Das Autarkie-Haus, das ohne Stromanschluss auskommt!

5. Januar 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energiewende, Photovoltaik

Ach ja, tatsächlich?

HausAutark

Endlich ist es fertig, das erste Haus, das angeblich völlig autark ist: Wohnen in der Zukunft.

… Timo Leukefeld ist da allerdings längst einen Schritt weiter. Er ist vor ein paar Wochen in das deutschlandweit erste energieautarke Haus eingezogen. Das steht im sächsischen Freiberg, wurde von Leukefeld gemeinsam mit anderen Ingenieuren entwickelt und kostet schlüsselfertig knapp 400.000 Euro.

Der Clou: Das Gebäude soll ganzjährig ohne Stromanschluss auskommen. Und seinen Bauherrn komplett unabhängig von Energieversorgern und stetig steigenden Kosten machen. Der Schüssel dazu ist die Speicherung von Sonnenstrom und -wärme im Haus selbst.
Das Heizkonzept unterscheidet sich deutlich vom Plusenergiehaus. Statt per Wärmepumpenstromheizung wird Solarthermie mit Fotovoltaik kombiniert. Denn Heizsysteme wie etwa eine Wärmepumpe verbrauchen zu viel Strom, erklärt Bauherr Leukefeld. Was außerdem bleibe, seien Heizkosten, Stromkosten und Benzinkosten fürs Auto.
„Die haben nichts mit einer echten Selbstversorgung an Energie zu tun“, sagt Solarforscher Leukefeld. „Unser Haus würde bei einem Stromausfall voll in Funktion bleiben über Tage und Wochen, da es die Energie, die es verbraucht, selbst erzeugt, speichert und genau in dem Moment zur Verfügung stellt, wenn sie gebraucht wird.“

Das hört sich ja großartig an!

Sehen wir auch noch auf diesen Blog, für ein paar Zahlen: Ein energieautarkes Haus entsteht

Das EnergieAutarke Haus hat 162 m² Wohnfläche, KfW 55 Standard, einen Stromverbrauch von unter 2000 kWh/a und heizt sich ganzjährig größtenteils mit der Sonne (46 m² Solarthermie + 9 m³ Langzeitwärmespeicher = 65 % solare Deckung). Der geringe Restwärmebedarf für Heizung, Warmwasser und Lüftung wird mit einem Kaminofen und etwa 2 fm Stückholz für ca.160 € pro Jahr gedeckt. Damit liegt es in Bezug auf Heizkosten, CO2 Ausstoß und Primärenergieverbrauch (7 kWh/m²a) etwa 60 Prozent unter dem Passiv- Null- und Plusenergiehaus. Das Haus erzeugt mit der Sonne seinen eigenen Strom (8 KW Photovoltaik + 58 kWh Akkuspeicher = 100 % solare Deckung) und kann darüber hinaus mit solarem Überschussstrom von Februar bis November das Elektroauto der Familie auch abends nach der Arbeit mit selbst erzeugtem Solarstrom laden. Die Bewohner sind vom Energieversorger komplett unabhängig, egal wann der Strom einmal ausfallen sollte.

  • Kosten: 400.000 € (ohne Grundstück)
  • Jährlicher Stromverbrauch: 2000 kWh
  • 8 kWh PV
  • 58 kWh Akkuspeicher

Und das soll ohne Stromanschluß auskommen?

Das ist völlig unmöglich.

Schon der Norm-Verbrauch von 2000 kWh/Jahr ist für den Vierpersonenhaushalt, wenn elektrisch gekocht wird (Das ist ja anzunehmen) auch mit AAA-Geräten ziemlich illusorisch. Im Winter ist der Stromverbrauch jedenfalls deutlich höher als im Sommer; wenn man mit 200 kWh/Monat im Dezember/Januar rechnet, genügt der Akkuspeicher (Unter Berücksichtigung von Verlusten und Schutz vor Tiefentladung) für etwa fünf Tage. Völlig sonnenlose Wetterlagen, womöglich mit Schnee auf den Kollektoren, könen jedoch leicht mehrere Wochen anhalten. Ohne Stromanschluß geht dann gar nichts und auch die Wärmedeckung durch Solarenergie liegt nahe Null, es wird also viel Holz im Ofen verschwinden.

Ausserdem beträgt der durchschnittliche Wirkungsgrad von PV in den Monaten Dezember/Januar nur 2.6%. Es könnten also unter Normalbedingungen nur 150 kWh/Monat erzeugt werden. In diesen Monaten ist aber der Verbrauch am höchsten, 111% des Durchschnittsmonats. Das wären 185 kWh/Monat bei 2000 kWh /Jahr. Es besteht daher eine Unterdeckung von 35 kWh/Monat. Man sieht also: Der Akku ist hart auf Kante berechnet, er kann nicht mal unter Normalbedingungen für Dez/Jan tatsächlich die Versorgung sicherstellen.

Und wäre der Energieversorger fair, würde er sagen:

Herr Leukefeld,

Sie möchten notfalls für 2 Wochen pro Jahr Strom beziehen. Dafür müssen wir aber ganzjährig die Erzeugungskapazität vorhalten und auch die Leitungen zu Ihrem Haus verlegen und instandhalten.

Die Auslegung wäre für einen Spitzenverbrauch von 200 kWh/Monat 12 x 200 = 2400 kWh. Abzüglich der Brennstoffkosten würde also allein ihr Hausanschluß und die Bereitstellung der Kraftwerkskapazität 290 €/Jahr kosten. So viel müssen wir als Grundgebühr verlangen.

Alternativ können wir Ihnen auch, wenn Sie nur 100 kWh im Notfall (für 2Wochen) abnehmen, einen kWh -Preis von 5,88 € anbieten. Billiger geht es leider nicht, da wir kostendeckend arbeiten müssen.

Ihr Energiekonzern

Kann dieses Haus ein ‚Modell für die Zukunft‘ sein?

Da kommen doch Bedenken:

  • Ein Einfamilienhaus mit 156 qm Wohnfläche für 400.000 € + Grundstück ist völlig untypisch und für die Masse der Bevölkerung unbezahlbar.
  • Das Konzept ‚Einfamilienhaus‘ ist von Anfang an falsch. Die grössten und effizientesten Energieeinsparungen, insbesonders bei der Heizung, erreicht man mit dem ‚Bienenwabenkonzept‘: Wohneinheiten, die die meisten Wände mit Nachbareinheiten teilen und dadurch nur sehr kleine Aussenflächen haben, über die Wärme abgegeben wird, also große, geschlossene Wohnblocks.
  • Wohnblocks sparen auch Infrastruktur (Straßen, Anschlüsse für Wasser, Strom etc.), erleichtern die Anbindung an den ÖPNV und können viele Einrichtungen gemeinsam nutzen, wie z.B. Waschmaschine etc. Das optimale Modell für die Zukunft wäre also so eine Art Kaserne, mit Gemeinschaftsküche und Gemeinsachftswäsche; das sind nämlich die grössten Energieverbraucher und wer wirklich den grössten Teil der Bevölkerung in energiesparenden Behausungen unterbringen will, kommt um solche Lösungen nicht herum, wenn das bezahlbar sein soll.

Aber das hört sich nicht nach einem schönen Märchen an, also wird weiter das kuschelige Traumhaus als Zukunftsmodell beworben.

Ein Spielzeug auf Kosten der Allgemeinheit

Es wird überhaupt nicht darüber geredet, was denn mit den Strom-ÜBERSCHÜSSEN im Sommer passieren soll. Darf ich raten? Die sollen ins Netz eingespeist und mit Mondpreisen gem. EEG vergütet werden!
Im Juni sind das immerhin, bei einem prognostizierten Eigenverbrauch von nur 155 kWh/Monat und einer Erzeugung von 940 kWh rund 780 kWh, die gemäß EEG mit 153 € vergütet werden – zahlbar von den Menschen, die keine halbe Million für ein ‚Autarkiehaus‘ übrighaben.

Doch selbst wenn das autarke Haus wirklich autark wäre und wenn der Besitzer seinen Überschußstrom im Sommer nicht lukrativ an die Bürger verkaufen würde, die zu arm sind, um sich so ein Haus zu kaufen, würde er sich doch asozial verhalten:
Er zahlt nämlich keine EEG-Umlage und entzieht sich der Solidargemeinschaft. Dadurch werden die Kosten für die ärmeren Bürger, die sich Autarkie nicht leisten können, um so höher und er bezahlt auch nichts für die Befreiung der energieintensiven Industrien, bezieht aber genau wie jeder andere deren Produkte genau so billig wie die anderen Bürger, die sie durch ihre EEG-Umlage subventioniert haben.

Auch das Autarkiehaus ist also eine Form der Umverteilung von unten nach oben, wie sie für die gesamte ‚Energiewende‘ typisch ist.

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61 Kommentare
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  1. Ich werd zwar aus den zahlen auch nicht recht schlau, allerdings las ich noch irgendwo was von einem langzeitspeicher für dieses haus. der soll aus elektrolyseeinheit, wasserstoffspeicher und brennstoffzelle bestehen.

