al. „No Experimental Evidence for the significant Anthropogenic Climate Change“ diese Faktoren als unabhängig zu betrachten. Ein interessanter naturwissenschaftlicher Artikel. Wir können gespannt sein, ob das IPCC dem Rat der japanischen Naturwissenschaftler folgt und diese Erkenntnisse in die Betrachtungen einfließen lässt.

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24 Kommentare
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  1. Dieser Effekt stellt also einen physikalischen Mechanismus vor, der die mittlere Temperatur der Erde über die globale Wolkenbedeckung regeln könnte,

    Einfach herrlich -- solche Sätze!

  2. Doch hat sich das Erdmagnetfeld in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich abgeschwächt und nicht zugenommen, die globale Mitteltemperatur (trotz aller unterstützenden Manipulationen) doch zugenommen.

    Irgendwo habe ich auch gelesen, dass Wolken und Wolken nicht denselben Effekt haben. Wolken in der Troposphäre würden zumindest teilweise erwärmend wirken, Stratosphärenwolken primär kühlend.

    ???

  3. Ich sehe das ähnlich wie Herr Kaula.

  4. @ Dr. med. Stephan Kaula 20. Juli 2019 09:44

    Irgendwo habe ich auch gelesen, dass Wolken und Wolken nicht denselben Effekt haben. Wolken in der Troposphäre würden zumindest teilweise erwärmend wirken, Stratosphärenwolken primär kühlend.

    Ich kenne eher das: https://www.weltderphysik.de/gebiet/erde/atmosphaere/klimaforschung/wolken/

    Was die Wolken betrifft, so ist der Albedo-Effekt im gegenwärtigen Zustand des Klimas etwas stärker als der Treibhauseffekt. Das lässt sich anhand von Satellitenmessungen nachweisen. Netto wirken die Wolken mit ungefähr -200 Watt pro Quadratmeter kühlend auf die Erdoberfläche. Das ist die Bilanz aus dem Albedo-Effekt, der mit -500 Watt pro Quadratmeter kühlt, und dem Treibhauseffekt, der mit +300Watt pro Quadratmeter erwärmt.

    Leider gehen die Resultate der Klimamodelle weit auseinander. Die Wolkenrückkopplung gilt darum als eines der Hauptprobleme in der Klimaforschung. Die Rückkopplung durch Wasserdampf ist zwar nach heutigem Kenntnisstand stärker als der Wolkeneffekt, aber die Unterschiede in den simulierten Wolkenrückkopplungen sind derart groß, dass sie die Gesamtunsicherheit bei den Rückkopplungen dominieren.

    Dies gibt die Situation m.E. gut wieder. An anderer Stelle habe ich die Diskussion gelesen, wie sehr die jeweiligen Effekte in den unterschiedlichen Wolkenhöhen sich auswirken. Einen wirklich gesicherten Stand gibt es dazu auch nicht. So meinten manche, dass Cirruswolken eher wärmend wirken, doch halte ich die vorgetragenen Argumente nicht für plausibel. Die Empirie liefert hierbei zu wenig belastbare Grundlagen.

  5. Zum Artikel selbst: Es ist wohl ein halbwegs plausibler Mechanismus vorgestellt worden, aber die empirisch gestützte Modellbildung und Quantifizierung bleibt dünn. Lediglich wird erkennbar, dass die Vielzahl der Faktoren, die durchaus dominante Einflüsse haben können, aber in den Modellen nur unzureichend oder gar nicht berücksichtigt werden lediglich eines Sagen: Das Klimasystem und seine Entwicklund wird zur Zeit nur unzureichend verstanden!

    Unter diesen Umständen ist es schlicht lächerlich, die ’neuesten‘ Modelle, die mit möglichst mächtigen Computerleistungen erstellt wurden, für verlässlich zu halten. Wenn man nichts weiß, ist auch die Kaffeesatzleserin nicht wirklich besser dran, die konkrete Behauptungen zur Zukunft macht und rein statistisch sicher auch mal recht haben könnte.

