Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der heizende Supercomputer und Gelder von VW

5. Oktober 2015 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Politik, Profiteure, Wissenschaft

PIK-NeubauDas Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) berät über den WBGU die Bundesregierung und Kanzlerin in Klimafragen. Seine Grundfinanzierung von knapp zehn Millionen Euro im Jahr stammt je zur Hälfte vom Bund und vom Land Brandenburg. Hinzu kommt noch einmal ca. zehn Millionen Euro Summe an Drittmitteln, welche das Institut im Wettbewerb mit anderen Einrichtungen einwirbt. Ein Großteil davon stammt aus Förderprogrammen der Europäischen Union. Zudem erhält das PIK Gelder aus der Wirtschaft, auch von großen Automobilhersteller wie VW. Da kann man sich auch schon mal einen neuen Dienstsitz und einen heizenden Supercomputer gönnen.

Das PIK berichtet ganz aktuell: „Der Supercomputer heizt“.

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat einen neuen Dienstsitz auf dem Telegrafenberg. Das „Haus im Wald“ auf dem Telegrafenberg ist energieneutral, die Fassade aus geflämmtem Lindenholz. Die umstehenden Bäume können fast aus den Fenstern heraus berührt werden. Die drei Flügel des Hauses tragen die Bezeichnung Sonne, Himmel und Erde mit den entsprechenden Farben Gelb, Blau und Rot.

Finanziert wurde der 20 Millionen Euro teure Bau aus Bundes- und Landesmitteln. Damit ist das „Haus im Wald“ teurer geworden als geplant. Vor drei Jahren war noch mit Kosten von 17 Millionen Euro gerechnet worden.

Er sei gefragt worden, warum es kein vierblättriges Kleeblatt geworden sei, sagte PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber in seiner Eröffnungsrede. „Weil dafür das Geld nicht gereicht hat“, sagte der 65-Jährige. So ist es nur ein dreiblättriges Kleeblatt geworden. Man residiert nun wie der Sonnenkönig Ludwig XIV in Versailles, oder der Bayernkönig Ludwig II in Neuschwanstein.

Für fast fünf Millionen Euro gab es gleich mit einen neuen Supercomputer obendrauf. Dessen Abluft könne das gesamte Gebäude heizen. Solche Verbundlösungen seien der richtige Weg, um künftig Energie zu sparen. Der 4,4 Millionen Euro teure Rechner wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

Wegen des „Abgas-Skandals“ bei VW hat der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) gerade die Zusammenarbeit mit dem Autokonzern gekündigt. Auch das PIK hat mit VW zusammen gearbeitet und Gelder von VW erhalten. Die Frage ist, wird das PIK dem Nabu folgen und „politisch korrekt“ die Zusammenarbeit mit VW kündigen?

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13 Kommentare
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  1. „Unser König Ludwig II“ hat unwissend in die Zukunft Bayerns investiert. Technologisch war er ohnehin seiner Zeit voraus und beherschte auch die Naturwissenschaften noch selbt. Auich seine Photographien entwickelte er selbt. Der Palast des PIK wurde auch nicht aus der Portokasse bezahlt und „König Schellnhuber“ ist natürlich kein König sondern ein Günstling der hofierten Nomenklatura.Über sein Wissen und Gewissen möchte ich hier nicht spekulieren. Ob er so wie König Ludwig seinem Land einmal einen Nutzen einfährt, wage ich zu bezweifeln. Schon als Kind schaute ich aus dem Schlafzimmer auf Neuschwanstein und erst letzte Woche war ich mit syrischen Flüchtlingen dort. Das Schloß hat schon was, der PIK-Bau hat nur etwas von Prora und DDR. Eine Menge Geld in den Sand gesetzt und noch nicht einma einmal ein schlechtes Gewissen. Dieser Kasten wird zum Klotz am Bein werden, wie Prora und Erichs Lampenladen, wenn sich erst mal wieder Fakten durchgesetzt haben.

  2. Sehr geehrter Herr Reichardt,
    ich glaube, mit Ihrer „Kritik“ sind Sie zu kurz gesprungen. Woher nehmen Sie Ihr merkwürdiges Urteil?