  2. Das autarke, umweltschonende Superhaus geistert schon lange in den Gehirnen von „grünen Oberlehrern“ herum. Bastler haben schon in den 70er Jahren so experimentiert. In der ersten Ölkrise baute sich ein Lehrer, Beamter im öffentlichen Dienst mit gutem Einkommen, in Gilching bei München ein „Solarhaus“. Ein ausgedienter Biertank aus Inox stand isoliert im darum gebauten Treppenhaus vom Keller bis zum Dach. ca. 35 m³ thermischer Speicher zu reichlich selbst gelöteten Solarkollektoren auf dem Dach. Er benötigte angeblich keinerlei Brennstoffe zusätzlich. Den Strom bezog er in den noch vernünftigen Energiezeiten natürlich von den Isar Amper Werken zuverlässig und für wenig Geld. Ab 1988 segelten wir mit unserer in München selbst gebauten 2 Mast Hochseeyacht 6 Jahre über die Meere und lernten was Autarkie wirklich bedeutet. Ohne Marinas und Landanschluß beschränkt sich dann alles notfalls sehr drastisch. In einer gigantischen Flaute im Passatgürtel verbrauchten wir 600 l Diesel, hatten Feiertagsbeleuchtung und gefrorenes Bier. Auf anderen Strecken war es dunkel, kalt und stürmisch. PVA und Windgenerator waren gut für äußerste Notversorgung bei Maschinenschaden, für mehr aber auch nicht.
    In Ländern mit vernünftiger Energieversorgung kann man dank Kernenergie billig und zuverlässig sogar elektrisch heizen. Warum brauchen nur die Deutschen ein Rad mit vielen „Ecken“?

  3. >Dadurch werden die Kosten für die ärmeren Bürger, die sich Autarkie nicht leisten können, um so höher und er bezahlt auch
    >nichts für die Befreiung der energieintensiven Industrien, bezieht aber genau wie jeder andere deren Produkte genau so billig
    >wie die anderen Bürger, die sie durch ihre EEG-Umlage subventioniert haben.

    Hi!
    Dies lasse ich so nicht durchgehen. Wenn ich wirklich zu 100% Autark bin, dann bin ich das eben. Basta. Es gibt keinen zwang Strom zu kaufen. Verübelt man einem Fußgänger, daß er keine Mineralölsteuer zahlt?

    Natürlich darf dann der Überschußstrom nicht ins Netz eingespeist werden. Aber man kann damit seinen Swimmingpool im Sommer heizen etc… Oder als Heizpatrone den Ganzjahreswärmespeicher erhitzen, …
    Bei 95% Autarkie mit dem Stromnetz als (Unbezahltes) Backup sieht das ganze anders aus. Aber bei 100% Autakie eben nicht.

    Und als ich die Überschrift las, dachte ich, da ist sie, die perfekte Almhütte???
    Solch Autarkie ist natürlich teuer und kein Modell für jeden (Ressourcenverbrauch). Aber es gibt ja einen Markt für so etwas, allerdings in seiner Nische.

    mfg

  4. Immer, wenn etwas zum Modewort erhoben wird, kommen Sektierer und übertrumpfen sich bei der Umsetzung. Energieautark waren die Bergbauern früher. Das war ein Heulen und Zähneklappern. Mit mehr Geld gelingt dies sicher komfortabler, gibt das ersparte Geld dann aber schnell an Reparatur- und Wartungskosten wieder aus. Das sind aber keine Energiekosten und damit bleibt die Ökowelt rein. Ist eben, als ob ich mir einen Reitstall leiste, weil der öffentliche Nahverkehr zu teuer sei.
    Ganz blöd kommt es dann jedoch, wenn dem Staat einfällt, dass die „Energieautarken“ sich trotzdem an den Mehrkosten der Energiewende solidarisch beteiligen müssen – und das dauert nicht mehr lange.

  5. Dies lasse ich so nicht durchgehen. Wenn ich wirklich zu 100% Autark bin, dann bin ich das eben. Basta. Es gibt keinen zwang Strom zu kaufen. Verübelt man einem Fußgänger, daß er keine Mineralölsteuer zahlt?

    Nehmen wir statt des Fußgängers ein E-Mobil.
    Es beansprucht Straßen und Parkplätze, also die öffentliche Infrastruktur, genau so wie ein Auto mit Verbrennungsmotor.
    Es braucht kein Benzin, also wird auch keine Mineralölsteuer bezahlt.
    Ist das fair?
    Warum sollen die Verbrenner für Straßenbau etc aufkommen und das E.-Mobil nicht?

    Es ist ohenhin im höchsten Maß asozial, die NIE über den Strompreis zu finanzieren, denn wer arm ist, gibt prozentual viel mehr Geld für Strom aus als ein Besserverdiener. Das EEG ist also ein Steuergesetz, bei dem Arme einen (bis zu 5 x) höheren Steuersatz bezahlen als Reiche.
    EinTeil dieses Gelds wird dafür gebraucht, energieintensive Industrien mit billigem Strom zu versorgen, dadurch bleiben die Produktpreise niedrig. Kauft also ein EEG-Zahler z. B. ein Produkt aus Aluminium, dann hat er zusätzlich zum Kaufpreis auch noch mit seinen EEG-Zahlungen für die Energie bezahlt, die im Metall steckt.
    Der ‚autarke‘ Hausbesitzer aber nicht, er bekommtes billiger, weil erja kein EEG zahlt. Genauer gesagt: er bekommt es billiger, weil der EEG-Zahler für ihn die Energie zahlt. das ist Umverteilung.
    FAIR wäre es, wenn der ‚Autarke‘ auch seinen externen Stromverbrauch srlbst erzeugen würde, also bei einem Eigenverbrauch von 2000kWh/Jahr mindestens 4000kWh/Jahr* der Industrie zum Börsenpreis zur Verfügung stellen würde, denn dann wäre das Aluminium mit seinem eigenen Strom hergestellt und er wäre niemandem etwas schuldig.
    Tatsächlich wäre es aber sehr viel gerechter, wenn die EEG-Subventionen aus dem allgemeinen Steuersäckel bezahlt würden und nicht über die Stromrechnung.

    *Der Verbrauch an Industriestrom ist etwa doppelt so hoch wie der Haushaltsverbrauch

  6. @Tritium 5,

    man darf aber die verfehlte EE(G) Politik nicht dem autarken Häuslebauer anlasten, der weder die Armen mit EEG-Vergütung abzockt, noch das Netz als Backup missbraucht.
    Die Benutzung der indirekt subventionierten Produkte ist doch vernachlässigbar. Es gibt eklatantere Missstände. Da sind die Argumentationsketten der an den Haaren herbeigezogenen externen Kosten, die die Grünen gerne anführen, z.T. sogar noch näherliegender. Man sollte nicht auf Teufel komm raus Argumente suchen.

    Das E-Mobil welches auf normalen Strassen fährt entspricht dem 95% Autarken, der das Netz als Billigbackup missbraucht.
    Das Energieautarke Haus dagegen ist ein E-Mobil, das auf dem Golfplatz rumkurvt.

    Müssen jetzt alle Nichtraucher anfangen zu rauchen? Man sollte es bei der Haarspalterei nicht zu weit treiben.

    Es gibt ja gute Kritik, daß diese Autarkie kein Modell für ALLE ist, sowie man auch die 100% anzweifeln kann.
    Allerdings sind solche autarken Häuser nicht nutzlos. Es gibt Anwendungsgbiete, bei denen dies eventuell Sinn macht. Almhütten etc… Daneben darf man ja auch niemandes Hobby verwehren.

    mfg

  7. @Tritium, 5

    Und fast vergessen:
    In der Tat wäre es gerechter gewesen, wenn die Grünen damals die EE-kosten aus dem Staatssäckel hätten aufbringen müssen. Nur haben diese das wohl nicht gemacht, weil
    -- man dann Kostentransparenz gehabt hätte
    -- man selbst hätte anderswo hart sparen müssen
    -- oder der Finanzminister einfach einen Schlussstrich unter den Schmarm ziehen kann

    Dies kann aber nicht das Problem eines Autarkiehäuslebauers sein, der sein Zeugs selbst zahlt und den anderen nicht wirklich auf der Tasche liegt.

    mfg

  8. sorry und noch was (zu schnell abgeschickt)

    @Tritium, 5

    In einer freien Marktwirtschaft gibt es keinen Zwang ein bestimmtes Produkt (z.B. Strom) kaufen zu müssen!

    mfg

  9. In einer freien Marktwirtschaft gibt es keinen Zwang ein bestimmtes Produkt (z.B. Strom) kaufen zu müssen!

    Stimmt!
    In Deutschland besteht jedoch der Zwang, NIE-Strom kaufen zu müssen; die freie Marktwirtschaft ist auf dem Energiemarktabgeschaft und wurde durch eine asoziale Planwirtschaft ersetzt. Ausnahmen gibt’s nur für Besserverdiener.

  10. Der jährliche Stromverbrauch von 2000kWh wird durch einen Akkuspeicher von 58kWh abgesichert. Die besten derzeitigen Akkus sind Li-Ion-Akkus. Diese kosten ca. 1000,- Euro pro kWh und haben eine Lebensdauer von 10 Jahren. Damit belaufen sich allein die Akkukosten für die 20000 kWh Verbrauch in 10 Jahren auf 58000,- Euro und somit rund 3,- Euro je kWh.
    Wenn das wirklich ein autarkes Haus ist, dann ist es ein autarkes Haus für Dumme!

