Der “Sonnenrekord” am vergangenen Freitag hat die Stromverbraucher 56 Millionen Euro gekostet

28. Mai 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung

Am vergangenen Freitag konnte man sich vor den Jubelmeldungen in der Presse kaum retten. Von einem “Sonnenrekord” war da die Rede. Der Spiegel schrieb in seiner Online-Ausgabe “Solarzellen liefern so viel Strom wie 20 Atommeiler”. Dass diese Aussage so genommen völlig unsinnig ist, haben wir hier im Blog schon des öfteren besprochen. Schließlich suggeriert sie, dass man mit Photovoltaik 20 Kernkraftwerke ersetzen könnte.

Strom nur wenn die Sonne scheint

Dabei zeigt schon ein Blick auf den Tagesgang der Einspeisung das größte Problem der Stromerzeugung mit Photovoltaik. Diese beschreibt eine Glockenkurve, die ihr Maximum um die Mittagszeit hat. In den Morgen und Abendstunden fällt die Produktion deutlich geringer aus und nachts kann die Sonne naturgemäß überhaupt keinen Beitrag zur Stromerzeugung leisten (wobei auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen).

Die folgende Grafik zeigt den zeitlichen Verlauf der PV-Stromeinspeisung vom vergangenen Freitag. Sie stammt von der Seite “Transparency in Energy Markets” die von den in Deutschland tätigen Netzbetreibern 50hertz, amprion, EnBw und Tennet betrieben wird. Dort kann man die Einspeisung auch als Datensatz mit viertelstündlicher Auflösung herunterladen.

Eine Auswertung dieser Daten ergibt, dass an diesem Tag in Deutschland insgesamt 189,243 MWh aus Photovoltaik eingespeist wurden. Nebenbei bemerkt hätten die vom Spiegel erwähnten 20 Kernkraftwerke im gleichen Zeitraum 528.000 MWh ins Netz einspeisen können. Oder weniger, wenn der Bedarf geringer wäre, etwa weil andere Einspeiser mit Vorrang in Netz gerade ungeplant Strom produzieren.

Strom aus Braunkohle oder Kernkraft hätte ein Zehntel gekostet

Diese 528 MWh hätten, wären Sie in Kernkraftwerken mit durchschnittlichen Stromgestehungskosten von 3,5 Cent pro kWh produziert worden, Kosten in Höhe von 18,5 Millionen Euro erzeugt. Für die am 25.05. durch Photovoltaik erzeugten knapp 190.000 MWh hätten die Betreiber von Kernkraftwerken 6,6 Millionen Euro berechnet.

Der Strom von der Sonne, die ja bekanntlich keine Rechnung schickt, hat den Verbraucher jedoch gut 66 Millionen Euro gekostet, also das 10fache dessen, was man für die gleiche Leistung aus Kenrkraftwerken (oder auch Kohle oder Braunkohle-Kraftwerken) bezahlt hätte (Ausgehend von einer durchschnittlichen Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen in Höhe von 35 Cent/kWh für das Jahr 2012, Quelle: Statista, Grafik links) .

Wobei selbst das noch nicht ganz korrekt ist. Bei der konventionellen Stromerzeugung wird der Strom schließlich dann erzeugt, wenn er auch benötigt wird. Eine Leistung, zu der die Photovoltaik niemals in der Lage sein wird.

Geht man jetz von mittleren Stromgestehungskosten von 5 Cent pro kWh aus, dann hat die Einspeisung von Photovoltaikstrom nur an diesem einzigen Tag die Stromverbraucher mit Mehrkosten von über 56 Millionen Euro belastet, welcher dieser den Betreibern der Photovoltaik-Anlagen über die Stromrechnung bezahlen muss.

Die Wahren Kosten der Photovoltaik sind noch höher

Bei den 3,5 Cent pro Kilowattstunde, welche die Betreiber von Kernkraftwerken uns berechnen, sind entgegen landläufiger Meinung die Kosten für den Rückbau der Meiler und auch die Kosten für die Endlagerung der abgebrannten Brennstäbe bereits enthalten. Nicht im Preis für den Photovoltaik-Strom enthalten sind hingegen die Kosten für den Ausbau der Stromnetze, welche durch die Photovoltaik entstehen.  Ebenso wenig enthalten sind Kosten dafür, dass andere Kraftwerke als Backup vorgehalten werden müssen, weil die Sonne nicht konstant scheint.

Und wenn man den Strom aus Sonne (und auch aus Wind), wie es das Energiekonzept der Bundesregierung ja vorsieht, zu einem Hauptpfeiler der nationalen Stromversorgung ausbauen will, dann sind auch noch gigantische Stromspeicher erforderlich. Was für eine Kostenlawine dann auf den Verbraucher zukommt, das kann man heute noch nicht einmal ansatzweise abschätzen. Fest steht nur, sie werden gigantisch sein.

Dabei schnellen die Kosten für die Verbraucher bereits ohne diese zwingend erforderlichen Maßnahmen immer höher. Wie bereits früher dargelegt, wird die EEG-Umlage, die jeder Stromkunde über seine Rechnung bezahlt, in diesem Jahr von 3,5 auf 5 Cent pro kWh angehoben werden. Netz- und Speicherausbau und die seit neuestem diskutierten “Anreize” (=Subventionen) für den Neubau von inzwischen unrentablen Regelkraftwerken werden diese Entwicklung noch weiter beschleunigen.

Es zeigt sich zunehmen, dass die Energiewende nicht nur an der völligen Missachtung physikalischer Grundregeln scheitert, sondern auch an dem Wachsenden Unmut der Bevölkerung, das alles über rasant steigende Strompreise zu finanzieren.

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100 Kommentare
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  1. Nun es ist leider nichts Neues mehr. Politiker und Bürokraten können nicht rechnen wenn Sie in Ihren Funktionen am schaffen sind. Aber auch die Atomkraftbefürworter tuns ich mit Zinseszins schwer. Ich schlage einfach mal zu berechnen was uns “nur” 500 Jahre an Behandlung/Bewachung von Atommüll kosten. Das sollte auch dieses Science Blog mal unternehmen. Ob es dann “soviel” günstiger käme, darf bezweifelt werden. Aber spielt sowieso kein Rolle, es wird ja schon lange nicht mehr nach Wirtschaftlichkeit im Bereich der Energie getrachtet. Es geht um reine politische Anmassung von “Wissen” oder “besser Wissen”. Schlich und einfach im Kamp Solar gegen AKW sind diejenigen die nach Wirtschaftlichkeit trachten absout unerwünscht.

    Hätten wir einen Markt, hätten wir zumindst eine Idee der Kosten. So nur die politischen gewollten Kosten, die mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun haben müssen…

  2. @ FDominicus

    Bei dem Vergleich von verschiedenen Arten der Energieerzeugung (ich weiß, das ist physikalisch unkorrekt, aber jeder versteht, was gemeint ist) sollte auch aus meiner Sicht die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen. Dass ich im obigen Artikel vor allem den Vergleich zur Kernkraft gemacht habe, sollte mehr als Antwort auf den zitierten Spiegel-Artikel verstanden werden.

    Wenn, wie etwa gerade in den USA, etwa Gskraftwerke wirtschaftlicher zu betreiben sind, dann würde ich denen auf jeden Fall den Vorzug geben. Gleiches gilt für Kohle und Braunkohle.

    Was die Kostenkalkulation einer sicheren Lagerung von Abfällen über 300-500 Jahre (nach Umwandlung der langlebigen Radioisotope) angeht sollten in der Wirtschaft doch bereits Erfahrungswerte vorhanden sein. Eine ganz ähneliche Herausforderung stellt doch die Deponierung von Abfällen aus der chemischen Industrie dar (wobei einige deutlich länger sicher gelagert werden müssen).

    Dieses Thema wäre es ganz sicher wert, auch bei uns im Blog einmal näher betrachtet zu werden. Ich werde mal sehen ob ich hierfür belastbare Informationen finde.

  3. Hat schon mal jemand die Langzeitkosten von AKWs für den Steuerzahler untersucht und Kritisch hinterfragt?

    Ich zähle mal auf:
    Forschung
    Entwicklung
    Bau von Forschungsreaktoren
    Staatliche Anschubfinanzierungen
    Finanzierungen für niemals realisierte Projekte (Wackersdorf, AKW Mülheim-Kärlich…)
    direkte Subventionen zur Aufrechterhaltung der Sicherheitsstandards
    Zwischenlager
    Endlager
    Kastortransporte mit hunderten Polizisten

    Wie hoch die Subventionen für die Atomkraft in Deutschland sind wäre mal interessant.
    Außerdem finde ich das der Strompreis nicht so wahnsinnig gestiegen ist, wie immer behauptet wird.
    Da gibt es ganz andere Preistreiber.

    Von den Kosten eines Atomunfalls redet sowieso keiner. Das ist ja ohne Frage Sache der Steuerzahler.

  4. @ FDominicus:

    Ich schlage einfach mal zu berechnen was uns “nur” 500 Jahre an Behandlung/Bewachung von Atommüll kosten. Das sollte auch dieses Science Blog mal unternehmen

    Das hat dieser Blog schon immer gemacht. Sie müssen nur lesen.
    Aber ich sag’s Ihnen verkürzt: Technisch gesehen gibt es kein ‘Endlagerproblem’, weil alte Brennstäbe keineswegs Abfalll sind, sondern ein wertvoller Rohstoff, der in modernen Kernkraftwerken vom ‘schnellen’ Typ praktisch rückstandsfrei verbrannt werden kann und dabei auch noch gigantische Mengen Energie liefert, mehr als genug, um die Menschheit Jahrtausende lang zu versorgen.
    China plant ab 2020 , bis zum Jahr 2050 ‘Schnelle’ Reaktoren mit einer Leistung von 200 GWe zu errichten und bis 2100 soll diese Leistung auf 1400 GWe gesteigert werden. Zum Vergleich: Deutschland hat insgesamt(!) eine installierte Leistung von ca. 150 GWe und einen mittleren Leistungsbedarf von 70 GWe.
    Das was in diesen Kraftwerken an radioaktiven Afällen übrig bleibt, ist schon nach wenigen hundert Jahren völlig harmlos. Entsprechend einfach und billig ist die Entsorgung. Sie kostet sehr viel weniger als die Endlagerung der hochgiftigen Abfälle aus der Solarzellen-Produktion!

  5. @FDominicus

    Natürlich ist es wichtig die Wirtschaftlichkeit von allen Energieherstellungsmöglichkeiten miteinander zu vergleichen und dann die auszuwählen die für möglichst wenig Kosten gleichmäßig und vor allem sicher wozu ich im Gegensatz zu den NIE´s die Kernkrafrwerke zähle, Strom produzieren.
    Was es mit den 500 Jahren Bewachung auf sich haben soll verstehe ich nicht ganz, aber sie können sich in diesem Blog gut über die Endlagerproblematik informieren!
    Wenn man schon fordert das alles nach den gleichen Gesichtspunkten untersucht werden sollte, was sagen sie dann zur Entsorgungsproblematik von alten Solarmodulen?
    Denn auch diese halten im Gegensatz zu den heilsversprechen nicht ewig, sondern wahrscheinlich je nach Umweltbedingung (Hagel/Sturm) noch geringer als angegeben, da diese Werte unter Optimalbedingungen getestet wurden!

  6. Es gibt bisher keine Lagerugn über mehr als vielleicht ein paar Jahrzehnte. Ich wüsste nicht von einem “Müll” der schon seit 100 Jahren “gelagert” würde. (mit entsprechendem Aufwand). Nein wir haben keinerlei Erfahrungen mit der Lagerung von sagen wir mal “problematischen” Stoffen, über mehr als 20 Generationen.

    Ich finde fairerweise muß zumindest Versuchen die Gesamtkosten grob zu überschlage. Dazu gehört auch eine Risikoabschätzung. Nehmen wir den Südwesten von Deutschland bei der vorherrschenden Windrichtung aus Südwesten sind für Deutschland die AKWS in BW diejenigen mit der höchsten Gefährlichkeit wenn Sie denn mal “kaputt” gehen könnten. Auch das gehört mit in die Wirtschaftlichkeitsberechnung.

    Ja ohne Zweifel sind AKWS mit am sichersten, jedenfalls für diejenigen die direkt damit umgehen müssen. Niemand bestreitet den großen Aufwand so etwas zu betreiben. Aber man darf eben auch nicht die etwaigen Folgen “klein” reden und bei den derzeitigen Deckungssummen für AKWs, stimmt etwas ganz bestimmt nicht.

    Vom Gefühl her würde ich derzeit Kohle, Öl und Gas als am wirtschaftlichsten ansehen, aber leider weiß man nichts mehr. Was mich schwer ärgert. Es gibt zwar die Möglichkeit speziell Stom aus “erneuerbaren” Ernergien zu ordern. Aber weder alleine aus Öl Kraftwerken, oder Gaskraftwergen und schon gar nicht auch AKW Strom. Bei dem einen wird mit einem Zuschlage kalkuliert, das Andere ist ein Mischmasch aus allem möglichen.

    Wie ich schon schrieb. Der Strompreis sagt uns nicht mehr viel…. Und das nervt mich ganz ungemein.

  7. @ andyos

    Hat schon mal jemand die Langzeitkosten von AKWs für den Steuerzahler untersucht und Kritisch hinterfragt?

    Natürlich. Etwa das (gewiss nicht Kernkraft-freundliche ) Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung ( DIW).

    Die Studie spricht in diesem Zusammenhang zunächst völlig korrekt von einer Forschungsförderung. Diese wird dann, nicht ganz korrekt, als “rechnerischer Subventionsbetrag” bezeichnet und auf 1 Cent pro kWh Atomstrom beziffert, bzw. auf 1,2 Cent pro kWh wenn man EU-Fördermittel mit berücksichtigt.

    Laut der Studie sind im Zeitraum zwischen 1974 und 2007 24 Mrd. Euro in die Förderung der Erforschung der Kernenergie geflossen. Im gleichen Zeitraum wurden “Erneuerbare” mit 6 Milliarden gefördert.

    Was die Ersteller der Studie wohl “vergessen” haben, war eine Umrechnung dieser Summe in erzeugte kWh aus EE. Und was noch deutlich interessanter ist: Die Autoren haben sich Mühe gegeben, die Forschungsförderung für die Kernkraft als “quasi Subvention” zu bezeichnen, die EEG-Fördergelder bis 2007 in Höhe von 16 Mrd. Euro werden aber ausdrücklich nicht in die Rechnung mit einbezogen weil:

    “Diese sog. Differenzkosten werden allerdings nicht über den Staatshaushalt finanziert, sondern von den Stromverbrauchern getragen.”

