Das Ökostrommärchenwunderland

21. April 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Ökologismus, Wasserkraft

Am 19.04.2011 bin ich bei Spiegel Online über folgenden Artikel gestolpert:

Greenpeace wirft Stromriesen Blockade vor

Nachdem ich mir das in Ruhe durchgelesen hatte, bin ich natürlich auch noch ins Forum gelatscht um zu sehen wie andere Kommentatoren den Artikel bewerten.

Es kamen die üblichen Kommentare wie, Energiewende, sauberen Strom und vor allem das man ja die bösen Stromkonzerne in die Knie zwingen kann, nur allein damit das man den Stromanbieter wechselt.

Auf den eigentlichen Artikel möchte ich hier nicht weiter eingehen, er war nur der Auslöser für gewisse Eigenrecherchen. Mich hat interessiert wo denn Greenpeace seinen sauberen Strom bezieht und habe nebenbei auch gleich bei Lichtblick vorbeigeschaut. Greenpeace-Energy bezieht den Hauptanteil seinen Stromes aus österreichischen Laufwasserkraftwerken, Lichtblick zumindest aus einen Wasserkraftwerk in Österreich.

So weit, so gut das ist legal und viele andere Ökostromanbieter handhaben das ähnlich, der Hauptbatzen ist nun mal Wasserkraftstrom aus zumeist ausländischen Quellen.

Die menschliche Logik sagt uns ja, wer viel Strom exportieren kann muss sicherlich genügend Überkapazitäten an Kraftwerksleistung im Land stehen haben, um auch seinen europäischen Nachbarn etwas von den wertvollen „Saft“ abgeben zu können. Was liegt also näher als die Import/Export-Situation Österreichs zu überprüfen, gesagt getan.

Österreichs Stromsaldo 2007 -2010

  • 2007 – 6912 GWh Stromimport
  • 2008 – 5505 GWh Stromimport
  • 2009 – 780 GWh Stromimport
  • 2010 – 2200 GWh Stromimport

Die Differenz zwischen Inlandsstromverbrauch und erzeugte Strommenge wird durch Stromimporte bzw. Stromexporte ausgeglichen. Seit 2001 übersteigt die Menge des importierten Stroms zur Deckung des Inlandsstromverbrauchs die Menge des exportierten Stroms. Im Jahr 2010 betrug der Nettoimport (d.h. Importe minus Exporte) 2.200 GWh. Die Stromimporte stammen hauptsächlich aus Deutschland und der Tschechischen Republik.

Laut Aussage des österreichischen Bundesumweltamtes.

So liebe Leser, wenn Österreich in den letzten Jahren Strom importieren musste, warum können dann unsere Ökostromanbieter in Deutschland den „sauberen “ österreichischen Wasserkraftstrom mit viel Getöse den deutschen umweltbewussten Stromkunden anbieten? DIE entscheidene Frage, welchen Strom verbrauchen denn jetzt die armen Österreicher, etwas schmutzigen deutschen Atomstrom?

Viel Spass bei der Beantwortung dieser Frage wünscht recht Herzlich, Ihr Heinz Eng

So, hier noch die Quellen

update 22.04.11

Greenpeace hat zu folgenden verpflichtet: Gemäß den Greenpeace-Stromkriterien müssen wir jeden Neukunden binnen fünf Jahren mit elektrischer Energie aus Anlagen versorgen, die maximal fünf Jahre alt sind.

Dann sucht man etwas auf der Greenpeace Energie – Website weiter und findet folgendes.:

Die von uns bislang in Deutschland gebauten Anlagen speisen ihren Strom unabhängig von unserem Endkundengeschäft ins Netz ein. Er wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet. So nutzen wir die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen optimal, um den Ausbau der regenerativen Energien voranzutreiben.

Heißt also, man investiert munter in EE um am Ende vom normalen Stromkunden die Rendite abzukassieren.

Das einzige Investment von Greenpeace Energy in ein deutsches Wasserkraftwerk endete wie folgt:

Der Bau begann im Frühjahr 2008, zugleich gingen die Projektrechte an die jetzige Eigentümerin und Betreibergesellschaft „Weserkraftwerk Bremen GmbH & Co. KG“ über. Im Oktober 2008 hat sich Planet energy aus der Geschäftsführung des Weserkraftwerks zurückgezogen, um sich nach der erfolgreichen Initiierung des Weserkraftwerks neuen Projekten zuwenden zu können.

Klingt net, aber die wahren Gründe des Ausstieges lagen wo anders, Greenpeace hat sich schlicht weg verhoben an diesen Projekt. In der Novo (8)104 wurde dieses Problem ausreichend gut beleuchtet. Am Ende bleibt viel Wind um nichts, Wasserkraftstrom der physikalisch in Österreich verbraucht wird und ein toller Marketing-Trick der auch noch ein TÜV-Siegel trägt.