  11. @ Tritium:

    Was Sie als asozial bezeichnen, gibt es aber nicht erst seit der Energiewende:
    Schon seit langer Zeit kommt der Steuerzahler ebenso für die Folgekosten von fossiler und Kernenergie auf.

    Außerdem:
    Der Anteil an energieautarken Häusern, Elektroautos usw. ist zurzeit noch so gering, dass kein Geringverdiener darunter leiden wird, auch die Industrie nicht.
    Bis ein nennenswerter Anteil an Wohnhäusern energieautark sein wird, wird das auch die Industrie sein, und bis dahin wird sich steuerrechtlich und marktwirtschaftlich Einiges geändert haben, da braucht man sich heute noch nicht drum zu kümmern.
    Vielleicht kommt es auch anders: Die Großindustrie kommt ohne Stromanschluss aus. Schon jetzt hat jeder große Industriebetrieb ein Kraftwerk auf seinem Gelände, mit dem er einen großen Teil seines Strombedarfs selber deckt.

  12. @Tritium, 9

    Wenn ich als Eigenheimbesitzer sage, ich mache meinen Strom zu 100% selbst und sei es ein kleines Wasserkraftwerk, eine Solaranlage mit sündhaftteurem Akku oder mittels Dieselaggregat, dann muß ich weder am Netz hängen, Netzanschlusskosten zahlen, Strom kaufen, noch EEG Umlage zahlen!

    Wenn ich als Firma die Schnauze voll habe und ein Kohlekraftwerk hinstelle, das meinen Betrieb versorgt oder als kleinerer Betrieb das Glück habe ein Wasserkraftwerk mein eigen nennen zu können, das den Betrieb zu 100% versorgt, so muß ich (hoffentlich ist es auch so, sonst wäre es ne Schweinerei) weder Strom noch Stromsteuern noch irgendwie EEG-abgaben zahlen.

    Vor kurzem kam in der ARD? ne Energiewendereportage und da wurde ein Stahlwerk aus dem Saarland als Ökoschweine und als asoziale EEGumlagevermeider bezeichnet (nicht direkt so gesagt, aber deutlich tendenziös), da sich diese ein eigenes Kohlekraftwerk hingestellt hatten und eben somit um die EEGumlage rumkamen. Müssen wir uns auf dieses Niveau begeben?

    Man darf 100% Selbstversorger nicht als asozial bezeichnen, das trifft den Punkt nicht.
    Es gilt die 95%autarken zu kritisieren oder die 100% Energieautarken, aber nicht Leistungsautarken.
    Und man kann natürlich die Kosten kritisieren, die so ein Projekt verschlingt.
    Man darf sich auch über die Kosten des EEG aufregen. Aber das hat eben nichts mit einem 100% autarken zu tun. Der nimmt nicht am Spiel Teil und ist eben aussen vor.

    mfg

    PS ich erinner mich ncoh an den Artikel hier (1-2 Jahre her) mit dem Chemiewerk, das sich ein Kohlekraftwerk + Gaskraftwerk hinstellt/hingestellt hat. Die wurden dafür hier gefeiert. Man sollte sich die Doppelmoral dann vielleicht bewusst machen.

  13. @Schmidt
    > Schon seit langer Zeit kommt der Steuerzahler ebenso für die Folgekosten von fossiler und Kernenergie auf.

    Die da wären?

    mfg

  14. Hallo Tritium.

    Da haste mal wieder so’nen Ökodachs beim nachhaltigen Pinkel erwischt 🙂
    Es ist einfach immer wieder erstaunlich, mit welcher Dreistigkeit diese Solarfetischisten versuchen den unbedarften Mitbürger über die öffentlichen Medien über den Tisch zu ziehen. Dieser werte Herr Timo Leukefeld betreibt schon seit etwa 2009 PR für diese Öko-Klitsche in den Medien. Nebenbei lässt er sich auch noch werbewirksam über eine Agentur als „Experte für zukünftiges Leben, Wohnen, Energiefragen und Mobilität“ vermarkten.

    Die Zahlen, die der „Herr Prof.“ liefert erinnern irgendwie an die Sprüche unseres lieben Thorsten Seifert.. Alles Seifenblasen, die bei näherem Hinschauen einfach platzen.
    Hier hast Du schon ein typisches Beispiel angesprochen:

    Schon der Norm-Verbrauch von 2000 kWh/Jahr ist für den Vierpersonenhaushalt, wenn elektrisch gekocht wird (Das ist ja anzunehmen) auch mit AAA-Geräten ziemlich illusorisch

    Diese 2000 kWh/a bedeuten durchschnittlich pro Tag ~ 5,5 kWh. Das dürfte sicherlich zum Kochen reichen. Aber was ist mit Wäsche (Waschen und Bügeln) für einen 4 Personen Haushalt. Werden die Klamotten nur ausgestaubt und evtl. gelüftet? Im Sommer mag es ja noch für’s Licht reichen. Aber was ist im Winter, wenn es ab 16°° -- 17°° h schon finster wird? Das Warmwasser muss im Winter auch irgendwie aus dem Speichertank in die Radiaroren, das geht nicht ohne Zirkulationspumpe. Wie wird das Wasser nachgeheizt (im Winter), mit Teelichtern?
    Ach ja die Solarthermie, da wird wohl kein Trinkwasser direkt durch die Kollektoren fließen, sondern ein frostsicherer Wärmeträger. Also ist ein Wärmetauscher angesagt, der wiederum eine el. Pumpe benötigt. Irgendwie muss ja Druck auf die Leitungen kommen.
    Allein aus diesem gekürzten Szenario lässt sich unschwer erkennen, dass der werte Herr Prof. im Winter recht schnell im Dustern sitzt, denn wenn sein Akku einmal leer ist, dürfte er ihn bei dem üblichen Wetter zu dieser Jahreszeit nicht mehr voll kriegen.
    Wie er dabei noch „das Elektroauto der Familie auch abends nach der Arbeit“ noch aufladen will wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben. Immerhin dürfte ihn das pro Abend mind. 10 kWh aus dem Akku kosten, denn nachts schläft ja die Sonne bekanntlich.

    Um es kurz zu machen: Das Haus hängt voll am Netz. An guten Tagen im Sommer kassiert er nach EEG und im Winter bezieht er „Atomstrom“.

    meint der Moosgeist

  15. @ Jonas Schmidt # 11:

    Unabhängig von den tatsächlichen Folgekosten für konventionellen Strom, von denen Sie sich wahrscheinlich völlig falsche Vorstellungen machen, sprechen Sie den wichtigstenUnterschied zwar an, erkennen ihn aber nicht:
    Das EEG ist asozial, weil die, die am wenigsten Einkommen haben, prozentual am meisten zahlen müssen und die,die davon profitieren, ein hohes Einkommen und Vermögen haben müssen.
    Bei Einkommenssteuern müssen die mehr bezahlen, die mehr haben. beim EEG ist es umgekehrt. Siehe dazu: Das EEG-Monopoly

    Eine ‚energieautarke‘ Industrie in einem Industrieland? An so was glauben Sie?
    Also erst mal wäre damit die ‚Energiewende‘ gescheitert, denn die industrie verbraucht 50% der Elektrizität und wenn die ihren Strom wirklich selbst machen, dann ganz bestimmt NICHT mit Windrädchen, sondern mit Gas und Kohle. Wie wollen Sie denn dann auf 100% Erneuerbare kommen?
    Es gibt für die Industrie allerdings noch eine bessere Lösung: Unabhängigkeit vom DEUTSCHEN Strom durch Auswanderung und dieser Prozess ist bereits in vollem Gang. Was zurück bleibt, sind allerdings die deutschen Arbeitslosen.

  16. Wenn ich als Eigenheimbesitzer sage, ich mache meinen Strom zu 100% selbst und sei es ein kleines Wasserkraftwerk, eine Solaranlage mit sündhaftteurem Akku oder mittels Dieselaggregat, dann muß ich weder am Netz hängen, Netzanschlusskosten zahlen, Strom kaufen, noch EEG Umlage zahlen!

    Ja, genau das ist ja das Problem: Keine EEG-Umlage.
    Die ‚Energiewende’ist KEIN Projekt der Stromverbraucher, sondern des Volks Wenn DAS VOLK keine Kern- und Kohlekraftwerke haben will, muss auch DAS VOLK dafür zahlen und nicht nur die, die Strom beziehen.

    Nebenbei bemerkt:
    Wer seinen Schnaps selbst macht, muss trotzdem auch für den Eigenverbrauch Alkoholsteuer bezahlen.
    Wer seinen Müll sorgfältig recyced und viel weniger oder gar keine Abfälle hat, muss trotzdem die vollen Müllgebühren bezahlen
    Wer kein Auto hat, muss trotzden als Anlieger für Strassenbaukosten zahlen.

  17. @ Helium #1:
    In dem ‚Welt‘-Artikel wird alles mögliche zusammen geworfen.
    Das ‚Autarkie-Haus‘ hat definitiv keinen Wasserstoff-Erzeuger.

    In dem Zusammenhang würde es mich übrigen sinteressieren, was denn Hausversicherung und Feuerwehr dazu sagen würden. Grosse H2-Tanks in einem Wohngebäude wären sicherlich nicht genehmigungsfähig. Vor allem nicht, wenn auf dem Dach und im Haus eine PV-Anlage betrieben wird.
    Doch wie stehts mit dem ‚Sprengsatz‘ Li-Ion-Batterie?