    Ein interessanter Aspekt ergibt sich aus dem Vergleich der in der Studie genannten “rechnerischen Subventionen” für Kernenergie in Höhe von 1,2 Cent pro kWh mit den 2007 (dem Jahr der Studie) gültigen EEG-Sätzen:
    Wind: ~9 Cent/kWh (Abhängig von der Lage der Anlage)
    Solar: ~48 Cent/kWh (Abhängig von der Größe der Anlage)

    Das entspräche einer “rechnerischen Subventionierung” (ausgehend von 5 Cent/kWh Börsenpreis für Strom) von 4 Cent/kWh für Windstrom und 43 Cent/kWh für Solarstrom. Diese Sätze gelten für 2007 errichtete Anlagen und sind auf 20 Jahre festgeschrieben.

    Für 2012 errichtete Anlagen (aktueller Stand) beträgt die “rechnerische Subventionierung” bei Wind nach wie vor 4 Cent/kWh (Offshore 10 Cent/kWh) und für Solarstrom etwa 17 Cent/kWh.

    Zu den Endlagerkosten habe ich in #2 bereits etwas geschrieben. Dass Sie die hohen Kosten für die Castor-Transporte, welche vor allem durch Störungen und Gefährdung dieser Transporte durch militante “Naturschützer” entstehen, zu den Kosten der Kernkraft hinzuzählen wollen ist, mit Verlaub gesagt, schon ein starkes Stück.

  8. Ich zähle mal auf:
    Forschung
    Entwicklung
    Bau von Forschungsreaktoren
    Staatliche Anschubfinanzierungen
    Finanzierungen für niemals realisierte Projekte (Wackersdorf, AKW Mülheim-Kärlich…)
    direkte Subventionen zur Aufrechterhaltung der Sicherheitsstandards
    Zwischenlager
    Endlager
    Kastortransporte mit hunderten Polizisten

    - Forschung ist keine Subventionierung, sondern eine staatliche Aufgabe.

    - Die Entwicklung wurde grossteils von privaten Firmen wie AEG und Siemens bzw. KWU realisiert und mit in die Baukosten eingepreist.

    - Bau von Forschungsreaktoren: Siehe Forschung

    - Staatliche Anschubfinanzierungen für Kernkraft waren das beste Geschäft, das der Staat je machte: Die Kernkraftwerke waren und sind Gänse, die goldene Eier legen. Als die 5 bayerischen Kernreakroren noch im Besitz der staatlichen Bayernwerk AG waren, nahm der Staat nicht nur enorme Summen aus der Umsatz- und Gewerbesteuer ein, es wurden nicht nur viele tausend hochbezahlte Arbeitsplätze geschaffen und Bayerns industrieller Aufbau profitierte nicht nur von der billigen, zuverlässigen Energie, die Bayern von einem armen Agrarland zum High-Tech-Standort Nr 1 machte, sondern diese KKWs spülten auch jeden Tag zusätzlich 5 Millionen Mark Gewinn in die Staatskassen!

    - Finanzierungen für niemals realisierte Projekte (Wackersdorf, AKW Mülheim-Kärlich…)
    Es hat sich inzwischen gezeigt, dass die politische Entscheidung diese Projekte abzubrechen, eine riesengrosse Dummheit war, denn dadurch haben wir den Anschluss auf dem globalen Kernenergiemarkt verloren.

    - direkte Subventionen zur Aufrechterhaltung der Sicherheitsstandards gab und gibt es nicht

    - Zwischenlager und Endlager werden ausschliesslich von den Betreibern finanziert und sind bereits bezahlt, denn dafür sind Rücklagen in Milliardenhöhe gebildet worden. Der Staat bekommt dieses Geld sobald er seinen Teil der Verträge erfüllt hat, nämlich ein Endlager bereit stellt.

    - Kastortransporte mit hunderten Polizisten zu beschützen ist nur notwendig, weil kriminelle Terroristen die Transporte bedrohen. Diese Terroristen begehen schwere Straftaten und es ist die Pflicht des Staates, dies zu verhindern. Gemäß der Strafprozessordnung sind jedoch die Täter, also diese Terroristen, für die Kosten der Polizeimaßnahmen haftbar.
    Ich bin mir sicher, dass ein einzelmner Streifenwagen als Begleitung ausreichen würde, wenn die Justiz diesen Rechtsgrundsatz auch nur einmal anwenden würde, wenn sich jemand ans Gleis kettet, denn das würde den Täter mehrer hunderttausend € kosten und ihn für den Rest seines Lebens ruinieren.
    Ihre Ansicht, dass das Opfer eines Verbrechens für den Polizeischutz zahlen müsste, ist höchst verwunderlich, um nicht zu sagen absurd und zeigt, dass Sie offenbar mit unserem Rechtssystem und mit unserer Verfassung auf Kriegsfuß leben.

  9. Deutschlands Echo in polnischen Fachmedien :

    W Niemczech miała nastąpić energetyczna rewolucja – odejście od paliw kopalnych i energetyki jądrowej, które miały zostać zastąpione przez odnawialne źródła energii. Ostatnio nawet w niemieckim rządzie słychać głosy, że ten plan to mrzonki.

    “In Deutschland sollte eine Energiewende stattfinden -- Das Land sollte sich von fossilen Energien und Kernkraft verabschieden, damit erneuerbare Energien sie ersetzen werden können. Doch in der Bundesregierung hört man die Stimmen, dass die Energiewende bereits gescheitert ist”.

  10. achgut.com (Reiger):

    Solarstromrekord…und wie man ihn errechnet

  11. @ FDominicus :

    …Aber man darf eben auch nicht die etwaigen Folgen “klein” reden und bei den derzeitigen Deckungssummen für AKWs, stimmt etwas ganz bestimmt nicht.

    Sicherlich sind da Risiken. Das übliche Verfahren, mit Risiken umzugehen, ist allerdings, neue und bessere Anlagen statt der alten zu bauen.
    Oder hat man jemals daran gedacht, Stauseen abzuschaffen, weil einmal einer brach?
    Nein, man hat die neuen besser und sicherer gemacht!
    Neue, bessere und inhärent sichere Kernkraftwerke gibt es. Wenn die derzeitigen Leichtwasser-Reaktoren im GW-Leistungsbreich zu unsicher erscheinen, sollen sie stillgelegt und durch neue, bessere, inhärent sichere Reaktoren ersetzt werden, möglichst solchen, die auch gleich die allten Brennstäbe vollständig verbrennen können und damit das Endlagerproblem gegenstandslos machen.

    Und was den Versicherungsschutz betrifft:
    Kein industrieller Großbetrieb ist vollkommen haftpflichversichert. Das geht auch gar nicht.
    Sehen Sie sich z.B. die BASF in Ludwigshafen an, den grössten geschlossenen Chemiekomplex der Welt. Was meinen Sie, wie der Ballungsraum Rhein-Main aussieht, wenn die mal abfackelt?
    Viel wird ja auch darüber spekuliert, was passiert, wenn ein Flugzeug entführt und in ein KKW gesteuert wird. Wussten Sie, dass in so einem Fall die Fluggesellschaft für alle Schäden haftbar wird? Glauben Sie, die hat für diesen Fall eine ausreichende Versicherung?
    Und wie steht es mit Biogas-Anlagen? Es besteht eine erhebliche Gefahr, dass aus einer solchen Anlage ein hochgefährlicher, mutierter Krankheitserreger austreten könnte. Eine Epidemie kann sehr leicht Kosten erzeugen, die weit höher sind als die für Tschernobyl. Biogas-Anlagen bräuchten also für den Fall der Fälle eine Haftpflichtversicherung für hunderte, wenn nicht tausende Milliarden € haben, um sicher zu gehen. Haben sie aber natürlich nicht. Die können ja nicht mal bezahlen, wenn ihnen die Gülle ausläuft und einen ganzen Fluß für Jahre biologisch abtötet, wie vor kurzem geschehen.
    Und wenn Sie sich Fälle wie Seveso oder Bhopal ansehen, dann merken Sie, dass Kernkraft-Unfälle keineswegs unvergleichliche Schäden anrichten, sondern im gegenteil durch konventionelle Unfälle weit übertroffen werden können, zumindest, was die Opferzahlen betrifft. Die Entgiftung des Dioxin-verseuchten Bodens in Seveso war übrigens durchaus mit der Situation nach einem massiven radioaktiven Fallout, etwa in der Kernzone von Tschernobyl, vergleichbar!

  12. ups, der Fettdruck sollte eigentlich nicht sein…

    [Ich habe das mal korrigiert. RK]

  13. @ Rudolf,

    das ist lustig, kaum taucht der Begriff Kernkraft auf, schon ist was los. Dies sollte man allerdings nicht überbewerten. Mit Anti-Atom-Protesten oder dergleichen lockt man derzeit nur noch wenig Leute hervor. Bei der Tagung der Kerntechnischen Gesellschaft zusammen mit dem Atomforum kürzlich in Stuttgart, fanden sich zur Hauptprotestveranstalltung gerade mal tausend Demonstranten ein, gegenüber 1.100 Fachleuten bei der Jahrestagung.

    Am 19.05. beim 4. Liga Fußballspiel “Sportfreunde Lotte gegen SC Wiedenbrück” hatte es 2.800 Zuschauer gegeben. Dies nur mal zum Vergleich zu den rund tausend Demonstranten.

  14. @ Casper # 9:

    Doch in der Bundesregierung hört man die Stimmen, dass die Energiewende bereits gescheitert ist

    Wer zwischen den Zeilen liest, kann das ja auch leicht erkennen. Diese Beteuerungen, dass der Ausstieg aus der Atomkraft endgültig sei und dass an den NIE festgehalten wird, erinnert mich fatal an Walter Ulbricht: “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!”

  15. In der ‘Welt’:

    Der Sonnenstrom-Weltrekord hat einen hohen Preis
    Zu Pfingsten wurde von Solaranlagen in Deutschland kurzzeitig so viel Strom produziert wie in fast 20 Atomkraftwerken. Viel Strom bedeutet viel Förderung und dies treibt den Strompreis in die Höhe.

  16. @ Quentin

    Das ist schon richtig, allein der Begriff Kernkraft scheint bei einigen Zeitgenossen bereits einen Beißreflex auszulösen. Diese besonders lautstarke Opposition ruhig zu stellen gehörte sicher auch zum Kalkül der Kanzlerin, als sie im letzten Jahr den beschleunigten Ausstieg beschlossen hat. Das scheint ihr auch ganz gut gelungen zu sein. Allerdings zu dem Preis, dass sie den Teil ihrer Stammwähler vergrault hat, die pro Kernkraft eingestellt sind.

  17. Ich vertrete ja immer noch die Ansicht, dass ein geologisches Tiefenlager derzeit die beste Lösung ist. Dass es in der Zukunft auch die Möglichkeit der Transmutation gibt, halte ich für Wahrscheinlich. Dennoch ist heute noch völlig unklar, ob es überhaupt wirtschaftlich ist.
    Man darf nicht vergessen, dass die ersten Tausend Jahren die Gefährlichsten sind, da der Abfall dann 99% seiner Aktivität verliert. Darum ist selbst mit der Transmutation ein geologisches Tiefenlager notwendig und die Kosten würden kaum geringer sein.
    Nach Tausend Jahren verbleiben nur noch Transurane, hauptsächlich Plutonium. Plutonium würde sich aber in den nächsten 200’000 Jahren nur wenige cm fortbewegen und käme nicht mal zum Wirtsgestein durch.

    Zu den Kosten:
    Bei uns in der Schweiz rechnet man mit Kosten um die 20 Milliarden Franken. Zusammen mit dem Rückbau kostet das den Stromkunden mit rund 1 Rp./kWh für Strom aus Kernenergie.

    Ich und ein Kollege haben darüber unsere Interdisziplinäre Projektarbeit an der Berufsmaturitätsschule in Bern geschrieben.

  18. @ Tritium #11
    Sicher ist es richtig wenn man davon ausgeht das ein gefährlicher Erreger in Biogasanlagen entstehen könnte, bloß was ist dann mit den unzähligen Güllelöchern oder sonstweden möglichkeiten bei denen 10^15 Bakterien zusammenkommen?
    Diese Annahme ist unbegründet! Die gefährlichen Keime stammen immernoch aus dem Krankenhaus (MRSA)
    oder der Tiermast, hier kommt auch eine Art von Multiressistenten Bakterien vor, wird aber oftmals überbewertet und ist mit dem Problem in Krankenhäusern in D nicht zu vergleichen und bei richitger zubereitung des Fleisches auch egal, da die Bakterien die Hitze nicht überstehen!
    Bei Biogasanlagen bin ich geteilter Meinung, es ist falsch hier eine Angst zu schürren die so nicht haltbar ist! Allerdings stimmt es, dass diese einzige NIE, die konstant Energie bereitstellt und Speicherbar (Erdgasnetz) in Konkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion tritt.
    Aber dies ist ein Problem der Hirnlosen Förderung die in D passiert!
    Zwecks ausgelaufenen Biogasanlagen, dies war in den allermeisten Fällen eine Sabotage von Gutmenschen…

  19. Ja, nicht umsonst hat Angela den höchsten amerikanischen Orden erhalten!

    Sie hat sich schließlich verpflichtet den Morgentauplan zur Deindustrialisierung Deutschlands durchzusetzen!

  20. @ Tritium, #14

    Diese stalinistische Laus hat auch Berliner Aufständischer auf dem Gewissen. Ich hoffe nur, dass die Bundesregierung keinen solchen Fehler begeht, nachdem die Klimanormen immer nach Oben gezogen werden…

  21. @ JoPhi:

    Bei Biogasanlagen bin ich geteilter Meinung, es ist falsch hier eine Angst zu schürren die so nicht haltbar ist!