  1. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,757923,00.html
  2. http://www.greenpeace-energy.de/oekostrom/strommix/lieferantenkraftwerke.html
  3. http://www.lichtblick.de/h/herkunft_334.php
  4. http://www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/energie/energie_austria/
  5. https://www.entsoe.eu/fileadmin/user_upload/_library/publications/ce/Statistical_Yearbook_2008.pdf
  6. http://de.wikipedia.org/wiki/Greenpeace_Energy
  7. http://www.bmwfj.gv.at/EnergieUndBergbau/Energieversorgung/Documents/Energiestatus2011_Homepage.pdf
  8. http://www.novo-argumente.com/magazin.php/archiv/novo104_32

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40 Kommentare
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  1. @Onkel Heinz

    Ich sags nicht- bin´s hoffentlich trotzdem 😉 .
    Ist doch sowieso wurscht was die sagen was sie anbieten, am Ende kommt doch alles in eine Leitung und aus der Steckdose.
    Dieses ganze Ökostromgedöns ist doch nur ein Hin- und Hergeschiebe von Geldern. Wenn die Ösi´s Importieren haben die Ihre Speicherwerke evtl. mit Kohle-,Gas- oder sogar KKW-Strom aufgefüllt. Allerdings ist die Lösung mit Laufwasserkraftwerken da sehr clever, da tatsächlich „rein Ökologisch“ wenn auch nicht nachhaltig.

  2. es ist zumindest der billigerere Ablasshandel als mit Photovoltaik 😉

    m

  3. Natürlich nur ökologisch korrekt produzierten Wind und Sonnenstrom. Denn mit dem Import werden ja nur die Speicher wieder aufgefüllt um dann für viele Geld an die Deutschen zu verkaufen 😉

    oder so…..

  4. Editieren geht leider nicht. Aber ernsthaft, was sagt der Import? Wenn es hier zuviel Strom gibt wird Geld für die Abnahme bezahlt und wenn die Österreicher das nützen dann sind Sie durchaus klever. So wie sieht es mit den Geldflüssen aus. Wenn für die 2000 GWh bezahlt wird, dann wird eigentlich nur die österreichiche Bevölkerung gelinkt. Und dann wären die Profiteure die Stromunternehmen und deren „politischen“ Protektoren. Können Sie das „herausfinden“ ?

  5. Nun, offensichtlich ist der Stromimport in Österreich stark rückläufig (2007 – 6912 GWh Stromimport, 2010 – 2200 GWh Stromimport) , wohl dank des rasanten Ausbaus neuer Anlagen, die umweltfreundlich Sgtrom erzeugen.

    Außerdem steht sowohl bei Greenpeace-Energy als auch bei Lichtblick in den Statuten, dass der Strombezug aus Anlagen kommen muss, die ein bestimmtes Höchstalter nicht überschreiten dürfen. Das garantiert also den ständigen Neubau von Anlagen.

    Als kleine Zugabe kommt dann noch hinzu, dass Ökostrombezug vielerorts schon günstiger ist, als der Strom vom Regionalversorger. Aus letzterem folgt dann rein logisch, dass der weitere Ausbau von Ökostrom den künftigen Strompreisanstieg stark bremsen wird, denn die Stromlobby kann es sich gar nicht mehr leisten, die Verbraucher abzuzocken, weil dan immer mehr dazu übergehen werden, den billigeren Ökostrom zu beziehen.

  6. @ Günther Vennecke:

    Wenn man sich mal die Preise an der EEX ansieht dann stellt man fest das bisher oft Strom aus duetschen Öko-Anlagen zu negativen Preisen weggeht wenn es davon ein Überangebot gibt, dank des Abnahmezwangs für selbigen. Das bedeutet das die „Käufer“ nichts bezahlen oder rechnerisch sogar noch Geld dafür bekommen. Das ist der einzigste Grund warum „reiner“ Ökostrom derzeit teilweise billiger sein kann.

    Das wird sich aber sehr bald ändern, insbesondere wenn das ganze so extrem ausgebaut werden soll wie die sich das vorstellen. Denn mit der Abschaltung von immer mehr herkömmlichen Kraftwerken sowie dem Ausbau von Speichern wird es nämlich diesen Überschuss nicht mehr geben. Der Aufbau von neuen Öko-Anlagen erfordert viel Geld, sehr viel Geld. Speicher sind ebenfalls nicht billig, sowohl im Bau als auch im Betrieb. Dann noch der unvermeidliche, starke Netzausbau. Das wird alles ein sehr teurer Spaß werden, der letztendlich natürlich dem Kunden aufgehalst wird.

    Der Überschuss wird wegfallen da man diesen Strom dann dringend braucht um die Speicher zu füllen. Somit wird der dann ganz regulär verkauft werden, und Dank der ineffizienzen der Speicher am Ende nochmals teurer werden.

    Wer glaubt das es mit einem Umstieg auf 100% EE am Ende billiger wird, der scheint Probleme zu haben die Realitäten zu erkennen.

    Grüße,

    Chris

  7. @Vennecke

    Als kleine Zugabe kommt dann noch hinzu, dass Ökostrombezug vielerorts schon günstiger ist, als der Strom vom Regionalversorger.

    Ganz einfacher Trick……..GRÜNSTROMPRIVILEG………….

    Nach dem Grünstromprivileg sind Elektrizitätsversorgungsunternehmen von einer Zahlung der EEG-Umlage an den Übertragungsnetzbetreiber befreit, wenn sie, bezogen auf die gesamte von ihnen gelieferte Strommenge, mindestens 50 % Strom aus EEG-Anlagen i.S.d. §§ 23 bis 33 EEG an Letztverbraucher liefern.