  18. Energieautark -- tatsächlich? Selbstverständlich nicht.

    Selbstverständlich wird auch beim sogenannten Autarkiehaus geschwindelt. Zwar versucht Professor Leukefeld, den Eindruck zu erwecken, er habe gar keinen Stromanschluß, aber er betont, das „Haus würde bei einem Stromausfall voll in Funktion bleiben“.

    Ein energieautarkes Haus wäre von einem Stromausfall da draußen überhaupt nicht betroffen.
    Leukefeld hat den Anschluß, er nutzt ihn -- und er schwindelt.

  19. Ich wäre bei der Diskussion ob ein sich zu 100% selbst versorgender Haushalt an der EEG-Umlage beteiligt werden sollte auf der Seite, dass er dies nicht zu tun hat. Die bisherige Gesetzgebung sieht es nun einmal vor, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien über den Strompreis getragen wird. Und da sehe ich den Konstruktionsfehler wenn die Energiewende, wie Tritium in #16 schreibt, die Energiewende eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist (was ja wohl so sein soll). Konsequent wäre hier, die anfallenden Kosten aus dem Steueraufkommen zu bestreiten.

    Dass dies nicht so gemacht wurde hat wohl vor allem zwei Gründe. Zum einen hätte man dafür entweder Staatsausgaben an anderen Stellen kürzen, Steuern erhöhen oder mehr Schulden machen müssen. Das wäre von Anfang an schwerer zu Verkaufen gewesen, als die „Kugel Eis pro Monat“ über die Stromrechnung zu bezahlen.

    Der zweite Grund (und vielleicht auch der gewichtigere) ist, dass eine jährliche Ausweisung der EEG-Subventionen ganz transparent die immensen Kosten des Projektes Energiewende offenbart hätte. Und dass (absehbare) steigende Kosten der EE-Förderung jedes Jahr erneut zu einer Diskussion über Kürzungen in anderen Bereichen, Steuererhöhungen oder neue Schulden geführt hätten. Was der Verbraucher jetzt von den EEG-Kosten wahrnimmt ist ja nur ein kleiner Teil der Gesamtkosten (etwa ein Drittel, wie Tritium oben auch schrieb). Die übrigen zwei Drittel bezahlt der Verbraucher natürlich ebenfalls, und zwar über steigende Preise für Produkte und Dienstleistungen. Nur werden diese Preissteigerungen dann eben nicht als Kosten der Energiewende gesehen.

    Mit dem EEG jetziger Prägung war der Politik das Meisterstück gelungen die jährlich steigenden Kosten an den Haushalten des Bundes und der Länder vorbei über die Stromrechnung auf die Verbraucher abzuwälzen. Mit dem aus politischer Sicht äußerst positiven Nebeneffekt, dass damit die Stromversorger zunächst den schwarzen Peter für die ständig steigenden Stromkosten zugesteckt bekommen. Eine Strategie die erst seit einiger Zeit nicht mehr so recht aufgeht. Vor allem die starken Preisanstiege der letzten Jahre scheinen den einen oder anderen dazu zu bringen, das System nun doch etwas stärker zu hinterfragen.

    Wie mrotz in #12 geschrieben hat, ist eine „Besfreiung“ von der EEG-Umlage, wenn man sich denn selbst versorgt, für Privathaushalte vergleichbar mit dem Umstand, dass Industrieanlagen mit eigenen Kraftwerken ebenfalls keine EEG-Umlage bezahlen. Dass es, wenn sich immer mehr Industriebetriebe, und vielleicht auch Privathaushalte, ihren Strom selbst erzeugen zu einer stärkeren Belastung derer kommt, die dann noch Umlage bezahlen, ist ein Grundfehler im System EEG. Ich finde diesen sollte man nicht versuchen dadurch zu vertuschen, dass den Selbsterzeugern die Kosten eines Systems aufgedrückt werden, an dem sie nicht teilhaben. Auch wenn das in anderen Bereichen durchaus so gehandhabt wird muss man Fehler nicht zwingend wiederholen, nur um stringent zu erscheinen.

    Es gibt im übrigen einen bedeutenden Unterschied zwischen Industriebetrieben, die sich unabhängig von der öffentlichen Stromversorgung machen (wie in diesem Beispiel) und Privathaushalten, die 100% Autark sein wollen. Erstere machen das, weil es sich wirtschaftlich rechnet und die Versorgungssicherheit erhöht. Bei letzteren ist das Streben nach 100%iger Unabhängigkeit von der öffentlichen Stromversorgung deutlich teurer und geht mit einem Verlust an Versorgungssicherheit einher. Beim jetzigen (und in absehbarer Zukunft erreichbaren) Stand der Technik wird ein solches Unterfangen also nur etwas für gutbetuchte Bessermenschen sein, die sich damit moralisch besser als der gemeine Pöbel fühlen können.

    Für die Industriebetriebe stellt allerdings auch die Selbstversorgung ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Die Gefahr kommt hier direkt aus der verkorksten Energiepolitik und zeigt, dass man das Modell der Energieautarkie der Produktionsbetriebe auch torpedieren kann, ohne dass man ihnen direkt die Teilnahme am EEG-System über eine Umlage aufzwingt. Wie das geht schreibt das Handelsblatt heute in seinem MorningBriefing:

    die Energiewende wird immer absurder: Damit das Stromnetz stabil bleibt, muss die Industrie mit ihren eigenen Kraftwerken einspringen. Die Produktionsausfälle, die daraus entstehen, ersetzt der Staat aber nicht, er bezahlt nur die Kosten für den Strom. Betroffen sind hunderte Firmen. Man muss kein Jurist sein, um hier den Anfangsverdacht einer Zwangsenteignung zu erkennen. Das erste Unternehmen klagt jetzt vor dem Bundesverfassungsgericht.

  20. Kurzer fachkundiger Kommentar…….von wegens „autark“…….Pustekuchen, was die beiden Bilder beweisen…
    http://blog.timoleukefeld.de/wp-content/uploads/2013/08/IMG_4028.jpg
    Es ist wunderbar das fette schwarze Kabel zu erkennen.

    http://blog.timoleukefeld.de/wp-content/uploads/2013/08/IMG_4833.jpg
    Der Hausanschlusskasten mit Zähler und Vorsicherungen…….als Netzbetreiber ist auf den Aufklebern wahrscheinlich die Envia zu erkennen.

    Wie gesagt…….das Häusle ist elektrotechnische eine Mogelpackung…….wohingehend der große Wärmespeicher durchaus Sinn macht…….aber dazu werde ich mich später nochmal äussern.

    Ich muss wech
    H.E.

  21. Selbstverständlich wird auch beim sogenannten Autarkiehaus geschwindelt.

    Ja natürlich. Man beachte aber die feine Semantik:

    „Die Bewohner sind vom Energieversorger komplett unabhängig, egal wann der Strom einmal ausfallen sollte.“

    Egal, wenn der Strom einmal beim Energieversorger ausfallen sollte!
    Das glaub‘ ich; die halbe Stunde hält er durch.
    Sein Eigenstrom fällt natürlich öfter aus, wahrscheinlich im Winter regelmässig für Wochen.

    Doch gerade solche Tricks sind natürlich, wenn erkannt, entlarvend; sie lassen etwas über den Charakter des Sprechers erkennen: Timo Leukefeld ist sich dessen völlig bewusst, dass er lügt. Er tut es geschickt, hält sich eine Hintertür offen, aber das ändert nichts daran, dass er ein Schwindler ist. Der könnte auch alten Omis Rheumadecken andrehen.

  22. #11

    Vielleicht kommt es auch anders: Die Großindustrie kommt ohne Stromanschluss aus. Schon jetzt hat jeder große Industriebetrieb ein Kraftwerk auf seinem Gelände, mit dem er einen großen Teil seines Strombedarfs selber deckt.

    Von wegen…
    heute im Handelsblatt „Geisel der Energiewende“ Grosse Unternehmen, die ihren eigenen Kraftwerkspark betreiben müssen laut EnWG das Netz mitstabilisieren. (habe leider keinen link gefunden)
    Zu viel Strom im Netz: abregeln u.a. geht die benötigte Prozesswärme verloren, Produktion wird heruntergefahren
    Zu wenig Strom im Netz: Kraftwerk läuft auf Hochtouren und speist in das Netz ein. Der fehlt für den Produktionsprozess.

    Diese Unternehmenwerden für die Fehler der Energiewende ungfragt in Mithaftung genommen.

    Dagegen klagt jetztein Kanzlei Luther vor dem Bundesverfassungsgericht.

    Mfg Wilde 13

  23. @Tritium
    Bei einer Presseerklärung klang es noch etwas anders….

    Indem die Stromversorgung so ausgelegt ist, dass der erzeugte
    Strom stets direkt vor Ort selbst verbraucht oder für einen
    späteren Gebrauch im Stromspeicher eingelagert wird, kommt
    das Haus vollständig ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz
    aus.

    http://blog.timoleukefeld.de/presse/ …………… „Greenbuilding“

    Dat Häusle hat einen schnöden Standard 4 KW-Hausanschluss……..das Kabel dürfte daher ein NAYY-J-4x35 mm2 sein…..also nix mit autark. Auch thermisch wäre das Haus erst autark….wenn er die 2 Festmeter Holz jährlich im eigenen Garten ernten würde.