    Das ist völlig richtig!
    Es ist genau so falsch wie das Angst-Schüren vor Kernkraft.
    Ich habe nur den Spieß umgedreht, um das heraus zu arbeiten. Das heisst, ich war mal genau so demagogisch wie die Atomkraftgegner. So etwas ist ein bewährtes Mittel der Diskussion, um extremistische und übertriebene Argumentationen bloß zu stellen.
    Und es ist keineswegs so an den Haaren herbei gezogen! Mutationensind nun einmal von der Menge der Teilungen abhängig sowie von den Umgebungsbedingungen, die die Selektion in eine bestimmte Richtung treiben.
    Bernd Schottdorf, Cef des grössten deutschen Laborarzt-Unternehmens, ist sicherlich, da die Mikrobiologie von Krankheitserregern ein zentrales Geschäftsfeld seines Unternehmens ist, ein kompetenter Fachmann auf diesem Gebiet. Er äussterte sich so:
    Schottdorf sagt, er könne sich vorstellen, dass Biogasanlagen zur Entstehung und Verbreitung neuer Ehec-Varianten beitragen. „Die Bakterien kreuzen sich in den Anlagen und verschmelzen miteinander“, sagte Schottdorf. „Was da genau passiert, ist weitgehend unerforscht.“ Die Gärreste würden als Düngemittel auf Äcker ausgebracht und könnten so Gemüse kontaminieren
    ….
    die Hypothese, Biogasanlagen seien eine Brutstätte für Krankheitserreger, ist nicht neu. Unter Agrarexperten und Veterinärmedizinern wird seit etwa zwei Jahren vermehrt darüber diskutiert, ob die Biogasanlagen zur Verbreitung des Bakteriums Clostridium botulinum beitragen….Unter den Verfechtern der Theorie, Botulismusfälle seien durch Biogasanlagen auszulösen, befindet sich auch Ernst-Günther Hellwig, der Leiter eines agrar- und veterinärwissenschaftlichen Fortbildungszentrums im westfälischen Horstmar. Hellwig gab schon vor mehr als einer Woche eine Pressemeldung heraus, in der er darauf hinwies, dass Biogasanlagen für den aktuellen Ehec-Ausbruch mitverantwortlich sein könnten. „Die Frage darf gestellt werden: Birgt nicht Biogasrestmasse unzählige unbekannte gesundheitliche Risiken für Mensch und Tier?“

    Sie sehen, der Biogas-GAU ist unwahrscheinlich, aber möglich. Bei gleichen Maßstäben müsste jede Biogas-Anlage eine Haftpflichtversicherung in Milliardenhöhe nachweisen, was natürlich den Strompreis erheblich verteuern würde:
    Eine durchschnittliche Biogasanlage liefert ca. 3.000.000 kWh jährlich. Bei einer Haftpflicht-Deckungssumme von 100 Milliarden € (Man geht ja auch bei KKWs vom worst case aus, da sind 100 Milliarden für das Risiko einer Pandemie nicht mal viel!) und einer jährlichen Prämie von nur 0,1% des Deckungsbetrags wären das zusätzliche Kosten von 100 Millionen € pro Jahr und Anlage oder 34 € pro kWh!

  22. Brüller!
    Energiewende

  23. Anhand der Grafik der Strombörse EEX und Verbundnetzorganisation ENTSO-E, die Wilfried Heck netterweise auf seiner Seite zugänglich macht, lag diese Rekordsonnenproduktion vollständig über dem deutschen Bedarf. Man konnte offensichtlich die konventionelle Produktion nicht runterfahren. Ist übrigens ein übliches Bild, sonst meisten bloss nicht so ausgeprägt. Was hat man wohl mit der Mittagsstromblase gemacht? Biliig verhökert oder vielleicht sogar dafür bezahlt, dass sie wer abgenommen hat? Da wird man wohl nicht drüber informiert werden.

  24. @Gerhard Straten

    Was hat man wohl mit der Mittagsstromblase gemacht? Biliig verhökert oder vielleicht sogar dafür bezahlt, dass sie wer abgenommen hat?

    ….auf jeden Fall eines von beiden.

  25. #21 @Tritium, JoPhi
    Wenn man schon Biogasanlagen und Kernkraftwerke unter dem Risikogesichtspunkt vergleichsweise zusammenhält, dann sollte man auch bemerken, daß die betreffenden Gefahrstoffe sich längerfristig sehr unterschiedlich verhalten. Radioaktives Material zerfällt z.T. sehr langsam und stellt damit ein dauerhaftes Problem dar (die leichteren Spaltnuklide haben aber meist eine kurze Halbwertszeit), doch wird es immerhin mit der Zeit nicht mehr, sondern weniger. Bakterien und andere biologische Gefahrstoffe (dazu gehören auch schon die Schimmelpilze in der “Biotonne”) haben aber im Gegenteil die Tendenz sich zu vermehren, unter günstigen Bedingungen sogar mit rasender Geschwindigkeit!
    Eine Explosion, die größere Mengen radioaktiven Materials verteilt wie die von Chernobyl, kann also einen Landstrich auf längere Zeit kontaminieren. Ein auch nur in geringer Menge ausgelaufenes aggressives Bakterium kann sich aber im günstigen (d.h. für uns ungünstigen) Falle epidemisch verbreiten und die Menschheit flächendeckend bedrohen.

    Was das Risiko, daß so ein Störfall überhaupt eintritt, anbelangt, fühle ich mich bei den Kernkraftwerken deutlich sicherer. Die von radioaktiven Nukliden ausgehenden Gefahren sind so allgemein bekannt, daß Kernkraftwerke (jedenfalls in Deutschland…) nur mit mehrfach redundanten Sicherheitseinrichtungen betrieben werden und die geringste Betriebsstörung meldepflichtig ist und eingehend untersucht wird. Bei Biogasanlagen ist man aber wohl nicht so sehr auf die möglichen Gefahren hin sensibilisiert, denn unterbewußt gilt ja für viele “bio = immer gut”, und so ist die Hemmschwelle mögliche Gefahrstoffe in die Umwelt zu entlassen, deutlich geringer. Ja man hat ja kaum Bedenken den “Biomüll” (wenn ich das einmal in Analogie zum “Atommüll” so nennen darf) als Düngemittel für Nährpflanzen zu verwenden.

  26. “Forschung ist keine Subventionierung, sondern eine staatliche Aufgabe. ”

    Das sehe ich ziemlich anders. Und wie Sie ja auch schrieben die Forschung wurde bezahlt, das sehe ich nicht ein warum wir dafür bezahlen müssen, auch wenn wir nicht wollen. Wenn die AKW so toll sind hätten Sie sich ja auch am Markt “behaupten” können. Nun ja das wurde ja nicht einmal “ansatzweise” versucht. Wie brauchen Atomstrom, das war damals genauso “alternativlos” wie heute der Euro. Das Militär war mit Sicherheit einer derjenigen der hier “starkes” Interesse hatte. In einem Markt gehe ich davon aus AKW wären nicht gebaut worden. Ob Solar und oder Wind gebaut würde wie derzeit auf einem Markt bestreite ich genauso entschieden. Aber Markt ist ja das Allerletzte was man “will” oder “zu wollen hat”…

  27. #26 @FDominicus

    In einem Markt gehe ich davon aus AKW wären nicht gebaut worden.

    Also ganz so sicher wäre ich mir da nicht. Wegen der umfangreichen Sicherheitsvorschriften, die jeden Kernreaktor zur Staatsangelegenheit werden lassen, ist es natürlich schwierig zu erraten, wie sich die Kernkraft in einem völlig freien Markt stellen würde. Deutschland, das schon seit 3 Jahrzehnten aus rein politisch-ideologischen Gründen “aussteigt”, ist in dieser Hinsicht jedenfalls nicht aussagekräftig.
    Im europäischen Ausland sieht ein nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten wirtschaftendes Energieunternehmen die Sache durchaus positiver:

    EDF Energy is proposing to build four new nuclear plants in the UK, and is confident that this can be done safely, economically and without public subsidy.

    EDF Energy plant vier neue Kernkraftwerke in Großbritannien zu bauen und ist zuversichtlich, daß dies sicher, wirtschaftlich und ohne staatliche Subventionen geschehen kann.

    (Ja, ja, Propaganda der “Atomlobby”, ich weiß …)

  28. Lesenswerter Artikel von Eberhard Wagner:

    Wird die Energiewende zur Energiefalle?

    Die Antwort vorweg: Ja! Weil naturgesetzliche Einflüsse besonders bei der Elektrizitäts-Versorgung (hier Schwerpunktthema) nicht bzw. erstaunlich unzureichend beurteilt werden….

    ….. Obwohl die Regenerativen- und die KWK-Anlagen über riesige Leistungen verfügen (werden), können diese nicht die notwendige Strommenge breitstellen. Den großen KWK-Anlagen (vielfach auch Müll-Verbrennungsanlagen) kommt eine Sonderrolle zu. Diese könnten zur Deckung des Leistungsmangels in windarmen Zeiten und nachts (keine PV-Stromproduktion) genutzt werden.

    Da im Sommer weitgehend keine Fernwärme benötigt wird, würden die Anlagen als “normale” Wärmekraftwerke betrieben werden müssen. Damit verlieren sie ihre Vorteilhaftigkeit bei der gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung. Die als sinnvoll zu bewertende Wärmedämmung von Gebäuden, vermindert den Fernwärme-Verkauf, steht somit dem Zubau von KWK-Anlagen entgegen.

    Die Daten zeigen, dass auch zukünftig konventionelle Kraftwerke notwendig sind, insbesondere Anlagen, die sehr schnelle Lastwechsel zulassen (Regelkraftwerke). Die Forderungen zum Bau neuer, sog. hocheffizienter Kraftwerke ist in diesem Zusammenhang nicht verständlich. Diese Anlagen können nur dann hocheffizient (hohe Wirkungsgrade) sein, wenn sie über längere Zeit im Bestpunkt betrieben werden können. Die Problematik hochwarmfester Werkstoffe kommt hinzu….

  29. Servus Atomlobbyisten!

    Hab grad einen interessanten Artikel auf ndr.de zum Thema Atommülllagerung gelesen.

    Stichwort “können wir das nicht später machen,….. oder gar nicht !?!


    Verzögert sich die Asse-Räumung bis 2036?

    Da ist wohl das Geld schon verdient, jetzt interessiert doch keinen mehr das komische Zeug im Keller.
    Was wohl so eine Behörde wie das Bundesamt für Strahlenschutz den Steuerzahler kosten mag? Ist bestimmt jeden Cent wert.
    Ausserdem brauchen wir diese Behörde ja auch nur noch schlappe 500 Jahre, weil dann der Atommüll im Vorgarten neben den Zwergen gelagert werden kann!

    Ob man auch eine Behörde zum Schutz vor den erneuerbaren Energien braucht? Wahrscheinlich schon! Wenn man den Kommentaren oben glauben schenkt, ist ein aus Aluprofilen, Glasscheiben und Siliziumzellen bestehendes Solarmodul 100 mal gefährlicher als ein paar mickrige Brennstäbe.

  30. andyos,

    der Grund ist einfach, die Asseorgie hat ihren Zweck erfüllt , mehr Angst ist auch bei dir nicht mehr rauszuholen und deine diesbezüglichen Grundüberzeugungen sind so gefestigt, dass du hierher kommst , um deine Weltanschauung zu testen.

    Ansonsten hat sich in der Asse nichts geändert. Aus KKW werden dort wohl nur Abfälle in Form von Putzlappen liegen, die schwach strahlen, dass du diese und andere Abfälle infolge deiner Röntgenaufnahmen, persönlich besuchen könntest.
    Das ist garantiert ungefährlicher als ein Flug nach Mallorca .

    Im Kubikkilometer Gestein über deinen Assefässern ist auch garantiert mehr radioaktives Material enthalten, als in den paar Fässern. Aber das willst du sicherlich nicht wissen.

    Deine Angstbrennstäbe stehen fast alle noch auf der Platte und sind gerademal soweit abgekühlt, dass sie jetzt eingelagert werden könnten. Außerhalb von Deutschland sind sie aber hochwertiger Rohstoff. Wenn wir einen guten Preis machen, würden die Chinesen uns diese kleine Menge Brennstäbe auch abkaufen.

  31. #29. andyos

    Gehören Sie auch zu denen, die unter einem “Beißreflex” leiden, sobald das Wort Kernenergie irgendwo fällt? Scheint wohl so. Im Übrigen hat niemand behauptet, dass ein Solarmodul 100 mal gefährlicher ist, als ein paar Brennstäbe. Also bitte nicht irgendwelche Behauptungen in die Welt setzen, die so nicht gemacht wurden.

    karl.s

  32. @ andyos:
    Die ‘Atomlobbyisten’-Pöbelei hätten Sie sich sparen können. So was fällt nur auf Sie selbst zurück.

    Nun zum sachlichen Teil:
    Die Entsorgung radioaktiver Abfälle hat sich per Gesetz der Staat selbst vorbehalten. Er zwingt jedermann, seine Abfälle an ihn abzuliefern und für diese Entsorgung zu bezahlen. Das ist im Atomgesetz nachlesbar.
    Asse lag und liegt daher allein in der Entscheidung der Bundesregierung, die für alle Vorgänge die volle Verantwortung trägt. Wenn Sie also jemanden anklagen wollen, dann sind die diversen Umweltminister (Töpfer, Merkel, Trittin, Gabriel, Röttgen) die richtige Adresse.
    Dass vor allem Trittin und Gabriel die Errichtung eines Endlagers bwewusst verzögerten und verhinderten, weil die ‘ungelöste Endlagerfrage’ ein wichtiges politisches Argument für sie war und ist, steht ausser Frage. Sie haben damit ihre eigenen parteipolitischen Interessen über die Interessen des Staats und des Volks gesetzt und ihren Amtseid verletzt, aber das nur nebenbei.
    Im Atomgesetz steht auch ausdrücklich, dass der Staat alle Kosten der Lagerung von den betreibern zu bekommen hat. Die Betreiber haben dafür auch bereits Rücklagen im Milliardenhöhe gebildet.

    Doch nun stellen Sie sich folgende Situation vor: Ihre Gemeinde hat das Monopol für die Müllabfuhr. Sie verspricht auch, ein Müllkraftwerk zu bauen, das die Abfälle entsorgt. Doch das klappt nicht, die Gemeinderäte verzetteln sich in einem Hickhack aus Vetternwirtschaft, dummen Beschlüssen, Streit und Grabenkämpfen. Ein Versuchskraftwerk entpuppt sich als unbrauchbarer Pfusch.
    Derweil stapelt sich in Ihrem Garten der Müll immer höher und stinkt zum Himmel. Die Nachbarn haben zu recht Angst vor Ungeziefer und Krankheitserregern, doch niemand holt ihn ab, weil nur die Gemeinde das darf. Was würden sie tun? Würden Sie etwa Müllgebühren bezahlen? Ich ganz bestimmt nicht! Erst holt den Müll ab, DANN bekommt ihr Geld von mir, würde ich sagen und zweifellos werden sie mir zustimmen, nicht wahr?
    Tja, sehen sie, genau in der Situation sind die Kernkraft-Betreiber. Ihr Müll wird einfach vom Staat nicht abgeholt obwohl sich der Staat selbst dazu verpflichtete und obwohl das Geld für die Müllgebühr bereit liegt.