  6. Die Wolken sind die große Unbekannte.

    Zum einen erhöhen die Wolken die Albedo und kühlen dadurch. Zum anderen verhindern sie die direkte Wärmeabstrahlung von der Erdoberfläche ins All und erwärmen dabei vor allen in der Nacht.

  7. @Martin Landvogt #5

    Unter diesen Umständen ist es schlicht lächerlich, die ’neuesten‘ Modelle, die mit möglichst mächtigen Computerleistungen erstellt wurden, für verlässlich zu halten.

    Das ist genau der Punkt, warum ich die beiden Artikel gepostet habe. Die jetzige Modelleinschätzung hängt vor allem davon ab, ob die Modelle die natürliche Variabilität hinbekommen. Deshalb sind solche Erkenntnisse wichtig das einzuschätzen.
    Interessant ist vor allem auch, dass die Modelle die die historischen Daten simulieren eine Variabilität von 3 K haben. Das heißt ein kaltes Modell startet zum Beispiel 1860 bei 285 K und ein warmes Modell bei 288 K.

  8. #4 Martin Landvoigt

    „Die Empirie liefert hierbei zu wenig belastbare Grundlagen.“

    Da an vielen Wetterstationen sowohl der Wolkenbedeckungsgrad als auch die Tages-Mitteltemperatur gemessen werden, kann man die Korrelation zwischen beiden Größen über lange Zeiträume bestimmen, z.B. für die Wetterstation Potsdam
    1893-1957;Dez-Feb; 0,24;1958-2018; 0,08;
    1893-1957;Mär-Mai; -0,38;1958-2018;-0,41;
    1893-1957;Jun-Aug; -0,55;1958-2018;-0,66;
    1893-1957;Sep-Nov; -0,22;1958-2018;-0,32;

    Wetterstation Hohen-Peißenberg
    1893-1957;Dez-Feb; -0,30;1958-2018;-0,33;
    1893-1957;Mär-Mai; -0,37;1958-2018;-0,38;
    1893-1957;Jun-Aug; -0,65;1958-2018;-0,52;
    1893-1957;Sep-Nov; -0,61;1958-2018;-0,26;

    Wie man sieht gehen nicht nur die Resultate der Klimamodelle, sondern auch die Ergebnisse einzelner Wetterstationen weit auseinander.

  9. @ P. Berberich 20. Juli 2019 14:10

    Da an vielen Wetterstationen sowohl der Wolkenbedeckungsgrad als auch die Tages-Mitteltemperatur gemessen werden, kann man die Korrelation zwischen beiden Größen über lange Zeiträume bestimmen, z.B. für die Wetterstation Potsdam
    ….
    Wie man sieht gehen nicht nur die Resultate der Klimamodelle, sondern auch die Ergebnisse einzelner Wetterstationen weit auseinander.

    Genau das ist ja mein Fazit. Wir können zwar Korrelationen rechnen, wissen aber zugleich, dass diese jeweils aus einem chaotischen System mit vielen unbekannten Faktoren zusammenwirken. Die statistische Basis reicht dann nicht für halbwegs signifikante Varianzanalysen. Im Besonderen, da das vermutete ‚Signal‘ von einer wesentlich größeren Wetter-Varianz überlagert wird. Hier gibt es schlicht Grenzen der Wissenschaften.

  10. Günter Heß 20. Juli 2019 13:21

    Interessant ist vor allem auch, dass die Modelle die die historischen Daten simulieren eine Variabilität von 3 K haben. Das heißt ein kaltes Modell startet zum Beispiel 1860 bei 285 K und ein warmes Modell bei 288 K.

    Eben! Wir halten hier sicher alle Wissenschaft für wichtig und würden uns über verlässliche Argumente freuen -- auch wenn sie nicht unsere vorher gehende Ansicht unterstützen. Aber die Wissenschaft hat so gravierende Grenzen, dass wir hier trotz des immensen Aufwandes Aussagen einer Qualität haben, die sich vom Kaffeesatzlesen nicht wesentlich unterscheidet.