    Der jute Mann zeigt mit seinem Häusle, was heute (bei genügend Kleingeld) technisch schon möglich ist…….ich persönlich hätte ja noch ein Kleinwindrad aufgestellt, so das eine zweite Stromquelle vllt eine kleinere Batterie möglich gemacht hätte…….keine Ahnung, ob man für diese Windrädchen eine Genehmigung brauch aber bei einen solchen Prestigeobjekt hätte man das ruhig mit aufbauen können.

    Rein ökologisch gesehen ist diese Hütte aber eine Katastrophe…..162 m2 Wohnfläche für 4 Personen, ein technischer Aufwand der vorher (Produktion) jede Menge Energie verschlungen hat……wenn man schon ökologiwsch denkt, dann reichen auch 60-80 m2 Wohnfläche in einem Mehrfamilienhaus oder Hochhaus aus zum Leben, zumal sich die Synergieeffekte ergeben, die ein Eigenheim nie haben kann.
    Blendwerk für Doofe……nette technische Spielerei für den besserverdienden Öko-Spießer……Medien-Ente und Selbstbeweihräucherung für Gutmenschen.

    Der dämliche Rest der Deutschen (40 Millionen) wird weiterhin in Mietskasernen sein jämmerliches Leben fristen müssen….bei Mindestlohn oder Hartz 4.
    Bähhhhh……………………
    Onkel Heinz…………………findet immer was zum meckern

  24. hier der fehlende link zu #22
    http://url9.de/QU4

    Wilde 13

  25. Da hätte ich eine gute Idee: Wenn Strom knapp wird, könnte man ja auch den Akku von Herrn Leukefeld anzapfen, oder ihm verbieten, die Sonne abzuschalten.
    Herr Leukefeld kann ja derweil seinen Eigenbedarf aus seinem E-Mobil ziehen.

    Opfer müssen gebracht werden…

  26. noch ne Idee: Wenn kein Wind weht / keine Sonne scheint und der Strom knapp wird, bekommen erst mal die den Strom abgedreht, die reinen Ökostrom beziehen

    Opfer müssen gebracht werden…

  27. Nachtrag zu #23
    Ich hab noch was lustig in der Presseerklärung 1-2/2012 gefunden, das knapp ein Jahr später schon ganz anders klingt.

    Daher war die wichtigste Voraussetzung für die Projektierung der Stromautarkie in diesem Einfamilienhaus, den Haushaltstromverbrauch für eine normal verschwenderische Familie mit zwei Kindern auf unter 1.500 Kilowattstunden pro Jahr zu senken.

    ^Der Primärenergieverbrauch des energieautarken Hauses liegt bei 5 kWh/m²a und damit etwa 90 Prozent unter einem Einfamilienhaus nach EnEV-2009-Standard und etwa 80 Prozent unter einem typischen Standard Passivhaus.

    Das energieautarke Haus mit zirka 162 Quadratmetern Wohnfläche kostet schlüsselfertig 363.000 Euro ohne Keller und ohne Grundstück.

    So weit, so lustig….denn ein Jahr später heißt es schon……

    Das EnergieAutarke Haus hat 162 m² Wohnfläche, KfW 55 Standard, einen Stromverbrauch von unter 2000 kWh/a und heizt sich ganzjährig größtenteils mit der Sonne (46 m² Solarthermie + 9 m³ Langzeitwärmespeicher = 65 % solare Deckung). Der geringe Restwärmebedarf für Heizung, Warmwasser und Lüftung wird mit einem Kaminofen und etwa 2 fm Stückholz für ca.160 € pro Jahr gedeckt. Damit liegt es in Bezug auf Heizkosten, CO2 Ausstoß und Primärenergieverbrauch (7 kWh/m²a) etwa 60 Prozent unter dem Passiv- Null- und Plusenergiehaus.

    Was mich jetzt brennend interessieren würde………die tatsächlichen Verbrauchswerte seit Bezug des Eigenheims……..aber da, liebe Mitstreiter………………wird wohl der Schleier der Verschwiegenheit ausgebreitet werden.

    PS. Wenn ich im Bautagebuch noch die Fotos sehe, welche ungeeigneten Informationskabel in die blanke Erde geworfen wurden…….wundert mich garnix mehr…….ok, der jute Mann hat ja auch nur Instandhaltungsmechaniker gelernt……..da kann man elektrotechnisch nich viel erwarten.
    w.z.b.w.
    H.E.

  28. @Tritium 16

    Ja vielleihct muß er Stromsteuer zahlen (analogon zum Schnaps), aber EEG-Umlage macht keinen Sinn.

    Ich stimme aber zu, daß das EEG eigentlich aus dem Steuersäckel hätte finanziert werden müssen, wo jeder nach seinem Verdienst sich an der Allgemeinheit daran beteiligt.
    Aber es ging hier um die Behandlung der Energieautarken.

    mfg

  29. @ mrotz:
    Na, ich denke, mit den Differenzen können wir leben 🙂

    @ Heinz:
    Was mich eigentlich am meisten bei diesem Herrn Leukefeld ärgert, ist die völlig unkritische Haltung der Presse.
    Da sind doch so viele Ungereimtheiten, so viel Schwindel, so viel ganz offensichtliche Schleichwerbung, aber kein Journalist, kein Redakteur denkt mal nach, zählt mal zwei und zwei zusammen, stellt mal eine kritische Frage; stattdessen reine Gofberichterstattung nach Diktat.
    Ich meine, trotz pro-Grün-Einstellung ist das doch zu dick, da muss noch was dazu kommen: Totale technische Inkompetenz und mangelhafte Allgemeinbildung der Jounaille. Offenbar sind die in ihrer überwältigenden Mehrheit ganz einfach nur dumm.
    Das erinnert mich mich an einen Abi-Aspiranten, der vor etlichen Jahren mal klagte; der war der Meinung, er müsste keine Leistungsfächer belegen, weil er ja ohnehin Journalist würde, da bräuchte er so was nicht.
    Na, und wie es um den Unterricht im allgemeinen besteltist, ha‘ ich selber mal drastisch erlebt, mit einem Lehrling:
    Erst empörter Blick: „Ich hab‘ Mathe-Leistungskurs gemacht und ’ne zwei im Abi!“
    Und dann: „Könnten Sie mal nachschauen, ob die Prozentrechnung da stimmt?“
    Arrrrgggh!
    (Doch, das ist wahr. Ich hab‘ Zeugen!)

    Volksschule 1950: Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 20 DM. Die Erzeugungskosten betragen 4/5 des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn?

    Realschule 1960: Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 20 DM. Die Erzeugungskosten betragen 16 DM. Berechne bitte den Gewinn!

    Gymnasium 1970: Ein Bauer verkauft eine Menge Kartoffeln K für eine Menge Geld G. Die Menge G hat die Mächtigkeit 20. Für die Elemente g aus G gilt: g=1 DM. In Strichmengen müsstest Du für die Menge G zwanzig Striche machen, für jedes Element g einen. Die Mege der Erzeugungskosten E ist um vier Striche weniger mächtig als die Menge G. Zeichne das Bild der Mege E als Teilmenge der Menge G und gib die Lösungsmenge L an für die Frage: Wie mächtig ist die Gewinnmenge?

    Integrierte Gesamtschule 1982: Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 20 DM. Die Erzeugungskosten betragen 16 DM, der Gewinn beträgt 4 DM. Aufgabe: Unterstreiche das Wort „Kartoffeln“ und diskutiere mitDeinem Nachbar darüber.

    Weiter reformierte Schule 1991: Wir gehen auf einen Kartoffelacker und graben einige Knollen aus. Wir spüren den Geruch und Geschmack der erdigen Kartoffeln und nehmen sie ganzheitlich in uns auf.

    Schule 2000 nach einer weiteren Bildungsreform: Ein kapitalistisch-prifilegierter bauer bereichert sich one rechtfertigunk an einem sak gartofeln um 10 Euro. Undersuch das tekst auf inhaltliche feler, korigire das aufgabenstelunk und demonstrire gegen das lösunk.

    Im Jahre 2010: Es gibt keine Kartoffeln mehr! Nur noch Pommes von McDonalds.

  30. Wenn tatsächlich die Akkukosten bei knapp 3 Euro pro kWh liegen, dann wäre als Alternative eine Dieselaggregat statt Stromanschluss (und statt PV) richtig günstig. Abgesehen vom Dieseleinkauf wäre man damit ebenfalls recht autark.

  31. …sind ja wieder alle lustigen Neidtanten vom zänkischen Kränzchen wieder hier und zausen am armen Tropf, der einfach mal was macht…und wo steht euer neuester Thorium-Reaktor?… und wech duck! Ach herrlich -- dieser blog ändert sich glaube ich nicht mehr…

  32. @obligatory observer #31
    Ist ja schön, wenn einer einfach mal was macht. Es gehört aber auch dazu, zu beurteilen, ob da was Sinnvolles bei rauskommt. Könnte ja immerhin sein, dass einfach Gewinnstreben dahinter steht. Da wäre ja eigentlich auch nichts gegen zu sagen aber im Kontext Energieeinsparung beziehungsweise nachhaltige Energieerzeugung liegt immer der Verdacht nahe, dass die für den Gewinn sorgen, die überhaupt nichts davon haben.