    Übrigens: halte ich ein Bundesamt zum Schutz vor den Erneuerbaren Energien für sehr notwendig:
    - Windräder führen zu Naturzerstörungen grössten Ausmasses und es ist gut möglich, dass sie sogar unseren Wappenvogel, den Seeadler, ausrotten werden. Die Gewinnung der benötigten Rohstoffe, insbesonders des Neodyms, verusacht in China einfach grauenhafte Umweltzerstörungen und führte zu großßflächigen radioaktiven Verseuchungen.
    - Die PV-Produktion benötigt sehr grosse Mengen hochgiftiger Chemikalien, die entsorgt werden müssen, in unterirdischen Chemielagern, wo sie praktisch auf ewige Zeiten eine Gefahr darstellen. In China werden sie aber wahrscheinlich einfach nur in den nächsten Flüß gekippt aus dem weiter talwärts dann wieder Städte ihr Trinkwasser schöpfen. Wohl bekomm’s!
    - Biogas führt zu Monokulturen mit hohem Düngemittel- und Pestizideinsatz, vernichtet Arten, zerstört den Boden und verschandelt die Landschaft, während Probleme mit undichten Behältern für Gärreste schon zu mehreren schweren Umweltkatastrophen geführt haben; kilometerlang sind Flüsse biologisch tot und ganz nebenbei explodieren auch immer wieder Anlagen.
    Und da sehen Sie keine Gefahren, keinen Handlungsbedarf?
    Ich schon.

    Zusammenfassend möcht ich Ihnen raten, mal etwas weiter zu denken als Sie es bisher tun. Wenn Sie dazu Hilfe brauchen, können Sie gerne fragen.

  33. Tritium,

    eines stimmt bei dem Vergleich nicht. Die abgebrannten Brennstäbe stehen auf den Flächen in allen möglichen KKWs rum. Sie stinken nicht ! Sie sind in Castorbehältern verpackt, so dass sogar wohlmeinende Vollidioten nebenher laufen können .

  34. #29

    Ob man auch eine Behörde zum Schutz vor den erneuerbaren Energien braucht? Wahrscheinlich schon! Wenn man den Kommentaren oben glauben schenkt, ist ein aus Aluprofilen, Glasscheiben und Siliziumzellen bestehendes Solarmodul 100 mal gefährlicher als ein paar mickrige Brennstäbe.

    ….leider fallen in den nächsten Jahrzehnten nicht nur „ein paar” sondern etliche Millionen abgewrackte Solarmodule an….. Tendenz steigend…. die bisher überwiegend durch Schreddern „recycelt” werden. Solarmodule bestehen eben nicht nur aus a bissel Glas, Alu und Silizium, sondern z.B. auch aus Stoffen wie CdTe, die sich bereits im Brandfall unkontrolliert in ihre hochgiftigen Einzelelemente Cd und Te zerlegen können. Für die Rücknahme und das Recycling der Schrottmodule sind nach derzeit geltenden Bestimmungen Hersteller und Vertreiber zuständig. Blöd allerdings, wenn die insolvent sind und/oder sich bereits in Luft aufgelöst haben.

    Ähnliche ungelöste Recyclingprobleme gibt es in der Windbranche. Stichwort Rotorblätter aus GFK. (Hinweis: Epoxidharz im GFK ist ein Duroplast, der sich nicht einfach umformen lässt wie z.B. Thermoplaste). Jahrlich fallen weltweit ca. 50.000 t Schrottblätter an, die recycelt werden müssen – bisher ebenfalls nur durch Schreddern oder Verbrennen….. Tendenz stark steigend. Man kann das Problem natürlich vereinfachen: durch RePowering älterer Anlagen, die dann z.B. ins Ausland verkauft werden….. sollen sich doch andere Deppen mit der Entsorgung rumärgern, gelle?

  35. Nachtrag zu #34

    Wie schwierig es ist, Verbundstoffe mit Epoxidharz (GFK) zu recyclen, kann man z.B. hier und hier nachlesen.

  36. Hallo,
    eine freudige Nachricht für alle unsere Atomkraft- Gegner und Grünpiss- Anbeter, die sich anscheinend auch hier breitzumachen versuchen:
    http://www3.nhk.or.jp/daily/english/20120531_06.html
    Die Reaktorblöcke in Ohi werden voraussichtlich Anfang nächster Woche wieder hohgefahren
    Man stelle sich das in Bananenrepublik Schland vor….
    Gruss

  37. #36. Yogibaer

    Man stelle sich das in Bananenrepublik Schland vor….

    gabs da mal nicht vor Zeiten einen Schlager, welcher hieß: “Wunder gibt es immer wieder” ;-)

    karl.s

  38. gabs da mal nicht vor Zeiten einen Schlager, welcher hieß: “Wunder gibt es immer wieder”

    Prognose: In 20 -- 25 Jahren werden wir in Deutschland ausgedehnte Industriebrachen voller schrottreifer Windrad-Skelette sehen. MIt dem letzten noch übrigen Geld werden ein paar Dutzend Kohlekraftwerke nachgebaut, vielleicht auch Atomkraftwerke.

  39. Dem alten Henry Morgenthau schüttelt es im Grab die morschen Gebeine vor Lachen…

  40. Hier mal die 14 Morgenthaupunke zitiert, um mal zu schaun, was inzwischen realisiert ist:

    1. Demilitarisierung Deutschlands
    2. neue Grenzen: Aufteilung Ostpreußens zwischen der Sowjetunion und Polen, Polen soll Schlesien erhalten, Frankreich das Saarland und einige linksrheinische Gebiete zwischen Rhein und Mosel,
    3. Teilung Deutschlands in zwei unabhängige Staaten im Norden und Süden, Zollunion zwischen dem Südstaat und Österreich
    4. vollständige Demontage im Ruhrgebiet einschließlich Rheinland und angrenzenden Industrierevieren, Verwaltung des Gebietes als internationale Zone von der UNO, Verbot der Reindustrialisierung auf absehbare Zeit
    5. Entschädigungen und Reparationen aus dem derzeitigen Besitz, aber keine künftigen Zahlungen oder Überlassungen
    6. Entnazifizierung von Schulen, Universitäten, Zeitungen, Rundfunk, Schließung und Neuaufbau durch eine alliierte Erziehungskommission
    7. politische Dezentralisierung, stärkere Föderalisierung
    8. Steuerung der Volkswirtschaft durch Deutsche, keine Verantwortung der Militärbehörden
    9. Kontrolle der deutschen Volkswirtschaft durch die UNO in den nächsten zwanzig Jahren, um den Aufbau einer Militärindustrie zu verhindern
    10. Zerschlagung des Großgrundbesitzes, Verteilung an die Bauern, Änderung des Erbrechtes
    11. Bestrafung von Kriegsverbrechen
    12. Verbot von Uniformen und Paraden
    13. Verbot für Deutsche, Luftfahrzeuge zu führen
    14. Rückzug der amerikanischen Truppen, die Nachbarländer Deutschlands sollen die Besatzungsaufgaben wahrnehmen

    ad 1. Die Demilitarisierung Deutschlands war mit Auflösung der Wehrmacht faktisch durchgesetzt, daran änderten die selbst die Gründung der Bundeswehr noch die allgemeine Wehrpflicht nie etwas. Schon immer war die Bundeswehr in die Kommandostrukturen der Westallierten (NATO) eigebunden, was Letztere nicht an selbständigen militärischen Operationen hinderte, wohl aber Deutschland. Auf eine strukturelle und technische Nichtangriffsfähigkeit der Bundeswehr wurde schon immer geachtet. Deutschland konnte noch nie (und kann de facto heute noch nicht) selbstständig militärisch operieren, welches ein wesentliches Kennzeichen souveräner Staaten (Jean Bodin) ist. Man mag dieses weitgehend sogar begrüßen, hat es doch Deutschland seit 1945 vergleichsweise wenige Söhne gekostet, die andernfalls wieder einmal für die Interessen der Macht gefallen wären.

    ad 2. Die Grenzen Deutschlands sind bekannt. Die “französische Option” wurde wohl auch aufgrund der Umstände des Kalten Krieges und der Politik deGaulle’s nicht, oder nur rudimentär ausgeübt. Jedefalls hatte die tapfere französiche Armee, die sich in der Etappe von Patton’s Jungs nach Deutschland geschlichen hatte, immerhin eine eigene Besatzungszone.

    ad 3. West- und Oststaat waren bis ’89 Wirklichkeit, die Zollunion mit Gesamtdeutschland wurde auf die EU ausgedehnt und sogar durch eine Währungs- und Wirtschaftsunion erweitert.

    ad 4. Im Lichte des Kalten Krieges wurde die Reindustrialisierung des Ruhrgebietes vorrübergehend doch realisiert. Das heutige Konversionsgebiet Ruhr hat allerdings bekannterweise mit “Industrierevier” nicht mehr viel zu tun. Die Gründe mögen vielschichtig sein, dennoch: Plansoll erfüllt. Die Energiewende wird den verbliebenen Produktionsstandort “erledigen”.

    ad 5.wurde in Ost und West unterschiedlich gehandhabt, im Wesentichen aber in diesem Geiste durchgeführt. Dauernde Reparationsleistungen wurden (öffentlich) selbst im Zuge der 2+4 Verträge nicht vereinbart -- man hatte aus der Geschichte von Versailles gelernt. Man beachte und analysiere allerdings gegenwärtige Entwicklungen, Geldströme und Eventualverbindungen durch verschiedene Rettungsschirme. Möglicherweise ist sogar eine Verhinderung der Energieautarkie mit konsekutiven Käufen von Primärenergieträgern deutscherseits (russisches Gas, Norwegisches, Britisches Öl, Verteilung der Ölfelder in der Nordsee) in Vergangenheit und Gegenwart nur eine Facette versteckter Kriegsreparationen. Gleiches gilt für die politische Verhinderung von Energieautarkie, die mittels Entwicklungen wie dem THTR 300, dem Schnellen Brüter, denkbar war.. Auch das heimische Shale-Gas muss per Ökoverhinderung im Boden bleiben, wie auch Wiederaufbereitung und Transmutation verhindert, bzw. verboten wurden und werden. Die Liste möglicher Reparationsgeldflüsse kann man weiterführen, z. B. auch unter Betrachtung des Emissionshandels -- Glaubt wirklich jemand, dass der Deutschen Einheit zugestimmt wurde, ohne dass subtile Reparationszahlungsflüsse vereinbart wurden? Um Revanchismus zu verhindern, dürfen diese jedoch niemals als solche evident werden -- je komplexer, je zusammenhangloser die Geldflüsse, desdo besser…

    ad 6. Gegen die Maßnahme hat wohl kein vernünftiger Mensch etwas einzuwenden.

    ad 7. ist Verfassungswirklichkeit

    ad 8. Wurde immer so gehalten. Selbst die gegenwärtige Demontage mittels “Energiewende” wird von Deutschen gemanaged, die geschworen haben, “Schaden vom Deutschen Volke abzuwenden”. Ein dialektisches Verständnis seiner Aufgaben wird von jedem deutschen Spitzenpolitiker offenkundig erwartet.

    ad 9. Den Realitäten des seitens Morgenthau (1944) nicht vorhersehbaren Ost-West Konfliktes geschuldet, war die Praxis bis zur Wiedervereinigung eine Kontrolle über das Besatzungsstatut. Die UNO hatte sich bereits früh für eine solche Aufgabe disqualifiziert. Seit der Wiedervereinigung sehen wir eine Entwicklung ganz im Sinne Morgethau’s -- eine normative Installation von desindustrialisierenden UN Agenden, wie “Klimarettung”, “Nachhaltigkeit” in die deutsche Wirklichkeit. Nicht vergessen sollte man personelle Infiltration, wie auch die jüngst versuchte Installation des UNEP-Exekutivdirektors a.D. Klaus Töpfer als Bundespräsident der Energiewende- nach seinem “Ethikkomissionsdiktat” zum Atomausstieg. Der Ausraster von Frau Merkel gegenüber Rösler war vielleicht nicht unberechtig -- war Rösler vielleicht nicht “ausreichend gebrieft”?

    ad 10. in Ost und West unterschiedlich ausgeprägt durchgeführt. Man erinnere sich, dass der 2+4 Vertrag eine Rückabwicklungt der seitens der Sowjets verfügten Bodenreformen ausdrücklich verbietet.

    ad 11. siehe ad 6.

    ad 12. Hier gibt es kein ausdrückliches Verbot, jedoch hat die Bundesrepublik in ihrer Geschichte der Borrer Republik weitgehend auf die Zurschaustellung des Militärischen verzichtet. Auch hat dieser Aspekt seit 1944 viel an Symbolkraft verloren, dass der Punkt unwesentlich erscheint.

    ad 13. Hier hatte der alte Plagaitor Henry wohl ein bischen viel von Versailles abgeschrieben. In der Realität erkannte man wohl, dass sich eine solche Maßnahme auf das rein Symbolische beschränken würde, welches “Rückwärtsgewandte” regelmäßig propagandistisch ausgeschlachtet hätten.

    ad 14. Jetzt wird es interessant, denn dieses geschieht seit ca. 15 Jahren. Mit dem Rückzug der Amerikanern gewinnt Europa in personam der Institution der EU zunehmend an normativem Einfluss. 80% der gegenwärtig beschlossenen Gesetze setzen letzendlich nur EU -- Direktiven um, oder sind unmittelbar geltende EU Legislation. Selbst die als verfassungswidrig erkannte Vorratsdatenspeicherung wird ganz aktuell von der EU forciert und -- wahlich ich sage Euch -- auch hier wird EU-Recht deutsches Verfassungsrecht brechen.

    Schlussendlich ist das gesamte Konstrukt des Euro (und hier dürfte Sarrazin recht haben, denn er interpretiert nur die recht eindeutigen Aussagen Kohl’s und seiner Regierungen in den 90gern, der die beschleunigte Europäische Integration als intergralen Bestandteil der Wiedervereinigung überhaupt nicht leugnete) nichts anderes, als eine Kriegsfolge, ein Preis für die Wiedervereinigung, ganz im Geiste Henry Morgenthau’s.