    Das ist schwer zu akzeptieren, dass wir unsere Erkenntnisse eben nicht hinreichend absichern können. Aber es ist fatal, das einfach zu ignorieren und wahrlich unwissenschaftlich.

  11. @Günter Heß:

    Das ist genau der Punkt, warum ich die beiden Artikel gepostet habe.

    Das bezweifel ich. Es müsste aus den Artikeln doch sonneklar sein, dass es sich um den Zeitraum während einer Polumkehr handelt. Die Schwankungen der kosmischen Strahlung in der näheren Vergangenheit ist viel zu klein um irgendeine Auswirkung zu haben. Dass diese Strahlung eine Wirkung hat, wurde ja bereits gezeigt: https://home.cern/news/news/experiments/cloud-experiment-sharpens-climate-predictions

    Nur ist diese viel zu gering um heute das Klima zu beeinflussen wie einige Svenmark Jünger zu glauben scheinen.

    The results also show that ionisation of the atmosphere by cosmic rays accounts for nearly one-third of all particles formed, although small changes in cosmic rays over the solar cycle do not affect aerosols enough to influence today’s polluted climate significantly.

    Da finde ich es faszinierend, dass jemand folgendes dazu schreiben kann:

    Wir können gespannt sein, ob das IPCC dem Rat der japanischen Naturwissenschaftler folgt und diese Erkenntnisse in die Betrachtungen einfließen lässt.

    Das grenz wieder an der Verschwörungstheorie, dass Klimawissenschaft doch alles ignoriert was die schlauen Skeptiker doch sonnenklar wissen und nur deshalb sieht es so aus als ob der Mensch das Klima maßgeblich beeinflusst hat. Gell? 😉

  12. @SH
    Wir können das Klima nicht beeinflussen, dazu müssten wir erst mal 30 Jahre das Wetter bearbeiten, um dann zu sehen, was dabei raus kommt, oder eher auch nicht.

  13. Das grenz wieder an der Verschwörungstheorie, dass Klimawissenschaft doch alles ignoriert was die schlauen Skeptiker doch sonnenklar wissen und nur deshalb sieht es so aus als ob der Mensch das Klima maßgeblich beeinflusst hat. Gell?

    Nicht alle, nur die von IPCC wie Rahmstorf, Mann und Co..

    Aber Rahmstorf hat jetzt neben CO2 einen weiteren Kandidaten entdeckt. Bäume, die Permofrostböden auftauen und den schlafenden Riesen Methan wecken.

  14. Alles für eine „gute Sache“ 😀

    Priceless! Zero emissions, construction digger, runs out of power in 2 hours. Requiring it to be recharged using a diesel generator for 8 hours!!!

    Quelle
    😀
    Sind auch noch nette andere Beispiele weiter unten 😀

  15. Clouds, solar cycles play a part

    Sand deposits near the Gobi Desert in China may seem a strange place to look for evidence that cosmic rays can control how clouds are formed and the impact they have on Earth’s climate.

    Der Autor zieht recht interessante Schlüsse, die Arbeit selber wurde ja schon verschiedentlich angesprochen.
    Darüber hinaus sollte auch klar sein, dass die Polumkehr und das reduzierte Erdmagnetfeld quasi als Modell / Beispiel benutzt wurden.

  16. The Net Effect of Cloudiness on Surface emperatures

    Conclusions

    Climate models focus on the effect of greenhouse gases, primarily carbon dioxide and water vapor, to the neglect of cloud cover. As shown above this effect is much smaller than that of clouds. Does this mean that the projected temperature change over the next century is larger than the climate models suggest? In principle that would be the case, but the climate models have been tweaked to give plausible projections. For example, the climate models use a rate of increase of the concentration of carbon dioxide which is two and a half times the current rate. There is no justification for this other than to produce scarier projections. The climate models are probably just worthless and should be scrapped. The ones that ventured to provide validation by carrying out backcasts failed miserably. Some people think that because the climate models contain only equations based upon fluid dynamics and thermodynamics that that makes them valid. The climate models are in error from what they have left out rather from what they contain.