  33. @ #31
    Die Rolle, welche die Kernkraft übernehmen könnte, nämlich Strom bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen, erledigt in Deutschland bekannterweise zunehmend die Braunkohle. Und das auch für die ganzen „autarken“ Häuser und Dörfer, Nachts und wenn kein Wind weht.

  34. @obligatory observer

    Die Bewohner sind vom Energieversorger komplett unabhängig, egal wann der Strom einmal ausfallen sollte.

    Dies ist ein Falschaussage, weil eindeutig zu beweisen ist, das dieses Haus einen popeligen Elt-Hausanschluss besitzt….und der Besitzer jederzeit Strom aus dem öffentlichen Netz ziehen kann.
    Energieautark ist daher die falsche Bezeichnung für dieses Haus…..ich würde noch mitgehen bei „überwiegend/teilweise selbstversorgt“…………………aber so nennt sich ja dieses Haus nicht.
    Jaa, ist für euch schon extrem peinlich, das sich die Fachleute hier auf diesen Blog nicht jeden Bären aufbinden lassen, das wir eben genauer hingucken, als das die Medien eigentlich machen sollten…….aber es ist nun mal so, die Überbringer der schlechten Nachricht werden ja grundsätzlich geköpft.

    Neid……warum sollen wir auf Bullshit neidisch sein……….wenn jemand zu viel Geld hat, kann er sich auch gerne goldene Wasserhähne einbauen, ist uns doch wurscht……………..wer aber rotzfrech die Unwahrheit sagt, kriegt kloppe.

    Bähh, Leute schickt das Arbeitsamt…..tsss
    H.E.

  35. Da wir oben diskutierten, ob Selbsterzeuger Umlage zahlen sollen, hier der neueste Geniestreich der Energiewender:

    Regierung will Ökoversorger in den Markt zwingen

    Auch Betriebe, die ihren Strom selber erzeugen, sollen künftig höhere Abgaben zahlen.

    Wohlgemerkt: Betriebe.
    Nicht Herr Leukefeld.

  36. @tritium #35
    auf diesen pkt hatte ich schon ende letzten jahres aufmerksam gemacht :p

    An diesem problem wird aber schon gearbeitet. Man baut sich, sofern möglich, ein eigenes netz auf 😉

  37. @Tritium
    Hier ein guter Link………Autarkie mit Wasserstoff und Brennstoffzelle…..kostet am Ende ……..1,48 Euro/kWh.

    https://www.uni-due.de/~bys007/ressourcen/pdf_dokumente/31/EU_31_01.pdf

    Kannst ja mal gucken, klingt aber nachvollziehbar für mich.
    H.E.

  38. hallo zusammen,
    nur zur info es gibt schon an vielen orten auf der welt komplett autarke gebäude im bezug auf wasser energie und sogar nahrung sie nennen sich earthships der architekt der sie baut und konzipiet hat heißt michael raynolds.
    am rande bemerkt es ist nur ein beispiel von vielen

    ich bin masterstudent richtung architektur ich schreibe auch gerade an einer arbeit zum thema autarkie im bezug auf wasser und strom, die nahrung habe ich ausgeklammert denn das wäre dann etwas zu komplex. aber ich kann euch versichern das mit der heutigen technik kein problem ist sich total autark mit strom und wasser zu versorgen. die neueste generation von solarzellen haben einen wirkungsgrad von 44,5% diese werden in den nächsten jahren am markt sein dadurch werden solarzellen mit geringeren wirkungsgraden günstiger werden.
    effiziente solarzellen bzw photovoltaik gekoppelt mit einem akku und einer wasserstoffanlage kann dann komplett autark betrieben werden. wenn die solaranlage groß genug dimensioniert wird könnte man sogar auf den akku verzichten und mit dem stromüberschuss im der ja ca. 6-7monate herrscht komplett die wasserstoffspeicher füllen.
    im moment kosten diese systeme viel geld aber das wird sich ändern je mehr menschen anfangen zu begreifen das freiheit und verantwortung nichts schlechtes ist. mit dem wasser verhält es sich ähnlich es ist eigentlich total einfach
    sich autark zu machen und sich komplett von dem kanalsystem und den angeblich sauberen wasser das wir bekommen abzukoppeln. mann muss sich nur einmal nur vorstellen das alles wasser was genutzt wird ob industrieabwasser oder wc einfach alles läuft bildlich gesehen in ein rohr und dann zum klärwerk, mir wird da schlecht. da möchte ich lieber das schöne regenwasser auffangen was mir die natur schenkt und für das ich nichts zahlen muss auffangen und mit geringsten mitteln wieder säubern. ein doppeltes wasserkreislaufsystem im haushalt tut den rest. es koppelt das grauwasser vom schwarzwasser ab. das wc funktioniert ohne wasser, ja sowas gibt es
    denn nur die wenigsten wissen das wir 45% unseres trinkwasser das wir im jahr beziehen im klo runterspühlen.

    umdenken leute umdenken und net rumjammern es geht net oder mit irrgentwelchen gesetzten kommen die nicht für das algemeinwohl geschaffen worden sind. augen auf und scheuklappen weg und vorallen frei denken und sich nicht
    beschränken und von den medien und meinungen von anderen beeinflussen lassen.

    autark ist gut für uns bürger aber nicht gut für die industrie,

    ps. die kalte fusion kommt 😉 und viele spannende andere ideen werden bald die menschheit erstaunen, wir müssen diese technologien nur wollen !

    in diesem sinne AUTARK geht ohne probleme !!

  39. @ michaelo # 38:

    Selbstverständlich geht Autarkie.
    Zum Beispiel in einer Raumstation.

    Die Frage ist doch vielmehr: Wie sinnvoll -- sowohl ökonomisch wie ökologisch -- ist denn Autarkie?
    Das Problem des Leukefeld-Hauses ist doch, dass es mit 400.000 € sehr teuer ist und dennoch aus Sparsamkeit die Autarkie nicht erreicht.
    Auch Leukefelds Strom ist viel zu teuer und bei einer Dimensionierung, die wirkliche Autarkie ermöglichen würde, wäre er noch viel teurer, in der Größenordnung von mehreren € pro kWh.

    Ich empfehle Ihnen mal diesen Artikel, um zu einer Abschätzung der Kosten nur für den Haushalts-Strom zu kommen: Dezentral ist ideal? Vom Glück der Autarkie.

    An diesen Kosten wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern:
    Ein besserer Wirkungsgrad von PV ist völlig uninteressant, ökonomisch zählen ausschiesslich die Kosten/kWh.
    Bei Batteriespeichern sind keine wesentlichen Fortschritte zu erwarten, den Wunder-Akku gibt es aus physikalischen Gründen nicht und eswird ihn nicht geben, jedenfalls nicht in den nächsten 50 -70 Jahren. Das bedeutet aber, dass Autarkie mit PV selbst dann zu teuer ist, wenn der PV-Strom umsonst produzierbar wäre.
    Und nicht zuletzt ist der enorme Rohstoff-Verbrauch zu bedenken, den so eine Lösung verursacht.
    Elektrolyse und Rekombination in einer Brennstoffzelle ist auf absehbare Zeit ebenfalls utopisch, denn die Kosten sind unbezahlbar. Das liegt nicht nur am Preis der Anlage, sondern an ihrem miserablen Auslastungsgrad.
    Von den Kosten eines SICHEREN Wasserstoff-Speichers für jedes Haus gar nicht zu reden, wir sprechen von einem tückischen, hochexplosiven Stoff, was glauben Sie denn, was für Auflagen die Feuerwehr da macht? Meinen Sie, das könnten Sie so ohne weiteres in einem Wohngebiet lagern?

    Und warum Sie an Wasser sparen wollen, schliesst sich mir nun ganz und gar nicht. Ist Wasser etwa knapp? Ganz im Gegenteil, wir haben mehr als genug.

    Für Ihre Masterarbeit ein Hinweis: warum wurde denn die häusliche Manufaktur zugunsten zentraler Erzeuger aufgegeben (Nicht selbst Butter machen, sondern Milch an die Molkerei, Nicht selber backen, sondern beim Bäcker kaufen, nicht selbst weben und spinnen, sondern Textilien kaufen)?
    Weil ‚dezentral‘ zu teuer ist!
    Warum ist denn das derzeitige Stromnetz so und nicht anders entstanden?
    Weil es der ideale Kompromiss zwischen verbrauchernaher, ‚dezentraler‘ Erzeugung und kostensparender Skalierung ist, ein 1000-MW-Kraftwerk zu bauen, das Kunden im Umkreis von 50 -100 km versorgt, statt 100.000 Kleinsterzeuger zu installieren.

    Aber wie wäre es denn: Könnten Sie die Eckpunkte Ihrer geplanten Masterarbeit nicht mal hier vorstellen? Ich bin mir sicher, dass die Diskussion darüber für Sie nur förderlich wäre.

  40. @ michaelo #38

    Ich glaube man muss bei der Diskussion die Sie anstoßen grundsätzlich zwei Dinge auseinander halten. Grundsätzlich wird hier jedweder Fortschritt gerne Diskutiert und, soweit für sinnvoll erachtet, auch von den allermeisten hier begrüßt und gefördert. Dazu zählen auch Bestrebungen, mit neuartigen Technologien Energie zu erzeugen.