    Wer also 50% deutsche EEG Anlagen direkt vermarktet, braucht die EEG-Umlage nicht an seine Kunden weitergeben.
    Am besten man besorgt sich Strom aus Bio-Masse (Durchschnittliche Vergütung 2009 bei 5,40 Cent/kWh) ist dann im Einkauf etwas teurer aber spart sich die 3,5 C/kWh EE-Umlagen und kann seinen Kunden billigeren Strom anbieten als das örtliche Stadtwerk.
    Man beachte………..man braucht nur 50% EEG-Strom……..um dieses Privileg zu erlangen, den Rest kann man dann beliebige auffüllen.

    Wie gesagt………..Ökostrommärchenwunderland
    Toll wie die EE-Lobby ihre finanziellen Ziele ideologisch an den Mann/Frau bringt.

    H.E.

  8. @Vennecke

    Nun, offensichtlich ist der Stromimport in Österreich stark rückläufig (2007 – 6912 GWh Stromimport, 2010 – 2200 GWh Stromimport) , wohl dank des rasanten Ausbaus neuer Anlagen, die umweltfreundlich Sgtrom erzeugen.

    Liegt wohl eher daran das es 2009 eine Krise gab und auch 2010 wirtschaftlich begründet sich Österreich noch nicht ganz erholt hat.
    Das ändert aber nichts an der Tatsache das Österreich es versäumt hat genügend Kraftwerkskapazitäten augzubauen um sich den gesteigerten Strombedarf des Landes anzupassen, ähnlich ergeht es gerade der Schweiz, nur mal so am Rande.

    Sollte Deutschland seinen eigenen Kraftwerkpark stark reduzieren wird das neben Österreich auch Holland, Italien und die Schweiz schwer treffen, denn diese Nationen sind schon seit Jahren zu Nettostromimporteuren geworden.

    Tja, deutscher Egoismus in Reinkultur.
    H.E.

  9. @Friedrich

    Wenn für die 2000 GWh bezahlt wird, dann wird eigentlich nur die österreichiche Bevölkerung gelinkt. Und dann wären die Profiteure die Stromunternehmen und deren “politischen” Protektoren. Können Sie das “herausfinden” ?

    Das Problem könnte man ganz einfach beseitigen.
    Man sollte allen europäischen Staaten das CO2 anrechnen was durch den Verbrauch von Energie emittiert wird, nicht was erzeugt wird.
    Dann wäre schlagartig Schluss mit grenzüberschreitenden Wasserkraftstrom, denn müsste nämlich Österreich Zertifikate für den importierten Kohle und Atomstrom bezahlen, wie auch Norwegen und Schweden.
    Weiterhin sollten strenge EU-Regeln in Kraft treten die eine Doppelvermarktung von EE-Strom wirkungsvoll verhindert.

    An Beispiel Österreichs können wir erkennen das der tolle Wasserkraftstrom weder Physikalisch noch Buchhalterisch in Deutschland ankommt.
    Wer grün wählt ist auch bereit sich die Taschen vollhauen zu lassen………Hauptsache das Gewissen ist beruhigt…….mit realen Strom hat das rein garnix zu tun.

    PS. Wenn man sich mal Norwegen ansieht………verteilt es seine Stromüberschüsse rein physikalisch an die skandinavischen Nachbar-Staaten……..am Ende verbleibt im Nordel-Netz nur ein kläglicher Überschuss an Energie, die dann Holland ganz toll verbrät. (eigenes HGÜ nach N.)

    PPS. keine Chance irgendwelche Handelssummen zu ergattern, die man als Grundlage nehmen könnte um den europäischen Selbstbetrug mit den grünen Strom aufzudecken…..zumindestens für mich.

    MfG
    Heinz Eng

  10. @Onkel Heinz
    Aus Ösi Sicht nicht uninteressant.
    http://derstandard.at/1303291110146/E-Wirtschaft-Oesterreich-auf-Stromimporte-angewiesen
    http://tinyurl.com/3qzpdab
    http://www.orf.at/stories/2041951/

    Beim ersten Link lohnt es sich die Kommentare und die älteren Artikel näher zu betrachten.

    Varus

  11. @Varus

    Man muss das international lösen

    Wenn zum Beispiel in Italien Nacht und in Österreich Tag ist, dann kann man den unterschiedlichen Stromverbrauch ausgleichen.

    Ich bin begeistert

  12. @Varus
    Lol….der Artikel im Standard ist vom 21. April, wie meiner oben.

    Angesichts von Diskussionen um ein „energieautarkes“ Österreich hält es die heimische E-Wirtschaft nicht für sinnvoll, den nationalen Strommarkt zu isolieren. „Ein Stromsystem kann nur auf europäischer Ebene sinnvoll stattfinden“

    Tja, wat ick ja nun schon seit Jahren predige……..und Deutschlands Ausstieg wird auch andere Nationen treffen, zumindestens die Ösis sehen das schon mal ein.

    Der Anfang des Artikels war ja ganz gut…..nur der Rest ist wieder mal Müll.