  41. “Eventualverbindlichkeiten” soll es unter ad 5 heißen, nicht “Eventualverbindungen”

  42. Mittlerweile begehen wir (Polen) den gleichen Fehler wie Deutsche :

    Nowe założenia ustawy przedstawione przez Ministerstwo Gospodarki oznaczają krok w kierunku utrzymania stanu obecnego, z tą jednak różnicą, że o ile teraz cena energii po jakiej sprzedawcy z urzędu muszą kupować energię z OZE jest określana przez Prezesa URE na podstawie cen rynkowych roku poprzedniego, to po wejściu w życie proponowanych zmian będzie to kwota 198,90 zł/ MWh, co roku indeksowana inflacją -- mówi Kamil Jankielewicz, Allen & Overy, A. Pędzich.

    “Es gibt neue Verordnungen teile das Wirtschaftsministerium mit, die derzeitigen Status einhalten. Allerdings wird der Energiepreis nicht mehr durch die Zulassung vom Energieamt reguliert , sonder pauschal abgerechnet: 198,90 zl/MWh (1 € = 4,2 zl). Darüber hinaus wird die Pauschale je nach Inflation korrigiert.”

    Bin neugierig, wann wird in Polen eine EEG-Umlage eingeführt…

  43. Wir sind auf dem richtigen Weg, erste erfolge zeigen sich

    Welt: Das-Ozonloch-ueber-der-Arktis-ist-verschwunden

  44. #43. Martin Frank

    Welt: Das-Ozonloch-ueber-der-Arktis-ist-verschwunden

    Hallo Martin,

    der Artikel suggeriert ja, dass FCKW -- und damit “natürlich” der Mensch -- Schuld wäre am Ozonloch, was nach meinem Dafürhalten nicht der Fall ist. Meines Wissens sind FCKWs deutlich schwerer als Luft und können gar nicht in die relevanten Höhen gelangen. Ozonbildung und Ozonzerfall hängen maßgeblich von der Sonneneinstrahlung ab. Daher haben wir ja Ozonlöcher nur an den Polen und nicht am Äquator. Oder sehe ich da grundsätzlich was falsch?

    Gruß
    karl.s

  45. Oder sehe ich da grundsätzlich was falsch?

    Ja.
    In der Atmosphäre spielt die Dichte von Gasen bei der Verteilung praktisch keine Rolle, ausser wenn sie schon sehr nah am Weltraum sind.

    Doch ein paar andere Punkte sind wichtig:
    1. Das grösste Ozonloch seit Beginn der Messungen trat im Jahr 2006 auf. Das passt nur schlecht zum angeblichen Erfolg des FCKW-Verbots.
    Ganz allgemein zeigt das ‘Ozonloch’ sehr starke Fluktuationen, die vor allem wetterbedingt sind. Ich werde den Verdacht nicht los, dass ganz einfach beim Beginn der Messungen, als man das ‘Loch’ entdeckte, zufällig gerade kleine Löcher vorherrschten und daraufhin der natürliche statistische Ausgleich als ‘Wachstum’ fehlinterpretiert wurde.
    2. Halogen-Kohlenwasserstoffe werden in riesigen Mengen von Organismen gebildet. Das wusste man zur Zeit der Entdeckung des Ozonlochs noch gar nicht. Eine Algenblüte kann leicht durch die Freisetzung von Methylbromid, Bromethan oder Methyliodid deutliche Veränderungen in der Halogenchemie der Atmosphäre bewirken.

  46. #45. Tritium

    Danke.

  47. zu #35

    Sehr interessante Artikel. Daraus erfahre ich, dass es eine neuen sehr gute Methode gibt, um Platinen in ihre Einzelbestandteile zu teilen. Kompliziert vielleicht, aber machbar.

    Hört sich leichter an als Atommüll zu lagern, da gibt es nämlich noch keine Lösung!

  48. @andyos #47
    Anscheinend haben Sie meinen post #17 nicht gelesen.

    Es werden derzeit geologische Tiefenlager gebaut(Schweden, Finnland)
    Technisch ist es eigentlich gelöst, die Frage ist nur noch welcher Standort sicherer ist.

  49. Finde die Diskussion sehr interessant und auch ich mache mir so meine Gedanken.

    Aber mal ne dumme Frage….

    Was passiert ab 2025 wenn die Solaranlagenförderung sukzessive für die ersten geförderten Anlagen ausläuft?
    Müßte da der Strompreis nicht auch (wieder) sinken oder denke ich da falsch?

    Bin gespannt auf die Antworten und ggfls. sachkundigen Berechnungen.

  50. #49

    Nun, mit Auslaufen der ersten Förderungen (und vorausgesetzt es werden im Jahr 2025 nicht auch noch neue Solaranlagen mit insgesamt höherer Fördersumme installiert) werden die Preise tatsächlich sinken … wieder mal vorausgesetzt, dass der Rest der Rahmenbedingungen gleichbleibt. Diesen letzten Punkt wage ich allerdings zu bezweifeln, da sich bis dahin vieles drastisch auf dem Strommarkt geändert haben wird. Kommt der Kapazitätsmarkt wirds auch noch teuerer werden. Kommen vielleicht doch effiziente Speicher werden die auch nicht umsonst zu haben sein. Zudem muss Solarstrom dann die Marktfähigkeit geschafft haben (also zu konkurrentfähigen Preisen errichtet und betrieben werden können, die “alten Solarzellen sind nach 20 Jahren ausgelutscht und müssen abgebaut und entsorgt werden, sie werden kaum noch was beitragen können.

    In der Summe ein klares: Man weiss es nicht genau, aber vermutlich eher nicht.

  51. #45 Nebenthema Ozon, FCKW
    Danke mal wieder, lieber Tritium, für die wichtige Anmerkung! Kann man sich als interessierter Laie in Sachen Atmosphärenchemie ein wenig “schlauer” machen, vielleicht sogar deutschsprachig?
    Im übrigen verblüfft es, wenn in extrem sonnreichen Nicht-EU-Ländern “solarmäßig” nichts zu sehen sehen ist, außer gelegentlichen schwarzen Wasserbehältern zum Duschen. (Trotz Klimaanlage an jeder Hütte.)

  52. zu Nr.48

    den Post habe ich natürlich gelesen. Es ist auch positiv, dass man mit der Endlagerung vorwärts kommt. Ist ja wie Sie sagen absolut notwendig.
    Trotzdem darf man sich anderen Energiegewinnungsmethoden doch nicht verschließen. Da ist die Photovoltaik meiner Meinung nach eine Methode, die einen guten Beitrag leisten kann. Des weiteren bleibt ein großer Teil der Wertschöpfung bei den Menschen (Installateure, Betreiber kleiner Dachanlagen).

  53. ef-magazin (Gärtner):

    „Energiewende“: Der Markt stört

    …..Das EEG hat das einst zuverlässig funktionierende deutsche Stromversorgungssystem in ein Chaos verwandelt, in dem Improvisieren zum täglichen Geschäft wird. Jede marktwidrige staatliche Regelung zieht so weitere staatliche Eingriffe in den Strommarkt nach sich: Wegen des gesetzlichen Vorrangs der Einspeisung von EEG-Strom rechnen sich Investitionen in neue Kohle- und Gaskraftwerke nicht mehr, da diese zu Lückenbüßern degradiert werden. Solche Investitionen wären aber selbst nach Ansicht von EEG-Befürwortern notwendig, um die Stabilität des Stromnetzes bei Windflauten und Dunkelheit zu gewährleisten. Also verlangen Stromkonzerne und Kommunen nun staatliche Hilfen für den Bau von Kohle- und Gaskraftwerken. Neue Hochspannungstrassen für den Transport des Windstroms von Nord nach Süd erfordern Investitionen im Umfang von 30 bis 50 Milliarden Euro. Doch bislang sind diese nicht attraktiv, weil die Bundesnetzagentur knapp kalkulierte Netzentgelte festsetzt. Am Ende wird sich kaum noch etwas privatwirtschaftlich rechnen. Schon fordert der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) die komplette Verstaatlichung der Netze. Der Zug geht in Richtung totale Planwirtschaft. Ist das nur Dilettantismus oder steht dahinter Methode?

  54. @ nLeser:
    Erst mal vielen Dank für das Lob :-)

    Und als Lektüre vielleicht, kurz und interessant:

    Umweltgifte vom Gabentisch der Natur
    Natürliche Ozonkiller aus dem Boden

  55. @ andyos #52

    Da ist die Photovoltaik meiner Meinung nach eine Methode, die einen guten Beitrag leisten kann. Des weiteren bleibt ein großer Teil der Wertschöpfung bei den Menschen (Installateure, Betreiber kleiner Dachanlagen).

    Dagegen wäre ja an sich nichts einzuwenden. Nur führt die Förderung in der Photovoltaik wie sie heute geschieht dazu, dass was von den Betreibern der Solaranlagen eingenommen wird, zu einer Verteuerung des Stroms führt. Und diese Verteuerung müssen dann andere (wieder Menschen) bezahlen. Es handelt sich dabei demnach nicht um eine Wertschöpfung, sondern eine Wertvernichtung.

    Von dieser profitieren die Betreiber von PV-Anlagen (Dachbesitzer), die Installateure (die die Anlagen installieren), die Hersteller der Module (größtenteils Chinesen), Banken (sie profitieren von den Krediten an die Anlagenbetreiber) und der Staat. Letzterer kassiert bei Kauf und Errichtung der Anlage und beim Betrieb und Verkauf des Stroms über die Umsatzsteuer. Ein zweites Mal kassiert der Staat dann bei der Einspeisevergütung. Diese wird auch mit der Umsatzsteuer von 19% belastet.

    Die Verlierer bei diesem System sind die “normalen” Stromkunden, die nicht in PV investieren können oder wollen. Und auch die Kunden von Produkten von Herstellern, die nicht von der EEG-Umlage befreit sind. Diese müssen die Mehrkosten schließlich über den Preis an die Kunden weitergeben. Und ganz allgemein gesagt verliert dabei die Volkswirtschaft. Weil Kapital, dass ansonsten wertschöpfend eingesetzt werden könnte, durch dieses System der Wirtschaft entzogen wird.

  56. Heute in der WELT:

    Altmaier will Arme vor teurem Strom schützen
    Peter Altmaier will die Energiewende, betont aber: “Strom darf nicht zum Luxusgut werden.” Darum sollen Geringverdiener nicht zu stark belastet werden. Nur die Ideen fehlen dem Umweltminister noch.

    Nach allem, was man von Altmaeir seit seiner Amtseinführung gehört hat, ist dieser Schrtitt nur konsequent. An der Energiewende an sich soll nicht gerüttelt werden. Nur die sich dadurch ergebenden sozialen Verwerfungen sollen “von anderen” geschultert werden. Wer das ein wird, ließ Altmaier offen.

    Nach dem Artikel scheint mir Rösler momentan mit am meisten Vernunft ausgestattet zu sein. Er will das EEG am liebsten abschaffen.

    Was ich an der ganzen Geschichte am wenigsten verstehe ist die Rolle der SPD. Dieser ist die Tatsache, dass mittlerweile Hunderttausende Einkommensschwache ihre Stromrechnung nicht mehr bezhahlen können schlicht gleichgültig. Kürzungen bei der EE-Förderung lehnen sie ab. Laut WELT hat sich der SPD-Energieexperte Ulrich Kelber folgendermaßen geäußert:

    “Das bedeutet ein Ausbremsen des Zubaus der erneuerbaren Energien und ein Blockieren der europäischen Ziele bei der Energie-Effizienz”

    Auf gut deutsch: Der SPD geht ihre einstmalige Klientel, der oft zitierte “kleine Mann”, mittlerweile am Allerwertesten vorbei. Aus einer ehemaligen Arbeiter-Partei ist eine “Klimaschutz-Partei” geworden. Koste es (die sozial schwachen) was es wolle.

  57. Was passiert ab 2025 wenn die Solaranlagenförderung sukzessive für die ersten geförderten Anlagen ausläuft?
    Müßte da der Strompreis nicht auch (wieder) sinken oder denke ich da falsch?

    Vorweg: Die Anlagen werden dann verschrottet, weil der reguläre Marktpreis nicht die Unterhaltskosten deckt.

    Natürlich wird die reine EEG-Umlage dadurch prinzipiell sinken. Allerdings steigt sie jetzt noch dramatisch, obwohl neue Anlagen ja niedrigere Subventionen erhalten. Die Erklärung liegt im wachsenden Anteil des Wind- und Solarstroms. Weitere Steigerungen oder gar ein Sinken der Umlage ist also vom Zubau abhängig.
    Doch die EEG-Umlage ist nur ein (zukünftig sogar kleiner) Teil der Kosten.
    Zusatzkosten entstehen:
    1. Durch den notwendigen Netzausbau. Diese Kosten beginnen gerade ihren Anstieg.
    2. Durch die notwendig werdende Subventionierung konventioneller Kraftwerke, deren Betrieb durch den Einspeisevorrang der EE unrentabel wird. Diese Kosten werden in Kürze ihren Anstieg beginnen (‘Kapazitätsprämie’)
    3. Durch den zwingend nötigen Speicherausbau. Diese Kosten sind in etwas fernerer Zukunft fällig.

    Wirklich berechnen lässt sich das nicht, aber man kann in etwa ein Szenario für das Endziel der völligen Ablösung fossiler Energieträger betrachten.
    Bemerkenswert ist dabei, dass nicht die Flaute, sondern die Höchstleistung von Wind und Sonne das grösste Problem darstellt:
    Wenn Sie Deutschland mit Wind und Sonne versorgen wollen, müssen Sie mindestens die 7-fache Kapazität installieren, denn durchschnittlich haben die NIE nur 15% Vollaststunden.Doch dann gibt es auch schlechte Jahre, die nur 3/4 der durchschnittlichen Ausbeute bringen. Sie müssen also eher das 10-fache aufbauen. Im Mittel hätten Sie dann etwas mehr als Vollversorgung. Unter optimalen Bedingungen jedoch das 6-fache des gerade benötigten Bedarfs (Perfekte Bedingungen gibt es nicht, niemals laufen alle NIE mit voller Leistung gleichzeitig)
    Natürllich haben Sie dann viele Tage, an denen mehr Strom erzeugt als gebraucht wird. Am einfachsten wäre es dann, NIE-Anlagen abzuschalten, aber das dürfen Sie nicht: Ein Windrad, das wegen Abschaltungen weniger Strom produziert, muss diesen Strom teurer verkaufen, damit es rentabel bleibt, denn die Fixkosten sind ja gleich, egal ob es produziert oder nicht. Wird es zu 50% der Zeit abgeschaltet, muss der Strompreis auf das doppelte angehoben werden.