    Das schließt auch Bestrebungen ein, mit seinem Haus eine Autarkie bei Strom, Wasser oder was auch immer zu erreichen. Hier hat jeder aus meiner Sicht (und wohl auch der anderen Autoren hier) die Freiheit, mit Einsatz, Erfindergeist und Nutzung neuer Technologien für sich nach der besten Lösung zu suchen.

    Aber darum ging es in obigem Artikel ja überhaupt nicht. Was uns nämlich in Deutschland an so vielen Stellen als energeiautarkes Haus, energieautarkes Dorf oder Region verkauft wird ist durch die Bank immer eine Mogelpackung. Wobei Anlagen installiert sind, die übers jahr gerechnet den Bedarf decken können, aber de Facto entweder zu vieloder zu wenig produzieren. Und rechnen tun sich solche Anlagen auch nur, weil man sich den Betrieb über die EEG-Vergütung von den anderen Stromkunden finanzieren lässt. Das ist aber keine Autarkie, das ist parasitäres Verhalten, dass als Selbstversorgung verkauft werden soll.

  41. Lieber michaelo,
    es freut mich, dass Sie als Masterstudent Richtung Architektur an einer Arbeit schreiben, in der es um Autarkie bzgl. Wasser und Strom geht.
    Ihr Text zeigt sehr schön was -- und auch wie -- heute an deutschen Hochschulen gelehrt wird:

    sich autark zu machen und sich komplett von dem kanalsystem und den angeblich sauberen wasser das wir bekommen abzukoppeln. mann muss sich nur einmal nur vorstellen das alles wasser was genutzt wird ob industrieabwasser oder wc einfach alles läuft bildlich gesehen in ein rohr und dann zum klärwerk, mir wird da schlecht. da möchte ich lieber das schöne regenwasser auffangen was mir die natur schenkt und für das ich nichts zahlen muss auffangen und mit geringsten mitteln wieder säubern. ein doppeltes wasserkreislaufsystem im haushalt tut den rest. es koppelt das grauwasser vom schwarzwasser ab. das wc funktioniert ohne wasser, ja sowas gibt es
    denn nur die wenigsten wissen das wir 45% unseres trinkwasser das wir im jahr beziehen im klo runterspühlen.

    sagt eigentlich alles.
    Frei nach Franz Alt: Der Regen schickt keine Rechnung.
    Noch ein kleiner Tipp für Ihre Arbeit: Es gibt -- glaube ich -- noch Gutachter, die auf die Rechtschreibung achten.
    Herzliche Grüße
    JH
    Nachtrag:
    45% bezogen aufs Jahr ist
    1. mathematisch sinnlos und
    2. falsch

  42. Earthship…
    Wenn ich nur den wiki- eintrag durchlese, kommt mir als jetzt-in-diesem-moment oeko schon das gruseln!

    Da darf man als frau ja nichteinmal mehr die pille nehmen, weil die wc-abwaesser letzten endes (auf-)konzentriert im gemuesebeet landen!

    Rofl

    Vor allem stellt sich mir so die frage, wie will man das (eingebildete) ueberbevoelkerungsproblem in den griff bekommen, wenn schon das poppen ein dadurch erhoetes risko einer ungewollten schwangerschaft in sich traegt?

    Oder maenner_innen, denen auf einmal brueste wachsen…

    [/oeko off]

    😀

  43. jetzt mal ernsthaft. ich stöbere gerade auf der homepage von earthship unterwegs.

    was sofort auffällt, sind die vielen ‚wenn‘ und voraussetzungen, die erfüllt sein müssen um nachhaltig zu wohnen.

    wasser-autarkie

    Water is heated from the sun, biodiesel and/or natural gas.

    Hot Water

    Water is heated with the sun and natural gas. The sun heats the water and the natural gas water-heater only turns on if the water is not hot enough. This is called „gas-on-demand“ water heating.

    wie war das mit autarkie?

    elektrizität

    Getting Electricity
    Electrical energy is „harvested“ from the sun and the wind. Photovoltaic panels convert the sun’s energy into DC current electricity and is stored in „golf-cart“ type batteries. An Earthship Power Organizing Module draws the electricity from the batteries, inverts some of it for AC electricity and supplies it to the home. The POM can accept electricity from a gasoline generator, intertie with the city energy grid, etc.

    wie war das mit autarkie?

    abwasser und ernährung spare ich mir jetzt mal.

    leider fehlen belastbahre zahlen zu diesem konzept, so das ich diese nur als blendwerk einstufen kann. oder als ein zeichen mangelnder naturwissenschaftlicher bildung.

    ps: wie verträgt sich der autarkiegedanke mit der tatsache, dass das earthship zivilisationsmüll als ressource nutzt?
    da is also auch nix mit autark!

  44. Da darf man als frau ja nichteinmal mehr die pille nehmen, weil die wc-abwaesser letzten endes (auf-)konzentriert im gemuesebeet landen!

    Ich schätze,das war früher, als alles so schön dezentral und Öko war, noch viel schlimmer.
    Damals hielt man ja Vieh, düngte mit dessen Mist und hatte einen Hausbrunnen gleich neben dem Stall.

    Vor allem aber hielt man Pferde.
    Nun ist aber gerade Stutenurin ein höchst potenter Hormon-Cocktail, wenn sie trächtig sind. Der wurde früher (und sogar noch heute!) deshalb als Ausgangsstoff für diverse Pharmazeutica genutzt. Was da über die Vektoren ‚Trinkwasser‘ und ‚Gemüsebeet‘ aufgenommen wurde, dürfte in einigen Fällen sehr erheblich gewesen sein:

    Wächst der Bauch der Stute
    Schrumpft des Bauers Rute

  45. Lieber Michael,

    Du schreibst:

    leider fehlen belastbahre zahlen zu diesem konzept, so das ich diese nur als blendwerk einstufen kann. oder als ein zeichen mangelnder naturwissenschaftlicher bildung.

    Das liegt daran, dass du über keinen Earthship-Wintergarten verfügst. Denn der ist höchst flexibel:

    Mike Reynolds demonstriert in einem kleinen Video, dass der Wintergarten nicht nur die Möglichkeit zum Früchteanbau bietet:

    Baust du zum Beispiel Marihuana drin an, wird das Konzept sicherlich nach kurzer Zeit ganz ausserordentlich plausibel! 😉

  46. #44 tritium, ich kenn wirklich son fall, da wird frau blöd angeguckt wenn sie die pille nimmt und aufs öko-klo geht 😀

  47. #45

    Das liegt daran, dass du über keinen Earthship-Wintergarten verfügst. Denn der ist höchst flexibel:

    ich hab vor 14 tage oder so die doku auf phönix gesehn, nur gleich wieder vergessen 😀

    unser angehender architekt hat mich nur wieder an diesen blödsinn erinnert.

  48. # 46.
    Das versteh‘ ich.
    Wo es doch zur Verhütung diese praktischen Jute-Kondome gibt…

  49. aber ich kann euch versichern das mit der heutigen technik kein problem ist sich total autark mit strom und wasser zu versorgen.

    sehe ich auch so @ michaelo. Mich würde bei Ihrem Wasserkreislaufkonzept interessieren welche Verfahren sie anwenden möchten um das Grauwasser vom Schwarzwasser zu entkoppeln. Wenn Sie schreiben die Toilette funktioniert ohne Wasser fällt kein Schwarzwasser an. Diese Entkopplung wäre dann schon mal überflüssig.
    Was passiert mit dem anfallenden Grauwasser aus Bad und Küche?
    Welches Klärverfahren favorisieren Sie?
    Ist die Trockentoilette mit einem Separator für Urin ausgestattet?
    Wo bleiben die separierten Ausscheidungen, insbesondere der Urin?
    Möchten Sie das Regenwasser auch als Trinkwasser nutzen? Wenn ja wie stellen Sie die Hygiene sicher?
    Wie groß planen Sie den Regenwasserspeicher ? Es gibt auch Trockenperioden und in strengen Wintern wird es fast nur Schnee geben und so sind Sie auch auf das Grauwasser angewiesen.

  50. Ist die Trockentoilette mit einem Separator für Urin ausgestattet?

    Der kommt wohl direkt in den Wintergarten…

  51. Der kommt wohl direkt in den Wintergarten…

    lach mich weg, na ja, dank der Ammonifikation werden zumindest die Geruchsnerven sensibilisiert

  52. Hallo,

    es ist schon erstaunlich, mit welcher Boshaftigkeit hier gegen Autarkie gewettert wird.

    Ich hoffe, und ich wünsche, dass alle, die den Prof. Leukefeld hier beschimpfen, verklagt werden.

    Übrigens; wer über dieses hier „schlechtgeredete“ Gebäude wirklich bescheid wüsste, würde nicht so einen Unsinn schreiben. Aber es ist sinnlos, dies weiter auszuführen. Hier ist eh keiner, der sowas verstehen kann.

    Sämtliche Negativkommentare sind fast ausnahmslos lächerlich. Einfach nur unfassbar und lächerlich. Und extrem dumm.