    Onkel Heinz

    Wer eins mit der Natur werden will, beginnt am besten während einer Naturkatastrophe.“ (Bertrand Russell)

  13. @KR
    Ich frag mich bloss ist es ein Gutes oder ein schlechtes Zeichen ist, dass die Pisa Schädigung nicht an den deutschen Grenzen halt macht.

    http://atelier-lehmann.com/s/cc_images/cache_1815161602.jpg?t=1287509752

    Varus

  14. @Varus
    Das mit dem -- Halt -- machen an der deutschen Grenze war mal, der „Zaun“ iss aber wech
    Das ist wohl kein ausschließlich deutsches Problem, neben anderen Dingen macht die Globalisierung auch nicht vor der Dummheit und Mangel -- Bildung halt.

  15. achgut.com (Müller):

    Von der traditionellen zur Öko-Religion

    „…..Ein Sonnendach mag in Punkto Energieausbeute eine fragwürdige Investition sein, Windräder würden ohne massive staatliche Förderung keinen Gewinn abwerfen, aber das sollen sie auch gar nicht. Soziobiologen sprechen vom „Handicap-Prinzip“. Wer trotz eines zur Schau gestellten Nachteils im Überlebenskampf besteht, signalisiert damit Vitalität und Potenz. Die Frage ist nur, warum der Steuerzahler dafür aufkommen muss, wenn Kommunisten mit ökologischer und unökonomischer Energieverschwendung angeben wollen.”

  16. Ja ja klar, die bösen Stromkonzerne und die Atomlobby.
    Das „Argument“ ist so interpretierbar, dass Atomstrom gut ist, wenn sich die Stromkonzerne anständig verhalten z.Bsp. NPO’s sind.

    Analog läuft die Argumentation beim Rauchverbot: wenn die böse Tabaklobby lieb wäre, wäre Passivrauch nicht gefährlich.

    Meine Lieblingsargumente gegen Hohlköpfe.

    Physik hat sich der Ideologie unterzuordnen.
    Wer bringt das der Physik bei ? 🙂

  17. Neodym: Das schmutzige Geheimnis sauberer Windräder

    Nach Recherchen der Sendung „Menschen und Schlagzeilen“ (NDR Fernsehen) verursacht die Produktion vieler getriebeloser Windräder katastrophale Umweltzerstörungen in China. Denn für diese Windräder setzen die Hersteller ein wertvolles Metall ein: Neodym, eine sogenannte „seltene Erde“. „Neodym-Windräder“ verzichten meist auf ein Getriebe. Dafür brauchen sie effizientere Generatoren, die sich besonders gut aus diesem Rohstoff herstellen lassen…………………………………..

    …..Im nordchinesischen Baotou beispielsweise ist nach Recherchen von „Menschen und Schlagzeilen“ sowie von „Panorama“ die Umgebung rund um die Fabriken, die das Neodym vom Erz trennen, verseucht. Die Anwohner sind teilweise schwer krank, das Wasser ist nachhaltig kontaminiert. Studien berichten von einer deutlich erhöhten Krebsrate.

    Es gibt sie noch, die Wunder.
    Ein öffentlich rechtlicher Sender (NDR) fasst sogar mal ein Thema an, das der netten Windlobby so garnicht schmecken wird.
    Nun gut, könnte natürlich auch wieder nur um „China-Bashing“ gehen………aber da ja die Kernkraftgegner immer schön den Uranbergbau als so schmutzige Sache darstellen, dürfte auch ihr heißgeliebtes Neodym einen gewaltigen Fleck auf der weißen Weste bekommen haben.

    ….außerdem werden radioaktives Uran und Thorium beim Abbauprozess freigesetzt……

    Wo dat Zeuch nicht alles rumlungert……ich dachte wir ham kaum noch Vorräte davon in der Erde, tssss.

    Eins sollte uns dieses Beispiel mal wieder kräftig vor Augen halten, bei der schönen neuen Welt der Erneuerbaren Energien geht es nicht um Menschenleben………sondern um ein neues Geschäftsfeld mit ideologisch wertvollen Unterbau.

    Onkel Heinz……hat gerade kein passendes Zitat zur Hand, aber ein geiles Bild.

  18. @Onkel Heinz

    …hat gerade kein passendes Zitat zur Hand, aber ein geiles Bild.

    ….. pfui Deibel, dann hätte mer ja gleich den nächsten Dioxin-Skandal.

    Neodym: Das schmutzige Geheimnis sauberer Windräder

    Im nordchinesischen Baotou beispielsweise ist nach Recherchen von „Menschen und Schlagzeilen“ sowie von „Panorama“ die Umgebung rund um die Fabriken, die das Neodym vom Erz trennen, verseucht. Die Anwohner sind teilweise schwer krank, das Wasser ist nachhaltig kontaminiert. Studien berichten von einer deutlich erhöhten Krebsrate.

    Na weißte, auf solchen kleinlichen und dazu noch politisch inkorrekten Pippikram kann man ja nu wirklich keine Rücksicht nehmen. Das Thema heißt ATOM und das ist noch viel viel böser.

  19. @Tim

    Naja………ick grill gewöhnlich mit Holzkohle……..wat die jungen Leute da zum erhitzen ihrer (Torfu) Würstchen nehmen, weiß ick nich.
    Wahrscheinlich wieder mal, der dazu passende Schulunterricht ausgefallen……….aber die Jüngelchen sehen doch so toll engangiert aus, da muss man sich um solch Nebensächlichkeiten nicht weiter kümmern.

    PS. Beim Grillen entstehen gewisse krebserregende Stoffe………..wollen die sich also lieber Umbringen?