    Eine erste kritische Marke ist also erreicht, wenn die NIE unter optimalen Bedingungen den gesamten deutschen Bedarf decken, denn was darüber leigt, kann durch Abschalten selbst aller konventionellen Kraftwrke nicht mehr ausgeregelt werden. Ab ca. 20%-NIE-Anteil steigen die Produktionskosten pro kWh also unausweichlich!

    Gleichzeitig muss der Überschuss natürlich für wind- und sonnenarme Zeiten gespeichert werden, wenn man nicht für alle Zeiten einen vollen Satz fossiler Kraftwerke als Standby behalten will; bei mehr als max. 20% NIE sind also Speicher unbedingt erforderlich, denn ohne Speicher können die NIE unmöglich über diese Marke hinaus liefern.

    Kommen wir nun wieder auf 100% NIE zurück. Wir sagten, diese Anlagen können manchmal bis zum 6-fachen des Bedarfs liefern. Der Überschuss muss zu den Speichern geleitet werden. Logischerweise muss dann das Netz auch die 6-fache Menge Strom transportieren können. Es muss also in seiner Kapazität gewaltig ausgebaut werden und das bedeutet, dass auch die Netzkosten (Und die Anzahlt der Leitungen!) auf das ca. 6-fache steigen, denn es ist egal, wie oft eine Leitung oder ein Trafo gebraucht wird, die Bau- und Instandhaltungskosten sind gleich. Momentan kostet das Netz 6 Cent/kWh. Diese Kosten werden also voraussichtlich auf ca. 30 Cent steigen. Eine Verbilligung durch ‘revolutionäre’ Techniken ist nicht zu erwarten, denn das Netz ist technisch ausgereift.

    Zusammen mit den Herstellungskosten von ca. 15 Cent/kWh (Mischpreis aus PV, Onshore- und Offshore-Wind) sind wir also schon bei einem Preis von 45 Cent/kWh

    Nun kommen die Speicher!
    Sie müssen imstande sein, jederzeit 5 x mehr Strom aufzunehmen, als ganz Deutschland verbraucht! Dadurch verbietet sich so etwas wie ‘Wind to Gas’ von selbst, denn dafür wären gigantische Industrieanlagen notwendig, die um ein mehrfaches grösser und teurer wären als alle Industriewerke Deutschlands zusammen! Natürlich würden diese Anlagen den grössten Teil der Zeit einfach nur herumstehen, aber sie müssen jederzeit einsatzbereit gehalten werden und das Personal muss jederzeit bereit stehen. Die Kosten für so einen Wahnsinn sind kaum abschätzbar, auf jeden Fall aber unbezahlbar -- von der unglaublichen Natur- und Landschaftszerstörung durch etliche XXL-Ruhrgebiete gar nicht zu reden.
    Bleiben theoretisch, und weil sie am billigsten sind, nur Pumpspeicher. Es wurde an anderer Stelle hier im Blog schon berechnet, dass mindestens so etwa 2000 Pumpspeicherwerke des allergrössten Typs, vergleichbar mit Goldisthal nötig wären. Davon abgesehen, dass wir dafür gar keinen Platz haben, kostet jedes 1 Milliarde €. Das sind zusammen 2 Billionen €. Diese Summe müsste innerhalb von maximal 50 jahren investiert und abgeschrieben werden, wenn es nach dem Merkel-Zeitplan gehen soll. Doch so etwas geht gar nicht. So viele Hioch- und Tiefbaufirmen haben wir überhaupt nicht, so viele Arbeitskräfte haben wir nicht, so viele Ressourcen haben wir nicht.
    Aber lassen wir das mal auf Seite und betrachten nur die Finanzierung: Die muss auf Kredit gemacht werden. Bei der üblichen 20-jährigen Laufzeit würden sich ca. 3 Billonen € Gesamtkosten ergeben.
    Deutschland hat 80 Millionen Einwohner. Jeder von ihnen müsste also während der 50-jährigen Bauperiode etwa 40.000 € bezahlen, rund 800 €/Jahr. Für das gleiche Geld könnte man jeder Familie in Deutschland ein Eigenheim bauen…
    Rechnet man zu diesen Kosten noch die Speicherverluste und Betriebskosten der PSWs, dann dürfte sich dadurch jede kWh um ca. 15 Cent verteuern.

    Wir sind also bei einem Preis von 60 Cent/kWh! Dazu kommen dann noch:
    - Konzessionsabgaben 5 Cent (Teurer, da mehr Leitungen benötigt werden)
    - Stromsteuer 2 Cent (Der Staat lässt sich keine einmal eingeführte Steuer entgehen!)
    - Mehrwertsteuer 14 Cent

    Macht zusammen einen Endpreis von ca. 75 Cent/kWh. Da es aber unmöglich ist, bei solchen Preisen noch irgendeinen Industriezweig in Deutschland zu halten, müssten die Mehrkosten allein auf die Privatverbraucher umgewälzt werden Die müssten dann, da sie nur ca. 1/4 des gesamten Stromverbrauchs beziehen, rund 2,35 €/kWh zahlen! Von mir aus auch nur 2 €, falls Sie irgendwo in der Rechnung etwas strittig finden -- das ändert gar nichts.

  58. Kürzungen bei der EE-Förderung lehnen sie ab. Laut WELT hat sich der SPD-Energieexperte Ulrich Kelber folgendermaßen geäußert:(..)

    Das ist nicht weiter überraschend, wenn man einen Blick auf

    diese Seite
    wirft:
    2009
    25.000 € Firma Solarworld
    ..
    15.000 € Firma First Solar
    2008
    25.000 € Firma Solarworld

    2007
    25.000 € Firma Solarworld
    (..)
    Gruß
    B. Keseler

  59. Tja, es bestätigt sich wieder mal:

    “Wer hat uns verraten?
    Sozialdemokraten!
    Wer war mit dabei?
    Die LINKE Partei”

  60. Gerade auf Tagesschau.de:

    Die “Kostensprünge” …
    3. Juni 2012 -- 21:56 — Klako

    … werden gern und nicht unbeabsichtigt im Zusammenhang mit der Energiewende erwähnt.
    Das ist unlauter, weil falsch.

    Die hohen Strompreise entstehen nicht durch die Wende, sondern zu geringen Wettbewerb auf dem Strommarkt, den sich nach wie vor die GROSSEN VIER teilen.

    Herr Altmaier als neuer Hoffnungsträger sollte sich nicht in diese unsägliche Diskussion einspannen lassen, deren Wortführer nicht gerade zu den Befürwortern der Wende gehören.

    Übrigens waren die Bilder in der Tagesschau rührend naiv auf Effekthascherei getrimmt: Taschenlämpchen und schwarzer Fernseher bei der abendlichen Familienrunde.
    Unter Niveau!

    Und noch was: Ein “Konsens” mit Herrn Rösler läuft maximal auf einen faulen Kompromiss hinaus:
    Den vier Strom- und Netzriesen bloß nicht das Geschäft vermasseln, nachdem die nun alle brav regenerativen Strom produzieren (wollen), bloß eben offshore und mit möglichst langer Nord-Süd-Leitung (plus 4000 km). So bleibt die Kohle bei den GROSSEN VIER!

  61. …Wahlweise statt ‘LINKE’ natürlich auch ‘Grüne’.
    Aber Grün war und ist schon immer ehrlich asozial:

    ‘Laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ planen die Grünen im Falle einer rot-grünen Regierungskoalition eine Ausweitung der Entwicklungshilfe zu Ungunsten von Hartz IV-Beziehern. Um die höheren Kosten gegenzurechnen, soll auf eine Erhöhung der Hartz IV-Regelsätze „vorerst verzichtet werden“.’

  62. hm … ohne nun tritiums analyse zu kritisieren. ich würde aber schon davon ausgehen, dass doch ein erheblicher teil der speicher (und der kapazitäten) ersetzt werden können durch biomassekraftwerke (woher die biomasse allerdings großteils kommt dürfte auch klar sein, wir werden sie importieren müssen, und ökologich ist auch anderes). an den gewaltg steigenden preisen wird das nichts ändern.

    und zu herrn keseler und seiner aufstellung: ich denke das ist ein teil der wahrheit, der rest ist ideologie. auch die anderen parteien werden spenden erhalten haben, solche firmen spenden nämlich eigentlich regelmässig an das ganze wichtige spektrum.

  63. hm andyos

    schöne parole, das problem ist: die stromkosten sanken zu zeiten der großen 4 sogar als der strommarkt liberalisiert wurde. erst mit einführung der eeg-umlage kam es wieder zu gewaltigen sprüngen. und die sind fast ausschliesslich auf diese erzeuger zurückzuführen.

    *seufz aber eon und co sind natürlich bequemere schuldige als die eigene ideologie

  64. @ andyos # 60:

    Wir sind hier nicht im Kindergarten!

    Der Lieferpreis der ‘Grossen Vier’ ist zwischen 1998 und 2011 um 0,68 Cent oder 5,4% gestiegen, weniger als die Inflation!
    Die EEG Umlage ist im gleichen Zeitraum um 3,5 Cent gestiegen (oder 4400%)
    Der Anteil der Steuern, Abgaben und Umlagen siteg von 24,7% auf 45,6%.
    Nachzulesen hier: Wiki, Jährlicher Durchschnittsstrompreis in Deutschland

    Für Ihre Propagandasprüche müssen Sie sich ein dümmeres Publikum suchen.

  65. @Tritium

    Für Ihre Propagandasprüche müssen Sie sich ein dümmeres Publikum suchen.

    …..den hat wahrscheinlich die AusgeCO2hlt-Sekte geschickt.

    <a href="http://www.ausgeco2hlt.de/2012

    /02/16/aufrufentwurf-rwe-unplugged-dem-energieriesen-den-stecker-ziehen/”>Aufrufentwurf: RWE unplugged – dem Energieriesen den Stecker ziehen

    Unsere Perspektive: Energiedemokratie
    Der Kampf für eine gerechte Gesellschaft muss konkret werden und der Energiesektor ist das fossil-atomare Herz des Kapitalismus. Hier stehen die Energiekonzerne symptomatisch für ein wachstumsbasiertes und ressourcenverschwenderisches Gesellschaftmodell. Unser Ziel ist es die vier großen Energiekonzerne zu vergesellschaften. Energie gehört in Bürgerhand – sozial, ökologisch und dezentral! Nur so lässt sich eine echte Energiewende und ein kompletter Atomausstieg wirklich umsetzen. Wir brauchen eine Gesellschaft in der nachhaltiges Wirtschaften und ein solidarischer Umgang belohnt wird und nicht Gewinne privatisiert und Kosten der Allgemeinheit aufgebürdet werden.

  66. sorry, Link is zerschossen:

    Aufrufentwurf: RWE unplugged – dem Energieriesen den Stecker ziehen

  67. Wahre Worte

    Solarbranche muss sich dem Markt stellen
    Billigkonkurrenz, Preisdruck, fehlende Wettbewerbsfähigkeit: Was heute in der Solarindustrie geschieht, hat die Textilbranche längst hinter sich, schreibt deren Verbandschef. Staatsprotektionismus hilft nicht.

    (…) Was vor 40 Jahren in der deutschen Textilindustrie geschah, das erleben wir heute in der Solarbranche. China schafft es, Solarzellen in guter Qualität deutlich günstiger anzubieten als deutsche Hersteller. Aber wir fragen uns nicht, wie wir besser werden können. Sondern führende Produzenten, allen voran Frank Asbeck, der Chef von Solarworld, fordern Strafzölle.

    (…) Es ist nicht nachhaltig, wenn die Solarindustrie mit Hilfe des Staates über Wasser gehalten wird -- und dafür andere Branchen die Zeche bezahlen sollen.

  68. Das ist ja noch schlimmer als Kindergarten: Irrenhaus!

  69. und zu herrn keseler und seiner aufstellung: ich denke das ist ein teil der wahrheit, der rest ist ideologie. auch die anderen parteien werden spenden erhalten haben, solche firmen spenden nämlich eigentlich regelmässig an das ganze wichtige spektrum.

    Zweifellos richtig, das unterstreicht aber nur, dass inzwischen alle relevanten Parteien am Tropf der Ökolobby hängen..
    In Bayern wird man ohne Mühe auch das CSU-Äquivalent zu Herrn Kelber, dem man übrigens ganz sicher nicht mangelnde Transparenz vorwerfen kann, finden. Möglicherweise wird irgendwann der Buchstabe ‘S’ in den Parteinamen ja einmal ganz offiziell zu ‘Solar’ umgedeutet werden, die SPD hat ja sogar schon die passende Parteihymne..

    Gruß
    B. Keseler

  70. …die SPD hat ja sogar schon die passende Parteihymne..

    Ausgezeichnet! :-)

  71. B. Keseler #28

    Und das nur beim Ortsverband “Bonn”. wieviel Ortsverbände hat die SPD eigentlich?

  72. #65. Tim Hardenberg

    …..den hat wahrscheinlich die AusgeCO2hlt-Sekte geschickt.

    moin Tim,

    was ist das denn für eine Gruselsekte ;-) geht ja gar nicht! Energieverbraucher aller Länder vereinigt euch, auf auf in den Energiekommunismus. Stalin und Co. lassen grüßen.

    karl.s

  73. @karlchen #72

    …..ja ja, das gute Väterchen Stalin.