  3. @Karl Reichart

    Zumindest haben Neuschwanstein und Versailles das Geld wieder eingebracht. Schon alleine mit den Touristen und Eintrittspreisen. Das wird beim PIK nicht der Fall sein. Mit Computerspielen kommt kein Geld rein.

  4. PS

    Bund, Länder und die EU zahlen es. Das Computerspielen am PIK. Also die Steuerzahler. Luxus für die Klimafolgenforscher. Und das nur, um den Konsens für das AGW zu bestätigen.

  5. Sorry Herr Reichert ich wollte den Daumen nach oben anklicken und nicht nach unten Sie haben so recht und ich hoffe die Aufdeckung der Lügen erfolgt bald

  6. Unsere Medien sind voll von Lügen und das PIK füttert die Medien-ESEL. Mein schlauer Esel auf der Nachbarwiese nimmt nur Eselbrot und kein Dummfutter.Dumme Esel , oder schlaue Nachbaresel das ist die Frage.

  7. und in der Mitte ruht Prinz Valium und zieht sich vor Freude und Wahn das rein:

  8. Für fast fünf Millionen Euro gab es gleich mit einen neuen Supercomputer obendrauf.

    …der hoffentlich, endlich die Antwort auf die dringliche Frage liefern wird, welche Temperatur wie am 24. Marz 2178 haben werden. +- 100 Grad.

  9. Hab da mal ne ganz andere Frage (evtl. falsch platziert)
    Gegeben ist ein Windrad der Größe X.
    Wie lange müsste dieses bei einigermaßen guter Auslastung laufen um sich selbst zu Klonen?
    Gemeint ist um die Energie aufzubringen um:
    -- Zement für das Fundament zu brennen.
    -- Tonnen von Stahl zu schmelzen und einen Turm zu errichten.
    -- Kupfer usw für den Generator und dessen Entstehung zu bewältigen
    -- Rotorblätter und letztlich das rote Blinklicht auf der Spitze

    Gibt es hierzu Berechnungen die belastbar sind?

    Hintergrund der Frage: In den Niederlanden haben in der Vergangenheit Menschen Kraft und Schweiß
    investiert, um Windmühlen zu bauen, die über Generationen genutzt wurden. Hier hat sich der Einsatz
    ausgezahlt. Der Aufwand, die Mengen an Mehl mit dem Mörser herzustellen, wäre ungleich größer gewesen.

    Gilt das auch für die „neu Erfindung des Windrades“ ???

  10. @Martin,

    der EROI liegt für ein Windrad mit 20 jahren Laufzeit ungefähr bei 4, d.h., die ersten 5 Jahre erwirtschaftet es seine Herstellungs-Energie, und danach noch mal Energie für 3 weitere Windräder. Klingt auf dem 1. Blick o.k., ist aber Irrsinn, wenn man weiß, daß Staudämme, Kohlekraftwerke und Leichtwasserreaktoren bei EROIs zwischen 30 und 70 liegen…

  11. Scheint früh kalt zu werden, gerade sind an die 20 Keile Kraniche Richtung Süden hier rüber, erscheint mir etwas früh im Jahr, oder ? Erinnere mich eher an Ende Oktober / Anfang November die letzten Jahre.

  12. @ Krishna Gans:

    Wie wäre es mit Fakten statt Vermutungen?

    Der Kranichzug in diesem Herbst ist absolut im üblichen Zeitfenster! Im Frühjahr dieses Jahres kamen die Kraniche so spät wie nie zuvor (was auf einen späten und kühlen Sommer hinweisen könnte…). Es wurde ein Rekordsommer…! Weniger Kaffeesatz und mehr Fakten würden der Diskussion daher gut tun!

  13. @Krishna

    Bei mir in Blockland rasten schon seit Mitte September die Kanadagänse und Graugänse. Die Jungstörche und Altstörche waren in diesem Jahr zahlreich und schon Anfang September weg. Die Schwalben auch Mitte September.

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