    Onkel Heinz……….wo ist mein fettes Hüftsteak?

  20. Auf PHOENIX wird z.Zt. die Tagung der „Ethikkommision” übertragen, da sprach Heinz-Peter Schlüter gerade zu den desaströsen Auswirkungen der geplanten NIE-Zukunft auf die deutsche Grundstoffindustrie (ohne die ja u.a. auch die Produktion von Windmühlen, Sonnenpaddeln, Strommasten und E-Autos schlichtweg nicht möglich wäre). Die Kamera schwenkte einmal auf Herrn Töpfer, der gelangweilt auf seine Uhr schaute.

    http://www.phoenix.de/content//373047

  21. Heinz Eng schrieb am 28. April 2011 08:59

    Ein öffentlich rechtlicher Sender (NDR) fasst sogar mal ein Thema an, das der netten Windlobby so garnicht schmecken wird.

    Meinem Eindruck nach ist es egal, welches Gebiet man sich da ansieht -- der Umgang mit der Umwelt ist in China im allgemeinen nicht vorbildlich (von den Arbeitsbedingungen in manchen Teilen der Industrie mal abgesehen).

    Nun gut, könnte natürlich auch wieder nur um “China-Bashing” gehen…

    Oder fällt obere Äußerung unter „China Bashing“?

  22. @21 Marvin

    Meinem Eindruck nach ist es egal, welches Gebiet man sich da ansieht – der Umgang mit der Umwelt ist in China im allgemeinen nicht vorbildlich (von den Arbeitsbedingungen in manchen Teilen der Industrie mal abgesehen).

    Nun gut, meine Meinung zu China ist zwiespältig.
    Einerseits liest man besonders in westlichen Medien ausschließlich nur Negatives aus dem Reich der Mitte, selbst das Dreischluchten-Staudamm-Projekt wird nur unter Umweltsapekten betrachtet, andererseit unternimmt dieses gewaltige Land auch große Anstrengungen um die Armut zu lindern und die Umweltbedingungen zu verbessern.

    Ich habe bei meiner damaligen Studienreise quer durchs Land riesige Aufforstungen gesehen, Städte wie Shanghai mit viel Grün in der City, habe auch arme Menschen gesehen die sich mit Hilfsjobs über Wasser halten müssen, Baustellen im 3-Schichtsystem, die Tag und Nacht durch Millionen von Wanderarbeitern betrieben werden………

    China ist eine Nation im Aufbruch, besonders wir wohlstandsverwöhnten Deutschen sollten uns bei der Beurteilung dieses Riesenreiches etwas zurückhalten, denn als Deutschland nach den Krieg den Aufbau des zerstörten Landes vollzogen hat, standen ja wohl die Umweltaspekte auch erstmal hinten dran.

    Ich bin aber davon überzeugt, das uns unsere Dekadenz und Arroganz schon sehr bald genommen wird, spätestens wenn die EU in einen lauten Knall auseinanderbricht oder der deutsche Atomausstieg sehr bald die eurpoäische Stromversorgung gefährdet.
    Spätestens wenn der Deutsche um sein Überleben kämpfen muss, wird ihn auch die Umwelt ein Dreck interessieren.

    MfG
    Heinz Eng

    PS. Hoffe jetzt aufrichtig Ihre Andeutung richtig interpretiert zu haben.

  23. @Heinz Eng

    PS. Hoffe jetzt aufrichtig Ihre Andeutung richtig interpretiert zu haben.

    Mehr geht nicht! Respekt.

  24. Oh, welch Wunder!

    Es gibt scheinbar doch noch was anderes als 100% Anti-Atomkraft-Hysterie. Zumindest auf europäischer Ebene.

    IPP Projekte: ITER
    Mit dem Projekt ITER (lat. „der Weg“) arbeiten die großen Fusionsprogramme der Welt – Europa, Japan, der USA, der russischen Föderation sowie China, Süd-Korea und Indien – gemeinsam daran, einen ersten Experimentalreaktor zu planen. ITER soll zeigen, dass es physikalisch und technisch möglich ist, durch Kernverschmelzung Energie zu gewinnen. Er soll zum ersten Mal ein brennendes und für längere Zeit energielieferndes Plasma erzeugen. Es soll eine Fusionsleistung von 500 Megawatt liefern – zehnmal mehr, als zur Aufheizung des Plasmas verbraucht wurde. Außerdem sollen wesentliche technische Funktionen eines Fusionskraftwerks entwickelt und getestet werden. Hierzu gehören supraleitende Magnetspulen, die Tritium-Technologie, das Abführen der erzeugten Wärme-Energie sowie die Entwicklung fernbedient auswechselbarer Komponenten; ebenso bearbeitet werden Sicherheits- und Umweltfragen.

    Quelle: Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

    Dazu gibt es einen Vorschlag für einen

    BESCHLUSS DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

    zur Änderung der Interinstitutionellen Vereinbarung vom 17. Mai 2006 über die Haushaltsdisziplin und die wirtschaftliche Haushaltsführung, insbesondere des mehrjährigen Finanzrahmens, im Hinblick auf die Deckung eines zusätzlichen Finanzierungsbedarfs für das ITER-Projekt

    In der Einleitung dieses Dokumentes heißt es:

    „….Der Vorschlag trägt den in den Verhandlungen erzielten Fortschritten Rechnung, namentlich dem Einvernehmen über den Umfang der Umschichtungen innerhalb der Teilrubrik 1a und über die Höhe der für das ITER-Projekt in den Haushaltsjahren 2012 und 2013 im Rahmen der Teilrubrik 1a zusätzlich benötigten Mittel für Verpflichtungen und Mittel für Zahlungen. Er soll es der Haushaltsbehörde ermöglichen, rasch zu einer Einigung zu gelangen und damit den Erfolg des ITER- Projekts zu sichern…..”