    „Lenin erlebte nicht mehr die volle Verwirklichung seiner herrlichen Idee, die Elektrifizierung des Landes. Diesen großen Plan verwirklichte das sowjetische Volk unter der Führung Stalins, des genialen Nachfolgers Lenins.“

    „Jahrhunderte und Jahrtausende haben die Menschen davon geträumt, die Welt zu verändern, frei und freudig zu arbeiten und zu leben. Diese in den Märchen überlieferten Wunschträume sind in der Sowjetunion bereits in Erfüllung gegangen. Die unter der Leitung der Partei Lenins und Stalins vom großen sowjetischen Volke durch die Elektrifizierung geschaffene gewaltige Technik erlaubt es, die Natur umzugestalten, das Klima zu verändern, die Dürren abzuwenden, aus Wüsten blühende Gärten zu machen und ein schöneres Leben zu schaffen, als es in den Märchen dargestellt wird. Zur Entwicklung dieser Technik haben die Söhne des sowjetischen Volkes – ihre fortschrittlichsten Wissenschaftler, Ingenieure und Erfinder – nicht wenig beigetragen.“

    „Mit Hilfe der Elektrizität wird auch der alte Wunsch der Menschheit, das Wetter zu regieren, Wirklichkeit werden: Bei Trockenheit wird man durch starke elektrische Apparate – Konzentratoren – die Wolken verdichten und in Regenwolken umwandeln können. Oder man wird, was noch vorteilhafter ist, gigantische elektrische Regenmaschinen einsetzen. An trüben Tagen wird man den Wolkenvorhang beseitigen können, der die Sonne verdeckt; man wird Regenwolken ableiten und zerstreuen können; die Wissenschaft wird Wege finden, um an heißen Tagen die Schwüle zu vermindern und an kalten Tagen den starken Frost. Es werden einige Jahre vergehen, und durch eine mächtige Elektrotechnik und Elektrifizierung des ganzen Landes wird das Sowjetvolk unter der Leitung der Partei Lenins und Stalins eine nie dagewesene Arbeitsproduktivität erreichen. Damit wird für Millionen Menschen, für die Schöpfer der kommunistischen Gesellschaft, ein Überfluß an allen zu einem glücklichen Leben erforderlichen Gütern vorhanden sein.”

    Auszüge aus dem Kinderbuch von A. P. Beljakow „Elektrizität rings um uns“, Kinderbuchverlag Berlin (DDR), 1954

    …..klingt doch ziemlich schwer nach „Große Transformation”, gelle? Fehlen eigentlich nur noch Kampfbegriffe wie „Erneuerbare Energien”, „Nachhaltigkeit” und „das 2°-Ziel”……

  74. Hello Friends and Enemies

    The Salt in the Soup, Onkel Heinz, is back.

    Eigentlich ausgeruht und friedlich wie lange nicht mehr…….wenn dann nicht diese Ereignisse nach der Landung in Tegel eingetreten wären.
    Frohgemut ein Taxi geordert mit einen netten südländischen Fahrer um schnellst möglich zum Bahnhof Zoo zu kommen, ging der Mist schon los…..Fahrraddemo in Berlin , die meinen lieben Taxidriver erstmal zu einen fetten Umweg zwangen.
    Schnell mal das iPhone aktiviert und nach eine Zugverbindung nach zu Hause gesucht, wat in so einen fahrenden Taxi fingertechnisch jarnich so einfach is und wat kommt am Ende……bitte geben sie ihre E-Mail-Adresse ein, wat zum Teufel soll das, ick wollt doch nur wissen wann der nächste Zug fährt.
    Ok, egal…….seh ick ja dann am Hauptbahnhof, hab ja noch Zeit und inneren Frieden.
    Angekommen, Anzeigetafel geguckt, oh fein noch ne halbe Stunde Zeit um schnell ne Fahrkarte zu besorgen……..ja denkste Puppe, voller Reinfall.
    Von den insgesamt 6 Fahrkartenschaltern waren gerade mal 2 besetzt und die Schlange davor ließ erahnen, das die halbe Stunde Zeit niemals ausreichen wird um mich ehrlich zu machen.
    Also los zum Bahnsteig und diese tollen Fahrkartenautomaten benutzen………Leute, ick bin ja nich blöde, ick bin uff Computern uffgewachsen aber war dann irgendwie völlig überfordert, nach 5 min brach ich den Versuch total entnervt ab, denn inzwischen fuhr der Zug ein.
    Für einen Menschen, der höchstens einmal im Jahr den Dienst der deutschen Bahn AG in Anspruch nimmt, war das Kauderwelsch völlig unbegreiflich, wat der tolle Automat mir im Laufe der Menüführung um die Ohren gehauen hat.
    Am Ende wollte er immer den fast doppelten Fahrpreis abkassieren, den ich auf der Hinfahrt bezahlt hatte……trotz mehrere Versuche.

    Zur Ehrenrettung, nicht der Bahn AG sondern deren Mitarbeiter, traf ich im Zug auf eine leicht gestresste aber unheimlich nette Zugbegleiterin, die mir meine Verzweiflung wahrscheinlich in meinen Augen ansah und mir nach unendliche tipselei auf ihrem mobilen Terminal mir eine Fahrkarte aushändigte, die fast den Preis der Hinfahrt entsprach.

    Ja liebe Freunde, da wusste ich dann, das ich wieder in Deutschland bin.
    Uff meiner kleinen Ferieninsel bin ick einfach in den erst besten Bus gestiefelt, hab ein 7-Tages-Ticket beim Busfahrer gekauft und war glücklich und zufrieden……..so einfach gehts nämlich auch, liebe Bahn AG.

    Wat das nun mit Energiepolitik zu tun hat?
    Der Deutsche versucht jedes Problem derart zu verkomplizieren, das am Ende keine Sau mehr durchblickt.

    Onkel Heinz……..bissig wie eh und je

  75. Welcome back, Onkel Heinz!

  76. #73. Tim Hardenberg

    …..klingt doch ziemlich schwer nach „Große Transformation”, gelle? Fehlen eigentlich nur noch Kampfbegriffe wie „Erneuerbare Energien”, „Nachhaltigkeit” und „das 2°-Ziel”……

    genau, die dahinterstehende Ideologie ist die gleiche, Begrifflichkeiten sind wahlweise austauschbar und-/oder je nach Bedarf ergänzend zu verwenden.

    karl.s

  77. …bissig wie eh und je

    Gottseidank! :-)

  78. Leider kurzfristig richtig gedacht und nachvollziehbar!

    Aber das erneuerbare Energien kurzfristig gesehen preiswerter sind, davon war und ist meines Wissens nie die Rede gewesen. Langfristig sollte sich das Bild hingegen der zuvor genannten kurzfristigen und momentanen Betrachtung relativieren. Denn die fossilen Rohstoffe sind endlich und der Preis für Güter bildet sich nach dem Prinzip “Angebot und Nachfrage!” Das heißt, wenn die Nachfrage nach Öl, Kohle und Gas weiter steigt und gleichzeitig das Angebot sinkt, dann explodieren an der Stelle die Kosten…

    Die Frage ist natürlich, wann dort der sogenannte Break-Even (Punkt an dem sich der Aufwand mit dem Nutzen deckt) kommt. Langfristig, davon bin ich persönlich überzeugt, lohnt sich der jetzige Aufwand für die Entwicklung und den Ausbau der Erneuerbare Energien und dabei habe ich noch nicht mit dem Thema Klima, Umweltschutz und den damit verbunden volkswirtschaftlichen Kosten argumentiert! ;-)

  79. @ M. Angermann:

    Es war die Rede davon, dass die Energiewende’ umsonst zu haben ist. Da wurde von 3 € pro Monat und Haushalt schwadroniert!
    Lesen Sie hier: Energiewende immer teurer – EEG Umlage 2013 bei 4,8 bis 5,2 Cent

    Langfristig würde die Energiewende zu Preisen von ca. 2,00 -- 2,50 €/kWh führen. Das lässt sich leicht überschlagsmässig berechnen und Sie können es im Beitrag # 57 hier nachlesen.
    Kohle, Öl und Gas sind endlich, das ist richtig. Aber das Problem taucht wohl frühestens in 200 Jahren auf
    Kernkraft ist unendlich!
    Preissteierungen bei konventionellen Brennstoffen sind also kein brauchbares Argument und selbst wenn: Siehe oben! Gas z.B müsste rund 100 x teurer werden, bevor sich Wind und Sonne rentieren!
    Ganz davon abgesehen ist es ausgemachter Schwachsinn, teuren Strom zu produzieren, so lange die Konkurrenz noch billiger ist. Mensch, in 20 Jahren müssen alle bestehenden Windräder und alle PVAnlagen abgerissen, verschrottet und erneuert werden, weil sie ausgeleiert sind! Wo soll denn da ein Vorteil sein? Die rentieren sich garantiert nicht während ihrer gesamten Lebensdauer!
    Na, und über die miserable CO2-Bilanz und die ungeheuren Umweltschäden durch Wind-und Solaranlagenund die sonstigen volkswirtschaftlichen, insbesonders aber sozialpolitischen Schäden durch Wind- und Solarenergie will ich jetzt gar nicht argumentieren.

    Halt, doch, eines. Anlässlich eines Interviews hat der E-On-Chef etwas sehr interessantes gesagt: Wir hatten im vergangenen Jahr so viel Ökostrom wie noch nie in den Netzen -- trotzdem ist der CO2-Ausstoß der deutschen Stromerzeugung gestiegen.
    Soviel zum ‘Klimaschutz’ durch Wind- und Solarstrom!

  80. @ M. Angermann #78

    Sehr geehrter Herr Energieberater

    Denn die fossilen Rohstoffe sind endlich

    Das dürfte sogar im verstärkten Maße auch für gewisse Rohstoffe zutreffen, die zum Bau Ihrer geliebten Krähenspiegel unabdingbar sind.

    Klären Sie eigentlich Ihre Kunden auch dahingehend auf, woher ihr vielgepriesener Solarstrom bei Nacht, oder diesigem Wetter kommen soll?
    Aber das dürfte Sie wohl kaum jucken, Hauptsache die Provisionen fließen. Wenn die Leute dann in der Schxxße stecken und das Geld beim Teufel ist, sind Sie doch schon längst über alle Berge.

    Auf Ihrer Homepage suggerieren Sie umfassendes Expertenwissen, verschweigen aber schamhaft ihre mangelnde Qualifikstion.

    Nee mein Lieber, versuchen Sie anderswo Ihr Glück, oder noch besser, stampfen Sie Ihren Propagandaladen ein, damit niemand zu Schaden kommt. Ökoabzocker, die unter der Flagge von Greenpxß segeln, gibt es bereits zu viele. Leute Ihres Schlages retten nicht die Umwelt sondern richten nur Schaden an.

    schleich dich

  81. Nun ja, Moosgeist,

    es kann ja auch sein, dass Herr Angermann wirklich daran glaubt. Damit wäre er ja wahrhaftig nicht allein.
    Ich denke, es ist keine so gute Idee, ihn jetzt einfach so als zynischen Abzocker abzustempeln.

  82. #78. M. Angermann

    so, so Herr Angermann, Sie sind also so ein sogenannter “Energieberater”. Ist ja eine ziemlich neue Wortschöpfung. Hört sich wichtig an, so wie Finanzberater oder so. Bis vor kurzem brauchte man sowas nicht! Die Frage ist, brauche ich heute so was? Ich sage nein, denn Energieberater sind genauso überflüssig wie die sogenannten “Erneuerbaren Energien” selbst. Reine Abzocke, oder arbeiten Sie für lau? Kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. An Ihrer Stelle würde ich mich aber schon mal so langsam nach einem neuen Job umsehen. Ich glaube, dass “Energieberater” in absehbarer Zeit nicht mehr gebraucht werden.

  83. #81. Tritium

    Nun ja, Moosgeist,

    es kann ja auch sein, dass Herr Angermann wirklich daran glaubt. Damit wäre er ja wahrhaftig nicht allein. Ich denke, es ist keine so gute Idee, ihn jetzt einfach so als zynischen Abzocker abzustempeln.

    Ich denke, moosi hat Recht. Das eine schließt das andere ja nicht aus.

    karl.s

  84. @ Tritium #81

    Hallo Tritium,

    es ehrt Dich, wenn Du versuchst hier eine Lanze für einen, in Deinen Augen, harmlosen Akquisiteur für Krähenspiegel, Gebäudekondome und Pelletheizungen zu brechen.
    Schaut man sich aber die Homepage dieser „Firma“ näher an, so kann man feststellen, dass es sich hier um eine ganz simple Provisions-Schmuserei handelt, die nach dem hierarchischen System „Tupperware“ (mit Haupt- und Nebenberuflichen) organisiert ist.
    Derartige sog. „Beraterfirmen“ schießen seit ein paar Jahren unter dem Mäntelchen des Klima- und Öko-Hypes wie Pilze aus dem Boden.
    Nebenbei steckt in einigen Fällen auch noch der eine oder andere Versicherungsmakler dahinter.

    es kann ja auch sein, dass Herr Angermann wirklich daran glaubt.

    Das glaube ich nun wiederum nicht. Nach meinen Erfahrungen mit Typen dieses Sektors handelt es sich hier um einen ausgebufften Provisionsjäger.

  85. @moosgeist #84
    Wenn Herr Angermann wirklich daran glaubt, dann engagiert man ihn besser nicht als Berater. Das kann nur schief gehen. Wer weiss, was der noch alles glaubt. Das Abräumen von Zuschüssen ist ein kompliziertes Feld, da kann man keinen gebrauchen, der was glaubt sondern nur einen, der jede Nische kennt.

  86. Nachtag zu 84

    Diese löblichen „Berater“ kassieren 3 fach die Provision.
    Einmal für die verkaufte Ware/den Auftrag, ein zweites mal für den vermittelten Kredit zum Kauf der Ware/vom Erfüller des Auftrags und ein drittes mal für die Versicherung des Projekts. Und für den Headmanager (wie hier unser Protagonist) schaut dann auch noch für jedes Geschäft seiner Hiwis eine nette Superprovision heraus.
    Bei diesem Geschäft ist keiner diser Berater ein ahnungslos Gläubiger. Die leben vom „treuen, arglosen Glauben“ der Anderen.

  87. @moosgeist #86
    Das Problem gab es schon immer mit allen Sorten von Anlageberatern. Von den guten konnte man als Konsument auch profitieren, obwohl da Unmengen von Provisionen abgeräumt wurden. Bei Energieberatern ist das natürlich schwieriger. Da werden einem Investionen nahegelegt, deren Erfolg einzig von den politischen Entscheidungen abhängig ist. Ich will jetzt gar nicht davon reden, dass viel auch unsinnig ist. Ob Ernergie billig sein wird oder eher ein Luxusgut hängt einfach von politischen Entscheidungen ab. Der Markt ist in dem Bereich weitgehend ausgehebelt und da gedeiht eine unseriöse Beratungsbranche natürlich besonders gut.

  88. Boah Leute,

    müsst Ihr denn immer gleich jeden ergoogeln, der sich hier traut, unter Klarnamen zu schreiben?