    Grüße
    Jürgen

  53. Boshaft, Jürgen?

    Ich würde sagen: Faktenbasiert, durchgerechnet, belegt, bewiesen.
    Und daher neutral und ausgewogen. Positives gibt es eben nicht zu berichten.
    Boshaft erscheint es nur, weil entlarvte Bauernfänger nun einmal nicht besseres verdient haben als Spott, vor allem, wenn sie so leicht zu durchschauen sind.
    Und, Jürgen, wir verstehen eine eine ganze Menge, auf den verschiedensten Gebieten, wissenschaftlich, technisch, wirtschaftlich.
    Das einzige was wir nicht verstehen (aber erkennen) ist Dummheit, Gier und Fanatismus.
    Und das einzige, was sich aus Ihrem Kommentar lesen lässt, ist das völlige Fehlen von sachlichen Argumenten, Fakten, Begründungen. Statt dessen sudeln Sie unsachlich und beleidigend, schreien nach Zensur und Unterdrückung.

    Ein schwacher Auftritt.

    und tschüß.

  54. @Tritium

    Sei doch dem Jürgen nicht so gram………er lebt halt im Paralleluniversum.
    http://www.loetseite.de/index.php/wissenswertes/32-tesla-und-der-elektromotor

    In wie weit wäre die heutige Welt anders/besser (oder schlechter?) wenn seit 1900 die Elektroautos immer mehr zugelegt hätten? Eine interessante Frage, wie ich finde……

    Renomierte Firmen wie VW, BMW, Mercedes, die allesamt hohe Gewinne einfahren, und somit genug eigenes Geld haben, fordern vom Staat Millionenbeträge, um „neue Technik“, also neue Akkus für Fahrzeuge zu entwickeln. Und sie bekommen die Gelder auch! Doch was diese Firmen bisher zu Tage gebracht haben, kann noch nicht so recht überzeugen. Und überhaupt: es gibt schon seit Jahrzehnten sehr gute und auch sehr günstige Akkus.

    Siehste……is doch alles soooo einfach, nur wir sind irgendwie voll zu blöd.
    Noch Fragen Kienzle?

    Danke….ich nich mehr.
    H.E.

  55. #52. Jürgen

    Übrigens; wer über dieses hier “schlechtgeredete” Gebäude wirklich bescheid wüsste, würde nicht so einen Unsinn schreiben. Aber es ist sinnlos, dies weiter auszuführen. Hier ist eh keiner, der sowas verstehen kann.

    Sämtliche Negativkommentare sind fast ausnahmslos lächerlich. Einfach nur unfassbar und lächerlich. Und extrem dumm.

    ach Jürgen, nu hyperventilier mal nicht gleich, das ist der Gesundheit abträglich. Wenn wir denn Deiner Meinung nach alle zu doof sind, dann lass uns doch nicht auch doof sterben. Lass uns teilhaben an Deinem „Wissen“, Jürgen. Aber bitte keine Sprechblasen aus dem grünen Trollhandbuch, da muß dann schon mehr kommen.

    karl.s

  56. # 52: Legen Sie sich bitte für solche Beiträge einen Nicknamen zu und verwenden Sie nicht meinen ehrenwerten Vornamen!
    JH

  57. @Tritium

    Haben Sie kein gewissen?

  58. That’s a smart answer to a difficult question.

  59. Tritium schreibt am 6. Januar 2014 08:06 Nr.16

    Nebenbei bemerkt:
    Wer seinen Schnaps selbst macht, muss trotzdem auch für den Eigenverbrauch Alkoholsteuer bezahlen.
    Wer seinen Müll sorgfältig recyced und viel weniger oder gar keine Abfälle hat, muss trotzdem die vollen Müllgebühren bezahlen
    Wer kein Auto hat, muss trotzden als Anlieger für Strassenbaukosten zahlen.

    Tritium,
    nebenbei bemerkt, eine Steuer beinhaltet ja keine Gegenleistung.
    Wer Strom das aus dem EEG gefördert System verbraucht muss auch die EEG-Umlage bezahlt.
    Machen sich die Leute den Strom selber, bekommen Sie ja auch keine EEG-Verütung für ihren selber erzeugten-verbrauchten Strom, also müssen Sie ja auch keine EEG-Umlage bezahlen, sie entnehmen ja nicht die kWh aus dem Umlage geförderten System.
    +++++++++++
    Das mit „muss trotzdem die vollen Müllgebühren bezahlen“ ist ja auch quatsch.
    Die Leerungen der Mülltonen werden ja gezählt und je nach Anzahl der Leerungen rechnet das Landratsamt dann ab.
    +++++++++++
    Auch das mit kein Auto und den Straßenbaukosten ist auch quatsch.
    Die Straßenbaukosten sind mit dem Grundstück verbunden und nicht mit dem Auto.
    Hat man kein Auto, so fallen kein KFZ-Steuern an, hat man kein Grundstück, so fallen auch keine Strassenbaukosten an für die Person.

    MfG

  60. „Das ist völlig unmöglich.“ resümiert „Tritium“ in seiner Betrachtung und es ist schon herrlich, wenn man nach einigen Jahren mal wieder über solche „tollen“ Beiträge stößt. Tja, die beiden Häuser stehen noch und die Bewirtschaftungskosten bewegen sich am unteren Rand für ein EFH und dies war das Ziel.

    Natürlich kann man den „Norm-Verbrauch von 2000 kWh/Jahr für den Vierpersonenhaushalt“ ansetzen, obwohl genau hier optimiert wurde. Man kann „völlig sonnenlose Wetterlagen, womöglich mit Schnee auf den Kollektoren, … leicht mehrere Wochen“ als Szenarien entwerfen, um das Konzept anzuzweifeln. Ist halt weg von der Realität.

    Ohne Stromanschluß geht dann gar nichts und auch die Wärmedeckung durch Solarenergie liegt nahe Null, es wird also viel Holz im Ofen verschwinden.

    Dabei ist es ja wohl weniger der Heizwärmebedarf, der in Frage gestellt werden kann. 46qm Solarthermie und ein 9.000l Puffer halten einen gut gedämmten Neubau auch über Wochen ohne direkten Sonnenschein warm. Nein, viel Holz braucht es da nicht. Aber man kann das ja mal behaupten …

    Bleibt die Sache mit der el. Energie. Wie schrieb unser „Tritium“ in #39

    Ein besserer Wirkungsgrad von PV ist völlig uninteressant, ökonomisch zählen ausschiesslich die Kosten/kWh.
    Bei Batteriespeichern sind keine wesentlichen Fortschritte zu erwarten, den Wunder-Akku gibt es aus physikalischen Gründen nicht …

    Dabei hat dieses Haus noch einen Speicher mit Bleiakkumulatoren …

  61. … ökonomisch zählen ausschiesslich die Kosten/kWh.

    Ein wahres Wort!
    Allerdings ist „Ökonomie“ aber eben auch nicht alles, was im Leben /auf der Erde zählt …

    Vor wenigen Jahren setzte man für Lithiumakkus noch Zellpreise von 500€/kWh an, dann 200€/kWh und mittlerweile ist man bei unter 100€/kWh Fertigungskosten! Beim Tesla Model3 wird (dank eigener Zell- und Batteriefertigung Tesla/Panasonic) von weniger als 75$/kWh (!) berichtet! Die Tesla-Gigafactory soll übrigens nach Fertigstellung dank PV auf dem Dach auch noch mehr sauberen Strom produzieren als verbrauchen!
    .
    Da gleichzeitig die Rohstoffpreise für Lithium und Kobalt gestiegen sind (weil die Förderung dem Bedarf hinterherhinkt), muss sich also die Produktionstechnologie deutlich verbessert haben:
    -- geringerer Einsatz von Rohstoffen/kWh (verbessert auch die Ökobilanz)
    -- deutlich geringere Ausschussquote durch höhere Qualität (verbessert auch die Ökobilanz)
    -- deutlich geringerer Energiebedarf für die Produktion (verbessert auch die Ökobilanz)
    -- deutlich geringere Lohnkosten durch Automatisierung

    Schon gigantisch, welche Skaleneffekte sich durch automatisierte Massenproduktion von Millionen Gleichteilen erreichen lassen.
    Ich würde sagen, den „Wunder-Akku“ braucht es nicht. Herkömmliche Technik ist ausreichend um das zu verwirklichen, was das „autarke Haus“ verspricht. Ob dies sinnvoll ist beim in Deutschland vorhandenem Stromnetz und der sehr hohen Verfügbarkeit von Strom -- das ist etwas anderes.
    Aber den Sinn von Leichtmetallfelgen hinterfragt beim Autokauf auch kaum jemand …

    War es nicht die Firma Tesla, die in Australien einen großen Akkuspeicher zur Netzstabilisierung (in Rekordzeit) errichtet hat? Ich denke, da wird es eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Akkulösung gegeben haben …

    -> Tesla nimmt in Australien weltgrößten Akku in Betrieb

    Man darf also schon einmal kritisch zurückschauen und sollte auch nach den Quellen und dem Alter der Daten fragen, wenn wieder einmal in Deutschland der „teure, dreckige Akku“ in den Medien beschrieben wird. Da scheut man sich nicht einmal (Mai 2017) eine schwedische Studie („The Life Cycle Energy Consumption and Greenhouse Gas Emissions from Lithium-Ion Batteries“) völlig falsch auszulegen und als Quelle anzugeben.

    Einfach selbst lesen und die Fakten werten! Schon die Zusammenfassung an Anfang wirft ein bezeichnendes Licht, wenn man sie mit dt. Medienäußerungen vergleicht …

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