  25. Info-Tipp:
    Thema Sicherheitsforschung für Kernreaktoren und Nukleare Endlager:

    Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

  26. #Karlchen

    Mehr geht nicht! Respekt.

    Danke mein Freund, ick hab echt versucht freundlich zu bleiben…..wirklich, Pionierehrenwort.

    Onkel Heinz……………..ab Samstag im Urlaub

  27. @ Heinz Eng #19

    wo ist mein fettes Hüftsteak?

    Na Onkel Heinz, dann genieß es, solange Du noch kannst.
    Denn wenn mann die öffentlichen Diskussionen so hört, dann soll demnächst auch in diesem unseren schönen Lande die „Fettsteuer“ (wie bereits in Dänemark) eingeführt werden. Selbstverständlich nur zum Nutzen der Verbraucher, damit sie auch schön gesund bleiben.
    Gedacht ist an eine erhöhung der Mehrwertsteuer von 7 auf 19 Prozent für alles was fett ist. Z.B. Butter, Käse, Milch, Fleisch und ähnliche „Schadstoffe“.
    Die Leute sollen halt nur noch obst und Gemüse essen, und weil sie das nicht freiwillig tun, will man ihnen dabei etwas behilflich sein.

    grient der Moosgeist ……und legt sich eine schöne fette Bratwurst (so eine die so schön trieft) auf den Grill

  28. #5 Günther Vennecke 22. April 2011 14:11

    Außerdem steht sowohl bei Greenpeace-Energy als auch bei Lichtblick in den Statuten, dass der Strombezug aus Anlagen kommen muss, die ein bestimmtes Höchstalter nicht überschreiten dürfen. Das garantiert also den ständigen Neubau von Anlagen.

    öhm, richtig lesen hilft und einen taschenrechner verwenden der nicht nur die addition beherscht 😉

    als denkanstoß möchte ich auf folgenden artikel bei ’novo argumente‘ verweisen : http://www.novo-argumente.com/magazin.php/archiv/novo104_32

    anbei die einleitung des artikels :

    Greenpeace Energy: Katerstimmung zum zehnten Geburtstag

    Versprochen wurde die Energiewende, ihre Realisierung fällt schwer. Für Kunden des Ökostromanbieters wird mitunter Strom aus uralten Wasserkraftwerken bezogen. Am Großprojekt Weserkraftwerk hat sich sein Kraftwerksbauer Planet Energy verhoben. Beim Neubau eigener Ökokraftwerke werden indes Geschäfte mit Siemens und Areva gemacht, während der Regenbogenkriegerverein Kampagnen gegen die beiden Kernkraftwerksbauer organisiert. Thomas Deichmann über Anspruch und Wirklichkeit bei Greenpeace Energy.

  29. @ Onkel Heinz

    …ab Samstag im Urlaub

    -- na dann, schönen Urlaub.
    Ich fahr Samstag früh nach Oslo und schau mir erst- und wahrscheinlich letztmalig, Roger Waters „The Wall Live“ in der Telenor-Arena an. Danach gleich wieder nach Hause, und dann morgens gegen 5 in die Heia wenn mir kein Elch vor´n Kühler springt.
    Wie jesacht, schönen Urlaub wünsch ick Sie, wa . 😉

  30. @Kultur-Karlchen

    Na dann viel Spass bei der Aufführung………….und wenn Du heimwärts ein Elch triffst, bestell ihn schöne Grüße von mir.

    Ansonsten, schön uffpassen, das sich in meiner Abwesenheit die „Erneuerbaren Energielaien“ hier net so breit machen, mit ihrer „Mengenlehre“…………..ick zähl uff Dir, Alder. 🙂

    Onkel Heinz…………Nachrichtenlos die Seele baumeln lassen……….Highlight des Jahres.

  31. Weil wir gerade so bei dem Irrsinn sind……….

    Gazprom: Gas Preiserhöhung wegen Ölpreisbindung geplant

    Gazprom will erneut an der Preisschraube drehen. Bis Dezember soll der Preis je 1000 Kubikmeter in langfristigen Verträgen auf rund 500 Dollar steigen. Als Grund für die Preiserhöhung wird neben der gestiegenen Nachfrage nach dem Ende der Wirtschaftskrise auch die Ölpreisbindung angeführt……….

    So ihr lieben Deutschen, auch wenn den Gasversorgern und Fernwärmeerzeuger verboten worden ist ihre Produkte mit der Ölpreisbindung zu berechnen……….den Lieferanten dieses Erdgases schert das weiterhin einen Dreck.

    Tja, und unstete Windkraft erfordert schnell anlaufende Gaskraftwerke…………was dann sicherlich auch Gas-Gerd und seine russischen Freunde erfreuen wird, am Ende haben wir dann zwei die uns nach Strich und Faden abzocken werden………..EE-Lobby und Gaslieferant, Danke.