  17. Wie Klimamodelle die Erderwärmung aufblasen

  18. @Krishna:

    Wir können das Klima nicht beeinflussen, dazu müssten wir erst mal 30 Jahre das Wetter bearbeiten, um dann zu sehen, was dabei raus kommt, oder eher auch nicht.

    Bitte was?

    Priceless! Zero emissions, construction digger, runs out of power in 2 hours. Requiring it to be recharged using a diesel generator for 8 hours!!!

    Nun, diese Art von Dieselgenerator wird trotzdem weit weniger CO2 pro Energieeinheit rauswerfen als den Bagger direkt mit Diesel zu betreiben. Aber nun ja, manchmal geht es nicht anders. Gibt ja auch Bilder von Tesla Suberchargern, die von einem Dieselgenerator mit Strom versorgt werden bis der tatsächliche Anschluss ans Netz (wieder) funktioniert. Habe ich kein Problem mit. Wenn kein Stromnetz weit und breit vorhanden ist, muss es eben so gemacht werden. Dürfte aber eher die Ausnahme sein.

    Ach ja, das ist wieder so ein Ding, dass die gesamte Skeptikerszene teilt. Warum wohl. Es gibt ja auch gescheite elektrische Bagger, die einen Arbeitstag durchhalten bzw. darauf ausgelegt sind. Wäre ja doof, wenn man sich die mal anschaut 😉

    Wofür diese Art von Bagger gedacht ist:
    https://www.electricvehiclesresearch.com/articles/14044/electric-excavator-quiet-zero-emission

    @Michael Krüger:

    Aber Rahmstorf hat jetzt neben CO2 einen weiteren Kandidaten entdeckt. Bäume, die Permofrostböden auftauen und den schlafenden Riesen Methan wecken.

    Das lässt dich nicht los, oder? Du willst es einfach so falsch verstanden haben und wiederholst das jetzt um zu zeigen wie „kluk“ du bist, gelle? 😉

    @Lutz Herrmann:

    Wie Klimamodelle die Erderwärmung aufblasen

    Ach gut, der Vahrenholt mal wieder. Wie war das noch mit deren Vorhersage über die Entwicklung des Klimas aus ihrem Buch? Hat super geklappt, ne? 😉

  19. Sondermeldung. Hackfresse Herp zum wiederholten Male nicht lustig. Association of Nerds droht mit Ausschluß.

  20. Ach komm Lutz, lass es einfach bleiben wenn du nichts zu sagen hast und Vahrenholt als eine geeignete Quelle zum Kritisieren von Modellen siehst:
    https://www.klimafakten.de/meldung/wie-redlich-ist-vahrenholts-buch-die-kalte-sonne (nur ein Beispiel). Klimawissenschaft Marke Eigenbau trifft es ganz gut …

  21. @SH #18

    Wir können das Klima nicht beeinflussen, dazu müssten wir erst mal 30 Jahre das Wetter bearbeiten, um dann zu sehen, was dabei raus kommt, oder eher auch nicht.

    Bitte was?

    Vergessen, was Klima ist ?

  22. Sagst du uns jetzt Klima sei nur Wetter für 30 Tage und deshalb müsste man erstmal das Wetter verändern? Läuft es darauf hinaus? Hach, warum antworte ich eigentlich noch auf so etwas?…

  23. *Jahre

  24. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) definiert das Klima als die Statistik des Wetters über einen Zeitraum, der lang genug ist, um diese statistischen Eigenschaften auch bestimmen zu können. Während das Wetter den physikalischen Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort beschreibt, ist Klima erst dann richtig gekennzeichnet, wenn die Wahrscheinlichkeit für Abweichungen vom Mittelwert angegeben werden kann, also auch Extremwerte Teil der Statistik sind. Zur Beschreibung des Klimas wird in der Regel eine Zeitspanne von 30 Jahren als Bezugszeitraum herangezogen. Die übliche Einteilung in Klimazonen folgt überwiegend dem Jahresgang der Temperatur und des Niederschlags

    Quelle
    Noch Fragen ?

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