    Wenn Herr Angermann der ist, für den Ihr ihn haltet, dann sollte man zur Kenntnis nehmen, daß er hier nicht auf seine HP verlinkt hat, noch den Versuch unternimmt, Kunden zu akquirieren (ausgerechnet hier?). Und man sollte zweitens auch nicht zwischen den Zeilen irgendetwas andeuten, was seinem Ruf schaden könnte. Schließlich kennen wir ihn nicht.

    Ich hatte mal Kontakt zu einem Energieberater. Totale Flachpfeife. Aber das muß ja nicht für alle gelten.

    Zu Ihrem Kommentar, Herr Angermann:

    Das heißt, wenn die Nachfrage nach Öl, Kohle und Gas weiter steigt und gleichzeitig das Angebot sinkt, dann explodieren an der Stelle die Kosten…

    Blöd ist nur, daß derzeit bei steigender Nachfrage eben auch das Angebot steigt und angesichts neuer Lagerstätten, neuer Fördertechnologien und einer immer besseren Ausbeutung schon genutzter Vorkommen wird dies sicher auch bis 2050 -- also über den gesamten Zeitraum der Verwirklichung der Energiewende -- anhalten.

    Blöd ist außerdem, daß man Strom nicht speichern kann, jedenfalls nicht so, daß es ökonomisch vertretbar wäre. Und das wird sich nicht nur nicht bis 2050, sondern niemals ändern. Die elektromagnetische Wechselwirkung ist hierfür zu stark (die Welt um uns herum ist elektrisch neutral) und die Entropie kann man auch nicht ignorieren.

  89. @ Peter Heller #88

    Guten Morgen Herr Heller,

    diesen Herrn Angermann brauchte niemand zu ergoogeln. Hätte auch nichts gebracht bei ca. 500.000 Ergebnissen.

    Dieser Energieberater hat die URL [ http://www.awes.de/ ] seiner „Firma“ ganz dezent hinter seinem Namen verlinkt. Warum wohl? Versehentlich wohl kaum.
    Doch wohl eher nach dem Schmuser-Slogan: „Durch jedes Tor geht im Laufe eines Tages immer mal ein Dummer“
    Zugegeben er hat seinen Text sehr geschickt formuliert um die erhoffte Neugier zu erzeugen. Gute PR-Taktik, das muss man ihm lassen.
    Dass er hier bei den Kommentatoren kaum einen Kunden finden wird, ist ihm sicherlich klar. Aber da gibt es ja noch die stillen Leser, die man klammheimlich ansprechen könnte. So gesehen macht sein Auftritt hier doch wieder einen Sinn.

    schöne Grüße aus dem Moos

  90. # 87:

    Da werden einem Investionen nahegelegt, deren Erfolg einzig von den politischen Entscheidungen abhängig ist.

    Da sehe ich in der Tat eine Fallgrube.
    Denn der Staat ist, im Gegensatz zu privaten Vertragspartnern, NICHT an einmal gemachte Zusagen gebunden. Das wurde im Zusammenhang mit der Sozialversicherung höchstrichterlich festgestellt. Deshalb ist zum Beispiel auch die ‘Riester-Rente’ eine höchst unsichere Geldanlage.
    Sicherlich gilt der Bestandschutz, die EEG-Zusagen können nicht so leicht rückwirkend geändert werden. Aber der Staat kann jederzeit neue Spielregeln erfinden, die den Betrieb einer Wind- oder Solaranlage ruinös machen. Ein Beispiel ist die Nachrüstung von Solaranlagen mit einer Fernsteuerung zur geregelten Abschaltung.auf Kosten des Betreibers.
    Auch eine ‘Frequenzstabiliserungsabgabe’ oder ähnliches kann jederzeit beschlossen werden.
    Man muss sich dazu nur den Umgang des Staats mit Kernkraft-Betreibern ansehen: Umfangreiche Nachrüstungen, eine neu erfundenen ‘Brennelementsteuer’ und sogar die de facto-Enteignung durch Zwangsabschaltung zeigen, wie wenig Verlass auf die zukünftige Rentabilität ist. Ein anderes Beispiel sind Gesetze, die Autobesitzer zu Nachrüstung oder Verschrottung ihres Fahrzeugs zwingen, weil Emissionsnormen verschärft werden. Wer ein Fahrzeug, das er in Treu und Glauben als ‘zulässig’ erworben hat, plötzlich nicht mehr nutzen kann, weil es einen neu eingeführten ‘Feinstaubwert’ nicht erfüllt, schmeckt auch, wie eine ganz legale Enteignung inzwischen funktioniert.
    20 Jahre sind eine sehr, sehr lange Zeit und da kann politisch viel passieren. Bei einer privaten Lebensversicherung habe ich das Recht zur fristlosen Kündigung, wenn der Versicherer die Konditionen ändert, und bekomme mein Geld zurück. Beim Staat kann man keinen Vertrauensschutz erwarten!

    Ich glaube sogar, dass der von vielen laut beklatschte treulose Umgang des Staats mit den grossen Energieversorgern (denen man erst für viel Geld die Kraftwerke und Netze verkaufte um dann anschliessend skrupellos auf sie einzudreschen) ein Schuß ist, der für die NIE-Betreiber (und andere) nach hinten los geht, denn der Staat hat Blut geleckt. Es ist ein Präzedenzfall geschaffen worden und niemand kann den Staat daran hindern, das auch mit anderen zu machen -- und ich denke, dass genau das der eigentliche Sinn der staatlichen Lenkungspolitik in der Energieversorgung ist: Die Aushebelung der unternehmerischen Freiheit an sich und ein immer tieferes Eindringen des Staats in die Wirtschaft mit dem Endziel einer alle und alles gängelnden ‘sozialistischen’ Wirtschaft wie weiland in der DDR.
    Da kann den Solardach- und Windradbesitzern auch ganz schnell eine ‘Kollektivierung’ ins Haus stehen! Und wie schnell man mit den erprobten Propagandamethoden eine bestimmte Gruppe zu Sündenböcken machen und ausbeuten kann, zeigen nicht nur die EVUs, sondern beispielsweise auch die Raucher. Divide et Impera!

  91. # 88:

    Eine interessante Betrachtungsweise:

    Die elektromagnetische Wechselwirkung ist hierfür zu stark

    Da die plausibelsten Speicherungsarten auf der viel schwächeren Gravitation beruhen (Pumpspeicher) trifft das gut den Kern!

    Ergänzen möchte ich:
    Wenn man die Speicherung nicht lösen kann -- und sie ist in der Tat unlösbar! -- dann kann man bestenfalls 20% der Stromerzeugung auf Wind und Sonne umschalten, die restlichen 80% müssen weiterhin durch Verbrennungskraftwerke erzeugt werden. Es kann also gar keine Rede davon sein, dass die NIE uns von Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen schützen könnten.
    So, wie die Situation in Deutschland ist, könnte das mittel- und langfristig nur die Kernenergie!

  92. @Gernard Straten

    #87 …..Das Problem gab es schon immer mit allen Sorten von Anlageberatern. Von den guten konnte man als Konsument auch profitieren, obwohl da Unmengen von Provisionen abgeräumt wurden. Bei Energieberatern ist das natürlich schwieriger.

    …..zumal sich „Energieberater” gern mit Immobilien- und Bauunternehmen zu reichlich zwielichtigen Konglomeraten vereinen. Kann man sich leicht ausdenken, zu wessen Nutzen….. Den ahnungslosen Häuslebesitzer / Bewohner / Mieter kann man flugs mit eindrucksvollen Thermogrammen aus der Wärmebildkamera vom katastrophalen energetischen Zustand seiner Behausung und der Einsicht in die Notwendigkeit drakonischer Wärmedämm-Maßnahmen überzeugen.

    Natürlich sind dann auch gleich dienstbare Geister zur Stelle, die – gegen geringes Entgelt natürlich – den vorgeschriebenen klimaschutzgerechten Zustand herstellen können. Und Mieter, die bockig an der Notwendigkeit solcher „Klimaschutzmaßnahmen” herummäkeln, kann man mit ökologistisch gut geschulten Hausverwaltungen (oftmals gestellt von Immobilienunternehmen) zur Räson bringen.

    #85 …..Wenn Herr A***** wirklich daran glaubt, dann engagiert man ihn besser nicht als Berater. Das kann nur schief gehen. Wer weiss, was der noch alles glaubt.

    ……hi hi, vielleicht verkauft er ja nebenher noch Fahrkarten nach Bugarach….. die Grundstückspreise dort steigen jedenfalls…..

  93. @Tritium
    Dein Rede kann man auch extrem verkürzen…….

    Eins ist in diesen Staat sicher, das nix sicher ist.

    MfG
    Onkel Heinz…..in der Kürze liegt die Würze

  94. @ Tritium #90
    Hallo Tritium,

    Sicherlich gilt der Bestandschutz, die EEG-Zusagen können nicht so leicht rückwirkend geändert werden.

    Mit einer Mehrheit von 66,6 % aller stimmberechtigten Abgeordneten kann jedes Gesetz gekippt werden, sogar das Grundgesetz. Zwar nicht das Grundgesetz als Ganzes, aber einzelne Artikel können sehr wohl dem jeweiligen Gustos angepasst oder außer Kraft gesetzt werden. Auch das Hinwegsetzen über einen Artikel im Einzelfall ist möglich (siehe den seinerzeitigen Angriffskrieg gegen Serbien).

    meint der Moosgeist

  95. WiWo CHEFSACHE (Roland Tichy):

    Umwelt stört nur noch

    …..Energiepolitik wird im Stile eines Illusionstheaters betrieben: Jede Landgemeinde wird bejubelt, die mit Solar- und Windparks so viel Strom erzeugt, wie sie verbraucht – und darüber wird vergessen, dass auch die autarke Landgemeinde wie selbstverständlich auf Atom- und Kohlestrom zurückgreift, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nachts nicht scheinen mag.

    So wird bejubelt, dass an einem sonnigen Pfingstsonntag die solare Stromerzeugung der rechnerischen Leistung von 20 Kernkraftwerken entspricht. Aber in die Rechnung der Milchmädchen und Milchjungs geht nicht ein, dass dieser Strom nicht nur extrem teuer erzeugt wird, sondern anschließend ebenso teuer vernichtet werden muss oder wir unseren Nachbarn bare Millionenbeträge dafür zahlen, dass sie den Strom ins Land lassen, den an Pfingsten in Deutschland niemand verbrauchen kann. Und wenn auch nur eine dunkle Wolke die solare Rechnung vermasselt, dann springen irgendwo sündhaft teure Gaskraftwerke oder stinkende Kohlefresser an, die als Arbeitstiere übernehmen, was das Luxusspielzeug der gierigen Solar-Rentiers nicht hergibt……

  96. @ moosgeist:

    Dieser Energieberater hat die URL [ http://www.awes.de/ ] seiner „Firma“ ganz dezent hinter seinem Namen verlinkt.

    Sorry, das hatte ich schlicht übersehen. Also wohl doch der Versuch zur Eigenwerbung. Nun ja, er ist ja auch schnell wieder verstummt.

  97. @Tim Hardenberg #92

    Den ahnungslosen Häuslebesitzer / Bewohner / Mieter kann man flugs mit eindrucksvollen Thermogrammen aus der Wärmebildkamera vom katastrophalen energetischen Zustand seiner Behausung und der Einsicht in die Notwendigkeit drakonischer Wärmedämm-Maßnahmen überzeugen.

    Das ist eben High-Tech, wie es allgemein akzeptiert wird. Kerntechnik, Gentechnologie und Anderes ist verdächtig. Die Experten von Greenpeace demonstrieren das ja auch immer sehr schön und dabei benutzen sie die schönen kleinen Teile aus dem Elektronikbaukasten, genauso wie die Energieberater. Hat ja eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Smartphone und ist das nicht der Höhepunkt menschlichen Erfindungsgeistes ?

  98. Der Nächste, der den mahnenden Zeigefinger hebt

    Der Wirtschaftsweise Christoph M. Schmidt fordert einen umgehenden Stopp der Solarförderung. Die Politik müsse stärkere Prioritäten bei der Energie setzen, andernfalls drohe ein Risiko der Versorgungssicherheit in Deutschland, sagt er im Cicero-Online-Interview.

  99. Wußten Sie schon?: Jeden Tag “exportiert” die BRD 210.000.000,--EUR (210Mio.) für den Einkauf von Primärenergie in so sichere Gegenden wie Rußland, die volldemokratischen Stammesgebiete am Golf und andere Weltecken, die sich über unsere Schecks freuen. (Quelle: BMWi). Jeden Tag! Dafür könnte man jeden Tag über 100MW PV-Leistung (mit deutschen Modulen) installieren und dann Strom zu 10-12ct/kWh produzieren (völlig ohne EEG gerechnet) bzw. auch anteilig an den Speichertechniken weitertüfteln. Die hier bejammerten 56Mio könnten evtl. ein paar Nummern weniger haben, daß ist eine rein regulatorische Debatte, aber der echte Kernpunkt dieser Zahl ist, daß dieses Geld am sonnigen Tag im Land geblieben ist! Und selbst die früher dafür einmalig in China bezahlte Solarzelle ändert daran auch wenig, denn spätestens nach 10-14 Jahren ist die geschaffene Investition immer noch da, produziert immer noch und ist Teil unserer Infrastruktur geworden, wobei die Wertschöpfung ja nicht nur aus dem Kauf des Moduls bestand. Gestelle, Kabel, Wechselrichter, Handwerksleistung kommen ja in vielen Anlagen zu nahe 100 Prozent aus deutscher Produktion. Der stetige Primärenergie-Import ist und bleibt eine Einbahnstrasse und da brauchen wir jetzt nicht nach dem Schwarz unter den Nägeln zu kratzen (fracking, CO2 Verpressung, u.ä.) um uns das Alte schön zu denken, wenn es elegantere Lösungen gibt. Es gibt 210Mio. Gründe, sich nach neuen Antworten zu fragen…

  100. @ Heinrich Ernst

    Dafür könnte man jeden Tag über 100MW PV-Leistung (mit deutschen Modulen) installieren und dann Strom zu 10-12ct/kWh produzieren

    Toller Vorschlag. Dann hätten wir jeden Tag im Sommer um die Mittagszeit sogar viel mehr Strom, als wir auch bei bestem Willen verbrauchen könnten. Da müssten wir uns eigentlich nur noch Gedanken über morgens, abends, nachts und den Herbst den Frühling und den Winter machen.

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