    Hmm, ich wüsste da aber ne Lösung……….Schiefergas aus heimischen Boden………aber, um die russischen Freunde finanziell zu schützen, werden unsere „Grünen“ sicherlich alles daran setzen, diese Förderung zu unterbinden.

    Hurra, Strom wird endlich zum Luxusgut……..wenn dann alle Armen und Hartzer vom Stromnetz abgeklemmt sind, dann erreichen wir bestimmt unsere Einsparziele und verhindern ganz toll die Überhitzung des Weltklimas.

    Es könnte aber auch so kommen, das unterkühlte Hartzer ohne Fernseh-Konsum, demnächst die Strassen unsicher machen…………und das wiederum könnte unsere Regierungszwerge ganz bösartig auf die Füsse fallen.

    Immer dran denken, liebe Politik-Nieten, ohne Strom kein Verblödungsstrahler, ohne Verblödungsstrahler keine Massenmanipulation, ohne Massenmaipulation keine Gedankenkontrolle………….was dann dazu führen könnte, das diese Zielgruppe plötzlich anfängt nachzudenken.

    Diese Nachdenken kombiniert mit der starken Reduzierung unsere Polizeikräfte………..ergibt eine Mischung, die bei Erreichen der oberen Explosionsgrenze, unser Land zerfetzen könnte.

    Wollt ihr dat?

    Wenn nicht, dann fangt langsam mal an euren Hirnkasten einzuschalten.

    Onkel Heinz………der musste jetzt noch sein.

  32. Heinz Eng schrieb am 28. April 2011 19:31

    Danke mein Freund, ick hab echt versucht freundlich zu bleiben…..wirklich, Pionierehrenwort.

    Wieso müssen Sie sich bei einer Antwort auf einen meiner Kommentare bemühen, freundlich zu bleiben?

  33. @ Marvin Müller
    Weil Sie sich die Spitze mit

    Oder fällt obere Äußerung unter “China Bashing”?

    hätten klemmen können, deshalb.
    Diesen Nachsatz hätten Sie sich echt Sparen können, an Ihrer Aussage zu den allgemein nicht dem deutschen Maßstab entsprechenden Bedingungen in China ist eigentlich nur der Maßstab nicht ganz in Ordnung, oder ist, da die allgemeinen Bedingungen schlecht sind, es dann auch egal daß die vermehrte Produktion von Windkraftanlagen zu noch größeren Umweltschäden führt?

  34. @Müller

    Wieso müssen Sie sich bei einer Antwort auf einen meiner Kommentare bemühen, freundlich zu bleiben?

    Na weil ick dat den Karlchen versprochen hatte, so einfach ist dat.

    Weiterhin möchte ich anmerken, das sich bei mir weiterhin bei Ihren Kommentaren die Denkfalten ziemlich tief in die Stirn graben.
    Nix für ungut Herr Müller, bisweilen weiß ich selbst nach angestrengten Nachdenken nicht, wie Ihr Kommentar gemeint ist.

    Wir beide werden wohl nie zu einen Konsens kommen, soweit dürfte mir das inzwischen klar geworden sein.
    Sie können aber beruhigt sein, in den nächsten Tagen müssen Sie sich mit mir nicht rumärgern, da ich dann mit Abwesenheit glänzen werde.

    Mit freundlichen Grüßen
    Heinz Eng

  35. Karl Rannseyer schrieb am 29. April 2011 13:10

    @ Marvin Müller
    Weil Sie sich die Spitze mit

    Oder fällt obere Äußerung unter “China Bashing”?

    hätten klemmen können, deshalb.

    Hmm, ich konnte Herrn Engs „China Bashing“ nicht richtig einordnen und habe daher nachgefragt. hat auch zum gewünschten Ergebnis geführt -- er hat etwas weiter ausgeführt, was er darunter versteht und ich kann das jetzt etwas besser einordnen.

    an Ihrer Aussage zu den allgemein nicht dem deutschen Maßstab entsprechenden Bedingungen in China ist eigentlich nur der Maßstab nicht ganz in Ordnung,

    Hmm, ich schrieb nichts von deutschem Maßstab …

    oder ist, da die allgemeinen Bedingungen schlecht sind, es dann auch egal daß die vermehrte Produktion von Windkraftanlagen zu noch größeren Umweltschäden führt?

    Nein, ganz im Gegenteil. Ich würde sehr begrüßen, wenn die auch ihre anderen Aktivitäten umweltschonender ausführen würde. Ich fand es nur etwas irritierend, dass man sich jetzt gerade die umweltschädigenden Aspekte der Windräder rauspickt. Dabei sind die nicht so strengen Vorschriften bzw. die mangelnde Durchsetzung der exisiterenden Vorschriften doch immer gerade ein Argument dafür gewesen, Produktion nach China zu verlagern.

    Heinz Eng schrieb am 29. April 2011 14:23

    Nix für ungut Herr Müller, bisweilen weiß ich selbst nach angestrengten Nachdenken nicht, wie Ihr Kommentar gemeint ist.

    Das kann man dann ignorieren, nachfragen, … Aber das Bedürfnis verspüren, unfreundlich zu werden? Schön dass Sie dem widerstehen konnten … ich wünsche einen schönen Urlaub …

  36. @Müller

    Hmm, ich konnte Herrn Engs “China Bashing” nicht richtig einordnen……

    Na ganz einfach, ein deutscher Sender berichtet über China………..da man seine Pappenheimer kennt, kann man fast immer davon ausgehen, das die bösen Chinesen runter gemacht werden.
    Sie bestätigen ja in Ihren Kommentar ja auch ständig das negative Image dieser Nation, also bilden Sie da auch keine Ausnahme.

    Dabei sind die nicht so strengen Vorschriften bzw. die mangelnde Durchsetzung der exisiterenden Vorschriften doch immer gerade ein Argument dafür gewesen, Produktion nach China zu verlagern.

    Haben Sie auch nur die geringste Ahnung davon, welchen Wust an Vorschriften ein Deutscher Unternehmer zu erfüllen hat, um hier eine Fabrikationsanlage zu bauen?
    Haben Sie eine Ahnung davon, wie viele Behörden dann anschließend dem Fabrikanten auf den Füssen stehen?
    Haben Sie eine Ahnung davon, welche zukünftigen Auflagen und eventuelle Verminderungen von Grenzwerten, dem Unternehmer jederzeit treffen können?
    Haben Sie eine Ahnung davon, inwieweit sich auch noch die EU mit überbordenden Regulierungswahn in jeden Bereich der Produktion einmischt?

    Ich jedenfalls weiß von was ich spreche, und ich kann jeden deutschen Unternehmer verstehen, der seine Fabrik im nichteuropäischen Ausland aufbaut und betreibt.

    Deutschland hatte 65 Jahre Zeit gehabt, um sich den Luxus erlauben zu können, auch noch auf den letzten Feldhamster Rücksicht zu nehmen und erlaubt sich neuerdings sogar, jedes Großprojekt den Bach lang runter gehen zu lassen.
    Deutschland erlaubt sich seinen Umweltschutz auch damit, das man die tolle Produktion einfach nach China und sonst wo ausgelagert hat.
    Damit können wir natürlich ganz toll mit unseren CO2 Emissionen prahlen, denn die bürden wir mal ganz logger China auf, und zeigen dann auch noch erbost mit den Stinkefinger auf diese Nation.

    Dann vergleichen Sie das mal mit der Zeit, die China hatte um aus dem industriellen Mittelalter raus zu kommen…….20 Jahre, 25 Jahre?

    Wissen Sie guter Mann, man sollte die Nation mal bereisen um sich eine Meinung bilden zu können, einfach pauschal auf die Chinesen einzudreschen, macht mich wütend.

    Das kann man dann ignorieren, nachfragen, … Aber das Bedürfnis verspüren, unfreundlich zu werden?

    Sorry, pawlowscher Reflex bei mir………dann versuche ich aber trotzdem, in Ihren Texten etwas positives zu finden………..und dann wieder nicht fündig zu werden.
    Sie provozieren Unterschwellig, nie direkt angreifbar, wie der besagte Pudding und dem Nagel.

    Schön dass Sie dem widerstehen konnten … ich wünsche einen schönen Urlaub …

    Ich versuch mein bestes und beiss mir sehr oft auf die Zunge.

    Danke für die netten Urlaubswünsche.

    MfG
    Heinz Eng

  37. @Marvin Müller

    Hmm, ich schrieb nichts von deutschem Maßstab …

    Dann frag ich mich welchen Maßstab Sie „ansetzen“ um zu dieser

    Umgang mit der Umwelt ist in China im allgemeinen nicht vorbildlich (von den Arbeitsbedingungen in manchen Teilen der Industrie mal abgesehen).

    zu kommen.
    Sie können natürlich die Umweltvorgaben/Arbeitsschutzvorschriften der USA nehmen, aber die sind noch ´nen Zacken schärfer. Da bin ich flexibel, bin aber davon ausgegangen Sie setzen Ihre normale Umgebung als Maßgabe voraus, unter der Voraussetzung Sie Wohnen und Arbeiten in -D- .

    Ich fand es nur etwas irritierend, dass man sich jetzt gerade die umweltschädigenden Aspekte der Windräder rauspickt.

    Da ist nix gepickt, da wird nur ´drauf hingewiesen um die Bigotterie dieser ganzen Kampagne zu zeigen, muß man Ihnen das wirklich erklären?

  38. Ist nur eine Frage der richtigen Etikettierung

    -- und schon ist der Strom „sauber“.

  39. Von Heinz Eng 21. April 2011
    So liebe Leser, wenn Österreich in den letzten Jahren Strom importieren musste, warum können dann unsere Ökostromanbieter in Deutschland den „sauberen “ österreichischen Wasserkraftstrom mit viel Getöse den deutschen umweltbewussten Stromkunden anbieten?

    Na so was,
    2017 hat Deutschland an Österreich ca. 15,4 TWh geliefert.
    2017 hat Österreich an Deutschland ca. 0,1 TWh geliefert.

    Bei nur 0,1 TWh im Jahr da machen die Ökostromanbieter in Deutschland aber kein Geschäft mit „grünen“ Strom aus Österreich.

  40. @KLein Udolein

    Korrekte Nachfrage….handelt es sich bei den 0,1 TWh um physikalischen Stromaustausch oder um „Handelsmengen“?

    H.E.

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